DIW Studie belegt erneut: Energetische Gebäudesanierung – teuer, ineffizient und nutzlos!

geschrieben von Admin | 9. Oktober 2020
Eine aktuelle Studie des Berliner Wirtschaftsforschungsinstituts DIW bestätigt, was Kritiker schon lange vermutet haben: Die kostenintensive Wärmedämmung von Gebäuden, mit der die Politik den Ausstoß von Kohlendioxid zur Erreichung der Pariser Klimaziele vermindern will, bringt nichts!

Zwischen 2010 und 2018 sind knapp 500 Milliarden Euro in die energetische Gebäudesanierung geflossen, ohne dass ein signifikanter Effekt für den Klimaschutz erzielt wurde. Zwar sind die CO2-Emissionen von Wohngebäuden in Deutschland in den letzten 10 Jahren um 20,7 Prozent gesunken.

Dieser Rückgang ist aber in erster Linie auf die milderen Winter und dem deshalb geringeren Heizbedarf zurückzuführen. Lässt man die Temperatur- und Witterungseinflüsse außer Acht, hat der CO2-Ausstoß im Gebäudesektor nur um 2,6 Prozent abgenommen.

Daten des Umweltbundesamtes bestätigen den Befund des DIW, dass die von der Politik forcierte Wärmedämmung beinahe wirkungslos verpufft ist. 2019 sind die CO2-Emissionen von Gebäuden im Vergleich zum Vorjahr sogar um fünf Millionen Tonnen oder 4,4 Prozent gestiegen. Grund ist der Preisrückgang bei Heizöl, der Nachfrage und Verbrauch erhöht hat.

Ein ernüchterndes Ergebnis der deutschen Klimapolitik und zugleich ein Schlag ins Gesicht der Bundesregierung, die das Dämmen nicht nur fördert, sondern auch gesetzgeberisch fordert.

Die Dummen sind vor allem die Mieter, die einen nicht unerheblichen Teil der Kosten für die energetische Sanierung der von ihnen bewohnten Häuser tragen müssen.

Denn der Vermieter ist berechtigt, die jährliche Miete um 11 Prozent der für eine Wohnung aufgewendeten Investitionen erhöhen, wenn er bauliche Maßnahmen durchgeführt hat, die den Gebrauchswert der Mietsache nachhaltig erhöhen.

Dazu rechnen auch Umbauten, die zu einer dauerhaften Einsparung von Energie und Wasser führen, erläutert der Deutsche Mieterbund (DMB). Doch die aus der Gebäudedämmung resultierenden Einsparungen wiegen die höheren Mieten vor allem bei niedrigpreisigem Wohnraum bei weitem nicht auf. Unter dem Strich zahlen die meisten Mieter nach einer energetischen Sanierung deutlich mehr als vorher, was vor allem sozial schwache Menschen überfordert.

Die weitgehend nutzlose Wärmedämmung ist ein wichtiger Grund für die steigenden Mieten in den städtischen Ballungsräumen, was aber in der politischen Diskussion gerne unter den Teppich gekehrt wird.

»Aktuell sanieren wir uns insbesondere in den Metropolen systematisch den günstigen Wohnraum weg«,

warnt Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen e.V., dem Spitzenverband der deutschen Wohnungswirtschaft.

Und weiter:

»Mit diesem Konflikt zwischen leistbaren Mieten und Klimazielen dürfen Vermieter und Mieter nicht einfach allein gelassen werden. Statt extrem teurer Effizienzmaßnahmen müssen neue, energiesparende Modelle gefördert und Mieterstrom endlich von den steuerlichen Hürden befreit werden.«

Ähnlich sieht das die FDP, die kürzlich eine Anfrage zu den Förderprogrammen für die energetische Gebäudesanierung im Deutschen Bundestag gestellt hat. Das Resümee von Daniel Föst, wohnungspolitischer Sprecher der Liberalen: »Die Bundesregierung verbrennt Milliarden völlig wirkungslos im Klimaschutz. Die Kosten für diese verfehlte Politik tragen die Mieter. Die GroKo hat nur Geld, Zeit und Vertrauen verschwendet.« Föst will die Gebäudedämmung am liebsten sofort beenden und fordert stattdessen einen »echten Emissionshandel, damit Investitionen dort landen, wo sie für das wenigste Geld am meisten bewirken.«

Doch zumindest aus dem Ende des Dämmwahns dürfte nichts werden. Denn die Bundesregierung hält eisern an diesem Instrument zum angeblichen Klimaschutz fest, trotz der neuen Zahlen des SPD-nahen DIW. Der Grund: Die Gebäudedämmung sichert hierzulande etwa 300.000 Arbeitsplätze im Bauhandwerk. Auf die will man offenbar nicht verzichten, trotz der nachweislich mageren Klimabilanz und der hohen Kosten von Wärmedämmsystemen. Wieder ein schönes Beispiel, das zeigt, worum es bei den billionenschweren Klimaschutzpaketen, die Bundesregierung und EU auflegen, in Wahrheit geht: Um Wirtschaftsförderung und die Steigerung des Wachstums!

Um den Steuerzahlern die horrenden Kosten für die Programme schmackhaft zu machen, wird von Politik und Medien Klima-Panikmache betrieben und die unvermeidliche Apokalypse an die Wand gemalt, sollte der CO2-Ausstoß nicht drastisch heruntergefahren werden.

Deutschland und die Europäische Union wollen bis 2050 »klimaneutral« werden und so die Welt retten, obwohl die Mitgliedsstaaten der EU weniger als 10 Prozent zu den weltweiten CO2-Emissionen beitragen – mit sinkender Tendenz. Deutschland hat einen Anteil von knapp zwei Prozent.

Allein China und Indien bringen es zusammen auf 50 Prozent!

Es ist also für das Ausmaß der Erderwärmung unerheblich, was Europa tut, um weniger Kohlendioxid in die Luft zu blasen – wenn denn CO2 überhaupt einen maßgeblichen Einfluss auf die Klimaentwicklung hat, wie uns der Mainstream weismachen will.

An dieser These bestehen bekanntlich erhebliche Zweifel bei seriösen Experten, wie auch das gerade erschienene Buch Unerwünschte Wahrheiten: Was Sie über den Klimawandel wissen sollten von Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning zeigt. Auch als Vorbild für andere Länder taugen wir nicht. Denn die kostspieligen Maßnahmen, die wir uns in Europa leisten, sind für die meisten anderen Staaten vor allem in der Dritten Welt schlicht zu teuer.

Trotzdem hält die Politik in Berlin und Brüssel stur an ihrer Linie fest – zu Lasten der Bürger und speziell bei der energetischen Gebäudesanierung auf Kosten der Mieter!

Bestellinformationen:
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(Dieser Beitrag ist zuerst bei KOPP Report erschienen).




Bundesgesundheitsministerium im Blindflug – absichtlich?

geschrieben von Admin | 9. Oktober 2020

Relativ hoch, so die Aussage des Bundesgesundheitsministeriums am 21.09.2020 in einer Nachricht auf eine Anfrage meinerseits. Hier die Aussage im Wortlaut:

„Zwei wesentliche Parameter für die operative Zuverlässigkeit (Validität) eines diagnostischen Tests sind die sogenannte Sensitivität und Spezifität. Weiterhin wird die Richtigkeit des Ergebnisses von diagnostischen Tests auch von der Verbreitung einer Erkrankung beeinflusst. Der Test wird im Vorhersagewert besser, wenn Populationen mit einer höheren Vortestwahrscheinlichkeit getestet werden. In einer Population mit einer Prävalenz von SARS-CoV-2 im einstelligen Prozentbereich – wie derzeit aufgrund von Zwischenergebnissen serologischer Studien anzunehmen – führt die damit einhergehende geringe Vortestwahrscheinlichkeit, dass eine zu testende Person infiziert ist, zu einem relativ hohen Anteil falsch positiver Ergebnisse.“

Natürlich drängt sich die Frage auf, was das Bundesgesundheitsministeriums mit „relativ hoch“ meint.

Ist damit „viel mehr falsch Positive als tatsächlich Positive“ [also doch wohl mehr als 50 Prozent] gemeint, wie es der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in einem Interview am 14.06.2020 formulierte?:

„Wir müssen jetzt aufpassen, daß wir nicht … durch zu umfangreiches Testen zu viele falsch Positive haben. Weil die Tests ja nicht 100 Prozent genau sind, sondern auch eine kleine, aber eben auch eine Fehlerquote haben. Und wenn sozusagen insgesamt das Infektionsgeschehen weiter runtergeht, und Sie gleichzeitig das Testen auf Millionen ausweiten, dann haben Sie auf einmal viel mehr falsch Positive als tatsächlich Positive.“

Oder drückt „relativ hoher Anteil“ das gleiche aus wie „geringe Fehlerquote“, eine Formulierung, die man allüberall bei den regierungstreuen Medien findet, stellvertretend beispielsweise hier oder hier.

Wie auch immer, auf zweimalige Nachfrage konnte/wollte/durfte das Bundesgesundheitsministerium nicht präzisieren, was „relativ hoch“ bedeutet und auf welcher (fachlichen) Grundlage diese Formulierung beruht.

Verharren im Blindflug um den Alarmismus aufrecht zu erhalten?

Wenn es um die Anzahl der falsch-positiven Tests geht, wird immer wieder auf den INSTAND-Ringversuch aus dem April 2020 verwiesen. Jetzt ist bereits Oktober. Es ist in Anbetracht der außerordentlich einschneidenden Corona-Maßnahmen ein großes Versäumnis des Bundesgesundheitsministers Spahn und der Landesgesundheitsminister, dass sie nicht dafür Sorge getragen haben, neuere und genauere Erkenntnisse zur Fehlerhaftigkeit der Tests zu erhalten.

Die Fehlerquote beim INSTAND-Ringversuch betrug 1,4 Prozent und mehr. Die Quote der positiven Testergenisse liegt in den letzten Wochen zwischen 0,7 und 1,2 Prozent. Es wird vielfach behauptet, daß die Fehlerquote sich deutlich reduziert habe, gegebenfalls sogar bei nur 0,01 Prozent liege (siehe hier), insbesondere wenn die Labore nicht nur auf eine Genregion, sondern auf zwei oder mehr testen. Wie häufig die Labore dies tatsächlich tun, ist aber unklar. Darüber werden keine Daten erhoben. Auch das ein Versäumnis. Denn es wäre ein leichtes, den Laboren zur Auflage zu machen, solche ergänzenden Informationen mit an die Gesundheitsämter zu übermitteln.

Naturgemäß erhielten die beteiligten Labore beim INSTAND-Ringversuch lediglich nicht-vermehrungsfähiges („totes“) Virusmaterial (wer will schon potenziell hochgefährliche „lebende“ Viren durch die Gegend senden). Man kann also auch dann, wenn ein Labor fehlerfrei gearbeitet hat, nicht sagen, ob es vermehrungsfähiges oder nicht-vermehrungsfähiges Virusmaterial gefunden hat. Dies wäre aber erforderlich, um bestimmen zu können, ob eine akute Infektion besteht oder nicht. Denn gemäß § 2 Infektionsschutzgesetz liegt nur dann eine (akute) Infektion vor, wenn vermehrungsfähiges Virusmaterial vorhanden ist.

PCR-Tests detektieren jedoch nur RNA-Fragmente des Virus und ermitteln nicht, ob das Virus vermehrungsähig ist oder nicht. Nähers siehe in diesem Artikel. Damit sind PCR-Tests alleine nicht geeignet, akute Infektionen zu belegen. Es bedürfte bei positiven PCR-Tests insoweit ergänzender Untersuchungen wie zum Beispiel das Anlegen von Zellkulturen. Entsprechende repräsentative stichprobenhafte Untersuchungen gibt es aber nicht. Warum nicht, fragt man sich wieder einmal? Vielleicht, weil man es nicht so genau wissen will und das Verharren im Blindflug den Alarmismus leichter aufrechterhalten lässt?

Lassen wir zum Schluss doch einfach den Leiter des Instituts für Virologie an der Charité Berlin, Christian Drosten, zu Wort kommen, der 2014 in einem Interview mit der Wirtschaftswoche zur PCR-Testmethode im Zusammenhang mit dem damals aktuellen MERS-Coronavirus sagte:

„Ja, aber die Methode ist so empfindlich, daß sie ein einzelnes Erbmolekül dieses Virus nachweisen kann. Wenn ein solcher Erreger zum Beispiel bei einer Krankenschwester mal eben einen Tag lang über die Nasenschleimhaut huscht, ohne daß sie erkrankt oder sonst irgend etwas davon bemerkt, dann ist sie plötzlich ein Mers-Fall. Wo zuvor Todkranke gemeldet wurden, sind nun plötzlich milde Fälle und Menschen, die eigentlich kerngesund sind, in der Meldestatistik enthalten. Auch so ließe sich die Explosion der Fallzahlen in Saudi-Arabien erklären.“

Der Beitrag erschien zuerst bei ACHGUT hier




Falsche Klima-Aussagen des Klima-Konsortiums: Die Widerlegung

geschrieben von H.j. Lüdecke | 9. Oktober 2020

1. Allgemeines

Die an der Erstellung der Klimainformationsschrift [1] (im Folgenden kurz KLIMS) beteiligten Institutionen des „Klimakonsortiums“ weisen drei prominente Mitglieder auf, die Helmholtz-Gesellschaft, die deutsche Meteorologische Gesellschaft und den Deutschen Wetterdienst. Keine betreibt primär Klimaforschung. Die restlichen Mitglieder sind unbedeutend, insbesondere fragt man sich, was Aktivisten wie „klimafakten.de“ hier zu suchen haben.

Seriöse Klimaforschungs-Institute wie beispielsweise das Alfred-Wegener-Institut (AWI) ließen offenbar infolgedessen die Finger von diesem „Konsortium“. Einige der KLIMS-Aussagen sind sogar korrekt, weil sie den Messungen, oder der begutachteten (Peer reviewed) Fachliteratur [2], oder korrekten Aussagen der IPCC-Sachstandsberichte [3] entsprechen (nicht alle Aussagen des IPCC sind korrekt!). Die meisten Aussagen der KLIMS sind jedoch FALSCH, sie haben nichts mehr mit neutraler Wissenschaft zu tun und werden hier dem entsprechend widerlegt.

In summa ist die KLIMS eine Vermengung von wenigen unstrittigen Fakten und weit überwiegenden  Falschbehauptungen. Von wissenschaftlich neutraler Klima-Aufklärung kann nicht die Rede sein. Die Autoren der KLIMS  schließen sich erkennbar den fragwürdigen Klima-Behauptungen des heutigen Meinungs-Kanons von Politik, Kirchen und Medien an. Sie vertrauen offensichtlich einer bisher weitgehend erfolgreichen Desinformation der Öffentlichkeit, die sich nicht nur auf die Klimafrage beschränkt.

Die KLIMS umfasst 22 Seiten Text und Bilder. Es reicht freilich schon die Widerlegung weniger maßgebender Falschaussagen aus, um Unrichtigkeit und eine Klima-Angst erzeugende Agenda der KLIMS zu belegen. Als stellvertretend für grobe sachliche Falschaussagen der KLIMS wurden die folgenden Stellen gewählt

A: Die KLIMS-Grafik auf S. 6 „Entwicklung der globalen Mitteltemperatur“.

B1 bis B4: Die Abschnitte 7., 8., 9., 12. des KLIMS-Kapitels „Globaler Klimawandel“.

C: Klimamodelle, Abschnitt 5 der KLIMS.

Die hier vorliegende Widerlegung basiert ausschließlich auf Klima-Messwerten, Fachliteratur und korrekten Aussagen des IPCC. Gelegentlich werden auch Aussagen aus Sachbüchern herangezogen, die von Klimaexperten mit Fachliteratur-Veröffentlichungen verfasst wurden. Aussagen von Internet-Blogs werden nicht verwendet. Um die Anzahl der hier zitierten Quellen überschaubar zu halten, wird aber gelegentlich auch auf die vielen Fachliteraturnachweise in guten Internet-Blogs verwiesen.

Die Bewertungsmaßstäbe der hier vorliegenden Kritik der KLIMS sind „korrekt“, „FRAGWÜRDIG“ und „FALSCH“, je nach Abweichung der KLIMS-Behauptungen von Messdaten, Fachliteratur, oder korrekten IPCC-Ausagen.

Und abschließend: Das Klima in jeder Klimazone der Erde von polar bis tropisch hat sich seit Bestehen der Erde unaufhörlich geändert. „Klimawandel“ ist naturgesetzlich, konstantes Klima gab es noch nie. Leider wird diese Selbstverständlichkeit in der KLIMS nicht erwähnt oder gar betont. Daher ist die erste Kerninfo der KLIMS „der Klimawandel ist real“ zwar korrekt, aber überflüssig. Die Bemühungen der KLIMS um möglichst alarmistische Textgestaltung sind unübersehbar und für seriöse Publikationen eigentlich tabu. So kann beispielsweise der Leser an Hand der Grafik auf S. 8 der KLIMS (Mitteltemperatur 1880-2019) beispielhaft erkennen, wie durch geschickt gewählte Achsenformate ein Bild von „harmlos“ auf „gefährlich“ getrimmt wird. Dazu vergleiche man im Zeitraum von 1979 bis heute diese Grafik mit der inhaltlich gleichen Grafik des US-Klimaforschers Roy Spencer [4].

 

2. Die Widerlegungen von sachlich falschen KLIMS-Behauptungen

A. Die KLIMS-Grafik auf S. 6 „Entwicklung der globalen Mitteltemperatur“

DIE BEHAUPTUNG DER KLIMS: Der globale  Temperaturverlauf der letzten 2000 Jahre bis zu Beginn der Industrialisierung 1850 sei, von geringfügigen natürlichen Schwankungen abgesehen, weitgehend konstant verlaufen und hätte erst danach eine gleichsam explosionsartige Steigerung bis heute durchgemacht (Hockey-Stick-Kurve). So soll sich das Temperaturmittel ab Christi Geburt über die nächste 1850 Jahre lediglich um 0,2 °C verändert haben, in den jüngsten 170 Jahren dagegen um 1,2 °C.

DIE WIDERLEGUNG: Der KLIMS-Behauptung widerspricht zuerst einmal tradierter Historie. Im Mittelalter betrieben die Wikinger in Grönlands Küstennähe Landwirtschaft. Es war damit deutlich wärmer gewesen, als in den darauffolgenden Jahrhunderten. klimafakten.de, Mitautor der KLIMS, bestätigt bemerkenswerterweise ungewollt, dass die eigene KLIMS-Grafik FALSCH ist, indem es schreibt (Zitat) „Es stimmt, dass die Region um den Nordatlantik zu Beginn des zweiten Jahrtausends eine relativ warme Phase erlebte. In einigen Regionen der Welt war es damals tatsächlich ähnlich warm wie heute“ [5].

Dies bedeutet, dass In der KLIMS-Grafik auf S. 6 um das Jahr 1000 Temperaturwerte um 1,2 °C an Stelle von 0,2 °C zu sehen sein müssten, denn die mittelalterliche Warmzeit (MWP) war globalweit! Eine Zeitlang wurde zwar noch behauptet, die MWP sei nur ein lokaler Effekt in der Nordhemisphäre gewesen. Dies ist aber inzwischen umfangreich in der Fachliteratur widerlegt, unzählige Zitate dazu finden sich im Blog „kalte Sonne“ [6].

Die wissenschaftlich unbestrittene MWP und das römische Wärmeoptimum (RO) waren Warmzeiten, die mit unserer aktuellen Erwärmung vergleichbar sind. Von beiden Warmzeiten ist in der Grafik auf S. 6 nichts zu sehen.

Es liegt darüber hinaus reichlich Fachliteratur über weit höhere globale Mitteltemperaturen, als heute vor in dem noch weiter zurück reichenden Zeitraum bis Ende der letzten Eiszeit. So übertrafen die jeweils weit über tausend Jahre anhaltenden Warmzeiten vor 4000 und 6500 Jahren noch deutlich die MWP und das RO [7]. Für noch weiter zurückreihende Temperaturrekorde sei auf die Fachpublikation von Lecavalier et al. verwiesen [8]. Im frühen Holozän vor 8000 Jahren waren die Grönlandtemperaturen über 1000 Jahre sogar um 2 °C höher als gegenwärtig.

FAZIT: Die KLIMS-Grafik auf S. 6 ist FALSCH und endgültig erledigt. Auch ein fragwürdiger „PAGES2k-Versuch“ ihrer Wiederauferstehung ändert daran nichts. Inzwischen dürfte die Fachpublikation von Büntgen et al.[9] mit insgesamt 22 Autoren dem bodenlosen Unsinn der Hockey-Stick Kurve den endgültigen Garaus gemacht haben – die Liste der beteiligten Institute liest sich wie das Who is Who der internationalen Klimaforschung und, man staune, sogar das klima-alarmistische Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung ist mit dabei. Die spannende und fast das Kriminelle streifende Geschichte der Hockey-Stick Kurve findet sich im Buch „Vahrenholt/Lüning, 2020, Unerwünschte Wahrheiten, was Sie über den Klimawandel wissen sollten“ im Kapitel 2.

 

B1. Rekorde, Abschnitt 7. der KLIMS und die 2-te KLIMS-Kernaussage „Wir sind die Ursache“

DIE BEHAUPTUNG DER KLIMS: Seit den 1980er Jahren war jede Dekade wärmer als die vorherige und wärmer als alle vorangegangenen Jahrzehnte seit 1850 (offenbar als Beleg der 2-ten KLIMS-Kernaussage „Wir sind die Ursache“ gemeint).

DIE WIDERLEGUNG: Die KLIMS-Dekadenaussage ist für sich genommen korrekt. Mitte des 19. Jahrhunderts endete nämlich die kleine Eiszeit (LIA). Danach erfolgte eine natürliche Wiedererwärmung, ansonsten würden wir immer noch in der LIA leben, in der Winter mit komplett zugefrorener Ostsee normal waren. Infolge der Klimaerwärmung nach Ende der LIA sind natürliche Temperaturrekorde nichts Ungewöhnliches. Der Effekt unnatürlicher Erhitzung in Städten durch Verkehr, Heizungen etc. (UHI) kommt dazu. Die von der KLIMS vorgenommene Schilderung der Temperaturentwicklung für die Zeit nach 1980, die mit 40 Jahren nur knapp für eine Klimaaussage ausreicht, muss freilich mit den Zeiten vor 1850 verglichen werden, ansonsten ist sie wissenschaftlich wertlos. Dieser Vergleich fehlt.

Bereits die berühmte mittelenglische Thermometer-Reihe, welche bis 1659 zurückreicht (Bild 1), kann die Verhältnisse zurechtrücken. Um wieviel mehr dann die zuvor geschilderten Warmzeiten des Holozän. Diese, die Temperaturen unserer heutigen Warmzeit oft weit übersteigenden Zeitabschnitte kann die Klimawissenschaft bis heute nicht schlüssig erklären.

Bild 1: Mittelenglische Temperaturreihe CET, die älteste lückenlose Thermometer-Reihe weltweit (blau) von 1659 bis 2019. Der stärkste Anstieg der gesamten CET über jeweils 50 Jahre fand von 1687–1737 mit 1,87 °C statt (rote gestrichelte Regressionsgerade), In jüngerer Zeit kamen dagegen maximal 1,32 °C in den 50 Jahren von 1961–2011 vor (schwarze gestrichelte Regressionsgerade). Bild: eigene Darstellung nach den Originaldaten.

FAZIT: Die Dekaden-Aussage der KLIMS ist zwar formal korrekt, trägt aber nichts zur behandelten Problematik bei und ist daher zumindest FRAGWÜRDIG. Die zweite KLIMS-Kernaussage „Wir sind die Ursache“ ist eine freie Behauptung, solange nicht die Ursachen der weit stärkeren natürlichen Warmperioden vor 1850 verstanden sind. Um offenbar dieser unangenehmen Kernfrage aus dem Weg zu gehen, wird von der KLIMS die falsche Grafik auf S. 6 propagiert.

 

B2. Meereis und Festlandeis, Abschnitte 8. und 9. der KLIMS

DIE BEHAUPTUNG DER KLIMS: Meereis und Festland-Eis schwinden dramatisch.

DIE WIDERLEGUNG: Zur korrekten Einordnung der Verhältnisse, ist daran zu erinnern, dass sich die Gletschermasse der Erde, also Festland-Eis, zu 90% in der Antarktis befindet. Die Arktis dagegen beherbergt mit dem Grönlandgletscher nur 8%, und der Rest von 2% findet sich in Alpen, Himalaya, Neuseeland etc. Das Arktis-Eis nimmt zurzeit ab, das Antarktis-Eis dagegen zu. Der Rest verhält sich uneinheitlich, die Alpengletscher gehören zu den aktuell abnehmenden Gletschern. Die Fachpublikation von Braithwaite [10] sagt aus, dass von dramatisch globalem Schmelzen keine Rede sein kann, wörtlich „There is no sign of any recent global trend towards increased glacier melting, and the data mainly reflect variations within and between region„. Andere Facharbeiten berichten von einer geringfügigen globalen Abnahme [11].

Der Gletscherforscher Prof. Gernot Patzelt (Univ. Innsbruck), bekannt durch seine intensiven Forschungsarbeiten vor Ort und weitere seiner Fachkollegen weisen in Fachpublikationen und Fachbüchern nach, dass in zwei Dritteln der letzten 10.000 Jahre die Waldgrenzen der Alpen höher und die Alpengletscher kleiner waren als heute [12]. Ferner, dass die Alpengletscher bereits im Jahre 1850 begonnen hatten, wieder einmal zu schmelzen – damals gab es noch kein anthropogenes CO2.

Auch der Grönlandgletscher mit seinen 2,6 Millionen Kubik-Kilometern (das sind 2,3 x 1015 Tonnen Eis) schmilzt. Die von der KLIMS vermutlich korrekt genannten 250 Milliarden = 2,5 x 1011 Tonnen Schmelze pro Jahr sind demnach gemäß 1011/1015 = 0,0001 der zehntausendste Teil der Gesamtmasse des Grönlandgletschers. Es bedarf daher schon einer starken Warmzeit von mehr als 1000 Jahren, um den Grönlandgletscher zum Abschmelzen zu bringen: Dies war in allen Warmzeiten der letzten 500.000 Jahre noch nie der Fall. In 1000 Jahren leben wir übrigens mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer beginnenden neuen Eiszeit – sie ist längst überfällig.

Meereis, im Gegensatz zu Gletschern, ist ein Wetter-, kein Klimaphänomen, denn „Klima“ ist definiert als mindestens 30-jähriges statistisches, lokales Mittel von „Wetter“. KLIMS sagt nun aus, die Meereisoberfläche der Nordhemisphäre hätte in den letzten Jahrzehnten von 7 auf 3 Millionen km2 abgenommen. Dies ist zwar korrekt, KLIMS unterließ aber zu erwähnen, dass es sich um hochsommerliche Minimalwerte handelt. Die Oberflächenausdehnung vom Meereis der Nordhemisphäre schwankt regelmäßig zwischen September und März um 10 Millionen Quadratkilometer [13]. Im Winterhöhepunkt beträgt aktuell die Ausdehnung 15 Millionen km2, also mehr als das Doppelte der alarmistischen KLIMS-Angabe. Dieser Höchstwert hat über die letzten vier Jahrzehnte um etwa eine Million km2, also um 1/15 abgenommen. Die hier allein interessierenden Pauschalschwankungen des nordhemisphärischen Meer-Eis folgen dabei der atlantischen Multidekadenoszillation AMO [14] mit einer etwa 60-jährigen Periodendauer. Die AMO, zur Zeit noch im Maximum (kleinere Meereisfläche) beginnt sich wieder in Richtung Minimum zu bewegen (größere Meereisfläche). Die jahreszeitlich maximale Meereisoberfläche wird daher die nächsten Jahrzehnte wieder zunehmen.

FAZIT:  Zuerst zu den Gletschern: Die Angabe „dramatisch“ der KLIMS zur Festland-Eis-Schmelze ist FALSCH, sie widerspricht den hier geschilderten realen Zahlen und der Fachliteratur. Es ist wissenschaftlich unaufrichtig, mit einer dramatisch klingenden Zahl  aufzuwarten, ohne sie zur Realität in Beziehung zu setzen. Das von der KLIMS angegebene Fachzitat zum Thema Gletscher-Eis (Zitat 27) ist zudem unpassend, weil hier nur die Gletscherabnahme der letzten 20 Jahre behandelt wird, global glacier decline in the early 21st century titelt die Arbeit. Aus solch einem kurzen Wetter-Zeitraum Klima-Pauschalaussagen zur langfristigen Gletscherentwicklung zu suggerieren ist wissenschaftlich unseriös. Die hier zitierten wirklich relevanten Arbeiten [10,11,12] werden dagegen von der KLIMS unterschlagen.

Nun zum Meereis: Die dramatischen Angaben der KLIMS zum Meereis sind wegen willkürlicher Datenauswahl des Sommertiefpunkts eine unzulässige Pauschalaussage. Das Eisflächenverhältnis von 14 Mio. km2 zu 15 Mio. km2 zwischen 1980 und 2020 im Winterhöhepunkt [13] wird von der KLIMS verschwiegen. Ein solches Vorgehen ist irreführend. Daher ist die  KLIMS-Aussage zumindest  FRAGWÜRDIG.

 

B3. Wetterextreme, Abschnitt 12. in KLIMS

DIE BEHAUPTUNG DER KLIMS: Bestimmte Typen von Extremwetter-Ereignissen haben weltweit deutlich zugenommen.

DIE WIDERLEGUNG: Zu Wetterextremen hat das IPCC in seinem Sachstandsbericht AR5 von 2013 in einer ausführlichen und sorgfältigen Untersuchung Stellung genommen [15]. Die Daten beginnen hier ab 1950, weil es vorher zu wenige Messungen gab. Das vom IPCC angegebene Ergebnis darf im Klartext als „es wurde nichts Maßgebendes gefunden“ ausgedrückt werden. Hier stellvertretend einige Originalzitate (die IPCC-Sachstandsberichte gibt es leider nicht in Deutsch)

Tropische Stürme und Hurrikane [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216]: “No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”

Tropische Zyklone [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216]: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.”

Außer-tropischeZyklone [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 220]: “In summary, confidence in large scale changes in the intensity of extreme extratropical cyclones since 1900 is low. There is also low confidence for a clear trend in storminess proxies over the last century due to inconsistencies between studies or lack of long-term data in some parts of the world (particularly in the SH). Likewise, confidence in trends in extreme winds is low, owing to quality and consistency issues with analysed data.”

Dürren [IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 50]: ”There is low confidence in a global-scale observed trend in drought or dryness (lack of rainfall), owing to lack of direct observations, dependencies of inferred trends on the index choice and geographical inconsistencies in the trends.”

sowie in [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 215]: “In summary, the current assessment concludes that there is not enough evidence at present to suggest more than low confidence in a global scale observed trend in drought ordryness (lack of rainfall) since the middle of the 20th century, owing to lack of direct observations, geographical inconsistencies in the trends, and dependencies of inferred trends on the index choice. Based on updated studies, AR4 conclusions regarding global increasing trends in drought since the 1970s were probably overstated. However, it is likely that the frequency and intensity of drought has increased in the Mediterranean and West Africa and decreased in central North America and north-west Australia since 1950.”

Überflutungen [IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 112]: ”There continues to be a lack of evidence and thus low confidence regarding the sign of trend in the magnitude and/or frequency of floods on a global scale over the instrumental record.”

Hagel und Gewitter [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216]: “In summary, there is low confidence in observed trends in small-scale severe weather phenomena such as hail and thunderstorms because of historical data inhomogeneities and inadequacies in monitoring systems.”

Und schließlich fasst IPCC zusammen [IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 219]: “There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century.”

FAZIT: Die KLIMS-Aussage ist trotz ihrer bewussten Abschwächung und Ungenauigkeit – „bestimmte Typen“ sowie keine Angabe des Zeitraums – im hier behandelten Zusammenhang „Klimaänderungen“ FALSCH. Die IPCC-Aussagen sind eindeutig. Dass regional und kurzfristig Wetterextreme stets stark schwanken und dies natürlich auch weltweit, ist eine meteorologische Binsenweisheit und hat mit Klimaänderungen nichts zu tun. Meteorologen pflegen zu sagen „das Gewöhnliche am Wetter ist seine Ungewöhnlichkeit„. Dies ist den KLIMS-Autoren offenbar nicht bekannt.

 

B4. Ernteerträge, Abschnitt 12. in KLIMS

DIE BEHAUPTUNG DER KLIMS: Regional sinken Ernteerträge.

DIE WIDERLEGUNG: Global ist das genaue Gegenteil der Fall. Durch den anthropogenen CO2-Eintrag in die Luft (über die CO2-Zunahme berichtet die KLIMS korrekt) haben Pflanzenmasse der Erde und die Welternten maßgebend und messbar zugenommen. Als Folge davon werden viele Wüsten kleiner. Dieser Effekt ist inzwischen sogar von den Medien bemerkt und darüber berichtet worden [16].  Eine stellvertretende Fachstudie von Zu et al. [17] schildert die gemessenen Zahlenwerte dieses Effekts. Eine umfangreiche Fachliterurübersicht zur vorteilhaften biologischen Wirkung von zunehmendem CO2 findet sich bei Goklany [18].

FAZIT: Auch hier wieder eine KLIMS-Aussage, die an bewusster Schwammigkeit wie fehlenden Zeitraum und dem Zusatz „regional“ kaum zu überbieten ist. Sie ist natürlich in ihrer Allgemeinheit FALSCH. Selbstverständlich können auf Grund von lokalen Wettereffekten, Schädlingsbefall  o.ä.m. regionale Ernten kurzfristig sinken oder ansteigen, dies hat aber mit dem in der KLIMS behandelten Thema „Klimaänderungen“ nichts zu tun.

 

C. Klimamodelle, Abschnitt 5 der KLIMS.

DIE BEHAUPTUNG DER KLIMS: Moderne Klimamodelle können die reale Klimaentwicklung zutreffend abbilden.

DIE WIDERLEGUNG: Klimamodelle haben noch nie die Klimavergangenheit wiedergeben können, folgerichtig können sie es auch nicht für die Zukunft. Bild 2 zeigt Klimamodelle im Realitätsvergleich.

Bild 2: Temperaturen aus 102 Klimamodellen vs. reale Temperaturmessungen mit Ballons und Satelliten, Bildquelle: Prof. John Christy (Univ. Alabama), gezeigt bei einer Anhörung vor dem US-Senat [19].

Insbesondere in jüngster Zeit ist die Fachkritik an Klimamodellen fast schon zu einem Sturm angewachsen, es gibt zu diesem Themen inzwischen zahlreiche Fachpublikationen [20].

FAZIT: Die KLIMS-Behauptungen über Klimamodelle sind FALSCH.

 

Schlussbemerkung

Die hier überprüften KLIMS-Behauptungen haben sich sämtlich als falsch erwiesen und desavouieren daher auch den Rest der KLIMS-Aussagen, selbst wenn sich noch Zutreffendes darunter befinden sollte. Das Vorgehen der KLIMS basiert offensichtlich auf folgenden Fehlern, Versäumnissen und bewussten Irreführungen:

  1. Natürliche Wetterextreme werden zu „Klimawandel“ umgedeutet.
  2. Klimavorgänge seien heute verstanden. Bislang ist nur der Wechsel von Eiszeiten mit Warmzeiten in Hunderttausenden Jahren grob verstanden (Milankovitch-Zyklen), dies aber noch keineswegs vollständig. Die Ursachen der hier allein interessierenden Klimaänderungen von mehreren Jahrzehnten bis Jahrhunderten sind dagegen immer noch unbekannt.
  3. Die oft wesentlich stärkeren Klimavariationen in den Zeiten vor Beginn der Industrialisierung 1850 werden ignoriert. Solange dies der Fall ist, sind Aussagen über rezente anthropogene Klima-Einflüsse wertlos.
  4. Der auffällige Klima-Einfluss des Sonnenmagnetfelds (nicht der Sonnen-Leuchtkraft!) wird heute in zahlreichen Fachpublikationen mit Klimaänderungen in Verbindung gebracht. Diese Hypothese ist zwar noch umstritten, dennoch ist es unseriös, die betreffenden Facharbeiten auszublenden und gar von „zuverlässigen“ Klimamodellen zu sprechen. Solange in Klimamodellen die Sonneneinflüsse unberücksichtigt bleiben, darf man sich über ihre mangelnde Aussagekraft nicht wundern.

Da eine Widerlegung in der Regel länger ist, als die zugehörige Behauptung, konnten hier nur die wichtigsten sachlichen Falschaussagen der KLIMS abgehandelt werden. In den beiden Sachbüchern

  1. Horst-Joachim Lüdecke, 2020, Energie und Klima: Chancen, Risiken, Mythen, 4. Auflage, expert Verlag Tübingen.
  2. Fritz Vahrenholt und Sebastian Lüning, 2020, Unerwünschte Wahrheiten: Was Sie über den Klimawandel wissen sollten, Langen Müller Verlag GmbH München.

gehören dagegen automatisch auch alle hier nicht behandelten Aussagen der KLIMS zu den behandelten Themen. Im erstgenannten Buch ist zudem auf S. 17 beschrieben, wie man überraschend viele Fachpublikationen (dazu gehören auch die meisten der hier zitierten Quellen) mit Hilfe von Google Scholar barrierefrei aus dem Internet herunterladen kann. Dies ist für Leser [21] wichtig, die sich in Details weiter informieren möchten.

Hier noch das pdf der Widerlegung zum Weitergeben Widerlegung_Klimakonsortium

 

Quellenangaben

[1] Was wir heute übers Klima wissen, Basisfakten zum Klimawandel, die in der Wissenschaft unumstritten sind: Deutsches Klima-Konsortium, Deutsche Meteorologische Gesellschaft, Deutscher Wetterdienst, Extremwetterkongress Hamburg, Helmholtz-Klima-Initiative, klimafakten.de. https://www.deutsches-klima-konsortium.de/fileadmin/user_upload/pdfs/Publikationen_DKK/basisfakten-klimawandel.pdf

[2] im Folgenden wird „begutachtet“ weggelassen, unter Fachliteratur ist stets begutachtete zu verstehen.

[3] https://www.ipcc.ch/, hier „view all reports“.

[4] Global warming, Roy Spencer: Forschungsleiter an der Universität Alabama in Huntsville und Leiter des US-Wissenschaftlerteams für das Advanced Microwave Scanning Radiometer (AMSR-E) des NASA-Satelliten Aqua, https://www.drroyspencer.com/latest-global-temperatures/

[5] klimafakten.de zu „Grönland war früher eine grüne Insel“.

[6] https://kaltesonne.de/die-mittelalterliche-warmeperiode/

[7] Prof. H. Kehl, ehem. TU Berlin, Ergänzungen zur Vorlesung TWK an der TU Berlin, Institut für Ökologie, Abb. A2-4 in https://www.science-e-publishing.de/project/lv-twk/002-klimageschichte-kleiner%20ueberblick.htm, ferner C. Schönwiese, Klima im Wandel – Von Treibhauseffekt, Ozonloch und Naturkatastrophen. 1994, rororo 9555.e

[8] Lecavalier et al., 2013, Revised estimates of Greenland ice sheet thinning histories based on ice-core records. Quaternary Science Reviews, 63, 73-82.

[9] Büntgen et al., 2020,  Prominent role of volcanism in Common Era climate variability and human history, Dendrochronologia 64, 125757.

[10] Braithwaite, R.J., 2002. Glacier mass balance: the first 50 years of international monitoring. Progress in Physical Geography, 26(1), 76-95.

[11] Dyurgerov, M.B., 2002. Glacier mass balance and regime: data of measurements and analysis. In: M.F. Meier, R. Armstrong (eds.) Institute of Arctic and Alpine Research, Occasonal Paper No. 55. Boulder: University of Colorado.

[12] Patzelt, G., 2019. Gletscher: Klimazeugen von der Eiszeit bis zur Gegenwart. Berlin: Hatje Cantz. Sowie Holzhauser, H., 1982. Neuzeitliche Gletscherschwankungen. Geographica Helvetica, 37(2), 115-126. Sowie:
Holzhauser, H., 2009. Auf dem Holzweg zur Gletschergeschichte. Mitteilungen der Naturforschenden Gesellschaft in Bern, 66, 173-208. Sowie Nicolussi, K., 2009. Klimaentwicklung in den Alpen während der letzten 7000 Jahre. In: K. Oeggland, M. Prast (Hrsg.). Die Geschichte des Bergbaus in Tirol und seinen angrenzenden Gebieten, S. 109–124. Innsbruck: University Press.

[13] Danish Meteorological Institute (DMI), Arctic Sea Ice Extent. http://ocean.dmi.dk/arctic/icecover.uk.php

[14] https://de.wikipedia.org/wiki/Atlantische_Multidekaden-Oszillation

[15] Alle IPCC-Berichte sind online verfügbar unter: https://www.ipcc.ch/ und barrierefrei. Hier insbesondere die IPCC-Berichte unter „view all reports“ beachten.

[16] „Ergrünen der Welt durch mehr CO2″ googeln liefert unzählige Artikel von SPIEGEL, Focus, Frankfurter Rundschau, .. bis hin zur NZZ. Auch klimafakten.de, Mitautor der KLIMS, befindet sich darunter.

[17] Zhu, Z. et al., 2016, Greening of the Earth and its drivers, Nature Climate Change, Vol. 6.

[18] Goklany, I. M., 2015. Carbon dioxide: The good news. The Global Warming Policy Foundation, GWPF Report 18.

[19] Christy, J. R., 2016. Testimony of of John R. Christy, University of Alabama in Huntsville, presented to the U.S. House Committee on Science, Space & Technology, 2 Feb 2016, p. 2 Fig. 1.

[20] Die entsprechende Fachliteratur wird im Blog Kalte Sonne angegeben. In der Suchfunktion der kalten Sonne „Klimamodelle“ eingeben oder direkt https://kaltesonne.de/?s=Klimamodelle

[21] mit Leser sind stets auch Leserinnen gemeint. Sprachlicher Genderunsinn wird hier generell nicht mitgemacht.

 




Woher kommt der Strom? Windstromerzeugung gegen Null

geschrieben von AR Göhring | 9. Oktober 2020

39. Woche (Abbildung, bitte unbedingt anklicken. Es öffnen sich alle Abbildungen und mehr)

Da hat man sich wohl verspekuliert, denn die Eigenerzeugung einer MWh Strom wird mit um die 40 € veranschlagt plus Zertifikatkosten. Es ging zwar nur um eine Stunde. Doch auch die Preise „drumherum“ lagen ebenfalls zum Teil erheblich höher als besagte 40 € plus (Abbildung1). Eine verstärkte konventionelle Stromerzeugung (Abbildung 2) insbesondere mit Pumpspeicherstrom konnte die Deckungslücke(n) nicht verhindern. Fast alle Nachbarn profitierten vom Stromexport zum großen Industrieland Deutschland (Abbildung 3).

Die Tabelle und der Chart mit den Werten der Energy-Charts sind diese Woche leider unvollständig. Ab Montag wurden keine Im-, Exportwerte geliefert (Abbildung 4). Das Gleiche gilt für die Charts der Tagesanalysen, die zum jeweiligen Tagesdatum verlinkt sind.  Die Charts zu den Im- und Exportwerten (Jahr & Woche) fallen diese Woche aus. Die angenommene Verdoppelung der installierten Leistung Wind- und Sonnenkraftwerke hat in dieser Woche nach langer Zeit wieder zumindest im Tagesschnitt zu ausreichend Strom erzeugt mittels erneuerbarer Energieträger geführt. Einmal!  Seit dem 31.7. hat es insgesamt 4x gereicht. Im Tagesschnitt. An allen anderen Tagen hätte immer Strom hinzuerzeugt werden müssen. Trotz Verdopplung der erneuerbar erzeugten Wind- und Sonnenstrommenge (Abbildung 5).

Die Tagesanalysen

Sonntag, 20.9.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 46,49 Prozent, davon Windstrom 14,91 Prozent, Sonnenstrom 19,30 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,28 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der bedarfsarme Sonntag weist praktisch keine Deckungslücke auf. Die 0,29 GWh um 18:00 Uhr sind zu vernachlässigen. Denn um 19:00 und 20:00 Uhr wird Strom recht teuer verkauft. Ja, von Deutschland. Der Im-, Exportchart mit den Abnehmern des in Deutschland erzeugten Stroms.  Bis 17:00 Uhr liegt der MWh-Preis immer unter 40€. Nur zum Abend werden hohe Preise für den Stromexport aufgerufen. Es scheint den konventionellen Stromerzeugern nicht möglich zu sein, zum Abend die Erzeugung anzupassen.  Heute klappt es so gerade. Vor allem, weil der Bedarf gering ist.

Montag, 21.9.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 34,13 Prozent, davon Windstrom 4,76 Prozent, Sonnenstrom 17,46 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,90 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Heute ist der Strombedarf wesentlich höher. Und zu allem Überfluss geht die Windstromerzeugung gegen Null. Was in der (Kern-) Zeit der Sonnenstromerzeugung durch eben diesen ausgeglichen wird. Vorher und nachher jedoch treten erhebliche Versorgungslücken auf. Der von Deutschland zu zahlende Spitzenpreis liegt am Vormittag um 8:00 Uhr bei 85€/GWh, um 19:00 Uhr bei den satten 200,04 € die bereits oben erwähnt wurden. Welcher unserer Nachbarn kauft günstig Strom ein und verkauft ihn teuer?

Dienstag, 22.9.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 30,47 Prozent, davon Windstrom 3,13 Prozent, Sonnenstrom 15,63 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,72 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Der heutige Dienstag liefert ein ganz ähnliches Bild wie der Montag. Fast kein Windstrom. Allerdings liegt das Preisniveau niedriger. In der Spitze werden zum Abend nur 86,40€/MWh gezahlt. Am Vormittag sind es 79,09€/MWh. Gezahlt von Deutschland. Profitieren tun fast alle Nachbarn. Preisdifferenzgeschäfte lohnen sich für sie. Es fällt auf, dass die Niederlande ausschließlich Strom nach Deutschland exportieren. Wie so oft in den vergangenen Wochen. Gibt es da einen Liefervertrag? Womöglich mit festen Preisen. Wie mit Polen? Ich recherchiere.

Mittwoch, 23.9.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 36,76 Prozent, davon Windstrom 15,44 Prozent, Sonnenstrom 10,29 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,03 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Herbstanfang. Klimawandel hin, Klimawandel her, die Sonnenstromerzeugung lässt nach; Windstromerzeugung nimmt zu. Es entstehen stundenlange Stromunterdeckungen. Die konventionellen Stromerzeuger halten sich zurück. Abgesehen vom frühen Morgen sind die Stromeinkaufspreise für Deutschland mit bis zu 60€/MWh happig. Nur in der Mittagsspitze wird Strom für um die 40€/MWh exportiert.

Donnerstag, 24.9.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 55,70 Prozent, davon Windstrom 35,57 Prozent, Sonnenstrom 10,07 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 10,07 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Viel Wind, wenig Sonne. Entsprechend die Stromerzeugung. Die reicht – bis auf den Abend, da lässt die Windstromerzeugung nach -, um die Versorgung Deutschlands sicherzustellen. Natürlich tragen die Konventionellen ein gerüttelt Maß dazu bei. Es sind gut 45%. Das sei erwähnt, damit die Freunde der Energiewende nicht übermütig werden. Am Abend muss Deutschland Strom importieren, was entsprechend kostet. Dänemark, die Schweiz und Frankreich profitieren.

Freitag, 25.9.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 43,65 Prozent, davon Windstrom 26,19 Prozent, Sonnenstrom 5,56 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,90 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken

Ein trüber Freitag. Der Windstrom stimmt annähernd. Der Sonnenstrom nicht. Die konventionellen Stromerzeuger beschließen, Deutschland den ganzen Tag mit einer Deckungslücke leben zu lassen. Der fehlende Strom muss importiert werden. Von wem?

Samstag, 26.9.2020: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 52,29 Prozent, davon Windstrom 33,94 Prozent, Sonnenstrom 3,67 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,68 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.

Wieder ein trüber Herbsttag. Mit einem massiven Windstromanstieg zum Abend hin und der Folge, dass zur berüchtigt teuren Abendzeit Strom von Deutschland exportiert werden kann. Zu einigermaßen auskömmlichen Preisen. Bis 16:00 Uhr wird von unseren Nachbarn importiert; zu Preisen von 25 bis 41€/MWh. Aufgemerkt: Zu Abend nehmen die Niederlande überschüssigen Strom Deutschland Strom ab. Und: Der Stromanstieg lässt für den Sonntag einiges vermuten, oder? Nächste Woche die Auflösung.

Noch Fragen? Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de Aber bitte immer höflich. Ist klar, nicht wahr?

Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr.

Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.

Rüdiger Stobbe betreibt seit vier Jahren den Politikblog  www.mediagnose.de




Die „tickende Klimabombe“ der Arktis: Steht eine kleine Eiszeit bevor?

geschrieben von Andreas Demmig | 9. Oktober 2020

Cap Allon

Das rekordverdächtige Wachstum des arktischen Meereises in dieser Saison mag zwar eine gute Nachricht sein, aber nicht aus den gleichen Gründen, wie die Horden stupider Klimaalarmisten glauben. Stellen Sie alles in Frage, was diese Warmisten jemals sagten –es wird nun angenommen, dass der Verlust von Eis an den Polen, der Auslöser für die globale Abkühlung und Eiszeiten war.

Seit zwei Jahrzehnten sagt uns die NASA , dass sich die Pole in den Perioden einer ansonsten „globalen“ Abkühlung tatsächlich erwärmen – dies ist wahrscheinlich auf einen GSM-induzierten meridionalen (welligen) Jetstream zurückzuführen, der die tropische Wärme anomal weit nach Norden umleitet, und / oder ein Abbau der Ozonschicht hoch über den Polen, der zusätzliche solare / kosmische Strahlung – einschließlich ultravioletter Strahlung – zulässt. Unabhängig vom genauen Mechanismus – ein noch wenig verstandenes Forschungsgebiet – ist das arktische Meereis in den letzten Jahrzehnten auf natürliche Weise zurückgegangen. Dieses Ereignis droht nun, eine echte und unvermeidliche Katastrophe in Gang zu setzen: eine Bedrohung, die häufig als „tickende Klimabombe“ bezeichnet wird.

Der Beaufort Gyre ist eine massive windgetriebene Strömung im Arktischen Ozean. Die Region reguliert seit Jahrtausenden das Klima und die Meereisbildung an der Weltspitze. In letzter Zeit ist jedoch etwas schiefgegangen.

Der Beaufort Gyre ist ein windgetriebenes Zirkulationssystem, das Süßwasser und Eis auffängt und um den Arktischen Ozean schiebt. Quelle: National Snow and Ice Data Center NSIDC / AMAP

Arctic-Currents-Map-WHOI

Der Gyre beeinflusst das Klima. Bildnachweis: Eric S. Taylor (Woods Hole Oceanographic Institution)

[Gyre – Wirbel, hier genutzt für Meereswirbel … ~strömung; Gyroskop – Kreisel]

Während der zweiten Hälfte des 20. ten Jahrhunderts behielt der Gyre seinen Zyklus, in dem er alle fünf bis sieben Jahre und vorübergehend seine Drehrichtung (Spin) gegen den Uhrzeigersinn verschob, was Eis und Süßwasser in den östlichen Teil des Arktischen Ozean und den Nordatlantik trieb. Aber seit mehr als 17 Jahren dreht sich dieses Karussell aus Eis und Süßwasser schneller im Uhrzeigersinn und sammelt immer mehr Süßwasser aus drei Quellen: schmelzendes Meereis, Abfluss in den Arktischen Ozean aus Russland und Nordamerikanischer Flüsse und das relativ frische Wasser, das aus dem Beringmeer (ein-)fließt.

e360.yale.edu berichtet : Heute enthält der Beaufort Gyre so viel Süßwasser wie alle Großen Seen zusammen, und sein anhaltender Wirbel im Uhrzeigersinn verhindert, dass dieses enorme Volumen an Eis und kaltem Süßwasser in den Nordatlantik fließt. Wissenschaftler sagen, dass der Gyre sich unvermeidlich abschwächen und die Richtung umkehren wird, und wenn dies der Fall ist , könnte er eine große Menge eisigen Süßwassers in den Nordatlantik ausstoßen .

Der polare Ozeanograph Andrey Proshutinsky von der Woods Hole Oceanographic Institution hat diesen erwarteten Wasserschwall als „ tickende Klimabombe“ bezeichnet und festgestellt, dass selbst ein teilweiser Abfluss dieses wachsenden Reservoirs – etwa nur 5 Prozent – das Klima Islands und Nordeuropas vorübergehend abkühlen könnte. Bei einem größeren Abfluss könnte es tatsächlich drohen, das der Golfstrom „abgeschaltet“ wird, ein Ereignis, bei dem die Eiszeiten fast über Nacht über Nord- und Westeuropa hinweg fegen würden.

gulf-stream

Grafik vom Autor übernommen (Originale Herkunft dieser sehr oft verwendeten Grafik habe ich leider nicht feststellen können – Google-Suchfunktion; der Übersetzer)

Der Golfstrom ist der Schlüssel zu einem milden, bewohnbaren Klima in Europa.

Wir wissen, dass dies geschieht, und haben detaillierte Aufzeichnungen über ein relativ neues Ereignis: In den 1960er und 1970er Jahren wurde ein Schwall frisches arktisches Wasser freigesetzt, der die obere halbe Meile von Teilen des Nordatlantiks abkühlte. Der britische Ozeanograph Robert R. Dickson, bekannt als Great Salinity Anomaly , sagte, das Ereignis sei eine der hartnäckigsten und extremsten Variationen des globalen Ozeanklimas, die im letzten Jahrhundert beobachtet wurden. Der Anstieg von Eis und Süßwasser kühlte Nordeuropa dramatisch ab und störte die Nahrungskette im Nordatlantik. Zwischen 1951 und 2010 ereigneten sich viele der außergewöhnlich kalten Winter in Europa während der Zeit der Anomalie des großen Salzgehalts.

Der diskutierte Mechanismus wird von vielen als Auslöser der Eiszeit angesehen, und eine neu veröffentlichte wissenschaftliche Studie stützt dieses. Die neue Studie trägt den Titel „“Evidence for extreme export of Arctic sea ice leading the abrupt onset of the Little Ice Age“, „Hinweise auf einen extremen Export von arktischem Meereis, der zum plötzlichen Einsetzen der Kleinen Eiszeit führt “ Die Studie kombiniert marine Sedimentkerne, die vom Arktischen Ozean bis zum Nordatlantik gebohrt wurden. Diese Aufzeichnungen zeigen, dass ein plötzlicher Anstieg des arktischen Meereises und des exportierten kalten Süßwassers bis zum Nordatlantik zu verzeichnen ist. Beginn um 1300, erreichte Mitte des Jahrhunderts seinen Höhepunkt und endete zum Schluss  des 13. Jahrhunderts abrupt. Entscheidend ist, dass die Studie zu dem Schluss kommt, dass ein externer Antrieb durch Vulkane oder eine andere Ursache möglicherweise nicht erforderlich ist, damit große Klimaschwankungen auftreten – [im Gegensatz zu] eine[r] bisher weit verbreitete[n] Annahme: „Diese Ergebnisse deuten stark darauf hin, dass diese Dinge aufgrund interner Variabilität aus heiterem Himmel im Klimasystem auftreten können“, sagte Dr. Martin Miles, Forscher am Institut für Arktis- und Alpenforschung der University of Colorado.

Das Klimapuzzle wird, wenn auch langsam, weiter zusammengesetzt.

Die nächste starke Abkühlung ist fällig – das Klima ist zyklisch, niemals linear – und die Freisetzung des Beaufort Gyre in Übereinstimmung mit einer schnell abnehmenden Magnetosphäre und einem sich verschärfenden Grand Solar Minimum enthält alle notwendigen Punkte.

Die kalten Zeiten kehren zurück, die mittleren Breiten gefrieren.

Die „tickende Klimabombe“ geht los.

https://electroverse.net/the-arctics-ticking-climate-bomb-little-ice-age-imminent/ 

Übersetzt durch Andreas Demmig

***

Der Betreiber dieses Blogs ergänzt seinen Beitrag:

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Fundstücke:

Prof. Scafetti, Vortrag in München:

Zuverlässigkeit von Klima-Modellierungen und Zyklen der Einflussgrößen auf das Klima

Siehe: Natürliche Klimazyklen (gegen Mitte des Beitrags)

 

https://www.mainpost.de/ueberregional/wissenschaft/Klimawandel-Warum-die-naechste-Eiszeit-sicher-kommt-und-wann;art105,10343383

Klimawandel: Warum die nächste Eiszeit sicher kommt – und wann

Jetzt von Eiszeit reden? Gerade die globale Erwärmung kann die „Warmwasserheizung Europas“, den Nordatlantikstrom, empfindlich treffen. Auswirkungen sind schon erkennbar. …

https://www.futurezone.de/science/article227655239/Das-Ende-der-Menschheit-Das-droht-uns-mit-der-naechsten-Eiszeit-auf-der-Erde.html

Ende der Zivilisation: Das erwartet uns bei der nächsten Eiszeit

… Unser Planet hat in den letzten 2,6 Millionen Jahren ganze 50 Eiszeiten durchlebt, diese wurden immer wieder von wärmeren Perioden unterbrochen. Könnte in naher Zukunft eine nächste Eiszeit anstehen?

https://www.focus.de/wissen/klima/klimaerwaermung/neue-eiszeit-neue-eiszeit_id_8487796.html

Trotz Klima-Erwärmung: Forscher sagen Mini-Eiszeit wie im Mittelalter voraus
… Es gibt Parallelen zur Kleinen Eiszeit vom 15. bis 19. Jahrhundert

http://eiszeit2030.de/

Das Klimageschehen auf der Erde wird maßgeblich von der Aktivität der Sonne beeinflusst
Alle 206 Jahre kommt es zu einem großen solaren Minimum (Grand Solar Minimum).