Horst Lüdecke bei AUF1: „Wir haben mit dem Wetter in Pakistan oder Bangladesch nichts zu tun“

Die wichtigsten Meldungen des Tages, die täglichen „Nachrichten AUF1“, präsentiert von Isabelle Janotka. Am 15.12. interviewte sie in dieser Nachrichtensendung unseren Pressesprecher Horst-Joachim Lüdecke. Er erklärt dort den Unterschied von Wetter und Klima, warum wir nicht für das Wetter in Pakistan oder Bangladesch verantwortlich sind und vor allem, was der Weltklimarat IPCC zum Klimaeinfluss des menschgemachten CO2 in seinen Sachstandsberichten wirklich sagt. Das Interview in den Nachrichten ab Sendeminute 11:10. In den deutschen Medien war noch nie von all dem auch nur ansatzweise etwas zu hören. Das Interview in voller Länge ist separat hier zu sehen.

Auf die im Intro von AUF1 gewählten Begriffe und Titel wie „absurder Klimaschwindel“, „CO2 hat keinerlei Klima-Auswirkungen“ – in Medien verständlicherweise oft und gerne verwendeten Aufreißer – hatte H.-J. Lüdecke keinen Einfluss. In seinen Interview-Aussagen kommen sie nicht vor. Das Interview ist konsequent sachlich. Es steht im Einklang mit den naturwissenschaftlichen Fakten, der begutachteten Klimafachliteratur und dem IPCC.

 

 




Der neuzeitliche Klimawandel begann erst 1988

Das Jahr 2022, ein neuer Temperaturrekord? Aber nicht durch Treibhausgase.

Josef Kowatsch, Matthias Baritz

Dieses Jahr 2022 wird auf alle Fälle mit einem Schnitt über 10°C enden, also zu den fünf wärmsten gehören, theoretisch könnte auch ein neuer Temperaturrekord erreicht werden. Es kommt auf die warmen Tage um Weihnachten an, ob die wie gewohnt auftreten oder diesmal ausfallen. Auf alle Fälle wird um die Jahreswende wieder einhellig das hohe Lied der Klimaerwärmung uns verkündet werden, damit wir die Erhöhung der CO-Steuer ab 1. Januar ohne Murren hinnehmen werden.

Dieser Artikel soll dem voraus wirken und den EIKE-Lesern Argumente gegen die inszenierte Treibhauspanik in 14 Tagen liefern. Die Grafiken dürfen gerne auch öffentlich benutzt werden. Alle Angaben stammen vom Deutschen Wetterdienst. Sie sind also nicht einmal wärmeinselbereinigt.

Die Grafiken 2 und 3 widersprechen dem Treibhauseffekt.

Schauen wir uns zunächst die Deutschlandtemperaturen ab 1898 an: Die Regressionslinie ist insgesamt im Zeitraum deutlich steigend. Und so werden uns die Erwärmungsgrafiken präsentiert.

Abb.1: seit 1898 wurde es wärmer in Deutschland, keiner widerspricht dieser Erwärmung. Doch der gleichmäßige Anstieg der Trendlinie ist trügerisch. Das zeichnet der Computer und entspricht nicht der Realität der tatsächlichen Temperaturentwicklung. Und wie es weitergeht weiß niemand, denn die Trendlinie gilt nur für den Betrachtungszeitraum und nicht für die Zukunft.

Für die Treibhausgläubigen ist diese Grafik ein eindeutiger Beweis, dass die gleichzeitige Zunahme an Treibhausgasen – siehe Grafik 4 – zu dieser Erwärmung in Deutschland geführt hat. Und für die gleichmäßige Zunahme an Treibhausgasen, derzeit 2 ppm CO/Jahr soll ausschließlich der Mensch und insbesondere wir Deutschen verantwortlich sein.

Die Grafik 1 bestätigt aber diesen Glaubenssatz gerade nicht, wenn man sie genauer aufschlüsselt. Das geht so: Schaut man sich die ersten 90 Jahre an und versucht die durchgehende steigende Trendlinie bei der Betrachtung auszublenden, dann fällt einem der plötzliche Anstieg im Jahre 1988 auf. Bis 1987 tut sich gar nichts an Deutschlanderwärmung. Das zeigt die nächste Grafik in aller Deutlichkeit.

Abb.2: Über 90 Jahre lang sind die Jahrestemperaturen in Deutschland überhaupt nicht gestiegen, trotz gleichmäßiger CO₂ -Zunahme in der Atmosphäre.

Beachte: Die Klimaerwärmung begann in Deutschland nicht seit der Industrialisierung wie die Treibhausgläubigen behaupten, sondern erst 1988 mit einem Temperatursprung und anschließender Weitererwärmung. Der Temperaturverlauf hat nichts mit CO zu tun.

Betrachten wir nun den Anstieg ab 1988 und zerlegen ihn in 2 Zeiträume:

Abb.3: Die Klimaerwärmung in den DWD-Reihen verläuft seit 1988 sogar in 2 Stufen und hat schon gar nichts mit der CO₂ -Anstiegskurve in Abb. 4 gemeinsam.

Wir sehen:

  1. einen Temperatursprung um fast 1 Grad im Jahre 1987 auf 1988 und anschließender gleichmäßiger Weitererwärmung bis zur Jahrtausendwende
  2. Nach der Jahrtausendwende steigen die Jahrestemperaturen in Deutschland steil an

Die CO-Anstiegskurve hat hingegen diesen Verlauf:

Abb.4: Die Erwärmungskurve von Deutschland mit der sprunghaften Erwärmung ab 1988 und der Anstieg der CO₂ -Konzentration stimmen überhaupt nicht miteinander überein.

Wir werden uns in den zukünftigen Artikel auch weiterhin seriös mit der Frage beschäftigen, was 1) den Temperatursprung im Jahre 1988 ausgelöst hat und 2) welche Faktoren für die Weitererwärmung ab dem Jahre 2001 in Deutschland verantwortlich sind. Das sind unendlich viele Gründe und nicht ein einzelnes Gas mit der irreführenden Bezeichnung Treibhausgas.

Zusammenfassung:

Das Klima wandelt sich immer, es gibt natürliche Faktoren der ständigen Klimaänderungen und auch menschenverursachte. Das Zusammenspiel beider Wirkungen führte ab 1988 zur uns allen bekannten Klimaerwärmung in Deutschland, die uns nur Vorteile brachte.

Gerade die Grafik der DWD-Jahresreihen zeigt, dass CO mit der Erwärmung nichts zu tun hat.

Bis 1987 gab es in den DWD-Deutschlandreihen noch keine Erwärmung, obwohl die Wetterstationen vor über 100 Jahren ganz andere und im Vergleich zu heute an kälteren Standorten standen. Die Treibhauswirkung von CO kann nicht plötzlich 1988 mit einem Temperatursprung eingesetzt haben und erst ab 2001 mit einem ständigen steilen Anstieg weiterwirken.

Die Klimapanik samt angeblichem Hitzetod der Erde aufgrund eines Treibhausgases ist ein Geschäftsmodell, um uns Deutsche zu ängstigen.

Der wirkliche globale Temperaturverlauf sieht so aus:

Es wird Zeit, dass endlich Natur- und Umweltschutz in den Mittelpunkt der Politik gestellt werden. Die täglichen Flächenversiegelungen durch Asphaltierung und Bebauung, sowie die Trockenlegungen Deutschlands müssen aufhören (siehe Versiegelungszähler)

Die Vielfalt der Landschaftselemente mit ihrer reichhaltigen Flora und Fauna muss erhalten bleiben.

Josef Kowatsch, aktiver Naturschützer und unabhängiger, weil unbezahlter Klimaforscher.

Matthias Baritz, Naturwissenschaftler und Naturschützer

 




Heute* vor dreizehn Jahren sagte Al Gore voraus, dass der Nordpol „innerhalb der nächsten fünf Jahre völlig eisfrei sein wird“.

Cap Allon

[*13. Dezember 2009]

Am 13. und 14. Dezember 2009 sagte der Professor, Prophet und Wahrsager Al Gore voraus, dass die Eiskappe am Nordpol innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre vollständig eisfrei sein könnte.

Gore machte seine Vorhersage auf der COP15 in Kopenhagen, die vom 7. bis 18. Dezember 2009 stattfand, wo er sich wiederholt auf „hochmoderne“ Computermodelle bezog, die nahelegen, dass die Nordpolarkappe bis 2014 ihr gesamtes Eis verlieren könnte.

„Einige der Modelle deuten darauf hin, dass eine 75-prozentige Chance besteht, dass die gesamte Nordpolarkappe während einiger Sommermonate innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre vollständig eisfrei sein könnte“, behauptete Gore. „Schließen Sie sich meiner Bitte an Präsident Obama und den US-Senat an, eine Frist bis zum 22. April für endgültige Maßnahmen im US-Senat zu setzen. Ich glaube nicht, dass wir bis zum nächsten November oder Dezember warten können.“

Der Guardian schrieb am 16. Dezember 2009 in einem Artikel mit der Überschrift „Al Gore rallies the troops in Copenhagen“ [etwa: Al Gore versammelt die Streitmacht in Kopenhagen]:

„Gore hielt das Tempo hoch, indem er die internationale Gemeinschaft aufforderte, bis Juli 2010 ein vollwertiges Klimaschutzabkommen zu unterzeichnen – und dann ankündigte, dass Mexiko bereit sei, einen Verhandlungsgipfel zu veranstalten.

Er schimpfte über die reichen Länder, die von den Entwicklungsländern Beweise für Emissionssenkungen verlangten, während sie gleichzeitig versuchten, die Mittel aufzublähen, die sie den armen Ländern zur Bewältigung des Klimawandels anzubieten bereit seien. Er forderte sie auf, ihren Stolz und ihre Prinzipien beiseite zu legen und sich auf ein Abkommen einzulassen – egal wie unvollkommen es auch sein mag. Er sagte, er verstehe ihre Frustration über das eisige Tempo der Verhandlungen. Er stimmte zu, dass Cap-and-Trade-Systeme zur Reduzierung von Kohlenstoff-Emissionen eine unvollkommene Lösung seien – Gore gab zu, eine Kohlenstoffsteuer zu bevorzugen – aber die derzeitigen Bemühungen um eine Einigung seien die beste Aussicht, einen katastrophalen Klimawandel zu verhindern.

Und es gab keine Spur von Sympathie für die Gegner von Maßnahmen gegen den Klimawandel. Gore begann mit einem kurzen Durchlauf der neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse über das Schmelzen der arktischen Eiskappe, Beweise, von denen er sagte, ‚nur leichtsinnige Narren würden sie ignorieren.‚“

Nun, wer ist jetzt der Narr…

Im Sommer 2022 war die Eisdicke und -ausdehnung in der gesamten Arktis beeindruckend.

Nach Angaben des Dänischen Meteorologischen Instituts (DMI) lag das arktische Meereisvolumen an seinem tiefsten Punkt (Mitte September) bei etwa 6 500 km³. Dies liegt innerhalb des normalen Bereichs und auch deutlich über den Werten für 2019, 2020 und 2021.

Acht Jahre nach Al’s Weltuntergangsdatum ist das Sommereis nicht nur immer noch da, sondern nimmt sogar noch zu.

Anstatt jedoch gnädig ihre Niederlage einzugestehen, verlängert die AGW-Partei einfach weiter ihren ‚Countdown bis zur Katastrophe‘, und die Klima-Alarmisten, Aktivisten-Wissenschaftler und MSM-Schoßhündchen drücken weiterhin ein Auge zu, wenn es um ihre Tricks geht.

Im Jahr 2018 gaben sie uns weitere 12 Jahre bis zum „Klimazusammenbruch“:

Und nun, da diese Frist ein wenig ehrgeizig erscheint, gibt es eine neue Prophezeiung, oder besser gesagt, Prophezeiungen – es scheint jede Woche einen neuen Countdown zu geben, der von einer korrumpierten, gemeinnützigen Einrichtung hinzugefügt wird, was zu einem „Durcheinander der Uhren“ geführt hat:

Der jüngste IPCC-Bericht nennt das Jahr 2025 als harte Deadline, um die Emissionen in den Griff zu bekommen; die Climate Clock der Concordia University (so der eigentliche Name) schlägt vor, dass wir mindestens 10 Jahre Zeit haben, um die Erwärmung auf 1,5°C zu begrenzen; während die Carbon Clock des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change noch ein Vierteljahrhundert Zeit übrig hat [die gibt es auch auf Deutsch, und zwar hier. A. d. Übers.]

Es erübrigt sich zu sagen, dass diese Fristen – wie auch alle anderen, die vor ihnen kamen und gingen – unwissenschaftliches, von der Agenda bestimmtes Gefasel sind.

Was die meisten Panikmacher nicht erkennen ist, wie unglaublich komplex das Klimasystem der Erde ist. Die Fehlermöglichkeiten in den eigenen Modellen des IPCC sind wirklich immens. Wie sie überhaupt versuchen können, uns auf der Grundlage dieser Modelle irgendetwas mit Gewissheit zu sagen, ist der Witz an der Sache.

Der IPCC wurde von der UNO einzig und allein zu dem Zweck gegründet, ihre AGW-Agenda voranzutreiben; und keine Beobachtungen aus der realen Welt, egal wie widersprüchlich sie zu dieser Agenda sind, werden ihr in die Quere kommen.

Schauen Sie sich nur an, wie sich das Narrativ in der Vergangenheit änderte, als sich die Beobachtungen der realen Welt veränderten. Wir sollen jetzt glauben, dass eine katastrophale Erwärmung der Welt auch mehr Rekordschnee und mehr Rekordkälte bedeutet, nicht weniger, wie früher prophezeit wurde.

Aber die Realität holt diese politisierten Gremien schnell ein, und die Beobachtungen der realen Welt werden bald unanfechtbar werden: Die Sonne schaltet sich (relativ) ab, die Bewölkung nimmt zu, ebenso wie die vulkanische Aktivität, alle vier Magnetfelder könnten außer Phase geraten, und La Niñas werden zum vorherrschenden ENSO-Muster – das Ergebnis von all dem wird eine unbestreitbare globale Abkühlung sein.

Man bereite sich vor!

Link: https://electroverse.co/al-gore-ice-free-arctic/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

Kommentar des Übersetzers dazu: Die Ausführungen am Ende des Beitrags könnten natürlich genauso Spekulation sein wie die Gore-Prophezeiung. Während Letztere aber einfach nur Gefasel war, ist Ersteres wenigstens durch eine ganze Reihe wissenschaftlicher Forschungsergebnisse gestützt.

 




„Atomkraftwerke jetzt wieder einschalten!“ fordert Götz Ruprecht bei BildTV

Unser Referent Kernphysiker Dr. Götz Ruprecht spricht sich für das Wieder-Einschalten der deutschen Kernkraftwerke aus. Auch er selbst ist in diesem Bereich tätig und entwickelt aktuell eine neues Reaktor-Konzept, das, wie er sagt „die erste zivile Reaktor-Neuentwicklung seit Jahrzehnten“ darstellt.
Durch zwei Flüssigkeiten im Reaktor-Kern könne man extrem klein und dadurch umso energieeffizienter bauen.
Und nicht nur das – der Dual-Liquid-Reaktor DLR ist inhärent sicher und produziert fast keinen Atommüll.




Manfred Haferburg: Die große Angstmache: Sicherheitskonzepte der Kernenergie …

… und der menschliche Einflußfaktor

15. Internationale EIKE Klima- und Energiekonferenz, IKEK-15, am 25. und 26. November 2022, Pfännerhall Braunsbedra bei Merseburg.

Manfred Haferburg ist Spezialist für Kernkrafttechnik und arbeitete in der DDR im KKW Greifswald, bis er wegen Unbotmäßigkeit herausgeworfen wurde. Gelernt hatte er seinen Beruf am Anfang in der Pfännerhall, wo er Jahrzehnte später diesen Vortrag hielt. Nach der Wende betreute und begutachtete er international Dutzende Kraftwerke. In seinem Vortrag erklärt er, wie langwierig die Ausbildung der Kernkrafttechniker ist, und was verlorengeht, wenn Deutschland alles abschaltet.