Unsere Politiker sollten sich endlich darum kümmern, wie man mit Corona leben kann und nicht umgekehrt

Der Rückgang der Zahlen durch den Lockdown fällt nicht sehr beeindruckend aus …

sagt B. Palmer (der GRÜNE Bürgermeister von Tübingen) und spricht damit ein Thema an, welches ganz offensichtlich ist: Sieht unsere Politik überhaupt noch das Ziel, oder stochert sie nur mit immer größerem Aufwand im Nebel herum?

B. Palmer: [1] Es wird nur noch darüber geredet, ob der Lockdown … halt so lange dauern soll, bis Lauterbachs Ziele erreicht sind. Alternativen? Fehlanzeige.
… Taiwan und Südkorea zeigen, wie man mit moderner Kontaktverfolgung eine Pandemie in Schach hält. … Schweden wird für seinen Weg bei uns nur gescholten. Dabei haben die nicht mehr Tote als Österreich und viel weniger als Frankreich oder Belgien, in denen es mehrfach harte Lockdowns gab.
Die Schweiz hat Geschäfte und Restaurants den ganzen Winter offen gehalten. Die Infektionszahlen sind höher, aber die Krankenhäuser haben 30% freie Intensivbetten. Das Durchschnittsalter der Toten steigt immer weiter an. Mittlerweile sind wir deutlich jenseits der 80. Die Übersterblichkeit in Deutschland bewegte sich 2020 im Rahmen einer schweren Grippe. Eine Überlastung der Intensivkapazitäten in Deutschland droht nicht mehr. Und: Der Rückgang der Zahlen durch den Lockdown fällt nicht sehr beeindruckend aus.
In so einer Situation nur mehr vom Gleichen zu fordern, ist mindestens einfallslos … aber … auch völlig unverständlich.
B. Palmer ist allerdings eher so etwas wie der „Sarrazin der GRÜNEN“ und wird deshalb konsequent ignoriert (so lange man ihn nicht aus der Partei entfernen kann).

Und so wundert es nicht, dass der Bayerische Ministerpräsident Söder getreu Frau Merkels Corona-Maßnahmen-Eskalation hinterhertrottet und solche Fragen erst gar nicht stellt. Als zum Populisten mutierter Landesvater setzt er dazu allerdings noch etwas drauf und zeigt dazu, wie Kritik an der Coronapolitik – und an ihm – zu verorten ist:
WELT 09.01.2021 Söder holt zum Rundumschlag aus – und vergleicht Corona mit der Pest
Söder warnte vor allem vor der Gefahr, dass sich Mutationen ausbreiten, und verglich das Virus mit der Pest: „Corona ist wie die Pestilenz. Sie kriecht in jede Ritze.“
Kein Verständnis habe er daher für Corona-Leugner und Politiker, die die Lage auszunutzen versuchten. „Es erschüttert mich zutiefst, wie
die AfD und der ganze ,Querdenker‘-Klub versuchen, das kaputt zu machen“, so Söder in Bezug auf die Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung.
„Es ist verheerend. Endlose Fake News und Lügen führen dazu, dass Leute sich in Scheinwelten und Parallelwelten begeben. Es ist wie eine sektenähnliche Entwicklung. Die Leute werden wie einer Gehirnwäsche unterzogen.“ Daher müsse gelten: „Wir lassen uns unsere Demokratie nicht kaputt machen.“

In Kurzform meint Söder (rein private Interpretation des Autors, die durch nichts belegt ist): Unter mir hat selbstverständlich jeder das Recht auf eine eigene Meinung, so lange es die Gleiche ist …

Sogar seinen Koalitionspartner – die Freien Wähler – regt er damit auf. Was die Tageszeitung des Autors allerdings veranlasst hat, Söder vor seinem Koalitionspartner in Schutz zu nehmen und zu zeigen, dass ihre Redaktion auch nicht gescheiter ist.

Betrachtet man vor diesem Hintergrund die aktuell publizierten Lockdown-Verschärfungsforderungen von Merkel und Landesfürsten, meint man zu Ahnen, dass solche „Wissensqualität“ eine erhebliche mit-Entscheidungsbasis sein wird.

Und wer die wirklichen „Querdenker“ sind, sei anbei nochmals gezeigt. Söders „eigener“ Staatsfunk meldete einst:
Sendung im Bayerischen Rundfunk am 30. Januar 2020: Quer erklärt: Wer behauptet, das Coronavirus sei so gefährlich, dass Grenzen geschlossen, der Verkehr eingeschränkt und manche Berufe eingestellt werden müssen, sei ein rechter Verschwörungstheoretiker in Paranoiaproduktion mit Endzeitpsychose.
Im Niedermachen und Verleumden anderer Meinungen sind sich im Merkeldeutschland Politik wie Medien einig.

Schaut man sich die Coronadaten an, stellt sich allerdings schon die Frage, wer eher eine Gehirnwäsche bekommen hat. Deshalb anbei eine Aktualisierung zum vorhergehenden „Corona-Bericht“ des Autors [2].

Aktuell dargestellter Status

Die Sterbezahlen des Statistischen Bundesamtes lahmen der Zeit leider immer vier Wochen hinterher. Um das Jahr 2020 zu bewerten, reicht jedoch der Zeitraum bis zur dort aktuell (zum Zeitpunkt der Editierung dieses Artikels) hinterlegten KW 51 aus. Um in den Grafiken das Gesamtjahr abzubilden, wurde in denen des Autors notgedrungen die fehlende KW 52 mit den Werten der KW 51 gefüllt. Der mögliche Datenfehler dürfte i den Grafiken kaum sichtbar sein.Die auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes gezeigte Sterbegrafik zeigt – wie dort auch berichtet wird – eine Übersterblichkeit durch Corona:
… Im April lagen die Sterbefallzahlen deutlich über dem Durchschnitt der Vorjahre. Gleichzeitig war ein Anstieg der Todesfälle zu beobachten, die mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehen (Quelle: Robert-Koch-Institut (RKI)). Als diese zurückgingen, bewegten sich ab Anfang Mai auch die Sterbefallzahlen zunächst wieder etwa im Durchschnitt. Im August waren sie allerdings wieder erhöht. Dies geht offenbar auf eine Hitzeperiode zurück. Auch die Sterbefallzahlen im September lagen etwas über dem Durchschnitt der Vorjahre. Nach durchschnittlichen Sterbefallzahlen in der ersten Oktoberhälfte steigen die Sterbefallzahlen seit der zweiten Oktoberhälfte über den Durchschnitt hinaus an. Zeitgleich ist erneut ein Anstieg der COVID-19-Todesfallzahlen zu beobachten.

Bild 1 Sterbezahlen Deutschland. Quelle: Statistisches Bundesamt. Screenshot vom 11.01.2021

Bild 2 RKI-Corona-Dashboard, Screenshot vom 11.01.2021. Anmerkung: Der Spitzenwert beim „Meldedatum“ datiert auf den 17.12., im Bild also vor ca. 3 1/2 Wochen

Auf einem anderen Portal sieht der Verlauf der Meldungen zum Schlussdatum etwas anders aus.

Bild 3 Daten von Bild 2 auf einem anderen Portal

Die beim Register DIVI hinterlegten Intensiv-Zahlen sagen wenig aus, da Vergleiche zu Grippejahren fehlen.

Bild 4 DIVI-Intensivregister Screenshot vom 11.01.2021

Bild 5 DIVI-Intensivregister. Screenshot vom 11.01.2021

Allerdings zeigt das DIVI, warum die Krankenhäuser so überlastet sind: Nicht die Anzahl der belegten Intensivbetten hat zugenommen, sondern deren Reserve wurde abgebaut. Ein Teil davon dürfte wohl auf Personalmangel zurückzuführen sein.

Bild 6 DIVI-Intensivregister. Screenshot vom 11.01.2021

Übersterblichkeit

Reiht man die Sterbedaten Deutschland (Bild 1) hintereinander, ergibt sich das folgende Verlaufsbild (Bild 7). Allerdings lässt sich daraus keine eindeutige Aussage zur Übersterblichkeit ableiten. Deshalb im Folgebild (Bild 8) ein Jahresvergleich.

Bild 7 Deutschland, Sterbezahlen von 2016 – 2020. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Bis zur KW 50 war das „Coronajahr“ 2020 in der Jahres-Sterbesumme nicht schlimmer, als das Grippejahr 2018.

Bild 8 Deutschland, Sterbezahlen von 1.2016 – 2020. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Erst am Jahresende (die noch fehlende Kalenderwoche hochgerechnet mit dem Wert der KW 51) sieht man, dass das „Coronajahr“ 2020 in der Jahres-Sterbesumme der letzten fünf Jahre ganz leicht am Höchsten liegt (siehe dazu Bild 21 mit den tabellierten Werten).

Wegen der 1,53 %, bzw. 14.589 im Jahr 2020 mehr als im Grippejahr 2018 verstorbene Personen,
oder anteilig zur Gesamtbevölkerung 0,016 % Corona-„Überverstorbenen“,
sind unsere Politiker der festen Überzeugung, Deutschland und das gesamte öffentliche Leben ruinieren zu müssen (und es zu dürfen).

Bild 9 Deutschland, Todesursachen. Bild vom Autor bei den „Frauen“ um den Coronaanteil von ca. 3,3 % ergänzt. Quelle: WIKIPEDIA

Mit dem folgenden Bild der Jahresmortalität seit 1920 nochmals eine Darstellung, wie das angeblich so schlimme Coronajahr 2020 wirklich einzuordnen ist.
Damit sieht man die völlig unspektakuläre Sterberate des Jahres 2020 – die nun jedes Jahr alleine aufgrund des Sterblichkeitstrends ob „mit oder ohne Corona“ eintreffen wird.

Bild 10 Deutschland, relative, jährliche Sterbezahlen seit 1950. Fehlender Wert 2020 KW 52 vom Autor mit den Daten KW 51 ersetzt und ab 2016 korrigierte Daten. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: destatis.de (verlinkt über das Statistische Bundesamt)

Es stellt sich somit die Frage, warum Herr Söder nur bei den anteilig ca. 3 % Corona-Verstorbenen jedes Mal einen „Stich ins Herz“ bekommt und „um jedes Leben kämpft“, wo es parallel noch 96,7 % aus anderen Gründen Verstorbene gibt, die sicher nicht weniger „Wert“ sind als Corona-Opfer und bei denen er sich auch „bewähren“ könnte.
WELT DE: Corona live: Markus Söder fordert längeren und härteren Lockdown – WELT:
Panorama 09.01.2021 Markus Söder fordert längeren und härteren Lockdown: Söder sagte … Die wahren Opfer seien aber die fast 40.000 Toten im Zusammenhang mit dem Virus. „Es ist jedes Mal ein kleiner Stich ins Herz.“ Um jedes Leben werde gekämpft, versprach Söder. „Jeder Tag ist eine neue Bewährungsprobe.“

Und obwohl trotz Lockdown die Inzidenzwerte stetig nur weiter steigen (Bild 3) – aber als fast alleiniges Reverenz-Maß genommen werden – wird diese sich als nicht zielführend zeigende Maßnahme immer verbissener weitergeführt.

Bild 11

MSN 14.01.2020: Merkel: Deutschland droht Horror-Szenario wegen Corona-Mutation
Nach Ansicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel droht Deutschland aufgrund der in Großbritannien aufgetauchten Corona-Mutation ein Horror-Szenario … Bundeskanzlerin Angela Merkel denkt bereits über eine Lockdown-Verlängerung bis Ostern 2021 nach …

Bild 12

Tichys Einblick, 14.01.2020: GEGEN JEDE REALITÄT Die Bundesregierung plant wohl noch schärferen Einheitslockdown
… Der Knaller: Die Bundeskanzlerin persönlich forciert wohl eine Verschärfung. Wie die Bild berichtet, will sie möglicherweise am 20. Januar eine Ministerpräsidentenrunde einberufen und die Maßnahmen im Land verschärfen und vereinheitlichen. „mega-Lockdown“ nennt die Bild-Zeitung das. Unter anderem sind wohl die Schließung der öffentlichen Nahverkehrs und Ausgangssperren wie etwa in Frankreich in der Diskussion.
Die Begründung? Die mutierten Viren aus Großbritannien und Südafrika. Eine wissenschaftliche Evidenz, dass diese Mutation in irgendeiner Weise schlimmer ist gibt es nicht.

Stimmt B. Palmers „Altersansage“?

B. Palmer: Das Durchschnittsalter der Toten steigt immer weiter an. Mittlerweile sind wir deutlich jenseits der 80.

In einem Podcast des Prof. Nieden vom Statistischen Bundesamt wird diese wichtige Aussage ebenfalls getätigt. Doch stammt dieser Podcast noch aus der ersten „Welle“.
Deshalb anbei eine Sichtung, ob diese Aussage wirklich noch aktuell ist. Stimmt sie immer noch, ist es der Beleg, dass die „Schrotflintenpolitik“ und Wegsperren aller Jüngeren im bisherigen und dem aktuellen Lockdown barer Unsinn ist und gezieltes Schützen der Problem-Altersgruppe viel effektiver – und mit Sicherheit auch viel, viel billiger – wäre.

Schon eine erste, einfache Sichtung der Sterbezahlen dieser Altersgruppe zeigt, wie recht Herr Palmer hat: Die Altersgruppe bis 80 hat auch derzeit keine höhere Mortalität als in einem „kleinen“ Grippejahr und in der Jahressumme zu den vergangenen fünf Jahren sogar die niedrigste.

Bild 13 Deutschland, Sterbezahlen von 2016 – 2020 für die Altersgruppen unter-/über 80 Jahre. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Die Jahressummen der Sterbezahlen dieser zwei Altersgruppen zeigen zusätzlich, dass die Gruppe bis 80 Jahre auch mit Covid überhaupt keine erhöhte Sterblichkeit aufweist.

Bild 14 Deutschland, Sterbezahlen Jahreswerte von 2016 – 2020 für die Altersgruppen unter-/über 80 Jahre. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Vorsichtshalber die gleiche Sichtung mit der Altersgruppe von 70 – 80 Jahren. Beide Grafiken zeigen, dass nicht einmal die Altersgruppe von 70 bis 80 Jahren – die auch als Hoch-Risikogruppe angegeben ist – durch Corona eine wirkliche Übersterblichkeit aufweist.

Bild 15 Deutschland, Sterbezahlen von 2016 – 2020 für die Altersgruppen 70 – 80 Jahre/über 80 Jahre. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Bild 16 Deutschland, Sterbezahlen Jahreswerte von 2016 – 2020 für die Altersgruppen 70 – 80 /über 80 Jahre. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Nun noch die Meldung der Helios-Klinikgruppe zu Corona. Während nach vielen Berichten die Kliniken „überlaufen“, ist die Helios-Klinikgruppe inzwischen weniger belastet und weist gegenüber dem Vorjahr über alle Zeiträume eine erhebliche Unterauslastung auf.

Bild 17 Helios-Kliniken. Bericht 11. Januar 2021

Tübingen, die Stadt des GRÜNEN „Querdenkers“

Herr Söder (und die ganze Berliner Polit-Schickeria) täten gut daran, sich endlich zu informieren, wie (einzelne Länder im Ausland, in Deutschland allerdings anscheinend nur) Tübingen „Coronawunder“ vollbringt.

Weiterhin sind für die Stadt Tübingen im WEB keine Zahlen zu Corona zu finden. Deshalb muss zur Darstellung des „Tübinger Coronaweges“ weiterhin auf die Daten der Universitäsklinik Tübingen als Stichprobe ausgewichen werden (in [2] im Detail ausgeführt und erklärt).

Anbei die aktuellen Coronadaten der Klinik (Bild 19) zum Vergleich mit den Corona-Deutschlandwerten (Bild 18). Auch wenn die Werte inhaltlich nicht direkt vergleichbar sind, haben die Verläufe eine erhebliche, relative Signifikanz. Und diese zeigen weiterhin, dass in Tübingen durch Palmers einfache Maßnahmen – konsequenter Schutz der Personen über 80 Jahre – noch weit vor dem ersten Impfen, das Verhalten der Wellen Eins und Zwei umgedreht werden konnten.
Davon ist der Rest von Deutschland mit Merkels „alternativlosen“ Maßnahmen und Herrn Söders markig-arroganten Sprüchen immer noch meilenweit entfernt, eher ist überhaupt kein Weg dorthin erkennbar.

Bild 18 Deutschland Coronadaten 2020 (Tageswerte)

Bild 19.1 Uniklinik Tübingen. Behandlungsdaten Corona-Patienten 2020 (vom Autor aus deren liebloser Homepagehinterlegung mühsam abgetippt und grafisch umgesetzt)

Ein Land kaputt zu machen ist immer einfacher, als es mit Bedacht zu regieren

Es scheint sich inzwischen eine echte Manie mit einem Wettbewerb entwickelt zu haben, alleine beim nutzlosen Weg des immer härteren und immer längeren Lockdown zu bleiben und andere Wege aus Prinzip nicht in Erwägung zu ziehen. Streng nach der in Deutschland bisher gängigen Regel, einen Feind – egal wie übermächtig er sei – grundsätzlich (bis zum bittersten Ende) versuchen zu vernichten, auch wenn es das eigene (Über-)Leben kostet, anstelle ihn zu akzeptieren und mit ihm zu kooperieren (Anm.: Nur wo es um die eigenen Fleischtöpfe geht – wie in den politischen Einheitsmeinungs-Parteien – wird davon abgewichen). Der Berliner „Tagesspiegel“ zeigt es symptomatisch:
Tagesspiegel 11.01.2020: Corona-Bekämpfung sollte verschärft werden: Die neue Mutante ist schnell – wir müssen schneller sein

Und damit reiht sich die aktuelle Pandemiebekämpfung Deutschlands nahtlos in der unfehlbaren Merkels „Alternativlosigkeiten“ ein, öfters optische Bilder (Fukushima, von Greenpeace gelbrot eingefärbte Wasserdampfwolken von Kohlekraftwerken, Kinder an der Grenze, Särge in Bergamo) zum Anlass ihres Handelns zu nehmen.

Die Särge von Bergamo

Die erschütternden Bilder Anfang des letzten Jahres aus Bergamo mit von einem Militärlastwagen-Konvoi auf offenen Ladeflächen abtransportierten Särgen sagen etwas vollkommen anderes aus, als es den deutschen Bürgern von der Politik und den Medien weisgemacht wurde, wurde in deutschen Medien und seitens der Politik (nach Meinung des Autors) nie richtiggestellt:
[3] THE EUROPEAN 14.05.2020: Italiens Pandemie-Gesetz und seine Folgen
… Ein wunderbares Beispiel der Wirkung gesetzlicher Logik. Die zentrale Norm dazu ist das italienische Pandemie-Gesetz, das vorschreibt, dass an einem Pandemie-Virus Verstorbene nicht beerdigt werden dürfen, sondern verbrannt werden müssen. Wer Italien kennt …, weiß wie gut-katholisch sie sind … und hat … die richtige Assoziation von den landesweit üblichen, traditionellen Beerdigungszeremonien.
… dass die Zahl der in Italien sehr selten genutzten Krematorien nicht ausreicht, um plötzlich alle Verstorbenen zu verbrennen … Jawohl alle! … die Folge der zwingenden, gesetzlichen Angst-Vorschrift: Die Särge durften nicht abgeholt werden, sie stapelten sich vor den Krankenhäusern und wurden nicht wie sonst üblich, Stück für Stück einzeln auf die Dörfer und zu den Kirchen transportiert. Am Ende lagerten so viele übelriechende Särge vor den Krankenhäusern, dass man in dieser Notlage das Militär und seine Lagerkapazitäten einsetzen musste. Was bei diesen Einsätzen produziert wurde, waren wunderbare, bewegte und bewegende TV-Bilder, die die Welt erschreckten.
… Aber das Ganze hatte noch einen gesetzlichen Verstärker … jedenfalls ist es … nach den in ganz Italien geltenden Vorschriften nur sehr schwer möglich, als Kranker von einem Krankenhaus in ein anderes verlegt zu werden. Diese strenge Regel bewirkte, dass die Krankenhäuser im Süden Italiens leer waren und die Krankenhäuser im verdichteten italienischen Norden teilweise übervoll.
Auch diese gesetzliche Vorschrift verstärkte die Sichtbarkeit der Todesfälle, denn eine bessere Verteilung innerhalb des Landes hätte auch sonst die Berichterstattung entzerrt. Die Bilder von der geballten Ladung überlasteter Krankenhäuser im Norden Italiens … beflügelte die Angstmacherei unserer Mainstream-Medien.
… Dass diese Erkenntnisse bislang nicht aufgedeckt wurden, ist deshalb eine der schlimmsten Journalismus-Versagen unserer Zeit. Und die Drohung wirkt immer noch, Tag für Tag: Ja nicht zu schnell öffnen, sonst könnten wir unsere Erfolge wieder aufs Spiel setzen, verlautet es vom Kanzlerinnen-Thron. Von welchen Erfolgen redet sie denn bitte?

Übersterblichkeit

Auf die Rede des Herrn Söder mit dem „täglichen Corona-Flugzeugabsturz“ und der Erklärung hoher Übersterblichkeit durch Corona fragte der Autor über die Bayerischen Servicestelle beim Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege nach Belegen für die vom Ministerpräsidenten angegebene Übersterblichkeit nach.
Nach Mahnungen und längerer Wartezeit kam eine Antwort. Darin wird richtig informiert, dass eine „Übersterblichkeit“ nur zeitweise bestand und sich diese am Jahresende wahrscheinlich ausmittelt. Die Übersterblichkeit durch eine Pandemie wird am Wert des Vorjahres (und nicht denen ähnlicher Jahre mit Grippewellen) „festgemacht“. Weiter wird mitgeteilt, dass Deutschland eigentlich gar nicht „so schlimm“ betroffen ist, man sich aber am Ausland orientiert:
Ministerium, Antwort: … Nach Prof. Felix zur Nieden haben sich die Sterbezahlen erhöht.
„Im Frühjahr hatten wir im April zum Beispiel eine Erhöhung um zehn Prozent im Vergleich zum Durchschnitt der Vorjahre“, so zur Nieden. „Und auch regional ist es eben immer genau da auffällig, wo auch die höchsten Covid-19-Inzidenzen und Todesfallzahlen [zu finden sind].“ Das sei etwa in der ersten Welle in Bayern und Baden-Württemberg so gewesen. Laut zur Nieden lagen die Sterbefallzahlen in der Spitze dort um fast 30 Prozent über dem Vorjahresdurchschnitt.“
Nach einer Entspannung im April wurden Ende November und Dezember eine Anhäufung registriert.
Wahrscheinlich gleicht sich aber im Jahresvergleich die Rate der Übersterblichkeit aus. Zieht man jedoch einen europäischen Vergleich so ist eine 30 – 40 %ige Erhöhung laut des europäischen Projektes EuroMOMO zu verzeichnen. Dieses zeigt auf, dass der bisherige Weg der Regierung unser Land mit den verhängten Maßnahmen vor Schlimmeren bewahrt hat.

Prof. Nieden findet sich beim Statistischen Bundesamt. Von ihm ist auf der Homepage des Statistischen Bundesamtes ein Podcast „Podcast mit Dr. Felix zur Nieden, Experte für Sterbefallzahlen im Statistischen Bundesamt.“ hinterlegt.“
Darin führt er bezüglich der Ermittlung der Corona-Übersterblichkeit aus: … Übersterblichkeit bestand ausschließlich in Bayern und Baden-Württemberg. Andere Bundesländer waren kaum oder gar nicht betroffen. Wenn man sich das Ganze bezüglich der Altersstruktur ansieht, dann waren es vor allem die über 80jährigen, die davon betroffen waren. Da lagen die Zahlen teilweise 20 % über dem Vorjahresdurchschnitt. Wegen der zunehmenden Alterspyramide betrug deren Übersterblichkeit allerdings auch nur ca. 10 %.
Zudem definiert er in seinem Podcast die Übersterblichkeit (wie es die Bayerische Landesregierung übernommen hat): Übersterblichkeit liegt vor, sobald die Zahl der Sterbefälle im Krisenzeitraum über der des Vorkrisenniveaus liegt. Zufügung: Oder höher ist als im Vorjahr.

Bild 20 Deutschland, Sterbezahlen von 2016 – 2020 (fehlende KW 52 mit dem Wert der KW 51 gefüllt). Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: Statistisches Bundesamt

Herr Prof. Nieden definiert Corona-Übersterblichkeit also nicht, indem er ein Pandemiejahr mit ähnlichen (Grippejahren) der Vergangenheit vergleicht und prüft, ob es aktuell signifikant „schlimmer“ oder „nicht so schlimm“ ist, sondern vergleicht einfach mit dem vorhergehenden Jahr.

Wie herrlich sich bei solchen Definitionen „Aussagen“ alleine über die letzten fünf Jahre generieren lassen anbei:
In den letzten fünf Jahren hatten:
– drei Jahre eine Übersterblichkeit (gegenüber dem Vorjahr),
– zwei Jahre eine Übersterblichkeit gegenüber dem Mittelwert

Bild 21 Deutschland, Jahreswerte Verstorbene gesamt der letzten 5 Jahre (Jahr 2020 hochgerechnet). Daten vom Statistischen Bundesamt

Mit der Definition des Prof. Nieden hätte die Politik somit schon die letzten fünf Jahre mehrmals „pandemisch“ tätig sein müssen. Hat sie aber nicht im Entferntesten getan. Was zeigt, dass es ihr diesmal im Kern eher um ein selbst aufgestelltes „Exempel“ und nicht um wirkliche, langfristig sinnvolle Pandemiebewältigung geht. Wobei sich eine Generalfestlegung stellt: Ab welcher deklarierten Übersterblichkeit hat die Politik nun vor, Deutschland jedes Mal konsequent „plattzumachen“?

Mit der Festlegung der Übersterblichkeit von Herrn Prof. Nieden sei nun geprüft, was diese für Auswirkungen auf das politische Handeln haben müsste. Dazu ein Hinweis. beim Statistischen Bundesamt finden sich Tabellen mit den Sterbezahlen seit 1950 und 1990, sowie eine Sonderauswertung „Sterbefälle – Fallzahlen nach Tagen, Wochen, Monaten ,,, Deutschland 2016 – 2020“. Zwischen beiden unterscheiden sich die Sterbezahlen etwas. Der Autor hat deshalb in allen entsprechenden Grafiken bis 2015 die Werte der Langzeittabellen und ab 2016 die der Sonderauswertung verwendet.

Bild 10 zeigt, dass die Sterblichkeit seit 2004 in Deutschland stetig ansteigt. Zieht man die Sterbewerte ab 2004 heraus, sieht man es deutlich als Trend:

Bild 22 Sterbefälle je 1000 Einwohner (Sterberate) seit 2004. Grafik vom Autor erstellt. Datenquelle: destatis

Daraus lässt sich ableiten:
– die Festlegung der Übersterblichkeit als Differenz zum Vorjahreswert ist barer Unsinn,
– die Corona- „Übersterblichkeit“ des Jahres 2020 kann genau so gut aus einem „natürlichen“ Trend der Sterberaten-Erhöhung erklärt werden und wird in Zukunft häufiger geschehen.

Als Basis für politische Maßnahmen bis hin zur Zerstörung Deutschlands ist diese Definition somit vollkommen ungeeignet.
Das folgende Bild mit den gleichen Werten in anderer Darstellung verdeutlicht es zusätzlich, weil es ausweist, wie oft die angeblich so schlimme Corona-Übersterblichkeit bereits vorgekommen ist (und nie zu besonderen Maßnahmen geführt hat).


Bild 23 Differenz zum Vorjahreswert der Sterberate seit 1950. Grafik vom Autor erstellt

Bild 24 Differenz zum Vorjahreswert der Sterberate, aber nur Jahre mit positiven Differenzwerten zum Vorjahr, also einer „Übersterblichkeit“. Grafik vom Autor erstellt

Nach der Übersterblichkeitsdefinition des Statistischen Bundesamtes hätten und müssen in Zukunft unsere Politiker regelmäßig Lockdowns mit allen Folgen und Kosten einleiten, wie es die Bilder mit den Vorjahresdifferenzen zeigen. Dass sie es bisher trotz „eindeutiger“, statistischer Vorgaben früher nicht getan haben, sagt aus, dass die Definition wohl nur „aus dem Hut gezaubert“ wurde, um die Lockdown-Maßnahmen nachträglich (pseudo-)„wissenschaftlich“ zu belegen.

Würden es die Politiker mit dieser Definition wirklich ernst meinen, bekämen sie ein immer größeres Lockdown-Zukunftsproblem.

Bild 25 Differenz zum Vorjahreswert der Sterberate seit 2004 (Ausschnitt aus Bild 24), aber nur Jahre mit positiven Differenzwerten zum Vorjahr, also einer „Übersterblichkeit“. Grafik vom Autor erstellt

Zum Thema passend:
[5] Achgut 14.01.2021: Fallender Grenznutzen, steigende politische Dummheit
[4] Tichys Einblick 11. Januar 2021: Corona-Versagen: Dreht die Politik jetzt durch?
… Immer lauter, immer schriller, immer dümmer: Wenn man der Politik zuhört, kann einem Angst und Bange werden. Nicht vor dem Virus, sondern angesichts der Unfähigkeit, eigene Fehler einzuräumen und zu korrigieren.

Tichys Einblick, 15.01.2021: „Illegaler Kindergeburtstag“ – Medien und Polizei im Dauereinsatz gegen Bürger

Abschließend zur Frage: Warum immer wieder Corona? – Weil die Verdummung der Bürger und das Vorgehen der Politik – und nun der auf diesen Zug aufspringenden NGOs – eine direkte Äquivalenz zum Klimawandel darstellt (rein persönliche Überzeugung des Autors die wissenschaftlich nicht belegt ist).

Und die Akteure sind auch schon die Gleichen:
WELT 14.01.2020: Initiative will Europas Wirtschaft komplett runterfahren – bis null Neuinfektionen
Eine Initiative von Wissenschaftlern, Aktivisten und Gesundheitspersonal fordert angesichts der Corona-Krise ein europaweites Herunterfahren auch für die Wirtschaft.
„Die Initiative hält die bisherigen Versuche, die Pandemie zu kontrollieren, für gescheitert“, hieß es in dem Aufruf. Die Maßnahmen schränkten das Leben dauerhaft ein und hätten dennoch Millionen Infektionen und Zehntausende Tote gebracht. Durch Mutationen breite sich das Virus nun noch schneller aus. Die Infektionszahlen auf null zu drücken sei Voraussetzung, um die Krise bewältigen zu können.
Zu den Erstunterzeichnern gehören nach Angaben der Initiative etwa die Klimaaktivistin Luisa Neubauer, die Autorinnen Margarete Stokowski und Teresa Bücker sowie der Sea-Watch-Aktivist Ruben Neugebauer.

Quellen

[1] THE EUROPEAN 09.01.2021: Der Rückgang der Zahlen durch den Lockdown fällt nicht sehr beeindruckend aus

[2] EIKE 11.12.2020: Corona-Daten zum 07.12.2020. Nirgends ist die berichtete, besonders hohe „Übersterblichkeit“ zu finden

[3] THE EUROPEAN 14.05.2020: Italiens Pandemie-Gesetz und seine Folgen

[4] Tichys Einblick 11. Januar 2021: Corona-Versagen: Dreht die Politik jetzt durch?

[5] Achgut 14.01.2021: Fallender Grenznutzen, steigende politische Dummheit

 




Freie Rede? Kann man vergessen!

Hier sind die neuesten „Nachrichten“: David Legates und Ryan Maue, Wissenschaftler im White House Office of Science and Technology Policy, wurden aus dem Weißen Haus versetzt und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) zugewiesen, wo sie zuvor beschäftigt waren.

Was haben sie getan, um auf diese Weise degradiert zu werden?

Sie veröffentlichten, was die New York Times CERES als „widerlegte wissenschaftliche Berichte“ bezeichnete, auf einer „Klimaleugner“-Website (die von einer privaten Forschungsgruppe, dem Center for Environmental Research and Earth Sciences gesponsert wird). Sie taten dies ohne die Zustimmung von Kelvin Droegemeier, dem Leiter des Büros für Wissenschaft und Technologie.

Seltsamerweise erfuhr Droegemeier erst durch die Medien von dem Posting.

Die Times schrieb über die Aktion: „Der Schachzug schien ein schurkischer Versuch zu sein, die Unterschrift der US-Regierung unter eine Forschung zu setzen, die darauf abzielt, die etablierte Wissenschaft des Klimawandels zu untergraben.“

Schurkisch? Bis zum 12. Januar war David Legates Leiter des US-Forschungsprogramms für globalen Wandel, und die Beiträge handelten vom globalen Klimawandel. Vielleicht war das Ziel, die Öffentlichkeit mit einigen Forschungsergebnissen zu versorgen, die eine Alternative zu den apokalyptischen Behauptungen bieten, die jetzt ungenau als „etablierte“ Wissenschaft bezeichnet werden? („Etablierte“ Wissenschaft, jawohl.)

Schauen wir uns einige Formulierungen an, welche die Times in diesem angeblichen Nachrichtenbeitrag verwendet hat:

Sie spielte die Qualifikationen herunter. Legates wurde als „ein Klima-Leugner im vergangenen Jahr von der Trump-Administration installiert, um die wissenschaftliche Arbeit über den Klimawandel zu überwachen.“ Tatsächlich ist er ein Professor in der Abteilung für Geographie und Raumwissenschaften und dem Physical Ocean Science and Engineering Program in der School of Marine Science and Policy an der University of Delaware, die jetzt mit der NOAA und dem Weißen Haus zusammenarbeitet. Er ist ein Klimatologe.

Roy Spencer wird als ebenfalls als „Klimaleugner“ bezeichnet. Tatsächlich ist er Leiter des US-Wissenschaftsteams für das Advanced Microwave Scanning Radiometer (auf dem Aqua-Satelliten der NASA) sowie leitender Forscher an der University of Alabama in Huntsville (UAH) und Meteorologe.

William Happer bekam nicht nur eine allgemeine Beschreibung, sondern seine Erkenntnisse spielten die zweite Geige bei dem Versuch der Times, ihn extrem klingen zu lassen. Er ist „ein Physiker, der die Dämonisierung von Kohlendioxid mit der ‚Dämonisierung der armen Juden unter Hitler‚ verglichen hat.“ Tatsächlich ist er Cyrus Fogg Brackett-Professor für Physik, emeritiert, in Princeton.

Ein wenig mehr Hintergrund: die „widerlegten Berichte“ waren als Broschüren gedacht, so CERES, die man als Reaktion auf „eine Reihe von ‚Hit Piece‘-Artikeln in den Medien“ von seiner Website genommen hat. CERES hat die Dateien fallen gelassen, gleichzeitig aber auch versucht, das Projekt zu erklären.

Die ursprüngliche Version dieser Webseite wurde ursprünglich als ein temporäres „Spiegel“-Archiv einer Sammlung von 10 pdf-Dateien von einer Reihe von Forschern gepostet, darunter ein pdf von CERES. Es wurde kein Kontext zur Verfügung gestellt, da der ursprüngliche Zweck lediglich der Austausch per E-Mail mit einigen Kollegen war. Die Webseite sollte einen einfachen Zugriff auf die Dateien zu Diskussionszwecken ermöglichen. Angesichts des großen Medieninteresses, das dies hervorgerufen hat, haben wir diese Webseite jedoch aktualisiert, um zusätzliche Informationen bereitzustellen.“

Nachdem die PDFs eine Zeitlang nicht verfügbar waren, findet man sie jetzt auf ClimateRealism.com.

[First posted at the Liberty and Ecology Blog.]

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/free-speech-forget-it

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Green New Deal: Ideologie, Phantaste­reien und Realitäten

Doch stattdessen verschwören sich Big Media und Big Tech mit den Demokraten, den Grünen, der innerstaatlichen Gewalt und anderen autoritären Elementen, um jede Diskussion von jedem zu unterbinden, der ihre Klima- und Energieagenda nicht unterstützt. Wut und Frustration bauen sich unter den zunehmend entrechteten Menschen auf. Unsere Zukunft ist in der Tat beunruhigend.

Joe Biden, Kamala Harris, AOC, die Demokratische Partei und US-Umweltschützer wollen den Klimawandel, den Green New Deal (GND) und den Ersatz fossiler Brennstoffe durch Wind-, Solar-, Batterie- und Biokraftstoffenergie zum Kernstück ihrer Außen- und Innenpolitik machen.

Sie behaupten, der Übergang wäre einfach, erschwinglich, ökologisch, nachhaltig und schmerzlos. Das ist Ideologie und Fantasie, nicht Realität.

Wind und Sonne sind sicherlich sauber und erneuerbar. Sie zu nutzen, um Amerika anzutreiben, ist es nicht.

Der GND würde amerikanische Familien, Arbeitsplätze, den Lebensstandard und die Umwelt hart treffen. Die westlichen US-Bundesstaaten würden die Hauptlast zu spüren bekommen, weil ihre Steuereinnahmen über fossile Brennstoffe, Lizenzgebühren, Arbeitsplätze und Steuereinnahmen verschwinden würden, wenn Bohrungen, Fracking und Kohleabbau auf öffentlichen Ländereien eingestellt werden. Ihre Freiflächen, landschaftlichen Ausblicke, Lebensräume für Wildtiere und die Tierwelt würden durch Windturbinen, Solarpaneele und Übertragungsleitungen entwertet werden, um weit entfernte städtische Wohnblöcke zu bedienen, die Energie- und Landnutzungsentscheidungen weit über die Stadtgrenzen hinaus diktieren.

[Hervorhebung im Original]

Kohle, Öl, Erdgas und Petroleumflüssigkeiten liefern immer noch 80 % der US-Energie. Im Jahr 2018 erzeugten sie 2,7 Milliarden Megawattstunden (MWh) Strom – die im Rahmen eines allumfassenden Green New Deal, der zig Billionen Dollar kosten würde, ersetzt werden müssten.

Weitere 2,7 Milliarden MWh Erdgas versorgten Fabriken, Notstromanlagen sowie Öfen, Herde und Warmwasserbereiter in Restaurants, Wohnungen und anderen Gebäuden. Autos, Lastwagen, Busse, Sattelschlepper, Traktoren und andere Fahrzeuge verbrauchten das Äquivalent von weiteren 2 Milliarden MWh.

Insgesamt sind das 7,4 Milliarden Megawattstunden pro Jahr, die der GND ersetzen müsste! Darüber hinaus bräuchten wir mindestens weitere 150 Millionen MWh an Wind- und Solarstrom-Erzeugungskapazität, um die Batterien immer wieder aufzuladen, um nur eine Woche lang eine landesweite Notstromversorgung aufrechtzuerhalten und/oder um Blackouts zu vermeiden.

Je mehr wir versuchen, dies zu tun, desto mehr müssten wir Turbinen und Paneele an Standorten errichten mit geringer Wind- und Solarausbeute. Dort erzeugen sie nur 15-20% des Jahres Strom, 80-85% unter der „Nennleistung“.

Natürlich könnten wir all diese fossile Energie durch Kernkraft ersetzen. Aber radikale Grüne innerhalb und außerhalb der baldigen Biden-Regierung verabscheuen und lehnen Atomkraft genauso ab wie fossile Brennstoffe.

Es würde die größte Ausweitung von Bergbau und Produktion in der Geschichte der Menschheit erfordern.

[Hervorhebung im Original]

Das bedeutet, dass diese Transformation zu einer rein elektrischen Nation Millionen von Onshore-Windturbinen, Tausende von Offshore-Turbinen, Milliarden von Solarmodulen, Millionen von Fahrzeugbatteriemodulen, Milliarden von Backup-Energiespeichermodulen, Tausende von Kilometern neuer Übertragungsleitungen, Millionen von Ladestationen, zig Milliarden Tonnen Beton, Stahl, Kupfer, Kunststoff, Kobalt, Seltene Erden und unzählige andere Materialien erfordern würde – und das Ausgraben Hunderter Milliarden Tonnen Abraum und Erzen!

Falls die USA und die Welt den Willen aufbringen könnten, genügend Metalle und Mineralien abzubauen, zu verarbeiten und zu schmelzen – und all diese Turbinen, Paneele, Batterien und Übertragungsleitungen herzustellen, zu transportieren und zu installieren – würde der GND die größte Ausweitung von Bergbau und Fertigung in der Geschichte der Menschheit erfordern.

Aber radikale Grüne innerhalb und außerhalb der Biden-Regierung verabscheuen und bekämpfen den Bergbau und die Produktion in den USA fast so sehr, wie sie fossile Brennstoffe verachten. Das bedeutet, dass wir für diese essentiellen Metalle und Mineralien nach Übersee gehen müssten – in erster Linie nach China und Russland, die sie innerhalb ihrer Grenzen oder unter ihrer Kontrolle in verschiedenen afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Nationen abbauen.

Sie haben auch keine Vorbehalte oder Bedenken, sie auszugraben und zu verarbeiten – ohne Rücksicht auf Kinder-, Sklaven- oder Zwangsarbeit, Sicherheit am Arbeitsplatz, Luft- und Wasserverschmutzung, Rekultivierung des abgebauten Landes oder andere Standards, auf die wir in Amerika bestehen. Und es ist höchst unwahrscheinlich, dass ein Team Biden verlangen würde, dass diese Länder solche Standards umsetzen – oder dass es sich weigern würde, die Metalle, Mineralien und fertigen „grünen“ Technologien zu importieren, solange China, Russland und ihre ausländischen Tochtergesellschaften sich nicht an unsere Regeln und Vorschriften halten. Der gesamte GND (und vieles mehr) würde ohne diese unethisch gewonnenen Rohstoffe zusammenbrechen.

Darüber hinaus würden fast alle diese Bergbau-, Verarbeitungs- und Herstellungsprozesse Benzin, Diesel, Erdgas und Kohle in diesen fremden Ländern benötigen, da diese Operationen nicht mit Wind-, Solar- und Batteriestrom durchgeführt werden können. Die Nutzung fossiler Brennstoffe und die Emissionen würden außerhalb der USA stattfinden, aber nicht verschwinden. In der Tat würden sie sich wahrscheinlich verdoppeln oder verdreifachen. Die Kohlendioxid-Emissionen würden das globale atmosphärische Niveau erhöhen und – Team Biden besteht darauf – Klima-Chaos und Extremwetter verschlimmern.

Tatsächlich findet der größte Teil des Abbaus, der Verarbeitung und der Herstellung von Wind-, Solar- und Batteriewerken bereits in Übersee statt, unter wenigen oder gar nicht existierenden Gesetzen zur Arbeitssicherheit, zu fairen Löhnen, Kinderarbeit und Umweltschutz. Etwa 40.000 kongolesische Kinder schuften neben ihren Eltern für ein paar Dollar am Tag, während sie ständig giftigem, radioaktivem Schlamm, Staub, Wasser und Luft ausgesetzt sind, um den heutigen Kobaltbedarf zu decken. Man stelle sich die GND-Kosten vor.

Um Öl und Gas für Petrochemikalien, Pharmazeutika und Kunststoffe zu ersetzen, müssten diese Rohstoffe ebenfalls importiert werden – oder es müssten Millionen von Hektar mit Raps, Sojabohnen und anderen Biokraftstoffpflanzen bepflanzt werden. Der Bedarf an Wasser, Dünger, Pestiziden, Traktoren, Erntemaschinen, Verarbeitung und Transport wäre astronomisch.

All diese Arbeiten und Industrieanlagen würden Hunderte Millionen Hektar landschaftlicher Gebiete, Anbauflächen und Lebensräume für Wildtiere beeinträchtigen. Raubvögel, andere Vögel, Fledermäuse, Wald-, Grasland- und Wüstenbewohner würden erhebliche Verluste erleiden oder zum Aussterben verurteilt werden.

Die meisten dieser Auswirkungen würden auch im Mittleren Westen und Westen Amerikas auftreten, weit entfernt von den Wahlzentren und verdächtigem Wahl verhalten, die Team Biden ins Amt gebracht haben. Aber wie man so schön sagt: Aus den Augen, aus dem Sinn – in den Hinterhöfen der anderen.

Der GND würde auch bedeuten, dass perfekt funktionierende Erdgasgeräte herausgerissen und durch Elektromodelle ersetzt werden müssten, dass Schnellladesysteme für Fahrzeuge installiert werden müssten und dass die elektrischen Systeme der Haushalte, der Nachbarschaft und des Landes aufgerüstet werden müssten, um die zusätzlichen Lasten zu bewältigen – was weitere Billionen Dollar kosten würde.

Die Stromkosten würden sich verdoppeln, verdreifachen, vervierfachen – oder viel schlimmer

Familien, Fabriken, Krankenhäuser, Schulen und Unternehmen, die gewohnt sind, 7-11 Cent pro Kilowattstunde für Strom zu bezahlen, würden 14-22 Cent pro kWh zahlen, wie sie es bereits in „grünen“ US-Bundesstaaten tun – oder sogar die 35 Cent, die Haushalte derzeit in Deutschland zahlen. Sobald sie mehr als eine willkürlich festgesetzte „maximale Grundmenge“ Strom pro Monat verbrauchen, werden sie eher 45¢ pro kWh bezahlen, wie es Familien in Kalifornien bereits tun.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Wie Unternehmen überleben werden, wie viele Arbeitsplätze verschwinden werden, wie viele Familien sich in die Riege derer einreihen werden, die zwischen Heizung und Essen wählen müssen – das weiß niemand.

GND-Technologien sind zu fast 100 % abhängig von Metallen und Mineralien aus China, Russland, der Ukraine und chinesischen Unternehmen in Afrika und Lateinamerika. E-Mails aus Hunter Bidens Laptop unterstreichen die Bedenken, dass Amerikas Außen-, Verteidigungs- und Innenpolitik in Geiselhaft genommen würde, während bestimmte gut vernetzte Politiker, Familien und Wind-, Solar-, Batterie- und Biokraftstoffunternehmen reich werden.

All diese Themen erfordern eine offene, robuste Debatte – die zu viele Schulen und Universitäten, Nachrichten und Soziale Medien, Unternehmens- und politische Führer sowie und Antifa-Schläger und Brandstifter weiterhin zu zensieren und zu verhindern versuchen. Diese Zensur und das Schweigen müssen aufhören, bevor irgendwelche Abstimmungen oder andere Maßnahmen zu einem Grünen New Deal getroffen werden. Leider ist das Gegenteil der Fall.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Big Media und Big Tech verschwören sich mit Demokraten, Grünen und anderen autoritären Elementen, um jedwede Diskussion mit jedem abzuwürgen, der nicht ihre Agenden unterstützen. Andere scheuen keine Mühen, Präsident Trump und jeden mit seiner Regierung und Politik verbundenen Menschen zu verfolgen.

[Hervorhebung im Original]

Da Wut und Frustration unter den zunehmend entrechteten Menschen zunehmen, könnten Amerika und die Welt in der Tat auf eine beängstigende Zukunft zusteuern.

Paul Driessen is senior policy advisor for the Committee For A Constructive Tomorrow (www.CFACT.org) and author of books, reports and articles on energy, environmental, climate and human rights issues

Link: https://www.iceagenow.info/green-new-deal-ideologies-fantasies-and-realities/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Kein Vergleich: Zufälliger Wind- und Sonnenstrom kann nicht mit zuverlässiger Kohlekraft konkurrieren

Die Standard-Trickkiste beinhaltet das Ignorieren der Systemkosten, wenn jedes einzelne (unzuverlässige) Megawatt Wind oder Sonne ständig durch ein anderes zuverlässiges Medium aus Kohle, Gas, Kernkraft oder Wasserkraft gesichert werden muss. Die Befürworter weigern sich, die Kosten für den Stromverbraucher anzuerkennen: Begünstigung der Produzenten von EE durch vorgeschriebene Abnahmeziele, Vorrangeinspeisung, Steuererleichterungen und / oder massive direkte Subventionen, die ausschließlich Wind und Sonne zugutekommen; weiterhin werden die der zusätzlichen Übertragungsleitungen und deren Kosten Ignorieren, die entstehen, wenn intermittierende und diffuse Energiequellen von entfernten Orten (wo sie produziert werden) in die Städte gebracht werden, in denen der Strom verbraucht wird. Auf dem Land werden durch die Zerstörung von einst lebenswerten ländlichen Gebieten und Gemeinden Werte vernichtet, einschließlich der Wertminderung von Immobilien. Das geht soweit, dass Eigentümer gezwungen waren, ihre  Häuser zu verlassen, da der pulsierende, pochende, niederfrequente Lärm  der Windkraftanlagen unerträglich wurde.

Ende letzten Jahres trat das australische CSIRO – die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organization – mit seinen eigenen „Schweine können fliegen“ -Behauptungen in den Kampf ein , wonach Wind und Sonne gegenüber zuverlässigen Stromerzeugungsquellen wettbewerbsfähig wären.

Die GenCost-Studie 2018/2020 des CSIRO hat die AEMO und die üblichen Verdächtigen als Goldstandard angepriesen, um zu demonstrieren, dass Wind und Sonne billiger sind als herkömmlicher Strom. Diese gefährliche Illusion wurde durch eine umfassende Studie unterstützt, die vor über einem Jahr dem NSW-Parlament vorgelegt wurde.

Hier ist eine weitere Kritik von zwei Teammitgliedern des Projekts „Vier Eisberge“, Craig Brooking und Mike Bowden, deren Zusammenfassung folgt.

Ein Rückblick auf die Probleme mit Gencost 2018
Craig Brooking und Mike Bowden
Dezember 2020

1 ZUSAMMENFASSUNG

 1.1 Hintergrund

Als Antwort auf ein Schreiben eines der Autoren dieser Studie an seinen Parlamentarier, erklärte der Minister für Energie und Umwelt: „Die wirtschaftlichste Form einer zuverlässigen Erzeugung sind ausgebaute erneuerbare Energien. Dies führt zu der größten Veränderung in die Geschichte unseres Elektrizitätssystems “. In dem Schreiben des Ministers wurde dem Verfasser außerdem empfohlen, bei Bedarf weitere Informationen von der dafür zuständigen Beamtin einzuholen.

Anschließend wurde die zuständige Beamtin kontaktiert und ihr Rat bezüglich der Referenz für die Erklärung des Ministers zur Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energien eingeholt. Der Autor wurde ordnungsgemäß darauf hingewiesen, dass die CSIRO-Veröffentlichung ‚GenCost 2018‘ die Quelle war.

Muir-Model-Options in GenCost 2018, Modellierung durch Barry Murphy, 

Basisfall 1 (Aktueller Strommix –  NEM-Näherung), durchschnittliche Grundlast von 18.368 MW bei konstantem Strombedarf. Diese Last zuzüglich täglicher Spitzen müssen jederzeit zuverlässig versorgt werden. Gegenwärtig im Mix mit 78% Kohle plus kombinierten Gasturbine (CCGT), offener Gasturbine (OCGT), Wind-, Solar-PV und Wasserkraft, einige Batteriespeicher. Die geschätzten Kosten betragen 68,87 USD / MWh.

Fall 2 3.000 MW Kernkraftkapazität in den Mix von Fall 1 als Ersatz für Braunkohle, geschätzte Kosten insgesamt 72,48 USD / MWh , … Emissionen um rund 23% senkt.

Fall 3 Ersetzens der gesamten Kohle in Fall 1 durch Atomkraft. Die Emissionen sinken um rund 93%, wobei der SLCOE auf 90,23 USD / MWh steigt .
[Es könnte viel billiger werden: Abschalten aller Wind- und Solaranlagen]

Fall 4 Auswirkungen der vom australischen Energiemarktbetreiber (AEMO) bis 2040 projizierten Kombination von Erzeugungstechnologien, wie in seinem Integrierten Systemplan (ISP) vom Juli 2018 gezeigt.

Fall 5 Ersetzens der gesamten Kohle in Fall 1 durch CCGT. Beachten Sie, dass dies einen Anstieg des SLCOE um + 6,49 USD / MWh gegenüber dem obigen Fall 3 sowie einen erheblichen Anstieg der Emissionen zeigt.

Fall 6 100% erneuerbare Mischung aus Solar-PV, Wind und Wasserkraft mit Unterstützung durch Pumpspeicher und einige Batteriespeicher… Solar-PV und Wind benötigen einen Ausbau auf mind. 110.000 MW. Zuzüglich 30.000 MW Pumpspeicherkapazität für 3 Tage, zuzüglich Infrastruktur – geschätzte SLCOE $ 415,50 I MWh.

Empfehlung Rafe Champion, 09/2020: Langfristig muss das bestehende Verbot der Entwicklung der Kernenergie für Australien aufgehoben werden.

Hat jemals jemand gesagt, dass es billig sein würde, den Planeten zu retten?

GenCost 2018 wurde untersucht und eine Reihe potenzieller Mängel festgestellt. GenCost 2018 wies insbesondere darauf hin, dass „ LCOE-Schätzungen in ihrer derzeitigen Form irreführend sein können, wenn sie unabhängig vom klimapolitischen Risiko denselben Abzinsungssatz anwenden und die erforderliche zusätzliche Ausgleichstechnologie von Natur aus nicht anerkennen durch variable erneuerbare Erzeugung, wenn ihr Anteil am Erzeugungsmix zunimmt. Angesichts der Tatsache, dass der variable Anteil erneuerbarer Energien in den meisten australischen Staaten voraussichtlich auf 50% oder mehr ansteigen wird, ist dies ein Problem, das gelöst werden muss. “

[Levelized Cost of Energy (LCOE) – Stromgestehungskosten, Umwandlung eines Rohstoffs in Elektrizität incl. Zusatzkosten; CO2 Steuer z.B.]

Dementsprechend wurde eine kurze Studie ausgearbeitet, um die Mängel hervorzuheben und die Regierung von New South Wales wurde um Klärung gebeten. Die Regierungsbeamten lehnten es ab, weitere Auskünfte zu erteilen. Der Autor wurde an das CSIRO verwiesen und die Korrespondenz ohne Antwort an das CSIRO weitergeleitet. Es wurde beschlossen [durch die o.g. Autoren], eine umfassendere Analyse der Energiepolitik der NSW-Regierung durchzuführen und ein Treffen mit dem Minister anzustreben. Diese Studie ist das Ergebnis dieser Ausarbeitung.

[CSIRO – Die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation ist die staatliche Behörde Australiens für wissenschaftliche und industrielle Forschung. Dienstsitz ist Canberra, gehört zum Ministerium für Industrie, Wissenschaft, Klimawandel, Energie und Ressourcen]

 1.2 Die Frage zu Kohlendioxid (CO2)
Eine kurze Untersuchung der geologischen Geschichte der Erde bestätigt, dass sich die CO2-Konzentration in der Atmosphäre über Millionen von Jahren oft dramatisch verändert hat und die Erde nicht zerstört wurde.

Es kann daher der Schluss gezogen werden, dass die unbewiesene Hypothese, dass anthropogene CO2-Emissionen zu einer außer Kontrolle geratenen globalen Erwärmung führen, bei der Entwicklung der Energiepolitik von NSW keine ernsthafte Rolle spielen sollte.

Dementsprechend wurde jede Diskussion über die Kohlenstoffabscheidung und -speicherung (CCS) und den Preis für Kohlenstoff, der in Lebenszyklusberechnungen verwendet wird, aus dieser Studie gestrichen, da sie dem Stromsystem erhebliche Kosten ohne wirklichen Nutzen hinzufügen.

 1.3 Methodik

Es wurde ein Szenario entwickelt, das ein modernes, hocheffizientes, emissionsarmes Kohlekraftwerk (HELE) umfasste, das einem kürzlich in Deutschland in Betrieb genommenen Kraftwerk ähnelt. Es gab auch Windparks, die auf der Sapphire Wind Farm in NSW basieren. In Anbetracht der bekannten Zuverlässigkeitsprobleme bei intermittierenden Windstromanlagen, wurden die Windparks im Szenario entweder durch Open Cycle-Gasturbinen (OCGT) oder Combined Cycle-Gasturbinen (CCGT) gestützt, mit technischen Eigenschaften, die die auf  internationalen Märkten üblichen Windräder widerspiegeln.

Die Kapital- und Betriebskosten für jede Technologie wurden anhand von Daten ermittelt, die vom australischen Energiemarktbetreiber (AEMO) angefordert wurden. Berechnungen wurden durchgeführt, um die Kosten pro Megawattstunde (MWh) elektrischer Energie zu bestimmen und die Ergebnisse zu vergleichen.

Die Ergebnisse zeigten, dass die Kosten pro MWh, die durch die HELE-Kraftwerke erzeugt wurden, signifikant niedriger waren als in den von OCGT oder CCGT betriebenen Windparks, was darauf hinweist, dass feste erneuerbare Energien nicht die wirtschaftlichste Form einer zuverlässigen Erzeugung sind.

[HELE – High Efficiency, Low Emissions (HELE) coal plants]

1.4 Ersetzen der NSW-Kohlekraftwerke

Bis 2035 wird es in NSW noch ein einziges Kohlekraftwerk geben. Die Elektrizitätsstrategie der Regierung von New South Wales sieht einen Plan für die Lieferung von drei Zonen für erneuerbare Energien (REZ) in den Regionen Central-West Orana, New England und South-West vor. Dies baut auf der NSW Transmission Infrastructure Strategy auf und unterstützt die Umsetzung des Integrated System Plan des australischen Energiemarktbetreibers. Es wird davon ausgegangen, dass diese REZ die Kohlekraftwerke ersetzen sollen.

In dieser Studie wurden die Kosten für den Ersatz der Kohlekraftwerke durch Windparks untersucht, die von OCGTs oder CCGTs betrieben werden. Diese Kosten sind erheblich und die Frage, wer diese Kosten übernimmt und welche Auswirkungen sie auf den Einzelhandelspreis für elektrische Energie haben werden, bleibt offen.

1.5 Die deutsche Erfahrung

Deutschland hat die Energiewende-Politik eingeführt, seine Kohle- und Kernkraftwerke durch Wind, Biomasse und Sonne zu ersetzen. Die Kosten sind jedoch enorm und es gibt jetzt eine erhebliche öffentliche Gegenreaktion gegen die daraus resultierende Zerstörung der Umwelt und der erhöhten Stromkosten.

Die installierten Nennleistungen der kombinierten deutschen Wind- und Solaranlagen, sind ungefähr doppelt so hoch wie der durchschnittliche Leistungsbedarf in diesem Land. Aufgrund des intermittierenden Charakters der Wind- und Solarparks in Verbindung mit ihren geringen Kapazitätsfaktoren, kann ihre Stromproduktion jedoch nicht den Bedarf decken, den bislang die konventionellen deutschen Kraftwerke und die aus den Nachbarländern importierte Energie alleine liefern. Australiens aktuelle Planung bringt es auf einen ähnlichen Pfad wie Deutschland; Australien hat jedoch nicht den Luxus, elektrisch [noch] gut ausgerüsteter Nachbarn.

Stromgestehungskosten_Deutschland_2018_laut_Fraunhofer_ISE

[Obige Grafik kann nicht mit der australischen Studie verglichen werden, da in dieser alle Zusatzkosten für Erneuerbare fehlen. Ausserdem ist kein Faktor zur Bewältigung / Back-up der volatilen Einspeisung von Wind und Sonnenstrom eingeschlossen. – Fundstück durch den Übersetzer]

1.6 Solarenergie

Angesichts der Tatsache, dass der Kapazitätsfaktor von Solarenergie in großem Maßstab geringer ist als der von Wind und daher eine noch stärkere back-up  Leistung und damit höhere Kosten erfordert, ist es schwierig, die Einbeziehung solarer Energie  in das elektrische Energiesystem zu rechtfertigen. Dementsprechend wurde in dieser Studie keine detaillierte Untersuchung der Solarenergie durchgeführt.

1.7 Schlussfolgerungen

Diese Studie zeigt, dass die Kosten je MW für zuverlässige und planbare elektrische Energie, die von den HELE-Kohlekraftwerken erzeugt wird, erheblich geringer sind, als die Kosten für erneuerbare Energien. Daher sollte die HELE-Technologie die Energiestrategie der NSW-Regierung unterstützen.

1.8 Empfehlungen
Die NSW-Regierung:

  • Sollte die Elektrizitätsstrategie überprüfen und sofort ein Programm zur Verlängerung der Lebensdauer der fünf vorhandenen Kohlekraftwerke umsetzen.
  • Sollte sofort den Bau zusätzlicher Einheiten in bestehenden Kohlekraftwerken umsetzen, damit diese in einem überschaubaren Zeitpunkt in Betrieb gehen können. Zum Beispiel Mt Piper. Kohlekraftwerk mit 1.400 MW, in der Nähe von Portland im zentralen Westen von New South Wales]
  • Sollte planen, die fünf Kohlekraftwerke nach Ablauf ihrer verlängerten Lebensdauer durch moderne HELE-Kohlekraftwerke zu ersetzen.
  • Sollte sicherstellen, dass alle Generatoren für erneuerbare Energien (RE), ihre auf dem Typenschild angegebene Leistung planbar und ohne Subventionen und / oder Vorzugsbehandlung wirtschaftlich liefern können, bevor sie an das Übertragungsnetz angeschlossen werden.
  • Sollte sicher stellen, dass die für einen solchen Anschluss erforderliche Infrastruktur vorher vom Investor dieser „Erneuerbaren Stromquelle“ finanziert werden muss. [Wo kommen denn die dahin!?]

Die vollständige Studie: Brooking & Bowden 2020 A review of the Problems with Gencost 2018
[Ein Überblick über die Probleme mit Gencost 2018 – es öffnet sich ein WORD.doc]

https://stopthesethings.com/2021/01/10/no-contest-never-reliable-wind-solar-cant-compete-with-ever-reliable-coal-fired-power/

Übersetzt durch Andreas Demmig

 

Ergänzung:

In den Kommentaren zu obigen




Klimaschau 8 – die Tagesschau von Sebastian Lüning

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