„Das IPCC-Konzept, dass eine Zunahme des Kohlendioxids in der Atmosphäre die globale Erwärmung verursacht, ist seit drei Jahrzehnten überholt.“ – Lightfoot und Ratzer (2022), Journal of Basic & Applied Sciences
Die Klimaforscher Lightfoot und Ratzer (2022) haben die globalen UAH-Temperatur- und Mauna Loa-CO2-Aufzeichnungen von 1979 bis 2021 analysiert und berichten, dass es in diesem Zeitraum, wenn überhaupt, nur eine geringe Korrelation zwischen diesen beiden Variablen gegeben hat.
Sie erklären, dass zwischen 91 und 98% des Treibhauseffekts der Erde auf Wasserdampf zurückzuführen sind, während CO2 und andere Spurengase weniger als 5 % zum Treibhauseffekt beitragen.
Im aktuellen Sonnenzyklus 25 hat gerade ein solares Minimum begonnen. Die abnehmende Sonnenleistung wird voraussichtlich in den nächsten 30 bis 40 Jahren zu einer Abkühlung um 1 bis 1,2°C führen. Solare Minima gehen auch mit Ernteausfällen aufgrund von Frost und Wetterextremen einher, die zu übermäßiger Hitze führen.
Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass sich die verbreitete Auffassung, CO2 sei für die globale Erwärmung verantwortlich, als „veraltet und falsch“ erwiesen hat.
Anmerkung: Im Original ist diese Graphik zusammen mit Textausschnitten aus der Studie gezeigt. Obige Graphik ist aus dem Original übernommen. Die bei Gosselin daneben gezeigten Textausschnitte sind hier übersetzt. Die von Gosselin farbig hervorgehobenen Passagen werden hier ebenfalls eingefärbt. – Ende Anmerkung
Die Sonne im Vergleich zu CO2 als Ursache des Klimawandels, projiziert bis zum Jahr 2050
H. Douglas Lightfoot, The Lightfoot Institute, Kanada, und Gerald Ratzer, Prof. Emeritus, McGill University, Kanada
Im Zeitraum 1979 bis 2021 stieg die Kohlendioxid (CO2)-Konzentration um 78 ppm von 335 ppm auf 413 ppm, d.h. um 23 %. Vergleicht man die auf derselben horizontalen Skala gezeichneten Diagramme, so zeigt sich, dass die Korrelation zwischen dem CO2-Gehalt und der Temperatur der Erde in den 42 Jahren, wenn überhaupt, nur gering ist. Dieses Ergebnis ist nicht überraschend, da der CO2-Gehalt sehr nahe an seiner Obergrenze für die Erwärmung der Atmosphäre liegt, d. h. innerhalb von etwa 1,5 Watt pro Quadratmeter [6, 7].
Eine weitere Einschränkung des Erwärmungseffektes von CO2 besteht darin, dass die Erwärmung durch Wasserdampf seine Erwärmung übersteigt [8]. Die Rückstrahlung ist ein Messwert für die gesamte Strahlung, die von Treibhausgasen auf die Erde zurückgeworfen wird. Wasserdampf verursacht etwa 91% an den Polen und 97,5% in den Tropen. Der Rest von 2,5 bis 9 % ist die Summe der Erwärmung durch CO2, Methan, Distickstoffoxid und die übrigen Spurengase [9].
Satelliten messen heute die Temperatur rund um die Erde genau. Die erwärmende Wirkung von CO2 ist begrenzt. Wasserdampf hat einen viel stärkeren Einfluss auf die Erwärmung und übertrifft die Erwärmung durch CO2. Die Auswirkungen der schwankenden Energieabgabe der Sonne auf die Temperatur der Erde sind jetzt viel besser bekannt. Wenn die Energieabgabe der Sonne sinkt, erlebt die Erde kalte Perioden, wie das Maunder-Minimum, als die Durchschnittstemperaturen um 1 bis 1,5 °C sanken.
Zuverlässige Beweise zeigen, dass ein solares Minimum begonnen hat, das zu erheblichen Ernteausfällen aufgrund von Frost und übermäßiger Hitze führt.
Vier verschiedene Verfahren führen zum gleichen Ergebnis: Das solare Minimum ist da. Diese Tatsache ist zwingend. Die Wissenschaft zu ignorieren ist keine Option. Die Ungewissheit liegt in dem Temperaturabfall, den es verursachen wird. Wird es tief und lang sein wie das Maunder-Minimum oder kürzer und weniger tief wie das Dalton-Minimum? Es gibt physikalische Beweise dafür, dass das solare Minimum bereits begonnen hat. Wenn zum Beispiel die Energieabgabe der Sonne abnimmt, ist der Jet Stream nicht so gleichmäßig und stabil wie bei einer starken Sonne. Die Schwankungen im Jet Stream sind ein Anzeichen dafür, dass die Sonne nicht mehr so viel Energie ausstrahlt. Gegenwärtig treibt der Jet Stream extreme Hitze und Kälte an Orte, an denen solche Extreme normalerweise nicht auftreten. So kam es im Jahr 2021 zu Ernteausfällen sowohl aufgrund von Frost als auch aufgrund großer Hitze.
Weitere Schlussfolgerungen
1. Ein solares Minimum scheint um den Beginn des Sonnenfleckenzyklus 25 begonnen zu haben. Während dieses derzeitigen Minimums kann die Durchschnittstemperatur der Erde um 1oC bis 1,2oC unter den derzeitigen Durchschnitt von 1991 bis 2020 fallen.
5. Das Konzept des IPCC, dass eine Zunahme des Kohlendioxids in der Atmosphäre die globale Erwärmung verursacht, ist seit drei Jahrzehnten überholt. Jüngste Informationen belegen, dass sie veraltet und falsch ist.
Nach Atom- und Kohleausstieg – jetzt der Gas-Knall
geschrieben von Admin | 21. März 2022
Deutschland schießt sich energiepolitisch selbst ins Aus – nachdem man zuvor jahrelang die eigene Abhängigkeit vom russischen Gas immer weiter ausgebaut hatte, soll jetzt auch dieser Hahn abgedreht werden.
von Manfred Haferburg
Weil die Bundesbahn mal wieder nicht fuhr, brachte mich ein Taxi zum Umsteigebahnhof. Ich unterhalte mich gerne mit Taxifahrern. Das sind oft interessante Menschen mit geerdeten Ansichten, weil sie das Ohr an der Masse haben und für ihr bescheidenes Auskommen hart arbeiten müssen. Da kann man immer was dazulernen. So erfuhr ich von einem Berliner Taxifahrer, dass es Sterbliche gibt, die ihre Taxifahrt nicht bezahlen müssen, weil sie mit einem Mandat im Bundestag sitzen. Das kostet nichts, das bezahlt der Staat.
Die Benzinpreise waren das Taxi-Thema des Tages – 2,24 Euro pro Liter Powerdiesel, das tut einem Taxifahrer weh. Aber meiner sah einen Ausweg. „Warum kleben wir nicht Solarzellen aufs Autodach und fahren damit?“ Und auf meine Frage: „Und was machen Sie in der Nacht?“ kam die Antwort: „Da habe ich doch eine Batterie“.
Da kam mir in den Sinn, dass ich wohl gerade von einem Kandidaten für die neue „Taskforce – Ad-hoc-Arbeitsgruppe zur Gasreduktion“ des grünen Bundeswirtschafts- und Klimaministers Robert Habeck gefahren werde.
Deutsche Abhängigkeit finanziert Russlands Krieg mit
„Wenn du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis“, muss sich Habeck gedacht haben, als er vor die Presse trat und einräumen musste, dass Deutschland nur „unter Gefährdung des sozialen Friedens“ auf Gas-Importe aus Russland verzichten könne. Er sagte damit indirekt, dass Deutschland auch weiterhin täglich hunderte Millionen Euro nach Russland überweist, mit denen Putin seinen Angriffskrieg auf die Ukraine finanzieren kann – Panzer und Raketen, die er auch gegen Zivilisten, ja Kinder einsetzt. Auch die Überweisungsbank wurde vom Embargo wohlweislich ausgenommen – aus Angst, Putin dreht den Gashahn zu. Ein Schlaglicht darauf, wen die großen Embargo-Ankündigungen treffen: Der russische Student in Berlin kann nicht mehr an seine paar Euro, aber die Milliardenzahlungen an Gazprom gehen weiter.
Ich habe mir mit Warnungen den Mund fusselig geredet und die Finger wundgeschrieben (hier 2017). Ich wurde dafür beschimpft. Nun, wo es zu spät ist, formulierte BDI-Präsident Russwurm die Misere so: „Es ist unmöglich, diese Energieimporte von heute auf morgen zu ersetzen. Etwa ein Drittel des in Deutschland genutzten Erdöls und mehr als die Hälfte des Erdgases kommen derzeit aus Russland.“ Bundeskanzler Olaf Scholz musste explizit zugeben, dass man Energie aus dem Sanktionspaket heraushalten müsse: „Die Versorgung Europas mit Energie für die Wärmeerzeugung, für die Mobilität, die Stromversorgung und für die Industrie kann im Moment nicht anders gesichert werden.“ Scholz definiert nicht, was er mit „im Moment“ meint. Aber ein Blinder mit Krückstock kann sich an seinen fünf Fingern ausrechnen, dass „im Moment“ ein paar Jahre dauert. Bis nämlich LNG-Gasterminals gebaut werden, die Grüne bisher listenreich zu verhindern wussten. Und bis die vielleicht 2027 fertig sind, muss die deutsche Regierung Putin Unmengen Geld für seine Aggressionspolitik überweisen.
Es sind durch die Energiewende ungeheuerliche Kosten entstanden, mit denen hart erarbeitetes Geld der Bürger einfach verschwendet wurde. Es entstand absichtsvoll eine unfassbare Abhängigkeit von Russland, selbst die drei größten deutschen Gasspeicher im Inland gehören den Russen. Es wurde von ideologischen Dilettanten so lange am offenen Herzen der Energieversorgung gebastelt, bis der Patient unrettbar verloren war (ich nannte es FUBAR).
Wer hat das energiepolitische Desaster angerichtet?
Die Frage nach der Verantwortung für das angerichtete energiepolitische Desaster stellt sich von selbst. Die Liste der Verantwortlichen ist lang. Sie wird angeführt von Ex-Bundeskanzlerin Merkel, die für die Zerstörung der 17 Kernkraftwerke und Dutzender Kohlekraftwerke sorgte. (Wer die Liste der Kraftwerksopfer auf der Webseite der Bundesnetzagentur sucht, findet Fehler 404). Ex-Bundeskanzler Schröder, der als Gazproms prominentester Lobbyist unter dem Namen „Gas-Gerd“ reich wurde, trägt maßgebliche Verantwortung für die deutsche Energieabhängigkeit. Die ehemaligen Umweltminister Klaus Töpfer, Norbert Röttgen, Jürgen Trittin (eine Kugel Eis) und Barbara Hendricks sind genauso verantwortlich wie die Politiker Scheer und Fell (Väter des EEG), Joschka Fischer, überhaupt nahezu alle Grünen-Politiker, Teile der SPD, CDU, FDP und der Linken.
Getrieben wurde der Abhängigkeitsprozess vom Komplettversagen der Leitmedien und vom massiven Lobbyismus unzähliger Nichtregierungs-Organisationen, wie Greenpeace und BUND. Auch willfährige Wissenschaftler taten das ihrige, ob die Schönrechnerin Claudia Kemfert oder der Fernseh-Erklärbär Harald Lesch, besonders aber die von Frau Merkel handverlesenen Abnicker der Ausstiegspolitik in der Kernenergie-Ethik-Kommission. (Wer den offenen Brief von Professor André Thess zu den wissenschaftlichen Fehlern der Ausstiegskommission sucht, findet Fehler 404). Auch die Kohle-Ausstiegskommission mit dem Fantasienamen: „Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ war mit willfährigen Mietwissenschaftlern und parteihörigen Funktionären besetzt. Geliefert wie bestellt.
Eines darf nicht vergessen werden, die vielen Väter und Mütter der Energiewende wurden von einem Großteil der irregeführten Bevölkerung unterstützt und immer wieder gewählt. Fachliche und politische Kritiker wurden mundtot und öffentlich verächtlich gemacht, als „rechte Klimaleugner“ und „Verschwörungstheoretiker“ beschimpft. Und nun wurde geliefert, was einst bestellt war – eine Abhängigkeit von russischen Milliardären und Despoten. Ein Drittel des Öls, das Deutschland braucht, und die Hälfte des Erdgases kommen aus Russland, „im Moment“ laut Bundesregierung unverzichtbar.
Die fatalen Folgen der Hau-Ruck-Politik
Um es klar mit Shell zu sagen: „Ohne russische Öl- und Gasimporte kann die Energiewirtschaft in den kommenden Monaten nicht sicherstellen, dass die Menschen in Europa mit lebenswichtigen Produkten versorgt werden“. Da sind die Preissteigerungen an den Zapfsäulen nur ein kleiner Vorgeschmack. Ob ein studienabgebrochener Politiker die Dimensionen seiner Importstopp-Forderung überblicken kann? Zum Beispiel, dass ein Transportunternehmen wie Dachser in Deutschland und Europa mit 30.000 LKWs unterwegs ist, die alle Diesel brauchen? Dass in Deutschland 47.000 Unternehmen des Güterkraftverkehrs mit durchschnittlich 14 Beschäftigten tätig sind, deren Existenz mit den Dieselpreisen auf der Kippe steht, weil Diesel 30 Prozent ihrer Betriebskosten ausmacht? Dass es in Deutschland 3,4 Millionen LKW gibt? Wer soll die Waren verteilen, wenn nicht die?
Und ob die Bevölkerung es mitträgt, wenn zu Hause die Bude kalt wird und dazu noch die Supermarktregale leer bleiben? Die bleiben auch leer, wenn der Bauer den Dünger und den Diesel für den Trecker nicht mehr bezahlen kann. Und was ist mit den vielen Flüchtlingen, die dann auch hungern und frieren müssen – in dem Land, in dem sie Zuflucht gesucht haben?
Von Putin hätte man sich vor 10 Jahren schon unabhängig machen müssen. Das wurde absichtsvoll versäumt, und jetzt kommt der politische Hau-Ruck-Aktionismus. Man packt neue Fehler auf die alten.
Die Grün-Rot-Gelben Glaubenskrieger wollen Tatsachen schaffen
Wenn Robert Habeck eine „Ad-hoc-Arbeitsgruppe zur Gasreduktion“ gründet, läuft dem Fachmann eine kalte Gänsehaut den Rücken herunter. Das bedeutet nichts weiter, als dass die rot-gelb-grünen Energiewende-Glaubenskrieger dunkel ahnen, dass sie die nächste Wahl verlieren werden und nun innerhalb ihrer Machtzeit noch schnell irreversible Nägel mit Köpfen machen wollen. Nach dem Hau-Ruck-Kernenergie- und dem Hau-Ruck-Kohleausstieg wird gerade ein neuer staatlich betriebener Technologie-Ausschluss herbeigeführt, der Hau-Ruck-Gasausstieg.
Die Ampel will 100 Milliarden dafür ausgeben, dass sich Deutschland eines fernen Tages wieder selbst verteidigen kann, aber 200 Milliarden für eine Energiewende, deren Scheitern bereits heute täglich sichtbarer wird.
Die von Habeck gegründete Arbeitsgruppe hat ein 10-seitiges Papier verfasst, das so brisant ist, dass eine Veröffentlichung vom Kanzleramt unterbunden wurde. Betroffen sind wir alle – weil alle zum Überleben Energie brauchen. Wie immer will der Staat die Probleme erst mal mit Geld zuschütten – vorgesehen sind „erhebliche“ Fördermittel des Bundes, Bundeszuschüsse für 18 unterschiedliche Empfängergruppen. Wo das Geld herkommen soll, bleibt im Dunkeln.
Die Hau-Ruck-Gasreduktion
Was kommt nach Habecks Planspielen der Hau-Ruck-Gasreduktion auf uns zu? Immerhin heizen derzeit 20 Millionen der 40 Millionen Haushalte in Deutschland mit Erdgas.
Ein Einbauverbot von Gasheizkesseln ab 1. Januar 2025. Die Förderung von „Renewable-Ready“-Erdgaskesseln wird ab Anfang 2023 eingestellt. Es dürfen nur noch Heizungen eingebaut werden, die mit 65 Prozent erneuerbarer Energie betrieben werden, also Wärmepumpen. Da sie viel Strom verbrauchen, sollen sie von Umlagen und Abgaben befreit werden. Außerdem wird eine „Ausbildungsinitiative für Wärmepumpeninstallateure“ vorgesehen – Fachkräftemangel, wie niedlich, die Regierung denkt an alles! Für gewerbliche und private Gebäude kommt die Solardachpflicht. Der Neubaustandard wird auf Effizienzstufe 55 verschärft. Die Solarstromleistung soll bis 2030 von derzeit 50 Gigawatt auf 200 Gigawatt ausgebaut werden. Dies bedeutet ab sofort für neun Jahre lang 20.000 Solarmodule pro Stunde (!) zu installieren. Wie wäre es da mit einer „Ausbildungsinitiative für Solarmodulinstallateure?“
Das Geld der Anderen geht zur Neige
Die Politik hat sich so hübsch daran gewöhnt, dass die braven Steuerzahler und Stromkunden jeden, aber wirklich jeden noch so großen Energiewende-Unfug bezahlen. Mit dem Eintreten der von Fachleuten vorhergesagten Energiekrise wird das aber nicht mehr lange möglich sein. Auch wenn nun alle Schuld Putin zugeschoben wird, weiß doch jedes Kind, dass die gescheiterte Energiewende das Problem erheblich verschärft hat.
Die deutsche Energiewende ist nichts anderes als das Aussteigen aus zwei der drei vorhandenen Energiequellen dieser Welt, nämlich der Kernenergie und der fossilen Energie. Das Fatale an diesem ideologisch getriebenen Vorgehen ist die bewusste Zerstörung der Kraftwerke dieser Quellen, bevor sicher ist, dass die verbliebene regenerative Quelle den Wohlstand und das Überleben gewährleisten können. Wenn die Politik nach und nach fast alle Kraftwerke abschalten lässt, wird der Strom auf dem Markt knapp. Was knapp ist, wird teurer. Dann merkten die Energiewende-Dilettanten, dass es ganz ohne Grundlast nicht geht. Der Slogan vom Gas als Übergangs-Energie bis zum Endsieg der Energiewende wurde ausgerufen. Und Gas kam nun mal am billigsten und zuverlässigsten aus Russland.
Sowieso war der deutschen Regierung die ganze Zeit sonnenklar, dass keinerlei energetische Abhängigkeit von Russland bestand: „Und selbst wenn ich in der Vollversammlung der Vereinten Nationen sitze und der Rede des amerikanischen Präsidenten zuhöre, muss ich mir anhören, dass wir uns in Deutschland anscheinend auf dem falschen Weg befinden, weil wir uns wegen dieses Projektes in die Abhängigkeit von Russland begeben. Dass daran in der Sache nichts ist, brauche ich, glaube ich, an dieser Stelle nicht zu begründen“. So der deutsche Maasanzug-Außenminister, als er sich über die Trumpsche Warnung kaputtlachte.
Der anschwellende Bocksgesang der Politik
Deutsche Politik häuft seit 10 Jahren eine Krise auf die andere auf. Erst gab es die Klimakrise. Dann kam die Flüchtlingskrise. Darauf sattelte die Coronakrise, ohne dass die Klimakrise und die Flüchtlingskrise weggingen. Jetzt haben wir noch die Inflationskrise oben auf der Klima- und Coronakrise. Und zur Krönung sind wir jetzt mitten in einer Energiekrise, die von der Energiepolitik ausgelöst und von der Krimkrise verstärkt wird. Die Krisen haben eines gemeinsam: Die Politik hat sie verstärkt und genutzt, um ihre Macht auszuweiten und dem Michel an den Geldbeutel zu gehen. Deswegen gehen sie auch nicht weg, sondern werden immer bedrohlicher.
Der deutsche Gesundheitsminister ist ein typischer Vertreter dieser Krisen-Protagonisten. Das bösere Wort dafür verkneife ich mir. Karl Lauterbach kam mir persönlich schon immer ein wenig konfus im Kopf vor, wenn er seine Mondzahlen und Horror-Prognosen unter Ausstoßen vieler „Alsos“ herausposaunte. Nach seiner Prognose von Oktober 2021 sind ungeimpfte Deutsche ab dem 20. März tot: „Klar ist aber, dass die meisten Ungeimpften von heute bis dahin entweder geimpft, genesen oder leider verstorben sind, denn das Infektionsgeschehen mit schweren Verläufen betrifft vor allem Impfverweigerer.“
Den Vogel jedoch schoss Karl Kassander bei einem Interview in Radio Eins ab, wo er sagte (ab 1:23:54):
„Wir kommen jetzt in eine Phase hinein, wo der Ausnahmezustand die Normalität sein wird. Wir werden jetzt immer im Ausnahmezustand sein. Der Klimawandel wird zwangsläufig mehr Pandemien bringen. Mehr Pandemien werden die Wirtschaft belasten, also unterbrechen. Wir kommen in eine Situation des globalen Wassermangels hinein. Und Kriege für Wasser sind fast unvermeidbar. Es sind riesige Wanderungen zu erwarten. Früher hat man gedacht, es wird Krieg um Öl geben. Kriege um Wasser sind viel wahrscheinlicher. Klimawandel kommt, Pandemien kommen, Wassermangel kommt. Wir haben dann erneut ein Problem, das wir gelöst geglaubt haben, den Nahrungsmangel.“
Es lohnt sich, das konfuse Gestotter anzuhören, um zu verstehen, wie es in Herrn Professor Doktor Lauterbach denkt. In einem normalen Land würde der Kanzler einen solchen Minister aus seinem Kabinett, der Derartiges äußert, unverzüglich auf seinen Geisteszustand hin untersuchen lassen.
Die Verzichts-Prediger sind schon unterwegs
Aber auch ohne Erdgasimportstopp für Russland ist die Energiekrise schon mitten unter uns. Es sind nicht nur die Benzinpreise, die explodieren. Alle Energieträger werden knapp und damit teuer. Wir reden hier über die gesamte Wirtschaft. Von den betroffenen Dimensionen hat ein Politiker wie Röttgen keine Idee, sonst würde er nicht darüber fabulieren, dass „die Bevölkerung es mittragen würde, wenn es in der Stube ein paar Grad kälter wird“.
Und vom Hauptstrom-Bildschirm gauckt es: „Wir können auch einmal frieren für die Freiheit und wir können auch einmal ein paar Jahre ertragen, dass wir weniger an Lebensglück und Lebensfreude haben.“ Ob das auf ihn selbst zutrifft, ließ er bei seinen 200 Tausend Euro Jahressalär offen. Und sicher brauchte er auch nicht auf den vorgeheizten 600er Mercedes zu verzichten, in dem er sich von seiner Maischberger-Predigt nach Hause chauffieren lässt. Er hat offenbar nicht bemerkt, dass viele Menschen, die sein fürstliches Dasein finanzieren müssen, schon seit zwei Jahren weniger an Lebensglück und Lebensfreude haben. Es ist derselbe Alt-Politiker, der zum letzten Weihnachtsfest predigte: „Für eine Impfpflicht gibt es gute moralische, sachliche, politische und sogar juristische Gründe. Deswegen stürzt unsere Rechtsordnung nicht ein. Die Freiheit wird jedenfalls nicht mit kruden Parolen auf der Straße verteidigt, sondern in Arztpraxen und Impfzentren“.
Die ständige Verlegung der Verteidigung der Freiheit
Die Politik verlegte die Frontlinien der Verteidigung der Freiheit nach Gutdünken. Zuerst an den Hindukusch, wo die Verteidiger jedoch schmählich und überstürzt abziehen mussten. Danach wurde die Verteidigung der Freiheit ins Impfzentrum verlegt. Derzeit berät der Bundestag darüber, ob nicht eine allgemeine Freiheitsverteidigungspflicht im Impfzentrum analog der abgeschafften Wehrpflicht eingeführt werden soll. Zu guter Letzt verlegte ein Alt-Bundespräsident die Verteidigung in die kalten Wohnzimmer der Bürger. Das wird wahrscheinlich einfach so passieren, ohne dass der Bundestag etwas beschließen muss.
In Wahrheit ist es das Portemonnaie, wo die Frontlinie der Verteidigung der Freiheit von der Politik hin verlegt wurde. Und wirklich verteidigt werden kann die Freiheit wohl nur noch auf der Straße.
Manfred Haferburg ist Autor des autobiografischen Romans „Wohn-Haft“ (5 Sterne bei 188 Bewertungen). Er wuchs in Sachsen-Anhalt auf und studierte in Dresden. Er arbeitete im Kernkraftwerk Greifswald, einem der damals größten Atomkraftwerke der Welt. Durch seine sture Weigerung, in die SED einzutreten, fiel er der Staatssicherheit auf. Als er sich auch noch weigerte, Spitzel zu werden, erklärte ihn die Partei zum Staatsfeind. Von seinem besten Freund verraten, verlor Manfred erst seinen Beruf, dann seine Familie und zuletzt die Freiheit. Ein Irrweg durch die Gefängnisse des sozialistischen Lagers begann, der im berüchtigten Stasigefängnis Hohenschönhausen endete. Hier gehörte er zu den letzten Gefangenen, die von der Stasi entsorgt wurden. Manfred Haferburg lebt heute mit seiner Frau in Paris.
Klimamodelle: Unsinn in Wissenschafts-Ummantelung*
Auf der wunderbaren KNMI-Website [in den Niederlanden], der Heimat aller Arten von Klimadaten, wird gerade die Übertragung auf einen neuen Server abgeschlossen. Mir ist aufgefallen, dass die Migration der Daten des Climate Model Intercomparison Project 6 (CMIP6) auf den neuen Server abgeschlossen ist, also habe ich alle Modellläufe heruntergeladen.
Ich warf einen Blick auf das Zukunftsszenario mit dem geringsten Anstieg der CO2-Emissionen. Dies ist das Szenario „SSP126“. Das KNMI hat insgesamt 222 Modellläufe mit dem SSP126-Szenario durchgeführt. Abbildung 1 zeigt die rohen Modellläufe mit den tatsächlichen Temperaturen.
Hier haben wir also das erste Problem. Die verschiedenen Modelle können sich nicht einmal darauf einigen, wie warm der historische Zeitraum war. Die modellierten Durchschnittstemperaturen von 1850-1900 reichen von zwölfeinhalb Grad Celsius bis zu fünfzehneinhalb Grad Celsius … nicht gerade ermutigend. Ich meine, wenn die Modelle die historischen Temperaturen nicht wiedergeben können, welche Chance haben sie dann, die Zukunft zu prognostizieren?
Als Nächstes habe ich eine Anomalie aus dem frühen Zeitraum 1850-1880 als Basiswert für die Anomalie genommen. Damit haben alle Modelle den gleichen Ausgangspunkt, so dass ich sehen konnte, wie weit sie über den Zeitraum von 250 Jahren auseinanderklafften:
Hier zeigt sich das zweite Problem. Wie die Dichte der Ergebnisse auf der rechten Seite der Grafik zeigt, teilen sich die Modelle grob in drei Gruppen auf. Warum das so ist? Wer weiß das schon. Und bis zum Ende des Zeitraums sagen sie einen Temperaturanstieg von der so genannten „vorindustriellen“ Temperatur von 1,3 °C bis zu 3,1 °C voraus … nur welcher Zahl sollen wir glauben?
Schließlich wird behauptet, dass wir einfach den Durchschnitt der verschiedenen Modelle im „Ensemble“ bilden können, um die tatsächliche zukünftige Temperatur zu ermitteln. Ich habe also den Durchschnitt der 222 Modelle mit den Beobachtungen verglichen. Ich habe einen Anomaliezeitraum von 1950-1980 verwendet, damit die Ergebnisse nicht durch Unterschiede oder Ungenauigkeiten in den frühen Daten verfälscht werden. Und ich habe die Oberflächentemperaturdaten von Berkeley Earth und HadCRUT verwendet. Abbildung 3 zeigt das Ergebnis:
Abbildung 3. Globale Oberflächentemperaturbeobachtungen von Berkeley Earth (rot) und HadCRUT (blau), zusammen mit dem Durchschnitt der 222 Klimamodelle.
Damit sind wir beim dritten und größten Problem angelangt. In nur etwas weniger als einem Vierteljahrhundert liegt der Durchschnitt der Modelle bereits um 0,5°C bis 0,7°C über den Beobachtungen … HILFE!
Und sie behaupten ernsthaft, dass sie diese Modelle verwenden können, um uns zu sagen, wie die Oberflächentemperaturen im Jahr 2100 sein werden?
Das glaube ich nicht …
Ich meine es ernst, Leute, diese Modelle sind ein Witz. Sie sind eindeutig nicht geeignet, um öffentliche Entscheidungen in Höhe von Billionen von Dollar darauf zu stützen. Sie können nicht einmal die Vergangenheit wiedergeben und liegen bei der Gegenwart völlig falsch. Warum sollte man ihnen in Bezug auf die Zukunft trauen?
Aktualisierung: Rud Istvan, ein geschätzter Kommentator, wies mich darauf hin, mir das INM-Klimamodell anzuschauen, da es gut mit den Beobachtungen übereinstimmt. Als ich es mir ansah, fand ich ein hervorragendes Beispiel dafür, dass eine gute Abbildung der Vergangenheit keine Garantie für zukünftigen Erfolg sind …
Abbildung 4. Modellläufe von zwei Versionen des INM-CM-Modells.
Wie man sieht, leisten beide eine hervorragende Arbeit bei der Darstellung der Vergangenheit, geben aber völlig unterschiedliche Versionen der Zukunft wieder.
Weitere Lektüre: Bei meinen Recherchen zu diesem Thema stieß ich auf eine ausgezeichnete, frei zugängliche Studie mit dem Titel „Robustness of CMIP6 Historical Global Mean Temperature Simulations: Trends, Long-Term Persistence, Autocorrelation, and Distributional Shape“ [etwa: Robustheit der historischen CMIP6-Simulationen der globalen Mitteltemperatur: Trends, Langzeitpersistenz, Autokorrelation und Verteilungsform]. Es handelt sich um eine sehr gründliche Untersuchung einiger der vielen Probleme mit den Modellen. Kurzfassung: Nur sehr wenige der Modellergebnisse sind tatsächlich mit realen Beobachtungsdaten vergleichbar.
Außerdem gibt es einen guten Artikel in der Zeitschrift Science mit dem Titel Earning The Public’s Trust, in dem es darum geht, warum die Menschen der Wissenschaft heutzutage nicht mehr so viel Vertrauen entgegenbringen. Spoiler-Alarm: Klimamodelle erhalten eine lobende Erwähnung.
Erdgas wird knapp und teuer – Denken ohne Denkverbote: Kernkraft, Kohle, Fracking?
geschrieben von Admin | 21. März 2022
Röhrengas oder Flüssigerdgas? Import woher und wie viel? – Fragen über Fragen. Die energiepolitischen Entscheidungen der Vergangenheit haben uns stark abhängig gemacht. Lässt sich das ändern?
Von Frank Hennig
Seit Jahrzehnten arbeitet deutsche Politik daran, den Energiemix einzuengen. Während andere Länder in die Kernkraft einsteigen, sie ausbauen oder moderne Kohletechnologie nutzen, fahren wir in die andere Richtung und fokussieren auf Naturenergien geringer Dichte, die erratisch anfallen. Für den „Übergang“ wurde Erdgas noch toleriert. Jetzt wird dieses teuer und knapp. Was nun?
Ein Denken ohne Tabus, also ohne Denkverbote, kündigte Klimaminister Habeck an. Das würde erfordern, unvoreingenommen und ideologiefrei sowie ohne die Schranken einer Klimapolitik zu denken, die in ihrer Absolutheit in die Irre geführt hat. Sein tabuloses Denken über die Kernkraft beendete er schnell, nachdem er sich die Gefährlichkeit der Technologie von seiner Parteigenossin und Umweltministerin Steffi Lemke, einer ausgebildeten Zootechnikerin, bestätigen ließ. „Der Anteil der Atomenergie kann und wird problemlos durch erneuerbare Energien ersetzt werden“, verkündete Frau Professorin Claudia Kemfert 2012 im Magazin der Hans-Böckler-Stiftung. Das wirkt nach. Stattdessen wurde der Großteil des entfallenden Stroms durch Kohle und eben auch Gas substituiert. Nun denkt der Klimaminister weiter bis zum nächsten Tabu.
Die Nutzung fossilen Erdgases mit dem Hauptbestandteil Methan (CH4) galt bis vor Kurzem als Königsweg hin zu einer dekarbonisierten Wunschwelt. Die Abschaltungen von Kern- und Kohlekraftwerken und auch der zunehmende Einsatz im Wärmemarkt ließen die nötigen Gasmengen steigen, allein der Import aus Russland wurde über die letzten zehn Jahre fast verdoppelt. Die im Grunde logische Folge war der Bau der Nord-Stream-2-Leitung, die weiteren Mengenzuwachs gut abgesichert hätte.
Das ist vorerst Geschichte, wie auch der Plan, weiter abzuschaltende Kraftwerksleistung durch Erdgaskraftwerke zu kompensieren. Das war die Empfehlung der Kohlekommission, auf der das Kohleausstiegsgesetz aufbaute. Schätzungen gehen von 23 bis 40 Gigawatt Gaskraftwerksleistung aus, die bis 2030 zu installieren wäre, was 30 bis 50 größeren Gaskraftwerken entspricht. Sollte man nun bis zu diesem Zeitpunkt ganz aus der Kohle aussteigen wollen – und die Grünen halten an diesem Passus aus dem Koalitionsvertrag fest –, müsste diese Zahl nochmals verdoppelt werden. Eine Hochrechnung des daraus entstehenden Gasbedarfs habe ich noch nirgendwo finden können, auch nicht in energiewendefreundlichen Studien, von politischen oder Mietwissenschaftlern der Ökobranche.
Vermutlich glaubt man, sich mit Quantitäten des Erdgases nicht beschäftigen zu müssen, da ja „bald“ auf Wasserstoff umgestellt werden soll. Nun weiß man, dass es den grünen Wasserstoff erst ab 2030 geben wird, erzeugt aus zunächst bescheidenen zehn Gigawatt Elektrolysekapazität, wovon bei Wiederverstromung etwa 2 bis 2,5 Gigawatt resultieren. Das entspricht der Leistung von etwa zwei Kernkraftwerken. Da ahnt der halbwegs interessierte Bürger, dass wir das Erdgas und wohl auch die Kohle noch länger brauchen werden.
Da das Röhrengas aus Russland nun reduziert oder besser ganz abgeschafft werden soll, stellt sich die Frage nach den Alternativen. Politiker mit besonders wenig Überblick behaupten rundweg, man könne es vor allem durch LNG (liquified natural gas – verflüssigtes Erdgas) ersetzen, und auch hier macht man sich wenig Gedanken, geschweige denn überschlägige Kalkulationen.
Zunächst wartet niemand auf den LNG-Kunden Deutschland. Länder wie Japan und China haben langfristige Bestellungen ausgelöst, die den Lieferanten Planungs- und Preissicherheit geben. Wir wären also Neukunde am Markt, selbst in Europa, da wir ausländische Entlade-Terminals nutzen müssten. Nur um die voll betriebene Nord-Stream-1-Leitung zu ersetzen (55 Milliarden Kubikmeter pro Jahr), müssten beispielsweise rund 20 LNG-Tanker permanent zwischen den USA und Deutschland pendeln und ständig zwei Tanker an Terminals regasifizieren, was etwa 20 Stunden in Anspruch nimmt. Diese Tanker sind pro Stück in der Herstellung rund 200 Millionen Euro teuer und werden nur gebaut, wenn Langfristverträge vorliegen.
Man müsste also für kurzfristige Lieferungen die Transportkapazitäten aus bestehenden Verträgen herauskaufen und mangels eigener Terminals in anderen europäischen Ländern anlanden. Und natürlich wäre das Gas teurer und die Gesamt-CO2-Emissionen lägen auf dem Niveau der Braunkohle.
Bodenschätze im eigenen Land
Die Entwicklung Deutschlands zum Industriestaat basierte auf einheimischen Energierohstoffen: Stein- und Braunkohle, später auch heimisches Erdöl und Erdgas. Auf welche dieser verpönten und politisch bekämpften Quellen könnte man noch zurückgreifen? Die heimische Steinkohleförderung ist nicht reaktivierbar, die Braunkohleförderung wird nach dem Erschöpfen der jetzt genutzten Felder auslaufen. Tagebauerweiterungen oder Neuaufschlüsse sind politisch nicht durchsetzbar, auch würde kein Unternehmen hier mehr investieren wollen. Die Entscheidungen der vergangenen Jahre haben eine Umkehr unmöglich gemacht. Die Grünen forderten seinerzeit den „unumkehrbaren“ Atomausstieg, das ist ihnen vorerst gelungen, sogar was den Ausstieg aus der Förderung deutscher Kohle betrifft.
Worauf könnte man unter den aktuellen Bedingungen noch zurückgreifen, was gibt unsere einheimische Erdgasförderung eigentlich noch her? Die Produktion sank von 18 Milliarden Kubikmetern (2003) auf fünf Milliarden 2018. Der Abwärtstrend hält an, und wohl schon vor 2030 dürften die Felder konventionell ausgefördert sein. Möglich wäre eine Aufschließung der Restmengen durch EGR-Technologien (enhanced gas recovery), indem CO2 eingepresst und damit die Lagerstätten unter Druck gesetzt werden. In Kanada wird das unter Nutzung der CO2-Abtrennung aus Rauchgasen von Kohlekraftwerken praktiziert. Das CO2 ist dann nicht mehr zu entsorgender Abfall, sondern wird nachgenutzt und verbleibt schließlich im Wirtsgestein des fossilen Erdgases.Das ist in Deutschland kaum vorstellbar, da es dagegen erheblichen politischen Widerstand geben würde und zudem kein CO2 in größeren Mengen zur Verfügung steht. Alternativ wären fortschrittliche Fördermethoden anwendbar, die sich aus Horizontalbohrverfahren in Kombination mit dem Einbringen von Wasser oder Dampf anwenden ließen. Dabei würden die Poren im Gestein aufgebrochen und große Lagermengen könnten erschlossen werden. Insgesamt hält man auf diese Weise 450 Milliarden Kubikmeter Gas aus Kohleflözen und 2.300 Milliarden Kubikmeter aus Schiefergestein für erschließbar, was die Versorgung Deutschlands für Jahrzehnte sichern würde.
Es gibt nur ein Problem: Man nennt es „hydraulic fracturing“ oder im deutschen Sprachgebrauch „Fracking“. Im energiepolitischen Diskurs ist das ein unmittelbar der „Atomkraft“ folgender Trigger-Begriff, der in grünen Kreisen ein solches Entsetzen auslöst, wonach jede rationale Diskussion unmöglich wird.
Chemie für Energie
Mehrere Mythen untermauern die Ablehnung dieser Technologie. Vor allem werden Chemikalien ins Feld geführt, die eingepresst werden müssen. Welche sind das?
Die eingebrachte unter hohem Druck stehende Flüssigkeit besteht zu 99,5 Prozent aus Wasser und Sand, die restlichen Stoffe sind ein Gemisch aus Zitronensäure, Chlorwasserstoff (das auch in Schwimmbädern zum Einsatz kommt), Glutaraldehyd (in Desinfektionsmitteln enthalten), Guarkernmehl (im Speiseeis zu finden), Isopropanol (im Deo enthalten), Borsäure (auch in der Seife), Ammoniumpersulfat (in Haarfärbemitteln enthalten), Kaliumchlorid (Bestandteil des intravenösen Tropfs), Natriumkarbonat (benutzt beim Geschirrspülen), Äthylenglykol (auch für Enteisungsmittel verwendet), Dimethylformamid (in Plastik vorkommend), Ammonium-Bisulphit und Petroleum-Destillat (beide in Kosmetika zu finden).
Als weiterer Vorbehalt wird die Gefahr von Erdbeben angeführt. Seismische Bewegungen, die über das Maß derjenigen aus konventioneller Förderung hinausgeht, sind allerdings noch nicht festgestellt worden. Die Gefahr der Gefährdung des Trinkwassers wird immer wieder thematisiert, gefrackt wird aber weit unterhalb dieser Ebene und damit unterhalb der Deckgebirge. Bilder eines brennenden Wasserhahns, bekannt aus dem Film „Gasland“ von 2010, heizten die Diskussion an. Es konnte jedoch nachgewiesen werden, dass natürliche Gasvorkommen das Trinkwasser verunreinigten, lange bevor in der Region gefrackt wurde.
Es gibt keine Geologen, die das Fracking prinzipiell ablehnen. Die globale Anwendung, auch in Europa, führte nicht zu bekannten Umweltschäden. Ein Vorteil der Anwendung in Deutschland bestünde darin, vorhandene Förderstätten weiter nutzen zu können, ohne für weitere konventionelle Förderung neue erschließen zu müssen. Zudem könnte das Gas sofort ins Netz eingespeist werden, ohne es für weite Transporte energieaufwändig verflüssigen zu müssen.Das „hydraulic fracturing“ stellt eine Form der Hochtechnologie im Bergbau dar, entsprechend qualifiziert und verantwortungsbewusst ist damit umzugehen. Amerikanische Umwelt-Praktiken sind möglicherweise auf Europa nicht übertragbar. In der Altmark bei Salzwedel gibt es schlechte Erinnerungen an die Gasförderung aus DDR-Zeiten und die umweltschädliche Entsorgung von Bohrabwässern. Die internationalen Erfahrungen von heute zeigen, dass ein verantwortlicher Umgang mit den anfallenden Stoffen umweltverträglich möglich ist.
Im Rahmen der deutschen Energiewende-Ideologie bildete sich eine breite Abwehrfront gegen jede Energiequelle, die nicht Wind oder Sonne zur Grundlage hat. Gegen die Nutzung von LNG und der Fracking-Technologie kämpfen vor allem die deutsche Umwelthilfe (DUH), die Grünen in Schleswig-Holstein und Vereine wie „Kein CO2-Endlager“, deren Gründungsanlass zwar abhanden gekommen ist, die aber nun gegen die Empfehlung des IPCC zur Abscheidung und Speicherung von CO2 ankämpfen und die Einlagerung des Gases unter der Nordsee verhindern wollen.
Erfolgreich wurde der Widerstand in die deutsche Gesetzlichkeit eingebracht. Seit Februar 2017 verbietet die „Regelungsabsprache Fracking“ die kommerzielle Nutzung.
Staatlicherseits wird nun von den Grünen in typischer Bigotterie gefracktes Gas aus dem Ausland akzeptiert. Auch importierter Atom- und Kohlestrom führt nicht zu Diskussionen, wenn nur der deutsche Vorgarten „rein“ bleibt.
Die Nutzung der Fracking-Technologie wäre eine Option, dem absehbaren Energiemangel in Deutschland wirksam zu begegnen. Sie ließe sich relativ kurzfristig realisieren. Im Zusammenspiel mit dem Erhalt von Steinkohlekraftwerken entstünde so ein Sockel an stabiler Stromproduktion (in der Sprache der Bundesnetzagentur „dargebotsunabhängig“). Dadurch wäre auch die Wärmeversorgung zu verträglichen Preisen gesichert, Methan als Rohstoff für die chemische Industrie sowie zur Düngemittelproduktion ausreichend vorhanden und man wäre unabhängig von außenpolitischen Einflüssen.
Nötig ist ein Denken ohne Denkverbote. Verfestigte ideologische Weltbilder stehen dem entgegen. Eine beginnende Energiemangelwirtschaft wird neues Denken erzwingen. Vor allem ein Denken ohne Tabus.
Klimawandel stellt keine existenzielle Bedrohung dar – keinerlei!
geschrieben von Chris Frey | 21. März 2022
H. Sterling Burnett
Ein erfreulicher Artikel im Washington Examiner beweist, was ich seit mehr als einem Jahrzehnt immer wieder sage: Der Klimawandel stellt keine „existenzielle Bedrohung“ dar. So lautet sogar der Titel des Artikels: „Der Klimawandel ist keine ‚existenzielle Bedrohung‘.“ David Simon schreibt über die Energiekrise, die während der kurzen Amtszeit von Joe Biden als Präsident der Vereinigten Staaten entstanden ist – vor allem aufgrund von Bidens Klimapolitik.
Die Klimapolitik der Biden-Regierung hat zu einem drastischen Anstieg der Ölpreise geführt, der die heimische Wirtschaft schädigt und die Kosten für fast alles erhöht, was die Verbraucher kaufen. Indem sie die Einnahmen des Regimes des russischen Präsidenten Wladimir Putin erhöht haben, haben sie Russland zu einem kritischen Zeitpunkt stärker und gefährlicher gemacht und damit der nationalen Sicherheit geschadet.
Aber das Schlimmste ist, dass die Grundlage der Biden-Regierung für diese Politik, nämlich die Behauptung, die globale Erwärmung stelle eine „existenzielle Bedrohung“ dar, betrügerisch ist. Sie basiert nicht auf einem wissenschaftlichen Konsens und ignoriert sogar Beweise für die Vorteile der globalen Erwärmung für die Umwelt, die ihren Schaden aufwiegen.
In diesem mit Daten vollgestopften Artikel schult Simon die so genannten Journalisten in den Konzernmedien darin, wie sie Behauptungen, der Mensch verursache eine Klimakatastrophe, überprüfen können. Simon präsentiert Daten und Forschungsergebnisse, die schlüssig belegen, dass die Temperatur und die klimabedingten Todesfälle während der modernen Erwärmung deutlich zurückgegangen sind. Auch Climate Realism hat bei zahlreichen Gelegenheiten darauf hingewiesen und die gegenteiligen Behauptungen der Alarmisten widerlegt.
So wurde in der Ausgabe vom 1. Juli von The Lancet, einer der bekanntesten Gesundheitszeitschriften der Welt, die wohl größte Studie veröffentlicht, die jemals die mit der Temperatur verbundene übermäßige Sterblichkeit untersucht hat. Die Autoren der Studie, 68 Wissenschaftler, die Universitäten und Forschungsinstitute in 33 Ländern aus allen Regionen der Welt vertreten, kamen zu zwei eindeutigen Schlussfolgerungen: Kälte trägt jedes Jahr zu weit mehr Todesfällen bei als Wärme, und die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit extremen Temperaturen, ob heiß oder kalt, ist rückläufig. Die Forscher fanden heraus, dass fast 10 Mal mehr Menschen aufgrund von Kälte sterben als aufgrund von Hitze. Und während die Temperaturen weltweit leicht ansteigen, nimmt die Zahl der Menschen, die aufgrund suboptimaler Temperaturen sterben, ab.
„Wichtig ist, dass die kältebedingten Todesfälle von 2000 bis 2019 um 0,51 Prozent zurückgingen, während die hitzebedingten Todesfälle um 0,21 Prozent zunahmen, was zu einer Verringerung der Nettosterblichkeit aufgrund von Kälte und Hitze führte“, heißt es in der Studie.
In Anbetracht der Tatsache, dass zehnmal mehr Menschen an Kälte als an Hitze starben, zeigt die Studie, dass die Erwärmung zwischen 2000 und 2019 3,1 Millionen Menschenleben vor kältebedingten Todesfällen bewahrt hat, auf Kosten von nur 130.000 zusätzlichen Todesfällen durch Hitze. Infolgedessen hat die globale Erwärmung in den letzten 20 Jahren netto fast drei Millionen Menschenleben gerettet.
Diese Studie bestätigt, was frühere Untersuchungen immer wieder gezeigt haben. Im Jahr 2015 veröffentlichte The Lancet beispielsweise die Ergebnisse einer anderen groß angelegten Studie zum Thema Temperatur und Sterblichkeit, in der die Forscher feststellten, dass kaltes Wetter direkt oder indirekt 1.700 Prozent mehr Menschen tötete als warmes oder heißes Wetter. Die Wissenschaftler untersuchten Gesundheitsdaten aus 384 Orten in 13 Ländern, die für mehr als 74 Millionen Todesfälle verantwortlich waren. Die Autoren dieser Studie schrieben:
„Eine nicht optimale Umgebungstemperatur ist für einen erheblichen Anstieg der Sterblichkeit verantwortlich, wobei es große Unterschiede zwischen den Ländern gibt. Obwohl sich die meisten früheren Forschungsarbeiten auf hitzebedingte Auswirkungen konzentriert haben, wurden die meisten der zurechenbaren Todesfälle durch niedrige Temperaturen verursacht. Trotz der Aufmerksamkeit, die extremen Wetterereignissen gewidmet wird, traten die meisten Auswirkungen an mäßig heißen und mäßig kalten Tagen auf, insbesondere an mäßig kalten Tagen“.
Selbst die New York Times erkannte die Bedeutung dieser Studie an, indem Jane Brody schrieb: „Im Laufe der Zeit, wenn die globalen Temperaturen steigen, werden mildere Wintertemperaturen wahrscheinlich zu weniger kältebedingten Todesfällen führen, ein Vorteil, der einen geringeren Anstieg der hitzebedingten Sterblichkeit aufwiegen könnte.“
Simon korrigiert nicht nur die Daten über hitzebedingte Todesfälle, sondern widerlegt auch verschiedene Klimafantasien über die Zunahme von Naturkatastrophen, indem er leicht verfügbare Daten verwendet:
Auch die Fakten in Bezug auf Naturkatastrophen stützen die Behauptung der „existenziellen Bedrohung“ nicht. Einem EPA-Bericht aus dem Jahr 2021 zufolge hat die Zahl der Wirbelstürme pro Jahr seit Ende des 19. Jahrhunderts nicht zugenommen. Außerdem ist die Gesamtfläche, die jährlich durch Waldbrände verbrannt wird, zurückgegangen, und die meisten Flüsse führen heute weniger Hochwasser als früher, auch wenn man das aus der panikartigen, sensationsheischenden Berichterstattung nicht herauslesen kann.
Seit 1920 ist die Durchschnittstemperatur der Erde um 1,12 Grad gestiegen, und die Weltbevölkerung hat sich von weniger als zwei Milliarden auf fast acht Milliarden vervierfacht. Trotzdem ist die Zahl der Menschen, die jedes Jahr durch Naturkatastrophen ums Leben kommen, um etwa 90 Prozent zurückgegangen. Diese Statistik widerlegt mehr als jede andere die Behauptung einer existenziellen Krise durch das Klima.
[Hervorhebung vom Übersetzer]
Auch die Zahl der durch Luftverschmutzung verursachten Todesfälle ist in den letzten drei Jahrzehnten weltweit um etwa 45 % zurückgegangen. Auch hier gibt es keine „existenzielle Bedrohung“.
Simon hat Recht. Die bei Climate Realism veröffentlichten Forschungsergebnisse haben die Behauptungen über die Zunahme von Waldbränden und Wirbelstürmen bereits mehrfach widerlegt.
Simon erörtert auch Forschungsergebnisse, die die positive Seite des Klimawandels zeigen: „Die globale Erwärmung hat sowohl die landwirtschaftlichen Erträge als auch das Wachstum von Wäldern, Grasland und Laubbäumen erhöht.“
Climate Change Weekly und Climate Realism haben die Behauptung, der Klimawandel sei eine Bedrohung für die landwirtschaftliche Produktion, mehr als 100 Mal widerlegt. Wir haben Forschungsergebnisse und harte Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen zitiert, die zeigen, dass die regionale und globale Pflanzenproduktion und die Ernteerträge während der jüngsten Periode der modernen Erwärmung regelmäßig, fast jedes Jahr, neue Rekorde aufgestellt haben.
Grundlegende agronomische Erkenntnisse erklären, warum die Pflanzenproduktion unter den derzeitigen Klimabedingungen boomt. Der nichtstaatliche internationale Ausschuss für Klimaänderungen NIPCC schrieb in Climate Change Reconsidered: Biological Impacts(hier) und Climate Change Reconsidered II: Fossil Fuels(hier), dass das Kohlendioxid, das die Menschen seit Mitte des 20. Jahrhunderts in die Luft pumpen, das Pflanzenwachstum angereichert und die Wassernutzungseffizienz der Pflanzen verbessert hat, was Rekorderträge bei den Nutzpflanzen zur Folge hatte.
Laborexperimente und reale Feldforschung zeigen, dass sich mit steigendem Kohlendioxid die Vitalität der Pflanzen und die Bestäubung der Blüten verbessern, dass die Pflanzen umfangreichere Wurzelsysteme entwickeln, um größere Mengen an Nährstoffen selbst aus Böden mit schlechter Qualität zu gewinnen, dass die Pflanzen Wasser effizienter nutzen, indem sie die Anzahl und Öffnung der Spaltöffnungen verringern, durch die sie während der Transpiration Feuchtigkeit verlieren, und dass die Pflanzen größere Mengen an natürlichen Substanzen produzieren, die Insekten abwehren und konkurrierendes Unkraut bekämpfen.
All dies hat dazu beigetragen, den größten Rückgang von Hunger, Unterernährung und Verhungern in der Geschichte der Menschheit herbeizuführen.
Simons Schlussfolgerung ist treffend und spricht für sich selbst:
Die Klimapolitik der Biden-Regierung macht aus den Bedrohungen eine Sensationsgeschichte, ignoriert aber alle Vorteile. Sie stützt sich auf spekulative „Modelle“, die angeblich die globalen Temperaturen hochrechnen und Katastrophen vorhersagen. Aber diese Modelle sind höchst unzuverlässig, … nicht einmal in der Lage, die Temperaturveränderungen des 20. Jahrhunderts zu reproduzieren.
Die Kampagne der Biden-Regierung gegen die US-Ölförderung und Pipelines ist nicht nur schädlich, sondern auch ein Umweltbetrug.
Der langjährigen Radiomoderator Paul Harvey sprach vom „der Rest der Geschichte“: nämlich die sehr guten Nachrichten, die Ihnen die Mainstream-Medien und die verschiedenen wissenschaftlichen und politischen Lockvögel nicht über den Klimawandel erzählen.