Noch nicht einmal Sommer und das australische Stromnetz steht kurz vor dem Zusammenbruch

Von Jo Nova

Auf den Spuren Kubas

Es ist noch nicht einmal Sommer und das australische Stromnetz hat Herzschmerzen.

Die Blobs sind im Einklang – Stromausfälle könnten bevorstehen, und sie wollen, dass wir die Hitze dafür verantwortlich machen (das ist ein Codewort für Klimawandel). Behalten wir es mal im Griff, wir sprechen nur von einer für Sydney prognostizierten Temperatur von 33 °C (volle 91 °F).

ABC bezeichnet dies als „brütend heiß“ und ordnet es unter „extreme Wetterereignisse“ ein. Channel Nine spricht von einer „großen Hitzewelle“ , was in London wohl auch der Fall wäre.

Die meiste Zeit der letzten Woche hat der australische Energiemarktbetreiber AEMO (Australia Energy Market Operator) rote Lichter blinken lassen und die LOR3-Glocke geläutet. Das bedeutet, dass sie einen vollständigen Reservemangel der Stufe 3 vorhergesagt haben, was bedeutet, dass sie Stromausfälle kommen sehen. Stufe 3 ist der schwerwiegendste Warnalarm. Es steht nicht nur keine Reserveleistung zur Verfügung, wenn etwas schief geht, es gibt nicht einmal genug Leistung für den Normalbetrieb.

Vor einer Woche sah die AEMO Stromausfälle für Dienstag, Mittwoch und Donnerstag voraus – aber durch Tricksereien haben sie jetzt genug versprochenen Strom bekommen, um die Sirenen auszuschalten, obwohl die Lichter immer noch blinken. Stellen Sie sich das wie einen Besuch in der Notaufnahme vor, bei dem der Herzinfarkt heute nicht passiert ist und morgen wahrscheinlich auch nicht passieren wird, aber der Patient muss aufpassen.

In den letzten Jahren hat die AEMO recht häufig eine Warnung der Stufe 1 herausgegeben und für einige Stunden einen Leistungsmangel von einigen hundert Megawatt vorhergesagt. Doch gestern Morgen sahen sie sich in den Prognosen für den milden, warmen Mittwochmorgen mit einem Leistungsmangel von 1.700 MW konfrontiert . Der gesamte Notfallzeitraum dauerte nicht nur ein oder zwei Stunden, sondern begann um 11:30 Uhr und dauerte bis 19:30 Uhr abends.

Und natürlich ist die alte Kohle schuld:

Diskussionen bei WattClarity deuten darauf hin, dass Australien nicht genügend Kohle- und Gaskraftwerke für den Betrieb zur Verfügung hat. Dies ist eine Kombination aus erzwungenen und unnötigen Ausfällen und Wartungsarbeiten, die länger dauern als erwartet. Fast ein Drittel aller Wärmekraftwerke mit einer Stromerzeugungsleistung von über 150 MW sind außer Betrieb.

Also, ihr Genies, wenn ein Mangel an Kohle zu Stromausfällen führt, was passiert dann, wenn wir noch mehr Kohle abschalten?

Laut Squadron Energy von Andrew Forrest unterstreiche die Warnung die Gefahren eines Energiesystems, das noch immer weitgehend auf Kohle angewiesen sei. Squadron-Chef Rob Wheals sagte im Interview:.

„AEMO hat bestätigt, dass die Kombination aus hohen Temperaturen in NSW und Queensland sowie Ausfällen von Kohlekraftwerken in den kommenden Tagen zu knappen Stromversorgungsprognosen führen wird. Wir wissen, dass Australiens Kohleflotte sich dem Ende ihrer wirtschaftlichen und technischen Lebensdauer nähert und Ausfälle von Kohlekraftwerken zu Hochpreisperioden führen.“

— Von Perry Williams, Hitzewelle in Australien bringt Stromnetz von New South Wales an den Rand der Besorgnis

Auf der Website von Squadron Energy finden Sie noch viel mehr davon . Dort heißt es: „Kohle macht die Erschwinglichkeit und Zuverlässigkeit kaputt. Erneuerbare Energien sind die Antwort. “ Es ist ein Rätsel, warum selbst The Australia dachte, dass es sich lohnte, das alles abzudrucken, außer zum Spaß.

Zwanzig Jahre Management im sowjetischen Stil zerstören unser Stromnetz

Wir haben genau das bekommen, wofür wir bezahlt haben: Staatliche Subventionen zur Förderung unzuverlässiger Energie haben ein unzuverlässiges Netz geschaffen. Früher hatten wir genug Kohlekraft, sodass sie ein paar Anlagen zur Wartung aus dem Verkehr ziehen konnten, ohne dass es etwas ausmachte. Aber wenn wir mehr für beliebige Flatterstromerzeuger zahlen, drängen wir zuverlässige aus dem Geschäft. Dann erwarten wir von den Eigentümern, dass sie riesige, fein abgestimmte 500-Tonnen-Maschinen mal schneller und mal langsamer laufen lassen, um „mit den Wind- und Solaranlagen zu arbeiten“, die nicht dafür zu brauchen sind. Das verringert die Effizienz, was ihre Kosten und zweifellos auch den Wartungsaufwand erhöht. Dann zerstören wir die langfristigen Aussichten für die Branche, nennen sie gestrandete Vermögenswerte und wundern uns, warum die Unternehmen sie nicht wertschätzen, neue bauen oder die alten nicht richtig instandsetzen.

Verrückte Subventionen führen zu verrücktem Denken, und dann erzählt uns Squadron Energy, dass Kohle die Erschwinglichkeit zerstört …

Das australische Stromnetz ist am Limit

Das neueste Update deutet darauf hin, dass die Alarmstufe 3 für Mittwoch und Donnerstag auf Stufe 2 heruntergesetzt wurde. Die AEMO teilt uns mit, dass der Reservebedarf für Mittwoch in unserem bevölkerungsreichsten Bundesstaat 1.202 MW beträgt, aber, nicht gerade beruhigend, „die Mindestkapazitätsreserve beträgt 0 MW“. Das bedeutet, so denken sie, dass das System gerade noch in Ordnung sein wird, wenn alles wie erwartet funktioniert und das Wetter nicht heißer als prognostiziert, bewölkter oder weniger windig ist und nichts kaputtgeht.

Normalerweise möchten die Leute im Kontrollraum genügend Reservekapazität zur Verfügung haben, damit bei einem Ausfall des größten Generators die Reserve da ist, um die Stromversorgung aufrechtzuerhalten. Die Mindestkapazitätsreserve ist nicht nur eine nette Sache, sie gilt als wesentlicher Bestandteil des normalen Betriebs. Sie macht den Unterschied zwischen der Ersten und der Dritten Welt aus.

h/t David von Cooyal in Oz.

REFERENZEN

Die AEMO-Mitteilung 120894 enthielt die LOR3-Mitteilung über 1.731 MW um 4:37 Uhr am Montag. Die spätere Mitteilung Nr. 120946 aktualisierte die Situation in NSW und Nr. 120949 hat die LOR3 in NSW auch für Donnerstag abgesagt. Die AEMO hat in den letzten drei Wochen etwa 1.000 Mitteilungen herausgegeben. Das war früher nicht so.

 

https://joannenova.com.au/2024/11/not-even-summer-with-one-warm-week-and-the-australian-grid-is-on-the-verge-of-blackouts/




Massive Vertuschung durch das britische Met Office, um zu verschleiern, dass 103 seiner Temperatur-Messstationen gar nicht existieren

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

Letzten Monat wies der Daily Sceptic auf die Praxis des britischen Met Office hin, Temperaturmittelwerte von über 100 nicht existierenden Messstationen zu erfinden. Hilfreicherweise ging das Met Office so weit, Koordinaten, Höhenangaben und Zweck der erfundenen Standorte zu liefern. Nach dem massiven Interesse in den sozialen Medien und der häufigen Wiederveröffentlichung des Daily Sceptic-Artikels hat das Met Office seine lächerlichen Behauptungen geändert. Der Schritt wurde natürlich nicht öffentlich bekannt gegeben, da dies die Büchse der Pandora öffnen und das Risiko mit sich bringen würde, dass alle Temperaturangaben des Met Office einer breiteren Prüfung unterzogen werden. Stattdessen hat das Met Office seine Seite „U.K. climate averages“ [Klima-Mittelwerte in UK] diskret in „Location-specific long-term averages“ [Ortsspezifische langfristige Mittelwerte] umbenannt.

An der neuen Seite wurden erhebliche Änderungen vorgenommen, die zweifellos den Verdacht zerstreuen sollen, dass das Met Office die Zahlen nach Belieben erfunden hat. Der ursprüngliche Hinweis, dass die Auswahl einer Klimastation einen 30-Jahres-Durchschnitt für den Zeitraum 1991-2020 liefern kann, wurde durch die Erklärung ersetzt, dass die Seite „so gestaltet ist, dass sie Standorte anzeigt, die eine gleichmäßige geografische Abdeckung des Vereinigten Königreichs bieten, aber nicht jede Wetterstation, die es einmal gab, oder das aktuelle Beobachtungsnetz des Met Office reflektiert“. Auf der neuen Seite werden die Standorte immer noch als „Klimastationen“ bezeichnet, aber die Einzelheiten, wo sie sich genau befinden, wurden weggelassen.

Zyniker könnten feststellen, dass das Met Office sein Problem der Erfindung von Daten von nicht existierenden Stationen gelöst hat, indem es behauptet, dass sie nun von „Standorten“ stammen, die möglicherweise in keiner Beziehung zu Stationen stehen, die einst existierten oder heute existieren. Wenn dies eine vernünftige Interpretation der Angelegenheit ist, könnte dies darauf hindeuten, dass die Affäre noch lange nicht abgeschlossen ist.

Erneut sind wir dem fleißigen Bürgerjournalisten Ray Sanders dafür dankbar, dass er uns auf die unangekündigten Änderungen des Met. Office aufmerksam gemacht und einen Link zu der früheren Durchschnittswerte-Seite auf der Wayback Machine bereitgestellt hat. Der detektivische Sanders ist schon seit einiger Zeit an dem Fall dran, nachdem er herausgefunden hatte, dass drei der genannten Stationen in der Nähe seines Wohnortes gar nicht existieren, nämlich Dungeness, Folkestone und Dover. Die angegebenen Koordinaten für Dover platzierten die Station im Wasser am örtlichen Strand, wie auf dem Google Earth-Foto unten zu sehen ist:

So erfuhr Sanders durch einen Antrag im Rahmen des Informationsfreiheits-Gedsetzes, dass 103 der 302 in der Liste der Klimadurchschnittswerte aufgeführten Orte – mehr als ein Drittel der Gesamtzahl – nicht mehr existieren. Daraufhin bat Sanders um weitere Informationen über die Methodik, die zur Bereitstellung der Daten für Folkestone und Dover verwendet worden war. In seiner Antwort teilte das Met Office mit, dass es nicht in der Lage sei, Einzelheiten über die angefragten Beobachtungsstellen zu liefern, „da es sich hierbei nicht um aufgezeichnete Informationen handelt“. Es teilte jedoch mit, dass für nicht existierende Stationen „wir eine Regressionsanalyse verwenden, um ein Modell der Beziehung zwischen jeder Station und anderen im Netz zu erstellen“. Dadurch wird für jeden Monat, in dem die Station nicht in Betrieb ist, eine Schätzung erstellt. Jede „Schätzung“ basiert angeblich auf den Daten von sechs anderen Stationen, die ausgewählt wurden, weil sie mit der Zielstation „gut korreliert“ sind.

Im Fall von Dover ist die nächstgelegene „Station“ vom nicht existierenden Folkestone 11 km entfernt, gefolgt von Manston, das 24 km entfernt ist. Mit „gut korreliert“ meint das Met Office vielleicht, dass sie in der gleichen Grafschaft Kent liegen. Wie dem auch sei, die Computermodelle können uns den Weg weisen.

Ray Sanders hatte Einzelheiten seiner Ergebnisse an den neuen Labour-Wissenschaftsminister Peter Kyle, MP, geschickt, und die jüngsten Änderungen des Met Office könnten durch einen diskreten politischen Vorstoß gefördert worden sein. Damals fragte Sanders: „Woher soll ein vernünftiger Beobachter wissen, dass die Daten nicht echt sind und einfach von einer Regierungsbehörde ‚erfunden‘ wurden?“ Er forderte eine offene Deklaration der wahrscheinlichen Ungenauigkeiten bestehender veröffentlichter Daten, „um zu verhindern, dass andere Institutionen und Forscher unzuverlässige Daten verwenden und zu falschen Schlussfolgerungen kommen“.

Das Met Office verfügt auch über einen Bereich für historische Daten, in dem eine Reihe von Standorten mit langen Temperaturaufzeichnungen aufgeführt sind. Lowestoft wurde 2010 geschlossen, und seither werden die Zahlen geschätzt. Die Stationen in Nairn Druim, Paisley und Newton Rigg wurden ebenfalls geschlossen, melden aber weiterhin geschätzte Monatsdaten. „Warum sollte eine wissenschaftliche Organisation das Bedürfnis haben, etwas zu veröffentlichen, was man nur als Fiktion bezeichnen kann?“, fragt Sanders.

Die ursprüngliche Station Braemar in Aberdeenshire hat seit der viktorianischen Zeit Temperaturdaten aufgezeichnet. Aufgrund der interessanten Topografie, die von hohen Bergen umgeben ist, wurde hier sowohl 1895 als auch 1982 die niedrigste Temperatur Großbritanniens von -27,2°C gemessen. Im Sommer kann die Temperatur in die Höhe schießen, da die Wärme eingeschlossen bleibt. Im Jahr 2005 wurde in einiger Entfernung vom ursprünglichen Standort ein neuer Standort eingerichtet, der entsprechend dem Verfahren des Met Office als Braemar 2 bezeichnet wurde, um sowohl die Entfernung als auch die klimatologischen Unterschiede zu berücksichtigen. Im Abschnitt über historische Daten auf der Website des Met Office wird Braemar 2 mit Daten bis zurück ins Jahr 1959 angegeben. „Aus mir unverständlichen Gründen hat sich das Met Office dazu entschlossen, eine fälschliche Verschmelzung zweier deutlich unterschiedlicher Datensätze für einen unlogisch definierten Zeitraum hervorzuheben, die keinen der beiden Standorte repräsentiert“, bemerkt Sanders.

Die jüngsten Änderungen, die das Met Office auf seinen Seiten mit den Klimadurchschnittswerten vorgenommen hat zeigen, dass sich das staatlich finanzierte Unternehmen des wachsenden Interesses an seiner gesamten Sparte der Temperaturaufzeichnung voll bewusst ist. Dieses Interesse ist gewachsen, weil das Met Office sich voll und ganz dafür einsetzt, seine Daten zur Förderung des politischen Hirngespinstes Net Zero zu nutzen. Aber es schweigt zu den größten Bedenken, die in letzter Zeit geäußert wurden, nämlich die Förderung von Temperaturen, die auf ein Hundertstel Grad Celsius genau sind und von einem landesweiten Netzwerk stammen, in dem fast acht von zehn Stationen so schlecht platziert sind, dass sie international anerkannte „Unsicherheiten“ bis 5°C aufweisen.

Chris Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor.

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/12/09/massive-cover-up-launched-by-u-k-met-office-to-hide-its-103-non-existent-temperature-measuring-stations/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Internationale Klimaprozesse: Trojanische Pferde für die globale Klimapolitik?

WUWT

In einem beispiellosen Schritt haben sich 99 Länder beim Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag versammelt, um ein Gutachten zum Klimawandel einzuholen. Angeführt von Staaten wie Vanuatu fordert diese juristische Kampagne den IGH auf, die Verpflichtungen der Staaten zur Bekämpfung des Klimawandels und zum Schutz gefährdeter Länder zu definieren. Die Befürworter sehen darin einen Meilenstein im Kampf gegen die globale Erwärmung, während Skeptiker die Motive, die Wirksamkeit und die möglichen Folgen in Frage stellen. Lassen Sie uns diesen monumentalen Fall näher betrachten und überlegen, ob er nur ein weiteres trojanisches Pferd für eine weitreichende globale Kontrolle ist.

Der Fall: Klimahaftung auf dem Prüfstand

Dieser Fall geht auf eine Resolution der Generalversammlung der Vereinten Nationen zurück, in welcher der IGH aufgefordert wird, die rechtliche Verantwortung von Staaten im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu klären. Dabei geht es um zwei zentrale Fragen:

1. Inwieweit sind die Staaten rechtlich verpflichtet, ihre Emissionen zu begrenzen und den Klimawandel abzumildern?

2. Welche Entschädigungen werden den von den Klimaauswirkungen unverhältnismäßig stark betroffenen Staaten geschuldet, insbesondere kleinen Inselstaaten, die mit dem Anstieg des Meeresspiegels konfrontiert sind?

Das beratende Gutachten des IGH ist zwar rechtlich nicht bindend, könnte aber einen wichtigen Präzedenzfall schaffen und künftige Klimaverhandlungen, Gerichtsverfahren und politische Maßnahmen beeinflussen.

Die treibende Kraft: Das verzweifelte Glücksspiel der Inselnationen

Inselstaaten wie Vanuatu machen seit langem auf ihre Anfälligkeit für den steigenden Meeresspiegel und extreme Wetterbedingungen aufmerksam. Sie argumentieren, dass die wohlhabenden Industrienationen eine unverhältnismäßig große Verantwortung für die „Klimakrise“ tragen und dringend handeln müssen, um die Schäden zu beheben.

Für die Indoktrinierten scheint ihr Argument überzeugend: Warum sollten die großen Verschmutzer nicht die am meisten Betroffenen entschädigen? Aber wenn man tiefer gräbt, wird das Wasser trübe. Die Daten zum Meeresspiegel beispielsweise zeigen weit weniger konsistente Trends als von den Alarmisten behauptet, wobei die Schwankungen durch natürliche Phänomene wie tektonische Aktivitäten und die Ozeanzirkulation beeinflusst werden. Darüber hinaus werden die Komplexität des Klimasystems und die bedeutende Rolle natürlicher Schwankungen ignoriert, wenn man die globalen Temperaturveränderungen ausschließlich auf menschliche Emissionen zurückführt.

Malediven: Die Inseln Bodufolhudhoo und Nika Island

Was steht wirklich auf dem Spiel?

In diesem Fall geht es nicht nur um den Meeresspiegel oder Entschädigungen, sondern auch um Macht. Wenn sich der IGH auf die Seite der Kläger stellt, könnte dies künftige Klagen ermutigen und de facto einen globalen Regulierungsrahmen für Emissionen schaffen. Aus folgenden Gründen sollte das jedem zu denken geben:

1. Nationale Souveränität in Gefahr

Die Stellungnahme des IGH könnte die Souveränität der Staaten untergraben und es nicht gewählten Richtern ermöglichen, die Klimapolitik zu diktieren. Länder wie die Vereinigten Staaten und China, die sich bereits gegen verbindliche internationale Abkommen wehren, könnten dies als eine Übervorteilung ansehen, die ihr Recht auf Selbstbestimmung beeinträchtigt.

2. Das finanzielle Fass ohne Boden

Ein Urteil zu Gunsten der Inselstaaten könnte den Weg für Klimareparationen in Billionenhöhe ebnen. Wohlhabende Länder würden sich mit steigenden Forderungen nach Finanzierung von Anpassungsprojekten konfrontiert sehen, wodurch möglicherweise Ressourcen von inländischen Prioritäten abgezogen würden. Schlimmer noch: Solche Zahlungen könnten Anreize für Korruption und Misswirtschaft in den Empfängerländern schaffen, wo es oft an Transparenz und Rechenschaftspflicht mangelt.

3. Rechtliches Chaos

Wenn Emissionen zur Grundlage für die Haftung werden, öffnet dies die Schleusen für endlose Rechtsstreitigkeiten. Von Unternehmen bis hin zu einzelnen Regierungen gibt es unzählige potenzielle Beklagte. Das ist keine Gerechtigkeit, sondern der Traum eines jeden Anwalts und der Albtraum eines jeden Politikers.

Zweifelhafte Präzedenzfälle: Historische Klimaprozesse

Der Fall des IGH ist nicht der erste Versuch, die Gerichte für den Klimaaktivismus zu instrumentalisieren. Ähnliche Bemühungen hatten gemischte Ergebnisse:

– Urgenda Foundation vs. Niederlande (2019): Ein niederländisches Gericht entschied, dass die Regierung die Emissionen reduzieren muss, um die Klimaziele zu erreichen. Das Urteil wurde als Sieg gefeiert, löste aber Gegenreaktionen aus, weil es Klimazielen Vorrang vor demokratischen Prozessen einräumt. (Link)

– Juliana vs. United States (2015): Amerikanische Jugendliche verklagten die US-Regierung, weil sie sie nicht vor dem Klimawandel geschützt hatte. Der Fall ist zwar dramatisch, hat sich aber in einem verfahrenstechnischen Gerangel verzettelt und zeigt die Grenzen des richterlichen Aktivismus auf. (Link)

Diese Fälle zeigen, dass Gerichte schlecht geeignet sind, um komplexe, vielschichtige Themen wie den Klimawandel zu behandeln. Lösungen erfordern demokratische Debatten, offene wissenschaftliche Untersuchungen und technologische Innovationen – und keine richterlichen Anordnungen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Wer profitiert?

Man folge dem Geld, und das Bild wird klarer. Internationale Klimaprozesse dienen den Interessen von:

1. Globale Bürokratien

Organisationen wie die Vereinten Nationen leben von der Ausweitung ihres Einflusses. Die Umwandlung von Klimafragen in rechtliche Verpflichtungen stärkt ihre Rolle als globale Schiedsrichter der Politik.

2. Entwicklungsländer mit Druckmitteln

Indem sie sich selbst als Opfer darstellen, hoffen einige Entwicklungsländer, massive Zahlungen von wohlhabenderen Ländern zu erhalten und so ihre eigene Entwicklungsagenda unter dem Deckmantel der Klimagerechtigkeit zu subventionieren.

3. Klima-Aktivisten

Rechtsstreitigkeiten geben Aktivisten eine öffentlichkeitswirksame Plattform, um ihre Agenda voranzutreiben und politische Opposition und öffentliche Skepsis zu umgehen.

Die wahre Agenda hinter der Klage

Der IGH-Fall mag als Kampf für Gerechtigkeit verbrämt sein, aber wenn man an der Oberfläche kratzt, sieht es eher nach Machtübernahme aus. Es geht nicht darum, gefährdete Nationen zu schützen – es geht darum, ein globales Klimaregime durchzusetzen, das die nationale Souveränität außer Kraft setzt, die Brieftaschen der Steuerzahler leert und eine globale Elite bereichert.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Link: https://wattsupwiththat.com/2024/12/09/international-climate-litigation-a-trojan-horse-for-global-climate-policy/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Techtelmechtel mit der Kernfusion: Der heilige Gral

Duggan Flanakin

In einem kürzlich erschienenen Artikel in der Zeitschrift The Engineer orakelte Jim Pickles, der Leiter der Materialabteilung von Tokamak Energy, dass künstliche Intelligenz bald die Erstellung einer neuen Materialdatenbank ermöglichen wird, die Millionen von Dollar einsparen und die weltweite Suche nach sauberer, sicherer und erschwinglicher Fusionsenergie um Jahre verkürzen wird – dem Heiligen Gral der Energieerzeugung, der einen endlosen Vorrat an emissionsfreier Energie für den Planeten bedeuten könnte.

Das, so Pickles, war die Botschaft auf COP29 in Aserbaidschan. Die Welt, so heißt es, ist der Replikation der Energie der Sonne selbst einen großen Schritt näher gekommen – und damit auch der Deckung des rasch wachsenden Bedarfs an erschwinglicher Energie und der Eindämmung des Klimawandels.

Während die Entwicklung der Fusion für viele immer noch wie Science-Fiction klingt – Plasma, heißer als der Kern der Sonne (bis zu zehnmal heißer) – wird sie laut The Engineer dank weltweiter Zusammenarbeit und kühner Kraftwerksprogramme in UK, den Vereinigten Staaten und Japan (auch China hat ein eigenes Fusionsprogramm) schnell zur Welle der Zukunft.

„Die Welt braucht die Fusion“, so die Zeitschrift, „und die Fusion braucht Teams auf der ganzen Welt, die gemeinsam an der Lösung großer Herausforderungen arbeiten“. Die jüngsten Durchbrüche zeigen ihrer Meinung nach, dass die Fusionsenergie keine Science-Fiction mehr ist, sondern bereits in den 2030er Jahren einen Beitrag zu den nationalen Energienetzen leisten könnte.

Der Enthusiasmus für die baldige Kommerzialisierung der Kernfusion wird von Scott Mercer geteilt, dem CEO von Focused Energy. Das in San Francisco ansässige deutsch-amerikanische Start-up-Unternehmen, das eine 65-Millionen-Dollar-Anlage zum Bau von Lasern plant, hat sich zum Ziel gesetzt, die gesamte Stadt San Francisco mit Fusionsbrennstoff im Wert von „drei Getränkedosen“ pro Tag zu versorgen – und bei der Fusion gibt es keinen radioaktiven Abfall.

Mercer meint: „Wenn die Entdeckung des Feuers der erste Ausflug der Menschheit in die Welt der Energie war, wird die Nutzung der Kernfusion der Höhepunkt sein. Wir sind in der Lage, innerhalb des nächsten Jahrzehnts die Energiequelle des Universums nutzbar zu machen. Und wir werden alle viel besser dran sein.“

In Seattle hat Uri Shumiak, Mitbegründer von Zap Energy und außerordentlicher Professor für angewandte Mathematik an der University of Washington, mehr als 330 Millionen Dollar von Investoren erhalten und arbeitet mit einem 150-köpfigen Team daran, die Fusionsenergie für die Zivilisation nutzbar zu machen.

Das Team von Zap Energy experimentiert mit seinem Fusionsreaktor (FuZE-Q genannt), um einen positiven Fusions-Energieausstoß zu erzeugen – die grundlegende Herausforderung, die Fusionswissenschaftler überall zu bewältigen versuchen. Das Unternehmen ist bekannt für seinen neuen Prototyp eines Century-Geräts, das auf einer scherströmungsstabilisierten Z-Klemme basiert und nicht auf Magneten, Kryogenik oder Lasern, um die Fusion zu erreichen.

Die Z-Pinch-Fusion, ein Phänomen, bei dem elektromagnetische Felder so stark sind, dass sie Materie zusammenpressen, gibt es seit den 1950er Jahren, galt aber als unwirksam, weil das erzeugte Plasma unglaublich schnell verpuffte. Zap behauptet, dass seine Scherströmungsstabilisierung die Lebensdauer des erzeugten Plasmas fast unbegrenzt verlängert, so dass es so lange wie nötig Energie erzeugen kann.

Matthew C. Thompson, Vizepräsident für Systemtechnik bei Zap, erklärt, dass der Ansatz des Unternehmens gepulst ist, so dass er „wie ein Verbrennungsmotor läuft, dessen Zylinder den ganzen Tag lang feuern, um eine gleichmäßige Energieabgabe zu erzeugen.“ Dies, so fügte er hinzu, erzeugt einen großen Neutronenfluss und eine große Wärmelast im System – die erwünschte Energieleistung. Mit dem Century-Gerät sollen die Annahmen getestet und der beste Weg zur Kommerzialisierung festgelegt werden, sagt er.

In Georgia hat Tokamak Energy die ersten Konstruktionsdetails seines sphärischen Hochfeld-Tokamaks enthüllt, einer Fusionsenergie-Pilotanlage, die ein Schlüsselteilnehmer im Meilenstein-basierten Fusions-Entwicklungsprogramm des Energieministeriums ist. Mit diesem wettbewerbsorientierten Programm sollen private Unternehmen ermutigt werden, die Fusionstechnologie bis zur praktischen kommerziellen Nutzung voranzutreiben.

Auf der Jahrestagung der Abteilung für Plasmaphysik der Amerikanischen Physikalischen Gesellschaft im Oktober in Atlanta gab Tokamak einen ersten Einblick in seinen Betrieb. Die Tokamak-Pilotanlage soll 800 Megawatt Fusionsenergie erzeugen und mehr als 70 000 Haushalte mit 85 MW (kohlenstofffreiem) Strom versorgen.

Unterdessen behauptet das neuseeländische Unternehmen OpenStar, den „einzig gangbaren Weg“ zur Energieerzeugung durch Kernfusion in naher Zukunft zu beschreiten. Das Unternehmen setzt dabei auf ein ungewöhnliches Reaktordesign, das es Junior nennt und das auf Jahrzehnte alten Experimenten am Massachusetts Institute of Technology beruht.

Die meisten Fusionsforscher verlassen sich auf eine donutförmige (toroidale) Tokamak-Reaktorkammer, in der ein Plasmastrom durch Elektromagneten an Ort und Stelle (von den Wänden weg) gehalten wird. Wenn es ihnen nicht gelingt, das Plasma so zu verdichten, dass die geladenen Atome verschmelzen, oder wenn das überhitzte Plasma die Tokamak-Wände berührt, wird keine Energie erzeugt.

OpenStar hingegen verwendet einen zentralen Magneten und eine kugelförmige Gesamtform. Der einzelne Magnet muss ein Supraleiter sein und mit Hilfe einer kontinuierlichen und teuren Ausrüstung auf nahezu absoluten Nullpunkt abgekühlt werden. OpenStar sagt, dass sein Magnet Batterien enthalten wird, um seine Funktionsdauer zu verlängern, während er inmitten eines Plasmastroms arbeitet, der über 100 Millionen Grad Celsius erreicht.

Seit über einem Jahrhundert sagen Wissenschaftler voraus, dass „die Fusion noch 30 Jahre von der Realität entfernt ist“. OpenStar behauptet nun, die Fusion sei nur noch sechs Jahre entfernt, „und wir rennen gegen die Zeit an“. Doch Caroline Delbert, Autorin von Popular Mechanics, ist nicht so zuversichtlich.

Einige Fusionsprogramme auf der ganzen Welt, so stellt sie fest, haben Jahrzehnte der Iteration hinter sich, insbesondere das ITER-Projekt, Europas global ausgerichteter und groß angelegter Tokamak. Doch laut Scientific American vom Juni 2023 liegt ITER bereits „Milliarden von Dollar über dem Budget und Jahrzehnte hinter dem Zeitplan“ und hat keine Vorstellung davon, wie viel mehr Geld und Zeit es benötigen würde, um seine Ziele zu erreichen.

Delbert sagt, dass die „seltsame Dynamik“ innerhalb der firmeneigenen und wagnisfinanzierten Fusionsforschung mit ihren Vorhersagen über die kostenlose Energie von morgen durch eine einfache Wahrheit widerlegt wird: „Nach 100 Jahren des Nachdenkens und 70 Jahren praktischer Konstruktionsarbeit ist die Frage, wie man das Plasma ausreichend aufheizen kann, immer noch eine ‚Kernhürde‘.“

Vielleicht sagt Shumiak von Zap deshalb: „Wir Fusionsforscher fühlen uns manchmal wie mittelalterliche Kathedralen-Baumeister. Man sieht vielleicht nie das fertige Produkt, aber trotzdem weiß man, dass man etwas Großartiges und Schönes tut [einfach indem man die Wissenschaft voranbringt].“

This article originally appeared at Real Clear Energy

Link: https://www.cfact.org/2024/12/03/fencing-with-fusion-the-holy-grail/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Anmerkung des Übersetzers dazu: Mir fehlt jedes Hintergrundwissen für eine Beurteilung, ob die Inhalte dieses Beitrags realistisch sind oder nicht. Da bin ich auf Kommentare gespannt, und um deretwillen habe ich diesen Beitrag übersetzt.




Help, we are sinking! Klimaschau international – Climate World News 4

Die Regierung der Malediven hielt vor 15 Jahren eine Kabinettsitzung unter Wasser ab, um den eigenen Untergang durch den Anstieg des Meeres zu illustrieren. Heute hingegen werden neue Flughäfen im Inselstaat gebaut – Untergang adé. Ist die Geschichte vom Untergang der Südseeinseln durch die angeblich menschgemachte Erderwärmung also falsch? Eins ist sicher: Inseln sind keine statischen Gebilde – sie verändern sich mit und ohne „Klima“ laufend – z.B. durch Anspülung, Abtragung, Kontinentaldrift usw.