Schweden: Unternehmen ohne Strom

Vielleicht könnte ein Blick nach Schweden helfen. Dort machen Unternehmen seltsame Erfahrungen und Investoren fliehen bereits aus der Provinz Skåne (Schonen) in Südschweden. Die Region hat bereits Investitionen in Milliardenhöhe verloren.

Der Grund: Stromknappheit. Nein, nicht in Kuba oder Venezuela, sondern im Industrieland Schweden. Wie Per Tryding, stellvertretender Geschäftsführer der Handelskammer Sydsvenska schreibt, stehen hinter dieser misslichen Lage eine Reihe von politischen Misserfolgen, die »für den Rest Schwedens eine Warnung sein sollten«.

Tryding erinnert: »Die Tatsache, dass sich Unternehmen auf stabile Lieferungen zu wettbewerbsfähigen Preisen verlassen können, war eine der Geheimwaffen der Exportindustrie.« Er verweist darauf, dass Unternehmen eine stabile Stromversorgung benötigen, um produzieren zu können. Das wäre früher als alberner Allgemeinplatz kritisiert worden. Doch Tryding erwähnt ausdrücklich, dass »gerade Industrien mit hohem Stromverbrauch wie die Holzpapier Stahl und Autoindustrie … eine stabile Stromversorgung (benötigen), um produzieren zu können.«

Doch heute bekommt eine Reihe von Unternehmen einfach keinen Strom mehr.

Zwei Dinge haben nach seiner Auffassung zu der Situation geführt. Einmal wächst die Metropolregion Skåne, schafft viele neue Arbeitsplätze und damit auch einen großen Zustrom von Unternehmen und Mitarbeitern. »Das bedeutet, dass die Energieversorgung dringend hochgefahrener werden muss.«

Doch gleichzeitig wurde die Energieversorgung der Region mit einem mittlerweile gescheiterten Experiment geprüft. Das begann mit der Abschaltung des Kernkraftwerkes Barsebäck in der Region. Schweden versprach zwar, durch den Bau großer Übertragungsleitungen aus dem Norden Strom in den Südwesten zu liefern. Doch noch immer steht diese Verbindung nicht, und Experten fürchten, dass es auch noch viele weitere Jahre dauern wird, bis die Leitung steht.

Folge: Die Energieversorgung ist zusehends angespannt. Außerdem erhöhte der Staat Energiesteuern. Weitere Folge: Die beiden einzigen großen KWK-Anlagen der Region wurden abgeschaltet, da sie unrentabel wurden.

Der Geschäftsführer der südschwedischen Handelskammer beschwert sich noch über einen weiteren Faktor: »Südschweden ist ein separater Elektrizitätssektor, den der Staat mit Unterproduktion und damit mit höheren Preisen als das übrige Schweden belegt hat. Somit besteht in der Region bereits ein fester Preisnachteil.« Nach dem sozialistischen Motto: Dort steckt das Geld, holen wir es.

Schweden wäre für deutsche Unternehmen eine Reise wert. Wie fühlt sich Strommangel an? Da will eine Industrie in einem scheinbar so fortschrittlichen Industrieland produzieren – und erhält keinen Strom mehr. Tryding: »Was jetzt in Skåne passiert, verdient keine der fortschrittlichsten Volkswirtschaften der Welt. Und es besteht Grund zur Befürchtung, dass sich die Situation nach Norden ausbreitet.«

Einer solchen Bildungsreise könnten sich deutsche Politiker anschliessen, zum Beispiel aus Baden-Württemberg. 

Dort, in der Landeshauptstadt Stuttgart bekommen sie in der Regierung schon weiche Knie angesichts des Desasters, dass sich in der Energieversorgung zum Jahreswechsel abzeichnet. Nur noch zwei Kernkraftwerke sorgen für genügend Strom im (noch) Industrieland Baden-Württemberg. Kernkraftwerk Philippsburg zwei wird bereits heruntergefahren und soll am Ende des Jahres vollkommen abgeschaltet werden. Bislang liefert dieses Kraftwerk 30 Prozent der elektrischen Energie für Baden-Württemberg. Woher die gewaltige Menge im nächsten Jahr kommen soll, ist völlig offen. Kein Mensch im Kabinett Kretschmann hat eine genaue Vorstellung davon. Das Nachbarland Frankreich hat auch teilweise mit Engpässen in der Elektrizitätserzeugung zu kämpfen.

Der baden-württembergischen Umweltminister Franz Untersteller wird zitiert, dass er intern geäußert habe, sich Laufzeitverlängerungen der beiden Kernkraftwerke vorstellen zu können. 

Jetzt legt Landwirtschaftsminister Peter Hauck (CDU) mit dem Spruch nach, die Kernkraftwerke Neckarwestheim und Philippsburg zehn Jahre länger am Netz zu lassen als bisher geplant. Ihn treibt allerdings weniger die Sorge um eine funktionierende Stromversorgung um als vielmehr um einen noch schnelleren Ausstieg aus den Kohlekraftwerken. Hauck zitierte die Werteunion, jene konservative Gruppierung von CDU und CSU: »Man sollte zumindest darüber diskutieren, ob wir zehn Jahre früher aus der Kohle aussteigen und die ‚Braunkohleschleudern‘ abschalten«. 

Die Elektrizitätserzeuger allerdings lehnten bereits entsprechende Überlegungen der Werteunion ab. Die EnBW betreibt Neckarwestheim zwei und Philippsburg zwei. Ob der Energiekonzern sich auf eine Abkehr der Vereinbarung mit der Politik »Ausstieg aus der Kernkraftwerk gegen Ruhe an der Entsorgungsfront« einlassen würde, dürfte sehr zweifelhaft sein.

Zumal Hauck alles andere als glaubwürdig erscheint; er trieb als glühender Anhänger Merkels die Vergrünung der baden-württembergischen CDU voran. Gern will er vermutlich auch die Werteunion vorführen. Er beruft sich außerdem auf die aktuelle Klimahysterie und führt den Unsinn CO2-Minderung an und wirft diese Ökoideologie nicht über den Haufen.

Wie beschreibt der schwedische Handelskammermann Tryding die Reaktion der Betriebe auf die Stromknappheit? »Daher ist das Gefühl der Unwirklichkeit groß, wenn schwedischen Unternehmen bei Investitionen der Anschluss an das Stromnetz verweigert wird.«

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier




Hütet euch vor den climate silencers

Es ist schlimm genug, dass Globale-Erwärmung-Aktivisten und -Gruppen versuchen, die Opposition zum Schweigen zu bringen. Noch problematischer ist jedoch, wenn dies von den Medien selbst ausgeübt wird.

Eine freie Presse ist einer der Eckpunkte des First Amendment der US-Verfassung, zusammen mit der Redefreiheit. Und doch wollen einige Medien die aus dem First Amendment folgende Freiheit Anderen verwehren, die eine andere Ansicht bzgl. globaler Erwärmung vertreten.

Ein prominentes Beispiel dieses Verhaltens der Medien ist Chuck Todd, Moderator der NBC-Sendereihe Meet the Press. Im Januar dieses Jahres verkündete er, dass er niemals einen Gast einladen werde, welcher die unerbittliche globale Erwärmung in Frage stellt.

Mr. Todd, ehemals Mitarbeiter der Demokraten im Kongress, scheint sich der Ironie nicht bewusst zu sein: ein bekannter Journalist erklärt eine Seite eines prominenten Themas für tabu, welches das Leben der Menschen beeinflusst, was ihn aber weder zu kümmern scheint noch dass er es zur Kenntnis nimmt.

Die Los Angeles Times und das Magazin Popular Science verkündeten schon vor einigen Jahren, dass sie keine Meinungen mehr veröffentlichen, welche gegen die Orthodoxie der globalen Erwärmung stehen.

Während einer Diskussion im Rahmen der Sendereihe „Town Hall“ über Klimawandel mit Präsidentschaftskandidaten der Demokraten standen die Moderatoren des Senders in vollem Umfang hinter dem alarmistischen Dogma. Sie traten durchweg genau in die Fußstapfen der Behauptungen bzgl. eines sich überhitzenden Planeten und der Untergangs-Szenarien, welche sich auch die Kandidaten zu eigen gemacht hatten. Ein CNN-Moderator hat um der eigentlichen Grundlage des Journalismus‘ willen nur ganz selten einmal eine kritische Frage gestellt.

Dies ist gleichbedeutend damit, dem Dogma entgegen stehende Fakten zum Schweigen zu bringen.

Es gibt aber noch extremere Beispiele. Robert F. Kennedy Jr., selbst ernannter Umweltaktivist, ging so weit zu befürworten, dass man Klima-„Leugner“ ins Gefängnis stecken sollte, nur weil diese von ihrem Recht der Redefreiheit Gebrauch machen und jener extremen Sichtweise bzgl. Klimawandel kritisch gegenüber stehen. Mit seinem Glauben an einen solchen Wahnsinn steht er nicht allein.

Nun könnte man denken, dass jemandem, der so überzeugt ist von seinen Standpunkten, es nichts ausmacht, sich mit jemandem mit anderen Ansichten zu befassen. Falls man sich auf sicherem Grund befindet, warum debattiert man dann nicht, um diesen sicheren Grund zu zeigen und um die andere Seite zu demütigen? Falls Chuck Todd beispielsweise sich so sicher ist, dass sich die Erde immer weiter aufheizt, warum stellt er sich dann nicht einem Interview, um einen Skeptiker zu widerlegen?

Die Unterdrückung oppositioneller Standpunkte ist nicht auf die Klimawandel-Debatte beschränkt. Sie taucht auch in anderen Bereichen auf. Der ehemalige Vizepräsident Joe Biden und US-Senatorin Kamala Harris – beide Präsidentschafts-Aspiranten und Klima-Alarmisten – sind die jüngsten Beispiele des Versuchs, die Redefreiheit von Menschen in Abrede zu stellen, die oppositionelle Standpunkte vertreten.

Die Kampagne von Vizepräsident Biden sandte jüngst einen Brief an Nachrichten-Redaktionen der Medien, in welchem er diese aufforderte, dem persönlichen Rechtsanwalt von Präsident Trump Rudy Giuliani keinerlei Redezeit zu gewähren, um den Präsidenten bzgl. der Ukraine-Affäre zu verteidigen. Giuliani hat auch die fragwürdige Rolle von Biden selbst in dieser Sache angeprangert. Ich persönlich glaube, dass Giuliani nicht viel bewirken kann, aber Biden scheint das zu glauben, wenn er ihn von Redezeit in Medien fernhalten will – das Recht auf Redefreiheit hin oder her. Falls Biden zum Präsidenten gewählt werden würde, würden wir dann weitere derartige Forderungen an die Medien hören, alle zum Schweigen zu bringen, die nicht seiner Politik folgen wollen?

Senatorin Harris, deren einst vielversprechende Kampagne jüngst Schiffbruch erlitten hatte, forderte kürzlich, dass Twitter „überlegen sollte, das Konto von Präsident Trump zu suspendieren“.

Seltsam! Einige der Kritiken, die ich bzgl. des Präsidenten höre, auch von einigen seiner Unterstützer, lautet, dass seine Tweets oftmals kontraproduktiv sind. Die Forderung von Sen. Harris sagt aber eigentlich etwas anderes.

Über Themen wie Klimawandel zu debattieren ist vital, trotz der häufig kontroversen Natur.

Polarisierung und verbale Kämpfe bzgl. Themen oder Kandidaten im Rahmen des First Amendment können unangenehm und hässlich sein. Die Alternative ist aber noch schlimmer: Die Ruhigstellung einer oppositionellen Seite, sofern sie sich fortsetzt, ist ein Riesenschritt hin zu Tyrannei.

Autor. Peter Murphy, a CFACT analyst, has researched and advocated for a variety of policy issues, including education reform and fiscal policy. He previously wrote and edited The Chalkboard weblog for the New York Charter Schools Association, and has been published in numerous media outlets, including The Hill, New York Post and the Wall Street Journal.

Link: https://www.cfact.org/2019/10/10/beware-the-climate-silencers/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Wo kommt das Geld für Extinction Rebellion her?

Die folgende Liste zeigt die Unterstützer von Extinction Rebellion, die vom 1. März 2019 bis zum 30. September 2019 mehr als £5.000 an Compassionate Revolution Ltd, das Unternehmen, das Rising Up finanziert und Rising Up ist wiederum die Organisation, die hinter Extinction Rebellion steht, gespendet haben. Wir haben die Verflechtungen der Extinction Rebellion Unternehmen im Einzelnen hier zusammengestellt.

Die Geldgeber, die sich seit März eingefunden haben, sehen den neugegründeten Climate Emergency Fund an erster Stelle. Der Climate Emergency Fund wird von Personen getragen, die sich selbst als Philantropen (philantropists) bezeichnen. Der Climate Emergency Fund wurde von Trevor Neilson, Aileen Getty, Rory Kennedy und Sarah Ezzy gegründet. Sie gehören entweder zu denen, die seit Jahren Geld damit verdienen, gemeinnützig zu sein oder die Umwelt zu retten, zu denen, die anderen, so genannten “high net-worth individuals” helfen, ihr Geld in einer Weise loszuwerden, das sie obwohl sie so reich sind, dass sie in der Regel nicht wissen, wohin mit dem Geld, quasi von ihrem Reichtum reinigt und ihnen Zugang zum Club der “guten”, aber armen Menschen gewährt oder die selbst zu diesen “Philantropen” gehören.

Die Children’s Investment Fund Foundation (CIFF) ist eine weltweit agierende Organisation von, abermals “Philantropists”, also von gelangweilten Reichen mit dem Bedürfnis, sich gesellschaftliche Absolution für ihren Reichtum zu erkaufen. Der CIFF beschreibt sich wie folgt:

“We are an independent philanthropic organisation, with offices in Addis Ababa, Beijing, London, Nairobi and New Delhi. We work with a range of partners seeking to transform the lives of children and adolescents in developing countries. Partnerships are critical, because it will take the combined efforts of many to tackle urgently the challenges faced by children and their families every day. Our programmes are designed to support bold ideas to seemingly intractable problems.”

Von der Philanthropie lebt somit eine große Verwaltung, und mit der Philantrophie und ihren Fokus auf Kindern in Entwicklungsländern sind die Darbietungen von Extinction Rebellion anscheinend zu vereinbaren. In der Postmoderne muss man auch Heuchelei neu denken.

Schließlich: Furka Holdings AG, hört sich japanisch an, ist aber in Andermatt in der Schweiz ansässig, als Furka Advisors AG von Alsdair Breach gegründet, ist ein Finanzdienstleistungsunternehmen, das im “Asset Management” tätig ist, also Geld vermehrt.

Big Money steht also hinter Extinction Rebellion. Die £20.000 von Greenpeace wirken dagegen wie Peanuts. Wenn Sie demnächst einen Asset Manager in Anzug und Krawatte sehen, einen, der besonders gediegen und seriös aussieht und die Märkte spielt, dann fragen sie sich, ob derselbe Manager im Geheimen eine Vorliebe für das Absurde hat, zu denen gehört, die Extinction Rebellion finanzieren, weil sie nicht nur das Risiko lieben, das Investitionen an Aktienmärkten darstellen, sondern auch das Risiko, sich als Finanzier von Extinction Rebellion lächerlich zu machen.

Ergänzt man die individuellen Spender für den Zeitraum von Anfang März bis Ende September, dann hat Compassionate Revolution Ltd, als Parent Company von Rising Up und Extinction Rebellion £1.156.852,37 eingenommen. In dieser Summe sind die Ergebnisse des Crowdfundings, das rund 54% der Einnahmen ausmachen soll, nicht berücksichtigt. Die ausgewiesene Summe muss demnach mindestens verdoppelt werden, um die Einnahmen von Extinction Rebellion ansatzweise abzubilden.

Der Ablasshandel, den Extinction Rebellion betreibt, er lohnt sich. Die Organisationen und Philantropen, die Geld zum virtue signalling einsetzen, um der Gesellschaft zu signalisieren, dass sie zwar reich, aber dennoch gut sind, sind offenkundig vom Angebot, das Extinction Rebellion bereitstellt, überzeugt. Mit dem Angebot ist zwar keinerlei gesellschaftlicher Nutzen verbunden und das Geld des CIFF wäre mit Sicherheit besser in Schulen in Zimbabwe angelegt, aber in der Postmoderne geht es nicht mehr darum, in der Wirklichkeit eine Verbesserung zu schaffen, sondern darum, sich als jemand zu inszenieren, der sein Geld für eine vermeintlich gute Sache ausgibt. Ob die vermeintlich gute Sache irgendeinen Effekt in der Wirklichkeit hat und wenn, ob der Effekt positiv ist, das ist unerheblich.

Von den üppigen Spenden werden u.a. die Aktivisten, also die, die von Extinction Rebellion als Rebellen bezeichnet werden, finanziert. Auch der Begriff des Rebellen hat einen ganz neue Bedeutung, eine, die Robert Lewis Stephenson und vor allem seine Figur des Alan Breck Stewart, die als Rebell noch ihr Leben eingesetzt hat, in hohem Maße belustigt hätte. Wie dem auch sei, vom 1. Juni bis zum 31. August hat Extinction Rebellion die eigenen Rebellen mit £129.684 finanziert. Im Zeitraum vom 1. September bis zum 30. September wurden weitere £64.365 ausgegeben für die Finanzierung der Rebellen.

Es lohnt sich eben, ein Rebell zu sein, und gefahrlos ist es obendrein.

 

Zuerst erschienen auf Sciencefiles. Mit freundlicher Genehmigung.




Klima-Gaga: „Schweden reden nicht nur von Flugscham, sie tun etwas“

Warum gibt es eigentlich so viele verschiedene Zeitungen, wenn überall dasselbe drin steht? Der Welt-Autor Sönke Krüger berichtete von seinem Flug mit einer schwedischen Kleinlinie. Er grämte sich zunächst, daß er keine „CO2-Kompensation“ gebucht hatte; freute sich aber dann wie ein Schneekönig, als er ein Schild las, auf dem mitgeteilt wurde, daß die Fluglinie immer kompensiere.

Was ist eigentlich eine CO2-Kompensation? Pflanzt da ein Unternehmen, zum Beispiel eine Baumschule, ab einem bestimmten Betrag ein Bäumchen, so daß man mit einer Kurzstrecke einen Ast mit ein paar Blättern finanziert? Kann sein, aber dann wäre zu fragen, ob das Bäumchen nicht sowieso schon da war. Ähnlich undurchsichtig lief es ja mit der Aktion Plant-for-planet, deren Gesicht, der kindliche Felix Finkbeiner, nicht klar sagen konnte, ob man Extrabäume zog, oder ob einfach nur vorhandene Setzlinge in den Wald verbrachte.

In der Regel wird es aber so laufen, daß die Fluglinie einfach Zertifikate kauft. Die kommen von Organisationen, die weniger oder kein CO2 (mehr) produzieren. Wie das im einzelnen läuft, hat Thilo Schneider hier pointiert beschrieben. Kein wirklicher Beschiß; aber auch keine echte Kompensation. Also mehr ein Bonbon für wohlhabende Bürgersleute, die sich mit ein paar Euro ein gutes Gewissen erkaufen und – noch wichtiger – Abgrenzung gegenüber der rechten Plebs, die bei Fridays for Hubraum etc. mitmacht.

Aber die Schweden tun laut Welt noch viel mehr; so fahren sie verstärkt Nachtzug, und die Großfluglinie SAS kompensiert den ökologischen Fußbadruck von Vielfliegern (!) automatisch. Die Elite fliegt besser….

Ähnliches macht die schwedische Dependance von TUI; schwedische Bucher werden automatisch kompensiert.

In Deutschland ist die CO2-Kompensation vergangenes Jahr bei der Lufthansa, der „besseren“ Fluglinie, übrigens eingebrochen. Angeblich macht sich dennoch hierzulande die Flugscham breit, und angeblich 71% der Befragten fänden höhere Preise für Flugreisen als Klimaschutzmaßnahme dufte. Vielleicht wirkt die Gretamanie ja, und die fliegende Ökobourgeoisie drückt 2019 ordentlich was ab. Es wäre zu wünschen, daß die Moralapostel ihre fixe Idee selber zahlen. Ich wäre zum Beispiel für eine CO2-Steuer, die gemeinsam mit der Lohn- oder Kapitalsteuer eingetrieben wird und nur für die höheren Einkommen gälte. Es ist aber zu bezweifeln, daß das Juste Milieu für den eigenen Distinktionsgewinn zahlen will. Ein paar Euro mehr fürs Fliegen oder Autofahren, mehr darf nicht sein. Tatsächlichen Wohlstandsverlust will keiner der Klimaretter hinnehmen, wie die Erlebnisse unserer Leser im Kommentarbereich stets eindrucksvoll beweisen.




Chicken Little*-Syndrom wird in ,Ende-der-Welt‘-Prophe­zeiungen sichtbar

[*Angelehnt an einen Walt-Disney-Film. Näheres zu selbigem hier, auf Deutsch hier. Anm. d. Übers.]
Unter den im CEI-Report hervor gehobenen Untergangs-Prophezeiungen, welche von der Realität absolut ad absurdum geführt worden waren, ist eine Story von
Associated Press mit der Schlagzeile [übersetzt] „UN-Funktionäre: Steigender Meeresspiegel könnte Nationen auslöschen“. Darin wurde eine offizielle Warnung der UN-Umweltabteilung beschrieben, dass bis zum Jahr 2000 ganze Nationen eliminiert werden würden, falls es der Welt nicht gelingt, die Erwärmung aufzuhalten. Sie lesen richtig: im Jahr 2000, also vor fast 20 Jahren. Ebenfalls detailliert hervor gehoben sind zahlreiche Artikel aus den 1970er Jahren in der New York Times, dem Time Magazine, dem Guardian in UK, dem Boston Globe und der Washington Post neben vielen anderen. In all diesen Beiträgen wurde auf Wissenschaftler und Berichte verwiesen, denen zufolge die Welt am Rande einer kommenden Eiszeit stehe. So schrieb der Guardian im Jahre 1974: „Satelliten zeigen, dass eine neue Eiszeit rasch näher kommt“. Die Washington Post verwies ebenfalls in den 1970er Jahren auf Wissenschaftler der Columbia University, welche sagten, dass die Welt „schon in 50 oder 60 Jahren eine neue katastrophale Eiszeit erleben könnte“.

Breitbart fügte der Litanei gescheiterter Katastrophen-Prophezeiungen seitens prominenter Persönlichkeiten 14 weitere Beispiele hinzu, welche von den Mainstream-Medien während der letzten Jahrzehnte publik gemacht worden waren. Darunter war eine Projektion in einer Sondersendung der [US-amerikanischen] Senders ABC namens Earth 2100 (erstmals gesendet am 2. Juni 2009), dass Manhattan bis zum Jahr 2015 unter Wasser stehen könnte. Außerdem gab es viele verschiedene Prophezeiungen (einschließlich vom US-Energieministerium) dass der Welt innerhalb von 10 oder 20 Jahren das Öl ausgehen werde.

Geht man noch weiter zurück, nämlich bis zum Jahr 1919, stößt man auf einen Artikel in Oil and Gas News, in dem es heißt: „Bei der Deckung des Weltbedarfs jedoch wird das Öl aus den USA eine immer weniger dominante Position einnehmen, weil die Ölfelder dieses Landes während der nächsten zwei bis fünf Jahre ihre maximale Produktion erreichen werden und es danach zu einer stetigen Abnahme des Vorrates kommen wird“. Im Jahre 1937 sagte der Direktor der Petroleum-Reserven der USA für die Marine H. A, Stuart vor dem Senate Naval Affairs Committee aus, dass die Ölversorgung der USA nur noch 15 Jahre lang sichergestellt sei. „Wir haben den Verbrauch während der letzten 15 Jahre geschätzt. Wir unterschätzen immer wegen der Möglichkeit der Entdeckung neuer Ölfelder. Die beste Information derzeit lautet, dass der gegenwärtige Vorrat nur noch 15 Jahre reichen wird, und das ist eine konservative Schätzung“.

Das AEI fügte neun weitere öffentliche Proklamationen des Klima-Untergangs zur Liste der gescheiterten Prophezeiungen hinzu, welche die Medien nur allzu begeistert in die Welt posaunten. Zum Beispiel sagte Noel Brown im Jahre 1989, damals Direktor des New Yorker Büros des UN-Umweltprogramms, dass ganze Nationen von der Oberfläche der Erde verschwinden würden infolge des steigenden Meeresspiegels, falls die globale Erwärmung nicht bis zum Jahr 2000 umgekehrt wird. Das war nicht der Fall, und die Nationen sind nicht untergegangen. Chicken Little-Professor Paul Ehrlich (der mit Dutzenden Falsch-Prophezeiungen einer Öko-Katastrophe) prophezeite im Jahre 1969, dass England im Jahre 2000 nicht mehr existieren würde. Das AEI verwies außerdem auf eine Prophezeiung von James Hansen, dem Vater des Klima-Betrugs, der als Direktor des GISS im Jahre 1988 im Brustton der Überzeugung verkündete, dass weite Teile von Manhattan bis zum Jahre 2018 permanent unter Wasser stehen würden. Ebenfalls vom AEI zusammengestellt: Eine weitere Prophezeiung von Ehrlich aus dem Jahr 1972 des Inhalts, dass die Ozeane innerhalb eines Jahrzehnts tot sein würden und dass die USA bis 1974 Rationierungen von Wasser und bis 1980 von Nahrungsmitteln einführen müssten. Und was war? Nichts dergleichen ist passiert!

All diese Prophezeiungen haben vier Dinge gemeinsam: 1) Vermeintliche Experten prophezeiten große ökologische und humanitäre Katastrophen, 2) die Mainstream-Medien berichteten gläubig und inbrünstig darüber, als ob sie vom Himmel enthüllte Wahrheiten wären – anstatt der journalistischen Integrität zu folgen und die alarmierenden Behauptungen herauszufordern und zu hinterfragen, 3) Zeit und Erfahrung belegten, dass jeder dieser Experten nebst deren Prophezeiungen drastisch, aber zum Glück, völlig daneben lagen, und 4) die Medien konfrontierten diese Propheten der Apokalypse niemals ob ihrer gescheiterten Prophezeiungen und fuhren stattdessen fort, immer neue Voraussagen des Untergangs zu kolportieren (oftmals seitens der gleichen Experten), die ebenfalls scheiterten – ein Zyklus, der sich selbst immer neu wiederholt bis auf den heutigen Tag.

Myron Ebell und Steven Milloy schreiben im Report des CEI: „Moderne Untergangspropheten sagten seit den 1960er Jahren ununterbrochen Klima- und Umweltkatastrophen voraus. Und das machen sie heute immer noch. Keine der apokalyptischen Prophezeiungen mit Eintrittsdaten vor heute ist eingetroffen … Die diese gescheiterten, apokalyptischen Prophezeiungen ausgebenden Individuen bekleiden immer noch hohe Positionen in Regierung und Wissenschaft. Während derartige Prophezeiungen von den Medien enthusiastisch ausgestreut wurden und sie dies immer noch tun in ihrer Gier nach Sensations-Schlagzeilen, wird über das Scheitern dieser Prophezeiungen normalerweise niemals berichtet“.

SOURCES: Competitive Enterprise Institute; Fox News; American Enterprise Institute; Breitbart

Übersetzt von Chris Frey EIKE