Das deutsche Reaktorschiff ‚Otto Hahn‘ – 22 Kilogramm auf 500.000 Kilometer
geschrieben von AR Göhring | 19. Dezember 2024
von Hans Hofmann-Reinecke
Bevor 2024 zu Ende geht sollten wir des 60-jährigen Jubiläums eines erstaunlichen Stapellaufs gedenken. Das Schiff war 172 Meter lang, 23 Meter breit und 26.000 Tonnen schwer. Es hatte Raum für 100 Passagiere samt Besatzung und konnte nebenher viele Tonnen Fracht transportieren. Damals, 1964, war der Luftverkehr noch wenig entwickelt, sodaß Passagiere oft den Seeweg nahmen, meist auf gleichem Kiel wie Getreide oder Erz. Was ist also bemerkenswert daran, wenn wieder einmal solch ein Vehikel damals zu Wasser gelassen wurde? Lesen Sie weiter…
Eine halbe Million in vier Jahren
Der Antrieb handelsüblicher Schiffe kommt von Maschinen, die Kohle oder Öl verbrennen und dabei CO2 ausstoßen, das erwähnte Modell aber verbrannte Uran. In einem Druckkessel von 3,5 Metern Durchmesser und vier Meter Höhe arbeitete ein Kernreaktor, der eine Turbine mit Dampf versorgte, die dann 50.000 PS (rund 35 MW) auf die Welle brachte. Der Treibstoff bestand aus rund zwei Tonnen Uran, auf 3,5 – 6,6% angereichert.
Bei seinem Launch 1964 wurde das Schiff nach dem Entdecker der Kernspaltung benannt: Otto Hahn. 1968, vier Jahre nach Stapellauf, nahm sie ihren Dienst auf und befuhr die Weltmeere. Nach vier Jahren hatte sie knapp eine halbe Million Kilometer hinter sich und mußte an die Box, um den verbrauchten Treibstoff gegen neuen zu wechseln. „Verbraucht“ war eigentlich nur das auf ein paar Prozent angereicherte U235, und davon gerade mal 22 kg! Die haben sich allerdings nicht in Luft aufgelöst, sondern wurden in leichtere Kerne gespalten, die extrem radioaktiv sind. Das U238, welches mehr als 90% des Gewichts der Brennstäbe ausmacht, hat nichts geleistet, es war nur mit von der Partie. Allerdings hat es im Reaktor Neutronen eingefangen und sich dabei in teils sehr langlebige radioaktive Substanzen verwandelt.
Die Entsorgung dieser gefährlichen Stoffe war damals kein Problem: darum kümmerte sich die Wiederaufbereitungsanlage im englischen Sellafield.
Ein Eisberg aus Borniertheit
1979 aber lief die „Otto Hahn“ auf einen Eisberg – nicht aus gefrorenem Wasser, sondern aus grüner Borniertheit. Damals war „Anti-Atom“ schon voll im Gange, und so ein tadellos funktionierendes, abgasfreies Vehikel mit Atomantrieb, das ging jetzt gar nicht. Der Reaktor wurde aus dem Schiff entfernt und gegen einen Diesel ausgetauscht. Auch der Name wurde geändert und die Otto Hahn war jetzt nuklearbereinigt.
Der beschriebene Kernreaktor leistete im Gegensatz zu seinen großen Brüdern, die um die 1.500 MW liefern, nur 35 MW. Und er bestand aus Modulen, die im Werk gefertigt und zusammengesetzt wurden. Er war also genau das, was heute unter dem Label „Small Modular Reactor (SMR)“ läuft, und dem man weltweit eine wichtige Rolle bei der zukünftigen Stromversorgung prophezeit.
Konnten die das vor 60 Jahren schon? Durften die das? Wer hatte dieses Wunderwerk gebaut? Es waren die Deutsche Babcock & Wilcox Dampfkessel Werke, ansässig in Oberhausen im Ruhrgebiet UND Interatom aus Bensberg. Leitung hatte ein gewisser Erich Bagge. Der hatte seinerzeit bei Otto Hahn in Kernphysik promoviert hatte und wurde nach dem Krieg Professor an der Universität Kiel, wo ich als Student die Ehre hatte, ihn kennenzulernen.
Es ist doch ganz erstaunlich was geleistet werden kann, wenn man hochkarätigen Professionals freie Hand gibt. Heute, 60 Jahre später, werden Wirtschaft und Wissenschaft von Küchenhilfen, Literaturphilosophen und Studienabbrechern gegängelt – und man braucht zur Reparatur einer vernachlässigten Brücke länger als zum Bau eines technischen Wunderwerks.
Hinweis der Redaktion: Die Anti-Atomkraftbewegung wurde bereits 20 Jahre vor dem Umbau der ‚Otto Hahn‘ von einem Heimatschriftsteller names Günther Schwab aus Wien angestoßen. Sein Buch „Der Tanz mit dem Teufel – Ein abenteuerliches Interview“ von 1958 warnte vor der friedlichen Nutzung der Kernkraft. Schwab war NSDAP-Mitglied und gründete 1960 den Weltbund zum Schutz des Lebens.
Dieser Artikel erscheint auch im Blog des Autors Think-Again. Der Bestseller Grün und Dumm, und andere seiner Bücher, sind bei Amazon erhältlich.
Magnetfeld der Erde: Sich verschiebende Pole und eine fragile Zukunft
geschrieben von Chris Frey | 19. Dezember 2024
Cap Allon
Das Magnetfeld der Erde, ein wichtiger Schutzschild, unterliegt erheblichen Veränderungen. Diese Verschiebung, die durch eine mögliche Umkehrung der Magnetpole gekennzeichnet ist, hat weitreichende Auswirkungen auf das Leben auf der Erde und unsere technische Infrastruktur.
Im Gegensatz zu den geographischen Polen sind die Magnetpole dynamisch; sie können sich abschwächen und verstärken, sie können sich sogar umkehren oder „umkippen“ – ein Prozess, der sich über Tausende von Jahren hinzieht.
„Das Magnetfeld unseres Planeten wird nicht nur schwächer, sondern verschiebt sich auch“, erklärt Brian Keating, Professor für Physik an der UC San Diego, in einem kürzlich veröffentlichten Video. „Das ist in der Erdgeschichte zwar schon mehrfach vorgekommen, aber die derzeitige Geschwindigkeit der Veränderung hat für Aufsehen gesorgt.“
Das Magnetfeld ist die erste Verteidigungslinie der Erde gegen schädliche solare und kosmische Strahlung. Bei einer Polverschiebung wird diese Schutzbarriere jedoch geschwächt, so dass mehr Strahlung auf die Oberfläche des Planeten eindringen kann.
„Dies könnte das Krebsrisiko erhöhen und möglicherweise zu genetischen Veränderungen in Organismen führen“, sagt Keating.
Neben den biologischen Auswirkungen sind auch die technischen Systeme gefährdet. Satelliten, insbesondere solche in niedriger Erdumlaufbahn, sind der Sonnenstrahlung direkt ausgesetzt. „Ein geschwächtes Magnetfeld könnte GPS, Telekommunikationssysteme und sogar Stromnetze stören“, fährt Keating fort und betont die Zerbrechlichkeit der modernen Technologie.
Eine großflächige, zeitgleiche Sonneneruption, ähnlich dem Carrington-Ereignis, würde sich heute als katastrophal erweisen – ein Worst-Case-Szenario, das wahrscheinlich zu lang anhaltenden Stromausfällen und weltweiter Panik führen würde. Das Carrington-Ereignis, eine starke Sonneneruption im Jahr 1859, verursachte nur minimale Schäden, da es damals noch keine elektronische Infrastruktur gab. Heute würde die Situation ganz anders aussehen.
„Ein Ereignis vom Ausmaß eines Carrington-Ereignisses könnte Satelliten außer Gefecht setzen, Kommunikationsnetze unterbrechen und Stromnetze weltweit lahm legen“, warnt Keating und verweist auf fehlende Präventivmaßnahmen: „Es gibt einfache, kosteneffiziente Lösungen zum Schutz von Stromtransformatoren, aber diese werden von den Energieversorgern und politischen Entscheidungsträgern nicht in großem Umfang umgesetzt.“
Es gibt auch mögliche ökologische Auswirkungen. Zugvogelarten wie Vögel, Schildkröten und Fische, die zur Navigation auf das Magnetfeld der Erde angewiesen sind, könnten desorientiert werden. Es liegt nahe, dass sich dies kaskadenartig auf die Ökosysteme auswirken und die Nahrungsketten und die Artenvielfalt stören könnte.
Keating schlussfolgert: „Die Verschiebung des Erdmagnetfelds mag zwar wie Science-Fiction klingen, aber in Wirklichkeit haben wir das schon einmal erlebt und müssen uns auf die Auswirkungen auf unsere moderne Welt vorbereiten. … Wissenschaftler müssen diese Veränderungen weiterhin beobachten – nicht in Panik, sondern mit Vorsicht und Weitsicht.“
Um Keatings prägnantes 6-minütiges Video zu sehen, klicken Sie bitte unten.
Zumindest ist es gut zu sehen, dass dieses Thema ein breiteres Publikum erreicht.
– Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die im Death Valley National Park (DVNP) aufgezeichneten Temperaturen an sehr heißen Tagen eine merkwürdige Wärmeverzerrung aufweisen, möglicherweise aufgrund von Instrumentenmängeln oder der Nähe zu Montagevorrichtungen und anderen, vom Menschen geschaffenen Strukturen.
– Hier wird anhand von Daten aus den Sommern von 21 Jahren (Juni, Juli, August) gezeigt, dass es im DVNP viel mehr Tage gibt, an denen die Temperaturen viel höher sind als an der nahegelegenen Station Stovepipe Wells, als wenn es in Stovepipe Wells heißer ist als im DVNP.
– Diese Beweise deuten darauf hin, dass die für den Death Valley National Park gemeldeten heißen Sommer-Tagestemperaturen potenziell große Verzerrungen aufweisen und nur zu Unterhaltungszwecken verwendet werden sollten.
Bei der weiteren Untersuchung des Weltrekords für die höchste Temperatur von 56,7 Grad Celsius, der am 10. Juli 1913 auf der Greenland Ranch, der heutigen Station des Death Valley National Park, gemessen wurde, stellen wir ein merkwürdiges Verhalten bei den jüngsten Sommertemperaturen fest. (Das Bulletin of the American Meteorological Society [BAMS] hat meinen Vorschlag für einen BAMS-Artikel angenommen, in dem nachgewiesen wird, dass der Weltrekord von 56.7°C der Weltrekord um 4 bis 5 Grad Celsius höher war als der tatsächliche Wert an diesem Tag [10. Juli 1913]).
Frühere Arbeiten über Hitze-Exzesse im Death Valley
Der Wetter-Prognostiker und Sturmjäger Bill Reid hat im Laufe der Jahre ausführlich über die Beweise gegen den Weltrekord von 56,7 Grad Celsius gebloggt. Ein guter Anfang ist sein jüngster Beitrag (Teil 6), der sich mit dem Vorarbeiter der Greenland Ranch befasst, welcher die übermäßig hohen Temperaturmessungen in der ersten Julihälfte 1913 durchführte. Bill hat sich bereit erklärt, gemeinsam mit John Christy und mir die BAMS-Studie zu verfassen.
Außerdem wurde in den Jahren 2021 und 2022 ein Experiment mit verschiedenen Temperaturmessgeräten durchgeführt, die neben der DVNP-Wetterstation aufgestellt wurden. Dabei zeigte sich, dass der „offizielle“ DVNP-Sensor an dem rekordverdächtig heißen Tag des 9. Juli 2021 (54,4 Grad Celsius) Temperaturen anzeigte, die einige Grad höher waren als die der anderen Instrumente (AMS-Konferenzposter hier). Das Foto in Abb. 1 zeigt, dass das DVNP-Instrument älterer Bauart (das nicht angesaugt wird) neben einer Vielzahl von Metallstrukturen und einem kleinen Solarpaneel montiert ist.
Abb. 1 Wetterstation im Death Valley National Park mit zusätzlichen Instrumenten, die von Dirk Baker (Campbell Scientific, Inc.) und Mitforschern hinzugefügt wurden, um sie mit den „offiziellen“ Temperaturmesswerten in den Jahren 2021 und 2022 zu vergleichen. (Die Abbildung wurde dieser AMS-Konferenzpräsentation entnommen).
Bei der Versuchsanordnung in Abb. 1 wurden mehrere Temperatursensoren verwendet, einige mit angesaugten Schilden, andere ohne Ansaugung. Die in der Präsentation auf der AMS-Konferenz gezeigten Daten lassen mich vermuten, dass der fast rekordverdächtige Wert von 54,4°C am 9. Juli 2021 um 2 Grad Celsius zu hoch war, was zum Teil auf die nicht aspirierte Konstruktion des Sensors zurückzuführen ist. Es gab eine zusätzliche Warm-Verzerrung, die auf die gesamte in Abb. 1 zu sehende Montagestruktur zurückzuführen sein könnte, einschließlich eines kleinen Solarpaneels neben dem Sensor der DVNP-Station.
Mehr Beweise: DVNP vs. Kamin-Brunnen-Temperaturen in Bohrlöchern
In den letzten 21 Jahren gab es zwei Stationen im Death Valley: die DVNP-Station neben dem Furnace Creek Visitors Center und eine CRN-Station (Climate Reference Network) in Stovepipe Wells, 29 km nordwestlich der DVNP-Station.
Abb. 2 zeigt einen Vergleich der täglichen Höchsttemperaturen (Tmax), die an diesen beiden Stationen für jeden Tag im Juni, Juli und August in allen Jahren von 2004 bis 2024 aufgezeichnet worden sind:
Abb. 2. Vergleich der täglichen Höchsttemperaturen (Tmax), die in Stovepipe Wells und im Death Valley National Park für alle Tage im Juni, Juli und August in den Jahren 2004 bis 2024 gemessen worden sind. Die gestrichelte rote Linie stellt den mittleren Unterschied zwischen den beiden Stationen dar (1 Grad C, DVNP wärmer als Stovepipe Wells). Graue Linien verbinden die Tage in chronologischer Reihenfolge.
Der Median der Tmax-Unterschiede zwischen diesen 2 Stationen beträgt 1 deg. C (DVNP ist wärmer, dargestellt durch die gestrichelte rote Linie), während der durchschnittliche Unterschied 1,3 Grad beträgt. Der erwartete Unterschied allein aufgrund der Höhe beträgt 0,7 deg. C (die DVNP-Station liegt 84 m tiefer als Stovepipe Wells).
Man beachte in Abb. 2, dass es links der gestrichelten roten Linie mehr Ausreißer zu geben scheint als rechts. Das heißt, es gibt mehr Tage, an denen DVNP viel wärmer ist als Stovepipe Wells, als es Tage gibt, an denen Stovepipe Wells viel wärmer ist als die DVNP-Station.
Dies lässt sich besser erkennen, wenn wir die Häufigkeitsverteilung dieser Stationsunterschiede betrachten, bereinigt um den 1 deg. C Medianunterschied zwischen den Stationen (Abb. 3):
Abb. 3. Häufigkeitsverteilungen der Anzahl der Tage, an denen eine Station im Death Valley heißer ist als die andere. Dies ist nach der Verschiebung der Verteilungen, um einen Unterschied von 1 deg. C Unterschied in ihrem Median zu berücksichtigen.
Wie aus Abb. 3 hervorgeht, hat die DVNP-Station viel mehr Tage, an denen es heißer ist als Stovepipe Wells, als Stovepipe Wells Tage hat, die heißer sind als die DVNP-Station. In der Kategorie 2 bis 3 deg. C heißer als die DVNP-Station ist, beträgt der Unterschied das Zweifache, in der Kategorie von 3 bis 5 deg. C heißer Kategorie ist der Unterschied 3-fach, und für 6 deg. C oder mehr beträgt der Unterschied das 7,8-fache.
Dies deutet darauf hin, dass mit den Messgeräten im Death Valley National Park selbst oder mit der unmittelbaren Umgebung des Temperatursensors etwas nicht stimmt, was dazu führt, dass manche Tage als zu heiß eingestuft werden. Bill Reid, der sich eingehend mit diesem Thema befasst hat vermutet, dass an Tagen mit wenig Wind ein übermäßiger Wärmestau am DVNP-Thermometer-Standort auftritt, und zwar sowohl in der allgemeinen Umgebung der Messgeräte als auch aufgrund der nicht-aspirierten Konstruktion des dort verwendeten Temperatursensors.
Der Unterschied in der Exposition an der DVNP-Station und Stovepipe Wells ist in Abb. 4 dargestellt:
Abb. 4. Google Earth-Bilder der Station Stovepipe Wells (oben) und der Station Death Valley N.P. (unten), die Stationen sind rot eingekreist. Das eingefügte Foto oben zeigt die Station des Stovepipe Wells Climate Reference Network, mit freundlicher Genehmigung von William T. Reid. Die Ost-West-Entfernung zwischen diesen Bildern beträgt etwas mehr als 500 m.
Wie in Abb. 4 zu sehen ist, ist die Station im Death Valley N.P. ziemlich dicht bebaut, mit Parkplätzen, einem gepflasterten Campingplatz, dem Besucherzentrum, Sonnenkollektoren (schwarz) und Bäumen direkt im Süden. Der Standort Stovepipe Wells ist fast unbebaut und hat keine Vegetation. Es ist möglich, dass die Strukturen und Bäume südlich der DVNP-Station bei der im Sommer vorherrschenden Südwindströmung zu einer Stagnation der Luftströmung um den Temperatursensor führen.
Schlussfolgerungen
Die hier vorgelegten Beweise sowie die zuvor von Bill Reid, Dirk Baker und anderen vorgelegten Beweise deuten darauf hin, dass man sich bei den Temperaturen im Death Valley National Park nicht auf genaue Tageswerte verlassen sollte und dass die dortigen rekordverdächtigen Temperaturen zu hoch sind. Die Gründe für die Verzerrungen sind nicht offensichtlich, aber die Anzeichen deuten auf eine schlechte Belüftung des Sensors während des Tages hin, wenn sich verschiedene Strukturen in der Umgebung aufheizen: sei es die Abschirmung des Sensors selbst, seine Trägerstruktur oder verschiedene, von Menschenhand geschaffene Objekte rund um den Stationsstandort. Es ist auch möglich, dass die Bäume und andere Strukturen südlich der Station die Luftströmung einschränken, was den effektiven konvektiven Wärmetransport weg von der durch die Sonne aufgeheizten Wüstenoberfläche weiter reduziert.
Meiner Meinung nach sollten für die „offiziellen“ Temperaturen im Death Valley die Daten der Stovepipe Wells-Station verwendet werden, die von den modernsten Instrumenten des Klimareferenznetzes stammen. Der traditionelle Standort in der Nähe des Besucherzentrums des Death Valley National Park sollte nur zu Unterhaltungszwecken genutzt werden.
Vielleicht sollte der National Park Service die Einrichtung einer weiteren CRN-Station in Erwägung ziehen; ein guter Standort wäre etwa 1,6 km südwestlich der derzeitigen Station, weit entfernt vom Touristengebiet Furnace Creek.
Angesichts der Lage in der Ukraine und im Nahen Osten sowie des Aufstiegs Chinas zum Hauptgegner der USA würde man annehmen, dass das Verteidigungsministerium alle Hände voll zu tun hat, um reale Bedrohungen der nationalen Sicherheit der USA zu bekämpfen. Man sollte auch annehmen, dass das Verteidigungsministerium angesichts der angespannten geopolitischen Lage seine wertvollen Ressourcen darauf verwendet, künftige Bedrohungen zu identifizieren, die buchstäblich eine existenzielle Gefahr für die Sicherheit der Vereinigten Staaten darstellen.
Der Klimawandel stellt derzeit keine Bedrohung für die nationale Sicherheit der USA dar. Die Führung des Verteidigungsministeriums ist jedoch anderer Meinung. Tatsächlich ist man dort der Ansicht, dass die Klimakrise eine „nationale Sicherheitspriorität“ darstellt.
Am 11. Dezember gab das Verteidigungsministerium bekannt, dass es sehr besorgt über den Klimawandel in Afrika ist, da „klimatisch belastete Gebiete eine Rekrutierungsmöglichkeit für terroristische Gruppen darstellen“. Dementsprechend erklärte das Verteidigungsministerium: „Die Folgen der Untätigkeit in Bezug auf das Klima werden schwerwiegend sein, und unsere Verbündeten und Partner werden dadurch vor wachsende Sicherheitsherausforderungen gestellt.“
Tragischerweise ist dies nur das jüngste Beispiel dafür, dass das Verteidigungsministerium bei der Bekämpfung des Klimawandels auf Abwege gerät.
Noch besorgniserregender ist, dass dies Teil einer viel größeren Bemühung ist, den Hauptschwerpunkt des Militärs der Nation von der Verhinderung realer Bedrohungen auf die Eindämmung der nicht existierenden Bedrohung durch den Klimawandel zu verlagern.
Im September 2021 veröffentlichte das Verteidigungsministerium seinen Klima-Anpassungsplan, in dem es heißt: „Das Verteidigungsministerium (DOD) hat den Klimawandel als kritisches nationales Sicherheitsproblem, als Bedrohungsmultiplikator und als wichtigste Managementherausforderung identifiziert… [und] muss mutige Schritte unternehmen, um die Anpassung zu beschleunigen und die negativen Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren.“ Wie erwartet, beschreibt der 32-seitige Plan bis ins kleinste Detail, wie das Verteidigungsministerium „die Anpassung an den Klimawandel und die Widerstandsfähigkeit gegen den Klimawandel in die Programme der Behörden, die Verwaltung von Immobilien, öffentlichen Ländereien und Gewässern sowie Finanzdienstleistungen integrieren muss.“
Einen Monat später veröffentlichte das Verteidigungsministerium seine Klimarisiko-Analyse, in der es heißt: „Der Klimawandel verändert das geostrategische, operative und taktische Umfeld mit erheblichen Auswirkungen auf die nationale Sicherheit und Verteidigung der USA. Steigende Temperaturen, veränderte Niederschlagsmuster und häufigere, intensivere und unvorhersehbare extreme Wetterbedingungen, die durch den Klimawandel verursacht werden, verschärfen bestehende Risiken und schaffen neue Sicherheitsherausforderungen für die Interessen der USA.“
Kurz darauf gab das Verteidigungsministerium bekannt, dass die U.S. Army, die U.S. Navy und die U.S. Air Force „Aktionspläne“ zur Eindämmung der so genannten Klimakrise erstellt haben. Hier ist ein kurzer Auszug aus dem Aktionsplan der Navy: „Das Ministerium muss seine Treibhausgasemissionen reduzieren und Treibhausgase aus der Atmosphäre abziehen, Ökosysteme stabilisieren und als Unternehmen die Verpflichtung der Nation erfüllen, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen.“
Falls Sie sich fragen, haben sich auch die beiden anderen Zweige des Militärs im Rahmen ihrer Aktionspläne dazu verpflichtet, bis 2050 „netto null“ zu sein.
Dass sich das Verteidigungsministerium auf die Bekämpfung des Klimawandels konzentriert, anstatt die nationale Sicherheit der USA als oberste Priorität zu betrachten, ist natürlich ein Verdienst der Regierung Biden.
Wie Verteidigungsminister Lloyd Austin schrieb: „Am 27. Januar 2021 erließ Präsident Biden die Exekutivverordnung 14008, Tackling the Climate Crisis at Home and Abroad, die die Politik der Regierung dahingehend festlegt, dass Klimaüberlegungen ein wesentliches Element der US-Außenpolitik und der nationalen Sicherheit sein werden.“
Glücklicherweise wird die Biden-Regierung bald nicht mehr existieren. Im Gegensatz zu Biden versteht der designierte Präsident Donald Trump, dass die Aufmerksamkeit des US-Militärs auf den Schutz der Nation vor realistischen Bedrohungen gerichtet sein sollte, anstatt auf die Reduzierung des Kohlenstoff-Fußabdrucks.
Im Jahr 2017 strich Trump den Begriff „Klimawandel“ aus der Liste der weltweiten Bedrohungen in seiner Nationalen Sicherheitsstrategie. Stattdessen machte Trump deutlich, dass sich seine Regierung auf Russland, China und andere Nationalstaaten konzentrieren würde, die eine kritische Gefahr für die Interessen der USA darstellen.
Außerdem zeigte Trump mit dem Finger auf frühere Präsidenten, die „amerikanische Energie unter Verschluss“ hielten, während er erklärte, dass er „eine Zukunft der amerikanischen Energiedominanz und -autarkie“ anstrebe.
Während Trumps erster Amtszeit wurde die amerikanische Energiedominanz erreicht, da die Vereinigten Staaten zum ersten Mal seit 75 Jahren Nettoexporteur von Öl wurden. Leider wurde ein Großteil dieses Fortschritts durch Biden zunichte gemacht, der „eine gesamtstaatliche Anstrengung“ zur Bekämpfung des Klimawandels mobilisierte.
Doch was Biden rückgängig gemacht hat, kann Trump wiederherstellen. Wenn Trump am 20. Januar 2025 ins Oval Office zurückkehrt, wird er alles in seiner Macht Stehende tun, um sicherzustellen, dass sich das US-Militär ausschließlich auf den Schutz der nationalen Sicherheit der Vereinigten Staaten konzentriert. Er wird auch den amerikanischen Energiesektor ankurbeln, wie er es während seiner ersten Amtszeit getan hat, was die Hegemonie der USA weiter festigen wird. Die Zeiten, in denen sich das Verteidigungsministerium mit der Bekämpfung des Wetters beschäftigte, sind vorbei. In Zukunft werden die Vereinigten Staaten und die Welt im Allgemeinen sicherer sein.
Chris Talgois editorial director at The Heartland Institute.
Die langfristige Entwicklung der atmosphärischen Zusammensetzung und der globalen Temperatur
Die nachstehenden Diagramme fassen die Entwicklung der Erdatmosphäre in den letzten 4,6 Milliarden Jahren zusammen und zeigen die globalen Schwankungen der Temperatur und der CO₂-Konzentration im jüngsten Äon des Phanerozoikums, d. h. in den letzten 600 Millionen Jahren, dem Zeitraum, in dem sich das gesamte fortgeschrittene Leben auf der Erde entwickelt hat.
Während des jüngsten Äons des Phanerozoikums lagen die globalen Temperaturen wesentlich höher als heute (+~ 15°C ). Heute sind die globalen Temperaturen im Vergleich dazu niedrig.
Vor etwa 2,5 Millionen Jahren trat die Erde in eine Eiszeit ein, mit permanenten Eisschilden an beiden Polen. Lange Kälteperioden von mehr als 100.000 Jahren werden nun von kürzeren Zwischeneiszeiten von mehr als 10.000 Jahren unterbrochen. Dieses Muster ergibt sich aus der Himmelsmechanik des Sonnensystems und seinen Milankovitch-Zyklen. Unsere derzeitige holozäne Zwischeneiszeit ist das jüngste Erwärmungsintermezzo. Die Holozän-Epoche der letzten ~10.000 Jahre hat dazu geführt, dass sich die Menschheit von Höhlenbewohnern zu Computer-Nutzern entwickelt hat.
Jüngere Temperaturdaten zeigen einen fortschreitenden Temperaturrückgang, der vor etwa 55 Millionen Jahren begann. Und die Geschichte unseres aktuellen Holozän-Interglazials zeigt, dass jede Temperaturerholung nach der jüngsten kleinen Eiszeit im Vergleich zu den größeren Schwankungen selbst in der jüngsten Vergangenheit marginal ist. Außerdem ist der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre in den letzten 150 Millionen Jahren schrittweise gesunken, so dass vor etwa 12 000 Jahren mit 180 ppmv ein Wert erreicht wurde, der nahe an der absoluten globalen Todesschwelle lag, d. h. bis zu 30 pppmv vom Endwert für alle Pflanzen und damit für alles Leben auf der Erde von 150 ppmv.
Während des größten Teils des 600 Millionen Jahre alten Äons des Phanerozoikums lagen die globalen Temperaturen wesentlich höher als heute (+~15°C ). Heute sind die globalen Temperaturen im Vergleich dazu niedrig.
Die jüngeren Bilder zeigen einen massiven Temperaturrückgang, der vor etwa 55 Millionen Jahren begann. Und die Geschichte unseres aktuellen Holozän-Interglazials zeigt, dass jede Temperaturerholung nach der kleinen Eiszeit im Vergleich zu den größeren Schwankungen selbst in der jüngsten Vergangenheit marginal ist. Wenn sich die Ozeane erwärmen, scheiden sie CO₂ aus und sind in der Lage, die atmosphärischen CO₂-Konzentrationen (wenn auch nur geringfügig) zu erhöhen. Während der Abkühlung der Ozeane während der ca. 100.000 Jahre dauernden Eiszeit wird CO₂ aus der Atmosphäre absorbiert und durch die Aktivitäten des Meereslebens nach und nach gebunden.
Unser derzeitiges Holozän-Interglazial ist das jüngste dieser wärmeren Interglaziale.
Das wärmere Holozän der letzten ~10.000+ Jahre hat die Entwicklung der menschlichen Zivilisationen ermöglicht, von der Steinzeit bis zum Computer.
Nach den vergangenen Zwischeneiszeiten nach ~10.000+ Jahren zu urteilen, könnte sich unser gegenwärtiges Holozän seinem Ende nähern, irgendwann in diesem, im nächsten oder im nächsten Jahrtausend. Das Ende des Holozäns und die anschließende Rückkehr der Welt zu echten eiszeitlichen Bedingungen wird zu einer wahren Katastrophe für die Welt und die Menschheit führen.
In den letzten 150 Millionen Jahren ist der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre schrittweise gesunken, und zwar bis zu Beginn unseres heutigen Holozäns vor nur etwa 20.000 Jahren auf 180 ppmv. Dieser Wert lag nur 20 % über dem Endwert für alles Leben auf der Erde, da die Photosynthese unter 150 ppmv versagt.
Mit der Industrialisierung und der Ausbeutung fossiler Brennstoffe hat der Mensch in den letzten 200 Jahren besonders schnelle technische Fortschritte gemacht. Dies hat zu enormen Fortschritten im Wohlbefinden der Mehrheit der 8 Milliarden Menschen geführt, die heute auf dem Planeten Erde leben.
Es besteht nun die reale Gefahr, dass der unaufhaltsame Prozess der Kohlenstoffbindung in den Weltmeeren dazu führt, dass der atmosphärische CO₂-Gehalt während einer zukünftigen Vergletscherung in etwa 100.000 Jahren unter das photosynthetische Endniveau von 150ppmv fällt.
Mit dem endgültigen Versagen der Photosynthese aufgrund des Mangels an atmosphärischem CO₂ wird alles Leben auf der Erde in einer zukünftigen Eiszeit enden.
Es besteht sogar die Möglichkeit, dass die derzeitigen Aktivitäten der Menschheit, die durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe zur CO₂-Konzentration beitragen, den Schwellenwert des atmosphärischen CO₂ künstlich anheben und damit die letzten Schritte des CO₂-Bindungsprozesses verzögern: Dies würde das Überleben allen Lebens auf der Erde sogar verlängern.
Die gescheiterte Argumentation der Alarmisten für einen massiven Temperaturanstieg durch vom Menschen verursachtes CO₂
Die Klimaalarmisten behaupten in ihren Modellen, dass die Freisetzung zusätzlicher „westlicher“ Mengen an vom Menschen verursachtem CO₂ über 420 ppmv (die in Wirklichkeit nur einen sehr geringen Temperaturanstieg verursachen können) zu einer massiven positiven Temperatur-Rückkopplung durch das zusätzlich in die Atmosphäre verdunstete Wasser führen wird. Massive positive Rückkopplungsprozesse wie diese sind in der Natur der letzten Milliarden Jahre unbekannt.
In der Vergangenheit haben wesentlich höhere CO₂-Konzentrationen in der Atmosphäre, wie oben gezeigt, nie zu einer unkontrollierten Erwärmung geführt. Solche massiven positiven Rückkopplungsereignisse würden dem Le Chatelier-Prinzip widersprechen, das besagt, dass positive Rückkopplungen in der Natur sehr selten und nahezu unbekannt sind.
Kohlendioxid-Mangel
Klimaalarmisten bezeichnen Kohlendioxid als schrecklichen, rußenden Schadstoff. Dabei ist das Gegenteil der Fall, selbst auf seinem derzeitigen niedrigen Niveau in der Atmosphäre ist es der wesentliche Bestandteil der pflanzlichen Photosynthese und damit die Grundlage allen Lebens auf der Erde:
– Selbst bei dem gegenwärtigen Wert von 420 ppmv (ein Wert, der von den Klimaalarmisten als „übermäßig gefährlich und zu einer globalen Überhitzung führend“ angesehen wird) befindet sich die Erde immer noch in einem Zustand des CO₂-Mangels im Vergleich zu den früheren hochproduktiven CO₂-Werten in der Atmosphäre.
– Bei 420 ppmv ist der Planet Erde immer noch nahe am CO₂-Mangel, was die Lebensfähigkeit und Produktivität der Pflanzen betrifft.
– Vor nur ~20.000 Jahren, kurz vor unserer gegenwärtigen warmen Holozän-Zwischeneiszeit, hatte der CO₂-Gehalt in der Atmosphäre am Ende der letzten Eiszeit / Vergletscherung ~180 ppmv erreicht.
– Der CO₂-Gehalt von 180 ppmv war nur etwa 20 % höher als der für die Photosynthese der Pflanzen notwendige CO₂-Gehalt, also sehr nahe an dem Wert, der für das Überleben allen Lebens auf der Erde erforderlich ist.
– bei einem CO₂-Gehalt von 180 ppmv stand das Pflanzenleben bereits unter Stress und war in seiner Lebensfähigkeit eingeschränkt, insbesondere in höheren Lagen. CO₂ ist ein viel dichteres Gas als Luft und neigt dazu, sich in niedrigeren Höhenlagen anzusammeln.
– Allerdings waren die atmosphärischen CO₂-Konzentrationen früher im Phanerozoikum (in den letzten ~550 Millionen Jahren) noch höher (~8000 ppmv). Selbst diese hohen Konzentrationen führten nicht zu einer unkontrollierbaren globalen Erwärmung.
– Als sich die Pflanzen an Land entwickelten, lagen die atmosphärischen CO₂-Konzentrationen vor etwa 450 Millionen Jahren bei ~5000+ ppmv.
– Die Pflanzenwelt bevorzugt nach wie vor eine CO₂-reiche Umgebung: Daher wird in kommerziellen Gewächshäusern CO₂ in einer Konzentration von ~1500 ppmv zugesetzt, um ein produktives Pflanzenwachstum zu fördern.
– Glücklicherweise stieg die CO₂-Konzentration in den ersten Jahren unseres derzeitigen warmen Holozän-Interglazials auf ~280 ppmv: Dies wurde wahrscheinlich durch die natürliche Ausgasung von CO₂ aus den sich allmählich erwärmenden Ozeanen verursacht.
– Der Anstieg um etwa 100 ppmv erfolgte zu Beginn des Holozäns, und dieser Anstieg des CO₂-Gehalts fand vor der Verbrennung fossiler Brennstoffe durch die Menschheit statt.
– Etwa die Hälfte des zusätzlichen CO₂, das in die Atmosphäre gelangt, wird rasch von den photosynthetischen Prozessen des Pflanzenlebens aufgenommen.
– Eine sofortige Ergrünung der Erde durch das zusätzliche CO₂ ist bereits erkennbar: ~+15% sogar in den letzten 50 Jahren wurde von der NASA bestätigt.
– den massiven Düngeeffekt von zugesetztem CO₂ auf das gesamte Pflanzenleben, der durch das derzeitige verstärkte Wachstum der gesamten Vegetation, die Blattbedeckung und die erheblich verbesserten Ernteerträge gut belegt ist.
– Dieser Produktivitätszuwachs bei allen Pflanzen umfasst auch die für die Erhaltung der derzeitigen Weltbevölkerung von ca. 8 Milliarden Menschen erforderlichen Pflanzen.
– Dieses hohe Bevölkerungsniveau wird heute durch eine deutlich geringere Anbaufläche als in früheren Zeiten aufrechterhalten.
– Eine weitere Verdoppelung der CO₂-Konzentration (Gleichgewichts-Klimaempfindlichkeit) auf 420-840 ppmv würde die globale Pflanzenproduktivität weiter steigern, könnte sich aber nur um ~1% oder ~+0,35°C auf die globale Temperatur auswirken.
– Ein Wert von ~1% für eine weitere Verdoppelung der CO₂-Konzentration auf 840 ppmv stimmt gut mit den strahlungsphysikalischen Bewertungen von Wijngaarden und Happer überein.
– Bei der derzeitigen CO₂-Zunahme könnten diese positiven Prozesse der Pflanzenproduktivität und Erwärmung ~170 Jahre dauern.
– Bei seinem derzeitigen Niveau von 420 ppmv ist der CO₂-Erwärmungseffekt von CO₂ nun weit über den Kipppunkt hinaus, an dem der Temperaturbeitrag von erhöhtem CO₂ marginal wird, wenn sich seine Konzentration 1000 ppmv nähert und diese überschreitet: Die Abnahme ist an dem langen grünen Ausläufer des Temperaturanstiegs in dem obigen Diagramm zu erkennen.
Der Einfluss von Methan CH₄ und Distickstoffoxid N₂O auf die Temperatur
Sauerstoff, das Nebenprodukt der Photosynthese, macht etwa 20 % der Atmosphäre aus. Die inhärente Oxidationschemie von Methan und Distickstoffoxid bedeutet, dass sie kontinuierlich aus der Atmosphäre entfernt werden und nur geringe Rückstände in der Atmosphäre zurückbleiben, die in Teilen / Milliarde gemessen werden. Selbst bei diesen niedrigen Konzentrationen leisten Methan und Distickstoffoxid immer noch einen begrenzten, aber relativ stabilen gemeinsamen Beitrag zur globalen Temperatur von ~+0,53°C. Dieser Temperaturbeitrag ist unabhängig von der Höhe des Kohlendioxidgehalts.
Klimaalarmisten behaupten, dass die fortgesetzte Freisetzung von CH₄ und N₂O massiv zur globalen Überhitzung beitragen wird, da sie in der Tat sehr starke Heizmittel sind. Die Klimaalarmisten irren sich, weil sie die inhärente Chemie von CH₄ und N₂O in der sauerstoffreichen Atmosphäre nicht berücksichtigen, wo sie reagieren und sich verflüchtigen, so dass sie nur geringe Restkonzentrationen aufrechterhalten können, die in Volumenteilen pro Milliarde gemessen werden. Bei diesen niedrigen Konzentrationen ist ihre Heizwirkung zwar real, aber auf ein statisches Niveau von ~0,53°C begrenzt.
– Methan wird durch Erdgaslecks, Leckagen aus industriellen Prozessen, natürliche Verfallsprozesse und alle Formen organischen Lebens kontinuierlich freigesetzt.
– Die sofortige Oxidation von Methan in der Luft ist sogar als „Irrlicht“ über Sumpfgebieten sichtbar.
– Distickstoffoxid entsteht kontinuierlich durch den organischen Zerfall im natürlichen Stickstoffkreislauf, durch die teilweise Verbrennung von Kohlenwasserstoffen und durch die ~8 Millionen Blitzeinschläge täglich.
– Da sowohl Methan als auch Distickstoffoxid in der Atmosphäre chemisch mit Sauerstoff reagieren, werden sie fast vollständig entfernt: Ihr Restgehalt in der Atmosphäre bleibt auf relativ wenige Teile pro Milliarde beschränkt.
– Wären Methan und Stickoxid nicht dem schnellen chemischen Abbau unterworfen, hätten sich ihre kontinuierlichen Freisetzungen längst zu viel höheren, bedeutenderen Werten akkumuliert. Übrigens werden durch die adBlue-Technologie die Stickoxidemissionen von Dieselmotoren effektiv eliminiert.
– Das viel höhere Erwärmungspotenzial von Methan und Stickstoffoxid wird durch die extreme Verdünnung ihrer Rückstände in der sauerstoffreichen Erdatmosphäre neutralisiert:
– Methan CH₄ mit ~1.900 / 1.000.000.000 – Teilen pro Milliarde hat einen Erwärmungseinfluss von ~+0,33°C, wovon ein kleiner Teil auf die vom Menschen verursachten Emissionen zurückgeführt werden kann. Dieser geringe Temperaturanstieg ist unmessbar.
– Lachgas N₂O bei ~53 / 1.000.000.000 – Teilen pro Milliarde, Erwärmung ~+0,2°C, wovon nur ~+0,1°C auf vom Menschen verursachte Emissionen zurückgeführt werden können. Dieser geringe Temperaturanstieg ist unmessbar.
– Distickstoffoxid wird in der Atmosphäre hauptsächlich durch Lichteinwirkung in der Stratosphäre und ansonsten durch seine Wechselwirkung mit Sauerstoff zerstört, was zu einem langfristigen, stabilen Beitrag zur Erwärmung von ~+0,2°C über die Äonen führt.
– Infolgedessen sind weitere vom Menschen verursachte oder natürliche Freisetzungen von Methan und Distickstoffoxid unerheblich, und jegliche Maßnahmen zur Kontrolle solcher Emissionen sind sinnlos, aber potenziell sehr schädlich.
– Die Folgen der vom Menschen verursachten Freisetzung von Methan und Stickstoffoxid wurden von den Klimaalarmisten grob falsch dargestellt und überbetont.
– Diese Überzeugungen haben zu massiven kostspieligen und zerstörerischen Eingriffen geführt, um diese irrelevanten, vom Menschen verursachten Emissionen aus Viehzucht und Düngemitteln zu kontrollieren.
– Die vom Menschen verursachten zusätzlichen CH₄- und N₂O-Emissionen können nur minimale Auswirkungen auf die Temperatur haben, die keine politischen Maßnahmen zur Kontrolle ihrer Emissionen zur Begrenzung der globalen Erwärmung rechtfertigen.
– Daher können alle Versuche, die vom Menschen verursachten Freisetzungen von Methan und Stickstoffoxid zu kontrollieren, nur auf Angst auslösenden Falschinformationen beruhen.
– Dies gilt umso mehr, als eine Begrenzung der Stickoxidemissionen durch eine Verringerung des Einsatzes von Stickstoffdüngern, wie sie beispielsweise von der Europäischen Union vorgeschrieben wird, zu wirklich katastrophalen Verlusten der landwirtschaftlichen Produktivität weltweit führen könnte.
– Jede Begrenzung des Einsatzes von Kunstdünger auf Stickstoffbasis wird zu massiven Hungersnöten für Milliarden von Menschen auf der Welt führen. Der katastrophale Versuch, in Sri Lanka wieder zu einer ausschließlich „ökologischen Landwirtschaft“ zurückzukehren, hat dieses schreckliche Ergebnis bereits deutlich gezeigt.
Wasserdampf ist mit Abstand das stärkste Treibhausgas
Wenn man den Temperatur-Treibhauseffekt von Wasser in Form von Wasserdampf und Wolken hinzurechnet und das frühere Diagramm neu skaliert, wird die vergleichsweise geringe Bedeutung der kleineren Treibhausgase deutlich, wenn man sie in den Gesamtzusammenhang des vollen Treibhauseffekts von ~33°C stellt.
Die aktuellen Temperaturbeiträge der geringeren Treibhausgase: Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid sind ungefähr wie folgt:
– Wasser H₂O: +~30°C: variabel je nach Längengrad und Luftfeuchtigkeit.
– Kohlendioxid CO₂: +~1,9°C: mit abnehmender Wirksamkeit bei höheren Konzentrationen.
– Methan CH₄: +~0,33°C: statisch begrenzt durch inhärente Chemie.
– Distickstoffoxid N₂O: +~0,20°C: statisch begrenzt durch die inhärente Chemie.
Eine Neuskalierung des früheren Diagramms und die Hinzufügung des großen Einflusses von atmosphärischem Wasser unterstreicht die relative Bedeutungslosigkeit zukünftiger CO₂-Konzentrationen und die begrenzten, aber stabilisierten zukünftigen Temperatureffekte von Methan und Distickstoffoxid:
– Da sich der Temperatureffekt von zusätzlichem CO₂ der Sättigung nähert, besteht kein Risiko mehr, dass die vom Menschen verursachten Kohlendioxid-Emissionen zu einem starken globalen Temperaturanstieg führen.
– Von nun an (CO₂ >420 ppmv) kann es kein rationales Gebot mehr geben, die zukünftigen CO₂-Emissionen der Menschheit aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe zu begrenzen.
– Diese Beschränkung wird die Welt nicht vor dem jetzt nicht mehr existierenden Risiko einer Überhitzungskatastrophe schützen, und es gibt auch keinen Grund, eine der Maßnahmen zur Erreichung von „Netto-Null“ in der westlichen Welt zu verfolgen.
– Das einzige Ergebnis wäre die Zerschlagung der erfolgreichen entwickelten Volkswirtschaften der westlichen Welt.
– In jedem Fall sind alle Bemühungen um eine Verringerung der CO₂-Emissionen, die derzeit von den westlichen Volkswirtschaften (nur ~17 % der Weltbevölkerung) unternommen werden, völlig sinnlos, wenn in den Entwicklungsländern, vor allem in China, Indien, Indonesien, dem Fernen Osten und Afrika, weiterhin fossile Brennstoffe verbrannt werden.
– Für den größten Teil der Weltbevölkerung (~80 %) sind ihre unmittelbare Entwicklung und ihr Wohlstand viel wichtiger als die irrationale Angst des Westens vor einer wahrscheinlich günstigen, bescheidenen Erwärmung in ferner Zukunft.
Kältere Ozeane nehmen nach und nach wieder CO₂ aus der Atmosphäre auf
Während der Vereisung sind die kühleren Ozeane in der Lage, mehr CO₂ aus der Atmosphäre zu absorbieren. Die Wiederaufnahme von CO₂ durch die Ozeane läuft seit mindestens 150 Millionen Jahren, seit Beginn der Kreidezeit, als die CO₂-Konzentration in der Atmosphäre bei über 3000 ppmv lag. Meereslebewesen, insbesondere Plankton und Weichtiere, binden auf natürliche Weise CO₂ in Form von Kalziumkarbonat, um ihre schützenden Exoskelette zu bilden. Diese Kalziumkarbonat-Ablagerungen werden schließlich in Kalksteinfelsen umgewandelt, wie die weißen Klippen von Dover, sowie in Marmor und alle anderen Formen von abgelagertem Kalkstein.
Dieser unaufhaltsame natürliche Prozess der CO₂-Resorption wird während einer zukünftigen ~100.000+-Jahre dauernden Vergletscherung schließlich zum Ende allen Lebens auf der Erde führen, da das lebenswichtige CO₂ nach und nach in den Ozeanen gebunden und als Kalkstein (Kalziumkarbonat) abgelagert wird.
Die natürliche Wiederaufnahme von CO₂ wird schließlich dazu führen, dass der atmosphärische CO₂-Gehalt unter die Überlebensgrenze von ~150 ppmv für Pflanzen fällt.
[Hervorhebung im Original]
Vor nur etwa 20.000 Jahren, zu Beginn unseres Holozän-Interglazials, lag der globale CO₂-Gehalt bei etwa 180 ppmv: Das war sehr nahe an der Schwelle, an der die Photosynthese der Pflanzen nicht mehr funktionieren und sie somit nicht mehr überleben konnten. Selbst bei einem Wert von 180 ppmv war ein Großteil der Pflanzenwelt bereits stark belastet, insbesondere in höheren Lagen.
Es ist sogar denkbar, dass die Menschheit durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und den zusätzlichen Ausstoß von CO₂ das Absinken der CO₂-Werte unter die tödliche Schwelle von 150 ppmv um Jahrtausende verzögern könnte.
Schlussfolgerungen
Mit den folgenden Punkten wird die Proportionalität der Auswirkungen von Treibhausgasen auf die globale Temperatur dargestellt:
– das CO₂-Erwärmungspotenzial ist bei dem derzeitigen CO₂-Niveau von 420 ppmv mit ~82% weitgehend gesättigt.
– Die Verteufelung von CO₂ aus westlichen Quellen und das westliche Streben nach „Netto-Null“, um eine imaginäre, vom Menschen verursachte globale Überhitzungskatastrophe zu verhindern, ist ein sinnloser und wirtschaftlich zerstörerischer „Irrweg“ für jede Nation, die sich daran beteiligt.
– Die Entwicklungsländer der Welt sind gezwungen, ihre verfügbaren fossilen Brennstoffe (hauptsächlich Kohle) weiterhin zu nutzen, um ihren Fortschritt zu sichern, und es gibt keinen Grund, warum sie dies nicht auch weiterhin tun sollten.
– Jeder Versuch der Menschheit, CO₂ aus der Atmosphäre oder aus den Abgasen der mit fossilen Brennstoffen betriebenen Anlagen zu entfernen, ist unsinnig.
– Carbon Capture and Storage, (CCS)“ kann nur als ‚eine kostspielige und energieaufwendige Art und Weise bezeichnet werden, irrelevante Mengen an nützlicher Pflanzennahrung zu vergeuden‘.
– Die Idee der „Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS)“ kann nur von Menschen propagiert worden sein, die ihre Grundschulkenntnisse in Biologie gründlich vergessen haben.
– die inhärente Oxidationschemie sowohl von Methan CH₄ als auch von Distickstoffoxid N₂O entfernt diese starken Treibhausgase aus der Atmosphäre.
– Der Temperatureffekt der Rückstände dieser Treibhausgase (gemessen in Teilen/Milliarde) ist daher begrenzt: Zusammen tragen sie in begrenztem Umfang und statisch insgesamt ~0,53°C zum Treibhauseffekt bei, wobei ~0,33°C auf Methan und ~0,20°C auf Distickstoffoxid entfallen.
– Dieser Gesamttemperaturbeitrag von +~0,53°C aus der verbleibenden Kombination von CH₄ und N₂O ist stabil, seit die Photosynthese einsetzte und den Sauerstoffgehalt der Atmosphäre in den letzten Milliarden Jahren anhob.
– Die einfache Tatsache, dass Methan und Distickstoffoxid auf natürliche Weise aus der Atmosphäre entfernt werden bedeutet, dass alle Vorstellungen der Grünen sinnlos sind, die Viehzucht zu kontrollieren oder den Einsatz von Stickstoffdünger zu begrenzen. Solche Bestrebungen könnten sich nur zerstörerisch auf das Überleben der heutigen Zivilisationen auswirken und tödlich für deren Bevölkerung sein.
Vergessen Sie niemals die erste Kriegskunst von Sun Tsu:
„Die höchste Kunst des Krieges ist es, den Feind zu unterwerfen ohne zu kämpfen.“
Genau das geschieht, wenn westliche Regierungen eine selbstschädigende grüne Energiepolitik verfolgen, um ihre CO₂-Emissionen und andere Treibhausgase zu reduzieren oder zu eliminieren. Es gibt keinen besseren Weg, die Wirtschaft der westlichen Gesellschaften zu schädigen, als ihre Energieversorgung unzuverlässig und teuer zu machen.
Das grüne Denken kann also nur als ein sehr erfolgreicher Zweig der Fortsetzung des „Kalten Krieges“ betrachtet werden, der darauf abzielt, die Lebensfähigkeit der Volkswirtschaften der westlichen Welt zu untergraben.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Und der verstorbene Professor David MacKay:
„Die Abhängigkeit von wetterabhängigen „erneuerbaren Energien“ zur Versorgung einer entwickelten Wirtschaft ist eine entsetzliche Illusion.
Es gibt so viele Wahnvorstellungen, und ich denke, es ist so gefährlich für die Menschheit, dass die Menschen sich diese Wahnvorstellungen erlauben, dass sie bereit sind, nicht sorgfältig über die Zahlen, die Realitäten, die Gesetze der Physik und die Realitäten der Technik nachzudenken… die Menschheit muss wirklich auf die Arithmetik und die Gesetze der Physik achten.“
Arithmetik? Die Gesetze der Physik? Technik? All das haben westliche Politiker nicht begriffen, und das auf unsere unkalkulierbaren Kosten.
„Historiker werden sich in künftigen Jahrhunderten sicherlich fragen, wie eine zutiefst fehlerhafte Logik, die durch eine geschickte und unerbittliche Propaganda verschleiert wurde, es einer Koalition mächtiger Sonderinteressen ermöglichte, fast jeden auf der Welt davon zu überzeugen, dass CO₂ aus der menschlichen Industrie ein gefährliches, den Planeten zerstörendes Gift sei. Es wird als die größte Massentäuschung in der Geschichte der Welt in Erinnerung bleiben, dass CO₂, das für das Leben der Pflanzen essentiell ist, eine Zeit lang als tödliches Gift angesehen wurde.“
In diesem kurzen Beitrag werden die langfristigen Zusammenhänge des Treibhauseffekts und die Bedeutung der Wärme für das Gedeihen allen Lebens auf dem Planeten Erde dargelegt.
Eine kurze Geschichte des Klimas, von der Vorgeschichte bis zur imaginären Krise des 21. Jahrhunderts: Abhängigkeit der Wärmestrahlung der Erde von den fünf am häufigsten vorkommenden Treibhausgasen W. A. van Wijngaarden und W. Happer – https://arxiv.org/pdf/2006.03098.pdf