Die Net Zero-Agenda kommt zu uns – mit horrenden Stromrechnungen

Sophie Mellor, Fortune

Angesichts rekordhoher Energiekosten geht Europa das Gas aus und es kommt zu einer „Stromkrise“, die sich seit Jahren anbahnt. Während die weltweite Nachfrage nach Gas in die Höhe schießt, hat Europas Einsatz von intermittierenden erneuerbaren Energiequellen wie Wind- und Solarenergie in Verbindung mit dem aggressiven Ausstieg aus der Kohleverbrennung und der hohen EU-Kohlenstoffbesteuerung zu einer Verknappung des Stromangebots geführt.

Die Gaskrise auf dem Kontinent führt zu extremer Volatilität: In Großbritannien stieg der Strompreis am Donnerstag innerhalb von sieben Stunden um das Zehnfache auf ein Rekordhoch von 2.300 £ (3.180 $) pro Megawattstunde (MWh), da Irland, das regelmäßig Windenergie nach Großbritannien exportiert, selbst mit Versorgungsengpässen zu kämpfen hatte.

Damit sind sie nicht allein.

Diese Volatilität hat zu höheren Preisen geführt, die in Spanien, Deutschland und Frankreich Rekordhöhen erreicht haben. Privathaushalte tragen unterdessen die Hauptlast der Kosten.

Die horrenden Rechnungen kommen zu einem Zeitpunkt, da sowohl die Europäische Union als auch das Vereinigte Königreich darauf drängen, bei der Dekarbonisierung ihrer Energienetze weltweit führend zu werden. Letztes Jahr hat sich die EU beispielsweise verpflichtet, bis 2050 eine Netto-Null-Energieversorgung zu erreichen, was bedeutet, dass Kohlenstoff-intensive Energiequellen im Laufe des nächsten Jahrzehnts zugunsten nachhaltigerer Quellen wie Wind- und Solarenergie abgeschafft werden. Die Sache wird noch komplizierter: Die Energiepreise sind in diesem Jahr in die Höhe geschnellt, da die Nachfrage überall zunimmt, so dass die Hausbesitzer mitten im Auf und Ab eines zunehmend volatilen globalen Marktes stehen.

Nach Angaben des Strommarktbetreibers der iberischen Halbinsel (OMIE) zahlen die Kunden in Spanien und Portugal derzeit durchschnittlich 140 € (165 $) für eine MWh Strom – der höchste Preis seit 2002. Und am Donnerstag lag der Day-Ahead-Strompreis in Spanien bei einem Rekordwert von 152,32 €/MWh. In Frankreich und Großbritannien kündigte EDF Energy an, seine variablen Standardtarife ab 1. Oktober um 12 % zu erhöhen, um den steigenden Energiekosten im Großhandel Rechnung zu tragen. Auch der französische Referenzstrompreis für die Lieferung im nächsten Jahr erreichte mit 99,50 €/MWh ein Rekordhoch.

Derartige Rekordpreise für Gas werden normalerweise nicht in den Monaten vor dem Winter verzeichnet, wenn mehr Strom zum Heizen benötigt wird.

Eine umstrittene Verbindung

Wenn es eine Rettungsleine gibt, könnte sie aus Russland kommen.

Der staatliche russische Energieriese Gazprom gab am Freitag bekannt, dass er den Bau der umstrittenen 750 Meilen langen Erdgaspipeline Nord Stream 2 nach Deutschland abgeschlossen hat. Das Timing könnte nicht besser sein, denn es kommt nur einen Tag, nachdem die Strompreise in Großbritannien einen neuen Rekord erreicht haben und Irland davor gewarnt hat, dass eine Stromlücke zu Stromausfällen führen könnte.

Wenn alles nach Plan läuft, könnte innerhalb eines Monats russisches Gas auf den europäischen Kontinent fließen.

Bis dahin werden die europäischen Verbraucher den Preis dafür zahlen müssen. „Ich sehe keinen Grund für Stromausfälle, denn es gibt mehr als genug Stromversorgungsquellen. Es wird einfach nur teuer werden“, sagt Carlos Torres Diaz, Leiter der Gas- und Strommärkte beim Energie-Forschungsunternehmen Rystad Energy.

Jahre der Entstehung

Die derzeitige Energiekrise ist das Ergebnis jahrelanger politischer Entscheidungen, von denen viele in bester Absicht getroffen wurden, und hat Europa in eine heikle politische Lage gebracht.

In den letzten Jahren hat Europa seine eigenen Gasfelder stillgelegt, um die Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern. Das größte Gasfeld Europas, das niederländische Groningen-Feld, wird derzeit acht Jahre früher als ursprünglich geplant stillgelegt, wobei die Fördermenge auf ein „Minimum“ reduziert wird, das nur noch als Reserve-Energiequelle dienen soll. Auch die Gasproduktion in Großbritannien ist nach Angaben des globalen Beratungsunternehmens für natürliche Ressourcen Wood Mackenzie im bisherigen Jahresverlauf um 28 % zurückgegangen, und auch die norwegische Gasproduktion ist aufgrund von Wartungsarbeiten zum Stillstand gekommen.

Russland hat die zunehmend prekäre Energieversorgung Europas nicht ignoriert. Russland hat die Erdgasausfuhr im Sommer aus Gründen der Gewinnmaximierung eingeschränkt und Europa damit in die Enge getrieben. Jetzt, da die Verunsicherung in Europa zunimmt, bemüht sich Russland, so schnell wie möglich Gas durch die Nord Stream 2-Pipeline zu leiten.

Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://www.thegwpf.com/europes-net-zero-agenda-hits-home-with-eye-watering-energy-bills/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE

 




Stromausfall in Dresden als Vorgeschmack auf die kommenden Tage – Teelichtheizungen empfohlen

von AR Göhring

Am Montag (13.9.) fiel in Dresden und Umgebung für 30-60 Minuten der Strom komplett aus. Fahrstühle blieben stecken; Straßenbahnen fuhren nicht mehr. Das Telekommunikationsnetz blieb zum Glück größtenteils funktionsfähig.

Einstündige Stromausfälle in einzelnen Stadtvierteln nach Brandanschlägen auf Starkstromleitungen durch Attentäter sind den Berlinern und Münchnern mittlerweile nur zu gut bekannt („Deutschland in den Pausenmodus versetzen“). Etwas anders sah die Situation am Montag in Dresden aus, als das gesamte Stromnetz der Stadt für mindestens 30 Minuten versagte. Beim Caffè-latte-Trinken draußen in der Sonne mag man das nicht gemerkt haben; wer im Fahrstuhl steckenblieb, dürfte den Tag allerdings noch lange in Erinnerung behalten. Die Feuerwehr mußte zu etlichen Einsätzen ausrücken, um Eingesperrte zu befreien (die Notruffunktion der Lifte scheint eine eigene Energieversorgung zu haben).
Grund für den Ausfall war nicht, wie viele Klimaskeptiker befürchteten, eine Unterdeckung dank Zappelstrom am sonnigen Montag, sondern ein Kurzschluß am zentralen Umspannwerk Dresden. Ein weniger zurechnungsfähiger Mensch hatte einen metallbeschichteten (!) Ballon in der Nähe steigen lassen. War es Absicht? Warum läßt man metallbeschichtete Ballone in Dresden steigen – zur Wetterbeobachtung? Wer es weiß, bitte in die Kommentare schreiben.

Unfall oder nicht – die Dresdner haben nun eine Vorahnung bekommen, wie es sich anfühlt, wenn die elektrotechnische Zivilisation in den „Pausenmodus“ geht. Vielleicht fragen sich nun vermehrt Bürger, ob die pupsgasgetriebene „Erderwärmung“ tatsächlich existiert, und ob die Abwehr dieser tatsächlich die Opfer wert ist.

Wie die Bürger einem Brownout oder sogar Blackout begegnen können, war schon häufiger Gegenstand der Diskussion auf EIKE. Ein auch uns völlig neuer Vorschlag kam von einem fleißigen Leser aus Niedersachsen, der uns auf die Teelichtheizung hinwies: Ein paar Kerzen erhitzen Wasser im Stahlrohr, das aufsteigt, abkühlt und wieder herunterfällt. Die Idee wäre vielleicht etwas für Annalena Baerbock, aber die Gute hat wahrscheinlich schon einen Generator im Potsdamer Villengarten. Die Teelichter wären auch recht teuer: Die Heizung ist vier- bis fünf mal so teuer wie eine mit Gas.




Die Kannibalisierung der Industriegesellschaft

von Jo Illge

Unter Industriegesellschaft verstehen wir hier eine Gesellschaft, die eine stabile Wasser- und Energieversorgung für alle etabliert hat und über ein leistungsfähiges Transportsystem verfügt. Alle Länder Europas kann man als solche bezeichnen.

In einer solchen Gesellschaft wird eine hohe Spezialisierung des Einzelnen benötigt. Und um diese praktisch auch umsetzen zu können, muß man sich aufeinander verlassen können. Voraussetzung einer solchen Gesellschaft ist Zuverlässigkeit und Vertrauen.

Eine solche Gesellschaft verfügt auch über eine hochwertige technische Infrastruktur, die geschützt und gepflegt werden muß. Ohne daß es irgendwo explizit aufgeschrieben ist, funktioniert eine solche Gesellschaft im Wesentlichen durch Zusammenarbeit oder Kooperation.

Dieses Bild wird heute absichtlich getrübt. Das liegt daran, daß es uns zu gut geht, und der Wettbewerb oder Konkurrenzkampf in der öffentlichen Wahrnehmung stark überbetont wird. Die allerwichtigsten Elemente der Infrastruktur, die Netze, können nicht im Wettbewerb stehen, weil man sie nicht mehrfach vorhalten kann. Nur untergeordnete Elemente, die mehrfach vorhanden sind, wie Kraftwerke, Fahrzeuge oder Ähnliches können im Wettbewerb stehen, niemals aber das Schienennetz, das Straßennetz oder das Stromnetz.

Leider wird die Marktwirtschaft gerne von Freunden des Kampfes als gnadenloser Konkurrenzkampf dargestellt, und daraus wird abgeleitet, daß Kampf und Gegensatz das wichtigste Grundprinzip der modernen Industriegesellschaft ist. Ist es aber nicht.

Warum scheitern gerade in neuester Zeit soviel Großprojekte in Deutschland, die nur noch mit Mühe und den zehnfachen Kosten zum Abschluss gebracht werden können? Sie scheitern unter anderem auch, weil man die Zusammenarbeit verlernt hat.

Durch die breite Einbeziehung der Bevölkerung in größere Projekte war es früher nicht möglich, Projekte durch Fehlinformationen zu stören, da es zu viele Menschen gab, die Bescheid wussten. Heute geht das wunderbar mit den wenigen Beteiligten. Ausufernde Regelungen zum Umweltschutz, die teilweise jeder Wirkung entbehren, kommen hinzu.

Man kann die Vergangenheit nicht schönreden, auch in der Geschichte musste immer ein Interessenausgleich für alle Partner gefunden werden, für Lokale und übergeordnete Behörden, Bevölkerung, Industrie und Infrastruktur. Das Grundprinzip blieb immer noch gültig: Spezialisten brachten sich in die Industriegesellschaft ein, es herrschte hauptsächlich Sacharbeit, Vertrauen und Interessenausgleich.

Auf dem Höhepunkt der letzten industriellen Periode in Deutschland war schließlich auch das Geld vorhanden, um den Umweltschutz voranzubringen. Luft- und Gewässerqualität wurden nun dramatisch verbessert.

Hier kommt nun wieder der Kampf ins Spiel. Die professionellen Schützerverbände verbuchten diese Erfolge bei Luft und Wasser ihrem Kampf – und nicht einem gesellschaftlichen Konsens. Zu diesem Zeitpunkt war das vielen egal, verständlicherweise, es gab Erfolge, und nur das zählte. So ließ man den Grünen ihre falschen Kausalketten durchgehen. Die Allgemeinheit hatte nicht verstanden, mit wem man es hier zu tun hatte, und nicht worum es ging. Die Grünen wollten damals nichts weiter als Macht, und mit ihrem ersten kleinen Betrug hatten sie gemerkt, daß die Gegenwehr bei dieser kleinen Umdeutung gering war, denn die Öffentlichkeit setzte noch auf Kooperation. Ein solcher Geist herrschte unausgesprochen bei allen Partnerschaften, und wenn dieser Geist nicht herrschen konnte, so kam auch meistens nichts zustande.

Eindringen

Die grünen Kämpfer lernten, daß sie einem wehrlosen Staatsapparat gegenüberstanden. Der war durch einen verlorenen Krieg weichgespült, und wollte nichts falsch machen. Also in kleinen Schritten zur Macht. Nichts war leichter, als die Machtspiele weiter zu treiben und sich im inneren dieses Apparates bequem einzurichten. Durch Ausnutzung von Schutzthemen und der Empfänglichkeit der Menschen dafür brachte man sich immer wieder positiv ins Gespräch, und schon das genügte.  Dem Willen der grünen Aktivisten zur Macht konnte der Beamtenapparat nichts entgegensetzen, er blieb loyal und diszipliniert.

Sacharbeit lahmlegen

Grün wurde gewählt, da sie sich als die Retter der Natur aufspielten. Das waren sie auch einmal, wenigstens wollten Sie das sein. Irgendwann waren Grüne auf Ministerposten angekommen.

Damit war dann der Grabenkrieg in den meisten Ministerien eröffnet, die einen politisch generierten Chef bekamen. Parteifreunde müssen auch bedacht werden, was liegt näher als seine Freunde dann in der nächsten Führungsebene einzuschleusen. Facharbeit wollten die politischen Nummern nicht machen, so blieb meistens die personelle Basis unten verschont. Die Tagesarbeit wurde nach wie vor erledigt.  Eine solche Verwaltung erledigt das mit Mühe, kann aber strukturelle Probleme nicht mehr erkennen und sich der wandelnden Wirklichkeit nicht mehr anpassen.  An echten Problemen ist ein solcher Apparat nicht interessiert und beschäftigt sich irgendwann nur noch mit sich selbst.

Restarbeit auslagern

Bei der Frage, wer genau jetzt die Sacharbeit leistet, kommen wir in Deutschland zu weiteren überraschenden Erkenntnissen. Der Staat hat unter anderem die Aufgabe, die technische Sicherheit zu gewährleisten, die sich aus den Risiken der Infrastruktur ergeben. Ein typisches Beispiel ist die Prüfung von Dampfkesseln in Kraftwerken. Das macht in Deutschland aber keine Behörde, sondern ein Verein, der TÜV.  Wie wird diese etwas seltsam anmutende Verschiebung von wichtigen und verantwortungsvollen Aufgaben in Vereine erklärt? So:

„Der Staat ist dafür verantwortlich, daß es passiert, und solange solche Vereine die Prüfarbeit machen, ist das OK.“

– Staunen.

Aber ein Mitarbeiter eines technischen Überwachungsvereins kann lediglich feststellen, ob eine technische Einrichtung den geltenden Regeln entspricht oder nicht. Er hat keinerlei gesetzgebende Befugnis, und ist auch nicht verpflichtet, den staatlichen Stellen mitzuteilen, wo der Hase im Pfeffer liegt. Wie stellt man sich also vor, dass die gesetzlichen Vorschriften entwickelt und angepasst werden, so daß sie dem Entwicklungsstand in der Industrie entsprechen?

Das stellt man sich in diesem Szenario, wo man als Behörde erfolgreich Sacharbeit abgewimmelt hat, überhaupt nicht vor, und damit stellt sich der Staat in technischen Fragen selbst ins Abseits.  Die entsprechenden Ämter und Behörden können sich weiter um sich selbst kümmern.

Bürokratie schaffen

Ein weiterer Sargnagel für die Industrie wird geschmiedet. Die von der Wirklichkeit abgekoppelten Behörden erschaffen dennoch neue gesetzliche Vorgaben. Die haben meistens mit technischer Sicherheit nicht viel am Hut, dafür fehlt ihnen die Kompetenz. Deshalb werden immer mehr Vorschriften zum Umweltschutz erfunden, das entspricht auch den Ambitionen der Leitung wichtiger Behörden politisch ganz gut. Niemand dieser Schutzbeauftragten muss nachweisen, daß sein Schutzgut tatsächlich schutzbedürftig ist, nein, schon die Nennung des Zauberwortes „Umweltschutz“ macht ihr Vorhaben unangreifbar.

Die politisch gekaperten Behörden sind skatmäßig gesprochen einfach in der Vorhand, und nutzen das schamlos aus. Die Industrie wird genötigt, für immer kleinere Veränderungen Anträge zu stellen, und bekommt eine kleinliche Bürokratie übergestülpt. Nicht dass diese Anträge pünktlich und sachgerecht abgearbeitet werden, dazu reicht der Horizont der Behörde nicht aus. Innovationen werden so abgewürgt, und die Infrastruktur muss auf wichtige Neuerungen flächendeckend verzichten. Überall stapelt sich Papier, und nichts wird besser.

Technologien selektieren

Es könnte natürlich sein, daß irgendjemand einmal laut ausspricht, was hier geschehen ist. Die fachliche Inkompetenz der politisch verwahrlosten Behörde könnte zutage treten.  Auch an diesen Angriff haben die Machtmenschen längst gedacht, und Vorsorge getroffen.  Wenn eine nicht zu Ende geführte Baustelle erkannt und kritisiert wird, macht man einfach das nächste Fass auf.

Die nächste Waffe ist die Indexliste von technischen Lösungen, die man nun glatt ablehnt. Institute, die „plötzlich“ Gefährdungspotentiale entdecken, finden sich. Da der Weg in die Inkompetenz nicht zu stoppen ist, wird die Indexliste immer länger.

Kernkraftwerke, Kohlekraftwerke, Gentechnik, Tierzucht, Chemikalien etc. Die Vorlagen dazu schreiben die Kämpfer in den NGOs außerhalb.

Technologien kriminalisieren

Obwohl man die genannten Industrien eigentlich benötigt, weil sonst die Versorgung zusammenbricht, wird diese Liste täglich länger. Niemand wirft die geballte Inkompetenz aus den Behörden heraus.  Das hat die Invasoren ermutigt, nun die nächste Eskalationsstufe zu zünden: die Verkündung der Klima Katastrophe und zu ihrer Abwendung den Beschluss der De-Karbonisierung mithilfe einer Energiewende.  Für Verkündungen braucht man aber Partner.

Hier treten nun die Medien auf den Plan, denn um ganze Industriezweige zu kriminalisieren, wird eine leistungsfähige Propagandamaschine benötigt. Es stehen genügend Journalisten bereit, die in Verbänden von Berufsschützern erzogen worden sind, und niemals eine Kilowattstunde Energie erzeugt oder ein vernünftiges Produkt zusammengeschraubt haben, außer vielleicht ein Billy-Regal.

Sie posaunen die Klimakatastrophe in die Leserschaft hinaus:  Eine gefährliche, immer schneller werdende Erwärmung durch das von Kraftwerken und Verbrennungsmotoren freigesetzte Kohlendioxid, welches ewig lange in der Atmosphäre verweilt. Immer schnellerer Anstieg des Meeresspiegels. Hitzewellen. Kein Schnee mehr in Mitteleuropa. Mehr Wirbelstürme. Immer höhere Schäden durch Wetterereignisse.  Nur das letzte ist richtig, Versicherungen zahlen mehr aus, aber nicht, weil das Wetter verrücktspielt, sondern weil es einfach mehr versicherte Häuser und Sachwerte gibt.  Alles davor Genannte ist falsch. Das Klima ändert sich über lange Zeit, aber niemals gefährlich schnell.

Schuld an der herbeigeredeten Katastrophe sind angeblich die Ölmultis und die Energieriesen. Böse Unternehmen, die nur wegen ihres Profites die Welt zerstören. Daß diese Unternehmen uns jeden Tag mit Energie und Material versorgen, interessiert die Schreiberlinge nicht. Die in die Ministerien eingedrungenen Invasoren spielen sich die Bälle mit den NGO zu, und sichern diesen die Finanzen. Damit wird Bürgernähe simuliert. Die NGOs gehen zu professionellen Methoden beim Geldsammeln über, wie man neuerdings an ihren Bettelplakaten in der Öffentlichkeit leicht erkennen kann.

Die grün angehauchten Journalisten reden von Fossilien und Dinosauriern, wenn sie Energieversorger meinen, und niemand stellt sich vor die Kraftwerke und ihre Personale, um sie gegen diese unhaltbaren Vorwürfe zu verteidigen. Energieversorger, die in kommunalem Besitz sind, und deren Anteile, die nicht selten die Altersvorsorge von Malochern im Ruhrgebiet darstellen, werden öffentlich als kriminell dargestellt, und Ihre Kraftwerke nach Gusto der Regierung abgestellt. Investitionsschutz? Fehlanzeige. Schutz der öffentlichen Infrastruktur? Wozu, klappt doch alles noch.

Niemand schreitet ein oder mahnt zur Besonnenheit, wenn ganze Industriezweige und Sparten der Infrastruktur plötzlich öffentlich kriminell geredet werden.  Eine unglaubliche Arroganz der Medien und Machthaber. Die haben keine Zeit für solchen Kleinkram, und retten die Banken Griechenland, die Welt und das Klima. Kompletter Realitätsverlust. Im Parlament auf die Ölmultis schimpfen, und dann schnell noch tanken fahren.

Die Logik der Macht

Und was tut die Industrie? Sie kuscht immer wieder und geht in Deckung, sie heulen mit den Grünen mit und lassen ihre Werbeagentur grüne Streifen in die Prospekte malen. Kein Schimmer von Gegenwehr. Aber das Prinzip Hoffnung greift hier nicht. Ist eine Unternehmenssparte kaputt, muss die Show weitergehen, also sind die nächsten dran. Regierung und Parlament sind unübersehbar vom grünen Wahn befallen, sonst wäre das unmöglich.

Warum tun sie das, fragt man sich, langsam müsste ihnen ihr Zerstörungswerk doch dämmern.  Die Antwort ist simpel: weil sie die Funktion des Ganzen ohnehin nie verstanden haben, und außerdem nichts anderes können. Ihr ganzer Ideenreichtum wird gebraucht, sich um sich selbst und die Rechte von Randgruppen zu kümmern. Die normale Sacharbeit ist wäre ja langweilig und bringt keine Schlagzeilen.  Kritik wird durch Diffamierung der Kritiker beantwortet.  Der Grips der Abgeordneten reicht gerade noch, und um sich noch weitere Gängelungen für die Industrie auszudenken.  Wichtige Vertragswerke werden ohnehin von Anwaltskanzleien vorbereitet.

Hört man die Kanzlerin zu Erwachsenen reden wie zu Vorschulkindern, weiß man um die geistige Beschaffenheit der Regierung. Dass auch der Schutz der Bürger und der Infrastruktur zur Aufgabe der Regierung gehört, weiß in Berlin keiner mehr. Daß Ruhe und Ordnung Voraussetzungen sind für eine Gesellschaft mit hochentwickelter Infrastruktur, wird durch den Justizminister ad absurdum geführt. Der ruft öffentlich zum Kampf gegen 1/3 des politischen Spektrums auf!

Letztendes ist es unsere eigene Schuld. Lange hat man die Parteien machen lassen, und keiner hat sich die zahlreichen Kritiken der Fachverbände richtig angesehen. Der Masterplan Verkehr, eine Lachnummer. Trotz Wirtschaftsflaute großflächige Staus. Mit dem Zerbröseln der Infrastruktur merken wir, dass die Kannibalisierung Deutschlands in die vorletzte Runde geht.  Niemand ist sicher, ob er das nächste Ziel wird. Wir müssen uns leider schnell einen neuen Politikanbieter suchen, ehe uns die Rettungsmafia in ihrem Machtrausch filetiert hat. Dieser Anbieter sollte etwas davon verstehen, wie hochentwickelte Gesellschaften funktionieren. Wie, wurde am Anfang des Artikels schon erklärt.

Durch vertrauensvolle ZUSAMMENARBEIT.




Warum findet die Klimapolitik so viele Unterstützer? Ist sie eine Umverteilungsstrategie?

Schlechte Zeiten erzeugen starke Männer, starke Männer erzeugen gute Zeiten, gute Zeiten erzeugen schwache Männer, schwache Männer erzeugen schlechte Zeiten“ – Der Sinnspruch geht seit einigen Monaten in den sozialen Medien herum. Ist die Zyklik ein Naturgesetz? Welchen Hintergrund haben die einzelnen Phasen, welche Strategien stehen dahinter? Kann man dem Zyklus entkommen? Der Autor und Youtuber Philipp Anton Mende analysiert anhand biologischer und historischer Theorien.

Lieber Herr Mende,

Sie sind ja Sozialismus-Kritiker. Sehen Sie die Klimapolitik, die ja eher physikalisch argumentiert, als sozialistische Strategie?

Ja. Sozialismus (und als Ableger davon auch die gegenwärtige Demokratie in Deutschland) ist ein System des Machterhalts, basierend auf Umverteilung, finanziert durch Besteuerung und Verschuldung. Am ehrlichsten wäre es für Sozialisten, geradeheraus zu sagen: „Wir wollen mehr Geld von euch für die Umsetzung unserer Gesellschaftsklempner-Phantasien.“ Da hierbei allerdings das Risiko höher läge, Unverständnis in den Reihen der Steuerzahler hervorzurufen, bedurfte es schon immer einer wie auch immer gearteten, exorbitanten „Gefahr“, welche das Wohlergehen oder sogar das Leben der Untertanen angeblich unmittelbar bedrohe. Menschen lassen sich bereitwillig(er) enteignen, sofern sie Angst haben. Die Mechanismen, die Gustave Le Bon bereits 1895 so treffend in seinem Werk „Psychologie der Massen“ beschrieb, greifen dabei nach wie vor.

Klassenfeind“, „Rassenfeind“ – allesamt Kopfgeburten sozialistischer Panikverbreitung. Auch etwas wie der katholische Ablaßhandel wäre ohne Angst und irrationaler Schreckensszenarien nicht möglich gewesen. Die aktuelle Klima- und CO2-Politik ist meines Erachtens nichts anderes als eine postmodernistische Version des mittelalterlichen Ablaßhandels, getreu dem Tetzel’schen Motto:

Sobald der Carbon Credit im Becken klingt, im huy die Seel im Himmel springt.“

Dabei wurde ursprüngliches Schulwissen um den lebensnotwendigen Nutzen von CO2 auf fast schon diabolische Weise ins Gegenteil verkehrt, um vor allem junge Menschen in einem Klima der permanenten Bedrohung, Katastrophe und Angst gefangen zu halten und für ihre zukünftigen „Abgaben“ einzustimmen, ohne nennenswerten Widerstand befürchten zu müssen.

In Ihrem neuen Buch „Widerstand. Warum zwischen linker und rechter Politik eine Schlacht der Gene wütet“ zeigen Sie, daß wohlhabender werdende Gesellschaften allmählich im Schnitt eher linke Ansichten in den Zeitgeist übernehmen, wohingegen arme eher rechts sind. Ist das nicht paradox? Arme Menschen dürften doch an Umverteilung und Hilfe von anderen interessiert sein, also an sozialistischen Ideen.

Vorsicht, hier muß man aufpassen. Ich würde nicht sagen, daß arme Menschen grundsätzlich „eher rechts“ sind. Eine wichtige Frage lautet dabei: Sind sie arm, weil sie arbeitslos sind oder weil sie eher bodenständigen, doch nicht allzu gut bezahlten Erwerbstätigkeiten nachgehen? Letztere neigen zwar dazu, „eher rechts“ zu sein, aber nicht so sehr an Umverteilung interessiert zu sein, da „Rechte“ im Allgemeinen weniger Probleme mit einer natürlichen Ungleichheit haben sowie eher dazu neigen, die Ärmel hochzukrempeln und in den Wettbewerb mit anderen zu treten. Auf der anderen Seite werden tendenziell eher linke, arme Leute vor Wettbewerb und Konkurrenz zurückschrecken und allerlei Gründe ins Feld führen, warum man stattdessen beispielsweise „die Reichen“ stärker besteuern sollte.

Das Phänomen, wonach wohlhabendere Gesellschaften dazu neigen, schrittweise „linke Ansichten“ zu übernehmen, scheint nur auf den ersten Blick paradox. Die biologische r/K-Selektionstheorie bietet einen wissenschaftlichen Ansatz, viele, wenn nicht gar die meisten politisch konnotierten Verhaltensweisen unter Menschen und Tieren (besser) nachvollziehen beziehungsweise verstehen zu können. Sie erlaubt uns, sowohl zivilisatorische als auch kulturelle Entwicklungen – Krieg, Frieden, politisches Gebaren etc. – vor dem Hintergrund natürlich entstandener Fortpflanzungs- beziehungsweise Reproduktionsstrategien zu begreifen, genauer: sie aus einer biologischen, hormonellen, epigenetischen und genetischen Perspektive nachzuvollziehen, die das Potenzial in sich trägt, Gesellschaftsentwicklungen auf völlig neue Art und Weise verstehen zu können.

Eine Gesellschaft wird grundsätzlich nur dann wohlhabend, wenn typische K-selektierte Verhaltensweisen greifen (dürfen), die im Allgemeinen eher dem „rechten“, also „konservativen“ Spektrum zugeordnet werden, z.B. der Glaube an die Sinnhaftigkeit eines relativ freien und vom Staat nicht verzerrten Wettbewerbs, Konkurrenzdenken, stabile Familien mit zwei Elternteilen, die viel Aufwand beim Aufziehen des Nachwuchses betreiben, eine relativ spät einsetzende Sexualität und einiges mehr. (Eine ausführlichere Einführung gibt es hier.)

Nun neigen Gesellschaften jedoch dazu, ab einem bestimmten Grad der „Sättigung“ bzw. einem bestimmten Level an Wohlstand fauler und auch großzügiger zu werden und im Zuge dessen mehr und mehr Organismen anzuziehen, die diesen Wohlstand lediglich konsumieren (wollen). Ich muß dabei oft an den Spruch denken, wonach sich der Esel aufs Glatteis begibt, wenn es ihm „zu gut“ geht. Wohlstand bedeutet vereinfacht gesagt, dass ausreichend Ressourcen geschaffen wurden. Es kann dann der trügerische Eindruck entstehen, dass ein „Überschuß“ an Ressourcen der natürliche Ist- und Dauerzustand sei, weshalb es „kalt“ und „irrational“ sei, diese irgendwem vorzuenthalten. Eine Kapazitätsgrenze existiere nicht. So argumentieren tendenziell „Linke“.

Das ist auch der Grund, warum sich (r-selektierte) linke Politiker zum vermeintlichen Helfer „des kleinen Mannes“ aufschwingen, was nicht sonderlich schwer ist, wenn es letztlich lediglich bedeutet, fremde „Überfluß-Ressourcen“ umzuverteilen. Interessanterweise wurde bewiesen, dass Linke“ weniger wohltätig sind, aber höhere Steuern für andere fordern, um vermeintlich mitfühlenden und hehren Zwecken zu dienen. In der Tat ist der Umstand, daß „Rechte“ wesentlich mehr Geld für wohltätige Zwecke spenden, gut dokumentiert, was sich unter anderem logisch aus der Tatsache ableiten lässt, dass für sie soziale Unterstützung und Wohlfahrt unabhängig von der Regierung erfolgen beziehungsweise nicht untrennbar mit Staatsinterventionismus verbunden sind.

Schlechte Zeiten erzeugen starke Männer, starke Männer erzeugen gute Zeiten….“

Wenn Armut rechts macht, rechte Überzeugungen (zum Beispiel Kapitalismus) Wohlstand erzeugen, Wohlstand zu linken Überzeugungen führen, die in der sozialistischen Ausprägung zu Armut führen – sind wir in einem ewigen Teufelskreis gefangen, und man kann einfach nur froh sein, wenn die eigene Lebenszeit in eine Aufwärtsphase fällt? Oder gibt es Ansatzpunkte für die Vermeidung kollektivistischer Verwirrungen, die eine Gesellschaft verarmen lassen?

Es ist in der Tat so, dass sich bei genauem Hinsehen immer wieder dieselben Aufwärts- und Abwärtsspiralen im Westen erkennen lassen, die bisher nicht durchbrochen werden konnten.

Zwei amerikanische Autoren vergleichen vier menschliche Generationen mit den vier Jahreszeiten und sprechen in diesem Zusammenhang von „Drehungen“, was bedeutet, dass sich nach jeder „Jahreszeit“ (ca. alle 20 Jahre) eine mehr oder weniger einschneidende, generationenbedingte Veränderung ergibt, die immer wieder zu denselben Hochs, Tiefs und Übergangsstufen führ(t)en. (Hier gehe ich genauer darauf ein.)

Dieser Zyklus deckt sich meines Erachtens gut mit den evolutionspsychologischen Erkenntnissen, wie ich sie in „Widerstand“ beschreibe. Es gibt die Theorie, wonach schwache Männer harte Zeiten schaffen, diese harten Zeiten daraufhin starke Männer hervorbringen, welche wiederum gute Zeiten schaffen. Die guten Zeiten schaffen schließlich wieder schwache Männer usw. Demnach befinden wir uns gegenwärtig (noch) in der vierten Drehung, d.h. im „Winter“ oder der Krise, die in etwa noch bis 2025 anhalten könnte.

Wenn man die oben kurz und im Buch lang beschriebenen, evolutionspsychologischen Ansätze akzeptiert (selbstverständlich nicht als alleinigen Faktor), ergibt sich in der Gesamtschau ein meines Erachtens ziemlich schlüssiges und nachvollziehbares Bild, warum wir gegenwärtig erleben, was wir erleben. Selbst wenn man am Großen und Ganzen vielleicht nicht allzu viel verändern mag – man bedenke beispielsweise nur, seit wie vielen Generationen schlaue Köpfe weitestgehend ungehört vor den Gefahren sozialistischer Planwirtschaft und Gesellschaftsklempnerei warnen –, kann man sich jedoch zumindest so gut es geht wappnen, beispielsweise durch den Ausbau persönlicher Beziehungen, Diversifikation etc.

Würden Sie sich als Rechtslibertären bezeichnen?

Das ist eine gute Frage. Zunächst einmal bin ich kein Gegner (mehr) von Begrifflichkeiten wie „libertär“, „rechts“ oder „links“, da sie letztlich nur die Kommunikation vereinfachen (sollen). So wie wir Vornamen haben, um die Kommunikation zu vereinfachen, koppeln wir auch bestimmte (politische) Positionen oder Verhaltensweise an Begriffe. Wichtig ist es, klar zu definieren, was man unter diesen versteht. „Rechts“ und „links“ verstehe ich nicht in dem Sinne, grundsätzlich ein aktuell vorherrschendes politisches System erhalten (konservieren), reformieren oder abschaffen zu wollen, sondern – am Beispiel „rechts“ – traditionelle Normen und Werte, die sich über Jahrhunderte bewährt haben, z.B. starke Familien, ein größeres Maß an individueller Freiheit etc.
Auf den ersten Blick wirkt die Bezeichnung „rechtslibertär“ erst einmal widersprüchlich, da „rechts“ eine politische Philosophie repräsentiert, welche die Notwendigkeit eines staatlichen Gewaltmonopols postuliert, wenn auch nicht im selben Ausmaß wie „linke“ Philosophie. In Teilen des libertären Spektrums, dem ich grundsätzlich zustimme, ist dem nicht so. Von daher handelt es sich bei dem Begriff an und für sich um einen Widerspruch. Nun ist es aber so, dass es eine – wie ich in „Widerstand“ aufzuzeigen versuche – evolutionspsychologisch gewachsene Realität fernab von libertärem Wunschdenken gibt, auch wenn letzteres auf noch so viel Logik und Vernunft basieren mag. Viele Libertäre – so auch ich für lange Zeit – unterschätzen den Einfluss biologischer Prozesse und evolutionär über Jahrhunderte gewachsener Entwicklungskapazitäten und wundern sich dann jahrzehntelang, warum die meisten Menschen um sie herum einfach nicht begreifen „wollen“, dass kein Zweck Zwang und Gewalt heiligt.

Sehr viele Menschen sehen heute beim Begriff „rechts“ sogleich imaginäre Nazi-Aufmärsche vor dem geistigen Auge sowie Panzer durchs Bild rollen, allesamt voll von Fremdenhass etc. Ein Grund hierfür ist meines Erachtens der, da es dem sich in den vergangenen Jahrzehnten stetig gewachsenen „linken“ Spektrum gelungen ist (und zwingenderweise ein Bedürfnis sein muss), nach dem 2. Weltkrieg sukzessive alles „Rechte“ in die Nazi-Ecke zu schieben. Da nützt es auch wenig, wenn man darauf hinweist, dass sich tatsächliche Nationalsozialisten als „links“ bezeichneten (z.B. Goebbels und Eichmann) bzw. – meines Wissens – nicht eine zeitgenössische Quelle während des Hitler-Regimes eben dieses als „rechts“ bezeichnete.

In meinem Buch versuche ich, die Begriffe „rechts“ und „links“ vor einem natürlich gewachsenen, evolutionspsychologischen Hintergrund zu erklären, was sich unter anderem darin äußert, dass sich Politik (im Westen) im Wesentlichen immer wieder um dieselben Kernthemen dreht und dabei im Großen und Ganzen immer wieder dieselben, gegensätzlichen und unvereinbaren Positionen aufeinanderprallen. Bei diesen Positionen spielen nach meinem Verständnis Dinge wie Erziehung, Bildung gewiss eine Rolle, allerdings eine geringere als weithin angenommen.

Um die eingangs gestellte Frage abschließend zu beantworten: Wenn Libertarismus so etwas wie den philosophischen „Leitstern“ verkörpert und die politisch „Rechte“ – realistisch betrachtet – das Maximum unter den gegebenen Umständen darstellt, dann kann ich damit leben, so bezeichnet zu werden.

Widerstand – Warum zwischen linker und rechter Politik eine Schlacht der Gene wütet

Philipp Anton Mende – Geschosse wider den Einheitsbrei




Der Plan der EU „Der Green Deal“ – was ist davon zu halten?

von Michael Limburg

Heute tagte der Ausschuss für Europaangelegenheiten und Entwicklungspolitik des Brandenburger Landtages  zum Thema „Green Deal der EU Kommission“. Man wollte ein Fachgespräch mit Experten führen, zu dem auch ich eingeladen war. Zusätzlich zu mir gab es fünf weitere Redner.

Die zeigten sich fast ohne Ausnahme vom Green Deal begeistert. Und unisono stellten alle und ganz selbstverständlich fest, es brauche für jeden Teil des umfangreichen Planes sehr, sehr hohe Subventionen. Und trotzdem sei es für viele eine Win-Win-Win Situation. Doch woher die Subventionen kommen sollen, sagte niemand. 

Anschließend an jeweils drei der Statements gab es eine Diskussion. Auch zu meinem. Deren einziger Bezug zu meinen Vortrag waren, dass man nur Angriffe gegen meine Person, auf meine und EIKEs Qualifikation fuhr, oder EIKE sei ja nur ein eingetragener Verein und im übrigen nichtwissenschaftlich unterwegs. usw. usw.
Sonst kam nichts.
Die Angriffe kamen von zwei Abgeordneten. (Dem Grünen Herrn Heiner Klemp und von der SPD, einem Herrn Johannes Funke). Ich verwahrte mich dagegen und sagte, dass dies die übliche Masche von denen sei, die, wenn sie der Botschaft nichts entgegen zu setzen hätten, stattdessen den Botschafter angreifen, um ihn und sein Umfeld als unglaubwürdig darzustellen. Da war zunächst Stille.  Danach ging ich auf Struktur von EIKE ein, dem PIK, ebenfalls ein Verein, unseren wissenschaftlichen Publikationen, ebenso wie unsere Unabhängigkeit, weil vollständig privat finanziert. 
Es fiel auf, dass sich niemand mit meinen Zahlen beschäftigen wollte, sie gar aufgreifen, diskutieren, oder sich zu meinen Fakten äußern. Sie auch nur im Ansatz widerlegen wollen. Nur Redner Prof. Raimund Schwarze vom Helmholtz-Zentrum hat mich teilweise indirekt bestätigt. Seine Aussage sinngemäß:
„Wir haben die bisherigen Ziele nicht erreicht,  die zukünftigen sind aber noch ambitionierter.“
Wie wir die erreichen, ließ er aber aus. Nur dass wir eben besser werden müssen.
Und Rednerin Nr. 1 eine Frau Stefanie Hiesinger, Mitglied des Kabinetts des Exekutiv-Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Frans Timmermans schrieb hinterher im Chat, das China bis 2060 immerhin versprochen hätte Klimaneutralität zu erreichen.
Wer das glaubt ist sicher für ein hohes Amt in der EU geeignet, vielleicht könnte er zuvor bei Heiko Maaß in die Lehre gehen.

Hier mein Statement im Wortlaut

„Der Green Deal der EU, 2019 verkündet, wird jetzt Zug um Zug von der Kommission und dem EU-Parlament umgesetzt. Er sieht die „Treibhausgas-Neutralität“ bis 2050 für die gesamte EU vor[1]. Man hat zudem als Sonderziel, den Plan „Fit for 55“ verkündet, der bis 2030 eine Reduktion der EU-Treibhaugas-Emissionen um 55 % (1990) vorsieht. Derzeit (2019) liegt die EU bei knapp 26 %.[2]

Salopp könnte man also sagen: Da ist noch viel Luft nach oben! Doch jeder Ökonom kennt die alte Gärtnererfahrung:

Die tiefhängenden Früchte ernten sich am leichtesten. Je höher die Früchte je schwieriger und damit teurer wird es.

Und diesen Zustand hatte Deutschland und die EU bereits im Jahr 2000 erreicht. Die tiefst hängenden Co2 Früchte waren abgeerntet. Da lag die EU bei nur 3,6 Gt und heute, viele Hunderte Milliarden € und tausende von Knebelgesetzen, Klimamanagern, Klimanotständen – und was haste nicht gesehen- später – liegt sie gerade mal bei 2,92 Gt. Sie schaffte also in 20 Jahren nur mickrige 680 Mio t weniger, oder minimale 34 Millionen Tonnen pro Jahr.

Mit dem „fit for 55 Plan“ soll das jetzt in nur neun Jahren um knapp 30 Prozentpunkte gesteigert werden. Das Ziel lautet also per 2030 nur noch knapp 2,2 Gt zu emittieren. Das wären jedes Jahr 80 Millionen t weniger, also fast das 2,4 fache des bisherigen Tempos.

Denken wir wieder an den Gärtner: die tiefhängenden Früchte haben wir längst gegessen, sie liegen uns schon jetzt wegen der extremen Kosten bleischwer im Magen. Wer denkt da nicht an die eine Kugel Eis im Monat, die uns, d.h. jede Familie lt. dem Grünen Jürgen Trittin, die „Erneuerbaren“ kosten sollte. Inzwischen haben wir weltweit die höchsten Strompreise, und es wird alles getan, damit die Energiekosten immer weiter steigen.

Und jetzt soll das Tempo nochmals mehr als verdoppelt werden.
Es bedarf der EU und ihrer Eliten, sich das nicht nur auszudenken, sondern auch noch für realistisch zu halten.

Sie wissen aber auch, dass das nur mit massivem Zwang funktioniert.

Doch was macht der Rest der Welt? In der gleichen Zeit erhöhte China seine Emissionen um den Faktor 3 auf jetzt 10,17 Gt p.a. Asien insgesamt immerhin um den Faktor 2,25 auf jetzt rd. 20 Gt. Die Welt um über 40 % auf jetzt rd. 35,22 Gt.

Und das geht munter so weiter, und ist nach der Pariser Klimaübereinkunft auch ausdrücklich erlaubt[3].

Mit anderen Worten die gesamte CO2-Reduktionsstrategie der EU, voran Deutschlands, war für die Katz. Die mit extremen Kosten geschafften gerade mal 680 Mio. t Minderung wurden um den Faktor von knapp 30, in Worten „dreißig“, von Asien allein, überkompensiert.

Und der Grund dafür ist einleuchtend und aus meiner Sicht auch sehr nachvollziehbar. Die Bevölkerung Asiens, voran China, aber auch Südamerikas und auch Afrikas wollen raus aus der bitteren Armut, raus aus der Todesfalle, keine erschwingliche elektrische Energie z.B. zum Kochen zu haben und stattdessen, ihre noch immer kurze Lebenszeit und unproduktive Arbeitszeit zu verschwenden, um Holz- oft kilometerweit entfernt – fürs Kochen zu sammeln. Um dann am Rauch der Holzfeuer jämmerlich zu sterben.

Nach WHO Angaben sterben jährlich in Afrika allein 4,3 Millionen Menschen an den Rauchvergiftungen ihrer Holzkohlenfeuer, die sie fürs Kochen benötigen.

4,3 Millionen Menschen jährlich!

Und nochmals 500.000 Frauen sterben jährlich im Wochenbett, weil das elektrische Licht für die Geburtshilfe fehlt, so die WHO

Und nicht mal das Weltklima denkt daran, sich an die Hypothese vom CO2 als Haupt-Temperaturtreiber zu halten. Nach einem Spitzenwert im Jahr 1998, der allein einem sehr starken El Niño geschuldet war, versank die „Erderhitzung“ in einen erholsamen Schlaf. Der Trend sank auf Null, es gab keine Veränderung mehr bis Anfang 2016.

Diese Pause – Hiatus genannt – durfte eigentlich nicht sein, denn die Modelle sagten mindestens eine Erwärmung um 0,15 ° für diese Zeit voraus. Doch die Natur weigerte sich den falschen Modellen zu folgen. Das bereitete den „Wissenschaftlern“ des IPCC erhebliches Kopfzerbrechen.

Doch dann gab es 2016 wieder einen extrem starken El Niño. Und der hievte die globale Mitteltemperatur dann auf einen neuen Höchstwert, von 14,83 ° wie die WMO als „Schätzwert“ mitteilte.

Und schon war die Welt wieder in Ordnung. Die Medien waren voll davon, die medial- politische Panikmache konnte weiter gehen. Doch auch diese Meldung hatte einen Schönheitsfehler. Lag doch der neue Spitzenwert nun deutlich unter dem Startwert von 15° C, Der Wert bei dem die Welt noch in Ordnung sein sollte.

Also korrigierte man diesen still und heimlich um ein ganzes Grad nach unten.

 

14° waren nun das neue 15°. Mit einem Federstrich wurde die gesamte Erwärmung des letzten Jahrhunderts ausradiert. Das ist Klimawissenschaft à la IPCC.

Vom feinsten!

Doch auch nach 2016 machte Mutter Natur den Klimaforschern einen Strich durch die Rechnung. Wieder dachte die Temperatur nicht daran dem stetig steigendenden CO2-Gehalt und den drastischen Emissionssteigerungen zu folgen. Erneut gab es einen Stillstand, eine Pause. Und die währt bis heute. Schon mehr als 78 Monate.

Ein Bild, das Tisch enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Das alles ist bekannt.

Das alles weiß jeder, der es wissen will, und jeder der es wissen muss, kann es wissen.

Es gibt keinen erkennbaren Zusammenhang zwischen CO2 und Temperatur, nur falsche Modelle.

Und deswegen gibt es auch keinen Erfolg!

Und trotzdem wird so getan, als ob man mit dem Green Deal, der schlappe 600 Milliarden € nach EU- Planungen kosten darf, irgendetwas an den CO2-Emissionen dieser Welt und damit am Klima ändern würde.

Doch die Welt schert sich einen Deubel darum, was diese Leute in Brüssel und in den Regierungszentren weiter Teile der westlichen Welt, ihren Völkern erzählen. Und sie damit zwingen riesige Opfer zu bringen.

Und auch das weiß ein jeder, der sich nur ein wenig mit den Fakten des Klimas und den Ursachen seines Wandels beschäftigt hat. Es braucht nur wenige Minuten, um diese Fakten zu finden.

Doch nicht ohne Grund hat das IPCC, eine staatliche Behörde, den Beginn seiner Klimareihe auf das Ende der kleinen Eiszeit verlegt.

Einer fürchterlichen Kaltzeit, die immer wieder für großes Elend und schwere Hungersnöte mit hunderttausenden bis Millionen Toten[4] gesorgt hat.

Diese schlimmen Klima-Zeiten haben wir zum Glück hinter uns gelassen und erfreuen uns jetzt an einer milden Rück-Erwärmung von im Mittel einem Grad. Hätte das IPCC –wissenschaftlich korrekter – als Vergleichszeitraum die letzten 1000 Jahre genommen, dann würden wir uns aktuell ähnlich angenehmer Temperaturen wie vor 1000 Jahren erfreuen. Dem mittelalterlichen Klimaoptimum, wie es die sonst so nüchternen Klimatologen der Vergangenheit getauft haben. Ganz ohne CO2, ganz ohne den, in der Realität nicht auffindbaren Treibhauseffekt.

Doch dann gäbe keinen Grund zur Aufregung, keinen Grund zur Panik.

Aber genau das musste um jeden Preis verhindert werden. Angst ist der Schüssel, weil nur verängstigte Menschen zu Taten veranlasst werden können, die sie ohne Angst nicht tun würden. Das wusste schon Machiavelli und nach ihm so gelehrige Schüler, wie das IPCC und seinen Unterstützer.

Zurück zum Green Deal.

Papst Benedikt ermahnte vor zehn Jahren die Parlamentarier des Deutschen Bundestages sich bei ihrer Arbeit immer der Mahnung des großen Kirchenlehrers Augustinus bewusst zu sein: Sie lautet:

„Nimm das Recht weg – was ist dann ein Staat noch anderes als eine große Räuberbande?“

Und es ist leider nicht mehr zu leugnen, dass die Mehrheit der Abgeordneten, auch des EU-Parlamentes, und schon gar die Regierungen, sich nicht an diese Mahnung halten.

Wie auch die EU-Kommission. Ihr Green Deal ist allein darauf angelegt, sie zu stärken, und die Mitgliedsländer zu schwächen, um auf diese Weise die „große Transformation der Gesellschaft“ – Davos und Frau Merkel lassen grüßen- durchzuziehen. Dazu nimmt sie das Recht weg, indem sie es bricht. Unter anderem dadurch, dass sie sich einen großen Teil der benötigten Gelder als europäischen Kredit oder über europäische Steuern beschafft, also auf Pump oder per Zwang abgegriffen, und damit mächtiger wird.

Doch beides ist verboten! Aber wer zahlt, hat das Sagen!

Und indem sie ein „Klimaschutzgesetz“ auf den Weg bringt, womit die Souveränität der Einzelstaaten weiter beschnitten wird.

Und damit die Opfer zwingt, also die Bevölkerung der EU -Staaten, das alles zu bezahlen. Mit ihrem Steuer-Geld und dem Verlust jeder Menge Jobs.

Allein das Verbrennerverbot wird viele Hunderttausend Arbeitsplätze nur in dieser Industrie kosten, dito die gewollte Verteuerung der Energie. Sie kostete schon jetzt hunderttausende hochwertschöpfende Arbeitsplätze. Nicht die ewigen Zuschußjobs der sog. „Erneuerbaren“.

Und es werden bald Millionen sein.

Ich fasse zusammen:

Der „Green Deal“ ist eine unter falscher Flagge segelnde Veranstaltung der EU-Eliten, der die Bevölkerung dieser segensreichen Einrichtung unter die Knute einer Öko-Diktatur zwingen soll. Der „Umbau“ der Gesellschaft ist das erklärte Ziel, als Vorwand und Rechtfertigung dient der „Klimaschutz“, gewürzt und beschleunigt durch und mit der Corona-Panik.

Ganz kurz gesagt: Wer aus diesen Kreisen „Klimaschutz“ sagt, will betrügen![5]

Michael Limburg VP EIKE“

  1. Quelle https://ec.europa.eu/clima/policies/eu-climate-action/law_de
  2. Quelle: Umweltbundesamt https://www.umweltbundesamt.de/daten/klima/treibhausgas-emissionen-in-der-europaeischen-union#hauptverursacher
  3. Quelle „Our World in Data“ https://ourworldindata.org/grapher/annual-co2-emissions-per-country?tab=chart&time=1998..2016&country=CHN~USA~EU-27~IND~RUS~BRA~DEU~Asia~OWID_WRL
  4. Siehe auch Hungersnot in Irland mit 1 Mio Toten 1845-1849, oder auch von 1740-1741
  5. Siehe dazu auch:  Harold Lewis: „……. Die globale Erwärmung ist der größte und erfolgreichste pseudowissenschaftliche Betrug, den ich in meinem langen Leben als Physiker gesehen habe.“ – Harold Lewis: Austrittschreiben an die American Physical Society[6]
  6. Hier die Experten-Teilnehmer des Fachgespräches
    • –  Frau Stefanie Hiesinger, Mitglied des Kabinetts des Exekutiv-Vizepräsidenten der Europäi-schen Kommission Frans Timmermans
    • –  Herr Prof. Dr. Dr. Ortwin Renn, Direktor am Institut für Transformative Nachhaltigkeitsfor- schung e. V. (IASS e. V.)
    • –  Herr Dipl.-Ing. Michael Werner Limburg, Vizepräsident des Europäischen Instituts für Klima & Energie e. V. (EIKE e. V.)
    • –  Herr Prof. Dr. Reimund Schwarze, Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig, Profes- sor für Internationale Umweltökonomie an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt/Oder
    • –  Herr Timon Wehnert, Leiter Büro Berlin und Senior Researcher, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie
    • und noch eine Dame mit spanischem Namen, auch von der EU-Kommission