Vor kurzem gaben Klimawissenschaftler in einer Studie zu klimabedingt kochenden Weltmeeren die aufgenommene Wärmemenge in „Milliarden Hiroschima-Atombomben“ an. Ein Hamburger Kandidat der Linkspartei in Hamburg, Tom Radtke, setzte noch einen drauf und erstaunte die Wähler mit der Aussage, daß sich die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg klimaschädlich verhalten habe, was Henryk Broder zum eingangs genannten Bonmot veranlaßte. Eigentlich müßten solche wirren Aussagen als politisch höchst unkorrekt gelten, da hier Millionen Opfer von Krieg und Antisemitismus für den Wahlkampf oder die Finanzierung des eigenen Pöstchens instrumentalisiert werden.
Aber die Vertreter des klimamedialen Komplexes können sich jede Peinlichkeit und jeden Rassismus leisten, solange es dem hegemonialen Narrativ nützt. Wußten Sie, daß es einen „Ozeanbeauftragten“ der UNO gibt? Was der macht, ist nicht ganz klar; es dürfte sich um einen Versorgungsposten für verdiente Höflinge handeln; eine Art Lobbyist für Interessensgruppen innerhalb des UN-Betriebes.
Der Mann vergleicht die aktuellen Meeresschutzmaßnahmen allen Ernstes mit der Appeasement-Politik des britischen Premiers Sir Neville Chamberlains gegenüber Adolf Hitler. Abgesehen davon, daß Sir Neville weder feige noch dumm war, sondern der Königlichen Luftwaffe R.A.F. die nötige Zeit verschaffte, Görings Messerschmitt-Jägern ebenbürtige Spitfire-Geschwader aufzustellen, ist der Vergleich des Klimakollaps mit der NSDAP-Barbarei nicht nur geschmacklos, sondern geradezu widerwärtig. Hier wird die tödlichste und grausamste Phase unserer Geschichte im 20. Jahrhundert instrumentalisiert, um Kasse und Politik zu machen. Ist zu erwarten, daß Antifaschisten und Opferverbände protestieren? Eher nicht.
„Auch vor dem Zweiten Weltkrieg gab es Leute, die wollten, daß alles so bleibt, wie es ist.“
Heißt das, Klimaskeptiker seien Nationalsozialisten oder Mitläufer? Danke auch, das erinnert an Greta-Mutti Malena Ernmans Aussage, sie würde keine Zeitungen unterstützen, die Klima-Holocaustleugner schreiben lassen. Wird jetzt sogar von der UN aus mit dem Nazivorwurf Jagd auf Klimaskeptiker gemacht? Einen Vorgeschmack hatten wir von EIKE ja in München anläßlich unserer Konferenz schon bekommen. Die UNO hat in den letzten Jahrzehnten krude Ideen wie das Gendern (1995) durchgesetzt, das westliche Staaten dann übernahmen. Ähnlich sieht es mit dem Antisemitismus aus, wegen dem die USA die Kultur-Organisation UNESCO verließen. Mal sehen, wie viele Beamte die Münchener Polizei im November dann auffahren muß, um unsere diesjährige Konferenz zu schützen.
Im Artikel der Welt über Thomsons verhetzende Aussage wird dann noch mit der lustigen Aussage „gewarnt“, daß „der“ Meeresspiegel 2018 3,7 mm höher gewesen sei als 2017. Nun, „den“ Meeresspiegel gibt es nicht; und eine weltweite Mittelung der Meßpunkte ist so, als würde man ein mittleres Geschlecht oder einen mittleren Beruf der Erdenbürger angeben wollen. Zudem schmilzt das Polareis nur im Sommer, und es gibt fast überall Tidenhub, also Ebbe und Flut, man kann also Spiegelunterschiede gar nicht so leicht feststellen. Es sei denn, es wären deutlich mehr als ein paar Millimeter per annum. 3,7 mm im Jahr verschwinden in der Fehlertoleranz, das ist überhaupt kein realer Wert. Zudem wissen wir von unseren Experten auf der IKEK-12, daß die Meeresspiegel nicht oder nicht überall steigen.
Die Botschaft von Daimler wird eindeutig sein: Wieder ein Gewinneinbruch, und die Spirale zeigt weiter nach unten. Am Dienstag, 11. Februar, verkündet der neue Daimler-Chef Ola Källenius den zweiten Gewinneinbruch hintereinander. Källenius, der im Mai vergangenen Jahres inthronisierte Schwede, wird nach einem Bericht des Handelsblattes in seinem Sparprogramm mehr als 10 000 Stellenstreichungen verkünden – bei rund 282 000 Mitarbeitern. Es könnten auch 15 000 Arbeitsplätze wegfallen.
Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern liegt mit 5,6 Milliarden Euro nur noch bei der Hälfte des Vorjahresergebnisses, wie Daimler bereits im Januar veröffentlichte.
Die Aktien des Stuttgarter Autohersteller mit seiner mehr als 130-jährigen Tradition haben seit Anfang des Jahres 2018 fast 40 Prozent an Wert verloren. Ein ziemlich beispielloser Fall des einstigen Vorzeigeunternehmens.
Zum Milliardengrab wird für Daimler ausgerechnet der Dieselantrieb. Dem Unternehmen, das den Dieselmotor salonfähig gemacht und zum ersten Mal in einen Pkw eingebaut hat, wird das Kesseltreiben auf diese Antriebsform zum Verhängnis. Die Motorenbauer wussten sich bekanntlich seinerzeit nicht mehr anders als mit einigen Tricksereien zu helfen, um irgendwie die ins aberwitzige gesteigerten Grenzwerte zu erreichen.
Auf zwischen 1,1 bis zu 1,5 Milliarden Euro werden allein die Kosten für die laufenden Verfahren in den USA geschätzt. Es schlagen auch die Kosten für den horrenden Aufwand für neue Zertifizierungen zu Buche, die die Autohersteller aufgrund geänderter Abgasvorschriften für jedes Modell in jeder Variante zu absolvieren hatten. Das führte zu absurden Situationen, dass Autohersteller nicht mehr liefern konnten, und dies hat erhebliche Spuren in den Kassen hinterlassen.Auch Daimler drohen hohe Strafzahlungen aufgrund des CO2-Ablasszertifikatehandels. Denn jetzt machen sich die verschrobenen CO2-Vorschriften bemerkbar, und die Folgen der Entscheidungen werden deutlich, die vor einem Jahr der Bundestag diskussionslos durchgewunken und die EU im Eiltempo beschlossen hat. Nur die AfD wollte seinerzeit im Bundestag ein Moratorium erreichen und die Autoindustrie etwas aus der Schusslinie nehmen, kam damit aber nicht durch.
Es zeigt sich, dass die Autohersteller besser rechtzeitig massiv gegen die systematische Zerstörung des Automobils Stellung bezogen hätten, anstatt in ein freudiges »Wir schaffen das!« einzustimmen. Aber das ist mehr als zehn, fünfzehn Jahre her, als sozialdemokratische und grüne Politik in trauter Eintracht mit internationalen NGOs die deutsche Autoindustrie unter Beschuss genommen haben.
Eine durchwegs dürftige Rolle spielen die letzten Gewerkschaftler. Sie wollen sich gegen Arbeitsplatzabbau wehren, verkünden sie von ihrer Resterampe. Källenius hat die IG Metall bereits zur Zurückhaltung bei den kommenden Tarifverhandlungen aufgerufen: »Wir halten es in dieser Situation für sehr, sehr sinnvoll, die Ansprüche entsprechend anzupassen.«
Von zwei größeren Daimler-Aktienpaketen, die in chinesische Autobauerhände wechselten, berichtet die Welt. Die chinesischen Autobauer Geely, dem bereits Volvo gehört, und BAIC wollen ihren Anteil an Daimler auf bis zu zehn Prozent aufstocken. Die sind am technologischen Know how Daimlers höchst interessiert und kaufen um fast jeden Preis.
Viel zu transferieren hätten sie nicht. Das Know how entsteht bereits in Peking. Daimler baut in China ein weiteres komplettes Technologiezentrum mit Prüfständen, Teststrecke sowie Prüflabors und Werkstätten zur Erprobung von Technologie, Antriebsstrang und Chassis, Emissionen und Luftqualität im Innenraum auf. Also das, was in Stuttgart und Sindelfingen vorhanden ist und worin der technologische Kern eines Autoherstellers besteht.Die neue Automobiltechnik wird in China entstehen. Und, so viel sei verraten, das Auto der Zukunft dort wird kein Elektroauto werden.
Da wirkt es wie ein schlechter Witz, dass sich jetzt ausgerechnet die Bundesumweltministerin Svenja Schulze zu Wort meldet. Die Bundesregierung wolle keine strengeren Klimaschutz-Vorschriften für Autoflotten in der EU – vorerst, wie sie sagte.
Doch werden die Händler des neuen »Green Deals« in Brüssel wohl kaum eher ruhen, bis auch die letzten Reste der Autoindustrie Deutschlands zerschlagen sind. Die Gelegenheit ist gerade günstig. Hebel sind weiterhin Grenzwerte, mit denen dem effektivsten Motor, den es zur Zeit gibt, nämlich dem Diesel, der Garaus gemacht werden kann. Der geht mit dem Kraftstoff besonders sparsam um und ist deshalb beliebt. Die Autoingenieure haben ihn so sauber bekommen, dass hinten aus dem Auspuff kein Feinstaub und nur noch sehr wenige Stickoxide herauskommen.
Es darf sehr bezweifelt werden, ob Schulze überhaupt merkt, was ihre Klimakampftruppen angerichtet haben. Sie sollte nur nicht mehr vor arbeitslosen Arbeitern der Autoindustrie auftreten. Die dürften nicht mehr so friedlich sein wie die Bauern bei ihrer Demonstration in Berlin.
Das letzte Gefecht der Autoindustrie hinterläßt deutliche Spuren in den Bilanzen. Geschlossene Werkshallen sind der nächste Schritt. Die Sterne über Stuttgart und Sindelfingen sinken.
Wie viel Strom kann eine 1-Milliarden-Dollar-Solaranlage produzieren?
geschrieben von Andreas Demmig | 13. Februar 2020
[Diese Bauart (Solar incl. Speicher] können (sollen) den Strom nach Bedarf und auch nachts abgeben können (wie z.B. ein thermisches Kraftwerk) und setzen sich damit von dem Zufallsstrom der PV-Anlagen ab.]
[[ Text ergänzt durch Auszüge der von Albert Parker angegebenen Links:
Die vielgepriesene Solaranlage Crescent Dunes geht pleite
Tom Koski, Las Vegas, 14. January, 2020
Erinnern sich die Leser an das Solarkraftwerk Crescent Dunes in Tonopah? Das Projekt startete vor ungefähr 10 Jahren und wurde teilweise mit einer Bundeskreditgarantie in Höhe von 737 Mio. USD finanziert.
Nevada Energy unterstützte das Projekt voll und ganz und versprach, Strom zu kaufen, zu einem Preis, fast sechsmal so hoch war wie der Marktpreis zu dieser Zeit. Gleichzeitig zerstörte das Unternehmen das Solargeschäft in Wohngebieten in Nevada, indem es eine Maßnahme durchsetzte, um den „Rückkauf“ von Energie aus privaten Haushalten auf weniger als ein Sechstel der laufenden Rate zu reduzieren.
Wie geht es Crescent Dunes? Der Betrieb wurde im April eingestellt. Wir Steuerzahler haben die drei Viertel einer Milliarde US-Dollar an garantierten Bundeskrediten dazu gegeben und das Energieministerium versucht zu entscheiden, was mit diesem Industriemonster geschehen soll.
Das Energieministerium bezeichnete das riesige und teure Solarprojekt als „Erfolgsgeschichte“ und “ Meilenstein für die Energiezukunft des Landes“.
Aber Sie können nicht alles glauben, was die Regierung sagt. Crescent Dunes ist ein Flop und die Steuerzahler werden laut einem neuen Bloomberg- Bericht voraussichtlich 737 Millionen Dollar verlieren. Das ist sogar mehr als die 535 Millionen US-Dollar Steuerzahler, die durch das korruptionsgetränkte Solarsolarprojekt Solyndra verloren gegangen sind.
Ein weiteres von der Bundesregierung unterstütztes Solarenergieprojekt ist gerade pleite gegangen
David Boaz, 26. Januar 2020
Es war nicht das erste und wird nicht das letzte sein.
Sieht aus, als wäre eine andere von der Bundesregierung unterstützte Solarenergieanlage pleite gegangen. Bloomberg News berichtet: „Eine Solaranlage im Wert von 1 Milliarde US-Dollar war veraltet, bevor sie online ging.“
2011 sollte das 1-Milliarden-Dollar-Projekt [Crescent Dunes] die größte Solaranlage ihrer Art sein, und es sah aus wie die Zukunft der erneuerbaren Energien. Citigroup Inc. und andere Finanziers investierten 140 Millionen US-Dollar in die Bürgschaften ihres Entwicklers SolarReserve Inc. Steven Chu, dem damaligen US-Energieministeri und Senator Harry Reid, Nevada , dem damaligen Mehrheitsführer der Demokraten im Senats, ebneten dem Unternehmen den Weg, auf öffentlichem Land zu bauen.
Der Bundesstaat Nevada hat in 20 Jahren weitere 119,3 Millionen US-Dollar an Steuerermäßigungen dazugegeben. Aber Chris Martin und Nic Querolo schreiben bei Bloomberg:
Bis zur Eröffnung der Anlage im Jahr 2015 hatte die Effizienzsteigerung billiger PV-Module bereits ihre Technologie übertroffen und diese ist heute veraltet – die neuesten PV-Module können mit nur gelegentlichem Abspritzen jahrzehntelang Strom zu einem Bruchteil der Kosten liefern…
Die Technologie der Anlage war so konzipiert, dass sie Tag und Nacht genug Strom erzeugt, um eine Stadt in der Größe des nahegelegenen Bundesstaates Sparks (100.000 Einwohner) zu versorgen, kam diesem Ziel jedoch nie nahe. Die Megawattstunde kostete [von dort] rund 135 US-Dollar, verglichen mit weniger als 30 US-Dollar pro MWh von dem neuen Photovoltaik-Solarpark in Nevada, das gemäß Bloomberg NEF, nach Alternativen für fossile Brennstoffe forscht.
Der abgegebene Strom, der wie üblich nicht nach Bedarf produziert werden konnte, sondern meistens bei Sonnenschein (und hier oft genug nicht einmal dann), ist bekannt, auch Wikipedia führt die EIA-Daten in einer Tabelle auf.
Die Inbetriebnahme eines neuen fossilen Kraftwerks, dessen Technologie sich auf der Basis von Crescent Dunes befindet, dauert von der ersten Netzverbindung bis zur vollständigen Produktion einige Jahre.
Die Produktionsdaten von Edwardsport z.Bsp., dessen Produktion (das erste partielle Teiljahre nicht betrachtet) 40% im ersten vollen Jahr erreichte, erreichte 57% im zweiten vollen Jahr und wurde im nächsten Jahr durch ein Problem im Oktober gestoppt, werden mit 73% im vierten und nächsten Jahr fortgesetzt. Bei Crescent Dunes war mit einem ähnlichen Verlauf zu rechnen, doch der Ausfall der Lagertanks im Jahr 2016 führte zum Stillstand der Inbetriebnahme. [29] Danach wurde das erste volle Produktionsjahr auf 2018 verschoben, beginnend mit einer abgegebenen Leistung von 40% (200 über 500).
Die ersten drei Monate des Jahres 2019 (Januar, Februar und März) zeigten einen guten Verlauf und übertrafen alle vorherigen monatlichen Daten. Im April wurde die Anlage jedoch stillgelegt, da der einzige Käufer des Projekts, NV Energy, den Strombezugsvertrag wegen Nichtproduktion der vertraglich vereinbarten Energiemenge kündigte. Der gelieferte Strom kostete NV Energy etwa 135 US-Dollar pro Megawattstunde, verglichen mit weniger als 30 US-Dollar pro MWh, die in einem neuen Photovoltaik-Solarpark in Nevada angeboten werden. Der Solarstrom des Tonopah-Projekts ist jedoch [nach Bedarf] abrufbar, während der Photovoltaikstrom nur volatil zur Verfügung steht. Es ist unangemessen, Technologien mit intermittierender Stromerzeugung wie Wind und Sonne mit Technologien zur abrufbaren Stromerzeugung wie Kernkraft, Gas-Kombikraft und Kohle zu vergleichen. Das Crescent Dunes-Projekt ist eher auf die konventionelle Art der Stromerzeugung ausgerichtet. Der Unterschied zwischen den Niedrigtarifen am Mittag und den Hochtarifen am Abend kann bis zu vier Größenordnungen betragen, wenn Bezugskosten für die Stromerzeugung zu Spitzenzeiten im Vertrag enthalten sind. ]]
Dank der klugen Energieverwalter in der Obama-Ära, haben die US-Steuerzahler damit 2,38 US-Dollar pro kWh Sonnenstrom bezahlt.
Von Crescent Dunes wurde eine Produktion von mehr als 500.000 MWh per anno über einen Zeitraum von 25 Jahren oder 12.500.000 MWh voll verfügbaren (gemeint war: nach Bedarf abrufbaren) Stroms zu einem Preis von 0,08 USD pro kWh versprochen.
Steuerzahler in anderen Ländern mit ähnlich erfahrenen Befürwortern von „Erneuerbaren Energien“, z.B. in Südafrika und Chile, wurden nur durch den Mangel an zusätzlichen Kapitalgebern, von diesem sinnlos verpulverten Investitionen verschont.
VW baut nicht nur Wagen fürs Volk. Der Bugatti Veyron, das exklusive Topmodell, ist in der Standardversion 400 km/h schnell. Falls Ihnen das nicht reicht, die Sportversion bringt’s auf 430. Dafür braucht der Wagen einen starken Motor: einen turbogeladenen 8 Liter 16 Zylinder, der 900 kW (1200 PS) auf die Kurbelwelle bringt. Das Auto wiegt 1,9 Tonnen, davon machen Motor plus Getriebe etwa ein Viertel aus. Es ist also möglich, eine Maschine zu bauen, die 900 kW Leistung abliefert und die nur eine halbe Tonne wiegt.
Eine größere Windturbine hat eine „installierte Leistung“ von 6 Megawatt = 6000 Kilowatt. Im Jahresdurchschnitt liefert sie 20 % davon, also 1200 kW; das ist, zugegeben, etwas mehr als der Bugatti Motor leistet, aber was wiegt sie?
Das Fundament aus 1400 Kubikmetern hochfestem Stahlbeton hat 3500 Tonnen. Der Turm besteht aus Schalen, von denen jeweils 3 einen Ring mit 50 m Umfang bilden. 35 solcher Ringe bauen den Turm auf: 130 m hoch und 2800 t schwer. Der Kasten oben drauf, genannt Maschinenhaus, ist 120 t schwer und beherbergt den Generator von 220 t, der durch einen 320 t schweren Rotor angetrieben wird. Gesamtgewicht der Anlage ist – rechnen Sie nach – rund 7000 Tonnen. http://bi-berken.de/resources/Dimensionen+Windkraftanlagen_.pdf
Die Röhre, auf der oben das Maschinenhaus sitzt, bedeckt am Boden eine Fläche von 200 Quadratmetern, darin hätte ein kleinerer Supermarkt Platz.
Dieser Gigant leistet im Durchschnitt nur wenig mehr, als ein Bugatti-Motor, der nur eine halbe Tonne auf die Waage bringt – nicht 7000. Der Bugatti braucht natürlich Sprit, der Vergleich soll nur aufzuzeigen, welches Verhältnis von Leistung zu Masse technologisch möglich ist.
Maschinen, die pro abgegebene Leistung so unglaublich schwer sind, wie das beschriebene Monster, können nicht wirtschaftlich sein. Aber weil sie durch astronomische Summen gefördert werden ist eine wahre Goldgräberstimmung entstanden, und die Ungetüme werden installiert auf Teufel komm raus. Der Goldregen könnte ja versiegen.
Von nichts kommt nichts
Warum eigentlich müssen Windturbinen so groß sein? Kann man sie mit moderner Technik vielleicht auf die Ausmaße eines Bugatti schrumpfen? Um zu erklären, warum das nicht geht, dazu brauchen wir etwas Physik.
Die mechanische Leistung, die eine Luftströmung pro Quadratmeter anbietet, ist gleich der Dichte der Luft multipliziert mit ihrer Geschwindigkeit hoch drei. Und das Ganze halbiert.
Hier ein Beispiel:
Falls Sie bei sanfter Fahrt, sagen wir gut 50 km/h, einen Hula-Hoop-Reifen (erinnern Sie sich?) im offenen Cabrio hoch halten, und zwar so, dass der Fahrtwind durch den Ring pustet, dann rauschen da so ungefähr 2 kW durch.
Damit kann man nicht viel anfangen. Nehmen wir den oben beschriebenen Riesen, der bei einem 50 km/h Wind 6000 kW bringen soll. Der muss dem Wind eine Fläche von 3000 Quadratmeter anbieten. Jedes der drei Rotorblätter muss dann ungefähr 30 m lang sein.
Leider können die Flügel aber nicht die gesamte Windenergie ernten, ihr Wirkungsgrad ist bestenfalls 40%. Statt einer Fläche von 3000 m2 brauchen wir also derer 7500 um bei 50 km/h Wind 6000 Kilowatt Strom zu produzieren.
Dafür brauchen wir Flügel, die 50 m lang sind. Zum Vergleich: Die Flügel eines Airbus A380 Superjumbo sind nur 40 m lang. Unsere Windräder müssen leider so groß sein, weil die Luft ein so verdammt dünnes Medium ist (der schwere Airbus wird trotzdem von der dünnen Luft getragen, aber erst ab 300 km/h – und seine vier Turbinen leisten dabei übrigens 330 Megawatt, so viel wie 55 unserer Windräder bei optimalem Wind).
Diese gigantischen Ausmaße werden einmal eine Herausforderung sein, wenn die Windräder nach ihrer nützlichen Lebensdauer von 10 oder 20 Jahren beseitigt werden müssen. 7000 Tonnen Stahl, Beton, Kunstsoff und Kohlefaser werden ein nie dagewesenes Entsorgungsproblem darstellen. Bei rund 30.000 solcher Monster – zwar nicht alle 7000t schwer – kommen da dennoch Hunderte Millionen Tonnen Schrott zusammen; das ist mehr als sämtliche Autos Deutschlands auf die Waage bringen würden! Und hohe Anteile sind Kohlefaser und Plastik. Da müssen wir viele Plastik-Strohhalme einsparen um das wett zu machen. Wie das gehen soll ist noch nicht ganz klar. Es gibt noch kein etabliertes Verfahren, um das Zeug sauber zu recyceln.
Zurück zur Leistung der Monster. Das mit der dünnen Luft wäre halb so schlimm, wenn in unserer Formel nicht die Windgeschwindigkeit hoch drei stünde. Die gute Nachricht ist, dass wir bei doppelter Geschwindigkeit immerhin 2 hoch 3 = 8 mal so viel Leistung haben, die schlechte Nachricht ist, dass wir bei halber Geschwindigkeit nur ein Achtel bekommen.
Unser Monster bringt seine „installierte (d.h. maximale, theoretische) Leistung“ bei 50 km/h. Weht der Wind schneller, dann bringt sie auch nicht mehr, denn sie wird „abgeriegelt“, und weht es noch mehr, dann wird sie „abgeschaltet“, damit sie nicht kaputt geht. Das funktioniert leider nicht immer. https://www.youtube.com/watch?v=kjnXpOMu09I
Bei 15 km/h Wind aber, das ist immerhin noch flottes Radfahrerinnen-Tempo, bekämen wir nur noch 160 kW. Eine Maschine, größer als ein Super-Jumbo, bringt dann so viel oder so wenig Leistung wie der Motor eines VW Golf. Soweit jedenfalls die Theorie, in der Praxis würde das Ding vermutlich still stehen.
Falls Sie Segler sind, kennen Sie die Geschichte ja hinlänglich. Entweder dümpelt man tagelang dahin und verbringt die Zeit mit Seemannsgarn bei lauwarmem Bier, oder es kachelt dermaßen, dass man die Segel reffen muss und hoffen, dass unter Deck alle Schubladen dicht sind. Es ist nicht daran zu denken, dass man bei doppelter Windgeschwindigkeit einfach doppelt, geschweige denn achtmal so schnell wäre. Den stetigen Wind, bei dem das Schiff mit seiner Lieblingsgeschwindigkeit durchs Wasser pflügt, den hat man nur alle Jubeljahre.
Einfach ausgedrückt: „Windgeschwindigkeit hoch drei“ bedeutet für die Windgeneratoren, dass man entweder zu viel des Guten bekommt oder gar nichts. Wenn der Wind richtig weht, dann muss man den Strom zu Schleuderpreisen exportieren, manchmal sogar zu „negativen Preisen“. Oder aber es herrscht Schwachwind und man muss den ganzen Stroms aus den herkömmlichen Kraftwerken im In- und Ausland beziehen.
Aus dieser Situation können wir uns auch nicht retten, wenn wir noch mehr Rotoren aufstellen. Die werden bei starkem Wind noch mehr Überschuss produzieren und bei Flaute genauso wenig.
Die Kosten / Nutzen Bilanz
Wie viel Strom beschert uns die deutsche Windkraft nun tatsächlich? Da gibt es unterschiedliche Statistiken, und bekanntlich soll man nur derjenigen Glauben schenken, die man selbst gefälscht hat. Das wird schwierig. McKinsey kommt zu folgendem Resultat:
Erneuerbare Energien bedrohen die deutsche Wirtschaft und Energieversorgung.
… Deutschland erzeugt trotz großer Hektik immer noch nur 35% seines Stroms aus erneuerbaren Energien. Und wenn die Biomasse-Verbrennung, die häufig schmutziger ist als Kohle, nicht berücksichtigt wird, entfielen 2018 nur 27% der Stromerzeugung auf Wind-, Wasser- und Solarstrom in Deutschland.
Dafür haben wir die höchsten Strompreise und bald die „Smart Meters“, welche dafür sorgen werden, dass wir den Strom nicht dann bekommen, wenn wir ihn brauchen, sondern dann, wenn es den Protagonisten der Energiewende in den Kram passt.
Kein Ziel vor Augen, dafür verdoppelte Anstrengung
Es ist verständlich, dass die in Wohlstand geborenen Generationen die deutsche Wirtschaft für „unkaputtbar“ halten. Die Verwundbarkeit der Natur aber wurde ihnen doch Jahrzehnte lang unmissverständlich eingetrichtert. Doch diese heiligen Kühe von damals werden jetzt herdenweise geschlachtet. Die einmalige Landschaft, der vom Tode bedrohte Wald, die Tier- und Pflanzenwelt, der Juchtenkäfer, der große Abendsegler und das braune Langohr, keiner hat mehr Anspruch auf Schutz. Sie alle sind jetzt zum Abschuss freigegeben. Sie werden dem einzigen, allerhöchsten Ziel geopfert, das es noch gibt.
Bei aller Aussichtslosigkeit wird dieser Weg beharrlich verfolgt, und die Tatsache, dass kein anderes Land in die gleiche Richtung geht, steigert nur die eigene Besessenheit. Eine Besessenheit, die keine Fragen zulässt, was der Nutzen ist, die keine Wahrnehmung hat für den Schaden, der angerichtet wird, und die dazu führt, dass man sich selbst und anderen viel Leid zufügt.
Ein einzelner Mensch mit solch einem Verhalten würde als psychologisch auffällig eingestuft. Die abnormale Intensität, mit der ein extrem enger Interessensbereich verfolgt wird und die Blindheit für die Auswirkungen auf das persönliche Wohl und das der anderen sind Merkmale einer krankhaften Entwicklungsstörung. Diese wurde 1944 erstmals von dem Wiener Kinderarzt Hans Asperger beschrieben und 2018 durch Greta Thunberg weltweit populär gemacht.
Betrachtet man die Begeisterung der mehrheitlich schwarz-rot-grünen deutschen Bevölkerung für die Energiewende, dann meine lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger, dann drängt sich die Frage auf: seid Ihr vielleicht alle ein bisschen Greta?
Die Bedeutungslosigkeit des Eismassen-Verlustes in Grönland in fünf einfachen Graphiken…
geschrieben von Chris Frey | 13. Februar 2020
Introduction
Es herrscht ein allgemeiner wissenschaftlicher Konsens, dass der grönländische Eisschild (GrIS) seit der Kleinen Eiszeit (LIA) an Eismasse eingebüßt hat. Dies sollte keine Überraschung sein, war doch die LIA höchstwahrscheinlich die kälteste Klima-Episode im Holozän. Obwohl es inzwischen so aussieht, als hätte der GrIS während der Krise der globalen Abkühlung zur Mitte des vorigen Jahrhunderts an Eismasse zugelegt.
Mouginot et al. (2019) zufolge wuchs der GrIS von 1972 bis 1980 um im Mittel 47 ± 21 Gigatonnen pro Jahr:
-51 ± 17 Gt/y von 1980–1990
-41 ± 17 Gt/y von 1990–2000
-187 ± 17 Gt/y von 2000–2010
-286 ± 20 Gt/y von 2010–2018
Der vermeintliche Eisverlust wurde getrieben durch
Eine starke Abnahme der Oberflächen-Massenbilanz von 1995 bis 2012
Eine Zunahme kalbender Eisberge und anderer Wechselwirkungen mit dem Ozean
Abbildung 1: D = Eisberge und andere Ozean-Wechselwirkungen, SMB = Oberflächen-Massenbilanz (Schnee-Akkumulation minus Abschmelzen), MB = Gesamt-Massenbilanz (Van den Broeke et al. (2017)
Der SMB war so hoch, dass er während der Jahre 2007 und 2012 negativ gewesen sein könnte. Der größte Teil des Eises geht in Gestalt abbrechender Eisberge verloren. Merkwürdig daran ist aber, dass abgesehen von einer Spitze der Eisberg-Aktivität während der 1990er Jahre diese derzeit nicht sehr viel anders aussieht als im Zeitraum 1900 bis 1950.
Internationale Eisberg Zählungen von 1900 bis 2011
Donald L.Murphy
Introduction
In jedem Jahr schätzt die International Ice Patrol (IIP) die Anzahl der Eisberge, die es bis südlich von 48°N schaffen, also bis zu der Breite, in welcher sie eine Bedrohung der Schifffahrt im Nordatlantik darstellen. Der Datensatz (Tabelle 1) beginnt im Jahre 1900, also 12 Jahre vor dem Sinken der Titanic, bis zur Gegenwart.
Aus verschiedenen Gründen sind diese Eisberg-Zählungen kein rigoroser wissenschaftlicher Datensatz und sollten mit großer Vorsicht interpretiert werden. Zum Beispiel konzentrieren sich die Operationen der IIP auf die Eisberge, welche transatlantischen Schifffahrtswegen am nächsten kommen. Nur selten wird aber eine umfassende Übersicht über das Gebiet südlich von 48°N durchgeführt. Außerdem haben sich die Beobachtungsverfahren über die Jahre radikal geändert, nämlich immer dann, wenn neue Technologien zur Erkennung und Verfolgung von Eisbergen verfügbar wurden. Die frühesten Daten zu Beginn des 20. Jahrhunderts stammen von Augenbeobachtungen von Segelschiffen aus, während die jüngsten Informationen durch visuelle und Radarbeobachtungen stammen, durchgeführt von modernen Schiffen, Flugzeugen und Satelliten.
(…)
Diskussion
In den 112 Jahre langen Zählungen der IIP zeigt sich eine erhebliche Variabilität (siehe die Abbildung unten und Tabelle 1 (PDF; öffnet in einem neuen Fenster) und zeigt die mittlere geschätzte Zahl von Eisbergen, die es bis südlich von 48°N geschafft haben. Die höchste Zahl (2202) war im Jahre 1984 aufgetreten, während zwei mal im betrachteten Zeitraum, nämlich 1966 und 2006, kein einziger Eisberg so weit nach Süden vorangekommen war. Fünf mal in der IIP-Historie schaffte es mindestens ein Eisberg so weit nach Süden: 1915, 1919 bis 1921 und 1985. April und Mai sind bei Weitem die Monate mit den meisten Eisbergen, die Schifffahrtsrouten beeinträchtigen.
Abbildung 2: Eisberge südlich von 48°N von 1911 bis 2011 (US-Küstenwache)
Es ist mir gelungen, detaillierte Daten zu Eisbergen auf der Website des Snow and Ice Data Center zu finden. Damit habe ich den Plot der Küstenwache bis zum Jahr 2019 verlängert.
Graphik Nummer Eins: Eisberge
Abbildung 3: Anzahl von Eisbergen südlich von 48°N (US-Küstenwache und NSIDC). International Ice Patrol. 1995, updated 2020. International Ice Patrol (IIP) Iceberg Sightings Database, Version 1. [G00807]. Boulder, Colorado USA. NSIDC: National Snow and Ice Data Center. doi: https://doi.org/10.7265/N56Q1V5R. [Accessed 2 Feb 2020].
Während es in den 1990er Jahren eine signifikante Zunahme beim über 5 Jahre gleitenden Mittel gab, ist die Anzahl danach vergleichbar mit dem Zeitraum 1900 bis 1950. Man sollte meinen, dass aus der Anzahl der Eisberge ersichtlich werden sollte, dass Grönland vielleicht wöchentlich Eisberge von der Größe Manhattans verliert und dass angeblich die Schmelzrate seit 1995 um 50% gestiegen ist.
Vielleicht ist es der „beispiellosen“ Erwärmung der Arktis geschuldet, dass die Eisberge schmelzen, bevor sie den 48. Breitengrad erreichen. Nun, in der Arktis gibt es nur wenige langzeitliche „Thermometer“ … Eisbohrkerne aus Grönland. Die Grönland-Temperaturrekonstruktion, oft zitiert von Skeptikern, stammt aus dem GISP2-Bohrkern (Alley 2000).
Abbildung 4: Temperaturrekonstruktion aus Zentral-Grönland (Alley 2000).
Hinsichtlich meines Beitrags zuvor war mir vorgeworfen worden, die Leute mit der darin enthaltenen Graphik in die Irre zu führen:
Zur ersten Graphik: so oft erleben wir, dass die GISP2-Daten falsch etikettiert werden, und das hier ist keine Ausnahme.
Die Datenreihe endet 1855 und NICHT 1950 wie angegeben.
Das wurde auf dieser Site schon so oft klargestellt, seit 2010, dass es kaum zu glauben ist, wenn man sie weiterhin anführt ohne den Hintergrund zu kennen.
Warum führt man die Menschen in die Irre, wenn unser Argument so stark ist?
Jedermann, der des Lesens mindestens von Klassenstufe 5 mächtig ist kann erkennen, dass die X-Achse bezeichnet ist mit „Jahre vor heute (1950 AD)“. Jeder mit einem auch nur geringen Wissen um radiometrische Datierung weiß, dass das P in BP das Jahr 1950 ist. Das ist gleichzeitig der Standard für die meisten paläoklimatischen Rekonstruktionen. Solange in einer Studie nicht explizit spezifiziert wird, dass „Gegenwart“ nicht das Jahr 1950 ist, muss man annehmen, dass jenes Jahr gemeint ist. Das früheste Jahr in der Alley-Zeitreihe ist 95 BP oder 1855.
Natürlich lag jenes Jahr im Bereich der LIA, lange bevor Al Gore seine Gorebal Warming erfunden hatte. Glücklicherweise jedoch gibt es ein paar GISP2-Temperatur-Rekonstruktionen, welche bis zum Jahr 1993 reichen (Kobashi et al., 2008, Kobashi et al., 2011 und Kobashi et al., 2017). Anders als Alley, der sich auf den δ18O-Abbau als Paläo-Thermometer stützte, zogen Kobashi et al. „hoch-präzise Analysen von δ15N and δ40Ar in im Eis eingeschlossenen Luftbläschen“ heran …
Die geschätzte mittlere Schnee-Temperatur in Grönland während der letzten 4000 Jahre betrug -30,7°C mit einer Standardabweichung von 1,0°C. Sie weist einen langzeitlichen Rückgang von grob 1,5°C auf, was konsistent ist mit früheren Studien. Die gegenwärtige dekadische Mitteltemperatur (2001 bis 2010) am GISP2-Messpunkt beträgt -29,9°C.
Der GISP2-Eisbohrkern wurde an der gleichen Stelle gezogen wie die Summit Station in Grönland.
Abbildung 5: Ort von Summit Station und Punkte von Grönland-Eisbohrkernen (Yau et al. 2016)
Kobashi zufolge lag die mittlere Temperatur an der Summit Station während der letzten 4000 Jahre bei -30,7°C. Die mittlere Temperatur seit 2008 lag um -30°C.
Abbildung 6: Stündliche Temperaturen an der Summit Station seit 2008 (NOAA/ESRL).
Graphik Nummer zwei: GISP2-Eisbohrkern
Ich habe die Klima-Rekonstruktion von Kobashi et al. (2017) von der NOAA heruntergeladen und geplottet, um den Zusammenhang mit der jüngsten Klimaänderung im zentralen Grönland zu evaluieren. Technisch könnte dies mit drei Graphiken dargestellt werden … Aber – wer zählt das?
Abbildung 7a: Temperatur-Rekonstruktion nach GISP2 seit dem glazialen Zustand im Younger Dryas
Abbildung 7b: GISP2-Temperatur-Rekonstruktion seit 4000 v. Chr. Klimatische und historische Perioden nach Grosjean et al. (2007)
Abbildung 7c: GISP2-Temperatur-Rekonstruktion seit dem Jahr 1900. Markiert sind die Vorgänge RMS Titanic, Glacier Girl, The Ice Age Cometh? Sowie die Temperaturen an der Summit Station, um die Größenordnung zu erkennen.
Die unausweichliche Schlussfolgerung lautet, dass falls es jemals eine Klima-„Krise“ gegeben hat, diese während der Kleinen Eiszeit aufgetreten war … und es war KNACKIG kalt damals!
Was war das? Das zentrale Grönland ist nicht die Arktis? Na sowas!
Graphik Nummer drei: die Arktis
Also betrachten wir doch einmal die Temperatur-Rekonstruktion der Arktis von McKay & Kaufman (2014).
Abbildung 8a: Klima-Rekonstruktion der Arktis seit dem Jahr 1 (McKay & Kaufman, 2014).
Abbildung 8a: Klima-Rekonstruktion der Arktis seit dem Jahr 1 (McKay & Kaufman, 2014).
Die unausweichliche Schlussfolgerung lautet, dass falls es jemals eine Klima-„Krise“ gegeben hat, diese während der Kleinen Eiszeit aufgetreten war … und es war eisig KALT damals! Und dann noch einmal während der 1970er Jahre!
Aber, aber – was ist mit all den von Satelliten gemessenen Eisverlusten?
Ja – was ist damit?
Drei Jahrzehnte der Änderungen des grönländischen Eisschildes
Gepostet am 14. Juni 2019 von der ESA Greenland Ice Sheet Climate Change Initiative.
In dieser Woche war es zu einem signifikanten Abschmelzen in einem großen Gebiet des grönländischen Eisschildes gekommen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr war die Temperatur am höchsten Punkt des Eisschildes auf einer Seehöhe von 3285 Metern über den Gefrierpunkt gestiegen. Dort befindet sich die vom DMI [= der dänische Wetterdienst, Anm. d. Übers.] betriebene Summit Station.
Die hohen Schmelzraten waren wärmeren Luftmassen geschuldet, welche über den Eisschild wehten, und in Kombination mit nur geringen Schneefällen im voran gegangenen Winter kann in diesem Jahr erwartet werden dass ziemlich große Mengen Eises abschmelzen. Ein so großes Schmelz-Ereignis so früh im Jahr ist ungewöhnlich, aber nicht beispiellos, war es doch u. A. im Jahre 2012 zu einem ähnlichen Ereignis gekommen.
Einzel-Schmelzereignisse dieser Art werden gesteuert von lokalen Wetterbedingungen im Nordatlantik, aber wenn man diese über viele Jahre hinweg mittelt, erhält man das lokale Hintergrund-Klima. Wissenschaftler aus ganz Europa haben eine gemeinsame Studie erstellt, in welche Satellitendaten bis zurück zum Jahr 1990 Eingang gefunden hatten. Damit sollte ein vollständiges Bild gegeben werden, wie Klimaänderungen in Grönland sich auf den Eisschild ausgewirkt haben.
Wir zeigen zum Beispiel, dass der Eisschild seit Anfang der 2000er Jahre fast überall dünner geworden ist. Für einen Eisschild im Gleichgewicht mit dem lokalen Klima erwarten wir, in der Mitte eine geringe Zunahme der Höhe der Oberfläche Jahr für Jahr zu sehen sowie eine Abnahme an den Rändern, da in höher gelegenen Regionen mehr Schnee fällt als wieder abschmilzt und es in tieferen Schichten umgekehrt ist. Allerdings zeigen die Wissenschaftler hier, dass der Eisschild inzwischen fast überall dünner wird (blaue Gebiete in der oberen Reihe). „Es ist ziemlich bemerkenswert, derartige Änderungen während der letzten Jahre zu sehen im Vergleich zu Anfang der 1990er Jahre“, sagte Sebastian Simonsen vom DTU.
Die Leute beim Polar Portal waren so nett, dieses Bild vorzustellen:
Abbildung 9: „Die obere Reihe zeigt Änderungen der Seehöhe des grönländischen Eisschildes, gemessen mit Radar über drei verschiedene Zeitperioden. Danach zogen wir Computermodelle heran, um zu verstehen, was hinter den von uns erkannten Änderungen steckt. Die mittlere Reihe zeigt die Änderungen der Seehöhe, die man einfach aus dem Massen-Budget an der Oberfläche erwarten kann über die gleichen drei Zeiträume (der Unterschied zwischen Schneefall und -schmelze, wie es modelliert vom regionalen Klimamodell HIRHAM5). Die untere Reihe zeigt Änderungen der Seehöhe, berechnet mittels eines Eisschild-Modells (PISM) und daher einschließlich Änderungen der Höhe des Eisschildes durch Eisfluss und Änderungen des Oberflächen-Massenbudgets. Während die Modelle die großmaßstäblichen Änderungen abbilden können, ist dies an einigen Stellen nicht der Fall, darunter auch in den Gebieten mit den größten Änderungen“.
Ich konzentrierte mich auf die obere reihe, also die mit den Änderungen der Seehöhe, weil ich diese Änderungen in einem geologischen Zusammenhang betrachten kann.
Wie verhält sich der jüngste Schmelzvorgang relativ zum übrigen Holozän? Kurze Antwort: „Genauso wie immer!“ Vinther et al. (2009) rekonstruierten die Höhe von vier Stellen über das Holozän, an denen Eisbohrkerne gezogen worden waren. Es gab kaum Höhen-Änderungen an den Stellen im Inneren (NGRIP und GRIP), während an den beiden äußeren Stellen (Camp Century und DYE3) jeweils 546 bzw. 342 m Höhe eingebüßt haben.
Abbildung 10: Das meiste Eis ist seit Beginn des Holozäns an den äußeren Rändern abgeschmolzen sowie an den niedriger gelegenen Teilen des Eisschildes (GrIS) – genauso wie immer. Die X-Achse zeigt die Kalenderjahre. Höhen-Rekonstruktion nach Vinther et al. (2009). Graphik von Weißbach et al. (2015).
Vinthers Höhen-Rekonstruktion überdeckt den Zeitraum von vor 11.700 bis vor 40 Jahren vor dem Jahr 2000. Das letzte Jahr ist also das Jahr 1960.
Auf der Grundlage der Schätzungen der Massenbilanz von Mouginot zeigten sich sehr geringe Gesamtänderungen von 1960 bis 1995, dem Anfangsjahr der Höhenänderungskarten des Polar Portals. Ich habe die Höhenänderungskarten vergrößert und die Stellen der Eisbohrkerne eingetragen.
Abbildung 11a: Höhenänderung von Grönland 1995 bis 1999 sowie 2001 bis 2005 (Polar Portal).
Abbildung 11b: Höhenänderung von Grönland 2007 bis 2011 sowie 2013 bis 2017 (Polar Portal).
Die Skaleneinheiten sind Meter pro Jahr. Man beachte, dass an diesen Stellen kaum Änderungen aufgetreten waren. Nach meinem Augenmaß schätzte ich die jährlichen Höhenänderungen von 1995 bis 2017:
Mittels der 2009 von Vinther gemessenen Höhen berechnete ich die Höhen der vier Stellen von vor 11.700 Jahren bis 2017.
Graphik Nummer vier: „Das Gleiche wie immer…“
Abbildung 12a: Seehöhe von vier Stellen, an denen Eisbohrkerne gezogen worden waren von vor 11.700 Jahren bis zum Jahr 2017
Abbildung 12b: Wie Abb. 12, aber von 1900 bis 2017.
video
„Das Gleiche wie immer…“
Aber, aber, der grönländische Eisschild schrumpft noch immer! Wenn er vollständig schmilzt, wird der Meeresspiegel um 7 Meter steigen!!!
Graphik Nummer fünf: die Isopachen-Graphik*
[*Isopache ist in den Geowissenschaften eine Linie (Isolinie) gleicher Mächtigkeit einer geologischen Schicht in der Kartendarstellung einer Isopachenkarte {Quelle}. Anm. d. Übers.]
Abbildung 13: Isopachenkarte des grönländischen Eisschildes von Eric Gaba – Wikimedia Commons user: Sting (links) und Höhenänderungskarte des Polar Portals (rechts).
Fast die gesamte derzeitige Verdünnung erfolgt an den äußeren Rändern des Eisschildes („genauso wie es schon immer war“). Ich habe eine hoch aufgelöste Kopie der Isopachenkarte heruntergeladen und die Höhenlinien digitalisiert mittels einer NeuraMap volumetric analysis software. Gebiet und Volumen der Isopachenkarte standen auf einer Linie mit den Schätzungen in der USGS Professional Paper 1386–A, Tabelle 2, Seite A77:
● Gebiet: 1.736.095 km²
● Volumen: 2.600.000 km³
Ich definierte die 10-m-Höhenlinie als die Null-Höhenlinie. Das Gebiet der Null-Höhenlinie lag sehr nahe dem USGS-Gebiet.
Das Volumen war etwas größer als die USGS-Schätzung, lag aber immer noch deutlich innerhalb anderer Schätzungen aus jüngerer Zeit. USGS verweist auf eine Referenz aus dem Jahr 1954 für diese Zahl und auch auf Bamber et al. (2011), wo man das Volumen mit 2.900.000 km³ angab. Danach hat Bamber seine Schätzung auf 2.960.000 km³ präzisiert.
Wie man sieht, variieren die Schätzungen des Volumens des grönländischen Eisschildes erheblich, und die Verfahren der volumetrischen Berechnung führt zu einer ziemlich breiten Palette von Ergebnissen … Und trotzdem können moderne Klima-„Wissenschaftler“ jährliche Änderungen der Eismasse von 0,015% ausmachen…
Wer’s glaubt…
Wenn ich die 1000-m-Höhenlinie um 10 m absenke, passiert das hier:
99,93% des grönländischen Eisschildes schmelzen nicht und/oder kalben in den Ozean. Die USGS-Studie stellt fest, dass falls der gesamte Eisschild schmelzen würde, der Meeresspiegel um 6,5 Meter steigen würde. In dem oben beschriebenen und höchst unwahrscheinlichen Szenario würde der Meeresspiegel um atemberaubende 4,8 mm steigen.
● 6,5 m * 0,07% = 0,00478 m
Was passiert, wenn ich die 1000-m-Höhenlinie um 100 m absenke?
● 6,5 m * 0,18% = 0,0531 m
Das sind etwas über 5 cm Anstieg des Meeresspiegels.
Da haben wir es … Die Bedeutungslosigkeit des Verlustes der grönländischen Eismasse in fünf einfachen Graphiken … und vielen nicht so einfachen Graphiken und Tabellen.
References
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