Offensichtlicher Betrug der Klima-Promis: Es kümmert sie nicht – und auch nicht die Medien&Fans

von AR Göhring

Leonardo Wilhelm diCaprio wurde gerade in den USA zur vertrauenswürdigsten Autorität in Sachen Klimaschutz gewählt – noch vor Greta Thunberg und Präsident Biden! Und das, obwohl der der langjährige und laute Aktivist, der schon vor der UNO sprach, laufend mit CO2-trächtigen Protzereien auffällt. So ließ er tatsächlich einmal eine australische „Augenbrauendesignerin“ nach L.A. einfliegen, damit sie ihm für die Oscar-Verleihung die Brauen richte.

Kinkerlitzchen – aktuell dreht der Star so richtig auf. Er kreuzt mit seiner schicken Privat-Yacht (174 Mio.€) bei Pisa mit drei Schönheiten und Familie an Bord. Zum Essen oder Tanzen an Land geht’s mit dem bordeigenen Hubschrauber, da das Traumschiff einen Landeplatz hat.

Yacht-Scham? Kein bißchen

DiCaprio schämt sich keineswegs dafür. Er gab in seinem Umwelt-Dokufilm Vor der Flut sogar ganz offen zu, einen riesigen Ökofußabdruck zu haben, macht aber einfach weiter. Auch mit Klima-PR-Werken: 2021 spielte er die Hauptrolle in einem Spielfilm über die Öko-Ignoranz der Medien und der Bevölkerung, die zur Apokalypse führt.

Und seine eigene Ignoranz? Lebt er ganz offen – er kam 2016 sogar einmal im Privatjet zum Abholen eines Kultur-Ökopreises nach Cannes. Geschadet hat es ihm noch nie – den Fans und den Medien, bis auf Bild u.ä., ist es gleich. Auch die Fans bestrafen ihren Star nicht durch Absenz an den Kinokassen.

„Klima“ als Selbstbetrug von Promis – und Fans?

Warum nicht? Was sagt uns das? Ganz einfach – das „Narrativ Klimaschutz“ ist, wie Kabarettist Vince Ebert kürzlich bemerkte, wohl eher eine soziale Einrichtung. Man glaubt gemeinsam an irgend etwas, das hält als Gesellschaft zusammen, so irgendwie. Lebt aber nur danach, wenn es einem auch nützlich oder angenehm ist.

Klimakleben ja – bringt 15 Minuten Ruhm und Jobs. Auf den Hubschrauber verzichten – nein, Leo will mit seinen drei Schönheiten tanzen und dinnieren.

Die Dreistigkeit, mit der vor allem diCaprio vorgeht, zeigt, daß er tatsächlich keine Sekunde an den CO2-getriebenen Weltuntergang glaubt. Er ist ein beinharter Zyniker, der sich als

„Superstar [nicht dafür] interessiert, was irgendwelche Zivilversager über ihn denken“

(Zitat Kommentator auf Facebook bei EIKE).

Dem kann man nur zustimmen, daß der so denkt. Wobei zu fragen ist, wer hier mit „Zivilversager“ gemeint ist. Etwa auch die Klima-Journalisten und Cineasten-Fans?

„Klima“ nur ein Spielchen – bis es ernst wird!

Denn die Medienschreiber und Kinogucker müßten ob dieses Betruges sauer oder zumindest kritisch werden – statt diCaprio auch noch tatsachenwidrig Vertrauenswürdigkeit zu bescheinigen. Es scheint, als ob der Megastar mit den Journalisten und Fans ein Spiel spielt, an dem sie nur zu gerne teilnehmen.

Anders ist auch kaum zu erklären, warum die Bürger westlicher Staaten so bereitwillig auf jedes neue schräge Öko-Weltuntergangsnarrativ hereinfallen – vom „Atomtod“ über „Waldsterben“ und „Ozonloch“ hin zur „Erderwärmung“. Den besonders krassen Fall von Paul Ehrlich, der gut 15 Jahre haarsträubende und fast sofort widerlegte Prognosen zum besten gab, hatten wir eingehend berichtet: Paul R. Ehrlich – 55 Jahre Erfolg mit frei erfundenen ökologischen Untergangserzählungen.

Erst wenn die Bürger merken, daß das Narrativ-Spiel letztlich zu ihren Lasten geht, wie jetzt beim Heizungshammer, regt sich Widerstand. Aber wird das reichen – oder werden Leonardo diCaprio und seine Hollywood-Kollegen mit den Medien weiterhin ihre Ablaßhandel-Märchen unwidersprochen unters Volk bringen können?




Nobelpreisträger 2022: Die Klimawissenschaft ist zur … Pseudowissenschaft mutiert

Eric Worrall

Erstveröffentlichung JoNova; Der Physiker Dr. John Clauser, Mitempfänger des Nobelpreises für Physik 2022, hat die Klimakrise als „Pseudowissenschaft“ angeprangert:

NOBELPREISTRÄGER: „KLIMAWISSENSCHAFT HAT SICH IN EINE MASSIVE SCHOCKJOURNALISTISCHE PSEUDOWISSENSCHAFT VERWANDELT“

Dr. John F. Clauser, Träger des Nobelpreises für Physik 2022, kritisiert das Narrativ von einer Klimakrise als „eine gefährliche Korruption der Wissenschaft, die die Weltwirtschaft und das Wohlergehen von Milliarden von Menschen bedroht.“

Dr. Clauser, ein Experimental- und theoretischer Physiker, erhielt den Nobelpreis 2022 zusammen mit zwei weiteren Wissenschaftlern für Arbeiten aus den 1970er Jahren, die zeigten, dass die „Quantenverschränkung“ es Teilchen wie Photonen ermöglicht, über große Entfernungen miteinander zu interagieren, was scheinbar eine Kommunikation über die Lichtgeschwindigkeit hinaus erfordert.

Er hat die Verleihung des Nobelpreises 2021 für seine Arbeit an der Entwicklung von Computermodellen zur Vorhersage der globalen Erwärmung kritisiert, so eine Koalition von Wissenschaftlern und Kommentatoren, die argumentieren, dass eine sachkundige Diskussion über CO₂ dessen Bedeutung für die Erhaltung des Pflanzenlebens anerkennen würde.

In einer von der CO₂-Coalition herausgegebenen Erklärung sagte der Nobelpreisträger John Clauser, der in den Vorstand der CO₂-Coalition gewählt wurde, dass es „keine Klimakrise gibt und dass eine Erhöhung der CO₂-Konzentration der Welt zugute kommen wird“.

Mehr hier.

Was soll ich sagen? Dr. Clauser hat tatsächlich einen Nobelpreis für Physik, anders als etwa der führende Klimaalarmist Dr. Michael Mann, der offenbar eine Beitragsurkunde mit der Verleihung des Friedensnobelpreises verwechselte.

Dr. Clauser ist nicht der einzige Nobelpreisträger, der die Klimawissenschaft angreift. Jo Nova weist darauf hin, dass Ivar Giaever, der 1972 den Nobelpreis für das Tunneln in Supraleitern erhielt, und Robert Laughlin, der 1998 den Nobelpreis für Physik für seine Erklärung des fraktionalen Quanten-Hall-Effektes erhielt, ebenfalls Klima-Realisten sind.

Und wer kann das lustige Mal vergessen, als PBS versuchte, Tausende von Klimaskeptikern, die die Oregon-Petition unterschrieben hatten, als wissenschaftliche Nobodys abzutun, und wahllos die Unterschrift von Edward Teller herauszog, dem Physikgenie, das die erste Wasserstoffbombe entwickelt hatte? Tellers Unterschrift wurde bei der Nachbearbeitung durch PBS irgendwie verwischt, aber sie war immer noch gut genug erkennbar, um Fragen zu stellen.

Vergesst nicht, Leute, die Wissenschaft ist settled /sarc

Link: https://wattsupwiththat.com/2023/07/13/2022-nobel-prize-winner-climate-science-has-metastasised-into-pseudoscience/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Warum nur schürt die Kirche Klimaangst?

Ohne CO2 wäre die Entstehung des Lebens nicht möglich gewesen

Prof. Dr. Klaus-D. Döhler

In der Zeitschrift „Evangelische Verantwortung“, Ausgabe 9 & 10, 2019 behaupten die Autoren vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) Prof. Dr. Ottmar Edenhofer und Dr. habil Georg Feulner in ihrem Artikel „Klimarisiken – und was wir tun können“ allen Ernstes, unsere Atmosphäre sei zur „Abfalldeponie“ verkommen und das darin befindliche CO2 sei schuld an einer „weltweit messbaren Aufheizung unserer Erde“ und würde die „Risiken wie Extremwetter, Meeresspiegelanstieg, Dürren, Missernten und Mangelernährung erhöhen“. Für keine dieser Behauptungen gibt es wissenschaftlich belastbare Beweise, was dann ja auch der Grund dafür ist, dass die Autoren keinerlei Quellenangaben zu ihren Behauptungen vorlegen. Ein solches Vorgehen ist suggestiv und völlig unwissenschaftlich. In Wirklichkeit sind diese Behauptungen durch reale Messungen längst widerlegt. Selbst der Weltklimarat (IPCC) hat sich seit 22 Jahren von den immer wieder behaupteten, aber jeder Statistik widersprechenden, angeblich vom „Menschen gemachten“ Unwetter-Trends verabschiedet. Schon 2001 schrieb er „Jüngste Analysen von Veränderungen bei lokalem Unwetter (Tornados, schwere Gewitter und Hagel) in einigen ausgewählten Regionen liefern keine zwingenden Beweise für weit verbreitete systematische langfristige Veränderungen“ (IPCC 2001, TAR-02-2, Chapt.2.7.4., Summary S. 163-164). Warnungen aus früheren IPCC-Berichten vor zunehmenden Extremereignissen wie Hurrikanen, Tornados oder Stürmen etwa wurden mittlerweile als „wenig vertrauenswürdig“ eingestuft ­und in der Zusammenfassung des IPCC-Reports von 2013 bereits nicht mehr erwähnt (SPIEGEL-vom  06.10.2013: hier Orig.-Quelle: IPCC AR5 WGI Chapter 2 (2013/14).

Anhaltenden Alarm vor zunehmenden Flusshochwassern, Dürren, Hurrikanen und Tornados bezeichnet Prof. Roger Pielke, Klimaforscher der University of Colorado, Boulder, USA, angesichts der mittlerweile glimpflichen Forschungsergebnisse zum Thema Klima als „Zombie-Wissenschaft“.

Bereits 2015 hatte eine NASA-Studie ergeben, dass der Eispanzer der Antarktis um 82 Milliarden Tonnen pro Jahr wächst und der IPCC-Bericht von 2013 über ein angebliches Abschmelzen der Antarktis falsch ist (https://wobleibtdieglobaleerwaermung.wordpress.com/2017/07/12/eisige-antarktis-riesiger-eisberg-bricht-unter-wachsender-last-ab-antarktiseis-waechst-seit-10-000-jahren/). Eine neue, von der Europäischen Geowissenschaftlichen Union veröffentlichte Studie  (https://tc.copernicus.org/articles/17/2059/2023/) eines Teams von Klimawissenschaftlern zeigt, dass die antarktische Schelfeisfläche von 2009 bis 2019 um 5305 km² gewachsen ist und in den letzten zehn Jahren 661 Gigatonnen Eismasse zugenommen hat. Stattdessen wurde von den Medien vermeldet, das antarktische Schelfeis nähme mit nie dagewesener Geschwindigkeit ab.

Die Autoren Edenhofer und Feulner sprechen von „christlicher Verantwortung“, machen aber selbst Vorschläge, die eben genau dieser christlichen Verantwortung widersprechen. Unter Verweis auf ihre eigenen Untersuchungen am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) behaupten sie, die CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre seien in den vergangenen 3 Millionen Jahren nie so hoch gewesen wie heute. Dabei lassen sie jedoch geflissentlich unerwähnt, dass in den 200 Millionen Jahren davor die CO2-Werte in der Atmosphäre um das 5-fache höher waren als heute. Und als Gott die Welt vor 4,5 Milliarden Jahren erschuf gab er unserer Atmosphäre gar 2.000 Prozent (!) mehr CO2 als wir heute haben. Ich wiederhole: 2.000 Prozent mehr CO2 als wir heute haben. Auch diese Tatsache lassen Edenhofer und Feulner unerwähnt. Wir haben derzeit mit 400 ppm 20 Mal weniger CO2 als noch vor 500 Millionen Jahren und damit eine der Niedrigsten CO2-Konzentrationen, die wir jemals im Laufe der Erdgeschichte hatten.

Wenn wir weiterhin versuchen, der Luft das Lebensgas CO2 zu entziehen, versündigen wir uns an der Schöpfung. Ohne CO2 wäre die Entstehung des Lebens nicht möglich gewesen, denn von allen damals und heute auf der Erde verfügbaren Elementen wie Sonne, Wasser, Mineralstoffe, Stickstoff, Sauerstoff Methan, Ammoniak und CO2 hat nur das CO2 den lebensnotwendigen Kohlenstoff (C) im Molekül. Und ohne CO2 ist auch heute kein Leben möglich!

Es ist überheblich, anmaßend und zeugt von Lebensverachtung wenn Politiker, Medien und die Kirchen fordern, unserem Schöpfer ins Handwerk zu pfuschen, und uns Menschen dazu drängen, der Atmosphäre das lebensnotwendige CO2 zu entziehen. Das ist Blasphemie! Immer wenn im Laufe der Erdgeschichte die atmosphärischen CO2-Konzentrationen niedrig waren gab es Missernten und Hungersnöte. Als vor 300 Millionen Jahren die atmosphärischen CO2-Konzentrationen von circa 4.000 ppm auf in etwa das heutige Niveau von 420 ppm abfielen (Abbildung), kam es zum größten Massensterben der Erdgeschichte.

Der Mensch ist verantwortlich für seine Umwelt. Für den Umweltschutz gibt es genug zu tun. Auf das Klima, jedoch, hat der Mensch keinen Einfluss, denn er kann der Sonne, der Umlaufbahn der Erde um die Sonne, der kosmischen Strahlung, den Vulkanen, den Wolken und den Meeresströmungen nicht befehlen, was sie zu tun und zu lassen haben! Das entscheidet einzig und allein unser Schöpfer!

Zur Bewahrung der Schöpfung schrieb bereits 2008 Pfarrer Reiner Vogels seinen Amtsbrüdern eine vernichtenden theologische Kritik ins Brevier: „Es ist eine unglaubliche Selbstübersteigung, geradezu eine anmaßende Hybris des Menschen, wenn er meint, er habe den Auftrag, die Schöpfung zu bewahren. Die Schöpfung bewahren kann nur der Schöpfer! Wir sind dazu viel zu klein und unbedeutend. Der angebliche Auftrag zur Schöpfungsbewahrung beruft sich immer auf 1. Mose 2, 15, wo Gott dem Adam den Auftrag gibt, den Garten zu bebauen und zu bewahren. Den Garten, also den von Gott für den Menschen eingerichteten und auf seine Bedürfnisse zugeschnittenen Lebensraum zu bewahren, ist offensichtlich etwas völlig anderes als die Bewahrung der Schöpfung.“ (Klimawandel, Wasserwandel, Lebenswandel -Die Synode der EKD, der christliche Auftrag, der Klimawandel und die Realität!). „Umweltschutz“ hat nichts mit „Klimaschutz“ zu tun!

Die von den Medien verwendete Bezeichnung „Klimaschädliches CO2“ entspricht nicht der wahren Bedeutung dieses Gases. Die korrekte Bezeichnung ist „CO2 – das Gas, das Leben erst ermöglicht“. Zahllose Fossilien belegen, dass sich die Tier- und Pflanzenwelt früherer Zeiten trotz eines um bis zu 2.000 % höheren CO2-Gehalts bester Lebensbedingungen erfreute. Ohne CO2 gäbe es kein Leben, denn Zucker, Stärke, Zellulose, Aminosäuren, Proteine, Hormone, Enzyme und Nukleotide benötigen Kohlenstoff, und das nicht zu wenig. Auch unsere Erbinformationen könnten ohne Kohlenstoff nicht weitergegeben werden. Aber nicht nur das: Unsere Steine, die Gebirge, die Korallenriffe, sie alle bestehen aus Kalkstein und entstanden aus Kohlenstoff (C) und Calcium (Ca): Calciumoxid (CaO) plus CO2 ergibt Calciumkarbonat (CaCO3), das ist Kalkstein. Rund 80 % der gesamten Kohlenstoffvorräte der oberflächennahen Zonen der Erde sind heutzutage in Form von Kalkstein und Dolomit fest gebunden. Kohle, Erdöl & Erdgas betragen nur etwa 70 Millionstel der Gesamtmenge an Kohlenstoff auf der Erde.

Ohne Kohlenstoff gäbe es keine Erde, so wie wir sie kennen und es gäbe kein Leben!!!

Weshalb eigentlich behaupten Politiker, Medien und auch die Kirchen, dass es das CO2 sei, das den Klimawandel verursacht, ja um genau zu sein, ausschließlich das vom Menschen verursachte CO2 in Höhe von 3% des gesamten emittierten CO2. 97 Prozent des CO2 in der Atmosphäre stammt nämlich aus natürlichen Quellen! Es gibt keine einzige wissenschaftlich fundierte Studie, die den Zusammenhang zwischen CO2 und Klimawandel beweisen würde! Es gibt aber viele Studien, die beweisen, dass CO2 nichts mit Klimawandel zu tun hat (https://www.epochtimes.de/meinung/gastkommentar/co%E2%82%82-aus-atmosphaere-zu-entfernen-ist-sinn-und-zwecklos-a3574685.html).

Der österreichische Ingenieur Walter Hopferwieser aus Salzburg verspricht demjenigen 100.000 Euro, der ihm als Erster einen schlüssigen naturwissenschaftlichen Beweis vorlegt, dass das von uns Menschen freigesetzte CO2 eine Klimaerwärmung bewirkt, die uns Menschen und unsere Erde nachhaltig schädigt (https://politikstube.com/100-000-euro-belohnung-fuer-nachweis-von-menschengemachten-klimawandel/). Dieses Geld hat sich noch niemand abgeholt, auch die Wissenschaftler des PIK nicht. Das ist der beste Beweis dafür, dass CO2 nichts mit Klimawandel zu tun hat!

Klimaschwankungen verlaufen seit 500 Millionen Jahren im Einklang mit dem kosmischen Strahlenfluss, nicht mit den CO2 -Konzentrationen in der Atmosphäre. Die meisten deutschen Politiker und Journalisten samt ihren ahnungslosen Mitläufern und Sympathisanten verfolgen und verteufeln seit vielen Jahren – wider besseren Wissens – ein unsichtbares, farbloses, geruchloses, nicht brennbares und ungiftiges Phantom: CO2, das Gas ohne das es kein Leben auf der Erde gäbe.

Der mindest-CO2-Gehalt der Luft liegt bei circa 160 bis 180 ppm. Darunter ist Leben nicht mehr möglich. Das ist ein Wert, der im Mittelalter auch mal real erreicht wurde und der dann neben aller Not der Kälte auch noch Hungersnöte auslöste, weil die Landwirtschaft darnieder lag.

Heute liegen wir mit ca. 420 ppm gut doppelt so hoch wie im Mittelalter und haben deutlich höhere Ernteerträge, aber unsere Ernteerträge könnten bei mehr CO2 noch weiter gesteigert werden. In vielen Treibhäusern wird zusätzlich CO2 eigeleitet, weil dadurch die Pflanzen besser wachsen. In einer wissenschaftlichen Studie konnte gezeigt werden, dass die Zufuhr von 300 ppm CO2 das Wachstum der Pflanzen um 15 – 49 Prozent fördert (https://pbs.twimg.com/media/C2ZpkmVXUAAxAKs.jpg).

Mehr CO2 in der Atmosphäre = weniger Hunger in der Welt!

Damit gehört der Schutz des CO2 auch zur christlichen Verantwortung! Leider rennt derzeit die Menschheit – der „Weltklimarat“, „Fridays for Future“ und die christlichen Kirchen eingeschlossen – mit voller Wucht gegen die Intentionen unseres Schöpfers an. Die Kirchen reden über Gott – meinen aber sich selbst!

 




Eine Wende zu viel

Von Günter Keil

Mit den Wenden haben die vergangenen Regierungen einschließlich der jetzigen den Eindruck von vorausschauender und großartiger Politik verkünden wollen. Die ersten waren noch recht bescheiden – und hießen auch gar nicht so. Da gab es z.B. die probierte Veganwende in Berlin, die aber an den uneinsichtigen Essern scheiterte und deren Schicksal die Grünen lange verfolgte. Sehr wirksam war hingegen die Auto-Wende mit batterieelektrischem Antrieb. Das hatte die Bundespost schon lange zuvor mit ihren Auslieferungs-Kleinbussen vorgeführt (natürlich mit Blei-Säure-Akkus) – die nach einiger Zeit gnadenlos abgeschafft wurden, weil der Dieselantrieb billiger war. Noch heute kann man eine große Zahl von ihnen bewundern; sie stehen in Aachen in einer Halle. (Auskunft bei Prof. Alt, FH Aachen). Aber jetzt haben wir die richtige Batterie-Autowende, nachdem die EU und etliche Nationalstaaten das – selbstverständlich mit riesigen Subventionen – beschlossen hatten. Da haben wir gleich ein typisches Merkmal sämtlicher Politwenden: Was da angeordnet wird, war irgendwann früher schon mal gescheitert und wird als Waffe gegen ein erneutes Scheitern gegen die Kräfte des Marktes mit Steuergeld subventioniert. Was die Autoantriebswende anbelangt, ist ihr Urteil noch nicht gesprochen: Spätestens wenn es mit der Lebensdauer der extrem teuren Li-Ionen Batterien zu Ende geht, wird das Wehgeschrei der Besitzer ertönen – und wegen der faktischen Unbezahlbarkeit und des haushaltspolitisch leider unvermeidlichen Subventionsausfalls bei einer Neubeschaffung wird der Markt am Ende gewinnen. Allein der Markt.

Die bisher wirksamste, aber ebenfalls nicht unbedingt vorausschaubar konstruierte Wende war und ist die Riesenpleite Energiewende. Sowohl großartig wie auch langfristig wirkend ist der damit angerichtete Schaden – so ist das Wort „wirksam“ zu verstehen. Diese Wende könnte sogar den Industriestandort Deutschland ruinieren: Mit Arbeitslosigkeit und Massenauswanderung. Jedenfalls, wenn eine kommende Regierung nicht mit dieser Wende Schluss macht. Das ist jedoch unwahrscheinlich, weil die Lobby, die an der Wende bestens verdient, zu stark geworden ist. Voraussage nicht möglich.

Und damit kommen wir nun zur neuesten Wende: Zur Heizungswende. Sie wird GEG genannt- für Gebäude-Energie-Gesetz. Dieses Gesetz ist im Gegensatz zu früheren Wenden nicht auf eine Umerziehung der Bevölkerung ausgerichtet, sondern auf die Vernichtung einer bewährten, massenhaft eingesetzten Heizungsmethode: Die böse „fossile“ Erdgasheizung. Weiterhin auf die Ausplünderung der Mieter und Hausbesitzer durch extreme, für Viele unbezahlbare Kosten. Dieser von dem bisherigen im Wirtschaftsministerium eingesetzten Staatssekretär und Habeck-Freund Graichen wahrlich verbrochene Gesetzesentwurf wurde von seinem Minister Habeck offenbar als sehr gut beurteilt und in mehreren Erklärungen als eminent wichtige Maßnahme zum Erreichen des deutschen Klimaschutz-Ziels gelobt. Dann ging es zum Bundeskanzler, der auch nichts Kritisches daran fand. Herrn Graichen traf aber gleichzeitig eine mittlere Katastrophe, die wegen seiner Bevorzugung von Verwandten und Freunden bei Stellenbesetzungen und Zuwendungen geschah. Die seinen Chef Habeck, der zunächst keine Reaktion zeigte, bei weiteren Enthüllungen schließlich doch zwang, Graichen zu entlassen. Es hätte ihn sonst selbst in Gefahr gebracht.

Dann begründete er diese Entlassung mit dem ab jetzt vermutlich klassischen Satz:

Das war ein Fehler zu viel.

Dass diese Erkenntnis auch auf das gesamte GEG zutraf, meinte er nicht. Er hatte Graichen ja nicht wegen Unfähigkeit entlassen. Es war nur ein dummer Zufall… Auf diese Weise bekommt man aber immerhin eine passende Überschrift, die vielleicht auch auf die Lebensdauer der Ampelregierung passt.

Die folgenden Ausführungen betreffen Energie- und Heizwende gleichermaßen.

Kritikpunkte zum GEG 1. Die fehlende Begründung zu der angeblichen Klimaschutzwirkung, also zu den mit Wärmepumpe erreichbaren Emissionszahlen im Vergleich mit Gasheizungen. Es ist auffällig und bezeichnend, dass der von Herrn Graichen produzierte Gesetzesvorschlag nur die Behauptung enthielt, es handele sich dabei um eine sehr wichtige und entscheidende Maßnahme zum Erreichen des deutschen Klimaschutz-Ziels. Als wichtigstes Element der Heizwende wurde die Luftwärmepumpe (WP) bestimmt. Sie soll die Gasheizungen ersetzten. Es fehlt jegliche Beweisführung – insbesondere Berechnungen.

Die Begründung für das GEG besteht daher allein aus einer nicht belegten Behauptung; also nur aus einem Wort. Und kein Politiker und auch keine Zeitung haben bislang diese Frage gestellt.

Diese Nachprüfung erfolgte durch zunächst Prof. Fritz Vahrenholt. Seine publizierte Bewertung (Lit. 1) bewies, dass die Wärmepumpe einer (abzuschaffenden) Gasheizung in Bezug auf die CO2-Emissionen keineswegs überlegen ist. Von uns wurden seine Erkenntnisse auf die realen Einsatzbedingungen im Winter angewendet, und zwar bei den Millionen älterer Einfamilienhäuser, die keine Niedrigenergie-Gebäude sind. (Lit.3).

Das Ergebnis lautet: Die Wärmepumpe ist je nach Außentemperatur im Winter mit ihrer CO2-Emission (durch den hohen fossilen Anteil im elektrischen Strom, den sie verbraucht) zweifach bzw. sogar dreifach der Gasheizung unterlegen – somit deutlich klimaschädlicher als diese. (Berechnung in Lit. 3). Die einzige angegebene Begründung für das neue Gesetz ist eine Fälschung.

Unsere Berechnung beruht auf den von Prof. Vahrenholt angeführten Zahlen für den Vergleich von Energiemengen und CO2-Emissions-Massen bei Gasheizungen und elektrisch angetriebenen Wärmepumpen (also deren CO2-„Fußabdruck“ im Strommix); ferner wurden die in der Grafik (s. Anlage) abzulesenden Leistungs-Kennzahlen der Wärmepumpen bei winterlichen Außentemperaturen in der Berechnung verwendet. Diese Berechnung ist sehr einfach – sie passt auf den sprichwörtlichen Bierdeckel. Weshalb Herr Graichen das klare Resultat unterschlagen hat (unter der Annahme, dass er es überhaupt verstand) ist nicht bekannt. Die im Ministerium vorhandenen zahlreichen Fachleute sind offensichtlich nicht an dem GEG-Entwurf beteiligt worden. Das scheint auch bei dem wissenschaftlichen Dienst des Parlaments ebenso gewesen zu sein. So entstand jedenfalls ein sinnloses Wende-Gesetz.

2. Die klimaschädlichen Heiz-Wärmepumpen sind extrem teuer. Zumindest das ist in der bisherigen Diskussion kritisiert worden. Dass diese enorme finanzielle Belastung zudem nicht nur überflüssig, sondern auch noch in Bezug auf den angeblichen Klimaschutz massiv schädlich ist, wurde in den Medien nicht angesprochen. Prof. Vahrenholt hat dies in einer späteren Stellungnahme beklagt. Wenn es um das Klimatabu geht, wird Kritik ungern von den Medien publiziert.

3. Das Argument, man könnte die WP auch im Sommer zur Warmwasserbereitung nutzen, ist ebenfalls nicht stichhaltig: Dafür werden stets billige Durchlauferhitzer an den gewünschten Orten installiert und die kurzen Nutzungszeiten verursachen nur geringe Kosten. Diese Geräte kosten 200-300 Euro. Die WP ca. 30.000 Euro. Diese Kosten amortisieren sich niemals. Und die Klimawirkung ist auch im Sommer kaum messbar.

Was dabei verschwiegen wird: Gasthermen versorgen Heizkörper, aber nicht Warmwasserverbraucher im Haus. Und der Wärmepumpen-Ersatz gleichfalls nicht. Die Idee, die Wärmepumpe für diesen Zweck einzusetzen, erfordert die Installation eines zusätzlichen Warmwasser-Rohrleitungsnetzes im ganzen Haus. Das käme zu den Beschaffungs- und Installationskosten der Wärmepumpe noch hinzu.

4. Was sind die Gründe für dieses Gesetz ? Dass es von Herrn Graichen überhaupt verfasst und der BMWK-Leitung (Min. Habeck) vorgelegt wurde, hat m.E. zwei Gründe: o Herr Graichen hat es entweder allein oder mit seinem Agora-Clan erarbeitet. Die im Hause verfügbaren Fachleute können einfach nicht beteiligt worden sein. Dafür sprechen Berichte über Graichens Behandlung von Untergebenen, die offenbar lieber geschwiegen haben, anstatt sich mit Kritik zu melden. o Der Grund, weshalb Graichen dieses Werk schuf, ist offenbar die totale Ablehnung und Abschaffung sämtlicher „fossilen“ Energieträger; hier das Erdgas. Das sollte sein Beitrag zum Klimaschutz sein. Habecks Zustimmung und Weiterleitung an das Kanzleramt beruhte anscheinend auf der Bewunderung seines wichtigsten Energie-Experten. Dass nicht einmal der Wissenschaftliche Dienst der Regierung befragt wurde, gehört zu diesem System.

Dass die hier Graichen-Clan genannte Personengruppe, die offenbar noch immer im Leitungsbereich des Ministeriums (z.B. Ministerbüro) weiter existiert und Graichens letztes Werk verteidigt, beweist die Antwort des BMWK an die von Herrn Kubicki (FDP-Vize) gestellte Reihe kritischer Fragen. Die erteilte Antwort war ein in allen Punkten falsches Werk, das beinahe einer Beleidigung der Fragesteller gleichkam.

5. Die betroffenen Wirtschaftsverbände kritisierten nur die Kosten und das vorgeschriebene Verfahren. Die Absurdität des gesamten Gesetzeswerks wurde immerhin klar erkannt: Denn die darin vorgesehene unglaubliche Belastung von Mietern und Hauseigentümern war deutlich genug. Man scheint jedoch fast alles hinzunehmen, was sich diese Regierung an Wenden und Programmen ausdenkt. Auch ein jetzt „milderes“ GEG, dessen Ziele und Methoden sich kaum geändert haben.

6. Das Vermeiden von Berechnungen als Methode Zu den wichtigsten Methoden vor allem der grünen Politiker gehört das Vermeiden von Berechnungen der Folgen von Visionen. Der Grund dafür ist deren oft unerwünschte Wirkung. Denn ein konkreter und eindeutiger Beweis der Unwirksamkeit oder sogar Schädlichkeit der Reaktivierung von altbekannten Techniken, die einst zu Recht in der Mottenkiste der Wirtschaft gelandet sind, stört deren Wiedererweckung, die stets mit hohen Subventionen vor dem abermaligen Aus geschützt werden müssen. Man könnte annehmen, dass Berechnungen als abzulehnende „rechte Kritikform“ angesehen werden.

7. Eine eigenartige Vorliebe für elektrische Lösungen in der Energiewirtschaft. Die Elektrifizierung scheint für die Grünen die stets beste Lösung für alle technischen Problembereiche zu sein. Das führt auch dazu, dass selbst beim Vorliegen besserer nichtelektrischer Techniken eine elektrische Variante zu bevorzugen ist. Der Autor dieses Artikels ist Diplomingenieur der Elektrotechnik und gewiss kein Gegner dieser für zahllose Anwendungen idealen Technik. Aber wo sie schlicht ungeeignet ist, kann sie nicht befürwortet werden. Eine Technik darf nicht zu einer Religion und auch nicht zu einer sog. Wende werden, mit der man technische Laien (Bürgermeister, Lehrer, Bankangestellte, Abgeordnete ?) beeinflussen – und dann zu Subventionszahlern machen kann. Dass dies immer wieder gelingt, kann man an der Elektromobilität (im Gegensatz zu der abzulehnenden Fossilomobilität), an der Photovoltaik (Solarstrom), an der Windkraft und neuerdings an den längst industriell eingesetzten Wärmepumpen feststellen, die sich allerdings nur in weitaus höheren Leistungsklassen und bei deutlich geringeren zu überwindenden Temperaturunterschieden rentieren. Der technische Elektro-Heiligenschein gilt jedoch nicht für die Kernkraft.

8. Wasserstoff An dieser Stelle muss auch das überwiegend von der Politik, aber kaum von Fachleuten der betroffenen Branchen als geradezu wichtigste Neuerung im Heizungsbereich und auch noch für die KFZ hochgejubelte Brenngas Wasserstoff erwähnt werden. Auch das gehört zu den politischen Hoffnungsthemen der Energieversorgung. Die Bewertung der Experten ist – vorsichtig ausgedrückt – überwiegend skeptisch. Es würde zu weit gehen, wenn man hier sämtliche Kritikpunkte zusammenstellen wollte. Als (teilweise kaum lösbare) Probleme sei aufgezählt: Wasserstoff muss unter hohem Strombedarf elektrolytisch erzeugt werden.

Genügend große Elektrolyseanlagen existieren nicht. Der Stromverbrauch ist teuer. H2 ist in den vorhandenen Gasleitungen nicht transportierbar, weil H2 durch Metalle hindurch diffundiert, was zumindest hohe Verluste zur Folge hat. Eine Beimischung von H2 im Gasnetz ist auf 4% begrenzt. Eine Versorgungs-Infrastruktur gibt es nicht. Wenn es die geben sollte, wäre die Sicherheitslage mehr als problematisch. Etwas noch gefährlicheres als H2-Tankstellen kann ich mir nicht vorstellen. Die Lobby verspricht Sicherheit. Seetransport in tiefgekühlter flüssiger Form ist unvorstellbar. Man will stattdessen z.B. Ammoniak transportieren – also zwei Umwandlungen mehr. Für mich ist und bleibt Wasserstoff ein Wort, aber keine sinnvolle, bezahlbare und sichere Technik. Die Mohrrübe vor dem Eselskopf.

9. Das beispielhafte Energieprogramm Dänemarks: Der EnergiPlan. Und die erfolgreichen Vorläufer-Pilotprojekte Deutschlands im EU-Projekt „High Combi“.

Die Kritik an der deutschen Energiepolitik, die auch vorige Regierungen betrifft, wird wohl noch klarer, wenn man die Politik der Nachbarländer betrachtet. Das interessanteste Beispiel bietet Dänemark. (Lit. 5 und 6).

Die Energiepolitik unseres Nachbarn Dänemark hat die gleichen Ziele wie die deutsche, ist jedoch in jeder Beziehung geradezu konträr – und bewundernswert erfolgreich. Man betrachte deren EnergiPlan. Der entscheidende Unterschied liegt in der Art der Nutzung der Sonnenenergie: Solarthermie statt Solarstrom. Eine entscheidende Rolle spielt dabei der im Vergleich zu Deutschland viel größere Ausbau des Fern- und Nahwärmenetzes. Diese Lösung weist zwei Vorteile auf: Solarstrom kann man nur in sehr kleiner Menge speichern; es ist schlicht zu kostspielig. Wärme kann man preiswert speichern. Der geradezu enorme Vorteil liegt an der beliebig großen Speicherfähigkeit der zur Sommerzeit mit großflächigen Solarkollektoren gesammelten Wärme. Dafür baut man geradezu riesenhafte Erdspeicher, die z.T. bis zu 70 Meter Tiefe reichen. Damit kann man die mit 40°C Temperatur gespeicherte Wärme im Winter an die Nahwärmenetze abgeben, nachdem in Heizwerken die Temperatur auf 75 °C erhöht worden ist.

Das Ziel dieses landesweiten Ausbaus der Solarthermie ist die Versorgung des Landes mit 50% Heizungswärme aus der Sonneneinstrahlung in den kommenden Jahren.

Der zweite Vorteil besteht in der knapp hundertprozentigen Nutzung der gesamten Energie der Sonneneinstrahlung, die im Rot- und Infrarot-Wellenlängenbereich besonders stark ist, und deren Speicherung. Die Fotovoltaik kann nur ca. 25% der Lichteinstrahlung im kurz- und mittelfrequenten Spektrum umwandeln. Die Sonnenwärme-Kollektoren sammeln daher weitaus mehr Energie pro Fläche – und zwar genau in Form der Energie, die man haben will: Wärme.

Dass die deutschen Regierung die in dem EU-Projekt High Combi – zusammen mit anderen Ländern, auch Dänemark – beeindruckende Erfolge vorzuweisen hatte, aber anschließend nichts mehr in dieser Technik fortführte, bleibt unverständlich. Das erarbeitete Wissen blieb hier ungenutzt. Ob die zahlreichen beeindruckenden deutschen Pilotprojekte heute noch Wärme an die Kommunen liefern können, ist nicht bekannt. Man sollte dem vielleicht nachgehen. Aber der deutsche Ausstieg aus dieser (nichtelektrischen) Technologie bleibt offenbar bestehen, denn neue Folgeprojekte der damals aktiven Bundesländer sind nicht in Planung. Das wäre jedoch die zwingende Voraussetzung, denn die heutige Regierungskoalition wird es nicht tun.

Der andere erfolgreiche Weg, den Frankreich unbeirrt fortsetzt , ist der weitere Ausbau seiner Kernkraftwerke, die im Vergleich zum inzwischen kernkraftlosen Deutschland eine wesentlich billigere Stromversorgung ermöglichen. Was zu einer starken Nutzung elektrischer Heizungen geführt hat. Dieser Weg bleibt Deutschland wohl verschlossen. Dafür gibt es den von unseren Nachbarn geprägten Begriff: „Le German Angst“.

Wende oder Kehrtwende – das ist hier regelmäßig die Frage.

 

Literatur

1. Prof. Fritz Vahrenholt, „Das Wärmepumpendesaster“, 7.4.2023; EIKE-Institut; https://eike-klima-energie-eu/2023/04/07/das-waermepumpendesaster-von-fritz-vahrenholt/

2. Dr.-Ing. Günter Keil, Dr.rer.nat.Klaus Tägder: „Stellungnahme der Arbeitsgemeinschaft Energie und Umwelt AGEU zum Vorschlag des BMWK für ein Gebäudeenergiegesetz“, https://eike-klima-energie.eu/2023/06/01

3. Gunter Weißgerber: „Wollt Ihr die totale Wärmepumpe ?“, 7.4.2023, https://www.achgut..com/artikel/wollt-ihr-die-totale-waermepumpe Vom gleichen Autor: „Die sozialen Folgen des Wärmepumpendiktats“, 8.4.2023, https://www.achgut.com/artikel/die-sozialen-folgen-des-waermepumpendiktats

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4. Klaus Müller: „Wärmepumpen als Heizungen? Kritische Betrachtung ihrer Umweltfreundlichkeit“, Berliner Zeitung, 16.4.2023, file:///C:Artikel, Vorträge, leserbriefe, zitate/artikel_2023/experte_warnt_waermepumpen_in_altbauten_ klimaschaedlicher_als_gasheizungen.html

5. Sabine E. Rädisch: „Solare Fernwärme um 3-4 ct/kWh nur in Dänemark möglich?“, 4.12.2013, https://blog.paradigma.de/solare-fernwaerme-um-3-4-ctkwh-nur-in-daenemark-moeglich/ (mit Landkarte zur Lage und Größe der Projekte in DK).

6. Günter Keil: „Solarwärme: Die ungenutzte Alternative.“ 24.3.2015, www.ageu-die-realisten.com/archives/category/energie/solarenergie

 

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Woher kommt der Strom? An den Werktagen fast durchgehend Import!

26. Analysewoche 2023, von Rüdiger Stobbe 

An den Werktagen der KW 26 wurde fast durchgehend Strom importiert. Nur über Mittag gab es an einigen Tagen genügend PV-Strom. Am Mittwoch setzte ab 21:00 Uhr eine Windflaute ein. Sie dauerte bis Freitag 21:00 Uhr. Da war Strom-Dauerimport angesagt. Auch wenn die Preisschwankungen im Chart nicht so stark aussehen: Streichen Sie mal mit Maus oder Finger darüber. Die Unterschiede sind erheblich.

Zum Wochenende zieht die Windstromerzeugung richtig an. Am Samstag fällt der Strompreis auf 0€/MWh. Am Sonntag sind die Strompreise ab 9:00 Uhr negativ. Der Tiefstpreis – Allzeit-Rekord – liegt um 14:00 Uhr bei -500€/MWh. Der deutsche Stromkunde muss allein für den Exportstrom, der in dieser Stunde vom Ausland abgenommen wird, dies bezahlen: 10,576 GWh Exportstrom netto (Quelle) entsprechen 10.576 MWh Exportstrom netto. Macht neben 10,756 GWh verschenktem Strom eine ´Bonuszahlung` von 5.378.000 €, die an die einzelnen Abnehmerländer verteilt gezahlt werden. Da wird „günstiger“ Wind- und PV-Strom auf einmal sehr teuer. Aufgemerkt: Es handelt sich nur um die 14:00 Uhr Stunde. Die anderen Stunden, zum Beispiel jene um 15:00 mit -399€/MWh für 12,248 GWh, kosteten ebenfalls richtig viel Geld. Es ist nicht das Geld der Strom-Erzeuger, kein Geld des Staats, nicht das Geld Herrn Habecks als mitverantwortlichem Politiker. Sie und ich, die Stromkunden bezahlen die erheblichen Summen, die an diesem Tag im Juli zusammenkommen.

Erst um 19:00 Uhr endet die Negativ-Strompreisserie. Kleiner Trost: Wenigstens bekommen die regenerativen Stromerzeuger nicht auch noch Geld für ihre Erzeugung, denn die Negativstrompreisserie dauerte mehr als vier Stunden. Bemerkenswert ist der Stromexport der Niederlande nach Deutschland. Ich habe dafür keine Erklärung, außer der, dass das Land im Rahmen einer Fehlkalkulation zu viel Strom produziert hat, den es „loswerden“ musste. Es könnten aber auch vertragliche Verpflichtungen dahinterstehen.

Brandaktuell gibt es ein Kontrafunk aktuell-Interview vom 10.7.2023 des Autors zu Deutschlands Stromimporten und einen Enexion-Artikel zum Thema „Heizungstechnologie Fernwärme„.

Wochenanalyse KW 26/2023

Montag, 26.6.2023 bis Sonntag, 2.7.2023Anteil Wind- und PV-Strom 44,9 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 58,8 Prozent, davon Windstrom 24,8 Prozent, PV-Strom 20,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,8 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 26. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 26. KW 2023: Factsheet KW 26/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresüberblick 2023 bis zum 2. Juli 2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Montag, 26. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 54,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,7 Prozent, davon Windstrom 32,1 Prozent, PV-Strom 22,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,8 Prozent.

Um 14:00 Uhr erreicht die regenerative Stromerzeugung fast die Bedarfsgrenze. Sofort fällt der Strompreis auf 51 €/MWh. Um 7:00 Uhr lag der noch bei 132€/MWh. Da allerdings musste Deutschland, der Stromkunde zahlen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 26.6.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 27. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 48,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,3 Prozent, davon Windstrom 28,6 Prozent, PV-Strom 19,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,9 Prozent.

Der Dienstag liefert noch reichlich regenerativ erzeugten Strom. Die Strompreisbildung ähnelt der gestrigen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 27.6.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 28. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 34,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 48,4 Prozent, davon Windstrom 12,9 Prozent, PV-Strom 21,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,8 Prozent.

Nach Sonnenuntergang setzt ein Windstromflaute ein. Die Strompreisbildung. Es ist bemerkenswert, dass die konventionellen Stromerzeuger ihre Produktion fast bedarfsgenau austarieren.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 28.6 2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 29. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 27,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 41,5 Prozent, davon Windstrom 6,4 Prozent, PV-Strom 20,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,2 Prozent.

Kaum Windstrom, wenig PV-Strom. Stromimporte über den gesamten Tag heben das Preisniveau.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 29. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 29.6.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 30. Juni 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 25,9 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 41,9 Prozent, davon Windstrom 9,3 Prozent, PV-Strom 16,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 16,0 Prozent.

Nach Sonnenuntergang legt die Windstromerzeugung zu. Wenig PV-Strom erfordert massive, ganztägige Stromimporte. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 30. Juni ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 30.6.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 1. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 57,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 72,5 Prozent, davon Windstrom 39,9 Prozent, PV-Strom 17,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,9 Prozent.

Knackige Windstromerzeugung plus PV-Strom bei wenig Bedarf. Der Strompreis liegt über der Mittagsspitze bei 0€/MWh.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 1.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 2. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 62,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 75,1 Prozent, davon Windstrom 41,5 Prozent, PV-Strom 20,6 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,0 Prozent.

Der heutige Sonntag ist ein absolutes Desaster für die regenerative Stromerzeugung per Wind- und Solarkraft in Deutschland. Der Bedarf ist – wie jeden Sonntag – gering. Die Wind- und PV-Stromerzeugung sind über die Mittagsspitze größer als der Bedarf (Agora / Smard). Da aus Netzstabilitätsgründen noch etwa 25% konventioneller Strom mittels Großkraftwerksgeneratoren hergestellt werden muss, ist bis 20:00 Uhr viel zu viel Strom im Markt. Hinzu kommt es ab 13:00 Uhr zu einer Bedarfsdelle, sodass ab 14:00 Uhr der Strompreis den Minusrekord von 500€ ausweist. Was erhebliche Konsequenzen (siehe oben) hat. Dass Deutschland ab 20:00 Uhr wieder Strom importieren muss, um den Bedarf zu decken, entbehrt nicht einer gewissen Tragik. Knapp 100€/MWh müssen dafür bezahlt werden. Vor allem an Dänemark, aber auch andere, die den Strom mit 500€ Bonus geschenkt bekommen haben, werden ein paar Stunden später für den Stromexport nach Deutschland fürstlich bezahlt. So macht man Geschäfte.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2.7. ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 2.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040

PKW-Neuzulassungen Juni 2023: Neuzulassungen steigen

von Peter Hager

Die PKW-Neuzulassungen im Juni lagen mit 280.139 PKW um 24,8 % über dem Vorjahresmonat. Nach dem Einbruch im April wurde der bisherige Neuzulassungshöchstwert von März 23 (281.361 PKW) fast erreicht.

Bis auf die Plug-in-Hybrid-PKW konnten alle Antriebsarten zulegen, wobei der Zuwachs bei den BEV- und Hybrid-PKW am höchsten ausfiel. Der Anteil von PKW mit Verbrennungsmotor lag bei rund 74 %.

Antriebsarten

  • Benzin: 99.774 (+ 19,8 % ggü. 06/2022 / Zulassungsanteil: 35,6 %)
  • Diesel: 46.860 (+ 10,3 % ggü. 06/2022 / Zulassungsanteil: 16,7 %)
  • Hybrid (ohne Plug-in): 62.314 (+ 59,1 % ggü. 06/2022 / Zulassungsanteil: 22,2 %)
    darunter mit Benzinmotor: 42.383
    darunter mit Dieselmotor: 19.935
  • Plug-in-Hybrid: 15.930 (- 39,2 % ggü. 06/2022 / Zulassungsanteil: 5,7 %)
    darunter mit Benzinmotor: 15.184
    darunter mit Dieselmotor: 746
  • Elektro (BEV): 52.988 (+ 64,4 % ggü. 06/2022 / Zulassungsanteil: 18,9 %)

Quelle

Top 10 nach Herstellern (01-06/23)

Hybrid-PKW (ohne Plug-in): 324.078 (01-06/22: 233.240)

Audi: 18,1%
Mercedes: 15,8%
BMW: 15,4%
Toyota: 7,6%
Ford: 6,9%
Hyundai: 4,8%
Fiat: 4,3%
Suzuki: 3,6%
Volvo: 3,4%
Nissan: 3,4%

Hybrid-PKW (mit Plug-in): 79.065 (01-06/22: 138.880)

Mercedes: 23,9%
BMW: 11,9%
Audi: 10,0%
Seat: 7,0%
VW: 5,7%
Volvo: 5,6%
Ford: 4,6%
Kia: 3,8%
Opel: 3,5%
Skoda: 3,1%

Elektro-PKW (BEV): 220.244 (01-06/22: 167.263)

Tesla: 16,5%
VW: 15,6%
Mercedes: 7,7%
Audi: 6,5%
BMW: 5,8%
Hyundai: 5,5%
Fiat: 4,0%
Smart: 3,8%
Skoda: 3,5%
MG Roewe: 3,5%

Die beliebtesten zehn E-Modelle in 06/2023 (Gesamt: 52.988)

Tesla Model Y (SUV): 6.098
VW ID 4/5 (SUV): 5.152
Fiat 500 (Minis): 3.004
VW ID 3 (Kompaktklasse): 2.355
Skoda Enyaq (SUV): 1.936
Tesla Model 3 (Mittelklasse): 1.668
Audi Q4 (SUV): 1.646
Mercedes GLA (SUV): 1.444
Seat Born (Kompaktklasse): 1.435
Mini (Kleinwagen): 1.216

Nachfrage schwächelt: Neue Subventionen für die E-Mobilität sollen helfen

Trotz der steigenden Zulassungszahlen – hier werden noch häufig die zum Teil hohen Auftragsbestände in den Verkauf gebracht – hat sich laut den ifo-Konjunkturindikatoren das Geschäftsklima in der deutschen Automobilindustrie eingetrübt.

Dazu passt die Mitteilung, dass VW seine E-Autoproduktion in Emden, dort werden der ID.4 und zukünftig der neue ID.7 gefertigt, drosselt. Als Grund wird die ´mangelnde Nachfrage` genannt.

Gestiegene Energiepreise, weiterhin hohe Inflation und reduzierte Förderprämien zum Jahresbeginn lassen bei den E-Autos eine allgemeine Kaufzurückhaltung erkennen.

Deshalb werden vermehrt weitere Subventionen der E-Mobilität ins Gespräch gebracht, etwa von Niedersachsens Wirtschaftsminister Lies, der sich für neue „Kaufanreize“ wie zum Beispiel eine reduzierte Mehrwertsteuer ausspricht. Jüngst hat Bundesverkehrsminister Wissing neue Förderungen für die Ladeinfrastruktur angekündigt: 500 Millionen Euro für private Wohngebäude, bestehend aus Wallbox, PV-Anlage und Speicher sowie 400 Millionen Euro für Schnelllader zum Betrieb gewerblich genutzter PKW.

Ob solche Subventionen die Verkehrswende retten, bleibt mehr als zweifelhaft. In sieben Jahren noch knapp 14 Mio Elektrofahrzeuge auf die Straße bringen zu wollen, bis zum Jahr 2030 insgesamt 800.000 bis 1.000.000 Ladepunkte zu installieren (Stand April 2023 84.000 Ladepunkte) erscheint mir sehr sportlich. Um nicht zu sagen: Unwahrscheinlich!

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

 Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.