Nicola Scafetta – Surface temperatures: a discussion on equilibrium climate sensitivity

15. International EIKE Conference on Climate and Energy, IKEK-15, November 25th and 26th2022, Pfännerhall Braunsbedra near Merseburg/Central Germany.

(Eine Übersetzung folgt. Bis dahin bitte unterm Video die deutschsprachigen Untertitel nutzen.)

CMIP6 GCMs and global surface temperatures: a discussion on equilibrium climate sensitivity ECS. Nicola Scafetta addressed two topics at once: On the first day he looked at the current computer models of the Intergovernmental Panel on Climate Change, called CMIP6; and on the second day he discussed the striking co-variability of terrestrial climate and solar cycles.




Count Down zum Blackout – Ohne konventionelle Kraftwerke klafft eine riesige Versorgungslücke

In den vergangenen Wochen kommt der Strom überwiegend von Gas- und Kohlekraftwerken sowie den letzten drei Kernkraftwerken. Die Gefahr, dass Last abgeworfen werden muss, also auf Strom zeitweilig und regional begrenzt verzichtet werden muss, steigt. 

Von Holger Douglas

Das war wieder mal knapp: Am Montag dem 12.12.22 früh gegen 5:40 Uhr ist die Frequenz im europäischen Stromnetz bis auf 49,900 Hz abgesunken. Fällt die Frequenz noch tiefer, muss sogenannte Last abgeworfen werden, das heißt, Städte und Landkreise müssen abgeschaltet werden. Dies, obwohl jedes noch halbwegs lauffähige Kohle- und Gaskraftwerk auf Volldampf lief. Der Grund: Zu diesem Zeitpunkt benötigte Frankreich dringend 9 GW Leistung aus Deutschland und Belgien. Früher war das kein Problem: Baden-Württemberg lieferte im kalten Winter regelmäßig Strom nach Frankreich. Doch jetzt kann Deutschland kaum noch zuliefern, um Bedarfsspitzen auszugleichen, eine der wesentlichen Aufgaben des europäischen Netzes.

In Frankreich werden nach und nach wieder Kernkraftwerke ans Netz genommen, die aufgrund von Wartungs- und Reparaturarbeiten abgeschaltet worden waren. Jetzt erzeugen wieder 41 von insgesamt 56 Kernkraftwerken Strom.

In Deutschland dagegen schlägt die Dunkelflaute hart zu. Kaum Sonne, kaum Wind – also kaum Strom von den sogenannten »Erneuerbaren«. In den vergangenen Wochen kommt der Strom überwiegend von Gas- und Kohlekraftwerken sowie den letzten drei Kernkraftwerken. Die Grafiken sehen ernüchternd aus:
Die rote Linie zeigt den Verbrauch an, blau und gelb die Strommengen, die 30.000 Windräder und 2,2 Millionen Photovoltaikanlagen lieferten – wenig bis nichts. Gähnend klafft die Lücke.

www.agora-energiewende.de

Erst konventionelle Kraftwerke (der graue Bereich in der Grafik) schließen sie – bisher. Ein übrigens sehr typisches Bild in einer winterlichen Hochdruckwetterlage.
Kein Wunder, dass der typische Zustand eines Windrades der Stillstand ist. Im Binnenland rechnet man mit rund 1800 Stunden Volllaststunden in einem Jahr mit seinen 8760 Stunden. Doch selbst an der Küste kommen die Windräder nicht auf mehr 3600 Stunden. Deutlich zu wenig, um ein Industrieland wie Deutschland rund um die Uhr mit ausreichendem Strom zu versorgen. Der muss zudem preiswert sein; Energie ist ein wichtiger Kostenfaktor für Industrie. Die befindet sich zudem eher weniger an den Küsten als in Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen.
Dennoch sollen dort nach Plänen der grünen Vertreter der Windindustrielobby noch mehr größere Windräder in die Wälder gepflanzt werden.

Wie dramatisch die Lage an der Stromfront ist, zeigt sich daran, dass die bereits eingerichteten Abschaltmöglichkeiten nicht ausreichen. Stromfressende Industrieanlagen wie Aluhütten, Tiefkühllagerhäuser bekommen Geld, wenn sie sich in Zeiten des Strommangels abschalten lassen und damit Energiemengen sparen. Doch dies reicht nicht mehr aus, jetzt befürchtet die Industrie, dass ihnen plötzlich der Strom abgeschaltet wird.

Denn die sogenannte Abschaltverordnung ist nicht verlängert worden. Durch die erhielten die Unternehmen eine Vorlaufzeit, um ihre Produktion auf die Stromabschaltung vorzubereiten. Die Industrie benötigt die Energie nicht zum Spass, sondern betreibt Maschinen und Fertigungsanlagen. Bei Stromausfall entstehen häufig erhebliche Schäden, wenn Elektronik zerstört wird und komplizierte Produktionsprozesse wieder angefahren werden müssen. Kein Wunder, dass vor allem die chemische Industrie flüchtet.

Kaum vorhandener Strom der Windräder im Norden soll den Süden retten. Es fehlten nur die Stromtrassen, heißt es gebetsmühlenartig. Neue Nord-Südtrassen sollten fertig sein, noch ehe das letzte Kernkraftwerk 2022 Abgeschaltet werden sollte. Im Bundesbedarfsplan sind die beiden Südlink und Südostlink bereits 2013 aufgenommen worden. Bei beiden Leitungen ist bisher noch kein einziger Kilometer fertiggestellt worden. Doch auch betriebsfähige Leitungen würden nichts nützen, wenn kein Windrad Strom produziert. Abgesehen davon, dass es eine unsinnige Idee ist, Energie in Form von Elektrizität über solch weite Strecken zu transportieren. Die Verluste sind extrem hoch; Energie wird in Form von Kohlenwasserstoffen wie Kohle, Gas oder Uran transportiert und gelagert. Die Kohlehalden vor den Kraftwerken sind nichts anderes als Energiespeicher.

Abenteuerlich wird es, wenn es weiter kalt bleibt und die drei verbliebenen Kernkraftwerke in den sogenannten Streckbetrieb gehen. Dies bedeutet, dass die Kraftwerke immer weniger Leistung abliefern können. Unter normalen Umständen hätten Brennelemente ausgetauscht werden müssen, um die volle Leistungsfähigkeit aufrechterhalten zu können. Doch bestellt wurde nichts.

Die grün-roten Energiewender mit dem derzeitigen Anführer Robert Habeck wollen dies nicht mehr, so halten sie das Kernkraftwerk Neckarwestheim, das noch als einziges Kernkraftwerk in Baden-Württemberg für 22 % des Stroms sorgt, für überflüssig.

Geradezu fahrlässig geht auch im Norden die neue rot-grüne Regierung in Niedersachsen mit der Energieversorgung um. In einem Bericht der Bundesnetzagentur vom 29. April 2022 über „Feststellung des Bedarfs an Netzreserve für den Winter 2022/2023 sowie den Betrachtungszeitraum April 2023 bis März 2024“ hieß es noch: »In weiten Teilen des Netzgebietes der Tennet besteht ein Defizit an spannungssenkender, -hebender und regelbarer Kompensation…« Im Klartext: Es fehlt an Energieerzeugungskapazitäten. Dennoch hält der neue Umwelt- und Energieminister in Hannover, der grüne Christian Meyer das einzige verbliebene Kernkraftwerk Emsland für unnötig und will es abschalten. Er redet von »Turbo einschalten« und meint damit noch schneller noch mehr Windräder.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier

 




Kein Strom? Das ist der wahre Grund

von Hans Hofmann-Reinecke

Ein außergewöhnlicher Tag

Der 21. Juli 356 v. Chr. war ein außergewöhnlicher Tag im Kalender des klassischen Altertums. In Mazedonien erblickte Alexander der Große das Licht der Welt und in Ephesus wurde ein bedeutendes Bauwerk durch Flammen zerstört: der Tempel der Artemis, der Göttin der Jagd und des Lebens.

Seine perfekte Schönheit, die Harmonie der Gestaltung im Großen sowie im Detail, hatten dem Tempel einen Platz unter den sieben Weltwundern beschert. Baumeister aus Kreta, unter der Leitung des genialen Chersiphron, hatten vor 200 Jahren im Auftrag des Königs Krösus von Lydien dieses Wunderwerk aus Marmor errichtet. Zu Recht wurden diese Architekten auch noch nach ihrem Tode für die schöpferische Leistung gefeiert und verehrt. Ihr Werk hatte sie unsterblich gemacht.

Aber nicht für alle war dieses Ergebnis menschlicher Kreativität, dieses Symbol klassischer Schönheit ein Quell der Freude. Eine Person, die vielleicht selbst weder mit großer Schönheit, noch mit Intelligenz oder Kreativität gesegnet war, könnte auf den Ruhm der Meister neidisch sein – und genau solch ein Neider war ein gewisser Herostratos. Der hatte bislang in seinem Leben wenig Nützliches oder Schönes geschaffen und konnte auch nicht hoffen, jemals durch Leistung berühmt zu werden.

Dieses Ressentiment trieb ihn dann zu einer Tat, die ihn unsterblich machen sollte. Er ließ jenes Objekt perfekter Schönheit, dieses vollendete Zeugnis menschlicher Genialität und Schaffenskraft in Flammen aufgehen.

Die Stärken und Schwächen der Seele

Herostratos hatte also sein Ziel erreicht: Als Brandstifter des Artemis-Tempels zu Ephesus ging er in die Geschichte ein.

Die Psychologie des Menschen, die Stärken und Schwächen seiner Seele haben sich seit der Antike kaum verändert, und so könnte es durchaus sein, daß Nachfahren des Herostratos, seine Brüder und Schwestern im Geiste immer noch unter uns weilen. Da könnte es auch heute Personen geben, die vielleicht weder mit hoher Intelligenz noch Schaffenskraft gesegnet sind, die bislang in ihrem Leben weder Nützliches noch Schönes geschaffen haben. Und diese könnten voller Mißgunst auf Leistungen schauen, die geniale und tatkräftige Personen in der Vergangenheit zum Segen der Menschheit erbracht haben. Und in deren Seele könnte dann vielleicht derselbe zerstörerische Trieb erwachen, von dem auch Herostratos besessen war.

Aber was könnte in heutiger Zeit das Objekt solchen Hasses sein? Nun, seit der Steinzeit kannte der Mensch nur eine einzige Quelle für Wärme: das Feuer. Doch dann, im 20. Jahrhundert n. Chr. entdeckten kluge Wissenschaftler eine neue Energiequelle, die millionenfach stärker war als das Verbrennen von Holz oder Kohle: die Kernspaltung. Diese Entdeckung und die Genialität von Ingenieuren brachten dann ein Weltwunder hervor, welches sich mit den Bauwerken der Antike zweifellos messen kann: Die Kernkraft.

Und genau darauf richtet sich der Haß der modernen Herostraten.

Philippsburg, ein Ephesus der 21. Jahrhunderts

Im Gegensatz zu ihrem antiken Vorläufer, der ein Einzeltäter war und der für sein Verbrechen hingerichtet wurde, agieren die heutigen Herostraten in Gruppen, in großen Gruppen. Sie haben Macht und Einfluss errungen und sie brauchen, anders als Herostratos, keine Strafe zu befürchten.

Und so wurde dann am 18. Mai 2020 ein moderner Artemis-Tempel das Opfer ihres Hasses. Die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg wurden in einer Orgie der Schadenfreude in die Luft gesprengt, und die Energiequelle für Millionen Haushalte im Lande war damit vernichtet.

Die Strafe, welche die die modernen Herostraten jetzt ereilt ist vergleichsweise sanft: Energie sparen und kalt duschen. Aber nicht nur das: den Zusammenhang zwischen ihrem zerstörerischen Tun und der Stromknappheit zu erkennen, das würde ihre kognitive Leistungsfähigkeit ohnehin überfordern.

Dieser Artikel erschien zuerst im Blog des Autors Think-Again. Sein Bestseller „Grün und Dumm“ ist bei Amazon erhältlich.




„Gemeinsamer Nenner“ bei ESG? Nur das Schlechte gewinnt

Robert Bradley Jr., MasterResource

„Was ist, wenn ein Unternehmen seine ESG-‚Politik‘ nicht auf Klimamodellprojektionen oder ‚Attributionswissenschaft‘ stützt, sondern auf das Verbraucher-Erfordernis erschwinglicher, reichlicher und zuverlässiger Energie?

Das Besondere daran ist, dass jetzt, wo jeder weiß, dass die fossilen Brennstoffe gewinnen und der Sättigungseffekt das Zeitfenster für die Abschwächung des Klimawandels schließt, die Anhänger der Kirche [des Klimas] ihre Prämissen nicht überprüfen werden. Wenn sie wirklich ‚Klimaangst‘ hätten, würden sie die Argumente für CO2/Klima-Optimismus verstehen wollen….(RLB, siehe unten)

Der Austausch begann in den sozialen Medien über die Studie „ESG Isn’t Woke, It’s Capitalism“ von Robert Eccles. „Es gibt eine Reihe wichtiger Punkte, die aus Sicht der Unternehmen, der Investoren und der Politik über ESG zu diskutieren sind“, begann er.

Dies geschieht am besten mit dem Ziel, eine gemeinsame Basis zu finden. Dieses Webinar ist ein weiterer Schritt, den Dan [Crowley] und ich unternehmen, um meine demokratische Seite und seine republikanische Seite zusammenzubringen, damit ESG einen Sinn ergibt. Was es ist und was es nicht ist. Was sie tun können und was nicht. Unser erster Schritt war der Artikel „Turning Down the Heat on the ESG Debate: Separating Material Risk Disclosures from Salient Political Issues“ [etwa: Die ESG-Debatte entschärfen: Trennung der Offenlegung wesentlicher Risiken von wichtigen politischen Themen]. https://lnkd.in/e_fbgzj4

Wer ist Dan Crowley, die andere Stimme in der Zwei-Personen-Diskussion? Ein Kritiker der ESG? Nein, ein ehemaliger oder falscher Konservativer/Republikaner, der versucht, ESG einem zu Recht skeptischen Publikum zu verkaufen. Offensichtlich muss sich Herr Eccles mit einem echten Gegner über die Legitimität von ESG auseinandersetzen, anstatt sie zu unterstellen.

Ich erwiderte:

Die ESG wird von der Regierung und der Politik gesteuert und ist alles andere als ein „freier Markt“. Die ESG versucht einfach, das zu erreichen, was mit zukünftigen Gesetzen nicht zu erreichen ist.

Worauf Paul Watchman antwortete:

Sie verwechseln materielle Risikofaktoren für Investitionen mit einem aufgeweckten Kapitalismus oder Marxismus. Die ESG ist unpolitisch, amoralisch, unethisch und schert sich keinen Deut um Republikaner oder Demokraten. Wie alle Werkzeuge muss es scharf sein, gut gewartet werden und in den Händen eines geschickten Handwerkers oder einer geschickten Handwerkerin liegen.

Ich habe geantwortet:

„Wesentliche Risikofaktoren für Investitionen“ … Was ist, wenn ein Unternehmen seine ESG-„Politik“ nicht auf Klimamodellprojektionen oder „Attributions-Wissenschaft“ stützt, sondern auf den Verbraucherwunsch nach erschwinglicher, reichlicher und zuverlässiger Energie? Mehr Öl, Gas und Kohle für die Menschen – und für die Landschaft, indem man zum Beispiel auf industrielle Windkraftanlagen verzichtet. „Wesentliche Investitionsrisikofaktoren“, die auf Klimaalarmismus beruhen, sind ein wackeliges Fundament. Ein politisches Fundament

Watchman: Wenn man das „G“ [= Regierung] falsch versteht, gibt es wenig Hoffnung für alles andere.

Bradley: „G“ im Sinne einer neutralen Regierung mit den gewohnheitsrechtlichen Beschränkungen gegen Gewalt und Betrug. Lassen Sie die Zivilgesellschaft die Sache in die Hand nehmen, ohne G. Das „G“ in der Regierung (was wiederum zeigt, wie subjektiv die ESG in ihren politischen Grundzügen ist) sollte das klassische liberale „G“ im Sinne eines Minimums und einer Durchsetzung der privaten Eigentumsrechte sein. Nicht „G“ im Sinne der Definition von gut und schlecht für Aktivismus und Durchsetzung in Bereichen wie dem Klimawandel.

Dann kam eine vernichtende Antwort auf Paul Watchman von Professor Ujjval Vyas:

Wie kommen Sie darauf, dass Sie über das nötige Gehirn verfügen, um das richtige „G“ zu kreieren? Ihr Freshfields-Bericht wäre in meinen Vorlesungen durchgefallen, und viele meiner anderen Studenten, unabhängig von ihren politischen Ansichten, hätten das spezielle Plädoyer und den Mangel an Strenge sofort durchschaut.

Ein paar „wichtige“ Titel und Positionen machen noch keine Strenge aus. Und ich für meinen Teil habe schon immer eine absolute Abneigung gegen Argumente von Autoritäten und insbesondere gegen Argumente von Apparatschik-Autoritäten gehabt. Schon gar nicht von einem Apparatschik der UNO. Bitte brechen Sie auf und fangen Sie an, für sich selbst zu denken, anstatt einer fehlgeleiteten Vorstellung zu dienen, dass Sie Teil von Gottes Heilsarmee sind. Das ist so, als würde man Al Gore oder anderen selbsternannten Halbgöttern zuhören, die von den Berggipfeln sprechen.

Ein tiefes Engagement für ethisches Handeln sollte Ihnen eine Gänsehaut über den Rücken jagen, wenn Demagogen den Mantel der „Rettung der Welt“ vor der kommenden Apokalypse an sich reißen. Bemühen Sie sich um ein höheres Maß an Selbstprüfung und ein höheres Maß an persönlichem ethischem Engagement, um Heuchelei und Selbstverherrlichung auszurotten.

Schließen Sie sich dem Rest von uns Normalsterblichen an, die sich zu ethischem Handeln verpflichtet haben, ohne den Luxus oder die religiös-fundamentalistische Gewissheit, ein Mitglied der „Auserwählten“ zu sein.

Er hat es gesagt, nicht ich. Aber obwohl Paul Watchman sehr höflich und gelehrt ist, war seine Unfähigkeit, seine Prämissen inmitten von Misserfolgen zu überprüfen, frustrierend. Deshalb habe ich mich zu Vyas geäußert:

Das ist eine starke Anprangerung [von Watchman], aber es ist so, als ob die Energiekrise in der EU und in Großbritannien nicht stattgefunden hätte und die Kirche des Klimas zur Tagesordnung übergegangen ist. Es findet kaum ein Umdenken statt, was mit einem nüchternen Blick auf Klimamodelle und einem Verständnis der Energiedichte leicht möglich ist. Und ich denke, keine Menge an industriellen Windrädern und Solaranlagen ist „zu viel“.

Es ist ein großer „Wissensvorsprung“ zu glauben, dass Wirtschaft und Klima von „Experten“ und Politikern planbar sind. Und dass Regierungsversagen nicht mit politischem [sic: Markt-] Versagen konkurriert. In der Klimawissenschaft, der Klimaökonomie und der Klimapolitik ist Bescheidenheit vonnöten – und die fehlt gänzlich, da die Gemeinde sich gegenseitig mit Bestätigungs-Voreingenommenheit durchlebt.

Wie wäre es, wenn die COP28 Debatten zu jedem Aspekt der Klimafrage führen würde? Das schlage ich hier vor.

Vyas hat auf meinen Kommentar geantwortet:

Leider ist es so, als würde man eine öffentliche Debatte über Scientology oder Snake Handling verlangen. Es ist die Selbstgerechtigkeit, die unerträglich ist, und die bizarren Antworten, die man erhält, wenn man die einfache Behauptung aufstellt, dass sie es sind, die ethisch verdächtig sind. Ich bin überrascht, dass sie keine speziellen Uniformen tragen wie Kleriker oder andere Mitglieder einer religiösen Hierarchie (vielleicht könnte man auch Haarhemden für diejenigen einführen, die zum Heulen und Zähneklappern neigen). Ich ziehe Montaigne jederzeit Robespierre vor. Ersterer wusste, wie schwierig es ist, ein gutes Leben zu führen, letzterer war sich sicher, dass er die Antworten hatte und wusste, wer sterben und in der neuen Utopie leben sollte.

Ich habe geantwortet:

Jetzt, da jeder weiß, dass die fossilen Brennstoffe gewinnen und der Sättigungseffekt das Zeitfenster für die Abschwächung schließt, werden die Kirchenbesucher ihre Prämissen nicht überprüfen. Wenn sie wirklich „Klimaangst“ hätten, würden sie die Argumente für CO2/Klima-Optimismus verstehen wollen, aber das wäre Atheismus.

Die Debatte geht weiter … Aber es wurde viel über die ESG und die ganzen fragwürdigen Prämissen, die dahinter stehen, gesprochen: Klimaalarmismus und eine durch magisches Denken erzwungene Energiewende.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/12/07/common-ground-on-esg-only-bad-wins/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Der direkte Weg: Vom Energiemangel zur Misere

Rationiert statt Angebots- orientiert

Frank Hennig

Auf jede Kilowattstunde kommt es an, sagt der Klimaminister. Und damit auf jeden Kilometer, der nicht mit dem E-Mobil zurückgelegt wird. Trotzdem gibt es Subventionen für den Kauf eines solchen. Subventionen wird es auch für eine Strompreisbremse geben, weil immer weniger Strom immer teurer wird. Das ist  – vorsichtig ausgedrückt – in sich nicht ganz konsistent.

Gesellschaften, die unter Energiemangel leiden, sind arme Gesellschaften. Ein „Wohlstand des Weniger“ wird als Ziel ausgegeben. Es wird kein Wohlstand mehr sein, sondern etwas staatlich zugestandene Wohlfahrt.

Das angestrebte klimaneutrale Energiesystem der Zukunft wird nicht mehr jeden Kundenwunsch befriedigen können. Die Schwächen der Zufallsenergiebereitstellung machen eine Versorgung im herkömmlichen Sinn unmöglich. Deshalb soll stärker die Verbraucherseite einbezogen werden. Dem Demand-Site-Management (DSM) wird immer mehr Potenzial zugeschrieben, je mehr sich dieses auf der Erzeugerseite verringert.

Die Grünen lassen schon länger einen Blick in die Zukunft zu, indem sie den Begriff der „angebotsorientierten Versorgung“ prägten. Sylvia Kotting-Uhl, ehemalige Bundestagsabgeordnete, Spezialistin für Kunstgeschichte und alternatives Leben und vom echten Leben eher nicht betroffen, war wohl die erste, die es im Bundestag deutlich aussprach. Der Anspruch der Kunden, zu jeder Zeit jede beliebige Menge an Energie benutzen zu können, ist aus ihrer Sicht von gestern. Denkt man sich dies in Ruhe zu Ende, dann sieht die Zukunft weder rosig noch grün noch ökologisch aus. Es ist der Startschuss für die Industrie, endlich abzuwandern. Verbrämt wird das Ganze als „Wohlstand des Weniger“ verkauft, als Fortschritt durch Rückschritt. Wie in Drittweltländern würden den Verbrauchern Kontingente an Energie zugewiesen, Zeiten und Mengen wären variabel.

Nachdem der damalige Wirtschaftsminister Altmaier Ende 2020 einen Gesetzentwurf zur Spitzenglättung vorgelegt hatte, musste er ihn auf Grund des Drucks von mehreren Seiten wieder zurückziehen. Die Netzbetreiber wollten mehr Verbraucher abregeln, die E-Auto-Branche befürchtete eine dadurch verursachte Kaufzurückhaltung. Nach zwei weiteren Jahren, in denen auf der Erzeugerseite weiter abgeschaltet wurde, die Zahl der E-Mobile aber wuchs, drängt das Problem die Netzbetreiber heute umso mehr.

Nun liegt ein neues Eckpunktepapier der Bundesnetzagentur vor, das zunächst die Konsultationen einleiten soll. Die größeren Bezugsmengen von E-Mobil-Ladestationen und Wärmepumpen bei höherer Gleichzeitigkeit wären „große Herausforderungen“ für die Verteilnetze. In dem Eckpunktepapier geht es zunächst um Definitionen, damit alle Beteiligten wissen, wovon sie reden.

Andere Länder sind weiter

Keineswegs traf nur Deutschland falsche energiestrategische Entscheidungen. Großbritannien fuhr schon zu Thatchers Zeiten die Nutzung heimischer Kohle zurück und verließ sich zunächst auf eigenes Erdgas in der Nordsee. Als die Erdgasquellen versiegten, begann man sich für die Offshore-Windkraft zu begeistern, baute umfänglich aus und hoffte, damit Versorgungsicherheit zu niedrigen Preisen zu schaffen. Unter dem Eindruck stark gestiegener Gaspreise und mehrtägiger Flauten auf See werden nun Kohlekraftwerke wieder reaktiviert. Langfristig will man nuklear expandieren, um das Ziel der Emissionsfreiheit bis 2050 zu erreichen. 24 Gigawatt Kernkraftwerksleistung sollen entstehen, bis 2030 sollen acht neue Reaktoren genehmigt werden.

Das hilft aber heute noch nicht. Deshalb legte die Regierung bereits Mitte 2021 ein Konsultationspapier zum „Electric Vehicle Smart Charging“ vor. Neue private und betriebliche Ladestationen werden zwischen 8 und 11 sowie 16 und 22 Uhr automatisch abgeschaltet.

Auch die Schweiz sorgt sich um die Versorgungssicherheit der nächsten Jahre. Obwohl sie gut mit Kern- und Wasserkraft ausgestattet ist, steht sie als Drehscheibe im europäischen Netz unter besonderen Herausforderungen. Mittels 41 grenzüberschreitenden Leitungen ist sie eng wie kein anderes Land mit den Nachbarn verbunden und entsprechend stark vom ausländischen Geschehen abhängig. Der traditionelle Dauer-Importeur Italien zieht den Strom nach Süden ab, während die bisherigen Transitstrommengen aus Frankreich und Deutschland dorthin abnehmen und vermutlich ganz entfallen werden. Daneben wartet im Osten mit Österreich ein unsicherer Kantonist mit einigen Unwägbarkeiten auf, auch wenn das Kohlekraftwerk in Mellach bei Graz wieder reaktiviert werden soll.

Zudem gibt es Streit über das EU-Marktzugangsabkommen, die Verhandlungen darüber wurden Mitte 2022 ergebnislos abgebrochen. Damit fehlt den Eidgenossen der Zugang zu relevanten Informationen des Stromhandels, die auch für die Netzsicherheit wichtig sind.

Deshalb wird derzeit ein Verordnungsentwurf diskutiert („Verordnung über Beschränkungen und Verbote der Verwendung elektrischer Energie“), der die Lage im kommenden Winter entspannen soll. Vier Eskalationsstufen können aufgerufen werden, die dann zum Beispiel Maschinenwäschen über 40 Grad, die Benutzung von Wäschetrocknern und die Benutzung von E-Mobilen für nicht zwingende Fahrten verbieten.

In Österreich trifft man Vorsorge, falls der Strom ganz wegbleibt. Ein Konzept zur Lebensmittelversorgung im Falle eines Blackouts wurde erarbeitet, wonach am zweiten Tag des Ausfalls in Supermärkten vorbereitete Lebensmittel-Pakete und Getränke ausgegeben werden, ab dem dritten Tag nur noch ein Trockensortiment vorgehalten wird sowie diverse Drogerieartikel. Das alles natürlich nur gegen Bares. Gemeinden sollen bereits Briefe an die Haushalte verschickt haben mit Angaben, wo sich die Einwohner 24 Stunden nach Eintritt des Blackouts einfinden können, in öffentlichen Gebäuden wie Schulen, wo sie sich aufwärmen können, Verpflegung und vielleicht Informationen erhalten.

Wie lange der Aufbau einer Lebensmittel-Notversorgung in Deutschland dauern würde, ist unklar. Zunächst würde man eine Task-Force gründen, dann eine/n Bundesbeauftragte/n (m/w/d) einsetzen und am Ende würde man sich um die Anteile der Essenspakete in der Typisierung Vollkost / . . . / vegan streiten. Es würde vermutlich sehr lange dauern, aber niemand kommt auf die Idee, damit wenigstens anzufangen. Wenn es zu spät wäre, würde es wieder heißen: „Wir werden einander viel verzeihen müssen“ (© Jens Spahn).

In Fragen der Katastrophenvorsorge ist Deutschland jedenfalls kein Vorreiter, die Leute im Ahrtal mussten es bitter erfahren. Ein „Bundeswarntag“, an dem eine öffentliche Alarmierung 2020 getestet werden sollte, schlug fehl. Eine Wiederholung im Jahr 2021 wurde abgesagt, man sei noch nicht soweit, das erste Quartal 2022 wurde Zieltermin. Nun fand der Test am 8. Dezember statt, wohl halbwegs erfolgreich. Allerdings ohne den Sirenentest in Berlin, dort sei man noch nicht soweit und brauche noch ein bis zwei Jahre.

Demand-Site-Management statt Sperrzeiten

Blackouts sollen durch das DSM vermieden werden. Bei uns gibt es dies schon sehr lange, wurde aber kaum wahrgenommen. Es diente bisher eher der Belastungsoptimierung aus Kostensicht und war nicht dem Mangel geschuldet. Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen werden nicht durchgängig mit Strom versorgt. Die sogenannten Sperrzeiten, zu denen im Tagesverlauf die Last besonders hoch ist, sind seit zig Jahren Bestandteil der Verträge und in fixen Uhrzeiten festgelegt.

Dafür ist dann der Heiz- oder Wärmepumpenstrom billiger. Die Anschlussleistungen der Wärmepumpen betragen meist drei bis sechs Kilowatt (kW). Die üblichen häuslichen Ladestationen für E-Mobile langen da mit 11 oder 22 kW schon kräftiger zu. Bisher werden die Ladezeiten nicht durch Abschaltzeiten unterbrochen, diese Einschränkungen sind aber längerfristig zwingend. Bisher ist die Zahl der E-Mobile noch vergleichsweise gering, aber der Gleichzeitigkeitsfaktor ist sehr hoch. Zur Feierabendzeit stöpseln tausende E-Fahrer ihr Gefährt an, weil sie am nächsten Tag wieder fahren wollen. Sicher ist es nicht so, dass jeder sofort laden müsste, mancher könnte es später tun oder die Restkapazität noch für den Folgetag ausnutzen.

Die meisten werden trotzdem sofort laden wollen, das hat zwei Gründe: Die deutschen sind ängstliche Menschen. German Angst heißt auch German Reichweitenangst, die im ökostromarmen Winter umso größer ist. Zweitens kann eine ungeplante Fahrt am Abend oder nachts erforderlich werden. Man besitzt ein Auto nicht, um ständig zu fahren, sondern um bei Bedarf jederzeit fahren zu können. Das ist ein wichtiger Teil der persönlichen Freiheit, die uns ein Auto als Träger individuellen Verkehrs bietet.

Werden Ladesäulen wie die Wärmepumpen zeitweise aus Gründen der Netzbelastung abgeschaltet, mindert das natürlich die wichtige Gebrauchseigenschaft eines Autos – die Verfügbarkeit. Nachdem der Vorteil des preiswerteren Stroms gegenüber Benzin oder Diesel zumindest beim öffentlichen Laden schon entfallen ist, zieht auch der Haushaltsstrompreis zügig an. Wenn dann noch die Fahrbereitschaft des Stromers durch begrenzte Ladezeiten sinkt, entfällt ein wichtiger Vorteil des Gerätes.

Ein sehr wirksames Instrument des DSM hat die Bundesregierung den Netzbetreibern unterdessen aus der Hand genommen. Über die sogenannte Abschaltverordnung (AblaV) standen sofort- oder schnell abschaltbare (innerhalb von 15 Minuten) Lasten vertraglich abgesichert bereit, das Netz kurzfristig zu entlasten und damit zu stabilisieren. Das betraf insgesamt 21 Unternehmen mit immerhin 2.500 Megawatt Last. Die EU erkannte in dieser Regel allerdings eine Wettbewerbsverzerrung, sodass die Verordnung auslief, ohne dass eine alternative Regelung geschaffen wurde. Vielleicht lenkte auch die Suche nach einem Hoffotografen für den Minister etwas ab.

Gehorsam gegenüber Brüssel ist ein Kennzeichen deutscher Politik. Bleibt abzuwarten, wie künftig drohende kaskadierende Abschaltungen in der Fläche den Wettbewerb verzerren.

Noch eine „Plattform“

Viele Wissenschaftler, Fachleute, Praktiker oder einfach mitdenkende Menschen wiesen in den vergangenen Jahren immer wieder auf die Notwendigkeit sicherer wind- und tageszeitunabhängiger Stromproduktion hin. Auf dem Weg in die Bundesministerien wurde der Ruf wohl von Windkraftanlagen verweht. Laut Habeck gäbe es kein Stromproblem. Nun legt ein „breites Bündnis“ Handlungsempfehlungen für eine Reform des Strommarktes vor. Man kann nur fröhlich „Guten Morgen“ sagen. Seit fast 20 Jahren schaltet man ab, verteuert und verbietet – und beginnt jetzt, sich über den Ersatz Gedanken zu machen.

„Anlagen, die bedarfsgerecht Strom liefern, … werden zunehmend zur kommenden Leitwährung im Strommarkt“, heißt es in der Empfehlung. Eine „Plattform Klimaneutrales Stromsystem“ soll 2023 die Arbeit aufnehmen, auch ist die Rede von Speichern. Nochmals „Guten Morgen“.

Die Verfasser sind genau jene, die permanent das Mantra vom „immer mehr“ an Wind- und Sonnenstrom bedienten. Der vergrünte Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wie auch der Verband der Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA), der vom angeheizten Windkraftausbau profitierte.

Der Strommarkt müsse nach den Bedürfnissen der „Erneuerbaren“ ausgerichtet werden, so Simone Peter (Grüne) vom Bundesverband Erneuerbare Energien (BEE).

Auch Stefan Kapferer vom Übertragungsnetzbetreiber 50Hertz äußert sich. Für den immer geringer werdenden Anteil der gesicherten Leistung müsse ein marktlicher Rahmen gefunden werden. Sein Vorgänger Boris Schucht hatte in einem Interview noch 2016 erklärt, 80 Prozent Erneuerbare im Netz seien „kein Problem“. Um dann noch hinzuzufügen:

„Es gibt einige Mythen in der Energiewirtschaft. Einer davon ist die Vorstellung, man brauche bei der Integration erneuerbarer Energien sofort mehr Flexibilität im System. Also Speicher oder abschaltbare Lasten oder Backup-Kraftwerke. Das ist ein Mythos. Wir haben viel mehr Flexibilität im System, als wir benötigen.“

Nun gut, das ist sechs Jahre her, wir haben im Netz aber „nur“ etwa 50 Prozent regenerativen Strom im Jahresdurchschnitt. Warum bedarf es jetzt einer Plattform? War das nicht absehbar? Ein gutes Beispiel dafür, dass Manager managen, was nichts mit überbordendem Sachverstand zu tun haben muss.

Die Situation ist vor allem die Folge der Tatsache, dass der Energiewende kein Masterplan zugrunde liegt und dass man sich nicht an eigene Vorgaben hielt. Die Kanzlerin begründete die Machbarkeit des Atomausstiegs 2011 im Bundestag auch damit, dass hochmoderne Kohlekraftwerke als Ersatz gebaut würden. Nach meiner Kenntnis waren es ganze drei, von denen eines (Moorburg) schon wieder Geschichte ist. Die schnell gewachsene Klimaangst nach 2011 führte zur Schwächung des Backups. Statt neue Kohlekraftwerke zu bauen, wurden bestehende abgeschaltet, zusätzlich zu den Kernkraftwerken.

Der Atomausstieg sollte auch vom Netzausbau begleitet und abgesichert werden, sodass 2022 mit dem Abschalten des letzten KKW die großen Nord-Süd-Leitungen in Betrieb gehen sollten. Nun spricht man von 2028. Abgeschaltet wird trotzdem.

So schafft man selbst Probleme, schiebt die Schuld an der selbst organisierten Mangelwirtschaft dann aber Putin zu, nachdem man sich bewusst von ihm anhängig gemacht hat. Eigene Fehler gesteht man prinzipiell nicht ein.

Klimagerechte Unterdeckung

Zu erwarten ist, dass die „Plattform Klimaneutrales Stromsystem“ eine alte Forderung neu erheben wird: Wir bräuchten mehr Wind- und Sonnenstrom. Das wird zunehmend durch Verknappung von Rohstoffen, Material, Fachkräften und vor allem steigenden Preisen schwierig werden. Gegen die hohen Kosten gibt es schon eine ministerielle Idee, nämlich Staatsbürgschaften. Nach Zuschlag in den Ausschreibungsverfahren müssen die Windkraftanlagen innerhalb von 20 Monaten errichtet werden, allerdings ist für die Investoren nicht mehr kalkulierbar, wie sich die Preise bis dahin entwickeln. Mit einer Staatsbürgschaft im Rücken könnten sie drauflos bauen. Sollte es sich am Ende nicht rechnen, springt der Steuerzahler ein. Wenn Steuergeld fehlt, wird Herr Lindner losgeschickt. In seinem Reichsluftfahrtministerium, einem wirklich großen Gebäude, wird sich in einer der Besenkammern schon noch ein Sondervermögen finden lassen.

Unterdessen wird bei Vestas gestreikt, Windkraftanlagen werden von den Arbeitnehmern eben nicht ehrenamtlich zusammengeschraubt. Arbeitnehmerinteressen sind der grünen Bourgeoisie allerdings wurscht. Sie hat mit der Armut anderer generell kein Problem.

Am 7. Dezember zeigte die Hinweis-App „StromGedacht“ vom baden-württembergischen Netzbetreiber EnBW erstmalig durch ein rotes Signal an, dass in der Stunde von 14 bis 15 Uhr mit einer Unterdeckung zu rechnen sei, erhöhter  Verbrauch sollte möglichst vorgezogen oder vermieden werden. In Frankreich gibt es mit „ecowatt“bereits ein ähnliches System, allerdings für das ganze Land. Beide Systeme machen Sinn und werden unstrittig im kommenden Winter noch öfters zum Einsatz kommen. Willkommen in der Zukunft.

Die Regierung verordnet uns eine Energiediät zugunsten des „Klimas“, was aber angesichts falscher Maßnahmen der Atmosphäre nicht hilft. Ob sie überhaupt Hilfe braucht, ist ein anderes Thema für sich.

Über mehrere Hunderttausend Jahre haben sich Menschen an veränderte natürliche und gesellschaftliche Veränderungen angepasst, nur dies sicherte den Erhalt der Art. Wir werden uns auch an den Energiemangel anpassen und gewöhnen. Das Lebensniveau wird aber ein ganz anderes sein. Energiemangelgesellschaften sind arme Gesellschaften. Das war im Mittelalter die Norm. Es gibt Schwellenländer, die sich entwickeln und zu Industrieländern mit höherem Lebensstandard wandeln. Eine Bezeichnung für Länder, die die Schwelle rückwärts überschreiten, gibt es noch nicht.

Zu sehen ist ein Tunnel am Ende des Lichts. Wie lang er sein wird, ist noch unbekannt.

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