Klimaaktivisten nutzen die COVID-19-Krise als Trittbrett, um mehr Subventionen für Wind & Solar zu fordern

Es ist egal, dass die am schlimmsten betroffenen COVID-19-Opfer auf Intensivstationen aufgenommen und an Beatmungsgeräte angeschlossen werden müssen, für die unabhängig von Wetter und Tageszeit rund um die Uhr Strom geliefert werden muss.
Hinter den kränklichen Bedenkenträgern des zukünftigen Wetters in dreißig oder mehr Jahren verbirgt sich eine Gruppe zynischer und opportunistischer Profitsuchender für erneuerbare Energien, die die Nacht zum Tag gemacht haben und mehr Unterstützung durch die Steuerzahler für bereits stark subventionierte und für immer chaotisch und intermittierende bleibende Wind- und Sonneneinstrahlung fordern.
‚Audacity‘ hier Verwegenheit, Beherztheit deckt es nicht wirklich ab, wie Alan Moran unten berichtet.
 
Grüne Aktivisten hoffen auf COVID Mitnahmeeffekt
Quadrant, Alan Moran, 16. April 2020
Der Papst nannte das Coronavirus törichterweise „Reaktion der Natur“ auf Versäumnisse, gegen den Klimawandel vorzugehen. Es war daher nicht verwunderlich, dass das Coronavirus rekrutiert werden würde, um zusätzliche Subventionen für erneuerbare Energien zu fordern, damit diese noch mehr den Strom von geringer Qualität verteuern können.
Coal Wire, eine Anti-Fossilen Publikation, kam eine Harvard- Studie gerade recht, in der festgestellt wurde, dass der Feinstaub PM2.5 [die Gesundheitsbelastung durch] das Coronavirus verschlimmert und Kohlekraftwerke daher eine wichtige Schadstoffquelle darstellen. Tatsächlich stammen jedoch weniger als 5 Prozent der PM2,5-Partikelemissionen aus der Energieerzeugung.

European enviroment agency

Ebenfalls schnell aus den Puschen kam der Leiter der in Paris ansässigen Internationalen Anti-Fossil-Energieagentur (IEA), Fatih Birol. Birol argumentierte, dass die Förderung „sauberer Energietechnologien wie Sonne , Wind , Wasserstoff , Batterien und Kohlenstoffabscheidung ein zentraler Bestandteil der Regierungen sein sollte“ (Anreizplan), um eine Krise niemals zu verschwenden. Dies wird durch eine Petition unterstützt, die von 180 EU-Politikern und Aktivisten unterzeichnet wurde. Die IEA geht davon aus, dass in diesem Jahr die Anzahl neuer Anlagen für erneuerbare Energien zurückgehen werden, hauptsächlich aufgrund von wirtschaftlichen Auswirkungen („Die Coronavirus-Pandemie könnte den Fortschritt der erneuerbaren Energien beeinträchtigen. Regierungen können helfen“).
Die australische Niederlassung der globalen Netzwerks Climateworks folgte dem mit einem überarbeiteten Zukunfts-Bericht-Entkarbonisierung und deren Leiterin, Anna Skarbek, erklärte Adam Morton von The Guardian, wie die Corona-Pandemie verwendet werden könnte, die Subventionen für erneuerbare Energien zu beschleunigen. Angesichts der hohen Kosten und der geringen Zuverlässigkeit von Wind / Sonne wäre dies eine große Herausforderung, selbst wenn die erzwungene Nachfragereduzierungen nicht zu einer Halbierung des Spotpreises von 90 USD pro MWh im letzten Jahr geführt hätten.
Sicherlich unterscheidet sich die Marktreaktion von der, die sich die Subventionsprofiteure und die Alarmisten erhofft haben. Der Kohleverbrauch bleibt auf einem Aufwärtstrend. Laut GlobalData wird die Produktion von thermischer Kohle in den nächsten vier Jahren aufgrund der steigenden Nachfrage aus Indien und China voraussichtlich um 1,9 Prozent pro Jahr auf 7,6 Milliarden Tonnen pro Jahr wachsen.
Goldman Sachs hat seine EU-CO2-Preisprognose halbiert, und Bloomberg stellt einen Einbruch der Nachfrage nach Dachanlagen für Photovoltaik fest. Matthew Warren, ein ehemaliger Lobbyist für die erneuerbare Industrie, fordert nun eine kontrollierte „ Verlangsamung “ seiner Unterstützung durch die Regierungen. [durch die niedrigen Preise für Gas und Öl, geraten die EE noch mehr in eine unrentable Hochpreissituation]
Australien orientiert sich jedoch weiterhin an der IEA und verfolgt weiterhin das Trugbild der Innovationen im Bereich der Kosten für erneuerbare Energien. Energieminister Angus Taylor, der von seinen Bürokraten unter Druck gesetzt wird, stellt nicht nur 70 Millionen Dollar zur Verfügung, um einen phantasievollen Durchbruch bei der Umwandlung von Wasserstoff in Energie zu erzielen, sondern besteht darauf – warten Sie einen Moment! – „Unternehmen Zugang zu öffentlichen Geldern im Wert von 70 Millionen Dollar gewähren, wenn diese Wasserstoffprojekte im kommerziellen Maßstab entwickeln. Es müssen jedoch erneuerbare Energien für „grünem Wasserstoff“ verwendet werden. Ich habe einen Artikel im Spectator, in dem die Katastrophe von Regierungen besprochen wird, die sich dem grünen Alarmismus und den Subventionssuchenden zuwenden.
Die Subventionen und Vorschriften, die die Nutzung von Wind / Sonne zur Stromerzeugung erfordern, kosten australische Haushalte und Unternehmen derzeit über 4 Milliarden US-Dollar pro Jahr. [In Deutschland Größenordnung 30 Mrd. Euro] Darüber hinaus hat dies zur Schließung eines kostengünstigen, zuverlässigen Kohlekraftwerks geführt und infolgedessen zu einem Anstieg des Großhandelspreises für Strom zwischen 2015 und 2019 um 55 USD pro MWh. Bei einem Markt von 230.000 GWh hat kostete der Preisanstieg für 2015-19 fast 13 Milliarden Dollar pro Jahr.
Daher zahlen wir [in Australien] 17 Milliarden Dollar pro Jahr, um uns selbst Schaden zuzufügen! Der Verzicht auf die Stromsubventionen und -vorschriften würde uns einen Vorteil von 170 Milliarden Dollar bringen – das allein würde mehr als die Hälfte der 320 Milliarden Dollar abdecken, die für Coronavirus-gesteuerte Stimuli / Konsumunterstützung ausgegeben wurden.
Vorschriften wie die für Energie haben Australien seit Jahrzehnten dazu gebracht, den höchsten Lebensstandard der Welt zu verlieren. Ein einfaches Zurückwickeln bietet die Möglichkeit, die Auswirkungen der Coronavirus-Maßnahmen zu minimieren. Aber haben wir das Kaliber eines Politikers, der dies versteht und die notwendigen Reformen durchsetzen kann?
Quadrant
https://stopthesethings.com/2020/04/19/climate-cult-hijacks-covid-19-crisis-by-demanding-more-subsidies-for-wind-solar/
Übersetzt durch Andreas Demmig




Sehr geehrte Frau Bundesminister Svenja Schulze, wir hätten da mal ein paar Fragen..

Eine der Befragten war die Frau Bundesminister (O-Ton Schäuble) Svenja Schulze, die sich den Abgeordneten stellen musste. Und Frau Schulze, im früheren Leben Unternehmensberaterin in der Werbebranche, tat das auf ihre unnachahmlich weitschweifige, jede präzise Antwort auf präzise Fragen vermeidende, Art und Weise. Wer sich das antun möchte kann das alles gern hier im Sitzungsprotokoll nachlesen.
Gleich vorweg sei mitgeteilt: Es lohnt nicht. Denn es reden dort jeweils manch ein Sehender mit einer gewollt Blinden über Farben, oder ein Musiker mit einer Hörgeschädigten, die auch nur jedes vierte Wort verschwommen wahrnimmt und dies auch noch sinnentstellt.  Und dann auf etwas ganz anderes antwortet als gefragt wurde. Und weil das so gut wie immer so ist, mag es einer der Gründe gewesen sein, warum das Plenum so leer war. Corona-Abstandsregeln, dürften dann gute zusätzliche Entschuldigungen geliefert haben, der Sitzung fern zu bleiben.

Plenum des Deutschen Bundestages zur Fragestunde am 6.5.20 Bild DBT


Daher meinen wir, wenn es schon keine präzisen Antworten auf wichtige Fragen gibt, auch weil diese oft gar nicht erst gestellt werden, wollen wir nun die Fragen an Frau Bundesminister Svenja Schulze stellen, die wir gern präzise beantwortet hätten:
 
Sehr geehrte Frau Bundesminister

  1. Warum sehen Sie im Lichte der reduzierten Wirtschaftskraft durch den Lockdown die teuren Bemühungen für den Klimaschutz für verhältnismäßig oder geboten und wenn ja, warum teilen Sie die Auffassung von Frau Kotting-Uhl, MdB in ihrem Gastbeitrag in der taz, dass für den Klimaschutz mehr, Zitat, „Suffizienz“ eine Lösung sein könnte, auch wenn dadurch verstärkt Armut droht.

Mögliche Nachfrage: Weniger Wohlstand bedeutet mehr Armut, Armut führt zu geringerer Lebenserwartung, Geld, das für den Klimaschutz ausgegeben wird, steht für die Gesundheit nicht zur Verfügung. Wie schon jetzt zu beobachten und von Medizinern und Soziologen prognostiziert steigt damit die Zahl der Opfer, auch der Todesopfer. Warum wären Sie bereit für den Klimaschutz in Deutschland Menschenleben zu opfern?

  1. In einem Wortbeitrag im Bayerischen Rundfunk im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie sagten Sie korrekt „Wir merken im Moment ja alle, dass wir eben nicht alles steuern können“ (1) (7). Dem können wir nur zustimmen. Würden Sie uns daher bitte in einfachen verständlichen Worten erklären, was Sie und Ihre Regierung dazu veranlasst zu glauben, und alle Steuermöglichkeiten des Staates und der Gesellschaft auch darauf auszurichten, dass das mindestens so komplexe, eher noch viel komplexere Klimasystem der Erde sich von uns, von Ihnen oder der Weltgemeinschaft steuern ließe?

 

  1. Im weiteren Verlauf dieses Interviews bekräftigten Sie die Absicht „den Klimawandel, auch weiter tatkräftig (zu) bekämpfen und dass da alle auch mitmachen“. Angenommen, Ihr Kampf sei dahingehend erfolgreich, dass Deutschland, gern auch die EU, bis 2050 „klimaneutral“(2) sein würden, wie groß wäre Ihrer Ansicht nach der Anteil Deutschlands, gern auch der EU, an der erhofften Minderung der globalen Mitteltemperatur, wie sie von der Pariser Klimaübereinkunft verlangt wird? Sie können gern zehntel, oder hundertstel oder tausendstel Grad angeben. Wir überprüfen das.

Quelle: Global integrated drought monitoring and prediction system link: https://www.nature.com/articles/sdata20141?wptouch_preview_theme=enabled


https://cei.org/file/lomborg-global-deaths-climate-and-non-climate-catastrophes-1920-2018-figure-7

  1. In Ihrer Rede vor dem deutschen Klima Konsortium (3) am 14.11.19 sagten Sie u.a. dass bei einer „Erderhitzung“ von 1,5 Grad schwerere Schäden als bisher angenommen drohen würden. Nun zeigen sämtliche Extremwetterstatistiken der letzten Jahrzehnte weltweit, meistens einen klaren Rückgang, bspw. bei Dürren und Buschbränden, aber auch Überflutungen, oder zumindest keinerlei Zunahme. Die Zahl der klimabedingten Todesopfer (4) ging sogar um nicht weniger als 90 % zurück.
    Unsere Fragen dazu:

    • Warum benutzen Sie auf den Begriff „Erderhitzung“, wenn man wissen muss, dass bereits 1 ° der als „zulässig“ erklärten 1,5 ° C seit Beginn der Aufzeichnung „verbraucht“ wurden. Also nur noch schlappe 0,5 ° C übrig bleiben würden?
    • Welche „Experten“ flüstern Ihnen ein, dass „sogar noch schwerere Schäden“ bei nur 0,5 °C mehr drohten, wenn die Beobachtungen das genaue Gegenteil zeigen?

 

  1. In Ihrer Rede vor dem deutschen Klima Konsortium (3) am 14.11.19 sagten Sie u.a. „„Viele Player auf dem Weltmarkt haben mittlerweile verstanden, dass sie langfristig nur dann erfolgreich sind, wenn sie klimaneutral werden und Ressourcen schonen.“
    Tatsache ist jedoch .. und ich zitiere den Forscher und früheren UK Regierungsberater Rupert Derwall: „dass 1981 das letzte Jahr war, in welchem die Kohlenstoff-Emissionen des Westens jene aus dem Rest der Welt übertrafen. Bevor die Pandemie zuschlug, waren es (nur noch) etwa 25%. Der Schwanz der Dekarbonisierung im Westen wird nicht mit dem globalen Hund wedeln. Zu versuchen, Net Zero zu erreichen, wäre in der Tat eine tiefgreifende und brutale Entscheidung – zugunsten des Verschwindens von der Weltbühne.“ (6)
    Unsere Frage an Sie lautet daher. Welche „Player auf dem Weltmarkt“ meinen Sie, wenn die globale Entwicklung eine völlig andere ist, als Sie sich und anderen hier vorzumachen glauben? Und warum wollen Sie verantworten, dass Deutschland und die EU von der Weltbühne verschwinden?

The West vs. the Rest

  1. Bei Ihrer Rede zur Eröffnung der COP 26 in Madrid versprachen Sie den deutschen Anteil am 100 Milliarden Green Climate Fund auf 4 Milliarden bis 2020 zu verdoppeln. Kanzlerin Merkel wiederholte – trotz dank der von Ihrer Regierung mit geschürten Coronapanik selbst herbeigeführten schwersten Rezession seit dem Ende des 2. Weltkrieges- dieses Versprechen, anlässlich ihrer Rede zum Petersberger Klimadialog am 28.4.20.
    Fakt ist: Per Februar d. Jahres waren von den erhofften 100 Milliarden gerade mal 8,24 Mrd. $US zugesagt, von denen sogar nur 6,715 Mrd $ garantiert sind(5). Deutschlands Anteil daran betrug 843 Mio $ US. Also deutlich mehr als 10 %; obwohl Deutschland nur 2,2 % zu den Emissionen beiträgt.
    Wie können Sie es verantworten, dem bereits gezahlten schlechten Geld, das knapp fünffache – noch in diesem Jahr- hinterher zu werfen, was zuvor schon weltweit nichts bewirkt hat, denn die CO2 Emissionen stiegen weltweit weiterhin kräftig an, wo gleichzeitig die deutsche Wirtschaft in eine nie dagewesene Rezession gezwungen wurde, die Sie und ihre Regierung zwar selbst herbei geführt haben, zu deren Linderung Sie aber bereits jetzt die Schuldenbremse gerissen haben und den Haushalt allein in diesem Jahr um 150 Milliarden € per Schuldenaufnahme aufblähten?

(1) Quelle Bayern 2 radiowelt (br 24) https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/umweltministerin-schulze-krisensituation-fuehrt-zum-nachdenken,RxQe6N3
(2) nach gängiger Rechtsauslegung müssen auch Umweltziele überprüfbar sein. Siehe dazu „Umweltziele und Indikatoren“ von Huber Wiggering und Fellix Müller Springer 2004
(3) 14.11.2019 https://www.bmu.de/rede/rede-von-svenja-schulze-beim-deutschen-klima-konsortium-dkk/
(4) OFDA/CRED International Database www.emdat.de averaged by B. Lomborg over decades 1920-1929,1930-1939,—2010-2018
(5) Green Climate Fund  https://www.greenclimate.fund/about/timeline 2019: Contributors have pledged more than USD 9.8 billion for the GCF-1 programming period. Tatsache ist. Es gibt per Februar 2020 nur Zusagen über 8,24 Mrd. $US von denen nur 6,715 Mrd $ garantiert sind. Davon von der EU 2,7 Mrd$ davon Deutschland 842 Mio $
(6) Zitat aus https://www.eike-klima-energie.eu/2020/05/01/zur-rettung-der-wirtschaft-muessen-kostspielige-klima-massnahmen-sofort-aufgegeben-werden/
Original hier:

The Climate Noose


(7) erfreulicherweise wurde diese Frage, wenn auch etwas verändert, vom AfD Abgeordneten Dr. Rainer Kraft gestellt. Die Antwort der Frau Bundesminister kam prompt, entbehrt aber nicht einer gewissen Komik.
 
Svenja Schulze,Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit:

Sehr geehrter Herr Abgeordneter, Sie sagen: Klimaschutz wird teuer. – Ich sage Ihnen: Kein Klimaschutz, das würde enorm teuer werden.(Beifall bei der SPD und dem BÜNDNIS 90/ DIE GRÜNEN sowie bei Abgeordneten der CDU/CSU und der LINKEN) Wir haben gerade den Petersberger Klimadialog hinter uns, und wir haben aus der ganzen Welt Berichte bekommen, was Klimaveränderungen heute schon bedeuten. Wenn Sie Beispiele aus Deutschland wollen, dann reden Sie doch einfach mal mit Landwirten, mit Forstwirten darüber, was Klimaveränderungen heute schon kosten, etwa wegen Dürre auf unseren Feldern, auf unseren Äckern, in unseren Wäldern. Wenn wir nicht handeln, wenn wir einfach alles auf uns zukommen ließen, dann würden wir als Politik unverantwortlich agieren, und deswegen ist es so zentral, dass wir jetzt in Klimaschutz investieren, dass wir in die Zukunft investieren. Wenn Sie den Vergleich mit Corona gerne möchten: Bei Corona suchen wir immer noch nach einem Impfstoff; wir suchen nach Medikamenten, die wirklich helfen. Im Klimaschutz ist dieser Impfstoff, sind diese Medikamente schon lange klar: Das ist der Ausbau erneuerbarer Energien, das ist ein stärkerer Einstieg in eine Kreislaufwirtschaft, das ist Grüner Wasserstoff in der Industrie, das sind neue Mobilitätskonzepte, die ohne CO2 klarkommen; um nur einige Beispiele zu nennen. Die Maßnahmen sind da wirklich klar, und deswegen: Kein Klimaschutz wäre teurer.

Präsident Dr. Wolfgang Schäuble:Vielen Dank. – Nachfrage? – Herr Kollege Dr. Kraft.Dr.
 
Rainer Kraft (AfD):
Vielen Dank. – Ich entnehme Ihren Worten, dass Sie sagen: Wir können das Klima genau steuern, diese Milliarden sind zielgerecht eingesetzt, und wir werden dafür am Ende konkrete Maßnahmen bekommen. – Wunderbar! Dann frage ich Sie ganz konkret: Um wie viel wird sich pro eingesetzten 100 Milliarden Euro die globale Durchschnittsniederschlagsmenge in Deutschland erhöhen, wodurch die Dürren bekämpft werden?
 
Svenja Schulze,Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit:
 
Sehr geehrter Herr Abgeordneter,
wir können nicht alles im Detail steuern. Wir kennen aber die Maßnahmen, die helfen, die Erderwärmung zu reduzieren. Wir werden die Erderwärmung nicht mehr ganz stoppen können; aber wir können sie noch reduzieren, und wir können Schlimmeres noch verhindern. Deswegen ist die ganz einfache Antwort: Jede einzelne eingesparte Tonne CO2 zählt, und zwar weltweit. Insofern dürfen wir nicht die Einzigen sein, die handeln. Das Pariser Klimaschutzabkommen verpflichtet nämlich alle Staaten auf der Welt, zu handeln. Beim Petersberger Klimadialog ist gerade noch mal sehr deutlich geworden, dass auch alle bereit sind, etwas zu tun, dass übrigens auch die Wirtschaft bereit ist, etwas zu tun. Es gab einen Aufruf von über 60 Unternehmen, gerade auch aus der chemischen Industrie, aus der energieintensiven Industrie, aus dem Stahlsektor. Diese Unternehmen haben gesagt: Klimaschutz muss jetzt der Kompass sein. – Das sollte auch Sie erkennen lassen, dass es in dieser Frage inzwischen einen breiten Konsens darüber gibt, dass wir in diesem Feld handeln müssen und nicht einfach abwarten können, ob es noch schlimmer wird
(Beifall bei Abgeordneten der SPD)




Woher kommt der Strom? viel zu viel Strom mittels erneuerbarer Energieträger

Grund: Hier klicken……..
Diese Woche macht Deutschland den besonders billigen Jakob in Sachen Strom.
….

Auch sollte nicht vergessen werden, dass die Stromerzeugung gesamt mittels erneuerbarer Energieträger diese Woche in der Spitze pro Tag (Dienstag) lediglich knapp 80 Prozent des deutschen Gesamtbedarfs ausmachte. Es muss also immer, wie bisher immer seit Beginn der Energiewende, Strom konventionell hinzu erzeugt werden. Selbstverständlich muss auch diese Woche, viel Strom aus erneuerbaren Energieträgern hin oder her, Strom importiert werden.
Ab Donnerstag, als die große Windflaute einsetzt – der Windbuckel Freitag/Samstag ist tatsächlich nur ein Buckel – wird aus Deutschland ein Stromimportland. Mehr dazu in der nächsten Woche. Die Tabelle mit den Werten der Energy-Charts und der daraus generierte Chart veranschaulichen die 17. Woche noch mal aus einem anderen, dem zahlenmäßigen Blickwinkel. Ebenso wie die Charts mit dem Im- und Export der 17. Woche sowie dem Im- und Export des bisherigen Jahres 2020. Zum Schluss noch der Chart mit dem Verlauf der Stromerzeugung vom 15.3.2020 bis zum Ende der 17. Analysewoche.

Tagesanalysen

Sonntag, 19.4.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 69,75 Prozent, davon Windstrom 36,13 Prozent, Sonnenstrom 20,17 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 13,45 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Heute, am Sonntag um 14:00 Uhr erreicht der mittels erneuerbarer Energieträger gesamt erzeugte Strom 52,555 von 58,766 GW benötigten Stroms. Macht fast 90 Prozent.  Über den Tag gerechnet, sind es knapp 70 Prozent. Sonntags wird wenig Strom benötigt. Also ist viel zu viel Strom im Markt. Wind und Sonne kümmern sich nicht um Angebot und Nachfrage. Also muss der zu viel vorhandene Strom verschenkt werden. Über Mittag zum Teil mit erheblichem Bonus. Zu besagten 14:00 Uhr beträgt dieser 18,50 €/MWh. Macht für 14,18 GW exportiertem Strom 255.240 €. Zusätzlich zum verschenkten Strom. Dafür muss eine alte Frau lange stricken. Oder ist es ein alter weißer Mann? Egal! Es ist richtig teuer für den Stromkunden. Denn er bezahlt wie selbstverständlich den erneuerbar erzeugten Strom über die EEG-Umlage und einiges mehr auch noch. Welche Nachbarn profitieren richtig? Die Schweiz und Frankreich: Es sei ihnen gegönnt.
Montag, 20.4.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 75,86 Prozent, davon Windstrom 44,83 Prozent, Sonnenstrom 19,31 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,72 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Heute wird es noch teurer. Heute sind es um 14:00 Uhr erneuerbar erzeugte 67,52 von 71,172 benötigten GW. Macht fast 95 Prozent. Über den ganzen Tag sind es 75,86 Prozent. Der Bonus 14:00 Uhr wird diesmal noch knackiger: 44,25 €/MWh  für 15,326 GW. Das macht lockere 678.176 €. Zusätzlich zum Strom, der nur dem deutschen Stromkunden Geld kostet. Diesmal ist vor allem Frankreich der Hauptgewinner.
Dienstag, 21.4.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 78,43 Prozentdavon Windstrom 49,02 Prozent, Sonnenstrom 18,30 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 11,11 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Noch eine Steigerung gefällig? Heute liegt der Bonus um 14:00 Uhr bei 83,94 €/MWh. Für 12,234 GW. Gesamtbonus: 1.026.922 €. Macht irgendwie richtig Spaß, oder?
Mittwoch, 22.4.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 75,54 Prozent, davon Windstrom 41,72 Prozent, Sonnenstrom 20,86 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 12,95 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Heute werden um 14:00 Uhr „nur“ 424.996 € mitgegeben. Dafür muss zum Abend gleichwohl Strom per Saldo importiert werden. Der Preis pro MWh beträgt um 20:00 Uhr 25,54 €. Klingt günstig. Relativiert sich aber, wenn man bedenkt, dass Frankreich noch um 14:00 Uhr 29,98 €/MWh mitgegeben wurde. Um 20:00 Uhr bekommt Frankreich nun die 25,54 €/MWh für den Strom, den es nach Deutschland exportiert. Ein feines Differenzgeschäft.
Donnerstag, 23.4.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 54.46 Prozent, davon Windstrom 14,29 Prozent, Sonnenstrom 25,00 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 15,18 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Heute ist Schluss mit Windstrom. Ab 8:00 Uhr herrscht den ganzen Tag bei schönstem Sonnenschein Flaute. Deshalb wird fast den ganzen Tag per Saldo Strom importiert. Fallen negative Strompreise an? Natürlich nicht. Deutschland zahlt. Vielleicht weniger, als wenn es die eigene konventionelle Stromerzeugung hochfahren würde? Man weiß es nicht. Zum Abend jedenfalls werden um 20:00 Uhr mal lockere 69,68 €/MWh aufgerufen.
Freitag, den 24.4.2020: Anteil erneuerbare Energieträger an der Gesamtstromerzeugung 63,25 Prozent, davon Windstrom 28,21 Prozent, Sonnenstrom 20,51 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 14,53 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken. & Samstag, 18.4.2020: Anteil Erneuerbare an der Gesamtstromerzeugung 62,75 Prozent, davon Windstrom 21,57 ProzentSonnenstrom 23,53 Prozent, Strom Biomasse/Wasserkraft 17,65 Prozent. Die Agora-Chartmatrix: Hier klicken.
Heute baut sich über Tag ein Windbuckel auf, der in der Nacht zum Samstag wieder abflaut. Die Windstromerzeugung liegt danach tagelang darnieder. Erst ab Mitte der 18. Analysewoche wird sie sich erholen. An der Preisentwicklung dieser beiden Tage kann man sehr schön nachvollziehen, dass Deutschland Strom billig verkauft, exportiert und teuer einkauft, importiert.

Robert Habeck mit einem echten Knaller

Vor kurzem „feierte“ das Erneuerbare Energiegesetz (EEG) (Abbildung, bitte unbedingt anklicken, es öffnen sich alle Abbildungen & Mehr) den 20. Jahrestag seines Bestehens. Da kommen Annalena Baerbock und Robert Habeck mit einem echten Knaller daher:

Berlin – Die Grünen wollen Strom bald deutlich billiger machen, um die Wirtschaft nach der Coronakrise wieder anzukurbeln. „Zur Unterstützung von Selbstständigen, mittelständischen Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürgern sollte die EEG-Umlage um fünf Cent je Kilowattstunde gesenkt werden, also um rund 75 Prozent“, schrieben die Parteichefs Annalena Baerbock und Robert Habeck in einem Beitrag für die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“. Der Strompreis würde dadurch um etwa ein Sechstel sinken. Die beiden Grünen-Vorsitzenden verwiesen darauf, dass dann auch Elektroautos, Wärmepumpen oder Wasserstoff-Anwendungen wirtschaftlicher würden. Das bringe auch einen „Innovationsschub“ […]. (Abbildung 1)

Da haben sich die beiden Obergrünen wohl mal was gedacht. Etwas ganz Sinnvolles. Denn mit der EEG-Umlage wird ja vor allem der mittels erneuerbarer Energieträger hergestellte Strom bezahlt, der hochsubventioniert oft billig verkauft, verschenkt oder gar mit Bonus abgegeben werden muss. Wie oben wieder mal sehr eindrucksvoll gezeigt wurde. Weshalb aber wird der Vorschlag nicht breit diskutiert? Weil die Grünen damit indirekt zugeben würden, dass das EEG wenig sinnvoll war/ist.
Zumindest nicht für den Stromkunden. Der merkt, daß er jahrelang verschaukelt wurde, wenn das nun so einfach geht mit dem Senken des Strompreises. Für Investoren allerdings, die ohne Risiko drei bis fünf Prozent Rendite einfahren, ist die Umlage sehr sinnvoll. So wie die DDR sinnvoll für Honecker & Konsorten war. Aber für die Partei Bündnis90/Die Grünen wenig sinnvoll. Ein weiterer Absturz in den Umfragen wäre wahrscheinlich vorprogrammiert. Dann wäre man bald wieder da, wo man mit der Bundestagswahl 2017 angefangen hat: Unter zehn Prozent (Abbildung 2). Da legt man doch besser den Mantel des Schweigens über den Vorschlag, kommuniziert dies den grün-freundlichen Medien und gut isses. Das Schlimmste wurde so verhindert. Eine für die Grünen höchst schädliche Debatte zu Strompreisen in Deutschland und deren Zustandekommen.
Ordnen Sie Deutschlands CO2-Ausstoß in den Weltmaßstab ein. Zum interaktiven CO2-Rechner: Hier klicken. Noch Fragen?
Ergänzungen? Fehler entdeckt? Bitte Leserpost schreiben! Oder direkt an mich persönlich: stromwoher@mediagnose.de. Alle Berechnungen und Schätzungen durch Rüdiger Stobbe nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr. Die bisherigen Artikel der Kolumne Woher kommt der Strom? mit jeweils einer kurzen Inhaltserläuterung finden Sie hier.
Zuerst erschienen bei der Achse des Guten; mit freundlicher Genehmigung.
Rüdiger Stobbe betreibt seit vier Jahren den Politikblog  www.mediagnose.de

 
 
 




Wind und Solar fügen dem Netz Null Wert zu

Der Begriff Netz [grid] ist der Terminus der Elektroindustrie für die gesamte Hard- und Software, die zur Umwandlung von Treibstoff in Strom erforderlich ist. Der Strom wird durch Fernleitungen, Transformatoren und Unterstationen zu uns allen geleitet. Das System muss sicher gegen Störungen sein sowie die Sicherheit der Verbraucher und der Gemeinden gewährleisten.

Hierzu ein einfaches Beispiel: Nehmen wir einen lokalen Stromversorger in Smallville in den USA. Die Stadt hat 50.000 Einwohner sowie weitere 25.000 Landwirte auf Bauernhöfen in der Umgebung. Es gibt auch kleine Fabriken, professionelle Büros, Geschäfte, ein Krankenhaus, Bäckereien usw. Jedermann in dem Gebiet braucht zuverlässigen und bezahlbaren Strom. Über die Jahre hat Smallville ein modernes Netz installiert mit einer Zuverlässigkeit von 99,98%. Um diese zuverlässige Verfügbarkeit zu erhalten, muss das Netz der Gemeinde mindestens 75% Überkapazität über der Alltagsnorm aufweisen. 25% dieser Überkapazität müssen im „Reserve-Modus“ [spinning reserve mode] gehalten werden, weitere 25% im „peaking mode“ und nochmals 25% im „Backup-mode“. Jeden dieser drei Anteile dieser notwendigen Reserven wollen wir jetzt betrachten.

Zu „spinning reserve“: Falls es zu irgendeiner Zeit zu einer Störung kommt und ein Kraftwerk seinen Betrieb einstellt, muss ein Reserve-Kraftwerk innerhalb von Sekunden einspringen und den ausfallenden Strom zu 100% übernehmen. Falls das ein paar Sekunden zu spät erfolgt, wird die Stromnachfrage das Netz überfordern mit der Folge eines „Brownout“ oder schlimmer noch, einem „Blackout“. Das ist wie ein Run auf eine Bank, wobei jeder zur gleichen Zeit all sein Geld abheben will. Es ist eine Katastrophe.

Die einzige Möglichkeit sicherzustellen, dass es nicht zu einem solchen Blackout kommt ist, ein fossil betriebenes Backup-Kraftwerk zu haben, welches bereits mit 90% bis 95% seiner Nennkapazität läuft. Dabei wird etwa die gleiche Menge von Treibstoff verbrannt wie ohne jede Anbindung von Solar- oder Windkraftwerken ans Netz, weil Wind und Solar als Backup einfach unbrauchbar sind. Die Backup-Energie muss zu 100% zuverlässig sein. Alle bestehenden Solar- und Windkraftwerke bedürfen des fossil angetriebenen Backups, während der umgekehrte Fall, also Wind und Solar als Backup für fossil betriebene Kraftwerke, wegen ihrer Unzuverlässigkeit völlig unbrauchbar sind. Als Folge davon verschwenden Versorger Kapital, Treibstoff und Betriebskosten mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass Wind und Solar einen signifikanten Anteil der benötigten Energie beisteuern können. Das Einzige, was erreicht wird, sind immer weiter steigende Kosten für Gemeinde und Verbraucher.

Spitzenwert-Modus: Dies ist die zusätzliche elektrische Leistung, die zweimal am Tag benötigt wird, normalerweise für jeweils zwei bis drei Stunden. Die erste Spitze tritt von sechs bis neun Uhr morgens auf, um Frühstück zu kochen und sich für den Schulweg und die Arbeit vorzubereiten. Der andere Zeitraum mit hohem Bedarf liegt normalerweise zwischen fünf und sieben Uhr abends. In dieser Zeit wird die zusätzliche Leistung benötigt, um das Abendessen zu kochen, die Klimaanlage oder die Zentralheizung aufzudrehen usw. Solaranlagen können keine dieser beiden Bedarfsspitzen abdecken. Das liegt daran, dass Solaranlagen Strom hauptsächlich gegen Mittag produzieren, wenn er am wenigsten gebraucht wird. Windturbinen könnten einige Stunden morgens oder abends in Betrieb genommen werden. In allen Fällen benötigen sie jedoch immer noch als Backup die spinning reserve fossil betriebener Kraftwerke, die zu 100% der Zeit mit etwa 90% der Nennleistung laufen.

Backup-Reserve: Diese Kraftwerke sind wie ein Reservereifen im Kofferraum eines Autos; sie liegen dort, bis sie gebraucht werden. Aber im Gegensatz zur spinning reserve müssen sie nicht in Sekundenschnelle einsatzbereit sein. Sie laufen also nur, wenn sie gestartet werden, typischerweise für planmäßige Wartungsarbeiten an anderen Anlagen. Je nach Art der Anlage kann es mehrere Stunden oder noch länger dauern, bis sie online sind, und dann laufen sie Tage, Wochen oder ein Jahr lang ununterbrochen. Ein Kraftwerk, das die meiste Zeit einfach nur dasteht und nichts erzeugt, ist zwar sehr teuer, aber eine wertvolle Versicherung gegen Ausfälle.

Schauen wir mal auf die realen Erfahrungen in Deutschland, wo die Regierung die gewagte Entscheidung getroffen hat, alles auf „grün“ zu schalten. Das Land ist jetzt der Erzeuger Nummer 1 von Wind- und Solarstrom weltweit auf Pro-Kopf-Grundlage. Im Jahre 2004 setzte Deutschland einen aggressiven Plan um, viele der Kohle- und Kernkraftwerke des Landes durch Wind und Solar zu ersetzen. Bis zum Jahr 2018 installierte man dort die elektrische Grundlage von etwa 210 GW. Davon machte Windenergie 28% und Solarenergie 26% aus. Den restlichen Anteil von 46% deckten die verbleibenden fossil betriebenen und Kernkraftwerke zusammen mit etwas Wasserkraft. Zumindest ist dies die Nennwert-Kapazität dieser Solar- und Wind-Installationen, wenn sie unter besten Bedingungen laufen. Die tatsächliche Erzeugung ist jedoch um Einiges anders.

Während diese Wind- und Solarkraftwerke theoretisch den Bedarf Deutschlands zu 46% decken könnten, erzeugen sie aber in Wirklichkeit nur etwa 12% des gesamten, in Deutschland erzeugten Stromes. Wer konnte ahnen, dass eines der wohlhabendsten und industrialisierten Nationen der Welt nicht darauf kommt, wie man mit Wind und Solar genug Strom erzeugen kann, um den Bedarf der eigenen Industrie und Bevölkerung zu decken?

Um dieser nationalen Verknappung zu begegnen, hat Deutschland riesige Mengen Strom importiert, hauptsächlich aus Frankreich, und das zu exorbitanten Preisen. Die mittleren Stromkosten in Deutschland liegen derzeit fast dreimal so hoch wie in den USA.

Deutschland setzt jetzt ein umfangreiches Programm um, um Dutzende fossil befeuerter Kraftwerke neu zu errichten. Man hat auch einen Vertrag mit Russland geschlossen, eine Erdgas-Pipeline aus Sibirien zu bauen, um den Bedarf zu decken und als Backup für unzuverlässige Wind- und Solarkraftwerke.

In Schweden kam es zu einer witzigen, aber traurigen Story, die der Leserschaft nicht vorenthalten werden soll. Man hat dort vor einem Jahrzehnt ein umfangreiches Windprogramm in Kraft gesetzt, was sich inzwischen als ein Problem als Folge der schwierigen Umwelt des Landes herausgestellt hat. In den nördlichen Gebieten war Solar kein Thema. Auch bei Wind gab es Probleme. Dieses Photo [welches aus Copyright-Gründen hier nicht gezeigt werden kann, Anm. d. Übers.] zeigt einen schwedischen Hubschrauber, der versucht, eine eingefrorene Windmühle zu enteisen, genau wie auch Flugzeuge mittels entsprechender Fahrzeuge auf Flughäfen enteist werden. Nur dass die Windmühle vier bis fünf mal größer ist als eine Boeing 747 und ein Hubschrauber lediglich 20% bis 30% der Last dessen tragen kann, was ein Lastwagen auf dem Flughafen halten kann. Jetzt stelle man sich einen Windpark mit Hunderten derartiger Turbinen vor. Über dieses Photo können noch Bände geschrieben werden. Aber für Schweden ist das alles andere als lustig.

Autor: CFACT Senior Science Analyst Dr. Jay Lehr has authored more than 1,000 magazine and journal articles and 36 books. Jay’s new book A Hitchhikers Journey Through Climate Change written with Teri Ciccone is now available on Kindle and Amazon.

Link: https://www.cfact.org/2020/04/30/wind-and-solar-add-zero-value-to-the-grid/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Noch ein Wissen­schaftler, der kein Wort glaubt von dem, was er selbst sagt

Aus dem Telegraph:

Exklusiv: Der regierungsamtliche Wissenschaftler Neil Ferguson tritt zurück, nachdem er die <i>Lockdown</i>- Regeln gebrochen hatte, um seine verheiratete Geliebte zu treffen.


Abbildung (nur im Original): Neil Ferguson und Antonia Staats

Eben der Wissenschaftler, auf dessen Ratschlag hin Boris Johnson UK einen Lockdown übergestülpt hatte, trat von seinem Amt als Berater der Regierung zurück, nachdem der Telegraph enthüllt hatte, dass er die Vorschriften der sozialen Distanz verletzt hatte, um seine verheiratete Geliebte zu treffen.

Professor Neil Ferguson erlaubte es der Frau, ihn während des Lockdowns zu Hause zu besuchen, während er der Öffentlichkeit die Notwendigkeit strikter sozialer Distanz predigte, um die Ausbreitung des Coronavirus‘ zu bremsen. Die Frau lebt mit Ehemann und ihren Kindern in einem anderen Haus.

Mehr hier im Telegraph.

Man erinnere sich, das ist genau der Knabe mit dem COVID-19-Computermodell, welches ganz allein die globale Wirtschaft zerstörte durch dessen anfängliche Prophezeiung einer gewaltigen Anzahl von Todesfällen. Die Angst davor führte zu dem weltweiten Lockdown und ökonomischer Verheerung.

Ach ja, und seine Konkubine Antonia Staats ist eine von Soros finanzierte Aktivistin der Klimatheater-Organisation in UK, die bekannt ist unter dem Namen Avaaz.

Josh jedenfalls hat eine dezidierte Meinung dazu:

Bildinschrift: Neil Ferguson, berühmter Alarmisten-Pandemie-Modellierer, auf frischer Tat ertappt mit einer Affäre während des Lockdowns. Das ist ein wenig wie Klimawissenschaftler, die Katastrophe und Untergang predigen, während sie zu allen möglichen exotischen Orten auf der ganzen Welt jetten.

Josh steht voll und ganz auf der Realisten-Seite und bittet, falls möglich, hier um eine kleine Gabe.

Link: https://wattsupwiththat.com/2020/05/06/another-scientist-who-doesnt-believe-in-a-word-he-says/
Übersetzt von Chris Frey EIKE