Ricarda Lang (GRÜNE) über Klima­folgen und Klimapass: Keine Ahnung von dem was Sie sagt – aber wohl felsen­fest davon über­zeugt Teil 1(2)

In ihrem Kopf steigt etwas dramatisch, aber sicher nicht der Meeresspiegel

Man kann es nicht mehr begreifen. Nirgendwo auf der Welt steigt der Meeresspiegel dramatisch oder auch nur „übernatürlich“. Und obwohl dies jeder durch einfaches Googeln der Tidenpegel weltweit selbst tagesgenau nachsehen kann, gelingt es (nicht nur) GRÜNEN problem- und widerspruchslos, ganz Deutschland vom Gegenteil zu „überzeugen“. Bei Frau Ricarda Lang mit dem Eindruck, dass sie es sogar selbst glaubt.

Bild 1 Screenshot vom Vortragsvideo. YouTube-Link

Redeauszüge vom Video:
Ricarda Lang: … Die Klimakrise wird immer mehr zur Existenzfrage für die gesamte Menschheit … dort verlieren immer mehr Menschen aufgrund des steigenden Meeresspiegels oder sich ausbreitenden Dürregebieten ihr Zuhause. Wir finden: Gerade die Staaten, die durch eine vollkommen kopflose Politik zur menschengemachten Klimakatastrophe beigetragen haben, müssen Verantwortung für diese Menschen übernehmen …
Das heißt für uns drei Dinge:
Erstens: Radikaler Klimaschutz und eine radikale Änderung unserer Lebens- und Wirtschaftsweise, damit nicht noch mehr Menschen ihr Zuhause verlieren
Zweitens: Müssen wir uns um die Menschen kümmern, für die es nicht mehr reicht, wie zum Beispiel die Bewohner*innen von Kiribati, das in den nächsten Jahrzehnten unbewohnbar werden wird. Wir wollen diesen Menschen frühzeitig die Möglichkeit für eine würdevolle, selbstbestimmte und frühzeitige Migration geben. Deshalb fordern wir, dass die europäischen Staaten vorangehen und durch einen Klimapass den Menschen, den Bewohner*innen von bedrohen Inselstaaten die Staatsbürgerschaft anbieten.
Und drittens: Müssen wir uns auch um die Menschen kümmern, für die selbst das zu spät kommt. Die in den nächsten Jahrzehnten vor Naturkatastrophen fliehen werden müssen. Wir wollen, dass diese Menschen einen Zugang zu einem internationalen Schutzstatus bekommen. Wir lassen niemanden zurück: Unsere Solidarität kennt keine Grenzen.

Hinweis: Das Thema wurde bereits in einem Artikel behandelt. Wer an mehr Hintergrundinformation Interesse hat, für den lohnt sich eine Nachschau:
EIKE 18. November 2018: [11] Klimawandel muss endlich weltweit als Asylgrund anerkannt werden

Jahrelang hat der Autor zu Meerespegeln recherchiert. Nirgendwo hat er unnatürlich steigende gefunden, allerdings jede Menge an Betrug grenzende, (alarmistische) Falschdarstellungen dazu, siehe als kleinen Auszug daraus : [1] [2] [3] [4] [5] [6] [7] [8].

Das Beispiel Kiribati

Und die GRÜNE Dame ohne Wissen zum Klimawandel erklärt im Videospot ausgerechnet, dass Kiribati betroffen wäre. Leider erzählt Sie nicht, woher Sie das erfahren hat. Was der Autor darüber weiß, hat er mit Quellenmaterial einst publiziert:
EIKE 15.04.2017: [9] Im Klimawandel-Unterricht bitte üben, wie man unsere Regierung zum Bezahlen von Schutzgeldern auffordert
Daraus zu Kiribati: (aus einer auf der Regierungshomepage von Kiribati gelisteten Studie) ... Als Auswertung steht in der Studie dann der Steigungswert von Bild x (gelbe Regressionslinie seit Mai 1974) mit 1,8 mm / pa.

Bild [9] Pegel-Anstiegsangabe in der Studie auf der Homepage von Kiribati

Bild 2 Pegelverlauf bei Kiribati seit 1974 [9]

Trotz dem eindeutig geringfügigem Pegelanstieg leitet die Regierung von Kiribati einen unaufhaltsam, klimawandelbedingt unnatürlich ansteigenden Pegel ab, wie sie es auf der gleichen Homepage in einem Propagandavideo A call to the world für den Westen berichtet. Damit niemand ins Grübeln kommt, sind im Video – wie in fast allen, solchen Propagandavideos üblich – keinerlei nachprüfbare Belegdaten erwähnt oder gar gezeigt.

Und so bleibt als Fazit: Aus keinen Messdaten lässt sich die Aussage von Frau Lang (und der Regierung von Kiribati), dass Kiribati … „in den nächsten Jahrzehnten unbewohnbar werden wird“ … , ableiten.
Ergänzend eine Zitierung aus einem früheren Artikel: [10] Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang
… In einem Leserkommentar auf Donner + Doria stand im Dezember 2012 der folgende Blogeintrag:
Ich kenne mich auf den Inseln von Kiribati sehr gut aus und habe unter anderem das ganze Jahr 2011 auf Tarawa verbracht. Vorher bereiste ich binnen drei Jahren auch die Inseln Makin, Beru und Nonouti in der Gilbertgruppe. Es geht den I-Kiribati (so nennt sich der Volksstamm selbst) nur und ausschließlich um Geld. Sie haben im neunzehnten Jahrhundert ihre kulturelle Identität durch die christliche Missionierung verloren und leben nun nach den kruden Moralvorstellungen der Missionare. Dadurch (und durch andere Faktoren, wie z.B. eine völlig unzureichende Bildung) sind die westlichen Industrienationen der Buhmann und der Geldesel. Die Insel Nonouti wird seit Jahrhunderten alle fünf bis zehn Jahre einmal überspült. Wenn dann aber der Chiefcounsiler (Inselhauptmann) ein Fernsehteam der BBC einlädt, das mit ernsten Mienen die Folgen der Klimaerwärmung just zum Zeitpunkt der höchsten Flut dreht, dann geht es dem Chief schlicht nur darum, soviel Geld wie möglich im Ausland locker zu machen durch diese Berichterstattung. Ich habe es selbst erlebt und das Feixen des Chief noch gut vor Augen. Die I-Kiribati könnten in Frieden und Glück leben, wenn sie nicht so geldgeil geworden wären. Was natürlich unter anderem an den wenigen Ausländern liegt, die auf Tarawa all die Dinge der westlichen Zivilisation verhökern, die hier eigentlich kein Mensch braucht. Aber: Ich will auch haben! Weil, das ist ja so chic… Also muss ich einen I-Matang (so nennt man in Kiribati die Weißen) abzocken, um an Geld zu kommen. Traurig, dies zu sagen – aber ich weiß wirklich wovon ich rede.

Wer über die angeblich untergehenden Südsee-Inselatolle und den Betrug unserer Medien darüber (sowie über die dort wirklich vorhandenen Probleme und ihre Ursachen) mehr erfahren möchte, lese unbedingt auch: Achgut, 27.01.2019: Klima: Mit Relotius unter dem Meeresspiegel

Es gibt viele Probleme – jedoch weniger wegen eines sich stetig wandelnden Klimas

Es bedeutet natürlich nicht, dass das Vorhergesagte nicht eintreffen kann. Wenn die Überbevölkerung und Landübernutzung, verbunden mit Sand- und Riffkalk-Raubbau, Naturzerstörungen und Grundwasserentnahmen dort so weitergehen, führen Küstenerodierungen und Grundwasserversalzung zu massiven Problemen. Von „unbewohnbar“ wird man dann kaum sprechen können, aber für die Menge an (Über-)Bevölkerung mit dem Wunsch nach westlichem Lebenskomfort auf einem von der Natur dafür nie „vorgesehenem“ Südseeatoll, wird es bestimmt problematisch.

Was die Dame zudem sicherlich nicht weiß oder wissen will ist, dass in vielen betroffenen Ländern aufgrund geologischer Gegebenheiten vieler Küstenregionen, vorwiegend vom Menschen verursachte Landsenkungen das wahre Problem werden. Diese Landsenkungen sind teils so stark, dass sie den Pegelanstieg um bis zum 5fachen übersteigen. (Nicht nur) auf den Philippinen und Indonesien finden sich dafür extreme Beispiele:
EIKE 30.12.2017: Ohne den Klimawandel hätte das gleiche Wetter nicht so schlimme Folgen…
EIKE 31.12.2018: Verwirrter Lauterbach: Klimawandel am Vulkanausbruch schuld. Nachtrag

Man kann als sicher annehmen, dass ihr „Wissen“ vorwiegend aus Einflüsterungen von einem der „Simulationspäpste“ stammt, die inzwischen auf GRÜNEN Parteitagen im Auftrag der Parteiführung zur Einstimmung des Parteivolkes auf Linie ihre Gruselvorträge halten dürfen.
EIKE 25.05.2018: Zu jedem Parteitag eine Freifahrt in der Klima-Geisterbahn

Gerade die GRÜNEN haben eine besondere „Wut“ auf alles, was westlich ist und unseren Kulturkreis betrifft. So wie Paulus die Erbsündentheorie erfand (diese stammt ja nicht von Jesus) zu deren Erlösung Jesus sich angeblich opfern musste, propagieren sie vehement eine von Menschen erfundene „Klima-Erbsündentheorie“ des Westens. Die Folge ist nicht nur ihre, teils abstruse Politik, sondern auch richtig doofe, wirklichkeitsfremde Aussagen, wie eine zu den angeblich untergehenden Cateret-Inseln in der Südsee vor Papua Neuguinea und Australien, welche (rein persönliche Meinung des Autors, die niemand teilen muss) an Dämlichkeit kaum übertroffen werden kann. Leider wird diese „Dämlichkeit“ von allen etablierten Parteien – inzwischen auch der CSU –bald sogar in das Grundgesetz vom Bund und von Bundesländern übernommen:
Wahlbrief von Bündnis 90/ Die Grünen (Auszüge): an die Bewohner der Carteret Inseln“
… Ihre Heimat ist ein Ort, von dem wir Deutschen träumen. Eine Südseeidylle mit weißen Palmenstränden, umgeben von türkisfarbenem Wasser, das funkelnde Unterwasserlandschaften birgt. Welche Wunder die Natur schaffen kann, das wussten Sie schon, als Sie Kinder waren.
Sie leben in diesem Paradies seit vielen Jahrhunderten. Doch nach der Landung der Europäer begann der Niedergang Ihres Landes. Hungersnöte, Übervölkerung und monokulturelle Landwirtschaft zwangen viele Ihrer Landsleute schon vor Jahren zur Flucht.
… Wir tragen die Verantwortung für diese Katastrophe. Nicht nur bei Ihnen, überall auf der Welt sind die Vorboten der Klimakatastrophe sichtbar: Eisberge schmelzen, der Meeresspiegel steigt, die Unwetter werden schwerer, ganze Landstriche werden verwüstet. Am schlimmsten trifft es die Menschen in den Ländern, die am wenigsten zum Klimawandel beitragen. Wie Sie.
Wir, der Norden, sind in der Pflicht, endlich zu handeln.
…. Ob Sie es glauben oder nicht: Während bei Ihnen der Meeresspiegel steigt, wollen eben diese beiden bei uns regierenden Parteien neue Kohlekraftwerke bauen – obwohl jeder weiß, dass nichts klimaschädlicher ist.
Nun wird bei uns ein neues Parlament gewählt. Wir Grüne versprechen Ihnen: Egal ob wir nach dieser Wahl regieren oder in der Opposition landen; wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dafür kämpfen, dass unser Land wieder Vorreiter beim Klimaschutz wird.

Zu Fidschi noch ein Nachtrag aus einer anderen Quelle:
Institut für Meinungsvielfalt und politischen Exorzismus. 27. Dezember 2018: Klimawandel – was ist zu tun? Ein etwas anderes Fazit der COP24
… Dabei ist das Beispiel Fidschi geradezu typisch für die Fehlinterpretation von unbestreitbaren Problemen, deren Zuschreibung an das Klima und den dadurch verursachten Anstieg des Meeresspiegels, eine „conclusio lauterbachii“ gewissermaßen. Die Fidschi-Inseln seien besonders stark vom Anstieg des Meeresspiegels betroffen, so die propagandistisch befeuerte Meinung. Dabei scheint der Meeresspiegel auf den entlegeneren Inseln Fidschis, dort, wo Regierung, „Zivilisation“ und Klimaretter nicht hinschauen, sogar zu sinken! Wie kann das sein?
Ganz einfach: es handelt sich nicht um den Klimawandel, sondern um Erosion und die ist in der Tat menschengemacht. Aber nicht durch Diesel verbrennende Europäer, sondern durch Unwissenheit der lokalen Bevölkerung. An den Küsten der Hauptinsel wurden jahrelang exzessiv Seegurken gesammelt und als teure Delikatesse an China verkauft, ungeachtet der Tatsache, dass es ausgerechnet diese Tiere sind, die verhinderten, dass der Sand ihrer Inseln weggespült wurde. Den auf die Beinaheauslöschung der Bestände folgende Erosionserscheinungen der Strände begegnete man dann mit völlig ungeeignete Küstenschutzmaßnahmen, etwa durch kleine Steinmauern auf dem Sand. Man stelle sich mit nackten Füßen in die Brandung und beobachte, ob das eigene Gewicht in der Lage ist, den Sand unter den Füßen zu schützen. Man muss kein Hellseher sein um zu erkennen, dass sich die Lage auf diese Weise nur noch verschlechtert. Aber egal! Auf nach Bonn, unsere Inseln verschlingt der Klimawandel! …
... Das Beispiel Fidschi zeigt den Irrsinn der Verwechslung von Ursache und Wirkung. Etwas salopp gesagt, drehen wir in Deutschland heute lieber die Heizung herunter, als den Einwohnern von Fidschi zu raten, den Handel mit Seegurken stark einzuschränken und den Küstenschutz zu verbessern. Der Regierung von Fidschi ist das nur recht, denn es winken großzügige Fördergelder, die man dann in die eigene Tasche oder in fragwürdige Klimaprojekte lenken kann. Ausbaden müssen diesen Irrsinn auf allen Seiten die schwächsten der Gesellschaft, sowohl auf Fidschi, als auch in Europa …

Sich ausbreitende Dürregebiete

Natürlich darf bei Frau Lang auch die Dürre nicht fehlen, denn eine solche erlebte Deutschland im letzten Jahr. Dass diese Dürre Wetter und nicht Klima war, keinerlei Trend anzeigt und von keinem Trend vorhergesagt wurde – wen kümmert es. Und was sagt dann der gerade herunterkommende viele Schnee, den es gar nicht geben dürfte, an? Wetter, oder Klima? Ist es Klima, dann zeigt es nur, dass die Vergangenheit sich rein statistisch (und zyklisch) bedingt immer neu wiederholen kann. Anmerkung: Ein erheblicher Teil der in den Schnee-Katastrophen-Reportagen gezeigten Probleme resultiert aus den mangelnden Schnee-Traglasten von zu flachen Dächern die aufwendig abgeräumt werden müssen. Dabei ist seit den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts bekannt, dass das im Voralpenland Bausünden sind.
Zum Ansehen der Niederschlagsverlauf von Deutschland inklusive dem vergangenen Dürrejahr. Aus keinem Verlauf lässt sich ein Trend zu mehr Dürre oder gegensätzlich, zu mehr Niederschlag ableiten. Und ist es nicht so, dass mit der Erwärmung mehr Feuchte in der Luft ist und es damit mehr Regnen soll? Wird doch so bei jeder Überschwemmung erzählt. Diesen Sommer war es heiß und trotzdem trocken.

Bild 3 Jahresniederschlag Deutschland seit 1881. Der rote Pfeil kennzeichnet den Niederschlag 2018. Quelle: DWD-Viewer, vom Autor ergänzt

Bild 4 Sommerniederschlag Deutschland seit 1881. Der rote Pfeil kennzeichnet den Sommerniederschlag 2018. Quelle: DWD-Viewer, vom Autor ergänzt

Recherchiert man zu Dürren, wird man mit Information – vor allem alarmistischer – überflutet. Abgeleitet wird dabei meistens aus Auswertungen über wenige Jahrzehnte und natürlich aus Zukunftsprojektionen, denn nur so lassen sich „stabile“ Klimaalarme „erzeugen“. Geht man jedoch nur ein bisschen in der Geschichte zurück, erfährt man, dass Dürren gerade in der vergangenen Kaltzeit schlimm und häufig waren und vor allem, keine statistische Aussage zu „mehr Dürren“ möglich ist:
EIKE 09.09.2017: Immer wieder muss der Tschad-See unter dem Klimawandel leiden, oder: Warum steht in Studien der GRÜNEN häufig so viel Falsches drin?
kaltesonne: Klimaflüchtlinge? Afrika ist in den letzten 20 Jahren kräftig ergrünt (13.6.2017)
Alles „mehr“, stammt wie immer beim Klimawandel von Simulationen.

Auf „kaltesonne“ ist dazu viel hinterlegt:
kaltesonne: Tropfstein aus Tuvalu birgt Überraschung: Niederschläge im Südpazifik schwankten in vorindustrieller Zeit viel dramatischer als heute (22.10.2013)
kaltesonne:
Wasserführung des Ganges unterlag schon immer natürlichen Schwankungen: Wasser-Minister von Bangladesch braucht dringend Nachhilfe in historischer Dürrekunde (3.4.2016)
kaltesonne:
Schlimmste Dürre seit Jahrzehnten in Südostasien? Schon in vorindustrieller Zeit fuhr der Monsun Achterbahn (29.3.2016)
Klimabericht des Umweltbundesamtes (UBA) zu Deutschland: Kein statistisch gesicherter Anstieg extremer Niederschläge oder von Trockenperioden (30.6.2015)
Früher war nicht alles besser: Die schlimmsten skandinavischen Dürren ereigneten sich während der Kleinen Eiszeit (6.3.2014)
kaltesonne:
Tausend Jahre Dürregeschichte der USA: Am schlimmsten war es in der Kleinen Eiszeit. Aber auch während der Mittelalterlichen Wärmeperiode gab es heftige Mega-Dürren (1.5.2014)
kaltesonne:
Nordamerikanische Dürren sind in den letzten 100 Jahren nicht häufiger geworden (30.4.2014)
kaltesonne:
Globale Dürre-Häufigkeit hat sich in den letzten 100 Jahren nicht verändert (22.9.2017)
kaltesonne: Entspannung an der Extremwetterfront: Dürren sind in den letzten 60 Jahren nicht häufiger geworden (6.12.2012)
Wie es mit Dürren in der historischen Vergangenheit aussieht, findet sich auf einer Homepage auch in Listungsform:
wiki bildungsserver: Dürren
... In den letzten 1000 Jahren hat es in vielen Teilen der Erde wie in Nordamerika, Mexiko, Asien, Afrika und Australien immer wieder große Dürren gegeben, die sich teilweise zu lang anhaltenden (20-40 Jahre) „Megadürren“ ausgeweitet haben. Gut nachgewiesen sind solche Megadürren für das westliche Nordamerika im Mittelalter. Paläoklimatische Untersuchungen, die sich auf Baumringe, Sedimente, Fossilien und andere Proxydaten stützen, haben gezeigt, dass diese Dürren in den letzten 2000 Jahren nichts Ungewöhnliches waren. In den vergangenen 400 Jahren hat es mit einer gewissen Regelmäßigkeit in jedem Jahrhundert ein bis zwei mehrjährige große Dürren im Mittleren Westen der USA gegeben. Diese wurden in ihrer Intensität, Dauer und räumlichen Ausdehnung noch deutlich übertroffen von zwei „Megadürren“ in der zweiten Hälfte des 16. und im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts, die einige Jahrzehnte anhielten. Die mittelalterliche Megadürre hielt sogar mit einigen Unterbrechungen zwischen 900 und 1300 im Westen der heutigen USA und in den Great Plains über mehrere Jahrunderte an, wobei der Höhepunkt um die Mitte des 12. Jahrhunderts lag. Einerseits könnten die höheren Temperaturen der Mittelalterlichen Warmzeit diese Dürre angestoßen haben. Andereseits gab es wahrscheinlich im tropischen Pazifik La-Nina-artige Verhältnisse, die auch im 20. Jahrhundert als Ursache Dürren angenommen werden.
Auch für Ost-China zeigen historische Daten das Vorkommen von großen Dürren in den letzten Jahrhunderten, vor allem in den Zeiträumen 1500-1730 und nach 1900. Die Gründe waren hier wahrscheinlich eine Abschwächung des Sommermonsuns und eine ungewöhnliche Verschiebung der westlichen pazifischen Subtropenhochs nach Westen und Norden. Für die Abschwächung des Sommermonsuns könnten El-Nino-artige Erwärmungen verantwortlich gewesen sein …

In der benachbarten Schweiz kam eine Studie ebenfalls zum Ergebnis, das keine belegbaren Trends bestehen:
Akademien der Wissenschaften Schweiz, Bericht 2016: Brennpunkt Klima Schweiz Grundlagen, Folgen und Perspektiven
… Kürzlich wurde die Häufigkeit grossräumiger sommerlicher Überschwemmungen für die letzten 2500 Jahre rekonstruiert, basierend auf Sedimenten von 10 Seen im Alpenraum (Abb. 1.3) (Glur et al. 2013). Die Resultate zeigen, dass grossräumige Hochwasser in vergleichsweise kühlen Sommern häufiger auftauchen. Dies stimmt mit früheren Studien überein, die eine erhöhte Häufigkeit von schweren Überschwemmungen in der kleinen Eiszeit und eine reduzierte Häufigkeit in der mittelalterlichen Warmzeit gefunden hatten (Schmocker-Fackel et al. 2010). Dieses Resultat ist qualitativ auch mit der von den Klimamodellen projizierten Abnahme der sommerlichen Niederschläge konsistent, insbesonders wenn man berücksichtigt, dass es sich bei der projizierten Zunahme von Starkniederschlägen um kurzzeitige und meist kleinräumige Ereignisse handelt, und nicht um grossräumige Ereignisse wie etwa die sommerlichen Überschwemmungen vom August 2005. Das würde also bedeuten, kurzzeitige, kleinräumige Ereignisse werden häufiger, während stärkere, grossräumige abnehmen könnten.

Es sei nicht unerwähnt, dass diese Studie kürzlich durch eine alarmistische „richtiger-stellende“ abgelöst wurde [13]. Doch selbst in dieser steht:
[13] Die Forscher konnten keine Trends bei Sommerregen, Dürren, Windgeschwindigkeiten und tiefhängenden Wolken finden. Hier dominiert die natürliche Klimavariabilität, ohne erkennbare anthropogene Beeinflussung, schreiben die Autoren.

Beispiel England

Kürzlich erschien eine Studie über den Klimawandeleinfluss und –zukunft in England. Auch deren Ergebnis hat Relevanz, denn England ist nicht allzuweit von Deutschland entfernt und gerade Deutschland sei massiv bis katastrophal vom Klimawandel betroffen, wie es unsere Politikgrößen in ihren Neujahrsansprachen kürzlichen unisono versicherten. Sogar die bisher konservative CSU hat dies herausgefunden (deren Ministerpräsident, Herr Söder in seiner Neujahrsansprache) und will deshalb auch in Bayern den Klimaschutz in die Bayerische Verfassung aufnehmen, um den GRÜNEN zuvorzukommen.

Was steht in der Studie über den Klimawandeleinfluss in England:
The Global Warming Policy Foundation, GWPF Briefig 35 DEFRA VERSUS MET OFFICE, Paul Homewood: Fact-checking the state of the UK climate
Conclusions
In short, although the UK is slightly warmer on average than it used to be, there is no evidence that extreme weather events have become more frequent or extreme. There is also nothing in the data to support offiial temperature or rainfall projections for the rest of the century.
In particular, heatwaves have not become more severe, nor droughts. Rainfall data also does not support the contention that flods have become worse. There is certainly no evidence, based on past trends, that either average summer temperatures will increase by 8 ◦C, winter rainfall increase by 70%, or summer rainfall fall by 60% in the next few decades.
There is also nothing to support the prediction that sea levels will rise by 70 cm by 2095. Apart from being slightly warmer, the UK’s climate appears to be little different to the past.
Grob übersetzt:
Schlussfolgerungen
Kurz gesagt, obwohl das Vereinigte Königreich im Durchschnitt etwas wärmer ist als früher, gibt es keine Hinweise darauf, dass extreme Wetterereignisse häufiger oder extremer geworden sind. Es gibt auch nichts in den Daten, was die Temperatur- oder Niederschlagsprognosen für den Rest des Jahrhunderts unterstützen könnte.
Insbesondere sind die Hitzewellen nicht stärker geworden, ebenso wenig wie die Dürren. Niederschlagsdaten stützen auch nicht die Behauptung, dass sich die Überschwemmungen verschlimmert haben. Es gibt sicherlich keine Belege dafür, dass entweder die durchschnittlichen Sommertemperaturen um 8 Grad Celsius steigen, die Winterniederschläge um 70% zunehmen oder die Sommerniederschläge in den nächsten Jahrzehnten um 60% sinken werden.
Auch die Prognose, dass der Meeresspiegel bis 2095 um 70 cm ansteigen wird, kann nicht bestätigt werden. Abgesehen davon, dass es etwas wärmer ist, scheint sich das Klima in Großbritannien kaum von der Vergangenheit zu unterscheiden
.

Das deckt sich mit den Angaben im letzten IPCC-Langbericht AR5, der Ähnliches ausweist. Wer meint, im ganz neuen SR1.5 vom Sommer 2018 stände etwas anderes, täuscht sich. Dort wurde nicht nachgeprüft was ist, sondern simuliert, dass es alarmistisch kommen muss. Schließlich stand der Klimagipfel vor der Tür.

Teil 2 folgt.

Nachdem am 26.01. Der Kohelausstieg seitens der Kommission verkndet wurde, hier schon eine Ergänzung aus dem Teil 2:
Die „Klimarettung“ durch den Kohleausstieg (falls man sofort mit Null Emission begänne), beträgt bis zum Jahr 2100 ca. +0,00125 °C (wird im Teil 2 gerechnet).
Die direkten Kosten belaufen sich auf 40 Milliarden EUR (kam im Radio). Rechnet man noch mindestens das Gleiche für restliche Infrastruktur- und Verteuerungsmaßnahmen welche auf die Bürger zukommen, kosten diese 0,00125 °C Rettung der Erde vor der angedrohten „Selbstverbrennung“ jeden Bürger im Mittel 990 EUR.
Es wäre interessant zu erfahren, wie die Bürger entscheiden würden (vor allem, da in Wirklichkeit viele wohl das Doppelte bis Vierfache bezahlen müssten, für die, welche davon ausgenommen werden), wenn man ihnen die Wahl gibt: Sind Sie bereit, 990 EUR pro Person, als Familie mit zwei Kindern also ca. 4.000 EUR, wenn die Summe nicht reicht, über Nachforderungen bis zu 16.000 EUR (und die Folgeprobleme) zu bezahlen, damit die Welttemperatur im Jahr 2100 um 0,0025 °C niedriger ist, als es die Natur gemacht hätte?, mit dem Hinweis, dass alleine China das innnerhalb weniger Jahre durch seinen Kraftwerksausbau vollkommen negiert und dies durch Afrika bald noch verstärkt wird.
Die Kohlekommission ist fest davon überzeugt, dass alle sofort mit Ja stimmen würden.

Quellen

[1] EIKE 31.10.2018: Zeugnisse vergangener Kulturen sind durch den Klimawandel in Gefahr. Die Bedrohung betrifft vor allem Weltkulturerbestätten im Mittelmeerraum Teil 2 (2)

[2] EIKE 30. Oktober 2018: Zeugnisse vergangener Kulturen sind durch den Klimawandel in Gefahr. Die Bedrohung betrifft vor allem Weltkulturerbestätten im Mittelmeerraum Teil 1(2)

[3] EIKE 17. Oktober 2018: SAMOAS Premier: Wir wollen Klimareparationszahlungen sehen. Wer deshalb nach Betroffenheitsbelegen fragt, gehört weggesperrt

[4] EIKE 27. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 2)

[5] EIKE 26. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 1)

[6] Sea level rise acceleration (or not): Part IV – Satellite era record

[7] EIKE 06.06.2017: Crashinformation zu den „untergehenden“ Pazifikinseln, Teil 1: Pegelinformationen

[8] EIKE 01.06.2017: Der Meerespegel steigt drei Mal so stark an – ohne dass sich an dessen Verlauf etwas verändert hat

[9] EIKE 15.04.2017: Im Klimawandel-Unterricht bitte üben, wie man unsere Regierung zum Bezahlen von Schutzgeldern auffordert

[10] EIKE: Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang

[11] EIKE 18. November 2018: Klimawandel muss endlich weltweit als Asylgrund anerkannt werden

[12] EIKE 26.11.2016: Forscher des Weltklimarates IPCC rechnen, dass die globale Erwärmung 10 bis 50 % der jährlichen Ernte bedroht – Was steckt dahinter?

[13] kaltesonne 10. Januar 2019: Schweizer Klimaszenarien CH2018: Bis zur Hälfte der beobachteten Erwärmung der letzten 50-100 Jahre hat natürliche Ursachen

[14] Daily Mail, 6 April 2016: Climate change might not be as bad as first thought: Projections for global drought and floods may be flawed, claim scientists
[15] Nature Volume 532, Pages 94–98, april 2016, Fredrik Charpentier Ljungqvist at al.: Northern Hemisphere hydroclimate variability over the past twelve centuries

[16] Berichte zur Erdsystemforschung / Max-Planck-Institut für Meteorologie 175/2015. Jong-yeon Park, Dissertation: West African Monsoon Rainfall in a Warming Climate

[17] EIKE, 20.06.2017: Gegen Klimaflüchtlinge helfen nur noch C. Juncker und der Pariser Klimavertrag Alternativ: Nicht der Klimawandel bedroht uns, sondern unsere Politiker




VERKOHLUNGSKOMMISSION! Wie die Kohlekommission Arbeitsplätze vernichtet

Zweihundertdreiunddreißig Tage nach Gründung der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung soll es nun konkret werden. Ob man die Kommission nun Kohlekommission, Strukturwandelkommission oder als Merkels Marionettentheater bezeichnet, ist unerheblich. Sie soll schlicht die Quadratur des Kreises liefern. Wirtschaftsminister Peter Altmaier stellt Ersatzarbeitsplätze in Aussicht (mehr als es vorher gab!), der Strompreis soll nicht steigen, die Versorgung sicher bleiben und die „Klimaziele“ sollen erreicht werden. Ein Mehr an „Wasch mich, ohne mich nass zu machen“, ist schwer denkbar. Es kann nicht klappen, klappt aber. In den Papieren der Kohlekommission und in den Medien, die allerdings alle zusammen keinen Strom produzieren, sondern nur verbrauchen.

Auffällig ist, dass offenbar nicht alle der Beteiligten, vor allem auch die Medien, begriffen haben, worum es eigentlich geht. Unsere Qualitätsmedien sitzen gebannt wie vor der Ziehung der Lottozahlen in Bereitschaft, um – endlich – eine Jahreszahl zum Kohle-Aus als feste Konstante unserer Zukunft in die Gazetten und elektronischen Speicher zu drucken. Als offenbar einziges offenes Problem wird die soziale Abfederung betroffener Arbeitnehmer angeführt. Das Problem sind aber nicht die Beschäftigten von heute, sondern die nicht mehr gebrauchten von morgen und jene, für die der Strom zu teuer wird und deren Jobs es deshalb gar nicht erst gibt. Zunehmend wird parallel das Ende des deutschen Wirtschaftsbooms deutlich. 2.600 Kaufhof-Mitarbeiter sollen gehen, Osram baut in Regensburg 300 ab, Enercon 800, Opel arbeitet noch an Zahlen, Ford kürzt, VW ebenfalls. Die Jahreszahl hat nur eine wichtige Funktion: Sie ist das Datum, bis zu dem energieintensive Industrien dieses Land verlassen müssen. Bis dahin kann man die alten Anlagen noch laufen lassen.

Schaffen Behörden Arbeitsplätze?

Behörden sollen Ersatzarbeitsplätze in die Lausitz bringen. Mehr Unverstand ist kaum möglich – sicherlich braucht jedes Land auch Behörden. Aber finanziert werden diese von Industriearbeitsplätzen, Handwerk, Selbständigen. Jetzt werden 60.000  Industriearbeitsplätze in den Revieren vernichtet – 5.000 Ersatzarbeitsplätze in Behörden sollen geschaffen werden. Das ist sozialistische Planwirtschaft reinsten Wassers. Werden neue gegründet oder warum soll ein Umzug sinnvoll sein? Staatliche Stellenpläne kann man allerdings großzügig handhaben, an „Personalveränderungen im Regierungsentwurf 2019“ steht ein Zuwachs an 1.013 Stellen für das Innenministerium, 107 Stellen für das Familienministerium, 89 Stellen für das Außenministerium, 188 Stellen für das Justizministerium,  41 Stellen für das Kanzleramt. Da sollten ein paar tausend Planstellen für ein Klimakompetenzzentrum in der Lausitz schon drin sein. Eine tragfähige Idee, wie marktwirtschaftlich konkurrenzfähige Industriearbeitsplätze in die Regionen kommen könnten, hat niemand. Der große Bruch 1990 war Ergebnis jahrzehntelanger Planwirtschaft. Genau mit solchem verfehlten Instrument soll jetzt „Strukturwandel“ gelingen. Die Befürchtungen der noch hier Lebenden und Arbeitenden sind auf Grund gemachter Erfahrungen mehr als berechtigt.

Unterdessen greifen Medien gierig eine Meldung auf, wonach Vattenfall und Baywa in den Tagebaufolgelandschaften bis zu 40 Gigawatt Solar- und Windkapazität bauen wollen. Das entspräche 40 Kernkraftwerken. Unsere offenbar komplett bildungsunfähigen Journalisten begreifen einfach nicht, was installierte Leistung an Gigawatt und Ertrag in Gigawattstunden bedeuten.

Zukünftig Braunkohlestrom aus Polen

Rechnerisch stellt sich die Situation wie folgt dar: Allein die jetzt noch betriebenen sieben Kernkraftwerke erzeugten 2018 ungefähr 76,1 Terawattstunden (TWh) Strom, die etwa 30.000 Windkraftanlagen im gleichen Jahr zirka 113,3,TWh (Quelle). Ungeachtet der Tatsache, dass fluktuierender Windstrom den stabilen Atomstrom ohnehin nur zeitweise ersetzen kann, bräuchte es bis zur Abschaltung der letzten Kernkraftwerke (Emsland, Isar 2 und Neckarwestheim 2) bis 2022 weitere 20.150 Windkraftanlagen, um theoretisch rechnerisch diese zu ersetzen. Damit wäre noch keine einzige Kilowattstunde Kohlestrom ersetzt. Kopfrechnen und die Anwendung des Dreisatzes treten bei Politikern und NGO`s weit hinter Ideologie zurück. Das Ifo-Institut in München hat errechnet, dass  „der Kohleausstieg zumindest teilweise   durch Importe von Atom- und Kohlestrom aus Polen und Tschechien“ ausgeglichen wird, so ifo-Forscherin Karen Pittel. „Die Entschädigungen für Kraftwerksbetreiber und die geplante Entlastung der Strompreise werden die Kosten des Kohleausstiegs zudem weiter ansteigen lassen.  Die Abschaltung der Kohle-Kraftwerke nach einem Fahrplan werde Zusatzkosten für die Energiewende verursachen, die nach aktuellen Schätzungen ohnehin weit über 1000 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen bis 2050 erfordern werde.

Wann wird ENDLICH ausgestiegen?

Auch die hartnäckig gestellte Journalistenfrage, wann denn nun „endlich“ ausgestiegen wird, sollte sich erübrigen. Es gibt den Einspeisevorrang im EEG, demzufolge könnte der Kohlestrom nach und nach verdrängt werden, bis kein Kohlekraftwerk mehr läuft. Das Problem ist, dass die „Erneuerbaren“ das nicht schaffen, weil sie meist wetterbedingt keine Lust haben. Würden sie Energie liefern, wäre die Abschaltung längst erledigt. Auf die Frage, wer künftig die Schwankungen von Wind- und Sonnenstrom ausregeln soll, antwortet Frau Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung  im Deutschlandfunk, dass dies Wasserkraft und Biomasse tun würden. Wie man mit zehn Gigawatt Biomassestrom und Wasserkraft etwa 105 Gigawatt schwankenden Sonnen- und Windstrom ausregeln will, bleibt ihr Geheimnis. Und der Interviewer kommt natürlich nicht auf die Idee, nachzuhaken. Man hört förmlich durch den Äther, wie er bewundernd an den Lippen der Großen Professorin hängt. Waren unsere Medien früher die kritische vierte Gewalt, sind sie heute mit ihrem Haltungsjournalismus und der damit verbundenen Parteilichkeit der Exekutive zuzurechnen. Vierte Gewalt bilden inzwischen die NGO`s, hinter denen die Ökolobby und die Bionade-Bourgeoisie stehen. Sie treiben die Regierung vor sich her.

Schuleschwänzen für das Klima

Während im Wirtschaftsministerium die Kohlekommission tagt, demonstrieren einige tausend Schüler schulschwänzend für das Klima. Sie wurden von frühester Kindheit an dahingehend indoktriniert, dass nach dem Abschalten deutscher Kohlekraftwerke kein Klimawandel mehr stattfinden wird. Fähnchen schwenken während der Unterrichtszeit  führt zu grünem Glauben statt solidem Wissen. In Berlin bricht jeder zehnte Schüler ab. Schulstreik schadet denen am meisten, die es am nötigsten haben. Viele Lehrer stärken ihren Schulschwänzern den Rücken, haben sie doch dann selbst ein paar Stunden weniger Stress.

Nichtwissen verhindert Erkenntnis. Die wenigsten der Protestierer könnten mit diesem Bild etwas anfangen: Es zeigt die Stromnachfrage (braun) und die Herkunft der Energie – blau ist der Wind und die gelegentlichen gelben Spitzen die Leistung der Solaranlagen.

Es zeigt, dass am 24. Januar wie schon in den Tagen vorher die Windkraftanlagen ihre Tätigkeit im Wesentlichen einstellten und schon heute Stromimporte nötig werden, um die Stabilität zu sichern. Gleichzeitig kommt es zu einem Hochschnellen des Strompreises auf bis zu 120 Euro pro Megawattstunde. Das bezahlen im wesentlichen die Stromverbraucher. Und jetzt also der Kohleausstieg, angewandt auf diesen einen Tag:

Leistungsabruf Januar 2019 nach Erzeugern.

Der gesamte Strommix am 24. Januar 18 Uhr:

Steinkohle: 16,52 GW
Braunkohle: 16,39 GW
Gas: 14,38 GW
Atom:  9,47 GW
Sonstige: 10,93 GW
Wind:  1,58 GW installierte Leistung:  58,7 GW (Dez. 18)
Solar:  0 GW installierte Leistung:  45,7 GW (Dez. 18)

Auf zum fröhlichen Abschalten.

Der Beitrag erschien zuerst bei TICHYS Einblick hier




Experimen­telle Verifi­kation des Treibhaus­effektes – 4. Mitteilung: die erdnahe CO2-Strahlung


Dabei ist selbst dieser kleine Wert immer noch zu hoch. CO2 ist nicht der einzige Strahler der Atmosphäre. Wasserdampf, die nicht sichtbaren Aerosole und vor allem die Wolken sind weitere Akteure der atmosphärischen Gegenstrahlung, die sich gegenseitig kontrollieren und verringern (Abb. 21). Es ist bereits bekannt, dass sich die CO2– und Wasserdampf-Strahlungen teilweise überlagern, was in feuchter Luft den CO2-Beitrag verringert [6], [7]. Die Wechselwirkung mit den Wolken/Aerosolen ist ein weiterer, weitaus wirksamerer Dämpfer der CO2-Wirkung. Würde das IPCC auch diese Strahlungskonkurrenten berücksichtigen, wäre der tatsächliche CO2-Treibhauseffekt rund 10 W/m2 oder 3 % der globalen Gegenstrahlung (Abb. 1, rote Kurve).
Bei einem so geringen CO2-Anteil muss man sich schon fragen, ob das Klima wirklich von CO2 bedroht wird und wie die atmosphärische Gegenstrahlung überhaupt zu verstehen ist. Das Prinzip von Vorder- und Hintergrundstrahlung ist ein neuer Ansatz, die Aktionen verschiedener atmosphärischer Strahlungsquellen besser zu verstehen. Dieses Anliegen zieht sich wie ein roter Faden durch die Publikationsreihe „Experimentelle Verifikation des Treibhauseffektes“. Im Folgenden wird eine CO2-StrahlungsforCO2 , ausgehend von J. Stefans Erkenntnissen [8] und auf der Grundlage der eigenen Laborexperimente, Schritt für Schritt abgeleitet. Danach ergibt sich eine weitaus geringere CO2-Wirkung als vom IPCC angenommen (Kap. 4, Seite 9).

  1. Einführung

Anfang des 19. Jahrhunderts suchten verschiedene Forschergruppen einen mathematischen Zusammenhang zwischen Temperatur und IR-Strahlung eines Körpers. Unter anderen Dulong und Petit, die die Abkühlung eines heißen Thermometers (200 – 300 °C) in einem kalten Vakuumgefäß verfolgten (Abb. 3) [9]. Sie entwickelten eine einfache Formel, die hinreichend genau die zeitliche Abkühlung des Thermometers wiedergab. Die Gleichung versagte jedoch, wenn wesentlich heißere Körper, wie die der Sonne, berechnet werden sollten.

Josef Stefan überprüfte die Versuche von Dulong und Petit und anderer Forschergruppen und konnte rein empirisch Gl. 1 ermitteln, womit die Wärmeübertragung P paralleler Oberflächen, auch bei sehr hohen Temperaturen, berechnet werden konnte [8]. Stefan brauchte den sogenannten Strahlungsaustauschgrad „E“ für blanke, also reflektierende Oberflächen (Emissionsgrad ε << 1). Geht man aber von einer Schwarz-Körper-Strahlung mit ε = 1 aus, wird auch E = 1 und wir haben mit Gleichung Gl. 2 den Vorläufer des Stefan-Boltzmann-Gesetzes (Gl. 3) vor uns, das von Ludwig Boltzmann 1884, einem Schüler von Stefan, theoretisch abgeleitet wurde [10].

Mit Gl. 2 legt Stefan die Grundlage für die Berechnung des Treibhauseffektes. Die Abkühlung des Thermometers (Energieverlust) hängt sowohl von der Temperatur T1 als auch von T2 ab, also von der Differenz zwischen Ausstrahlung des Thermometers und Gegenstrahlung der Kupferwand.
Will man den CO2-Treibhauseffekt nach Gl. 2 experimentell untersuchen, benötigt man zwei schwarze Flächen mit einem ausreichenden Temperaturunterschied (T1 >> T2). Die eigene Apparatur mit einer warmen Erd- und einer kalten Aerosol-Platte erfüllt diese Voraussetzung. Der Versuchsaufbau (Abb. 4) zeigt eine große Ähnlichkeit mit dem Kupfergefäß von Dulong und Petit, nur dass der Abstand zwischen Erd- und Aerosol-Platte vergrößert wurde. Dadurch entsteht nicht nur ein Luftraum für die potentielle Zugabe von IR-aktiven Gasen, sondern auch eine dritte Strahlungsfläche, die Seitenwand, die einen wesentlichen Einfluss auf die Gegenstrahlung hat. Um das zu verstehen, wird ein sehr einfaches Schema der Gegenstrahlung vorgestellt, das mit roten (warm = TV) und blauen (kalt = TH) Farben Strahlungsquellen unterschiedlicher Temperaturen angibt.

Abbildungen 6 und 7 zeigen die Veränderung der Gegenstrahlung, wenn zur warmen (rot) und kalten (blau) Fläche in Abb. 5 eine dritte Strahlungsquelle, die Seitenwand und CO2, hinzukommt. Aus Sicht der Erd-Platte haben wir jetzt zwei Gegenstrahler, die als warmer Vordergrund (TV, Seitenwand und CO2) und kalter Hintergrund (TH, Aerosol-Platte) definiert werden. Seitenwand und CO2 absorbieren einen Teil der Aerosol-Platten-Strahlung (blaue Pfeile) und emittieren dafür eigene, energiereichere Strahlungen (rote Pfeile), entsprechend ihrer höheren Temperatur TV (Abb. 6, 7). Der Eingriff von CO2 hat vier Konsequenzen:

A: Erd-Platte: CO2 erhöht die Gegenstrahlung (2 rote anstelle von 2 blauen Pfeilen). Dadurch kommt es zu einer verringerten Energieabgabe (Gl. 2) und es entsteht ein Wärmestau, wodurch sich die Erd-Platte solange erwärmt, bis Energieverlust und -gewinn wieder gleich sind (Abb. 8). CO2 entnimmt die für die Strahlung erforderliche Energie ihrer Umgebung (siehe Punkte C und D). CO2 ist kein zusätzlicher Wärmeinput für die Erde. Vergleichbar mit der Corioliskraft handelt es sich hier um eine Scheinwirkung.

B: Aerosol-Platte: Nicht alle Photonen der Aerosol-Platte erreichen die Erd-Platte (1 blauer Pfeil in Abb. 7). Dieser Bruchteil ist die effektive, von der Vordergrundstrahlung verdeckte, Strahlung der Aerosol-Platte EAeff [11]. Im Hintergrund ist die Aerosol-Platten-Ausstrahlung MA jedoch ständig als latente Strahlung vorhanden.

C: Luft-Temperatur: Die Seitenwand und CO2 verlieren Energie, da ihre Emission EW bzw. ECO2 (rote Pfeile) größer als ihre Absorption (blaue Pfeile) ist, wodurch sich der Luftraum abkühlen müsste.
In einem bereits publizierten Demonstrations-Experiment [12], [11] wurden unter adiabatischen Bedingungen (ohne Wandheizung) die Auswirkungen von CO2 (und anderen Treibhausgasen) untersucht. Dabei wurde eine deutliche Erwärmung der Erd-Platte beobachtet, während innerhalb der Röhre, an den Messstellen Tp1 – Tp4, die Temperaturen konstant blieben (Abb. 8 und 9). Die Konstanz der Luft-Temperatur erklärt sich durch den Ausstrahlungsanstieg dME der wärmer gewordenen Erd-Platte (braune gestrichelte Pfeile, Abb. 6 und 7), wodurch Erwärmungs- und Abkühlungseffekte gleich groß sind.

D: Energiebilanzen: Bei adiabatischer Versuchsdurchführung müssen Heizung QE (Input) und die auf die Aerosol-Platte übertragene Energie (Output) gleich groß sein (Energieerhaltungssatz), unabhängig von CO2. Um diese Gleichheit herzustellen, kann die trockene Erdoberfläche bei einem Wärmestau durch Treibhausgase mit einer Temperatur-Erhöhung reagieren (Abb. 8, Gl. 2). Ozeane und Feuchtgebiete können bei einem Wärmestau auch ohne IR-Strahlung die überschüssige Wärme durch Verdunstung von Wasser auf eine Wolkenschicht übertragen. Diese Wasser-Flächen würden sich nur wenig oder gar nicht erwärmen. Der CO2-Treibhauseffekt würde dann eine Abkühlung der Atmosphäre bewirken. Ließe sich das beweisen, würde es die CO2-Wirkung auf den Kopf stellen und die Wasserdampf-Rückkopplung ad absurdum führen! Eine experimentelle Untersuchung hierzu steht noch aus.

Die Existenz einer effektiven Aerosol-Platten-Strahlung EAeff nach Punkt B) ließ sich experimentell beweisen (Abb. 10 und 11). Grundlage ist Gl. 4, die aussagt, dass bei konstanter Temperatur der Erd-Platte TE (im thermisches Gleichgewicht) Energieverlust (Ausstrahlung ME) und Energiezufuhr (Gegenstrahlung EA + EW und Heizung QE) gleich groß sind. Wenn bei diesem Experiment (in Luft, ohne IR-aktive Gase) die Aerosol-Platte stufenweise abgekühlt wird, verringert sich die effektive Gegenstrahlung EAeff. Damit TE konstant bleibt, muss nach jedem Abkühlungsschritt die Heizung QE erhöht werden. Trägt man QE über die Temperatur der Aerosol-Platte (als T4/108) auf, erhält man als Trend eine Gerade (rot) mit dem Anstieg dQE/dTAeff = -4,18 (Abb. 10).

In Gl. 4 sind ME und EW Konstanten, da ihre Temperaturen annähernd konstant bleiben. Heizung QE und die effektive Strahlung EAeff sind Variable und haben nach Gl. 4 den gleichen Anstieg aber ein umgekehrtes Vorzeichen.
Der Anstieg dieser Geraden EAeff beträgt 4,18 und ist kleiner als die σ-Konstante (5,6703), die Stefan empirisch ermittelt hatte (Abb. 11, schwarze Gerade). Das Verhältnis beider Zahlen 4,18/5,67 = 0,74 zeigt die Schwächung der Aerosol-Platten-Strahlung durch die im Vordergrund agierende Seitenwand, oder vereinfacht ausgedrückt, nur 74 % der Photonen der Aerosol-Platte erreichen die Erd-Platte [11]. Das Verhältnis von EAeff/MA definiert den effektiven Emissionsgrad der Aerosol-Platten-Strahlung εAeff.

Wenn Vorder- und Hintergrund die gleiche Temperatur (TV = TH) haben, ist QE = 0 (Abb. 10). Da man eine Gerade mit nur zwei Punkten konstruieren kann, lässt sich der Anstieg sogar aus einem einzigen Heizungswert QE mit der Bedingung TV > TH durch QE/dT ermitteln (Einpunktkalibrierung). Diese Technik ist die Grundlage für die Bestimmung der CO2-Emissionsgrade (Kap. 2).

Das Abkühlungsexperiment zeigt, dass die Wirkung einer Vordergrundstrahlung EV anhand der Heizung QE ermittelt werden kann. Voraussetzung ist eine Temperaturdifferenz zwischen warmem Vorder- und kaltem Hintergrund, denn bei gleicher Temperatur (TV = TH) ist QE = 0. Oder mit anderen Worten: Der Treibhauseffekt lässt sich nur vor einem kalten Hintergrund experimentell nachweisen. An dieser Anforderung sind alle bisherigen Labor-Experimente von Al Gore bis Wood gescheitert. Anstelle des Treibhauseffektes wurden andere physikalische Effekte (Verhinderung der Konvektion, Wärmeleitung oder Thermalisierung) beobachtet [13], [14], [15].

1.1 CO2-Emissionsgrade

Feste und flüssige Stoffe lassen sich durch einen durchschnittlichen Emissionsgrad ε charakterisieren, der nur durch die Art ihrer Oberfläche, glänzend oder rau/matt, beeinflusst wird. Bei Gasen ist das grundsätzlich nicht möglich, da ihre Strahlung auch von der Anzahl ihrer Teilchen (Masse) abhängig ist. Zur Charakterisierung der Teilchenzahl kann man Konzentrationsangaben (ppm oder Vol.-%) verwenden, solange Temperatur, Druck und Volumen konstant sind. Bei der Erd-Atmosphäre ist das aber nicht der Fall. Die CO2-Teilchenzahl /m3 nimmt jedoch mit steigender Höhe stark ab. Um die Experimente auf die CO2-Strahlung der Atmosphäre übertragen zu können, werden zunächst aus den Versuchs-Konzentrationen (Vol.-%) mit Hilfe der idealen Gasgleichung die Anzahl der CO2-Moleküle n (mol), die sich zwischen den 1,11 m entfernten Erd- und Aerosol-Platten bei einem Strahlungs-Querschnitt von 1 m2 befinden, ermittelt (Gl. 5).

Um die CO2-Strahlung zu ermitteln, wird die CO2-Konzentration schrittweise erhöht und die Heizung QE solange verringert, bis die Erd-Platte exakt wieder die Start-Temperatur von +16,1 °C erreicht hat. Die veränderte Heizung QE zeigt dann die durch CO2 verursachte Strahlungsverstärkung an. Da diese Verstärkung aber nur bei einer bereits vorhandenen, möglichst geringen Hintergrundstrahlung messbar ist, wird die Aerosol-Platte auf eine möglichst konstante Temperatur von -15 °C abgekühlt. Da die CO2-Strahlung auch von der CO2-Temperatur abhängt, muss der gesamte Luftraum eine einheitliche Temperatur haben (isotherme Versuchsbedingungen). Diese Aufgabe übernehmen die Wandheizungen WH1 bis WH3.
Die CO2-Emissionsgrade lassen sich aus dem effektiven Emissionsgrad der Aerosol-Platten-Strahlung εAeff(n) berechnen, da Vordergrundstrahler die effektive Strahlung des Hintergrundes verändern, wie in Kap. 1 abgeleitet wurde (Abb. 11). Dazu wird zunächst ein erster Wert (für n = 0, ohne CO2) nach Gl. 6 ermittelt. Aus diesem Startwert wird dann der Emissionsgrad der Seitenwand εW bestimmt.

Die Zugabe von CO2 verringert die effektiven Emissionsgrade der Aerosol-Platte εAeff(n), da jetzt zur Strahlung EW die CO2-Strahlung hinzukommt, was aus der jeweiligen Heizung QE(n) berechnet wird (Gl. 7).
Da Seitenwand und CO2 die gleiche Temperatur haben, tauschen sie untereinander keine Energie aus und können sich auch nicht gegenseitig schwächen, solange die Summe εW + εCO2 < 1 ist. Es wird deswegen angenommen, dass εW während eines Versuches konstant bleibt. Die CO2-Emissionsgrade εCO2(n) werden aus den effektiven Emissionsgraden εAeff(n)und dem Emissionsgrad εW nach Gl. 7 berechnet.

Die experimentelle Bestimmung der CO2-Emissionsgrade mit der Versuchs-Apparatur hat gegenüber Rechenmodellen den großen Vorteil, dass sie alle Aspekte der komplexen CO2-Strahlung (Einfluss der Rotationslinien, Luft-Temperaturen, Überlagerung mit der Wolken-Strahlung usw.) einschließt.

Die grafische Auswertung der CO2-Emissionsgrade zeigt keinen einheitlichen Trend (Abb. 12). Der Verlauf der CO2-Strahlung wird durch drei unterschiedliche Trendlinien (Y1, Y2 und Y3) charakterisiert. Auf den ersten Blick ein unbefriedigendes Ergebnis, aber dann entpuppt sich das Diagramm als eine Überraschung und eine kleine Sensation:

Trotz der sehr einfachen Apparatur lassen sich die Trendlinien Y1 und Y2 als das Ergebnis von Schwingungen (Y1) und Rotationen (Y2) des CO2-Moleküls interpretieren!

Die Trendlinien geben die Strahlungsmöglichkeiten des CO2-Moleküls wieder. CO2 kann bei einer bestimmten Wellenlänge (Linie) keine höhere Strahlungsdichte erzeugen kann als ein Schwarz-Strahler bei gleicher Temperatur und Wellenlänge. Erreicht die CO2-Strahlung einer bestimmten Wellenlänge den maximalen Wert, spricht man von einer Sättigung dieser Linie. Nun ist die CO2-Valenzschwingung bei 15 µm wesentlich intensiver als die nach außen abflachenden CO2-Rotationslinien (Abb. 13). Schon nach der ersten CO2-Zugabe von 0,1 mol (1 Vol.-%, 2.500 ppm) ist die 15 µm Linie gesättigt und lässt sich behelfsmäßig durch eine lineare Funktion Y1 berechnen (behelfsmäßig, da zwei Datenpunkte zu wenig für eine korrekte Beschreibung sind). Der weitere Verlauf bis zu einer Molmenge von 0,5 mol CO2 folgt aber sehr gut einer logarithmischen Funktion (Gl. 8.1). Dieser Verlauf von Y2 ist das eigentliche Ziel der Untersuchung. Hiermit lässt sich die weitere Progression der atmosphärischen CO2-Strahlung auch oberhalb der derzeitigen 400 ppm ausrechnen.


Oberhalb von 1 Vol.-% (0,5 mol) endet der bis dahin logarithmische Verlauf der CO2-Emissionsgrade und es tritt eine unerwartete Zunahme der CO2-Strahlung mit der Trendlinie Y3 (rote Kure) auf. Ein Phänomen, das sich sehr gut reproduzieren ließ und bei allen untersuchten Treibhausgasen bei hohen Konzentrationen gefunden wurde. Ein Kontrollexperiment oberhalb von 1 % bis zu 60 Vol.-% CO2 (30 mol) zeigt erneut einen logarithmischen Trend, nunmehr über den gesamten Bereich und mit einem etwas höheren Korrelationsfaktor (Gl. 8.2 und Abb. 14). Der auffällige Anstieg zwischen Y2 und Y3 konnte als Konzentrationseffekt geklärt werden. Da dieser Mechanismus sehr viel über die Strahlung der Treibhausgase aussagt, wird diesem Effekt ein eigenes Kapitel gewidmet.

1.2 Der CO2-Konzentrationseffekt

Heinz Hug hatte bei der Bestimmung der CO2-Absorption mit einem FT-IR-Spektrometer beobachtet, dass bei gleicher CO2-Menge die Extinktion in Verdünnung mit IR-inaktiven Gasen (Helium bzw. Stickstoff) größer ist als beim reinen CO2 (Abb. 13) [16]. Um den Effekt zu verstehen, muss man wissen, dass CO2-Moleküle elektromagnetische Strahlung nur absorbieren, wenn sie sich im sogenannten Grundzustand befinden. Bei der IR-Bestrahlung werden die CO2-Moleküle aber in den angeregten Vibration/Rotations-Zustand versetzt. Die Energieaufnahme (Schwächung des IR-Lichtes) würde nach kurzer Zeit zum Erliegen kommen, wenn alle CO2-Moleküle in den angeregten Zustand übergegangen sind. Dass das nicht der Fall ist liegt daran, dass die angeregten CO2-Moleküle nach sehr kurzer Zeit (Relaxationszeit) wieder in den Grundzustand zurückfallen und die aufgenommene Energie entweder durch Emission eines Photons oder durch Thermalisierung (Energieübertragung auf IR-inaktive Gasmoleküle oder die Küvettenwand) wieder abgeben. Letztendlich entsteht ein Gleichgewicht von angeregten und nicht angeregten Molekülen, was durch die Inertgase beeinflusst wird. Die Intensität einer Absorption ist demnach nicht nur von der formalen CO2-Konzentration, sondern auch von diesem Anregungs-Verhältnis abhängig, was H. Hug durch sein Konzentrations-Experiment nachgewiesen hat.
Der angeregte Zustand kann jedoch auch durch Kollisionen der Gasmoleküle erfolgen. Auch ohne elektromagnetische Bestrahlung befindet sich dadurch ein Teil der CO2-Moleküle im angeregten Zustand. Der Konzentrationseffekt findet seine Erklärung in der Art der Molekülkollisionen. In großer Verdünnung durch IR-inaktive Gase stoßen die CO2-Moleküle ausschließlich mit den Inertgasen zusammen. Dabei wird die kinetische Energie entweder vom CO2 oder vom Inertgas aufgenommen. Mit steigender CO2-Konzentration steigt aber die Wahrscheinlichkeit, dass zwei CO2-Moleküle kollidieren, was ihre Anregungschance erhöht. Oder mit anderen Worten, mit steigender CO2-Konzentration steigt die Zahl der angeregten CO2-Moleküle: A) durch die Zunahme der Konzentration (Anzahl der CO2-Moleküle) und B) durch die höhere Anregungschance. Die angeregten CO2-Moleküle können durch eine spontane bzw. induzierte Emission in den Grundzustand zurückfallen und die freiwerdende Energie in Form von Photonen abgeben, was die höhere CO2-Emission mit der Trendlinie Y3 (Abb. 12) erklärt. Die quantitative Auswirkung des Konzentrationseffektes zeigt Abb. 14 als Abstand zwischen blauer (gemessener) Kurve für hohe CO2-Konzentrationen und rote Strichpunktkurve (gerechnet) für kleine CO2-Konzentrationen.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass bei CO2-Konzentrationen > 1 Vol.-% die Zahl der angeregten CO2-Moleküle überproportional ansteigt, was bei den Absorptionsspektren zu einer Schwächung der Absorption (Abb. 13), aber bei den CO2-Strahlungs-Experimenten (Abb. 12) zu einem Anstieg der Emission führt.

Was bedeutet diese Erkenntnis? Auf das atmosphärische CO2 ist der Effekt nicht anwendbar, da hier die Konzentration mit rund 0,04 Vol.-% weit unterhalb der kritischen Schwelle von 1 Vol.-% liegt. Im Folgenden wird deswegen der CO2-Emissionsgrad nur mit Formel 8.1 berechnet. Beim Wasserdampf, der in der erdnahen Atmosphäre bis zu 4 Vol.-% erreichen kann, könnte ein Konzentrations-Effekt von Bedeutung sein.

2. Die CO2-Strahlungsformel

Die CO2-Emissionsgrade wurden aus den experimentell ermittelten CO2-Strahlungen unter Einbeziehung der Temperaturen für den Vorder- und Hintergrund ermittelt. Es liegt deswegen nahe, diese Prozedur einfach umzudrehen und die effektive CO2-Strahlung aus den mol-abhängigen CO2-Emissionsgraden εCO2(n) mit den Temperaturen für den Vorder- und Hintergrund zu berechnen. Dabei ist die CO2-Strahlung ECO2 der tatsächliche, wirksame CO2-Beitrag zur Bestrahlung der Erde von 1 m2, die sogenannte Strahlungsverstärkung einer bereits vorhandenen Hintergrundstrahlung. Die effektive CO2-Strahlung hängt von der CO2-Temperatur, CO2-Molmenge und der Temperatur der Wolken/Aerosole ab. Wird die CO2-Strahlung ohne Hintergrund (TH = 0) gerechnet, bedeutet ECO2 die theoretische, maximal mögliche CO2-Strahlung.

Diese empirisch abgeleitete Gleichung ist nahezu identisch mit Stefans Gl. 2 für den Wärmeverlust des heißen Thermometers, nur dass jetzt noch die CO2-Emissionsgrade εCO2(n) hinzugekommen sind. Mit den Gleichungen 9/8.1 bzw. 9/8.2 lassen sich jetzt die CO2-Strahlungen der Labor-Experimente berechnen. Berechnete und gemessene Werte zeigen eine gute Übereinstimmung (Abb. 15 und 16).
Die Relativität der CO2-Strahlung, also die Strahlungsverstärkung einer bereits vorhandenen Hintergrundstrahlung, wird in Gl. 9 durch die Temperaturdifferenz TV (CO2) und TH (Wolken/Aerosole) ausgedrückt. Dabei ist TV die Luft-Temperatur der erdnahen Luftschicht und TH ist die Strahlungstemperatur der Wolken/Aerosole (in Kelvin), die sich mit einem Pyrgeometer im atmosphärischen Fenster bei rund 10 µm messen lassen. Bei tiefen Wolken oder bei Nebel, wenn TH = TV ist, wird der Ausdruck (TV4/108 – TH4/108) null und CO2, egal in welcher Konzentration, verliert seinen Treibhauseffekt.
Messungen der Hintergrund- und Luft-Temperaturen in Berlin (2016 bis 2017) ergaben bei wolkenfreiem Himmel einen Temperaturunterschied von 40 °C und bei bedecktem Himmel 8 °C [12]. Natürlich sind diese Messungen nicht repräsentativ für die Erde, aber sie geben eine Vorstellung mit welcher Minderung der theoretischen CO2-Strahlung zu rechnen ist, wenn eine Hintergrundstrahlung berücksichtigt wird (Tab. 1).

2.1 Die atmosphärische CO2-Strahlung

Klimatologen berechnen die atmosphärische CO2-Strahlung mit komplizierten Rechenmodellen, wobei zunächst viele Hundert Linien eines hoch aufgelösten CO2-Spektrums bewertet werden (Abb. 17). Anschließend werden mit den Temperaturen von Troposphäre, Tropopause und Stratosphäre Strahlungsgleichgewichte dieser gewichteten Linien berechnet. Ein gewaltiger Aufwand, den Normalbürger weder verstehen noch nachvollziehen können. Vielleicht aus diesem Grunde haben Ramaswamy et al. [2] mit den erhaltenen Werten für die CO2-Gegenstrahlung eine einfache Beziehung zwischen CO2-Konzentration und -Strahlung, dem sogenannten Strahlungsantrieb dF, aufgestellt (Gl. 10). Das Konzept des Strahlungsantriebes geht von der These aus, dass sich die Welt in einem sensiblen, thermischen Gleichgewicht befindet, das schon durch kleinste Veränderungen, durch eine Kraft (dF) aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann. Eine leicht messbare Veränderung ist die CO2-Konzentration, die seit 1750 (Beginn der Industrialisierung) kontinuierlich von 278 bis auf heutige 400 ppm zugenommen hat. Mit Gl. 10 wird nun nach Ramaswamy die zusätzliche CO2-Strahlung dieser Konzentrationszunahme berechnet.


Die Rechnung verschleiert jedoch die absolute CO2-Strahlung und den tatsächlichen CO2-Anteil an der globalen Gegenstrahlung, die sich jedoch wie folgt aus Gl. 10 ableiten lassen. Hierzu wird der Strahlungsantrieb dF für die CO2-Konzentrationen von 278 bis 400 ppm nach Gl. 10 ausgerechnet und als ln(c/278) in einem Excel-Diagramm aufgetragen (Abb. 18). Mit Hilfe der Trendlinie wird für x = 0 (278 ppm CO2) ein Wert von minus 30,108 erhalten. Damit kann man die CO2-Strahlung für das Jahr 1750 zu 30,11 W/m2 ermitteln. Durch Addition dieses Wertes zu Gl. 10 erhält man Gl. 11, mit der sich nun die absolute CO2-Strahlung berechnen lässt. Danach erzeugen 400 ppm CO2 eine Gegenstrahlung von 32,1 W/m2 (30,11 + 1,95) oder 9,6 % der globalen Gegenstrahlung von 333 W/m2 (Abb. 1, 19).


Kiehl und Trenberth geben für CO2 einen Anteil an der Gegenstrahlung (ohne Wolken) von 9 bis 26 % an [17]. Die kleinere Zahl steht für die Mischung von CO2 mit anderen Treibhausgasen und die größere Zahl für reines CO2. Die Angabe von 9 % CO2 deckt sich mit obiger Rechnung nach IPCC-Gleichung 11, aber sie führt auch zu einem Konflikt, da mit diesem kleinen CO2-Wert die Gegenstrahlung von die 333 W/m2 nicht erklärt werden kann. Für Wasserdampf geben die gleichen Autoren einen Anteil von 36 – 70 % an. Rechnet man mit den kleineren Zahlen (9 und 36 % für Gasmischungen), haben Wasserdampf und CO2 nur einen Gesamtanteil von 45 % an der atmosphärischen Gegenstrahlung. 55 % oder 183 W/m2 stammen demnach nicht von diesen Treibhausgasen, sondern von den Wolken/Aerosolen (und einigen Spurengasen). Ein eklatanter Widerspruch zu dem angeblichen Wolken-Treibhauseffekt von nur 30 W/m2 [3].

Nun lässt sich die CO2-Strahlung ja auch mit der experimentell gefundenen Gl. 9/8.1 berechnen. Bei einer Rechnung unter Normalbedingen aber ohne Hintergrund (siehe weiter unten) erhält man eine Strahlungskurve (blau), die mit der IPCC-Kurve (rot) erstaunlich gut übereinstimmt (Abb. 19, Tab. 2). Die gute Übereinstimmung ist eine weitere Bestätigung, dass 400 ppm CO2 bei 15 °C tatsächlich nur eine Strahlung von 31 – 32 W/m2 erzeugen, wenn die Wolken/Aerosol-Strahlung ausgeklammert wird.
Berücksichtigt man jedoch die Strahlung der Wolken/Aerosole, kommt es zu einer weiteren Verminderung der wirksamen CO2-Strahlung von 32 auf nunmehr 9,5 W/m2 (3 % der globalen Gegenstrahlung). Man erhält diesen Wert, wenn in Gl. 9/8.1 für den Hintergrund eine realistische Temperatur von -15 °C (statt -273 °C, ohne Hintergrund) eingesetzt wird. Diese Minderung der CO2-Strahlung entsteht dadurch, da CO2 die gleichen Wellenlängen nutzt, die auch Wolken/Aerosole aussenden, wodurch eine vorzeitige Sättigung eintritt. Die gemeinsame Strahlung regelt sich nach dem Prinzip der Vorder- und Hintergrundstrahlung. Demnach erhält die Erde auch ohne Treibhausgase bereits durch die Hintergrundstrahlung der Wolken/Aerosole eine Gegenstrahlung von rund 275 W/m2 [4]. Die Anwesenheit von CO2 (32 W/m2) und Wasserdampf (0,36 ∙ 333 = 120 W/m2) als Vordergrundstrahler führt zu einer Überlagerung mit der bereits vorhandenen Hintergrund-Strahlung und zu einer Verstärkung durch CO2 und H2O (orange, blau), wodurch die Gegenstrahlung nur um 58 W/m2 auf nunmehr 333 W/m2 ansteigt (Abb. 21). Das Energieschema widerlegt die These eines fragilen Gleichgewichtes. Jede Veränderung eines IR-Strahlers führt zu einer Gegenreaktion der anderen Strahlungsquellen und deutet auf ein robustes Strahlungssystem hin.

So ist der scheinbar geringe Wolken-Treibhauseffekt nur eine Verstärkung der Aerosol-Strahlung um 30 W/m2, während der größte Teil der Wolken-Strahlung im überlagerten Bereich verborgen ist. Mit dieser Überlegung lässt sich auch das Wolken/IR-Gas-Paradoxon lösen.

Das Wolken/IR-Gas-Paradoxon [11]: Bei Messungen der atmosphärische Gegenstrahlung wurde gegensätzliches gefunden:
A) Bei unterschiedlichen Luftfeuchten: Wolken dominant (Wasserdampf hatte geringen Effekt)
[18].
B) Bei klarem und bewölktem Himmel: Wasserdampf dominant (Wolken hatten geringen Effekt)
[5].

Der Widerspruch löst sich auf, wenn berücksichtigt wird, dass bei Variation einer atmosphärischen Strahlungsquelle (Wasserdampf, Bewölkungsgrad) nicht ihre Strahlung, sondern nur ihre Strahlungsverstärkung gemessen wird.

Die folgenden Rechnungen zur atmosphärischen CO2-Strahlung nach Gl. 9/8.1 sind Überschlagsrechnungen, mit denen die Laborversuche auf die Atmosphäre übertragen werden. Zunächst benötigt man die Reichweite der CO2-Strahlung, das ist die Schichtdicke, die gerade noch zu einer Strahlungsverstärkung der Erdoberfläche beiträgt. Hierzu werden schrittweise Luftschichten von 25 bis 2.000 m Dicke analysiert. Benötigt werden Druck, Temperatur und CO2-Molmenge dieser Schichten, die sich aus der barometrischen Höhenformel, einem Temperatur-Gradient von 0,65 K/100 m Höhe und der idealen Gasgleichung ergeben. Temperatur und Druck werden als Mittelwert einer Schicht angesehen. Die Strahlungs-Temperatur des Hintergrundes wurde, mangels bekannter Werte, willkürlich mit minus 15 °C angenommen. Mit diesen Daten wird nun nach Gl. 9/8.1 die CO2-Strahlung jeder Schicht (bezogen auf Höhe = 0) berechnet. Luftschichten über 1.000 m tragen demnach nicht mehr zur Erhöhung der CO2-Strahlung bei, was hauptsächlich durch den Rückgang der Temperaturdifferenz dT = (TV4/108 – TH4/108) verursacht wird. Bemerkenswert ist auch der 50%-Wert, der bei rund 25 m liegt und die kurze Reichweite der CO2-Strahlung unterstreicht (Abb. 22).

Mit der ermittelten Reichweite von 1.000 m und den dazugehörenden Druck- und Temperatur-Werten wurden die konzentrationsabhängige CO2-Strahlung ohne Hintergrund (Abb. 18, 23) und die CO2-Strahlungsverstärkung (Abb. 1 und 19) berechnet.


  1. Anhang- Experimentelle Daten

Die Ermittlung der CO2-Emissionsgrade ist schwieriger als die einfache Demonstration des Treibhauseffektes (Abb. 8). Nach jeder Zugabe von CO2 wird die Spannung für die Heizung QE solange verringert, bis die Start-Temperatur der Erd-Platte von 16,09 °C gerade wieder erreicht ist. Da das System von Heizung und Temperatur-Messung eine gewisse Trägheit besitzt, wird das Mittel von zwei Messungen im Abstand von 0,01 bis 0,02 Volt gebildet, die beide eine Temperatur von 16,09 °C ergeben. Die Versuche wurden 3 bis 5-mal wiederholt und als Durchschnittswert gewertet.
Die Erd-Platte hat einen Durchmesser von 16,7 cm und eine Fläche AE= 219,04 cm2. Die Heizung QE der Erd-Platte wird durch Multiplikation mit 45,654 auf einen Quadratmeter AE= 1 m2 umgerechnet. Der Abstand zwischen Erd- und Aerosol-Platte beträgt 1,11 m. Die Molmenge bezieht sich somit auf fiktives Volumen von 1,11 m3.

    1. CO2-Emissionsgrade bis 0,8 mol (1,7 Vol.-%).

    1. CO2-Emissionsgrade bis 28,2 mol (60 Vol.-%)

    1. Effektive Strahlung EA in Luft

Literaturverzeichnis

[1] K. E. Trenberth et al., „EARTH’S GLOBAL ENERGY BUDGET,“ 19 Juli 2008. [Online]. Available: https://www.klimamanifest-von-heiligenroth.de/wp/wp-content/uploads/2016/09/Trenberth_Jones_Treibhauseffekt_TFK_bams_2009_15Grad_390Watt_SBG_gelbMark.pdf

[2] V. Ramaswamy et al., „Radiative Forcing of Climate Change,“ März 2018. [Online]. Available: https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2018/03/TAR-06.pdf .

[3] „Wolken im Klimasystem,“ 23 Oktober 2017. [Online]. Available: http://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Wolken_im_Klimasystem .

[4] M. Schnell, „2. Mitteilung: Die Hintergrundstrahlung der Wolken und Aerosole,“ 2018 Juni 2018. [Online]. Available: https://www.eike-klima-energie.eu/2018/06/03/experimentelle-verifikation-des-treibhauseffektes/ .

[5] „Atmosphärische Gegenstrahlung,“ 24 Mai 2009. [Online]. Available: https://de.wikipedia.org/wiki/Atmosph%C3%A4rische_Gegenstrahlung .

[6] E. Roth, „Welchen Einfluss hat CO2 auf das Klima?,“ 02 Juli 2013. [Online]. Available: http://www.energie-fakten.de/pdf/2013-07-roth.pdf .

[7] P. Dietze, „Berechnung der CO2-Klimasensitivität,“ 19 Oktober 2016. [Online]. Available: https://www.eike-klima-energie.eu/wp-content/uploads/2016/11/Dietze_Klimasensitivitaet_ECS-4.pdf .

[8] J. Stefan, „Über die Beziehung zwischen der Wärmestrahlung und der Temperatur.,“ SB der Ak. d. Wiss. Wien, Math. Physikal. Kl. 79, 1879, S. 391-428, Wien, 1879.

[9] P. Dulong, Annales de chim. de phys, Bde. %1 von %2VII. Seite 225 – 264 und 337 – 367,, 1817.

[10] „Stefan-Boltzmann-Gesetz,“ 26 September 2018. [Online]. Available: https://de.wikipedia.org/wiki/Stefan-Boltzmann-Gesetz .

[11] M. Schnell, „Experimentelle Verifizierung des Treibhauseffektes,“ 12. Internationale Klima- und Energiekonferenz (IKEK-12), München, 2018.

[12] M. Schnell, „3. Mitteilung Labor-Experimente zur Demonstration des CO2-Treibhauseffektes,“ 17 Juli 2018. [Online]. Available: https://www.eike-klima-energie.eu/2018/07/17/experimentelle-verifikation-des-treibhauseffektes-2/ .

[13] N. S. Nahle, „Repeatability of Prof. Robert Wood’s 1909 Experient on the Theory of the Greenhouse,“ 05 Juli 2011. [Online]. Available: http://www.biocab.org/experiment_on_greenhouses__effect.pdf .

[14] A. Watts, „Replicating Al Gore’s Climate 101 video experiment shows that his „high school physics“ could never work as advertised,“ [Online]. Available: https://wattsupwiththat.com/2011/10/18/replicating-al-gores-climate-101-video-experiment-shows-that-his-high-school-physics-could-never-work-as-advertised/?cn-reloaded=1 .

[15] S. Sirtl, „Absorption thermischer Strahlung durch atmosphärische Gase. Experimente für den Physikunterricht,“ 12 November 2010. [Online]. Available: https://docplayer.org/18989667-Absorption-thermischer-strahlung-durch-atmosphaerische-gase.html .

[16] H. Hug, „Der anthropogene Treibhauseffekt – eine spektroskopische Geringfügigkeit,“ 20 August 2012. [Online]. Available: https://www.eike-klima-energie.eu/2012/08/20/der-anthropogene-treibhauseffekt-eine-spektroskopische-geringfuegigkeit/ .

[17] „Treibhauseffekt,“ 16 Januar 2019. [Online]. Available: Literatur\Treibhauseffekt Wikipedia.pdf.

[18] F. Albrecht, Untersuchungen über den Wärmehaushalt der Erdoberfläche in verschiedenen Klimagebieten, Bd. VIII, Berlin: Julius Springer, 1940.

 

Diesen Beitrag gibt es auch als PDF auf Deutsch

Experimentelle Verifikation des Treibhauseffektes – Die erdnahe CO2-Strahlung

und auf Englisch

Experimental verification of the greenhouse effect – The near-Earth CO2 radiation




Polare Tiefdruckwirbel – auch in 2019 kein Beweis für die Behauptung: „Es wird kälter weil es wärmer wird“

[de.Wiki  gibt an: Polar Vortex ist der englische Ausdruck für die Polarwirbel, sowohl über der Arktis als auch Antarktis. Es sind großräumige Höhentiefs und wesentliche Elemente der atmosphärischen Zirkulation. Es sind Kaltluftzonen aufgrund der negativen Strahlungsbilanz der Polargebiete. Sie treten im Polarwinter auf; dann ist der Temperaturunterschied besonders groß.]

Die New York Times hat am 18. Januar 2019 einen Artikel veröffentlicht, in dem es heißt: „Wenn Sie der Meinung sind, dass diese polaren Abkühlungen häufiger auftreten, haben Sie recht. Sie werden definitiv immer häufiger“, sagte Jennifer Francis, leitende Wissenschaftlerin am Woods Hole Research Center. „Es gibt einige Studien, die das dokumentiert haben.“ [Die verlinkte Studie verweist auf Marlene Kretschmer, PIK – Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Erdsystemanalyse und Physikalisches Institut der Universität Potsdam, Potsdam]

Die Temperaturen sanken im verschneiten Mittleren Westen und Nordosten, wo Millionen von Amerikanern Windschauer und Temperaturen unter null °C erwarten können

Der am Samstag veröffentlichte Artikel über „Polarwirbel“ der Times beruht schwerpunktmäßig auf zwei Wissenschaftlern, die „den Verdacht hegen, dass die häufigeren Zusammenbrüche der Polarwirbel an den Klimawandel gebunden sind.“

„Ich habe das Argument geäußert, dass der Winter sich verkürzt, aber in diesem kürzeren Winter gibt es diese intensiveren Perioden“, sagte Judah Cohen, ein Klimaforscher bei der Firma Atmospheric and Environmental Research, gegenüber der Times.

„Wenn wir im Sommer in dieser Gegend [Arktis] viel Eis verlieren, wird viel zusätzliche Wärme von der Sonne aufgenommen“, wiederholte Jennifer Francis, Klimawissenschaftlerin am Woods Hole Research Center. (RELATED: Trump Wishes For ‘Good Old Fashioned Global Warming’ As Deep Freeze Hits US East) (Zum Thema: Trump wünscht sich „gute altmodische Erderwärmung“ während der tiefe Frost den Osten der USA trifft).

Nach Cohen und Francis hängt die arktische Eisschmelze mit dem angeblich häufigeren Zusammenbruch des Polarwirbels zusammen. Die stratosphärischen Windbänder umkreisen den Pol während des Winters, wodurch kalte Luft und Winterstürme ausgelöst wurden.

„Wenn die Arktis wärmer und wärmer wird, nehmen die Unwetter zu“, sagte Dr. Cohen.

In den Wintermonaten zitieren die MSM (Mainstreammedien) gerne Cohen und Francis, wenn brutale Kälte und Schneefall die Menschen kaum davon überzeugen können, dass sich die Erde erwärmt. Beide Wissenschaftler behaupten regelmäßig, dass die Treibhausgasemissionen des Menschen häufiger und knochen-kalte arktische Stürme auslösen.

Dies ist keine allgemein akzeptierte Theorie. Tatsächlich gibt es viele Beweise, die darauf schließen lassen, dass dies nicht korrekt ist , einschließlich einer Studie aus dem Jahr 2018, in der festgestellt wurde, dass „kalte Zirkulationen wie diese im letzten Jahrhundert an Intensität und Häufigkeit abgenommen haben“.

„Solche Behauptungen machen keinen Sinn und widersprechen den Beobachtungen und der besten Wissenschaft“, sagte Cliff Mass, Klimatologe der University of Washington, gegenüber dem Daily Caller im Jahr 2018, als in den MSM der Anschein verbreitet wurde, dass kalte Temperaturen ein Produkt der Erwärmung waren .

Die Häufigkeit kalter Wirbelstürme hat in den letzten fünfzig Jahren abgenommen, nicht zugenommen. Allein das zeigt, dass solche Behauptungen unbegründet sind “, sagte Mass.

Ein spezieller Bericht von 2017 des National Climate Assessment der US – Regierung: „Es ist nicht möglich, Rückschlüsse auf die Beziehung zwischen arktischer Erwärmung und der Zirkulation in mittleren Breiten allein auf empirische Korrelation und Kovarianzanalysen zu beziehen.“

Der Bericht von 2017 fügt hinzu: „Die Sicherheit ist gering, ob oder aufgrund welcher Mechanismen die Erwärmung der Arktis die Zirkulation der Breitengrade und das Wetterverhalten in den kontinentalen Vereinigten Staaten beeinflusst hat.“

Andere Klimaforscher stellen auch die Behauptung von Francis und Cohen in Frage, dass Kälteeinbrüche immer häufiger werden. Amy Butler, Wissenschaftlerin am nationalen Wetterdienst NOAA, stellte fest, dass der Polarwirbel jeden Winter vorbeikommt, es wird kalt, wenn er zusammenbricht. „Er scheint weder in der Häufigkeit zu steigen, noch besteht ein Konsens wie es sich bis 2100 verändern könnte.“

View Amy Butler on Twitter

Merken Sie, was? (1) Der Polarwirbel besucht uns jedes Jahr. Es ist ein Merkmal der Winterzirkulation. (2) Der Zusammenbruch des Polarwirbels, der zu kaltem Wetter führt, scheint weder in der Häufigkeit zu steigen, noch besteht ein Konsens bis 2100.

 

Cohen schoss über Twitter zurück und sagte, er stehe zu den Ergebnissen seiner Arbeit [nach … Twitter, bezieht er seine Ergebnisse wohl aus den Klima-Computermodellen!], der Übersetzer]. Amy Butler will die Ergebnisse seiner Studie von 2017 nicht bestreiten, gibt jedoch an, dass es keinerlei Anzeichen für eine langfristige Abschwächung der Polarwirbel gibt.

View Amy Butler on Twitter

Basierend auf dem JFM AO aus ~ 1990-2010 wurde der Wirbel in dieser Zeit deutlich geschwächt. Weniger klar ist mir jedoch, dass dies auf einen längerfristigen Trend hindeutet. Zumal CMIP-Modelle sich in stark erzwungenen Treibhausgas-Szenarien nicht einmal auf das Vorzeichen der Reaktion einigen können.

Ryan Maue, Atmosphären Wissenschaftler am Cato Institut: „… dass die globale Erwärmung die „Kälteeinbrüche in den USA“ veranlasst habe, „ist die ärmlichste Anekdote die er je gehört hat“ (Link nachfolgender Tweet)

Eine Variation dieser Geschichte taucht auf … normalerweise in der Washington Post …, wenn der erste große Kaltschlag oder Schneesturm die USA trifft. Solche Märchen dienen vor allem dazu, das Publikum zu beunruhigen und die Subvention der Klimaforschung weiter fortzusetzen.“

View Maue – Rahmtorf image on Twitter

 

Maue:

Seien Sie immer auf der Hut bei unsinnigen Begriffen wie „Jetstream Sonderheiten“ oder „Klima Zusammenbruch“, wenn einige versuchen, das tägliche Wetter mit dem Klimawandel in Verbindung zu bringen.

Rahmstorf:

Der starke Anstieg des Auftretens schwacher Polarwirbelzustände in den letzten Jahrzehnten (der dazu führt, dass kalte polare Luft auf benachbarte Kontinente abwandert) wird durch objektive Clusteranalysen und Peer-Review-Untersuchungen belegt, im Gegensatz zu Ihrem Tweet. WaPo gibt die Referenzen an, wenn Sie sich interessieren.

Den Abschluss bietet Ryan Maue auf Twitter

Fox News: Noch 12 Jahre bis zum Weltuntergang

Die Erde ist auf dem Weg zu den verheerenden Folgen des Klimawandels – extreme Dürre, Nahrungsmittelknappheit und tödliche Überschwemmungen -, wenn nicht „beispiellose“ Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen bis 2030 unternommen werden, warnt ein neuer Bericht der Vereinten Nationen.

Gefunden auf und über The Daily Caller News Foundation vom 20.01.2019

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://dailycaller.com/2019/01/20/polar-vortex-not-global-warming/




Der Klimawandel ist „schuld“ am Winterwetter – wirklich ?

von Helmut Klimmek (Dipl.-Met.)

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Es ist Januar 2019, und es herrscht seit Mitte des Monats eine Witterung, die man in unseren Breiten als winterlich bezeichnen kann. Dabei ist es also vollkommen normal, dass es im Januar wie in den anderen Wintermonaten mal schneit und auch eine Reihe frostiger Tage gibt.

Genau solch eine typische Winter-Wetterlage dokumentieren die beiden Wetterkarten vom 24. Januar 2019 [2]:

Abb.1 DWD-Bodenwetterkarte 24.01.2019 [2]

Die Bodenanalyse zeigt ein Hochdruckgebiet über Westrussland mit einem nach Mitteleuropa gerichteten Keil. Gleichzeitig befindet sich ein mächtiges Tief über dem westlichen Mittelmeer. Aus dieser Druckkonstellation resultiert eine östliche bodennahe Strömung, die russische Kaltluft nach Deutschland lenkt. Das kräftige nach Norden sich ausdehnende Hoch über den Azoren blockiert die atlantischen Tiefdruckgebiete mit milder Meeresluft oder lenkt sie auf nördlichem Kurs über Island und die nördliche Nordsee nach Skandinavien.

Abb.2 Höhenwetterkarte 500 hPa 24.01.2019 [2]

Zum mächtigen Azorenhoch korrespondiert ein Höhenhochkeil über dem Ostatlantik mit Ausdehnung in Richtung Island. An der Ostflanke des Höhenhochs  entwickelt sich eine nordwestliche Höhenströmung, die  über die Biskaya, Spanien ins westlichen Mittelmeer und sogar bis Nordafrika verläuft. Zwischen diesem Ast der Höhenströmung und der über dem östlichen Mittelmeer wieder nach Nordosten gerichteten Höhenströmung liegt ein mächtiger Höhentrog über Deutschland und dem westlichen bzw. mittleren Mittelmeer, angefüllt mit hochreichender polarer Kaltluft.

F a z i t   Wetterlage : „Normales Winterwetter“ !

Jedoch – für die Grünen-Abgeordnete Bärbel Höhn ist das alles andere als normal, und sie hat eine ganz eigene Erklärung dafür [1]:

„Die Klimakrise zeigt Wirkung; die nächsten Wochen soll kalte Polarluft unser Wetter bestimmen. Ein Zeichen, daß die Golfstromwirkung nicht mehr funktioniert. Ähnlich, wie wir es schon im Sommer erlebt haben…“.

Dabei bezieht sie sich auf “Klimaexperten“, die das vorausgesagt hätten.

Ist Frau Höhn von allen guten Geistern verlassen, solche unausgegorenen Schnellschüsse über Twitter zu verbreiten? Ja, sie hatte sicherlich mal etwas über Szenarien vom Versiegen des Golfstroms im Bereich des Nordatlantiks gehört, die von Wissenschaftlern unter bestimmten klimatischen Voraussetzungen entwickelt wurden. Das schwirrte wohl Frau Höhn im Hinterkopf, als sie sich zu solchem Twitter-Tweets veranlasst fühlte. Besser kann Bärbel Höhn ihre Unbedarftheit in Sachen Wetter und Klimawandel nicht zum Ausdruck bringen.

Sicherlich haben viele Twitter-User über die Äußerungen von Frau Höhn den Kopf geschüttelt und ihr auch geantwortet. Verbreitet öffentlich geworden ist der Antwort-Tweet von dem allseits bekannten Wetterexperten Jörg Kachelmann. Er rüffelt Frau Höhn auf  Twitter [1]:

“Frau Höhn phantasiert frei von jeglicher Verbindung zur Wissenschaft. Es ist nicht wahr, dass die Golfstrom-Heizung nicht mehr funktioniert“.

Dazu findet man weiterhin a.a.O. [1]:

„Das ist vollkommener Blödsinn, wird Höhn von Jörg Kachelmann, einem anerkannten Wetterexperten, abgekanzelt.“

Wir können Jörg Kachelmann dankbar sein, dass er den Mut aufgebracht hat – wenn auch in leicht rüdem Ton –  Frau Höhn abzukanzeln ob ihrer Unsachlichkeit und Unbedarftheit in Sachen Klima und Wetter

Seit einiger Zeit ist ohnehin zu beobachten :

Fast zu jedem Wetter wird der „anthropogene“ Klimawandel von selbsternannten “Klima-Experten“ herangezogen :

… ob WARM oder KALT … ob TROCKEN oder FEUCHT … ob REGEN, SONNE oder SCHNEE …                       in jedem Falle ist es die „mensch-gemachte“ Klima-Katastrophe.

Dabei wird übersehen :

Der Wechsel beim Wetter ist doch der Normalzustand. Schaut man in die Wetter-Annalen, findet man schnell diverse zu kalte Winter. Deutlich zu kalte Winter, also einzelne oder alle Wintermonate mit signifikanter negativer Abweichung der Temperaturen vom Normalwert waren, um hier nur einige zu nennen, die Winter 2005/2006 und 1995/1996, die drei kalten Winter 1984/85, 1985/86 und 1986/87, der schneereiche Winter 1978/79, der lang anhaltende Winter mit vielen Eistagen und starken Nachtfrösten 1962/63, der Winter 1955/56 mit dem bisher kältesten Monat Februar seit Wetteraufzeichnungen mit einem zugefrorenen Rhein und Bodensee, der lange kalte Nachkriegswinter 1946/47 und der kälteste Winter des vorigen Jahrhunderts von 1928/29.

Was sagen Sie  d a z u  – Frau Höhn? Knipst sich der Golfstrom immer wieder mal an und mal aus? Was waren dann die Ursachen für die oben angeführten kalten Winter? War das auch schon der „anthropogene“ Klimawandel, der in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts für extrem kalte Winter sorgte? … und in noch früheren Jahrhunderten auch ?

In diesem Zusammenhang ist es auch interessant, daß die Winter in Deutschland im Klima-Mittel der letzten 30 Jahre nicht wärmer werden, sondern – im Gegenteil – kälter :

Abb.3  30-jähriger Wintertrend Deutschland 1988-2018/19 (Dez – Jan – Febr.)

Die Variabilität des Wetters und der Witterung ist das Normale. Es wird immer mal wieder trockene warme Sommer oder nasse kühle Sommer sowie kalte trockene oder schneereiche Winter und nasse milde Winter geben. Die Gründe dafür sind vielschichtig und lassen sich im Chaos der multiplen Wechselwirkungen in der Atmosphäre nicht eindeutig benennen.

Daher lässt sich jedenfalls auch die aktuelle vorübergehende kalte Witterung nicht mit einem einfachen hypothetischen Argument begründen, wie es Frau Höhn mit einer Abschwächung des Golfstroms versucht.

Als Fazit  genügt hier die Einschätzung zweier Fach-Institute, welche die Golf-Strom-Debatte kurz und knapp auf den Punkt bringen:

  1. Das Max-Planck-Institut in Hamburg [3]:

„Kann die globale Erwärmung zum Abriss des Golfstroms führen? Kann dies eine neue Eiszeit hervorrufen? Die kurze Antwort ist: Nein. Einen Golfstrom wird es immer geben,solange der Atlantik von Kontinenten umgeben ist, sich die Erde dreht und die Passat- und Westwinde wehen. Der Golfstrom kann also nicht abreißen. Ebensowenig kann die menschen-gemachte globale Erwärmung eine globale Abkühlung, vergleichbar mit der letzten Eiszeit, nach sich ziehen.“

  1. Der Deutsche Wetterdienst [4]:

„Über eine Abschwächung des Golfstromes bei weiter zunehmender globaler Erwärmung wird immer wieder spekuliert. Bisher liegen jedoch keine verlässlichen Messungen über eine Abschwächung vor. Vorübergehende Schwankungen sind normal.“

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Q u e l l e n :

[1] „Wetterexperte kanzelt Bundestagsabgeordnete der Grünen ab : »Frau Höhn phantasiert frei von jeglicher Verbindung zur Wissenschaft« ;“  https://www.freiewelt.net/nachricht/frau-hoehn-phantasiert-frei-von-jeglicher-verbindung-zur-wissenschaft-10076839/

[2]  http://www.wetterzentrale.de/topkarten.php?model=gfs&time=3&lid=OP

[3]MPI Hamburg : https://www.mpimet.mpg.de/kommunikation/fragen-zu-klima-faq/kann-die-globale-erwaermung-zum-abriss-des-golfstroms-fuehren-kann-dies-eine-neue-eiszeit-hervorrufen/

[4]  DWD, Gerhard Müller-Westermeier, Leiter DWD-Abt. „Nationale Klima-Überwachung“:  „Wetter ist nun mal chaotisch“, Sächs.Zeitg., 01.02.2011, S.5

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Artikel-PDF  h i e r :

KLIMMEK