Currywurst-Zertifikate

Wie die Schule nämlich erklärt hat, hat sie sich brav für den Ausflug „Klimazertifikate“ gekauft, so dass zwar weiterhin irgendwie Dreck in die Luft geblasen wird (die Schätzungen von Schule und der Umweltorganisation „Atmosfair“ liegen zwischen 150 und 214 kg CO2 pro Schüler und Tag), aber der verschwindet ja quasi dafür, dass ein anderer seinen Ruß eben nicht in die Atmosphäre bläst. Das nennt sich ausgleichende Gerechtigkeit.

Es gibt diesen netten Souvenir-Witz aus Berlin, wo man „Berliner Luft“ in Flaschen oder Dosen kaufen kann, wenn man denn gerne an dem Geruch von Berlin schnuppern möchte. Ungefähr so muss man sich das mit dem Zertifikathandel vorstellen. Wie funktioniert er eigentlich, der Zertifikathandel und was kommt da gegebenenfalls auf die Bürgerinnen und Bürger und Bürgenden dieses Landes zu? Genügt es, einen Garten zu haben und dafür ein hübsches Zertifikat zu erstellen, das man dann jemandem, der keinen Garten hat, verkaufen kann, damit er weiter den alten Volvo fahren kann? Kann jeder denn durch ökologischen Landbau saubere Luft erzeugen, die er dann in Form eines Zertifikats seinem Nachbarn zum Geburtstag schenkt?

Der Zertifikatehandel ist dem Grunde nach ziemlich simpel. Ich möchte das Prinzip anhand von Currywurst erklären, weil es mir wurst ist. Weil ich alt bin. Nehmen wir einmal an, die Bundesregierung möchte, dass jeder „irgendwie in Deutschland Lebende“ pro Jahr maximal eine Currywurst isst. Dann weiß das statistische Bundesamt, dass in Deutschland maximal 83 Millionen Currywürste gegessen werden können. Mehr Currywürste gibt es nicht und das ist auch unerwünscht. Ziel: maximal 83 Millionen Currywürste.

Bei Fathma und Florian sinnlos

Nun erhält jeder Bürger mit einer Steuernummer einen Gutschein für eine Currywurst. Den kann er einlösen, sobald er seine Currywurst holt, oder er isst eben keine Currywurst und hat dafür einen Gutschein, der bei ihm zuhause neben dem Rabattmarkenheftchen von Uschis Nagelstudio in der berühmten „muss ich auch noch wegräumen“-Box liegt.

Gläubige Muslime und Hindus und gläubige Vegetarier dürfen aus religiösen Gründen keine Currywurst essen, so dass in etwa fünf bis sechs Millionen Gutscheine völlig umsonst versendet wurden. Die liegen jetzt bei Fathma und Florian sinnlos zuhause herum. Hinzu kommen noch einmal (geraten) zehn Millionen Menschen, die entweder zu jung oder zu alt oder zu abseits von einem Currywurststand wohnen – und Herbert Grönemeyer. Wir haben also jetzt 16 Millionen Gutscheine für Currywürste, die eigentlich nicht benutzt werden. Auf der anderen Seite tummeln sich jetzt so Leute wie ich, die Currywürste zwar nicht unbedingt für kulinarische Offenbarungen halten, aber gerne als Äquivalent zu amerikanischem Fastfood nutzen möchten. Mir wäre also eine Currywurst zu wenig, mein Gutschein wäre gleich weg.

Der Staat eröffnet jetzt das Internetportal „Currywurst“. An und in dieses Portal stellen nun die Nicht-Wurst-Esser ihre Gutscheine ein und erhalten entweder vom Staat das reguläre Geld für den Gutschein oder sie oder der Staat versteigern diese. An so Leute wie mich. Wenn ich nun also weiß, dass ich einmal im Monat eine Currywurst esse, muss ich mir Zusatzgutscheine entweder über dieses Portal kaufen oder ich bin pfiffig genug, Süleymans von Gegenüber ihren Gutschein abzukaufen oder abzuschwatzen.

Habe ich nun meine zwölf Gutscheine beisammen und merke, dass ich sie nicht brauche, weil ich plötzlich (wegen Grönemeyer) eine herbe Currywurstallergie bekommen habe, dann biete ich meine überzähligen Gutscheine wieder auf jenem Portal an. Natürlich kann ich auch spekulieren, dass beispielsweise die Nachfrage nach Currywurst in den Wintermonaten steigt. Dann kaufe ich mir im Frühjahr so viele Gutscheine wie möglich und halte sie bis meinetwegen Oktober. Meine potenziellen Kunden und ich wissen jedoch, dass es Schlag 1.1. nächstes Jahr wieder 83 Millionen Gutscheine geben wird und jetzt habe ich entweder Glück, und die Wurstsüchtigen zahlen mir sehr harte Euros für die Restwürste des Jahres, oder ich habe Pech und alle warten auf das kommende Jahr. Eine böse Sache, wenn das Zertifikat am 1.1. wertlos wird, interessant, wenn ich die Wurstgutscheine ins nächste Jahr übertragen kann. Theoretisch kann ich mir so sogar eine Altersvorsorge mit der Spekulation auf Currywurstnachfrage aufbauen. Ich brauche nur genug Gutscheine und genug Wurstesser.

An verschwiegenen Autobahnraststätten gefälschte Currywürste

Der Staat hätte auf jeden Fall sein Ziel erreicht, denn es wären in diesem Jahr ja keine 83 Millionen Currywürste über den Tresen gegangen. Ich hätte ja meine paar Gutscheine nicht eingelöst. Damit hätte der Staat sein Wurstziel erreicht. Natürlich nur offiziell. Inoffiziell gäbe es nämlich illegale Currywursthändler aus dem ehemaligen Ostblock, die an verschwiegenen Autobahnraststätten entweder gefälschte Currywürste verkauft hätten oder Currywürste aus dem Ausland gefuttert hätten. Und der ein oder andere hat vielleicht auch einen Metzger gekannt, der ihm quasi schwarz und am Staat vorbei eine Currywurst gemacht hat.

Die Metzgerei Müller übrigens, die bisher ein Kontingent von 12.000 genehmigten Currywürsten zur Herstellung hatte, teilt dem Staat mit, dass sie künftig nur noch 3.000 Currywürste herstellen wird. Jetzt hat der Staat sozusagen noch 9.000 Wurstgutscheine in der Hand, für die es aber keine Gegenwurst gibt. Dieses Kontingent kann er jetzt entweder unter den anderen Metzgereien versteigern oder er behält sie für sich, in der Hoffnung, dass wenigstens 9.000 Gutscheininhaber ihren Gutschein nicht einlösen.

Die Metzgerei Müller könnte jetzt aber auch Fake-Zertifikate ausstellen, weil sie künftig Tofu- statt Currywürste anbietet und jedem, der es möchte, ein Bestätigungszertifikat für einen nicht benutzten Currywurstgutschein ausstellen – maximal natürlich 9.000 Stück.

Ich für meinen Teil würde aber lieber die zwölf Currywürste essen. Ich hätte dabei sogar ein gutes Gewissen, denn dafür hätte ein anderer eben keine Currywurst gegessen, so dass unter dem Strich der Obergrenze kein Schaden entstanden und das Currywurstziel erreicht worden wäre.

Über dem Strich habe ich die Currywurst aber eben gegessen. Und wieder ausgeschieden. Faktisch war sie also trotzdem da. Aber ich hatte ein kulinarisches Erlebnis ohne schlechtes Gewissen.

Dieser Zertifikatehandel lässt sich übrigens nicht nur für Currywürste und CO2-Emissionen einrichten, er geht, wie im Krieg die Kleidungs- und Lebensmittelbezugsmarken, für so ziemlich alle Dienstleistungen, Waren und Güter, die der Staat limitiert sehen möchte. In diesem Sinne sollten eigentlich auch Wahlstimmen handelbar sein. Dann könnten die, die eh nicht wählen gehen, ihren Stimmzettel meistbietend verkaufen und wir hätten endlich nahezu 100 Prozent Wahlbeteiligung und eine schwingende Konjunktur für die Nichtwähler.

Und es wäre interessant, zu wissen, welche Partei die Reichen dann an die Macht wählen. Für die Linke wäre es das jedenfalls gewesen. Alternativ könnte die Regierung auch sagen, welche Obergrenze sie für jede Partei festlegen möchte und dafür dann Wahlgutscheine ausgeben. Wobei dann ein Wahlgutschein für die AfD aufgrund der 5 Prozent-Hürde wesentlich teurer als ein CDU-Gutschein wäre, die ja sowieso immer die gleiche Kanzlerin stellen. Da ist es eben wurscht.

mehr Geschmacksverirrungen des Autors gibt es auf www.politticker.de

Mit freundlicher Genehmigung des Autors. Zuerst erschienen bei der Achse des Guten.




Klimaalarmisten, das IPCC, die UN denken nachweislich, die Erde sei eine Scheibe [keine Satire]

Das Intergovernmental Panel of Climate Change (IPCC) und die UN, die regelmäßig die Veröffentlichungen des IPCC zur Klimahysterie weiterentwickelt, Heiko Maas, der nicht müde wird, den menschengemachten Klimawandel zu beschwören, FridaysForFuture, ScientistsForFuture (Ha!), das Potsdam Institute for Climate Research Impact, sie alle sind nach der Definition der Wikipedia von Pseudo-Wissenschaft getriebene Verschwörungstheoretiker, denn sie alle glauben, die Erde sei eine Scheibe.

Vermutlich ist den meisten der hier genannten, dieser Glaube gar nicht wirklich bewusst. Besonders bei Heiko Maas haben wir unsere Zweifel, dass er sich bewusst ist, was er so vollmundig überall verkündet, auf welchen Prämissen es beruht.

Tatsache ist aber:
Sie alle haben die Annahme, die Erde sei eine Scheibe zur Grundlage ihres Glaubens an den menschengemachten Klimawandel, ob sie es wollen oder nicht.

Dass die Erde eine Scheibe sei, ist nämlich eine Annahme, die allen Klimamodellen, die wiederum Grundlage der Behauptung, der Klimawandel sei menschengemacht sind, eigen ist.

Michael J. Prather und Juno C. Hsu haben in einem brandneuen Beitrag für die Zeitschrift „Proceedings of the National Academy of Science“ (PNAS – peer reviewed) auf diesen zwischenzeitlich vergessenen Umstand aufmerksam gemacht:

„In allen Klimamodellen”, so schreiben sie, “wird angenommen, dass die Oberfläche der Erde flach 2D und nicht 3D ist“ (19330).

Ursprünglich, so berichten die beiden Autoren, sei die Annahme einer flachen Erde deshalb gemacht worden, weil die Rechenkapazität von Computern nicht ausgereicht habe, um die Tatsache, dass die Erde mehr oder minder rund und eben keine Scheibe ist, adäquat abzubilden. Dann sei diese Annahme einfach vergessen worden.

Das ist ein normaler Prozess, den man in vielen Bereichen der Wissenschaft beobachten kann. Zuerst gibt es die Wissenschaftler, die Methoden (z.B. statistische Methoden) entwickeln, die die Annahmen, die Prämissen, die Voraussetzungen, unter denen die Methoden angewendet werden können, kennen. Dann kommen die Nutzer, die die Methoden gnaden- und in der Regel bedenkenlos einsetzen, um ihre Daten zu manipulieren und auf die Tatsache, dass bestimmte Methoden nur unter bestimmten Bedingungen sinnvoll angewendet werden können, pfeifen. Ihnen folgen die Anwender, die nicht einmal mehr wissen, dass bestimmte Methoden nur unter bestimmten Voraussetzungen angewendet werden können.

Damit sind wir beim IPCC und denen, die heute mit Klimamodellen hantieren. Sie alle sind sich offensichtlich der Voraussetzungen ihrer eigenen Modelle nicht bewusst und haben daran auch kein Interesse, denn ihr Interesse ist ausschließlich darauf gerichtet, einen menschengemachten Klimawandel herbeizurechnen und ausweisen zu können.

Und so kommt es, dass Klimaalarmisten, das IPCC und all die oben Genannten davon ausgehen, dass die Erde eine Scheibe ist.

Dies hat, wie Prather und Hsu zeigen, erhebliche Effekte auf die Akkuratheit der Modelle.

„The consequence of this is that the air mass factor, the ratio of path length and layer thickness, becomes smaller with altitude. In the flat atmosphere model where the air mass factors are constant, there is an exaggerated absorption of sunlight in the upper atmosphere, heating the upper atmosphere disproportionally to the lower.”

Die Sonne ist für das Klima der Erde von herausragender Bedeutung. Das bestreiten nicht einmal die Klimaalarmisten. Aber sie tun alles, um diesen Einfluss der Sonne so gering wie nur möglich zu rechnen, um auf diese Weise eine Effekt von Menschen auf das Klima nachweisen zu können. Die folgende Abbildung zeigt, wie sich die Annahme einer flachen Erdatmosphäre und damit die Annahme, die Erde sei eine Scheibe, auf Sonnenstrahlen auswirkt. Wie man sieht, ändert sich der Weg, den ein Sonnenstrahl nimmt (Linien in rot und orange), und es ändert sich die Ausdehnung (blaue Linien/Kurven).

Prather & Hsu (2019: 19331)

Derzeitige Klimamodelle berechnen den Effekt von Sonneneinstrahlung auf Basis der Annahme einer flachen Erde wie in B dargestellt. Würden die derzeitigen Klimamodelle in Rechnung stellen, dass die Erde keine Scheibe, sondern sphärisch ist, dann hätte diese Anpassung an die Realität die folgende Konsequenz:

For geom [spherical geometric atmosphere model] about 60% of the increase in incident solar flux is absorbed by the climate system; this is split equally between atmosphere and surface, and in the atmosphere it is split equally between stratosphere and troposphere. Thus, the flat Earth climate models underestimate solar heating of the climate system by 1.5 W·m−2. For perspective, this difference is comparable to the total anthropogenic effective radiative forcing over the industrial era of 2.3 W·m−2 (32), which has produced a discernible climate change.

Mit anderen Worten, würden die Klimamodelle, die derzeit wieder von Politdarstellern und Klimaalarmisten genutzt werden, um sich als schockiert zu inszenieren und Panik zu verbreiten, damit der geplante Raub von Freiheitsrechten und die Steuererhöhungen problemlos durchgesetzt werden können, nicht annehmen, dass die Erde eine Scheibe ist, sondern korrekt annehmen, dass die Erde sphärisch ist, dann würde sich der Effekt, der derzeit Menschen zugeschrieben wird, in diesen Modellen um 65% verringern. Es bliebe ein Miniatureffekt von 0,8 W m-2, der nicht mehr vom statistischen Fehler zu unterscheiden wäre.

Das ist aber nur der Anfang. Die Annahme einer flachen Erde führt dazu, dass sowohl der Anteil der Sonne an einer Erwärmung der Erde als auch die kühlende Wirkung von Wolken systematisch unterschätzt wird. Stellt man beide Effekte korrekt in den Klimamodellen der Pseudo-Wissenschaftler und CO2-Verschwörungstheoretiker in Rechnung, dann ist es hoch wahrscheinlich, dass vom anthropogenen Klimawandel gar nichts mehr übrigbleibt, trotz aller Datenmanipulation.

Damit steht die Arbeit von Prather und Hsu in einer Reihe mit den Arbeiten von Kauppinen und Malmi sowie Zharkova, Shepherd, Zharkov und Popova und Frank, die alle gezeigt haben, dass die derzeitige Klimahysterie auf Sand gebaut ist. Kauppinen und Malmi zeigen, dass der menschliche Einfluss auf das Klima so gering ist, dass er nicht messbar ist. Frank zeigt, dass der statistische Fehler in Klimawandelmodellen um das 114fache größer ist, als der angeblich menschliche Einfluss auf das Klima, und Zharkova et al. zeigen, dass das Klima der Erde von der Sonnenaktivität abhängig ist und wir auf dem Weg in eine neue Eiszeit sind.

Das, was sich derzeit international und von der UN orchestriert abspielt, ist Humbug, der Versuch der schwätzenden Klasse, sich auch weiterhin auf Kosten der produktiven Teile der Bevölkerung durchfressen ein Auskommen verschaffen zu können.


Wir danken einem Leser von ScienceFiles sehr herzlich für den Hinweis auf die Studie von Prather und Hsu

Prather, Michael J. & Hsu, Juno C. (2019). A Round Earth for Climate Models. Proceedings of the Academy of Science 116(39): 19330-19335.

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceFiles hier




Die jüngste internationale Petition von Klimaexperten gegen „Klimanotstand“

Über die Herkunft dieser ominösen 97% ist nicht nur in den EIKE-News  schon mehrfach berichtet worden, stellvertretend nur (hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier). Zudem kann gar nicht oft genug wiederholt werden, dass es in der Wissenschaft keinen Konsens gibt. Echte Wissenschaft, die Fortschritte erzielen will, basiert nun einmal auf anzweifeln und in Frage stellen von bereits Bekanntem,, wobei es absolut keine Ausnahmen gibt. Ohne diesen grandiosen Fortschritt der Aufklärung gegen von Religionen oktroyierten Glaubensdogmen  stünden wir immer noch im Mittelalter. Wollen wir das?

Wenn man sich die Aussagen eines autistischen Kindes vor der UNO anhört, kann diese Frage heute nicht mehr eindeutig beantwortet werden. Offensichtlich befürwortet zumindest hierzulande ein großer Teil der Bevölkerung Maßnahmen, die zur Zertörung unserer Industrie und damit unserer Lebensgrundlagen führen. Der restlichen Welt ist Deutschland ziemlich egal. Würden die von diesem autistischen Kind geforderten Maßnahmen weltweit durchgesetzt – wozu es nicht kommen wird, denn nicht alle sind so verrückt wie wir – wären die Folge Milliarden Tote, die Schrumpfung der Weltbevökerung auf vielleicht einige 100 Millionen und eine Rückkehr zu Mittelalter, Mord, Totschlag und Kannibalismus. Es ist bemerkenswert, dass diese Einschätzung inzwischen sogar von mutigen Kabarettisten ausgesprochen wird, wie z.B. in der Sendung Comedy & Satire im ARD vom 27.9.2019 mit Dieter Nuhr von Minute 5:00 bis 9:25 sowie 15:20 bis 19:30 (hier).

Aber zurück zum „Konsens“. Es kann ebenfalls nicht genug daran erinnert werden, dass Klimaforscher und fachnahe Wissenschaftler, deren Anzahl in die Tausende geht, keineswegs mit dem aktuellen Klimakatastrophen-Aktivismus einverstanden sind und heftig den Verlautbarungen des IPCC widersprechen. Somit kann von Konsens keine Rede sein, unabhängige davon, dass es Konsens in ordentlicher Wissenschaft, wie bereits erwähnt, nicht geben kann.

Um nun den Titel dieser News nicht zu vergessen: Erst jüngst vor wenigen Tagen haben 500 Klimawissenschaftler und mit dem Thema befasste Experten weltweit an den UN-Generalsekretär António Guterres eine Petition geschrieben unter dem Titel „Es gibt keinen Klimanotstand“ (hier), die Liste der Unterzeichner (Namensliste_500_Petition_2019) und die Thesen der Unterzeichner (Thesen_500_Petition).

Dabei sollen die bisherigen Petitionen und Manifeste aber nicht vergessen werden und zwar nachfolgend

  1. Eine (unvollständige) Zusammenstellung von begutachteten Klimafachveröffentlichungen mit anderen Ergebnisse, als denen, die vom IPCC bevorzugt werden (hier), ferner eine Aufzählung von prominenten, weltbekannten Physikern, die einer maßgebenden, gefährlichen globalen Erwärmung widersprechen (hier).
  2. Oregon-Petition, im Jahre 2008, 31.000 Unterzeichner, davon 9000 promoviert, die meisten aus dem Ingenieurbereich, aber auch zahlreiche Klimaforscher (hier).
  3. Das Heidelberger Manifest, 1992, 4000 Naturwissenschaftler, 72 Nobelpreisträger, überwiegend keine Klimaforscher (hier). Bemerkenswert ist, dass es diesen Wikipedia-Eintrag nur im Englischen Wikipedia gibt, im deutschen Wikipedia werden dem IPCC widersprechende Artikel zensiert.
  4. Leipziger Manifest, 1995, (80 Forscher der Naturwissenschaft, 25 Meteorologen), (hier). Auch hier nichts im deutschen Wikipedia.
  5. Der U.S. Senate Minority Report, 11.12.2008, 700 Naturwissenschaftler (hier).
  6. Offener Brief an Angela Merkel, 26.7.2009, (hier).
  7. Die Eingabe an US-Präsidenten Obama (100 Fachwissenschaftler, (hier).
  8. Offener Brief an UN Generalsekretär Ban Ki-Moon (125 Naturwissenschaftler, (hier).
  9. Petition an Präsident Donald Trump, (hier).
  10. Physiknobelpreisträger Ivar Giaever: Youtube gegen den Klimawahn.
  11. Petition italienischer Wissenschaftler, 6.7.2019, (hier).
  12. Schlussendlich der bereits oben erwähnte Brief an die UN.

Es gibt vermutlich noch weitere Petitionen, die aber „erfolgreich“ aus dem Internet gelöscht wurden. Uns bekanntes Beispiel ist die von kanadischen Wissenschaftlern an den damaligen kanadischen Ministerpräsidenten Harper. Falls irgend ein EIKE-Leser diese „verschollene“ Petition noch aufstöbern kann, wären wir für eine entsprechende Mitteilung dankbar.

 

 

 

 




Die große Klima-Show: Spaltung, Masseninszenierungen und Wirtschaftskrach

 

Hier das Video vom Interview 
und weil Sonntag ist: Etwas Erfreuliches
Mit Dank an Leser Ulrich Walther für das Fundstück




Liebe Union, danke für euer Pillepalle-Klimapaket!

Ich gebe zu, ich hatte die fürchterlichsten Befürchtungen für den 20. September. Die Ankündigung von „Weichenstellungen für die Zukunft“ pünktlich zum globalen Hüpfburg-Tag hatte mich einigermaßen nervös gemacht. Und nicht nur mich. Die beste kleine Frau von allen dachte laut über Auswanderung nach – nicht das erste Mal, aber das erste Mal ernsthaft. Während sie nach brauchbaren Exilländern googelte, murmelte sie angebittert: „Der Letzte kann in Deutschland das Licht ausmachen. Obwohl, ist ja dann längst aus.“

Findet ihr übertrieben? Dann erinnert euch bitte daran, was eure elende Herrscherin vor einem Vierteljahr angedroht hatte: Schluss mit „Pillepalle in der Klimapolitik“ sollte sein, „disruptive“ Veränderungen werde es geben. Ihr hattet noch Latein, also wisst ihr, was disrumpere heißt, nämlich irgendwas mit „zer“: zerreißen, zerbrechen, zerschlagen, zerstören. Und wenn die Kanzlerin der Schmerzen, die dem Land bereits eine Vielzahl von Zerreißproben zumutete, von weiteren ver- und zerstörenden Änderungen spricht, dann ist Alarmstufe Rot angesagt.

Ihr wisst selbst am besten, wozu die gefährlichste Frau der Welt fähig ist. Beziehungsweise unfähig. Radikaler Atomausstieg nach einer Pazifikwelle. Einstieg ins Energieende mittels Energiewende. Künstliche Beatmung des griechischen Korruptionsparadieses per Schuldenübernahme. Sprengung von Sozialsystemen und Sozialgefüge durch grenzenlosen Import von Bildungsverächtern. Um nur ein paar der übelsten Klopper zu nennen.

Und was gab es? Pillepalle!

Dann kam der 20. September. Ich hatte mir tagsüber Nachrichtenverbot auferlegt. Man hat ja noch das eine oder andere fürs Bruttoinlandsprodukt zu erledigen. Erst bei einem späten Abendspaziergang gab ich mir die öffentlich-rechtlichen Sondererregungen per Mobilflat aufs Ohr. Dann die Überraschung: Nach wenigen Minuten ZDF-„spezial“ und ARD-„Brennpunkt“ setzte Erleichterung ein. Angela Merkel, der schlimmste Betriebsunfall seit Erfindung des Grundgesetzes, hatte an diesem Schicksalstag was verkündet? Genau. Pillepalle.

CO2-Einstiegsbepreisung in bisher nicht vom Zertifikatehandel umfassten Bereichen mit niedlichen 10 Euro pro Tonne ab 2021, Erhöhung auf mäßige 35 €/t bis 2025. Erweiterte Förderung für Leute, die gerne ihr Haus mit Plastik verkleben, höhere Flugsteuer, bisschen billigere Bahnpreise. Verbot neuer Ölheizungen ab 2026. Ein Liter Benzin wird 2021 um 3 Cent teurer, bis 2025 um rund 17 Cent. Zum Ausgleich gibt’s ein Mehr bei der Pendlerpauschale.

Natürlich ist das Büffelmist. Aber gegenüber dem, was hätte kommen können, ist es Pillepalle. Der Druck der Straße mit ihren „hüpfenden Fruchtzwergen“ (©Broder) beziehungsweise „Furchtzwergen“ (©Loewenstern) und das monatelange Begleitkonzert der ergebenen Medien hatten euch erkennbar mürbe gemacht, liebe CDSUler. Auf breiter Front seid ihr umgefallen wie die Zinnsoldaten. Euer Oberopportunist Söder wechselte sogar oberflink die Seiten und versuchte, sich zum Vorkämpfer der neuen Bewegung aufzuschwingen. Die Methode hatte er schon mehrfach erfolgreich praktiziert, zuletzt beim nicht existierenden Sterben der bayerischen Honigbiene.

Merkel und die 38-Prozent-Lüge

Angesichts dieser Umstände war Übles zu befürchten, nicht zuletzt, weil eure Regentin nicht müde wurde, „einen Weg mit gewaltigen Anstrengungen“ zu prophezeien. Gut, jetzt grinst ihr und denkt: Was ist schon ein Merkel-Wort wert? Da habt ihr natürlich auch recht. Dass die Frau ein ausgesprochen entspanntes Verhältnis zur Wahrheit hat, ist bekannt. Erst letzte Woche stolperte ich wieder über ihre 38-Prozent-Lüge.

Kennt ihr nicht? Dann schaut doch mal in den Regierungspodcast vom 13. April 2019 rein, so ab 01:50: „Die Bundesregierung hat vieles schon auf den Weg gebracht. Ich will als ein Beispiel die Energieversorgung nennen. Wir haben inzwischen die Erneuerbaren Energien als den wesentlichen Bestandteil unserer Energieversorgung mit 38 Prozent.“ Jetzt müsst ihr selber lachen, oder, liebe Union? Nicht? Ok, falls ihr nicht so die Energieexperten seid, hier die Auflösung: Der „wesentliche Bestandteil“ der Erneuerbaren an „unserer Energieversorgung“ liegt in Wahrheit nicht bei 38, sondern bei zwölf Prozent. Für die unter euch, die in Mathe öfter mal gefehlt haben: 38 Prozent wären einigermaßen viel. Zwölf Prozent sind verdammt wenig, wenn man bedenkt, dass halb Deutschland schon mit Solarpanels und Windrädern zugemüllt ist.

Das mit den zwölf Prozent haben übrigens anerkannt ehrenwerte Physikprofessoren auf Basis amtlicher Zahlen ausgerechnet. Vielleicht habt ihr das nicht mitbekommen, liebe Freunde des großen „C“, denn außer Achgut und EIKE wies fast niemand auf die „Heidelberger Erklärung“ hin. Speziell nicht die geschätzten Kollegen von den sogenannten Leitmedien. Löbliche Ausnahme ist Achse-Leser und „Welt“-Herausgeber Stefan Aust. Seine Generalabrechnung mit dem dysfunktionalen Staat unter dem Titel „Deutschland außer Betrieb“ blieb allerdings der breiten Leserschaft hinter der Bezahlschranke verborgen.

„Erträglich“ ist das neue „gut“

Für euer Pillepalle-Klimapaket bekommt ihr seit Freitag erwartungsgemäß ordentlich Lack von allen Seiten. „Ziel- und mutlos“, heißt es da, „heiße Luft“, „der Berg kreißte und gebar eine Maus“, „Sammelsurium von Einzelmaßnahmen“ und so weiter. Die Klimaziele für 2030 werdet ihr damit nicht erfüllen, da sind sich die Kritiker einig. Das sehen wir auch so – und genau deshalb finden wir’s prima. Beziehungsweise nicht so schlimm. Beziehungsweise erträglich. Und „erträglich“ ist das neue „gut“ in diesen merkwürdigen Zeiten.

Was ich mich nur frage: Wie kam’s, dass ihr nach all den dramatischen Ankündigungen jetzt so ein halbgares Maßnahmenrisotto serviert? Seid ihr vielleicht insgeheim der Ansicht, dass die Sache mit dem Klimawandel doch nicht so schlimm wird, wie gerne prophezeit? Oder habt ihr etwa eingesehen, dass eine Batterierepublik Deutschland im Alleingang nichts am Weltklima ändern wird angesichts des mickrigen Zwei-Prozent-Anteils an der globalen CO2-Produktion? Oder ist euch plötzlich aufgefallen, dass eure Elektromanie mangels Speichermöglichkeiten sowieso nicht funzen kann? Oder habt ihr gemerkt, dass ihr bei den Klimakindern und den anderen Hysterikern keinen Blumentopf gewinnen könnt, weil die in jedem Fall „mehr, mehr, mehr“ rufen – egal, was ihr beschließt? Oder war’s ein bisschen von allem?

Die Antwort gab noch am Freitagabend euer Peter Altmaier. Dem Kurier der Kaiserin rutschte nämlich was raus, vielleicht aus Übermüdung wegen eurer überflüssigen Nachtsitzung. Auf die Frage nach dem „klimapolitischen Unsinn“ einer Erhöhung der Pendlerpauschale antwortete er (hier ab 05:50), die Menschen dürften nicht die „Leidtragenden der Klimapolitik“ sein, denn: „Das würde Parteien von rechts und von links die Wähler in Scharen zutreiben.“

CDU gibt zu: Die AfD wirkt

Gemeint war in Wahrheit nur die „Partei von rechts“, also die AfD. Zur Linken läuft nämlich keiner über wegen zu strammer Klimapolitik, das wisst ihr natürlich. Die Linkslinken fordern schließlich lautstark noch viel schärfere Maßnahmen, genau wie die Grünlinken.

Tja, liebe Union. Ist euch eigentlich klar, was eurem Wirtschaftsminister und ergebensten Soldaten der Oberbefehlshaberin da passiert ist? Er gab in eurem Namen und offiziell zum ersten Mal zu, was ihr bisher heftig bestritten habt: Die AfD wirkt. Dumm gelaufen, oder? Da stellt sich für uns die Frage: Bei wem sollen wir uns bedanken für das locker geschnürte Prima-Klima-Päckchen? Bei eurem Kanzler*innen-Wählverein oder bei den pöhsen, pöhsen „Rechten“?

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die Achse des Guten ist unabhängig und bleibt unabhängig – und zwar von jeder Partei. Mit der AfD haben wir gewisse Probleme, genau wie mit euch Schwallbacken, mit der eierlosen und gleichwohl herumeiernden FDP, mit der im Todeskampf irrlichternden SPD, mit den ebenso regierungsgeilen wie durchgeknallten Grünen und mit den in jeder Hinsicht inakzeptablen Linken. Falls euch interessiert, was genau unser Problem mit der seit Kurzem selbsternannt „bürgerlichen“ AfD ist: Die Entscheidung, ob der „gärige Haufen“ alsbald vergoren oder vielleicht irgendwann ausgegoren sein wird, steht noch aus.

Mit unserem Achgut-Fähnchen halten wir den Anspruch von Augstein senior hoch, dem der „Spiegel“ schon lange nicht mehr nachkommt: „Sagen, was ist.“ Irgendwer muss die klaffende Lücke ja füllen. Und wenn die AfD – oder genauer die AfD-Wählerschaft – einen Punkt macht, dann sagen wir das. Einfach, weil es so ist.

Warum die SPD-Zombies mitmachen

Bleibt nur noch ein letztes kleines Mysterium aufzulösen: Warum eigentlich haben die SPD-Zombies, die ihr Unionisten in eurer angezählten Regierung mit durchschleppt, eurem lauwarmen Klimapaket zugestimmt?

Die Antwort ergibt sich aus einer – ganz bestimmt rein zufällig praktisch zeitgleich mit dem CO2-Paket erschienenen – Meldung, die im allgemeinen Klimawahn kaum Beachtung fand: „CDU und SPD nähern sich bei Grundrente an“. Auf Deutsch: Auch bei diesem Thema seid ihr eingeknickt, liebe Christsozialdemokraten. Wir haben’s bereits im Frühjahr befürchtet beziehungsweise geahnt, das wird man wohl noch sagen dürfen. Hubertus Heil bekommt also sein sinnfreies und systemwidriges Ballaballa-Rentengeschenk ohne Bedürftigkeitsprüfung – und das nur, damit sich die größte Kanzlerin aller Zeiten am Montag in New York von und vor der versammelten Weltpolitgemeinschaft abfeiern lassen konnte. Ohne regierungsamtlich beschlossenes Klimaprogramm hätte sie nämlich nicht reden dürfen.

Darob möchten wir eigentlich im Strahl kotzen, liebe Union. Und wir fragen uns, ob euch der warme Sommer womöglich komplett die Murmel verkocht hat. Wir sind es schließlich, die diesen Schwachfug wieder einmal mit vielen, vielen Milliarden bezahlen müssen. Andererseits besteht seit Freitag wenigstens noch eine winzige Chance, dass ihr das Land in den kommenden fünf bis zehn Jahren nicht komplett vor die Wand fahren werdet. Und nur deshalb hauchen wir trotz allem ein leises „Danke“ in die von eurer „Energiewende“ verschandelte Landschaft.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors. Zuerst erschienen bei der Achse des Guten.