Experten – Schwedischer Windkraftsektor kurz vor völligem Zusammenbruch – Trotz starker Staatssubventionen – maktgerechter Strom nicht lieferbar

Trotz Subventionen in Milliardenhöhe steht Schwedens angeschlagene Windindustrie am Rande des völligen finanziellen Zusammenbruchs. Die Mehrheit der schwedischen Windkraftunternehmen stecken in der Krise, verlieren Geld und haben keine Hoffnung auf eine Erholung.

Im folgenden Artikel berichtet Carl Deconinck von Brüssel Signal über die Arbeit der beiden Ökonomen Christian Sandström und Christian Steinbeck, die zu dem Schluss kommen, dass der Zusammenbruch der Branche nicht nur unvermeidlich, sondern unmittelbar bevorsteht.

von Volker Fuchs

Experten warnen, dass dem schwedischen Windkraftsektor eine eisige Pleitewelle bevorsteht 

Carl Deconinck 1. März 2024

Zwei schwedische Ökonomen haben gewarnt,  dass die Windkraftindustrie des Landes vor einer Insolvenzwelle stehe.

  • Christian Sandström und Christian Steinbeck analysierten die Jahresberichte von Windkraftunternehmen in Schweden und ihre Arbeit offenbarte „erhebliche finanzielle Probleme“, sagten sie   am 28. Februar gegenüber dem schwedischen Medienunternehmen Kvartal .
  • „Der Gesamtverlust für die Jahre 2017–2022 belief sich auf 13,5 Milliarden schwedische Kronen [1,2 Milliarden Euro], was einer Verlustmarge von 39 Prozent entspricht“, hieß es über den Sektor.
  • Den Jahresberichten zufolge scheinen solch hohe Verluste für Windkraftunternehmen in Schweden eher die Regel, als die Ausnahme zu sein.

Die schwedische Regierung hat ihre nationale Energiepolitik in eine „grüne“ Richtung gelenkt, indem sie die Windenergie gefördert und Kernkraftwerke stillgelegt hat. Doch die Kosten scheinen viel schmerzhafter zu sein als bisher angenommen, betonten die Ökonomen.

Sandström und Steinbeck weisen seit einiger Zeit auf Rentabilitätsprobleme im Windsektor hin,

  • „obwohl Lieferanten von staatlicher Unterstützung durch Stromzertifikate profitieren und
  • von der Übernahme der gesamten Kosten im Zusammenhang mit der Netzanpassung für Windenergie oder der Abschreibung von Grundstücken in der Nähe von Anlagen befreit sind“.

Seit den ersten Erkenntnissen der Ökonomen steht Markbygden Ett, Schwedens größte Windparkanlage mit 179 Turbinen, bereits  vor  dem Bankrott und hat Hunderte Millionen Kronen Schulden angehäuft.

  • Das Unternehmen ist nicht allein – viele andere alternative Energieunternehmen in Schweden sind in  Schwierigkeiten .
  • Sandström und Steinbeck wiesen darauf hin, dass der Sektor insgesamt seit 2017 in keinem Jahr einen Gewinn erzielt habe.
  • Die Unternehmensverluste lagen zwischen 2017 und 2022 zwischen 19 und 90 Prozent des Umsatzes, sagten sie.

„Die Verluste sind einfach darauf zurückzuführen, dass die Industrie trotz umfangreicher Subventionen keinen Strom zu marktgerechten Kosten produzieren kann, stellten die Ökonomen fest. – „Das würde jede andere Branche in den Ruin treiben, obwohl die Investitionsquote sehr hoch war.“

  • Sowohl neuere als auch ältere Anlagen in der stark subventionierten Industrie verlieren Bargeld, wobei Skaleneffekte ebenfalls eine Einschränkung darstellen.
  • Die größten Windparks machen die größten Verluste und nur mittelgroße Windparks mit 20 bis 30 Turbinen erwirtschaften überhaupt Gewinne und diese kann man bestenfalls als „bescheiden“ bezeichnen.
  • Die Kosten konnten trotz zunehmender Erfahrung der in diesem Sektor tätigen Unternehmen nicht gesenkt werden.
  • „So wie Seeleute auf Segelschiffen früher zu höheren Mächten beten mussten, damit der Wind irgendwo hinkommt, können Windparks nur auf die richtige Windmenge warten“, fügten sie hinzu – Alles ist dem Wetterzufall überlassen.

Darüber hinaus sind nur 20 Prozent der Windkraftanlagen in Schweden in schwedischem Besitz. Der Rest wird von ausländischen Unternehmen betrieben. Etwa 13 Prozent der untersuchten Anlagen sind Chinesen.

Sandström und Steinbeck sagten, die chinesischen Investoren hätten ihre Berechnungen auf der Grundlage von „Windkartierungen“ der schwedischen Energieagentur erstellt und sie hätten Zweifel an der Genauigkeit der Daten.

  • Auch die Tatsache, dass weite Teile der schwedischen Windkraftindustrie den Strom nicht über die Erzeugung hinaus übertragen oder speichern können, dämpft die Gewinne, was bedeutet, dass Strom sofort oder gar nicht verbraucht werden muss – was ihn praktisch nicht nachhaltig macht.
  • Einige Windparks im Süden des Landes haben in den letzten Jahren finanziell an Dynamik gewonnen, alle anderen verzeichnen jedoch mehr Verluste.

Die Wissenschaftler stellten fest, dass die Änderung im schwedischen Energiemix – Stilllegung von Kernkraftwerken zugunsten von Windkraft – politisch motiviert war und dass sich in der Folge keine robuste, finanziell unabhängige Industrie herausgebildet hat.

Auch in der Branche gebe es ein eigenartiges kostentreibendes Paradoxon, betonten die Ökonomen. Schwacher Wind führt zu hohen Strompreisenbehindert aber auch die Stromlieferung.

  • Wenn der Wind jedoch hingegen stärker ist, drückt das Überangebot auf die Preise, da genügend Strom zum Verkauf steht.
  • „Es ist schwierig, einen Ausweg aus diesem Dilemma zu finden“, schlussfolgerten Sandström und Steinbeck.



Können Programme für „grüne Energie“ noch irrsinniger werden?

Paul Driessen

Das Bureau of Ocean Energy Management (BOEM) des US-Innenministeriums hat kürzlich zwei Windenergiegebiete in Tiefseegebieten vor der Küste Oregons ausgewiesen. BOEM prüft auch Optionen für die Entwicklung der Offshore-Windenergie im Golf von Maine, im Mittelatlantik, im Golf von Mexiko und möglicherweise in den Großen Seen.

Sie sind Teil des Plans von Team Biden, bis 2030 eine Offshore-Windenergiekapazität von 30.000 Megawatt und bis 2035 eine schwimmende Offshore-Windenergiekapazität von 15.000 MW zu errichten. Die Kapazität ist das, was die Turbinen erzeugen könnten, wenn der Wind mit optimaler Geschwindigkeit weht, was vielleicht 30-40 % des Jahres der Fall ist.

30.000 MW ist das, was 2.500 12-MW-Turbinen erzeugen könnten. Das ist genug, um den derzeitigen Spitzenstrombedarf des Staates New York an einem heißen Sommertag zu decken. Rechnet man den benötigten Strom hinzu, um Benzinautos, Erdgasöfen und -herde zu ersetzen, den steigenden Bedarf an künstlicher Intelligenz, Rechenzentren und Videostreaming zu decken und netzweite Backup-Batterien aufzuladen, so würde allein New York wahrscheinlich 10.000 12-MW-Offshore-Turbinen benötigen.

Um den steigenden Strombedarf aller US-Bundesstaaten zu decken, wären Hunderttausende weitere erforderlich.

Das BOEM besteht dennoch darauf, dass „Offshore-Wind eine einmalige Gelegenheit ist, eine neue saubere Energieindustrie aufzubauen, die Klimakrise zu bewältigen und gut bezahlte Arbeitsplätze zu schaffen, während gleichzeitig wirtschaftliche Chancen für alle Gemeinden gewährleistet werden“.

Das Energieministerium, das sich in unbegründeter Lobhudelei nicht lumpen lässt, preist das Ziel der Regierung an, das gesamte US-Stromnetz bis 2035 zu „dekarbonisieren“, und sagt, dass „Offshore-Wind besonders gut geeignet“ sei, „saubere Energie“ zu erzeugen. Zwei Drittel des gesamten Offshore-Windpotenzials der USA befinden sich in Meeresgebieten, die so tief sind, dass die Turbinen auf schwimmenden, mit Leinen am Meeresboden verankerten Plattformen montiert werden müssen, die wiederum an in den Bodensedimenten versenkten Saugpfählen befestigt sind.

Das DOE behauptet sogar, dass es die Kosten für schwimmende Tiefsee-Windenergie bis 2035 irgendwie auf 45 Dollar pro Megawattstunde senken wird. (Das sind 45 Cent pro Kilowattstunde, das Dreifache dessen, was die meisten Amerikaner heute zahlen.) Um seine Behauptungen zu untermauern, präsentiert das DOE Karten, künstlerische Darstellungen und Bilder von schwimmenden Turbinenfeldern.

Es ist fast so, als ob diese Regierungsbeamten tatsächlich glauben, sie könnten die angebliche Klimakrise lösen, indem sie einfach Proklamationen, Vorschriften, Zeichnungen, Pressemitteilungen und Subventionen herausgeben – und Voila!

Minen öffnen sich, Rohstoffe werden gefördert, und Millionen von Windturbinen, Milliarden von Solarzellen, Milliarden von Fahrzeug- und Netzbatterien, Millionen von Kilometern an Übertragungsleitungen, Millionen von Transformatoren und andere Technologien werden hergestellt und installiert – erschwinglich und ohne fossile Brennstoffe, Treibhausgasemissionen, giftige Luft- und Wasserverschmutzung, Kinder- und Sklavenarbeit oder andere Übel (alles zu minimalen Kosten), während gefährdete Arten und andere Umweltkonflikte verschwinden (oder in die Bedeutungslosigkeit verbannt werden) …

Und weltweit werden schnell Füllhörner mit sauberer, erneuerbarer, zuverlässiger und erschwinglicher Elektrizität erzeugt.

Es ist unhöflich, den glühenden Glauben an Utopien ohne fossile Brennstoffe in Frage zu stellen. Ein wenig Realität ist jedoch dringend erforderlich, bevor uns Aktivisten und Bürokraten noch weiter auf diesen Königsweg führen.

12-MW-Offshore-Turbinen sind 260 m hoch, tragen drei 107 m lange Rotorblätter und wiegen Tausende von Tonnen. Bislang wurden nur wenige davon irgendwo installiert, keine war größeren Wirbelstürmen ausgesetzt, und keine wurde auf schwimmenden Tiefseeplattformen montiert. Tatsächlich gibt es keine derartigen auf Plattformen montierten Turbinen außerhalb der Konzepte und Drei-Meter-Modelle in Windkanälen und Testtanks.

Die schwimmenden Kincardine-Turbinen in der Nordsee südöstlich von Aberdeen, Schottland, sind viel kleiner, und die stärksten dort gemessen Windböen lagen im Bereich von 133-200 km/h. Anhaltende Windgeschwindigkeiten bei Hurrikanen der Kategorie 3-5 reichen von 180 bis 250 km/h und mehr. Einige der schlimmsten, auf das Festland übertretende Hurrikane in den USA erreichten Windgeschwindigkeiten von 200 km/h (Katrina, 2003) bis 270 km/h (Andrew, 1997). Die stärksten Winde, die außerhalb von Hurrikanen im Bereich von Orkanwirbeln der Westwindzone jemals vor der Küste Oregons auftraten, erreichten mehr als 160 km/h (1962 und 1995).

Unterwasser- und Halbtaucherkonstruktionen für die kleineren 2,0-9,5-MW-Tiefseeturbinen wiegen 2000 bis 8000 Tonnen. Neue Halbtaucherplattformen für die Tiefsee-Ölförderung können über 30.000 Tonnen wiegen und eine Milliarde Dollar oder mehr kosten. Doch selbst diese sind wahrscheinlich nicht groß genug für die monströsen 15-MW-Turbinen, die von der Biden-Regierung, CNN und anderen angepriesen werden.

CNN: „Die erste schwimmende Offshore-Windturbine in voller Größe in den Vereinigten Staaten wird im Golf von Maine 260 m über die Wellen ragen… Die gigantische, mit dicken Metallkabeln am Meeresboden befestigte Maschine mit Flügeln mit einem Durchmesser von 236 m soll bis 2030 zu Wasser gelassen werden“.

Es ist fast unmöglich, sich die Mengen an Stahl und anderen Rohstoffen vorzustellen, die für jede dieser gigantischen Turbinen und Unterstützungssysteme benötigt würden; die Mengen an Erzen, die zur Gewinnung dieser Materialien abgebaut werden müssten; die fossilen Brennstoffe, die für den Abbau und die Verarbeitung der Erze, die Herstellung der Turbinen, Schaufeln und Unterstützungssysteme sowie deren Transport und Installation benötigt würden; die Kosten für den Bau jeder einzelnen dieser Anlagen.

Ausgehend von den durchschnittlichen Vorkommen, die heute abgebaut werden, müssten allein für die 110.000 Tonnen Kupfer, die für eine 30.000-MW-Offshore-Turbine benötigt werden, etwa 65.000.000 Tonnen Erz und darüber liegendes Gestein abgebaut werden. Dabei ist das Kupfer für Seekabel, Übertragungsleitungen, Transformatoren und andere Ausrüstungen sowie die anderen Metalle und Mineralien noch nicht berücksichtigt.

Es ist unvorstellbar, dass diese Tiefsee-Windkraftanlagen jemals die gesamte Energie und die mit ihrem Bau verbunden Kosten wieder einspielen oder die gesamten Treibhausgasemissionen ausgleichen können, ganz gleich, wie viele Jahre sie Strom erzeugen. Aufgrund heftiger Stürme und ständiger Salzsprühnebel kann die Aanzahl dieser Jahre sogar sehr kurz sein.

Ebenso unvorstellbar ist, dass sie größere Stürme überstehen könnten. Wie ein Experte für Tiefsee-Ölförderung erläuterte, besteht das größte ungeprüfte Problem in den enormen dynamischen Belastungen, welche die Verankerungssysteme auf Stützstrukturen und Turbinen ausüben.

Schwimmende Offshore-Anlagen sind so konzipiert, dass sie sich an ihren Verankerungen bewegen und sich Wind und Wellen anpassen können. Wenn jedoch Winde von 185-250 km/h auf die Strukturen und Anlagen auf ihren Decks treffen, können sie an die Grenzen ihrer Überlebensfähigkeit gebracht werden. So erging es der Mars TLP-Plattform während des Hurrikans Katrina.

Einige der Verankerungsleinen versagten, die gesamte Bohrinsel wurde auf die Seite gedrückt, und der 60 m hohe Bohrturm brach ab und sank. Nachfolgende Analysen ergaben, dass nicht die starken Winde das Versagen verursachten, sondern die Rückbewegung der gesamten Struktur – ihre Rückstellkräfte oder „Peitschenhiebe“ – als die Windgeschwindigkeiten plötzlich von 200 km/h mit Böen bis 320 km/h auf 24 km/h abflauten.

Stellen Sie sich vor, dass 260 m hohe Turbinen mit riesigen Schaufeln, die den Wind einfangen sollen, auf riesigen halbtauchfähigen Plattformen in einen Hurrikan oder einen anderen heftigen Sturm geraten und zum Spielball der Gewalten werden, bis die Windgeschwindigkeiten plötzlich abfallen und die Turbinen heftig schwingen – und abbrechen.

Die Tatsache, dass Shell Oil, einer der erfahrensten Offshore-Ölentwickler der Welt, aus den Tiefsee-Windprojekten ausgestiegen ist, sollte viel über die Realisierbarkeit der weit hergeholten Tiefseepläne aussagen, die Team Biden fördert, um Amerikas Energie- und Wirtschaftssystem gewaltsam umzugestalten.

Die Tatsache, dass einige Unternehmen immer noch dabei sind unterstreicht, wie ihre Risiken zwangsweise subventioniert und von den Steuerzahlern und Verbrauchern übernommen werden, die von Politikern und Bürokraten, die ebenfalls keine wirklichen Interessen haben, in diese Pläne hineingezogen werden. Ihre Leasingangebote sinken, und ihre Strompreisforderungen steigen.

Es ist an der Zeit zu sagen: „Genug! Wir behalten unsere nukleare und fossile Energie, bis ihr zweifelsfrei beweist, dass eure Alternativen ebenso reichlich, zuverlässig und erschwinglich Energie liefern“.

Link: https://www.cfact.org/2024/04/03/can-clean-energy-schemes-get-any-crazier/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Tokio sagt „Sayonara“ zu wärmeren Wintern … 40-jähriger JMA-Trend zeigt Abkühlung!

Pierre Gosselin

Graphiken von Kirye

Die Winter in Tokio haben sich in den letzten 4 Jahrzehnten tatsächlich (leicht) abgekühlt…

Betrachtet man den durchschnittlichen DJF-Wintertemperaturtrend für Tokio seit 39 Jahren unter Verwendung der unverfälschten Daten der Japan Meteorological Agency (JMA), so zeigt sich ein überraschender Trend: KEINE ERWÄRMUNG!

Datenquelle: JMA

Außerdem war es im Durchschnitt der letzten 10 Jahre kälter als in den beiden vorangegangenen Zehnjahreszeiträumen.

Ländliche Pazifikinsel Hachijō-jima: seit 75 Jahren keine Erwärmung!

Als Nächstes betrachten wir die jüngste Entwicklung der mittleren Wintertemperatur auf der ländlichen Insel Hachijō-jima im Pazifik – etwa 287 Kilometer südlich von Tokio – wo es relativ wenig durch Beton und Asphalt kontaminierte Temperaturdaten gibt wie es in Tokio der Fall ist:

Datenquelle: JMA

Die durchschnittlichen Wintertemperaturen auf dieser Pazifikinsel sind seit über 75 Jahren nicht mehr gestiegen, wie aus den akribisch gesammelten und tabellarisch erfassten Daten des JMA hervorgeht.

Wir können vermuten, dass dies auch an anderen Orten der nördlichen Hemisphäre der Fall ist, wenn man nicht auf Daten zurückgreift, die von der NASA verfälscht wurden.

Natürlich wird kaum jemand bestreiten, dass sich die Erdoberfläche insgesamt in den letzten Jahrzehnten etwas erwärmt hat, aber ob der Mensch dabei eine Rolle gespielt hat, ist nicht sicher. Eines ist zu 99,99 % sicher: Es gibt keine „Klimakrise“ – nur jede Menge minderwertige Wissenschaft, die hinter der lächerlichen Behauptung steckt

Link: https://notrickszone.com/2024/04/03/tokyo-says-sayonara-to-warmer-winters-40-year-jma-trend-shows-cooling/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ein Drittel der USHCN-Wetterstationen wurde stillgelegt, doch die NOAA verwendet noch immer ihre „Phantom“-Temperaturdaten

Cap Allon

Vorbemerkung des Übersetzers: Hier folgen drei Beiträge über die Art und Weise der Datenmanipulation seitens des US-Wetterdienstes NOAA und des UK Met. Office. Der erste datiert bereits vom 17. Oktober 2023, der zweite Beitrag ist aktuell und quasi eine Aktualisierung. Dass der US-Wetterdiuenst nicht allein da steht, zeigt der dritte Beitrag über das Met. Office. Und dass auch der DWD nach Kräften Daten manipuliert, haben Kowatsch et al. an anderer Stelle wiederholt nachgewiesen. Man sollte das alles immer im Hinterkopf haben, wenn man etwas vom „wärmsten irgendwas jemals“ liest oder hört. – Ende Vorbemerkung

Die Zahl der USHCN-Temperaturstationen hat sich im Laufe der Zeit verändert, neue sind hinzugekommen, alte sind weggefallen.

Seit den späten 1990er Jahren jedoch – also dem Beginn der AGW-Katastrophe, einer Zeit, in der man annehmen sollte, dass mehr Temperaturstationen in Betrieb genommen werden, um uns ein besseres Bild des Klimas zu vermitteln – begann die Zahl der Stationen zu sinken, von konstant ≈1.200 zwischen 1930 und 1996 auf nur noch 830 Stationen im Jahr 2020 – Tendenz fallend.

Noch verwirrender ist, dass viele der Stationen, die stillgelegt wurden, immer noch Temperaturdaten an die NOAA liefern – „Phantomdaten“, welche die Regierungsbehörde immer noch in ihre offiziellen Berichte einbezieht.

Wie der Meteorologe John Shewchuk auf X ausführt, „fälschte die NOAA seit 2020 die Temperaturdaten für mehr als 40 % aller USHCN-Stationen“ – „Geisterstationen“ nennt er sie, ein Beispiel ist Belle Glade in Florida:

Inschrift: Geisterstation: Belle Glade, FL. Ich stehe hier an der Stelle, an der sich einst ein Temperatursensor befand, der 2005 entfernt wurde … aber die NOAA behauptet, dass die Station immer noch Temperaturen für das USHCN-Datennetz meldet, wie andere ähnliche stillgelegte Stationen. Link zum Tweet

Die folgende Folie (unten) stammt aus Shewchuks begleitendem Video (letztes Jahr auf YouTube veröffentlicht).

Es zeigt die letzten sechs Jahre der ROH-Daten der Belle-Grade-Temperaturstation (2000 – 2005), gefolgt von den geänderten (auch als „Geisterdaten“ bezeichneten) Daten, die bis heute weiterlaufen, obwohl keine Temperaturstation mehr vor Ort ist.

Hinweis: Die monatlichen Datenwerte sind in Celsius x 100, wobei „-9999“ auf einen Fehler hinweist.

Die NOAA umgeht solche dreisten Verleumdungen wahrscheinlich – rechtlich – indem sie ein „E“ hinter alle Temperaturwerte nach 2005 setzt; E steht für „estimate“ [Schätzung], was, wenn man es aus der Sprache des Establishments übersetzt, für Sie und mich „gefälscht“ bedeutet.

Diese Phantomtemperaturen haben Regierungsbehörden wie der NOAA offenbar dabei geholfen, die Gegenwart zu erwärmen und damit die Vergangenheit abzukühlen – ein seit langem bestehendes und längst entlarvtes Unterfangen.

Man sagt uns, dass es in den USA wärmer wird, dass die Sommer bald unerträglich heiß werden, aber in den Rohdaten des USHCN gibt es dafür keinerlei Anzeichen – die Ära der Staubschüssel aus den 1930er Jahren steht immer noch ganz oben, und insgesamt sind die Sommer seit 1895 tendenziell kühler geworden:

Ein Erwärmungstrend zeigt sich erst, nachdem die Stationsdaten die vom Steuerzahler finanzierte Verwirrungsmaschine der NOAA durchlaufen haben, „Anpassungen“, welche die NOAA offen zugibt, aber behauptet, sie seien notwendig, „um die Datenqualität zu verbessern“:

Hier sind die Julidaten zum Vergleich nebeneinander dargestellt, roh (blau) und verändert (rot):

Die Vergangenheit kühlen, um die Gegenwart zu erwärmen.

Abschließend sehen Sie unten die ausgefeilte Tabelle der Sommertemperaturen (Juli-Aug), welche die NOAA der Welt stolz präsentiert (oberes Feld), verglichen mit den unbequemen Rohdaten der amerikanischen Temperaturstationen für die entsprechenden Monate (unteres Feld):

Dieses Thema scheint sich auch weltweit zu wiederholen.

Die ≈60.000 Wetterstationen, die temperature.global speisen, zeigen, dass die Durchschnittstemperatur der Erde im Vergleich zum 30-Jahres-Mittelwert nur um +0,08°Cgestiegen ist (wobei der Durchschnittswert für 2015-2023 um -0,278°C darunter liegt), was im krassen Gegensatz zu den Proklamationen des Establishments steht:

Link: https://electroverse.info/ushcn-weather-stations-decommissioned-yet-noaa-still-uses-their-data/

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Seit einem halben Jahr hat sich daran NICHTS geändert:

USHCN-Datenmanipulation

Cap Allon

„Es gibt überwältigende Beweise für Betrug im Umgang von NOAA und NASA mit Klimadaten“, so der Forscher Tony Heller.

Regierungsbehörden halten es in ihrer übergeordneten Weisheit für notwendig, die rohen Thermometerdaten „anzupassen“.

Mehr noch: Mindestens ein Drittel der USHCN-Wetterstationen wurde außer Betrieb genommen, doch die NOAA verwendet immer noch ihre „Phantomdaten“ für ihre Analysen (siehe Beitrag oben).

Wie der Meteorologe John Shewchuk auf X schreibt, „fälschte die NOAA bis 2020 die Temperaturdaten für mehr als 40% aller USHCN-Stationen“.

Heller führt weiter aus: „Wenn eine USHCN-Station in einem bestimmten Monat keine Daten meldet, erstellt die NOAA mithilfe eines Computermodells eine Temperatur. Seit 1990 haben sie eine Menge Stationen verloren, und jetzt ist fast die Hälfte ihrer ‚endgültig bereinigten‘ Daten gefälscht. Sie stammen nicht von einem Thermometer.“

Durch diese „Korrekturen“ wird ein völlig unbedenklicher Trend (ein Abkühlungstrend seit den 1930er Jahren) in einen Erwärmungstrend verwandelt, einen „katastrophalen“ Trend, der ein Eingreifen der Regierung und eine dramatische Senkung des Lebensstandards im gesamten Westen erfordert:

„Die von der NOAA gemeldeten Temperaturtrends in den USA haben keine Ähnlichkeit mit den Thermometerdaten, von denen sie abgeleitet sind“, so Heller weiter. „Der gefälschte Erwärmungstrend wird dann ohne jegliche Warnungen oder Haftungsausschlüsse veröffentlicht … [um] von Journalisten, Akademikern und der Presse verwendet zu werden.“

Es ist bezeichnend, dass diese phantastischen Verfälschungen den Anstieg des Kohlendioxids genau verfolgen (siehe Grafik unten).

Die Daten werden so verändert, dass sie mit der CO₂-Theorie übereinstimmen, so hat es den Anschein:

Hier ist ein weiterer Blick. Die Daten werden genau so verändert (R² = 0,97), dass sie zur Theorie der globalen Erwärmung passen:

Man sagt uns, dass sich Amerika unkontrolliert aufheizt, dass die Sommer bald unerträglich heiß werden. In den Rohdaten des USHCN gibt es jedoch keinerlei Hinweise darauf. Aus den unangetasteten und pflichtgemäß aufgezeichneten Messwerten geht hervor, dass 1) die Staubkessel-Ära der 1930er Jahre immer noch die Oberhand hat und 2) die Sommer (in diesem Fall die Juli-Monate) seit 1895 tendenziell kühler sind:

Auch hier zeigt sich ein Erwärmungstrend erst, nachdem die Stationsdaten durch die vom Steuerzahler finanzierte NOAA-Verwirrungsmaschinerie gelaufen sind – „Anpassungen“, welche die Behörde offen zugibt, aber behauptet, sie seien notwendig, „um die Datenqualität zu verbessern“:

Unten sehen Sie schließlich das ausgefeilte Sommer-Temperaturdiagramm (Juli-Aug), das die NOAA der Welt stolz präsentiert (oberes Feld), im Vergleich zu Amerikas unbequemen Rohdaten der Temperaturstationen für die entsprechenden Monate (unteres Feld):

Link: https://electroverse.substack.com/p/ushcn-data-tampering-saint-petersburg?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Und hier der Beitrag über das Met. Office:

Met Office verwendet fehlerhafte Temperaturmessungen, um den 350 Jahre alten Temperaturrekord als „Weltschatz“ zu füllen

Chris Morrison, THE DAILY SCEPTIC

In dem Film Climate: The Movie bezeichnet William Happer, ehemaliger Physikprofessor in Princeton, die Aufzeichnungen der Central England Temperature (CET) als „Weltschatz“, da sie kontinuierliche Aufzeichnungen seit 1659 liefern – also über 350 Jahre. Sie zeigt einen Anstieg von etwas mehr als 1°C von den Tiefen der Kleinen Eiszeit bis zum heutigen Tag. Heutzutage steht die CET unter der Kontrolle des politisierten Met Office, das Wetter und Klima im Interesse der Förderung von Net Zero katastrophalisieren will. Jüngste Revisionen haben die nahe Vergangenheit rückwirkend abgekühlt und die Messwerte der letzten 20 Jahre erhöht. Darüber hinaus kann der Daily Sceptic aufdecken, dass zwei der drei Messstationen, die derzeit zur Ergänzung dieses wissenschaftlichen Schatzes herangezogen werden, von nahezu schrottreifen Standorten der Klasse 4 stammen, die mit offiziellen „Unsicherheiten“ bis zu 2°C behaftet sind.

Der Standort Pershore College der Klasse 4 wurde im Jahre 2006 hinzugefügt und schloss sich Stonyhurst an, ebenfalls der Klasse 4. Der andere Standort, Rothamsted, ist ein unberührter Standort der Klasse 1, von dem angenommen wird, dass er eine genaue Messung der Lufttemperatur in der Umgebung ohne natürliche und künstliche Wärmeeinflüsse ermöglicht. Die Klassifizierung und die „Unsicherheiten“ nach Klassen werden von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) festgelegt. Warum das Met Office keine drei Standorte der Klasse 1 in ganz Mittelengland finden kann, ist ein Rätsel, obwohl die jüngste Anfrage des Daily Sceptic im Rahmen des Informationsfreiheits-Gesetzes einen Hinweis liefern könnte. Wir haben herausgefunden, dass fast acht von zehn Messstationen des Met Office im Vereinigten Königreich in den Fast-Schrott-Klassen 4 und 5 angesiedelt sind. Die letztgenannte Klasse ist mit den von der WMO vorgeschriebenen „Unsicherheiten“ bis zu 5°C behaftet. Die Zahl der Messstationen der Klasse 1 beträgt nur 24 und macht nur 6,3 % der Gesamtzahl aus.

Zumindest könnte das Met Office angesichts der wissenschaftlichen Bedeutung der MEZ die Stationen an geeignetere Standorte in der Nähe verlegen, weg von den disqualifizierenden Wärmeverfälschungen.

Als wäre es nicht schon schlimm genug, dass die Sammlung von fast wertlosen Zahlen ergänzt wird, entdeckte der investigative Wissenschaftsjournalist Paul Homewood im vergangenen Jahr erhebliche Manipulationen an den jüngsten Aufzeichnungen der CET im Jahr 2022. Er stellte zunächst fest, dass in Version 1 der Sommer 1995 um 0,1 °C wärmer war als 2018. In Version 2 tauschten die beiden Jahre die Plätze: 1995 war um 0,07 °C kühler und 2018 um 0,13 °C wärmer. Auf diese Veränderungen aufmerksam geworden, analysierte Homewood den gesamten Datensatz von Version 1 bis 2, und die nachstehende Grafik zeigt, was er fand:

Wie man sieht, sind die Anpassungen bis 1970 gering, wobei sich Auf- und Abschwünge gegenseitig ausgleichen.

Homewood stellte dann fest, dass die Jahre von 1970 bis 2003 deutlich abgekühlt waren, gefolgt von einem deutlichen Anstieg bis 2022. Homewood kommt zu dem Schluss, dass „dies unglücklicherweise Teil einer viel umfassenderen Manipulation der Temperatur weltweit ist – und die Manipulation ist immer in eine Richtung gerichtet: Abkühlung der Vergangenheit und Erwärmung der Gegenwart“. Da wir nun wissen, dass das Met Office seit 2006 für zwei Drittel seiner Daten Klasse 4-Statistiken verwendet, scheinen die jüngsten höheren Anpassungen eine Klarstellung seitens des staatlich finanzierten Met Office zu erfordern.

Doch die Erklärungen des Met Office sind dünn gesät. Es wirbt weiterhin damit, dass am 19. Juli 2022 um 15.12 Uhr in RAF Coningsby ein 60 Sekunden langer Temperaturanstieg auf 40,3 °C einen britischen Temperaturrekord darstellt, obwohl bekannt ist, dass zur gleichen Zeit drei Taifun-Jets zu landen versuchten. Der Rekord ist zu einem nationalen Witz geworden, umso mehr, nachdem der Daily Sceptic enthüllt hat, dass Coningsby ein Standort der Klasse 3 mit einer „Unsicherheit“ von 1°C ist. Alles, was man sagen kann, ist, dass Coningsby zumindest den vorherigen Klasse-5-Rekord ersetzt hat, der 2019 in den Cambridge Botanic Gardens aufgestellt worden war.

Letzten Monat analysierte der Daily Sceptic alle vom Met Office seit dem Jahr 2000 gemeldeten Hitzerekorde und stellte fest, dass alle bis auf zwei ausgeschlossen werden sollten. Viele von ihnen waren in der Junk-Klasse 5 aufgestellt worden, die meisten anderen in der Klasse 4. Unter Verwendung seiner hochgradig kompromittierten, mit massiven „Unsicherheiten“ behafteten Daten gibt das Met Office eine Genauigkeit bis auf ein Hundertstel Grad an und erklärt beispielsweise, dass das letzte Jahr nur 0,06 °C kühler war als das „Rekordjahr“ 2022. Paul Homewood schlägt vor, dass das Met Office, wenn es weiterhin seine bestehenden Stationsmessungen verwenden will, einen Warnhinweis anbringen sollte, dass die Fehlerspanne so groß ist, „dass sie überhaupt keine statistische Bedeutung haben“.

Das Met Office weigert sich, sämtliche Anrufe von Daily Sceptic zu beantworten. Wir wären gerne bereit, über etwaige Erklärungen des Amtes zu berichten und seine Arbeit bei Bedarf in der Öffentlichkeit zu diskutieren. Leider war die Kommunikation bisher kurz und, offen gesagt, ein wenig kindisch. Im Dezember letzten Jahres berichteten wir über einen Vorschlag des Met Office, den 30-jährigen Temperaturtrend zugunsten einer Netto-Null-Fusion von 10-Jahres-Daten mit 10-Jahres-Modellvorhersagen zu streichen. Auf diese Weise wäre es einfacher zu erkennen, wann die 1,5°C-Grenze überschritten wird, so die Argumentation. Professor Richard Betts, Hauptautor und Leiter des Bereichs Klimaauswirkungen, twitterte, dass wir drei Wochen gebraucht hätten, um den Plan zu veröffentlichen: „Ich nehme an, in unserer Arbeit werden große Worte wie ‚Temperatur‘ verwendet, also mussten sie vielleicht einen Erwachsenen zu Hilfe nehmen“.

Morrison is the Daily Sceptic’s Environment Editor.

Link: https://wattsupwiththat.com/2Chris 024/04/03/met-office-uses-junk-temperature-measurements-to-fill-world-treasure-350-year-temperature-record/

Alle übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Kältereport Nr. 14 / 2024

Christian Freuer

Vorbemerkung: Pünktlich zum Frühsommer bei uns an diesem Wochenende (das ist natürlich der Klimawandel) wird hier also der nächste Kältereport vorgelegt. Ein wesentlicher Punkt darin ist die absolut extreme Kälte, ebenfalls an diesem Wochenende, in Nordskandinavien (das ist natürlich nur

Wetter und hat mit Klimawandel nichts zu tun). Am Ende dieses Reports werden dazu Einzelheiten gezeigt.

Aber auch anderswo auf der Welt gibt es wieder viele Kalt-Ereignisse. Der in den vorhergehenden Kältereports angesprochene Wintereinbruch in den USA hat in dieser Woche also stattgefunden, allerdings längst nicht so weit nach Süden reichend wie ursprünglich angenommen. In den betroffenen Gebieten jedoch war dort wieder Einiges los. Auch der bevor stehende Winter auf der Südhalbkugel wirft schon seine Schatten voraus.

Meldungen vom 1. April 2024:

Antarktis-Kälte unterschreitet die 100°F-Marke

Am letzten Tag im März sank die Temperatur in der Antarktis zum ersten Mal in dieser Saison unter -100° C, und zwar an der Station Concordia.

Die -73,4° (-100,1°F) am Ostersonntag (23:14 UTC) sorgten für eine der niedrigsten Märztemperaturen, die je auf dem Kontinent gemessen wurden, und eine, die nicht weit vom monatlichen Rekordtief entfernt war: -75,7° C am 30. März 2013 am Dome Fuji AWS.

Der vorläufige monatliche Durchschnittswert für die Südpolstation liegt nun vor.
Mit -54,8°C liegt der März 2024 um -1,1C unter der multidekadischen Basislinie und setzt damit den Abkühlungstrend in der Antarktis fort.

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Beachtlicher Frühjahrs-Schneesturm“ nimmt Kanada/Nord-USA ins Visier

In kanadischen Provinzen wie Alberta und Ontario wird das Wetterpendel in dieser Woche wieder in Richtung Winter ausschlagen.

Die Kälte und der Schnee der letzten Woche in Alberta, zum Beispiel die -2°C in Calgary am Samstag, weichen einer anomalen Wärme. Eine erneute polare Abkühlung wird die Temperatur bis zum Ende der Woche jedoch wieder in den niedrigen einstelligen Bereich sinken lassen [Fahrenheit; 5°F = -15°C].

Diese Vorhersage wird noch weiter ausgeführt, auch für den Westen der USA wird Ähnliches prognostiziert. Dazu nach deren Eintreffen vermutlich mehr. Cap Allon verweist aber auch noch auf Kalifornien mit einer aktuellen Graphik:

Die landläufige Behauptung, dass der Schnee in Kalifornien verschwindet, stimmt überhaupt nicht. Der Schnee in Kalifornien nimmt zu. Zum Beispiel im Squaw Valley:

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April-Schnee in den höheren Lagen in Europa

Der Frühjahrsschnee hat in letzter Zeit weite Teile Europas heimgesucht, von Skandinavien bis Spanien, vom Vereinigten Königreich bis zu den Alpen.

In den Alpen haben die späten Schneefälle im März das Osterwochenende überdauert und halten bis in den April hinein an, so dass die Schneedecke weiterhin über der jahrzehntelangen Norm liegt.

Lawinen waren in letzter Zeit eine große Gefahr, auch in tiefer gelegenen Regionen.

In Italien haben Erdrutsche die Straßen in und um Ossola und Val Sermenza blockiert, wobei in letzterem Fall die Stadt Rima abgeschnitten wurde. Wenn man sich den Schnee genau ansieht, hat der aus Afrika aufgewirbelte Saharastaub die jüngsten Flocken orange gefärbt.

Am Lod-See in Chamois ist die am Samstag abgelagerte Saharastaubschicht noch deutlich zu erkennen, aber sie ist bereits (am frühen Sonntagnachmittag) um mehr als einen halben Meter abgetragen worden:

Alessandro

Es überrascht nicht, dass in den höheren Lagen größere Mengen gefallen sind.
Im oberen Formazza-Tal zum Beispiel lag der Schnee lange Zeit, am Piano dei Camosci sogar über 3,7 Meter.

Die sinkenden Temperaturen haben den Schneefall in den penninischen und lepontinischen Alpen begünstigt, und zwar überall. In Gebieten wie dem Rifugio Zamboni und dem Piano dei Camosci übersteigt die Schneedecke den Durchschnitt, was sich in den europäischen Alpen wiederholt.

Der Winter 2023-24 in Kürze: ein glanzloser Mittelteil, der von starken, teilweise historischen Schneefällen unterbrochen wurde.

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Schneeräumung im Himalaya

Nach den außergewöhnlichen Schneefällen der letzten Wochen werden am Zojila die Frühjahrs-Räumarbeiten fortgesetzt.

Der Zojila ist ein Hochgebirgspass im Himalaya im Bezirk Kargil im indischen Gebiet Ladakh.

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Meldungen vom 2. April 2024:

Wechselwetter in St. Petersburg

Nach den milden 14,5 °C am Wochenende werden die Temperaturen in der russischen Stadt Sankt Petersburg bald wieder unter den Gefrierpunkt sinken, und es wird möglicherweise Aprilschnee fallen.

Am Dienstag kehrt die Kälte zurück, und es werden Höchsttemperaturen von etwa 6 °C erwartet. Am Mittwoch kommt es dann zu einer Verschärfung, bei der es in vielen Gebieten 0 °C und nördlich der Oblast Leningrad bis -5 °C kalt werden kann.

Dieser Vorstoß arktischer Luft wird sich laut hmn.ru mit einem Wettersystem verbinden, das vielen Regionen starke Niederschläge bescheren wird, einigen sogar in Form von Schnee.

Jetzt wird auch in Nordskandinavien ein extremer Wintereinbruch simuliert.

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Wostok, Antarktis: März kälter als im Mittel

Die monatlichen Temperaturdaten für die Südpolstation sind gestern eingetroffen und zeigen, dass der März 2024 um -1,1 °C unter der multidekadischen Basislinie lag. Jetzt liegen die Daten für Wostok vor.

Der vorläufige Durchschnittswert für Wostok für den vergangenen Monat liegt bei -58,8 °C und damit 0,9 °C unter dem bisherigen Durchschnitt von 1958 (-57,9 °C).

Die Antarktis kühlt sich weiter ab, das zeigen die Daten eindeutig.

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Es folgt in diesem Blog noch ein Ausblick auf eine neue La Nina sowie ein Beitrag zu solarer Ruhe.

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Meldungen vom 3. April 2024:

Schweden: Niedrigste April-Temperatur jemals

In dieser Woche herrschen in ganz Fennoskandien außergewöhnlich niedrige Temperaturen.

Nach einem historisch kalten Winter werden in Schweden, Norwegen und Finnland immer noch Werte unter -30 °C gemessen.

In Nikkaluokta, Schweden, sank die Temperatur am Mittwoch auf -34,1 °C. Damit wurde 1) ein Monatsrekord an dieser Station aufgestellt, der den alten Rekord von -34 °C aus dem Jahr 1955 übertrifft, und 2) – noch beeindruckender – ein neuer nationaler Tiefstwert für den Monat April erreicht.

Die historische Kälte hat sich bis nach Finnland ausgedehnt (wie gestern vorhergesagt). Laut einem aktuellen X-Post von @meteorologit (siehe unten) wurde am Mittwoch in Savukoski Tulppio mit -34,3 °C die niedrigste Temperatur in der Gemeinde Salla seit 1977 (-34,5 °C) gemessen.

In ganz Finnland wurden in Sodankylä Lokka (-32,8°C), Inari Väylä (-29°C) und Inari Saariselkä (-25,8°C) neue Rekordwerte für den April aufgestellt.

Weiter südlich – vor allem in den Alpen – hält die enorme Schneemenge der Spätsaison in Europa an und verstärkt sich sogar noch. In Monte Moro an der schweizerisch-italienischen Grenze ist der Skilift unter einer Schneehöhe von über 4 m fast begraben.

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Schweiz: Drei Todesopfer durch Lawinen

Der starke Schneefall in Europa sorgt für gefährliche Verhältnisse.

Die Lawinengefahr ist deshalb flächendeckend erhöht: „Es ist mit teilweise sehr großen spontanen Lawinen zu rechnen“, warnt das Institut für Schnee- und Lawinenforschung.

Bei einem Lawinenabgang am Riffelberg in der Nähe von Zermatt, einem der luxuriösesten Skigebiete der Alpen, wurden drei Menschen getötet und ein weiterer verletzt.

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Schneemenge in Utah bei 132%

Die landesweite Schneedecke in Utah liegt derzeit bei 132 % der 30-Jahres-Norm, und im Laufe dieser Woche wird ein weiterer großer Schneesturm erwartet. Das sind großartige Neuigkeiten, unabhängig von der AGW-Diskussion – in den westlichen Staaten werden bis zu 75 % des Wassers durch die Schneeschmelze geliefert.

Die Abteilung für Wasserressourcen in Utah meldet, dass die Schneemenge in den meisten Regionen des Bundesstaates über dem Normalwert liegt: „Unsere Stauseen sind aufgrund der unglaublichen Schneedecke von 2023 und eines umsichtigen Wassermanagements weiterhin zu durchschnittlich 82 % gefüllt. Normalerweise liegen sie um diese Jahreszeit bei 53 %.“

Auch für die Skigebiete ist die überdurchschnittliche Schneedecke ein Grund zum Feiern. Nach den rekordverdächtigen Schneemengen der letzten Saison wird Alta zum zweiten Mal in Folge eine Schneedecke von mehr als 15 m aufweisen, während Snowbird sowie Brighton und Solitude um die 13 m aufweisen.

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Kalifornien widersetzt sich den „Experten“

Das kalifornische Ministerium für Wasserressourcen (DWR) hat bekannt gegeben, dass die Schneemessung am 1. April in der Phillips Station – die allgemein als der wichtigste Messtag des Jahres gilt, da sie die höchste Schneemenge aufzeichnet – 113 % des Durchschnittswertes betrug.

Dieser jüngste Bericht folgt auf den Bericht des letzten Jahres, der trotz des wissenschaftlichen Konsens‘, der ein weiteres Jahr der Dürre voraussagte, eine fast rekordverdächtige Menge an Regen und Schnee im ganzen Bundesstaat ergab.

Bei der letztjährigen Erhebung am 1. April lag die Schneedecke bei 221 % und die landesweite Schneedecke bei 237 % der Norm. Und das während des „heißesten Jahres aller Zeiten!“ Kalifornien schränkte den Wasserverbrauch nicht ein, die Skigebiete blieben bis in den August hinein geöffnet, und im November war der gesamte Bundesstaat zum ersten Mal seit vielen Monden frei von Dürre – und das trotz des Geschreis des Establishments von der „1200-jährigen Megadürre“.

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Anchorage: nur noch 15 cm fehlen zum Allzeit-Rekord

Von Montag bis zum frühen Dienstag fielen in ganz Süd- und Zentral-Alaska aufgrund der einsetzenden Kälte weitere 12 cm Schnee. Damit liegt die Gesamtschneemenge in Anchorage bei 326 m, das sind 73% mehr Schnee als in einem normalen Jahr, und nur 15 cm vom Allzeitrekord 2011/12 entfernt: 341 cm.

Die Meteorologin Melissa Frey ist zuversichtlich, dass der Rekord gebrochen werden wird: „Wir sind nur noch „15 cm vom Allzeit-Schneerekord entfernt“, schrieb sie auf Facebook. „Wir werden wahrscheinlich am Donnerstag zumindest etwas Schnee sehen, und dann werden wir sehen, was Mutter Natur im Laufe des Monats bringt“.

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Es folgt noch ein kurzer Abschnitt zur geringen Sonnenaktivität.

Link: https://electroverse.substack.com/p/sweden-sets-coldest-april-temperature?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 4. April 2024:

Hier fällt zunächst ins Auge, dass die Extremkälte in Skandinavien sogar Eingang in den Alarmistenblog wetteronline.de gefunden hat. Das kann jeder selbst lesen, Auszüge daraus werden hier nicht zitiert. In den Meldungen vom 5. April geht es ausführlich um Skandinavien.

Weiter geht es mit Meldungen von der uns gegenüber liegenden Seite des Planeten:

Neuseeland: Rekord-kalter März

Der März war in ganz Neuseeland sehr kalt.

Nach Angaben des National Institute of Water and Atmospheric Research (NIWA) wurden im März an mehr als 25 Orten Rekord- oder rekordverdächtig niedrige Durchschnittstemperaturen gemessen, und an 28 Orten wurden Rekorde bei den nächtlichen Tiefsttemperaturen aufgestellt.

Der kühlere Monat „wurde durch ein Tiefdrucksystem südlich und östlich von Neuseeland angetrieben, die im Zusammenspiel mit einem Hochdruckgebiet in der Tasmanischen See eine ungewöhnliche südwestliche Strömung über das Land brachte“, erklärte das NIWA.

Insgesamt lag die Durchschnittstemperatur in Neuseeland im vergangenen Monat trotz des „Urban Heat Island“-Effektes mit 14,8 °C um 0,99 °C unter dem multidekadischen Durchschnitt und war damit der kälteste März in Neuseeland seit 2012.

Vielerorts war ein früher Herbsteinbruch zu spüren, schrieb das NIWA in seiner heute veröffentlichten Klimazusammenfassung für März.

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Antarktis

In der Antarktis wurde ein weiterer Jahrestiefstwert der Temperatur gemessen.

Am 4. April wurde am Dome Fuji AWS eine Temperatur von -74,2°C gemessen, womit der vorherige Wert von -73,4°C vom 31. März in Concordia übertroffen wurde.

Am verwirrendsten für die AGW-Partei ist, dass sich der antarktische Kontinent weiterhin abkühlt, und das schon seit Jahrzehnten – Daten sind eindeutig.

Und was die Ausdehnung des Meereises betrifft, so gibt es derzeit wesentlich mehr Eis um die Antarktis als im Jahre 1980:

Auch die Studie „Harmonic Analysis of Worldwide Temperature Proxies for 2000 Years“ aus dem Jahr 2017 ist eine interessante Lektüre.

Diese in Deutschland durchgeführte Studie kommt zu dem Schluss, dass die Sonne der Haupttreiber des Klimas ist und für die großen Klimaoptima der Vergangenheit, wie das mittelalterliche und das römische (sowie das aktuelle Optimum) und auch für vergangene Abkühlungsperioden wie die Kleine Eiszeit verantwortlich ist.

Kurz gesagt, die Temperaturschwankungen auf der Erde sind natürlich und werden durch die Sonnenaktivität angetrieben. Hochgerechnet sagt die Analyse der Forscher „einen Temperaturrückgang von heute bis 2050, einen leichten Anstieg von 2050 bis 2130 und einen weiteren Rückgang von 2130 bis 2200 voraus“.

Die Studie ist HIER nochmals verlinkt.

Die hier verlinkte Studie stammt von Horst-Joachim Lüdecke und Carl-Otto Weiss.

Striche

Seltener April-Schnee auf den Gipfeln der San Francisco Bay

Ein von Rekordkälte im April begleitetes Tiefdruckgebiet soll sich am Mittwochnachmittag von der kanadischen Grenze bis Donnerstagmorgen direkt vor die Küste San Franciscos bewegen. Es wird erwartet, dass die Höchsttemperaturen etwa 10°C unter dem Normalwert liegen werden.

Der starke Temperaturrückgang wird der Bay Area (und ganz Kalifornien) voraussichtlich den kältesten Tag seit Jahren bescheren.

Es wird erwartet, dass der Gefrierpunkt in der Nacht zum Donnerstag bis auf 600 m sinkt.

Begleitet wird die Kälte von seltenem Aprilschnee. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag sind Schneefälle bis zu einer Höhe von 460 m möglich. Die stärksten Niederschläge werden am Donnerstagmorgen oberhalb von 1000 m erwartet, mit einer weiteren Runde mäßigen Schnees in der Nacht zum Donnerstag in noch tieferen Lagen.

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Es folgt ein kurzer Ausblick auf einen weiteren klassischen Blizzard im Nordosten der USA über die nächsten Tage.

Dann kommt noch das hier:

Historische April-Kältewelle in Skandinavien geht in die Verlängerung …

Die anfänglich beeindruckende Kälte in Nordeuropa erweist sich nun als historisch.

Wie gestern berichtet, sank die Temperatur in Nikkaluokta, Schweden, am Mittwochmorgen auf -34,1 °C. Damit wurde 1) ein neuer Monatsrekord an der Station aufgestellt, der den bisherigen Rekord von -34 °C aus dem Jahr 1955 übertrifft, und 2) ein neuer nationaler Tiefstwert für den Monat April erreicht.

Doch nicht nur in Schweden herrschte eine geschichtsträchtige Kälte, auch im benachbarten Norwegen wurde heute Morgen ein neuer Kälterekord aufgestellt.

Am Donnerstag, dem 4. April, wurde in Cuovddatmokki zum vierten Mal in Folge ein Wert von unter -25 °C gemessen (siehe unten), was bisher nur in den Aprilmonaten 1977 und 1971 der Fall war.

Die nordnorwegische Siedlung in der Finnmark hat gute Chancen, sich morgen selbst an die Spitze zu setzen, denn den jüngsten Prognosen zufolge steht ein weiteres Minimum von -25 °C bevor.

In der Finnmark sank Suolovuopmi am Donnerstagmorgen auf einen Tiefstwert von -31,9 °C, was die zweitniedrigste an der Station aufgezeichnete Apriltemperatur war, die nur noch von den -32,8 °C aus dem Jahr 2013 übertroffen wurde.

und die Berge in Europa brechen Schnee-Rekorde

Der Frühjahrsschnee setzt sich in den höheren Lagen Europas, einschließlich der Alpen, fort. Hier ein Blick auf Formazza, Italien, wo jetzt Rekorde fallen:

Hier gibt es nichts zu sehen.

Stimmt’s nicht, ihr ahnungslosen Aktivisten-Journalisten vom Guardian…?!

Link: https://electroverse.substack.com/p/new-zealands-record-cold-march-antarctica?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Meldungen vom 5. April 2024:

Schwerer Blizzard im Nordosten der USA

Nach einem schweren Schneesturm, der meterhohe Schneemassen brachte, waren am Donnerstag rund 700 000 Haushalte und Unternehmen im Nordosten ohne Strom. Es wurden auch mehrere Todesfälle durch verunglückte Fahrzeuge und umstürzende Bäume gemeldet.

Auch jetzt, am Freitagmorgen, sind noch Hunderttausende ohne Strom, vor allem in Maine und New Hampshire. Die Versorgungsunternehmen hier sagen, dass sie auf den Sturm vorbereitet waren, dass die Wiederherstellung der Stromversorgung aber noch dauern könnte.

Es werden noch einige Folgen dieses Schneesturms geschildert – das Übliche bei diesen Stürmen, die ich seinerzeit in den USA auch erlebt habe – nur nicht im April.

Der gleiche Sturm hat auch in Kanada zugeschlagen:

600.000 Menschen ohne Strom nach einem historischen April-Schneesturm

Jenseits der Grenze haben heftige Schneefälle im Frühjahr Québec heimgesucht und seit Mittwoch rund 600 000 Menschen mit Stromausfällen konfrontiert. Beamte von Hydro-Québec sagen, dass ihre Teams hart daran arbeiten, die Versorgung wiederherzustellen.

Der schwere, meist nasse Schnee hat sich auf den Ästen der Bäume angesammelt und führt dazu, dass sich diese biegen, brechen und Stromleitungen herausreißen, erklärt Hydro-Québec-Sprecher Cendrix Bouchard, der sagt, dass er derzeit mehr als 1 200 Arbeiter vor Ort hat.

Auch hier geht es um die Folgen. Wichtig: diese Frühjahrs-Schneestürme sind kein Rekord und kommen fast in jedem Frühjahr vor, auch in dieser Ausprägung. Allerdings ist in den letzten Jahren wie Ende der 1980er Jahre wieder eine gewisse Häufung der Stürme festzustellen.

Absolut extrem sind dagegen die Ereignisse in Nordskandinavien. Unsere MSM ergehen sich derzeit über Hitze und Trockenheit in Griechenland, eine Hitzewelle in Thailand und das warme Wochenende hierzulande, aber keine Silbe über die extreme Kälte in einem anderen Teil unseres Kontinents.

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Skandinavien: Historische Dauer extremer Kälte

In Cuovddatmohkki, Nordnorwegen, sank die Temperatur am Freitagmorgen auf -32,9 °C – die niedrigste Temperatur, die an dieser Station jemals so spät im Jahr gemessen worden ist (seit 1967).

Noch beeindruckender ist, dass in Cuovddatmohkki nun an fünf aufeinander folgenden Tagen Temperaturen unter -25 °C gemessen wurden – ein Vorgang, der noch nie zuvor im Monat April aufgetreten war. Der bisherige Rekord lag bei vier aufeinander folgenden Tagen in den Jahren 1971 und 1977.

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Es folgt noch ein weiterer Abschnitt zu Daten-Manipulationen der NOAA.

Link: https://electroverse.substack.com/p/april-noreaster-600000-lose-power?utm_campaign=email-post&r=320l0n&utm_source=substack&utm_medium=email

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Nachtrag des Übersetzers zu der historischen Kälte in Skandinavien

Hier folgen ein paar Karten und Graphiken, die das Ausmaß dieses Vorgangs dokumentieren:

Das sieht noch nicht so eindrucksvoll aus. Das ändert sich aber erheblich, wenn man sich die Eigenschaften der beteiligten Luftmassen ansieht, am besten verdeutlicht im 850-hPa-Niveau:

Und was bedeutet das nun für das Wetter? Nun, das hier:

Maximum-Temperatur von Donnersteg, dem 4. April (links) und Minimum-Temperatur der Nacht zum 5. April 2024 (rechts) Quelle: wetteronline.de

Die immer noch hohe Schneedecke in Nordskandinavien trägt natürlich auch dazu bei:

Schneehöhe am 5. April 2024 um 8 Uhr MESZ Quelle: wetteronline.de

Der zu Ende gehende Winter hat in Nordskandinavien bereits Mitte/Ende Oktober 2023 eingesetzt und seitdem keinerlei Unterbrechungen erfahren! Ein extrem kalter, langer und schneereicher Winter in einem Teil Europas – wahrlich ein Anzeichen von „global boiling“!

Es sei aber erwähnt, dass ein solcher Vorstoß arktischer Luft im Mai (!) des Jahres 1978 genau zu den „Eisheilgen“ bis nach Mitteleuropa erfolgt war. Über Berlin wurde am Morgen des 10. Mai 1978 im 850-hPa-Niveau eine Temperatur von –13°C ermittelt. Andererseits: Im Jahre 1965 gab es bereits Ende März die ersten Sommertage (Temperatur >25°C) und Mitte/Ende April auch schon heiße Tage – in Berlin mit Höchstwerten bis 31,2°C.

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Wird fortgesetzt mit Kältereport Nr. 15 / 2024

Redaktionsschluss für diesen Report: 6. April 2024

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE