Die 15. EIKE-Konferenz in Braunsbedra unter dem Motto „Energie“ – eine Nachbetrachtung

von Axel R Göhring

Gerade ging unsere diesjährige Klima- und Energiekonferenz zu Ende, die aus aktuellen Gründen unter dem Motto „Energie“ stand. Ort war diesmal die Pfännerhall in Braunsbedra nahe Merseburg, Sachsen-Anhalt. Das Gebäude diente Jahrzehnte als Werkhalle für den mittlerweile gefluteten Tagebau, in der früher die Schaufeln der Radbagger gewartet wurden. Heute ist die Pfännerhall ein Ausstellungsort für das Abora-Projekt von Dominique Görlitz und seinen Mitstreitern, die experimentelle Archäologie betreiben, und für erdgeschichtliche Forschung. Prunkstück der Pfännerhall ist die lebensgroße Rekonstruktion eines riesigen prähistorischen Waldelefanten.

Nach der Erfahrung von Diffamierung und Bedrohung durch eine grüne Landtagsabgeordnete aus Erfurt und ihren Mitstreitern, und gestiegenen Kosten dank Energiepreisexplosion, rechneten wir mit Zurückhaltung bei den Buchungen. Zu Unrecht – die mittelgroße Pfännerhall war mit über 140 Teilnehmern optimal gefüllt.

Wir hatten diesmal wieder an zwei Tagen wieder Experten als Referenten gewinnen können, die zu vielen Klima- und Energiethemen, sachkundig Auskunft geben konnten. Diesmal wurden den Themen „Kernkraft & Strahlung“ viele Vorträge gewidmet, da nukleare Kraftwerke mittlerweile international die größte Schnittmenge zwischen Befürwortern der Klimarettungspolitik, und den Kritikergruppen wie EIKE darstellen und die immer noch heftig geschürte Angst vor jeder Strahlung die veröffentlichte Meinung dominiert. Dem galt es Fakten entgegen zu setzen. Hinzu kommt, dass neue Kraftwerkslinien nicht mehr wie die heute betriebenen Leichtwasserreaktoren von ununterbrochener aktiver Pumpen-Kühlung abhängig sind und daher nicht mehr havarieren und dann strahlende Stoffe freisetzen können, wie in Fukushima oder Tschernobyl. Sie schalten sich vorher – von der Schwerkraft getrieben- einfach ab.

Kernkraft – die Rettung der Industriegesellschaft, oder „Hochrisiko-Technologie“?

Außerdem emittieren sie nach Fertigstellung und Synchronisierung mit dem Stromnetz fast keine Gase wie Kohlendioxid oder Schwefeldioxid. Daher sind sie außerhalb Österreichs und Deutschlands, sogar in der EU-Zentrale Brüssel, als „nachhaltig“ eingestuft. Nur die Grünen deutscher Zunge behaupten Kernkraftwerke wie der Teufel das Weißwasser zu fürchten und wollen im Land nur noch Gaskraftwerke zur Ergänzung der zahllosen Wind- und PV-Ablagen – der Grund dafür ist rein politischer Natur, da bereits die Vorläufergruppen der Grünen Parteien um 1975, Jahre vor „Waldsterben“ und „Ozonloch“, mit dem nuklearen Weltuntergang mediale und politische Erfolge feierten.

Zum Thema der Strahlenangst hielt unser Referent Dr. Lutz Niemann einen Vortrag, in dem er mit Hilfe nackter Zahlen, zum Beispiel zu den Toten nuklearer Unfälle, eine realistische Haltung jenseits der jahrzehntelangen Panikmache anmahnte. Seine klare Aussage: Die Verteufelung der Kernkraft ist krass unrealistisch, da konkurrierende Konzepte deutlich mehr Opfer fordern.

Schaut man sich die ideologische Entwicklung der Grünen an, stellt man fest, daß die Angst vor künstlicher Radioaktivität eines der wenigen Themen ist, das seit rund 45 Jahren unverändert ist. Die grüne Haltung zur Europäischen Gemeinschaft/Union oder zur Gentechnik wurde im Sinne aktueller politischer Interessen hingegen in null komma nichts geändert. Da braucht es etwas Tradition, um auch ältere Wähler- und Journalistengruppen weiterhin an die Partei zu binden und die eigene Glaubwürdigkeit bei ihnen nicht zu verlieren.

Unabhängig von solchen politstrategischen Überlegungen halten Naturschützer wie Michael Shellenberger oder Kritiker wie wir von EIKE die Kernkraft für DIE Methode zur Bereitstellung billiger Energie zur Förderung des bürgerlichen Wohlstandes und zur Schonung der physischen Natur, die es im Gegensatz zu abstrakt-theoretischen Konzepten wie „Weltklima“ oder „Umwelt“ tatsächlich gibt. Nicht falsch verstehen – Plastikinseln im Meer oder verseuchte Gewässer sind ein tatsächliches Problem, das aber lokal oder regional besteht, und daher nicht mit globalem, oder auch nur deutschem Industrieabbau gelöst werden kann.

Neben Lutz Niemann referierte auch Manfred Haferburg, bekannt von der Achse des Guten und gelernter Kernkraftingenieur, über Sicherheitskonzepte der Kernenergie und die langwierige Ausbildung der Fachleute. Interessant: Haferburg hatte seine berufliche Laufbahn vor Jahrzehnten ausgerechnet in der Pfännerhall begonnen, wo er seinen Vortrag hielt! Sein Fazit: Durch die gegenwärtige Politik wird sich die Kernkraft für etwa 25 Jahre aus Deutschland verabschieden. Jetzt schon sind die besten deutschen KKW-Ingenieure in der Schweiz – mit Kußhand genommen!

Dr. Klaus-Dieter Humpich ist auch Ingenieur und stellte die vielen neuen sicheren Kernkraft-Generationen aus verschiedenen Ländern und von einigen Herstellern vor, zum Beispiel aktuelle Druck- und Siedewasser-Reaktoren.

Die menschliche Gesellschaft, Energie und Politik

Die Zahl unserer Referenten zum Themenkomplex Gesellschaft-Energienotstand-Netzsicherheit war sogar noch höher  – es sprachen EIKE-Präsident und Historiker Dr. Holger Thuß; der Geograf und Experimentalarchäologe Dr. Dominique Görlitz, unser altbekannter Referent, der Netzingenieur Prof. Helmut Alt aus Aachen, der Physiker Peter Würdig, der GWPF-Chef Dr.Benny Peiser aus England, der Klimapanik-Aufklärer Marcel Crok aus den Niederlanden (Clintel), der Energiewirtschaft-Spezialist Prof. Markus Kerber (TU Berlin) und der Agrarökonom Prof. Wolfgang Merbach aus Halle.

Holger Thuß gibt einen Abriß der fossilen Energieträger-Geschichte und stellt die Theorie der nicht-biogenen Ölentstehung nach Thomas Gold vor.

Dominique Görlitz, Mitglied des Vorstandes der Pfännerhall in Braunsbedra, ist bekannt für seine experimentellen Fahrten mit Schilfbooten über den Atlantik, auf den Spuren von Thor Heyerdahl. In der Pfännerhall steht sogar das Original der „Abora IV“, einem Boot altägyptischer Bauart. Er betont, daß Warmzeiten gute Zeiten für die Entwicklung der Zivilisation waren, statt einer Katastrophe, wie heute behauptet wird.

Helmut Alt ist altgedienter Ingenieur für Energiesysteme aus Aachen und klärt über die Un-Möglichkeit der Energiewende auf Basis der Windkraftanlagen und Photovoltaik auf – die „Erneuerbaren“ sind nicht grundlastfähig, weil sie nur zeitweise zur Verfügung stehen.

Peter Würdig, Physik-Ingenieurskollege von Alt, veranschaulicht die Un-Möglichkeit der Erneuerbaren am Beispiel von Inseln wie Pellworm, auf denen versucht wurde, ohne grundlastfähige Fossilkraft auszukommen.

Benny Peiser von der Global Warming Policy Formation berichtete über das „Netto-null“-Ziel der britischen Regierung, also das Bestreben, unter dem Strich kein CO2 mehr zu emittieren – auch der „Brexit“-Premier Boris Johnson hatte in seiner Amtszeit stets Klima-Panikpolitik gemacht. Er betont, daß die letzten dreißig Jahre der versuchten CO2-Reduktion frappierend erfolglos waren – die Emissionen steigen zumindest weltweit durchgehend an, während die Wirtschaft West-Europas stagniert.

Marcel Crok von der Climate Intelligence Foundation untersucht mit seinen Kollegen die Sachstandsberichte des Weltllimarates und zeigt Fehler und Manipulationen zum aktuellen Bericht (AR6) auf.

Markus Kerber erklärt, wie Energiepreise heutzutage zustandekommen (z.B. Merit order) und stellt die Frage nach dem wirtschaftlichen Sinn.

Wolfgang Merbach untersucht die innere Logik der deutschen Energiewende und deckt die Widersprüche auf, die einen Großteil der aktuellen Energiemangellage zur Folge haben.

Grundlagenforschung: Was macht unser Klima – Spurengase oder astronomische Faktoren?

Zur grundsätzlichen Physik des Klimas sprachen unser Vizepräsident Michael Limburg, unser Pressesprecher Prof. Horst Lüdecke, und natürlich, wie jedes Jahr, Prof.Nir Shaviv und  Prof. Henrik Svensmark aus Jerusalem und Kopenhagen, und  Prof. Nicola Scafetta aus Neapel.

Michael Limburg referierte über den Treibhauseffekt der Atmosphäre und stellt die offiziöse Theorie der Klima-Alarmisten in Frage.

Prof. Horst-Joachim Lüdecke erinnerte an die seit über zehn Jahren existierende begutachtete Publikationsaktivität von EIKE-Autoren und beschrieb den aktuellen Forschungsschwerpunkt. Er stellte detailliert eine Fachstudie von zwei EIKE-Mitgliedern und externem Koautor vor, die 2022 im renommierten Wissenschaftsjournal Scientific Reports von Nature veröffentlicht wurde. Ferner erwähnte er, dass seine Fachstudie mit Koautoren von 2021 vom jüngsten Sachstandsbericht AR6 des Weltklimarates zitiert wurde.

Nicola Scafetta sprach gleich zwei Themen an: Am ersten Tag betrachtete er die aktuellen Computermodelle des Weltklimarates, genannt CMIP6; und am zweiten Tag diskutierte er die auffällige Co-Variabilität des irdischen Klimas und der solaren Zyklen.

Wie die Erdsonne unser Klima steuert, erklärten Nir Shaviv  und Henrik Svensmarkdie fast zeitgleich unabhängig voneinander den Svensmark-Shaviv-Folgeeffekt entdeckten, wie wir ihn bei EIKE bezeichnen: Die kosmische Hintergrundstrahlung, Überbleibsel von Supernovae, trifft auf die obere Atmosphäre des Planeten und erzeugt so über einen komplizierten Prozess Wolkenkeime. Die Partikel – Strahlung der Erdsonne (verantwortlich u.a. für die Polarlichter) verdrängt nun einen Teil dieser kosmischen Partikel, was im Extremfall, nach einem coronaren Ausbruch, seit den 1950ern als Forbush-Effekt bekannt ist. Die Sonne bewirkt auf diese Weise – je nach momentaner eigener Strahlungsstärke – dass sich die Wolkenbedeckung durch Verminderung der Zahl der zu ihrer Bildung benötigten Keime vermindert. Ergebnis, der genannte Folgeeffekt: Weniger Wolken reflektieren weniger Sonnenstrahlung zurück ins All, und so heizt sich die Atmosphäre auf. Wolken sind – wie auch das IPCC erkannt hat- die mit Abstand größten Klimabeeinflusser, weit weit vor jeder – auch nur hypothetisch vermuteten- Einflussnahme des CO2

Ein anderer verdienter Forscher, der häufig bei unserer Konferenz sprach, ist der Geologe und EIKE-Mitglied Prof. Karl-Friedrich Ewert, der in Braunsbedra mit dem EIKE-Sonderpreis 2022 für seinen wissenschaftlichen Beitrag zur Auswertung tausender Temperaturzeitreihen und daraus deren umfassende Manipulation aufgedeckt habend, geehrt wurde. Seine Arbeiten erschienen in einer begutachteten Fachpublikation*, dort wurde keine ungewöhnliche globale Erwärmung aufgefunden. Ewert und später auch andere Forscher fanden heraus, dass zumindest nach 2011, die in dieser Veröffentlichung verwendeten historischen Temperaturzeitreihen vom GISS der NOAA systematisch in Richtung kühlerer Vergangenheit und damit wärmerer Gegenwart verändert wurden. Korrigiert wurden diese Fälschungen bis heute nicht.

Den krönenden Abschluß der Vorträge lieferte der Grandseigneur der deutschen Wirtschaftsjournalisten, Günther Ederer, der gut 40 Jahre für ARD und ZDF teils prämierte Filme und Reportagen drehte. Er stellte die Frage, welche Auswirkungen die Weltuntergangsnarrative der Politiker auf die Gesellschaft, zum Beispiel auf die gerade sehr aktiven Klima-Straßenkleber, hat.

Diskutieren wird bei EIKE noch groß geschrieben
Neben den wissenschaftlichen und journalistischen Vorträgen gab es interessante und spannende Diskussionen der Teilnehmer und Referenten in der Pfännerhall beim gemeinsamen Abendessen und beim abschließenden Sektempfang am zweiten Abend.

Diskutieren wird bei EIKE groß geschrieben – was leider in der Gesellschaft und den Medien, und auch in der Wissenschaft immer weniger der Fall ist.

So stand eine kleine Gruppe der örtlichen Grünen mit rd. 7 Teilnehmern, von morgens bis nachmittags an beiden Tagen unter Polizeibewachung vor der Pfännerhall und präsentierte ihre klimapolitischen Transparente aus der Parteipolitik. Nachts, Polizei und Angestellte waren lange weg, schlichen Unbekannte vermutlich der Antifa ums Gebäude, sprühten Parolen an die Wände – natürlich auch  „gegen LNG“ und verstopften die Schlösser der Türen mit Bauschaum, um das Öffnen am Morgen zu erschweren. Um den Zutritt zu ermöglichen mussten die Mitarbeiter eine Scheibe einschlagen, um die Türen von innen öffnen zu können. Es entstand ein Sachschaden von über 12.000 €.

Wir hoffen, daß die Verwerfungen, die die Klima- und Energiepolitik der aktuellen Regierung und ihrer fünf Vorgänger in der Realität der Bürger anrichtet, zu mehr Offenheit in der Bevölkerung zur Diskussion führt. Unsere Referenten haben mit ihren Vorträgen die perfekte inhaltliche Vorlage für spannende Debatten geliefert. Damit möglichst viele Bürger mitdiskutieren und -denken können, werden die gefilmten Referate nach und nach als Video veröffentlicht!

—–

* „Lüdecke, H.-J., Link, R., Ewert, F.-K., 2011. How natural is the recent centennial warming? An Analysis of 2249 Surface Temperature Records, International Journal of Modern Physics C, Vol. 22, No. 10“




Ich will Geld vom reichen Westen. …

Darum erzähle ich immer neu die gleiche Geschichte(n). Da niemand widerspricht, stimmt diese

Helmut Kuntz

Auf der gerade vergangenen COP27 wurde von den Vertretern der westlichen Staaten übereinstimmend als großer Erfolg gepriesen, dass deren Bürger endlich an jeden der sich vom Klimawandel bedroht fühlt, über einen Fonds bedingungslos Reparationszahlungen überweisen muss. Wer es bekommt, bestimmen natürlich nicht die zahlenden Bürger, sondern von Klimaaktivisten durchsetzte Institutionen, wozu leider auch die eigenen Politiker zählen.
Diese verfolgen ausschließlich ihre eigene Agenda und interessieren sich nicht entfernt für die klimatische Wirklichkeit.

Wenn wir jetzt nicht untergehen, wann dann?

Schon wieder verschwindet eine Insel im Pazifik. Herzzerreißend, was ein Minister von Tuvalu darüber berichten muss und in seiner Not inzwischen auch auf YouTube verbreitet [siehe Link oben).

Eine Zeitung listete dazu die schlimmen Details. Aber auch die geniale Idee dieser Inselregierung, den Nachkommen wenigstens eine virtuelle Atollwelt zu hinterlassen. Hoffen wir inbrünstig, dass nicht deutsche Digitalisierungsbeauftrage*innen diese Arbeit übernehmen:
[1] Neue Zürcher Zeitung, 26.11.2022: «Wir haben keine andere Wahl»: Tuvalu überträgt seine Existenz ins Metaversum
Bis zum Ende des Jahrhunderts dürften weite Teile des Pazifikstaats Tuvalu unbewohnbar werden. Die Regierung will nun eine virtuelle Replika der Nation erstellen, «um unsere Kinder und Enkelkinder daran zu erinnern, wie unsere Heimat einst war».
Simon Kofe, der Aussenminister des Inselstaats Tuvalu, steht am Strand und blickt ernst in die Kamera. «Während unser Land verschwindet, haben wir keine andere Wahl, als die erste digitale Nation der Welt zu werden», sagt er. Es ist eine Videoansprache seiner Regierung zur Klimakonferenz COP27.
In Tuvalu ist es selten kälter als 28 Grad, trotzdem trägt Kofe Anzug und Krawatte. Die Insel, auf der er steht, heißt Teafualiku. Sie dürfte eine der ersten sein, die wegen des steigenden Meeresspiegels untergehen. Kofe hat eingesehen, dass er dies nicht mehr verhindern kann.
Es ist nicht die erste dramatische Videoansprache aus dem Archipel. Vergangenes Jahr stand Kofe für eine Rede rund um den Klimagipfel COP26 knietief im Meer und forderte «mutige Maßnahmen, um das Morgen zu sichern». Das habe nichts geholfen, sagt Kofe. Deshalb gehe sein Land nun gezwungenermaßen den Weg ins Metaversum …

Sein Flehen wurde erhört

Vielleicht nicht ganz direkt, da sich noch keine Zahlungen an Tuvalu googeln lassen. Aber unsere höchsten politischen Vertreter unter der Vorreiterrolle von Deutschland, haben auf COP27 ja endlich beschlossen, dass allen Klimawandelgeschädigten westliche Reparationszahlungen zustehen.

Wie stichhaltig – Erzählen am Strand ist vollkommen ausreichend – der Schaden sein muss, um als mit Sicherheit geschädigt zu gelten, hat unsere Annalena im Sommer auf Palau gezeigt:
[2] EIKE, 21.11.2022: Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben
Obwohl dieses Atoll nach den gemessenen Tiden-Pegelwerten mit Sicherheit keine Anstalten macht unterzugehen, wollte unsere Annalena ausschließlich Erzählungen über deren Untergang hören, um sofort westliche Hilfsgelder versprechen zu können.
Dafür ließ sie sich sogar werbewirksam barfuß ablichten und hat leidensmutig lästige Sandflöhe in Kauf genommen. So einen Fauxpas wie von einer anderen Ministerin schreitend über den Sand von Mali wollte sie aus dem Wege gehen.

Bild 2 Tweet unserer feministischen Außenministerin beim Besuch auf Palau

Im Kern ist es das gleiche Prinzip, wie es Frau Merkel 16 bleierne Regierungsjahre lang betrieben hat: Ich möchte schnell und viele Freunde haben und die bekommen ich am Leichtesten, wenn ich möglichst viel Geld verschenke …
[Link] EIKE 29.06.2020: Herr Maas verschenkt unser Geld und gewinnt damit viele (gierige) Freunde

Und so erklärte Annalena den Bewohnern von Palau (stark gekürzte Auszüge):Die Frauen und Männer, die ich heute Morgen getroffen habe, müssen sich eine furchtbare Frage stellen – eine Frage, die für mich persönlich geradezu unvorstellbar ist: Wird mein Zuhause in 30 oder 50 Jahren noch hier sein? Als wir soeben eines Ihrer Häuser besichtigt haben, ist mir klargeworden, dass es dabei nicht um 30 oder 50 Jahre, sondern um die nächsten zehn Jahre geht.
Die Zeit läuft uns wirklich davon. Es ist eine Bedrohung, vor der Sie in Palau und auf dem sogenannten blauen Kontinent angesichts der Klimakrise ganz konkret stehen … Keine Region leidet stärker unter der Klimakrise als Sie hier, und das obwohl Ihr Anteil an den weltweiten Treibhausgasemissionen zu den geringsten gehört. Das ist eine eklatante Ungerechtigkeit … Deshalb müssen wir als Industrieländer endlich unserer Zusage von 100 Milliarden US-Dollar an Klimafinanzierung für Entwicklungsländer und Länder wie Ihres, die am schwersten von der Klimakrise betroffen sind, nachkommen …

Nun wird für den Pegelanstieg von Palau offiziell ein Wert von nicht schlimmen 2,42 mm/pa angegeben. Diese Anstiegsrate ergibt sich, wenn wie heutzutage üblich, stur und zahlengläubig mit Computern ohne die erforderliche Hintergrundbetrachtung gerechnet wird.
In Wirklichkeit hat sich der Meerespegel dort seit Beginn dieser Aufzeichnungen um das Jahr 1970 nämlich gar nicht erhöht, da der vermeintliche Tiden-Pegelanstieg alleine durch ein Erdbeben um das Jahr 2000 veranlasst wurde.

Bild 3 Pegelverlauf von Palau seit 1970

Wenn trotz des Vorliegens solcher eindeutiger Daten unsere Annalena behauptet: „ … ist mir klargeworden, dass es dabei nicht um 30 oder 50 Jahre, sondern um die nächsten zehn Jahre geht …“, dann muss sich ein Bürger ernstlich Gedanken machen, ob diese Dame noch ganz bei Sinnen ist und wer hier wirklich unseren Staat delegitimiert. Man muss dazu wohl barfuß am Strand und dabei länger ohne Kopfbedeckung in der Sonne sein.

Bei uns ist dies inzwischen allerdings auch unabänderliche „Einheitsmeinung“. Ein Lokalredakteur der Hauszeitung – selbst, wie deren gesamte Redaktion fast schon krankhaft klimawandelgläubig – interviewte die GRÜNEN-Politikerin Lisa Badum (laut WIKIPEDIA 14 Semester Studium Politik, allerdings mit Abschluss), welche auf COP27 die deutsche Delegation leitete.

In dem ellenlangen Interview wusste L. Badum keine Fakten zu nennen, wohl aber jede gängige, klimaalarmistische Phrase zu wiederholen, wie, dass die „wohlhabenden Industrieländer Hauptverursacher der Schäden“ sind und Deutschland unbedingt leuchtender Vorreiter beim Schadensausgleich sein muss. Selbstverständlich auch „ … müsste eigentlich entschieden werden, dass ab morgen niemand mehr CO2 ausstößt“.

Diese Frau Badum ist laut ihren Aussagen im Interview schon das vierte Mal auf einer Klimakonferenz. Auch ihr ist dabei scheinbar nie aufgefallen, wie die Vertreter von Südseeatollen dieses Publikum von um die 30.000, angeblich besonders kompetenten Personen entgegen allen leicht recherchierbaren Fakten mit angeblichen Pegelanstiegen frontal belügen und niemand davon es bemerken möchte.

Im Kern läuft es immer nur darauf hinaus: Es gibt Gesetze, die (vor allem uns) zu 1,5 Grad verpflichten und diese haben wir einzuhalten. Im Einhalten selbst gemachter Gesetze (die man also jederzeit auch selbst anpassen, ändern oder aufkündigen könnte), notfalls auch bis zum Untergang, war Deutschland schon immer ein Meister. An diesem historischen Weg muss man einfach festhalten …

TUVALU

(Nicht nur) dessen Atolle sind lange dafür „bekannt“, dass sie regelmäßig wie Zombis untergehen und genau so immer wieder auferstehen. Der gemeldete – und von NGOs auch regelmäßig „bewiesene“ – Untergang findet bei Deutschlands politisch Verantwortlichen wohlwollende Anerkennung:
[4] EIKE 26.11.2015 (damalige Analyse des Autors): Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
Die damalige Umweltministerin, Barbara Hendricks: „… Der Film Thule Tuvalu veranschaulicht in sehr berührender Art und Weise die Konsequenzen der Erderwärmung, die wir Bewohner vom „Festland“ oft nicht genug vor Augen haben … ich bedanke mich bei den Machern für diese bewegende Geschichte.“
Die Atolle kommen nicht nur immer wieder, sondern nehmen wie es bei naturbelassenen Atollen seit Jahrmillionen üblich ist, an Fläche sogar zu, was Vergleiche mit alten Aufnahmen von dort zeigen:
[3] EIKE 19.02.2018 (damalige Analyse des Autors): Die immer neu aufsteigenden und untergehenden Inseln wie zum Beispiel Tuvalu

Allerdings sind seit der letzten Recherche des Autors zu TUVALU schon wieder Jahre vergangen. Könnte es sein, dass sich dort beim Pegelanstieg so kurzfristig Wesentliches geändert hat?
Tuvalu ist eine vom australischen Pegel-Monitoring-Projekt erfasste Insel. Deshalb kann man über deren Homepage bis zum Jahr 1993 zurückreichende, vertrauenswürdige Tidenpegelwerte abfragen.

Bild 4 Vom australischen Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project erfasste Inseln

Im Viewer des australischen Projektes wird zu Tuvalu das folgende Tidenpegel-Verlaufsbild gezeigt:

Bild 5 Verlauf Meerespegel von Tuvalu. Quelle: Viewer vom australischen Pacific Sea Level and Geodetic Monitoring Project

Lädt man die dazu hinterlegten Pegeldaten und macht eine kleine Sichtung, stellt sich der mittlere Pegelverlauf wie im folgenden Bild dar mit den Daten:
– Seit 2006 ist der maximale Monatspegel um 3 cm gestiegen,
– die Steilheit der oberen Mittelwert-Begrenzungslinie beträgt 1,73 mm/pa und hatte seit 1993, also fast genau 30 Jahren einen Pegelanstieg von 5 cm zur Folge.

Bild 6 Tidenpegel von Tuvalu. Grafik vom Autor aus den Daten erstellt

Wenn sich in der Südsee rund um den Pazifischen Feuerring Pegel heben (und auch wenn sie sich senken) ist die wirkliche Ursache sehr oft nicht ein Klimawandel, sondern eine vertikale Landbewegung der dort aufeinanderstoßenden Kontinentalplatten. Das ist bei Palau so und beispielsweise auch beim neben Tuvalu liegenden Samoa im Pegelverlauf ganz deutlich zu sehen:

Bild 7 Tidenpegel von Samoa mit deutlich erkennbaren (vom Autor eingezeichneten), vertikalen „Sprüngen“ durch Erdbeben

Inzwischen wissen die westlichen – sofern noch mit etwas Geld gesegneten – Bürger allerdings, dass sie auch für die Bewegung der Kontinentalplatten verantwortlich zeichnen und somit auch dafür tribut- zahlpflichtig geworden sind:
Homepage der Bundeszentrale für politische Bildung, Stand 20.10.2022: Flutkatastrophe in Pakistan: Laut Klima-Risiko-Index 2021 ist Pakistan besonders von Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, aber auch Dürren sowie Erdbeben als Folge des Klimawandels bedroht.

Niemand der Klimaaktivisten und unserer, ursprünglich einmal den Bürgern gegenüber verpflichteten Politiker, braucht sich demnach noch irgendwelche Gedanken über Ursachen zu machen. Schuld können grundsätzlich nur die alten, weißen, westlichen Bewohner sein. Weshalb das so sein soll, ist nicht wirklich wichtig.

Dazu noch eine Pegelrekonstruktion nicht weit weg von Tuvalu, nämlich Ost-Australien, die zeigt, dass der Süd-Pazifik derzeit einen historisch niedrigen Pegelstand aufweist, aber auch, wie sich der Pegel ganz ohne vom Menschen emittiertes CO2 in erheblichem Umfang in beide Richtungen verändern kann:

Bild 8 Pegelrekonstruktion, Leonard et al., 2016 Great Barrier Reef, Australia

Pegeländerungen über einen ähnlichen Zeitraum für die Malediven mit in historischem Zeitraum höherer Auflösung. Darin sind hohe und keinesfallsvom Menschen verursachte Pegelsprünge dokumentiert:

Bild 9 Fig. 2. The Late Holocene sea level changes in the Maldives (N. A. Mörner, 2007) including 7 transgression peaks in the last 4000 years with 3 peaks in the last millennium.

Meeres-Pegel-Wunder

Annalena steht barfuß am Strand im Sand und kann so direkt den (in Erzählungen) klimawandelbedingt schon schlimm gestiegenen Meerespegel sehen. Ohne Twitter hätte man das vielleicht nie erfahren (Bild 2). Wobei der Autor anmerken möchte, dass man erst dank Twitter so richtig und leider ziemlich stetig daran erinnert wird, wie verblüffend dumm und unbedarft unsere angebliche „Intelligenz“ sein kann.

Bei Annalena muss es der gleiche, nur ganz besonderen Menschen gegebene, klimaheilige Effekt sein, dank dem Greta als bisher einzige Person dieser Welt das für Normalsterbliche vollkommen unsichtbare Gas CO2 sehen kann, wie ihre Mutter glaubhaft berichtete.
Banale, „übliche“ Klimaaktivisten, denen solche Wunderfähigkeiten nicht gegeben sind wie beispielsweise Herr Quaschning – Klimaagitationspartner der C. Kemfert – stellen sich deshalb notgedrungen voll angezogen in einen See, um durch eigenes Absteigen das fehlende, (angeblich schlimm) Ansteigende zeigen zu können.

Bild 10 Klimaaktivist, Prof. V. Quaschning bei einer Demonstration des Meerespegelanstiegs. Screenshot (Auszug)

Die auf Physik basierenden Pegelmessgeräte müssen also irgendeinen klimahimmlischen Effekt verbergen. Vor allem können diese ja nicht in die Zukunft messen.
Und da kommt die moderne Intelligenz ins Spiel, welche diesen Mangel des Wissens um die Zukunft der gesamten Menschheit erschlossen hat: Moderne Computer und Klimasimulationen.

Seitdem wissen wir Klimawissenschaftler ganz genau, wie der Pegel der Zukunft aussehen wird. Das mit genau kann man dabei zwar vollkommen vergessen, es sollen aber ja auch lediglich Szenarien sein, welche mit genau stur berechneten Wahrscheinlichkeiten eintreten könnten, zumindest nicht mit absoluter Sicherheit in irgendeiner Zukunft auszuschließen sind.
Seitdem kann jeder frei wählen, welchen Pegelanstieg er sich beispielsweise im Jahr 2100 wünscht. Und das – wie es Annalena gerne betont – ist „genau ausgerechnet“, wie es eben nur moderne, leistungsfähige Computer können, wenn davor wirklich dumme Klimawandel-Simulanten Wissenschaftler sitzen und vollgepackt mit ihrem Wissen parametrieren.
Die Spanne reicht von ca. 10 cm laut dem (verstorbenen) Pegelforscher M. Mörner, 15 … 20 cm laut dem weitergeschriebenen Tidenpegelverlauf und bis zu 10,8 m laut dem PIK.
Unsere Klima-Fachperson Annalena hat schon eine Vorauswahl getroffen und ist auf genau 7 m Anstieg gekommen [5].

Bild 11 Meerespegel-Simulationsvarianten. Vom Autor anhand verschiedener Publikationen erstellt

Bild 12 Meerespegel-Simulationsvariante aus einer Studie (6,9 … 8,9 … 10,8 m)unter Teilnahme des PIK. Beachten: Das kleine, blaue Rechteck sind in etwa maßstabsgetreu hineinkopiert die Werte von Bild 11

Erdbeben und als Folge Tsunamis

Der Minister von Tuvalu stellt sich auf den Strand und erklärt im westlich korrekten Anzug mit farblich fein abgestimmter Krawatte einen Insel-Untergang. Irgend etwas Wahres muss daran doch dran sein?
In einem Artikel hat der Autor vor nicht allzu langer Zeit über solche Wahrheiten berichtet:
[Link] EIKE 05. März 2021: Vanuatu geht unter, Gebete könn(t)en jedoch helfen …

Viel mehr als der geringfügig steigende Pegel und auch vertikale Landbewegungen durch Erdbeben wüten dort Tsunamis und Taifune.

Über Flutwellen durch Tsunamis finden sich Tabellierungen. Und anhand solcher gewinnt man einen Eindruck über Flutgefahren auf niedrig gelegenen Atollen und am Meer gebauten Behausungen. Dagegen verliert der natürliche Pegelanstieg vollständig seine im angedichteten Schrecken. Nur gibt es für Tsunamis (noch) keine westlichen Reparationszahlungen (wobei die Bundeszentrale für politische Bildung ja an diesem Mangel arbeitet) und Ankleben gegen Tsunamis klänge auch etwas deplatziert. Es wäre wohl viel schwerer zu vermitteln, dass die Bürger wegen ferner Tsunamis GRÜN wählen und dafür Verbote bekommen sollen. Pass einfach nicht in die Agenda, wie es eine Partei anlässlich eines Jahrestages den Japanern deutlich zeigte:

Bild 13 Tweet der GRÜNEN (wurde nach Protesten später gelöscht)

Unsere Medien natürlich ebenso: t-online: Nach einem Erdbeben und einem Tsunami war es am 11. März 2011 in drei der sechs Reaktoren zur Kernschmelze gekommen. Mehr als 18.000 Menschen starben. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe von 1986.“

Bild 14 Vanuatu, die schwersten Tsunamis seit 1875 mit Höhe der Flutwelle. Quelle: Laenderdaten.info Tsunamis in Vanuatu

Japan trifft es mehr als besonders schlimm. Die bis zu 20 m hohe Tsunamiwelle von Fukushima hat ca. 20.000 Einwohnern sofort das Leben gekostet. der Tsunami Weihnachten 2004 in Thailand/Indonesien kostete laut WIKIPEDIA 240.000 Menschenleben.

Bild 15 Japan, die schwersten Tsumamis Japan seit 1498 mit Höhe der Flutwelle. Quelle: Laenderdaten.info Tsunamis in Japan

Und ein weiteres Problem plagt viele Atolle. Sie sind von der Natur für die sich stetig vermehrende Bevölkerung nicht gedacht. Aber auch dafür bekommt man keine westlichen Reparationen.

Bild 16 Bevölkerungsentwicklungen auf Atollen

Zur „Verwendung“ von ebenso regelmäßigen Überflutungen durch Taifune ein Leserbrief:
In einem Leserkommentar auf Donner + Doria stand im Dezember 2012 der folgende Blogeintrag:
Ich kenne mich auf den Inseln von Kiribati sehr gut aus und habe unter anderem das ganze Jahr 2011 auf Tarawa verbracht. Vorher bereiste ich binnen drei Jahren auch die Inseln Makin, Beru und Nonouti in der Gilbertgruppe. Es geht den I-Kiribati (so nennt sich der Volksstamm selbst) nur und ausschließlich um Geld.
Sie haben im neunzehnten Jahrhundert ihre kulturelle Identität durch die christliche Missionierung verloren und leben nun nach den kruden Moralvorstellungen der Missionare. Dadurch (und durch andere Faktoren, wie z.B. eine völlig unzureichende Bildung) sind die westlichen Industrienationen der Buhmann und der Geldesel. Die Insel Nonouti wird seit Jahrhunderten alle fünf bis zehn Jahre einmal überspült. Wenn dann aber der Chiefcounsiler (Inselhauptmann) ein Fernsehteam der BBC einlädt, das mit ernsten Mienen die Folgen der Klimaerwärmung just zum Zeitpunkt der höchsten Flut dreht, dann geht es dem Chief schlicht nur darum, soviel Geld wie möglich im Ausland locker zu machen durch diese Berichterstattung.
Ich habe es selbst erlebt und das Feixen des Chief noch gut vor Augen. Die I-Kiribati könnten in Frieden und Glück leben, wenn sie nicht so geldgeil geworden wären. Was natürlich unter anderem an den wenigen Ausländern liegt, die auf Tarawa all die Dinge der westlichen Zivilisation verhökern, die hier eigentlich kein Mensch braucht. Aber: Ich will auch haben! Weil, das ist ja so chic… Also muss ich einen I-Matang (so nennt man in Kiribati die Weißen) abzocken, um an Geld zu kommen. Traurig, dies zu sagen – aber ich weiß wirklich wovon ich rede.

Quellen

[1] Neue Zürcher Zeitung, 26.11.2022: «Wir haben keine andere Wahl»: Tuvalu überträgt seine Existenz ins Metaversum
[2] EIKE, 21.11.2022: Früher musste man seinen Namen zumindest tanzen können, heute reicht es, sich werbewirksam anzukleben
[3] EIKE 19.02.2018: Die immer neu aufsteigenden und untergehenden Inseln wie zum Beispiel Tuvalu
[4] EIKE 26.11.2015: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 2
[5]
EIKE, 22. Sept. 2021: Annalena lässt den Meerespegel schnell mal um 7 m steigen – und zwei schauen nur wie bekloppt dabei zu

 




Das Ende von Schnee – wieder einmal

Kip Hansen

[Alle Hervorhebungen im Original]

Nur eine kurze Anmerkung zu den Vorhersagen und Prophezeiungen über das „Ende des Schnees“ (Sie erinnern sich doch daran, oder? Ich habe hier ein anderes unsinniges Medien-Meme erwähnt.)

Laut einem Beitrag auf Severe Weather Europe: „Die Schneemenge in der nördlichen Hemisphäre gehört zu den höchsten seit 56 Jahren und erhöht die Wahrscheinlichkeit eines kalten Winteranfangs sowohl in Nordamerika als auch in Europa“. Die folgenden Bilder stammen von der Schneeseite bei Global Cryosphere Watch.

Das hier meinen sie damit:

Das ist eine Menge „kein Schnee mehr“!

Oder das hier:

Die Leser sollten beachten, dass „der höchste Wert seit 56 Jahren“ nicht bedeutet, dass er in irgendeinem Jahr vor 1966 höher war. Es bedeutet, dass unsere ersten Satellitenmessungen 56 Jahre zurückliegen … so bedeutet es eigentlich „höchster jemals gemessener Wert“.

Was die „Trockenheit überall“ betrifft, so handelt es sich nicht um ein bisschen Schnee mit niedrigem Wassergehalt:

Diese Beobachtung passt gut zu „In seiner jüngsten Weatherbell-Samstags-Zusammenfassung wirft der erfahrene Meteorologe Joe Bastardi einen Blick auf das Winterwetter der kommenden Wochen auf der ganzen Welt.“

Nur zur Information.

Kommentar des Autors:

Im Central Hudson Valley im Bundesstaat New York, USA, gab es am 15. Oktober den ersten Schnee. Der Indian Summer ist schon lange vorbei, und meine Frau und ich genossen mehrere herrliche Tage auf dem herbstlich geschmückten Hudson River bei sonnigem Wetter und 20°C.

In den letzten 30 Jahren hatten wir dauerhaften Schnee schon zu Halloween und zu Ostern.

Wir leben in der Hoffnung auf eine weitere weiße Weihnacht, die wir letztes Jahr hatten.

Das Wetter ist chaotisch und schwankt stark innerhalb einer Spanne, die von unzähligen Faktoren bestimmt wird, die wir als Klima der Erde bezeichnen.

Genießen Sie den Schnee, wenn Sie ihn haben. Das sagen so viele falsche Stimmen: „Das wird bald der Vergangenheit angehören.“

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/11/28/the-end-of-snow-again/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Ein Tag im November – woher der Strom kommt und wie viel CO2 emittiert wird

Grau und kalt – statt bunt

von Frank Hennig

Ein paar Tage im November in Deutschland, genauer gesagt sogar die letzten. Wir zeigen der Welt, wie man ein ehemals bestens funktionsfähiges, preis- und umweltfreundliches Energiesystem nicht umgestalten oder, treffender gesagt, nicht demolieren sollte.

 Stromerzeugung und Verbrauch vom 28.11.22 bis 1.12.22 Quelle AGORAMETER Energiewende

Der Winter klopft an die Tür. Die Temperaturen sind am Fallen. An der Neiße wird die Frostgrenze erreicht, aber auch weiter westlich zeigen die Thermometer deutlich einstellige Zahlen. Jedes Grad unter null wird den Strombedarf um ein bis zwei Gigawatt (GW) steigern. Um 11 Uhr 30 laufen alle verfügbaren Kohle- und Kernkraftwerke, Pumpspeicherwerke helfen mit 300 Megawatt aus talwärts fleißendem Wasser.

Der diesige Himmel und die tiefstehende Sonne lassen nur 4 GW Solarstrom entstehen (bei 62,5 GW installierter Anlagenleistung), der leichte Ostwind wandelt über müde Rotoren weniger als 3 GW Strom um (bei 65 GW installierter Leistung), ein weiteres Gigawatt schicken uns freundlicherweise die Nachbarn – bei einem Börsenstrompreis von 482 Euro pro Megawattstunde (MWh), also 48,2 Cent pro Kilowattstunde. Entscheidend sind heute vor allem 18,8 GW Strom aus Gaskraftwerken, also aus der Verstromung teuren und knappen Erdgases, die man eigentlich verhindern wollte.

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Wenn man nun sagt, wir hätten unser Energiesystem wegen „dem Klima“ so umstrukturiert oder, besser gesagt, zerstört, so lässt die folgende Grafik alle Jünger von Rio bis Sharm-el-Sheikh erschauern:

Ein Bild, das Karte enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Mit 724 Gramm CO2 pro erzeugter Kilowattstunde sind wir nach Polen Vizeeuropameister. Klimafreundlicher Ökostrom hilft nicht, wenn er nicht da ist.

Der Gedanke, wo wir heute mit den im Jahr 2011 noch laufenden 14 Kernkraftwerken hinsichtlich der Emissionen stehen würden, kommt denen, die täglich ihre Klimareligion ausleben, offensichtlich nicht.

Dabei sind wir derzeit noch ganz gut dran. Eine ähnliche Wetterlage am 30. November 2023 wird eine angespanntere Situation schaffen. Es stehen dann die letzten drei Kernkraftwerke nicht mehr zur Verfügung, auch nicht mehr die aus der Sicherheitsbereitschaft reaktivierten fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke. Dann muss noch mehr Gas verstromt werden, aber die Speicher werden nicht voll sein.

Für 2026 angekündigtes LNG aus Katar, mengenmäßig ohnehin unmaßgeblich, und ab 2030 importierter Wasserstoff werden im nächsten Winter nicht helfen. Im übernächsten auch nicht. Während die Ausweitung der deutschen Erdgasförderung angeblich zu lange dauern würde, ebenso die Bestellung neuer Brennstäbe für die Kernkraftwerke, sind die wolkigen Zukunftsversprechen von LNG und Wasserstoff ausreichend, die Regierung ruhig zu stellen.

Selten wurden an simplen und allgemein zugänglichen Zahlen der Ernst der Lage und die Unfähigkeit einer Regierung in Tateinheit mit dem Vermächtnis der vorherigen so deutlich. Politiker, denen nur die Hoffnungen auf die Sparsamkeit der Endkunden und auf einen milden Winter bleiben, wären aus Regierungen von Adenauer bis Schröder im großen Bogen herausgeflogen. Stattdessen werden NGOs zu GOs gemacht und Lobbyisten im Staatsapparat beschäftigt. Die Dekadenz hat ein fortgeschrittenes Stadium erreicht.

Politik beginnt mit dem Betrachten der Wirklichkeit. Das findet nicht statt. Wer mit alten Instrumenten ein neues Mindset der Energiewende sucht, kann auch gleich seinen Namen tanzen. Es hilft nicht. Auch nicht am 1. Dezember.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 




Manfred Haferburg: Die große Angstmache: Sicherheitskonzepte der Kernenergie und der menschliche Einflußfaktor

Die Videos mit den Einzelvorträgen der Referenten werden nun nach und nach veröffentlicht – die englischsprachigen später mit Untertiteln.

Manfred Haferburg ist Spezialist für Kernkrafttechnik und arbeitete in der DDR im KKW Greifswald, bis er wegen Unbotmäßigkeit herausgeworfen wurde. Gelernt hatte er seinen Beruf am Anfang in der Pfännerhall, wo er Jahrzehnte später diesen Vortrag hielt. Nach der Wende betreute und begutachtete er international Dutzende Kraftwerke. In seinem Vortrag erklärt er, wie langwierig die Ausbildung der Kernkrafttechniker ist, und was verlorengeht, wenn Deutschland alles abschaltet