PLANWIRTSCHAFT: Ausverkauf der Autoindustrie

VW Chef Herbert Diess haut mächtig auf den Putz: Er droht nach Informationen der Welt am Sonntag aus dem Verband der Deutschen Automobilindustrie (VDA) auszusteigen. Denn ihm, Diess, passe die Strategie der sogenannten »Technologieoffenheit« des VDA überhaupt nicht. Entwicklung und Förderung von Fahrzeugen mit Brennstoffzellen und Gasantrieben müssten eingestellt werden, meinte Diess, denn das überfordere die Branche. Alle Kräfte müssten sich auf die Durchsetzung des Batterie-Autos konzentrieren.
UM IDEOLOGIE GEHT’S, NICHT UM UMWELT

Das deckt sich erstaunlicherweise mit den Plänen von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Der will Milliarden für eine neue Batteriefabrik verpulvern mit der Begründung: Es müsse doch eine Richtungsentscheidung getroffen werden. Im Gegensatz zum Lenker der Märkte und Technologien im Wirtschaftsministerium haben bisher alle Unternehmen einer neuen Batteriefabrik eine Absage erteilt, nachdem sie ein solches gigantisches Projekt gründlich durchgerechnet haben. Der letzte Versuch, mithilfe sozialistischer Planwirtschaft über technische Zukunft zu entscheiden, endeten beim Trabbi und im Desaster.Markt und Verbraucher regeln Erfolg oder Nichterfolg einer Technologie. Bisher deuten die rund 0,2 % Elektroautos nicht darauf hin, dass die Kunden massenhaft von einem Gefährt überzeugt sind, das schlechtere Leistungen bietet, dazu aber teurer als bisherige Verbrenner ist.

Eine solche Batteriefabrik rechnet sich in Europa in keiner Weise. Das weiß vermutlich auch Diess und fordert – na, was wohl – Kohle vom Staat. Er nennt das einen »echten Masterplan Elektromobilität«, den Industrie und Politik entwerfen sollten. Die Politik solle einen »Strukturfonds« einrichten, der den Technologiewandel abfedere. So muss man nicht lange darüber spekulieren, was die Politik dem VW-Chef für seinen ungewöhnlichen Vorstoß versprochen hat.

Viel Geld vom Staat also auf der einen Seite, auf der anderen Seite sparen, Kosten senken, Angestellte entlassen – das Rezept von VW-Chef Diess. Auf breiter Front schlagen jetzt die Folgen der Krise bei Diesel und Benziner in der Autoindustrie durch. Bei Volkswagen spricht man von bis zu 7.000 Stellen, die wegfallen sollen. Die entsprechenden Arbeitsplätze sollen nicht wieder besetzt werden, wenn die Mitarbeiter gehen. Die Kosten sollen ab dem Jahre 2023 um 5,9 Prozent Milliarden Euro im Jahr gesenkt werden, wie der Vorstand von Volkswagen erklärte. VW muss einmal die hohen Kosten für die Verminderung des CO2 Ausstoßes bezahlen und jene 19 Milliarden Euro stemmen, die für den Umstieg auf die Elektromobilität und autonomes Fahren draufgehen.

Auch die VW-Tochter Audi tritt kräftig auf die Bremse und will über Effizienzmaßnahmen bis 2022 15 Milliarden € einsparen. Allein die Dieselaffäre hat Audi im vergangenen Jahr mehr als 1 Milliarde € gekostet. Die Ertragsziele für das vergangene Jahr wurden verfehlt, weil auch Audi erhebliche Probleme bei der Umstellung auf den neuen Abgaszyklus WLTP hat und deutlich weniger Autos verkaufen konnte. Mit dem Betriebsrat soll das Management jetzt Gespräche über Personalabbau aufnehmen. Die Rede ist von bis zu 15 % der 90.000 Angestellten, die verschwinden sollen. Das Tempo der Änderungen müsse erhöht werden, feuert der neue Vorstandschef seine Belegschaft an. Im Klartext: Die verbleibenden Mitarbeiter müssen mehr ranklotzen.Auch bei Ford werden Arbeitsplätze gekippt. 5.000 sollen es laut Auskunft einer Unternehmenssprecherin in Deutschland sein. Damit soll jeder fünfte der 24.000 Mitarbeiter in Köln, Saarlouis und Aachen seinen Arbeitsplatz verlieren. Sie sollen entweder eine Abfindung bekommen oder in die Frührente geschickt werden.

Stellenstreichungen auch in Nürnberg: Dort sitzt der Autozulieferer Leoni und produziert Kabelbäume für die Autoindustrie. Dort sollen 2.000 von insgesamt 92.000 Arbeitsplätzen gestrichen werden. Der neue Konzernchef Aldo Kamper hat einen Einstellungsstopp verhängt, sich von seiner Umsatzprognose von 5,2 Milliarden Euro verabschiedet und angedroht, dass Geschäftsbereiche, die nicht die verlangten Zahlen bringen, in den Orkus verschwinden. Gut, er hat das etwas höflicher gesagt, er wolle alle Optionen prüfen.

Hier in der Autoindustrie verbirgt sich so viel sozialer Sprengstoff wie in kaum einem anderen Bereich. Vielleicht kann ja jemand mal im Raumschiff Berlin Bescheid sagen – falls das jemanden dort interessiert.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier




Haben wir es verbockt?

Man sitzt davor und schüttelt sprachlos den Kopf. Da werden Worte verwendet, als wären wir im Krieg oder würden von einer imaginären Macht bedroht, die ohne sofortige, kompromißlose Bekämpfung uns alle überrollen wird. Zudem gibt es völlig neue Wortschöpfungen und Kombinationen. Mein Freund Harry, ein Lehrer, würde scherzhaft sagen: „Terminüsser“ oder „Französische Anglizismen“. Themen werden in einem Satz miteinander verquirlt. Gott sei Dank habe ich es aufgenommen und kann zurückspulen.

Ein junger Mann, ein „Organisator“ der FridaysForFuture, redet von „Angst“, die er verbreiten will, damit er wahrgenommen werde. Die Moderatorin redet von „sauberem Klima“ ohne zu sagen, was das ist und wer es denn verschmutzt hat. Klar, manchmal schaut man aus dem Fenster und sagt: „Heute ist aber Schmuddelwetter oder Schitt-Wetter“. Ist viel von diesem Wetter dann „unsauberes Klima“?

Welches Klima wollen die engagierten Jugendlichen schützen? Wahrscheinlich das saubere. Und dafür müssen WIR ALLE sofort was tun! Dafür gehen sie Freitag auf die Straße statt in die Schule! „Klimastreik“ noch so ein Wort. „Andere streiken ja auch, um etwas zu erreichen!“ Da hat er Recht. Nicht Donnerstag oder Montag, nee Freitag, weil Greta das so begonnen hat. Müsste dann ja heißen: WochentagForFuture. Klingt doof, zugegeben. Samstags in der Fußgängerzone oder auf dem Marktplatz auch nicht, dann würden die Politiker keine Notiz davon nehmen: Ach ja richtig… die Angst und so.

Wenn wir nichts tun, so ein weiterer Organisator, sei unsere Zukunft in Gefahr. Ein Mitstreiter sei tief besorgt. Er sagt, wenn er brav in die Schule gehe, sein Abi mache und studiere, um dann neue Technologie zu erfinden, sei es „viel, viel zu spät für die Erreichung des 1,5 Grad Ziels“. Ein geladener Lehrer entwirft eine Theorie. Er müsse viel „fremdunterrichten“ (Termi Nuss!) wegen des Lehrermangels. Das wäre qualitativ sowieso schlechter Unterricht, dann könnten die Kinder auch demonstrieren gehen. Beifall. Das muss erstmal sacken. Sein Vater, ebenfalls Lehrer, lädt die Schüler ein, das Thema doch mit in den Biologie-Unterricht zu bringen.

Joaa, denke ich. Kann man machen. Physik wäre vielleicht besser.

Ein Jugendlicher sagt, dass die Wissenschaft hinter ihnen stehe und sie von Wissenschaftler*innen (Versprecher in der Aufregung?) beraten würden. Und wer DEN Profis nicht glaube, dann wisse er auch nicht … Klingt nach Berechtigung. Die Sache ist schon mal klar! Deshalb fehlt es der Runde auch an einem Experten für das Klima, äähh, Klimaschutz oder -Wandel oder -Erwärmung, na so einem eben.

In der Runde sitzen zwei „Alte“: ein Landes-Bildungsminister: „Zum Thema Klima kann ich nicht viel sagen!“ Aha, und was macht er dann da? Ist das einer von denen, die Angst haben sollen? Und ein Experte der Energiewirtschaft. „Wir müssen jetzt zum Handeln übergehen und nicht so viel reden“. Gut, jetzt kann ich einen Teil der Besorgnis der jungen Menschen verstehen.

Der Bildungs-Alte erzählt, dass sie ja schon viel an den Schulen machen für den Umweltschutz. OK, jetzt schützen wir die Umwelt. Kann mich an einen Beitrag von Henryk M. Broder entsinnen. In diesem hat er eine Schule besucht. Die Schüler haben in einer Arbeitsgemeinschaft überprüft, ob alle auch richtig heizen und lüften. Andere haben einen gelben Papierkorb in den Klassenzimmern zur besseren Mülltrennung aufgestellt. Kommentar Broders: „Hier wird aus jedem Pups ein Fackelzug gemacht“. Und meint damit keinesfalls die Schüler.

Die Jugendlichen wollen: die Gesellschaft ändern, den Politikern klare Forderungen stellen, schneller aus der Kohle aussteigen und vor allem Verzicht auf so ziemlich alles üben (Fastenzeit für immer?) Unser Wohlstand ist auf Kosten der Zukunft aufgebaut und wenn wir so weitermachen. Immer wieder: Wenn wir so weiter machen, dann…

Alle „Erwachsenen“, die zu Wort kommen, finden das TOLL, was die Schüler*_#+innen machen. Kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass die einfach Schiß haben, zu sagen… Na ja, dann gehörten sie wahrscheinlich zu den bornierten Älteren, die denen die Zukunft klauen. Das will natürlich keiner.

„Wir sind hier, wir sind laut, weil IHR uns die Zukunft klaut“

„It Is Our Fucking Future“

Siehste!

Im Osten sind 51% dagegen, im Westen 51% dafür. Hhm, sind wir im Osten hinterher oder vorneweg? Oder kommt uns das irgendwie bekannt vor. Mir gehen da so Losungen durch den Kopf: „Gewußt wie, spar Energie“ oder „So wie wir heute arbeiten, werden wir morgen leben“. Müsste man jetzt abwandeln: „Wenn wir heute so nicht weitermachen, können wir morgen noch leben“

Und jetzt noch mal meine Frage: Haben wir es verbockt?

Ja, und das gleich im doppelten Sinne!

Wir haben es zugelassen, dass unsere Kinder jeden Tag die Apokalypse vor Augen gehalten bekommen. Ihnen werden falsche Wirkmechanismen von CO2 und Treibhäusern erzählt. Daß wir Schuld auf uns geladen haben, daß wir rücksichtslos unser „Klima verschmutzen“. Wir haben es zugelassen, daß eine völlig neue Sprache entstand, die suggeriert, daß es da etwas gäbe, was man schützen oder verteidigen kann. Wir haben es zugelassen, daß unsere Kinder Angst haben. Die ich Ihnen abnehme. Sie glauben das alles wirklich. Daß unsere (?) Politiker das Klima und das böse CO2 entdeckt haben, um die Gesellschaft zu transformieren, ihren Machtapparat auszubauen und uns zu kontrollieren, können sie sich nicht vorstellen. Sie sind in Freiheit und Demokratie aufgewachsen!

Und: Wir haben es nicht geschafft, ihnen umfangreiches Wissen über dieses Thema zu vermitteln! Nur so kann man Angst abbauen. Dinge, die wir nicht verstehen, machen uns Menschen Angst! Auch haben wir es nicht geschafft, Ihnen klar zu machen, dass es eben nicht so einfach ist, Kohlekraftwerke abzuschalten. Daß es nicht unserer Borniertheit geschuldet ist, das wir nicht früher angefangen haben, fossile Verbrennung abzuschaffen.

Nun ist das Kind im Brunnen bzw. auf der Straße! Jetzt wird es schwer werden. Sie werden uns nicht mehr glauben. Wenn man es versucht, kommen einem Worte wie Hass, Panik, Bedrohung, Angst entgegen. Da hilft es wenig, dass Herr Lindner FDP den Schülern die Kompetenz in Sachen Klima abspricht. Woher soll sie denn kommen, Herr Lindner?

Wir (Alten) haben es verbockt!

 

 




Emissionen der USA und der EU sind im Vergleich zu globalen Emissionen unbedeutend

Die harte und eindeutige Realität ist jedoch, dass weder die USA noch die EU eine bestimmende Rolle spielen werden, wenn es um die Frage geht, wie viel Energie global in Zukunft verbraucht wird oder in welchem Ausmaß die Emissionen zunehmen. Der Energieverbrauch und die Zunahme von Emissionen sowohl in den USA als auch in der EU sind relativ zum zukünftigen globalen Wachstum bedeutungslos geworden.

Diese Realität spiegelt sich in den Verläufen der Emissionen in der folgenden Graphik, aus der eindeutig hervorgeht, dass abnehmende Emissionen in USA und EU einher gehen mit gewaltigen Zunahmen von Emissionen in den Entwicklungsländern, was die zukünftige Zunahme der globalen Emissionen absolut dominieren wird.

Die gleiche Situation wie hinsichtlich der Zunahme von Emissionen in USA und EU gilt auch hinsichtlich der Zunahme des Energieverbrauchs, was in der folgenden Graphik dargestellt ist. Daraus geht hervor, dass die USA und die EU zusammen nur etwa 29% des globalen Energieverbrauchs und 26% der globalen Emissionen ausmachen.

Was noch bedeutender ist: USA und EU weisen über das letzte Jahrzehnt sinkende Raten des Energieverbrauchs und von Emissionen auf, wobei die jährlichen Raten einen Rückgang von jeweils 0,3% bzw. 1,0% zeigen, was ebenfalls aus den Graphen hervorgeht:

Diese sinkenden Raten in USA und EU des Energieverbrauchs zeigen im Vergleich zu den Entwicklungsländern, dass Letztere jetzt 58,5% des globalen Energieverbrauchs und 62,8% der globalen Emissionen kontrollieren, wobei diese Länder über 10 Jahre Steigerungen des Energieverbrauchs um 3,3% und der Emissionen um 2,9% verzeichnen.

Beispiele des kontinuierlich steigenden Energieverbrauchs in Entwicklungsländern zeigt die folgende Graphik für China, Indien, den Nahen Osten und Afrika (mit unterschiedlichen Energie-Skalen):

Sowohl die USA als auch die EU trugen zum sinkenden Energieverbrauch und sinkender Zunahme von Emissionen über der letzten 10 Jahre bei, während der globale Energieverbrauch um 17% und die Emissionen um 11% über diesen Zeitraum gestiegen sind, angeführt von den Entwicklungsländern der Welt.

Fossile Treibstoffe waren mit weitem Abstand die Grundlage für Energieverbrauch und Emissions-Zunahme des globalen Energieverbrauchs, wie die folgende Graphik zeigt. Dabei werden verschiedene Komponenten der Treibstoff-Anteile identifiziert:

Trotz des „Krieges gegen die Kohle“ seitens Klima-Alarmisten in USA und EU haben die übrige Welt und vor allem die Entwicklungsländer eindeutig beschlossen, dass sie weiterhin fossile Treibstoffe allen anderen Energiequellen vorziehen werden. Das gilt vor allem für die Kohle, wie folgende Graphik aus einem Beitrag von der GWPF zeigt:

Die Entwicklungsländer signalisieren, dass die ökonomischen Vorteile fossiler Treibstoffe weitaus schwerer wiegen als irgendwelche von der Regierung erlassene Vorschriften, welche zu höheren Kosten und unzuverlässiger Stromversorgung führen, wie das Wiederaufleben des Kohleverbrauchs in Indonesien zeigt (hier), zusammen mit dem engen Energie-Partner des Landes, China:

Ein weiterer GWPF-Beitrag beschreibt die gewaltige Größenordnung der Zunahme von Kohleenergie, wie sie in China und Indonesien geplant ist:

„Der indonesische Minister für Bergbau und Energie Arcandra Tahar sagte, dass die Regierung plane, die Investitionen im Kohle- und Mineralbereich in diesem Jahr auf 6,2 Milliarden Dollar zu steigern. Er sagte vor der Coaltrans Asia Conference auch, dass Indonesien keine Pläne hat, den Kohleexport zu reduzieren.

Diese Exporte werden dieses Jahr 371 Millionen metrische Tonnen betragen, das sind 7% mehr als im vorigen Jahr.

Auch die heimische Nachfrage treibt den Boom für die Kohleproduzenten in Indonesien, und zwar dank des ambitionierten Planes der Regierung, die Stromkapazität auf dem ganzen Archipel um 56 Gigawatt (GW) zu steigern, zumeist durch den Bau neuer Kohlekraftwerke.

Hinter Chinas neuerlichem Appetit auf Kohle steckt das robuste wirtschaftliche Wachstum des weltgrößten Energieverbrauchers. Weil der Ausbau der Erdgas-Infrastruktur langsamer vonstatten geht als erwartet, muss die steigende Strom-Nachfrage durch mehr Kohleverbrennung gedeckt werden. Als Folge davon stieg der Kohleverbrauch Chinas im vorigen Jahr um 0,4%, das ist die erste Steigerung seit dem Jahr 2013.

In Indonesien, dem Land mit der weltweit viertgrößten Bevölkerung nach China, Inden und den USA, ist der Primär-Energieverbrauch mit einer Jahresrate von 2,9% pro Jahr über das letzte Jahrzehnt gestiegen, wobei fossile Treibstoffe etwa 96% bei der Erzeugung ausmachen.

Fossile Treibstoffe dominieren also in der Energieerzeugung Indonesiens, wobei Öl einen Anteil von 44%, Kohle einen solchen von 33% und Erdgas 19% haben. Wasserkraft stellt einen Anteil von 2,3% und andere Erneuerbare in Gestalt von Biotreibstoffen von nur 1,7% dar. Die CO2-Emissionen des Landes sind mit einer Jahresrate von 3,1% im vorigen Jahrzehnt gestiegen.

Zum Vergleich für jene von uns, die in Kalifornien leben: diese Zunahme der indonesischen CO2-Emissionen ist etwa 3,5 mal höher als die von der Regierung vorgeschriebene CO2-Reduktion, wobei diese Reduktion erreicht werden soll mittels Milliarden Dollar an Kohlenstoff-Abgaben und höheren Stromkosten, welche die Kalifornier aufzubringen haben.

Noch peinlicher für Kalifornien sind die Auswirkungen des völlig fehlgeleiteten Wald-Managements der Regierung (hier), was vermehrt zu Waldbränden führte, wodurch die Wälder unseres [US-]Staates per Saldo zu Emittenten von CO2 geworden sind (hier). Das war nicht im Sinne des Gesetzgebers, welche die CO2-Reduktionsziele für Kalifornien festgelegt haben – folglich sind die regierungsamtlichen Schätzungen der Regierung falsch.

Die Kalifornier zahlten Milliarden Dollar für nichts als eine gewaltige, Klima-alarmistische Propaganda.

China und Indien haben inzwischen eine Energie-Initiative ergriffen, the Belt and Road Initiative, welche den Rahmen bildet für den gemeinsamen Ausbau der Kohleenergie der beiden Länder. Ziel ist die Installation von 35.000 Megawatt neuer Kohlekraftwerke bis Ende dieses Jahres, die hauptsächlich mit indonesischer Kohle befeuert werde sollen. Außerdem bedeutet diese Initiative, dass Indonesien die chinesische Technologie bzgl. Kohlekraftwerke übernehmen kann und – am wichtigsten – die Möglichkeit der Finanzierung des Ausbaus dieser Kraftwerke durch China.

Ein weiteres Beispiel aus jüngerer Zeit für den Erfolg der Kooperation zwischen China und Indonesien beim Bau von Kohlekraftwerken ist das Celukan Bawang-Kohlekraftwerk an der Nordküste der Insel Bali bei der Stadt Celukan Bawang. Dieses Kohlekraftwerk nahm im Jahre 2015 seinen Betrieb auf.

Das Kraftwerk umfasst drei 142 MW-Blöcke. Es wurde mit Geld von der China Development Bank in Höhe von 880 Millionen Dollar und von einem Konsortium chinesischer und indonesischer Unternehmen gebaut. Das Kraftwerk sieht man in diesem Bild:

Dieses Kraftwerk wird gegenwärtig erweitert mit zwei neuen 330 MW-Kraftwerksblöcken.

Der Klimawissenschaftler Nic Lewis schrieb in einem jüngst bei WUWT veröffentlichten Beitrag, dass „es bzgl. des Kampfes gegen den globalen Klimawandel weitaus wichtiger ist, dass sich rasch entwickelnde Länder viel mehr emittieren. Tatsächlich spielen die Emissionen Europas überhaupt keine Rolle“.

Diese scharfsinnige Einsicht gilt für EU und USA gleichermaßen.

Unglücklicherweise enthält die Klima-alarmistische Propaganda sowie deren Unterstützer in den Medien diese Fakten bzgl. des globalen Energieverbrauchs und Emissions-Zunahmen der Öffentlichkeit vor, während sie unablässig für enorm teure und bürokratisch monsterhafte Regierungs-Programme werben, welche keinerlei signifikante Reduktionen bewirken, weder hinsichtlich des globalen Energieverbrauchs noch Emissionen.

Unter der höchst erfolgreichen Energiepolitik von Präsident Trump sind die USA inzwischen zu einem globalen Energie-Giganten geworden. Dabei hat sich die Lage bzgl. Emissionen verbessert, wie die sinkenden CO2-Emissonen im vorigen Jahrzehnt eindeutig belegen, und auch die wettbewerbsfähigeren Energiekosten gereichen zum Vorteil für alle Amerikaner.

In einem WUWT-Beitrag zu Energie-Realismus heißt es:

„Von Fossilen zu Erneuerbaren … das Angebot stieg … Kosten sanken … Effizienz nahm zu … und Diversität blühte auf. Und noch etwas geschah. Unsere Umwelt hat sich nicht verschlechtert. Fast in jeder Hinsicht ist es besser geworden, sogar mit Ausweitung unserer Wirtschaft und obwohl unser Energieverbrauch neue Spitzenwerte erreichte.

Amerika steht jetzt an der Schwelle zur Energie-Unabhängigkeit, aber der Präsident möchte noch weiter gehen. Er möchte unseren Energiereichtum mit der Welt teilen und den Geist des Wettbewerbs für alle Verbraucher zum Nutzen machen. Mit Erdgas sind wir bereits soweit.

Im vorigen Jahr wurden wir zu einem Erdgas-Exporteur. Heute exportieren wir Flüssiggas (LNT) in 27 Länder auf fünf Kontinenten.

Unsere Kohleexporte nehmen substantiell zu. Diese Exporte lagen geschätzt im vorigen Jahr um 61% höher als im Jahre 2016, wie die Energy Information Administration (EIA) meldete. Über die kommenden Jahre werden wir eine Vielfalt von Treibstoffen exportieren.

Und nicht nur das. Wir werden die gleichen Technologien exportieren, welche uns zu einem sauberen Erzeuger üppiger und diverser Treibstoffe gemacht haben. Mit dem Export unserer Energie können wir unseren Freunden und Alliierten helfen, von unfreundlichen Nationen unabhängig zu werden.

Und mit dem Export unserer Energie-Technologie können wir Entwicklungsländern in Latein-Amerika, Afrika und Asien helfen, ihre eigene Energieversorgung zu verbessern und damit zu einem besseren Leben von deren Bürgern beitragen.

Und darin enthalten ist die Verfügbarkeit von Strom. Über eine Milliarde Menschen leben ohne denselben. Wir wollen diese Zahl während der nächsten Jahre substantiell reduzieren“.

Die USA haben gezeigt, dass fossile Treibstoffe die Zukunft sind, sowohl in umweltlicher Hinsicht als auch hinsichtlich einer Kosten-Nutzen-Bewertung, und es ist klar, dass die übrige Welt auch zu dieser Schlussfolgerung kommen würde.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/03/16/u-s-eu-energy-emissions-now-insignificant-to-global-energy-emissions-growth/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Unsere Medien, die Wissenschaft und der Klimakollaps – Propaganda oder ausgewogene Berichterstattung?

Und auch bislang nicht mit „Lügenpresse“-Vorwürfen bedachte Schweizer Organe, manchmal scherzhaft von gelernten DDR-Bürgern „Westfernsehen“ genannt, scheren unheimlicherweise in den Chor der gläubigen Untergangspropheten ein, wie Prof. Lüdecke vor kurzem berichtete.

Um so erstaunter war ich, als ich in den Kommentaren Verweise zu Videos von „oniem3“ fand, die bis zu 20 Jahre alte Ausschnitte aus öffentlich-rechtlichen und RTL-Sendungen zeigten, die doch tatsächlich die Klimakollaps-Theorie kritisch beleuchteten und mutige „Dissidenten“ wie Henrik Svensmark, Nir Shaviv (beide auf unserer Konferenz) oder Augusto Mangini zu Wort kommen ließen. Das alles bei Extra, Report (ARD!), 3Sat und so weiter.

Was ist in der Zwischenzeit passiert? Wie konnte es dazu kommen, dass eine angezweifelte Theorie in der Journaille dermaßen zum Dogma werden konnte? Ich denke, es liegt am Persönlichkeitstyp der Studenten, die „irgendwas mit Medien“ machen wollen. Diese Menschen neigen eher zum mystischen Aberglauben. Die meist sachlich gepolten Physiker, Geologen oder Meteorologen sind mit ideologischen Parolen kaum zu erreichen; Ausnahmen bestätigen die Regel. Daher sind auch die Angaben, dass „97%“ der Wissenschaftler den anthropogenen Klimawandel befürworten, falsch. Hans Kepplinger von der Universität Mainz machte diesbezüglich eine Umfrage und fand heraus, dass es eher auf eine Drittelung hinausläuft (Skeptiker, Unentschiedene, Alarmisten). Aber, und da wird es interessant, die Skeptiker seien eher die stillen Introvertierten; die Alarmisten hingegen die Extrovertierten, Lauten, die Politiker.

Ich selber komme aus der Laborbiologie, die glücklicherweise bislang von radikalen Ideologien verschont blieb. Ein Kollege, ein Arzt, sagte mir sogar einmal, mehr CO2 in der Atmosphäre sei günstig, weil Pflanzen dann besser wüchsen. Stellen Sie sich vor, der Mann wäre Doktor oder Professor an einer gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät…..

Die Freiheit der Natur- und Technikwissenschaften von politischer Indoktrination ist leider nicht in Stein gemeißelt. In den USA kann man schon „feministische Biologie“ studieren, was immer das sein soll. Echte Wissenschaft kann niemals „-istisch“ sein; sie ist IMMER unpolitisch, oder sie ist gar nicht.

Allerdings entstammt die Klimakatastrophen-Theorie ja den Naturwissenschaften. Was ist da passiert? Ganz einfach: Wissenschaftler sind abhängig von der Politik und den Medien. Feste Stellen werden immer seltener; und für die befristeten Stellungen muß man sich auf Förderprojekte bewerben. Die Förderpolitik von Deutscher Forschungsgemeinschaft, Bundesministerien oder regionalen Geldgebern unterliegt ähnlich wie der Zeitgeist oder die Bekleidungsindustrie Modeströmungen. In den 1990ern wurde zum Beispiel Genom-Sequenzierung stark gefördert; heute Gentechnik mit CRISPR. Wenn Sie zum Beispiel Krebsexperte sind, die Politik aber Sepsisforschung fördert, bewerben Sie sich halt darauf. An den Modeströmungen ist im Prinzip nichts Falsches, solange die Politik die Förderung eines Themas einstellt, das sich als Unfug herausgestellt hat. Da kommen aber leider die Medien ins Spiel.

Ich vermute, die Ur-Klima-Alarmisten wie Wallace S. Broecker haben früher mit durchaus wissenschaftlichen Methoden besorgniserregende Daten erhalten, die aber nur einen kleinen Ausschnitt aus der Realität darstellten. Sie kommunizierten das Entdeckte und bemerkten überrascht, wie heftig Medien und Politiker darauf reagierten. Kein Wunder, wir Menschen sind darauf gepolt, zuzuhören, wenn jemand „Feuer!“ schreit. Es gab Geld und Aufmerksamkeit, und das verführt natürlich. Die frühen Alarmisten legten nach, vielleicht noch mit schlechtrem Gewissen, hatten immer mehr Erfolg, und irgendwann glaubten sie dann ihre Geschichten selber. Der Mensch ist ein Meister im Verdrängen. Nebenbei: Mittlerweile haben sich schon Wissenschaftler den Schulschwänzern angeschlossen: #Scientists4Future.

Zurück zu unseren Journalisten: Im Gegensatz zu den Natur- und Technik-Wissenschaftlern, die nur teilweise und mit sehr leckeren Früchten zum Aberglauben zu bewegen sind, sind die Medien- und Kulturschaffenden nach aller Erfahrung geborene Gläubige, die nur allzu gern Weltuntergangspropheten lauschen, deren apokalyptische Ankündigungen sich zudem noch gut verkaufen lassen. Hinzu kommt sehr wahrscheinlich der Konformismus-Effekt, der sich in einer geschlossenen Echokammer, die häufig genug bereits das Gymnasium darstellt, heftig verstärkt. Zudem ist das gläubige Milieu der Journalisten und Medienleute erstaunlich intolerant. Der (konservative) Journalist Jan Fleischhauer erwähnte in diesem Zusammenhang einmal, dass ein geselliger Abend „gelaufen“ war, als er unter progressiven Akademikern etwas Positives zur Atomkraft gesagt hatte.

Unter diesen Bedingungen tut es nicht Wunder, wenn die Quantitätsmedien massiv an Qualität verlieren. Dafür wird irgendwann kaum noch jemand bezahlen wollen. Solange müssen wir mit dem Internet vorlieb nehmen.

 




Klima : Reich des Bösen

Glaubt man der NZZ am Sonntag, ist es unnötig, ja gefährlich, über den Klimawandel zu debattieren. Denn es geht hier nicht um Meinungen, wie wir in einem auf der Front angekündigten («Klimaleugner diffamieren Wissenschaftler») mehrseitigen Bericht («Im Netz der Klimaleugner») erfahren. Sondern um einen Kampf zwischen Gut und Böse.

Auf der einen Seite stehen die Wissenschaftler. Sie sind sich zu 97 Prozent einig: Der Mensch ist schuld. Das sind die Guten. Ihr Bannerträger ist Reto Knutti, Klimaforscher an der ETH Zürich. Knutti ist aber perfiden Attacken ausgesetzt von Unwissenden. Das sind die Bösen. Heimlich haben sich diese zwielichtigen Gestalten – die meisten «männlich, pensioniert oder emeritiert» – verbündet zu einem Netzwerk, um die Wahrheit zu «leugnen».

Die Weltwoche, die gelegentlich Artikel publiziert, welche den menschlichen Einfluss auf das Klima und vor allem dessen Folgen bezweifeln, ist gemäss NZZ am Sonntag der Schweizer Ableger dieser düsteren Macht. Professorin Naomi Oreskes warnt vor jedem Kontakt: «Ist das Gegenüber jemand, der alternative Fakten als Fakten präsentiert, hat man schon verloren.» Herr Knutti fehlt, wie er sagt, schlicht die Zeit für eine Auseinandersetzung.

Nun ist das Klima eine unendlich komplexe Sache. Generationen von Wissenschaftlern haben schon darüber gerätselt, warum es Eiszeiten gab, aber auch Wärmephasen, etwa im frühen Mittelalter, in denen es wärmer war als heute. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts (Kleine Eiszeit) wuchsen die Gletscher, seither schrumpfen sie wieder. Thesen gibt es viele – Sonnenaktivität, Verschiebung der Erdachse, Vulkane, Meteoriten, der seit hundert Jahren bekannte Treibhauseffekt von CO2 und anderen Gasen –, aber keine klaren Antworten.

Über das Vergangene rätseln die Weisen. Bezüglich der Zukunft wollen sich alle einig sein? Ein solcher Konsens wirkt alarmierender als die apokalyptischen Weissagungen an sich. In den 1980er Jahren galt als Unmensch, wer das Waldsterben leugnete. Das Verbot jeden Einspruchs machte die Prognosen nicht zuverlässiger.

Wissenschaftlichkeit definiert sich dadurch, dass alles hinterfragt werden darf, ja muss. Es gibt keine Gewissheit, nur Thesen, die zu falsifizieren sind. Doch statt sich dem dialektischen Prozess zu stellen, solidarisieren sich Knutti & Co. per Manifest mit den klimastreikenden Kindern, von denen garantiert kein Widerspruch zu erwarten ist.

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)*  Anmerkung der EIKE-RedaktionDieser Artikel ist zuerst erschienen in der WELTWOCHE Zürich : Klima: Reich des Bösen | Die Weltwoche, Nr. 11 (2019)| 14. März 2019 ; http://www.weltwoche.ch/ ; EIKE dankt der Redaktion der WELTWOCHE und dem Autor ALEX BAUR für die Gestattung der ungekürzten Übernahme des Beitrages.

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