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Entwicklungsziele untergraben die Ambitionen von COP26

Die Entwicklungsländer tragen den größten Teil zu den anthropogenen Treibhausgasemissionen bei, wobei China allein mehr emittiert als alle anderen Industrieländer zusammen. Vor diesem Hintergrund kann die 26. Konferenz der Vertragsparteien (COP) des Rahmenübereinkommens der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCC) kein Erfolg werden. Es ist eine Horrorshow, die passenderweise an Halloween, dem 31. Oktober, beginnt und bis zum 12. November dauert.

Der erste internationale Klimavertrag (1992) setzte den Industrieländern das Ziel, ihre Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 zu begrenzen. Diese Ziele wurden verfehlt, und die Emissionen in den Entwicklungs- und Industrieländern stiegen gleichermaßen.

Das zweite große internationale Klimaabkommen folgte fünf Jahre später. Im Jahr 1997 unterzeichneten die COP-Teilnehmer das Kyoto-Protokoll, das die Industrieländer verpflichtete, ihre Treibhausgas-Emissionen zwischen 2008 und 2012 um durchschnittlich 5 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken (einige Länder mussten ihre Emissionen noch stärker senken, andere konnten sie erhöhen). Auch diese Ziele wurden verfehlt.

Acht Jahre später wurde auf der COP in Paris das neue Ziel festgelegt, die Emissionen um das Maß zu reduzieren, das erforderlich ist, um den künftigen Temperaturanstieg auf weniger als 2°C zu begrenzen, und zu versuchen, den Anstieg auf 1,5°C zu begrenzen. Dazu mussten die Industrieländer ihre Emissionen bis 2050 um 50 bis 80 Prozent oder mehr senken, wobei die Zwischenziele in der Größenordnung von 20 Prozent unter dem Niveau von 2015 bis 2020 und 30 Prozent bis 2030 lagen. Zum ersten Mal sollten die Entwicklungsländer Pläne vorlegen, um ihre Emissionen zu begrenzen oder zumindest ihre Wachstumsrate erheblich zu reduzieren. Das Pariser Abkommen sieht auch vor, dass die Industrieländer ab 2020 mit 100 Milliarden Dollar pro Jahr einen Fonds finanzieren, auf den die Entwicklungsländer zugreifen können, um sich an den Klimawandel anzupassen und grüne Technologien einzuführen, die eine Entwicklung mit minimalen Treibhausgas-Emissionen ermöglichen.

Wenn die Parteien jetzt wieder zusammenkommen, sind die immer strengeren und hochgesteckten Ziele der Klimavereinbarungen wieder einmal nicht erreicht worden. Tatsächlich sind seit dem ersten Abkommen fast 30 Jahre vergangen, und die Minimalziele sind immer noch nicht erreicht worden. Der grüne Klimafonds ist nicht vollständig kapitalisiert, und BBC berichtet, dass der designierte COP26-Präsident Alok Sharma einräumt, dass der Fonds sein 2020-Ziel von 100 Milliarden Dollar wahrscheinlich frühestens 2023 erreichen wird. Nur ein Land, Gambia – ein Entwicklungsland mit einem verschwindend geringen Treibhausgasausstoß – ist auf dem besten Weg, seine Emissionsreduktionsziele im Rahmen des Pariser Abkommens zu erreichen.

Gemäß dem Pariser Abkommen können auf der COP 26 noch strengere Ziele festgelegt werden, doch einige der wichtigsten Akteure haben beschlossen, nicht mitzuspielen oder zumindest nicht dasselbe Spiel zu spielen wie der Großteil der COP. China, das erklärtermaßen davon ausgeht, dass seine Emissionen bis 2030 ihren Höhepunkt erreichen werden, und Saudi-Arabien haben beide klar gemacht, dass sie keine schriftlichen Verpflichtungen zur Reduzierung der Treibhausgase abgeben werden. Darüber hinaus berichtet Indien, der drittgrößte Treibhausgasemittent, dass es sich nicht auf eine Netto-Null-Reduktion einlassen wird. Dies ist wichtig, da der Weltklimarat (IPCC) jetzt behauptet, dass Netto-Null erforderlich ist, um die Temperaturen unter dem Zwei-Grad-Ziel zu halten – was nicht überrascht, da die Konferenz jedes Mal, wenn die Nationen ein Ziel verfehlen, strengere Grenzwerte festlegen muss, um das endgültige Ziel in der nächsten Periode zu erreichen.

Erwarten Sie auf der COP 26 mehr davon: viel Händeringen, viele übertriebene Erklärungen über eine drohende Katastrophe, Hinterzimmerverhandlungen und Armdrücken, und am Ende der Konferenz kommen die Regierungen zusammen, um eine Erklärung abzugeben, in der sie sich verpflichten, den Klimawandel zu stoppen, und weitere leere Versprechungen über Ziele machen, die nicht erreicht werden. Kurz gesagt: Erwarten Sie viel Lärm und Wut, die für eine Menge kostspieliger, nutzloser politischer Maßnahmen stehen, bei denen die enormen Kosten kaum oder gar nicht durch Emissionssenkungen kompensiert werden können. Das wird uns zur nächsten COP-Runde führen, wo wieder Kumbaya gesungen werden wird.

Greta wird wieder mit dem Finger wedeln, empört dreinschauen und sagen: „Wie könnt ihr es wagen!“ Und die nietzscheanische ewige Wiederholung – schwülstige Reden, vergebliche Verhandlungen und Tribünenpolitik – wird wieder beginnen.

Quellen: iNews; The Times; The Express; Reuters; Times of India; BBC

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/conference-warns-of-climate-socialism-agenda und dort die 2. Meldung

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE