Stefan Rahmstorf und Svante Arrhenius – Ein interessantes Duo

Von Michael Limburg unter Verwendung von Texten von Dr. Bernd Fleischmann

Wie jeder hier weiß, ist Prof. Dr. Stefan Rahmstorf, der Held der Friday for Future Bewegung, ordentlicher Professor für Physik der Ozeane der Uni Potsdam, Leitautor des IPCC und seit 1996 Forscher am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK). Er ist Träger vieler Preise, hält div. Ehrenämter und was weiß ich noch alles, aber ist vor allem ein unermüdlicher, vor allem medialer Warner vor den Schrecken der kommenden Klimakatastrophe, und beruft sich dazu als großer Bewunderer auf Svante Arrhenius, dem schwedischen frühen Nobelpreisträger und Mitbegründer der Lehre vom (menschgemachten) Klimawandel dank CO2.

Gibt man die Suchbegriffe Rahmstorf + Arrhenius bei Google ein, so werden einem in nur 0,32 sec 16.800 Treffer angeboten. Und das ist auch korrekt, denn Rahmstorf lässt keine Gelegenheit aus, auf die profunden Ergebnisse des Svante Arrhenius zu verweisen, zuletzt selbst erlebt anlässlich eines Vortrages im Deutschen Bundestag im Oktober 2019[1]. Dabei schlägt er fast immer den vorwurfsvollen Unterton an, dass der fatale menschliche Einfluss auf das Weltklima – mittels seines klima- und naturschädigenden CO2 Ausstoßes – nunmehr seit über 100 Jahren bestens bekannt sei, die Physik dafür also so fest wie eine germanische Eiche (meine Worte) stünde, und trotzdem die Menschheit, oder Regierung, oder irgend ein wichtiges Gremium wie die UN, darunter macht er es nicht, immer noch zu wenig täte, um der mit Gewissheit kommenden Klimakatastrophe Einhalt zu gebieten.

Dazu benutzt er auch gern die folgende Grafik (bspw. hier), die zeigt, dass Arrhenius schon 1896 „errechnet“ hatte, dass eine Verdopplung des CO2 Gehaltes der Atmosphäre, eine Erwärmung von 4-6 Kelvin zur Folge hätte.

Ein Bild, das Text enthält. Automatisch generierte Beschreibung

Bild 1: Folie aus einem Vortrag von Stefan Rahmstorf „Die Klimakrise“ von 2013,

Und leitet daraus ab, dass es heute 3 ± 1 ° seien, (als „best estimate“ wie das IPCC diesen Wert nennt) wie er apodiktisch auf der Folie behauptet.

Was stört wird weggelassen

Dabei lässt er geflissentlich weg, dass seine Kollegen vom IPCC im selben Jahr 2013 entnervt festgestellt hatten (IPCC, 2013, p. 16[2]), wenn auch nur in einer vielfach überlesenen Fußnote 16, dass es ihnen unmöglich sei, einen „best estimate“ für diesen Wert anzugeben, weil sie sich nicht über dessen Größe hätten verständigen können. Stattdessen gaben sie dafür einen Bereich von 1,0 bis 6,0 Kelvin an. Also minimal 1 Kelvin bei Verdopplung bis zu maximal 6 Kelvin. Darunter und darüber sei es „very unlikely“.

Immerhin gelte aber die Aussage „likely“ mit „high confidence“ (was aber nicht mit einem wahrscheinlichkeitsmathematischem Vertrauensbereich verwechselt werden darf, sondern ausschließlich auf der Meinung sog. Experten beruht), dass der Wert also das „best estimate“ irgendwo zwischen 1,5 und 4,5 Kelvin läge. Wobei festzuhalten ist, dass 1 bis 2 Kelvin mehr in unabsehbarer Zukunft, keinerlei Gefahr bedeuten würden, während 4,5 bis 6 Kelvin schon einiges an Anpassung erforderte.

Summa summarum bedeutet diese, seit über 30 Jahren und vieler milliardenschwerer Forschung unveränderte Einschätzung nur, dass die vom IPCC zitierten Wissenschaftler keinerlei Fortschritte in dieser alles entscheidenden Frage gemacht haben. Alles entscheidend deswegen wenn man an das irrwitzige Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichtes denkt, dass sich, wenn auch indirekt, auf diese falsche Hausnummer beruft und sein Urteil mit dem „Restbudget“, aus dieser Zahl fälschlich abgeleitet, begründet.

Ähnlich großzügig bei der Weglassung unbequemer Ergebnisse verhält sich Rahmstorf auch beim über den grünen Klee loben des „herausragenden“ Wissenschaftlers Arrhenius, wenn er z.B. weglässt, dass dieser schon kurz nach Veröffentlichung seiner Idee von der Wirkung des CO2 auf die Temperatur, von prominenten Zeitgenossen wie z.B. Knut Ångstrom widerlegt wurde. Und das auch noch mehrfach und gründlich.

Dr. Bernd Fleischmann – Autor des vorzüglichen Werkes „Warum sich das Klima ändert – und eine Katastrophe ausbleibt – hat dazu einiges recherchiert. (Der Autor betreibt seine eigene Websseite „Klimawahrheiten.de„).

Ich erlaube mir daher seine Ergebnisse hier vorzustellen (ab Seite 13 der pdf Version).:

Zitat: „Arrhenius wandte dann seine falsche Theorie auf das „Treibhaus Erde“ an. Statt Fensterglas nahm er die „Treibhausgase“ Wasserdampf (H2O) und Kohlendioxid (CO2), welche die sichtbaren Sonnenstrahlen auf die Erde durchlassen, die von der Erde abgestrahlten Infrarotstrahlen aber teilweise absorbieren. Er bezog sich in seinen Arbeiten von 1896 und 1901 auf John Tyndall, der die Absorption der Wärmestrahlung der Erde durch das CO2 in der Atmosphäre gemessen hat. Manche bezweifeln das jedoch und sagen er hat mit seinem Messaufbau nur die Absorption durch Wasserdampf messen können. Dessen Ergebnisse, behauptete Arrhenius „stimmen sehr gut mit meinen Versuchen überein“, verschwieg dabei aber, dass er die Ergebnisse von Tyndall durch 3,6 dividiert hatte. So etwas nennt man Betrug! (http://www.kolumbus.fi/boris.winterhalter/PDF/ArrheniusCO2.pdf).

Abgesehen davon hat Arrhenius mit seinem Messaufbau die Absorption durch CO2 gar nicht messen können.

Er hat stattdessen die Absorption durch Wasserdampf gemessen (http://www.kolumbus.fi/boris.winterhalter/PDF/ArrheniusCO2.pdf). Dass Arrhenius völlig daneben lag, hat bereits sein schwedischer Zeitgenosse Knut Ångström (Erfinder des elektrisch kompensierten Pyrhelimeters, Sohn des berühmten Anders Jonas Ångström und wie dieser Professor der Physik und Astronom) nachgewiesen und in den „Annalen der Physik“ im Jahr 1900 publiziert (http://www.realclimate.org/images/Angstrom.pdf). Man wusste zu dieser Zeit bereits, dass die Absorptionsbanden von Kohlendioxid (man verwendete damals üblicherweise den Begriff Kohlensäure und nicht Kohlendioxid) sehr schmal sind. Einen der Fehler von Arrhenius beschreibt Ångström so (die Schreibweise entspricht dem Originaltext, die Hervorhebung ist von mir):

„… findet Hr. Arrhenius für die Kohlensäure eine Absorption, die über den grössten Teil des ultraroten Spectrums verbreitet ist. Dass unter diesen Umständen die Berechnung der quantitativen Werte der Absorption sehr fehlerhaft ausfallen muss, ist ziemlich klar.“ Mir ist das auch klar, vielen Klimaforschern offenbar deshalb nicht, weil Fakten keine Rolle spielen, solange eine Behauptung ins politische Konzept passt.

Ångström schreibt auch, dass sich an der Absorption durch Kohlendioxid in der Atmosphäre nicht viel ändert, wenn man die CO2-Menge auf 20 % des damaligen Wertes reduziert, was richtig ist. Arrhenius hat dagegen behauptet, „die Veränderungen in der Absorption würden colossal mit dem Kohlensäuregehalt variiren“ was natürlich falsch ist, wie fast alles, was von Arrhenius stammt.

Friedrich Paschen hat bereits 1894 nachgewiesen, dass eine 7 cm dünne Schicht Kohlendioxids die Strahlung in dessen Hauptband komplett absorbiert (https://tinyurl.com/ybqwu83z). Er hat entscheidend an der experimentellen Bestätigung des Strahlungsgesetzes von Max Planck mitgearbeitet und war einer der besten Physiker und Messtechniker seiner Zeit. Deshalb wurde er 1924 Präsident der Physikalisch-Technischen Reichsanstalt, der heutigen Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (https://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Paschen_(Physiker)). Die Arbeiten von Arrhenius zur Kohlendioxid- Absorption gerieten anschließend zu Recht in Vergessenheit. Dass sich heute kaum jemand an Knut Ångström und Paschen erinnert und Arrhenius dafür in aller Munde ist, finde ich sehr merkwürdig.

In Arrhenius Buch „Worlds in the Making” (https://archive.org/details/worldsinmakingev00arrhrich/page/42) steht auf Seite 42, dass es am Südpol mit durchschnittlich -10 °C um 10 °C wärmer sei als am Nordpol. Damit lag er um schlappe 40 °C daneben (die mittlere Temperatur am Südpol ist etwa -50 °C)! Soviel zu seinem Verständnis von der Erdatmosphäre.

Auf Seite 48 beschreibt er, wie er auf die Mitteltemperatur der Venus von 40 °C kommt. Tatsächlich sind es 464 °C! Bei der Mitteltemperatur für den Mars lag er „nur“ um 93 °C daneben. Ein echter Klimaexperte eben… Wie kommt jemand auf die Idee, anzunehmen, dass die von Arrhenius „berechneten“ 4 °C Temperaturerhöhung auf der Erde bei einer Verdoppelung des CO2-Gehalts der Atmosphäre auf physikalischen Zusammenhängen basieren (https://archive.org/details/worldsinmakingev00arrhrich/page/52)?

Allemal interessanter ist auf Seite 56 sein Zitat des polnischen Botanikers Godlewski, der bereits 1872 das Pflanzenwachstum bei unterschiedlichem CO2-Gehalt der Luft untersuchte und feststellte, dass es bei den von ihm untersuchten Pflanzen proportional mit dem CO2-Gehalt zunimmt. Mehr CO2 ist besser!

In seinem Aufsatz „On the Influence of Carbonic Acid in the Air upon the Temperature of the Ground” aus dem Jahr 1896 (https://tinyurl.com/y5h2vavg) geht Arrhenius am Ende auf mögliche Ursachen für das Auftreten von Eiszeiten ein und behauptet, dass diese durch einen Rückgang des CO2-Gehalts um 38 bis 45 % entstanden sind. Diese Theorie wurde bereits vor mehr als 100 Jahren widerlegt von Knut Ångström, Eva von Bahr, Emanuel Kayser und anderen (https://tinyurl.com/y3knmjj6).

Arrhenius nennt in seiner Arbeit auch die Theorie des schottischen Wissenschaftlers James Croll über die Exzentrizität der Erdbahn um die Sonne als Ursache für die Eiszeiten. Croll beschrieb 1864, dass die Exzentrizität dazu führt, dass in periodischen Abständen von zigtausend Jahren die Arktisregion weniger intensiv von der Sonne beschienen wird, die Schnee- und Eisflächen deshalb größer werden und dadurch mehr Sonnenstrahlung reflektiert wird, was die Abkühlung verstärkt. Arrhenius lehnte diese Theorie rundwegs ab. 1924 hat der serbische Ingenieur Milanković die Schwankungen der Exzentrizität und anderer Erdbahnparameter genauer berechnet und die Übereinstimmung mit den Eiszeitzyklen nachgewiesen. Arrhenius lag also auch hier falsch.

Arrhenius irrlichterte auch bezüglich Panspermie, Immunchemie und Astrophysik (mit falschen Theorien zu Kometen, Nordlichtern, der Sonnenkorona und Zodiakallichtern). Das findet man alles im englischen Wikipedia- Artikel über ihn (https://en.wikipedia.org/wiki/Svante_Arrhenius). Er war außerdem im Vorstand der Schwedischen Gesellschaft für Rassenhygiene, was interessanterweise nicht im deutschen Wikipedia-Artikel über ihn steht.“ Zitatende

…Das Arrhenius also – nach heutiger Einschätzung – ein ziemlich übler und dazu noch sehr aktiver Rassist war, würde ihm, wäre er „Klimaskeptiker“ gewesen, sofort das wissenschaftliche Genick brechen. Als „Klimaforscher“ auf der richtigen Seite ist das jedoch nicht so.

Fleischmann hat dazu noch mehr recherchiert und schreibt

Zitat: „Svante Arrhenius und Greta – ein Rassist, der chronisch dilettierte und seine Verwandte

Eines der schlimmsten Beispiele für fehlende Integrität “ist der „Vater aller Klimahysteriker“, Svante Arrhenius. Ich wiederhole teilweise aus Kapitel 4.4.: Arrhenius verschwieg, dass er die Ergebnisse von Tyndall durch 3,6 dividiert hatte um eine Übereinstimmung mit seinen eigenen Versuchen zu „beweisen“. So etwas nennt man Betrug! Es ist lustig zu lesen, wie Arrhenius in seinem Buch „Worlds in the Making“ darüber fabuliert, dass die Erde früher wie die Sonne aufgebaut war, dann langsam abkühlte und sich eine feste Kruste bildete, sie im Inneren aber immer noch gasförmig sei (https://archive.org/details/worldsinmakingev00arrhrich/page/40). Genauso lustig ist seine Theorie, dass die Bergketten durch Schrumpfung der Erdkruste entstanden sind und dass es am Südpol mit durchschnittlich -10 °C um 10 °C wärmer sei als am Nordpol. Damit lag er um schlappe 40 °C daneben! Soviel zu seinem Verständnis von der Erdatmosphäre. Für die Mitteltemperatur der Venus kommt er auf 40 °C. Tatsächlich sind es 464 °C! Bei der Mitteltemperatur für den Mars lag er „nur“ um 93 °C daneben. Ein echter Klimaexperte eben…

Arrhenius war ein sehr umtriebiger Mensch. Er irrlichterte auch zu den Themen Panspermie (nach dieser Theorie kam das Leben durch Meteoriten auf die Erde), Immunchemie (hier lag er im Widerspruch zu Paul Ehrlich und somit auch falsch) und Astrophysik (mit falschen Theorien zu Kometen, Nordlichtern, der Sonnenkorona und Zodiakallichtern). Er war außerdem im Vorstand der Schwedischen Gesellschaft für Rassenhygiene.

Interessanterweise steht darüber nichts im deutschen Wikipedia-Artikel über ihn (aber hier: https://en.wikipedia.org/wiki/Svante_Arrhenius).

Komisch, dass manche Aktivisten Schnappatmung bekommen, wenn sie Straßennamen lesen, in denen das Wort „Mohr“ vorkommt, aber nichts zum Rassisten Arrhenius sagen, nicht wahr? Dessen Denkmal steht immer noch fest auf dem Sockel der Klimahysteriker. Soll man Arrhenius zugutehalten, dass der Rassismus zu seiner Zeit „wissenschaftlicher Konsens“ war? Hat er Nicht-Rassisten zugerufen „folgt der Wissenschaft“? Dieter Nuhr, übernehmen Sie!

Die Klimahysteriker erwähnen natürlich gerne seinen Nobelpreis. Arrhenius war ab 1900 am Aufbau der Nobelinstitute und des Nobelpreises beteiligt. Er bekam 1903 den dritten in Chemie vergebenen Nobelpreis für seine Forschungsarbeiten zur Leitfähigkeit von Elektrolyten. Ob er den Preis wirklich verdient hat, kann ich nicht beurteilen. Seine Ergebnisse waren jedenfalls wieder einmal quantitativ falsch, was wohl an seinem mangelnden Verständnis der Physik lag (www.chemiedidaktik.uni-oldenburg.de/download/Erich_Hueckel.pdf).

Es wäre nicht die einzige fragwürdige Entscheidung des Nobelkomitees gewesen. Ab 1905 war Arrhenius Mitglied des Nobelkomitees und Leiter des Nobelinstituts für Physik und nutzte seine Position, um mehreren Freunden Nobelpreise zukommen zu lassen und er versuchte, die Nobelpreise seinen Gegnern zu verwehren (https://en.wikipedia.org/wiki/Svante_Arrhenius, steht wiederum nicht in der deutschen Wikipedia). Soviel zum „ehrenwerten“ Herrn Arrhenius.

An dieser Stelle sollte sich jeder Klimawissenschaftler fragen, ob er lieber in der Tradition des Genies Maxwell oder des dilettantischen Betrügers und Rassisten Arrhenius stehen möchte.

Dass Arrhenius entfernte Verwandte Greta Thunberg von Physik auch nicht mehr versteht, muss man ihr nachsehen. Schließlich ist sie erst 16 und schwänzt oft den Unterricht, damit ihr Vater, Drehbuchautor Svante Thunberg, Stoff für seinen Film über die Familie der Klimapropheten bekommt. Das ist eine Unterstellung? Weshalb wohl hat Greta für ihre Selbstvermarktungs-Segeltour nach New York keinen Meeresbiologen mitgenommen sondern den Drehbuchautor und einen Kameramann? Und weil Greta medienwirksam mit einer energieaufwändig hergestellten Karbonfaser-Rennyacht segelt statt zu fliegen, müssen stattdessen sechs Segler über den Atlantik fliegen

(https://www.welt.de/wirtschaft/article198622037/Greta-Thunberg-Jetzt-ist-ihr-Segeltrip-nicht-mehr- sauber.html). Absurd und verlogen ist das, wie so Vieles, was von den Klimahysterikern kommt. Ihr Vater bekommt sicher den Oskar für sein Drehbuch zu Gretas Inszenierung. Wenn das Theater dann wenigstens vorbei wäre!

Und ihre Mutter bekommt natürlich den Literaturnobelpreis für Sätze wie „Greta gehört zu den wenigen, die unsere Kohlendioxide mit bloßem Auge erkennen können.“ Ich musste schallend lachend, als ich das zum ersten Mal las. Ist es ernst gemeint oder vom Drehbuchautor diktiert? Für dieses Wunder (Kohlendioxid ist unsichtbar und geruchlos) wird Greta dann vermutlich noch heiliggesprochen, zusammen mit den anderen „Wenigen“. Der Papst freut sich schon auf eine zweite Audienz bei ihr.

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„How dare you!“ sollte ihr jeder ins Gesicht zurückbrüllen. „Gehe endlich zur Schule und lerne etwas Anständiges!“ (Bild: https://twitter.com/faznet/status/1122825109616644096/photo/1). Zitatende

Soweit Bernd Fleischmann

Und da schließt sich der Kreis.

Findet nicht auch Stefan Rahmstorf, dass Greta Thunberg gute wissenschaftliche Kenntnisse über Klimafragen hätte? Was wenig wundert, denn er selbst zeichnet ja als klimawissenschaftlicher Berater der heiligen Greta[3].

Und hatte nicht auch Rahmstorf versucht dem Kollegen Jan Veizer den Aufenthalt an der Bochumer Universität so zu vergällen[4] (wie auch dem Kollegen Nir Shaviv, nur dass der an der Hebrew Universität in Jerusalem für Rahmstorfs Einschüchterungsversuche unerreichbar war), so dass dieser entnervt nach Kanada auswich? Und dass nur, weil dieser zusammen mit Nir Shaviv und Henrik Svensmark eine völlig andere Theorie über die Ursachen des Klimawandels aufgestellt und per vielfachen Beobachtungen und Messungen auch beweisen konnte?

„Gleich zu gleich gesellt sich gern“, sagt der Volksmund. Doch das wäre wohl eine klare Fehlinterpretation, denn von Rassismus ist nichts bekannt, und daher bleibt Rahmstorf ein ehrenwerter Mann und ehrenwerte Männer sind sie alle, die heutigen Klimaforscher um ihn herum. Schließlich veröffentlichen sie heute den 6. IPCC Sachverstandsbericht (AR 6). Und der ist nüchtern, sachlich und bar jeder Panikmache, wie auch die dazugehörige Summary for Policymakers (SPM), obwohl diese fast gänzlich von der Politik redigiert wurde. Dafür steht schon seine Überschrift: „Der Klimawandel verbreitet sich weiter, rasch und verstärkt“

  1. Details dazu hier https://eike-klima-energie.eu/2019/10/08/welche-massnahmen-muessen-wir-ergreifen-um-umweltfreundliche-politik-zu-gestalten/
  2. No best estimate for equilibrium climate sensitivity can now be given because of a lack of agreement on values across assessed lines of evidence and studies.
  3. Siehe https://www.merkur.de/politik/greta-thunberg-kein-friedensnobelpreis-experte-spekuliert-ueber-grund-zr-13112356.html
  4. https://idw-online.de/de/news71434

 




Klimawandel: Neuer Bericht wird die „klare Realität“ der Erwärmung aufzeigen

Paul Homewood

Alle fünf Jahre veröffentlicht das IPCC seinen jeweils jüngsten Zustandsbericht bzgl. des Klimas. Und alle fünf Jahre kommen die Regierungen zusammen, um darob ihre eigene, Angst erzeugende Version niederzuschreiben:

UN-Wissenschaftler werden in Kürze ihre bisher stärkste Aussage über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel veröffentlichen.

Der Bericht wird voraussichtlich erhebliche Veränderungen der Weltmeere, der Eiskappen und des Landes in den kommenden Jahrzehnten aufzeigen.

Der Bericht, der am Montag veröffentlicht werden soll, wurde vom IPCC erstellt.

Es handelt sich um die erste globale Bewertung der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die globale Erwärmung seit 2013.

Es wird erwartet, dass die bevorstehende Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger ein Schlüsseldokument für die Staats- und Regierungschefs der Welt sein wird, wenn sie sich im November treffen.

Nach zwei Wochen virtueller Verhandlungen zwischen Wissenschaftlern und Vertretern von 195 Regierungen wird der IPCC den ersten Teil einer dreiteiligen Bewertung der Ursachen, Auswirkungen und Lösungen des Klimawandels vorstellen.

Durch die Anwesenheit dieser Regierungsvertreter unterscheidet sich der IPCC von anderen wissenschaftlichen Gremien. Nachdem der Bericht im Einvernehmen mit den Regierungen gebilligt wurde, übernehmen sie effektiv die Verantwortung für ihn.

Am Montag wird eine kurze, 40-seitige Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger veröffentlicht, die sich mit der physikalischen Wissenschaft befasst.

Sie mag kurz sein, aber der neue Bericht dürfte es in sich haben.
„Wir haben in den letzten Monaten und eigentlich auch Jahren gesehen, wie sich der Klimawandel entwickelt; er starrt uns förmlich ins Gesicht“, sagte Dr. Heleen de Coninck von der Technischen Universität Eindhoven in den Niederlanden, die koordinierende Hauptautorin der IPCC-Arbeitsgruppe III ist.

„Er zeigt wirklich, welche Auswirkungen das haben wird, und das ist erst der Anfang. Ich denke also, dass dieser Bericht den Stand der Wissenschaft auf den neuesten Stand bringen wird, mit welchem Temperaturanstieg wir es zu tun haben – und welche physikalischen Auswirkungen das hat.“

Eine Schlüsselfrage in der neuen Zusammenfassung wird das Temperaturziel von 1,5 °C betreffen. Auf dem Klimagipfel, der 2015 in der französischen Hauptstadt Paris stattfand, verpflichteten sich die Nationen, den Anstieg der globalen Temperatur gegenüber der vorindustriellen Zeit auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen. (Hier)

Die Tatsache, dass Regierungen „verhandeln“, sagt uns alles, was wir wissen müssen. Ihre Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger wird kein objektiver, unabhängiger wissenschaftlicher Bericht sein, sondern eine politische Erklärung.

Dies wird der sechste Bericht sein, und in jedem der vorangegangenen Berichte wurde eine immer erschreckendere Sprache verwendet, um die Propaganda zu verstärken. Die leichtgläubigen westlichen Medien schlucken das natürlich alles, obwohl keine ihrer apokalyptischen Warnungen eingetroffen ist. In der Zwischenzeit gibt der Rest der Welt nur Lippenbekenntnisse ab, fordert immer mehr Blutgeld und macht weiter wie bisher.

McGrath zeigt nicht zum ersten Mal, wie schlecht er das Pariser Abkommen versteht, indem er die Leser in die Irre führt, wenn er sagt: „Der Klimagipfel, der 2015 in der französischen Hauptstadt Paris stattfand, verpflichtete die Nationen zu versuchen, den Anstieg der globalen Temperatur gegenüber der vorindustriellen Zeit auf höchstens 1,5 Grad zu begrenzen.

Das hat er nicht getan. Während es darauf abzielte, den Temperaturanstieg unter 2°C zu halten und die Bemühungen um eine Begrenzung auf 1,5°C fortzusetzen, bedeuteten die in Paris tatsächlich gemachten nationalen Zusagen, dass die Emissionen unerbittlich ansteigen würden, was sie natürlich auch getan haben. Das Abkommen verpflichtete niemanden, den Anstieg zu begrenzen.

Wir müssen den Bericht abwarten, aber ich habe kaum Zweifel, dass er die üblichen Drohungen über schmelzende Eiskappen, Meeresspiegel, Stürme, Überschwemmungen, Wirbelstürme, Dürren, Hungersnöte und Waldbrände enthalten wird. All dies werde sich in den kommenden Jahren noch verschlimmern, heißt es, obwohl es dafür keinerlei Beweise gibt. Wenn der vollständige wissenschaftliche Bericht schließlich veröffentlicht wird, wird dies alles offensichtlich sein.

Inzwischen sind die globalen Temperaturen nach dem Rekord-El-Nino von 2015/16 nicht höher als vor zwei Jahrzehnten. Ist es nicht seltsam, dass Dinge wie die Überschwemmungen in Deutschland in diesem Jahr mit der globalen Erwärmung begründet werden, obwohl es seit zwanzig Jahren keine Überschwemmungen mehr gegeben hat?

[Hervorhebungen vom Übersetzer]

https://www.nsstc.uah.edu/climate/

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/08/08/climate-change-new-report-will-highlight-stark-reality-of-warming/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE




Der neue IPCC Bericht behauptet: – Weit verbreiteter, rascher, sich verschärfender Klimawandel

von Fritz Vahrenholt

Der neue 6. Sachstandsbericht des IPCC, der heute am Montag, den 9. August veröffentlicht wird, macht in seiner Überschrift der „Zusammenfassung für Politiker“ eine klare Ansage : der Klimawandel verbreitet sich weiter, rasch und  verstärkt.
Was sind die wesentlichen Änderung gegenüber dem 5. Sachstandsbericht aus dem Jahre 2013 ?

1. Die globale Erwärmung seit 1850 bis heute wird mit 1,07 °C angegeben. Die Erwärmung von 2011 bis 2020 ist  seit der letzten Berichtsperiode von 2003 bis 2012 um 0,19 °C  angestiegen.

2. Es gibt neue Modelle (CMIP6) , von denen einige aber zu völlig unglaubwürdigen Ergebnissen führten. (Science,Paul Voosen  :U.N. climate panel confronts implausibly hot forecasts of future warming). Da der CO2-Einfluss als zu stark angenommen wurde, führte die Rückwärtsmodellierung der Temperaturentwicklung der letzten Jahrtausende einiger Modelle zu unrealistisch kalten Temperaturen. In die Zukunft gerichtet liefen viele Modelle zu heiss. Selbst der IPCC-nahe Gavin Schmidt vom NASA GISS – Institut  stellte fest : „insanely scary – and wrong“ ( irrsinig gruselig  – und falsch). Daher wurden die Modelle, auf die sich der IPCC beruft, beschränkt (constrained). Trotzdem wurde der heilige Gral der Klimaforschung, die Klimasensitivität ECS (Temperaturerhöhung bei Verdoppelung des CO2)  angehoben. Bislang rechnete der IPCC mit einem Bereich des Temperaturanstiegs von 1,5° bis 4,5° Celsius bei Verdoppelung der CO2-Konzentration von 280 ppm ( 1850) auf 560 ppm in der Zukunft. Vor dem Hintergrund der neuen Modelle gibt der IPCC nun einen Temperaturbereich von 2°  bis 5 ° C an, mit einem engeren Vertrauensbereich von 2,5 °C bis 4 °C. Der Klimarat wagt es sogar wieder, einen Mittelwert der Klimasensitivität zu geben, und zwar von 3°C für eine CO2 -Verdopplung.

3. Überraschenderweise hat der IPCC die mittelalterliche Wärmeperiode von 900 bis 1200 aus dem Klimabericht und somit aus Klimagedächtnis der Menschheit gestrichen. Die erste Grafik des Berichts, SPM.1, gibt den Temperaturverlauf der letzten 2000 Jahre wieder. Vom Jahre 1 an zeigt die Kurve einen ständig leicht abfallenden Trend bis 1850, um dann die Temperatur bis heute stark ansteigen zu lassen. Ein neuer Hockey-stick ist erschaffen. So kann der Weltklimarat behaupten, dass es seit 125 000 Jahren noch nie so warm war wie heute. Zahlreiche wissenschaftliche Publikationen ( an fünf war ich selbst beteiligt)  dokumentieren zwar, dass die mittelalterliche Wärmeperiode etwa so warm war wie heute ( wie es auch noch der 5. Klimazustandbericht beschrieb). Aber nun wird auch noch das Atlantikum vor 6500 bis 8500 Jahren kaltgeschrieben. Das war die Zeit , in der sich Nilpferde in der Sahara tummelten und wenig später Ötzi über die Ötztaler Alpen wanderte. Dutzende von Veröffentlichungen hatten belegt, dass die Temperaturen damals 3 Grad höher waren als heute. Alles nicht mehr wahr. (siehe „Unerwünschte Wahrheiten“, S.34 bis S.54). Im letzten IPCC-Bericht von 2013  hiess es noch “ Im kontinentalen Massstab zeigen Temperaturrekonstruktionen der mittlealterlichen Klima-Anomalie (Jahre 950 bis 1250) mit hohem Vertrauen Intervalle von Jahrzehnten, die in einigen Regionen so warm waren wie im späten 20. Jahrhundert.“

4. Erstmals bringt der IPCC Extremwetterereignisse mit dem menschengemachten Klimawandel in Zusammenhang. Im letzten Sonderbericht zum Extremwetter aus dem Jahre 2012 hiess es noch, dass es keine gesicherten Trendinformationen gibt, die eine anthropogene Beeinflussung annehmen lassen. Jetzt heisst es, dass es Hinweise auf einen menschlichen Einfluss gibt auf  beobachtete Veränderungen bei Extremen wie Hitzewellen, Starkniederschlägen, Dürren und tropischen Wirbelstürmen. Hierdurch wird es jetzt möglich, jedes extreme Wetterereigniss in einen Zusammenhang mit CO2-Emissionen zu bringen. Das ist viel wirkungsvoller, um politischen Druck zu erzeugen als durch die doch relativ wenig Angst erregende Temperaturentwicklung.

5. Denn tatsächlich unterscheiden sich die Temperaturentwicklungen in den CO2-Szenarien bis 2060 nicht besonders stark.
 Der Bericht unterscheidet 5 verschiedene CO2-Entwicklungsszenarien. Drei davon kann man sehr schnell in das Reich der Märchen verweisen. Im Szenario SSP5.8.5  (SSP von shared socio economic pathway, und die letzte Zahl steht für die von CO2 erzeugte Erwärmungswirkung) würde sich die jährliche CO2– Emission bis 2080 auf die dreifache Menge erhöhen. Ein absurdes Szenario, da uns dann bald Kohle, Öl und Gas ausgehen würden. Das Szenario 6.0 ist ähnlich irreal, denn danach verdoppelt sich der CO2– Ausstoß bis 2100. Das dritte Szenario, dass man füglich ausschliessen kann, ist die Absenkung der CO2-Emissionen ab 2020 (!) und Verminderung auf die Hälfte in 2035, einem Zeitpunkt , zu dem China und Indien noch einmal 30 % an CO2-Emissionen draufgelegt haben werden.
Bleiben also zwei Szenarien übrig. Das 4.5-Szenario lässt die Emissionen bis 2050 nur leicht ansteigen, um danach bis 2100 auf ein Viertel der heutigen Emissionen abzusinken. Das andere Szenario 2.6 vermindert die Emissionen bis 2050 auf die Hälfte und kommt dann 2080 auf Null. Vergleicht man diese beiden Szenarien, so entwickelt sich die Temperatur beim 4.5 Szenario  wie folgt :

2040  0,43°C Erhöhung,

2060 0,93 °C,

2100 1,63 °C.

Im 2.6 Szenario ist die Entwicklung  bis 2040 ebenfalls 0,43 C, 2030 0,63°C und 2100 0,73°C. Bis 2060 gibt es da wenig erschreckende Unterschiede. China wird es mit Genugtuung zur Kenntnis nehmen. Und jeder von uns kann sich ausrechnen was ein  2 %iger CO2-Anteil, wie der Deutschlands, zu den Temperaturanstiegen ( wohlgemerkt mit zu heissen Modellen berechnet) beiträgt.

6. Da das alles nicht wirklich dramatisch ankommt, gibt der IPCC aber dem völlig irrealen 8.5-Szenario breiten Raum. Dann könnte es – so IPCC – nämlich sein, dass der Meerespiegel um fast einen Meter bis 2100 ansteigt, und bis 2300 auf 7 Meter. Dann könnte es sein, dass die Atlantische Ozeanströmung AMOC ( gemeinhin auch als Golfstrom verstanden) zusammenbrechen könnte. Bislang wurden solche Spekulationen von Klimaforschern wie Jochem Marotzke vom MPI in Hamburg zurückgewiesen. Nun trägt dieser Bericht auch seine Unterschrift.

7.  Der IPCC geht auch auf die natürlichen Senken für die CO2-Emissionen ein, ein Thema, was ja seit der Glanzleistung des deutschen Bundesverfassungsgerichtes allgemein bekannt geworden ist. Wie wir in unserem Buch über das Verfassungsgerichtsurteil „Unanfechtbar ?“ beschrieben haben, ist der Satz des Gerichtes falsch :

„Nur kleine Teile der anthropogenen Emissionen werden von den Meeren und der terrestrischen Biosphäre aufgenommen…Der große Rest anthropogener Emissionen verbleibt aber langfristig in der Atmosphäre“.

In den zum Bericht veröffentlichten  FAQs (Frequently asked Questions) bestätigt der IPCC unsere Kritik am Verfassungsgericht. Unter Ziffer 5.1 heißt es :

„Beobachtungen…  zeigen, dass die Atmosphäre nur etwa die Hälfte des CO2 aufgenommen hat, das durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe und Landnutzungsänderungen wie die Abholzung von Wäldern ausgestoßen wurde. Natürliche Prozesse des Kohlenstoffkreislaufs an Land und in den Ozeanen haben den Rest dieser Emissionen aufgenommen. Dieser Abbau an Land und in den Ozeanen, oder „Senken“, ist weitgehend proportional zum Anstieg der CO2-Emissionen gewachsen und hat im Zeitraum 2010-2019 31 % (Land) bzw. 23 %  (Ozeane) der Emissionen aufgenommen.“

Wir haben das in „Unanfechtbar?“ umgerechnet auf ppm : 4,7 ppm werden ausgestoßen,  55 % , das sind 2,6 ppm werden durch die Natur aufgenommen.
Aber es kommt noch besser. In FAQ 5.3 stellt der IPPC fest .

“ Falls die Emission und die Aufnahme von CO2 gleich sind, stabilisiert sich die CO2-Konzentration. Falls die CO2– Entfernung grösser ist als die Emission, würde die Konzentration sinken“.

Zuende gedacht würde das heißen , dass die Halbierung der Emissionen ausreicht, um die Konzentration zu senken. Um nicht zu dieser famosen Lösung zu kommen, schreibt der IPCC unter B4.1,

„Basierend auf Modellprojektionen würden beim mittleren Szenario 4.5, das die CO2-Konzentrationen in der Luft stabilisiert, die Aufnahme von CO2 durch Land und Ozeane zurückgehen“.

Das gelte nach den Modellen ab der 2. Hälfte des Jahrhunderts. Kaum ein physikalischer Zusammenhang legt das nahe. Aber Modelle, die in der Rückschau versagen, belegen das ! Man malt sich die Welt, wie man sie braucht.

Die Sonne spielt bei der Erwärmung im neuen IPCC- Bericht keine Rolle. Sie wird im Bericht in der Grafik SPM.2 mit Null angegeben. Daher füge ich etwas aus der realen Welt der Messungen bei, an die man sich als Naturwissenschaftler eher orientieren sollte: Die Sonnenscheindauer in Europa und die Wolkenbedeckung in Europa, gemessen durch Satelliten im Rahmen des Copernicus-Programm. Die Autoren schreiben, dass signifikanter überdurchschnittlicher Sonnenschein von Januar bis Mai den Anstieg der jährlichen Sonnenscheinstunden seit 40 Jahren ansteigen lässt. 200 Sonnenscheinstunden mehr im Jahr, pro Tag mehr als eine halbe Stunde – das ist doch eine Nachricht wert.  Eine ähnliche Tendenz gibt es seit 2000 weltweit.




Können Elektroautos schwimmen?

von AR Göhring

Die Bilder gingen durchs Land: Sanitäts-Unimogs der Bundeswehr fahren halb versunken durch das Hochwasser in einem Ort bei Trier. Klimaskeptiker ätzten daraufhin bei Facebook & Co., man solle die Dieselmotoren doch wohl besser nicht abschaffen.

Das müssen die Alarmisten gelesen haben, da Volker Quaschning auf seinem Twitterkanal obenstehendes Video verlinkte. Man sieht ein chinesisches E-Auto (oder einen Tesla) von innen, der durch schlammbraune Fluten fährt und die Sicht mit dem Scheibenwischer freihält. Ist das realistisch?

Daß auch Kolbenmotoren den Geist aufgeben, wenn Wasser in die Kolben eindringt, ist klar. Normal ist das aber nicht, da die Zylinder natürlich gasdicht sind – logisch, der vergaste oder aerosolisierte Kraftstoff darf ja nicht rauspfeifen. Daher passiert so etwas nur, wenn über die Lufansaugung Wasser statt Luft angesaugt wird. Bei schnellen Hochleistungs-Autos schaut die Luftansaugung oft nach unten und ihre Öffnung befindet sich nur wenige Zentimeter über dem Boden. Daher darf man mit solchen Autos nicht durch tiefe Pfützen fahren. Das kann teuer werden. Die Mercedes-Unimogs, die besten Geländefahrzeuge der Welt, haben daher die Lufansaugung für die Verbrennung nach oben schauend angeordnet und vermutlich noch zusätzliche Dichtungen im Motorraum.

Ein Tesla mit voller Batterie im Hochwasser, das ja praktisch ein Fluß ist, kann vielleicht eine Weile durchhalten; ausprobieren werde ich es sicher nicht. Ein Leser kommentierte pointiert unter einem anderen Artikel:

Falls der Fahrer noch im Auto sitzt, hat er ein einmalige Doppel-Chance: Ertrinken und elektrischer Stuhl gleichzeitig – zuverlässiger geht es nicht! Deshalb nimmt man ja so „gerne“ Elektrogeräte mit in die Badewanne… Sicherungsschalter gibt es auch keinen und Helfer sollten möglichst nicht auch noch ins Wasser steigen. Quatschning hat in seinem Tesla vielleicht eine Chance: Heiße Luft sorgt für Auftrieb – wenn nur der Akku nicht so schwer wäre…

Wäre der gesamte Bereich um den hochwasser-watenden Tesla tatsächlich spannungsgefährdet? Im Video warnt ein Amerikaner davor:

Es gibt aber auch noch ein paar andere Videos mit Teslas im Wasser – Fälschungen? Die Sendung „Galileo“ auf Pro7 untersucht ja ab und an „echt“ wirkende Netzvideos, die sich teils als gestellt erweisen. Das würde sich hier auch anbieten….




Der NEUE STILLSTAND verlängert sich erneut

Christopher Monckton of Brenchley

Die neue Pause hat sich um weitere zwei Monate verlängert. Obwohl die kurze La-Niña-Phase, die Ende 2020 begann, nun beendet ist, gab es auf dem UAH-Datensatz seit 6 Jahren und 6 Monaten bis Juli 2021 keine globale Erwärmung. Wie immer wird die Pause als der längste in der Gegenwart endende Zeitraum berechnet, der keinen Erwärmungstrend zeigt, und zwar als Trend der kleinsten Quadrate der linearen Regression der monatlichen globalen mittleren Oberflächen-Temperaturanomalien der unteren Troposphäre des UAH-Satelliten:

Im HadCRUT4-Datensatz ist der Neue Stillstand zehn Monate länger, nämlich 7 Jahre und 4 Monate:

Wie Tabelle 1 zeigt, hat die milde La Niña, die jetzt zu Ende gegangen ist, die Pause mit bemerkenswerter Schnelligkeit verlängert, seit ich sie zum ersten Mal für den Zeitraum bis Ende Dezember 2020 gemeldet habe. Sie hat sich jeden Monat um durchschnittlich zwei Monate verlängert:

Die neue Pause könnte sich von nun an bis zum Ende dieses Jahres verkürzen und sich dann wieder verlängern, wenn die für diesen Winter vorhergesagten La-Niña-Bedingungen tatsächlich eintreten.

In der Kolumne des letzten Monats habe ich die Grafik von Chris Schoeneveld über die Abfolge der Pausen gezeigt, die zusammengenommen die globale Erwärmung des letzten Jahrhunderts oder so verursacht haben. Die Grafik zeigt, dass jede Pause mit einer überdurchschnittlich starken El-Niño-Southern-Oszillation begann. Die y-Achse war falsch dargestellt (was mein Fehler war). Hier ist die korrigierte Version:

Ich stellte die Hypothese auf, dass es einen kausalen Zusammenhang zwischen unterseeischer vulkanischer Aktivität im tropischen Ostpazifik (wo drei Schenkel der mittelozeanischen tektonischen Divergenzkämme aufeinandertreffen und mit einer Geschwindigkeit divergieren, die um eine Größenordnung höher ist als irgendwo sonst auf der Welt) und dem El-Niño-Muster geben könnte.

John Tillman, der bei WUWT ansässige El-Niño-Experte, ist mit dieser Hypothese nicht einverstanden. An sich würde ich zögern, den Standpunkt dieses hervorragenden Experten in Frage zu stellen. Jedoch hat sich Professor Arthur Viterito gemeldet. Er beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Hypothese der Unterwasservulkane. Hier ist seine Karte der mittelozeanischen Divergenzkämme, die die außergewöhnlich schnelle Divergenzrate im tropischen Ostpazifik zeigt, dem Sitz der südlichen El-Niño-Oszillation:

Tatsächlich findet Professor Viterito eine Korrelation zwischen seismischen Frequenzen in Gebieten mit hohem geothermischem Fluss und den globalen mittleren Temperaturen:

Es übersteigt meine Fähigkeiten, zu beurteilen, inwieweit diese Korrelation kausal ist. Die subozeanische Seismizität, die seit 1995 deutlich zugenommen hat, ist jetzt jedoch wieder rückläufig. Wenn die Korrelation also kausal ist, könnte sie zu einer weniger raschen Erwärmung in den kommenden Jahrzehnten beitragen. Außerdem folgten auf die Ausschläge der subozeanischen Seismizität in den Jahren 1996-1997 und 2013-2014 jeweils ungewöhnlich starke El-Niño-Ereignisse:

Ballarotta et al. (2015) betonen:

„Obwohl der Ozean größtenteils an der Oberfläche erwärmt und thermisch angetrieben wird, deuten mehrere neuere Studien darauf hin, dass die geothermische Erwärmung des Ozeans auch die Dynamik und den Wärmehaushalt des Ozeans beeinflussen kann… Durch die Anwendung von räumlich konstantem oder variablem Wärmefluss in allgemeinen Ozean-Zirkulationsmodellen, die mit dem heutigen Klima forciert werden, wird gezeigt, dass die geothermische Erwärmung des Ozeans ein signifikanter Antrieb ist, der die Stabilität der Wassersäule schwächen, das Bodenwasser erwärmen und die thermohaline Zirkulation stärken kann…“

Wie Willis Eschenbach in einer charakteristisch brillanten Kolumne sagte, besteht eine der größten Unwahrheiten der Thermageddonisten darin, dass wir die jüngste Erwärmung nur dadurch erklären können, dass wir sie auf den verhassten kapitalistischen Westen und seine Emissionssünden schieben. Er hat es viel sanfter ausgedrückt, denn im Gegensatz zu mir ist er nie unhöflich, nicht einmal absichtlich. Wie Willis hervorhebt, gibt es viele kleine Einflüsse auf das Klima, von denen jede einen ausreichend großen Einfluss auf die Temperatur haben könnte, um den größten Teil oder sogar die gesamte beobachtete Erwärmung von ~1 K im Industriezeitalter zu erklären.

So hat beispielsweise die winzige Verringerung der Albedo zwischen 1984 und 2001 zu einem positiven Treibhauseffekt geführt, der größer ist als der gesamte anthropogene Treibhauseffekt in diesem Zeitraum (Pinker et al. 2005; Monckton of Brenchley 2011). Diese Tatsache hat die chinesische Führung zu der Erkenntnis gebracht, dass die globale Erwärmung doch kein Problem ist, auch wenn sie sich damit begnügt, sie auszunutzen, als ob sie es wäre.

Die Stefan-Boltzmann-Gleichung (siehe unten) zeigt, dass die Emissionstemperatur R0 eine Funktion der gesamten Sonneneinstrahlung S = 1363,5 W/m², der Albedo α2 = 0,294, des Emissionsgrads ε = 0,94 und der Stefan-Boltzmann-Konstante σ = 5,6704 x 10↑-8 K/Wm² ist, so dass die Emissionstemperatur R0 gleich 259,2 K ist. Eine Verringerung der Albedo um nur 0,01 auf 0,284 würde die Oberflächentemperatur um 1 K erhöhen, wenn man den Anstieg der Emissionstemperatur und die Rückkopplungsreaktion berücksichtigt.

Aber ist die Temperatur seit 1850 um so viel wie 1 K gestiegen, wie HadCRUT5 uns glauben machen will? Connolly et al. (2021) sind in einer umfassenden und interessanten Überprüfung der Temperatur- und Sonneneinstrahlungsdaten zu dem Schluss gekommen, dass die Temperaturdaten weiterhin durch den städtischen Wärmeinsel-Effekt kontaminiert sind. Unter Verwendung einer Standardgewichtung stellen sie fest, dass ländliche Stationen der nördlichen Hemisphäre eine Erwärmung von nur 0,41 K/Jahrhundert von 1841-2018 aufweisen, was einem Trend von 0,7 K auf der nördlichen Hemisphäre und etwa 0,6 K weltweit entspricht, verglichen mit 0,91 K (HadCRUT4) und 1,04 K (HadCRUT5) von 1850-2018.

Darüber hinaus kommen Connolly et al. durch die Untersuchung von 16 Datenreihen zur Sonneneinstrahlung und die Ermittlung der besten Anpassungen an die Temperaturdaten der nördlichen Hemisphäre zu dem Schluss, dass zwischen keinem (Svalgaard) und fast allen (Hoyt & Schatten) der globalen Erwärmung von 1850-2020 allein durch die Sonnenvariabilität verursacht worden sein könnte, je nachdem, welche Datenreihe zur Sonneneinstrahlung man verwendet:

„Der IPCC AR5 scheint versucht zu haben, dieses Problem zu überwinden, indem er jene Datensätze ignoriert hat, die widersprüchliche Ergebnisse liefern. Besorgniserregend ist, dass Matthes et al. (2017) anscheinend die CMIP6-Modellierungsgruppen aktiv ermutigt haben, nur eine TSI-Schätzung für den Zeitraum von 1850 bis heute zu berücksichtigen, nämlich den Mathes-Datensatz. Im Hinblick auf die wissenschaftliche Objektivität scheint uns dies ein Ansatz zu sein, der nicht mit den bereits in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlichten Ergebnissen vereinbar und sogar unklug im Vergleich zu den Ergebnissen ist, die in diesem Papier und anderen kürzlich veröffentlichten Arbeiten hervorgehoben werden …

Wir fordern die Forscher auf, … eine breite Palette von TSI-Schätzungen zu berücksichtigen und nicht nur diejenigen, die mit den vorherigen Überzeugungen oder Erwartungen der Forscher übereinstimmen; … der wissenschaftlichen Debatte zwischen den konkurrierenden TSI-Satellitenkompositionen mehr Aufmerksamkeit zu schenken und die konkurrierenden Datensätze zu berücksichtigen, wenn sie die Sonnentrends während der Satellitenära bewerten; … die Unterschiede zwischen den verschiedenen Schätzungen der Temperaturtrends der nördlichen Hemisphäre genauer zu betrachten … Wir weisen insbesondere darauf hin, dass trotz vieler gegenteiliger Behauptungen … das Problem der Verzerrung durch die Verstädterung noch nicht zufriedenstellend gelöst zu sein scheint; … wir ermutigen auch zu weiteren Forschungen über die möglichen Beziehungen zwischen Sonne und Klima; … wir ermutigen zu weiteren Forschungen über die Rolle anderer möglicher natürlicher Faktoren, die nicht notwendigerweise eine solare Komponente für die jüngsten Klimaänderungen haben …

Im Titel dieses Artikels haben wir gefragt: Wie stark hat die Sonne die Temperaturentwicklung auf der Nordhalbkugel beeinflusst? Es sollte nun jedoch klar sein, dass diese Frage trotz der Zuversicht, mit der viele Studien behaupten, sie beantwortet zu haben, noch nicht zufriedenstellend beantwortet wurde. Angesichts der vielen stichhaltigen abweichenden wissenschaftlichen Meinungen, die es zu diesen Fragen gibt, argumentieren wir, dass die jüngsten Versuche, einen scheinbaren wissenschaftlichen Konsens (einschließlich der IPCC-Berichte) zu diesen wissenschaftlichen Debatten zu erzwingen, verfrüht und letztlich für den wissenschaftlichen Fortschritt nicht hilfreich sind. Wir hoffen, dass die Analyse in diesem Papier zu weiteren Analysen und Diskussionen anregen wird. In der Zwischenzeit geht die Debatte weiter.“

Und das alles, bevor man die vielen anderen natürlichen Einflüsse in Betracht zieht, die durchaus zur globalen Erwärmung beigetragen haben könnten.

Eine der vielen lobenswerten Eigenschaften von Connolly et al. ist, dass Sonnenphysiker beider Seiten der Klimafrage als Co-Autoren beteiligt waren. Es handelt sich um eine faire und ausgewogene Darstellung der Beweislage. Das IPCC, dessen jüngste halbgare Erleuchtung Anfang nächster Woche veröffentlicht werden soll, hat dies stets versäumt.

In der Zwischenzeit hat der Schildvulkan Fagradalshraun, der erste in Island seit etwa 8000 Jahren, in den letzten vier Monaten etwa eine Million Tonnen CO2 ausgestoßen. Tut tut!

Schließlich hat die immer lächerlichere Regierung von Boris Johnson alle konservativen Grundsätze der Konservativen aufgegeben und den Unsinn über die globale Erwärmung mit Haut und Haaren geschluckt und rüstet sich für einen großen Auftritt auf dem UN-Geschwätzfest im Oktober in Glasgow. Hier also der Temperaturverlauf für Glasgow über die letzten Jahrzehnte: Hut ab vor meinem geschätzten Mitautor Alex Henney. Sie können ziemlich sicher sein, dass die unsägliche BBC und der inzwischen unzuverlässige Economist es irgendwie versäumen werden, die sicherlich nicht uninteressante Tatsache zu vermelden, dass es in Glasgow seit 22 Jahren keine Erwärmung gegeben hat:

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/08/02/the-new-pause-lengthens-again/

Übersetzt von Christian Freuer für das EIKE