Weltklimarat: Unfehlbare Klimaforscher (?)*

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Wolfgang Kaufmann*

Wissenschaftler zweifeln am Dogma von der Erderwärmung, das nur von einer Minderheit vertreten wird.

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Die Aufgabe des von den Vereinten Nationen eingerichteten Weltklimarats (IPCC) ist es, den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Thema Klimawandel zusammenzufassen und den Regierungen weltweit Entscheidungsgrundlagen zu liefern. Seine Sachstands- oder Sonderberichte gelten als „Goldstandard der Klimaforschung“ – nicht zuletzt, weil sie angeblich die Auffassung der überwiegenden Mehrzahl der Klimawissenschaftler wiedergeben.

Tatsächlich jedoch haben sich mittlerweile viele renommierte Experten vom IPCC abgewandt.

Deshalb kann keine Rede davon sein, dass Konsens in der Frage des angeblich vom Menschen verursachten Klimawandels beziehungsweise der behaupteten Erderwärmung herrscht. Das zeigt nun auch eine Aufstellung des Internetportals „Electroverse“, die kritische Aussagen von 46 prominenten Klimaforschern von dem US-Geographen Robert Balling bis zu dem spanischen Paläoklimatologen Eduardo Zorita über die Arbeit des Weltklimarats präsentiert.

Viele Experten monieren, dass der Ausschuss „zu politisch geworden“ und von „grünen Aktivisten“ unterwandert sei. Daraus resultiere die Herausgabe von Erklärungen zum Klimawandel, die man nur noch als „inszenierte Litanei von Lügen bezeichnen könne“, deren Zweck darin bestehe, die Öffentlichkeit zu täuschen und Lobbyarbeit zugunsten jener Industriezweige und Gruppierungen zu betreiben, die von der „Bekämpfung des Klimawandels“ profitieren.

Der britische Mediziner Paul Reiter, dem zufolge „von Insekten übertragene Krankheiten … keine Klima-, sondern Armutskrankheiten“ darstellen, sprach in diesem Zusammenhang gar von einem „obszönen“ Vorgehen, während der US-amerikanische Atmosphärenphysiker Murry Salby sagte, er bekomme „unwillkürliche Würgereflexe“, wenn jemand behaupte, es bestünden keinerlei ernsthafte Zweifel am Klimawandel.

Sonnenaktivität wird unterschätzt

Denn die gibt es in reichlichem Maße. So verweisen die IPCC-Kritiker unter anderem darauf, dass „das globale Erwärmungsmodell des IPCC … durch die wissenschaftlichen Daten nicht gestützt“ werde, „keine signifikante Beschleunigung des Anstiegs des Meeresspiegels“ zu beobachten sei und „steigende Kohlendioxidwerte in der Luft … nicht zu einem Anstieg der globalen Temperaturen“ führten, womit die fachliche „Grundlage für die langjährige Behauptung, dass Kohlendioxid ein wichtiger Treiber des globalen Klimas ist“, fehle. Letztlich, so der US-Klimatologe John Christy, glaube die Mehrheit der am IPCC beteiligten Wissenschaftler nicht an das Dogma von der Erderwärmung. Das werde aber von einer einflussreichen Minderheit ignoriert und finde daher auch keinen angemessenen Eingang in die IPCC-Berichte.

Insofern sei die Behauptung, 2500 der weltweit führenden Wissenschaftler seien sich einig, dass menschliche Aktivitäten einen erheblichen Einfluss auf das Klima hätten, unaufrichtig. „Die tatsächliche Zahl der Wissenschaftler, die diese Behauptung unterstützen, beträgt nur ein paar Dutzend“, so der Kritiker.

Der dänische Geophysiker Eigil Friis-Christensen fügte hinzu: „Das IPCC weigert sich, die Auswirkungen der Sonne auf das Erdklima … zu betrachten. Das IPCC versteht seine Aufgabe lediglich darin, mögliche menschliche Ursachen des Klimawandels zu untersuchen.“    W.K.

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)*  Anmerkung der EIKE-Redaktion :

Dieser Aufsatz ist zuerst erschienen in der Preußischen Allgemeinen Zeitung;  30. Juni 2023, S.6; EIKE dankt der PAZ-Redaktion sowie dem Autor Wolfgang Kaufmann für die Gestattung der ungekürzten Übernahme, wie schon bei früheren Artikeln :   https://www.preussische-allgemeine.de/ ; Hervorhebungen im Text: EIKE-Redaktion.

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 Energiewende 2023: Die Logik des Mißlingens

von Hans Hofmann-Reinecke

In Deutschland war zuverlässige, unauffällige und preiswerte Stromversorgung einst Selbstverständlichkeit. Heute ist sie weder zuverlässig, noch unauffällig noch preiswert. Dass sie überhaupt noch funktioniert, das ist flexiblen und cleveren Nachbarn zu verdanken – und den deutschen Verbrauchern, die sich mit allem abfinden.

Versailles und seine Folgen

Soziologen schreiben es dem „Gesetz der unbeabsichtigten Folgen“ zu, wenn eine große Anstrengung genau das Gegenteil des gewünschten Ergebnisses bringt. Historisches Beispiel sind die drakonischen Verträge von Versailles. Durch sie wollten die Siegermächte des ersten Weltkriegs verhindern, dass Deutschland jemals wieder zu militärischer Bedeutung käme. Das war die Absicht, das Gegenteil war die Folge. Nur zwei Jahrzehnte später begann Deutschland den brutalsten Krieg aller Zeiten. Um sich aus den „Fesseln von Versailles“ zu befreien, hatte man all seine Energie in den Aufbau der Streitkräfte investiert. Die Maßnahme „Versailles“ hatte das genaue Gegenteil dessen hervorgebracht, was beabsichtigt war.

Gegenwärtig befindet sich die Welt abermals in einem Krieg, dessen Ziel jedoch nicht die Zerstörung von Lebensraum ist, sondern dessen Erhaltung. So wird jedenfalls behauptet. Der Feind ist das CO2, und alle Staaten der Erde haben sich gegen ihn verbündet. Formalisiert wurde diese Allianz durch das Pariser Abkommen von 2016. Der Einsatz, mit dem sich die einzelnen Nationen an dem Kampf beteiligen ist nun sehr unterschiedlich, doch eines ist klar: Deutschland sieht sich als Bannerträger an der Spitze einer globalen grünen Armee.

Das Atom und die Kohle

Die Regierung hat unter dem Titel „Energiewende“ einen Feldzug begonnen, der dem Feind CO2 bislang jedoch keine Verluste beibringen konnte. Insbesondere auf dem wichtigsten Schlachtfeld, der Versorgung mit elektrischer Energie, lief bisher alles schief.

Und das kam so:

Der durchschnittliche monatliche Bedarf Deutschlands liegt bei 36 000 Gigawattstunden. (Eine GWh ist das Millionenfache einer Kilowattstunde, die uns Verbrauchern eher  geläufig ist, und für die wir 30 Cent bezahlen müssen.) Der Löwenanteil dieses Bedarfs wurde und wird aus deutschen Kohlekraftwerken geliefert. Bis 2015 leisteten auch Kernkraftwerke einen Beitrag von monatlich rund 8.000 GWh, also knapp ein Viertel des Gesamtbedarfs. Diese wurden, etwa zeitgleich mit dem Pariser Abkommen, schrittweise stillgelegt. Seit April 2023 hat Deutschland keine Kernkraft mehr.

Das war eine sehr paradoxe Maßnahme, denn Kernkraft war in Deutschland die einzige wesentliche, zuverlässige und CO2-freie Energiequelle. Besagte 8.000 GWh fehlen nun in der Bilanz, und man muss Strom importieren, um die Versorgung sicherzustellen. Früher konnte man noch Strom exportieren. In der Graphik unten stellen die Balken die monatliche Bilanz seit 2015 dar: die blauen Balken Export, die roten Import. Die Zeitpunkte des Abschaltens der einzelnen KKWs sind durch schwarze Punkte dargestellt, daneben das Kürzel der jeweiligen Anlage, etwa LLI2 = Isar 2. Die dramatische Zunahme von Importen seit April 2023 ist offensichtlich.

Einer der Lieferanten ist Frankreich, aber hier ist man nicht nur glücklich über den deutschen Kunden.

Es ist ein Widerspruch, einerseits massiv französischen Atomstrom zu importieren und andererseits jeden Text und jede Gesetzgebung in der EU abzulehnen, die den Mehrwert dieser kohlenstoffarmen Energieform anerkennt“, sagt die französische Energieministerin Agnes Pannier-Runacher,

Jedes Land muss seiner Verantwortung nachkommen, die eigene Versorgung sicherzustellen und einen Beitrag zur Stabilität des europäischen Netzes zu leisten“ (Handelsblatt 6.7.23)

Was die Ministerin offensichtlich nicht weiß: Deutsche Politik  ist schon seit einiger Zeit immun gegen Argumente. Ideologie kennt keine Logik.

Wind und Sonne

Der aggressive Ausbau von Wind- und Solarkraft ist nicht die Lösung. Ihr Beitrag korreliert in keiner Weise mit dem Bedarf, und es wird immer Zeitspannen geben, in denen sie nichts liefern. Um Stromsperren oder Blackout vorzubeugen muss der Bedarf also jederzeit zu 100% durch konventionelle Kraftwerke gedeckt sein. Diese müssen rund um die Uhr im Hintergrund in Bereitschaft stehen, sei es bei uns oder bei unseren Lieferanten im Ausland. Fazit: Wind und Sonne erlauben es nicht, ein einziges konventionelles Kraftwerk stillzulegen, egal wie viele Windmühlen und Panels man noch installiert.

Die Marktpreise von Strom entwickeln sich entsprechend Angebot und Nachfrage und bei Überangebot sind sie sogar schon ins Negative gerutscht. Es ist gut vorstellbar, daß Deutschland dann für die importierte GWh 150 000 Euro zahlen muss, für den exportierten, überschüssigen Wind- und Solarstrom aber nichts bekommt, weil ihn niemand brauchen kann.

Politik und Freundschaft

Das ist keine gute Situation, und die extremen Strompreise dämpfen die Begeisterung der Bevölkerung für Energiewende und Regierung ganz erheblich. Dazu kommt die Gefahr von Stromsperren, die bislang nur verhindert werden konnten, weil energieintensive Unternehmen bereit waren, ihren Betrieb zeitweise einzustellen – allerdings für großzügige Entschädigung.

Dass dies auf die Dauer kein Rezept für Erfolg ist, das erkannte man selbst in Berlin, und so plante man den Ausbau eines neuen Standbeins: Strom aus Erdgas. Die notwendigen Kraftwerke müssen zwar noch gebaut, und das Gas muss importiert werden, aber nichts ist unmöglich, oder? Schließlich hat Russland so viel davon, daß es sogar eine Pipeline dafür nach Deutschland gebaut hat. Dazu kam diese Männerfreundschaft zwischen Kanzler Gerhard und Genossen Vladimir, und aus kommunistischen Zeiten gab es noch eine mysteriöse Allianz zwischen Putin und Merkel – was sollte da also schief gehen?

Nun, politische Freundschaften kennen keine Treue, und unsere diplomatische Geheimwaffe Annalena erklärte dann dem Kerl im Kreml kurzerhand den Krieg. Ja, und  die Gasleitung durch die Ostsee, die war auch plötzlich „offline“.

Übrigens ist Erdgas keineswegs frei von CO2: je kWh Elektrizität werden da 447 Gramm CO2 in die Luft gepustet, das ist immerhin noch mehr als die Hälfte der 798 Gramm aus Steinkohle. Gas ist also keineswegs „grün“, aber was grün ist oder nicht, das bestimmt in Deutschland nicht die Chemie, sondern die Politik.

Wie auch immer, der Ausfall der Gasimporte aus Russland dient den Regierenden jetzt dazu, die ganze Schuld für die Energie-Misere auf Putin zu schieben.

Schwarzes Gold aus Übersee

Soweit ist die Energiewende also konsequent nach dem „Gesetz der unbeabsichtigten Folgen“ verlaufen. Seit ihrem Beginn ist der Feind CO2 dank Unterstützung durch die Regierung stetig auf dem Vormarsch. Und so wie ein Feldherr nach jeder Niederlage einen neuen Sieg in Aussicht stellt, so stellen unsere politischen Strategen immer neue, noch ehrgeizigere Ziele in den Raum: bis 2030 nur noch 35% der Emissionen von 1990.

Das könnte aber schwierig werden, denn zum Ersatz von Gas und Atom setzt man jetzt ausgerechnet auf Kohle, die bekanntlich den maximalen CO2-Ausstoß hinterlässt.

Da ist einerseits die heimische Braunkohle, die jetzt wieder gefördert und verbrannt wird, aber auch Kraftwerke für Steinkohle werden reaktiviert, bisher 15 an der Zahl, und sie müssen 24 Stunden am Tag laufen.  Das modernste und sauberste dieser Sorte konnte allerdings nicht mehr wiederbelebt werden: Moorburg war 2015 ans Netz gegangen und wurde dann 2021 nicht nur stillgelegt, sondern auch gleich unbrauchbar gemacht. Es könnte heute pro Monat mehr als 1.000 GWh beisteuern, bei weniger CO2 Ausstoß als alle anderen.

Woher aber soll nun die benötigte Steinkohle kommen? Aus Übersee. Derzeit werden monatlich rund drei Millionen Tonnen importiert, die könnten um die 8.000 GWh zu unserem monatlichen Budget von 36 000 GWh beitragen. 35% davon kommen  aus USA, 25% aus Kolumbien und nochmal 25% aus Australien. Dort hin sind es gigantische Entfernungen und der Transport hat auch seinen Preis, nicht nur in Dollars sondern auch in CO2. So ein „Bulk Carrier“ bringt uns vielleicht 100 000 Tonnen Kohle, aber er verbraucht auf seiner Reise, etwa von Kolumbien, über drei Millionen Liter Schweröl; und von Australien sind es noch wesentlich mehr.

Schlimmer geht nimmer

Ziehen wir Bilanz, was die Energiewende gebracht und gekostet hat.

In Deutschland war zuverlässige, unauffällige und preiswerte Stromversorgung einst Selbstverständlichkeit. Heute ist sie weder zuverlässig, noch unauffällig noch preiswert. Dass sie überhaupt noch funktioniert, das ist flexiblen und cleveren Nachbarn zu verdanken – und den deutschen Verbrauchern, die sich mit allem abfinden.

Auf dem Weg in diese Misere wurden Industrielle Werte in astronomischer Höhe vernichtet und ebenso hohe Investitionen in Projekte getätigt, deren Nutzen und Nachhaltigkeit mehr als fraglich sind. Deutschland, einst einer der erfolgreichsten Industriestandorte weltweit, wird heute von Investoren gemieden.

Ja, und diese riesigen Frachter, die mit 100.000 Tonnen Kohle an Bord, angetrieben von zigtausend-PS-Dieselmotoren Tag und Nacht für Deutschland durch die Ozeane pflügen, die passen auch nicht gut in die idyllischen Bilder der Welt, welche die Grünen einst malten.

Das krasse Gegenteil des von der Energiewende angestrebten Ergebnisses wurde erzielt.

Erleben wir also ein weiteres historisches Beispiel für das „Gesetz der unbeabsichtigten Folgen“? Oder wurde etwa ein ganz anderes Ziel verfolgt als die vorgegebene „Rettung des Klimas“? Haben Sie eine Antwort?

(Der Titel „Logik des Mißlingens“ ist Dietrich Dörners gleichnamigem Buch entlehnt).

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.




Der menschengemachte Klimaschwindel – Eine Geschichte von Lug, Schwindel, Fälschungen, Angstmache und Abzocke

Raimund Leistenschneider, Matthias Baritz, Josef Kowatsch

Unser Thema soll heute die weitere Offenlegung/dringender Verdacht von DWD-Fälschungen an seinem Messnetz, mit dem Ziel, (Klima)Angst zu verbreiten, sein. Denn eins sollte jedem klar sein, wenn Politik und Medien, wieder einmal eine Klimasau „durchs Dorf jagen“, dann stecken Geldabsichten dahinter, die, in Anlehnung an deren Korruptheit, so zu umschreiben sind: Sie nehmen es den Armen und geben es den Reichen. Doch dazu am Schluss mehr.

Bisher hatten die Autoren zur Aufklärung, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) seine Datensätze nachträglich verändert (u.M.n. fälscht – frühere Jahre werden kälter gemacht, damit der heutige Anstieg umso stärker ausfällt (hier), auf die Temperaturdatensätze mit ihren Messstationen konzentriert, siehe hier oder hier. Und jüngst in ihrem Bericht „Wie der DWD die Deutschlandtemperaturen durch seine Stationswechsel in den letzten 30 Jahren wärmer machte – Die Erwärmung beruht überwiegend auf Statistikmanipulation“ bewiesen, wie gewaltig diese Temperaturmanipulationen, durch geschicktes Verändern des DWD-Messnetzes, sind.

Wir bezweifeln nicht die Erwärmung seit 1881, bzw. seit 1988, aber wir beschreiben hier, dass diese durch den DWD, durch geschicktes Vorgehen, übertrieben wird, und dem Geschäftsmodell „Klimaangst erzeugen“ zugearbeitet wird. Nicht nur bei den Temperaturen.

Jetzt konzentrieren wir uns auf das Niederschlagsmessnetz des DWD und es hat den Anschein, dass hier die vermutlichen Manipulationen noch gravierender sind. Am 29. Juni war im Qualitätsfernsehen des ZDF folgendes zu sehen:

 

Abb.2: Der ZDF-Wetterfrosch, Herr Terli, vor der statistischen Regenverteilung im Juni 2023 in Deutschland. Dazu seine Worte: „Ein kleiner Rückblick in den Juni. Vor allem der Regen, der war zu wenig in diesem Monat. Nur 60% der üblichen Regenmenge ist runter gekommen. Der meiste Regen kam kompakt runter, mit dem Unwettertief hier über der Mitte. Etwa in Schleswig-Holstein hat´s kaum geregnet.“

Donnerwetter, wenn dass kein Anlass zur Besorgnis und ein weiterer Beweis für die vermeintliche Klimakrise / Klimakatastrophe ist, die die Qualitätsmedien unisono im Land verbreiten? Aber, wie heiß es doch noch gleich: „Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.“ Daher wollen wir einen Blick auf die tatsächlich im Juni 2023 in Deutschland gefallene Regenmenge werfen. Dazu benutzen wir die Datensätze des DWD.

Abb.3, M. Baritz, nach Daten des DWD, zeigt für Deutschland und einige Bundesländer, wie Schleswig-Holstein, die Niederschlagsmenge im Juni 2023, im Vergleich zu den beiden klimatologischen Referenzzeiträumen 1961 – 1990 und 1991 – 2020 (der aktuell gültige).

Wie sagte doch noch Herr Terli: „… Etwa in Schleswig-Holstein hat´s kaum geregnet.“ Dazu seine Karte mit 1% Niederschlag in den meisten Regionen von Schleswig-Holstein. Nun, zwischen 1% und 31% ist ein gewaltiger Unterschied. Aber vielleicht hat Herr Terli einfach nur die drei vergessen. Aber, es soll nicht in Abrede gestellt werden: Im Vergleich zum langjährigen Mittel, war der Juni 2023 in Deutschland zu trocken. Mit 67% jedoch weit von einer Dürre entfernt. Wir wollen indes kein Spotlight abgeben, sondern das ganze bisherige Jahr betrachten.

Abb.4, M. Baritz, nach Daten des DWD, zeigt die Niederschlagsmenge über die Monate Januar – Mai 2023 in Deutschland. Wie in der Natur mit ihrer Unstetigkeit – wird fachlich Wetter genannt – nicht anders zu erwarten, ergibt sich ein einheitliches Bild: Einige Monate waren regenreicher und einige trockener.

Abb.5, M. Baritz, nach Daten des DWD, zeigt die Niederschlagsmenge der vorherigen Monate (vor Juni, Abb.2) für die einzelnen Bundesländer und rechter Balken, für Deutschland. Donnerwetter, das Jahr (Januar – Mai) war knapp 10% regenreicher als das langjährige Mittel. Entgegen Abb.2 ist dies gar nicht dazu geeignet, der Bevölkerung Angst vor einer angeblichen Dürre und Versteppung Deutschlands weis zu machen. Aber, warten wir mal ab, der Sommer, bekanntlich die trockenste Jahreszeit, hat ja gerade erst begonnen…

Wie eingangs bereits erwähnt und in Abb.1 bildhaft dargestellt: Wenn der Bevölkerung wieder einmal Angst eingejagt (manipuliert) werden soll, stecken vermutlich Geldabsichten dahinter. Denn die Bevölkerung soll „weich geklopft“ werden und der Ansicht sein, die Abzocke diene einem guten Zweck: Der Erhaltung der Lebensqualität und unserer Zukunft. Doch weit gefehlt, die Abzocke dient allein dazu, mit Steuern, Abgaben, Gebühren, den deutschen Michel wieder einmal „zur Kasse zu bitten“*1), um Finanzlöcher zu stopfen und leere Haushaltskassen zu füllen und die Reichen und Superreichen, die am Klimarummel verdienen, noch reicher zu machen. Dazu schreckt man in den politischen Stellen und deren Behörden nicht vor Lug und Schwindel zurück, wie die Autoren am Beispiel einer angeblichen Erwärmung in Deutschland, in den bereits gezeigten Links zu ihren Artikeln, bewiesen haben.

*1) Eine solche Abzocke, in Verbindung Trockenheit, wäre dergestalt, dass der Verbrauch von Wasser eingeschränkt, bzw. verboten wird. Ein Grundbedarf, wohlwissend, dass dieser von 99% der Bevölkerung überschritten wird, ist zum gegenwärtigen Preis zu haben, alles, was darüber hinaus-geht, kostet dann erheblich mehr. Natürlich alles für einen guten Zweck. Die Autoren sind davon überzeugt, dass in den „Schubladen“ der Verbotsparteien und deren Verbotsministerien, solche Pläne bereits liegen. Genauso, wie Urlaubsverbote mit dem Flieger.

Weder gibt es eine in der Menschheitsgeschichte nie da gewesene Temperaturerhöhung, noch irgendeinen Einfluss sog. Treibhausgase wie CO auf die Temperatur.

Abb.6 unten, Quelle: siehe Chart, zeigt die Temperatur im Holozän der letzten 11 tausend Jahre und oben (wissenschaftliche Quellen siehe ebenfalls Chart) dazu den atmosphärischen CO₂-Pegel im gleichen Zeitraum. Wie für jedermann sofort ersichtlich: Zwischen Temperatur und atmosphärischen CO₂-Pegel besteht keinerlei Zusammenhang. Obwohl mehrere Zeiträume in den letzten 10.000 Jahre deutlich wärmer waren als heute, lag der atmosphärische CO₂-Pegel weit unter dem heutigen Pegel.

Der gigantische Schwindel des DWD durch nachträgliche Messwerteänderung und geschickte Umstellung seines Messnetzes, hin zu wärmeren Messstationen – in wärmeren Gebieten Deutschlands, fachlich Wärmeinseleffekt genannt – bei den Temperaturmessungen, scheint bei den Niederschlagsmessungen noch gravierender zu sein.

Denn nicht nur bei den Temperaturen, sondern auch beim Niederschlag, hat der DWD seit der Jahrtausendwende sein Messnetz drastisch verändert/reduziert, so dass die heutigen Messungen grundsätzlich nicht mehr mit den Niederschlagsmessungen vor 2000 vergleichbar sind (hier). Auch hier das „gewünschte“ Ergebnis, einer vermeintlichen Klimakatastrophe, was dann als Dürre „verkauft“ wird.

Auszug: „Das DWD-Niederschlagsmessnetz besteht derzeit aus rund 1900 Messstellen. Seit etwa 60 Jahren liegen Tageswerte in hoher räumlicher Dichte vor, die in früheren Jahrzehnten teilweise aber noch deutlich höher war als heute. Von 1969 bis 2000 gab es beispielsweise mehr als 4000 Stationen.“

Dies deckt sich mit den Untersuchungen von Leistenschneider (Abb.8).

Abb.7, Quelle: Bundesumweltamt mit Quellenhinweis zum DWD zeigt, dass kein negativer Trend beim Niederschlag zu verzeichnen ist, wird der Klimazeitraum des DWD seit 1881 betrachtet. Mehr noch, der lineare Trend ist merklich ansteigend (um ca. 8%)! In Deutschland fällt also nicht weniger, sondern immer mehr Niederschlag. Dies zeigt das Umweltbundesamt und sagt der DWD. Leistenschneider hat dazu das Jahr 2000 markiert, zu dem der DWD hatte sein Niederschlagsmessnetz drastisch verändert und reduzierte, sowie die Messung auf elektronische Messung, mittels Fühler umgestellte. Auch der Niederschlag wird nun elektronisch erfasst. Und siehe da, plötzlich wird es in Deutschland erheblich trockener!

Da bei einer Veränderung des Messnetzes um mehr als 100%, nimmt man den aktuellen Wert von 1900 Messstationen, nicht mehr vom selben (nicht mal annähernd) Messnetz gesprochen werden kann, ergibt sich:

Die Schlussfolgerung, dass, wie bei den Temperaturen, die DWD-Vergleiche zu Jahren vor 2000, auch bei den Niederschlägen, zutiefst unseriös sind.

Abb.8, Leistenschneider, nach Datenquelle DWD, zeigt, dass just zum Zeitpunkt der Klimahype des IPCC in 1990 (First Assessment Report) der DWD sein Messnetz drastisch verändert und Messstationen stilllegt. Allein in den 1990-Jahren fast so viele, wie in 100 Jahren zuvor, um dann in den 2000-ern, als der jetzige DWD und WMO-Präsident (seit 2019), dass dazu im DWD führende Amt übernimmt, nochmals galoppierend zunimmt.

Der DWD misst an den meisten (ca. 90%) seiner Messstandorte mehr als nur eine Größe, wie die Temperatur, sondern 2 bis 8 unterschiedliche Größen/Parameter. Darunter auch den Niederschlag. Abb.8 deckt sich daher mit den v.g. Aussagen zu den Änderungen des DWD an seinem Niederschlagsmessnetz. Wir wollen uns Abb.7 genauer ansehen.

Abb.9, M. Baritz, nach Datenquelle DWD, zeigt die Niederschlagsmenge in Deutschland von 1881 – 2000. Also dem Zeitpunkt, zu dem der DWD sein Niederschlagsmessnetz drastisch verändert hat und, die Niederschlagsmenge in Deutschland (seit dieser Veränderung) von 2001 – 2022. In Deutschland hat urplötzlich die Trockenheit Einzug gehalten.

Die Autoren möchten nicht missverstanden werden. Sie stellen nicht in Abrede, dass es in Deutschland seit den 2000-Jahren weniger geregnet hat. Der Rückgang ist jedoch nicht so gravierend wie der DWD durch seine vermutlichen Datenmanipulation angibt. Das zeigen viele Einzelstationen wie z.B. Ellwangen. Das Regenniveau ist immer noch über dem Stand von 1970. Trotzdem ist im Ostalbkreis das Land vergleichsweise trocken.

Dafür sind aber nicht die angeblich ausbleibenden Niederschläge verantwortlich, sondern in erster Linie die großflächige Trockenlegung der deutschen Böden durch ständige Flächenversiegelungen, siehe Flächenversiegelungszähler (derzeitiger Stand 50 725 km²). Vor allem jedoch durch die planmäßigen Trockenlegungen von Feld, Wald, Wiesen, Ackerland und Fluren. Wer die Landschaft trockenlegt, braucht sich nicht zu wundern, dass sie irgendwann auch trockener ist. Wer die Waldböden trockenlegt, braucht nicht nach mehr Regen zu rufen. Der Niederschlag wird nicht mehr dort gehalten, wo er fällt, sondern sofort aus den Böden abgeführt und landet nach einer Woche wieder im Meer, anstatt wie früher, die Böden bis in größere Tiefen zu durchfeuchten und laufend den Grundwasserspiegel zu ergänzen.

Wer seine ganze Deutschlandfläche, insbesondere Feld, Wiesen, Wald und Fluren durch Drainagen gezielt und geplant trockenlegt hat, braucht sich nicht zu wundern, wenn die Böden im Sommer auch außerhalb der Siedlungen zur Steppe werden. Kleine Seen oder Regenrückhaltungen, in welchen der starke Winter- und Frühjahrsniederschlag von unseren Vorfahren aufgefangen wurde – zusätzlich ein Hochwasserschutz – verschwinden aus der freien Landschaft , um neuen Anbauböden oder Straßen Platz zu machen. Anstatt neue kleine Auffangseen, Weiher und Tümpel in die industriell genutzte Land- und Forstwirtschaft einzufügen und den Niederschlag in der Fläche zu behalten. Diese großflächigen Trockenlegungen zerstören selbstverständlich auch die ökologische Vielfalt unseres schönen Deutschlands.

Nicht ein ominöserCO-Anstieg und eine angebliche Klimaerhitzung sind dafür verantwortlich, sondern allein die großflächigen Trockenlegungen, die Zerstörung unserer einst ökologisch reichhaltigen und nasseren Natur- und Kulturlandschaft.

Abb.10, Quelle: Kowatsch. Weiher und Tümpel wurden in den letzten 100 Jahren gezielt aus der Landschaft eliminiert. Der Niederschlag fließt großflächig ab. So legen die Deutschen ihr Land selbst trocken und sorgen für Hochwasser bei Starkregen, weil die natürlichen Regenrückhaltungen entfernt wurden. Feuchtwiesen und nasse Flussauen sind trockengelegt und bebaut.

Gebiets- und Flurbezeichnungen wie Wasserstall, Wasserfurche, Wasserrinne, im Kies, im Brühl, in der Aue, Teich, Wagenrain, Benzenwiesen, Lachenwiesen, Hoarlachen, (Woaga sind Tümpel, Benze=Binse, Lachenwiesen von Wasserlache, Hoar=Haar=Sumpfgebiet), all diese Flächen sind inzwischen total trockengelegt. Das Wasser darf nicht mehr versickern, sondern fließt ab.

Trotz all der Argumente, warum unser Land trockener geworden ist, schließen die Autoren einen Rückgang des Niederschlags seit den 2000ern nicht aus. Denn genauso wie die Temperatur, obliegt die Niederschlagsmenge zyklischen Schwankungen, die der Sonnenaktivität geschuldet sind *2). Allein im Betrachtungszeitraum der Abb.9 war dies mehrmals der Fall, das es weniger regnete. So z.B. von 1940 – 1960 oder von 1881 – 1900. Nein, die Autoren finden es nur äußerst merkwürdig, dass just zu dem Zeitpunkt, als der DWD sein Niederschlagsmessnetz drastisch (von über 4000 Messstationen auf 1900) veränderte und auch noch die Messwerterfassung, eine Veränderung von über 100% stattfindet: Eine Spiegelung der Steigungsgeraden von mehr Regen zu weniger Regen um mehr als 100%.

*2) In der Wissenschaft – nicht erst seit Svensmark – ist seit lange bekannt, dass die solare Aktivität mittelbar und unmittelbar die Niederschlagsmenge auf der Erde steuert.

Wie sehr z.B. elektrische Effekte in der Atmosphäre die Kondensation und damit die Regenmenge steuern, wird bei einem Forbush-Ereignis (nach dem Geophysiker Scott E. Forbush, der den Effekt entdeckte) sichtbar. Ein Forbusch-Ereignis ist ein plötzlicher Abfall der kosmischen Strahlung wegen plötzlich auftretender starker Sonnenaktivität da durch erhöhte Sonnenaktivität der Sonnenwind die kosmische Strahlung von der Erde ablenkt (S. 382). Bei einem SCR-Ereignis (Solar Cosmic Ray) gelangen hochenergetische Protonen von der Sonne zur Erde.

Abb.11 zeigt den Rückgang bei Regen während einem Forbush-Ereignis (DuringForbush GCR decrease). Deutlich zeigt sich, dass die Niederschlagsmenge stark zurückgeht, was darauf zurückzuführen ist, dass weniger elektrisch geladene Aerosole für Regentropfen zur Verfügung stehen. Quelle

Abb.12 zeigt die Änderung des Regenfalls während eines SCR-Ereignisses (Duringground-level, SCR increase, Quelle wie oben). Dabei zeigt sich, dass die Regenmenge deutlich zunimmt, was auf die zunehmende Ionisation in der Atmosphäre und dadurch, eine Zunahme von elektrisch geladenen Aerosolpartikeln zurückzuführen ist.

Eine besondere Bedeutung kommt weiter der Bz-Komponente des IPF (InterplanetaryMangnetic Field) zu, da diese Komponente mit dem Erdmagnetfeld am stärksten wechselwirkt. So sind Polarlichter, die ein direkt beobachtbares Zeichen starker Sonnenaktivität sind, umso wahrscheinlicher, je stärker das IPF und je negativer deren Komponente, die Bz ist. Dies hängt damit zusammen, dass südlich (negativ) gerichtete Magnetfelder des IPF, die antiparallel zu den Magnetfeldlinien des Erdmagnetfeldes verlaufen, das Magnetfeld der Erde schwächen, so dass es dabei zu einem magnetischen Kurzschluss kommt (bei verschmelzen der Feldlinien). Das magn. Schutzschild der Erde ist dann durchlöchert und geladene Teilchen können bis in niedere Breiten in tiefere Schichten der Erdatmosphäre gelangen. Nach Untersuchungen der NASA gelangen bis zu 20-mal mehr geladene Teilchen dann in die unteren Atmosphärenschichten. Siehe auch den Artikel in scinexx „Sonnenaktivität: Kleine Schwankung, große Klima-Wirkung“.

Übrigens ist die solare magnetische Aktivität derzeit so stark wie seit 20 Jahren nicht mehr (hier). Und 2003 war das Maximum im Hauptsonnenzyklus, dem im Mittel 207 jährigen de Vries/Suess-Zyklus, als Europa seinen „Jahrhundertsommer“ erlebte und die Max Plank-Gesellschaft titelte: Sonne seit über 8.000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute“. Deren Auswirkungen spüren wir bis heute:

Der Temperaturunterschied zwischen Äquator und Polen verringert sich in einer solaren Erwärmungsphase. Weil sich die Polregionen schneller erwärmen. Dies ist sowohl dem Abkühlungsgesetz nach Newton, als auch den Strahlungsgesetzen nach Planck geschuldet. Als ein Ergebnis davon, ist seit Jahren der Grundstrom in der Westwinddrift vglw. gering, wodurch der Jetstream (Polarfrontjet) stark mäandriert und heiße Saharaluft zu uns bringt.

Abb.13, Quelle, zeigt die Sommerniederschläge nach Daten des DWD (blau) und dazu die AMO (wird von der Sonne moderiert). Beide verlaufen im Gleichklang (gestrichelte Linien).

Abb.13, Quelle, zeigt die Sommerniederschläge nach Daten des DWD (blau) und dazu die AMO (wird von der Sonne moderiert). Beide verlaufen im Gleichklang (gestrichelte Linien).

Wie gesagt, eine seit den 2000-ern und aktuell trockenere Phase ist/war zu erwarten und der starken solaren Aktivität geschuldet. Seltsam „nur“, deren angeblich gemessene Stärke in Abb.9, seit den drastischen Veränderungen des DWD.

Nun lässt sich das komplexe Wettergeschehen, zu dem auch der Niederschlag gehört, nicht auf eine einfache Formel, wie z.B. starke Sonnenaktivität = weniger Niederschlag reduzieren. So kann eine wärmere Atmosphäre mehr Wasserdampf aufnehmen. Kommt es dann zum Zusammentreffen mit Kaltluft oder wird die wärmere Luft an Gebirgsrücken zum Aufstieg gezwungen, gibt es mehr und stärkeren Niederschlag.

Abb. 14, Quelle: Multidecadal oscillatory behaviour of rainfall extremes in Europe zeigt den Zusammenhang der Starkniederschläge in Europa und der AMO und damit der solaren Aktivität und damit einer wärmeren oder kälteren Atmosphäre.

Der kurze Exkurs hat einmal mehr gezeigt, dass das Wettergeschehen nichts mit irgendwelchen Treibhausgasen wie CO zu tun hat und schon gar nicht menschengemacht ist, sondern einzig natürlichen Ursachen folgt. Das einzige, was am menschengemachten Klimawandel oder besser Klimaschwindel menschengemacht ist, sind die unserer Meinung nach massiven und raffinierten Manipulationen / Fälschungen am Messnetz, die die Parameter wie Temperatur oder Niederschlag als extrem darstellen, was beide keineswegs sind, sondern deren aktuelle Variabilität sich in langjährige Wetterbeobachtungen einfügt.

Doch längst oder besser gesagt niemals – Albert Einstein said 1917 no to CO2 radiative warming of the atmosphere (hier) – geht es im Billionen-schweren Klimarummel um „Klimaschutz“, oder gar seriöse Wissenschaft, sondern um Geld und Macht, sowie politische Pfründe. Indem der Normalbürger immer ärmer (geschröpft) wird und die Reichen, immer reicher.

Eine Heerschar unserer Meinung nach korrupter, sowie gleichgeschalteter Politiker macht Deutschland zu einem deindustrialisierten Trümmerhaufen, wie Friedrich Merz, so ähnlich jedenfalls, jüngst äußerte. Dass seine Union etwas Entscheidendes dagegen unternimmt, dem oben skizzierten Klimaschwindel sein längst verdientes Ende bereitet, ist den Autoren bisher entgangen. Denn mit dem Schwindel ist die gewaltigste Umverteilung von unten nach oben verbunden, die unser Land je gesehen hat: Die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Unglaublich, was dem eingangs erwähnten und in diesem Bericht weiter untermauertem Klimaschwindel bereits alles zum Opfer gefallen ist.

Da schwadroniert Frau Fahimi, die Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes, am 01. Mai, von einer Umverteilung von oben nach unten, die die Gewerkschaften einfordern… Frau Fahimi, falls Sie dass in Ihrer grenzenlosen politischen Einfalt nicht erkannt haben, diese Umverteilung – jedoch von unten nach oben – ist längst im Gange und es sind vor allem die Gewerkschaften, mit ihrer Heerschar von sog. Umwelt- und Klimabeauftragten, die längst dazu beigetragen haben, dass die Gewerkschaften ihre Identität und ihre gewerkschaftlichen Ziele aus den Augen verloren haben, die mit ihrem Geschwafel (Entschuldigung) einer Klimakrise ganz vorne dabei mitmischen, anstatt sich um den Erhalt und die zusätzliche Schaffung von Arbeitsplätzen zu kümmern. FORD-Saarlouis ist da nur ein Beispiel, wohin die Klimareise führt. Dies alles, in Zusammenarbeit mit den Chefetagen / Vorständen der deutschen Wirtschaft / Industrie, wo offensichtlich ausschließlich politische Volltrottel zu finden sind, bzw. Personen, die beim ersten Aufschrei lautstarker Minderheiten hinterm Sofa liegen und winseln…

In diesem Zusammenhang von Korruptheit und Täuschung ist weiter erwähnen, dass der amerikanische Präsident, seit seinem Amtsantritt, noch nie in Deutschland war und in knapp 1 1/2 Jahren sind bereits wieder US-Neuwahlen. Jüngst war er in Europa und besuchte einige Hauptstädte. Er war jedoch nicht in Deutschland und Deutschland galt mal als der beste Verbündete in Europa.

Ein anderer Staatsbesuch wurde (aus innerstaatlichen Gründen) ebenfalls abgesagt. Die Gründe dafür waren just an dem Tag zu Ende, als der Staatsbesuch hätte beginnen sollen. Da stellt sich die Frage: Was wissen die US-Geheimdienste, bzw. die französischen Geheimdienste, dass sie ihren Präsidenten von einem Besuch in Deutschland und dessen Regierung abraten? Was sich nur auf den Kanzler, den Vizekanzler und die Außenministerin beziehen kann!

Ein Vizekanzler, der von einem vermutlich korrupten Umfeld umgeben ist, die glänzend am Klimarummel verdienen. Ein Kanzler, der von Erinnerungslücken geplagt ist. Für die wir alle vollstes Verständnis haben, denn für jedermann nachvollziehbar, dass der Kanzler nicht gerne an die Arbeit und die Ergebnisse seiner Regierung erinnert werden will. Und eine Außenministerin, die zwar viel, um mit ihren eigenen Worten zu reden, klima-unneutral in der Welt umher reist, aber nichts zustande bringt*3).

Alle drei und deren Parteien nicht müde werden, mit dem Finger auf andere zu zeigen, welche Gefahr für unser Land von denen ausginge und dabei selbst das Sicherheitsrisiko sind. Dass Sicherheitsrisiko für unser Land, unsere Arbeitsplätze, unsere Zukunft und unsere Verbündete. Die Autoren sind dabei nicht überrascht, dass ausgerechnet unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger in Ostdeutschland die „Nase voll“ von den Lügen, Verboten, etc. haben und mit Sonneberg ein Zeichen gesetzt haben. Denn im Osten unseres Landes sind die Zeiten noch gut in Erinnerung, als eine selbsternannte „Elite“, die für sich die Ethik und Moral in Anspruch nahm, anrichtet. Während diese Zeit in Westdeutschland schon so lange zurück liegt, dass die Wenigsten sie noch selbst miterlebt hatten.

*3Frau Baerbock versucht ihr bestes, dies zu ändern. Das (fiktive) Interview der taz mit Frau Baerbock (Achtung Ironie):

Frau Baerbock, Sie haben jüngst damit begonnen, Esperanto zu lernen. Was sind Ihre Beweggründe?

Als Außenministerin ärgert es mich natürlich, auf der internationalen Bühne so wenig Gehör zu finden. Mit Esperanto wird sich dies sicherlich ändern. Auch, dass sich in Deutschland so viele über mein Bildungsniveau lustig machen. Deshalb habe ich mich spontan dazu entschlossen, meinen diesjährigen Urlaub in Esperanto zu verbringen.

Im Zusammenhang eines solch ausgeprägten Bildungsniveaus und Kompetenz wird man unweigerlich an ein Slapstik-Duo erinnert. In Anlehnung dessen von Dick und Baerbock gesprochen werden könnte. Wenn der Vizekanzler noch etwas an Gewicht zulegt, hätten wir das entsprechende Dreamduo des Jahres 2023: Habeck und Baerbock.

Wie sang doch Marius Müller-Westernhagen in einem seiner Lieder: „Ich geh‘ für Dich durch dick und dünn, aber nicht durch dick und doof.“ Als er in den 1980ern diese Zeilen schrieb, hatte er offenbar keine Vorstellung von Deutschland (und dessen Politik) des Jahres 2023. Ehrlich gesagt, die Autoren auch nicht!

Raimund Leistenschneider – EIKE

Matthias Baritz – Naturwissenschaftler und Naturschützer

Josef Kowatsch – Naturbeobachter, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher

 




Die Welt verschwendet jetzt 1 Billion Dollar oder mehr pro Jahr mit Investitionen in nutzlose „erneuerbare Energien“

Francis Menton, MANHATTAN CONTRARIAN

Die Welt ist derzeit voll von Organisationen, die von Regierungen, Unternehmen und Milliardären finanziert werden und sich für eine Umstellung des Energiesystems auf „saubere“ und „reichhaltige“ erneuerbare Energien einsetzen. In meinem Beitrag vor einer Woche [in deutscher Übersetzung hier] beschrieb ich die Internationale Energieagentur – ein Konsortium von Regierungen (inzwischen mehr als 40, darunter alle großen), das ursprünglich in den 70er Jahren gegründet wurde, um das damalige OPEC-Ölembargo zu bekämpfen, sich seitdem aber zu einem „Zentrum der Befürwortung der Eliminierung fossiler Brennstoffe aus der weltweiten Energieversorgung“ entwickelt hat. Heute stellen wir Ihnen eine weitere Organisation vor, von der Sie vielleicht noch nichts gehört haben – das Energy Institute EI. Das EI ist eine in London ansässige Lobbyorganisation, die nach dem britischen Wohltätigkeitsgesetz gegründet wurde. Sie scheint ihre Mittel hauptsächlich von Unternehmen und wohlhabenden Einzelpersonen zu erhalten. Auf seiner Homepage beschreibt es seine Aufgabe als „eine bessere Energiezukunft für unsere Mitglieder und die Gesellschaft zu schaffen, indem wir eine gerechte globale Energiewende zu Netto-Null beschleunigen“.

Schauen wir uns das Neueste von diesen beiden Gruppen an.

Im Mai 2023 veröffentlichte die IEA einen umfangreichen Bericht (141 Seiten) mit dem Titel „World Energy Investment 2023“. Sie hat auch ein separates zusammenfassendes Dokument mit dem Titel „Overview and Key Findings“ herausgegeben. Das Hauptanliegen dieses Berichts ist es, den enormen Umschwung der weltweiten Energieinvestitionen im letzten Jahrzehnt zu dokumentieren und zu feiern, weg von fossilen Brennstoffen und hin zu „erneuerbaren Energien“, insbesondere Wind und Sonne. Aus der Zusammenfassung:

Die Erholung von dem durch die Covid-19-Pandemie verursachten Einbruch und die Reaktion auf die globale Energiekrise haben den Investitionen in saubere Energien einen erheblichen Schub verliehen. Vergleicht man unsere Schätzungen für 2023 mit den Daten für 2021, so sind die jährlichen Investitionen in saubere Energien in diesem Zeitraum viel schneller gestiegen als die Investitionen in fossile Brennstoffe (24 % gegenüber 15 %). . . . Wir schätzen, dass im Jahr 2023 rund 2,8 Billionen USD in Energie investiert werden. Mehr als 1,7 Billionen USD fließen in saubere Energie, einschließlich erneuerbare Energien, Kernenergie, Netze, Speicherung, emissionsarme Kraftstoffe, Effizienzverbesserungen sowie erneuerbare Energien und Elektrifizierung des Endverbrauchs. Der Rest, etwas mehr als 1 Billion USD, fließt in die unveränderte Versorgung mit fossilen Brennstoffen und in die Stromversorgung. …

Das folgende Schaubild der IEA veranschaulicht, wie die Investitionen in fossile Brennstoffe und die damit verbundene Infrastruktur von der Mehrheit der weltweiten Energieinvestitionen im Jahr 2015 auf eine rasch abnehmende Minderheit im Jahr 2023 geschrumpft sind:

Fairerweise muss man sagen, dass nicht alle der für 2023 geschätzten 1,7 Billionen Dollar an Investitionen in die so genannte „saubere Energie“ in Windturbinen und Sonnenkollektoren fließen. Andere Diagramme machen deutlich, dass die 1,7 Billionen Dollar auch andere Dinge wie Netze, Speicherung und sogar Kernkraft umfassen. Wie viele Investitionen fließen 2023 allein in Wind- und Solaranlagen für den Stromsektor? Nach diesem Schaubild dürfte sich diese Zahl auf fast 700 Milliarden Dollar belaufen:

In der Zwischenzeit wird ein Großteil der Investitionen in die so genannten „Netze“ und alle Investitionen in die Stromspeicherung getätigt, um die zusätzliche Erzeugung von Wind- und Sonnenenergie in das Stromversorgungssystem zu integrieren. Rechnet man die meisten der fast 400 Milliarden Dollar Investitionen in „Netze und Speicher“ zu den fast 700 Milliarden Dollar in „erneuerbare Energien“ hinzu, kommt man auf einen Betrag von fast oder sogar mehr als 1 Billion Dollar pro Jahr. Dieser Betrag liegt nahe bei oder sogar über dem Gesamtbetrag der Investitionen in fossile Brennstoffe in allen Sektoren (nicht nur in der Stromerzeugung), der in der vorangegangenen Grafik dargestellt ist.

Und die massiven Investitionen in erneuerbare Energien laufen schon seit einer Weile. Wie aus dem ersten Schaubild oben hervorgeht, überstiegen die Investitionen in „saubere Energie“ 2016 erstmals die Investitionen in fossile Brennstoffe, und der Abstand hat sich in den letzten Jahren stark vergrößert.

Es ist also klar, dass die fossilen Brennstoffe aus dem weltweiten Energiebild schnell verschwinden müssen. Stimmt das? In diesem IEA-Bericht wird man die Antwort nicht finden. Daher wenden wir uns an den Report Statistical Review of World Energy der IEA, der gerade am 26. Juni veröffentlicht wurde. (Offenbar handelt es sich bei diesem statistischen Bericht um die jährliche Veröffentlichung, die zuvor vom Ölkonzern BP herausgegeben wurde; EI hat nun die Verantwortung für diese Publikation übernommen). Dieser Statistical Review enthält umfassende endgültige Zahlen für die weltweite Energieerzeugung und den Energieverbrauch im Jahr 2022.

Für Wind- und Solarenergie sieht es zunächst rosig aus. Aus den „fünf wichtigsten Erkenntnissen“ am Anfang der Pressemitteilung:

Der starke Ausbau der Erneuerbaren im Energiesektor setzte sich fort, angetrieben durch Solar- und Windenergie. Im Jahr 2022 wurde der bisher größte Zuwachs an neuen Wind- und Solarkapazitäten verzeichnet. Zusammen erreichten sie einen Rekordanteil von 12 % an der Stromerzeugung, wobei die Solarenergie um 25 % und die Windenergie um 13,5 % zunahm.

Die Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen muss also rückläufig sein? Nein, eigentlich nicht. Achten Sie auf das, was Sie sagen:

Die weltweite Stromerzeugung stieg im Jahr 2022 um 2,3 %. … Erneuerbare Energien (ohne Wasserkraft) deckten 84 % des Nettostromnachfrageanstiegs im Jahr 2022.

Mit anderen Worten: Die massiven Investitionen in den Ausbau der Wind- und Solarenergie zur Stromerzeugung reichten nicht einmal aus, um mit dem Nachfragewachstum Schritt zu halten, geschweige denn, um auch nur einen Teil der bestehenden fossilen Energieerzeugung zu ersetzen. Selbst im Stromsektor haben die fossilen Brennstoffe weiter zugenommen. Und der Stromsektor macht nur etwa ein Viertel des Primärenergieverbrauchs aus.

Hier ist das große Bild:

● Die Primärenergienachfrage stieg im Jahr 2022 um 1,1 %. …

● Die weltweite Stromerzeugung stieg 2022 um 2,3 % …

● Der Anteil des Verbrauchs fossiler Brennstoffe an der Primärenergie blieb mit 82 % konstant. …

● Die Kohlendioxid-Emissionen aus Energieverbrauch, industriellen Prozessen, Abfackeln und Methan (in Kohlendioxid-Äquivalenten) stiegen weiter an und erreichten 2022 einen neuen Höchststand mit einem Anstieg um 0,8 % auf 39,3 GtCO₂e, wobei die Emissionen aus dem Energieverbrauch um 0,9 % auf 34,4 GtCO₂ stiegen.

Fazit: Jährlich werden mehr oder weniger 1 Billion Dollar in die „erneuerbaren“ Wind- und Solarenergien sowie in den dafür erforderlichen Netzausbau und die Energiespeicherung investiert. Und für diese enorme Summe wird der Anteil der Primärenergie aus fossilen Brennstoffen nicht einmal um ein Zehntelprozent gesenkt. Und während der weltweite Energieverbrauch steigt, nehmen auch die Kohlenstoffemissionen weiter zu. Die Billionen sind einfach komplett vergeudet.

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/07/01/world-now-wasting-1-trillion-or-more-per-year-investing-in-useless-renewables/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Gesetze im Galopp gestürzt

Selten sorgte ein zurückgetreten-wordener Staatssekretär für so viel politische Bewegung. Der Entwurf eines Gebäudeenergiegesetzes wirkt wie die Rache Graichens und könnte zum Kipppunkt grünroter Staatsdoktrin werden. Unterdessen sinkt das Niveau der Bundestagssitzungen immer mehr.

Von Frank Hennig

Pünktlich zur Sommerpause wollte die Ampelregierung eilig zwei Gesetzentwürfe durch den Bundestag schieben, die in der deutschen Parlamentsgeschichte ganz besondere sind. Gelungen ist es bei beiden nicht.

Zum einen ging es um das „Energieeffizienzgesetz (EnEfG)“. Dieses ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass etwas anderes drin- als draufsteht. Um Effizienz geht es nur am Rande, im Mittelpunkt steht die Senkung des Energieverbrauchs bis hin zu dessen Deckelung. Das Ganze verpackt in ein hochbürokratisches Verfahren mit Zielzahlen, mit Auflagen und Berichtspflichten sowie Zwang zu zertifizierten Managementsystemen. Speziell ins Visier genommen wurden dabei die Betreiber von Rechenzentren. Diese stehen zwar für nur drei Prozent des Stromverbrauchs, erfreuen sich aber besonderer staatlicher Beachtung.

Der Zwang zur Nutzung der Niedertemperatur-Abwärme errichtet für die Betreiber der Rechenzentren eine große Hürde. Die Abwärmenutzung soll festgeschrieben werden, bevor es die kommunalen Wärmeplanungen gibt. Auch dies ein Strickfehler, geschuldet der Hast im Verfahren. Die hessische Ministerin für Digitales, Dr. Kristina Sinemus, stellte im Plenum nochmals die sich ergebenden Probleme für die besonders in ihrem Bundesland gelegenen Rechenzentren dar, auch das half nicht gegen den regierenden Starrsinn.

Absehbare Folge dieses Gesetzes wird sein, dass in Deutschland kaum noch Rechenzentren gebaut werden. Vollmundige Ankündigungen zur schnellen Digitalisierung im fortschrittsgrünen Deutschland werden sich nicht erfüllen. Man wird im Ausland rechnen lassen müssen, allen deutschen Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes zum Trotz.

Die Abstimmung scheiterte, da dieser letzte Tagesordnungspunkt vor der Sommerpause für viele Abgeordnete offenbar nicht mehr interessant genug war und die Beschlussfähigkeit nicht mehr erreicht wurde. Obwohl die dürftige Teilnehmerzahl schon rein optisch erkennbar war, bedurfte es einer Intervention der AfD, per Hammelsprung die Nicht-Beschlussfähigkeit feststellen zu lassen. Nur 241 der nötigen 50 Prozent der Mandatsträger (369) waren noch anwesend. Es bleibt die Frage: Bundestag – Kindergarten oder Laienspielgruppe? Wie ernst nehmen Leute mit fünfstelligen steuerfinanzierten Gehältern und zahlreichen weiteren Privilegien ihre Aufgabe?

Die Klimarettungsillusion

Der Versuch, das „Gebäudeenergiegesetz (GEG)“ über eine Formulierungshilfe noch schneller durchzudrücken, ist hingegen am Bundesverfassungsgericht vorerst gescheitert. Im Vergleich zu seinem ersten Entwurf war es zwar abgeschwächt und quergewaschen worden, es blieb aber unübersichtlich und voller offener Fragen. Es wäre vor allem hinsichtlich der Emissionen weitgehend wirkungslos. Ein halber Werktag und ein Wochenende blieben Parlamentariern und Sachverständigen Zeit zur Vorbereitung auf eine öffentliche Anhörung. Dort wurden im Grunde mehr Fragen gestellt als Antworten gegeben.

In seiner Stellungnahme wies der Sachverständige Professor Fritz Söllner von der Technischen Universität Ilmenau nach, dass der Einsatz von Wärmepumpen bei einem Strommix von 2021 eine CO2-Ersparnis von ganzen sieben Prozent gegenüber Gas-Brennwertheizungen bringen würde. Sektorziele vor dem Hintergrund des europäischen Emissionshandels seien ohnehin unwirtschaftlich und auch unökologisch, eine Regulierung sei bereits durch das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) von 2021 gegeben. Erhellend ist seine Darstellung der gegenläufigen Wirkung nationaler Maßnahmen zum internationalen Emissionshandel. Wird eine Emissionssenkung zum Beispiel durch den Einsatz von mehr Wärmepumpen wirklich erreicht, entlastet das die Zertifikatepreise, verringert aber nicht deren Volumen. Am Ende bleiben die Emissionen unverändert. Die Ersparnis im Gebäudesektor würde man sich zu spezifischen Kosten von über 1.800 Euro pro Tonne erkaufen, der Effekt würde über den internationalen Handel wieder verpuffen. Die Zertifikatepreise liegen derzeit bei etwa 90 Euro pro Tonne.

Die Regierung ist buchstäblich auf der Jagd nach jedem Kilogramm CO2. Über das GEG könnten nach Regierungsangaben 42,5 Millionen Tonnen des Treibhausgases gespart werden – bis 2030. Wie wahrscheinlich ist es, dass 80 Prozent „Erneuerbare“ im Strommix von 2030 erreicht werden? Die Emissionen werden zunächst steigen, der Weiterbetrieb der letzten drei Kernkraftwerke hätte jährlich 20 bis 30 Millionen Tonnen des Treibhausgases vermieden. Minister Habeck kündigte an, dass die beiden zur Stilllegung vorgesehenen 500-Megawatt-Braunkohleblöcke E und F im Kraftwerk Jänschwalde im kommenden Winter wieder gebraucht werden. Nehmen wir an, sie laufen über acht Wochen auf Volllast, so wären das zusätzliche 1,4 Millionen Tonnen CO2.

Nun sollen noch zahlreiche Gaskraftwerke gebaut werden, was derzeit noch von der EU verhindert wird, aber dringend notwendig wäre und die vor allem zeitnah gebraucht würden. Deren Emissionen überkompensieren jegliche Einsparungen im Gebäudebereich. So lässt sich das globale Klima nicht „retten“ und am Ende schafft das GEG nur Verlierer.

Was kostet die Welt?

Die Regierung bleibt sich treu darin, CO2-Emissionen senken zu wollen, koste es, was es wolle. Bisher warf die Ampel dafür mit Steuergeld um sich. Nach 23 Jahren des Erneuerbaren Energien Gesetzes (EEG) wird die bisherige Umlage auf den Strompreis inzwischen durch Steuergeld finanziert. Nach 23 Jahren ist es nicht gelungen, die Windkraft marktfähig zu machen. Weil der Wind zwar keine Rechnung schickt, aber das Einsammeln der Energie bewegter Luft über große Flächen seinen Preis hat, musste der Höchstwert der Auktionen von 5,88 auf 7,35 Cent pro Kilowattstunde erhöht werden. Das hinderte Kanzler Scholz nicht daran, in der Regierungsbefragung am 5. Juli von künftig stark sinkenden Strompreisen zu sprechen. Mehr Realitätsverdrängung ist selten. Dem Gesetzentwurf liegt auch der Vorwand zu Grunde, man müsse die Bürger vor stark steigenden Öl- und Gaspreisen „schützen“ – für die man selbst nach Kräften sorgt durch die Anhebung des CO2-Preises von 30 auf 35 Euro pro Tonne zum 1. Januar 2024. Der Anstieg des Strompreises ist hingegen völlig unkalkulierbar, aber unvermeidlich.

Der Gesetzentwurf ist der lange Schatten Graichens. Wohl noch nie hat ein Staatssekretär in seiner Ahnungslosigkeit und Arroganz in so kurzer Zeit so viel gesellschaftlichen Schaden angerichtet. Minister Habeck hat einen gefestigten grünen Klassenstandpunkt, er wird den Gesetzentwurf nicht einkassieren, was die einzig richtige Reaktion wäre. Nach dem erzwungenen Rausschmiss des Sekretärs war das Festhalten am verkorksten Gesetzentwurf ideologische grüne Pflicht, ansonsten drohte das Eingeständnis des Versagens – nicht nur Graichens.

Mit dem GEG versuchen die Grünen, ihren totalitären Politikstil in der Regierung umzusetzen. Wie schon die baden-württembergische Landesvorsitzende Sandra Detzer am 20. November 2021 in der WELT sagte: „Wo wir Grünen an die Schalthebel der Macht kommen, werden wir nicht mehr verhandeln.“ Noch Fragen?

Das Kalkül, den Gesetzentwurf vor der Sommerpause durchzuziehen, um die katastrophalen politischen wie handwerklichen Fehler in der Gesetzgebung dem Vergessen anheimfallen zu lassen, wird dieses Mal nicht aufgehen. Bisher gab es die erfolgreiche Praxis, ausreichend lange vor Wahlen Nebenschauplätze zu eröffnen und Versprechen abzugeben. In der Tat neigt offenbar die Mehrheit der Bevölkerung dazu, die politischen Fehlentscheidungen einer Legislaturperiode am nächsten Wahltag wieder vergessen zu haben. Das Gedächtnis ist löchrig, so gesehen ist Olaf Scholz einer von uns.

Das störrische Wahlvolk

Bei den nächsten Wahlen wird es anders sein. Die Regierung will per GEG über das persönliche Vermögen der Bürger bestimmen und sie zwingen, es zu Zwecken einer vermeintlichen globalen Klimarettung auszugeben. Teils jahrzehntelang erspartes und erarbeitetes Vermögen soll nicht mehr den persönlichen Entscheidungen der Bürger überlassen bleiben, sondern von der langen Kralle des übergriffigen Staates ausgekehrt werden.

Die eigene Immobilie als Altersvorsorge droht zum Risiko und zum Fass ohne Boden zu werden. Ein Verkauf wird mit Wertverlust verbunden sein. Und wo soll man dann wohnen? Die Bundesregierung wird ihr Ziel von 400.000 neuen Wohnungen in diesem Jahr krachend verfehlen und für die nächsten Jahre kann man auf Grund der bekannten Probleme nicht optimistisch sein.
Steigende Energiepreise sowie der Schatten der EU-Gebäuderichtlinie, die bis 2030 einen großen Teil der Gebäude zu Sanierungsfällen machen wird, verdunkeln ehemals etablierten Immobilienbesitzern, Omas mit ihrem Häuschen und am Ende auch Mietern die Zukunft. All dies wird das Wahlvolk nicht an der Urne vergessen, auch wenn es in Bayern und Hessen um Landespolitik geht. Wähler suchen Schuldige wie Politiker auch.

Warum überhaupt dieses Gesetz in dieser Eile, was steckt dahinter? Dass wir das globale Klima durch solche Gesetzeswerke nicht retten können, ist auch den Initiatoren klar. In Wahrheit soll immer mehr Geld der Bürger in „all-electric“ sowie den Energie- und Klimafonds fließen, um dann, begleitet von der immerwährenden Forderung „wir brauchen mehr Erneuerbare“, dieses Geld in genau diese Branche umzuleiten. Die Ansage, das Geld würde an die Bürger zurückgegeben (was ohnehin ein bürokratisches Rechte-Tasche-Linke-Tasche wäre) stammt noch aus dem vergangenen Wahlkampf und ist mit Ausnahme diverser „Bremsen“ nie umgesetzt worden. Desgleichen die Absicht, die Stromsteuer oder andere Steuern und Abgaben auf den Strompreis senken zu wollen.

Nach der Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts wäre die einzig richtige Entscheidung, den Gesetzentwurf komplett vom Tisch zu nehmen. Er ist angesichts der erwartbaren geringfügigen Emissionssenkungen und der immensen Kosten und Nachteile völlig kontraproduktiv. Es ist Unsinn, das Haus zur Heizung passend machen zu wollen, anstelle für jedes Haus die optimale Heizung zu finden. „Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, dann ist es notwendig, kein Gesetz zu machen.“ Diesen Spruch Montesqiueus sollte man auch aus Gründen des Bürokratieabbaus beherzigen.

Kann man der verunsicherten Bevölkerung etwas raten? Keinesfalls sollten überstürzte Entscheidungen getroffen werden, diese könnten sich als falsch erweisen. Gelassenheit sollte vorherrschen, die Südeuropäer machen es uns vor. Eine Heizungspolizei wird selbst in Deutschland nicht durchsetzbar sein. Hektisch gezimmerte nationale Gesetze werden eine überschaubare Halbwertzeit haben. Die Gesetzgebungsmaschinerie ist zu jähen Wendungen fähig. Von der Subventionierung der Gasbrennwerttechnik bis zu deren beabsichtigtem Verbot hätten nach dem Willen des Klimaministeriums ganze 16 Monate gelegen. Das GEG wird im Herbst beschlossen werden, vermutlich kaum besser als der jetzige Entwurf. Der Souverän sollte Ruhe bewahren. Im Fußball ist der flache Ball der sichere. Die nächsten Bundestagswahlen finden 2025 statt.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier