Claudia Roth auf Forschungsreise zum Klimawandel

41.000 Flugkilometer Strapazen fürs Klima

Während der normale Bürger auf Flugreisen bald ganz verzichten soll, ist es klar, dass die, welche den Verzicht begründen, besonders viel fliegen müssen, um überall dorthin zu gelangen, wo sich Begründungen dazu finden. So wie Greta mit Bahn und Schiff, ergänzt mit einem Elektroauto, von Veranstaltung zu Veranstaltung oder Demo kutschiert, würde es für wirkliche Klimaretter viel zu viel ihrer wertvollen Zeit kosten. Zum Glück bekommen die Klimaspezialisten auf Forschungsexkurs auch Business-Class, so dass sich deren Unbequemlichkeiten beim notwendigen weit-Fliegen in Grenzen halten.

Und so hat sich eine hochkarätige Spezialistentruppe aus Berlin auf den Weg und ungefähr 41.000 Flugkilometer in die hintersten Winkel unseres Planeten aufgemacht, um mit eigenen Augen dem schlimmen Klimawandel sozusagen direkt ins Gesicht zu schauen. Was und warum, steht auf der Homepage von C. Roth beschrieben:
Claudia Roth: [2] … Claudia Roth reiste zusammen mit Prof. Dr. Matthias Zimmer (CDU) und Dr. Frithjof Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) in die besonders von der Klimakrise betroffenen Länder Bangladesch, Kiribati und Fidschi. Dort suchte sie den Austausch mit Entscheidungsträger*innen, Betroffenen, Wissenschaftler*innen und der Zivilgesellschaft. Die Delegation machte sich vor Ort eindrücklich ein Bild davon, wie schon heute Millionen von Menschen zu Vertriebenen werden, Orte und ganze Inselstaaten durch den ansteigenden Meeresspiegel bedroht sind – und vor welch enormen existenziellen, finanziellen und logistischen Herausforderungen die Menschen stehen …

Diese Klimawandel-Spezialtruppe bestand demnach aus drei, besonders mit dem Klimawandel betrauten Personen:
Frau C. Roth: Bundestags-Vizepräsidentin, ausgewiesene Abbrecherin jeglicher seriösen Ausbildung, aber Beispiel für „gelebte“ Resozialisierungschancen im Politikbetrieb durch Hieven in lukrative Staatsämter,
Prof. Dr. Matthias Zimmer (CDU): Politikwissenschaftler, Neuere Geschichte, Völkerrecht. Vorsitzender Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, ordentliches Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, im Ausschuss für Arbeit und Soziales, stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Ausschuss für Gesundheit.
Dr. Frithjof Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen): Sozialwissenschaftler, Publizistik und Germanistik. Obmann im Unterausschuss Vereinte Nationen, internationale Organisationen und Globalisierung, ordentliches Mitglied im Auswärtigen Ausschuss, stellvertretendes Mitglied im Verteidigungsausschuss.

Wer meint, es wäre vielleicht eine Privatreise auf Kosten der Steuerzahler gewesen, irrt. Neben dem Drang zur Erlangung aktuellen Klima-Folgenwissens lag eine Einladung der parlamentarischen Versammlung von Fidschi vor [1]. Wie jeder verstehen wird, darf so etwas genau so wenig ignoriert werden, wie beispielsweise die erwartete (und bekommene) Gratulation zum 40. Jahrestag der blutigen Revolution im Iran [11]. Schließlich legt auch die Regierung von Fidschi höchsten Wert darauf, (zur Sicherstellung der künftigen Zahlungen aus dem Klimahilfsfonds) regelmäßig von ausgewiesenen, westlichen Befürwortern der CO2-Klimakirche besucht zu werden.

Um die unvermeidbaren Reise-Ausgaben zu optimieren, wurden an diese Forschungsexkursion zusätzliche, höchst strapaziöse Brennpunktbesichtigungen in Bangladesch und Kiribati angehängt, Zwischenstopps im australischen Brisbane, auf den Salomonen und Nauru waren ebenfalls erforderlich. Alles in allem eine Exkursion, die sicher niemand, außer um das Wohl des Klimas besonders besorgte und vorbereitete Parlamentarier durchführen würden.

Bild 1 C. Roth wohl beim Fachsimpeln über Klimawandelprobleme. Screenshot von der Homepage [2]

Das Exkursionsergebnis: Alle schlimmen Ahnungen wurden bestätigt

Zurückgekommen, musste die Fachtruppe leider berichten, dass sich auf dieser Reise alle schlimmen Vorahnungen bestätigt haben. Wirklich jeder Befragte oder Mitteilsame in den bereisten Ländern wusste über schlimme Auswirkungen zu berichten. Wie schlimm es bereits ist, kann man auf der Homepage von C. Roth neben dem Textbeitrag augenscheinlich anhand einer zusätzlichen Bilderstrecke – wohl die Ausbeute dieser Forschungsexkursion – erkennen:
Claudia Roth: [2]Eines machte die Reise besonders deutlich: Die Dringlichkeit, unverzüglich global umzusteuern, das Pariser Klimaabkommen umzusetzen und die globale Erderwärmung  auf 1.5°C zu reduzieren muss oberste Priorität erlangen, wenn wir das Schlimmste noch verhindern wollen. Nur durch radikalen Klimaschutz können irreversible Kettenreaktionen im Erdsystem und damit weitreichende Auswirkungen auf die Überlebensbedingungen und die Menschenrechte weltweit verhindert werden. Zugleich benötigen die schon heute besonders betroffenen Regionen und Menschen konkrete Unterstützung in der Anpassung und der Bewältigung bestehender Schäden.

Dazu ein Auszug der an den Reisebericht angehängten Belegbilder, welche die Klimawandel-Dramatik schildern:

Bild 2 Auszug aus der Bildfolge zum Bericht [2]

Bild 3 Auszug aus der Bildfolge zum Bericht [2]

Bild 4 Auszug aus der Bildfolge zum Bericht [2]

Bild 5 Auszug aus der Bildfolge zum Bericht [2]

Bild 6 Auszug aus der Bildfolge zum Bericht [2]

Wenn Viele wenig Wissen, addiert es sich nicht

Es ist statistisch ableitbar, dass drei Personen mit – sagen wir einmal ganz, ganz großzügig, je 50 % Wissen – in Summe nicht 150 %, sondern im Gegenteil, insgesamt erheblich weniger als 50 % „Wissen“ ergeben. Denn Wissen addiert sich statistisch nicht, sondern muss multipliziert werden. Unabhängig von der Statistik lassen sich dafür aber auch andere Begründungen finden: Sie sind ideologisch „vorgepolt“ und glauben unbesehen alles, was man ihnen erzählt. Und sie blockieren sich gegenseitig dabei, eventuell an neues Wissen zu gelangen. Und genau so ist es wohl auch gekommen.
Zudem hat diese Fachgruppe es anscheinend auch nicht für erforderlich gehalten, sich wenigstens minimal mit Daten zu versorgen und sich fachbezogen auf die Exkursion vorzubereiten. Als Folge konnte (und wollte) anscheinend niemand aus dieser „Power-“Truppe Fragen stellen, welche zu wirklichen Erkenntnisgewinnen hätte führen können.

Das fällt nicht nur dem Autor auf. Auf „youwatch“ findet sich bereits eine Rezension, der man eigentlich nichts hinzufügen muss:
youwatch 13.04.2019: [3] Die Klimaretterin. Claudia Roth fliegt um die Welt
Der Autor macht es nur, um die Darstellungen mit Bildmaterial und Zusatzinformationen zu den von youwatch nicht rezensierten Klimawandel-Erkundungsorten zu ergänzen und so der „Klimawandel-Powertruppe“ (die allerdings wohl mit Sicherheit nicht bei EIKE hineinschauen wird) aufzuzeigen, welche Fragen man vielleicht hätte stellen können und was dann vielleicht herausgekommen wäre.

Bangladesch

In Bangladesch ließ sich das Trio von Regierungsmittgliedern erzählen, wie CO2-Klimawandel-geschunden das Land bereits ist, vor allem aber, dass bestimmt alle (schon immer gewesenen Probleme) dieses flachen Schwemmlandes, seit es einen Klimawandel-Reparationsfonds gibt, nur noch wegen der westlichen CO2-Emission entstehen. Zwar ahnt Frau Roth selbst, dass einiges auch eigenes Verschulden des Landes sein könnte, aber im Grunde scheint sie wohl überzeugt davon, was und wie es ihr berichtet wurde:
Claudia Roth, Homepage: [2] In Bangladesch befinden sich 30 Prozent des bebauten Landes in einer von Überflutungen gefährdeten Küstenregion, die 35 Millionen Menschen beheimatet. Schon heute müssen Küstenbewohner*innen ihre Dörfer verlassen, weil die Böden aufgrund von Salzeintrag durch den Meeresspiegelanstieg nicht mehr bestellbar sind, oder weil Fluten ihre Dörfer buchstäblich verschluckt haben. Jeden Tag migrieren alleine 2.000 Menschen nach Dhaka; die allermeisten von ihnen leben in den zahlreichen Slums der Hauptstadt.
… Mit den Sunderbans sind auch die größten Mangrovenwälder der Erde  und UNESCO-Weltnaturerbe durch die Erderwärmung und fossile Energie-Abhängigkeit gefährdet. Dabei bietet die grüne Lunge der Region den wichtigsten Schutz vor Zyklonen im Küstengebiet.  Immer häufiger auftretende Salzwasserüberflutungen greifen die Mangrovenwälder zunehmend an; zudem wird derzeit in der Nähe des empfindlichen Ökosystems unter Beteiligung eines Unternehmens aus Deutschland ein Kohlekraftwerk errichtet.

Nun hat der Autor zur Klimawandelproblematik bei Bangladesch ebenfalls schon einmal eine „Besichtigungstour“ durchgeführt. Allerdings vom Wohnzimmer aus und klimagünstig mittels googl:
EIKE 10.05.2017: [4] Die Volkshochschule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel

Daraus als Auszug eine Ergebniszusammenfassung des Berichtsteils zu Bangladesch:

[4] Bangladesh geht unter: Eine immer gute Story

Fragt man Menschen vor Ort (meistens sind es Aktivisten oder Regierungsvertreter), bekommt man sofort und unisono schlimmste „Tatsachen“ erzählt:
Infobroschüre: [x] Bangladesch: Anstieg des Meeresspiegels und Wirbelstürme.
… „Mein Name ist Shadu Charan Mondol. Ich bin 72 Jahre alt und lebe in Shingertoly am Ufer des Flusses Malancha in Bangladesch. Mein Haus steht auf dem Deich (links auf dem Foto). Es wurde schon sechsmal zerstört, weil der Deich nicht hielt. Bei Flut drückt das Meer immer weiter den Fluss hinauf. Der Wasserspiegel begann vor 60 Jahren anzusteigen, aber seit 10 Jahren steigt er schneller. Die Springfluten in Juni und Juli sind sogar noch gefährlicher: sie verursachen die höchsten Wasserstände. Wir wurden schon mehrere Male gezwungen, den Deich vom Fluss zurückzuverlegen; das ist aber ein Dauerproblem, und für eine weitere Rückverlagerung haben wir keinen Platz mehr übrig.” (März 2009)
WISSENSCHAFTLICHER HINTERGRUND: ANSTIEG DES MEERESSPIEGELS…
Der globale Anstieg des Meeresspiegels trifft Bangladesch aufgrund seiner geographischen Lage stärker als im weltweiten Durchschnitt: Der BengalSAARC Meteorological Research Council hat auf der Basis von Daten aus den letzten 22 Jahren festgestellt, dass das Meer 3 – 6 mm pro Jahr ansteigt.

Zum Glück ist google unerbittlich und kann etwas Information darüber finden.

Bild 7 (im Artikel Bild 9)

Es lohnt immer, auf dem PSMSL-Viewer die Stations-Pegeldaten der betroffenen Länder direkt nachzusehen. Zuerst erkennt man wieder, dass meistens ausgerechnet die „betroffensten“ Länder äußerst lückenhafte – und meist nur kurze – Datensätze haben und bei vielen gerade auch Daten der jüngeren Zeit (zumindest in öffentlich zugänglichen Datensätzen) fehlen. Bangladesch gehört dazu. Die verfügbaren Pegelverläufe sehen wie folgt aus:

Bild 8 (im Artikel Bild 10) Pegeldaten der drei in der SAARC Studie genannten Stationen. Vom Autor: auf das Jahr 2000 normiert, Endpunkte durch waagrechte Linien gekennzeichnet. Quelle: PSLSM-Viewer

Im Artikel wurde gezeigt, dass diese Pegel-Verlaufshinterlegungen fehlerhaft und zeitverschoben sind. Korrigiert sehen die Verläufe wie im Bild 9 aus. Eine signifikante Zunahme (über diese Zeiträume) kann nun aus den Pegeldaten nicht abgeleitet werden – nur starke Schwankungen.

Bild 9 (im Artikel [4] Bild 12). Daten vom Bild 8 vom Autor durch Offset und Multiplikation, sowie Phasenverschub soweit möglich in Deckung gebracht.

Bei manchen Pegelverläufen sieht man es auch direkt.

Und das zeigen auch Pegelbilder von der indischen Seite des Golfes, wo die Pegeldaten weiter reichen und besser sind.

Bild 9 Pegelverläufe auf der indischen Seite des Golfes von Bengalen (dort sind längere Zeitreihen verfügbar). Quelle: PSLSM Viewer

Und die Pegel vom Pazifik, wo sie noch aktueller verfügbar sind:

Bild 10 (im Artikel Bild 14) Pegelverläufe von TUVALU, Kiribati und umliegenden Südsee-Atollen mit einem Pegelwert von Australien. Alle Verläufe auf das Jahr 2014 normiert. Grafik vom Autor anhand der PSMSL Pegeldaten erstellt

Fazit
Es ist demnach auch im Golf von Bengalen kein unnatürlich, verstärkter Pegelanstieg erkennbar. Auch dort gilt das Gleiche wie oft auf der Welt, wenn die bekannten Horrormeldungen erscheinen: Pegelmeldungen, so sie einmal beim IPCC, in Studien, oder einfach Zeitungsmeldungen erschienen sind, werden nicht mehr hinterfragt und der oft gemeldete Untergang erfolgt daraus als Weiterführung in Simulationen [x].

Bild 11 Pegelverlauf um Indien (und Bangladesch) nach einer Pegelstudie von N.A. Mörner [5]

Das Meer steigt langsam, sinken tut das Land aber schnell

Es ist auffällig, dass oft in angeblich schlimm klimawandel-gebeutelten Küstenzonen nicht das Meer überproportional steigt, sondern das Land überproportional sinkt. Schon mehrfach wurde darüber berichtet [12] [13].Ursachen können eine Tektonik sein, häufig ist es aber auch exzessive Wasserentnahme aus sumpfigen Küstenstreifen. Dieses Sinken kann bis zu 20 mm im Jahr betragen und damit das 5 … 10-Fache des Meerespegelanstiegs. Neu ist, dass man dafür durch einfaches Melden an bestimmte, westliche Staaten problemlos den Klimawandel und darüber den reichen Westen verantwortlich machen kann. Und wie man sieht, wird vor Ort anscheinend über Alles und Jedes, aber partout nicht über Solches gesprochen.
Denn im Schwemmland von Bangladesch ist es ebenso:
[7] Sea level rise in Bangladesh is higher than the mean average rate of global sea level rise over the past century, because of the effects of tectonic subsidence
kaltesonne: [10] So berichtete 2013 der Geologe Till Hanebuth über Ergebnisse aus dem Deltabereich Bangladeschs. Sein Team fand natürliche Absenkungsraten von mehr als 4 Millimeter pro Jahr. Diese Rate ist deutlich höher als der klimatisch-bedingte Meeresspiegelanstieg
[5] Nils Axel Mörner, 2010: SEA LEVEL CHANGES IN BANGLADESH NEW OBSERVATIONAL FACTS

Auch sonst „das Übliche“, nur kein Klimawandel

[8] Durchschnittlich vier Bengalen-Zyklone treffen jährlich die Küsten Bangladeschs und Indiens (A). Besonders häufig sind sie im August–September; ihre Hauptzugbahnen sind dann der eng schraffierte Bereich; die selteneren Zyklone im Oktober–November beeinträchtigen überwiegend die Östküste Indiens (weit schraffierter Bereich). Vor allem im Mündungsgebiet von Ganges und Brahmaputra sind die Schäden hoch: Das Gebiet liegt sehr tief, so dass die Sturmfluten weit landeinwärts dringen können; der Rückstau in den Flüssen lässt das Land außerdem „von hinten“ ertrinken.
Die Mangrovenwälder … waren für Bangladesch lange Zeit der wirksamste Schutz vor den Sturmfluten, die durch die Bengalen-Zyklone ausgelöst wurden und mit verheerenden Überschwemmungen und starker Küstenerosion einhergingen.
Ihre Abholzung ließ das Ausmaß der Schäden um ein Vielfaches ansteigen.
[14] … Die Überschwemmungen werden verstärkt durch den Holzeinschlag im Mangrovenwald und im Khasigebirge. Die Ausweitung der landwirtschaftlichen Anbauflächen durch Brandrodung hat an ganzen Bergflanken zu Kahlschlägen geführt. Die Regenmassen der Sommermonate spülen dort den Boden ab. Früher versickerten sie allmählich im Waldboden, und das schützende Blätterdach verminderte den Aufprall. Der Boden speicherte die Feuchtigkeit und gab sie in trockeneren Monaten ab. Heute lagert sich der abgespülte Boden als Sediment in den Flussarmen des Deltas ab. Die Schlammfracht erhöht die Flusssohle und die Ufer. Bei den großen Abflussmengen nützen Dämme daher nur wenig; gewaltige Überschwemmungen sind die Folge …

In einem alten WIKIPEDIA Eintrag konnte man es ebenfalls lesen. Inzwischen wurde dieser durch einen alarmistisch getexteten ausgetauscht:
Wikipedia:
Nach den gängigen Szenarien ist jedoch ein wesentlich geringerer Meeresspiegelanstieg zwischen 18 und 59 cm wahrscheinlich; seine Folgen lassen sich mit effektiven Küstenschutzmaßnahmen, deren Kosten etwa 0,1 % des BIP betragen, beherrschen.[6] Nach neuesten Untersuchungen hat sich die Fläche des Landes während der letzten 32 Jahre im Schnitt um 20 km² pro Jahr vergrößert.

[9]Zu den schwerwiegendsten Umweltproblemen des Landes gehört die Vergiftung von Grundwasser mit dem Halbmetall Arsen, von der etwa 10-20 Millionen Menschen in den Grenzregionen zu Indien betroffen sind. Obwohl hohe Konzentrationen des Giftes sofort tödlich wirken, ist der Großteil der betroffenen Menschen einer schleichenden Vergiftung ausgesetzt, die sich anfänglich durch Hautausschlag und Magenprobleme äußert. Zwar existieren über die Ursachen der Kontaminierung unterschiedliche Angaben, fest steht aber, dass es sich um eine Menschen gemachte Katastrophe handelt. Überdüngung und der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln werden ebenso genannt wie illegale Abfallentsorgung der Schwerindustrie nahe der indischen Grenze. Andere Experten nennen das Auswaschen von arsenhaltigen Gesteinsverbindungen aus tief liegenden Bodenschichten, auf deren Niveau der Grundwasserspiegel infolge des wachsenden Wasserkonsums abgesunken ist.
Ein weiteres Problem mit nicht nur ökologischer, sondern auch außenpolitischer Dimension ist der Farakka-Staudamm. Der 1974 fertig gestellte Damm liegt im indischen Westbengalen nur 18 km von der Grenze zu Bangladesch entfernt. Seit seiner Inbetriebnahme führte der Baral, ein Seitenarm des Ganges, in der Trockenzeit acht- bis elfmal weniger Wasser als zuvor. In der Folge traten im Südwesten von Bangladesch regelmäßig Dürren auf, die Böden versalzten und die Fischbestände gingen zurück. In den Sunderbans wurde die Vegetation unwiderruflich geschädigt …
Dissertation: [15] … In Bangladesch führte die Errichtung des Farrakka Staudammes dazu, dass die Wassermenge im Ganges in den Wintermonaten der Jahre 1975 bis 1988 um durchschnittlich 44 Prozent zurückging150 (siehe Foto 4). Das wiederum führt in Bangladesch zum stellenweise dramatischen Absinken des Grundwasserspiegels, zu Problemen bei der Bewässerung und – was vermutlich am problematischsten ist – zum Rückstau und Eindringen von Salzwasser in die Ganges-, Padma- bzw. Meghnamündungen.

Wenn mit Einsetzen des Sommermonsuns die Wassermassen in den Flüssen anschwellen, öffnet Indien am Ganges/Padma die Schleusen des FarakkaStaudamms. Die Überschwemmungssituation in Bangladesch wird dadurch in beträchtlichem Maße zusätzlich verschärft. Dies trifft die Menschen im Lande unvorbereitet, denn es gibt bezüglich der Dammöffnung keinerlei Absprachen und Informationsaustausch zwischen Indien und Bangladesch.

Jährlich 5 m, bei Extremen sogar bis zu 9 m hohe Flutwellen waren schon immer, 1,5 … 2 mm/pa Pegelanstieg sind aber das Problem …

Und gegen diese 1,5 … 2 mm/pa hat der verantwortliche, reiche Westen Billiarden EURos zur CO2-Vermeidung auszugeben und 100 Milliarden EURos jährlich an Reparation zu leisten.
Um zu veranschaulichen, welcher Schwachsinn hinter der CO2-Vermeidung zur (angeblich damit möglichen) Reduzierung von Überschemmungen in Bangladesch steckt, ein Pegelvergleich:
Dissertation: [15] … Der folgenschwerste Zyklon in der jüngeren Geschichte des Landes traf die Küste im November 1970. Damals kamen rund eine halbe Million Menschen in einer bis zu neun Meter hohen Flutwelle ums Leben.
Die Höhenanagaben zu Flutwellen variieren stark. Bis zu 5 m für starke Zyklone scheinen aber „normal“ zu sein. Danach ergibt sich grafisch der folgende Vergleich:

Bild 12 Pegelvergleich Flutwellen und natürlicher Meerespegel-Anstieg bis 2100 im Golf von Bengalen. Grafik vom Autor

In der Dissertation ist auch etwas zu den Überschwemmungen selbst gesagt (Anmerkung: Obwohl in dieser Dissertation fast nur Extremereignisse beschrieben und analysiert werden, kommt der Begriff „Klimawandel“ darin nicht vor):
Dissertation: [15] … Auf der Basis dieser statistischen Daten wird eine langfristige Entwicklung deutlich. Es zeigt sich, dass die Variabilität der Überschwemmungsintensitäten seit den 1970er Jahren sehr zugenommen hat, d.h., dass einerseits die Überschwemmungen häufiger fast ganz ausblieben, es andererseits wenige extrem starke Überschwemmungen (v.a. 1987, 1988, 1998 und 2004) gab. Diese Entwicklung könnte durch eine höhere Variabilität der Niederschläge hervorgerufen sein. Ein weiteres Erklärungsmuster ist nach HOFER der Bau von Dämmen, der in Bangladesch nach der Unabhängigkeit in den 1970er Jahren stark forciert wurde. Dies würde bedeuten, dass die baulichen Maßnahmen einerseits zu einem Rückgang durchschnittlicher, für die Landwirtschaft wichtiger Überschwemmungen geführt haben, dass andererseits aber das Auftreten besonders starker Überschwemmungen durch den Bau von Dämmen nicht verhindert werden konnte oder sogar begünstigt wurde.
Überdies sind durch die rapide Bevölkerungszunahme die überschwemmungsgefährdeten Gebiete in Bangladesch heute weitaus dichter besiedelt als Mitte des 20. Jahrhunderts. Dementsprechend stiegen auch die Anzahl der von Überschwemmungen betroffenen Personen sowie der volkswirtschaftliche Schaden für das Land permanent an und steigen auch weiterhin …

Nun noch das Bevölkerungswachstum, und eine weitere Ursache für viele der geschilderten Probleme (wie sie auch in der Dissertation [15] gelistet sind) werden klar.

Bild 13 Bangladesch Bevölkerungsdaten. Quelle: http://www.pdwb.de/kurz_ban.htm

Die Bewertung der Expertentruppe vom Bundestag

Das Expertenteam mit Claudia Roth weiß aber, dass das alles falsch sein muss, zumindest nicht Hauptursache(n) sein kann, beziehungsweise nicht sein darf. Denn erzählt wurde ihnen doch, dass es der Klimawandel und damit die alleinige Schuld des Westens ist. Und wirklich findet sich vor den wachsamen Argusaugen des Teams ein ganz aktuelles Corpus Delicti. Das kann zwar noch nicht am Wandel schuld sein, aber bald wird es diesen mit Sicherheit verstärken:
Cladia Roth: [2]zudem wird derzeit in der Nähe des empfindlichen Ökosystems unter Beteiligung eines Unternehmens aus Deutschland ein Kohlekraftwerk errichtet …
Damit will dieses Expertenteam wohl mitteilen: Warum bauen diese Depperla noch altertümliche Kraftwerke! Jeder weiß doch, dass moderner Strom in jeder gewünschten Ausführung durch Zertifikate übers WEB zur Steckdose kommt. Und welche schlimme Deutsche Firma mischt da mit? die werden wir nach der Heimreise gehörig an den Pranger stellen.

Die weiteren Erklärungen, warum C. Roth sich dank persönlichem Augenschein absolut sicher ist, dass Bangladesch von uns Klimawandel-Reparationszahlungen zu bekommen hat, bitte selbst nachlesen [2].

Fidschi

Zu den Südseeatollen gibt es bereits so viele Analysen, welche zeigen, dass diese bisher keinesfalls aufgrund eines AGW-Klimawandels unterzugehen drohen, dass eine neue Darstellung sich erübrigt.
EIKE 16. November 2017: Nochmals Fidji, die eher aufsteigenden, als untergehenden Atolle
EIKE 20.12.2016: Der Klimawandel wird bildlich gesprochen immer schöner, die Daten darüber nicht
EIKE 03.11.2017: Das Wochenende, an dem die Welt (wieder) begann unterzugehen
EIKE 27. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 2)
EIKE 08.06.2017: Crashinformation zu den „untergehenden“ Pazifikinseln, Teil 2: Zusatzinformationen

Und nun lesen, was die Besichtigung vor Ort für die Experten „ergeben“ hat:
Claudia Roth, Homepage: [2]Der Besuch des aus 33 Atollen bestehenden Kirbati zeigte die buchstäbliche Fragilität der kleinen Inselstaaten durch den ansteigenden Meeresspiegel. Die höchste Erhebung des Hauptatolls liegt nur drei Meter über dem Meeresspiegel, das Atoll ist oft nur wenige Meter breit und wirkt wie ein dünner Strich inmitten gewaltiger Wassermassen. Kam die „King-Tide“ früher nur maximal einmal im Jahr, rechnen die Bewohner*innen inzwischen fast monatlich mit starken Fluten. Das Überleben Kiribatis und die Bewohnbarkeit der Atolle hängt damit maßgeblich von den Anstrengungen der Weltgemeinschaft ab, die Erderwärmung auf 1.5°C zu reduzieren.
Gleiches verdeutlichte auch der Außenminister Fidschis, Inia Seruiratu. Die Veränderungen klimatischer Verhältnisse hin zu mehr Regen, mehr Überflutungen und häufigeren Sturmfluten seien auch auf Fidschi deutlich spürbar.

Und was nicht nur der Autor, sondern auch andere sich dazu zu sagen trauen:
youwatch: [3]Vergessen hatte Claudia Roth offenbar, daß es im Herbst 2017 eine Klimaschutzkonferenz in Bonn gegeben hat, bei der offensichtlich wurde, daß die Fidschi-Inseln mitnichten vom gewaltigen Ozean überspült werden. Auf der Fidschi-Insel Ono mußte zwar bspw. das Dorf Narikoso nach „weiter oben“ umziehen, weil es direkt am Strand ein bißchen feucht und ungemütlich geworden war. Aber man hätte dort einfach vorher den Mangrovenwald nicht roden sollen, um Platz für das Dorf am Strand zu schaffen. In der Folge erodierte nämlich der Boden und wurde weggespült. Das Dorf mußte  deswegen „höhergelegt“ werden, was auch „nachhaltig“ möglich gewesen ist, da die Insel etwa 300 Meter hoch ist. Dafür, daß die Bewohner ohne Küstenschutzmaßnahmen direkt am Pazifik siedeln wollten, konnte das böse Weltklima gar nichts. Ob es der grünen Claudia wohl jemand erzählt hat, als sie vier überaus lehrreiche Tage lang auf Steuerzahlers Kosten in dem Schnorchler- und Taucherparadies verweilte?

Oder war die irrtümliche Reise dem Versäumnis eines wissenschaftlichen Mitarbeiters der grünen Bildungsbeflissenen geschuldet, der vergessen hatte, auf einen SPIEGEL-Artikel vom Juni 2012 zu verweisen, der sich mit dem Rätsel der versinkenden Inseln beschäftigte? Der SPIEGEL berichtete damals, Geologen und Sprachforscher aus Frankreich hätten das Südseeparadies erkundet, nachdem die Vereinten Nationen dort die ersten Klimaflüchtlinge der Welt verortet habe. Recht eigentlich sei das Absinken der tektonischen Erdplatte das Problem, auf der die Inseln des Südpazifiks liegen, hieß es. Die Fidschi-Inseln sind größtenteils vulkanischen Ursprungs und der Pazifik ist ein tektonischer Raum mit zahlreichen Erdbeben. Das kommt von der westlich von den Fidschis gelegenen „Australischen Platte“, die sich unter die östliche „Pazifische Platte“ schiebt. Die Fidschi-Inseln liegen ganz in der Nähe der Nahtstelle dieser beiden Kontinentalplatten. Das wird es wohl sein, was den Eindruck eines „Anstieg des Meeresspiegels“ verursacht. Ganz unzweifelhaft braucht man schon jemanden, der gestrickt ist wie Claudia Roth, um ihm weiszumachen, daß das, was er auf den ersten Blick sieht, auch die Ursachen hat, die er als erstes unterstellt.

Dazu eine Ergänzung aus [16], die zeigt, wie sich tektonische Bewegungen (durch Erdbeben) auf den Tidenpegel auswirken, und wie daraus dann offiziell ein falscher Pegel-Anstiegstrend ausgewiesen wird (den die dadurch „geschädigten“ – mindestens ganz kurz davor stehenden – Regionen dann dem Westen “um die Ohren hauen“.

[16], Pegeldarstellung der NOAA. Diese zeigen immer die Rohdaten ohne isostatische Korrekturen. Ausgewiesen werden +5,04 mm/pa Pegelanstieg seit 1993.

Bild 14 Guam, Apra Harbour, Tidenpegelbild der NOAA

Nun die Analyse der gleichen Rohdaten mit einer sorgfältiger durchgeführten Sichtung und Beachtung der isostatischen Verzerrungen durch mehrere Erdbeben. Das Ergebnis sind anstelle der bei der NOAA angegebenen, steigenden 5,04 mm/yr seit 1992, fallende Pegelstände von -1,15 mm/pa seit 1999:

Bild 15 Die Pegel von Bild 13 mit Darstellung der Pegelverzerrung durch Erdbeben (Landsenkungen). [x] Parker & Ollier (2018), Figure 3

Parker & Ollier (2018): … The relative sea levels have been continuously reducing from January 1948 to August 1993 at a rate of -1.08 mm/year. Since January 1999, the sea levels have been continuously falling at a rate of -1.15 mm/year.
Praktisch alle Pazifikatolle (und teils auch die großen Inseln) liegen auf der riesigen Kontinental-Bruchzone des Pazifischen Feuerrings und damit auf einer hyperaktiven Erbebenzone (siehe Japan mit seinen vielen, extremen Erdbeben und Erdbeben-bedingte Tsunamis).

Man beachte, dass die Angabe der NOAA als Begründung zur CO2-Vemeidungspflicht angezogen werden; Billiarden EUR sinnloser Ausgaben (auch) wegen Statistik- und Analysemängeln, die seit vielen Jahren von den regelmäßig 30. bis 50.000 „Klimazirkus-„ Teilnehmern nicht bemerkt werden (wollen).

Gleiche Orte, vollkommen verschiedene Bewertungen

Die Problembewertung des Autors sollte für jeden offensichtlich sein, doch nochmals in Kurzform: Eine CO2– Vermeidung als Lösung der vom Expertenteam des Bundestags geschilderten Probleme dürfte der größte, kollektive (technische) Schwachsinn dieses Jahrhunderts sein. Dass dieser Schwachsinn inzwischen auch von Kindern gefordert wird, ändert an der Tatsache nichts.

Doch nun die Bewertung des Expertenteams, ausgedrückt durch C. Roth:
Claudia Roth, Homepage: [2]Die Reise hat deutlich gezeigt: Die Realität vor Ort lässt  es nicht zu, die Klimakrise weiterhin kleinzureden, geschweige denn zu leugnen, oder die Hände in den Schoß zu legen. Die Menschen vor Ort haben große Erwartungen an die Industriestaaten und an Deutschland: Sie erwarten hohe Anstrengungen zur Eindämmung der Klimakrise und tatkräftige Unterstützung bei bestehenden Schäden durch die Hauptverursacher dieser menschgemachten Krise. Und sie erwarten einen würdevollen und gerechten Umgang mit denjenigen Menschen, die am wenigsten zur Klimakrise beitragen und dennoch im Kontext dieser Krise gezwungen sind, sich ein neues Zuhause zu suchen. Der Handlungsbedarf ist dringend. Neben dem radikalen Kampf gegen die Klimakrise muss es deshalb unsere Aufgabe sein, die betroffenen Staaten darin zu unterstützen, effektive und würdevolle Lösungen vor Ort zu entwickeln. Es ist eine Frage historischer Klimagerechtigkeit, dass wir in den Industriestaaten nicht weiter den Kopf in den Sand stecken, sondern Verantwortung übernehmen.

Es bleibt nur eine Erkenntnis: Das Internet taugt nichts. Darüber bekommt man vollkommen falsche Informationen. Nur Expertenteams, die sich die Reisen leisten dürfen, gelangen an das wirkliche Wissen.
Dies hat auch ein (wohl vergleichbares) Expertenteam eines Öffentlich Rechtlichen bestätigt.
EIKE 24. April 2019: Kiribati versinkt wieder, das ist professionell recherchiert

Vielleicht war es doch nur eine „wissenschaftlich“ verbrämte Lustreise

Beim Betrachten der Bilder aus dem „Bericht“ von C. Roth [2] kommt zumindest der Autor definitiv nicht zu dem Schluss, dass sich darin stichhaltige Belege für einen CO2-bedingten, schon schlimm gewordenen Klimawandel fänden. Eine am Meer gelegene Müllhalde gehört sicher nicht dazu. Aber man sieht sehr wohl, dass diese „Powertruppe“ von Experten wohl überall freundlichst empfangen und hofiert wurde.
Und damit kommt man zu einem Punkt, der Deutschlands Klimahysterie durchzieht: Die Verbrüderung mit solchen Gruppen im In- und auch Ausland, welche möglichst laut und vehement von Deutschland CO2-Reparationen fordern. Die ehemalige Umweltministerin, Frau Hendricks tat sich dabei besonders und hemmungslos hervor [17], wie man sich unter Jubel mit Aktivisten verbündet, die nur an eines wollen: Geld aus Deutschland, und das bedingungslos, da es ja CO2-Reparationszahlungen sind.

Einleuchtend ist: wer alleine, oder als Delegation mit hohen Geldversprechungen im Rucksack zu solchen „Klimawandel-“ betroffenen Regierungen reist und deren Forderungen wohlwollend und vorbeugend ohne irgend einen sachlichen Einwand automatisch bestätigt mit nach Hause nimmt, ist sofort ein guter Freund und wird hinten und vorne nur noch „gebauchpinselt“. So lässt sich eine solche Reise bestimmt exklusiv genießen. Schon den Start, aber auch das viel, viel dickere Ende bezahlt ja das Volk.
Anbei ein Link zu einem netten Artikel, der das Thema ebenfalls aufs Korn nimmt:
Achgut: Ich bin für Klimawandel. Leben Sie wohl.

Quellen

[1] The European, 22.04.2019: Claudia Roth, die grüne Heuchelei und die Flugreisen

[2] Claudia Roth, Homepage 12.04.2019: Globale Verantwortung für existentiell durch die Klimakrise bedrohte Menschen und Regionen: Reise nach Bangladesch, Kiribati und Fidschi

[3] youwatch 13.04.2019: Die Klimaretterin. Claudia Roth fliegt um die Welt

[4] EIKE 10.05.2017: Die Volkshochschule Hannover und ihre Ausstellung: Wir alle sind Zeugen – Menschen im Klimawandel

[5] Nils Axel Mörner, 2010: SEA LEVEL CHANGES IN BANGLADESH NEW OBSERVATIONAL FACTS

[6] EIKE 27.Mai 2011: Der Große Schwindel mit dem Meeresspiegel – Es gibt keinen alarmierenden Anstieg des Meeresspiegels

[7] European Parliament 2007: DG INTERNAL POLICIES OF THE UNION Policy Department Economic and Scientific Policy Climate Change Impacts and Responses
in Bangladesh

[8] Petermanns Geographische Mitteilungen, 143, 1999, Helmut Brückner: Küstensensible Geo- und Ökosysteme unter zunehmendem Stress

[9] Südasien Info: Umweltprobleme

[10] kaltesonne, 19. Februar 2015: Flussdeltas in Indien und Bangladesch saufen ab: N24 lässt Küstenabsenkung als Folge der Sedimentverfestigung als wichtigsten Grund unerwähnt

[11] Der Tagesspiegel: Iran Steinmeier schickte Glückwünsche zum Jahrestag der islamischen Revolution

[12] EIKE 13.08.2017: Manila versinkt durch Wasserentnahme im austrocknenden Untergrund. Der (reiche) Westen mit seinem CO2 soll daran schuld sein – und zahlen

[13] EIKE 31.12.2018: Verwirrter Lauterbach: Klimawandel am Vulkanausbruch schuld. Nachtrag

[14] Dierke: Bangladesch – Überschwemmungen

[15] Institut für Agrarpolitik, Marktforschung und Wirtschaftssoziologie, Universität Bonn Lehrstuhl für Wirtschaftssoziologie, Dissertation 2005: Leben mit der Überschwemmung im ländlichen Bangladesch Die Vulnerabilität der betroffenen Menschen und Perspektiven für eine angepasste Entwicklung

[16] EIKE 27. April 2018: SOS Südsee – Der Ozean steigt nicht übernatürlich, dafür umso stärker die Propaganda in der öffentlich-rechtlichen Berichterstattung (Teil 2)

[17] EIKE 18.10.2016: Wie steht es um den Untergang der Marshall-Inseln?




EIKES Werk und SPIEGELS Beitrag

Früher waren sie schneller. Die Leute beim SPIEGEL. Und da mussten sie nicht nur „berichten was ist“ – sondern auch noch eine penible Überprüfung des Geschriebenen durch eine gut besetzte Dokumentationsabteilung über sich und ihre Storys ergehen lassen. Heute soll das zwar was die über 60 Kopf starke Dokumentationsabteilung anbelangt und man Frau Dr. Melanie Amman vom SPIEGEL Hauptstadtbüro glaubt, auch noch so sein, aber offensichtlich hat die soviel zu tun, dass sie nicht allen Artikeln über die AfD, über EIKE und den Klimawandel die nötige Aufmerksamkeit schenken kann. Und mit der Forderung des legendären SPIEGEL Gründers Rudolf Augstein  zu „berichten was ist ist“ begnügt man sich schon lange nicht mehr. Denn anders ist nicht zu erklären, warum den SPIEGEL-Autorinnen Ann-Kathrin Müllerund Vera Deleja-Hotko   eine Halbwahrheit, manchmal sogar eine ganze – aber juristisch sicher verpackte- Lüge an die andere setzen dürfen, und ihnen erst jetzt auffällt, dass die AfD sich gegen das Märchen vom menschgemachten Klimawandel positioniert. Das tat die zwar schon schon lange vor der letzten Bundestagswahl, doch nun erst merken sie es! Nun, ja. Langsam eben. Und das EIKE, ein wissenschaftliches Institut und ein Verein, wie das PIK, dies ebenso und nicht nur seit Anfang 2007 macht, sondern jedem der will, die wissenschaftlich harten Fakten dazu liefert. Tag für Tag, Jahr für Jahr!

SPIEGEL Artikel „Die Angstmacher“ vom 27.4.19

Vielleicht hatten sie das alles aber auch nicht so richtig auf dem Schirm, kamen vor lauter Haltung zeigen, sozusagen aus dem Mußtopp, als die Redaktionsleitung von Ihnen eine Story zu Greta und  Klimawandel und AfD und Rechtspopulisten verlangte. Schließlich steht die Wahl zum EU-Parlament an. Da muss medial geklotzt werden. Für die „richtige“ Seite. Und so liest sich das dann auch.

Der SPIEGEL – nicht erst seit der Relotius – Affäre- aufs Schwerste angeschlagen, kann es daher nicht lassen. Er müsste zwar das Richtige tun, um seine in Massen entschwundenen Leser zurück zu holen, oder den weiteren Niedergang seiner Auflage wenigstens zu verlangsamen, doch was ist das Richtige?

Offensichtlich – so scheint man dort zu glauben – weiter so wie bisher! Das heißt weiter auf das schon halbtote links-grüne Pferd, weiter auf vor allem linke Haltungs-Journalistinnen zu setzen.  Denn die als  Co-Autorin zeichnende Vera Deleja-Hotko, brüstet sich bei Twitter schon mal damit als Antifa-Aktivistin bei Demos gegen rechts mitzulaufen und nun als „Hospitantin“ bei verschiedenen linken Blättern schreiben darf. Ob das für die Auflage des SPIEGEL reicht, darf getrost bezweifelt werden.

Und so brachten sie dann auch nur einen ängstlich resignierenden Artikel mit dem blöden Titel „Die Angstmacher“ zustande.

So wird das nichts, Leute! Kommt man nicht umhin, ihnen mitleidig zuzurufen.

Denn was sie und ihre Kollegen Ann-Kathrin Müller und Gerald Traufetter dann darin rauslassen zeigt vor allem eines: Frust! Viel Frust

Und der zeigt sich vor allem darin, dass sie wie üblich, eine Halbwahrheit an die andere zu setzen, und manche Lügen durch Weglassen, verbreiten. Zwischendurch gibt es natürlich auch ein paar Fakten, doch so ins Bild gesetzt, dass das gewünschte Ergebnis – reim Dich oder ich fress Dich- herauskommt.

Für den kühlen Beobachter zeigt der Artikel aber nur eines: hilfloses Erstaunen, ja Entsetzen, gepaart mit Neid, darüber, wie es diese doch eigentlich NoNames bei EIKE es trotz aller medialen Ausgrenzung geschafft haben ihr so sicher geglaubtes, langjähriges links – grünes Meinungsmonopol zu brechen. Und, dass sich sogar der gestandene Wissenschaftsjournalist des Spiegel Gerald Traufetter dazu hergibt diesen Artikel, der besser in eine wirre Schülerzeitung gepasst hätte, mit zu unterschreiben, zeigt nur, wie sehr denen dort das Wasser bis zum Hals stehen muss.

Wie kam es dazu?

Nahezu überfallartig wurde ich von der Hospitantin Vera Deleja-Hotko  am Donnerstag dem 25.4.19 gegen 10:00 Uhr auf meinem Handy in Spanien angerufen. Gerade als ich mit meiner Frau beim Hotelfrühstück saß, den Mund voll mit Toast, die zischende Kaffeemaschine und div. laut aufeinander einredenden spanische Mitgäste im Hintergrund. Sie war kaum zu verstehen.

Ein oder zwei Tage zuvor hatte sie bei unserem Präsidenten Dr. Holger Thuß angerufen war aber wegen der Osterferien abgeblitzt, und auch vor dem Anruf bei mir hatte sie bei unserem wissenschaftlichen Pressesprecher Klaus-Eckart Puls versucht, zu Fragen nach unserer politischen Arbeit ihre Vorurteile bestätigt zu bekommen. Der erklärte ihr zwar geduldig manches fachliche, doch er weigerte sich mit ihr darüber zu sprechen und verwies an mich.

Kaum hatte sie mich an Strippe, schoss sie schon eine Reihe von wilden, mit Fragen vermengten Behauptungen, ab, die ich nach bestem Wissen und Gewissen beantwortete. Das interessierte sie aber wenig, denn obwohl ich sie abschließend bat mir die beidseitig gemachten Aussagen per Mail zu bestätigen, schickte sie mir zwar eine Mail, die aber nur das halbe Gespräch wiedergab, von dem sie aber behauptete, dies seien (alle) ihre Aufzeichnungen.

Was wollte sie wissen?

  • Sie wollte natürlich wissen, ob EIKE überparteilich ist, das habe ich ihr bestätigt.
  • Sie wollte wissen ob einzelne Mitglieder das auch sind. Meine Antwort: Sie sind es oder sind es nicht, je nach persönlich privater Entscheidung etc. Aber das würde nicht bei uns abgefragt werden
  • Sie wollte wissen, wie wir mit Heartland und Cfact zusammen arbeiten, meine Antwort: – ja, lose!
  • Sie wollte wissen, ob die uns finanzieren. Meine Antwort: Nein, tun sie nicht, es sei denn sie beteiligen sich an unseren Konferenzen, dann tragen sie ein Scherflein dazu bei.
  • Ich wies sie außerdem auf den Widerspruch hin, u. a. von WIKIPEDIA und allen, die bei denen abschreiben, also allen, dass wir zwar verleumdet werden von der fossil Lobby finanziert zu werden, aber in der Realität uns selber nur ausbeuten, alle ehrenamtlich und von unseren Homeoffices aus arbeiten würden und uns nur ein kleines Büro in Jena leisten können. Wenn die Millionen nur so flössen, müsste das wohl anders aussehen.
  • Dann wollte sie was zu Herrn Lüning wissen und seinem Institut in der Schweiz. Letzteres kenne ich kaum. Herrn Lüning hingegen gut und wir arbeiten auch gut zusammen.
  • Ich wies auch darauf hin, dass so gut wie alles was in Wikipedia über EIKE steht entweder gelogen oder total verdreht ist. Wenn sie etwas wissen wolle, dann möge sie anrufen, aber nicht von denen abschreiben.
  • Mehrmals erwähnte ich dann die Privatheit meines Engagements bei der AfD. Aber, so fragte sie, wenn ich von der AfD als Sachverständiger „geladen“ (so sagte sie mehrmals, richtig wäre „eingeladen“ gewesen) würde, dann folgte ich dieser Einladung als EIKE Mitglied. Das habe ich bestätigt und hinzugefügt, dass jeder Experte von EIKE jeder Einladung einer demokratischen Partei folgen würde, wenn die das wollten.
  • Dann wollte sie noch wissen, wer bei EIKE schreiben darf, ich sagte, dass entscheiden wir intern, auch was veröffentlicht wird und was nicht. Nicht jeder der wolle, würde auch veröffentlicht, das ist ein geführter Blog.
  • Und unsere Newsseite so erklärte ich ihr geduldig und ausführlich ist sozusagen die Bildzeitung und die Publikationsseite die wiss. Seite. Natürlich würden auch neue Publikationen auf der Newsseite angekündigt.
  • Sie tat so als ob sie all das begriffen hätte.

Abschließend bat ich sie um eine Zusammenfassung unseres Gespräches per Mail, die dann auch – wenn auch deutlich verkürzt- kam, und so aussah (mit meinen Ergänzungen in rot):

 

Sehr geehrte Frau Deleja-Hotko,

danke für diese Zusammenfassung, ich habe sie in einigen wenigen Punkten ergänzt, damit werden Missverständnisse oder Fehlinterpretationen vermieden.

Ich verbleibe mit freundlichen Grüßen
Ihr
Michael Limburg
Vizepräsident EIKE (Europäisches Institut für Klima und Energie)
Tel: +49-(0)33201-31132
http://www.eike-klima-energie.eu/

 

Am 25.04.2019 um 11:40 schrieb Deleja-Hotko, Vera <vera.deleja-hotko@spiegel.de>:

 

Sehr geehrter Herr Limburg,

wie gewünscht eine Bestätigung für das gerade geführte Gespräch.

Wir sprachen über folgende Punkte:

Oberpunkte: Themen, die besprochen wurden
Unterpunkte: Aussagen von Ihnen, die ich mir notiert habe

  • Beiträge, die auf der Webseite und auf Twitter geteilt werden
    • Es gibt begutachtete wissenschaftliche Publikationen, die in Fachzeitschriften erscheinen und viele Beiträge auf der News-Seite, die aktuelle Themen aufgreifen.
  • Arbeitsweise/-form von EIKE
    • Der Großteil der Mitglieder ist in Rente und arbeitet von zu Hause aus.
    • Unsere Mitglieder sind oftmals Professoren (Physiker, Geologen, Meteorologen, Ingenieure etc.), die sich nach der Pensionierung trauen, die Dinge beim Namen zu nennen.
    • Mindestens einmal im Jahr findet eine Mitgliederversammlung und eine Konferenz statt.
    • Wir arbeiten ehrenamtlich und finanzieren uns durch Spenden.
  • Parteimitgliedschaft von EIKE-Mitgliedern
    • Herr Puls hat sich evtl. geirrt. Es gibt EIKE-Mitglieder, die ebenso Mitglied von Parteien (CDU,CSU, FDP etc.) sind. Dies wird aber von uns nicht abgefragt. Ich bin bei der AfD.
    • Das Institut EIKE ist jedoch parteipolitisch unabhängig. Das erfordert nicht nur die Satzung sondern auch unser Selbstverständnis. Für die AfD arbeite ich als Privatperson. Wenn ich als Sachverständiger von der AfD empfohlen und dann von der ausführenden Stelle (Ausschuss) eingeladen werde, bin ich für EIKE da und somit parteipolitisch unabhängig.
  • Kontakte zu anderen Instituten
    • Wir sind lose verbunden mit dem Heartland Institute und auch mit CFACT. Wir laden uns gegenseitig auf Konferenzen ein.
    • Herr Thuß hat mit CFACT und CFACT Europe nichts zu tun. Er war damals nicht der Präsident, sondern Mithelfer bis 2007 (Gründung von EIKE) beim Aufbau von CFACT Europe. CFACT Europe wurde 2011 eingestellt.
  • Sebastian Lüning & IFHGK
    • Herrn Lüning kennen wir lange und gut.
  • Büro in Jena
    • Wir haben ausreichend Überschüsse, um uns seit längerem eine Miete für ein Büro leisten zu können.
    • Dort sitzt und arbeitet Herr Thuß und zeitweise Praktikanten.

Wikipedia

fast sämtliche Information die man bei  Wikipedia über EIKE findet sind entweder gelogen oder verdreht, um uns in schlechtes Licht zu rücken. Deswegen rate ich von der Verwendung von Wikipedia-Information dringend ab.

Beste Grüße

Vera Deleja-Hotko

———————–

SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG
Hauptstadtbüro
Alexanderufer 5
10117 Berlin

Tel.: 030/88 66 88-153

E-Mail: vera.deleja-hotko@spiegel.de

Was sie in der Mail wegließ konnte man dann im Print-Artikel lesen:

  • Es war völlig klar, dass die Vereinsnummer wieder aufs Tapet kommt, obwohl ich der Frau deutlich gemacht hatte, dass auch das hochgelobte PIK ein Verein ist, und dies daher kein Gattungsmerkmal sei.
  • Es war völlig klar, dass auch die Nummer mit Dr. Holger Thuß und Cfact Europe wieder gebracht wird, obwohl ich ihr gesagt hatte, dass Dr. Holger Thuss niemals Präsident von Cfact Europe war, wie es von WIKIPEDIA behauptet wird. Sie brachte es trotzdem, wenn auch zum „Vorstand“ umetikitiert, denn sie brauchte ja die Verbindung zu den „großen Summen“ die Cfact von Exxon erhalten hatte. Dass das 2008, also vor über 10 Jahren das letzte Mal war und Greenpeace und Cie. wohl immer noch bedacht werden, behielt sie lieber für sich
  • Es war völlig klar, dass sie den Unterschied zwischen unserer wissenschaftlichen Publikations- und der Newsseite verwischen wollte, obwohl ich ihr telefonisch mehrfach den Charakter beider Seiten (Stichwort für die News = Bildzeitung) klarmachte. Auch da tat sie so als ob sie verstanden hätte.

So verlief also die geprüfte hingebungsvolle Recherchearbeit des SPIEGEL. Zumindest bei mir und meinen Kollegen.

Warum fällt mir beim Schreiben dieser Rezension nur immer der Spruch von Ignazio Silone ein:

„Wenn der Fachismus wiederkommt, dann wird er nicht sagen, ich bin der Faschismus, er wird sagen: ich bin der Antifaschismus“

Vermutlich, weil heute die mediale Wirklichkeit so aussieht. Machen Sie sich selbst ein Bild. Aus Copyright-Gründen können wir den Artikel leider nicht anhängen. Evtl. können Sie den SPIEGEL im Wartezimmer Ihres Arztes lesen, oder sie müssen in den sauren Apfel beißen und gute 5,30 € dafür hinblättern.

Um allen Fragen der Leser, warum wir uns diese Leute antun, vorzubeugen, sollten Sie dies wissen:

  • Wir tun das, weil es für uns eine Win-Win-Situation ist. Wir können dabei nur gewinnen und die „Haltungzeiger“ bei den Medien können nur verlieren.
  • Missachten sie uns, werfen ihnen ihre Leser das vor, evtl. machen sie wenIger Auflage, die sie so nötig brauchen wie ein Verdurstender das Wasser. Ohne Auflage keine Anzeigen, keine Käufer, keine Jobs.
  • Lügen sie über uns, auch durch Halbwahrheiten oder Weglassen, oder Verdrehungen – werden sie im Internet erwischt und an den medialen Pranger gestellt. Gepaart mit der berechtigten Frage: Wer glaubt denen noch?
  • Berichten sie ehrlich über uns, werden sie zwar evtl. von der Politik und anderen Medien-Kollegen gemobbt, könnten sich aber wenigstens im Spiegel wieder anschauen. Die Kollegen der anderen unabhängigen Blogs beweisen es täglich.
  • Wir können daher nur gewinnen. Es ist keine Frage des Geldes, sondern nur der Zeit!

 

 




Sven Plöger und das 5-fache Motiv ein Grad Celsius aus dem #Treibhauseffekt verschwinden zu lassen !!

Die fünf stichhaltigen Argumente, die den Vorsatz von Sven Plöger belegen, in Kurzform:

1. E-Mail von KLIMAMANIFEST an Bettina Böttinger vom 29.03.2019
2. Treibhauseffekt-Zitate in Büchern von Sven Plöger (2009 bis 2013)
3. Maildiskussion in 2014 mit Frank Böttcher (Co-Autor von Sven Plöger)
4. Diverse Beschwerdeverfahren beim WDR seit 2013 bis 2016
5. Telefonat vom 09.06.2017 mit WDR-Journalistin Charlotte Gnändiger

Deshalb: Es war nachweislich VORSATZ als Sven Plöger am 11.04.2019 in der WDR-LIVE-Sendung „Ihre Meinung“ 1 °C aus dem natürlichen Treibhauseffekt einfach hat verschwinden lassen, als er den globalen Absoluttemperaturwert einfach von 15 °C auf 14 °C bzw. den Wert aus dem Treibhauseffekt von 33 °C auf 32 °C heruntergesetzt hat. Wir haben den Sachverhalt bereits seit 12.04.2019 in einem kurzen, 5-minütigen Video erklärt, hier:

Der Video-Blogger von FMDsTVChannel hat den wichtigen Sachverhalt in seinem durch uns inspirierten Video ergänzend in einer animierten Sequenz ab Minute 2:38 noch etwas deutlicher rübergebracht, auch ein wichtiger O-Ton von „Klimapapst“ Hans Joachim Schellnhuber ist dort ebenfalls zusätzlich zu hören. Wir haben diese wichtige Video-Passage mit dem folgenden 3-minütigen-Video noch weiter ergänzt und optimiert:

Wenn Sie die obigen beiden Videos gesehen und verstanden haben, werden Sie nun auch womöglich noch besser verstehen, warum wir seit Jahren auf die Beantwortung der Fragestellung pochen, auf welchen Absoluttemperaturwert sich das 2-Grad bzw. 1,5-Grad bezieht:

Hinzukommt: Wir haben bis dato mindestens 27(!) verschiedene 2-Grad-Ziele recherchiert und die Klima(folgen)forschung teilt bis heute nicht mit, welches „2-Grad-Ziel“ denn das RICHTIGE/KORREKTE ist.

Sehr passend dazu auch diese Print-Artikel-Überschrift im Schweizer „TAGESANZEIGER“ vom 25.04.2019 auf Seite 3:

Fragen Sie sich: Wo liegt denn die Normaltemperatur der Fichte, wenn die Fichte kein Fieber hat? Fragen Sie diesen „tollen“ Revier-Förster Heinz Studer mal, ob er Ihnen den Normal-Temperaturwert der Fichte nennen kann, wenn er behauptet, die Fichte hätte (angeblich) Fieber.

Denn wenn Ihnen die NORMAL-Temperatur als absoluter Wert nicht mindestens ein-einziges Mal definitiv glaubwürdig ermittelt und mitgeteilt wird, sind Sie der Willkür ausgeliefert und es kann Ihnen mit x-beliebigen steigenden Temperaturkurven vorgegaukelt werden, Sie hätten (angeblich) Fieber oder es würde eine gefährliche Erderwärmung existieren, eine Täuschung, wie sie im Dezember 2016 durch den ARD-Meteorologen Karsten Schwanke mit der Öffentlichkeit versucht wurde, über die wir aber u.a. mit folgender .gif-Datei aufgeklärt haben:

Aber warum GENAU können wir behaupten, dass es VORSATZ war, dass Sven Plöger die 1 °C aus dem natürlichen Treibhauseffekt hat verschwinden lassen?

Das hat mehrere Gründe, die wir nachfolgend nennen und dokumentieren werden:

Der Hauptgrund allen voran ist die Tatsache, dass die Moderatorin Bettina Böttinger und damit die zuständige WDR-Redaktion von „Ihre Meinung“ seit dem 29.03.2019 per Mail über die wichtige 15°C-Argumentation informiert war und zwar durch unser Mail, hier:

Aber – wie so häufig bei den öffentlich-rechtlichen TV-Sendern – bekommt man dann eine unpersönliche, automatische Antwort, die aber trotzdem beweist, dass unsere Mail vom 29.03.2019 beim WDR angekommen ist:

Der WDR war also nachweislich informiert. Setzen Sie diesen Nachweis auch in Beziehung zu der Video-Aufforderung von Bettina Böttinger vom 29.03.2019:

Wenn es diesem öffentlich-rechtlichen Sender wirklich um Aufklärung und die Repräsentanz aller und insbesondere sehr relevanter Recherchen und Auffassungen gehen würde, hätte dieser grösste deutsche gebühren-finanzierte TV-Sender den Widerspruch, der in endlosen Schulbücher nachzulesen ist, zum Thema in der Sendung gemacht.

Stattdessen passierte u.a. DAS:

In der Sendung „Ihre Meinung“ am 11.04.2019 kam es dann zu diesem peinlichen Fehler: Es wurde die „2“ bei CO2 fälschlich hochgestellt:

Screenshot aus WDR „IHRE MEINUNG“ vom 11.04.2019 (gelbe Pfeile durch www.klimamanifest.ch)

Obwohl es sich oberflächlich nur um eine vermeintliche Kleinigkeit handelt, sagt dieser Fehler doch sehr viel über die zweifelhafte „Kompetenz“ der im Hintergrund tätigen WDR-Journalisten (hier: Jens Eberl) aus. Abgesehen davon, dass sich bis heute niemand vom WDR für den Fehler entschuldigt hat, auch nicht der über Twitter informierte und verantwortliche WDR-Journalist Jens Eberl. Die WDR „Ihre Meinung“-Sendung vom 11.04.2019 war somit leider die übliche Klimawandel-Propaganda der öffentlich-rechtlichen TV-Medien, denn die paar kritischen Stimmen waren in der Sendung unbedeutend und hatten keine wirklich stichhaltigen Argumente zur Entlarvung des Erderwärmungs-Schwindel.

Übrigens: Dem ach-so-renommierten Grimme-Institut in Marl ist dieser gleiche CO2-Fehler bereits im Jahr 2011 passiert.

Und so lobt der WDR seine Moderatorin und Vorzeige-Journalistin Bettina Böttinger auf der Webseite zur Sendung „Ihre Meinung“ (rot-Markierungen durch Klimamanfest.ch):

Aber nun zurück zu unserer Mail an den WDR vom 29.03.2019:

Als Anlage war unserer Mail vom 29.03.2019 eine Schulbuchseite 194 aus einem aktuellen KLETT-Geographie-Schulbuch aus dem Jahr 2017 incl. Titel-Cover als 2-seitige .pdf-Datei beigefügt:

Im oberen Teil der Schulbuchseite 194 findet sich eine drei geteilte Grafik, die in der dritten Grafik „c“ – ganz rechts – den Schülern zeigt und erklärt, woran man (angeblich) einen – so wörtlich – „durch den Menschen verstärkten Treibhauseffekt“ erkennt:

…nämlich an einem globalen Temperaturwert oberhalb von 15°C. Das Schulbuch spricht – so wörtlich – von „+15°C + X„:

Aber die Grafik auf der Schulbuchseite 194 unten, die die globalen Temperaturen ausweist, zeigt aber keine globalen Absoluttemperaturwerte, die seit 1880 die 15°C aus dem natürlichen Treibhauseffekt überschritten haben, was lernende Schulkinder aber womöglich auf den ersten Blick nicht sehen und nicht erkennen:

Erst wenn man die Absoluttemperaturen zusätzlich ergänzt, erkennt jeder Schüler, dass der Höchstwert der globalen Durchschnittstemperatur seit 1880 nur zwischen 14,5°C und 14,6°C, also unterhalb von 15°C liegt:

Die Temperaturlinien mit den globalen Absoluttemperaturen wurden von www.klimamanifest.ch zur besseren Sichtung zusätzlich hinzugefügt.

Diese Recherche über die wichtige Klett-Geographie Schulbuch-Seite 194 ist auch als 18-minütiges Video verfügbar. In dem Video werden am Ende auch noch weitere Schulbuch-Seiten aus anderen Schulbüchern gezeigt:

Diese Argumentation aus dem obigen 18-minütigen Video lässt sich auch auf einer A4-Seite anschaulich für jeden klimastreikenden #Fridays-for-Future – Klimaaktivisten darstellen, um ihm in aller Kürze zu zeigen, dass die Gefährlichkeit der Erderwärmung definitiv ein Schwindel und eine Täuschung ist:

.pdf

In den offiziellen globalen Klima-Langberichten, die die Weltwetterorganisation (WMO) in Genf seit 1993 einmal jährlich veröffentlicht, lagen die Globaltemperaturen in den letzten 5 Jahren auch nur zwischen 14,57°C [2014] und 14,83°C [2016]; das Jahr 2018 wurde von der WMO bei 14,68°C ausgewiesen:

Also allesamt unterhalb von 15°C. Besonders eindrucksvoll erwähnte der ZDF-Wetterfrosch Benjamin Stöwe im ZDF-Morgenmagazin am 19.01.2017 den globalen Temperaturwert für das Jahr 2016:

Video nicht mehr verfügbar

In der „Summary für Policy Makers“ (SPM) des 4. IPCC-Bericht 2007 und auch im wissenschaftlichen IPCC-Langbericht aus dem Jahr 2007 sind die globalen Absoluttemperaturwerte seit 1850 auch abzulesen. Der globale Absoluttemperatur für das Jahr 1850 lag demnach bei ziemlich genau 13,69°C:

Ausschnitt aus: https://www.de-ipcc.de/media/content/IPCC2007-WG1.pdf#page=6 (rote Linien und roter Text von www.klimamanifest.ch nachträglich ergänzt)

Interessant auch: Stefan Rahmstorf bestätigte am 17.03.2019 auf Twitter, dass er einer der Autoren der betreffenden IPCC-Dokumente aus 2007 gewesen sei und er redete sich dann in der Twitter-Diskussion um Kopf-und-Kragen.

Dieser absolute globale Temperatur-Wert von 13,69°C für das Jahr 1850 bzw. als globale Mitteltemperatur für den Zeitraum 1850 – 1990 lässt sich auch über die Seite 6 und die Seite 8 des aktuellen Klimawandel-Langbericht der WMO in Genf für das Jahr 2018 belegen. Recherchieren und rechnen Sie dort mal selbst. Die Zahlen passen, die Zahlen sind konsistent.

Besonders peinlich ist deshalb die Behauptung des Klimafolgenforschers vom PIK in Potsdam, Anders Levermann, der auf die Frage, welcher globale Absoluttemperaturwert denn für das Jahr 1850 bzw. beim Beginn der Industrialisierung ausgewiesen wird, bei der Anhörung am 28.11.2018 im Deutschen Bundestag, anstatt den eigentlich korrekten Wert 13,69°C hätte nennen müssen, aber stattdessen den Wert „15 °C“ nannte, kein Witz, hören Sie selbst:

Video nicht mehr verfügbar

Soviel zur Kompetenz der Klimafolgenforscher aus Potsdam. Wir hatten schon des Öfteren den Eindruck, dass diese „Experten“ Ihre eigene Wissenschaft nicht kennen, geschweige denn verstanden haben.

Aber vielleicht hat ja Anders Levermann nur genauso „gedacht“, wie dieser Schüler hier, der dieses Bild gemalt hat?:

Erkennen Sie die Parallelen zur Schulbuch-Seite 194?

Bis hierhin ist festzuhalten, dass sowohl in relevanten IPCC-Berichten, als auch in Veröffentlichungen der Weltwetterorganisation (WMO) in Genf die globalen Absoluttemperaturwerte zu finden sind, die dort immer unterhalb von 15°C aus dem natürlichen Treibhauseffekt ausgewiesen worden sind. Unsere Recherchen ergaben bis heute, dass weder der IPCC, noch die WMO seit 1988 bzw. seit 1993 eine absolute globale Mitteltemperatur oberhalb von 15°C ausgewiesen hatten.

Es ist ja auch nicht sehr verwunderlich, weil die Erde seit dem Ende der „Kleinen Zeit“ (ca. um 1850) das damals niedrige globale Temperaturniveau bis heute „versucht“, wieder aufzuholen, aber dabei immer unterhalb von global 15°C geblieben ist. Die TAGESSCHAU.DE-Grafik vom 27.12.2013 weist zeitlich nach der „Kleinen Eiszeit“ eine Globale Mitteltemperatur oberhalb von 15°C aus, was aber bekanntlich – gemäss WMO in Genf – nicht korrekt ist. Die folgende, von uns selbst erstellte Animation korrigiert den „Fehler“ in der Grafik, denn die Grafik ist ansonsten korrekt:

Ergänzende und richtigstellende und von klimamanifest.ch-erstellte Animation über eine Grafik von TAGESSCHAU.DE vom 27.12.2013 über die Globale Mitteltemperatur nach der „Kleinen Eiszeit“.

Schauen Sie auch unser ergänzendes Aufklärungsvideo in dem #SagsMirInsGesicht-Gespräch mit Kai Gniffke, wie der für die obige TAGESSCHAU.DE-Grafik verantwortliche ARD-Meteorologe Tim Staeger die Grafik in Zukunft „geändert“ hatte, damit die Temperatur-Diskrepanz nicht mehr auffällt, im Video wird es erklärt ab Minute 1:03:25:

Video nicht mehr verfügbar
 

Auch in TV-Berichten der öffentlich-rechtlichen Sender sind in den letzten Jahren vereinzelt in Grafiken diese korrekten globalen Absoluttemperaturwerte unterhalb von 15°C ausgewiesen worden, z.B. in der 20-Uhr-TAGESSCHAU am 07.12.2009:

Screenshot aus TAGESSCHAU (DAS ERSTE) vom 07.12.2009 (gelbe Linie ergänzt durch www.klimamanifest.ch)

SRF „TAGESSCHAU“ am 07.12.2009:

Screenshot aus SF1 „TAGESSCHAU“ am 07.12.2009 (Hinweis: Der Schreibfehler „IPPC“ ist so in der Original SF1-Sendung enthalten gewesen)

ZDF „HEUTE-JOURNAL“ vom 06.12.2009:

Screenshot aus ZDF „HEUTE JOURNAL vom 06.12.2009

Und auch noch im RBB am 11.10.2017 in einem Filmbericht über „25 Jahre PIK POTSDAM„, kein Witz:

Screenshot aus: RBB am 11.10.2017

So, nun setzen Sie diese obigen Screenshots mit der Behauptung in Beziehung, die am 08.12.2009 in der WDR-Sendung „QUARKS & Co“ bei Erklärung des angeblich „natürlichen Treibhauseffektes und im Beisein von Stefan Rahmstorf (PIK POTSDAM) gefallen ist:

Screenshot aus WDR „QUARKS & Co“ vom 08.12.2009. Der Text „15°C, jetzt ist die Erde perfekt“ als Schriftzug nachträgllich ergänzt, denn der Text wurde am 08.12.2009 in der WDR-Sendung nur von der Offstimme gesprochen.

Und es gibt ja neben diesem noch mehr einschlägige Zitate in dem obigen Plöger-Video, z.B. dieser folgende O-Ton von Harald Lesch vom 17.04.2016, den wir im obigen Nachtrags-Video ebenfalls eingebunden haben:


…und auch sogar die NASA (!) weist auf ihren Webseiten die 15°C als Wert aus dem natürlichen Treibhauseffekt (=greenhouse-effect) aus:

Quelle: https://climate.nasa.gov/faq/19/what-is-the-greenhouse-effect/ (Abruf: 22.04.2019, 22:00 MESZ) (rot-Markierung durch www.klimamanifest.ch ergänzt)

und hier:

Quelle: https://climate.nasa.gov/causes/ Abruf: 22.04.2019, 22:15 MESZ (rot-Markierung durch www.klimamanifest.ch ergänzt)

…und auch sogar die WMO (!) in Genf weist auf ihrer Webseite rechnerisch die 15°C als Wert aus dem natürlichen Treibhauseffekt (=greenhouse-effect) aus, denn :

Quelle: https://public.wmo.int/en/our-mandate/focus-areas/environment/greenhouse%20gases (Abruf: 22.04.2019, 22:22) (rot-Markierung durch www.klimamanifest.ch ergänzt)

und sogar auch bei Svante Arrhenius werden die „15°C“ als „mittlere absolute Temperatur der Erdoberfläche“ ausgewiesen:

…und es gibt noch viel, viel mehr O-Töne, Grafiken und Zitate, die eindeutig die 15°C als „Normal-Temperatur“ ausweisen, auch wenn es nur sehr selten so deutlich mit den „15°C“ formuliert wird, wie im Buch von Mojib Latif aus dem Jahr 2003:

Oder auch in dem Buch „Eiskeller oder Treibhaus“ von dem Ende der 1980er-Jahren sehr bekannten Wissenschafts-Journalisten Heinz Haber werden die „15°C“ als „Normaler Mittelwert“ bezeichnet:

Insofern steht auf der Klett-Geographie-Schulbuchseite 194 und auch vielen anderen deutschen Schulbüchern nix Falsches, sondern nur genau DAS, womit die offizielle Klima(folgen)forschung seit über 30 Jahren die Gefährlichkeit der globalen Erderwärmung begründet. Insofern weicht auch der bekannte Schweizer Klimaforscher Thomas Stocker dieser argumentativen Tatsache aus und sagte am 02.09.2018 gegenüber dem Schweizer Fernsehen (SRF) ausweichend:

Schulbücher sind nicht geeignet, um eine wissenschaftliche Debatte zu führen.

Merkwürdig, Herr Stocker, denn – wie gesagt – in Schulbücher steht nur genau die gleiche relevante Argumentation der offiziellen Klima(folgen)forschung, mit der auch seit Jahren die Gefährlichkeit der Erderwärmung begründet wurde und bis heute wird. Und ein Thomas Stocker ist bis heute nicht in der Lage, den angeblichen Treibhauseffekt logisch-konsistent zu erklären, was wir bereits vor Jahren in einem Video als „Unbequeme Wahrheit #3“ thematisiert haben. In dem Video werden Sie auch darüber informiert, dass auch der IPCC ab dem 3. IPCC-Bericht 2001 bei den Temperaturwerten beim angeblichen Treibhauseffekt (greenhouse-effect“) ebenfalls „getrickst“ hatte:

Video nicht mehr verfügbar

Wichtiger Recherche-Tipp zu Thomas Stocker: „Der Schweizer Klimaforscher Thomas Stocker beantwortet Fragen seiner Kritiker !!

Obwohl im aktuell 5. wissenschaftlichen IPCC-Bericht 2013/2014 der Ausweis von Absoluttemperaturwerten aus dem sog. „Greenhouse-effect“ (=Treibhauseffekt) komplett verschwunden ist, findet sich doch im Glossar des IPCC-Berichts 2013/2014 beim Thema Energy budget of the Earth“ auf Seite 1453 – also ganz weit hinten – ein interessanter Satz, der die „15°C“ als argumentativ-wichtig weiterhin belegt:

Screenshot von Seite 1453 vom 5. IPCC-Bericht 2013/2014 (https://www.ipcc.ch/site/assets/uploads/2018/02/WG1AR5_all_final.pdf#page=1469) gelb-rot-Markierung durch www.klimamanifest.ch

Denn mit dieser wichtigen 15°C-Argumentation zum Beleg eines natürlichen Treibhauseffektes argumentiert auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) z.B. auf Twitter:

Und in dem dort verlinkten Blogtext von „Welt der Physik“ der deutschen physikalischen Gesellschaft (DPG) findet sich diese anschauliche Grafik:

Und Sie kennen dort in der Grafik erkennen, dass die „15°C“ (siehe Temperaturwertanzeige rechts auf der Erdoberfläche) als Erdbodenabstrahlung an den „390 W/m²“ (aus dem Stefan-Boltzmann-Gesetz) gekoppelt sind und diese Grafiken mit den argumentativ „390 W/m²“ Erdbodenabstrahlung finden sich auch in den IPCC-Berichten von 1995 bis 2007. Deshalb kann/darf man den Wert aus dem Treibhauseffekt von 15°C nicht einfach auf 14°C heruntersetzen – wie das Sven Plöger am 11.04.2019 in der WDR-Live-Sendung aber gemacht hatte. Denn dann ist die gesamte Treibhauseffekt-Argumentation nicht mehr stimmig und nicht mehr konsistent.

Logisch nachvollziehbar wird unsere Argumentation auf Basis der 15°C, um die Temperaturbasis für die Gefährlichkeit einer Erderwärmung zu definieren, ja auch noch zusätzlich, wenn Sie sich die 23-Seitige Recherche-Dokumentation über Publikationen anschauen, wo seit Jahren ein globaler Absoluttemperaturwert oberhalb von 15°C ausgewiesen worden ist:

Und sehr wichtig:
Und kein „Geringerer“ als Stefan Rahmstorf vom PIK in Potsdam hat im Februar 2018 unsere drei wichtigen Prämissen mit unserer logischen Schlussfolgerung unwidersprochen bestätigen müssen (.pdf):

Stefan Rahmstorf hat in seinem Blogtext im Februar 2018 versucht unsere Recherche zur globalen Absoluttemperatur als angebliches „Verwirrspiel“ zu diskreditieren, was ihm aber nicht gelungen ist, weil wir all seine Argumente in unserem Blogtext entkräftet und widerlegt haben. Nicht zuletzt die bereits erwähnte 23-seitige Recherche über globale Absoluttemperaturen belegt, dass Rahmstorf und die gesamte Klima(folgen)forschung selbst die Urheber und die Verantwortlichen für das angebliche „Verwirrspiel“ sind, denn mindestens diese Klima(folgen)forscher mit Namen Schönwiese, Graßl, Latif, Crutzen, Hennicke, Hansen, Schellnhuber, Kromp-Kolb haben selbst in den letzten 30 Jahren bei der globalen Absoluttemperatur nachweislich „Verwirrung“ gestiftet, in dem sie nachweislich in ihren Publikationen globale Absoluttemperaturen oberhalb von 15°C ausgewiesen haben.

Denn auch ein Stefan Rahmstorf hat ein „Problem“:
Unsere Argumentation steht de facto auch auf drei Seiten in seinem Buch „DER KLIMAWANDEL“, was das folgende 5-minütige Video dokumentiert:

Und auch im aktuellen Referenten-Entwurf aus Februar 2019 für das geplante Bundes-Klimaschutzgesetz (KSG) steht unter § 1 Zweck des Gesetzes ein Hinweis auf die „globale Durchschnittstemperatur„:

Auszug aus Referentenentwurf zum Bundesklimaschutzgesetz (Februar 2019) (Rot-Markierungen durch www.klimamanifest.ch)

Und nun zurück zur WDR-Sendung „Ihre Meinung“ vom 11.04.2019 mit Sven Plöger:

Bettina Böttinger wurde in unserer Mail vom 28.03.2019 bekanntlich gebeten, sie möge sich bitte – als intelligente Journalistin – mit dem Inhalt auf dieser Schulbuchseite 194 logisch auseinandersetzen und womöglich – so hatten wir erhofft und vielleicht auch erwartet – wird sie sich dann bei uns melden. Aber es kam kein Anruf, stattdessen setzte Sven Plöger in der Sendung „Ihre Meinung“ am 11.04.2019 den globalen Temperaturwert aus dem natürlichen Treibhauseffekt von 15°C auf 14°C herunter:

Das kann man dann schon als kriminell bezeichnen, was Sven Plöger am 11.04.2019 gemacht hat. Auf Sven Plöger passen deshalb auch die drei Bezeichnungen: Gauner, Schwindler, Scharlatan !! (wie auch für Harald Lesch)

…und mit dem folgenden Flyer täuschen auch die #Scientists4Future, zu denen auch Sven Plöger mit Listeneintrag gehört, also die 23.000 (angeblichen) Wissenschaftler, auf die wir in diesem Blogtext auch später noch zu sprechen kommen:

Diese #Scientists4Future verschweigen

1., dass sich die Globaltemperatur in den letzten 2 Jahren (2017 und 2018) wieder gesenkt hatte
und

2., der Wert aus dem „natürlichen Treibhauseffekt“ von 15°C gar nicht überschritten worden ist
und

3., die NASA mit James Hansen Ende der 1980er-Jahren nachweislich höhere globale Absoluttemperaturwerte (+15,4°C) ausgewiesen hatte, über die u.a. auch der SPIEGEL damals berichtet hatte.

 

Die weiteren vier stichhaltigen Argumente, die den Vorsatz von Sven Plöger belegen,

2. Treibhauseffekt-Zitate in Büchern von Sven Plöger (2009 bis 2013)
3. Maildiskussion in 2014 mit Frank Böttcher (Co-Autor von Sven Plöger)
4. Diverse Beschwerdeverfahren beim WDR seit 2013 bis 2016
5. Telefonat vom 09.06.2017 mit WDR-Journalistin Charlotte Gnändiger

können Sie per Klick auf www.klimamanifest.ch recherchieren.

 




Abkühlung der Hysterie bzgl. globaler Erwärmung

Zunächst darf ich der Leserschaft versichern, dass ich kein Klimawandel-„Leugner“ bin. Niemand bestreitet, dass sich das Klima ständig geändert hat seit dem Ende der letzten großen Eiszeit vor 12.000 Jahren. Ich habe genügend wissenschaftliche Literatur durchgearbeitet, um der gut dokumentierten Ansicht zu folgen, dass unser Planet die Mittelalterliche Warmzeit MWP (950 bis 1250) und die Kleine Eiszeit LIA (1550 bis 1850) durchlaufen hat. Auch bin ich darüber informiert, dass solare und ozeanische Zyklen das globale Klima gesteuert haben.

Die NASA schreibt jetzt von signifikanten Änderungen der globalen Temperatur. Der NASA (und anderen) zufolge gab es auf dem Globus einen persistenten Erwärmungstrend im vorigen Jahrhundert von 1911 bis 1940. Dann kehrte sich dieser Trend um, und bis 1970 erfolgte Abkühlung (1). Jetzt berichtet die NASA, dass die Temperatur während der letzten 10 Jahre um 0,31°C gestiegen sei und dass sich dieser Trend unterscheidet von den 0,31°C Erwärmung, welche die NASA für die dreißiger Jahre nennt (2). Aber bei näherem Betrachten der Daten und Verfahren der NASA sollte jedweden Leser skeptisch hinsichtlich der darin genannten Ergebnisse machen.

Festlands-Temperaturen

Es stellt sich heraus, dass es über lange Zeiträume tatsächlich ziemlich schwierig ist, Temperaturänderungen konsistent zu messen. Die Probleme ergeben sich aus Änderungen des Messverfahrens (damals Quecksilber-Thermometer, heute Thermistoren) sowie Änderungen der Umgebung der Messpunkte. Verdeutlichen lässt sich dieses Problem am Love Field Airport in Dallas, wo mittlere Temperaturen monatlich seit 1940 gemessen werden. Im Verlauf dieser Zeit mutierte dieser Airport von einem kleinen Flughafen nahe einer kleinen Stadt (3) zu einem großen urbanen Flughafen mit 200 Flugbewegungen täglich. Diese Änderungen haben den Flughafen massiv erwärmt. Da ist es kein Wunder, dass die gemessenen Temperaturen dort seit 1940 einen Aufwärtstrend um etwa 1,6°C aufweisen (4)

Aber wenn wir uns die Temperaturen in Centerville in Texas anschauen – erheblich weniger von Landverbrauch-Änderungen betroffen – sehen wir den gegenteiligen Trend. Die mittlere gemessene Temperatur in Centerville zeigt einen abnehmenden Trend und liegt jetzt um ca. 0,2°C unter dem Wert im Jahre 1940 (5).

Als Folge dieses städtischen Wärmeinsel-Effektes haben Wissenschaftler auf der ganzen Welt nach ,naturnahen‘ Wetterstationen gesucht (oder sie konstruiert), um Temperaturänderungen besser erfassen zu können. Diese Stationen befinden sich in Gebieten, in denen keine städtischen Entwicklungen vonstatten gegangen sind und dies auch nicht zu erwarten sind. An diesen Stationen zeigen sich keine bedeutsamen Änderungen der gemessenen Festlands-Temperaturen. Die besten Daten kommen von der NOAA, welche im Jahre 2002 114 ländliche Temperatur-Messpunkte in den USA einrichtete. Beim Betrachten derselben erkennt man keinen persistenten Anstieg der US-Temperaturen (6). Tatsächlich war das Jahr 2018 um etwa 0,2°C kühler als die ersten beiden Jahre mit Messungen. Februar und März zusammen waren der kälteste Zeitraum von zwei Monaten, der jemals vom USCRN aufgezeichnet worden war.

Monatliche Temperaturänderungen an USCRN-Stationen

Und nicht nur in den USA bleiben die Temperaturen in ländlichen Gebieten stabil – vielmehr ist das auf dem gesamten Globus so. Jeder Temperaturanstieg verschwindet, wenn Änderungen des Landverbrauchs eliminiert werden. Hier folgen Temperatur-Graphiken aus ländlichen Gebieten in den Niederlanden, in Irland, Chile, der Antarktis, Japan (7) und China (8):

Außerdem sind es Klimawissenschaftler selbst, welche die von der NASA herangezogenen globalen Festlands-Temperaturdaten in Frage stellen. 17 führende Klimawissenschaftler (darunter welche von der NOAA) haben jüngst eine gemeinsame Studie erstellt, in der sie nach einem neuen Netzwerk globaler Wetterstationen rufen, in welchen „mangelhafte Messungen und flächendeckende Änderungen bei den Mess-Netzwerken und Verfahren vermieden werden“ (9).

Aber selbst diese Bemühungen, Temperaturänderungen messtechnisch zu erfassen, könnten nicht ausreichen – sogar die ,naturnahen‘ USCRN-Temperatur-Messpunkte sind weiterhin in Richtung höherer Temperaturen durch Änderungen des Landverbrauchs betroffen. Beispiel: Neben einem USCRN-Messpunkt bei der University of Rhode Island wurde ein Parkplatz und eine Straße gebaut (10). Prompt kam es an diesem Messpunkt zu einer Erwärmung um 0,34°C (11)(12):

Ozean- und Satelliten-Temperaturmessungen

Die NASA-Schätzungen der globalen Temperaturen stützen sich auch stark auf Schätzungen der Temperaturen im Ozean und der Luft darüber. Ozean-Temperaturen wurden über all die Jahre mit höchst inkonsistenten Verfahren gemessen (mit Eimern von Schiffen aus, in in Schiffsmotoren einströmendem Kühlwasser, Bojen und jüngst Satelliten). Zusätzlich zu den technischen Änderungen bei den Messungen gibt es kurzfristige jährliche Ozean-Zyklen wie etwa El Nino/La Nina sowie langfristige (multidekadische) Zyklen wie die Pacific/Atlantic Decadal Oscillations. All diese beeinflussen die Wassertemperatur in vielen Tiefenstufen über Jahrzehnte. Ein kürzlich erschienener Report von UC San Diego beschrieb das Problem: „die Bestimmung von Änderungen der mittleren Temperatur in allen Ozeanen der Welt hat sich als fast unmöglich erwiesen wegen der Verteilung unterschiedlicher Wassermassen“ (13).

Angesehene Klimawissenschaftler nehmen die Herausforderung der Messungen in den Ozeanen auf und kamen zu Ergebnissen, die sich sehr von den Ergebnissen im NASA-Report unterscheiden. Satellitenmessungen von der University of Alabama zeigen einen Anstieg der Lufttemperaturen über den Ozeanen seit 1980 (dem Ende der jüngsten Abkühlungsperiode), jedoch nur um 0,13°C pro Dekade (14). Beide wesentlichen Messreihen von Satelliten zeigen Temperaturen, die derzeit niedriger liegen als im Jahre 1998, wenngleich mit unterschiedlich starker Abweichung (15). Der Ozeanograph Carl Wunsch von der Harvard University schätzte, dass die mittlere Temperatur in den Ozeanen von 1994 bis 2013 um 0,02°C gestiegen war (16). Das Scripps Institute of Oceanography schätzte den Temperaturanstieg in den Ozeanen während der letzten 50 Jahre auf 0,1°C. Die Wissenschaft und die Historie der Messung von Ozean-Temperaturen ist alles andere als ,settled‘, und es gibt viele glaubwürdige Schätzungen, dass sich die Ozean-Tempeaturen keineswegs rapide ändern oder auch nur ansatzweise in der Nähe der von der NASA geschätzten Rate steigen.

Zurück zur Temperaturschätzung der NASA

Bei ihren globalen Temperatur-Abschätzungen steht natürlich auch die NASA vor all diesen Problemen und noch weiteren. Es gibt in vielen Teilen der Welt kaum zuverlässige Daten im globalen Maßstab (Afrika, Naher Osten). Viele der historischen Daten waren von Änderungen des Landverbrauchs sowie Änderungen der Messverfahren betroffen. In ihrem Bemühen, diese Probleme anzugehen, hat die NASA die Messpunkte und Verfahren drastisch geändert, welche man anwendet, um Temperaturen während der letzten Jahrzehnte abzuschätzen (17). Einige Beobachter fragen sich, ob die neuen Messpunkte und Verfahren das gleiche Muster aufweisen würden wie es bei den ursprünglichen Verhältnissen der Fall gewesen wäre.

Die NASA hat nicht nur die Messpunkte adjustiert, deren Angaben sie verwendet hatte, sondern auch die Daten selbst, welche in ihren Schätzungen eingehen (18). Hier sind einige Beispiele gelistet, und zwar vom Flughafen Darwin in Australien sowie Reykjavik in Island. Sie zeigen die großzügigen Änderungen der Daten, welche die NASA übernommen hat (19):

In diesen Graphiken sollte man viele problematische Elemente beachten:

1) Die nicht adjustierten Daten zeigen während der letzten 80 Jahre an diesen Punkten keine Erwärmung

2) Die nicht adjustierten Daten werden so schwach dargestellt, dass der Graph kaum zu erkennen ist. Warum zeigt die NASA diesen auf derartige Weise?

3) Die NASA änderte jeden Datensatz dahingehend, dass es in der Vergangenheit kälter war – die „adjustierten, bereinigten“ Daten sind kühler als die „nicht adjustierten“ Daten – und die „homogenisierten“ Daten sind noch einmal kühler. Eine kältere Vergangenheit erlaubt es der NASA zu behaupten, dass die gegenwärtigen Temperaturen dramatisch höher liegen.

Die NASA hat die Daten dieser Messpunkte „adjustiert, bereinigt und homogenisiert“, ebenso wie tausende anderer Daten auch, um den Datensatz zu erzeugen, den die NASA heranzieht. Dann fügt sie noch Satellitendaten hinzu und bringen ein Gitternetz-Verfahren an, bis sie schließlich mit einem finalen Ergebnis der Temperaturänderung aufwartet.

Unnötig zu sagen, dass die Änderungen der NASA Gegenstand beträchtlicher Diskussionen – innerhalb der klimawissenschaftlichen Gemeinschaft, der Gemeinschaft der Klima-„Skeptiker“ und sogar innerhalb der NASA selbst (20) sind. Die „nicht adjustierten“ Rohdaten wurden bedeutend adjustiert (21). Die Satelliten-Messungen sind dem Klimaforscher bei Berkeley Earth Zeke Hausfather zufolge sehr kontrovers: „Falls man Adjustierungen nicht mag, sollte man die Satelliten-Aufzeichnungen nicht heranziehen“ (22). Ein Hauptproblem besteht darin, dass die mittleren Adjustierungen zwischen Roh- und Enddaten erheblich nur in eine Richtung vorgenommen worden waren – die Adjustierungen lassen die Vergangenheit kälter werden – wodurch die gegenwärtigen Temperaturen im Vergleich wärmer daherkommen (23). Die NASA selbst ist offenbar nicht glücklich mit ihren derzeitigen Formeln und plant, demnächst mit einer vierten Version von „Adjustierungen“ aufzuwarten (24).

Andere Indikatoren der globalen Temperatur

Die Debatte um Temperatur-Adjustierungen und Schätzungen seitens der NASA können rasch in mathematische Manipulationen ausarten, die weit über diesen Beitrag hinausgehen. Wissenschaftler diskutieren über Änderungen der globalen Temperatur mit einer Größenordnung von einem Prozent oder einem Grad Celsius. Glücklicherweise gibt es aber noch eine Vielfalt anderer Klima-Indikatoren, mittels welcher man Temperaturänderungen erkennen kann. Der von der NASA befürworteten Theorie zufolge haben die Menschen seit über 70 Jahren den Kohlendioxid-Gehalt der Atmosphäre zunehmen lassen (25) – und dieses zusätzliche CO2 hat zu nachweislich höheren Temperaturen geführt, welche wesentliche Aspekte des globalen Klimas beeinflussen.

Zum Glück für unseren Planeten gibt es keine Hinweise auf Änderungen der großräumigen Klima-Indikatoren, die sich mit der Temperatur ändern. Hier folgen einige Beispiele:

US-Festlandstemperaturen: Im Jahre 1986 erklärte James Hansen vor dem Kongress, dass ein steigender CO2-Gehalt in den USA bis zum Jahre 2020 einen Temperaturanstieg um drei bis vier Grad verursachen würde (26). Diese Prophezeiung war spektakulär falsch – die Temperaturen haben sich, wenn überhaupt, nur um einen Bruchteil verändert:

Anstieg des Meeresspiegels: Die NASA (und später auch Al Gore) haben klargestellt, dass auf einem wärmeren Planeten Eis schmelzen und die Meere sich ausdehnen würden – mit einem Anstieg bis zu 1,20 m bis zum Jahre 2050. Ein beschleunigter Anstieg würde potentiell küstennahe Städte überfluten. Aber die NOAA stellt eindeutig fest, dass eine Beschleunigung des Anstiegs seit Beginn von Messungen nicht festzustellen ist (29). Falls ein sich erwärmender Planet den Meeresspiegel beschleunigt steigen lassen soll, aber eine solche Beschleunigung nicht festzustellen ist – dann scheint es vernünftig anzunehmen, dass sich der Planet nicht erwärmt:

Hurrikane und andere nachteilige Wetterereignisse: Zu Beginn dieses Jahrhunderts erklärten uns Klimawissenschaftler, dass es eine Zunahme von Hurrikanen aufgrund der höheren Wassertemperatur im Ozean geben werde. Stattdessen war eher das Gegenteil der Fall: von 2006 bis 2016 erlebten die USA eine bemerkenswerte Hurrikan Dürre auf dem US-Festland (30). Tatsächlich hat die Aktivität tropischer Wirbelstürme während der letzten 50 Jahre keinerlei Trends bzgl. Häufigkeit und Stärke gezeigt (31). Außerdem meldete das IPCC im Jahre 2013, dass es auch hinsichtlich anderer Extremwetter-Ereignisse wie Dürren, Überschwemmungen und Tornados keinen Trend gebe:

Gletscher: Beobachter runzeln häufig ihre Stirnen, wenn sie schmelzende Gletscher sehen und dafür dir globale Erwärmung verantwortlich machen. Mit Sicherheit kann man sagen, dass es jüngst auf der Nordhemisphäre zu einem Rückzug der Gletscher gekommen war. Aber die Gletscher haben sich schon seit dem Ende der Kleinen Eiszeit im Jahre 1850 zurückgezogen, und zahlreiche Studien haben ergeben, dass sich viele Gletscher zu Beginn des 20. Jahrhunderts viel schneller zurückgezogen haben als heute (32). Glacier Bay in Alaska ist ein gutes Beispiel für den langzeitlichen Abschmelz-Trend:

Schneefall: Im Jahre 2001 sagten die Wissenschaftler beim IPCC (der globalen Autorität bzgl. Klimawandel), dass steigende globale Temperaturen zu einer Reduktion von Schneefällen und sogar zu einem Ende der Wintersport-Industrie führen können (33). Jedoch haben sowohl die NOAA als auch die Rutgers University festgestellt, dass die Schneefallmenge auf der Nordhemisphäre seit 1970 einen Aufwärtstrend aufweist. Falls durch höhere Temperaturen weniger Schnee fällt – sollte dann nicht mehr Schnee ein Indikator für niedrigere Temperaturen sein (34)?

Das sind großräumige Indikatoren, die nicht zum Gegenstand von Debatten um Messungen werden sollten. Sie sind nicht Schauplatz von „Adjustierungen“. Sie alle sagen mir, dass der NASA-Report hoffnungslos verzerrt ist in Richtung eines Temperaturanstiegs, der gar nicht stattfindet.

Zur Motivation der NASA, höhere Temperaturen zu melden

Warum sollte die NASA mit Ergebnissen kommen, die sich derartig von Ergebnissen anderer Klima-Beobachtungen unterscheiden? Man beachte hierzu die Historie globaler Temperatur-Abschätzungen seitens der NASA. Im Jahre 1986 machte James Hansen seine Theorie über die globale Erwärmung in seiner Anhörung vor dem US-Senat bekannt. Die folgenden 27 Jahre war Hansen Chef-Wissenschaftler der NASA und zuständig für die Vorbereitung und Präsentation jener Schätzungen. Ist es unrealistisch anzunehmen, dass die „Adjustierungen“ und Verfahren, die er nach seiner Aussage vor dem Senat angewendet hat, dazu dienten, seine Vorhersagen als korrekt erscheinen zu lassen? Welcher Anteil der NASA-Schätzungen ist einfach eine sich selbst erfüllende Prophezeiung?

Es ist nicht nur die NASA, die unter signifikantem Druck steht, der vermutlich den Bias in ihre Ergebnisse bringt. Klimawissenschaftler können in der gleichen Lage sein wie jene in anderen Bereichen (Ernährung, Arzneimittel, Psychologie), wo der Wunsch nach Erzeugung eines vorbestimmten Ergebnisses die Inputs, Verfahren und Ergebnisse ihrer Wissenschaft beeinflusst. Alarmistische Ergebnisse („wärmstes jemals!“; „Katastrophe steht bevor!“ oder „dringende Maßnahmen erforderlich!“) erzeugen allesamt Schlagzeilen; Vortragsverpflichtungen, Reisen zu Klimakonferenzen (IPCC) sowie zusätzliche Förderung ihrer Forschung. Finden die Wissenschaftler entgegen gesetzte Ergebnisse („nichts ändert sich wirklich“; „es ist einfach Wetter“; „Zufalls-Ereignisse wie üblich“), dann bekommen sie keinerlei Publicity und keine Förderung. Stattdessen werden sie angegriffen („pro Big Oil“; „Anti-Umwelt“ oder am schlimmsten „Klimawandel-Leugner“) (35). Tatsächlich gibt es tausende wissenschaftlicher Studien mit Ergebnissen, die denen der NASA entgegen stehen, aber diese bekommen nicht einmal ansatzweise die Aufmerksamkeit der Medien und finden auch keinen Eingang in die Schätzungen der NASA.

Summary

Es ist höchste Zeit für eine offenere und fairere Berichterstattung und Debatte über globale Temperaturen und Klimawandel. Jedes Mal bei Auftreten eines Wetter-Schadensereignisses machen die Medien dafür den Klimawandel verantwortlich, der nicht stattfindet. Es gibt jetzt Menschen, die durch die Straßen marschieren, um gegen eine nicht existente Krise zu protestieren. Auf der ganzen Welt werden Billionen Dollar ausgegeben, um eine angebliche Temperatur-Krise zu verhindern, die nicht im Gange ist. Diese Mühen und Gelder könnten weitaus sinnvoller aufgewendet werden, um unsere Umwelt zu schützen, für die Bildung der Menschen und tatsächlich, um dem Planeten zu helfen. Wir können Geld aufwenden, um unsere Ökosysteme vor Giften zu schützen, unsere Ozeane sauber zu halten, nachhaltige Landwirtschaft zu fördern sowie Natur-Habitate auszuweiten und zu schützen. Es ist an der Zeit, wirkliche Maßnahmen zu ergreifen, um unseren Planeten zu schützen und zu einem besseren Ort zu machen – und mit den Sorgen hinsichtlich Klimawandel aufzuhören, die völlig fehl am Platze sind.

References

[1] https://climate.nasa.gov/vital-signs/global-temperature/

[2] Temp anomalies per NASA site: 2018 +.82 ° C less 2008 +.51 ° C =+.31 ° C. 1939 -.03 ° C – 1929 -.34 ° C =+.31 ° C

[3] Dallas population 400,000. Love Field had three daily flights. Wikipedia

[4] Data per iweathernet.com. Authors trend analysis – least squares regression.

[5] Iweathernet.com Authors trend analysis – least squares regression.

[6] https://www.ncdc.noaa.gov/temp-and-precip/national-temperature-index/time-series?datasets%5B%5D=uscrn&parameter=anom-tavg&time_scale=p12&begyear=2004&endyear=2019&month=3 See also https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/2015GL067640 for discussion of this data series. Trend is not significant at any reasonable level of certainty. Measurements themselves are subject to +/-.3°C at source.

[7] Temperatures from Japanese Meteorological Association.

[8] https://www.sciencedirect.com/science/article/pii/S0048969718331978

[9] Journal of Climatology 3/1/18 – https://rmets.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/joc.5458

[10] Data available at: https://www1.ncdc.noaa.gov/pub/data/uscrn/products/monthly01/CRNM0102-RI_Kingston_1_W.txt

[11] https://iowaclimate.org/2018/04/09/infrastructure

[12] Moose, Wy in Grand Teton National Park is experiencing record park visitors. Are they affecting measured temperatures at the USCRN site there?

[13] https://www.sciencedaily.com/releases/2018/01/180103160129.htm)

[14] https://www.nsstc.uah.edu/climate/2019/february2019/tlt_201902_bar.png Note this is closer to one third of the NASA estimated increase.

[15] http://www.drroyspencer.com/2014/10/why-2014-wont-be-the-warmest-year-on-record/

[16] https://www.tandfonline.com/doi/full/10.1080/16000870.2018.1471911)

[17] https://data.giss.nasa.gov/gistemp/history/

[18] https://data.giss.nasa.gov/gistemp/history/

[19] https://data.giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show.cgi?id=501941200000&dt=1&ds=5

[20] Sample paper on the debate from Journal of Geophysical Research – “There remain important inconsistencies between surface and satellite records.” https://pielkeclimatesci.files.wordpress.com/2009/11/r-345.pdf

[21] https://realclimatescience.com/2019/03/nasa-tampering-with-reykjavik-raw-temperature-data/

[22] https://www.carbonbrief.org/explainer-how-surface-and-satellite-temperature-records-compare

[23] https://data.giss.nasa.gov/gistemp/history/

[24] https://data.giss.nasa.gov/gistemp/

[25] CO2 has risen from 315 ppm to 380 ppm per Mauna Loa Observation 1960 – 2018.

[26] https://reason.com/archives/2016/06/17/climate-change-prediction-fail/print).

[27] https://www.ncdc.noaa.gov/temp-and-precip/national-temperature-index/time-series?datasets%5B%5D=uscrn&parameter=anom-tavg&time_scale=p12&begyear=2004&endyear=2019&month=2.

[28] https://www.nytimes.com/1988/06/24/us/global-warming-has-begun-expert-tells-senate.html?/pagewanted=all

[29] NOAA Tides & Currents – https://tidesandcurrents.noaa.gov/sltrends/sltrends_station.shtml?id=9414750

[30] US Hurricanes: https://journals.ametsoc.org/doi/pdf/10.1175/BAMS-D-17-0184.1

[31]Global Cyclone activity: https://agupubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1029/2011GL047711

[32] http://appinsys.com/globalwarming/gw_4ce_glaciers.htm

https://www.the-cryosphere-discuss.net/tc-2018-22/tc-2018-22.pdf https://www.researchgate.net/publication/312185500_High_sensitivity_of_North_Iceland_Trollaskagi_debris-free_glaciers_to_climatic_change_from_the_%27Little_Ice_Age%27_to_the_present

[33] https://www.theguardian.com/environment/2001/jan/23/globalwarming.climatechange)

[34] In 2019, Mother Nature is making this point emphatically with at or near record snowfall and cold temperatures across North America and Europe.

[35] Prof. Ross McKitrick http://www.rossmckitrick.com/uploads/4/8/0/8/4808045/gatekeeping_chapter.pdf and Judith Curry are well known commentators on this phenomenon.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/04/21/cooling-down-the-hysteria-about-global-warming/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Westinghouse eVinci Microreactor

Ohne Zweifel zählt Westinghouse zu den besonders innovativen Unternehmen auf dem Gebiet der Kerntechnik. Deswegen verwundert es auch nicht, daß sie sich mit ihrem „eVinci“ weltweit an die Spitze der Entwicklung sogenannter „Mikro-Reaktoren“ setzen. Dabei handelt es sich um „Kleinst-Kernkraftwerke“ im Leistungsbereich einiger hundert Kilowatt bis zu etwa 25 Megawatt elektrischer Leistung. Gemeinsam ist dieser Klasse, daß sie vollständig (in Serie) in einer Fabrik gefertigt werden und komplett auf einem LKW (etwa in einem Container) ausgeliefert werden sollen. Man zielt damit auf einen völlig neuen Markt: Das Kernkraftwerk nicht mehr als Milliarden teueres Großkraftwerk, sondern als dezentrales „Block-Heiz-Kraftwerk“. Ironischerweise ist diese Entwicklung erst durch die wetterabhängige Erzeugung mit Wind und Sonne so richtig angefacht worden. Die einstigen Vorteile des guten alten Stromnetzes – Versorgungssicherheit bei günstigen Kosten – drohen durch die „Regenerativen Energien“ systematisch zerstört zu werden. Will man nicht zurück ins Mittelalter, sind also schnellstens neue Lösungen gefragt.

Das Konstruktionsprinzip

Will man direkt in die Städte oder Industrieanlagen (Raffinerien, Chemieparks etc.) ist die maximale Leistung auf einige zehn Megawatt begrenzt. Diese Kernkraftwerke müssen für einen Inselbetrieb ausgelegt sein: Ohne ein Netz in Betrieb zu nehmen (Schwarzstart), nahezu unterbrechungsfrei laufen (kein Brennelementewechsel), äußerst robust auf Lastschwankungen reagieren können und nicht zuletzt – „sicher sein“.

Bei allen schweren Störfällen – Three Mile Island, Tschernobyl, Fukushima – war der Verlust des Kühlmittels (Wasser) ausschlaggebend. Während des Unfallgeschehens kamen noch Reaktionen des Kühlmittels mit den Reaktorwerkstoffen hinzu: Die Bildung von Wasserstoff und die anschließende Knallgas-Explosion führte z. B. in Fukushima erst zur Freisetzung von radioaktiven Stoffen. Es ist damit logisch, daß der gesamte Kühlwasserkreislauf besondere Sorgfalt bei jeder Wiederholungsprüfung erfordert (Zeitdauer und Kosten) und all seine Bauteile den Kostentreiber „nuclear grade“ erfüllen müssen. Hinzu kommt, daß insbesondere bei Druckwasserreaktoren erhebliche Druckverluste auftreten, die durch Pumpen mit großer Antriebsleistung ersetzt werden müssen. Ein Ausfall der Stromversorgung, wie z. B. in Fukushima durch die gewaltige Flutwelle, ergibt damit sofort ein ernsthaftes Sicherheitsproblem. Könnte man das Kühlmittel Wasser ersetzen und darüberhinaus noch ein rein passives „Umwälzverfahren“ anwenden, ergebe sich sofort ein Quantensprung in der Sicherheitstechnik.

Seit Anbeginn der Kernkrafttechnik hat man Natrium als Kühlmittel verwendet. Neben seinen herausragenden thermodynamischen Eigenschaften, besitzt es auch hervorragende neutronenphysikalische Eigenschaften. Allerdings war früher die Marschrichtung eine völlig andere: Man wollte sogenannte „Schnelle Brüter“ bauen, die aus Uran-238 mehr leicht spaltbares Plutonium-239 erzeugen, als sie während ihres Betriebs verbrauchen. Ursache war die falsche Annahme, daß die Vorräte an (wirtschaftlich) gewinnbarem Natururan nur sehr klein wären. Heute schwimmen wir weltweit nicht nur in Natururan, sondern auch bereits in Plutonium. Im Gegenteil, das Plutonium wird als „Endlager-Risiko“ und damit Handikap der Kernenergie betrachtet.

Strebt man einen „Schnellen Brüter“ an, muß dieser ein möglichst großes Volumen haben (Ausfluß von Neutronen) und daraus ergibt sich automatisch eine große Leistung. Schon muß man wieder die gleichen Sicherheitsprobleme wie bei einem Druckwasserreaktor lösen und stets im Griff behalten: Großes Kühlmittelvolumen, das auch noch zum Abtransport der Wärme ständig (aktiv) umgepumpt werden muß und unter keinen Umständen verloren gehen darf. Will man jedoch nur einen Reaktor (relativ) kleiner Leistung bauen, kann man diese Probleme geschickt umschiffen.

Wärmerohre als Kühlmedium

Beim eVinci wird der Wärmetransport vom festen Kern zum Arbeitsgas durch Wärmerohre (heat pipes) bewerkstelligt. Wärmerohre sind (dünne) Metallrohre mit einem Docht versehen, die teilweise mit einer Flüssigkeit gefüllt sind und anschließend gasdicht verschweißt werden. Das mit Flüssigkeit gefüllte Ende steckt in der Wärmequelle (Reaktorkern) und das mit Dampf gefüllte Ende in der Wärmesenke (Arbeitsgas). Die Flüssigkeit im Rohr wird nun kontinuierlich verdampft, breitet sich im Rohr aus und kondensiert am gekühlten Ende. Dort bildet sich ein Flüssigkeitsfilm, der durch die Kapillarwirkung im Docht wieder zum heißen Ende zurück strömt. Das Wärmerohr ist also stets mit Sattdampf gefüllt und besitzt dadurch annähernd die gleiche Temperatur an beiden Enden. Ist die Rohrwand dünn und besteht aus gut leitendem Material, können große Wärmeströme durch die Rohroberfläche übertragen werden. Das Wärmerohr kann immer nur in eine Richtung die Wärme transportieren, ist aber durch den „Docht“ nicht von der Lage abhängig.

Das Temperaturniveau hängt von der Flüssigkeit ab. Im eVinci sollen mit Natrium gefüllte Wärmerohre eingesetzt werden. Natrium hat einen Schmelzpunkt von ungefähr 98°C und einen Siedepunkt von 883°C bei Atmosphärendruck. Die übliche Bandbreite für mit Natrium gefüllte Wärmerohre beträgt etwa 600°C bis 1200°C. Strebt man eine „niedrige“ Temperatur von 600°C an, muß man im Wärmerohr einen sehr geringen Druck von etwa 0,06 bar einhalten. Die Kombination aus Temperatur und Druck ist keine besondere Herausforderung, da man sich damit noch im Bereich konventioneller Stähle bewegt.

Die Wärmerohre funktionieren vollständig passiv. Der einzige Antrieb ist die Wärmeproduktion im Kern – gleichgültig ob im Betrieb oder als Nachzerfallswärme nach einer Abschaltung. Da jedes einzelne Wärmerohr ein in sich geschlossener Kühlkreislauf ist, stellt ein Versagen einiger Rohre für den Reaktor kein großes Problem dar. Im Gegensatz zu einem kleinen Loch in einem Druckwasserreaktor, das bereits die Sicherheitskette auslösen muß.

Der Aufbau des Kerns

Der Kern besteht aus einem massiven Stahlblock, der mit ca. 2000 Längsbohrungen von etwa 1,5 m Länge versehen ist. In den Längsbohrungen stecken die Brennelemente und die Wärmerohre. Das Verhältnis zwischen „Brennstäben“ und Wärmerohren beträgt etwa 1:2. In der Fertigung dieses „durchlöcherten Stahlblocks“ liegt ein zentrales Fertigungsproblem des Reaktors. Mit einfachem Bohren wird es nicht gelingen, da die Wände zwischen den Bohrungen möglichst dünn sein sollten um eine gute Wärmeübertragung zu gewährleisten. Der Stahlblock gibt der ganzen Konstruktion Halt, Schutz und transportiert die Wärme gleichmäßig zu den Wärmerohren. Es kann also nichts auslaufen und es steht auch nichts unter Überdruck.

Allerdings fehlt hier noch der Moderator. Bei einem Druckwasserreaktor übernimmt das Wasser selbst die notwendige Abbremsung der Neutronen. Beim eVinci soll Zirkoniumhydrid (ZrH2) diese Aufgabe übernehmen. Wahrscheinlich auch als Legierung aus Uran, Zirkon und Wasserstoff. Für diese Legierungen existieren jahrzehntelange Betriebserfahrungen in den TRIGA-Forschungsreaktoren. Diese Brennstoffe besitzen ein ausgeprägtes Verhalten zur Selbstregulierung der Leistung (stark negativer Temperaturkoeffizient der Reaktivität): Erhöht sich die Brennstofftemperatur ungebührlich, bricht die Kettenreaktion praktisch sofort ein und infolge auch die Wärmeproduktion. Ein Schmelzen des Brennstoffs wird sicher verhindert.

Der Brennstoff

Als Brennelemente sollen die – auch hier schon näher beschriebenen – TRISO Elemente verwendet werden. Sie besitzen ausgezeichnete Eigenschaften bezüglich hoher Temperaturbeständigkeit und dem Rückhaltevermögen von Spaltprodukten. Erinnert sei nur an die zwanzigjährige Erfolgsgeschichte des Kugelhaufenreaktors in Jülich. Unzählige Versuche in Deutschland und China haben die „Walk-Away-Sicherheit“ nachgewiesen. Dieser Brennstoff kann auch nach schwersten Störfällen, wie z. B. in Fukushima, nicht schmelzen und damit größere Mengen radioaktiver Stoffe freisetzen.

Allerdings benötigt man bei solch kleinen Reaktoren höher angereichertes Uran als bei Leichtwasserreaktoren. Ferner wird hier das „Batterie-Konzept“ angestrebt. Man liefert den betriebsbereiten Reaktor, schließt ihn an und läßt ihn für mindestens zehn Jahre (nahezu) vollautomatisch und ohne Unterbrechung laufen. Quasi ein Blockheizkraftwerk ohne Tankstelle. Durch die Wahl der TRISO-Brennelemente ist man zukünftig sehr flexibel. Neben Uran (HALEU) sind auch Plutonium und Thorium einsetzbar. Nur die Brennstoffherstellung muß verändert werden.

Das Arbeitsmedium

Da bei dieser Konstruktion der Kern mit seiner Neutronenstrahlung durch die Wärmerohre physikalisch vom Arbeitsmedium CO2 getrennt ist, hat man stets ein „sauberes“ Arbeitsmedium. Man muß also nicht noch einen sekundären Dampf-Kreislauf wie z. B. beim Kugelhaufenreaktor (radioaktiver Staub durch Abrieb der Brennelemente) oder einem mit Natrium gekühlten Reaktor (Aktivierung des Natriums durch schnelle Neutronen) hinzufügen. Dies spart Bauvolumen, Bauteile (die Funktion des Zwischenwärmetauschers übernehmen die Wärmerohre) und letztendlich Kosten. Im Prinzip ist man damit in der Wahl des Arbeitsmediums völlig frei. Allerdings sollte man die „Drucklosigkeit“ dieses Reaktortyps nicht grundlos aufgeben. Druckdifferenz bei hoher Temperatur bedeutet automatisch Wandstärke und damit Gewicht. Der Vorteil des einfachen Transports könnte schnell verloren gehen.

Beim eVinci ist zur Stromproduktion eine Gasturbine mit CO2 als Arbeitsmedium vorgesehen. Mit CO2 als Betriebsstoff besitzt man in der Kerntechnik jahrzehntelange Erfahrung (z. B. die gasgekühlten Kernkraftwerke in Großbritannien). CO2 läßt sich aber auch sehr gut als Medium für eine Gasturbine einsetzen. Man kommt damit mit wesentlich kleineren Arbeitsdrücken als bei Wasser aus. Die hohe angestrebte Betriebstemperatur von 600°C+ bei diesem Reaktor, erlaubt trotzdem akzeptable Wirkungsgrade. Noch wichtiger ist die Temperatur am kalten Ende des Turbinenaustritts: Eine Gasturbine arbeitete – anders als eine Dampfturbine – ohnehin mit so hohen Temperaturen, daß problemlos eine Kühlung mit Umgebungsluft möglich ist. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil für alle „Wüstengebiete“ bzw. Flüsse, bei denen die zulässige Temperaturerhöhung bereits ausgereizt ist. Momentan ist der Einsatz von Turbinen mit überkritischem CO2 Kreisprozess geplant. Solche Turbinen gibt es bereits für diese Leistungsklasse. Ein weiterer Vorteil für die Beschränkung als „Mikroreaktor“. Des weiteren will man sich im ersten Schritt auf eine Temperatur von 600°C beschränken, sodaß man sich noch voll im Bereich konventioneller Kraftwerkstechnik bewegt.

Wieder ein Papierreaktor mehr?

Danach schaut es diesmal wahrlich nicht aus. Der eVinci besteht aus Komponenten, an denen bereits seit Jahrzehnten in den „National Laboratories“ geforscht und entwickelt wird. Das Gesamtkonzept mag revolutionär anmuten, die Grundlagen sind längst in aller Stille geschaffen worden. Deshalb ist der Terminplan auch sehr eng gestrickt. Fertigstellung eines Prototyps – noch ohne Kernbrennstoff – bis Ende 2020. An diesem „Modell“ sollen die Fertigungsverfahren ausprobiert werden und die Berechnungsverfahren etc. verifiziert werden. Inbetriebnahme eines Prototyps durch Westinghouse noch 2024. Bereitstellung von genehmigungsfähigen und lieferbaren Reaktoren für das Verteidigungsministerium bis 2026. In diesem Zusammenhang ist interessant, daß die kanadischen Genehmigungsbehörden ein paralleles Genehmigungsverfahren aufgenommen haben. Ziel dort ist die Versorgung abgelegener Minen mit Strom und Wärme. Es ergibt sich damit erstmalig die Situation, daß die Entwicklung eines „Prototypen“ – wie in guten alten Zeiten – in der Hand des Energieministeriums verbleibt. Parallel wird ein kommerzielles Genehmigungsverfahren von zwei nationalen Behörden gleichzeitig entwickelt. Konkurrenz belebt das Geschäft. Das bisher praktizierte „Totprüfen“ durch immer neu erfundene Sicherheitsnachweise – in Stundenlohnarbeit versteht sich – scheint diesmal ausgeschlossen.

Betrachtet man die Ströme an Forschungsgelder innerhalb der Kerntechnik in den USA der letzten zwei Jahre, so wird der Stellenwert dieses Projekts deutlich. Dies betrifft sowohl die absolute Höhe, als vor allem den relativen Anteil. Große Summen fließen bereits in Fertigungsverfahren. So wird eine vollautomatische Fertigung für die Wärmerohre entwickelt. Diese soll die Produktionskosten auf unter ein Zehntel der bisherigen Kosten senken. Gleiches gilt für die Produktion von TRISO-Brennelementen und eine neue Anreicherungsanlage für HALEU. Erklärtes Ziel ist ein Kraftwerk für einen Preis unter 2000 US$/kW anzubieten. Ausdrücklich in Konkurrenz zu Erdgas-Kombikraftwerken. Diese Kraftwerke sollen innerhalb von 30 Tagen ab Auslieferung vor Ort einsetzbar sein. Sie sollen in Fabriken, ähnlich denen für Flugzeugtriebwerke, in Serie gefertigt werden.

Warum das alles?

Man mag es gut finden oder nicht. Mal wieder scheint der Krieg Vater aller technischen Entwicklungen zu sein. Das US-Militär befindet sich mitten im Umbruch. Weg von der jahrzehntelangen Jagd auf irgendwelche Taliban mit Kalaschnikows und am Ende der Träume von der „Friedensdividende“ aus dem Zusammenbruch der Sowjetunion. China wird immer aggressiver (Südchinesisches Meer) und Parallelen zum Japan der 1930er Jahre erscheinen immer beängstigender. Hinzu kommt der Potentat Putin mit seinen Eskapaden in Osteuropa und Syrien, der sich inzwischen als die beste Werbeabteilung der amerikanischen Rüstungsindustrie erweist. Man muß sein Geschwafel über seine Wunderwaffen nur wörtlich nehmen und schon hat man Vorlagen für neue Rüstungsprogramme. Im Rahmen der Umstrukturierung wird immer deutlicher, daß der nächste „große Krieg“ voll elektrisch wird: Immer mehr Radaranlagen, immer mehr Datenverkehr, immer mehr Computer und sogar Laser-Waffen. All dies erfordert immer mehr elektrische Leistung, möglichst nah an der Front. Diese Energieerzeugungsanlagen müssen aber ständig mit Treibstoff versorgt werden, was zusätzliche Kräfte bindet – besonders in den Weiten des Pazifiks. Ganz ähnlich ist die Entwicklung bei der Marine. Hinzu kommt dort die neuartige Bedrohung durch präzise Mittelstreckenraketen. Eine Antwort auf diese Bedrohung ist die Kombination aus klassischen Schiffen mit „Roboter-Schiffen“. Diese Schiffe machen aber nur Sinn, wenn sie – ohne Besatzung – quasi endlos über die Weltmeere ziehen können. Kernreaktoren bieten sich als Antrieb geradezu an, sind aber mit heutiger Technik nicht finanzierbar. Billige Mikroreaktoren wären eine Lösung.

Immer wenn sich Militärs etwas in den Kopf gesetzt haben, bekommen sie kurz über lang ihre Wünsche erfüllt. Ganz besonders, wenn in breiten Bevölkerungskreisen eine Angst vor einer konkreten Bedrohung vorhanden ist. Dann spielen Kosten keine Rolle mehr. In den USA ist es schon immer Tradition gewesen, neuartige militärische Entwicklungen möglichst schnell in die zivilen Märkte überzuführen (Spielekonsolen, GPS etc..). Geheimhaltung ist sowieso nur beschränkt möglich, aber große Stückzahlen senken die Kosten. In diesem Sinne, ist in der Tat mit dem schnellen Aufbau von „Reaktor-Fabriken“ zu rechnen. Dies paßt auch zum aktuellen Zeitgeist: Donald Trump ist mit dem Slogan angetreten, die Industriearbeitsplätze zurück zu holen. Er hat dabei sicherlich nicht an Nähereien für Hemden gedacht. Alle, die dies milde als „populistisch“ abgetan haben, könnte das Lachen bald vergehen.

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