EIKE diskutiert: Brennen Wälder wegen „Dürre“ und „Hitze“ schneller?

von AR Göhring

Seit Jahren behaupten PIK(etc.)-Forscher und ihre Medien, daß bei Dürre und hohen Temperaturen Wald- und Buschbände häufiger würden. Stimmt das – kann es überhaupt so stimmen? Diese Frage muß man stellen, weil die Vorhersagen eben nicht wie „die Faust aufs Auge“ passen, wie Mojib Latif bei Lanz vor einigen Wochen behauptete.

Kritiker, wie einige EIKE-Leser, argumentieren,

Waldbrände entstehen durch Brandstiftung; beabsichtigt oder unbeabsichtigt, da die Selbstentzündung erst bei 259/300 Grad geschieht. + Blitze und Gewitter…

Wir spielen hier mal den Advocatus diaboli und behaupten: Durch Hitze wird es trockener – vor allem totes Unterholz verliert alles Wasser und brennt wie Zunder durch Blitze, Feuerzeug, Schischa (wie bei DD, Elbsandsteingebirge 2022). Jeder Gartenbesitzer weiß, daß lebendes oder frisches Holz kaum entzündbar ist – und dann qualmt wie eine alte Lokomotive. Erst nach rund zwei Jahren Trockung brennt es flott und rauchschwach.

Frage: Werden die zwei Jahre durch heiße dürre Sommer verkürzt? Diskutieren Sie mit!

Da EIKE-Leser Gartenbesitzer, Ingenieure Techniker und Pragmatiker sind, ist die beste gemeinschaftliche Antwort zu erwarten.




Shell wusste es? Nein (Ausreißer-Klimavorhersage übertrieben)

Robert Bradley Jr., MasterResource

„Shell, ExxonMobil und andere Unternehmen sollten sich gegen diese leichtfertigen Klagen gegen fossile Brennstoffe wehren, die eher eine Klage gegen die hochenergetische Zivilisation als gegen die Beklagten darstellen. Die Kläger sollten dazu verurteilt werden, alle Gerichtskosten sowie die Opportunitätskosten für das Unternehmen zu tragen, das den Prozess führen muss, anstatt Energie für die Massen zu finden.“

Ein DeSmog-Artikel von Matthew Green, „Lost Decade: How Shell Downplayed Early Warnings Over Climate Change„, berichtet über eine rauchende Waffe, die eher einer zerbrochenen, weggeworfenen Wasserpistole gleicht.

„Neu entdeckte Dokumente aus den 1970er und frühen 80er Jahren zeigen, dass Shell mehr über den ‚Treibhauseffekt‘ wusste, als es in der Öffentlichkeit preisgab“, lautet der Untertitel. Weiter liest man in dem Artikel:

In einer vertraulichen Shell-Veröffentlichung vom Oktober 1989 mit dem Titel „SCENARIOS 1989 – 2010“ wird ein Szenario des „globalen Merkantilismus“ mit hohen Emissionen skizziert, bei dem die globalen Durchschnittstemperaturen um „deutlich mehr“ als 1,5 Grad Celsius steigen. Der Bericht warnte, dass „viele Baum-, Pflanzen-, Tier- und Insektenarten nicht in der Lage wären, sich weiter zu entwickeln und anzupassen.“

Vorhersage: 1989 – 2020

Das war für das Jahr 2050; die kurzfristige Vorhersage (gemäß dem Titel der Studie) bezog sich auf 30 Jahre und endete im Jahr 2020. Und die Ergebnisse liegen vor, die DeSmogs Darstellung entkräften und den Standpunkt der „Skeptiker“ in Bezug auf globale laue Erwärmung gegenüber „zu heißen“ Klimamodellen bekräftigen.

Der Umweltbericht von Shell begann mit der Feststellung, dass die „neue“ Theorie „die Möglichkeit aufzeigt, dass die globalen Temperaturen aufgrund zunehmender Konzentrationen von Treibhausgasen in der Atmosphäre, insbesondere von CO₂, ansteigen könnten“. Alarmierend? Nein. Vollständig? Wohl kaum. In der Studie wurden die CO₂-Düngung und die Vorteile der Erwärmung, ob anthropogen oder nicht, nicht berücksichtigt. Das war CO₂-Alarmismus, bevor die Welt so etwas kannte.

„Die konventionelle und wahrscheinlich konservative Weisheit“, so Shells ein halbes Jahrhundert alte Studie, „besagt, dass die globale Temperatur in den nächsten 30 Jahren aufgrund der bereits eingetretenen CO₂-Konzentrationserhöhungen zwischen 0,5 und 1,5 °C steigen wird. Somit würde jeder atmosphärische Anstieg im Prognosezeitraum (der sich als 17 Prozent herausstellte) die Temperaturspanne vergrößern.

Geht man von der Mitte aus, so lag der Temperaturanstieg im Jahr 2010 (unter der Annahme, dass er vollständig anthropogen und nicht natürlich ist) am unteren Ende der Spanne, nämlich bei 0,5 °C, also bei weniger als der Hälfte des prognostizierten Mittelwerts von 1,0 °C. {Anmerkung: Der globale Temperaturanstieg seit 1880 wird auf 1°C geschätzt.}

Shells Temperaturvorhersage war deutlich zu hoch angesetzt, nicht anders als die Temperaturvorhersage im Zusammenhang mit James Hansens historischer Klimaaussage Mitte 1988.

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Vorhersage 1980 – 2050

Das war für das Jahr 2020, den Halbzeitpunkt der zweiten Vorhersage. Für das Jahr 2050 haben die Autoren der Shell-Studie (nicht das Unternehmen!) einen drastischen Schnitt gemacht. Wie von DeSmog zusammengefasst:

Am deutlichsten wurde die Studie jedoch bei den Auswirkungen auf die Menschen. Die Veränderungen würden sich jedoch am stärksten auf den Menschen auswirken [sic]. In früheren Zeiten konnte der Mensch mit seinen Füßen reagieren. Heute gibt es keinen Platz mehr, wo man hingehen kann, weil die Menschen bereits dort stehen. Vielleicht könnten die Menschen in den Industrieländern einen Anstieg des Meeresspiegels verkraften (das niederländische Beispiel), aber für arme Länder sind solche Schutzmaßnahmen nicht möglich. Das potenzielle Flüchtlingsproblem im GLOBALEN MERKANTILISMUS könnte ein noch nie dagewesenes Ausmaß annehmen. Afrikaner würden nach Europa drängen, Chinesen in die Sowjetunion, Lateiner in die Vereinigten Staaten, Indonesier nach Australien. Grenzen würden wenig zählen – sie würden von der Masse überwältigt. Konflikte würden sich häufen.

Die Zivilisation könnte sich als eine zerbrechliche Sache erweisen.

Schlussfolgerung

Unvoreingenommene Beobachter werden DeSmogs Versuch, mit Shell eine „ExxonKnew“-Geschichte abzuziehen, sofort durchschauen. (Die Exxon-Geschichte lässt sich aus mehreren Gründen leicht widerlegen.) Shell, ExxonMobil und andere Unternehmen sollten sich gegen diese leichtfertigen Klagen gegen fossile Brennstoffe wehren, die sich eher gegen die hochenergetische Zivilisation als gegen die Beklagten richten. Die Kläger sollten dazu verurteilt werden, alle Gerichtskosten sowie die Opportunitätskosten zu tragen, die dem Unternehmen dadurch entstehen, dass es prozessiert, anstatt Energie für die Massen zu finden.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/07/20/shell-knew-no-outlier-climate-prediction-exaggerated/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Nobelpreisträger zum Schweigen gebracht

CO2Coalition

Der Nobelpreisträger (Physik 2022) Dr. John Clauser sollte am Donnerstag vor dem IWF ein Seminar über Klimamodelle halten, und nun wurde er ausgeladen und sein Vortrag kurzerhand abgesagt. Laut einer E-Mail, die er gestern Abend erhalten hat, hat der Direktor des Unabhängigen Evaluierungsbüros des Internationalen Währungsfonds Pablo Moreno den Flyer für John Clausers Vortrag am 25. Juli gelesen und den Vortrag kurzerhand und sofort abgesagt. Technisch gesehen wurde er „verschoben“.

Dr. Clauser hatte zuvor die Verleihung des Nobelpreises 2021 für seine Arbeit an der Entwicklung von Computermodellen zur Vorhersage der globalen Erwärmung kritisiert und Präsident Biden gesagt, dass er mit seiner Klimapolitik nicht einverstanden sei. Dr. Clauser hat ein Klimamodell entwickelt, das die bestehenden Modelle um einen neuen, signifikanten Prozess erweitert. Dieser Prozess betrifft das sichtbare Licht, das von Kumuluswolken reflektiert wird, die im Durchschnitt die Hälfte der Erde bedecken. Bestehende Modelle unterschätzen diese Wolkenrückkopplung, die eine sehr starke, dominante thermostatische Kontrolle der Erdtemperatur darstellt, erheblich.

Kürzlich sprach er auf der Korea Quantum Conference, wo er erklärte: „Ich glaube nicht, dass es eine Klimakrise gibt“ und äußerte seine Überzeugung, dass „Schlüsselprozesse um das 200-fache übertrieben und missverstanden werden.“ Dr. Clauser, der als Skeptiker des Klimawandels bekannt ist, wurde letzten Monat auch Mitglied des Vorstands der CO2Coalition, einer Organisation, welche die Ansicht vertritt, dass Kohlendioxid-Emissionen für das Leben auf der Erde von Vorteil sind.

Link: https://co2coalition.org/news/nobel-laureate-silenced/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Prof. Dr. Quaschning ist nun auch noch Klimaforscher und lässt bei Servus tv Klartext alles weg, was seine Propaganda stören könnte.

von Michael Limburg

Am 19.07.23 strahlte die österreichische Servus.tv ihr immer beliebter werdendes Streitgespräch „Klartext“ aus Berlin aus. Darin treffen zwei Teilnehmer konträrer Meinung zu einem interessanten Thema aufeinander und tauschen diese aus. Der Moderator David Rohde tut seinen Job und hält die Diskussion moderat, versucht sie zu lenken und fragt dazu – manchmal etwas provokant- die Unterthemen nacheinander ab. Gegenüber den bewährten Einheitsbrei – Einheitsmeinungs – Talkshows der ÖR Sender ein erfrischendes neues Format, dass es lohnt angeschaut zu werden. Diesmal waren – wie sollte es anders sein- die gerade vergangenen heißen Tage Anlass die Frage zu diskutieren : Zu heiß, zu trocken – Klimahysterie oder einfach Sommer?

Als Teilnehmer waren zugegen Prof. Dr. Volker Quaschning und Frau Antje Hermenau, ehemalige Grüne und Abgeordnete der Grünen im Deutschen Bundestag. Vorgestellt wurde Quaschning als „Klimaprofessor und Klimaexperte, …der seit 30 Jahren zum Klimawandel forscht“ und dem auch nicht widersprach, und Frau Hermenau .. als Exgrüne, die heute gefragte Beraterin sei und den Politikern …sehr und scharfzüngig auf die Finger schaue. Sie halte die angekündigte Klimakatastrophe – so wurde Quaschning zitiert – für reinen Katastrophismus. Nun ist Quaschning, auch nach eigener Einschätzung, alles mögliche, nur kein Klimaforscher. Immerhin hat er den ehrbaren Beruf des akademischen Ingenieurs erlernt, und ist Professor am Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin, wie aus seinem Lebenslauf hervorgeht, und zudem ist er fleißiger Blogger, Propagandist der Klimakatastrophe und auch sonst ein Hans Dampf in allen Gassen, solange es um die Verbreitung der Idee von der Klimakatastrophe geht.

So fing es also an. Ein Klimaforscher, der keiner ist, traf auf eine Expolitikerin der Grünen, die keine mehr ist, aber mit Firmen – und Politikberatung jetzt ihren Lebensunterhalt verdient.

Eine interessante, etwas irritierende Mischung,

Um es vorwegzusagen. Frau Hermenau machte Ihren Job sehr gut. Sie ließ sich nicht von Quaschning provozieren, sondern konterte seine, zum Teil ebenso irrwitzigen, wie ehrrührigen Herabwürdigungen der Leute, die eine Klimakatastrophe weit und breit nicht sehen können, mit klaren Fakten, wie bspw. mit Nennung des Physikers und Nobelpreisträgers John Clauser, der sich unlängst deutlich gegen die Idee einer nahenden Klimakatastrophe ausgesprochen hatte.

Aber darum soll es jetzt hier nicht gehen, sondern darum, was Quaschning alles so zum Besten gab, und sich dabei immer und immer wieder den Deckmantel des Wissenschaftlers umhing, in dem er immer wieder darauf bestand, dass er und seine vielen Kollegen rein wissenschaftlich argumentieren würden, alles ganz klar und seit über 100 Jahren geklärt sei, dabei aber – und das wurde im Verlauf des Gespräches immer deutlicher, so zumindest meine belegbare Meinung – fast ausschließlich grüne Propaganda von sich gab. Fakten spielten bei ihm nur eine Rolle, solange sie in seine grüne Katastrophenpropaganda passten. Und wenn sie nicht passten, wurden sie passend gemacht.

Das veranlasste mich der Senderleitung die folgende email zu schreiben.

Sehr geehrte Leitung der Redaktion Klartext.

Ihre Sendung vom 19.7.23 mit dem Titel „Zu heiß, zu trocken – Klimahysterie oder einfach Sommer?“ veranlasst mich Ihnen diese eMail zu schicken.

Zunächst mal danke ich Ihnen, dass sie die bisher wenigen warmen Tage dieses Sommers zum Anlass nahmen, nicht wie fast alle anderen Medien in den allgemeinen Klimakatastrophengesang einzustimmen, sondern zumindest versuchten die jüngsten warmen Tage auch kontrovers zu diskutieren. Dazu luden Sie Frau Antje Hermenau und Herrn Prof. Volker Quaschning als Diskussionsteilnehmer ein.

Quaschning ist Professor für Fachgebiet Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin, wurde von Ihnen aber als Klimaexperte eingeführt der „.. seit über 30 Jahren zum Klima forsche“, und der Ihnen darin auch nicht widersprach, was er locker hätte tun können.

Er ist also kein Klimaforscher, auch wenn er andauernd aufgeregt und vielfach die Fahne des Klimakatastrophismus schwingt. Das aber ist es nicht, was ich hier als Kritik anmerken möchte, sondern der Umstand den Herr Rohde in seiner Moderation erwähnte. Er sagte nämlich sinngemäß, dass „Klimaforscher“ Quaschning sein Erscheinen davon abhängig gemacht hatte, ob Menschen, die den menschgemachten Klimawandel „leugnen“ würden, eingeladen seien, oder nicht. (ca. Minute 12.) Nun ist das ein alter Bauernfängertrick, den nicht nur Quaschning anwendet, sondern so gut wie alle seine offiziellen, aber wirklichen Klimaforscherkollegen auch. Sie verweigern jede öffentliche Diskussion mit Leuten die Ahnung haben, aber anderer Meinung sind als sie. Offiziell um den „Leugnern“ kein Podium zu bieten, in Wahrheit aber, um nicht auf kompetente Leute zu treffen, die ihre oft kruden Behauptungen als das entlarven würden, was sie fast ausschließlich sind: Reine Zweckbehauptungen ohne jeden naturwissenschaftlichen Beleg, allein zu dem Zweck erdacht, ihre grüne Agenda voranzutreiben. Ich werde im Folgenden einige Beispiele nennen.

Offensichtlich aber hatte Quaschning Frau Hermenau wohl falsch eingeschätzt, denn obwohl sie ihm durchaus und gut begründet einige seiner Behauptungen widerlegen konnte, war er gnädigerweise erschienen. Doch es hätte auch anders kommen können, und das zeigt das Problem. Wenn selbst bei privaten Sendern wie Servus.tv das Junktim dieser Leute akzeptiert wird, nur ihnen genehme, weil in der Kompetenz unterlegene Gesprächsteilnehmer eingeladen werden, dann wird das Publikum weiterhin belogen werden. Und bevor sie damit kommen: Ein Prof. Vahrenholt macht noch keinen Sommer.

Ein EIKE Experte, in Gestalt des Autors dieser Zeilen, war zuletzt und nur damals im Januar 2019 – also vor mehr als 4 Jahren- Gast in Ihrer Sendung Talk im Hangar 7. Seitdem nimmermehr. Warum?

Vielleicht weil auch Sie Berührungsängste, ja vielleicht vor Kontaktschuld haben? Das wäre mehr als enttäuschend und würde Ihrem Auftrag wie auch Selbstverständnis nicht gerecht Und Ihrem Publikum erst recht nicht. Denn gerade die Äußerungen von Quaschning zeigen exemplarisch, dass, wenn sich diese Leute sicher sind keinen kompetenten Widerspruch befürchten zu müssen, sie dann ungehemmt jede Falschbehauptung, jede Halbwahrheit, jede selektive Auswahl von Argumenten von sich geben werden, in der sicheren Erwartung dass irgendwas davon schon unwidersprochen hängen bleiben wird.

Lassen Sie mich das an einigen Beispielen zeigen.

So behauptet Quaschning, die AfD hätte den wissenschaftlichen Dienst des Deutschen Bundestages gebeten zu klären, was es mit den 97 % Zustimmung „der Wissenschaft“ zum Menschen als Hauptursache des Klimawandels auf sich hätte. Und der hätte der AfD gezeigt, dass es nicht nur 97 % sondern sogar 99 % seien. Soweit Quaschning. Doch das ist falsch. Die AfD hat die Bundesregierung in einer kleinen Anfrage gefragt, welche Belege sie für Ihre Behauptung von 97 % der Wissenschaft etc. habe. Der Wissenschaftliche Dienst war gar nicht involviert. Und die Bundesregierung hat in ihrer Antwort die Studien von einem James Powell genannt, der sogar 99,94 % Zustimmung herausgefunden haben wollte. Daher kommen wohl Quaschnings 99 %. Nur hat er sich – anders als ein echter Wissenschaftler es tun würde, und anders als der Autor dieser Zeilen, wie auch andere echte Wissenschaftler– niemals diese Studien des James Powell angesehen. Hätte er es getan, wäre ihm aufgefallen welchen statistischen Nonsens dieser Mann von sich gegeben hat. Powell hat nämlich nur die Abstracts von rd. 50.000 Studien (und das sogar in 2 Studien, die sich wie Zwillinge gleichen), nicht Wissenschaftler, untersucht, die sich in irgendeiner Art und Weise mit dem Klimawandel beschäftigen, sondern sie allein daraufhin untersucht, ob in ihnen das Wort „reject“ vorkommt. Kommt es vor, dann so Powells Schlussfolgerung, lehnt der Autor die Idee vom menschgemachten Klimawandel ab. Und das Wörtchen „reject“ kam in nur 0, 04 % der Studien vor. Das war der „Beweis“, auch des „Wissenschaftlers“ Quaschning.

Auch bei den 97 %, die seit langem durch die Medien geistern und die Quaschning auch erwähnte sieht es keinen Deut besser aus. Details dazu hier. Statistikschrott, nichts als Statistikschrott.

Ein weiteres Cherrypicking des Quaschning zeigte sich bei der Behandlung von Alternativen zur Stromerzeugung, bspw. durch Abscheidung des CO2 aus den Abgasen der fossilen Kraftwerke, genannt Carbon Capturing and Storage (CCS) . Frau Hermenau sprach diese weltweit in Einführung befindlich Technik an. Quaschning verurteilte diese Technik wortreich als viel zu teuer, vergaß aber hinzufügen, um wieviel sie denn die Stromproduktion verteuere. Der damalige Chef der Siemens Kraftwerkssparte nannte anlässlich eines Energiedialoges, den die Fraktion der CDU/CSU 2012 oder 2013 im deutschen Bundestag veranstaltete, die Zahl von 1 ct/kWh. Im Falle der deutschen Kohleverstromung also eine Steigerung von 3 ct/kWh auf 4 ct/kWh. Und das sei teuer, denn immerhin stiege dann der Abgabepreis um 1/3. Und das ist auch teuer, allerdings nur wenn man die Umstände von damals zugrunde legt. Heute wäre das billig, denn politisch verordneter Kohleausstieg, Brennstoffverknappung, CO2 Abgaben, Netzentgelt etc. etc. verteuern den Strom noch viel, viel mehr. Und der von Quaschning so hoch gelobte Flatterstrom ist auch nicht unter 8,4 ct/kWh zu bekommen, wie uns Statista wissen lässt. Das ist mehr als das doppelte des schon durch CCS verteuerten Strompreises.

Und auch bei der Kernkraft betrieb Quaschning wortreich selektive Information, in dem er auch diese als viel zu teuer abqualifizierte. Als Beispiel nannte er das neue britische Kernkraftwerk Hinkley Point, dessen Betreiber einen garantierten Preis von 10 ct/kWh bekämen. Er vergaß aber zu erwähnen, dass besondere Umstände dazu geführt hatten, dass die Briten diesen Preis zahlen mussten, nämlich weil nur die Chinesen und sonst niemand unter den britischen miserablen Rahmenbedingungen, die britische Regierung war so grün irre wie die unsrige, das Kernkraftwerk finanzieren wollten. Also friß oder stirb Vogel, sagten die Chinesen, und zogen die Briten kräftig ab. Quaschning vergaß auch das vor wenigen Monaten in Betrieb gegangene finnische Kernkraftwerk in Olkiluoto zu erwähnen, dessen Stromeinspeisung zu einer noch nie dagewesenen Senkung des Strompreises um glatte 75 % führte.

Und, und, und.

Ich könnte Ihnen jetzt noch viele andere Beispiele für die tlw. falschen, immer aber selektiv verwendete Argumente des „Klimaexperten“ Quaschning nennen (bspw. den Quatsch mit der Bodentemperatur von 60 °, was zu einer „Sterilisierung des Bodens“ für die Landwirtschaft führen würde), will es aber bei dieser Kritik bewenden lassen.

Sie sollte Ihnen vor Augen führen, dass besonders beim so wichtigen Klimathema, bei der Auswahl der Gesprächsteilnehmer eine besondere Verantwortung auf Sie zukommt. Mit Quaschning haben Sie sich keinen Gefallen getan, es sei denn Sie wollten ihn vielleicht als unwissenden Quatschkopf vorführen. Sollte das der Fall gewesen sein, so ist Ihnen das meiner Meinung nach gelungen. Das, jedenfalls, ist meine gut begründete Meinung

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
http://www.eike-klima-energie.eu/

 




Zentralengland und Deutschland im Vergleich – wie entwickelten sich die Niederschläge und Temperaturen im Sommer?

Stefan Kämpfe

Neulich wurde hier über das Verhalten der Flächenmittel von Zentralengland und Deutschland, bezogen auf das Jahr, berichtet. Aktuell haben wir Sommer, also soll diese Jahreszeit nun näher betrachtet werden. Reichlich einhundert Jahre lang galt trotz leichter Schwankungen: Deutschland war (wegen der Mittel- und Hochgebirge sowie intensiverer Konvektion) niederschlagsreicher und wegen seines kontinentaleren Klimas im Sommer deutlich wärmer als Zentralengland. Neuerdings scheint sich dieser sommerliche Temperaturvorsprung noch weiter zu vergrößern.

Einführung

Weil halbwegs brauchbare Flächenmittel des Niederschlages in Deutschland nur seit 1881 vorliegen, beginnen die Betrachtungen mit diesem Jahr und reichen bis 2022. Selbiges gilt für die Temperatur-Flächenmittel (in Zentralengland reichen die Niederschlagsmittel bis 1873 und die der Lufttemperatur, freilich mit starken Qualitätseinschränkungen, bis 1659 zurück). Die Betrachtungen dieses Beitrages gelten dem Sommer; Arbeiten zu den übrigen Jahreszeiten sind für weitere Folgen geplant.

Die Niederschlagsverhältnisse

Um es vorweg zu nehmen: Die sommerlichen Niederschläge beider Reihen veränderten sich nur unwesentlich; die in der Klimadiskussion so oft kolportierten Dürren sind kaum zu erkennen und ohnehin räumlich-zeitlich meist eng begrenzt; das wird auch im noch nicht mitbetrachteten Sommer 2023 so sein. Daher beginnen wir gleich mit der Differenzreihe, bei welcher die Sommerniederschläge Deutschlands (DWD) von denen Zentralenglands (CEP) subtrahiert wurden.

Abbildung 1: Langfristig fast konstante sommerliche Niederschlagsdifferenzen zwischen Zentralengland und Deutschland.

Nun wissen wir alle um die merkliche, sprunghafte Klimaänderung, welche Ende der 1980er Jahre einsetzte und dass seit dieser Zeit die erwärmend wirkenden S- und SW-Lagen wegen der AMO-Warmphase merklich häufiger wurden. Diese seit nun dreieinhalb Jahrzehnten andauernde „Kleine Warmzeit“ manifestierte sich bislang aber auch noch nicht in einer dramatischen Änderung der Niederschlagsverhältnisse zwischen Zentralengland und Deutschland; auch wenn Letzteres neuerdings zu etwas trockeneren Sommern zu neigen scheint.

Abbildung 2: Seit 1988 wurde Zentralengland im Sommer unwesentlich feuchter, Deutschland etwas trockener; signifikant sind diese Trends aber bislang nicht.

Die Temperaturen

Hier lohnt eine etwas genauere Betrachtung. Bis in die späten 1980er Jahre erwärmten sich nämlich beide Reihen nur unwesentlich, und der Abstand zwischen ihnen blieb annähernd gleich. Aber ab den späten 1980er Jahren scheint sich Deutschland viel stärker zu erwärmen.

Abbildungen 3a und 3b: Oben (3a) die lineare Temperaturentwicklung beider Reihen nur bis 1987; unten (3b) die Gleitenden Mittel mit Gesamtzeitraum. Man achte auf das starke Davoneilen Deutschlands, besonders ab etwa den frühen 2000er Jahren!

Um die aktuelle Entwicklung zu verdeutlichen, wird zuletzt nur der Zeitraum ab dem Jahre 2000 betrachtet; außerdem unter Einbeziehung einer Einzelstation in Mittelschweden.

Abbildung 4: Sommerliche Temperaturentwicklung seit dem Jahre 2000 in Deutschland (orange, oben) Zentralengland (violett, Mitte) und an der Einzelstation Östersund-Froson in Mittelschweden am Ostabhang des Skandinavischen Gebirges (unten), jeweils mit Lineartrend. Der Betrachtungszeitraum ist mit 23 Jahren noch recht kurz für statistisch gesicherte Aussagen und Östersund nur eine Einzelstation, aber auch im hier noch nicht enthaltenen Sommer 2023 scheint sich Folgendes zu bestätigen: (Noch) erwärmen sich die deutschen Sommer, die in Mittelengland kaum, die in Östersund überhaupt nicht.

KOWATSCH/BARITZ/KÄMPFE hatten in ihrem kürzlich erschienenen Beitrag schon auf mögliche Ursachen der starken sommerlichen Erwärmung in Deutschland hingewiesen; die weitere Entwicklung wird zu beobachten sein.

Stefan Kämpfe, Diplomagraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher