Woher kommt der Strom? 130€/MWh Bonus

21. Analysewoche

von Rüdiger Stobbe

Das lange Pfingstwochenende brachte am Sonntag (und Montag/Analyse nächste Woche) wieder einen knackigen Negativ-Strompreis mit sich. 129,90/130,00€/MWh musste den Abnehmern des überschüssigen deutschen Stroms um 13:00 und 14:00 Uhr mitgegeben werden. Denn selbstverständlich war am Pfingstsonntag der Bedarf niedrig. Zum Entsetzen der PV-Stromerzeuger war es auch noch ein Bilderbuchtag mit ganz viel Sonne. Und weil die konventionellen Stromerzeuger die Systemdienstleitung „Netzstabilität“ erbringen mussten, kam es zu einer Überproduktion, die den Strompreis in den Keller drückte. So haben sich das unsere Freunde der Energiewende bestimmt nicht vorgestellt. Sie sagen zwar, dass der Strompreis umso mehr sinkt, desto mehr regenerativer Strom erzeugt wird. Aber draufzahlen, das wollen sie bestimmt nicht. Brauchen sie auch nicht. Sie bekommen den per EEG vereinbarten Strompreis vergütet. Wenn nicht die 4-Stundenregel greift. Nur der Stromkunde, dem nutzt das alles nicht viel. Er bezahlt die Gesamtrechnung.

Wen es interessiert, weshalb die großen Generatoren der fossilen Gas- und Kohlekraftwerke zur Netzfrequenzstabilisierung, und damit zur Strom-Versorgungssicherheit Deutschlands notwendig sind, der höre sich das Feature „Strom“ von Holger Douglas an. Sie finden es hier als zweiten Punkt unter der Überschrift „Meilenstein“.

Daß Deutschland Strom aus dem benachbarten Ausland in erheblichen Mengen importiert, hat Methode. Unsere Nachbarn wissen das und stellen genügend Strom zum richtigen Zeitpunkt her. Sie wissen, daß Deutschland den Strom abnehmen wird. Das Preisniveau wird dadurch angehoben und alle sind zufrieden. Denn selbstverständlich erhalten die deutschen Stromerzeuger den gleichen Preis, der unseren Nachbarn vergütet wird. Die schauen selbstverständlich auch den Wetterbericht. Sie wussten, dass beispielsweise der Sonntag ein sehr sonnenreicher Tag werden wird. Über die Mittagsspitze nehmen sie den geschenkten Strom – teilweise zuzüglich Bonus bis zu 130 €/MWh – mit. Wenn Deutschland nach Sonnenuntergang wieder Strom benötigt, wird Strom nach Deutschland exportiert. Zu entsprechenden Preisen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert allerdings nur, wenn unsere Nachbarn ihre eigene Stromerzeugung nicht komplett selbst benötigen. Das ist im Sommer der Fall.

Im Winter, wenn es kalt und lange dunkel ist, benötigen auch unsere Nachbarn ihren Strom. Dann können sie nicht – wie aktuell – das immerhin noch größte Industrieland Europas mitversorgen. Zwar bekommen wir, die Bürger, immer wieder mit blumigen Worten erzählt, dass die Energieversorgung gesichert und „alles durchgerechnet“ sei. Wenn es aber tatsächlich mal knapp wird, wenn es zu – im besten Fall – gewollten Stromabschaltungen kommt, dann wird die Überraschung groß sein, dass der Strom rationiert wird. Was ohnehin der grüne Plan seit geraumer Zeit ist: Weg von der nachfrageorientierten hin zur angebotsorientierten Stromversorgung. Was besonders dann zum Bumerang wird, wenn die strombetriebene Wärmepumpe im kalten Winter an langen dunklen Tagen nicht heizen kann, weil einfach nicht genügend Strom da ist. Da lobe ich mir die Norweger, die neben der Wärmepumpe immer noch einen Kamin oder Holzofen in petto haben, der an richtig kalten Tagen die zu schwache Leistung der Wärmepumpe (Wo keine Wärme, gibt es nichts zu pumpen!) aufpeppt, so daß es gemütlich wird.  Glücklich die Menschen in Deutschland, die ähnliches besitzen.

Wochenanalyse KW 21/2023

Montag, 22. Mai 2023 bis Sonntag, 28. Mai 2023Anteil Wind- und PV-Strom 46,0 Prozent. Anteil regenerativer Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 61,6 Prozent, davon Windstrom 20,9 Prozent, PV-Strom 25,0 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,6 Prozent.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Wochenvergleich zur 21. Analysewoche ab 2016

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zur 21. KW 2023: Factsheet KW 21/2023 – ChartProduktionHandelswocheImport/Export/Preise, CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040.

  • Der Heizungstipp: Gas-, Ölheizung oder Wärmepumpe? Heinz Fischer, Heizungsinstallateur aus Österreich hier bei Kontrafunk vom 12.5.2023
  • Weitere Informationen zur Wärmepumpe im Artikel 9. Analysewoche.
  • Prof. Ganteförs überraschende Ergebnisse zu Wärmepumpe/Gasheizung (Quelle des Ausschnitts)
  • Neu: Interview mit Rüdiger Stobbe zum Thema Wasserstoff plus Zusatzinformationen
  • Viele weitere Zusatzinformationen
  • Achtung: Es gibt aktuell praktisch keinen überschüssigen PV-Strom (Photovoltaik). Ebenso gibt es praktisch keinen überschüssigen Windstrom. Auch in der Summe der Stromerzeugung mittels beider Energieträger plus Biomassestrom plus Laufwasserstrom gibt es keine Überschüsse. Der Beleg 2022, der Beleg 2023. Überschüsse werden bis auf sehr wenige Stunden im Jahr immer konventionell erzeugt!

Jahresüberblick 2023 bis zum 28.5.2023

Daten, Charts, Tabellen & Prognose zum bisherigen Jahr 2023Chart 1Chart 2ProduktionStromhandelImport/Export/Preise/CO2, Agora 2030Stromdateninfo Jahresvergleich ab 2016

Tagesanalysen

Was man wissen muss: Die Wind- und PV-Stromerzeugung wird in unseren Charts fast immer „oben“, oft auch über der Bedarfslinie angezeigt. Das suggeriert dem Betrachter, dass dieser Strom exportiert wird. Faktisch geht immer konventionell erzeugter Strom in den Export. Die Chartstruktur zum Beispiel mit dem bisherigen Jahresverlauf 2023 bildet den Sachverhalt korrekt ab. Die konventionelle Stromerzeugung folgt der regenerativen, sie ergänzt diese. Falls diese Ergänzung nicht ausreicht, um den Bedarf zu decken, wird der fehlende Strom, der die elektrische Energie transportiert, aus dem benachbarten Ausland importiert.

Montag, 22. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 45,0 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,8 Prozent, davon Windstrom 21,0 Prozent, PV-Strom 24,1 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,8 Prozent.

Die regenerative Stromerzeugung liegt gesamt über dem Durchschnitt. Wobei PV fast ein Viertel zusteuert. Allerdings nicht verteilt, sondern eben nur bei Sonnenschein und da auch noch mal mit Schwerpunkt Mittagsspitze. Was bei weiterem Ausbau der PV-Anlagen zu erheblicher Stromübererzeugung plus Preisverfall für einen kurzen Zeitraum des Tages führen wird, wie dieses Chart belegt. Da lohnt es nicht, einen Elektrolyseur anzuwerfen. Die Strompreisbildung.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 22. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 22.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Dienstag, 23. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 50,6 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 64,1 Prozent, davon Windstrom 37,8 Prozent, PV-Strom 12,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,6 Prozent.

Insgesamt wieder überdurchschnittliche Regenerativ-Stromerzeugung mit Schwerpunkt über Tag. Die Strompreisbildung. Über Mittag werden die 0€/MWh fast gekratzt.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 23. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 23.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Mittwoch, 24. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 36,1 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 51,8 Prozent, davon Windstrom 17,6 Prozent, PV-Strom 18,4 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,8 Prozent.

Die Windstromerzeugung lässt erheblich nach. Den ganzen Tag wird Strom importiert. Die Strompreisbildung. Der Stromimport hält das Preisniveau hoch.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 24. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 24.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Donnerstag, 25. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 45,4 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 60,4 Prozent, davon Windstrom 19,7 Prozent, PV-Strom 25,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,9 Prozent.

Die Windstromerzeugung ist weiter gering. Dafür wird wieder kräftig PV-Strom erzeugt. Deshalb ist über die Mittagsspitze kein Stromimport notwendig und die Preise purzeln Richtung 0€/MWh.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 25. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 25.5.2023: ChartProduktion, HandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Freitag, 26. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 50,3 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,4 Prozent, davon Windstrom 21,9 Prozent, PV-Strom 28,5 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,1 Prozent.

Fast gleiche Bild wie am Donnerstag. Nur ist die Windstrom- und die PV-Stromerzeugung etwas stärker. Deshalb werden die 0€/MWh über Mittag erreicht.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 26. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 26.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Samstag, 27. Mai 2023: Anteil Wind- und PV-Strom 45,7 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,6 Prozent, davon Windstrom 10,8 Prozent, PV-Strom 34,8 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,9 Prozent.

Die fossilen Kraftwerke erzeugen nur das Notwendigste, um die Stromversorgung aufrecht zu erhalten. Der Preis liegt fast sechs Stunden um die 0€/MWh.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 27. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 27.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Sonntag, 28.2023: Anteil Wind- und PV-Strom 48,2 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 66,3 Prozent, davon Windstrom 13,5 Prozent, PV-Strom 34,7 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 18,1 Prozent.

Der Strom-Bedarf ist sehr gering. Windstromerzeugung findet von 8:00 bis 14:00 Uhr praktisch nicht statt. Aber die Sonne knallt vom Himmel. Fast 35% der Gesamtstromerzeugung wird mittels PV-Anlagen erzeugt. Der Preis fällt von 10:00 bis 17:00 Uhr in den negativen Bereich. Es findet keine Vergütung mehr an. Allerdings müssen die Wind- und Solarmüller keine negativen Preise bezahlen. Sie bekommen nur nicht die Marktprämie.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 28. Mai ab 2016.

Daten, Charts, Tabellen & Prognosen zum 28.5.2023: ChartProduktionHandelstagImport/Export/Preise/CO2Agora-Chart 2030Agora-Chart 2040

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Rüdiger Stobbe betreibt den Politikblog Mediagnose.




Kältereport Nr. 18 /2023

Christian Freuer

Vorbemerkung: Urlaubsbedingt (zum ersten Mal seit 4 Jahren!) ist die Pause zum vorigen Kältereport etwas länger. Meldungen haben sich aber trotzdem angehäuft. Hervorstechend: Man glaubt es kaum, aber kaum nähert sich der Winter auf der Südhalbkugel, wartet der 5. Kontinent schon wieder mit Kälterekorden auf.

Zunächst wird in Meldungen vom 26. Mai 2023 eine Zusammenfassung der Schneeverhältnisse in Skigebieten der westlichen USA gegeben. Darüber wurde bereits berichtet. Mit einem eindrucksvollen Bild wird das untermauert:

Weitere Meldungen, zunächst vom 29. Mai 2023:

NOAA: Verhältnis Kälterekorde zu Hitzerekorden ist 2 zu 1

An der Art und Weise, wie die NOAA globale Temperaturdaten erhebt, ist eine Menge falsch, aber selbst wenn sie den UHI ignorieren und die Daten fälschen, übertreffen die Rekord-Tiefsttemperaturen die Rekord-höchsttemperaturen im Verhgältnis 2:1.

Den offiziellen Zahlen der Behörde zufolge wurden in diesem Jahr (bis zum 21. Mai) weltweit 68 neue Tiefsttemperaturen gegenüber 34 neuen Höchsttemperaturen verzeichnet.

Dieses Missverhältnis wird noch deutlicher, wenn man allein die Vereinigten Staaten betrachtet, wo (ebenfalls bis zum 21. Mai) in diesem Jahr insgesamt 13 neue Tiefsttemperaturrekorde aufgestellt wurden, während es bei der Hitze nur einen einzigen gab.

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Es folgen zwei weitere Kurzbeiträge, in denen es um Falsch-Propaganda geht. Diese sind hier separat übersetzt.

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Australien: Tiefste Mai-Temperaturen jemals

Trotz gegenteiliger offizieller Verlautbarungen des BoM erlebt Australien einen anomal kalten Herbst.

Dieses Wochenende bescherte Australien weitere Rekord-Tiefsttemperaturen für den Monat Mai, vor allem im Osten des Landes.

Zu den gefallenen Temperatur-Rekorden in Queensland gehören Camooweal mit 1,7°C, was den bisherigen Mai-Tiefstwert aus dem Jahr 1939 bricht; Maryborough mit 1,9°C, dem niedrigsten Mai-Wert seit 1957; Bankstown mit 0,7°C; Tamworth mit -4,8°C; Lake Grace mit -0,7°C; Williamson mit 3,5°C; und Hughenden mit 1,4°C.

Wie bereits erwähnt, steht dies im Widerspruch zu den Vorhersagen des Bureau of Meteorology, das für 2023 einen heißen Herbst vorausgesagt hatte.

In weiten Teilen Australiens wurden die kühlsten Sommer seit Jahrzehnten verzeichnet, nachdem auch die Frühlings- und Wintermonate kälter als der Durchschnitt waren. Sydney, Melbourne, Canberra und Brisbane gehörten zu den wichtigsten Metropolen, die einen überdurchschnittlich kühlen Sommer erlebten, wobei letztere im Jahr 2022 auch den kältesten Winter seit Beginn von Aufzeichnungen erlebte.

Und das alles trotz 1) der Ignoranz des BoM gegenüber dem bekannten UHI-Effekt und 2) der Überholung der Wetterstationen des Landes, bei der alle Quecksilberthermometer durch neue, um 0,7°C höhere Temperaturen anzeigende elektronische Fühler ersetzt wurden.

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11 Todesopfer durch eine Lawine in Palistan

Heftige Schneefälle außerhalb der Saison haben im nordpakistanischen Distrikt Astrore mindestens 11 Todesopfer gefordert.

Örtlichen Medienberichten zufolge wurden am Samstag mindestens 11 Nomaden getötet und mehrere weitere werden noch vermisst, nachdem sie in der Nähe des Shunter-Passes im Distrikt Astore in Gilgit Baltistan von einem heftigen Schneerutsch erfasst worden waren.

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Kälte in den USA

Große Teile der USA, insbesondere der Osten, haben in letzter Zeit eine Art Rückkehr des Winters erlebt.

Am Wochenende war Savannah, Georgia, einer der kältesten Orte auf Meereshöhe in den Lower 48.
Am Samstag erreichte die Stadt an der Küste Georgias eine Tageshöchsttemperatur von nur 16°C – erstaunlich für den Mai. Nur in den Jahren 1913 und 1934 wurden nach dem heutigen 27. Mai niedrigere Temperaturen gemessen (10./11. Juni bzw. 28. Mai).

Außerdem wurden diese 16°C zwischen Mitternacht und 2 Uhr morgens gemessen – der Tageshöchstwert lag bei nur 14°C.

Auch im Nordosten war es in den letzten Wochen außergewöhnlich kühl, wo noch nie dagewesene Fröste die Obst- und Weingärten der Region vernichtet haben. Es war sogar so kalt, dass der US-Senat das USDA aufgefordert hat, eine „Ernte-Desaster-Erklärung“ abzugeben, um den von den Frösten verwüsteten, Tausende von Acres umfassenden Farmen im Nordosten Soforthilfe zu leisten.

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Weiterer Regen in vielen Gebieten Europas, nachdem die „Wissenschaft“ eine endlose Dürre ausgerufen hatte

Apropos propagandistisches Doppeldenken: Europa ist derzeit eine Brutstätte widersprüchlichen Unsinns.

„Was für eine Veränderung in Spanien“, heißt es in den lokalen Medien:

Dazu ein Twitter-Video:

https://twitter.com/MeteOrihuela/status/

Es folgt eine längere Darstellung, wie die MSM mit diesen Vorgängen umgehen. Es wird empfohlen, sich das unter dem Link mal anzusehen. Es gehört aber nicht zum Thema dieser Kältereports.

Link: https://electroverse.info/australias-coldest-ever-may-temps-avalanche-kills-11-in-pakistan-u-s-shivers-rains-continue-to-pound-europe/

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Meldungen vom 1. Juni 2023:

Grönland: Eindrucksvolle Zunahme der Schnee-Massenbilanz SMB

Nach der beeindruckenden Entwicklung der letzten Saison ist der grönländische Eisschild auch 2022-23 wieder aktiv.

Während des gesamten Monats Mai, einer Zeit, in der die Oberflächenmassenbilanz (SMB) normalerweise mit Blick auf die sommerliche Schmelzsaison einen Abwärtstrend aufweist, hat Grönland stattdessen einen Aufwärtstrend ausgebildet, der am Mittwoch in einem SMB-Zuwachs von ca. 4 Gigatonnen gipfelte – ein neuer Rekord für diese Jahreszeit, der in den Büchern des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) bis ins Jahr 1981 zurückreicht.

Nach dem rekordverdächtigen Start in die Saison scheinen die Schnee-/Eismessungen in Grönland nun auch auf ein starkes Ende zuzusteuern.

Dies ist eine ähnliche Entwicklung wie in der letzten Saison, in der sich der Sommer ebenfalls als historisch kalt mit häufigen starken Schneestürmen erwies.

Außerdem nimmt der Eisschild insgesamt wieder zu, nachdem er von 1996 bis 2012 an Masse verloren hatte.

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Tiefsttemperaturen in Nordindien halten sich hartnäckig

Im indischen Bergstaat Himachal Pradesh ist die Temperatur in dieser Woche auf einen neuen Monatstiefststand gesunken.

Normalerweise ist der Mai eine Zeit blühender Blumen und sanfter Brisen. In diesem Jahr jedoch bot der Monat ein regenreiches Spektakel – in der letzten Woche gab es 325 % mehr Regen als üblich – und wahrhaft „extrem niedrige Temperaturen … die sowohl Einheimische als auch Touristen in Erstaunen versetzten“, berichtet himachalscape.com.

Dr. Surendra Paul, Direktor des Meteorologischen Zentrums in Shimla sagte, dass aufgrund der anhaltenden Regenfälle ein „enormer Temperaturrückgang“ zu beobachten war – ein Rückgang der durchschnittlichen Höchsttemperaturen im ganzen Bundesstaat um 7 °C und der Tiefsttemperaturen um 4 °C.

In Keylong wurde die niedrigste Temperatur der letzten Tage gemessen – erstaunliche 4,8 °C; auch in Kalpa, Shimla, Kukumasiri, Bharmour und Narkanda gab es erhebliche Temperaturstürze.

Ein Ende der Kälte und des Regens ist noch lange nicht in Sicht.

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Der rekord-kalte Mai in Australien

Das australische Amt für Meteorologie hat in letzter Zeit beruflich eine schwere Zeit hinter sich. Es hat die Aufgabe, einer frustrierend wachen Öffentlichkeit eine Erwärmungs-Katastrophe aufzuzwingen, doch Mutter Natur weigert sich strikt, mitzuspielen.

Der Mai 2023 war auf dem australischen Kontinent außergewöhnlich kalt. So kalt, dass mehr als 100 Wetterstationen die niedrigsten je gemessenen Mai-Temperaturen registrierten.

Frost, der sich bis ins tropische Queensland und das Northern Territory ausdehnte, war im Mai an der Tagesordnung, ebenso wie frühe Schneefälle in den südöstlichen Bergketten.

Der ABC-Meteorologe Tom Saunders berichtete, dass Sydney den kältesten Mai seit 1970 erlebte, mit einer Durchschnittstemperatur von nur 15°C. Die durchschnittliche Tiefsttemperatur in der Stadt lag laut Bom-Daten bei knapp 10°C, was den kältesten Mai seit 1957 bedeutet.

Auch in Melbourne herrschte eine anomal niedrige Durchschnittstemperatur von etwas mehr als 13 °C.

Auch in Brisbane setzte sich der Abkühlungstrend fort. Der letzte Winter (2022) war der kälteste Winter in der Geschichte der Stadt, und nach überdurchschnittlich kalten Monaten/Jahreszeiten seither wurde mit einem durchschnittlichen Minimum von 11,8°C der kältesten Mai seit 29 Jahren (seit 1994) verzeichnet (Mai 2023).

Abseits des städtischen Wärmeinseleffektes blieben die Temperaturen noch weitaus niedriger: In weiten Teilen des australischen Outbacks zum Beispiel lagen die Durchschnittswerte 10 °C unter der monatlichen Norm.

Link: https://electroverse.info/greenland-smb-gains-bone-chilling-chills-india-record-cold-may-for-australia/

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Hier eine Meldung bei wetteronline.de. Auch dort werden Kälterekorde genannt, immerhin, diesmal aus Finnland:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/waehrend-mitternachtssonne-kaelterekord-in-finnland–b5d99810-bf79-4f59-a71b-baaff9b283b1

Mehr zu Nordeuropa im nächsten Meldeblock. Diese zeigen, dass es sich bei dieser Meldung nur um die „Spitze eines Eisberges“ handelt.

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Meldungen vom 5. Juni 2023:

China: Mai kälter als im Mittel

Trotz der entschlossenen Propaganda des Establishments, die Chinas Mai-Hitze als alles beherrschend bezeichnete, erlebte das Land insgesamt einen anomal kühlen Monat.

Im Süden war es heiß, daran besteht kein Zweifel, aber die ausgedehnte, rekordverdächtige Kälte im Westen erwies sich als die dominierende Kraft. Der Mai 2023 endete in China mit einer Durchschnittstemperatur von 16,3 °C, was 0,2 °C unter dem multidekadischen Durchschnitt liegt.

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Extreme Kälte in Nordeuropa

Seit einigen Tagen herrschen in Nordeuropa historisch niedrige Temperaturen.

Am Samstag wurde Lettland mit einer absoluten Juni-Kälte konfrontiert. In Stende im Bezirk Talsi sank die Temperatur auf -2 °C. Nach Angaben des lettischen Zentrums für Umwelt, Geologie und Meteorologie (LVĢMC) ist dies der niedrigste Juni-Tiefstwert in Lettland, der im Jahr 1941 in Rucava gemessen wurde.

Auch in anderen Regionen des Landes wurden neue Bestmarken gesetzt, darunter in Saldus, wo der bisherige Tiefstwert aus dem Jahr 1975 übertroffen wurde.

Auch Estland wurde von außergewöhnlichen Kältewerten heimgesucht. In Kuusiku, einer kleinen Gemeinde im Bezirk Rapla, sank die Temperatur auf -3,3°C und übertraf damit den Juni-Tiefstwert von 1941 um 0,6°C. Auch hier gab es regionale Rekorde, darunter -3,4 °C in Rautavaara und -0,5 °C in Viitasaari.

Und in Finnland ist der nationale Juni-Rekord ebenfalls gefallen. Die auf dem Saana-Hügel gemessenen -7,7 °C übertreffen den bisher kältesten Juni-Tiefstwert Finnlands – die -7 °C von 1962 – deutlich. Sommerlicher Schnee begleitete Finnlands historische Tiefstwerte ebenso wie starke Nordwinde, welche die gefühlte Temperatur auf -18,3°C sinken ließen.

Auch in Russland (europäischer Teil) hat es das Wetter „nicht eilig, ein Sommerregime zu etablieren“, berichtet hmn.ru.

In vielen Gebieten, vor allem in der Mitte und im Nordwesten des Landes, herrschte Sommerfrost. In den Regionen Murmansk, Leningrad, Pskow und Nowgorod beispielsweise wurden nachts Tiefstwerte zwischen -1°C und -4°C gemessen. Auch in der Region Twer sank die Temperatur unter den Gefrierpunkt.

Die Frostgefahr besteht auch in der neuen Woche, in der in Wologda und Leningrad sowie in Pskow und Nowgorod Tiefstwerte von -1°C, -2°C und -3°C vorhergesagt werden. Sogar in Moskau werden frostige Junitiefstwerte erwartet: Hier werden -1°C vorhergesagt.

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Kaltes Österreich

Der kühle Juni knüpft an den überdurchschnittlich kühlen Mai in vielen europäischen Ländern an, so auch in Österreich, wo sich der Sommerschnee ebenfalls als bemerkenswert erweist.

Der Mai 2023 war in Österreich rund 0,3 Grad kühler als im multidekadischen Mittel und um 23 Prozent feuchter.

Bemerkenswert ist auch, dass dies nun der dritte Frühling in Folge ist, der dem europäischen Kontinent außergewöhnliche Kälte beschert

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Rekord-kalter Juni-Beginn in Shimla, Nordindien

Wie thenewshimachal.com berichtet, „erlebt Shimla derzeit einen beispiellosen und rekordverdächtigen Kälteeinbruch“.

Das nordindische Shimla – die Hauptstadt und größte Stadt des nordindischen Bundesstaates Himachal Pradesh – hat gerade „einen zwei Jahrzehnte alten Rekord gebrochen, als die Tiefsttemperatur im Juni 2023 unter 10°C sank“, so thenewshimachal.com weiter.

Seit 1999 hat die Metropole Shimla keine so niedrigen Juni-Temperaturen mehr verzeichnet.

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Mai in Australien: Vorhersage vs. Realität

Zu Beginn der Saison sagte das australische Bureau of Meteorology (BoM) einen überdurchschnittlich heißen Herbst voraus – sie nannten es im Grunde eine todsichere Sache; eine todsichere Sache, auf die man sein Haus verwetten kann.

Beachten Sie den Grad ihrer Zuversicht: 80+% für weite Teile des Kontinents:

[Noch einmal: die Skala rechts zeigt Wahrscheinlichkeiten der Wärme]

Mutter Natur hatte jedoch andere Ideen und ließ die erzählfreudige Regierungsbehörde wieder einmal mit langen Gesichtern zurück:

Nach den anomalen Temperaturen im März und April hat ein außergewöhnlich kühler Mai den letzten Nagel in den Sarg des BoM geschlagen, der die Wärme propagiert. Der Monat endete historisch kalt, selbst nach den eigenen manipulierten Büchern der Behörde…

Trotz der katastrophalen globalen Erwärmung, der Umstellung auf höhere Werte zeigende elektronische Fühlerthermometer und komplizierter Computermodellierung mussten die Australier einen Mai hinnehmen, der um 1,6 °C unter dem multidekadischen Durchschnitt lag – eine erstaunliche Abweichung.

Insgesamt war der Herbst außergewöhnlich kalt und trocken – der kälteste Mai seit 1944 und der zweit-trockenste überhaupt.

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Cap Allon schließt diesen Meldungsblock mit einem Twitter-Video von Patrick Moore:

https://twitter.com/ANTlWEF/status/china-cold-extreme-chills-grip-europe-shimlas-record-cold-frigid-australia-may%2F

Link: https://electroverse.info/china-cold-extreme-chills-grip-europe-shimlas-record-cold-frigid-australia-may/

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Meldungen vom 6. Juni 2023:

Australien: Warnung vor einem Kaltlufteinbruch im Westen des Landes

Mehrere australische Bundesstaaten haben Warnungen vor starken Winden, heftigen Regenfällen und niedrigen Temperaturen herausgegeben, da eine „starke“ antarktische Front die südliche Hälfte des Landes überquert.

Was die Kälte betrifft, so sorgt eine sich langsam bewegende Polarfront über der Grenze zwischen Victoria und Südaustralien für anomale Kälte.

Heute (6. Juni) wurden in Westaustralien mindestens 15 Rekorde für die niedrigste Maximaltemperatur aufgestellt: In Dwellingup und Manjimup wurden jeweils Tageshöchstwerte von nur 8 °C erreicht – neue Juni-Rekorde, die bis in die Jahre 1959 bzw. 1960 zurückreichen.

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Frost in Neuseeland

In dieser Woche herrschen in weiten Teilen Neuseelands anomal niedrige Temperaturen.

Der Dienstagmorgen war für viele Kiwis ein weiterer kühler – und nasser – Tag, an dem in vielen Regionen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt herrschten.

Um 7 Uhr morgens war der Lake Pukaki mit -5,2 °C der kälteste Ort, während es am benachbarten Lake Tekapo auf -4,6 °C kalt wurde.

Anderswo, in Queenstown, sank die Temperatur auf -2,4 °C, im benachbarten Wanaka auf -2C.

Die Kälte war allgegenwärtig und weit verbreitet, was zu Problemen wie Glatteis auf dem neuseeländischen Straßennetz führte; insbesondere auf der Crown Range Road gab es einige sehr gefährliche Stellen.

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Juni-Schnee in Colorado

Der Kalender sagt Sommer, die Berge in Colorado sagen Winter.

Hierzu gibt es ein Twitter-Video:

Es folgt noch ein Beitrag mit der Beschreibung, dass der Massen-Schnee in Kalifornien „wie ein Goldrausch“ daher kommt – jeder freut sich über das Ende/eine Unterbrechung der mehrjährigen Dürre. Fazit des Übersetzers: Es gleicht sich alles wieder aus!

Link: https://electroverse.info/alerts-issued-australia-freezing-lows-nz-june-snow-co-gold-rush-2-0/

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Meldungen vom 7. Juni 2023:

Dieser Meldungsblock beginnt mit einer Betrachtung zu Eisverhältnissen in der Arktis. Diese wird separat übersetzt.

Weitere Meldungen:

Rekord-Kälte in Weißrussland und Lettland

Die kühle zweite Hälfte des Frühlings in Europa setzt sich fort: In weiten Teilen des östlichen Kontinents herrschen die niedrigsten Juni-Temperaturen seit Beginn der Aufzeichnungen.

In Belarus sanken die Temperaturen am Morgen des 5. Juni in Bobruisk auf 1,7 °C.
Damit wurde der bisher niedrigste Juniwert für das Land seit 1977 (Sonnenminimum des Zyklus 20) übertroffen.

In Lettland wurde in Liepaja ein Tiefstwert von 2,4°C gemessen. Damit wurde der bisherige Juni-Tiefstwert von 3,8°C aus dem Jahr 2010 (kurz vor dem Ende des tiefen Minimums des Sonnenzyklus 23) deutlich übertroffen.

Weiter östlich beginnt der Sommer auch im europäischen Russland sehr kalt. Laut gismeteo.ru deuten die Bedingungen in Sankt Petersburg beispielsweise auf eine Wiederholung des Jahres 2017 hin, als der Juni und dann die gesamte Sommersaison außergewöhnlich kalt waren. „Der polare Trog wird das Eindringen von kühler Luft aus hohen Breitengraden ermöglichen“, heißt es bei gismeteo.ru. „Die Temperatur wird weiterhin um 2-4 Grad (C) unter der Klimanorm liegen.“

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Und wieder Australien:

Kälte bringt Perth an den Rand der Leistungsfähigkeit

Während der rekordverdächtigen Juni-Kälte in dieser Woche wurden zahlreiche Haushalte in Perth aufgefordert, ihren Stromverbrauch am Dienstagabend zu drosseln, um Stromausfälle zu vermeiden, nachdem der abendliche Energiebedarf auf ein rekordverdächtiges Niveau angestiegen war.

Am 6. Juni wurden in Westaustralien mindestens 15 Rekorde für die niedrigste Maximaltemperatur aufgestellt. In Perth sank die Temperatur am Dienstag um 13.30 Uhr unter 10 °C, wo sie dann auch verharrte und für einen untypisch kalten Nachmittag sorgte.

Es folgt der Hinweis auf eine sehr angespannte Stromversorgung in der Stadt.

Link: https://electroverse.info/thick-ice-stops-russian-ships-record-cold-belarus-and-latvia-perth-power-on-the-brink/

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Es gibt sogar Meldungen aus der deutschen Website wetteronline.com zu Schnee in den Alpen:

https://www.wetteronline.de/wetterticker/wanderer-aufgepasst-neuschnee-in-den-hochlagen-der-alpen-im-fruehsommer-birgt-gefahren–1044b98c-2fed-4b59-8551-ef4376d6d717

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Meldungen vom 8. Juni 2023:

Rekord-Kälte in British Columbia (B.C.)

In British Columbia werden in diesem Juni Kälterekorde aufgestellt.

Die Daten von Environment and Climate Change Canada (ECCC) zeigen, dass der Burns Lake und der Puntzi Mountain besonders kühl geblieben sind und Tiefstwerte von -5°C bzw. -4,9°C erreicht haben, womit die bisherigen Werte von 1999 und 2018 übertroffen wurden.

„Ein Hochdruckgebiet mit klarem Himmel brachte am Dienstagmorgen diese Kälte“, erklärte das ECCC.

In den kommenden Tagen wird es in British Columbia wieder wärmer werden, da die kalte Luftmasse nach Süden und in die Vereinigten Staaten abfließen wird [wobei sie sich natürlich erwärmt; Zusatz des Übersetzers].

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Es folgen unter diesem Link noch eine Meldung über Todesopfer am Mount Everest, die angeblich dem Klimawandel geschuldet sind, sowie eine weitere Betrachtung von Modellsimulationen bzgl. CO₂.

Link: https://electroverse.info/cold-b-c-climate-change-everest-deaths-models-overestimate-co2s-impact/

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wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. (19 / 2023)

Redaktionsschluss für diesen Report: 9. Juni 2023

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Waldbrände in Kanada: Daten vs. Hysterie

Cap Allon

„In diesem Jahr gab es in Kanada bereits 2355 Brände auf einer unglaublichen Fläche von 40.000 km²“, heißt es in den ersten Zeilen eines kürzlich erschienenen MSM-Artikels – ohne Kontext, nur mit scheinbar hohen Zahlen und einer Prise Übertreibung.

Die neuesten Daten des Canadian Interagency Forest Fire Centre (CIFFC) zeigen, dass es am 6. Juni 437 aktive Brände gab, womit sich die Gesamtzahl in diesem Jahr auf 2355 erhöht hat, was etwa 400 Brände über dem Zehnjahresdurchschnitt liegt.

„Waldbrände sind ein natürliches Phänomen“, heißt es in dem MSM-Artikel weiter, „aber durch den Klimawandel dauern sie länger und werden intensiver“.

Diese Behauptung wollen wir einmal näher unter die Lupe nehmen.

Das folgende Diagramm wurde mit freundlicher Genehmigung der National Forestry Database erstellt. Sie zeigt die jährliche Anzahl der Waldbrände in Kanada und deren flächenmäßige Ausdehnung seit 1990.

Studieren Sie das Diagramm. Das behauptete „Klimasignal“ ist einfach nicht vorhanden. Der Trend ist ganz klar rückläufig:

[Diese Graphik ist im Original interaktiv]

Als Nächstes wollen wir uns die Ursache der Brände ansehen.

Nehmen wir Alberta als Beispiel – einfach weil es an erster Stelle auf der alphabetischen Liste steht – so ist „menschliche Aktivität“ seit 2003 jedes Jahr der Hauptverursacher von Waldbränden in der Provinz, und zwar mit einigem Abstand, an zweiter Stelle stehen Blitzeinschläge und an dritter Stelle vorgeschriebene Verbrennungen.

In einem der letzten Jahre wurden 681 Brände durch Menschen verursacht, 89 durch Blitzschlag und 2 durch vorschriftsmäßige Verbrennungen (28 davon wurden nicht näher bezeichnet).

„Der Klimawandel führt dazu, dass [Waldbrände] länger andauern und intensiver sind“, lautet die Behauptung. Die Daten deuten jedoch darauf hin, dass menschliche Rücksichtslosigkeit die Hauptursache für die Brände ist – und selbst dann ist der Trend noch rückläufig.

Um dies zu untermauern, sollten wir uns das Diagramm noch einmal ansehen und auf das Jahr 2020 achten – insbesondere auf den dramatischen Rückgang. Das war das Jahr der Pandemie – Sie wissen schon, als die Kanadier wegen einer fiesen Grippe zwangsweise in ihren Häusern eingeschlossen wurden.

Seltsamerweise scheint auch die „globale Erwärmung“ in diesem Jahr einen Schnupfen bekommen zu haben, denn sowohl die Zahl der Waldbrände als auch die verbrannte Fläche erreichten einen historischen Tiefstand.

Ich versuche, mich auf dieser Website von fadenscheinigen Verschwörungstheorien fernzuhalten, aber helft mir ein wenig, ihr Klimaleugner. Erklären Sie die Satellitenbilder, die zeigen, dass die Brände in ganz Kanada gleichzeitig ausgebrochen sind. Die Aufnahmen sind gefälscht?

Möglicherweise. Entweder das, oder die meisten dieser Brände wurden, wie jedes Jahr, von Brandstiftern gelegt – nur dieses Mal vielleicht in einem zeitlich abgestimmten Angriff.

Nach dem, was ich in den letzten Jahren gesehen habe, halte ich es für durchaus möglich, dass eine Regierung, die wild entschlossen ist, ihre Kohlenstoffsteuer zu erhöhen und „den Klimawandel zu bekämpfen“, ein solches Spektakel inszeniert.

Und ihre pflichtbewussten Schoßhündchen in den Medien sind im Moment auf Hochtouren, wie dieser Tweet zeigt:

Ein weiteres Kuriosum: Kanadas Brände scheinen sehr patriotisch zu sein und halten sich größtenteils auf der Nordseite der US-Grenze:

Der Patriotismus der Brände ist natürlich eine große Erleichterung für die Amerikaner, die sich glücklich schätzen können, dass sie nicht wieder ein Jahr wie 1937 durchleben müssen, als alle drei Minuten ein Waldbrand ausbrach:

Die Wetter-besessenen Fernsehnachrichten lassen uns alle glauben, dass die Katastrophen immer schlimmer werden.

Das ist nicht der Fall – auch die Daten sprechen eine deutliche Sprache.

Im Jahr 1900 brannten jedes Jahr etwa 4,5 % der Landfläche der Welt. Im Laufe des letzten Jahrhunderts ist dieser Anteil auf etwa 3,2 % gesunken. Und in den letzten beiden Jahrzehnten zeigen Satellitenaufnahmen einen noch stärkeren Rückgang. Im Jahr 2021 brannten nur noch 2,5 %.

Hier die „offizielle“ Tabelle der Waldbrände in den Vereinigten Staaten:

Wie auch in Kanada ist der Trend rückläufig.

Aber es gibt noch mehr zu berichten.

Die Regierung Biden hat kürzlich alle Daten über Waldbrände vor 1983 gelöscht. Dies geschah, weil sich herausstellte, dass die Brandflächen zwischen 1910 und 1960 viel größer waren als heute und daher der gewünschten Korrelation zwischen AGW und Waldbränden widersprachen.

In typischer Orwell’scher Manier wischte die Regierung diese Jahrzehnte unbequemer Daten aus den Geschichtsbüchern und führte dabei die glanzlose Begründung an: „Es war nicht offiziell“ (hier verlinkt).

Außerdem ist das Jahr 1983 – der neue Ausgangspunkt – zufällig das Jahr mit der geringsten Brandfläche in der aufgezeichneten Geschichte:

Quelle: National Interagency Fire Center [NIFC].

Das Bild ist eindeutig: Es gibt keinen – das heißt null Komma null – Zusammenhang zwischen der Intensität und/oder Häufigkeit von Bränden und dem „Klimawandel“.

Wer etwas anderes behauptet, verbreitet unwissenschaftliche Propaganda.

Die Brandflächen in den USA sind tatsächlich um 90 % zurückgegangen, seit der CO₂-Gehalt auf dem vorindustriellen Niveau liegt.

Bezeichnenderweise hat die Biden-Regierung auch dieses Dokument kürzlich gelöscht:

Link: https://electroverse.info/canada-wildfires-data-vs-hysteria/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Dickes arktisches Eis zwingt russische Schiffe, einen langen Umweg zu fahren

Cap Allon

Das arktische Meereis schmilzt so schnell, dass es bis 2008… 2013… 2014… 2016… sicherlich bis zu den 2030er Jahren… auf jeden Fall bis zum Ende des Jahrhunderts verschwunden sein wird – es sei denn, der menschliche Wohlstand wird abgewürgt und unser Lebensstandard drastisch reduziert, dann wird alles gut.

Falschvorhersagen sind das Métier der AGW-Partei:

ABC News, 27. April 2008: „Sie wissen, dass der Klimawandel hartnäckig ist, wenn der Nordpol statt einer riesigen Schneedecke eine riesige Wasserfläche ist. In diesem Jahr bereiten sich Wissenschaftler in der Arktis zum ersten Mal auf diese Möglichkeit vor“.

Mark Serreze, leitender Wissenschaftler beim NSIDC, 12. Dezember 2007: Eisfrei bis 2012: „Die Arktis schreit auf“.

BBC News, 12. Dezember 2007: Arktis eisfrei bis 2013: „Unsere Projektion von 2013 für die Entfernung des Eises im Sommer berücksichtigt nicht die letzten beiden Minima in den Jahren 2005 und 2007 … In Anbetracht dieser Tatsache kann man also argumentieren, dass unsere Projektion von 2013 vielleicht schon zu konservativ ist“.

Sierra Club Kanada, 10. Juni 2013: Eisfrei bis 2014: „Ich bin noch zuversichtlicher geworden, was meine Vorhersage der totalen Zerstörung des arktischen Meereises im Jahr 2013 angeht.“

The Guardian, Sept 17, 2012: Endgültiger Zusammenbruch des Meereises innerhalb von 4 Jahren: „Einer der weltweit führenden Eisexperten hat den endgültigen Zusammenbruch des arktischen Meereises in den Sommermonaten innerhalb von vier Jahren vorausgesagt“ (nämlich Prof. Peter Wadhams von der Universität Cambridge).

Hier noch eine solche Phantasterei:

Trotz dieser Schlagzeilen hat das arktische Meer aber nicht gehorcht, wie die Daten zeigen.

Selbst am 6. Juni 2023 (dem jüngsten Datenpunkt) sind noch große Gebiete mit dickem, mehrjährigem Eis von 3 bis 4 Metern vorhanden:

Russland ist eine Nation, die der Propaganda von der eisfreien Zone keinen Glauben schenkt, ganz im Gegenteil: Putin sieht Jahrzehnte dicken Eises in der Arktis voraus, wie sein jüngster Bau von neun riesigen nuklearbetriebenen Eisbrechern zeigt, um Russlands arktische Operationen fortzusetzen.

Unten sind Aufnahmen des Eisbrechers „Jamal“ zu sehen, der im Jahr 2021 auf dem Nördlichen Seeweg eingesetzt wird:

Die erwähnten gescheiterten Propheten der Vergangenheit wären zweifellos schockiert (erfreut?) zu hören, dass dickes Eis im Jahr 2023 sogar Russlands neue Eisbrecher dazu zwingt, eine südliche Route zu nehmen, um die Arktis überhaupt erreichen zu können.

Diese Eisbrecher mit Nuklearantrieb gehören zu den leistungsstärksten der Welt, doch das diesjährige Eis – selbst im Mai und Juni, also weit nach dem Maximum im März – erweist sich selbst für sie als zu stark.

Putins neuester Eisbrecher, die Yevpatii Kolovrat (4020 Tonnen), hat sich der Pazifikflotte vor der Halbinsel Kamtschatka angeschlossen, die sich auf der anderen Seite des Beringmeers von Alaska befindet. Anstatt jedoch von der St. Petersburger Werft aus, in der es gebaut wurde, arktische Gewässer zu durchqueren, fuhr das Schiff in den Atlantik und weiter nach Süden ins Mittelmeer. Anschließend durchquerte es den Suezkanal und fuhr durch den Indischen Ozean in die Philippinische See, bevor es schließlich in seinem Heimathafen Petropawlowsk im Nordpazifik ankam.

Diese Route ist leicht doppelt so lang wie die Nordpassage nach Kamtschatka. Warum sollte Russlands neuester Eisbrecher nicht in den arktischen Gewässern fahren, für die er eigentlich gedacht ist? Die unbequeme Antwort: dickes, massives Eis.

[Hervorhebung im Original]

Daten des russischen Instituts für Arktis- und Antarktisforschung zeigten, dass die russischen arktischen Gewässer Anfang Mai von einer dicken Meereisschicht bedeckt waren. In der Laptewsee und der ostsibirischen See galten zwei Gürtel aus mehrjährigem Eis als unpassierbar, selbst für einen der stärksten Eisbrecher der Welt – benannt nach einem berühmten russischen Kriegshelden aus dem 13. Jahrhundert.

Dies war in den letzten Jahren das Thema, d. h. lang anhaltendes Meereis, nicht die saisonale Variante, die kommt und geht, behindert den arktischen Verkehr. Entgegen den Vorhersagen halten sich die mehrjährigen Eisschichten mit einer Dicke von 3 bis 4 m bis weit in die Schmelzsaison im Frühjahr hinein.

Die Yevpatii Kolovrat [siehe Abbildung unten] ist „nur“ in der Lage, 1,5 m dickes Eis zu durchbrechen und war daher selbst im Mai gezwungen, „den langen Weg zu nehmen“. Und sie ist nicht die Einzige, denn das dicke mehrjährige Eis hindert die meisten Schiffe seit Oktober 2022 daran, die arktischen Gewässer zu durchqueren.

Bild: RIA Novosti archive, image #186141 / Nikolai Zaytsev / CC-BY-SA 3.0
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/de/

Link: https://electroverse.info/thick-ice-stops-russian-ships-record-cold-belarus-and-latvia-perth-power-on-the-brink/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




CLINTEL-Analyse des 6. Sachstandsbericht (AR6, IPCC) jetzt auch als E-Book und Taschenbuch

von Marcel Crok et alii, CLINTEL, Niederlande

CLINTEL , Die Climate Intelligence Foundation, ist eine niederländische Stiftung, die den menschengemachten Klimawandel bezweifelt und die Sachstandsberichte des Weltklimarates IPCC auf Manipulationen untersucht – mit Erfolg.

Der CLINTEL-Bericht The Frozen Climate Views of the IPCC ist nun seit fast einem Monat erhältlich. Die Aufmerksamkeit der Mainstream-Medien war „netto null“.

Wo sind die guten alten Zeiten von Himalayagate geblieben, als selbst eher exotische Fehler im IPCC-Bericht weltweit für Schlagzeilen sorgten, die dann zur Überprüfung durch den InterAcademy Council führten. All das behandeln wir in unserem Bericht.

Die Berichterstattung über unseren Bericht in der Blogosphäre und den alternativen Medien war gut. WUWT, Judith Curry und Roger Pielke Jr. haben sich mit dem Bericht befaßt, und Scott Morrison hat mehrere Artikel im Daily Sceptic darüber geschrieben.

Andy May (Mitherausgeber des Berichts) gab ein Gespräch/Interview über den Bericht in der ausgezeichneten Tom Nelson Podcast Show. Die schriftliche Version des Vortrags finden Sie hier und das vollständige Interview hier.
Marcel Crok (Mitherausgeber des Berichts) hielt einen Vortrag im Rahmen der wirklich interessanten Vortragsreihe des Irish Climate Science Forum (geleitet von Jim O’Brien). In seinem Vortrag gab Marcel einen Überblick über den Clintel-Bericht.

In der Zwischenzeit haben Marcel und Andy hart daran gearbeitet, den Bericht auch als E-Book und Taschenbuch zu veröffentlichen. Gehen Sie zu Ihrer Lieblingsbuchhandlung (z. B. Amazon), um das Buch zu bestellen.

Es gibt inzwischen mehrere Pläne für Übersetzungen des Buches. Wenn Sie ebenfalls eine Übersetzung veröffentlichen möchten, kontaktieren Sie uns bitte unter office@clintel.org.

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Hinweis: Eine ausführliche Übersetzung des Inhaltes dieses Buches ist bereits am 12. Mai gepostet worden.