Kurzmeldung: Klima-Extremisten wollten Brandanschlag auf Bremens Innensenator verüben

… erwischten aber das falsche Auto, das in der Nähe des Wohnhauses von Ulrich Mäurer (SPD) parkte.

Wie „Apollo news“ meldet, bekannten sich linke Terroristen via Indymedia zu dem fehlgegangenen Anschlag:

Brandanschlag auf das Auto von Bremens Innensenator Mäurer

Switch OFF! the system of destruction

Wir haben am 19. Juli 2023 eine Brandbombe unter dem Audi von Bremens Innensenator Mäurer in der Nähe seiner Haustür am Weidedamm in Bremen Findorff gezündet.

 Brandanschlag auf das Auto von Bremens Innensenator Mäurer

Switch OFF! the system of destruction

Lina, Leon, Janis, Philipp, Johann, Martin, Clara, Paul, Jan, …this is for you!

You did and do the right thing: den militanten Angriff auf das kapitalistische System und alle Arschlöcher zu organisieren ist wichtig und notwendig! Genauso wie die Organisierung des Untertauchens und die Erforschung unkontrollierter Landschaften.

Wir haben am 19. Juli 2023 eine Brandbombe unter dem Audi von Bremens Innensenator Mäurer in der Nähe seiner Haustür am Weidedamm in Bremen Findorff gezündet.

Gefühlt ist Mäurer schon immer Innensenator, aber mindestens seit 16 Jahren ist sein Job die skrupellose Umsetzung der mörderischen europäischen und deutschen Fluchtregulation auf dem Gebiet der Hansestadt Bremen. Kürzlich ist er für vier weitere Jahre zum obersten Menschenjäger der Stadt ernannt worden. Auf sein Konto gehen in dieser langen Amtszeit tausende von Abschiebungen, Festnahmen, Einknastungen mit allen nur denkbaren Folgen für die Betroffenen. Immer hat er mörderischen Bullen den Rücken gestärkt, wie zum Beispiel den Mörder*innen von Qosay Sadam Khalef und Mohamed Idrissi.

Mäurer ließ sogenannte „Gefahrenorte“ einrichten um „verdachtsunabhängige Kontrollen“ durchführen zu können. Zweimal jährlich stimmte er auf den Innenministerkonferenzen zusammen mit seinen Amtskolleg*innen den Chor an: „mehr Waffen, schärfere Gesetze, mehr Knäste, …“

So auch im Juni 2023, als kurz nach den extremen Verschärfungen der EU-Flüchtlingspolitik die Innenministerkonferenz nach weiteren Befugnissen verlangte. 2000 km Grenzzäune, zehntausende Tote im Mittelmeer, das alles reichte ihnen noch nicht.

Gegen linksradikale Subversion setzt Mäurer auf Observationen und Hausdurchsuchungen. Für eine jahrelange Observation des Wagenplatzes „Querlenker“ durch Bundesbehörden, die mit hohem technischen Aufwand durchgeführt wurde, leistete er Amtshilfe. Bei der Präsentation des letzten Bremer Verfassungsschutzberichts mutmaßte er, die relative Ruhe bei den „Linksextremist*innen“ könnte trügerisch sein. Da könnte er Recht behalten.

Die fortschreitende Zerstörung der Erde, Klimakatastrophen, Dürre, Wassermangel, Hunger und Kriege um die verbliebenen Ressourcen, werden weitere Millionen Menschen zur Flucht zwingen. Militär und Polizeibehörden der Festung Europa werden diese Menschen noch härter bekämpfen. Auch deshalb:

Switch OFF! the system of destruction – NOW!

Wir erinnern mit unserem kleinen Feuer auch an zwei Revolutionäre, die im letzten Jahr gestorben sind: Ronald Fritzsch und Rolf Heißler. Beide fingen Ende der 60er Jahre an, sich militant zu organisieren. Später kämpften sie in der Stadtguerilla der Bewegung 2.6. und der RAF, und nach ihrer Festnahme viele Jahre im Knast. Ihren energischen Einsatz für eine kommunistische oder anarchistische Zukunft werden wir nicht vergessen.

Militanz 2023, noch lange nicht letzte Generation!

AG hemmungslos und uferlos*

„Wenn Hasen Flinten hätten, würden nicht so viele erschossen!“

(* Haldewangs Prädikate für Linksradikale)

Indymedia bietet die Kommentarmöglichkeit an. Das haben zwei Kritiker famos genutzt:

Moin, laut der Polizei gehört keines der Fahrzeuge dem Bremer Innensenator. Hat man nun die Fahrzeuge von unbeteiligten Senioren abgefackelt?

Das nazisische habt ihr in eurem Blut geerbt. Eure Großeltern haben Synagogen angezündet. Ihr zündet Fahrzeuge an. Ihr seid also sehr ähnlich wie die alten Nazis und Kriegsverbrecher. Schämt euch Kerle!




Woher kommt der Strom? Wind -und PV-Strom an den ersten Tagen stark

27. Analysewoche 2023 von Rüdiger Stobbe

Die 27. Analysewoche war an den ersten drei Tagen stark von Wind -und PV-Strom geprägt.  Die regenerative Erzeugung erreichte über die Mittagsspitze fast die Bedarfslinie. Hinzu kommt selbstverständlich aus Gründen der Netzstabilität eine konventionelle Stromerzeugung, die über Mittag zu einer erheblichen Strom-Übererzeugung führt. Weile der konventionell erzeugte Strom nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird eine Menge Importstrom notwendig. Der Strompreis schwankt von negativ über Mittag bis hin zu gut 180€/MWh, welche dann anfallen, wenn Importstrom benötigt wird. Das gilt für die hohen Strompreise der Woche generell. Import=hochpreisig, Export= niedrigpreisig.

In der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag wird eine Windflaute eingeläutet. Die hält bis Freitagabend an. Die Strom-Überproduktion hält sich in Grenzen, so dass die Preisschwankungen nicht so massiv sind. Der Stromimport ist erheblich.

Zum Wochenende sieht die Stromerzeugung so aus. Über die Mittagsspitze werden wieder niedrige Strompreise aufgerufen. Und wieder ist der Import von Strom aus dem benachbarten Ausland notwendig.

Die Betrachtung der 27. Strom-Handelswoche  belegt das Kaufverhalten unserer Nachbarn. Vor- und Nachmittags wird Strom nach Deutschland exportiert. Über die Mittagszeit wird Strom gekauft. Das entspricht der alten Kaufmannsregel: Billig einkaufen, teuer verkaufen. Die eingeblendete Preiskurve veranschaulicht das Prinzip.

Ein Blick auf konkrete Zahlen des Im- und Exportgeschäftes. 1.093 GWh wurden zum Gesamtpreis von 116 Mi0. € (106€/MWh) importiert (Werte gerundet). Hätten die konventionellen Stromproduzenten den Strom selbst. erzeugt, wäre es wahrscheinlich erheblich günstiger geworden. Die Rechnung: Der mittlere Strompreis über alles beträgt 84€/MWh. Macht für die 1.093 GWh 92 Mio €. Wahrscheinlich wäre der Preis noch niedriger, weil der preistreibende Stromimport nicht wäre. Importe signalisieren Bedarf, der Preis steigt. Überproduktion signalisiert, dass der Strom nicht benötigt wird, dass er überflüssig ist, der Preis sinkt. Die konkreten Werte der 27. Analysewoche belegen den Sachverhalt eindrucksvoll. Der mittlere Importstrompreis liegt bei 106€/MWh. Der Exportstrompreis beträgt 55€/MWh. Deshalb bringen die 717 GWh Stromexport nur einen Ertrag von knapp 40 Mio. € Quelle mit exakten Werten.

Warum erzeugt Deutschland den Strom, der importiert nicht selbst? Das hat vier Gründe:

  1. Die Stromerzeuger hätten viel mehr Anpassungsschwierigkeiten an den regenerativen Erzeugungsverlauf, was unter dem Strich den Preis senkt.
  2. Es müssten mehr Ressourcen (Brennstoffe) eingesetzt werden.
  3. Der Ertrag pro MWh würde sinken.
  4. Der CO2-Ausstoß Deutschlands würde erheblich steigen. Denn das ausgestoßene CO2 bleibt rechnerisch immer im Erzeugerland.

Deshalb wird im Sommer Strom importiert. Da halten unsere Nachbarn die entsprechenden Kapazitäten vor, die sie im Winter selbst benötigen. Im Winter ist der Stromimport wesentlich geringer. Lesen Sie in diesem Zusammenhang diesen Artikel: Deutschland wird Stromimporteur. Hören Sie auch  das Kontrafunk aktuell-Interview vom 10.7.2023 des Autors zu Deutschlands Stromimporten.

Wochenanalyse KW 27/2023

Montag, 3.7.2023 bis Sonntag, 9.7.2023Anteil Wind- und PV-Strom 51,2 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,6  Prozent, davon Windstrom 26,9 Prozent, PV-Strom 24,3 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,5 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 27. Analysewoche ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 27. KW 2023: Factsheet KW 27/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

Jahresüberblick 2023 bis zum 9. Juli 2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Montag, 3. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 59,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 71,0 Prozent, davon Windstrom 41,5 Prozent, PV-Strom 17,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,0 Prozent.

Der Montag ist von einer Wind- und PV-Stromerzeugung gekennzeichnet, die fast zusammen mit Laufwasser- und Biomassestrom den Bedarf deckt. Die zwecks Netzstabilisierung unabdingbare konventionelle Stromerzeugung – neben der Speicherfrage die größte technische Herausforderung der sogenannten Energiewende – lässt die Gesamtstromerzeugung weit über Bedarf steigen. Das führt über die Mittagsspitze zu negativen Strompreisen.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 3.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 4. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 54,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,0 Prozent, davon Windstrom 33,7 Prozent, PV-Strom 21,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,2 Prozent.

Ein ähnliches Bild wie gestern. Allerding ohne negative Strompreise.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 4.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2, Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 5. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 60,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 72,1 Prozent, davon Windstrom 44,6 Prozent, PV-Strom 16,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,4 Prozent.

Die Bedarfslinie wird heute regenerativ ´gescratcht`. Der Strompreis ist wieder negativ. Natürlich nur über die Mittagsspitze.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 5. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 5.7. 2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 6. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 42,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 56,3 Prozent, davon Windstrom 16,5 Prozent, PV-Strom 25,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,1 Prozent.

In der Nacht zum Donnerstag hat die Windstromerzeugung nachgelassen. Die Flaute dauert bis Freitagabend. Die Strompreisbildung

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 6.7.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 7. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 39,8 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 54,9 Prozent, davon Windstrom 6,8 Prozent, PV-Strom 32,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,2 Prozent.

Kaum Windstrom. Erst zu Abend steigt die Windstromerzeugung wieder an. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 7. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 7.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 8. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 50,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,2 Prozent, davon Windstrom 19,2 Prozent, PV-Strom 30,9 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,1 Prozent.

Wochenende. Wenig Bedarf. Eine Winddelle über Tag verhindert, dass konventionell erheblich über Bedarf Strom produziert werden muss. Das hätte den Strompreis erfahrungsgemäß in den negativen Bereich gedrückt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 8. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 8.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 9. Juli 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 46,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,7 Prozent, davon Windstrom 15,5 Prozent, PV-Strom 30,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,5 Prozent.

Wieder ´rettet` eine Winddelle den Strompreis vor dem negativen Bereich.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 9. Juli ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 9.7.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030, Agora-Chart 2040

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier. Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




Bald kein günstiger Strom mehr in Frankreich.

Das Ende des staatlichen Tarif-Schutz-Schildes

Edgar L. Gärtner

Die Franzosen kommen aus der Aufregung nicht mehr heraus. Nach den Massendemonstrationen gegen die undemokratisch durchgepaukte Rentenreform und den gewaltsamen Ausschreitungen in den Vorstädten nach dem Abknallen eines gefährlichen Jugendlichen durch einen Polizisten stehen nach dem Ende der Ferienzeit weitere Massenbewegungen gegen bereits begonnene saftige Strompreiserhöhungen an. Wir haben hier schon öfters darauf hingewiesen, dass es das in der EU geltende Merrit order System der Strompreisbildung den Franzosen im Prinzip verwehrt, in den Genuss der niedrigen Produktionskosten ihres Nuklearstroms zu kommen. Die hohen Produktionskosten deutscher Gaskraftwerke würden den Strompreis auch in Frankreich bestimmen. Um dem dadurch zu erwartenden Unmut zu begegnen, hat der französische Staat bzw. die dort herrschende Kaste einen „bouclier tarifaire“ (Tarif-Schutzschild) errichtet, der auf massiven Subventionen fußt. Dadurch konnten die Strompreise bislang zumindest für Privatverbraucher und Kleinunternehmen in der Nähe des früheren günstigen Niveaus gehalten werden.

Doch damit soll nun Schluss sein. Der ohnehin schon finanziell überlastete französische Staat sei schlicht nicht mehr in der Lage, den „bouclier tarifaire“ aufrecht zu erhalten, heißt es. Was nicht so klar gesagt wird: Die französische Regierung stand unter massivem Druck seitens deutscher Think Tanks und grüner NGOs, die auch in Frankreich gut vernetzt sind. Die Berliner Ampel-Regierung tut ohnehin alles in ihrer Macht stehende, um die Entwicklung der Kernenergie in Frankreich zu bremsen. Der sukzessive Abbau des französischen Tarif-Schutzschildes begann bereits im Januar 2023 mit einer Tariferhöhung von 15 Prozent für 20 Millionen Haushalte. Im August sollen nun weitere 10 Prozent hinzukommen. Dann sollen im Halbjahres-Rhythmus jeweils weitere 17 Prozent hinzukommen: Im Februar 2024, im August 2024 und im Januar 2025. Das kann in einem Land, das dank des Ausbaus der Kernenergie und der alpinen Wasserkraft an niedrige Strompreise gewöhnt ist, nur als Provokation aufgefasst werden!

 




Schlechtes Hochwasser-Management – Klimaschau 154

Die Klimaschau informiert über Neuigkeiten aus den Klimawissenschaften und von der Energiewende. Themen der 154. Ausgabe:
0:00 Begrüßung
0:19 Römische Wärmeperiode
0:55 Schlechtes Überschwemmungsmanagement

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RÖMISCHE WÄRMEPERIODE
https://www.focus.de/wissen/klima/eis-schmilzt-weg-seit-2000-jahren-verborgener-pass-in-schweizer-alpen-freigelegt_id_133994133.html
https://www.tagesspiegel.de/wissen/seit-2000-jahren-unter-eis-liegender-pass-in-schweizer-alpen-wird-freigelegt-8594713.html
https://www.20min.ch/story/ueber-2000-jahre-lang-mit-eis-bedeckter-pass-liegt-jetzt-ganz-frei-348701759493

ÜBERSCHWEMMUNGEN
The Conversation: https://theconversation.com/nigeria-floods-governments-mismanagement-of-dams-is-a-major-cause-192777
WWA: https://www.worldweatherattribution.org/climate-change-exacerbated-heavy-rainfall-leading-to-large-scale-flooding-in-highly-vulnerable-communities-in-west-africa/
The Guardian: https://www.theguardian.com/environment/2022/nov/16/devastating-floods-in-nigeria-were-80-times-more-likely-because-of-climate-crisis
Lüdecke et al. 2021: https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S2214581821000240

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Alle anderen ungekennzeichneten Bilder: Pixabay.com

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Eingangsmusik: News Theme 2 von Audionautix unterliegt der Lizenz Creative-Commons-Lizenz „Namensnennung 4.0“. https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/, Künstler: http://audionautix.com/

Produktion: EIKE




Das Märchen von der Zunahme der Wetterkatastrophen

von AR Göhring

EIKE-Videogucker kennen das Argument von Marcel Crok und CLINTEL: Die Extremwetterlagen, mit denen Versicherungskonzerne, reiche Aktivist*innen, schlechte Politiker und noch schlechtere Wissenschaftler gerne hausieren gehen, werden nicht zahlreicher.

https://twitter.com/Luisamneubauer/status/1680525689177481216

Mit dieser politisch unerwünschten Tatsache beschäftigt sich heuer die Welt: Axel Bojanowski berichtet von einer Grafik des Unternehmens Statista, nach der Klimaextreme immer mehr würden:

https://de.statista.com/infografik/30203/kumulierte-anzahl-naturkatastrophen-extremwetterereignisse-in-europa/

Aber stimmt das? Erstaunlich einfache Antwort: Schon deswegen nicht, weil Aufzeichnungen mit der Zeit immer zahlreicher und akribischer werden. Beispiel Temperatur: Meßstationen gab es um 1900 schon recht viele in Europa und seinen Pflanzstaaten in Amerika und Ozeanien – und ansonsten noch ein paar in europäischen Kolonien. Ansonsten, vor allem die Südhalbkugel betreffend, wissen wir wenig über die Temperaturen vor 100 Jahren – es braucht schon die Proxys, also Stellvertreter-Klimadaten wie Baumringe.
Die Temperatur-Meßdaten der Welt werden mit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts also immer mehr und genauer.

Bei Extremwetter wie Dürre, Buschfeuer, Taifunen, Hurrikanen, Hagel, Hochwasser, Überschwemmung und Eisstürmen sieht es ählich aus: Nach 1900 werden es scheinbar immer mehr, weil europäisch-westliche Wissenschaftler zu Hause und in den Kolonien immer mehr und besser messen.

Oder, wie Bojanowski betont:

Grafik und Text sind hochgradig irreführend, und es ist erschreckend, daß eine Instanz wie “Statista” solch einen Unsinn verbreitet.

Die Daten erhielt Statista von EM-DAT, einer in Belgien sitzenden Forschungsorganisation für Naturkatastrophen. Ein Mitarbeiter, Nima Yaghmaei, meint klar:

Die EM-DAT befaßt sich mit den Auswirkungen des menschlichen Handelns. Daher kann man mit EM-DAT keine Trends bei Überschwemmungen angeben. Es kann jedoch Trends bei den aufgezeichneten Auswirkungen von Überschwemmungen in der jüngeren Geschichte aufzeigen.

„Aufgezeichnet“ ist hier das zentrale Stichwort!

Weiteres Problem bei der Interpretation der Häufigkeit: Nicht nur die Datenerhebung hat zugenommen, auch die Zahl der Menschen selbst – und damit die Größe der Siedlungen. Folge: Extremwetter wie Hochwasser oder Stürme können heute viel mehr zerstören als früher. Bojanowski deswegen:

Das Risiko für Naturkatastrophen entspricht dem Produkt aus Naturgefahr x Anfälligkeit x Verwundbarkeit (Ausdehnung).

Was gern verschwiegen wird: Obwohl die Schäden wegen der großen Siedlungen mehr und teurer werden, werden Personenschäden und Todeszahlen deutlich geringer – verbesserter Vorwarnung und Technik sei Dank.

Experte Roger Pielke jrs. Grafik dazu: Weltweite Wetterverluste als Prozent des globalen Bruttoinlandproduktes:

https://rogerpielkejr.substack.com/

Wie man sieht, zeigt sich über 30 Jahre ein Abwärtstrend mit einzelnen Ausreißern.

Delikat: Seit 20 Jahren nehmen die gemeldeten Naturkatastrophen nicht zu. Das liege an der zunehmenden Vertrauenswürdigkeit der Beobachtungen wie Fotos und Kommunikationsmittel, die auch weit draußen zunhmend zur Verfügung stehen. Wurde früher öfter gepfuscht und übertrieben? Das kennt der geneigte EIKE-Leser von gewissen Massenmedien und Aktivisten. O-Ton Welt:

Dabei geht unter, daß Trittbrettfahrer des Klimaproblems Wetterkatastrophen nutzen, um Aufmerksamkeit zu heischen und eigene Interessen durchzusetzen.

Ein Klimajournalist sagte/twitterte das vor zwei Jahren sogar ganz offen:

https://twitter.com/drvolts

Ereignisse sprechen nicht für sich selbst. Menschen interpretieren Ereignisse durch die Kategorien und Narrative ihrer Kultur. Wenn Du willst, daß Extremwetter als „Klimawandel“ interpretiert wird, mußt Du es aktiv „möglich machen“. Die Natur arbeitet nicht für Dich.

Wenn Sie im Video sehen wollen, wie die Tricks der „Möglichmacher“ funktionieren, schauen Sie sich die Erklärung von Marcel Crok und Roger Pielke jr an: