Umweltakti­vismus als Kohlenstoff-Imperia­lismus: Alptraum für die Armen

Indien befindet sich in einem Wettlauf mit der Zeit, um wirtschaftlichen Fortschritt zu erreichen. In den letzten drei Jahrzehnten ist seine Wirtschaft sprunghaft gewachsen und hat Hunderte von Millionen Menschen aus der Armut befreit. Dennoch hat das Land noch einen weiten Weg vor sich, bevor es wie die Nationen im entwickelten Westen werden kann.

Eine der größten Hürden ist die Versorgung aller Menschen in Indien mit zuverlässiger, erschwinglicher Elektrizität. Unterbrechungsfreier Strom ist immer noch ein Luxus, den nur wenige Inder genießen.

Obwohl Indien überwiegend agrarisch geprägt ist, erlebt es ein massives Wachstum im industriellen und verarbeitenden Sektor. Auch der Dienstleistungssektor und die Informationstechnologie boomen. Der Energiesektor des Landes ist das Rückgrat des Wirtschaftswachstums.

Aber das Land steht vor ständigen Herausforderungen bei seinen Energiezielen. Vor allem Kohlenwasserstoffprojekte werden von gut organisierten und von westlichen Geldgebern unterstützten Umweltaktivisten behindert.

Blockierung fossiler Projekte verzögert Armutsbekämpfung

Eine Reihe von Entwicklungsprojekten in Indien liegt derzeit auf Eis, obwohl das Green Tribunal, das indische Äquivalent zur U.S. Environmental Protection Agency, die Genehmigung erteilt hat.

Ein Beispiel dafür ist das Kohlenwasserstoffprojekt in Neduvasal, das nur wenige hundert Kilometer von meiner Heimatstadt in Tamil Nadu entfernt liegt. Trotz der Genehmigung durch das Green Tribunal gingen die Proteste weiter, und das Projekt ist in der Schwebe.

Mehrere andere wichtige Energieprojekte wurden aufgrund des starken Umweltaktivismus in diesem speziellen Teil Indiens verzögert oder aufgegeben, wodurch die Region des wirtschaftlichen Fortschritts beraubt wurde.

Darunter waren ein Titandioxidprojekt, ein Kernkraftprojekt, ein Teilchenphysik-Forschungsprojekt, ein Kupferherstellungsprojekt und ein Gasexplorationsprojekt. Einige dieser Projekte wurden vom Obersten Gerichtshof Indiens genehmigt und von technischen Experten als sicher eingestuft, dennoch wurden sie verzögert oder bleiben wegen der Proteste auf Eis gelegt.

Es kostet viel Mühe und Zeit, Menschen über die Armutsgrenze zu bringen. Manchmal werden durch entwicklungsfeindliche Proteste – von Umweltgruppen, die von radikalen Elementen im Ausland finanziert werden – die dringend benötigten Entwicklungsprojekte ganz einfach durch Fehlinformationskampagnen an der Basis abgesagt.

Das Traurigste daran ist, dass die Auswirkungen dieser wirtschaftlichen Hürden in den Entwicklungsländern viel bedeutender sind, wo sie die Armen und diejenigen, die sehr nahe an der Armutsgrenze leben, treffen können. Ein paar Monate COVID-19-Sperrung in Indien haben Millionen Menschen in extreme Armut zurückgeschickt, in der sie sich nicht einmal drei Mahlzeiten am Tag leisten können.

Während kleine Umweltgruppen und ihre regionalen Proteste den Fortschritt auf diese Weise behindern, fördern große internationale Gruppen eine Umwelt- und Energiepolitik, die einen viel größeren Einfluss auf die Wirtschaft hat.

Kohlenstoff-Imperialismus

Die internationale Klimapolitik, insbesondere das Pariser Abkommen, hat das Potenzial, die indische Wirtschaft zu stören. Aber die indischen Behörden haben sich immer gegen die Auferlegung einer restriktiven Energiepolitik durch das anti-fossile Establishment im Westen gewehrt

Indiens Vorbehalte diesbezüglich wurden von Indiens ehemaligem Chef-Wirtschaftsberater des Premierministers, Arvind Subramaniam, sehr gut ausgedrückt. In Anerkennung der subtilen Bemühungen der Vereinten Nationen und der westlichen Mächte, die Nutzung fossiler Brennstoffe in Indien zu unterdrücken, nannte Subramaniam ihre kollektiven Bemühungen „Kohlenstoff-Imperialismus“.

Das sind starke Worten von einer Person aus einem Land, das die härteste Form des Kolonialismus erduldet hat. Subramaniam bezeichnete die Auferlegung von Kohlenstoffsteuern als etwas Unrealistisches, vor allem, wenn die westlichen Mächte ihren wirtschaftlichen Erfolg durch die vollständige Nutzung eben jener aus fossilen Brennstoffen gewonnenen Energie erreicht haben, die sie nun verurteilen.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Außerdem können keine Ersatzstoffe die verlorene Energie aus fossilen Brennstoffen ausgleichen. Erneuerbare Energien sind teurer und unzuverlässiger.

Subramaniam warnte das Land: “Erneuerbare Quellen kommen mit versteckten Kosten, die wir in unserer kopflastigen Umarmung mit erneuerbaren Energien nicht übersehen sollten.“ Er fuhr fort: „Kohle wird bleiben und sollte bleiben. Die Zeit ist reif für eine grüne und saubere Kohlekoalition.“

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Seine politischen Ansichten wurden im Jahr 2020 erneut bestätigt, als der Wirtschaftsbericht des Landes erneut die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen unterstrich, um sinnvolle Fortschritte zu erzielen. Tatsächlich kündigte Indien kürzlich an, dass es in den nächsten zehn Jahren 55 Milliarden Dollar in saubere Kohleprojekte (Hochtechnologie, reduzierte Emissionen) investieren wird.

Die nationale Regierung hat sich phänomenal gegen den Druck aus dem Westen gewehrt und investiert weiterhin in erschwingliche, reichlich vorhandene und zuverlässige Energiequellen. Aber die Proteste an der Basis müssen angegangen werden, und dafür müssen der radikale Umweltschützer und seine übergreifenden Wurzeln ausgeschaltet werden. Und wie? Indem man die Öffentlichkeit über die Schäden aufklärt, die er mit sich bringt, und ihm so die Unterstützung der Bevölkerung entzieht, ohne die er keinen Erfolg haben kann.

Für die 300 Millionen Armen in Indien sind die Umweltgruppen – die von radikalen Elementen in den USA und Europa finanziert werden – das größte Hindernis auf dem Weg in die Mittelschicht – gesund, wohlhabend und langlebig.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

This article was originally published on MasterResource.org.

Photo by Aravind Kumar on Unsplash.

Link: https://cornwallalliance.org/2021/04/environmental-activism-as-carbon-imperialism-nightmare-for-the-poor-2/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Man braucht Big Energy als Backup für Little Wind und Solar

Meines Wissens hat diese große Zahl keinen Namen, aber das sollte sie. Nennen wir sie die „Mindestreserveanforderung“ für Wind- und Solarenergie, oder MBR [Minimum Backup Requirement]. Die Mindest-Backup-Anforderung gibt an, wie viel Stromerzeugungskapazität ein System haben muss, um zuverlässig den Strom zu erzeugen, den wir brauchen, wenn Wind und Sonne ausfallen.

Für die meisten Orte ist die Größenordnung der MBR sehr einfach. Sie ist der gesamte Saft, der in den heißesten oder kältesten windschwachen Nächten benötigt wird. Es ist Nacht, also gibt es keine Sonneneinstrahlung. Der anhaltende Wind beträgt weniger als acht Meilen pro Stunde, also gibt es keine Windenergie. Es ist sehr heiß oder sehr kalt, also ist der Bedarf an Strom sehr hoch.

An vielen Orten wird der MBR nahe an der maximalen Leistung liegen, die das System jemals benötigt, denn Hitzewellen und Kälteperioden sind oft auch windarme Ereignisse. Sowohl Hitze- als auch Kälteperioden werden oft durch große Hochdrucksysteme verursacht, die sehr wenig Wind mit sich bringen.

Während Hitzewellen kann es tagsüber etwas heißer sein, aber nicht so sehr. Während Kälteperioden ist es nachts oft am kältesten, wenn die Menschen am meisten Strom brauchen, damit sie nicht im Dunkeln erfrieren. Man denke an Texas.

Die so genannte „Spitzenlast“ ist also ein guter Näherungswert für den maximalen Backup-Bedarf. Mit anderen Worten: Es muss genügend zuverlässige Erzeugungskapazität vorhanden sein, um die gesamte maximale Leistung, die das System jemals benötigt, bereitzustellen. Für jedes öffentliche Stromversorgungssystem ist das eine sehr große Zahl; so groß, wie es nur sein kann, um genau zu sein.

Eigentlich ist sie sogar noch ein bisschen größer, denn es muss auch eine Sicherheitsmarge geben, oder was man „Reservekapazität“ nennt. Diese soll zur Verfügung stehen, wenn etwas nicht so funktioniert, wie und wann es sollte. Fünfzehn Prozent ist eine typische Reserve in amerikanischen Systemen. Das macht die MBR zu etwa 115 % des Spitzenbedarfs.

Uns wird oft gesagt, dass Wind- und Solarenergie billiger sind als Kohle-, Gas- und Kernkraftstrom. Aber das umfasst nicht die MBR für Wind und Solar. Was bei Wind- und Solarenergie relativ günstig ist, sind die Kosten für die Produktion einer Stromeinheit unter optimalen Bedingungen. Dies wird oft als LCOE oder „Levelized Cost of Energy“ bezeichnet.

Worüber wir wirklich reden müssen, ist die Notwendigkeit, zuverlässige Reserveenergie hinzuzufügen, um den Menschen den Strom zu geben, den sie brauchen, wenn sie ihn brauchen. Diese Gesamtkosten machen Wind- und Solarenergie sehr teuer.

Kurz gesagt, die wahren Kosten von Wind und Solar sind LCOE + MBR. Das sind die enormen Kosten, von denen man nie hört. Aber wenn jeder Staat auf Wind- und Solarenergie umsteigt, dann braucht jeder Staat eine MBR für ungefähr seinen gesamten Spitzenbedarf. Das ist eine enorme Menge an Erzeugungskapazität.

Es bedeutet mehr als eine Verdoppelung der normalerweise benötigten Erzeugungskapazität … die Rohstoffe für den Bau dieser doppelten Kapazität … und die realen Kosten für unzureichende, weit verstreute, flächenintensive, wetterabhängige, unzuverlässige Wind- und Solarkraftwerke, plus die minimale Backup-Anforderung. Einfach ausgedrückt: Man braucht viel Energie, um das zu stützen, was oft zu wenig Wind- und Sonnenenergie ist.

Natürlich hängen die Kosten für MBR von der Erzeugungstechnologie ab. Batteriespeicher scheiden aus, da die Kosten für die Milliarden von Halbtonnen-Batteriemodulen, die benötigt würden, um genügend Energie für eine Stadt, einen Staat, eine Region oder ein Land während mehrerer Tage mit wenig Wind und wenig Sonne zu speichern, astronomisch sind.

Gaskraftwerke sind vielleicht am besten, aber sie werden mit fossilen Brennstoffen betrieben, ebenso wie Kohlekraftwerke. Wenn man auf null fossile Brennstoffe besteht, dann ist Kernkraft wahrscheinlich die einzige Option. Kernkraftwerke als intermittierendes Backup zu betreiben ist dumm und teuer, aber keine fossile Energieerzeugung – oder keine Stromerzeugung – ist es auch. Und den Bau neuer Kernkraftwerke fast überall auf dem Planeten Erde durchzusetzen, ist im heutigen politischen Klima so gut wie unmöglich.

Was eindeutig ausgeschlossen ist, sind 100 % erneuerbare Energien, denn dann gäbe es häufig überhaupt keinen Strom. Das heißt, es sei denn, man könnte die Geothermie in einem enormen Ausmaß zum Laufen bringen, was viele Jahrzehnte dauern würde. (Und viele der besten traditionellen geothermischen Standorte befinden sich in oder in der Nähe von Nationalparks und anderen landschaftlich reizvollen oder natürlichen Gebieten wie Yellowstone, was den Widerstand der Umweltschützer zu einer ausgemachten Sache macht).

Es ist klar, dass das Ziel der Biden-Administration, bis 2035 keinen Strom aus fossilen Brennstoffen zu erzeugen (ohne Kernkraft), aufgrund der Mindestanforderungen für die Unterstützung von Wind- und Solarenergie wirtschaftlich unmöglich ist. Man kann vom jetzigen Stand aus nicht dorthin gelangen.

Wir sollten uns nicht wundern, warum wir fast nie etwas über diese offensichtlich enormen Kosten für Wind und Solar hören. Sie an die Öffentlichkeit zu bringen, würde die Argumente für „erschwingliche, saubere, grüne, erneuerbare, nachhaltige“ Energie ernsthaft untergraben. Also vermeiden die Versorgungsunternehmen, die ich mir angesehen habe, dies mit einem cleveren Trick.

Dominion Energy, das den größten Teil des Stroms in Virginia liefert, ist ein gutes Beispiel. Die Legislative von Virginia verabschiedete ein Gesetz (den „2020 Virginia Clean Energy Act“), welches vorscxhreibt, dass die Stromerzeugung von Dominion bis 2045 ohne fossile Brennstoffe erfolgen muss. Dominion entwickelte einen Plan, in dem sie erklärten, wie sie dies angeblich erreichen würden.

Ganz beiläufig, auf Seite 119, sagt das Unternehmen, dass es seine Kapazitäten für den Import von Strom, den es von anderen Energieversorgern bezieht, erweitern wird. Diese Erweiterung entspricht zufällig dem Spitzenbedarf des Unternehmens.

Der Plan ist, den ganzen MBR-Strom von den Nachbarn zu kaufen! Aber wenn alle auf Wind- und Solarenergie setzen, wird niemand mehr Strom zum Verkaufen haben. Tatsächlich werden sie alle versuchen, Strom zu kaufen – was unmöglich funktionieren kann.

Man vergesse nicht, dass Hochdruckgebiete mit ihrem windschwachen Bereich riesig sein können und ein Dutzend oder mehr Staaten abdecken. Sie können tagelang andauern. Im Übrigen hat heute niemand diese Art von überschüssiger Stromerzeugungskapazität, wenn wir immer noch reichlich Kohle, Gas und Kernkraft für die primäre Stromerzeugung und als Backup haben.

Die meisten Energieversorger decken schon jetzt kaum ihren eigenen Bedarf. Sobald jedes Versorgungsunternehmen in jedem Bundesstaat verpflichtet ist, zu 100 % auf fossile Brennstoffe zu verzichten, wird es garantiert zu einem Debakel kommen, immer und immer wieder.

Große Städte wie New York werden sich nicht mehr von wiederholten Stromausfällen freikaufen können.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es für jeden Energieversorger Zeiten geben wird, in denen es keine Wind- und Solarenergie gibt, auch in Zeiten maximaler Nachfrage. Die Deckung dieses enormen Bedarfs ist die minimale Backup-Anforderung. Die enormen Kosten für die Erfüllung dieser Anforderung sind Teil der Kosten für Wind- und Solarenergie – der Teil, über den niemand reden will, insbesondere Politiker, Umweltschützer und Versorgungsunternehmen nicht. MBR macht Wind- und Solarenergie extrem teuer.

Die einfache Frage, die man der Biden-Regierung, den Bundesstaaten und ihren Energieversorgern stellen muss, ist diese: Wie werden Sie in heißen oder kalten windarmen Nächten Strom bereitstellen?

Wenn Sie diese Frage stellen, bleiben Sie in der Nähe des Mikrofons, damit Sie mehr verlangen können als die Doppelzüngigkeit, die falschen Zusicherungen und die offenen Lügen, die Sie mit Sicherheit bekommen werden, wenn sie zum ersten Mal auf diese lebenswichtige, unbequeme und wachrüttelnde Frage antworten.

[Originally posted on Townhall]

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/it-takes-big-energy-to-back-up-little-wind-and-solar

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Alles zusammen

Wenn die Reihe also z. B. (1, 3, 7, 10) lautet, ist die neue Reihe, die die kumulative Summe der alten Reihe ist, (1, 4, 11, 21). Sie wird berechnet als

  • 1
  • 1 + 3 = 4
  • 4 + 7 = 11
  • 11 + 10 = 21

Warum ist eine kumulierte Summe von Interesse? Sie kann zugrunde liegende Trends und Veränderungen in Datensätzen aufzeigen. Man nehme zum Beispiel die „Pazifische Dekadische Oszillation“ PDO. Dies ist eine langsame Veränderung im Pazifik, bei der der nördlichste Teil alternierend kühler und wärmer wird.

Abbildung 1: Die beiden Extreme der Wassertemperatur des Pazifiks bzgl. der PDO.

Und hier eine Graphik des PDO-Index‚, einer Maßzahl für die Phase der PDO:

Abbildung 2. PDO-Index, und das Datum der „Großen Pazifischen Klimaverschiebung“ von 1976-1977.

Und was ist die „Große Pazifische Klimaverschiebung“, wenn sie stattfindet? Es war das Datum der ersten Verschiebung der Pazifischen Dekadischen Oszillation, die von Wissenschaftlern identifiziert wurde. (Als langjähriger kommerzieller Lachsfischer weiß ich die Tatsache sehr zu schätzen, dass die PDO zuerst in Aufzeichnungen von Lachsfängen im pazifischen Nordwesten bemerkt wurde … aber ich schweife ab). Aus dem Journal of Climate Artikel „The Significance of the 1976 Pacific Climate Shift in the Climatology of Alaska“:

Im Jahr 1976 erfuhr die nordpazifische Region, einschließlich Alaska, eine dramatische Verschiebung zu einem Klimaregime, das einen großen Anstieg der Winter- und Frühlingstemperaturen und einen geringeren Anstieg der Sommer- und Herbsttemperaturen im Vergleich zu den vorangegangenen 25 Jahren sah“.

Und was hat die pazifische Klimaverschiebung von 1976 mit den kumulierten Summen zu tun? Es wird deutlich, wenn wir die kumulative Summe des PDO-Index‘ wie unten gezeigt graphisch darstellen:

Abbildung 3. Kumulative Summe des PDO-Index‘, und das Datum der pazifischen Klimaverschiebung von 1977

Wie man sieht, zeigt die kumulative Summe des PDO-Index‘ eindeutig das Datum der Verschiebung des pazifischen Klimas in die warme Phase der PDO.

Was können kumulative Summen noch tun? Sie können uns zeigen, ob zwei Datensätze in Beziehung zueinander stehen. Hier sind die kumulativen Summen von:

zusammen mit der PDO:

Abbildung 4. Kumulative Summe des PDO-Index und das Datum der pazifischen Klimaverschiebung von 1977

Diese vier Indizes des Klimas beruhen auf sehr unterschiedlichen Dingen. Der PDO-Index ist die erste Hauptkomponente der Meeresoberflächentemperaturen nördlich von 20°N. Der Southern Ocean Index basiert auf der Differenz des Luftdrucks zwischen Tahiti und Australien. Der NINO34-Index basiert auf den Meeresoberflächentemperaturen in der Region 5°N-5°S und 170°W-120°W. Und der Nordpazifik-Index basiert auf dem flächengewichteten Meeresspiegeldruck über der Region 30°N-65°N, 160°E-140°W.

Und trotzdem zeigen sie alle deutlich die pazifische Klimaverschiebung von 1976 …

Was können wir noch mit kumulativen Summen machen? Nun, wir können sie auch verwenden, um zu zeigen, welche Datensätze nicht zusammenhängen … hier sind ein paar Beispiele:

Abbildung 5 Kumulative Summen, Pazifischer Dekadischer Oszillationsindex, Nordatlantischer Oszillationsindex und monatliche Sonnenflecken

Es gibt nicht viele Gemeinsamkeiten bei diesen drei. Und das zeigt, dass die Sonnenflecken und die Nordatlantische Oszillation auch nicht eng mit den in Abbildung 4 gezeigten El-Nino-Indizes zusammenhängen … und das war’s mit den kumulativen Summen für den Moment.

Aktualisierung: Ein Kommentator wies mich darauf hin, dass ich die Atlantische Multidekadische Oszillation (AMO) nicht in die Analyse einbezogen hatte. Hier ist die Grafik:

Anmerkung: Kumulative Summen sind sehr empfindlich gegenüber Anfangsbedingungen und Anomalien. Wenn es einen Aufwärtstrend in den Daten gibt, oder wenn der Nullpunkt niedriger ist als die Werte, wird eine kumulative Summe in den Himmel steigen und umgekehrt. Die Anomalie der gleichen Daten wird sich jedoch ganz anders verhalten. Alle obigen kumulativen Summen wurden zunächst als Anomalie um den Mittelwert des jeweiligen Datensatzes ausgedrückt. Für trendlose Indizes macht dies kaum einen Unterschied. Es stellt jedoch sicher, dass sie zu dem Wert zurückkehren, bei dem sie begonnen haben. Nimmt man sie als Anomalien um einen beliebigen anderen Nullpunkt, so ergibt sich je nach gewähltem Punkt ein Gesamttrend. Infolgedessen ist der Trend einer kumulativen Summe im Allgemeinen bedeutungslos, aber wie oben gezeigt, können die Variationen in der kumulativen Summe recht aussagekräftig sein.

Link: https://wattsupwiththat.com/2021/04/09/adding-it-up/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

 




Klimafreundliche Wasserstoff-Flugzeuge von Airbus ab 2035?

Guillaume Faury, der Chef von Airbus, hält klimafreundliche Nurflügel-Jets ab 2035 für realistisch. Wie soll ein Wasserstoff-Antrieb im Flugzeug aussehen? Wenn man nicht mit Kolben und Propeller langsam fliegen will, braucht man schnelle Strahlturbinen. Aber können die statt Kerosin mit dem leichten Gas funktionieren? Offenbar schon; mitlesende Maschinenbauer können in den Kommentaren gern ergänzen.

Faury will zunächst Kerosin-Turbinen umrüsten, um dann später zu Brennzellen zu wechseln. Wie treibt eine Zelle aber ein Flugzeug an? Mit Propeller über Elektromotor? Oder wird die Turbinenschaufel elektrisch gedreht und verdichtet die kalte Ansaugluft? Wird der entstehende Wasserdampf mit verdichtet? Gibt es überhaupt Prototypen, die zeigen, wie man wirtschaftlich in Serie produzieren kann?

Man will auch die Form der Zelle (also das Flugzeug ohne Antrieb) revolutionieren: Faury favorisiert das Nurflügelkonzept ohne durchgehenden Rumpf. Neu ist diese Konstruktion nicht; schon die Gebrüder Horten haben im Zweiten Weltkrieg die legendäre Ho-229 gebaut, die aber nie eingesetzt wurde und bei Erprobung Testpiloten das Leben kostete.

Das Konzept wurde seit den 1980ern bei der US-Luftwaffe umgesetzt, bei den legendären Tarnflugzeugen Lockheed F-117 und Northrop B-2. Militärisch gesehen hat der Nurflügel den Vorteil, ein geringes Radarprofil zu besitzen, was bei Zivilflugzeugen hingegen nicht erwünscht ist, weil die Luftüberwachung die Jets ja sehen und Zusammenstöße verhindern will.

Wirtschaftlich ist die Bumerang-Form interessant, weil der Luftwiderstand geringer und der Auftrieb höher als bei der klassischen Vogel-Form sind, was Sprit spart. Daß von Böing, Airbus & Co. bislang keine Nurflügler gebaut wurden, liegt an der komplizierteren Steuerung des Bumerangs. Man braucht hier viel Elektronik, weil der Mensch mit seinem Nervensystem nicht schnell genug reagieren kann. Bei Militärjets ist das juristisch nicht relevant, weil die Piloten berufsmäßig sowieso ihr Leben riskieren, und weil sie keine zivilen Passagiere transportieren.

Stürzte hingegen ein ziviler Nurflügler mit seiner komplizierten Elektronik ab, würde es Klageverfahren wegen „riskanter Technik“ hageln. Man darf also davon ausgehen, daß der Airbus-Chef hier nur eine PR-Note abgab, die wahrscheinlich in absehbarer Zeit keinerlei Umsetzung erfahren wird. Es sei denn, die Minderleister in der EU und den Nationalregierungen setzen sich durch und erzwingen das unsichere und unwirtschaftliche Wasserstoff-Bumerang-Konzept. Dafür müßte allerdings gesetzlich dafür gesorgt werden, daß das besonders in USA typische Klagewesen deutlich verkleinert wird.

Faury deutet im Interview etwas ähnliches an: „Für die Umsetzung der Wasserstofftechnik brauche man ein weltweit einheitliches Regelwerk“.




25jährige CDU-Politikerin will „Klima-Union“ als Gegenstück zu „Fridays for future“ gründen.

Wiebke Winter ist Juristin, gerade 25 Jahre alt und will im September (?) in den Bundestag einziehen. Sie ist 2021 als Jüngste in den Bundesvorstand gewählt worden – wahrscheinlich nicht gegen den Willen der Eisernen Vorsitzenden.

Im Interview mit der FAZ stellt sie ihre neue Parteivereinigung Klimaunion vor, die noch nicht anerkannt ist. Man kann vermuten, daß die Klimaunion als Gegenstück zur Werteunion agieren wird und rot-grüne Inhalte in der CDU/CSU noch fester verankern will.

Was will Winter offiziell mit ihrer Klimaschutzgruppe erreichen? Soweit alles, was Grüne und FFF, Extinction Rebellion XR auch wollen, nur soziale Marktwirtschaft und Industrie sollen bestehen bleiben; Verbote hingegen solle es nicht geben.

Die Bürger sollen weiterhin eine Bratwurst essen und in den Urlaub fliegen dürfen.

Das ist aber großzügig von Wiebke, finden Sie nicht? Interessant ist, mit welchen Mitteln sie Desindustrialisierung und Verarmung verhindern will:

Windkraft vom Deich statt Öl vom Scheich.

Das könnte ihr noch um die Ohren fliegen, weil die Grünen und Massenmedien schon bei den eigenen Leuten und Begriffen wie „Indianerhäuptling“ rot bzw. braun sehen.

Neben der „Erneuerbaren“-Förderung will Winter das Klimaschutzziel mit der Begrenzung auf 1,5°C Erwärmung einhalten und Deutschland, aber nicht China und Indien, bis 2040 klimaneutral machen. Außerdem will sie die Windrad-Stromtrassen ausbauen, CO2-Emissionen ordentlich besteuern (natürlich „sozial gerecht“), und Kernkraft abschaffen, weil sie umweltfeindlich sei (!).

Man sieht – die Juristin hat genau wie ihre grüne Kollegin Analena Baerbock keinen blassen Schimmer von Wirtschaft und Technologie und verspricht nur, daß die grüne Desindustrialisierung mit ihr nicht so schlimm werden würde. Daß Bratwurst essen und fliegen nach der großen Klima-Transformation so teuer werden könnte, daß sich der leichtgläubige CDU/CDU-Wähler sich das kaum noch leisten kann, erwähnt sie natürlich nicht. Es interessiert sie wahrscheinlich auch nicht – sie hat nämlich eine Biografie, die Aktivistinnen und Politikerinnen wie Baerbock, Luisa Neubauer oder Clara Mayer recht ähnlich ist. Erste Demo-Teilnahme gegen ein Kernkraftwerk, schon mit 16 in der Parteijugend, großbürgerliche Herkunft mit gymnasialer Ausbildung, Engagement im Gender-Bereich, Auslandsstudium, und Finanzierung durch eine Parteistiftung (KAS). Man merkt: Eine weitere höhere Tochter nutzt ihre Privilegien und will möglichst streßarm Karriere machen; womit sie allerdings ihre Partei zu einer weiteren grünen Organisation macht.