Direktor der Stromver­sorgung Kaliforniens: „stehen vor ernsten Problemen!“

Eigentlich hat er eine Menge verraten, wenn man die Polit-Sprache richtig liest. Ernsthafte Probleme liegen vor uns. Nachfolgend einige interessante Einblicke, mit Übersetzung, wo nötig.

Zuerst erklärt Mainzer seinen Job: „CAISO betreibt das Hochspannungsübertragungsnetz und den Energiemarkt für etwa 80% von Kalifornien und einen kleinen Teil von Nevada. Wir sind die Instanz, die das Echtzeit-Stromangebot mit der Nachfrage abgleicht und für die effiziente Integration der nächsten Generation sauberer Energiequellen in das Netz verantwortlich ist. Zusätzlich zu unserer grundlegenden Verantwortung als unabhängiger Netzbetreiber in einem einzelnen Bundesstaat übernehmen wir zunehmend weitere Aufgaben im Westen der USA. Dazu gehören die Überwachung der Zuverlässigkeit und der Betrieb eines Energieausgleichsmarktes, der uns den Kauf und Verkauf von Energie mit großen Gebieten der westlichen USA ermöglicht.“

Die Aufgabe von CASIO ist es also, die Lichter am Leuchten zu halten, genau wie ERCOT in Texas. Es ist ein wenig beängstigend zu erfahren, dass Kalifornien auch den Energie-Ungleichgewichtsmarkt für die gesamte Western Interconnection betreibt, also das westliche Netz, das etwa ein Drittel des zusammenhängenden Amerikas umfasst. Wenn also in Kalifornien der Strom ausfällt, was immer wahrscheinlicher wird, wird vielleicht auch das westliche Netz mitgerissen!

Was die Stromausfälle des letzten Sommers angeht, gibt Mainzer natürlich dem Klimawandel die Schuld. Aber dann zeigt er mit dem Finger auf die Solarenergie:

„Kalifornien hatte bei der Planung übersehen, dass zu Spitzenlastzeiten nicht genug Kapazität zur Verfügung steht, um ein Super-Heizungsereignis effektiv zu überstehen. Wenn die Menschen abends nach Hause kommen, die Geräte einschalten und die Klimaanlagen hochfahren, um ihre Häuser zu kühlen, ist das der maximale Punkt der Belastung für das System. Diese Netzspitze kurz nach Sonnenuntergang ist auch der Zeitpunkt, an dem über 10.000 Megawatt Solarstrom nicht mehr erzeugt werden. Die meiste Zeit des Tages wirkt die Solarenergie wie eine negative Last, welche die Nachfrage nach Strom aus anderen Quellen reduziert. Wenn die Sonne untergeht, müssen diese anderen Ressourcen schnell hochgefahren werden, um die Last im System zu decken. Kalifornien hatte einfach nicht genug einplanbare Kapazität zur Verfügung, um die Nachfrage zu decken. Die Standards für die Planung und Beschaffung von Ressourcen hatten nicht ganz Schritt gehalten.“

Sie haben also vergessen, dass die Sonne untergeht. Klingt ungefähr richtig für Kalifornien. Ich denke, sein „nicht ganz mithalten können“ ist stark untertriebene Politsprache.

Ganz nebenbei gibt Mainzer zu, dass die Unterbrechung der erneuerbaren Energien das grundlegende Problem ist. Hier ist, wie er es ausdrückt, wieder Bezug nehmend auf die Stromausfälle des letzten Jahres:

„Die Wind- und Solarenergieressourcen haben weitgehend wie erwartet funktioniert. Aber es handelt sich um Ressourcen, die Brennstoffe verdrängen und dem System kohlenstofffreie Energie zuführen. Wir wissen, dass sie keine planbare Kapazität liefern, also müssen wir sie mit anderen Ressourcen kombinieren. Sicherlich haben die laufenden Veränderungen im Stromsystem dazu beigetragen, was im August in Kalifornien passiert ist. Es ist klar, dass wir diese Kopplung beschleunigen und besser machen müssen. Das wird im Laufe der Zeit der entscheidende Faktor für die Aufrechterhaltung der Zuverlässigkeit sein.“

Natürlich handelt es sich bei seinen abschaltbaren „anderen Ressourcen“ um Zukunftstechnologien, die nicht existieren, und nicht um die offensichtlichen Atom-, Kohle- und Gasressourcen, die Kalifornien gerade abschaltet. Das ist Wunschdenken, keine Energieplanung.

Hier ist der sogenannte Plan: „Wir werden einen Portfolio-Ansatz verfolgen, der neue Brennstoffe, neue Speichertechnologien, Investitionen in Energieeffizienz und Reaktionrn auf Nachfrage-Spitzen erschließt. Kalifornien fängt an, sich mit Offshore-Windkraft zu beschäftigen. Wir erforschen neue Energiespeichertechnologien, die Strom für längere Zeiträume liefern können, verglichen mit der vierstündigen Dauer von Lithium-Ionen-Batterien.“

Das Prinzip ist jedoch klar. Erneuerbare Energien müssen mit planbarem Strom gepaart werden.

Was den kommenden heißen Sommer angeht, ist Mainzer zu Recht besorgt. Er weist darauf hin, dass es im Vergleich zum letzten Jahr fast keine neuen einsatzfähigen Kapazitäten gibt:

„Wir erwarten nicht, dass zwischen jetzt und dem Sommer eine Tonne neuer Kapazitäten ans Netz geht; das ist ein zu enger Zeitrahmen. Aber die zusätzliche abschaltbare Kapazität, die ins Netz kommt, sind etwa 2.000 Megawatt an Lithium-Ionen-Batterien, die während der Netto-Spitzenzeit der maximalen Belastung des Systems, kurz nach Sonnenuntergang in heißen Sommernächten, Strom ins Netz einspeisen können.“

Man beachte, dass 2000 MW Speicher die 10.000 MW an Solarstrom, die bei Sonnenuntergang verloren gehen, nicht ausgleichen. Außerdem sind die 2000 MW nur die Entladerate der Batterie, nicht die Speichermenge, die in MWh gemessen wird. Wenn 10.000 MW an Solarstrom für 16 Stunden verloren gehen, was der Standard ist, sind das 160.000 MWh an Saft. Die Batterien sind nur für 4 Stunden gut, das sind gerade einmal 8.000 MWh oder fast nichts im Vergleich zu den verlorenen Sonnenstunden. Batterien sind in Fällen wie diesem ein Witz.

Was den langfristigen Übergang betrifft, ist die Elektrifizierung ein wichtiges Thema. Er stellt fest:

„Wir werden auch zusätzliche Kapazitäten benötigen, um die Elektrifizierung der Fahrzeugflotte zu unterstützen und um den Platz von fossilen Brennstoffsystemen einzunehmen, die vom Netz gehen. Die California Public Utilities Commission sorgt dafür, dass die Versorgungsunternehmen die Anreize und Kostendeckungsmechanismen haben, um erweiterte Kapazitäten zu kaufen. CAISO und die großen Übertragungsnetzbetreiber in Kalifornien müssen dafür sorgen, dass das Netz, die Umspannwerke und die Übertragungsleitungen in einem Tempo aktualisiert, erweitert und modernisiert werden, das sicherstellt, dass neue Ressourcen, wenn sie ans Netz gehen, auch physisch an das System angeschlossen werden können. Die Leute, mit denen ich arbeite, sind unglaublich engagiert. Es ist eine echte Herausforderung, aber es ist auch inspirierend, Teil dieser sauberen Energiewende zu sein.“

Kein Wort darüber, was all diese riesige abschaltbare neue Kapazität, die weder fossil noch nuklear ist, sein wird. Wind ist auch nicht planbar. Es muss Magie sein! Es gibt nichts mehr außer Magie.

Und natürlich werden all diese neuen magischen Kapazitäten und ein aufgerüstetes Netz, um sie zu handhaben, ein riesiges Vermögen kosten. Hier zeigt sich Mainzers Talent für politisch korrektes, grobes Understatement. Er sagt einfach: „Die Strompreis-Erhöhungen, die nötig sind, um diese saubere Energiewende zu vollenden, könnten unbequem werden, wenn sie nicht sehr effektiv gehandhabt werden.“

Unbequem? Wie wäre es mit erdrückend oder strafend? Wir reden hier über potenziell Billionen von Dollar.

Er schafft es, einen guten Seitenhieb auf die Trittbrettfahrer unter den Solarkäufern auf den Dächern loszulassen: „Es gibt auch Bedenken bezüglich der Gerechtigkeit. Leute, die Solaranlagen und Batterien auf dem Dach kaufen, hinterlassen erhebliche Fixkosten, die von einer schrumpfenden Gruppe von Verbrauchern bezahlt werden müssen. Viele dieser Verbraucher können es sich nicht leisten, sich vom Netz zu lösen.“

Im wahren kalifornischen Stil schafft es CAISO-Präsident Mainzer sogar, mit einem schreienden Widerspruch zu enden: „Der Staat ist mit voller Geschwindigkeit auf dem Weg, seine Ziele für saubere Energie zu erreichen, während er gleichzeitig versteht, dass Energietarife und Gerechtigkeit kritische Variablen sind, die angegangen werden müssen.“

Es gibt keinen erschwinglichen Weg, ein elektrifiziertes Kalifornien ohne fossile Brennstoffe und Kernkraft zu betreiben. In der Tat ist es zu jedem Preis physikalisch unmöglich. Die CAISO sollte dies laut und oft sagen. Aber zumindest geben sie stillschweigend zu, dass es Probleme gibt.

Das ganze Interview steht hier.

Autor: David Wojick, Ph.D. is an independent analyst working at the intersection of science, technology and policy. For origins see http://www.stemed.info/engineer_tackles_confusion.html For over 100 prior articles for CFACT see http://www.cfact.org/author/david-wojick-ph-d/ Available for confidential research and consulting.

Link: https://www.cfact.org/2021/04/19/ca-electric-power-chief-says-serious-problems-lie-ahead/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Frank Schätzing will das Klima retten – mit Kernkraft

Frank Schätzing gehört seit den 90er Jahren zu den wichtigsten Bestseller-Autoren des deutschsprachigen Raums. Allein sein Thriller Der Schwarm verkaufte sich weltweit rund 4,5 Millionen mal. In Feuilletons war einmal zu lesen, daß seine Bücher nicht dafür konzipiert seien, Literaturpreise zu gewinnen, weil sie nicht auf die Ansprüche der Intellektuellen zielen, sondern auf alle Bürger. Völlig zu Recht – Thema, Plot, Spannung, das kann der Mann wirklich.Vielleicht hat das aber einen gewissen Til-Schweiger-Effekt zur Folge – Schätzing ist wie sein Kollege aus den darstellenden Künsten reich, populär und bei Frauen begehrt. Nur die Anerkennung des kleinen Spitzenzirkels von Feuilleton-Journalisten, Philosophen und Edel-Literaten, das bleibt ihm verwehrt.

Schätzing ist nicht so ungeschickt wie Schweiger und läßt seiner Enttäuschung freien Lauf, so er sie denn bewußt empfindet. Das typische virtue signalling, also die zeitgeistige „Tugend-Signalisierung“ im Stil eines George Clooney, die läßt er aber schon erkennen. In seinem letzten Roman Die Tyrannei des Schmetterlings schießt der Autor – völlig unnötig für die Geschichte – gegen Präsident Trump und gibt damit dem Feuilleton seine „richtige“ Gesinnung zu erkennen. Nützte nichts – das Buch wurde verrissen. (Kleine Rezension von uns: Der Schmetterling war tatsächlich kein Höhepunkt, ob mit oder ohne Trump. Aber ganz ok. Limit, Schwarm oder Breaking News, das sollten Sie unbedingt lesen.)

Nun legt Schätzing nach und veröffentlicht nach Nachrichten aus einem unbekannten Universum ein weiteres Sachbuch – nun ja, es geht ums Klima, ist also eher ein polit-aktivistisches Werk. Ganz fremd ist ihm der Themenkomplex der „menschgemachten“ Katastrophen ja auch nicht: Schon im „Schwarm“ ging es um den Angriff einer Mikrobenzivilisation vom Meeresboden, die uns Menschen als planetare Krankheit betrachtet und daher ausradieren will. In anderen Büchern wie Limit versuchen böse Ölmanager, ihren Konkurrenten das zukunftsträchtige Geschäft der Kernfusion mit Helium-3 vom Mond zu entreißen, um selber absahnen zu können. Man sieht, das grün-sozialistische Framing des naturfeindlichen Kapitalismus war in Schätzings Werk stets präsent.

Ob es dem Autor mit Was, wenn wir einfach die Welt retten? gelingt, sowohl hohe Verkaufszahlen wie auch die Anerkennung der Zeitgeist-Generatoren zu erreichen? Vermutlich wird beides nicht gelingen. Sein buntgemischtes Publikum legt Wert auf eine gute Geschichte und Spannung, und wird aktivistisches Weltrettungs-Gedröhne nach den entnervenden Greta- und Coronajahren 2019 und 20 wohl nicht bezahlen und konsumieren wollen. Bei den Intellektuellen wird das Buch wahrscheinlich auch nicht besonders hoch im Kurs stehen, weil Schätzing ähnlich wie Bill Gates einen Rest Realismus bewahrt und Kernkraft befürwortet. Bei titel thesen temperamente in der ARD bemühte er sich zwar redlich, den Journalisten seinen Abscheu vor der Atomkraft, gegen die er als Junge auf die Straße ging, glaubhaft zu machen; letztlich spricht er sich aber doch für sie aus.

… Aber wofür ich plädiere, vor allem in einer Krise, wie der, in der wir stecken; in einer existenziellen Krise – uns bleiben vielleicht noch zehn Jahre Zeit, die Weichen zu stellen – darf es keine Denkverbote geben. Und ich muß eine Technologie, auch wenn sie vor einigen Jahrzehnten einmal katastrophal versagt hat…ich muß sie immer wieder aufs neue darauf überprüfen, ob sie sich in einer Weise weiterentwickelt hat, daß ihre Vorzüge die Risiken übersteigen.

Warum fühlen sich Musiker, Schriftsteller, Kultur-/Sozialwissenschaftler und Schauspieler eigentlich so oft berufen, uns die Welt erklären, und sie zu retten? Das können Naturwissenschaftler, Ärzte und Ingenieure viel besser, aber die haben meist wenig Zeit und Motivation, sich in der Öffentlichkeit zu produzieren. Die Persönlichkeiten, die einfache, aber einträgliche Jobs wählen, sind meist viel „priesterlicher“ eingestellt und wollen im Sinne der Selbstoptimierung als Sinngeber wahrgenommen werden. Mit verheerenden Folgen, wie die jüngere Geschichte lehrt.

Was außer Eitelkeit und Kernkraft-Fürsprache finden wir noch in Schätzings neuem Buch?

Nicht viel – nur olle Kamellen (rheinisch für Bonbons) wie „der Mensch verbraucht die Ressourcen des Planeten, bis nichts mehr da ist“ und Behauptungen, daß der Klimaschutz nicht nur Verzicht bedeutet:

„Unterm Strich wird das Leben sogar schöner“

Für Multimillionäre wie Schätzing und den Reemtsma-Clan vielleicht, weil Krethi und Plethi dann nicht mehr in den Urlaub fliegen und Auto fahren können und fließend warmes Wasser im Haus haben. Da steigt die soziale Distinktion der Privilegierten deutlich an.

Ansonsten wiederholt er die Thesen von PIK-Leuten und anderen, nachdem das Corona-Sars2-Virus mit dem Klimawandel zu tun habe und es sogenannte Kipp-Punkte gäbe, nach denen es nicht mehr möglich sei, etwas zu retten (die berühmten „x Jahre, die wir noch Zeit haben“).

Fazit: Der ansonsten begnadete Erzähler und Rechercheur Frank Schätzing hat mit diesem Buch lediglich die bekannten alarmistischen Erzählungen von umstrittenen Wissenschaftlern und Investoren wie Schellnhuber und Gates aufbereitet. Er hält sich dabei weitgehend an die Vorgaben der Interessensvertreter, was erlaubt ist zu sagen und was nicht. Im Interview treibt er seinen politischen Aktivismus auf die Spitze, als er meint:

Vielen ist zuletzt klar geworden, dass etwas grundlegend schiefläuft: Klima, Pandemie, Massentierhaltung, Armut, häusliche Gewalt, Sexismus, Rassismus, alles hängt zusammen. Die Bereitschaft, sich zu ändern, wächst. Vielfach noch unterschwellig, aber es geschieht. Ich glaube, 2021 wird ein Klimajahr.

„Kapitalismus“ hat er noch vergessen. Denn der ist für viele der Intellektuellen sogar der Ausgangspunkt der anderen „Katastrophen“, die er benennt.




Die Klimaschau von Sebastian Lüning: Wie ein Klimaforscher die Sonne klein redet, Hoffen auf die Kernfusion




Klimaspaß mit EIKE: Fraunhofer-Forscher wollen Autobahnen mit Solardächern überspannen

Wissenschaftler vom Austrian Institute of Technology AIT und vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme entwickelten eine Technologie, um die Versiegelung natürlicher Flächen durch Photovoltaik-Paneele zu vermeiden. Sie kamen auf den Gedanken, bereits zuasphaltieren Boden zu überdachen – und da bietet sich Deutschlands dichtes Autobahnnetz an, das eine Länge von mindestens 13.000 Kilometern hat und eine Fläche von rund 330 qkm bedeckt (entspricht Fläche von München).

Klingt für den Laien erst einmal interessant – die Autobahnen gehören dem Bund, daher könnte man die Überdachung und Wartung zentral unkompliziert steuern. Fraglich ist allerdings, wie eine „wurmförmige“ Autobahn effizient überdacht werden kann. Baut man eine PV-Anlage auf eine Wiese, kann man die geringst mögliche Zahl von Stützen nehmen, die zudem nur etwa 1m hoch sein müssen. Aber über der Autobahn muß man ja mehr als 5m hohe Gerüste bauen, die aus Sicherheitsgründen sehr robust sein müssen. Hinzu kommt auch noch die Notwendigkeit der Reinigung, da verschmutzte Paneele deutlich weniger Sonnenstrahlung umsetzen. Müssen dann einmal die Woche Spezialreinigungsunternehmen mit Fassadenkletterern die Siliziumplatten abwischen? Oder wird das von zu entwickelnden Robotern erledigt, die es noch nicht gibt?

Man sieht – schon wieder eine Schnapsidee zur Rettung der Energiewende, die zwar „beforscht“ wird, aber höchstwahrscheinlich nicht über die geplante Pilotanlage hinauskommen wird.

Neben der grundsätzlichen Umständlichkeit der Autobahnüberdachung müssen ad hoc etliche neue Verfahren und Maschinen entwickelt werden, die anfangs noch nicht richtig funktionieren und zudem sehr teuer sind. Die klassische Fossiltechnologie hingegen wurde Stück für Stück entwickelt und immer wieder auf Wirtschaftlichkeit geprüft. So funktioniert Kapitalismus – dezentral, mit der Notwendigkeit, sich in der Wirklichkeit beweisen zu müssen.

Die Weltretter, beziehungsweise die Umverteiler, wollen eine völlig neue Technologie zentral-planwirtschaftlich aus der Taufe heben, was nach aller Erfahrung nicht funktioniert und nur Millionen oder Milliarden kostet, die der kleine Steuerzahler an die „da oben“ abführen muß.

Einen Vorgeschmack gibt der „Solar-Radweg“ des Potsdamer Unternehmens Solmove in Erftstadt (NRW). Erst soff das Konstrukt im Regenwasser ab, dann schmorten elektrische Anschlüsse durch. Schuld daran ist natürlich nur die Stadtverwaltung. Aus Sicherheitsgründen wurden die Zellen nun abgedeckt, damit sie keine Energie mehr sammeln können, durch die die beschädigten Leitungen dann glühen und qualmen.




Albert Einstein sagte Nein! zu einer Strahlungs-Erwärmung der Atmosphäre durch CO2

Obwohl dies eine verführerisch einfache Idee ist, liegen ihr eine Reihe von Annahmen zugrunde. Eine davon ist, dass die strahlenden Photonen-Absorptions-Emissions-Wechselwirkungen des Spurengases CO<sub>2</sub> die Wärmebewegung in der Atmosphäre dominieren. Und es stellt sich heraus, dass dieses Argument, eine Säule der globalen Erwärmungstheorie, falsch ist – es wurde von keinem Geringeren als Albert Einstein 1917 im Voraus widerlegt.

In dieser Studie aus dem Jahr 1917 (PDF) sagt Einstein Folgendes über die Erwärmung eines Gases durch Strahlung:

Bei der Absorption und Emission von Strahlung findet auch ein Impulsübertrag auf die Moleküle statt. Das bedeutet, dass gerade die Wechselwirkung von Strahlung und Molekülen zu einer Geschwindigkeitsverteilung der letzteren führt. Diese muss sicherlich mit der Geschwindigkeitsverteilung übereinstimmen, die die Moleküle als Ergebnis ihrer gegenseitigen Wechselwirkung durch Stöße erhalten, d.h. sie muss mit der Maxwell-Verteilung übereinstimmen. Wir müssen verlangen, dass die mittlere kinetische Energie, die ein Molekül pro Freiheitsgrad erwirbt in einem Plank’schen Strahlungsfeld der Temperatur T sein muss:

kT / 2

dies muss unabhängig von der Art der Moleküle und unabhängig von den Frequenzen, die die Moleküle absorbieren und emittieren, gelten.“

[Hervorhebung im Original]

Einstein verstand wie kein anderer vor und nach ihm die universelle Einheit von Masse, Licht und Zeit. Die Gleichung E = mc² beschreibt dies.

Masse, so stellt sich heraus, ist eine kondensierte Form von Energie, die sich nicht wirklich grundlegend von Photonen unterscheidet; Masse ist einfach alles, was Trägheit besitzt und sich der Beschleunigung widersetzt: alles, was Sie verlangsamt. Dieses PBS Space-Time Video beleuchtet diese Einheit, beginnend mit einer schönen Demonstration, wie eine hypothetische Box von Photonen, die keine Masse haben sollte, der Beschleunigung widerstehen und genau wie Masse Trägheit ausüben:

https://youtu.be/gSKzgpt4HBU

Eine schöne Erkenntnis aus dieser Präsentation ist, dass die „Geschwindigkeit“ c ist nicht nur die Geschwindigkeit des Lichts – es ist die Geschwindigkeit der Kausalität, die schnellste Geschwindigkeit, die jede Ursache-Wirkung-Agentur Einfluss übertragen kann. Sie ist grundlegend für die Raumzeit und die Architektur des Universums.

Diese grundlegende Wahrheit verbindet sich mit Einsteins Behauptung, dass die Übertragung von Wärmeenergie zwischen Photonen und baryonischen Teilchen in einem Gas im Wesentlichen nicht anders als die Boltzmann-Übertragung von Wärmeenergie von Gasteilchen zu Gasteilchen ist.

Die Erwärmung der Atmosphäre durch CO2 ist eine Geschichte, die nur den Strahlungstransport von Wärme anerkennt. Sie betrachtet den größten Teil der Atmosphäre – all das N2 und O2 zum Beispiel – als thermisch träge. Das ist nicht nur wegen der Konvektion unglaubwürdig, die mindestens genauso viel Wärme bewegt wie die Strahlung. Sondern wegen Einsteins Erkenntnis, dass die Übertragung von Wärme durch Strahlung auf Gas ein Boltzmann-Prozess ist, genau wie die Wärmeübertragung von einem Gasmolekül zum anderen. Und das vielbeschworene Thema der IR-Absorptions-Frequenzbänder ist von vernachlässigbarer Bedeutung – wie Einstein es ausdrückte: „Unabhängig von der Natur der Moleküle und unabhängig von den Frequenzen, bei denen Moleküle absorbieren und emittieren.“

Die Erwärmung der Atmosphäre durch CO2-Rückstrahlung ist ein Irrtum, der von Einstein bereits im Voraus widerlegt wurde. Wie in anderen Bereichen wie Gravitation, Raumzeit und Relativitätstheorie wurde Einstein noch nicht widerlegt. Er wird auch hier nicht widerlegt werden.

Link: https://ptolemy2.wordpress.com/2020/02/16/albert-einstein-said-no-to-co2-radiative-warming-of-the-atmosphere/

Übersetzt von Chris Frey EIKE