Neue Studien belegen, wie Klimamodelle scheitern

Die von der University of Pennsylvania geleitete Studie ist Teil eines größeren Projektes mit der Bezeichnung ArchaeoGLOBE, wobei Online-Umfragen herangezogen werden, wie sich der Landverbrauch in 146 verschiedenen Gebieten der Welt verändert hat. Landverbrauch, das kann alles sein von der Jagd über Ackerbau bis zu grasenden Viehherden.

„Wir sehen eine beschleunigte Trajektorie umweltlicher Auswirkungen“, sagte der Anthropologe Ryan Williams, ein Mitautor der Studie. „Während die Rate heutiger Umweltänderungen viel drastischer ist, können wir die Auswirkungen erkennen, welche das menschliche Einwirken schon vor tausenden von Jahren hatte“.

„Alles begann vor 3000 Jahren“, sagt Feinman. „Es zeigt, dass die Probleme, vor denen wir heute stehen, sehr tiefe Wurzeln haben, und es braucht viel mehr als lediglich einfache Lösungen, diesen zu begegnen. Sie dürfen nicht ignoriert werden“.

Das Phytoplankton-Puzzle

Ebenfalls in Science Advances veröffentlicht ist eine Abschätzung der Phosphat-Verteilung auf der Meeresoberfläche der Ozeane weltweit. Dabei zeigen sich erhebliche Differenzen zwischen Modellen und Beobachtungen.

Martiny et al. analysierten über 50.000 hoch sensitive Phosphat-Beobachtungen von 42 Schiffen. Dabei zeigten sich eindeutige Differenzen der Phosphat-Konzentration innerhalb und zwischen den ozeanischen Becken. Auch konnten verschiedene, zuvor unbekannte Regionen mit geringer Phosphat-Konzentration entdeckt werden. Es ist grundlegend für Wissenschaftler, die globale Verteilung von Phosphat genau zu kennen, wobei auch spezifische Variationen bei einem geringen Phosphat-Niveau berücksichtigt werden müssen, um die zukünftige Auswirkung des Klimawandels bzgl. der Kohlenstoff-Speicherung in den Ozeanen sowie die Produktivität ozeanischer Ökosysteme modellieren zu können.

Die neuen Forschungen zeigen, dass die derzeitigen Klimamodelle die künftig zu erwartende Abnahme von Phytoplankton überschätzen – jene mikroskopischen Algen, welche die Basis der ozeanischen Nahrungskette bilden und Phosphor für die Photosynthese verbrauchen. Das ist bedeutsam, weil selbst geringe Differenzen der Phosphat-Konzentration ozeanische Ökosystem-Prozesse radikal beeinflussen können.

Neubewertung des Kohlenstoff-Zyklus‘

Außerdem haben die Wissenschaftler Beweise gefunden, dass die horizontale Zirkulation Kohlenstoff-reichen Ozeanwassers in den subpolaren Südlichen Ozeanen vereint mit der vertikalen Zirkulation erfolgt. Dies kontrolliert, wie viel Kohlenstoff in der in der Tiefsee gespeichert oder in die Atmosphäre freigesetzt wird.

MacGilchrist et al. untersuchten den Weddell Gyre mittels Daten von Schiffen sowie Satellitenbeobachtungen. Sie entdeckten, dass der Wirbel Kohlenstoff enthaltendes Phytoplankton vom offenen Ozean aus dem Gebiet hinaus transportiert mit einer Rate von etwa 80 Billionen Gramm pro Jahr. Das belegt, dass der Wirbel eine Schlüsselrolle spielt im Kohlenstoff-Transport der Südlichen Ozeane. Wichtig dabei ist, dass diese Studien dem konventionellen Verständnis des Kohlenstoff-Zyklus‘ in antarktischen Gewässern widersprechen, wonach die Kohlenstoff-Aufnahme der vertikalen Zirkulation zugeordnet wird, während die Verteilung großräumiger Systeme von Ozean-Wirbeln, Gyres genannt, übersehen werden.

Die Neubewertung des Kohlenstoff-Zyklus‘ im Südlichen Ozean ist ein unabdingbarer Schritt hin zu genaueren Computermodellen für die Prognose, wie der Klimawandel die Versauerung der Ozeane beeinflusst und Änderungen der Meereis-Bedeckung auslöst.

Link: https://www.thegwpf.com/new-studies-show-how-climate-models-fail/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Bürger wehren sich: Der Windkraftausbau stagniert

Die Blockade durch klagende Anwohner bezieht sich natürlich ausschließlich auf die Anlagen an Land. In den ersten sechs Monaten des laufenden Jahres wurden nur 86 Windräder gebaut, gleichzeitig aber 51 alte und kleine Windmühlen stillgelegt. Der Netto-Zuwachs an Nennleistung betrug somit nur 231 Megawatt; der geringste Zuwachs seit Verabschiedung des EEG 2000. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Zuwachs um 82% gesunken.

Es wird im besten Falle davon ausgegangen, daß 2019 nur 1.500 Megawatt erreicht werden können; 2014 bis 2017 waren es 4.500 MW per annum. Zur Verdeutlichung der Zahl: Eine Metropole wie Hamburg benötigt bis zu 1.700 Megawatt – allerdings tatsächliche Leistung, nicht nur theoretische Nennleistung.

Experten und Verbände erklären den Rückgang mit den vielen Klagen von Anwohnern und mit fehlenden Flächen. War der Baugrundmangel nicht absehbar, als die Energiewende 2011 vom Zaun gebrochen wurde? Natürlich war er das; wie vieles andere.

Konkret stecken Bauvorhaben mit einer Nennleistung von etwa 11.000 MW im Genehmigungsverfahren fest. Die Prozesse dauern bis zu fünf Jahre und kosten bis zu 100.000 Euro. Weitere Vorhaben mit 4.000 MW Nennleistung dürfen vorerst nicht durchgeführt werden, da sie zu nah am Funkfeuer der Flugsicherung stehen. Oha – wussten Sie, daß die Windräder nicht nur Vögel, Fledermäuse und Fluginsekten gefährden, sondern auch fliegende Menschen?

Pikanterweise sind die Kläger häufig nicht einfach nur Anwohner mit Krach- und Infraschall-Allergie, sondern Natur- und Artenschützer mit Sympathie für die deutsche Flugfauna. Klagen hier Grüne gegen die grüne Energiewende, oder EIKE lesende Heimatfreunde? Wahrscheinlich beides.

Nach dem Naturschutzgesetz ist es bekanntlich verboten, bedrohte Tierarten zu töten oder nur zu stören. Die Windkraft-Profiteure und die „Klimaretter“ ficht das natürlich nicht an, weil nach ihrer Verschwörungstheorie ja das ganze Klima vom bösen, weißen Industrie-Betreiber vernichtet werde und so alle Tiere mit über den Jordan gingen. Da muß man halt ein paar Arten wie den Rotmilan opfern.

Auf See gibt es naturgemäß keinen Widerstand von Bürgern, so daß im ersten Halbjahr 2019 planmäßig 42 Windräder mit 252 Megawatt errichtet wurden. Für die Möwen gibt es offenbar keine Lobby; die sind nicht gefährdet und man sieht sie auch nicht oft. Es bleibt dem Klimaskeptiker, zu erwähnen, daß die deutsche Industrie hauptsächlich im Süden zu finden ist. Hinzu kommt, daß, von Hamburg abgesehen, im deutschen Küstenbereich keine Siedlungs-Agglomerationen zu finden sind. Heißt, der Meeres-Windstrom muß mit sehr teuren Überland-Hochspannungsleitungen sehr weit ins Inland transportiert werden. Deutschland ist nicht Holland. Und wenn der Wind in der Nordsee zu stark bläst, muß abgeregelt oder exportiert werden, damit unsere Leitungen und Generatoren nicht durchbrennen.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier hatte zum Thema bereits Branchenvertreter, Landespolitiker und Mitglieder von Bürgerinitiativen ins Haus geladen, ohne Ergebnis. Demnächst trifft sich dann das „Klimakabinett“, um ein Maßnahmenpaket zu beschließen, das derzeit in der GroKo noch umstritten ist. Man will dann klären, wie man noch mehr Flächen zu Windkraft-Zonen machen, und wie man die Verfahren beschleunigen kann.

Na, da werden sich die Anwohner und Naturschützer aber freuen, wenn die Regierung noch einfacher noch mehr Naturräume zum Abschuß frei gibt. Halali!

Die Welt sieht die ganze Affäre übrigens ein wenig kritischer als die Schreibaktivisten der Aktuellen Kamera 1. Zitat:

In einem „Aktionsplan“ spricht die Lobbyorganisation von einer „oft überzogenen, unverhältnismäßigen Auslegung des Artenschutzes“. Die gelte es schnellstens zu beenden: „Der Artenschutz muss im Einklang mit der Windenergie sachgerecht angewendet werden“, fordert der Verband. Und „sachgerecht“ heißt aus Sicht der Lobbyisten explizit: „Im Zweifel für die Windenergie.“

 

 

 

 




Aus einem Rudbrief der GWPF: Neuseeland: James Cook University zur Zahlung von 1,2 Millionen an Peter Ridd verurteilt

Richter Salvatore Vasta verkündete die Strafe nach Anhörungen zu Beginn dieses Jahres. Er ordnete an, dass die Townsville University 1.094.214,47 [australische] Dollar an Dr. Ridd zahlen muss als Kompensation für ökonomische Verluste in der Vergangenheit und in Zukunft infolge der gesetzwidrigen Entlassung, und als Kompensation für über „drei Jahre unfairer Behandlung“. Zusätzlich muss die JCU noch 125.000 Dollar Strafe zahlen.

Der Richter kritisierte die Universität scharf und warf ihr vor, „die Rechte von Dr. Ridd auf intellektuelle Freiheit nicht beachtet zu haben“.

Der Physik-Professor, der sich auf maritime Umwelt spezialisiert und 30 Jahre lang an der JCU gearbeitet hatte, beklagte am Freitag die hässliche Affäre. Er sagte: „Dieser Kampf hätte von Anfang an niemals beginnen dürfen. Ich forschte 35 Jahre lang am Great Barriere Reef, und es ist mein fester Glaube, dass es systematische Probleme bei der Sicherstellung der Qualität an den Institutionen gebe, welche sich mit dem Riff befassen. Ich hatte das Recht, die Pflicht, das zu sagen. JCU hat dieses fundamentale Recht immer noch nicht akzeptiert, trotz der Bedeutung der Debatte für die Region Nord-Queensland.

Dr. Ridd sagte weiter, dass falls die JCU Berufung gegen dieses Urteil einlegt, was sie innerhalb der nächsten drei Wochen tun kann, dies ernste Zweifel an der Behauptung der Institution wecken würde, die akademische Freiheit hochzuhalten.

Nachdem er bereits über 200.000 Dollar aus seiner eigenen Schatulle für das Verfahren aufgebracht hatte, zusätzlich zu 260.000 Dollar für eine Crowdsourcing-Kampagne, sagte Dr. Ridd, dass er im Falle einer Fortsetzung des Verfahrens um weitere Spenden bitten müsste.

Man glaubt, dass die JCU über 600.000 Dollar Strafe zahlen musste.

Meine Anwälte sagen, es ist ein Grundsatzurteil, so dass es ein Erfordernis ist, den Kampf falls notwendig fortzusetzen“.

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Der ganze Beitrag steht hier*.

[*Bemerkung: Der Link führt aber nur zur Titelseite der Zeitung The Australian. Der Beitrag müsste sich da irgendwo verstecken, ist aber nicht direkt verlinkt. Anm. d. Übers.]

Übersetzt von Chris Frey EIKE




… Umweltpakt … UNO auf dem Weg ins Mittelalter*

Der Entwurf geistert zur Begutachtung bereits im Bundeshaus herum  (Anm.: gemeint ist hier: in der Schweiz. Das schließt nicht aus, daß dieses Papier auch schon im Deutschen Bundestag „herum geistert“).

Es handelt sich, sollte der Pakt jemals durchkommen, was so sicher ist wie das Amen in der Kirche, um eine rechtlich unverbindliche, also dem demokratischen Prozess enthobene, dafür politisch um so verbindlichere Vorschriftensammlung. Staaten, die den Vertrag unterzeichnen, sind gehalten, den «Klimawandel» durch «staatliche Beihilfen» zu bekämpfen. Sie sollen alle staatlichen und wirtschaftlichen Unternehmungen auf ihre «Umweltverträglichkeit» hin prüfen lassen. Kontrollbürokratien sind aufzubauen, Berichte zu schreiben, und ausserdem verpflichten sich die Regierungen darauf, «Massen-Informationsmittel» bereitzustellen «mit erzieherischem Charakter über Ökosysteme und über die Notwendigkeit von Umweltschutz». Kurz: Propaganda.

Am besten aber finde ich Artikel 6, «Vorsorge»:

Im Falle eines Risikos von «schweren oder unumkehrbaren Umweltschäden», wie zum Beispiel durch Klimawandel, dürfe das «Fehlen von wissenschaftlicher Gewissheit kein Grund sein, wirksame und angemessene Massnahmen zur Verhinderung von Umweltschäden auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben».

Mit anderen Worten:

Umweltschutz ist für die Uno keine Frage wissenschaftlicher Gewissheiten mehr, sondern eine Art offenbarte, sich selbst rechtfertigende Glaubenswahrheit, die ausdrücklich auch ohne wissenschaftliche Grundlage gelten und nach der gehandelt werden soll.

Ohne es vermutlich zu wollen, offenbart der Uno-Umweltpakt damit den tief anti-aufklärerischen, geradezu mittelalterlichen Denkstil einer modernen, radikalen Umweltreligion, die Gott entmachtet und an dessen Stelle den Menschen in seiner Eigenschaft als gläubig-rot-grüner Politiker installiert hat.

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)*  Anmerkung der EIKE-Redaktion  :

Dieser Artikel ist zuerst erschienen in der WELTWOCHE Zürich : „Editorial“ | Die Weltwoche, Nr. 36 (2019) | 5. September 2019 ; http://www.weltwoche.ch/  …Wir bringen hier einen Auszug; EIKE dankt der Redaktion der WELTWOCHE und dem Autor Roger Köppel für die Gestattung der ungekürzten Übernahme des Beitrages.

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ScienceFiles Analyse im Bundestag

Vor einiger Zeit haben wir in einem Beitrag die Methode “Powell” benutzt, also jene Methode “Powell”, auf die die Bundesregierung ihre Überzeugung stützt, dass “rund 99%” der Wissenschaftler, die sich mit Klimawandel befassen, der Ansicht seien, derselbe sei von Menschen verursacht, dass es darüber einen “Konsens” gebe. Sie wissen schon, der CO2-Hoax.

Wie wir schon mehrfach dargelegt haben, ist “Konsens” ein politisches Konzept, das in der Wissenschaft keinerlei Bedeutung hat. Ebenso wenig, wie die Ansicht der Bundesregierung in der Wissenschaft und für die Fakten keine Bedeutung hat. Wenn Frau Merkel, wie heute in der Welt berichtet, den Irrsinn in die Welt setzt, dass die Verteuerung von CO2-Emissionen ein “urmarktwirtschaftliches Konzept” sei, wobei das “ur”, vermutlich eine Anspielung an die Urhorde ist, von der Friedrich Engels so gerne fabuliert hat, dann hat dieser Blödsinn dieselbe Bedeutung für die Wissenschaft, nämlich keine. Marktwirtschaft bleibt auch weiterhin ein Konzept, das einen Markt OHNE staatliche Eingriffe in denselben beschreibt, egal, wie sehr Frau Merkel ihre wohl in der DDR erlernte Fähigkeit, durch die versuchte Umdefinition von Konzepten zu indoktrinieren und zu manipulieren, auch anwenden mag.

Es ist nicht umsonst so, dass politische Regime wie das von Frau Merkel ihre wirren Ideen mit viel Geld in die Wissenschaft tragen müssen, sich dort Wissenschafts-Darsteller, Opportunisten und Fake-Wissenschaftler kaufen müssen, um eine vermeintliche Legitimation für den eigenen Blödsinn herbeischreiben zu lassen.

Dass Politiker Wissenschaftler kaufen können, ändert nichts an der Realität, nur an der Menge von Unrat, die man beseitigen muss, um zur Realität vorzudringen.

Unrat ist das Stichwort, das uns zurückbringt zur “Methode Powell”, der sich die Bundesregierung voll und ganz angeschlossen hat. Wie wir hier gezeigt haben, kann man mit derselben Methode zeigen, dass es einen wissenschaftlichen Konsens von jeweils 97,5% (bzw. 99,4%), rund 99% für die Bundesregierung, darüber gibt, dass die Regierung Merkel die deutsche Wirtschaft zerstören und Armut herbeiführen will. Dass die UN ein kommunistisches Regime ist, das den Vorwand eines menschengemachten Klimawandels benutzen will, um Armut herbeizufüren, gilt demnach unter Wissenschaftlern mit einem Konsens von 99,9% (99,9%) als ausgemachte Sache. Zudem konnten wir mit der Methode „Powell“ zeigen, dass unter Bundestagesparteien ein Konsens von 93,3% darüber besteht, dass der Zweck ihres Daseins in Korruption und Selbstbereicherung besteht.

Der entsprechende Beitrag hat weite Kreise gezogen und ist bis in die Echokammer gelangt, in der sich Frau Merkel ihre Ansichten bestätigen lässt. Dort bringt die AfD-Fraktion seit einiger Zeit frischen Wind in den Muff aus tausend Jahren, der dieses Mal nicht unter den Talaren stinkt. Karsten Hilse, 2017 mit dem größten Stimmenanteil aller Wahlkreis-Bewerber über die Erststimme in den Bundestag eingezogen (er hat den Wahlkreis Bautzen I direkt gewonnen), hat unseren Beitrag in seiner Rede vor dem Bundestag verwendet, wie er uns hier geschrieben hat:

Für alle, die anhören wollen, wie ScienceFiles nun schon zum Debattenbeitrag wird, hier ist die Rede von Karsten Hilse:

Einzige Ergänzung unsererseits: Wir sind keine Journalisten – Himmel hilf. We are scientists for heaven’s sake.

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceFiles, hier

wir gratulieren dem Kollegen für seine nützliche Analyse.