Atlantische Fischerei in Gefahr: Offshore-Windparks und Umspannwerke, die stillen Killer

Stopthesethings

Die Offshore-Windindustrie vernichtet Tausende von Meeressäugern und Fische sind ihre nächsten Opfer. Während viel darüber geschrieben wurde, dass Wale, Delfine, Schweinswale und Robben durch den Bau von Windkraftanlagen taub werden (sie überstehen Sonar und seismische Sprengungen nicht gut), wurde den Fischen, Krabben und anderen Lebewesen, die ebenfalls zum Ozean-Ökosystem gehören, weniger Beachtung geschenkt. Davon abgesehen, dass diese auch eine gesunde Nahrungsquelle nicht nur für die größeren Wassertiere sondern auch für Menschen darstellen.

In diesem Artikel beschreibtJim Lovgren die Art und Weise, wie „grüne“ Energie die Meerestiere des Atlantiks zerstört, darunter den vom Aussterben bedrohten Nördlichen Glattwal, und richtet seine Aufmerksamkeit auf ein weniger bekanntes Phänomen. Die Auswirkungen der Umspannwerke, die Wechselstrom in Gleichstrom umwandeln und so die Rückübertragung von Strom an die Küste ermöglichen, wirken sich auf die Fischerei im Atlantik der USA aus [und auch anderswo]

 

Offshore-Windkraftanlagen; Das Geheimnis der [nicht] lautlosen Killer

Fishery Nation, Jim Lovgren, 3. Juli 2023

Die Strandungen von Meeressäugern, die fast täglich an der Ostküste der USA zu finden sind, zeigt die rücksichtslose Missachtung aller Umweltschutzmaßnahmen durch die Biden-Regierung. Die Umweltschutzmaßnahmen wurden seit Beginn der Umweltbewegung in den 1960er Jahren ständig weitergeführt.

In ihrer Eile, die künstlich auferlegten Produktionsfristen einzuhalten, sind der Clean Water Act, der Endangered Species Act [ESA] und der National Environmental Policy Act, [NEPA] auf der Strecke geblieben. Eine schurkische und verabscheuungswürdige Bundesbehörde, BOEM [Bureau of Ocean Energy Management], die dem Innenministerium untersteht, hat sich das Fischereimanagement und den Schutz unserer Meeresressourcen vom National Marine Fishery Service [Teil der NOAA und unter der Kontrolle des Handelsministeriums] unter den Nagel gerissen und sich über alle Beschränkungen hinweggesetzt, die nach dem ESA und NEPA gesetzlich vorgeschrieben sind. Peinlicherweise haben die Feiglinge beim National Marine Fishery Service tatenlos zugesehen, wie Forschungsschiffe geologische Untersuchungen mit hochleistungsfähigen Sonar- und seismischen Geräten durchgeführt haben, bevor sie die Genehmigungen dafür erhalten haben.

Sie haben außerdem über 100.000 Fangmaßnahmen für Meeressäugetiere der Stufe B genehmigt, [Belästigung der Stufe B, d. h. Verhaltensstörung oder vorübergehende Verschiebung der Hörschwelle. Stufe A  … ist dauerhaft und schlimmer] und das nur für einige wenige Projekte, da sie davon ausgehen, dass die Offshore-Windkraftanlagen zum Aussterben des kritisch bedrohten Nördlichen Glattwals führen werden. Fragen Sie einfach Sean Hayes von der NMFS-Abteilung für geschützte Arten, dessen Beobachtungen von BOEM ignoriert wurden, was einen Verstoß gegen die ESA darstellt.

Die Regierungs- und Windbefürworter bestreiten jeden Zusammenhang, der die bisher noch nie dagewesene Menge an Strandungen mit dem zufälligen Einsatz von geologischem Sonar und seismischer Forschung in der unmittelbaren Umgebung der Vorfälle in Verbindung bringen könnte. Es häufen sich die Beweise, denn obige Vorfälle sind bislang nur durch die Untersuchungen, wie sie Ölfirmen durchführen, bekannt geworden und aufgetreten.

Diese Woche wurden zwei Buckelwale in Martha’s Vineyard an Land gespült, zufällig nur wenige Tage nachdem das Rammen an einem nahegelegenen Windstandort begonnen hatte. Das Rammen der Fundamentstützen der Windräder erzeugt einen Schallpegel von 260 dB, den keine noch so großen „Blasenvorhänge“ eindämmen können. Es ist tödlich für die Wasserbewohner. Einige Wochen zuvor gab es an den Stränden an der Südküste von Nantucket einen Teppich aus toten Krabben, Muscheln und anderen Bodenorganismen, die anfällig für seismische Tests sind, welche zufällig in der Nähe stattfanden [„Sparker“ und „Boomer“ gehören zu seismischen Methoden der Meeresbodenerforschung]. Inzwischen gibt es weltweit zu viele Zusammenhänge zwischen dem Tod von Meerestieren und der Erzeugung von gefährlichem Industrielärm in derselben Umgebung, als dass man den Zusammenhang ignorieren könnte. Fordern Sie die Verursacher also auf, das zu leugnen.

Seit der Erfindung der Dampfmaschine ist Meereslärm ein zunehmendes Problem auf ozeanischer Ebene. Der größte Teil dieser Lärmzunahme wurde durch den zunehmenden Schiffsverkehr verursacht, durch immer größere Schiffe (und schnellere Schiffe, somit waren noch mehr Wale betroffen). Getoppt wurde das zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit durch Kriege, die zur größten Lärmzunahme aller Zeiten führte. Torpedos, Wasserbomben, explodierende 16-Zoll-Granaten und schließlich die Entwicklung von Sonar. Es wurde nie ermittelt, wie viele Meeressäugetiere in den Kriegen des 20. Jahrhunderts starben, aber die Zahl wäre erschreckend. [erinnert sei an die bislang ungesühnte Zerstörung von Nord Stream I/2] Ebenso erschütternd wäre die Zahl der Meeressäugetiere, die das Militär [das sind alle Länder] bei Trainingsübungen oder Waffentests, wie im Bikini-Atoll, tötet.

In einem offiziellen BOEM-Dokument von Pamela Middleton und Bethany Barnhart mit dem Titel „Unterstützung der Dokumentation des National Environmental Policy Act für die Offshore-Windenergieentwicklung im Zusammenhang mit Hochspannungs-Gleichstrom-Kühlsystemen“ behaupten die Autoren, dass das einzig mögliche Kühlsystem für ein HGÜ-Umspannwerk ein „Durchfluß“ bzw. offenes System ist. Die Technik, die wegen ihrer verheerenden Auswirkungen auf das Wasserleben nicht für den Bau neuer Kraftwerke zugelassen ist.

Dieses peinliche offizielle BOEM-Dokument über die Auswirkungen von Offshore-Wind-Umspannwerken gibt zu, dass es nichts darüber weiß, wie viele Umspannwerke geplant sind, wie groß und wo sie sein werden. NEPA-Bedenken wie Umwelt- und Wirtschaftskosten für andere Branchen werden in der enormen Fülle an Informationen, die in den Seiten 10 bis 14 des eigentlichen Textes enthalten sind, völlig ignoriert. Bis zum Abschluss des Green New Deal umfasste ein NEPA-Begleitdokument Hunderte oder sogar Tausende von Seiten, in denen alle Aspekte eines vorgeschlagenen Projekts detailliert beschrieben wurden.

Die anderen Dokumente der BOEM sind:

Von §1 des [unteren] BOEM NEPA-Dokuments; „Die Umwandlung von Hochspannung-Wechselstrom in Gleichstrom für die Energieübertragung über große Entfernungen bei Offshore-Windparks reduziert die Stromverluste ggü. Wechselstromübertragungen und wird innerhalb von 37 bis 60 Meilen von der Küste kosteneffizient [BVGassociates, 2019;ICF, 2018].

Der auf See erzeugte Strom, wird zur Übertragung vom Offshore-Windpark von Wechselstrom in Gleichstrom umgewandelt und dann an Land [zum Anschluss an das landesweite Verteilnetz] wieder in Wechselstrom umgewandelt. Die Offshore-Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom erfolgt über ein HGÜ-System im Windpark. Das HGÜ-System wandelt Wechselstrom in Gleichstrom um und dabei entsteht als Nebenprodukt Wärme. Damit das System kontinuierlich funktioniert, muss der Gleichrichter gekühlt werden.

Beachten Sie, dass dieser Umwandlungsprozess bedeutet, dass Wechselstrom in einem Offshore-Umspannwerk in Gleichstrom umgewandelt wird und der Gleichstrom dann auf dem Meeresboden an die Küste übertragen wird, wo er in einem Wechselrichter wieder in Wechselstrom umgewandelt wird. Ein Trafo passt die Wechselspannung dann an die Spannung der „Überlandleitungen“ an.  Die dabei entstehende Verlustwärme wird in die Atmosphäre abgegeben. Es wird nicht erwähnt, welches Kühlsystem für die Umspannwerke an Land verwendet wird oder wo sie sich befinden werden.

Wie groß ist ein Umspannwerk? Ab § 2: „Derzeit sind die HGÜ-Systemstrukturen für einen Offshore-Windpark etwa 60 bis 120 Meter lang, 40 bis 100 m breit, 25 bis 90 m hoch und wiegen mehrere tausend Tonnen [Mayflower Wind Energy, LLC, 2021; Sunrise Wind, LLC, 2021; Siemens, 2015; Kirchgeorg, et al, 2018]. Diese Strukturen werden größer, wenn leistungsfähigere Offshore-Windparks angeschlossen werden und sich weiter ins Meer verlagern.“

Pressebild Siemens Gamesa

Als Beispiel für die offshore Technik von Windradanlagen, sehen Sie hier Siemens Gamesa. Diese Pressebilder von Siemens Gamesa dienen nur als Beispiel für Windenergieanlagen offshore. Es besteht kein Zusammenhang zu den im Beitrag von Fishery Nation, Jim Lovgren beklagten Eigenschaften ähnlicher Anlagen.  https://press.siemens-energy.com/global/de/feature/siemens-verbindet-haushalte-mit-offshore-energie  – der Übersetzer

Diese Strukturen sind bereits riesig und werden noch größer. Was bedeutet das? Wie groß ist groß? Wenn ein Offshore-Standort 80 Windräder hat, wie viele Umspannwerke werden benötigt? Eins, zwei, zehn? Im Dokument findet sich keine Erwähnung. Wie werden sie unten gegründet? Wie viele Gallonen Meerwasser würden pro Stunde durch das System zirkulieren? Um wie viel Grad wäre das durchgelaufene Wasser heißer als vor der Verwendung? Welche Fischarten werden betroffen sein und welche wirtschaftlichen Auswirkungen hat dies auf die Fischereiindustrie?

Keine dieser grundlegenden NEPA-Informationsanforderungen ist enthalten. Stattdessen erhalten wir dies in Bezug auf Impingement [~Verengung] und Entrainment [~Mitnahme… Durchfluss von …]: „Die meisten nutzen Filtersysteme, die zurück gespült werden können, um eine kontinuierliche Nutzung zu ermöglichen, sodass die gesammelten Filtrate schließlich in das Ökosystem zurückkehren. Allerdings gehen Larvenarten verloren und können nicht aufwachsen.“ (Woke Sprache, denn sie werden im Filter absterben). „Die Anzahl der dabei verlorenen Fischlarven und Wirbellosen ist schwer abzuschätzen. Bemerkenswert ist der Verlust von Larven als Nahrung für andere Meerestiere, zusätzlich zu den Larvenarten, die nicht bis zur Reife überleben. Es ist unklar, wie viele Fisch und Schalentiere es nicht schaffen sich zu vermehren und damit eine Nahrungsquelle für andere Tiere und auch menschlichen Verzehr bereitzustellen.“ Sie hätten genauso gut hinzufügen können: „Und es ist uns egal.“

Der Sinn und Zweck dieser Windkraftanlagen besteht darin, die globale Erwärmung zu stoppen. Doch eine neue Studie von Harvard kam zu dem Schluss, dass eine Erwärmung der kontinentalen Temperaturen durch den Energieentzug der natürlichen Winde entstehen könnte. Dieses beeinflusst die atmosphärische Durchmischung und die Reduzierung der nächtlichen Strahlungskühlung. Dieser lokale Effekt wurde in 10 weiteren Studien bestätigt und quantifiziert.

Bezüglich des „warmen“ Wassers, das von ein Offshore-Umspannwerk verlässt, heißt es im BOEM-Dokument: „Die Temperaturen des abfließenden Wassers wurden für die geplanten Windparks auf dem OCS bisher nicht dokumentiert.“ Der wärmere Abfluss aus der HGÜ wird allgemein als minimaler Effekt angesehen, der vom Meer absorbiert wird und im Laufe der Zeit auf Umgebungstemperaturen übergeht.“ „Angesichts der einzigen Austrittsstelle innerhalb der großen Masse des umgebenden Ozeans dürften die Auswirkungen des warmen Wassers äußerst gering sein. Ähnliche Schlussfolgerungen wurden für alle Chemikalien gezogen, die hinzugefügt wurden, um das Wachstum im Kühlwassersystem zu verhindern.“

Zu diesen Chemikalien gehört Natriumhypochlorit, mit dem jedes winzige Meeresleben abgetötet wird, das es wagen könnte, innerhalb des Systems zu wachsen. Zumindest wird darauf hingewiesen, dass Natriumhypochlorit in Anteilen von 10 bis 200 ppm (Anteile pro Million) verwendet wird, aber es wird nicht gesagt pro Million von dem, was vermutlich Meerwasser ist. Das Wasser wird also erwärmt, aber in einem unbekannten Ausmaß, während gleichzeitig eine lebensfeindliche Chemikalie in die Meeresumwelt gelangt. Aber keine Sorge, der Ozean kann alles absorbieren. Genau wie in den guten alten Zeiten.

Ich denke, dass dieses BOEM NEPA-Dokument perfekt die Verachtung des Biden-Regimes für die Umweltgesetze veranschaulicht, die im letzten halben Jahrhundert zum Schutz unserer Tierwelt und unserer Umwelt erlassen wurden. Dieses Dokument enthält einen Haftungsausschluss, der besagt, dass die in diesem Dokument enthaltenen Ansichten und Schlussfolgerungen die der Autoren sind und nicht als Darstellung der Meinungen oder Richtlinien der US-Regierung interpretiert werden können. Auch stellt die Erwähnung von Handelsnamen und kommerziellen Produkten keine Befürwortung oder Empfehlung dafür dar.

BOEM sollte das gesamte Dokument zurückweisen, so erbärmlich wie es ist. Ich glaube, dass dieses Dokument mit all seinen Unzulänglichkeiten in der Absicht eingereicht wurde, rechtlich den NEPA-Anforderungen bezüglich des Zeitplans für die Projekteinreichung zu entsprechen. Wohl wissend, dass die Angelegenheit strittig werden kann, wenn ein Rechtsbehelf in Anspruch genommen wird. Sie gehen mit Volldampf voran und kein dummes Vorsorgeprinzip oder Umweltgesetz wird sie aufhalten. Das NRDC hat uns Informationen zur Verfügung gestellt, die belegen, wie tödlich „Durchlauf“-Kühlsysteme sind. Warum werden sie dann überhaupt für den Einsatz vorgeschlagen? Weil sie billiger sind und wir die Umweltschäden ignorieren, die sie verursachen, denn wir müssen die Welt retten. In Wirklichkeit dreht sich jedoch alles nur um die Profite.

Fishery Nation.

https://stopthesethings.com/2023/08/11/atlantic-fishery-under-threat-offshore-wind-farm-substations-secret-silent-killers/

 

Übersetzt durch Andreas Demmig

 




Neue Studien: kein globaler Dürretrend seit 1902… Globale Überschwemmungen nehmen mit Erwärmung ab

Kenneth Richard, NoTricksZone

Es wird behauptet, dass die anthropogene globale Erwärmung (AGW) die hydrologischen Prozesse verstärkt. Die Datenanalyse zeigt jedoch, dass dies nicht der Fall ist.

In den letzten Jahrzehnten hat sich ein Paradigma herausgebildet, wonach sich hydrologische Extreme als Folge der globalen Erwärmung verschlimmert haben und/oder verschlimmern werden.
Vereinfacht gesagt, besagt das Paradigma, dass es nasser wird (Überschwemmungen) und trockener (Dürre).

Neue Analysen globaler Daten deuten jedoch darauf hin, dass (a) es in den letzten 120 Jahren keinen Trend zu Trockenheit gab (Shi et al., 2022) und (b) die Überschwemmungen im Zuge der Klimaerwärmung abnehmen (He et al., 2022).

Was die Dürre betrifft, so deuten die globalen Trends darauf hin, dass sich die meteorologische (klimabedingte) Dürre von 1959-2014 im Vergleich zu 1902-1959 tatsächlich abgeschwächt hat.

Die Ergebnisse zeigen, dass: 1) die meteorologische Trockenheit in den meisten Klimaregionen im Zeitraum 1902-1958 zunahm, während sie im Zeitraum 1959-2014 einen Trend zur Abschwächung derselben aufwies.“

Bildinschrift:

Eine globale Perspektive auf die Ausbreitung von meteorologischer Trockenheit zu hydrologischer Trockenheit im Zeitraum 1902-2014

Abstract

Die meteorologische Dürre wird im Allgemeinen als Ursache für andere Arten von Dürren angesehen. In dieser Studie wurden zunächst die Merkmale der meteorologischen Dürre und der hydrologischen Dürre in verschiedenen Klimaregionen auf der ganzen Welt über einen langen Zeitraum (1902-2014) analysiert; anschließend wurden die maximalen Pearson-Korrelationskoeffizienten (MPCC) der meteorologischen Dürre und der hydrologischen Dürre auf verschiedenen Zeitskalen berechnet, um die Reaktionszeit der Dürre (DRT) in jeder Klimaregion zu bestimmen. Die Ergebnisse zeigen, dass: 1) die meteorologische Trockenheit in den meisten Klimaregionen in den Jahren 1902-1958 zunahm, aber in den Jahren 1959-2014 eine Tendenz zu zunehmender Feuchtigkeit zeigte. Im Vergleich zu den Merkmalen der meteorologischen Trockenheit war die Entwicklung der hydrologischen Trockenheit etwas anders. Die hydrologische Trockenheit schwächte sich im Zeitraum 1902-1958 ab, verstärkte sich aber im Zeitraum 1959-2014 geringfügig, wobei das Ausmaß der Veränderungen jedoch relativ gering war. 2) Die Beziehung zwischen Trockenheit und Reaktion war in der Klimaregion Cf (d. h. kontinental, feucht, warm) am stärksten und in der Klimaregion E (d. h. polar) am schwächsten. 3) Insgesamt betrugen die DRTs in verschiedenen Klimaregionen hauptsächlich 5-10 Monate, was hauptsächlich mit dem Klimatyp zusammenhing. Die Ergebnisse dieser Studie können als Referenz dienen, um den Ausbreitungsmechanismus von meteorologischer Trockenheit zu hydrologischer Trockenheit in verschiedenen Klimaregionen weiter zu erforschen.

[Alles Übrige steht hinter einer Zahlschranke.]

Und auch das Ausmaß der Überschwemmungen ist nicht nur gleich geblieben, sondern mit der Erwärmung des Klimas sogar zurückgegangen.

„Wir stellen fest, dass in den meisten Teilen der Welt die Hochwassermengen mit zunehmender Temperatur abnehmen. Messungen liefern oft mehr Beweise für einen Rückgang der jährlichen Hochwassermaxima.“

Bildquelle: He et al., 2022

Bildinschrift:

Eine globale Bewertung der Veränderung des Hochwasservolumens in Abhängigkeit von der Lufttemperatur

Abstract

Es wird erwartet, dass der Klimawandel erhebliche Auswirkungen auf die Wasserversorgung haben wird, da höhere Temperaturen sowohl zu verstärkten Dürren als auch zu extremen Überschwemmungen führen werden. Hier untersuchen wir anhand globaler Abflussdaten aus nichtstädtischen Einzugsgebieten die Empfindlichkeit des Hochwasservolumens gegenüber Veränderungen der gleichzeitigen Lufttemperatur. Wir stellen fest, dass das Hochwasservolumen in den meisten Teilen der Welt mit steigender Temperatur abnimmt. Um zu verstehen, warum dieser Zusammenhang besteht, bewerten wir die Empfindlichkeit des obigen Ergebnisses in Bezug auf die täglichen Durchschnittstemperaturen (Klimaregion), die Größe des Einzugsgebiets und die Schwere des Hochwasserereignisses. Unsere Ergebnisse zeigen, dass in den meisten Teilen der Welt das Hochwasservolumen bei häufigen Ereignissen (50. Perzentil in dieser Studie) mit steigender Temperatur abnimmt und bei selteneren Ereignissen weniger stark zurückgeht. Änderungen des Hochwasservolumens in tropischen Regionen zeigen die größte Empfindlichkeit gegenüber Hochwasserperzentilen und der Größe des Einzugsgebiets. Große Einzugsgebiete in den Tropen (≥ 1000 km²) weisen bei häufigen Ereignissen (< 90. Perzentil) eine beträchtliche Empfindlichkeit des Überschwemmungsvolumens gegenüber der Temperatur mit Raten von -10 bis -5 %/°C auf, während kleine Einzugsgebiete (1000 km²) nur eine Empfindlichkeit von -5 %/°C oder mehr (d. h. eine geringere Größenordnung) aufweisen. Andererseits sind kleinere Einzugsgebiete in den Regionen bei einem Temperaturanstieg wahrscheinlich schwereren Überschwemmungen mit Raten von bis zu 15 %/°C für die schwersten Überschwemmungen (99,99 Perzentil in dieser Studie) ausgesetzt, während die Rate für große Einzugsgebiete gegen Null geht. Obwohl in dieser Studie nicht versucht wird, eine Kausalität zwischen Lufttemperatur und Hochwasserabfluss festzustellen, deuten die Ergebnisse auf eine mögliche Abnahme der Sicherheit der Wasserversorgung mit dem Klimawandel hin, insbesondere in großen tropischen Einzugsgebieten.

[Der restliche Text ist auch hier hinter einer Zahlschranke.]

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/08/15/new-studies-find-no-global-drought-trend-since-1902global-flood-magnitudes-decline-with-warming/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Interessenkonflikt bei US Energieministerin Granholm wegen Beteiligung an Elektrobusunternehmen. Dieses hat nun Insolvenz und Gläubigerschutz angemeldet.

Nick Pope, Daily Caller News Foundation, 07. August 2023

Proterra, ein Elektrobusunternehmen, das im Mittelpunkt eines offensichtlichen Interessenkonflikts der Energieministerin Jennifer Granholm steht, hat Insolvenz angemeldet. Bericht Reuters am Montagabend.

[In Deutschland hat der Energieministers Robert Habeck und das Netzwerk seines Staatssekretärs Graichen große Aufmerksamkeit erlangt. In USA ist es die Energieministerin Jennifer Granholm und ihr Netzwerk. Frau Granholm behielt ihre Anteile an der Firma, für die sie früher im Vorstand saß, behalten. Als Ministerin förderte sie politische Maßnahmen, die ihren eigenen finanziellen Interessen förderlich sein könnten –  Interessenkonflikte? – kein Konflikt, nur Interessen. – Textabschnitt ergänzt und  umformuliert, der Übersetzer]

Nachdem die Republikaner kritisiert hatten, dass ihre Beteiligungen einen Interessenkonflikt darstellen könnten, da die Biden-Regierung auf Elektrofahrzeuge drängt. Frau Granholm verkaufte  schließlich Ende Mai 2021 ihre Anteile und erzielte netto Kapitalgewinne in Höhe von etwa 1,6 Millionen US-Dollar.

Frau Granholm verkaufte ihre Anteile an dem Unternehmen erst, nachdem der Aufsichtsausschuss des Repräsentantenhauses Anfang Mai 2021 eine Untersuchung des offensichtlichen Interessenkonflikts eingeleitet hatte . Darüber hinaus hat Frau Granholm im Jahr 2021 neunmal gegen den STOCK Act verstoßen [~ Insiderhandel an der Börse]. Ein Sprecher des Energieministeriums sagte damals, dies sei auf „ein unbeabsichtigtes Versehen der Verwaltung“ gewesen.

 (RELATED: EXCLUSIVE: Top Republicans Sound Alarm On Energy Secretary’s ‘Dubious financial Dealings’)

Top-Republikaner schlagen Alarm wegen „zweifelhafter Finanzgeschäfte“ der Energieministerin

Republikanische Mitglieder des Ausschusses für Aufsicht und Reform des Repräsentantenhauses schrieben am Montag an Energieministerin Jennifer Granholm und forderten mehr Dokumentation und Informationen, nachdem sie gegen das Bundeshandelsgesetz verstoßen hatte.

Proterra hat in einer Pressemitteilung vom 07.08.2023 Insolvenz nach §11 angemeldet, was bedeutet, dass das Unternehmen im Geschäft bleiben kann, während es seine Verpflichtungen umstrukturiert. Der Insolvenzantrag markiert einen Absturz für den Hersteller von Elektrobussen und Batterien, der laut Reuters bei einer Fusion mit einem anderen Unternehmen im Januar 2021 eine Bewertung von 1,6 Milliarden US-Dollar erhalten hatte.

„Das Unternehmen beabsichtigt, während dieses Prozesses weiterhin die Geschäftskontinuität für die Kunden sicherzustellen und im normalen Geschäftsverlauf nach §11 zu operieren. Wir planen, die üblichen Anträge beim Insolvenzgericht einzureichen, um vorhandenes Kapital zur Finanzierung des Betriebs zu verwenden, einschließlich der Zahlung von Gehältern und Zusatzleistungen für Mitarbeiter sowie der Vergütung von Lieferanten und anderen Unternehmen.

… Die von uns geschaffene Grundlage hat die Voraussetzungen für die Dekarbonisierung in der gesamten Nutzfahrzeugindustrie geschaffen, und wir erkennen das große Potenzial in all unseren Produktangeboten, um diesen wichtigen Wandel zu ermöglichen“, sagte Gareth Joyce, CEO des Unternehmens die Pressemitteilung.

Das Energieministerium antwortete nicht direkt auf Anfrage eines Kommentares.

https://dailycaller.com/2023/08/07/proterra-jennifer-granholm-conflict-interest-bankruptcy/

————–

Oberster Republikaner im Repräsentantenhaus leitet die Untersuchung zum „betreffenden“ Anteil der Energieministerin an einem Unternehmen für grüne Energie ein

… Biden hat in den ersten Monaten seiner Amtszeit die Herstellung von Elektrofahrzeugen gefördert . Sein Infrastrukturplan  umfasste 174 Milliarden US-Dollar, um die Amerikaner zum Umstieg auf Elektrofahrzeuge zu ermutigen.

Biden nahm sogar an einem virtuellen Rundgang durch die Elektrobatteriefabrik von Proterra in South Carolina teil. Während der Tour versprach Biden, bis zu 50.000 Ladestationen für Elektrofahrzeuge entlang des US-amerikanischen Autobahnnetzes zu bauen, um Proterra zum Erfolg zu verhelfen.

https://dailycaller.com/2021/05/13/department-of-energy-john-barrasso-jennifer-granholm/

 ————

Auch in Deutschland wurde über die Insolvenz berichtet, natürlich nicht über die Energieministerin

Elektrobushersteller Proterra meldet Insolvenz an

    1. August 2023, 16:59 Uhr, Friedhelm Greis

Obwohl es eine große Nachfrage nach Elektrobussen gibt, ist der Elektropionier Proterra zahlungsunfähig. Das ist nicht die einzige Pleite in dem Bereich

Der US-amerikanische Elektrobushersteller und Zulieferer Proterra hat Gläubigerschutz wegen Zahlungsunfähigkeit beantragt. Das teilte das Unternehmen am 7. August 2023 nach Börsenschluss mit. Den bei Gericht eingereichten Unterlagen zufolge liegen Vermögen und Verbindlichkeiten (Aktiva und Passiva) jeweils zwischen 500 Millionen und 1 Milliarde US-Dollar. Die Zahl der Gläubiger wird mit 5.000 bis 10.000 angegeben.

https://www.golem.de/news/us-anbieter-elektrobushersteller-proterra-meldet-insolvenz-an-2308-176623.html

 

Übersetzt durch Andreas Demmig

 




Gewohnheitsmäßige Zerstörung von Lebensräumen: Windindustrie vernichtet weite Teile des unberührten Regenwaldes

Stopthesethings,  06.08.2023

Früher galten Umweltschützer als „Baumknutscher“, doch heutzutage kann der neue „grüne“ Kult im Weg stehende Bäume nicht schnell genug vernichten.

Demmig, Baumknutscher VGN

In den schottischen Highlands haben sie bisher  über 14 Millionen Bäume abgeholzt , verteilt auf mehr als 17.000 Hektar, um den Weg für Tausende dieser industriellen Monstrositäten freizumachen; Und nein, sie pflanzen sie nicht neu – jeder große Baum ist ein Hindernis für die „Produktivität“, da er den Luftstrom beeinträchtigt und die Windgeschwindigkeit und damit die Windkraftleistung verringert. Wenn sie also einmal weg sind, sind sie für immer verschwunden.

Der deutsche  Schwarzwald wurde überrannt, mit Kettensägen, Bulldozern und brennenden Fackeln, die  den Weg für unsere sogenannte „grüne“ Energiewende ebnen.

Und aus dem gleichen Grund drohen Hunderte uralte Eichen im tausendjährigen Märchenwald, dem Reinhardswald, gefällt und zerkleinert zu werden.

Im Amazonasbecken vernichtet die Windindustrie munter jungfräulichen Regenwald, um die „Lunge der Erde“ von den Millionen Tonnen Balsaholz zu befreien, die jedes Jahr für den Bau von Hunderttausenden 50-80 m langen Rotorblättern benötigt werden. Sie wissen einfach, dass es für die Umwelt sinnvoll ist, oder?

Das bringt uns zu den tropischen Trockenwäldern im Norden Queenslands, die wie ihre Gegenstücke auf der nördlichen Hemisphäre allesamt zum Hacken sind, wenn es nach Queenslands wind- und solarbesessener Regierung geht.

Nick Cater liefert unten die empörenden Details – mit ein paar Bildern von STTs FNQ-Mitarbeitern, aufgenommen in Kaban, wo die große Regenwaldvernichtung durch die Windindustrie bereits begonnen hat.

 

Wird Chalumbin der neue Franklin-Staudamm sein?

The Australian, Nick Cater, 24. Juli 2023

In Nord-Queensland gibt es nur noch 83.000 Hektar feuchten Sklerophyll Wald. Ark Energy ist nur noch einen winzigen Schritt davon entfernt, tausende Hektar zu zerstören, um eine industrielle Windkraftanlage zu errichten.

Ark Energy, eine Tochtergesellschaft von Korea Zinc, wird im September erfahren, ob Umweltministerin Tanya Plibersek bereit ist, die Ruhe des Chalumbin-Waldes in der Nähe von Ravenshoe in den Atherton Tablelands zu stören, um Platz für 86 Megawatt -Windräder zu schaffen.

[[ Der Franklin-Staudamm (auch Franklin Dam oder Gordon-Franklin Dam) war ein Projekt in Tasmanien zur Stromerzeugung, das bei Fertigstellung das ursprüngliche Gebiet des Franklin River und des Gordon River geflutet hätte. Diese Flusslandschaften zählen zu den bedeutendsten Naturschutzgebieten der Welt. Eine Protestbewegung verhinderte den Bau des Staudamms, einer der größten Erfolge der Umweltbewegung Australiens.]]

Chalumbin ist der neue Franklin, ein entscheidender Moment in der Politik- und Umweltgeschichte, der die australische Landschaft über Jahrzehnte prägen wird. Diesmal ist allerdings kein Baumliebhaber zu sehen. Von der Australian Conservation Foundation, dem World Wildlife Fund, Friends of the Earth oder einem der üblichen Verdächtigen gab es keine Piepser.

Im wichtigsten Umweltkampf unserer Zeit befinden sich die Grünen in einem tiefen Konflikt. Das gilt auch für die klitzekleinen Unabhängigen, deren Kampagnen von Einzelpersonen und Unternehmen finanziert wurden, die stark in den erneuerbaren Sektor investiert haben. Nichts, was sie zu diesem Thema sagen, ist vertrauenswürdig.

Tanya Plibersek [Umweltministerin von Australien] ist im Konflikt. Das Zurückdrängen von Chalumbin wird Labor nicht dabei helfen, die Herausforderung der Grünen auf Sitzen in der Innenstadt, einschließlich ihres eigenen, abzuwehren. Energieminister Chris Bowen, der sich zum Ziel gesetzt hat, bis 2030 alle 18 Stunden eine 9-MW-Windkraftanlage zu errichten, wird die Lippen verziehen. Es wird ein Test für Pliberseks Fähigkeit sein, eine leidenschaftslose Beurteilung vorzunehmen.

Wenn Plibersek das Chalumbin-Projekt stoppt, wird das ein Zeichen dafür sein, dass die Regierung nicht bereit ist, den „greater glider“ [? ~das große Ganze?] zu opfern, um den Eisbären zu retten. Es wird eine längst überfällige Anerkennung sein, dass die räuberischen, landhungrigen Forderungen des Sektors der erneuerbaren Energien gegen den Schutz der Artenvielfalt und die spirituelle Verbindung zum Land der Aborigines abgewogen werden müssen. Wenn sie es nicht tut, ist alles möglich. Wenn dieses Land nicht heilig ist, was dann?

Hässliche Umweltschlachten sind Ravenshoe nicht fremd. Im Jahr 1987 wurde Bob Hawke‘s Umweltminister, Graham Richardson, von Holzfällern geschlagen und gestoßen, die wütend darüber waren, dass ihre Industrie schließen würde. Der damalige Premierminister von Queensland, Joh Bjelke Petersen, lehnte Hawkes Plan, einen Eintrag in die Liste des Weltkulturerbes zu beantragen, vehement ab. Bob Katter, damals Minister in der Petersen-Regierung, sagte, Cairns sollte eine Partnerstadt mit Berlin anstreben, weil die Stadt „im Begriff sei, von einer Mauer – wie Berlin, hier jedoch der Regenwald, eingesperrt zu werden, aus der sie niemals entkommen könnten“.

Chalumbin wird die Umzäunung der Kleinstadt Ravenshoe mit Stahl, Beton und Glasfaser fertigstellen. Es wird Dutzende Hektar der Wälder zerstören, die der Umweltminister Richardson retten wollte. Einen Vorgeschmack auf die Zerstörung bietet der neu errichtete Kaban-Windpark im Norden der Stadt. Die 28 Windkraftanlagen sind dreimal höher als die Story Bridge. Sie sitzen in bis zu 15 Meter tiefen Felseinschnitten, die in den Hang gesprengt wurden. Riesige Haufen aus entwurzelten Bäumen liegen am Straßenrand.

Die Auswirkungen auf den Chalumbin-Wald sind weitaus schwerwiegender. Es grenzt an das Weltkulturerbe Wet Tropics. Wenn ich von einem benachbarten Hügel aus auf Chalumbin blicke, wie ich es letzte Woche in Begleitung alteingesessener Besitzer getan habe, ist es unmöglich zu sagen, wo die Grenze verläuft. Der dichte Tropenwald erstreckt sich soweit das Auge reicht und in der Mitte liegen die Bergrücken, auf denen 86 Windräder errichtet werden.

 

Der Wald ist die Heimat gefährdeter einheimischer Arten, darunter der Riesengleitbeutler und der Prächtige Brutfrosch. Es ist das Jagdrevier für den Roten Habicht, einen der seltensten Raubvögel Australiens. Ihre Flugrouten und die unglückliche Angewohnheit, in Richtung Hügel zu fliegen, um einen größeren Auftrieb zu erzielen, machen sie besonders anfällig für Verletzungen durch Windräder.

Tim Nevard, außerordentlicher Professor am Cairns Institute der James Cook University, bezeichnet den Antrag, auf dem Gelände Windräder zu bauen, als lächerlich. „Sobald man anfängt, einen solchen Lebensraum zu zerstören, ist er weg und man kann ihn nicht ersetzen, egal wie man sich bemüht“, sagte er. „Biodiversität darf nicht zerstört werden, um [angeblich] den Klimawandel zu stoppen.“

Eine indigene Landnutzungsvereinbarung mit der Wabubadda Aboriginal Corporation, der eingetragenen Native Title Body Corporate, verdeutlicht den Mangel an verantwortungsvoller Vertretung der Ältesten der Aborigines.

Der Chalumbin-Wald ist das Land des Jirrbal-Volkes, das seit Tausenden von Jahren den Regenwald und die Küstenregionen im hohen Norden von Queensland bewohnt. Sie haben eine starke spirituelle Verbindung zum Land, die sich in ihren Traumgeschichten, Schöpfungsmythen und Ritualen widerspiegelt, die über Generationen weitergegeben werden.

Georgina Weiden, eine Jirrbal-Frau, brach letzte Woche in Tränen aus, als sie über Chalumbin sprach. „Eine meiner Großmütter wurde am Grund der Schlucht geboren“, sagte sie. „Diese Wasserstraßen dienten der Initiation und Geburt. Daraus entsteht für uns das Leben.“

Der Bau auf einem so steilen und unzugänglichen Gelände ist ein großer Eingriff. Dafür ist der Bau von mehr als 100 Kilometern neuer Straßen mit einer Breite von fünf bis sieben Metern erforderlich, die durch unberührte einheimische Wälder führen.

Mit freundlicher Genehmigung von stopthesethings, new-turbines-north-queensland-2

Es sind Dynamit- und Gesteinsbohrungen erforderlich, um die Hügel zu überwinden und Straßen mit geringem Gefälle zu bauen, damit 86 Meter lange Windrad-Flügel von zwei Lastwagen den Hang hinaufbefördert werden können.

Wenn Chalumbin genug Strom produzieren würde, um 320.000 Haushalte zu versorgen, wie es in der Hochglanzbroschüre des Unternehmens behauptet, könnten wir in etwas, das wie ein Akt völligen Wahnsinns aussieht, ein wenig Methode erkennen. Damit wäre jede bewohnte Wohnung nördlich von Mackay problemlos versorgt und es wäre nicht mehr nötig, weitere dieser Gräueltaten zu errichten. Es wäre nicht nötig, mit der Entwicklung des Upper-Burdekin Windparks fortzufahren, der Hunderte Hektar Koala-Lebensraum bedroht. Die umweltsensible Entwicklung von Lotus Creek könnte abgesagt werden. Kaban und das Turbinenprojekt Mount Emerald in der Nähe von Atherton könnten abgerissen und die Landschaft saniert werden.

Wir wissen jedoch, dass diese Zahlen auf der völlig lächerlichen Annahme basieren, dass die Windräder 24 Stunden am Tag und noch länger mit voller Leistung laufen. Ebenso wie die Behauptung, dass der Chalumbin-Windpark während der 30-jährigen Existenz des Kraftwerks 17 Millionen Tonnen Kohlenstoffemissionen vermeiden wird. Ein 1200 Hektar großer feuchter Sklerophyllwald speichert zwischen der zwei- und zwanzigfachen Menge an Kohlenstoff und nimmt jedes Jahr mehr davon auf.

Was nach 30 Jahren passiert, ist unklar. Aber es gibt einen Hinweis in Kidner’s Quarry, etwa 15 km nördlich. Mehrere Dutzend abgenutzte 20-Meter-Windflügel, die aus dem 23 Jahre alten Windpark Windy Hill entfernt wurden, wurden in eine offene Grube geworfen. Es ist unklar, wie lange sie dort liegen und ob es Pläne gibt, sie an einen anderen Ort zu verlegen. Es ist nur ein weiteres schmutziges Geheimnis im Bereich der sauberen Energie.

Nick Cater is senior fellow at the Menzies Research Centre.
The Australian

 

https://stopthesethings.com/2023/08/06/habitual-habitat-destruction-wind-industry-wiping-out-vast-tracts-of-virgin-rainforest/

Übersetzt durch Andreas Demmig

 




Scheuklappen und Landeklappen – Annalena auf dem Weg nach Fidschi

von Hans Hofmann-Reinecke

Um es vorweg zu nehmen, hier soll keineswegs die Sinnhaftigkeit der Reisetätigkeit einer Außenministerin in Frage gestellt werden, denn sie fliegt ja nur zum Wohle des deutschen Volkes um die Welt. Dafür müssen Umwelt und Steuerzahler die eine oder andere Kröte schlucken. So etwa auf dem Flug Richtung Australien zu Beginn dieser Woche. Da wurden größere Mengen Treibstoffs in die Luft abgelassen. Mußte das denn sein?

Oben schnell und unten langsam

Wenn die Strömung der Luft um ein Flugzeug herum genügend Auftrieb erzeugt, um sein Gewicht zu tragen, dann fliegen wir. Dieser Auftrieb hängt hauptsächlich von Größe und Gestalt der Tragflächen ab, und er nimmt mit dem Quadrat der Geschwindigkeit zu. Dreifache Geschwindigkeit heißt also neunfacher Auftrieb – ceteris paribus.

Im Reiseflug soll ein Flieger schnell sein, etwa 870 km/h; am Boden, bei Start und Landung aber möglichst langsam – sagen wir ein Drittel davon, also 290 km/h. Der Auftrieb wäre bei dieser Geschwindigkeit aber nur noch 1/9 = 11% des Auftriebs im Reiseflug – und beides mal soll der ganze Flieger in der Luft bleiben?

Das funktioniert nur deshalb, weil die Luft am Boden etwa viermal so dicht ist wie oben, weil der Pilot die Nase des Fliegers bei Start und Landung nach oben nimmt, und weil Auftriebshilfen, vulgo „Landeklappen“, ausgefahren werden, die für zusätzlichen Auftrieb sorgen – aber auch für mehr Luftwiderstand.

Landeklappen auch zum Start

Besagte Auftriebshilfen sind auch beim Start nötig, denn auch da ist das Flugzeug ja noch langsam. Wenn es dann aber auf Strecke geht, dann sind die Dinger hinderlich, weil sie enorm bremsen. Deswegen fährt sie der Pilot nach dem Abheben schrittweise wieder ein, was für den Passagier durch ein gesundes Surren bemerkbar wird, und im Cockpit durch eine Anzeige.

Falls das Surren ausbleibt, dann haben wir Pech gehabt – keine Chance den Flug fortzusetzen, man würde das Ziel niemals erreichen, weil die Klappen zu sehr bremsen. Man kehrt also zum Ausgangsort zurück. Da aber – aus diversen Gründen – das maximal zulässige Abfluggewicht deutlich über dem maximalen Landegewicht liegt, ist die mit Sprit vollgepumpte Maschine jetzt zu schwer. Um das zu korrigieren wirft man nicht etwa Passagiere oder Gepäck ab, sondern Treibstoff.

Im Fall von Annalenas Flug waren das, nach Presseberichten, 80 Tonnen. Und das sogar zwei Mal, denn die Reparatur nach der ersten abgebrochenen Reise war erfolglos! Zweimal hintereinander dasselbe Spektakel, welches so manchem Flieger in seiner ganzen Karriere kein einziges Mal passiert.

Teurer Regen

Da wurden dann also aus ca. 2.000 m Höhe 2 x 80 Tonnen Kerosin abgeworfen, die in der Luft evaporierten, also nicht als Regen unten ankamen, die aber letztlich ihren Weg finden werden, um sich in CO2 und H2O zu verwandeln.

Der Preis pro Tonne für die Airline – in diesem Fall die Bundeswehr – beträgt ca. $600. In diesem Fall wurden also gerade mal

2 x 80 t x 600 $/t $100.000 ≈ €100.000

In die Luft gepustet. Dafür muß dann ein braver Arbeiter zehn Jahre lang seine Steuern abdrücken. So geht Gerechtigkeit.

Und noch etwas: Besagte 160 t Kerosin sind umgerechnet etwa 200.000 Liter. Ein sparsamer Dieselfahrer käme damit drei Millionen Kilometer weit, und 200 sparsame Dieselfahrer könnten damit ihren Jahresbedarf decken, bzw. sie müßten vom Auto aufs Lastenfahrrad umsteigen, um Annalenas Flugpannen klimamäßig zu kompensieren.

Das ist nicht schön. Aber man hat uns ja freundlicher Weise Scheuklappen verpaßt, damit wir all das Leid nicht sehen müssen.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.