Kältereport Nr. 12 / 2022

Christian Freuer

Vorbemerkung: Nachdem ich in diesem Beitrag erklärt hatte, warum diese „Kältereports“ gar nicht so einseitig sind wie zuerst vermutet, geht es hier also weiter mit der Meldung von Kälte-Extremen. Ich wiederhole die Erkenntnis aus o. g. Beitrag: Die Tatsache, dass Meldungen über Wärme-Extreme kaum oder gar nicht in den MSM zu finden sind, deutet darauf hin, dass solche Ereignisse auch nicht aufgetreten sind. Der Hype um die angebliche Antarktis-Wärme belegt dies eindrucksvoll.

Also geht es jetzt weiter mit Meldungen über Kälte-Extreme.

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Meldungen vom 21. März 2022:

Dazu gehört auch ein Beitrag mit ein paar Hintergrund-Informationen, weshalb dieser hier vollständig übernommen wird:

Nordamerika erlebte soeben den kältesten Winter seit Jahren

Ungewöhnlich niedrige Temperaturen haben Kanada und die Vereinigten Staaten in den letzten drei Monaten heimgesucht. Sogar laut den UHI-ignorierenden Gauklern der NOAA war der meteorologische Winter der kälteste in Nordamerika seit 2014.

Und wenn man nur den Januar und Februar 2022 betrachtet, war es „der kälteste Zeitraum seit 1996“, fügte NOAA hinzu (Sonnenminimum des Zyklus 22).

Abbildung 1: Karte der globalen Temperaturanomalie für Februar 2022 [NOAA].

Nimmt man die Daten der NOAA mit all ihren glorreichen Verzerrungen durch die städtische Wärmeinsel (Urban Heat Island, UHI) als gegeben hin, so zeigt sich auch, dass von 2016 bis 2022 (bis März) ein starker Abkühlungstrend in den USA und Kanada vorherrscht.

Unter Verwendung desselben Datensatzes, das die NOAA in ihrem jüngsten Bericht (veröffentlicht im Januar 2020) zitiert, sowie eines ähnlichen 5-Jahres-Zeitraums zeigt sich, dass die Temperaturen in Nordamerika zwischen Januar 2016 und Februar 2022 mit einer Rate von 1,29°C pro Jahrzehnt gesunken sind.

Das ist ein gigantischer Temperaturrückgang, der etwa das 19-fache der offiziellen durchschnittlichen Anstiegsrate der Erde seit 1880 beträgt – zumindest laut dem NOAA-Bericht: „Die globale Jahrestemperatur ist seit 1880 mit einer durchschnittlichen Rate von 0,07°C pro Jahrzehnt gestiegen.“

Abbildung 2: Temperaturanomalien in Nordamerika im Vergleich zum Durchschnitt des 20. Jahrhunderts [NOAA].

Aber warum zeigen die Daten, dass sich Nordamerika abkühlt, während sich der Planet insgesamt erwärmt? Nun, eine Antwort könnte sein, dass die Abdeckung durch Wetterstationen in den USA und Kanada sehr gut ist, während sie in weiten Teilen des restlichen Planeten sehr schlecht ist – und dort, wo die Abdeckung dünn ist (wie z. B. in Afrika und Sibirien), schätzt die NOAA einfach die Temperatur. Dieses Ausfüllen der Lücken wird damit gerechtfertigt, dass die Messwerte der nächstgelegenen Temperaturstationen als Ersatz verwendet wurden, aber 1) diese Methode liefert keine genaue globale Temperaturaufzeichnung, da die nächstgelegene Temperaturstation Hunderte oder sogar Tausende von Kilometern entfernt sein kann, und 2) diese Stationen befinden sich meistens in kosmopolitischen Gebieten, und solche Gebiete sind nachweislich dem Wärmeinsel-Effekt ausgesetzt und verzerren somit natürlich das Gesamtbild. Wenn die natürliche Vegetation durch Gebäude, Bürgersteige und ungewollte Wärmequellen wie Klimaanlagen und Autos ersetzt wird, verändert sich das Mikroklima um einen Thermometer-Standort. Diese Ausdehnung der innerstädtischen Messwerte auf ganze Nationen ist jetzt wahrscheinlich die einzige Ursache für die vom Menschen verursachte globale Erwärmung.

Mit diesem Rätselraten ist es der NOAA in Zusammenarbeit mit einigen wenigen anderen Organisationen (wie dem Goddard Institute for Space Studies der NASA) gelungen, einen völlig unnatürlich linearen Temperaturtrend zu erstellen, der angeblich in den nächsten Monaten/Jahren/Jahrzehnten zu einer „beispiellosen Klimakatastrophe“ führen wird – über den Zeitrahmen kann sich niemand so recht einigen; Aber in einem Punkt kann man sich sicher sein: Wir werden alle „braten“, es sei denn, wir schränken die freie Meinungsäußerung ein, stürzen Demokratie und Kapitalismus und überholen erschwingliche Energie zugunsten teurer und gescheiterter erneuerbarer Energien (siehe die Meinung des Physikers William Happer dazu hier).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die gute Thermometerabdeckung Nordamerikas die „Vermutungen“ der NOAA einschränken könnte – d.h. der Abkühlungstrend des Kontinents könnte uns tatsächlich ein Bild liefern, das der globalen Wahrheit viel näher kommt (ich habe keine andere Erklärung). Aber auch bei der Betrachtung der globalen NOAA-Rohdaten – also bevor sie durch die Wärme verursachenden Filter der Regierungsbehörde laufen – lässt sich auch hier ein Abkühlungstrend erkennen – die globalen Temperaturanomalien an Land und im Ozean tendieren über denselben Zeitraum zu -0,14 °C pro Jahrzehnt:

Abbildung 3: Temperaturanomalien global im Vergleich zum Durchschnitt des 20. Jahrhunderts [NOAA].

Diese globale Abkühlung ist sogar noch ausgeprägter, wenn man sich die Satellitendaten ansieht. Die Temperaturen sind seit 2016 um etwa 0,71 °C gesunken und sinken weiter, siehe hier.

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Frühlings-Tagundnachtgleiche: Winterliche Kälte in weiten Teilen Europas

Mit der Frühlings-Tagundnachtgleiche herrschten in Mittel- und Osteuropa Bedingungen, die an einen vollen Wintertag erinnerten.

In den griechischen Bergen sank die Temperatur auf -15,8 °C; in Bulgarien und Rumänien herrschte starker Frost, in Sofia -8,7 °C; im größten Teil des Kaukasus (d. h. in Teilen Südrusslands, Georgiens, Armeniens usw.) schneite es weiter, auch in tiefen Lagen.

Der Schnee breitete sich auch tief in das westliche Zentralrussland aus und legte sich über Tscheljabinsk (nahe der kasachischen Grenze), wo Schneesturm-Bedingungen festgestellt wurden, die als „unerwartet“ und „höllisch“ beschrieben wurden:

https://twitter.com/i/status/1505815389804060682

Auch im östlichen Mittelmeerraum war es im März außergewöhnlich kalt.
In Griechenland und der Türkei herrschen nach wie vor winterliche Bedingungen, und in den Küstenregionen am Schwarzen Meer fällt sogar Neuschnee:

Es folgen noch mehrere weitere Twitter-Videos

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Zypern: Niedrigste März-Temperatur jemals

Bleiben wir noch im östlichen Mittelmeerraum: Sonntag, der 20. März, war ein weiterer historischer Tag auf Zypern.

An der Bergstation am Trodos-Platz wurde offiziell ein Tiefstwert von -11,6 °C gemessen – der niedrigste Märzwert, der jemals in diesem Land gemessen wurde. Auch auf der anderen Seite der Insel war es klirrend kalt – das Dorf Kyperounta brach mit -7,6 °C (18,3 °F) seinen eigenen regionalen Rekord-Tiefstwert.

Wie cyprus-mail.com berichtet, liegt auf dem Troodos-Platz derzeit eine Schneedecke von etwa 44 cm, „ein Wert, der im März seit den 70er oder sogar 60er Jahren nicht mehr erreicht wurde“, so der Direktor des staatlichen Wetterdienstes Kleanthis Nicolaides.

Link: https://electroverse.net/americas-coldest-winter-in-years-winter-like-cold-in-europe-cyprus-lowest-march-temp-ever/

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Meldungen vom 23. März 2022:

Rekord-Schneefall in Amarillo, Texas

Amarillo wurde einen Tag nach Frühlingsbeginn von rekordverdächtigen Schneefällen heimgesucht – die Bedingungen führten zu weitreichenden Stromausfällen und zahlreichen Straßen- und Schulsperrungen, da für den Nordwesten von Texas eine Schneesturmwarnung ausgesprochen wurde.

In Amarillo fielen offiziell insgesamt 8 cm Schnee, was zwar eher wenig ist, aber dennoch ausreicht, um den bisherigen Rekord für dieses Datum – 4 cm aus dem Jahr 1921 – zu verdoppeln.

Das Schneegestöber war auch nicht auf Texas beschränkt.

In der Stadt Clayton, New Mexico, gab es in letzter Zeit „starken Wind, Schneeverwehungen (und) null Sicht“.

Und ein kurzer Blick auf The Last Frontier: Das Alaska-Pacific River Forecast Center des NWS sagt, dass die Yukon-, Tanana-, Koyukuk-, Kuskokwim- und Susitna-Becken derzeit alle eine weit überdurchschnittliche Schneemenge aufweisen – in Tanana sogar 220% über der Norm.

Es folgen Ausführungen zu der Gefahr von Überschwemmungen durch diese Schneemassen, falls ruckartig Tauwetter einsetzen sollte.

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3 Millionen Haushalte in Japan von Stromausfällen aufgrund des kalten Wetters und des jüngsten Erdbebens bedroht

3 Millionen japanische Haushalte waren am Dienstag von Stromausfällen bedroht, nachdem letzte Woche ein Erdbeben die Nordostküste Japans erschütterte. Begleitet wurde es in und um Tokio von ungewöhnlich kaltem Wetter und Ausfällen von Wärmekraftwerken.

Japan hat in den Jahren Der Winter 2021-2022 war in Japan geprägt von historischer Kälte und starken Schneefällen, und obwohl in der vergangenen Woche eine Atempause eingelegt wurde, war die Wärme nur von kurzer Dauer, und seither herrscht im größten Teil des Landes erneut anomale Kälte.

Nachmeldung: Bhutan – ein Binnenstaat in Südasien – erlebte einen außergewöhnlich kalten und schneereichen Februar 2022. In Chamkhar und Haa wurden Rekordtiefstwerte von -12,5°C gemessen, während selbst in niedrigsten Höhenlagen zum ersten Mal seit 1944 und 1958 Schnee gemeldet wurde:

Aus Tweets:

Historischer #Schnee in #Bhutan! Es schneite in Höhen bis zu 1.200 m, was extrem selten ist (das letzte Mal war 1958 oder 1944).

Extreme Temperaturen rund um die Welt

Historische Schneestürme in Bhutan und im indischen Bundesstaat Himachal Pradesh. An manchen Orten fielen über 50 cm Schnee, und auch in ungewöhnlich niedrigen Lagen fiel Schnee. Laut Einheimischen gab es in der ehemaligen bhutanischen Winterhauptstadt Punakha (1250 m) den ersten Schnee (5 cm) seit 1958.

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Starker Frost in Griechenland und Georgien – einer der kältesten März-Monate jemals in Israel

Ungewöhnlich niedrige Temperaturen suchten das Mittelmeer, den Balkan und den Nahen Osten diese Woche heim.

Nach Angaben des Meteodienstes des Nationalen Observatoriums in Athen wurden am Dienstagmorgen in Griechenland für diese Jahreszeit erstaunliche Tiefstwerte gemessen: In Faraggi, Florina, wurden -9,3°C gemessen, in Seli, Naoussa, -9,1°C, in Mesovouno -7,4°C, und in Grevena -7,1°C.

Abbildung 4: Das verschneite Dorf Malakasa, nördlich von Athen, Griechenland (März 2022).

Im Osten erlebt Georgien, ein Land an der Schnittstelle zwischen Europa und Asien, ebenfalls einen sehr kalten März – den kältesten seit 2012, nachdem die Anomalien in den letzten drei Wochenum -4 °C unter dem multidekadischen Durchschnitt lagen. Auch in der Hauptstadt Tiflis ist zum Ende der Woche mit weiterem Frühlingsschnee zu rechnen, auf den dann weitere intensive Fröste folgen werden.

In Israel schließlich soll das historisch kühle Wetter noch mindestens einige Tage anhalten, was diesen Monat zu einem der kältesten März-Monate macht, die je in diesem Land im Nahen Osten gemessen wurden. Die derzeitige Kältewelle begann am 11. März, als die Tagestemperaturen nach Angaben des israelischen Wetterdienstes im Landesinneren 7 °C unter dem Durchschnitt und an der Mittelmeerküste 5 °C unter dem Normalwert lagen. In der Nacht waren die Tiefstwerte in höher gelegenen Gebieten – wie den Judäischen Bergen – durchschnittlich 5 °C und im übrigen Land 4 °C unter der Norm.

Link: https://electroverse.net/record-snow-hits-amarillo-3-million-homes-in-japan-threatened-with-blackouts-due-to-cold-greece-georgia-israel-suffer-cold-marches/

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Meldungen vom 24. März 2022:

Ungewöhnlicher März-Frost in Mexiko

Die späte Kälte, die derzeit einen Großteil des amerikanischen Kontinents erfasst, ist auch ungewöhnlich weit nach Süden vorgedrungen.

Die für Ende März bemerkenswerte Kälte hat diese Woche sogar weite Teile Mexikos erfasst. In La Rosilla wurden beispielsweise Werte von -15 °C gemessen – Tiefstwerte, die nicht weit vom monatlichen Allzeitrekord des Ortes entfernt sind.

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Mehr als 30 cm Schnee weiter nördlich

Bevor die oben erwähnte arktische Luft Mexiko erreichen kann, muss sie jedoch Kanada und die Vereinigten Staaten passieren.

In Teilen des nördlichen Minnesota fiel am Mittwoch mehr als ein Meter Schnee. An mehreren Orten von International Falls bis zur Nordgrenze wurden mehr als zehn Zentimeter Schnee gemessen, was für Ende März in einigen Fällen rekordverdächtig war.

Von Kalifornien über Texas und den Mittleren Westen bis in den Nordosten der USA sind in dieser Woche heftige Schneefälle aufgetreten.

Auch jenseits der Grenze – in Kanada – sind noch nie dagewesene Mengen gefallen.

In Dawson City, Yukon, wurde am Mittwochmorgen mit 97 cm ein neuer Schneehöhen-Rekord aufgestellt. Anderswo kamen am Macmillan Pass 151 cm und am Watson Lake 122 cm zusammen.

Es folgt unter diesem Link noch ein Ausblick auf die wahrscheinlich bevorstehende Kältewelle in UK und auch bei uns. Mehr dazu im nächsten Kältereport, denn die Numerik ist sich hinsichtlich dieses Wetterumschwungs aus heutiger Sicht (26. März 2022) noch sehr unsicher.

Link: https://electroverse.net/march-freeze-grips-mexico-a-foot-of-snow-up-north-april-flurries-for-the-uk/

wird fortgesetzt … (mit Kältereport Nr. 13 / 2022)

Zusammengestellt und übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Sind Klimaschützer paradoxerweise enge Verbündete der Gaslieferanten?

von EIKE Redaktion

Vorbemerkung: Der politisch-mediale Komplex in den westlichen Ländern versucht zunehmend (und erfolgreich), immer mehr Sachthemen zum Glaubensbekenntnis zu machen, oder zum Symbol einer bestimmten Gruppenzugehörigkeit. Klima, Corona, Migration, und jetzt der Ukrainekrieg – bei vielen Lesern und Zuschauern erscheint geistig sofort das Etikett „ist gegen Rußland“, „ist für die Grünen“, „wählt AfD“ und so weiter und so fort.

Die gesellschaftliche Spaltung durch künstliche Gruppenbildung scheint noch effektiver zu sein als die Propagierung unwissenschaftlicher und profitabler Märchen wie die angebliche Erderhitzung durch Atem- und Verdauungsgase. Ein Kommentator auf Facebook schrieb, was Klima und Corona noch nicht schafften, schafft jetzt die qualitätsmediale Berichterstattung zum Ukraine-Krieg. Daher rufen wir unserer geneigten Leser und Zuschauer dazu auf, sich wie bei den Umweltthemen nicht ins Bockshorn jagen zu lassen – darauf sind die hinter der „Berichterstattung“ stehenden Interessensgruppen nämlich dringend angewiesen.
Wir bei EIKE nehmen keine grundsätzliche Position für oder gegen Russen, als Volk schon mal gar nicht, oder für oder gegen Fracking ein. Das überlassen wir – aber nur als private Meinung- unseren Autoren und Lesern. Die wir uns aber in keinem Fall als EIKE zu eigen machen. Dieser Eindruck entstand aber leider bei einigen Betrachtern unseres Klimaschauvideo 104.

Um es ganz deutlich zu sagen: Wenn die deutsche Regierung es für richtig hielt sich von einem Haupt-Lieferanten von lebenswichtigen ja überlebenswichtigen Gütern abhängig zu machen, so ist das für jeden Einkäufer nicht nur dumm, sondern auch hochgefährlich. Völlig unabhängig davon wie honorig der Lieferant in der Vergangenheit auch auftrat. Er würde von der Geschäftsleitung sofort zur Ordnung gerufen, im Wiederholungsfall sogar entlassen werden. Das ist die EIKE-Position

Wenn die deutsche Regierung dazu noch weder Kernkraft, noch Kohle, noch Öl, noch russisches Gas will, oder Rußland seinerseits die Lieferungen einstellt, egal aus welchem Grunde, muß sie sich entweder in Katar und anderswo bücken und betteln und saftige Aufschläge zahlen, oder versuchen, soviel heimisches Erdgas zu fördern wie möglich. Vermutlich sogar beides. Welche Methoden könnten sonst die Energiesicherheit Deutschlands garantieren? Volatiler Strom aus Photovoltaik- oder Windkraftanlagen bestimmt nicht!
Daher verwiesen wir auf die Frackingmethode, die in unserer Redaktion als das beurteilt was sie ist: Nämlich eine gut bekannte, seit Jahrzehnten erprobte mit bei entsprechend professioneller Handhabung auch ungefährliche und wirtschaftliche Methode Gas (oder Öl wie bspw. in Alberta/ Kanada) aus bisher schwer erschließbaren, aber dafür sehr großen Lagerstätten zu gewinnen. Und zwar hier! Und zwar jetzt! In Deutschland! Die Mehrkosten dieses Verfahrens liegen allemal unter den die für Verflüssigung und/oder Transport über lange Strecken anfallen. Eine Produktion könnte vermutlich schon zwölf Monate nach Startschuß beginnen. Denn es ist alles bekannt und vieles auch schon vorhanden.

Leider erliegen viele dem Irrtum, Stromgewinnung und Heiz- und Produktionsgas gleich zu setzen. Wir brauchen aber Gas und Strom. Nicht nur Gas und nicht nur Strom. Und zwar hier und jetzt. Auch wenn es uns am liebsten wäre – wie vermutlich den meisten EIKE-Lesern – es gäbe eine Neuauflage inhärent sicherer Kernkraftanlagen, wie die unseres Referenten Götz Ruprecht, den DFR. Doch das nützt uns erst etwas in frühestens zehn bis 15 Jahren. Aber dann wären damit mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Strom wäre sehr preiwert und stets verfügbar, die anfallende Prozesswärme könnte für billig herzustellenden e-Fuel eingesetzt werden, Und, und, und. Dann wären wir weitgehend unabhängig von ausländischen Lieferanten, die Luftreinhaltung wäre kein Problem, und eine nukleare Gefahr durch Strahlung wäre ausgeschlossen. Doch ohne eigene und sichere aber auch preiswerte Gasversorgung würden wir diesen paradiesischen Zustand gar nicht erst erreichen. Wir würden auf dem Weg dahin kläglich verhungern. Das ist die Situation in welche uns die deutschen Regierungen der vergangenen 20 Jahre gebracht haben. Und dem gilt es entgegen zu wirken. Mit Ihrer Hilfe liebe Leser…

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Die deutsche Energiewende, von der Regierung Merkel 2011 ausgerufen, benötigt als Notfallersatz eine zweite Infrastruktur von Gaskraftwerken, die im Falle von nicht seltenen Dunkelflauten die Stromversorgungssicherheit Deutschlands garantieren.

In den Massenmedien wird das Thema der Notfall-Gaskraftwerke selten erwähnt. Selbst jetzt nach dem Besuch des Wirtschaftsministers Habeck in Katar wird kaum darauf hingewiesen, daß selbst im Falle einer Verzehnfachung der deutschen Windkraft- und PV-Anlagen immer noch jede Menge Erdgas, vorzugsweise billig, benötigt wird, um die laufend ausfallenden Lieferungen der „Erneuerbaren“ auszugleichen.

Es liegt also zumindest nahe, daß die Haupt-Erdgaslieferanten Deutschlands (Rußland, Norwegen, Niederlande) an der Durchsetzung der Energiewende Merkels ein vitales finanzielles Interesse haben. Dieses Problem thematisiert ein aktueller Artikel in der Welt (+Bezahlschranke).

Zitat:

Seit Jahren gibt es Hinweise, dass Moskau Aktivisten in den USA und Europa in ihrem Kampf gegen fossile Energien unterstützt, um russisches Gas und Öl besser verkaufen zu können. Mitte der 2000er-Jahre hatte sich der Kreml entschieden, ein „Werte-Vakuum“ zu füllen, wie er es nannte: Mittels sogenannter „Soft Power“ sollten verstärkt eigene Sichtweisen und Interessen in anderen Ländern platziert werden.

Man könnte das als Verschwörungstheorie einstufen – aber warum? Wenn, wie bekannt, opportunistische NGOs ihre Weltrettungs-Agenda aus rein finanziellen Gründen via Massenmedien in die Köpfe der Konsumenten drücken können, warum sollte ein Staat das nicht auch können und tun? Die Beispiele dafür sind historisch nicht selten: So hatte ein Neffe von Sigmund Freud, Edward Bernays, von New York aus in den 1950er Jahren eine Kampagne gegen die guatemaltekische Regierung losgetreten, die angeblich kurz vor einem Militärbündnis mit der Sowjetunion stand. Sogar die New York Times und Präsident Eisenhower glaubten den Unfug – mit der Folge, daß der Staatschef Guatemalas aus dem Amt „entfernt“ wurde. Der wahre Grund für die Kampagne waren wirtschaftliche Interessen der USA, die via United Fruit/ Chiquita weiterhin mit billigen Bananen der US-Plantagen versorgt werden wollten.

Nichts Neues unter der Sonne also, wie die Bibel sagt.
Was aber neu im Westen ist, ist das meist von Steuergeld finanzierte extrem dichte Netz an „Nichtregierungsorganisationen“ (NGO), eigentlich Lobbygruppen, dazu häufig noch auf engste mit dem Staat verflochten, sie fungieren für die Regierungen oft als Ersatzöffentlichkeit, gegen die keine anderen öffentliche Meinung mehr möglich ist, welche mit aktuellen Weltrettungsthemen wie „Klima“ oder „Kampf gegen rechts“ hauptsächlich die akademischen Gehälter ihrer stetig wachsenden Personaldecke organisiert. Und da sie diese häufig sogar in Ministerien und Behörden entwickeln, oft in stetem Wechsel (man denke nur an Namen wie Flasbarth, Graichen, Jennifer Morgan etc. etc) zwischen NGO und Behörde, sitzen sie bei der Vergabe großer Steuermittel, auf beiden Seiten des Tisches. Der Seite der Gebenden, ebenso wie der Seite der Nehmenden. Wobei die Platzwahl oft fließend ist. Eine paradiesische Situation, jedenfalls für die Verteiler und Nehmer von Steuergeldern,

Ein zweiter Posten, besonders bei großen globalen NGO wie Greenpeace, sind Spendengelder. Die müssen nicht zwangsläufig von privat kommen, sondern können auch von Denkfabriken, Konzernen oder Staaten stammen. So erzählte ein Informant dem Wilfried Martens Centre for European Studies in Brüssel, daß die Moskauer Regierung europäischen NGO, die gegen Erdgasförderung in der EU opponieren, 82 Millionen Euro gegeben hätte.

Der frühere Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wies auf diese Praxis schon 2014 hin, wofür er verdächtigerweise von Greenpeace heftig angegangen wurde.

Wir teilen die Besorgnis einiger Verbündeter, daß Rußland versuchen könnte, mögliche Projekte zur Schiefergasexploration in Europa zu behindern, um Europas Abhängigkeit von russischem Gas aufrechtzuerhalten“, sagte ein Nato-Vertreter der Fachzeitschrift Foreign Policy.

Pikanterweise sagte die ehemalige US-Außenministerin Hilary Clinton einmal ähnliches, wie Wikileaks offenlegte:

„Wir hatten es mit falschen Umweltgruppen zu tun, und ich bin ein großer Umweltschützer, aber diese wurden von den Russen finanziert.“

Schiefergas muß in der Regel mit Hydraulischer Frakturierung, kurz Fracking, gewonnen werden. Dafür wird tiefes gashaltiges Gestein mit Wasser unter Hochdruck aufgebrochen, und setzt so das Erdgas frei. Das Verfahren wurde seit den 1960ern in Westdeutschland angewandt und hat keinen guten Ruf, obwohl es zahlreiche Varianten gibt. Die bekanntesten sind die, die in den berühmten Umweltschutzfilmen Fracknation und Gasland thematisiert werden. In Gasland wird behauptet und suggeriert, daß Fracking das Grundwasser vergifte und in der Folge Methan im Leitungswasser ist. Es gibt auf YouTube eine sehr gute viertelstündige Zusammenfassung von Fracknation (der Originalfilm geht eine Stunde 14 Min). In diesem Video wird auch auf den „brennenden Wasserhahn“ eingegangen. Alleine deshalb schon sehr sehenswert.

Darüberhinaus gab es zu Zeiten von Umweltministerin Barbara Hendricks ein Gutachten zu Fracking, das erstaunlich positiv war. In einer Ausgabe der Sendung Panorama (4.9.14) wurde dann auch recht objektiv über das Gutachten berichtet und sehr kritisch mit der dennoch ablehnenden Haltung der Ministerin umgegangen.

Fazit: Es gilt – immer! – das elfte Gebot:

Laßt Euch nicht hereinlegen! Von niemandem.
„Grüne“ NGOs, eigene oder fremde Regierungen, alle wollen die Steuerzahler anzapfen, wofür gelogen und betrogen wird.
Im Falle der Energiewende und des Atomausstiegs gab es höchst pikanten Applaus – ausgerechnet von Gazprom, dessen bekanntester Angestellter Exkanzler Gerhard Schröder ist, der, das darf man nicht vergessen, bereits im Jahr 2.000 eine Energiewende mit Kernkraftausstieg zum Preis einer „Kugel Eis im Monat“ durchgesetzt hatte.
Auch wenn Schröder gerade in seiner Partei unten durch ist, war die Haltung der SPD zu Putin und den Erdgasverträgen ebenso wie der CDU unter Merkel bis vor kurzem nicht besonders ambivalent. Unvergessen das feixende Grinsen von Außenminister Heiko Maas und dem damaligen Botschafter in der UN dem CDU Mann Heusgen im UN-Plenum 2018, als der damalige Präsident Donald Trump vor der einseitigen Gasversorgung Deutschlands und damit dessen großer Abhängigkeit warnte.
Heute lacht keiner der SPD-Granden in der Regierung mehr – im Gegenteil, man hält sich bei der sonst so lauten Kritik an der russischen Regierung zurück und betont sogar die Abhängigkeit. Und die CDU tut so, als sei sie nicht dabei gewesen, und will jetzt alles anders machen.

Wie steht es im Ausland um den Abbau von Schiefergas durch Fracking? Zumindest die britische Regierung unter Johnson „prüft“ das Verfahren nun, das bislang in Britannien nicht durchgeführt wird. Muß sie wohl auch, da die extremistische Aktivistengruppe Extinction Rebellion angekündigt hat, Ölraffinerien zu blockieren. Man fragt sich, was die XR-Mitglieder tun werden, wenn in der britischen Provinz bald Schiefergas mit Fracking gewonnen werden wird….




Was unsere Oberen in der Ära der Unterdrückung fossiler Brennstoffe mit uns vorhaben

Francis Menton

Wie Sie zweifellos wissen, hat der im Januar 2021 neu vereidigte Präsident Biden die gesamte Bundesbürokratie in den vollen Kampfmodus versetzt, um die Produktion und Nutzung fossiler Brennstoffe, auch bekannt als „Kohlenstoffemissionen“ (oder vielleicht „Klimaverschmutzung“), zu unterbinden. Aus Bidens Executive Order vom 27. Januar 2021 („Tackling the Climate Crisis at Home and Abroad“):

„Es ist die Politik meiner Regierung, die volle Kapazität ihrer Behörden zur Bekämpfung der Klimakrise zu organisieren und einzusetzen, um einen regierungsweiten Ansatz zu implementieren, der die Klimaverschmutzung in jedem Sektor der Wirtschaft reduziert. …“

Und so kommt es, dass jede Bundesbehörde auf Anweisung des Chefs, unabhängig davon, ob ihr gesetzlicher Auftrag etwas mit dem „Klima“ zu tun hat oder nicht, fleißig Pläne ausheckt, um die anderen Behörden bei der Unterdrückung fossiler Brennstoffe zu übertreffen. Es ist nicht nur die EPA, die plant, die Schließung perfekt funktionierender Kraftwerke zu erzwingen, sondern auch das Innenministerium, das ein „Moratorium“ für die Verpachtung von Öl- und Gasvorkommen auf Bundesland und vor der Küste verhängt; und die FERC, die neue Prüfstandards aufstellt, um die Genehmigung neuer Gaspipelines unmöglich zu machen; und das Energieministerium, das kostspielige neue Effizienzstandards für Mobilheime vorschreibt; und sogar die Federal Reserve, die verspricht, Banken, die Kredite an Produzenten fossiler Brennstoffe vergeben, das Leben schwer zu machen; und die SEC, die Emittenten neue und kostspielige „Klima“-Offenlegungspflichten auferlegt; und so weiter und so fort.

Und jetzt, mit dem russischen Einmarsch in der Ukraine, kommt noch das Ziel hinzu, dass sowohl die USA als auch Europa ihre Öl- und Gaskäufe aus Russland rasch reduzieren. Sicherlich muss dann der regierungsweite Krieg gegen fossile Brennstoffe zumindest für eine gewisse Zeit auf Eis gelegt oder verlangsamt werden.

Wenn man das denkt, denkt man nicht wie ein wahrhaft gläubiger Klimaschützer. Am 14. März, als der jüngste Anstieg der Energiepreise krisenhafte Ausmaße annahm, hielt Biden eine Rede auf einer DNC-Spendengala in Washington, in der er seine Versprechen zur Unterdrückung fossiler Brennstoffe noch einmal bekräftigte. Eigentlich war es sogar noch schlimmer als das. In seiner gewohnt eloquenten Art versprach Biden, die „Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen“ durch einen aggressiven Ausbau der so genannten „erneuerbaren Energien“ zu beenden. Aus der offiziellen Niederschrift der Veranstaltung im Weißen Haus:

Stellen Sie sich vor, wo wir jetzt wären, wenn Europa tatsächlich energiefrei von fossilen Brennstoffen wäre und – wir wären in einer Situation, in der – (hustet) – Entschuldigung – in der – in der wir – nur erneuerbare Energien einsetzen würden. Es wäre eine andere Welt. Und – und deshalb müssen wir von der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen wegkommen…. Ich meine das wörtlich, nicht im übertragenen Sinne – also sowohl hier [USA] als auch dort [Europa]. Und die Abhängigkeit Europas von fossilen Brennstoffen übersteigt bei weitem die Abhängigkeit, die wir haben. Es ist also keine unmittelbare Lösung für die Krise, aber es geht um die Zukunft, wenn wir die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ändern würden.

Biden, der anscheinend nicht weiß, dass die intermittierenden erneuerbaren Energien fossile Brennstoffe nicht ersetzen können, ohne dass große Mengen an Batterien oder anderen Speichermedien benötigt werden, die völlig unerschwinglich sind und technologisch noch nicht einmal existieren, hält also die regierungsweite Kampagne zur Unterdrückung fossiler Brennstoffe auf Hochtouren.

Wenn Wind- und Solarenergie ohne die Unterstützung durch fossile Brennstoffe nicht funktionieren und wir auf Anweisung der Regierung eine absichtlich herbeigeführte Verknappung der fossilen Brennstoffe haben, was ist dann das Ergebnis? Wir sind an dem Punkt angelangt, zu dem eine staatliche Kommandowirtschaft immer führt: Natürlich musst du deinen bequemen Lebensstil einschränken, Bauer. Gestern hat die Internationale Energieagentur der UNO ihren 10-Punkte-Plan zur Senkung des Ölverbrauchs“ vorgestellt. Die Kernaussage lautet, dass wir nur durch die Reduzierung Ihres übermäßigen Verbrauchs „den Weg ebnen“ können, um den Ölverbrauch auf „einen nachhaltigeren Pfad“ zu bringen:

Angesichts der sich abzeichnenden weltweiten Energiekrise, die durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine ausgelöst wurde, schlägt die IEA in ihrem 10-Punkte-Plan zur Senkung des Ölverbrauchs zehn Maßnahmen vor, mit denen sich die Ölnachfrage unmittelbar senken lässt. Außerdem gibt sie Empfehlungen, wie diese Maßnahmen dazu beitragen können, die Ölnachfrage langfristig auf einen nachhaltigeren Pfad zu bringen.

Die UN-Genies glauben, dass sie Wege gefunden haben, mit denen sich der Ölverbrauch fast mühelos um etwa 2,7 Millionen Barrel pro Tag senken lässt. (Da der Ölverbrauch derzeit weltweit bei etwa 97 Millionen Barrel/Tag liegt, würde dies einer Verringerung um weniger als 3 % entsprechen). Was haben sie also genau im Sinn? Es ist ein Sammelsurium großartiger Ideen der guten Sozialisten. Hier ist eine Kostprobe:

Reduzieren Sie die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen um mindestens 10 km/h! Ihre Zeit hat in der kommenden Utopie keinen Wert mehr.

Arbeiten Sie, wenn möglich, bis zu drei Tage pro Woche von zu Hause aus! Beachten Sie, dass dies auf Anweisung der Regierung geschieht und nicht auf Ihre eigene Entscheidung hin.

Autofreie Sonntage in den Städten! Dachten Sie, Sie würden am Sonntag mit Ihren Kindern in den Zoo gehen? Denken Sie noch einmal darüber nach.

Machen Sie die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel billiger und schaffen Sie Anreize für Mikromobilität, Gehen und Radfahren! Ab Januar heißt es für Sie: Fahrräder. Vergessen Sie nicht, es geht um die Rettung unseres Planeten!

Alternativer Zugang für Privatfahrzeuge zu den Straßen in Großstädten! Dies ist eines meiner Lieblingsthemen. „Alternativer Zugang“ bedeutet, dass die Nutzung von Straßen durch Privatfahrzeuge „an einigen Wochentagen auf Fahrzeuge mit geraden Nummernschildern und an anderen Wochentagen auf Fahrzeuge mit ungeraden Nummernschildern beschränkt wird.“ Haben Sie einen Termin, den Sie bis zum 15. einhalten müssen? Pech gehabt, dann können Sie Ihr Auto an diesem Tag nicht benutzen.

[Alle Hervorhebungen im Original]

So geht es weiter und immer weiter. Alle Punkte auf der Liste bedeuten eine ernsthafte Einschränkung Ihrer Freiheiten und eine Einsparung von 3% des Ölverbrauchs. Übrigens sollen diese Einsparungen nur die 47 Millionen Barrel/Tag Ölverbrauch (von insgesamt 97 Millionen) betreffen, die in den „fortgeschrittenen Volkswirtschaften“ anfallen. Schließlich wollen wir nicht, dass Länder wie China zu den Opfern beitragen müssen.

Und wenn Sie jemanden suchen, der sogar die UNO in der Kategorie unerträglicher Herablassung gegenüber gewöhnlichen Menschen noch übertrifft, versuchen Sie es mit Bloomberg. Im Bloomberg CityLab gibt es am 15. März einen großen Artikel, in dem die [US-]Bundesregierung aufgefordert wird, in dieser Zeit der Energieknappheit die Förderung von Elektrofahrrädern voranzutreiben:

Jedes Mal, wenn ein E-Bike oder E-Lastenrad anstelle eines Autos benutzt wird, profitiert die Gesellschaft in mehrfacher Hinsicht. Die Treibhausgasemissionen sind drastisch niedriger, selbst wenn das Auto, das ersetzt wird, elektrisch ist. Ein Zweirad beansprucht wenig Platz auf der Straße und stellt ein vernachlässigbares Sicherheitsrisiko für andere Verkehrsteilnehmer dar. Und selbst wenn der Motor einen Teil der Muskelarbeit übernimmt, wird der Radfahrer erstaunlich gut trainiert.

Sie werden Mike Bloomberg als einen der wahren Weltmeister des Reisens im Privatjet erkennen. Aus dem Daily Caller, 5. Februar 2021:

Laut einer Analyse von Business Insider unternahm Bloomberg in einem Zeitraum von vier Jahren, von August 2016 bis August 2020, fast 1.700 Reisen mit Privatjets. Diese 1700 Reisen sind für den Ausstoß von mindestens 10.000 Tonnen CO2 verantwortlich, berichtet Business Insider. Um die Höhe dieser Emissionen in die richtige Perspektive zu rücken: Ein normales Auto stößt pro Jahr etwa 4,6 Tonnen CO2 aus. …

Aber stellen Sie sich vor, Sie können die 4,6 Tonnen CO2-Emissionen Ihres Autos auf vielleicht 2 Tonnen reduzieren, indem Sie unter staatlichem Zwang auf ein Elektrofahrrad umsteigen.

Read the full post here.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/03/20/what-our-betters-have-in-mind-for-us-in-the-era-of-fossil-fuel-suppression/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Brüche, Methan und Signifikanz – es sind die Zahlen

Owen Jennings

[Original-Überschrift: Fractions, Methane and Significance, It’s the Numbers Stupid]

Es kann schwierig sein, die relative Größe und Bedeutung von sehr kleinen Brüchen zu erfassen. Die Diskussion von Teilen pro Million oder Prozentsätzen mit mehreren Nullen kann bedeutungslos werden. Manchmal sind Analogien hilfreich.

Ein Beispiel ist der Versuch, den Anteil von Methan in der Atmosphäre zu erfassen oder auch nur die Menge an Methan aus Wiederkäuern, die in letzter Zeit von verzweifelt nach neuen Bösewichten suchenden grünen Gruppen eine schlechte Presse bekommen haben.

Das gesamte Methan in der Atmosphäre beträgt 0,00018 % oder weniger als zwei Teile pro Million. Wie sieht das in verständlichen Begriffen aus?

Stellen Sie sich vor, die gesamte Atmosphäre wäre eine Autofahrt von Los Angeles nach New York oder 4471 Kilometer. Das gesamte Methan des Planeten wäre nur die ersten 8,5 Meter vom Startpunkt entfernt. Das ist in jeder Hinsicht eine sehr geringe Menge.

Ein Teil dieser Methan-Emissionen ist natürlichen Ursprungs, aber etwas mehr als die Hälfte ist vermutlich anthropogen bedingt. Es gibt mehrere Quellen für die anthropogenen Emissionen, darunter biogene Emissionen von Wiederkäuern. Sie machen etwa 15 % der gesamten Methan-Emissionen aus. Einige dieser Zahlen weisen eine recht große Variabilität mit +/- Faktoren bis zu 50 % auf, so dass sie mit Vorsicht zu genießen sind.

Wenn man die Analogie der Autoreise anwendet, entsprechen die Wiederkäuer aus der ganzen Welt auf der Strecke von LA nach NY gerade einmal 1,3 Meter. Da in den USA 10 % der weltweiten Wiederkäuer leben, würden sie auf den 4471 Kilometern gerade einmal 13 Zentimeter ausmachen.

In meinem Heimatland Neuseeland, wo die Landwirtschaft den größten Teil der Wirtschaft ausmacht und fälschlicherweise behauptet wird, dass sie 48 % der Treibhausgase des Landes produziert, würden unsere Wiederkäuer-Emissionen einem halben Zoll auf der Strecke von LA nach NY entsprechen.

Der einfache Punkt ist, dass die Gegner der Fleischproduktion, die Veganer, Vegetarier, Bauernhofgegner und Klima-Katastrophisten, die so lautstark behaupten, dass die Landwirtschaft ihren Teil zur Rettung des Planeten beiträgt, etwas rationales Denken aufbringen müssen, um zu verstehen, wie 5/176.000.000 irgendetwas beeinflussen können, egal wie sehr sie versuchen wollen, die Potenz des Methanmoleküls zu vergrößern.

Noch aussagekräftiger ist, dass Methan im elektromagnetischen Spektrum völlig im Schatten steht, wo Wasserdampf und insbesondere CO2 seine Strahlungsleistung drastisch reduzieren. Methan absorbiert in einem schmalen Band im Bereich von 7 bis 8 Mikrometern zu weniger als 50 %.

Im Gegensatz dazu absorbiert Wasserdampf in einem sehr breiten Bereich des Spektrums.

Es gibt noch einen weiteren wichtigen Aspekt, der für das Methan der Wiederkäuer relevant ist. Die von Wiederkäuern gefressene Vegetation (hauptsächlich Gras) beruht auf dem natürlichen Kohlenstoffkreislauf, bei dem durch Photosynthese CO2 aus der Atmosphäre in Pflanzenmaterial umgewandelt wird. Beim Verzehr dieses Grünzeugs entsteht Methan, das in die Atmosphäre abgegeben wird, wo es zu CO2 und Wasserdampf oxidiert, die wiederum für das Wachstum des Grases benötigt werden.

Da Methan weniger als 12 Jahre in der Atmosphäre verbleibt, trägt eine stabile Wiederkäuerpopulation nicht zu einem zusätzlichen Treibhausgas oder einer zusätzlichen Erwärmung bei. Die Wiederkäuerzahlen in den USA sind seit über 20 Jahren rückläufig, was bedeutet, dass die amerikanischen Landwirte von den Extremisten des Klimawandels dafür gelobt werden sollten, dass sie tatsächlich zu einer leichten Abkühlung beitragen.

Ähnlich verhält es sich in Neuseeland, wo sich die Methanwerte bei Wiederkäuern stabilisiert haben und tendenziell sinken. Die Regierung hält jedoch entschlossen an der Besteuerung der Landwirte in einer Höhe fest, die sich auf die Entscheidungsfindung der Landwirte auswirken wird. Ideologie und aufgeblähte Gehaltsschecks regieren.

Link: https://wattsupwiththat.com/2022/03/23/fractions-methane-and-significance-its-the-numbers-stupid/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Sind Bildungs-Bürokraten Putins beste Verbündete?

Duggan Flanakin

Die Biden-Regierung ist dabei, neue Standards für den naturwissenschaftlichen Unterricht einzuführen, die das Konzept des Klimawandels in einer viel niedrigeren Klassenstufe einführen und das Thema in der Mittel- und Oberstufe vertiefen. Die neuen Standards, die bereits von mehr als der Hälfte der Bundesstaaten (aber nicht von Texas) angenommen wurden, sehen vor, dass Fünftklässler „ein Verständnis dafür entwickeln, dass sich die Erde erwärmt“ (aber vielleicht nicht, dass diese Erwärmung vor über einem Jahrhundert begann).

Das neue Mandat, den Klimawandel als Dogma zu „lehren“, muss Musik in den Ohren der American Federation of Teachers [AFT] sein (und, ja, der National Education Association, die ihre Indoktrination mit etwas weniger Fanfare betreibt).

Im Jahr 2017 schloss die AFT Phase 1 ihrer „Klimawandel“-Kampagne mit der Verabschiedung einer Resolution ab, in der sie alle ihre Mitgliedsorganisationen aufforderte, sich von allen Investitionen in fossile Brennstoffe zu trennen. Der Aufruf folgte auf eine AFT-Resolution aus dem Jahr 2012, die Öffentlichkeit über den Klimawandel „aufzuklären“ und Lobbyarbeit bei gewählten Vertretern zu betreiben, um von der Nutzung fossiler Brennstoffe abzuraten.

In der laufenden COVID-19-Pandemie haben die Lehrergewerkschaften ihren Einfluss genutzt, um die völlige Schließung öffentlicher Schulen, unverschämte Maskenvorschriften und alle Arten von Sozialtechniken zu erzwingen, die weit außerhalb der traditionellen „Lesen, Schreiben und Rechnen“-Palette für Amerikas Schulen liegen. Andersdenkende wurden geächtet, verbannt oder sogar verhaftet, weil sie versuchten, am Pflichtunterricht teilzunehmen, und in einigen Fällen wurden sie per Gerichtsbeschluss von ihren Eltern getrennt.

Stellen Sie sich vor, was sie mit „Klima-Blockierern“ machen würden, wenn sie die Gelegenheit dazu hätten.

Aber wir sollten nicht überrascht sein, dass die Lehrergewerkschaften im neuen Amerika zu einem Zwangsinstrument geworden sind, das auch die Konformität mit dem „Klimawandel“ beinhaltet. Es ist schließlich Teil der großen Strategie von Karl Marx, freie Gesellschaften zu destabilisieren, indem er erklärte, dass „das Streben nach Profit [aus natürlichen Ressourcen] unmoralisch ist und letztlich den Planeten zerstören wird, wenn es nicht zum Stillstand kommt.“

Marx war ein Pionier des Umweltschutzes, indem er zunächst forderte, dass die Regierung die gesamte Landnutzung kontrollieren solle, damit kein Einzelner das Land zum persönlichen Vorteil ausbeuten könne. Nicht einmal Bauern. Und, wie die Epoch Times berichtet, verbindet der Marxismus den Konflikt zwischen den Produktivkräften und den Produktionsverhältnissen mit dem Konflikt zwischen der Produktionsumgebung (dem Ökosystem) und den Produktivkräften (dem Kapitalismus). [John Dewey, der von den Gewerkschaften als Begründer der modernen amerikanischen Bildung gefeiert wird, wurde als „Stalins Propagandist“ bezeichnet.]

Vielleicht wachen die Menschen dank der Auswüchse der Abriegelungsbewegung im Zusammenhang mit der COVID-19-Pandemie langsam auf. Doch die COVID-Zensur und die Zensur durch die sozialen Medien, die Nachrichtenmedien und Cancel Culture, die bei der Infragestellung der Impfstoffe und Mandate so anstößig war, unterscheidet sich kaum von der Zensur, die von der so genannten „wissenschaftlichen“ Gemeinschaft über abweichende Meinungen zur Klima-Agenda verhängt wurde.

Nur dass die COVID-Zensoren der Klima-Zensur ein neues Terrain eröffnet haben. Als ob die Streichung von Forschungsgeldern, die Entlassung von Universitätsprofessoren und Streikposten vor Wohnhäusern nicht schon genug wären. Die Machteliten haben nun (dank Barack Obama und Justin Trudeau) die Möglichkeit, den Zugang zu Banken und Krediten zu unterbinden. Es scheint klar zu sein, dass die Totalitaristen Angst vor „unbequemen Wahrheiten“ haben, die von ihrer Orthodoxie abweichen und damit ihre Macht schwächen.

Die amerikanische Linke hat lange Zeit den Umweltschutz als Mittel zum Sturz der kapitalistischen Gesellschaften propagiert. Der Faktor Angst hat so gut funktioniert, dass die „friedliche Nutzung der Kernenergie“ (wie sie von Präsident Eisenhower angepriesen wurde) vereitelt wurde und der Hass auf Kernkraftwerke trotz neuer Generationen sehr sicherer modularer Reaktoren ungebremst ist. Warum sollte man also nicht die gleiche Taktik gegen fossile Brennstoffe anwenden, indem man behauptet, sie würden „den Planeten zerstören“ (anstatt Milliarden Menschen aus der Armut zu holen).

Jahrzehntelang hat das amerikanische politische Establishment stillschweigend immer größere Teile der „grün-roten“ Agenda übernommen und der Umweltschutzbehörde unkontrollierte Macht gegeben, um die Entwicklung zu vereiteln und Landbesitzer zu bestrafen; das Gesetz über gefährdete Arten (Endangered Species Act) wurde benutzt, um Bundes-, Staats- und sogar Privatland von der „Ausbeutung“ auszuschließen; und gleichzeitig wurden feindselige Nationen ermächtigt, ihre eigenen Ressourcen nach Belieben auszubeuten (die Kyoto-Protokolle und das Pariser Klimaabkommen sind Paradebeispiele).

Die zunächst ignorierte Rolle Russlands bei der Unterstützung von Anti-Fracking- und pro-grünen Bemühungen westlicher gemeinnütziger Organisationen ist im Zuge steigender Benzinpreise und der dogmatischen Haltung der Biden-Administration gegen die Produktion und Nutzung fossiler Brennstoffe durch die Amerikaner wieder aufgetaucht. Biden ist durchaus bereit, staatlich kontrolliertes Öl und Gas aus marxistischen Ländern (und sogar aus dem Terrorstaat Iran) zu kaufen. Nur nicht aus Texas, Pennsylvania oder Kanada.

Ein Bericht des House Committee on Science, Space, and Technology des Repräsentantenhauses aus dem Jahr 2018 enthüllte eine koordinierte Anstrengung Russlands und seiner Verbündeten, Millionen von Dollar über die Sea Change Foundation an den Sierra Club, die Conservation Voters League und andere zu leiten, um die breite Einführung von Fracking in Europa und den USA zu verhindern. Durch die Begrenzung der US-amerikanischen und europäischen Produktion (ohne Verringerung der Nachfrage) versuchten die Russen, den Marktanteil für ihre eigenen fossilen Brennstoffe zu erhöhen – und gewannen.

Seltsamerweise beschwerte sich Hillary Clinton während ihres Wahlkampfs 2016, dass „falsche Umweltgruppen“ von Russland finanziert würden, um gegen Fracking, Pipelines und sogar Öl- und Gasleasing zu wettern, und behauptete dann fälschlicherweise, Präsident Trump stecke in Putins Tasche, obwohl er sich für das Fracking einsetzte, das die Russen zu unterdrücken gehofft hatten. Dann unterstützte sie eine Biden-Regierung, die die gesamte russische Kampagne zur Verkleinerung der US-Energieindustrie durchführen würde.

Da sich die Beweise häufen, dass die Abschaltung der US-Energiewirtschaft durch Biden das Russland Putins sowohl ermutigt als auch bereichert hat, müssen die Amerikaner die Institutionen, die die russische Sache unterstützt haben, unter die Lupe nehmen und mit ihnen aufräumen. Die Lehrergewerkschaften und ihre Anti-Fossilbrennstoff-Haltung direkt in Frage zu stellen, ist ein guter Ansatzpunkt.

Autor: Duggan Flanakin is the Director of Policy Research at the Committee For A Constructive Tomorrow. A former Senior Fellow with the Texas Public Policy Foundation, Mr. Flanakin authored definitive works on the creation of the Texas Commission on Environmental Quality and on environmental education in Texas. A brief history of his multifaceted career appears in his book, „Infinite Galaxies: Poems from the Dugout.“

Link: https://www.cfact.org/2022/03/13/are-education-bureaucrats-putins-greatest-ally/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE