Feuer-Historie am Amazonas seit 2003

Das hier erzählt man uns ständig:

Und so sehen die Daten in Wirklichkeit aus, aufgezeichnet bis zum 22. August. Ja, diese werden täglich aktualisiert:

Abbildung 2: Gesamtzahl der Brände im Amazonas via MODIS (2019 ist hervorgehoben).

Dies stammt von einer wunderbaren Website, nämlich dieser hier.

Hier finden die NASA-MODIS-Daten der Satelliten Terra und Aqua Eingang, und sie werden täglich aktualisiert. Auf der Website werden die einzelnen Regionen im Amazonas aufgeschlüsselt. Es gibt dort auch globale Daten, aber hier habe ich nur auf die Amazonas-Daten geschaut.

Die interaktiven Graphiken sind sehr informativ. Fährt man mit dem Cursor über die Graphik, zeigen sich an jedem Punkt die jeweiligen Daten.

Man kann bestimmte Jahre hervorheben, indem man in der Legende der Graphik auf dieses Jahr klickt. Dann erscheint es in der Graphik fett, während die anderen Jahre abgeschwächt werden. Es zeigt sich, dass das Jahr 2019 etwas über dem Durchschnitt, aber keineswegs auf einem Rekord-Niveau liegt. Nicht einmal annähernd.

Eines fiel mir beim Blick auf jedes einzelne Jahr auf, nämlich eine holprige Verteilung – ein oder zwei schlechte Jahre, ein oder zwei Jahre auf sehr niedrigem Niveau, dann wieder ein schlechtes Jahr. Diese Verteilung erstreckt sich bis zum Jahr 2010. Dieses Jahr 2010 war das letzte „schlechte“ Jahr. Seit dem Jahr 2010 zeigt sich nur noch die Hälfte der „schlechten Jahre“ oder noch weniger. Die alte Verteilung war beendet.

Nicht nur, dass auf dieser Site die Anzahl der Brände berechnet werden, sondern auch die Kohlenstoff-Emissionen (in Tg) der Brände. Man beachte, dass die Schwäche dieser Graphik hinsichtlich geschätzter späterer Daten aufweist, daher ist es grau schattiert.

Die Emissions-Graphik auf der Website zeigt, wovon ich rede, nämlich alternierend gute und schlechte Jahre. Aber wie erwähnt, nur bis zum Jahr 2010. Es ist offensichtlich, dass in den Emissionen ein rückläufiger Trend zu verzeichnen ist.

Auch hier kann man mittels Bewegung des Cursors einzelne Datenpunkte hervorheben. Ist das signifikant? Das weiß ich nicht. Ich müsste die Daten herunterladen und Trends berechnen. Ich kann aber definitiv sagen, dass es keinen zunehmenden Trend gibt, und das Niveau des Jahres 2019 liegt WEIT, WEIT unter rekordnahen Bereichen.

Abbildung 3: jährliche geschätzte Emissionen des Amazonas-Gebietes

Man beachte, dass die jährlichen Emissionen die Brandgebiete enthalten müssten, um die Gesamt-Emissionen zu ergeben. Nur für den Fall, dass jemand die Brand-Daten nicht den Brand-Gebieten entsprechen.

Schlussfolgerung: Brände im Amazonas-Gebiet zeigen jüngsten Daten der NASA zufolge eine Abnahme im Verlauf des Aufzeichnungs-Zeitraumes und liegen im Jahre 2019 nicht einmal annähernd in der Nähe irgendwelcher Rekordwerte.

Nachtrag 1: Die NYT behauptet, dass die Brände 2019 erheblich zugenommen haben im Vergleich zu 2018. Das ist korrekt. Was man aber nicht sagt ist, dass in der Hälfte der Jahre VOR 2019 die Brände stärker waren und in der anderen Hälfte niedriger. Das ist Rosinenpickerei erster Güte.

Nachtrag 2: Nick Stokes weist darauf hin, dass das Niveau der Brände in einer Provinz auf rekordhohem Niveau liegt. Stimmt, bis heute ist das Rekord-Niveau dort fast erreicht. Aber das bedeutet, dass das Niveau im Rest der gesamten Region UNTER dem Mittel (von 2003 bis heute) liegen muss. Betrachtet man jede Region im Amazonas einzeln, stimmt das in der Tat. Santa Cruz und Amazonas liegt über, alle anderen unter, teils deutlich unter dem Mittelwert. Ergebnis? In der gesamten Region liegt das Niveau sehr nahe dem MODIS-Mittelwert für diese Jahreszeit.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/08/23/amazon-fire-history-since-2003/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Todesfalle Windräder: Eine Erklärung

Mir fielen dabei die unerwartet tödlichen Eigenschaften von Windturbinen ein. Laut Gesetz in den USA wird jeder mit einer saftigen Geldbuße belegt, der den Nationalvogel, also einen Weißkopf-Seeadler tötet … aber Windturbinen können den Weißkopf-Seeadler zu Dutzenden töten, und es passiert absolut nichts. Sie töten so viele Vögel und Fledermäuse, dass die US-Regierung nicht darum herumkam, Ausnahmeregelungen bzgl. der Todesfälle von Vögeln und Fledermäusen zu verhängen … und das sind sehr viele Todesfälle. Es ist bizarr, wie furchtbar tödliche Windturbinen sind.

So wird zum Beispiel geschätzt, dass der Windpark am Altamont Pass in Kalifornien – nicht weit entfernt von meinem Wohnort – während der 25 Jahre seit seiner Errichtung 2900 Königsadler getötet hat … und das waren lediglich Königsadler. Nach anderen Schätzungen kommen allein in den USA jährlich 600.000 Fledermäuse zu Tode.

Dann twitterte mir jemand, dass Katzen und Hochhäuser auch viele Vögel töten. In der Tat, dem ist so.

Allerdings gibt es da einen gewaltigen Unterschied zu Windturbinen, und ich sage, dass dieser Unterschied komischerweise Insekten sind. Meine Theorie, warum Windturbinen so viele Fledermäuse und Vögel töten, große und kleine – viel mehr als irgendjemand gedacht hatte – geht so: Windturbinen sind überraschend tödlich, weil sie Insekten töten.

Und nicht nur ein paar Insekten. Auf der Grundlage von Beobachtungen und Modellrechnungen haben deutsche Forscher berechnet, dass jede Windturbine Insekten in einer Größenordnung von 12.000 pro Tag tötet. Das ergibt etwa 12.000 Tonnen tote Insekten pro Jahr allein in Deutschland. Und auf jedes getötete Insekt kommen vielleicht zehn weitere, die danach nicht mehr lebensfähig sind. Und ich habe den Verdacht, dass deren Rechnungen zu niedrig sind.

Zunächst ein wenig Hintergrund. Die meisten Menschen machen sich gar nicht klar, dass die Spitzen der Rotorblätter jener sich langsam drehenden Windturbinen normalerweise eine typische Geschwindigkeit von 280 km/h erreichen (ein Mittelwert aus 21 unterschiedlichen Typen), wobei Einige bis zu 370 km/h schnell sein können. Es ist unmöglich, etwas aus dem Weg zu gehen, das sich so schnell bewegt.

Es ist aber noch schlimmer. Bei dieser Geschwindigkeit müssen die Rotorblätter nicht einmal direkt Insekten, Vögel oder Fledermäuse treffen. Es gibt einen gewaltigen Luft-Überdruck direkt vor dem Rotorblatt und ein Fast-Vakuum auf dessen Rückseite. Der plötzliche Übergang von Überdruck zu Fast-Vakuum kann eine Vielzahl von Verletzungen hervorrufen, darunter platzende Lungen bei Vögeln und Fledermäusen.

Aber der Reihe nach. Fangen wir mit den Insekten an. Die Turbine ist wie ein riesiger Fleischwolf für Insekten. Sie werden an den Frontseiten der Rotorblätter zerschmettert, genau wie man es häufig an den Triebköpfen von ICE-Zügen sieht. Außerdem werden Insekten verletzt durch Turbulenz und Druckunterschiede. Und unablässig werden fortwährend und unsichtbar hunderte toter und verletzter Insekten durch die Luft gewirbelt – und der Geruch toter Insekten steigt zuhauf gen Himmel.

Unmittelbare erste Folge ist natürlich, dass der Geruch toter und verwundeter Insekten viele andere Insekten anlockt. Viele Insekten sind Aasfresser, und so kommen immer mehr Insekten, um sich an den toten Insekten zu laben – genau wie jene Kröten auf der tropischen Insel. Zu den getöteten und verwundeten Insekten kommen jetzt also noch sehr lebendige andere Insekten auf der Suche nach einem Festmahl.

Und was passiert als Nächstes? Nun, viele Fledermäuse und Insekten fressende Vögel werden durch den Geruch tausender toter und verwundeter Insekten angelockt. Sie bemühen sich nach Kräften, all die toten Insekten zu vertilgen, bevor sie zu Boden fallen.

Und was dabei passiert, ist offensichtlich: Bis zu mit 370 km/h durch die Luft rasende Rotorblätter töten und verletzen auch diese Fledermäuse und Vögel.

Aber natürlich ist die Kette noch länger. Wo immer große Mengen toter und verwundeter Fledermäuse und Vögel anfallen, werden unvermeidlich auch große Raub- und Aasvögel angelockt wie Eulen, Bussarde, Geier, Falken, Adler, Milane, Habichte usw. Sie kommen, um die lebenden, verwundeten oder toten Vögel zu fressen, welche zuvor gekommen waren, um lebende, verwundete oder tote Insekten zu fressen … und da auch diese auf der Jagd nach Nahrung ihrer Umwelt keine Aufmerksamkeit schenken, ereilt die Raubvögel das gleiche Schicksal wie die kleineren Vögel, Fledermäuse und Tausende Insekten.

Wie viele Vögel kommen auf diese Weise zu Tode? Die einfache Antwort lautet: viel zu viele! Aber es ist schwer, das genauer zu beziffern, weil die Windindustrie-Gewaltigen das als Betriebsgeheimnis hüten und ihre Zahlen nie veröffentlichen werden. Die Audobon-Gesellschaft sagt dazu:

Windturbinen töten geschätzt 140.000 bis 328.000 Vögel in jedem Jahr in den USA.“.

Hunderttausende … aber das ist lediglich eine Schätzung, und die Schätzungen werden jedes Mal nach oben korrigiert. Aus Hawaii, einem der wenigen Orte, wo die Bekanntgabe derartiger Verluste gesetzlich vorgeschrieben ist, kommen z. B. aus dem Jahr 2017 Beiträge wie diese: „Wind farms killing more bats than expected“ oder „Hawaii windmills take a toll on endangered animals“.

Richtig … ich wette, es werden mehr Tiere getötet als erwartet.

Ich denke, dass der Grund dafür, dass die Menschen fortwährend die Todesfälle von Vögeln und Fledermäusen durch Windturbinen unterschätzen, darin liegt, dass man niemals die Insekten in Erwägung zieht. Sie glauben, dass ein zufällig durchfliegender Vogel nur ab und zu einmal vom Rotorblatt einer Windturbine getroffen wird, wenn er über die Landschaft fliegt … die Menschen machen sich einfach nicht klar, dass stattdessen die Fledermäuse und Vögel angelockt werden durch vermeintlich leichte Beute – und in der Folge beim Irrflug durch die Turbinenlandschaft das Ergebnis vorhersehbar ist.

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[Die Übersetzung des Schluss-Absatzes aus dem ganz oben verlinkten Beitrag lautet: Solar- und Windenergie sind schlimmer als nutzlos. Nutzlosigkeit wäre schon schlimm genug, aber sie ist außerdem horrend teuer, und Subventionen machen alles noch schlimmer. Die Bevölkerung in UK zahlt mehr an Subventionen pro Kilowattstunde als die USA für den gesamten Stromverbrauch aufbringen. Und was dann noch hinzukommt – die Windmühlen verschleißen viel schneller als jeder außer einigen Zynikern wie ich selbst gedacht hatten].

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/08/21/explaining-wind-turbine-lethality/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Regenwald-Schwindel: Klöckner will Einfuhrzölle für Brasilien erhöhen, Sozialist Morales von Kritik verschont

Einen guten Eindruck zu den angeblich flächendeckenden Bränden in Südamerika gibt das deutsche Auswanderer-Ehepaar Grunow in Paraguay, das südwestlich an Brasilien grenzt. Im Youtube-Video witzeln die beiden, daß sie im Herz der Flammen stünden, aber um sie herum gibt es höchstens Regenwald-Dunst. Blickt man hingegen auf die FIRMS-Karte der NASA und schaut sich die Gegend an, sollte man meinen, daß das ganze Land unter Rauchschwaden verschwindet. Die beiden Pioniere klären das Phänomen damit auf, daß jeder Nutzer der Karte selber Feuer eintragen kann und selbständig entscheidet, welche Größe er dem Feuer zuordnet, zum Beispiel durch einen fetten roten Punkt. (FIRMS: Fire Information for Resource Management System, das Feuer-Alarmsystem der NASA.)

Was dabei herauskommt, zeigt die Karte der brennenden Nordsee, die im vorigen Artikel schon zu sehen war:

Standbild von NASA-FIRMS https://earthdata.nasa.gov/earth-observation-data/near-real-time/firms

Kollege Michael Limburg meinte im Scherz, da benutzt wohl jemand Griechisches Feuer, also antikes Napalm. Da in der Nordsee gegenwärtig keine Kriegshandlungen stattfinden, dürfen wir davon ausgehen, daß jemand die Rauchfahnen Diesel-getriebener Großfrachter als „Brand“ eingetragen hat. Waren das übereifrige Klimaretter?

Der Vollständigkeit halber, eines der obersten Journalistengebote, sei hier angeführt, daß die brasilianische Metropole São Paulo gegenwärtig tatsächlich unter einer schwarzen Smogwolke liegt (bzw. vor kurzem lag). Ein Freund, der aus der Stadt stammt, bestätigte mir, daß das Phänomen nur dieses Jahr auftritt; in den Jahren zuvor gab es das nicht. Auch wenn die NASA klar sagt, daß die diesjährigen Brände nur wenig stärker sind als im Jahresmittel, scheinen sie zumindest im Süden des Landes nahe an die Großsiedlungen wie São Paulo heranzureichen. Vielleicht ein Grund für die heftige mediale Wahrnehmung.

Ein weiterer Grund, der als gesichert angesehen werden darf, ist die Politik. Präsident Jair Bolsonaro gilt als der südamerikanische Donald Trump und wird von den westlichen Politikern ähnlich geschätzt. Der linksextreme Bananendiktator Evo Morales aus Bolivien, der fleißig die Abfackelung seiner Wälder fördert, wird nur auf der Achse des Guten und The European kritisch erwähnt. Wolfram Weimer verlinkt dieses Video, das zeigt, wie Morales seine Brandoffensive in geradezu heroischer Geste ankündigt und sich von Bauern bejubeln läßt.

Immerhin protestiert im Lande die römisch-katholische Kirche, einschließlich des Vatikan, heftig. Weimer hat seine Information zum Glück auch bei Markus Lanz im Fernsehen verbreiten können. In derselben Sendung konnte der unvermeidliche Harald Lesch leider auch wieder seine Weltuntergangs-Weltsicht unters Volk bringen.

Da Bolsonaro vorgeworfen wird, daß er die ausgedehnten Brandrodungen quasi befohlen habe (die Macht hat er gar nicht) und damit die „grüne Lunge“ des Planeten und – natürlich – das Weltklima via CO2 zerstöre, will die Bundesministerin für Landwirtschaft, Julia Klöckner (CDU), ihm nun via Zollpolitik Einhalt gebieten.

Zitat aus der Welt:

„Brasilien hat sich mit Abschluß des Mercosur-Abkommens zu einer nachhaltigen Waldwirtschaft bekannt. Das Abkommen beinhaltet ein Nachhaltigkeitskapitel mit verbindlichen Regelungen. Wenn sie nicht eingehalten werden, kann es die vereinbarten Zollerleichterungen nicht geben“

Geht es da in Wirklichkeit um andere Interessen, die hinter dem Ökothema versteckt werden sollen? Da die Klimaschutzpolitik in Deutschland aber seit acht Jahren bittere Realität ist, wären alternative Gründe gar nicht nötig; denken Sie nur daran, was Klöckners Unions-Kollege Söder gerade im ehemals vernünftigen Bayern veranstaltet.

Nebenbei: Der Regenwald in Südamerika ist gar nicht die „grüne Lunge“ des Planeten. Höhere Pflanzen leben nämlich nicht nur von der Photosynthese, sondern können genau wie wir atmen und verbrauchen damit nachts den tagsüber produzierten Sauerstoff wieder. Es sind nicht die Bäume auf dem Land, sondern die Plankton-Algen und die Cyanobakterien im Ozean, die die Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre unseres Planeten vor Milliarden Jahren herstellten und immer noch herstellen. Zitat Wikipedia:

Vor etwa 2,5 Milliarden Jahren veränderten die sich im Wasser massenhaft verbreitenden Vorläufer der heutigen Cyanobakterien [Blaualgen] entscheidend die Lebensbedingungen auf der Erde. Sie nutzten das Sonnenlicht zur Photosynthese und setzten als Abfallprodukt Sauerstoff (O2) frei. Diese massenhafte Produktion von Sauerstoff führte schließlich zu einer entscheidenden Veränderung der sauerstofflosen Atmosphäre in eine sauerstoffhaltige Atmosphäre (Große Sauerstoffkatastrophe).

Daher wäre es besser, wenn unsere regierenden Klimaretter endlich die Plastikmüll-Kontinente aus dem Ozean fischten, statt nur darüber zu lamentieren. Ich schätze, damit wären sogar 100% der EIKE-Leser einverstanden, und nicht nur 97%.




Armutsbekämpfung: Indien setzt auf zuverlässige und erschwingliche Kohlekraftwerke

Sinnlos und teuer, ist Wind- und Sonnenkraft eine Art Krankheit der Ersten Welt, die von den Wahnsinnigen in den Vereinten Nationen für die Entwicklungsländer promoted  wird.

In Indien wird Solarenergie von denjenigen, die dazu gezwungen werden, als „gefälschte Elektrizität“ angesehen: Die grausame Heuchelei: der Westen lässt die Windenergie fallen, während  die Armen der Welt zu „gefälschter Elektrizität“ gezwungen werden sollen

Mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden – und Hunderten von Millionen von Menschen, die zur Verbesserung ihrer Lage  verlässlichen und erschwinglichen Strom haben wollen – was verspricht, sie aus ihrer Armut zu befreien, ist die indische Regierung den pragmatischen Weg gegangen. Es geht darum, die chaotische Wind- und Sonneneinstrahlung zur Stromproduktion zu vermeiden. Die Regierung weiß,  dass Kohle die einzige Möglichkeit ist, rund um die Uhr Strom zu liefern und das zu einem Preis, den sich ihre Bewohner leisten können.

Vijay Jayarij ist nicht der einzige Inder, der vor Freude springen kann.

 

India Green Lights Fossil Fuels kündigt Elektrifizierung und sauberes Kochen für alle ländlichen Häuser bis 2022 an.
Master Resource , Vijay Jayarij , 30. Juli 2019

„Als kleiner Junge, der im ländlichen Indien mit häufigen Stromausfällen aufwuchs, hätte ich mir nie vorgestellt, dass Indien eines Tages einen Plan für die Stromversorgung aller ländlichen Häuser verkünden kann. Aber diese Probleme sind seit den 1990er Jahren in den Fokus gekommen, als Indien die wirtschaftliche Liberalisierung in Angriff nahm. “

„Indiens Haushaltsbudget macht deutlich, dass die weltgrößte Demokratie und einer der größten Konsumenten fossiler Brennstoffe offen ihre Absicht bekundet hat, die Nutzung fossiler Brennstoffressourcen zu fördern.“

Die indische Regierung gab Anfang Juli bekannt, dass sie sich bemühen wird, allen Familien im ländlichen Indien bis 2022 angemessenen Wohnraum sowie Zugang zu zuverlässigem Strom und sauberen Kochgelegenheiten zu bieten.

Finanzministerin Nirmala Sitharaman erklärte gegenüber dem Parlament, das Ziel sei die 100-prozentige Elektrifizierung aller ländlichen Haushalte – ein wichtiges Vorhaben, da immer noch Menschen an der Luftverschmutzung durch primitives Kochen auf Brennholzbasis [oder getrocknete Kuhfladenu.ä.]  sterben. Sie sagte: „Jede einzelne ländliche Familie wird Elektrizität und eine saubere Kochgelegenheit bekommen, mit Ausnahme derjenigen, die nicht bereit sind, den Anschluss zu nehmen.“

Aber wie kann Indien, ein Land mit 1,3 Milliarden Einwohnern und noch relativ früh in der Entwicklung, diese Umstellung auf saubere Kochmethoden erreichen?

Die Antwort liegt in Indiens ungenierter Verbundenheit mit fossilen Brennstoffen. Kohle, die derzeit fast 75 Prozent des indischen Stroms liefert, wird voraussichtlich den größten Teil des gestiegenen Strombedarfs Indiens decken, der Rest wird durch Öl und Erdgas gedeckt.

Indiens Träume, Strom für 1,3 Milliarden Menschen zu produzieren, wurde 2016 machbare Realität, als die Regierung einen Energieüberschuss feststellte, dh. die Energieerzeugung überstieg den [damaligen] Bedarf. Das Land verdankte diesen Erfolg seiner starken Kohleindustrie, die ein deutliches Wachstum verzeichnete, obwohl die antifossilen globalen Establishments daran interessiert waren, das Land dazu zu bringen, die Kohle aufzugeben.

Ein Energieüberschuss ist jedoch nur der erste Schritt zur vollständigen Elektrifizierung. Wenn die erzeugte Energie die ländlichen Verbraucher erreichen soll, braucht Indien eine umfassende Infrastruktur, um dies zu unterstützen. Der Ausbau dieser Infrastruktur ist inzwischen zu einer Priorität im Haushalt geworden.

Die vom indischen Wirtschaftsberater angestoßene, vorläufige Wirtschaftsumfrage, war die Grundlage für den heutigen Staatshaushalt. Eine seiner Schlussfolgerungen lautet: „Das Wachstum der indischen Wirtschaft wird von der Fähigkeit abhängen, den Bürgern erschwingliche, zuverlässige und nachhaltige Energie zur Verfügung zu stellen, und das Land muss eine Erhöhung des Pro-Kopf-Energieverbrauch um mindestens das 2,5-fache ermöglichen, um das Pro-Kopf-Einkommen auf z.B. $ 5000 p.a. zu steigern.“ [Zum Vergleich Länderdaten]

Unter den verschiedenen derzeit verwendeten Energiequellen sind nur wenige zuverlässig und erschwinglich.

  • Wasserkraft ist stark abhängig von den jährlichen Monsunregen. Bei intermittierender Produktion, geringer Lebensdauer und hohen Kosten ist es weder erschwinglich noch zuverlässig.
  • Fossile Brennstoffe sind zuverlässig und erschwinglich, zwei Faktoren, die in der Wirtschaftsumfrage ausdrücklich genannt werden. Der Ölverbrauch macht derzeit rund 60 Prozent des BIP des Landes aus, und der prognostizierte Rückgang der Ölpreise im laufenden Geschäftsjahr dürfte zu einem weiteren Anstieg des Ölverbrauchs führen. Es wird auch erwartet, dass der Kohleverbrauch im Zuge der derzeitigen Elektrifizierung des ländlichen Raums zunehmen wird.
  • Die Kernenergie deckt derzeit nur 2% des indischen Energiebedarfs, in diesem Sektor ist jedoch ein Wachstum geplant.

Der verabschiedete, indische Haushalt macht deutlich, dass die weltgrößte Demokratie und einer ihrer größten Konsumenten fossiler Brennstoffe, offen in ihrer Absicht sind, die Nutzung fossiler Brennstoffressourcen zu fördern. Dies steht im Widerspruch zu den Energiekommentatoren in Europa und anderswo, die Indien immer als Hauptakteur in ihren globalen Emissionsreduktionsplänen angepriesen haben.

Demmig, Slums bei Goa, Indien: Auch die Menschen dort wollen ein besseres Leben

Was jedoch wirklich zählt, ist das Leben der Menschen im ländlichen Indien, wo Kocheinrichtungen durch Elektrifizierung und den Ersatz der bislang verwendeten umweltschädlichen Kochmethoden durch erschwingliche Flüssiggasflaschen ersetzt werden. Damit setzt das neue Indien seinen Marsch in Richtung des größten Energiezeitalters in der Geschichte des Landes fort.

Master Resource

Gefunden über Stopthesethings vom 27.08.2019

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://stopthesethings.com/2019/08/27/poverty-eradication-program-india-dials-up-reliable-affordable-coal-fired-power/




„Klimaleugnermaschine“: Die Verschwörungstheorie der Klimasoziologen

Ein öffentlich weniger bekannter Akteur des klima-politwissenschaftlichen Komplexes, der Soziologie-Professor Riley E. Dunlap von der Oklahoma-Staats-Universität (USA), verfasste strategische Artikel zu den amerikanischen „Klimaleugnern“ und deren Vorgehensweise. Daß er aus dem sozialwissenschaftlichen Bereich kommt, der eigentlich gar nichts mit dem Klimawandelthema zu tun hat, überrascht nicht, da die Soziologen (u.a.) als besonders anfällig für zeitgeistige Themen gelten. Da sie zudem in der Wirtschaft nur schlechte Chancen haben, bietet sich ein Job im Klimakomplex an, der wie viele andere Zeitgeist-Narreteien mit Steuergeldern üppig finanziert ist.

In einem Artikel in der Zeitschrift American Behavioral Scientist (Amerikanische Verhaltenswissenschaft, ein Magazin zur Psychologie) meint Dunlap, die Komplexität des Klimathemas und die typischen Unsicherheiten in der wissenschaftlichen Forschung hätten den „Klimaleugnern“ ermöglicht, eine organisierte Desinformationskampagne zu starten und Unsicherheit zur Theorie des menschgemachten Klimawandels zu erzeugen. Dieses Argument hat durchaus etwas für sich, auch wenn es eine typische Projektion der eigenen Fehler ist. In der Tat gab es in der Klimatologie immer offene Baustellen, was ja auch sein soll. Wissenschaft ist das Eingeständnis, daß „ich weiß, daß ich nichts weiß“ (Sokrates?).

Die Unbewiesenheit des Treibhauseffektes, der dennoch eine Rolle spielen könnte, ist ein typisches Beispiel. Die Klima-Apokalyptiker nutzten den Fachstreit darüber, um einfach zu behaupten, CO2-Effekt ist so und ist der Hauptprozeß im Klima, fertig. Ich will nicht behaupten, daß ein Fox-Kommentator, der von Physik nichts versteht, nicht über die Stränge schlagen kann. Zudem ist Präsident Donald Trump auch nicht gerade als präziser Zitierer bekannt, da müßte er häufig gründlicher sein. Aber Fox & Co. verdienen kein Geld mit dem „Klimaschutz“, die Apokalyptiker hingegen schon, und zwar nicht schlecht.

Dunlap behauptet, daß eine Desinformations-Kampagne von einer losen Koalition aus fossiler Energie-Industrie, konservativen Thinktanks (Heritage, Heartland etc) und einigen „konträren Wissenschaftlern“ organisiert worden sei. Diese Koalition nennt er die „Klimaleugner-Maschine“. Die Aussage stimmt halbwegs in bezug auf die Thinktanks (es ist ja deren Job) und die Fossil-Industrie (klar, die wollen sich nicht das Geschäft verbieten lassen). Was die Dissidenten in der Wissenschaft angeht, ist Vorsicht geboten, da, wie der Kommunikationsforscher Mathias Kepplinger von der Universität Mainz feststellte, die unpolitischen Wissenschaftler eher ruhig sind; die Öko-Alarmisten hingegen politisch äußerst umtriebig. Allerdings gab es natürlich hin und wieder mutige Protest- und Aufklärungsaktionen wie die Oregon-Petition und den Hacker-Leak an der Universität von East Anglia (die Climate gates).

Dunlap meint, der „Klimaleugner-Maschine“ sei lange wenig Aufmerksamkeit geschenkt worden. Seit etwa 2008 aber (nach dem ersten Klimahype mit Nobelpreis und Oscar™) werde die Klimawissenschaft von Seiten der Journalisten und der Sozialwissenschaftler verteidigt. Dunlap hält den Kern der „Maschine“ nicht für skeptische Wissenschaftler, sondern für harte Leugner, die kein „Beweis für den menschgemachten Klimawandel“ von ihrem Tun abbringen kann. Es gebe nach der Sozialwissenschaftlerin Myanna Lahsen auch einige „echte“ Skeptiker, meist empirische oder theoretische Meteorologen, die sauer seien, daß sie von Klimawandel-Modellierern ersetzt wurden. Aber diese Gestalten würden durch Rente und Tod ja allmählich aussterben.

Wenn man das liest, kann man als „Klimaleugner“ eigentlich nur noch lachen. Uns wird stets eine Verschwörungstheorie vorgeworfen, und der Mann spricht seinerseits von einer Leugner-Maschine. Die Klima-Alarmisten haben schon vor Jahrzehnten nach dem Prinzip von Helmut Schelsky begonnen, das Thema „Heißzeitkatastrophe“ langsam in das Bewusstsein der Bürger einzuschleichen. Immer mehr Politiker, Journalisten und Sozialwissenschaftler, die merkten, daß man mit Panik Geld und Macht erwerben kann, haben sich angeschlossen. Ein sich selbst organisierendes System, wie unser Vizepräsident Michael Limburg so treffend formuliert. Oder: Wer ähnliche Interessen hat, handelt ähnlich.

Man merkt also, daß die Profiteure des Alarmismus wie Dunlap ihre eigene egoistische wie arglistige Strategie dem Gegner vorwerfen. Tun sie das eigentlich bewusst? Ich würde sagen, nein, weil das Phänomen nicht neu oder Klimapanik-typisch ist. Der kritische Psychologe Steven Pinker hatte einmal ähnliche Erfahrungen machen müssen, als er sich mit linken Sozialwissenschaftlern über das Vorhandensein einer vererbten menschlichen Natur stritt. Man meint, daß den Klimaprofiteuren und anderen Schelmen ihr Trick bald einmal auf die Füße fallen müßte. Es wird so schnell nicht passieren, wenn überhaupt, da die Steuergeld-Schnorrer politisch bestens vernetzt sind und mit ihrer „Alarmisten-Maschine“ bis auf weiteres die Köpfe kontrollieren. Glücklicherweise gibt es das Internet, in dem wir aufmüpfigen Ego-non-Bürger die Profit-Maschine immer mehr sabotieren können (Sabot = frz. Holzschuh, den protestierende Arbeiter in die Zahnradmaschinerie von Fabriken warfen, um die Maschine zu blockieren).

Zum Ende seines Artikels befasst sich Riley Dunlap etwas genauer mit den Climategate-Skandalen, in deren Rahmen interne Emails einiger Klimawandel-Propheten von Hackern veröffentlicht wurden. Diese Skandale werden in den Medien und vor allem von den Klimaapokalyptikern heutzutage nach Möglichkeit ignoriert, was auch nicht wundert, da sie deutlich machten, wie die Profiteure ihre errechneten Klimamodelle zurechtschneidern, damit sie irgendwie zur beobachteten und gemessenen Realität passen. Dunlap behauptet, es seien nur „hochgradig selektiv“ Emails der Klimaprofessoren veröffentlicht worden (ja, die Mails, die das Problem auf den Punkt bringen). Und diese selektierten Mails hätten einen Absturz des öffentlichen Glaubens („belief“) an die Theorie von der Klimakatastrophe bewirkt. Abgesehen, davon, daß der Begriff „belief“ die Assoziation zur Church of Global Warming hervorruft, soll solch ein „Gate“-Skandal ja auch den Unglauben befördern. Lange dauerte der Zweifel sowieso nicht an, da die politisch bereits felsenfest im Sattel sitzenden Alarmisten es schafften, rund 100 Nobelpreisträger zu mobilisieren, ihnen die Solidarität zu erklären. Zusätzlich haben die Journalisten in den Medien den peinlichen Skandal schnellstmöglich der Damnatio memoriae anheim fallen lassen; ihn also zum Vergessen verdammten.

Ja, das nenne ich mal eine „Klimaschwindel-Maschine“.