Die Gletscher-Saga

Judith Curry, Climate Etc.

Der Verlust der Gletscher im Glacier National Park ist eine der sichtbarsten Manifestationen des Klimawandels in den USA. Überall im Park wurden Schilder aufgestellt, die verkündeten, dass die Gletscher bis 2020 verschwunden sein würden. Im Jahr 2017 hat der Park damit begonnen, diese Schilder abzubauen. Was war geschehen, abgesehen von der offensichtlichen Tatsache, dass die Gletscher bis 2020 nicht verschwunden waren?

Die Gletscher von Montana sind nicht nur ein wichtiges Symbol für die globale Erwärmung (z. B. Al Gores Unbequeme Wahrheit), sondern scheinen auch ein wichtiges politisches Symbol für progressive Politiker in Montana zu sein. Anfang dieser Woche hat mich Reilly Neill, eine (Art) Politikerin in Montana, auf Twitter angegriffen:

Eine Reihe fortschrittlicher Akademiker verlässt Twitter aufgrund der Übernahme durch Elon Musk. Was??? Und verpassen den ganzen Spaß???

Nun, zufällig habe ich einige Analysen der Gletscher und des Klimas von Montana in meinem Archiv; vielleicht kann ich Reilly (und den „echten Wissenschaftlern von Montana“) helfen zu verstehen, was hier vor sich geht.

Variabilität der Gletscher im Glacier National Park

Die Gesamtfläche des von Gletschern bedeckten Glacier National Parks schrumpfte laut US Geological Survey zwischen 1850 und 2015 um 70 %. Das Schmelzen begann am Ende der Kleinen Eiszeit (um 1850), als nach Ansicht der Wissenschaftler 146 Gletscher die Region bedeckten, während es 2019 nur noch 26 sind.

Die ersten Erhebungen der Gletscher im Glacier National Park begannen in den 1880er Jahren, wobei der Schwerpunkt auf den beiden größten Gletschern – Grinnell und Sperry – lag. Eine 2017 vom U.S. Geological Survey herausgegebene Publikation mit dem Titel Status of Glaciers in Glacier National Park [Link] enthält eine Tabelle mit der flächenmäßigen Ausdehnung der genannten Gletscher im Glacier National Park seit der Kleinen Eiszeit (LIA) mit Markierungen bei LIA, 1966, 1998, 2005 und 2015. Die Analyse dieser Daten zeigt:

● Ein ~50%-iger Verlust seit der LIA bis 1966 (~115 Jahre), durchschnittlich ein Verlust von ~4,5% pro Jahrzehnt.

● Zusätzlicher Verlust von ~12 % von 1966-98 (32 Jahre), durchschnittlich ein Verlust von ~3,7 % pro Jahrzehnt.

● Zusätzlicher Verlust von ~4,75% von 1998-2015 (17 Jahre), was einem durchschnittlichen Verlust von ~2,8% pro Jahrzehnt entspricht.

Ein Großteil des Gletscherverlustes fand vor 1966 statt, als die durch fossile Brennstoffe verursachte Erwärmung minimal war. Die prozentuale Rate des Gletscherschwunds in dieser frühen Periode überstieg die im 21. Jahrhundert beobachtete Schwundquote. Ich vermute, dass ein Großteil dieses Abschmelzen in den 1930er Jahren stattfand (siehe nächster Abschnitt).

Wenn man viel weiter zurückblickt, war der Glacier National Park vor 11.000 Jahren praktisch eisfrei. Gletscher gibt es innerhalb der Grenzen des heutigen Glacier National Park seit etwa 6500 Jahren. Diese Gletscher variierten in ihrer Größe und folgten den klimatischen Schwankungen, erreichten aber erst am Ende der Kleinen Eiszeit um 1850 ihre heutige maximale Größe. Eine 80-jährige Periode (~1770-1840) mit kühlen, feuchten Sommern und überdurchschnittlichen Schneefällen im Winter führte zu einem schnellen Wachstum der Gletscher kurz vor dem Ende der Kleinen Eiszeit. Der jüngste Verlust an Gletschermasse muss also im Lichte der Tatsache verstanden werden, dass die Gletscher im 19. Jahrhundert ihre größte Masse der letzten 11.000 Jahre erreichten. (Link).

Der USGS hat seine Gletscherstatistik seit 2015 nicht mehr aktualisiert (man muss sich fragen, warum, angesichts der erwarteten enormen Verluste). Während der Verlust zwischen 1998 und 2015 im Vergleich zu früheren Jahrzehnten abgenommen hat, scheint es, dass der Eisverlust seit 2008 tatsächlich zum Stillstand gekommen ist oder sich leicht umgekehrt hat (Link). Dieser Stillstand veranlasste den Glacier National Park 2017 dazu, die Schilder zu entfernen, auf denen stand, dass die Gletscher bis 2020 verschwinden würden.

Was ist hier also los?

Die flächenmäßige Ausdehnung und die Massenbilanz der Gletscher hängen vom Zusammenspiel zwischen der Schnee-Akkumulation während der kalten Jahreszeit und der Gletscherschmelze im Sommer ab. Es gibt keinen prima facie Grund dafür, dass eine langsame Erwärmung der durchschnittlichen jährlichen Temperaturen zu einem Nettoverlust an Gletscherfläche/Masse führen wird. Es gibt starke interannuelle und multidekadische Schwankungen in der Schneemenge, und in manchen Situationen können höhere Wintertemperaturen mit mehr Schneefall verbunden sein.  Die sommerliche Schmelzsaison ist recht kurz. Der Zeitpunkt des wetterbedingten jahreszeitlichen Übergangs von Schnee zu Regen ist ein entscheidender Faktor für den Beginn der Schmelzsaison und damit für ihre Dauer. Im Sommer können die Tageszeit und die Gesamtmenge der Bewölkung einen großen Unterschied bei der Schmelzmenge ausmachen. Und schließlich kann der mit der Luftverschmutzung verbundene Ruß das Schmelzen der Gletscher erheblich beschleunigen; dies ist ein großes Problem für die Gletscher des Hindukusch-Himalaya, aber ich sehe keinen Hinweis auf Ruß im Zusammenhang mit dem Glacier National Park.

Es wird Sie nicht überraschen zu erfahren, dass ENSO, die Pazifische Dekadische Oszillation (PDO) und die Atlantische Multidekadische Oszillation (AMO) die atmosphärischen Zirkulationsmuster beeinflussen, die sich sowohl auf die Schneeansammlung in der kalten Jahreszeit als auch auf die sommerliche Schmelze auswirken (einen Überblick finden Sie hier).

Betrachten wir zunächst den Schnee. Für den Zeitraum der instrumentellen Schneemessungen in Montana seit 1955 lässt sich ein allgemeiner Abwärtstrend der Schneedecke im April in Montana im Zeitraum 1955-2015 feststellen. Seit 2016 haben die meisten der letzten 7 Jahre jedoch eine normale bis überdurchschnittliche Frühjahrs-Schneedecke in Montana gezeigt. Dieses Verhalten spiegelt die variable Natur des Klimas sowohl auf saisonaler als auch auf dekadischer Ebene wider.

Um das Verständnis für das Verhalten der Schneedecke in der Vergangenheit zu erweitern, wurden Paläoklima-Aufzeichnungen entwickelt, die den modernen Datenbestand ergänzen. Zu diesen Aufzeichnungen gehören Seesediment- und Baumringdaten. Eine wichtige Studie, die sich auf den amerikanischen Westen konzentriert, wurde 2011 veröffentlicht und liefert einen Datensatz über 500 Jahre. Diese Länge der Aufzeichnungen zeigt Klimaschwankungen auf Jahrhundert-Skalen, darunter Merkmale wie die Kleine Eiszeit. Die Studie zeigte auch kurzfristigere klimatische Merkmale, die unterschiedliche Anomalien zwischen den nördlichen und südlichen Rocky Mountains aufweisen.  Von besonderer Bedeutung ist, dass in der Studie einen Schneemangel in den 1930er Jahren in der Greater Yellowstone Region (Montana) festgestellt wurde, die den niedrigen Werten gegen Ende des 20. Jahrhunderts ähnelt.

Betrachten wir nun die Temperaturen im Sommer. Die hier gezeigten Durchschnittswerte für den Bundesstaat Montana stammen aus der NOAA State Climate Summary for Montana (2022). Während die beiden Jahrzehnte des 21. Jahrhunderts insgesamt die wärmsten für Montana seit 1900 waren, gab es keinen Trend bei den extremen Sommertemperaturen. Die höchsten Sommertemperaturen in Montana waren in den 1930er Jahren aufgetreten.

Die Zahl der sehr heißen Tage (≥35°C) und warmen Nächte (≥21°C) war in den 1930er Jahren am höchsten.

Die kalten Winter in Montana

Der „Gier“-Teil von Reilly Neills Twitter-Tirade scheint etwas mit fossilen Brennstoffen zu tun zu haben. Wenn es jemals einen Ort gibt, an dem man sich mit fossilen Brennstoffen (oder Kernenergie) warm halten möchte, dann ist es Montana im Winter. Montana ist einer der kältesten Bundesstaaten der USA. Besonders besorgniserregend sind winterliche „arktische Ausbrüche“, die in jedem Winter mehrmals mit unterschiedlicher Stärke und Dauer auftreten. „Arktische Ausbrüche“ bringen selbst im Zeitalter der globalen Erwärmung regelmäßig außergewöhnlich niedrige Temperaturen in weite Teile der kontinentalen USA*.

[*Den jüngsten „Kältereports“ zufolge ist genau das bereits jetzt im November in den USA der Fall, vo verschiedentlich neue Rekorde aufgestellt wurden. A. d. Übers.]

(Eine wenig bekannte biografische Tatsache von JC ist, dass arktische Kaltluftausbrüche und die Bildung von Antizyklonen mit kaltem Kern das Thema meiner Doktorarbeit waren – siehe hier und hier).

Im Februar und März 2019 kam es in Montana zu einem außergewöhnlichen Kaltluftausbruch, mit ähnlichen Ausbrüchen in den Jahren 2014 und 2017. Im Februar 2019 lagen die durchschnittlichen Temperaturabweichungen in Montana bis zu 14 K unter dem Normalwert, wobei Great Falls im Zentrum der Kälte stand. Die Temperaturen stiegen an 11 Tagen nicht über -18°C und fielen in 24 Nächten auf -20°C oder darunter. Während die Kälte im Februar aufgrund ihrer Dauer bemerkenswert war, sorgte der anschließende arktische Einbruch Anfang März 2019 für die niedrigsten Temperaturen. Fast zwei Dutzend offizielle Stationen in Montana brachen monatliche Rekorde, mit einer Rekord-Tiefsttemperatur von -46 F im März.

Ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, unter solch kalten Bedingungen ohne Strom und Heizung zu sein. Abgesehen davon, dass man frieren und herausfinden müsste, wie man sich warm halten kann, würden auch die Wasserleitungen einfrieren, was nicht nur zu einem Mangel an Trinkwasser, sondern auch zu massiven Sachschäden führen würde, sobald die Leitungen auftauen.

Glücklicherweise verfügt Montana über ein zuverlässiges Stromsystem, das zu etwa 50 % aus erneuerbaren Energien (vor allem Wasserkraft) und zum größten Teil aus Kohle gespeist wird. Es gibt eine nicht unerhebliche Gruppe in Montana, die 100 % erneuerbare Energie anstrebt (Wasser, Wind, Sonne).

Zusätzlich zu der außergewöhnlichen Stromnachfrage für die Beheizung von Privathaushalten während solcher arktischer Ausbrüche ist die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in solchen Zeiten auf ein Minimum reduziert. Die Solar- und Wasserkraftkapazitäten in Montana sind im Winter am geringsten. Während die Winterwinde im Allgemeinen stark sind, werden die arktischen Kaltluftausbrüche von großen Hochdruckgebieten begleitet, die als Antizyklone mit kaltem Kern bezeichnet werden*.

[*Einschub des Übersetzers: Winterliche Hochdruckgebiete über Festlandsgebieten sind oberhalb etwa 1500 bis 2000 m durch einen großen Warmluftkörper gekennzeichnet. In den unteren Luftschichten dagegen wird es aufgrund der Ausstrahlung immer kälter, vor allem dann, wenn auch eine Schneedecke vorhanden ist. Die Folge sind kräftige Inversionen. So treten in Sibirien im Winter am Boden Temperaturwerte um -50°C auf, während es in der gesamten Troposphäre darüber durchweg wärmer ist. – Ende Einschub]

Während arktische Ausbrüche im Allgemeinen die nördlichen Great Plains am stärksten treffen, kann die räumliche Ausdehnung dieser Ausbrüche sehr groß sein. Der Kälteausbruch im Februar 2021, der Montana betraf, erstreckte sich über die Hälfte der USA und reichte bis nach Texas, wo es zu massiven Stromausfällen kam, die zahlreiche Menschenleben kosteten. Die große horizontale Ausdehnung dieser Hochdrucksysteme zeigt, dass die Fernübertragung von überschüssiger Energie von einem anderen Ort aus nicht viel nützt, wenn ein Großteil des Kontinents ebenfalls unter eisiger Kälte und schwachem Wind leidet. Die lange Dauer dieser Ereignisse macht die Batteriespeicherung in hohem Maße unpraktikabel. Die Optionen sind Kernkraft, Gas und Kohle.

Schlussfolgerungen

Nichts ist einfach, wenn es darum geht, Ursachen und Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen. Der Schlüssel zum Verständnis liegt darin, die längsten verfügbaren Datensätze zu betrachten und zu versuchen, die Ursachen der historischen und paläologischen Variabilität zu interpretieren. Wenn man die natürlichen Schwankungen erst einmal verstanden hat, ist man nicht mehr so anfällig dafür, alles auf die durch fossile Brennstoffe verursachte Erwärmung zurückzuführen und naive Vorhersagen für die Zukunft zu treffen. Und wenn man erst einmal die Wettervariabilität und -extreme verstanden hat, wird man nicht mehr so begeistert von erneuerbaren Energien sein.

Ich hoffe, dass diese kleine Darstellung Reilly Neill und den echten Wissenschaftlern in Montana hilft, die Ursachen für die jüngsten Schwankungen der Gletscher in Montana zu verstehen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/11/11/glacier-saga/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Der Spitzen-Klimawissenschaftlker, der die NOAA des Betrugs überführte

Cap Allon

Die National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) „korrigiert“ Daten, die ihnen nicht gefallen, und „versäumt es, die Beweise zu archivieren“ – in den Augen Vieler sind sie Betrüger.

Der ehemalige Spitzenwissenschaftler der NOAA Dr. John Bates leitete zehn Jahre lang das Programm zur Erfassung von Klimadaten der Behörde.

Seit seiner Zeit bei der Behörde hat Bates jedoch von Datenmanipulationen und schwerwiegenden Verfehlungen gesprochen. Konkret beschuldigt er die NOAA, einen fehlerhaften Bericht veröffentlicht zu haben, der angeblich die zwischen 1998 und 2012 beobachtete Pause in der globalen Erwärmung widerlegt hat.

Bates wirft dem Hauptautor der Studie, dem NOAA-Beamten Tom Karl, vor, ungeprüfte Datensätze zu verwenden, vorgeschriebene Verfahren der Behörde zu ignorieren und Beweise nicht zu archivieren – alles in einem „eklatanten Versuch, die Wirkung“ der Studie im Vorfeld einer entscheidenden UN-Klimakonferenz im Jahr 2015 zu verstärken.

Die Studie mit dem Titel „Possible Artifacts of Data Biases in the Recent Global Surface Warming Hiatus“ (Mögliche Artefakte von Datenverzerrungen bei der jüngsten globalen Erwärmung) wurde im Juni 2015 in der Zeitschrift Science veröffentlicht, nur wenige Monate bevor sich die Staats- und Regierungschefs in Paris trafen, um ein kostspieliges globales Abkommen zur Eindämmung des Klimawandels auszuhandeln.

Die Studie behauptete, dass die „Pause“ oder „Verlangsamung“ der globalen Erwärmung seit 1998, wie sie von UN-Wissenschaftlern im Jahr 2013 festgestellt wurde, in Wirklichkeit nie existiert hat und dass die weltweiten Temperaturen stattdessen sogar schneller gestiegen sind als von Wissenschaftlern erwartet.

Die Ergebnisse der Studie, die von der NOAA mit großem Tamtam veröffentlicht wurden, gingen weltweit durch die Medien und wurden von Politikern und Entscheidungsträgern wiederholt zitiert.

Die weithin beobachtete Pause in der globalen Erwärmung konnte von der AGW-Partei einfach nicht akzeptiert werden, und das Büro für Klimadaten der NOAA wurde damit beauftragt, die IPCC-Ergebnisse in Frage zu stellen und zu beweisen, dass die Lücke nicht existiert. Das war ihr Ziel, nämlich auf Biegen und Brechen diese lästige Pause zu beseitigen, und zwar rechtzeitig vor der entscheidenden Klimakonferenz in Paris.

Die Journalistin Julie Kelly schreibt in ihrem Artikel auf nationalreview.com vom 7. Februar 2017: Den Klimaaktivisten macht das Eingeständnis des IPCC im Jahr 2013, dass „die Erwärmungsrate der letzten 15 Jahre geringer ist als die seit 1951 berechnete Rate“ schwer zu schaffen. Der IPCC nahm seine eigenen Vorhersagen aus dem Jahr 2007 zurück, wonach die Temperaturen kurzfristig zwischen 1 und 3 Grad Celsius steigen würden. Der IPCC kam 2013 zu dem Schluss, dass die globale Temperatur in den letzten 15 Jahren [1998 bis 2012] einen viel geringeren linearen Anstieg gezeigt hat als in den letzten 30 bis 60 Jahren“ und dass der Anstieg der globalen Temperaturen auf etwa ein Drittel bis die Hälfte des Trends von 1951 bis 2012 geschätzt wird“.

Tom Karl von der NOAA brauchte nicht lange, um eine Methode zu entwickeln, mit der die Meerestemperaturen künstlich erhöht werden können. Karl tat dies, indem er die von Bojen erfassten Messwerte, die genauer sind, verwarf und sie durch die von Schiffen erfassten Temperaturwerte ersetzte, die sich als wärmer erwiesen.

„In Bezug auf die Temperatur der Meeresoberfläche haben Wissenschaftler gezeigt, dass die von Bojen gesammelten Daten durchweg niedriger sind als die von Schiffen erhobenen Daten“, so einer der Mitautoren der Studie. Daher sei es notwendig, so die NOAA-Wissenschaftler, „die Differenz zwischen Schiffs- und Bojenmessungen zu korrigieren, und wir verwenden dies in unserer Trendanalyse.“

Die „instabilen“ Landmesswerte: Die Wissenschaftler der NOAA verwendeten die Temperaturdaten von 4 000 Wetterstationen (oben abgebildet ist eine Station in Montana). Die Software, mit der sie die Daten verarbeiteten, erwies sich jedoch als fehlerbehaftet und instabil. Die NOAA verwendete auch „ungeprüfte“ Daten, die nicht getestet oder genehmigt worden waren. Diese Daten wurden mit den bereits erwähnten unzuverlässigen Meerestemperaturen zusammengeführt.

Die „bereinigten“ Meereswerte: Die durchschnittlichen Meerestemperaturen werden anhand der Daten von Wetterbojen berechnet. Aber die NOAA hat diese Zahlen nach oben korrigiert, um sie an die höheren Datenwerte von Schiffen anzupassen. Dadurch wurde die Erwärmungsrate übertrieben, so dass die NOAA in der als „Stillstands-Brecher“ bezeichneten Studie behaupten konnte, dass es in Wirklichkeit keine „Pause“ gab.

Und siehe da, diese höchst zweifelhafte Methodik führte zu dem Schluss, dass der Erwärmungstrend von 2000 bis 2014 genau der gleiche war wie von 1950 bis 1999.

„Es gibt keine erkennbare (statistische oder anderweitige) Abnahme der Erwärmungsrate zwischen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und den ersten 15 Jahren des 21. Jahrhunderts“, so die Studie, die zu dem Schluss kommt, dass die Aussage des IPCC über einen langsameren Anstieg der globalen Temperatur „nicht mehr gültig ist“.

Mission erfüllt, NOAA.

Die Studie wurde von Klimaaktivisten und ihren Sympathisanten in den Medien mit Beifall bedacht, aber Bates sah sich gezwungen, auf die großen und für ihn eklatanten Probleme der Studie hinzuweisen.

„Sie hatten gute Daten von Bojen““, sagte er. „Und sie haben sie weggeworfen und mit den schlechten Daten von Schiffen [einer natürlichen Erwärmungsquelle] ‚korrigiert‘. Man ändert niemals gute Daten, damit sie mit den schlechten übereinstimmen, aber genau das haben sie getan, um es so aussehen zu lassen, als ob das Meer wärmer wäre.“

Bates wies auch darauf hin, dass die Studie Satellitendaten, die im Allgemeinen niedriger sind, völlig außer Acht lässt. Und als ob die Dinge nicht noch dubioser klingen könnten, erlitt der Computer, der zur Verarbeitung der Daten verwendet wurde, einen „Totalausfall“, was bedeutet, dass keine der Daten archiviert oder zur Verfügung gestellt wurden, wie es die NOAA-Vorschriften verlangen. Daher kann Karls Arbeit nicht repliziert oder unabhängig überprüft werden.

Bates schloss mit der Feststellung, dass Wissenschaftler der Regierung es routinemäßig versäumen, ihre Arbeit zu sichern.

„Das kritischste Problem bei der Archivierung von Klimadaten sind die Wissenschaftler, die nicht bereit sind, ihre Daten offiziell zu archivieren und zu dokumentieren.“

DAS ist der Zustand der modernen Klimawissenschaft.

DAS ist es, worauf die Alarmisten beharren, dass es „feststeht“, dass es unbestreitbar zum Untergang unserer Spezies führen wird und dass es deshalb selbstmörderische Kürzungen bei der Nutzung billiger und zuverlässiger fossiler Brennstoffe und die Einführung lähmender Kohlenstoffsteuern erfordert, um dagegen vorzugehen.

DAS ist Wahnsinn, vor allem, wenn man bedenkt, dass die gegenteilige klimatische Realität wahrscheinlich schnell näher rückt (hier und hier)

Link: https://electroverse.co/climate-scientist-who-exposed-noaa/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Woher kommt der Strom? Sehr niedriges Preisniveau

von Rüdiger Stobbe

44. Analysewoche

Mit 107€/MWh im Durchschnitt wurde in der 44. KW ein sehr niedriges Preisniveau erreicht. Vom 17.10. bis zum 6.11.2022 lag der Durchschnittsstrompreis bei 121€/MWh. Vom 1.1.2022 bis zum Machtwort des Kanzlers am 17.10.2022 waren es 245€/MWh. Selbstverständlich wird an der Strombörse spekuliert. Der psychologische Faktor ist dabei nicht hoch genug einzuschätzen. Formal gibt es ein technisches Preisfindungsverfahren. Faktisch aber zählen Angebot und Nachfrage. Wenn Deutschland Strom benötigt, wird der importierte Strom hochpreisiger gehandelt, als der Strom, der von Deutschland exportiert werden muß. Die Preisspitzen der 44. Analysewoche belegen das – wie immer – eindrucksvoll. Bemerkenswert ist allerdings, dass die Importstrompreise seit dem 17.10.2022 erheblich geringer sind als im bisherigen Jahr 2022. Das, obwohl am 29.10.2022 ein Importstrom-Peak erreicht wurde.

Leider hat der Kanzler die Gelegenheit für ein weiteres Machtwort zwecks Weiterbetrieb der KKW über den 15.4.2022 hinaus verstreichen lassen. Wenn die Markteilnehmer feststellen, dass es tatsächlich am 15.4.2023 dank der endgültigen Abschaltung zu einer Grundlast-Stromverknappung kommen wird, wird der Strompreis mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder erheblich steigen.

Die Stromerzeugung der 44. Analysewoche [Zeitraumanalyse seit 2016; Daten-PDF] war von starken Schwankungen gekennzeichnet.  Der Montag und der Dienstag sind sehr schöne Beispieltage für die Probleme, die bei hohen Erzeugungsschwankungen Wind- und PV-Strom entstehen können und werden deshalb in den Tagesanalysen gemeinsam abgehandelt. Die Strompreise bleiben auch in dieser Woche niedrig. Zumindest im Verhältnis zu den Preisen bis zum 17.10.2022. Es ist schon bemerkenswert, dass der Sachverhalt medial praktisch nicht thematisiert wird. Es ist wohl ein zu starkes Argument für den Weiterbetrieb der drei KKW über den 15.4.2023 hinaus.

Die Zukunft

Gemäß Zukunfts-Agorameter fehlt im Jahr 2030 (Ausbaugrad Erneuerbare 68%)  trotz der zufriedenstellenden Windstromerzeugung eine Menge Strom. Sogar im Jahr 2040 reicht ein Ausbaugrad von 86% Erneuerbare nicht aus, um jeden Tag den Bedarf zu decken. Dennoch gibt es an manchen eine erhebliche Überproduktion von Strom. Das wird den Strompreis zeitweise in den Negativbereich fallen lassen.

Detailanalysen

Bei der Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und dem daraus generierten Chart handelt es sich um Werte der Nettostromerzeugung, den „Strom, der aus der Steckdose kommt“, wie auf der Website der Energy-Charts ganz unten ausführlich erläutert wird. Nutzen Sie den höchst empfehlenswerten virtuellen Energiewende-Rechner. (Wie viele Windkraft- und PV-Anlagen braucht es, um Kohle- und/oder Kernkraftstrom zu ersetzen? Zumindest im Jahresdurchschnitt.) Ebenso den bewährten Energierechner.

Schauen Sie sich an, wie sich eine angenommene Verdopplung (Original-Excel-Tabelle) beziehungsweise Verdreifachung (Original-Excel-Tabelle) des Wind- und Photovoltaik (PV)-Stroms auswirken würde. Beachten Sie bitte, dass der Strom bei entsprechender Kennzeichnung im Chart (= 1) oft eben nur im Tagesdurchschnitt ausreicht.

Man erkennt, daß zum Beispiel gut 40 Prozent regenerative Stromerzeugung im Jahr 2021 nur ein Durchschnittswert sind und daß die knapp 50 Prozent im Jahr 2020 trotz Zubaus weiterer regenerativer Stromerzeugungsanlagen durchaus nicht sicher erreicht werden (1. Januar bis 6.11 2022 = 47,3 Prozent). Der Wind, der Wind, das himmlische Kind, der Wind macht halt, was er will. Wobei noch das oben bereits belegte physikalisch-technische Problem hinzukommt: Weht der Wind schwach, wird wenig Strom produziert. Weht er richtig stark, wird sehr viel Strom produziert. Dann müssen die Windkraftanlagen unter Umständen aus dem Wind genommen, abgeregelt werden.

Der Chart mit den Import- und Exportzahlen bis zum 6.November 2022 sowie der Vortrag von Professor Georg Brasseur von der TU Graz sind sehr erhellend. Professor Brasseur folgt nicht der Wissenschaft. Er betreibt Wissenschaft.

Die WiSo-Dokumentation zum Blackout ist dank Professor Harald Schwarz von der BTU Cottbus und diversen Energiewendeprotagonisten (Mindset-GraichenKemfertPaech) in jeder Hinsicht – realistische Einschätzungen/spinnerte Träumereien – informativ. Dass die Energiewende faktisch gescheitert ist, veranschaulicht Professor Fritz Vahrenholt in seinem Vortrag beim „Berliner Kreis in der Union“.

Am 24. Oktober 2022 erschien

Energiekrise & Lösungen der Bundesregierung

Ich möchte wieder und besonders auf einen Artikel hinweisen, der auf der Achse erschienen ist und mögliche Folgen einer intensiven Stromerzeugung per Windkraft thematisiert: Wenig Wind durch Windkraft heißt Dürre und Starkregen!

Sehr zu empfehlen, aber leider hinter der Bezahlschranke ist der FAZ-Artikel vom 8. Oktober 2022: ZU BESUCH BEI TRANSNETBW – Stromversorger kämpft gegen Blackout-Gefahr.

Beachten Sie bitte unbedingt die Stromdateninfo-Tagesvergleiche, möglich bis 2016, in der jeweiligen Tagesanalyse unten. Dort finden Sie die Belege für die im Analyse-Text angegebenen Durchschnittswerte und vor allem auch die Im- und Exportwerte. Der Vergleich beinhaltet einen Schatz an Erkenntnismöglichkeiten. Das Analysewerkzeug stromdaten.info ist ein sehr mächtiges Instrument, welches mit dem Tool Fakten zur Energiewende nochmals erweitert wurde. Falls Sie die Agora-Handelstage vermissen: Bitte die in den Tagesanalysen verlinkte Agora-Chartmatrix aufrufen.

Wichtige Info zu den Charts: In den Charts von Stromdateninfo ist Solarstrom gelb markiert und immer oben, oft auch über der Bedarfslinie. Das bedeutet aber nicht, daß dies der Strom ist, der exportiert wird. Im Gegenteil. Wegen des Einspeisevorrangs wird dieser Strom, genau wie anderer regenerativ erzeugter Strom, bevorzugt in das Netz eingespeist. Zum Export bleibt praktisch nur konventionell erzeugter Strom übrig, der immer allein aus Netzstabilisierungsgründen benötigt wird. Gleiches gilt für zusätzliche Stromsenken, umgangssprachlich Stromverbraucher genannt.

Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge zum Beispiel erhöhen den Bedarf erheblich, so sie denn im geplanten Umfang realisiert werden sollten. Der hierfür zusätzlich benötigte Strom wird aber durchaus nicht regenerativ gedeckt. Die Sonne scheint nicht mehr und länger, der Wind weht nicht stärker, nur weil zusätzlicher Strom benötigt wird. Deshalb wird der zusätzlich benötigte Strom aktuell immer zusätzlich konventionell erzeugt. Jedenfalls so lange, bis der „massive Ausbau“ der „Erneuerbaren“ plus Speicher realisiert wurde und 100 Prozent grüner Strom nicht nur im Durchschnitt, sondern auch tatsächlich zur Verfügung steht, wenn er benötigt wird.

Nach den Tagesanalysen: Peter Hagers Zusammenstellung der Zulassungszahlen E-Auto

Tagesanalysen

Montag, 31.10.2022 : Anteil Wind- und PV-Strom 26,35 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 42,02 Prozent, davon Windstrom 17,97 Prozent, PV-Strom 8,37 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,67 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.  Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 31. Oktober ab 2016.

Dienstag, 1.11.2022Anteil Wind- und PV-Strom 52,53 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 65,21 Prozent, davon Windstrom 46,39 Prozent, PV-Strom 6,14 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,68 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden. Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 1. November ab 2016.

Gemeinsame Betrachtung Montag & Dienstag

Weht der Wind schwach, wird wenig Strom produziert. Weht er richtig stark, wird sehr viel Strom produziert. Der Montag und der Dienstag sind Paradebeispiele für diesen Sachverhalt. Am Montag ist die regenerative Stromerzeugung sehr schwach. Etliche Stunden muß Strom zu verhältnismäßig hohen Preisen importiert werden. Über die Mittagsspitze wird kaum Windstrom produziert. Erst am Nachmittag zieht die Windstromerzeugung an. Am Dienstag ist die Windstromerzeugung stark. Es ist kein Stromimport notwendig. Im Gegenteil. Es muß Strom zu niedrigen Preisen exportiert werden. Diese wären noch niedriger, wenn die Konventionellen am Montag mehr Strom produziert hätten. Dann hätte es wahrscheinlich Produktionsüberhänge auf den Dienstag gegeben. Mit der Folge von noch mehr Strom, noch niedrigeren Preisen. Dieser Chart belegt den Sachverhalt. Übrigens auch die Tatsache, dass der überschüssige Strom konventioneller Strom ist. Er wird nachgeführt = Er muß hergestellt werden, damit die nicht ausreichende regenerative Stromerzeugung zur Deckung des Bedarfs aufgefüllt werden kann. Dass dieses Auffüllen fast nie passgerecht erfolgen kann, wurde bereits mehrmals erläutert. Einer der wichtigsten Punkte: Zwecks Netzstabilität müssen etwa 20% der Stromproduktion konventionell mittels großer Generatoren erzeugt werden. Je näher die Erneuerbaren an die 100% kommen, desto höher ist die zwangsläufige Überproduktion. Aber auch stark-schnelle Schwankungen der regenerativen Stromerzeugung – wie in unserem aktuellen Beispiel – führen zur Stromüberproduktion.

Ein Blick in die Zukunft unserer beiden Beispieltage belegt es eindrucksvoll: Weht der Wind schwach, wird wenig Strom produziert. Weht er stark, wird sehr viel – oft zu viel – Strom produziert. Im Jahr 2030 mit einem Ausbaugrad von 68% muss den ganzen Tag konventioneller Strom zur Bedarfsdeckung hinzuerzeugt werden. Und auch im Jahr 2040 mit 86% Ausbaugrad bleibt die Windstromerzeugung über die Mittagsspitze gering. Trotz der vielen Windkraftanlagen ist am Montag bis 22:00 Uhr zusätzlicher, konventionell erzeugter Strom notwendig. Am Dienstag hingegen knallen die Regenerativen durch die Decke. Mit der Folge einer hohen Strom-Übererzeugung und somit stark fallenden Strompreisen. Nicht, weil die Erneuerbaren so günstig wären. Nein, weil die Nachfrage viel geringer sein wird als das Angebot. Denn unsere Nachbarn können ihre Stromerzeugung viel wirkungsvoller steuern als Deutschland. Denn sie haben viel weniger Erneuerbare als Deutschland. Deshalb müssen die Preise sinken. Sonst wird der Strom nicht abgenommen. Dann produzieren unsere Nachbarn den benötigten Strom eben selbst. Das ist die Zwickmühle für Deutschland. Denn der zu viel erzeugte Strom muß „weg“.

Sonst bricht das Stromnetz zusammen.

Mittwoch, 2.11.2022: Anteil Wind- und PV-Strom 52,75 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,88 Prozent, davon Windstrom 45,91 Prozent, PV-Strom 6,85 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,13 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Mittwoch  [20302040] wartet bis zum Abend weiter mit starker Windstromerzeugung auf. Zum Vorabend kommt es gleichwohl zur hochpreisig zu schließenden Ministromlücke. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 2. November ab 2016.

Donnerstag, 3.11.2022Anteil Wind- und PV-Strom 47,74 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 59,17 Prozent, davon Windstrom 42,07 Prozent, PV-Strom 5,67 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,43 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Der Donnerstag [20302040] bietet fast ein ähnliches Bild wie der Mittwoch. Nur daß die Windstromerzeugung zum Vorabend anzieht und sich die Stromlücke noch während des Sonnenuntergangs bildet. Mit entsprechendem Preis. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 3. November ab 2016.

Freitag, 4.11.2022: Anteil Wind- und PV-Strom 30,21 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 42,97 Prozent, davon Windstrom 27,02 Prozent, PV-Strom 3,2 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,78 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts. Die Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Ab 9:00 Uhr [20302040] lässt die Windstromerzeugung rapide nach. Die PV-Stromerzeugung ist schwach. Von 9:00 bis 23:00 Uhr wird Strom importiert. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 4. November ab 2016.

Samstag, 5. November 2022Anteil Wind- und PV-Strom 36,48 Prozent. Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 50,35 Prozent, davon Windstrom 30,01 Prozent, PV-Strom 6,47 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,88 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-ChartsDie Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Am bedarfsarmen Samstag [20302040] ist zwar wieder Stromimport am Vorabend notwendig. Die Preise aber bleiben ´moderat`. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 5. November ab 2016.

Sonntag, 6.11.2022Anteil Wind- und PV-Strom 54,50 Prozent. Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 67,14 Prozent, davon Windstrom 46,98 Prozent, PV-Strom 7,52 Prozent Strom Biomasse/Wasserkraft 12,65 Prozent. Quelle der prozentualen Auswertung ist die Tabelle mit den Werten der Energy-ChartsDie Agora-Chartmatrix [20302040] mit Handelstag „Strom-Import/Export“.

Heute kann eine starke Pumpspeicherverstromung [20302040] die Vorabendlücke verhindern. Der Preis überschreitet nur einmal die 100€/MWh-Marke. Mit einem Durchschnittspreis von 51€/MWh erinnert der Preis an vergangene Zeiten. Die Im- und Exportwerte Deutschlands, die von Deutschlands Nachbarn und die Strompreise des Tages können hier analysiert werden.

Belege für die Werte und Aussagen im Text oben, viele weitere Werte sowie Analyse- und Vergleichsmöglichkeiten bietet der Stromdateninfo-Tagesvergleich zum 6. November ab 2016.

Zusammengestellt von Peter Hager

PKW-Neuzulassungen Oktober 2022: Hybrid-PKW mit deutlichem Zuwachs

Mit 208.642 PKW-Neuzulassungen war der Oktober um 7,2 % schwächer als der September. Gegenüber dem Oktober 2021 betrug das Plus 16,8 %.

Besonders starke Steigerungen gegenüber dem Vorjahresmonat gab es bei den Hybrid-PKW (ohne und mit Plug-in-Hybriden), bei PKW mit reinem Diesel-Antrieb und bei reinen Elektro-Autos.

Ein Grund für den Anstieg bei den Plug-In-Hybriden dürfte auch der Wegfall der Bundessubvention zum Jahreswechsel sein.

Benzin: 66.676 (+ 3,1 % ggü. 10/2021 / Zulassungsanteil: 32,0 %)

Diesel: 36.554 (+ 18,3 % ggü. 10/2021 / Zulassungsanteil: 17,5 %)

Hybrid (ohne Plug-in): 36.469 ( + 32,2 % ggü. 10/2021 / Zulassungsanteil: 17,4 %)
darunter mit Benzinmotor: 25.496
darunter mit Dieselmotor: 10.972

Plug-in-Hybrid: 32.064 (+ 35,1 % ggü. 10/2021 / Zulassungsanteil: 15,4 %)
darunter mit Benzinmotor: 30.698
darunter mit Dieselmotor: 1.366

Elektro (BEV): 35.781 (+ 17,1 % ggü. 10/2021 / Zulassungsanteil: 17,1 %)

Der Zulassungsanteil der Elektro-PKWs (BEV und Plug-in-Hybrid) blieb mit 32,5 % im Oktober 2022 nahezu unverändert gegenüber dem September 2022 mit 32,3 %

PKWs mit anderen Antriebsarten (Flüssiggas: 0,6 % oder Erdgas: 0,1 %) spielen so gut wie keine Rolle.

Quelle

Top 5 nach Herstellern

Hybrid-PKW (ohne Plug-in): 381.172 (01-10/2022), + 5,4% ggü. VJ-Zeitraum

Audi (mit 8 Modellen): 19,8%
BMW (mit 13 Modellen): 15,5%
Toyota (mit 6 Modellen): 10,8%
Mercedes (mit 10 Modellen): 10,0%
Ford (mit 8 Modellen): 7,2%

Hybrid-PKW (mit Plug-in): 247.711 (01-10/2022), – 6,5% ggü. VJ-Zeitraum

Mercedes (mit 11 Modellen): 15,6%
BMW (mit 8 Modellen): 13,2%
VW (mit 6 Modellen): 8,8%
Audi (mit 8 Modellen): 8,6%
Seat (mit 3 Modellen): 7,8%

Elektro-PKW: 308.254 (01-10/2022), + 15,3% ggü. VJ-Zeitraum

Tesla (mit 2 Modellen): 13,5%
VW (mit 6 Modellen): 12,2%
Hyundai (mit 3 Modellen): 7,5%
Audi (mit 3 Modellen): 6,5%
Fiat (mit 2 Modellen): 6,3%

Die beliebtesten zehn E-Modelle in 10/2022 (Gesamt: 35.781) waren:

Fiat 500: 2.363 (Minis)
VW ID3: 2.160 (Kompaktklasse)
VW ID4: 2.115 (SUV)
Tesla Model Y: 1.622 (SUV)
Tesla Model 3: 1.563 (Mittelklasse)
Opel Mokka: 1.531 (SUV)
Audi E-Tron: 1.141 (SUV)
Seat Born: 1.140 (Kompaktklasse)
Hyundai Kona: 1.108 (SUV)
Hyundai Ioniq 5: 1.100 (SUV)

Im Oktober kam der Fiat 500 auf Platz 1 vor dem VW ID3 und dem VW ID4. Wieder unter die Top 10 kamen der Opel Mokka und der Audi E-Tron. Herausgefallen sind der Dacia Spring und der BMW i3. Auf über 1.000 Neuzulassungen kamen auch Audi Q4, Mini, Polestar 2, Renault Megane, Skoda Enyaq und VW up.

Tesla hängt VW bei E-Autos ab

So konnte man es noch im Oktober in der Tagesschau lesen:

„Beim Verkauf von E-Autos liegt Tesla in Deutschland in diesem Jahr bislang vorn. Der US-Autobauer hat Volkswagen als Marktführer abgelöst. Der US-Autobauer Tesla hat in Deutschland Volkswagen als Marktführer von Elektroautos abgehängt. Von Januar bis September verkaufte Tesla 38.458 Autos, während die Marke Volkswagen auf Platz zwei einen Einbruch auf 32.326 Autos erlitt.“

Quelle

Was in dem Tagesschau-Beitrag nicht erwähnt wurde

Der erste Platz bei den PKW-Neuzulassungen wechselte im Laufe des Jahres mehrmals zwischen Tesla und VW. So lag VW in den Monaten Januar, Juni, Juli und August vor Tesla.

Tesla hatte seinen größten Marktanteil im März (17,3 %) und seinen niedrigsten im Januar (2,0 %).

VW hatte seinen höchsten Marktanteil im Januar (13,2 %) und seinen niedrigsten im April (9,1 %).

Audi-Chef offen für Fahrverbote und autofreie Tage

Markus Duesmann, Chef des Automobilkonzerns Audi  (zuvor in leitenden Positionen bei Daimler und BMW), zeigt sich offen für autofreie Tage und ein Tempolimit auf deutschen Straßen.

Der Süddeutschen Zeitung sagte Markus Duesmann:

Um uns in Deutschland besser einzustimmen auf die Lage und die Notwendigkeit des Sparens, könnte es wieder autofreie Tage geben, so wie in den 1970er Jahren während der Ölkrise„.

Falls es autofreie Sonntage geben sollte, würde er selbst mit seinem Rennrad über die gesperrte Autobahn fahren.

Auch ein Tempolimit könne ein hilfreiches Symbol sein.

Nach seiner Meinung sehe man schon auf der Autobahn, dass den Menschen das Geld knapp werde und nun viele rechts mit 100 km/h fahren.

Dazu passt die Nachricht des Handelsblatts, daß Audi mit Sauber ab 2026 in die Formel 1 einsteigen wird. Schließlich plant der Motorsport-Verband FIA, stärker auf Elektrifizierung und E-Fuels zu setzen. Wenn das keine schlüssige Begründung ist.

Quelle

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe und Peter Hager nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einem kurzen Inhaltsstichwort finden Sie hier.

Seit über sechs Jahren betreibt Rüdiger Stobbe den werbefreien Politikblog www.mediagnose.de.




Der Kampf um Europas Zukunft – Eine hochrangige Talkshow

von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke

Talkshows im deutschen Fernsehen – Servus-TV ausgenommen – kann man bekanntlich vergessen. Sie zeichnen sich in der Regel durch folgende Eigenschaften aus:

a) die Themen sind zwar interessant, die drängendsten werden aber tabuisiert. Als zwei stellvertretende Beispiele dürften reichen „Klimaschutz sinnvoll oder wirkungslos?“ und  „der Umgang mit Migration in Ländern wie Ungarn und Dänemark im Vergleich zu Deutschland“.

b) Die eingeladenen Gäste entsprechen der politischen Linie des deutschen journalistischen Mainstreams von grün-rot. Befürworter der AfD-Politik sind unter Talk-Show-Gästen so häufig wie schwarze Schwäne. Die Talkshows haben zum alleinigen Zweck, die Meinung des journalistischen Mainstreams von grün-rot zu propagieren. Dazu bedient man sich folgender Mittel

c1) Talkshow-Gäste guter fachlicher Qualität, die eine unerwünschte Meinung erfolgreich begründen könnten, werden erst gar nicht eingeladen. Dies trifft insbesondere auf Vertreter der AfD zu.

c2) Es werden „Opfer“ eingeladen, die zwar ihre der Intention des Mainstreams widersprechende Meinung äußern dürfen, aber nicht das Format haben, sich gegen die erdrückenden Mehrheit der erwünscht eingeladenen Talkteilnehmer, die meistens auch noch inkompetente Schreihälse sind, erfolgreich zu wehren.

c3) Keine Talkshow-Leitung sorgt für ordentliche Diskussionen, die sich u.a. dadurch auszeichnen, dass der jeweils sich Äußernde nicht durch permanentes Hereinplappern oder Überschreien seiner Meinungsgegner gestört wird. Diese Art von Störungen wird von den Leitungen der großen bundesdeutschen Talk-Shows auffällig nicht unterbunden. Insbesondere grüne Eingeladenen zeichnen sich durch diese Störungen aus, denn Grün hat bekanntlich alle Weisheit gefressen und zudem die Weltrettung in alleinigem Besitz. Ordentliche Begründungen ihrer kruden Auffasungen haben daher Grüne gar nicht mehr nötig.

Unter diesen Prämissen ist es erholsam, einmal eine Talkshow genießen zu dürfen, die sich durch das genaue Gegenteil der zuvor beschriebenen Mängel auszeichnen. Solch ein Talskshow, ausgestrahlt vom finnischen TV und organisiert vom israelischen TV. hatte den Titel “The battle for Europe’s future: Strategic Situation Assessment”. Die eingeladenen Gäste waren (von links nach rechts in einem umgekehrten U)

– Gen. Klaus Naumann, Former Bundeswehr Chief of General Staff and Chairman of NATO’s Military Committee

– Dr. Rafael Bardaji, CEO World Wide Strategy who formerly served as Spanish National Security Advisor

– Col. Richard Kemp, former  British Field Commander and head of the international counter-terrorism intelligence team at the British Cabinet Office

– Prof. Uri Rosenthal, Former Minister of Foreign Affairs of the Kingdom of the Netherlands

– Dr. Vaclav Klaus ehemaliger tsechischer Staatspräsident

Weiter unten das Video der Talkshow, oder direkt (hier). MIt dem Youtube-Symbol „Einstellungen“ können Untertiteleinstellungen vorgenommen werden. Es wird empfohlen, es bei Untertiteln in Englisch zu belassen, denn die deutschen Übersetzungen sind leider meist haarsträubend. Für EIKE-Leser besonders hervorzuheben ist die Zeit 29:25 des Videos, ab der Vaclav Klaus für die Einstellung der CO2-Reduzierung eintritt. Bemerkenswerterweise gab es dagegen keinen Widerspruch in der Talkrunde.




COP27 – Wird der Extremismus von „Verlust und Schaden“ den nationalen Alarmismus ausschalten?

David Wojick

Die extreme Rhetorik der „Wiedergutmachung von Verlusten und Schäden“ könnte nach hinten losgehen und dazu führen, dass die Industrieländer die Ansprüche der Entwicklungsländer auf von Menschen verursachte Schäden in Frage stellen. Die beste Verteidigung gegen eine ruinöse Haftungsklage ist Unschuld.

Bislang haben die alarmistischen Regierungen Amerikas und der anderen Industrieländer die akute Bedrohung durch den vom Menschen verursachten Klimawandel schadenfroh angepriesen, weil ihnen das immense Macht verlieh. Sie haben sich fröhlich damit gebrüstet, unsere Gesellschaft umzugestalten und unser Energiesystem umzustellen, nur um uns vor den ständig steigenden Treibhausgasen zu retten.

Im Mittelpunkt dieses alarmistischen Narrativs steht das Argument, dass die Welt bereits stark unter dem vom Menschen verursachten Klimawandel leidet. Jede Wetterkatastrophe wird jetzt als „Klimaereignis“ oder so etwas Dummes bezeichnet.

Nun, wie wir in den Bergen sagen: „Was vorbei ist, ist vorbei“.

Das Narrativ von den Klimaschäden trifft nun die Industrieländer, und zwar sehr hart. Im Prinzip ruinös hart.

Die Logik von Verlust und Schaden ist einwandfrei. Wenn man die These von der vom Menschen verursachten Zerstörung akzeptiert, dann sind die Industrieländer eindeutig für den größten Teil des Schadens verantwortlich. Sie schaden nicht nur sich selbst, sondern auch den Entwicklungsländern, die wenig mit dem 150-jährigen Anstieg der Treibhausgase zu tun haben.

Auf der COP27 erklärten sich die Industrieländer bereit, das Thema Verlust und Schaden auf die Tagesordnung zu setzen, solange die Frage der Haftung nicht angesprochen wird. Diese Vereinbarung scheiterte bereits am ersten Tag, als die Staats- und Regierungschefs auf der COP sprachen. Viele Entwicklungsländer pochten auf angebliche „Reparationen“, die die Industrieländer schuldeten. Ein Land bezeichnete dies sogar als „kriminell“.

REPARATIONEN sind inzwischen zum Thema der COP geworden. In den meisten Nachrichten taucht dieses böse Wort auf. Wie sich dies in den eigentlichen, möglicherweise scheiternden Verhandlungen auswirken wird, kann nur vermutet werden.

Die technischen Fragen der möglichen Verantwortung unter der Doktrin des vom Menschen verursachten „Klimachaos“ (wie die Alarmisten es jetzt nennen) sind gewaltig. Sie sind sowohl haarig als auch unscharf. Es gibt keinen Anspruch darauf, ein bestimmtes Extremereignis bestimmten Emissionen zuzuordnen. Die Zuordnung erfolgt durch den Vergleich eines Modelllaufs, der die (angebliche) Gesamtheit der menschlichen Einflüsse enthält, mit einem Modelllauf ohne diese Einflüsse. Der Unterschied ist auf uns zurückzuführen, aber nur in einer sehr allgemeinen Weise.

Man beachte, dass das Extremereignis selbst in dieser Modellierung nicht wirklich auftaucht, weil es zu klein und kurz ist. Daher suchen die so genannten Attributions-Wissenschaftler nach allgemeineren Unterschieden, die mit dem Ereignis in Verbindung stehen könnten. Sie ignorieren auch, dass die verschiedenen Modelle sehr unterschiedliche Ergebnisse für regionale Veränderungen liefern, und dass sie sich auch hinsichtlich der menschlichen Einflüsse unterscheiden.

Und in jedem Fall ist das Ergebnis nur eine Veränderung der Wahrscheinlichkeit des betreffenden Ereignisses. Wie sich diese Veränderung auf die Verantwortung auswirkt, ist unklar. Wenn wir einen Sturm um 20 % wahrscheinlicher gemacht haben, bedeutet das, dass wir 20 % der Schäden zu verantworten haben, oder was? Ich bezweifle, dass es eine rationale Antwort auf diese dumme Frage gibt.

Die Wissenschaft der Attribution ist also wackelig (und haarig), was eine Verteidigung gegen die Haftung sein könnte, aber diese angebliche Wissenschaft existiert. Eine ausführliche Einführung in die Wissenschaft, geschrieben von Alarmisten, die an sie glauben, finden Sie hier.

Die nationale Verantwortung würde dann davon abhängen, wie viel das jeweilige Land zum gesamten Treibhauseffekt beiträgt. Eine weitere haarige und unscharfe Frage.

Da ich nicht an die Doktrin des zerstörerischen, vom Menschen verursachten Klimachaos glaube, hat diese ganze Reparationsübung etwas von einem absurden Theater. Die Regierungen der Welt debattieren über etwas, das es nicht gibt, und wer dafür bezahlen soll!

Andererseits könnte dieser verrückte Reparations-Unsinn zu einer ernsthaften Infragestellung des AGW führen. Hoffen wir es. Schließlich ist die beste Verteidigung gegen einen Haftungsanspruch die Unschuldsvermutung. Wir verursachen keine Klimaschäden. Kein Schaden, kein Foul. Die Skeptiker verfügen über eine Fülle von Beweisen, die die Regierungen vielleicht endlich für nützlich halten.

Aber die haarigen, unscharfen Fragen der Zurechnung und Haftung liegen weit in der Zukunft. Im Moment geht es bei der COP um die Frage, ob eine formelle Einrichtung zur Abwicklung der erhofften (und geforderten) Finanzströme geschaffen werden soll oder nicht.

In Anbetracht all der bösen Worte, die über Amerika und Co. ausgeschüttet wurden, wird es sehr interessant sein, zu sehen, wie die professionellen Diplomaten mit diesem Schlamassel umgehen, wenn sie es können. Es liegt noch viel COP27 vor uns.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2022/11/12/cop27-will-loss-and-damage-extremism-kill-national-alarmism/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE