Bei tiefstehender Sonne werfen auch Zwerge lange Schatten – oder – wie der Schattenmann Stefan Rahmstorf die Welt sieht.

Prof. Dr. Stefan Rahmstorf ist Klimafolgenforscher beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und dazu noch beliebter Redner bei allen möglichen Veranstaltungen der grünen Parteijugend, wie auch gern gesehener Interviewpartner aktiver wie ehemaliger ÖR – Journalisten. Einer dieser Ehemaligen ist Franz Alt, vom dem der zauberhafte Spruch stammt „Wind und Sonne schicken keine Rechnung“.

Zauberhaft deswegen, weil er viele Menschen veranlasste sich auf Kosten ihrer Mitbürger Solaranlagen aufs Dach zu setzen, um damit kräftig abzukassieren, oder, noch besser, industrielle Stromgeneratoren, mit Windkraft getrieben, zu zigtausenden in vorher intakte Naturlandschaften zu bauen, die nicht nur die direkte Umgebung oft in den Wahnsinn treiben, sondern auch noch, ohne Ansehen der Gestalt, des Geschlechts oder sonstiger Unterscheidungsmerkmale zu hunderttausenden Vögel und Fledermäuse schreddern, bzw. Milliarden von Insekten aus der Luft filtern. Ach ja, und gelegentlich auch Strom produzieren, den allerdings die vorhandenen Kraftwerke, fossil oder mit Kernbrennstoff betrieben, besser und billiger hätten produzieren können. Aber das ist eine andere Geschichte.

 

Zurück zu Stefan Rahmstorf. Der sagt schon mal ganz gerne den Zusammenbruch des Golfstromes voraus, das hätten ihm seine tollen Computermodelle so berechnet, und auch dass die Kinderchen von Fridays for Future ja ganz ganz doll recht hätten, denn wir Erwachsenen seien ja viel zu doof und auch träge, und wir hätten doch nur noch 12 Jahre bis zur Selbstverbrennung. Okay, okay – das sagte er zwar nicht genauso, aber sein alter Chef John Schellnhuber, hatte ja gerade ein Buch mit diesem knackigen Titel geschrieben und wie wir alle wissen. „Wie der Herr, so´s Gescherr!“.

Nun nahm sich Stefan Rahmstorf die sog. „Lobbygruppen der Klimaleugner“ vor und berichtete dem gebannt lauschenden Franz Alt, etwas Neid erfüllt, und das hätten Sozialwissenschaftler so ermittelt, dass diese „Klimaleugner“ sage und schreibe 900 Millionen $ pro Jahr erhielten.  Das seien ja fast 1 Milliarde $, und das allein in den USA, und erhöhte damit mal eben mit einem Satz die Summe, die diese Leute erhielten, um satte 100 Mio $. Gerade so, aus der hohlen Hand geschöpft, ebenso wie seine Prognosen zum Golfstromabsturz „semi-empirisch“ ermittelt, oder zur verbleibenden Zeit, um das bittere Ende abzuwehren, aus der hohlen Hand geschöpft werden. Alles Computer gestützt natürlich! Was sonst! Wir sind doch Wissenschaftler, zwar nur Klimafolgenforscher, so etwas wie die Homöopathen unter den Naturwissenschaftlern, wie Vince Ebert so treffend anmerkte, aber immerhin.

Was sind schon 100 Millionen $, mal eben draufgeschlagen, wenn einem die Zuhörer sowieso alles abkaufen? Und seine eigene Zunft, die richtigen Klimawissenschaftler, erhielten leider nur etwas mehr als 1 Milliarde $ im Jahr und das auch noch weltweit. Ein echter Jammer!

Wie üblich bei Stefan Rahmstorf, wie auch bei seinem Chef Schellnhuber, blieb er dann aber jeden Beweis für seine Behauptungen schuldig.

Und wie so oft bei ihm sehen die Fakten mal wieder ganz anders aus.

Das PIK allein darf jährlich über 20 Millionen € ausgeben. Und allein die von dritter Seite finanzierten Projekte erreichen über 43 Mio €. Wenn auch über 1 bis 3 Jahre verteilt.

Von solchen Summen können maßgebliche klimarealistische  US – Thinktanks wie Cfact oder Heartland nur träumen. Und EIKE erst recht. Erhalten wir doch nicht mal ein winziges Bruchteilchen davon. Von Ihnen sehr verehrte Unterstützer!

Die US – Thinktanks veröffentlichen jährlich ihre Einnahmen und Ausgaben, entsprechend der US-Gesetzgebung, und verfügen jeweils über Budgets von knapp 2 Millionen US $ bzw knapp 6 Millionen $. Zusammen also knapp 8 Millionen US $, oder etwas über 7 Mio €.

Und erreichen damit zusammen nur ein Drittel dessen, was das PIK ohne Fremdmittel ausgeben darf.  Es ist nur ein Drittel, Herr Rahmstorf, dessen was Sie ausgeben dürfen, ein Drittel! Und auch noch beide zusammen!

Nun sind das alles keine Geheimnisse, sie lassen sich leicht googeln.

Kann das unser Wissenschaftler nicht, oder will er nicht. Warum, so fragen wir uns, glaubt er, dass seine Phantasiezahlen stimmen könnten, wenn man ihm unterstellt, dass er selber glaubt was er sagt?

Aber damit ist er ja in guter (oder eher schlechter) Gesellschaft. Brachte es doch sein neuer Chef Johan Rockström vor kurzem tatsächlich fertig einem Doowie vom Berliner Tagesspiegel, der sich als Journalist tarnte – wissenschaftlich natürlich – unterzujubeln, dass in einem Steak 70 l Öl steckten. Schmeckt man natürlich nicht, ebenso wenig wie es stimmt. Er korrigierte sich später, was man von Stefan R. vermutlich nicht erwarten darf.

Wir können natürlich nur spekulieren, aber wahrscheinlich ist, dass er schlicht seine Erfahrungen auf andere projiziert. Soziale Projektion nennt der Fachmann das.

Denn er weiß, welche Unmassen an Geld er und die Seinen verbraten dürfen, natürlich – wenigstens seiner Meinung nach, an der Größe der Aufgabe gemessen, noch immer gröblich unter finanziert, und glaubt – wie bei seinen sonstigen Prognosen, gern auch Projektionen genannt- alle anderen müssten genau so ineffizient arbeiten, wie er und seine Kollegen. Und vergisst dabei völlig, was Kompetenz und hohe Motivation ausmachen können. Und natürlich auch die dazugehörige „Selbstausbeutung“ all jener, die bei uns, bei Cfact, oder Heartland, oder bei den vielen Antiwindkraftinitiativen das Tagesgeschäft bis zu 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche bringen können. Davon kann auch der stärkste Goliath nur träumen.

Er sieht daher also nur den langen, langen Schatten und nicht die Finanzzwerge, die ihn werfen. Zwerge was die Finanzen anbelangt, Riesen wenn es um Effizienz, Kompetenz und Fleiß geht.

Und folgert daraus messerscharf, was nicht ist, was nicht sein darf. Also behauptet er aus irgendeiner Studie heraus, die ähnlichem Selbstbetrug oblag, auch noch von Sozialwissenschaftlern gefertigt, was seinen Erwartungen entspricht.

Wenn der Schatten so groß ist, dann muss der, der den Schatten wirft, ebenso groß sein wie sein Schatten. Das glaubt er wirklich! So aber kann nur ein Schattenmann denken, der auch sonst seine Phantastereien, weil Computer gestützt, für realer hält als die Daten. Für ihn gilt, wenn die Daten nicht mit der Hypothese übereinstimmen, ums so schlechter für die Daten. Für einen echten Klimafolgenforscher kein Problem, denn für ihn zählt der Schatten, nicht der Schattenwerfer.

 

Mit Dank an Michael Krüger von Science Sceptical der diesen netten erneuten Humbug des Stefan Rahmstorf recherchierte.

 

 

 




Rückkopplung ist nicht das Gelbe vom Ei

Beginnen möchte ich in dieser Antwort an Mr. Stokes mit der Darlegung des Unterschieds zwischen der Schlussfolgerung der offiziellen Klimatologie, dass Rückkopplungen die direkte oder Referenz-Erwärmung durch Treibhausgase verdreifachen und unserer Schlussfolgerung, dass man mit einem bemerkenswert geringen Fehler die Rückkopplungen ignorieren kann bei der Berechnung der Gleichgewichts-Sensitivitäten – und zwar mit gerundeten Zahlen und Termen, die so weit wie möglich vereinfacht sind.

In den CMIP5-Modellen, der jüngsten Generation von Modellen, deren Ensemble-Ergebnisse veröffentlicht worden sind, beträgt die mittlere Referenz-Sensitivität auf eine CO2-Verdoppelung 1,05 K (Andrews 2012). Die mittlere Referenz-Sensitivität ist hier die Erwärmung, zu der es bei einer Verdoppelung von CO2 in der Atmosphäre kommen würde ohne Einwirkung von Rückkopplungen.

Außerdem glaubt man derzeit (zu recht oder fälschlich), dass jener Wert ziemlich genau ist: die Unsicherheit beträgt in jedem Falle nur 10%. Daher sollten wir kanonisch die Tatsache akzeptieren, dass die Referenz-Sensitivität bei einer CO2-Verdoppelung vor Berücksichtigung von Rückkopplungen 1,05 K beträgt.

Allerdings ergeben die gleichen Modelle eine mittlere Charney-Sensitivität von 3,35 K pro CO2-Verdoppelung. Mit Charney-Sensitivität ist hier die Erwärmung gemeint, nachdem alle die Sensitivität verändernden Rückkopplungen eingewirkt haben und das Klimasystem wieder ins Gleichgewicht gekommen ist.

Von diesen beiden kanonischen Werten wissen wir, dass die offizielle Klimatologie der Meinung ist, dass die Rückkopplungs-Reaktion auf eine CO2 -Verdoppelung 3,35 beträgt – 1,05 oder enorme 2,3 K als Reaktion auf eine Referenz-Sensitivität von lediglich 1,05 K. Man erinnere sich, dass Rückkopplungen die gesamte Differenz repräsentieren zwischen Referenz-Sensitivität (vor Rückkopplungen) und der Gleichgewichts-Sensitivität (nach Rückkopplungen).

Falls die offizielle Klimatologie recht hat, dann läge der System-Gain Factor, also das Verhältnis der Gleichgewichts- zur Referenz-Sensitivität, bei 3,35 / 1,05 oder 3,2. Die offizielle Klimatologie meint tatsächlich, dass Rückkopplungen jedwede direkt erzwungene Erwärmung um das 3,2-fache multiplizieren.

Wie kommt die offizielle Klimatologie auf diesen massiven Faktor von 3,2? So: Die Emissions-Temperatur der Erde wird normalerweise als etwa 255 K betragend angenommen, und die Referenz-Sensitivität der im Jahre 1850 natürlich auftretenden, nicht kondensierenden Treibhausgase mit etwa 10 K (Lacis+ 2010). Damit hätte die Referenz-Temperatur – also die Temperatur, die beim Fehlen von Rückkopplungen vorherrschend wäre – 265 K betragen.

Allerdings betrug die gemessene Temperatur im Jahr 1850 287,5 K (HadCRUT4), und das war eine Gleichgewichts-Temperatur (es würde keinen Trend während der folgenden 80 Jahre geben). Die Differenz zwischen der Emssions-Temperatur von 255 K und der gemessenen Temperatur von 287,5 K im Jahre 1850 beträgt 32,5 K. Wenn man die Gleichgewichts-Sensitivität von 32,5 durch die Referenz-Sensitivität von 10 K dividiert, erhält man 3,25 – mehr oder weniger genau der System-Gain Factor, den die offizielle Klimatologie als mittlere Schätzung nimmt.

Folglich ist für IPCC und Konsorten die Rückkopplung das Non-plus-ultra. Sie glauben, dass die Rückkopplung zwischen zwei Drittel und (in den idiotischeren Extremisten-Studien) bis zu neun Zehntel der gesamt-globalen Erwärmung ursächlich ist.

In der offiziellen Klimatologie gilt Rückkopplung nicht nur als Ursache für 90% der Gesamt-Erwärmung, sondern auch als bis zu 90% der Unsicherheit bzgl. der Frage, wie viel Erwärmung es geben wird. Wie settled ist „settled science“, wenn die Modellierer nach 40 Jahren und Billionensummen Geldes immer noch nicht in der Lage sind, dieses gewaltige Intervall einzugrenzen? Die untere Grenze der IPCC-Schätzung beträgt 1,5 K Charney-Sensitivität; die obere Grenze der CMIP5-Modelle ist 4,7 K. Die üblichen Verdächtigen haben keine Ahnung, wie viel Erwärmung es geben wird.

Meine Mitautoren und ich selbst wagen es, anderer Ansicht zu sein. Rückkopplung ist nicht das Gelbe vom Ei. Die offizielle Klimatologie hat – soweit wir das beurteilen können – eine zentrale Wahrheit vollkommen ausgelassen. Die Wahrheit nämlich, dass welche Rückkopplungen auch immer im Klimasystem zu jedem gegebenen Zeitpunkt vorherrschen, diese nicht notwendigerweise nur auf Änderungen der vorherrschenden Temperatur reagieren müssen: Sie müssen auf die gesamte Referenz-Temperatur zu jenem Zeitpunkt reagieren, wobei spezifisch auch die Emissions-Temperatur enthalten ist, welche selbst dann vorhanden ist, wenn jedwede nicht kondensierenden Treibhausgase oder irgendwelche Rückkopplungen fehlen.

Warum das so sein muss zeigt dieses einfache Block-Diagramm:

In dem Block-Diagramm kommt die Emissionstemperatur oben links ins Spiel, danach (den Pfeilen folgend) werden die Referenz-Sensitivitäten, die mit der Zeit auftreten, zuerst natürlich und dann anthropogen, sukzessive hinzu addiert. Dann läuft die Referenz-Temperatur, also die Summe all dieser Parameter, durch den Input/Output-Knoten und folglich unendlich rund um die Rückkopplungs-Schleife, wobei der separat mit Energie versorgte Rückkopplungs-Block dem Signal bei jedem Durchlauf ein kleines Bisschen hinzufügt (die Energie für den Rückkopplungs-Block wäre das Zurückhalten von Strahlung in der Atmosphäre, welche ohne Rückkopplungen harmlos in den Weltraum abgestrahlt werden würde). Das Ausgangssignal ist die Gleichgewichts-Temperatur nach Einwirkung der Rückkopplung.

Sollte man dies akzeptieren, steht man jetzt vor der Aufgabe, eine solide Erklärung zu finden für das Narrativ der offiziellen Klimatologie, dass die Rückkopplungs-Schleife, welche als Eingangssignal die gesamte Referenz-Temperatur erhält, auf irgendeine magische Weise entscheiden kann, ob sie lediglich auf die Durchdringung jener Referenz-Temperatur reagieren will, verursacht durch das Vorhandensein natürlicher und dann auch anthropogener, nicht kondensierender Treibhausgase, und dass sie in keiner Weise auf die Emissions-Temperatur reagiert, die zwei Größenordnungen größer ist als die Sensitivitäten.

Es besteht kein Zweifel, dass man einen elektronischen Schaltkreis konzipieren kann, welcher jenes Kunststück nachvollzieht. Aber das Klima ist kein Schaltkreis. Die im Jahre 1850 vorhandenen Rückkopplungen müssen also bis dahin nicht nur auf die Treibhaus-Erwärmung eingewirkt haben, sondern auch auf die Emissions-Temperatur, bevor irgendwelche nicht kondensierenden Treibhausgase ihre Wirkung entfalten konnten.

Hier folgt also die korrekte Berechnung. Die Referenz-Temperatur in Jahre 1850 betrug vor Rückkopplungen 265 K. In jenem Jahr betrug die Gleichgewichts-Temperatur nach Rückkopplungen 287,5 K. Folglich betrug der System-Gain Factor des Jahres 1850 287,5 / 265 oder 1,085 – also etwa ein Drittel des Wertes der Klimatologie von 3,2.

Falls wir nun die Referenz-Sensitivität von 1,05 K bei CO2-Verdoppelung mit dem korrigierten System-Gain Factor von 1,085 multiplizieren, ergibt sich eine Charney-Sensitivität von lediglich 1,15 K und nicht von 3,35 K.

Nun könnte man natürlich sagen, dass die Kurve der Gleichgewichts-Temperatur als Reaktion auf die Referenz-Temperatur nicht linear ist. Vielleicht ist das so, aber es kann nicht sehr nicht linear sein. Warum nicht? Weil die Referenz-Temperatur des Jahres 1850 über 92% der Gleichgewichts-Temperatur ausmachte.

Nun ist der Beitrag von Mr. Stoke so weit es geht korrekt. Sei zentraler Punkt lautet, dass wenn man mit einem Gleichgewicht beginnt wie es etwa im Jahre 1850 herrschte, man nicht wissen muss, wie dieses Gleichgewicht zustande gekommen war: man kann den System-Gain Factor einfach als das Verhältnis der Gleichgewichts-Sensitivität zur Referenz-Sensitivität in irgendeinem Zeitraum nach jenem Gleichgewicht darstellen anstatt als das Verhältnis der Gleichgewichts- zur Referenz-Temperatur zum Zeitpunkt des Gleichgewichtes.

Machen wir es also so wie die Klimatologie. Ziehen wir die eigenen Daten der Klimatologie bis zum Jahre 2011 heran, das Jahr, bis zu dem de Zahlen aktualisiert worden waren für den AR5 des IPCC 2013.

Der gesamt-anthropogene Antrieb von 1850 bis 2010 betrug etwa 2,5 W/m². Allerdings sorgt die Wärmekapazität der Ozeane für eine Verzögerung der Gleichgewichts-Reaktion. Diese Verzögerung wird von einem Strahlungs-Ungleichgewicht reflektiert, dessen Wert man mit etwa 0,6 W/m² annimmt bis zum Jahre 2010 (Smith+ 2015).

Nimmt man einmal an, dass Smith korrekt ist, dann ist der periodische System-Gain Factor der Klimatologie ableitbar aus den Daten von 1850 bis 2011, und zwar einfach als das Verhältnis von 2,5 zu (2,5 – 0,6) oder 1,315 (Lewis & Curry 2018). Dann würde die Charney-Sensitivität 1,315 x 1,05 oder lediglich 1,4 K betragen und nicht die 3,35 K, die uns die offizielle Klimatologie derzeit glauben machen will.

Man beachte, wie nahe unsere Schätzung der Charney-Sensitivität von 1,15 derselben in der realen Welt von 1,4 K liegt. Wir kamen zu unserer Schätzung auf der Grundlage der eigenen Schätzungen der offiziellen Klimatologie des tatsächlichen anthropogenen Antriebs und des Strahlungs-Ungleichgewichtes. Die mittlere Schätzung der Klimatologie von 3,35 K ist jedenfalls weit von der Realität entfernt.

Warum liegt unsere Schätzung der mittleren Charney-Sensitivität so viel näher dem realen Wert als die veröffentlichten Schätzungen der offiziellen Klimatologie?

Der Grund hierfür ist, dass wir anders als die offizielle Klimatologie alle verfügbaren Informationen berücksichtigen und hierbei besonders die Informationen über die jeweiligen Größenordnungen im Jahre 1850, die Referenz-Temperatur (265 K) und die Rückkopplungs-Reaktion (22,5 K). Die Summe dieser beiden Parameter war die beobachtete Gleichgewichts-Temperatur im Jahre 1850.

Der offiziellen Klimatologie, die einfach nicht erkennen will, dass Rückkopplungen logischerweise auf die gesamte Referenz-Temperatur reagieren, die zu einem gegebenen Zeitpunkt herrscht, bleibt nichts weiter übrig als jene vitale Information in die Tonne zu treten. Mr. Stokes macht das hier ganz speziell:

„Es ist falsch, Variablen aus der Original-Zustandsgleichung (d. h. im Jahre 1850) einzubeziehen. Ein Grund dafür ist, dass man diesen Variablen bereits im Gleichgewichtszustand vor der Störung Rechnung getragen hat. Das muss nicht noch einmal ins Gleichgewicht gebracht werden. Der andere Grund ist, dass sie nicht proportional zur Störung sind, so dass die Ergebnisse keinen Sinn ergeben. Bei der Begrenzung auf geringer Störungen hat man immer noch den großen Term der Referenz-Temperatur, der nicht verschwindet. Kein Gleichgewicht kann erreicht werden“.

Mr. Stokes hat so ziemlich recht, wenn er sagt, dass im Jahre 1850 ein Temperatur-Gleichgewicht herrschte und dass daher zu jener Zeit die Temperatur von 287,5 K bereits die verschiedenen Variablen enthalten hatte, als da wären die 255 K Emissions-Temperatur, die 10 K Referenz-Sensitivität auf die natürlich auftretenden, nicht kondensierenden Treibhausgase im Jahre 1850 und die 22,5 K Rückkopplungs-Reaktion auf die 265 K Referenz-Temperatur.

Er hat auch recht, wenn er sagt, dass diese Variablen „nicht noch einmal ins Gleichgewicht gebracht werden müssen“. Aber, und das ist entscheidend, sie müssen berücksichtigt werden bei der Ableitung des korrekten System-Gain Factors von 287,5 / 265 und der daraus korrekten Chanreny-Sensitivität.

Die Klimatologie übersieht diese Werte, weil sie sich nicht bewusst ist, dass zu jedem gegebenen Zeitpunkt (wie 1850) Rückkopplungen auf die gesamte Referenz-Temperatur reagieren, die zu jener Zeit herrschte. Wie Luther schon sagte, sie können nicht anders.

Und Mr. Stokes hat auch recht mit seiner Aussage, dass die Variablen – unter welchen er wohl auch die Rückkopplungs-Reaktion erfasst hat – „nicht proportional zur Störung“ sind. Hier trifft er genau unseren Punkt. Die Rückkopplungs-Reaktion im Jahre 1850 war natürlich notwendigerweise und unvermeidlich proportional zu der gesamten 265 K Referenz-Temperatur, also der Summe der 255 K Emissions-Temperatur und der 10 K Referenz-Sensitivität auf die in jenem Jahr vorhandenen natürlichen Antriebe.

Aber die Klimatologie tut im Endeffekt so, als sei die gesamte Rückkopplungs-Reaktion im Jahre 1850 proportional allein zu der natürlichen Störung von 10 K der Referenz-Temperatur. Und da liegt der Fehler der Klimatologie. Das heißt, es ist der Grund, warum die Schätzung der Charney-Sensitivität und aller Gleichgewichts-Sensitivitäten – um das Dreifache zu hoch ist. Man hat einfach den Treibhausgasen die große Rückkopplungs-Reaktion zugeordnet, zu der es allein aus dem einfachen Grund kommt, weil die Sonne scheint.

Ja, man kann den System-Gain Factor ableiten als das Verhältnis der Sensitivitäten, genau wie wir sie ableiten können als das Verhältnis absoluter Temperaturen. Aber das erste Verfahren, also das der offiziellen Klimatologie, ist Gegenstand hoher Unsicherheit, während unser Verfahren ein Intervall der Charney-Sensitivität ergibt, welches sowohl genau als auch eng begrenzt ist. Wir haben für unser Verfahren jene vitalen Daten aus dem Jahr 1850 herangezogen, welche die Klimatologie so lange ignoriert hatte bei ihren Sensitivitäts-Berechnungen.

Um die Gleichgewichts-Temperatur abzuleiten, muss man die Referenz-Temperatur und entweder die Rückkopplungs-Reaktion oder den System-Gain Factor kennen. Aber wir wissen nicht und können unter keinen Umständen bestimmen, wie stark die Rückkopplungs-Reaktion ist, indem wir die individuellen Rückkopplungen summieren, wie es die Klimatologie derzeit versucht, weil es Rückkopplungen sind, welche der fast ausschließliche Grund für die Unsicherheit bei den Globale-Erwärmung-Prophezeiungen der offiziellen Klimatologie sind.

Keine Rückkopplung kann durch direkte Messungen quantifiziert werden. Auch kann uns keine Art der Beobachtung, sei diese nun gut aufgelöst, sorgfältig und ehrlich, zuverlässig und quantitativ unterscheiden zwischen verschiedenen individuellen Rückkopplungen oder sogar zwischen Rückkopplungen und den Antrieben, welche diese ausgelöst haben.

Die Klimatologie kann die Charney-Sensitivität nicht zuverlässig berechnen, weil sie nicht den Wert der Rückkopplungen kennen kann, obwohl man weiß, dass die Referenz-Sensitivität bei CO2-Verdoppelung 1,05 K beträgt, und weil sie den System-Gain Factor nicht kennt. Sie kennt nicht diese vitale Quantität, weil man die verfügbaren Informationen an einem Punkt verworfen hat – vor jedweder anthropogenen Intervention – für welche die Daten ziemlich präzise sind und woraus er direkt abgeleitet werden kann: dem Jahr 1850.

Die Daten von 1850 sind deswegen so gut belegt, weil die gesamte Gleichgewichts- und Referenz-Temperaturen in jenem Jahr um zwei Größenordnungen über die geringe Gleichgewichts- und Referenz-Sensitivität hinausgehen, welche die Grundlage für die bislang gescheiterten Bemühungen der Klimatologie sind, den System-Gain Factor genauer zu erfassen und damit die wahrscheinliche Größenordnung der zukünftigen globalen Erwärmung.

Wir kennen ziemlich genau den System-Gain Factor des Jahres 1850. Wir wissen auch, dass er sich nicht so sehr vom Wert des Jahres 2100 unterscheiden dürfte von 287,5 /265 oder 1,085 im Jahre 1850.

Woher wissen wir das? Wir wissen es, weil die anthropogene Referenz-Sensitivität des industriellen Zeitalters von lediglich 0,75 K im Zeitraum 1850 bis 2011 so übermäßig gering war im Vergleich zur 265 K Referenz-Temperatur, die bereits im Jahre 1850 präsent war. Das Klima hat sich einfach nicht ausreichend geändert, um eine massive Verschiebung des in jenem Jahr herrschenden Rückkopplungs-Regimes auszulösen.

Selbst wenn es zu einer solchen Verschiebung gekommen wäre, würden die zusätzlichen Rückkopplungen nicht allein auf unsere Störung der Emissions-Temperatur reagiert haben, sondern auf die gesamte Referenz-Temperatur. Den Großen Stillstand seit nunmehr fast 19 Jahren der globalen Temperatur bis zum Jahre 2015 hätte es dann nicht geben können.

Daher können wir ziemlich sicher davon ausgehen, dass die Charney-Sensitivität – d. h. die Gleichgewichts-Sensitivität bei CO2-Verdoppelung verglichen mit dem Jahr 2011 – sich nicht sehr stark von 1,15 K unterscheiden dürfte. Tatsächlich hat unser Statistik-Professor berechnet, nachdem er sich durch alle Zahlen in sorgfältigster Weise gegraben hatte, dass das korrigierte 95%-Vertrauensintervall der Charney-Sensitivität zwischen 1,09 und 1,23 K liegt, ein Intervall von lediglich einem Siebentel Kelvin. Man vergleiche das mit dem 3,2 K-Intervall der offiziellen Charney-Sensitivität mit einer Bandbreite von 1,5 bis 4,7 K.

Man beachte, dass wir die Charney-Sensitivität nur deswegen korrekt berechnen können, weil den System-Gain Factor bereits kannten. Wir kannten ihn, weil wir ihn aus den Daten ableiten konnten, welche die offizielle Klimatologie verwirft, weil sie Rückkopplungs-Reaktionen auf die gesamte Referenz-Temperatur nicht kennt und sich nur auf die willkürlich heraus gepickten Referenz-Sensitivitäten konzentriert.

Mr. Stokes sagt, dass die 255 K Referenz-Temperatur im Jahre 1850 „nicht verschwindet“. Genauer: Sie war damals präsent, ebenso wie die zusätzlichen 10 K Erwärmung, erzwungen durch die Gegenwart natürlicher, nicht kondensierender Treibhausgase in jenem Jahr. Wegen deren Vorhandensein sollte man sie berücksichtigen. Aber sie sind nicht berücksichtigt worden.

Da wir aus der Theorie sowie aus dem Block-Diagramm, dem Test-Schaltkreis von einem unserer Autoren und einem für uns in einem Regierungs-Laboratorium konstruierten mehr ausgeklügelten Test-Schaltkreis wissen, dass die im Jahre 1850 vorhandenen Rückkopplungen notgedrungen sich auf die gesamte, in jenem Jahr präsente Referenz-Temperatur ausgewirkt hatten, können wir sofort und mit ziemlicher Sicherheit aus jenem Jahr den System-Gain Factor und folglich die Charney-Sensitivität ableiten.

Wir brauchen dafür keine riesigen und kostspieligen Zirkulationsmodelle, falls alles, was man haben will, das Ausmaß der von uns verursachten Erwärmung ist.

Bemerkenswerterweise braucht man nicht einmal Rückkopplungen in die Berechnung eingehen lassen: Das Unterschreiten der Charney-Sensitivität, welches sich aus Ignoranz der Rückkopplung insgesamt ergibt, ist kaum größer als ein Zehntelgrad Kelvin.

Unserer Studie zufolge ist das also wirklich Game Over.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/06/08/feedback-is-not-the-big-enchilada/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

*Anmerkung des Übersetzers: nach wie vor teile ich den Optimismus bzgl. „Game Over“ von Lord Monckton nicht. „Game Over“ ist erst, wenn das durch die Medien geht, egal was sonst passiert, und ich kann mir nicht vorstellen, dass das in absehbarer Zeit der Fall ist – schon deswegen nicht, weil viel zu viele Leute mit diesem Betrug viel zu viel Kasse machen.




Die Zehn Gebote der Ökoreligion

In dem gleichen Maße, wie sich die Kirchen leerten, füllten sich die Räume der neuen Erweckungsbewegung. Heute gehören Freilicht-Gottesdienste am Freitag zum festen religiösen Repertoire. Und es erschien eine neue Heilige: Greta, Tochter der Opernsängerin Malena Ernman und des Schauspielers Svante Thunberg. Greta ward im Land der sanftäugigen Elche unter dem Schein des Nordlichtes geboren, um die Welt ins Helle zu führen. Die alte und die neue Kirche setzen gemeinsam eine große tiefgläubige Transformation der Glaubensschwestern und -brüder in Gang. Unter den Sittenwächter*innen Robert Habeck, Analena Baerbock, Anton Hofreither und Katrin Göring-Eckardt soll die Pflicht zur einzig wahren Meinung nun zur Staatsräson werden.

Als von einer Vorahnung Erleuchtete haben wir schon vor fast 15 Jahren die zehn Gebote der Ökoreligion formuliert und später ein Video dazu aufgenommen, um die Generation Rezo rechtzeitig religiös zu unterweisen. Wir sind stolz darauf, dass unsere Darreichungen ihren Weg nahezu eins zu eins in den Influencer-Wertekanon gefunden haben.

Unser Öko-Klassiker eignet sich aktuell als Eröffnungs-Botschaft für Großveranstaltungen aller Art, etwa Fridays For Future, Parteitage, Lindenberg-Konzerte oder die Jahres-Hauptversammlung von Volkswagen. Bitte alle mitbeten! Wer nur die Lippen bewegt, verrät sich als Zweifler und Ungläubiger. Auf ihn wartet das Fegefeuer oder eine Umerziehung in der Bento-Redaktion.

Entweder wird unser kleiner Gebote-Katalog in kommenden Äonen als so etwas wie das erste Buch Mose des 21. Jahrhunderts in den Kanon der religiösen Weltliteratur aufgenommen oder als Zeugnis für den Anfang vom Ende Deutschlands, wie wir es kannten. In jedem Fall sind sie aktueller denn je und haben einen festen Platz im Achgut.com Pfingstprogramm verdient. Außerdem sind wir auf der Suche nach einem Bildhauer, der sie für die Ewigkeit in Stein meißelt.

Die Zehn Gebote des Ökoglaubens

Das erste Gebot: Du sollst dich fürchten!

Das furchtbarste Szenario ist das wahrscheinlichste. Auch wenn es einmal gut ging, so kommt es beim nächsten Mal umso schlimmer.

Das zweite Gebot: Du sollst ein schlechtes Gewissen haben!

Wer lebt, schadet der Umwelt – alleine schon durch seine Existenz.

Das dritte Gebot: Du sollst nicht zweifeln!

Die Ökobewegung irrt nie. Wer daran zweifelt, dient den Ungläubigen.

Das vierte Gebot: Die Natur ist unser gütiger Gott!

Sie besteht aus Pandabären, Robbenbabys, Sonnenuntergängen und Blumen. Erdbeben, Wirbelstürme und Killerviren sind Folgen menschlicher Hybris.

Das fünfte Gebot: Du sollst deine Gattung verachten!

Der Mensch ist das Krebsgeschwür des Globus. Vor seinem Auftauchen war der Planet eine friedliche Idylle.

Das sechste Gebot: Du sollst die Freiheit des Marktes verabscheuen!

Der Planet kann nur durch zentrale Planung internationaler Großbürokratien gerettet werden.

Das siebte Gebot: Du sollst nicht konsumieren!

Was immer du auch kaufst, benutzt oder verbrauchst: Es schadet der Umwelt. Die Zuteilung von Gütern sollte den weisen Priestern des Ökologismus übertragen werden.

Das achte Gebot: Du sollst nicht an ein besseres Morgen glauben!

Verhindere Veränderungen und Fortschritte, denn früher war alles besser.

Das neunte Gebot: Du sollst die Technik gering schätzen!

Abhilfe kann allenfalls durch fundamentale gesellschaftliche Umsteuerungsprozesse kommen. Niemals durch die Erfindung technikgläubiger Ingenieure.

Das zehnte Gebot: Wisse, die Schuld ist weiß, männlich, christlich und westlich!

Die Unschuld ist eine Urwaldindianerin.

 

Mit freundlicher Genehmigung von Achgut-Pogo, Dirk Maxeiner. Zuerst erscheinen bei der Achse des Guten.

Von Dirk Maxeiner ist in der Achgut-Edition erschienen: „Hilfe, mein Hund überholt mich rechts. Bekenntnisse eines Sonntagsfahrers.“ Ideal für Schwarze, Weiße, Rote, Grüne, Gelbe, Blaue, sämtliche Geschlechtsidentitäten sowie Hundebesitzer und Katzenliebhaber, als Zündkerze für jeden Anlass(er). Portofrei zu beziehen hier.




Wall Street Journal: Was ist, wenn grüne Energie nicht die Zukunft ist?

Bis jetzt war das WSJ ein Kämpfer für die Wind- und Solarindustrie in den USA. Nach dem oft gespielten Mythos, dass Wind und Sonne sowohl „frei [verfügbar]“ als auch billig und zuverlässig sind, hat das WSJ bisher selten einen verärgerten Schuss in Richtung des größten staatlich geförderten Betrugs in der Geschichte abgegeben.

Daher kann man wohl spekulieren*, als Mark Mills das nachfolgende schrieb, wird er zur gleichen Zeit auch seine Kündigung verfasst haben.

[*Ergänzung durch den Übersetzer:

Mark Mills ist Senior Fellow am Manhattan Institute (~ leitender Wissenschaftler) und Fakultätsstipendiat an der McCormick School of Engineering and Applied Science der Northwestern University, an der er ein Institut für Fertigungswissenschaften und Innovation mitleitet. Er ist außerdem strategischer Partner bei Cottonwood Venture Partners (einem Energy-Tech-Venture-Fonds) und Mitglied des Beirats des Reilly-Zentrums für Wissenschaft, Technologie und Werte der Universität Notre Dame. Er hat eine umfangreiche Expertise in Wissenschaftsfragen und vor allem Energie. Er war in verschiedenen gehobenen Positionen, u.a. auch im Wissenschaftsbüro unter Ronald Reagan tätig. Seine Artikel werden in verschiedenen Journalen veröffentlicht.

Wenn schon, könnte man die Frage stellen, wieso das WSJ seine Artikel veröffentlicht?]

Mark Mills äußert ernsthafte Zweifel an Geschehnissen, in denen einst vollkommene Gewissheit herrschte. Bei der Intelligenzija ist die Zukunft bereits geschrieben und die konventionelle Energieerzeugung – fossile Brennstoffe und Kernenergie gehen offenbar bereits „als Zombie umher“ – und ebnen den unvermeidlichen Weg für die Wunderkraftstoffe der Natur : Sonnenschein und Brise.

Nun scheint die Zukunft nicht so selbstbewusst zu sein.

 

Was ist, wenn grüne Energie nicht die Zukunft ist?

Wall Street Journal, Meinung, Mark Mills, 20. Mai 2019

Wieso setzt Warren Buffett mit einem Einsatz von 10 Milliarden Dollar auf die Zukunft von Öl und Gas und hilft Occidental Petroleum dabei, Anadarko, ein führenden Unternehmen der US-Fracking Industrie zu kaufen? Für Experten, welche die all-grüne Zukunft promoten, sieht dies so aus, als würde man um 1919 auf Pferdezüchter wetten, [~ für die zukünftige Antriebsart von Speditionen].

In der Zwischenzeit ist die allgemeine Marktstimmung bei Kohlenwasserstoffen eindeutig negativ. Der Öl- und Gasanteil des S & P 500 [Aktienindex der 500 größten US-Unternehmen] befindet sich auf einem 40-Jahrestief, und im ersten Quartal 2019 übertrafen der Nasdaq Clean Edge Green Energy Index und die börsengehandelten „Clean Tech“ -Fonds den S & P.

Eine Woche vergeht nicht, ohne dass sich ein Bürgermeister, Gouverneur oder politischer Entscheidungsträger, dem propagierten Hype anschließt, eine grüne Energiezukunft zu versprechen oder zu fordern. Rund 100 US-amerikanische Städte haben solche Versprechungen gemacht. Dabei sind Kohlenwasserstoffe die Quelle von etwa 80% des Energieverbrauchs in den USA und auf der Welt, aber zu sagen, dass sie [die Kohlenwasserstoffe] derzeit nicht beliebt sind, ist eine dramatische Untertreibung.

Es ist jedoch sowohl vernünftig als auch für konträre Investoren potenziell lukrativ zu fragen: Was passiert, wenn erneuerbare Energien nicht liefern?

Die vorherrschende Weisheit ist, dass Wind und Sonne zusammen mit Batterien der Welt in den nächsten zwei Jahrzehnten 250% mehr Energie zuführen als amerikanische Schieferenergie in den letzten 15 Jahren. Ist das realistisch? Die Schieferrevolution war die größte Erweiterung der weltweiten Energieversorgung im vergangenen Jahrhundert. Und selbst in optimistischen grünen Szenarien steigt die weltweite Nachfrage nach Öl und Gas immer noch, wenn auch langsamer.

Wenn die bevorzugten Alternativen nicht den Bedarf der wachsenden Volkswirtschaften decken, tolerieren die Märkte dann den Mangel an Energie? Unwahrscheinlich. Nationen werden sich überall notwendigerweise Kohlenwasserstoffen zuwenden. Und wie groß könnte die Nachfrage nach Öl und Erdgas – und auch nach Kohle – werden, wenn zum Beispiel nur halb so viel Green-Tech-Energie produziert wird, wie jetzt prognostiziert wird? Denken Sie daran, dass ein „Lieferanteil“ von 50% immer noch ein beispielloses Wachstum von Green-Tech bedeuten würde.

Wenn die drei Kohlenwasserstoffe [Öl, Gas, Kohle] jeweils ein Drittel eines solchen vermuteten grünen Mangels liefern würden, müsste die globale Erdölförderung um einen Betrag steigen, der der Verdoppelung der Produktion des Perm-Schieferfeldes (Anadarkos Heimat) entspricht. Und die weltweite Versorgung mit flüssigem Erdgas müsste um das Doppelte der derzeitigen Exporte von Katar steigen, und Kohle müsste fast das Doppelte dessen erreichen, was der weltweit führende Exporteur Australien heute liefert.

Grüne Prognostiker sind wahrscheinlich weit entfernt von Gut und Böse. Alle Prognosen gehen davon aus, dass aufstrebende Volkswirtschaften – die am wenigsten wohlhabenden Nationen – fast drei Viertel ihrer gesamten Neuausgaben für erneuerbare Energien ausgeben werden. Das wird nicht passieren, wenn nicht die versprochenen radikalen Kostensenkungen eintreten.

Beachten Sie, dass keine der wohlhabenden Nationen, die Vertragsparteien des Pariser Abkommens sind, oder auch nur eine der armen Nationen, die geforderten grünen Zusagen eingehalten hat. Lassen Sie uns die Internationale Energieagentur zu dem zitieren, was tatsächlich passiert ist: „Die weltweite Energienachfrage [im Jahr 2018] ist in diesem Jahrzehnt um… ihr schnellster Anstieg … gewachsen. . . angetrieben von einer robusten Weltwirtschaft. . . mit fossilen Brennstoffen, die im zweiten Jahr in Folge fast 70% des Wachstums ausmachen. “

Der Grund? Der Einsatz von Wind, Sonne und Batterien als primäre Energiequelle eines Landes ist nach wie vor viel zu teuer. Sie brauchen keine Wissenschaft oder Wirtschaft, um das zu erkennen. Schlagen Sie einfach vor, Subventionen oder Mandate zu beenden, und Sie werden die volle Wut der grünen Lobby entfesseln.

Inzwischen gibt es bereits Anzeichen dafür, dass das die grüne Vision an Glanz verliert. Schwedens großer Schwenk auf Windkraft erzeugte nicht nur wegen unzureichender Stromversorgung Alarm, die exorbitanten Kosten drücken das Wirtschaftswachstum und könnten die Bewerbung von Schweden um die Olympischen Winterspiele 2026 gefährden. China hat, obwohl es sich mit grünen Tugenden auskennt, den massiven inländischen Kohlekraftwerksbau stillschweigend wieder aufgenommen und baut Hunderte von Kohlekraftwerken für aufstrebende Volkswirtschaften auf der ganzen Welt.

In den USA haben die Energieversorger grimmig, aber ohne Jubel für Milliarden von Dollar leistungsstarke Dieselmotoren mit Öl- und Erdgasantrieb ans Netz gebracht. In den letzten zwei Jahrzehnten wurde das US-amerikanische Stromnetz dreimal so viel mit Notstromgeneratoren ausgestattet wie im gesamten halben Jahrhundert zuvor. Dies ist die einzige praktikable Möglichkeit, Strom im Netz schnell genug zu erzeugen, wenn der Wind nachlässt. Schweden wird zweifellos gezwungen sein, dasselbe zu tun.

Die übliche Antwort auf alles oben aufgeführte: Stellen Sie mehr Elektroautos her. Bloße Berechnungen zeigen jedoch, dass selbst ein optimistisches 100-fache Wachstum bei Elektrofahrzeugen, in den nächsten zwei Jahrzehnten nicht mehr als 5% der globalen Ölnachfrage verdrängen würde [die Kapazitätsfrage nach Strom und Batterien mal vernachlässigt]. Ein lauwarmes Wachstum der Benzinnachfrage würde durch den wachsenden Appetit der Volkswirtschaften auf Flugreisen und Industriegüter mehr als ausgeglichen. Wer weiß, was passieren würde, wenn das Trump-artige Wirtschaftswachstum in der übrigen entwickelten Welt Einzug halten würde. Wie Mr. Buffett weiß, rechnet die IEA damit, dass die USA fast drei Viertel des weltweiten Netto-Neubedarfs an Öl und Gas decken wird.

Grüne Befürworter hoffen, die Regierungen und damit die Steuerzahler davon zu überzeugen, eine riesige Steuer auf Kohlenwasserstoffe zu erheben, um umweltfreundlicheres Bauen zu gewährleisten. Aber es gibt keine Chance, dass sich wohlhabende Nationen darauf einigen, teure grüne Technologien für den Rest der Welt zu subventionieren. Und wir wissen, wo das „Orakel von Omaha“ eine Wette platziert hat.

Wall Street Journal Meinung

Gefunden auf Stopthesethings

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://stopthesethings.com/2019/06/08/wsj-dares-to-doubt-what-if-wind-solar-transition-arent-inevitable-after-all/




Die positiven Auswirkungen der menschlichen CO2-Emissionen auf das Überleben des Lebens auf der Erde

KURZFASSUNG

Diese Studie untersucht die positiven Umweltauswirkungen von Kohlendioxid (CO2)-Emissionen, ein Thema, das in der wissenschaftlichen Literatur gut verankert ist, in der aktuellen Diskussion über die Klimapolitik aber viel zu oft ignoriert wird.

Alles Leben basiert auf Kohlenstoff, und die Hauptquelle dieses Kohlenstoffs ist das CO2 in der globalen Atmosphäre. Noch vor 18.000 Jahren, auf dem Höhepunkt der jüngsten großen Vereisung, sank das CO2 mit 180 ppm auf den niedrigsten Stand der Geschichte, niedrig genug, um das Pflanzenwachstum zu bremsen. Das sind nur 30 ppm über einem Niveau, das zum Tod von Pflanzen durch CO2-Hunger führen würde. Es wird berechnet, dass, wenn der Rückgang des CO2-Gehalts in der gleichen Geschwindigkeit wie in den letzten 140 Millionen Jahren anhalten würde, das Leben auf der Erde bereits in zwei Millionen Jahren zu sterben beginnen und langsam fast vollständig untergehen würde, da weiterhin Kohlenstoff an die Sedimente der Tiefsee verloren geht.

Die Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung für die menschliche Zivilisation hat den Abwärtstrend beim CO2 umgedreht und verspricht, es wieder auf ein Niveau zu bringen, das einen erheblichen Anstieg der Wachstumsrate und der Biomasse von Pflanzen, einschließlich Nahrungspflanzen und Bäumen, fördern dürfte. Die menschlichen CO2-Emissionen haben den globalen Kohlenstoffkreislauf wieder ins Gleichgewicht gebracht und damit die langfristige Fortsetzung des Lebens auf der Erde sichergestellt.

Dieser äußerst positive Aspekt der menschlichen CO2-Emissionen muss gegen die unbewiesene Hypothese abgewogen werden, dass die menschlichen CO2-Emissionen in den kommenden Jahren zu einer katastrophalen Erwärmung des Klimas führen werden.

Die einseitige politische Behandlung von CO2 als Schadstoff, der radikal reduziert werden sollte, muss im Hinblick auf die unbestreitbaren wissenschaftlichen Beweise, dass er für das Leben auf der Erde unerlässlich ist, korrigiert werden.

INHALTSVERZEICHNIS

EINFÜHRUNG

Es besteht die weit verbreitete Ansicht, dass die CO2-Emissionen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung eine Bedrohung für das Klima der Erde darstellen und dass die Mehrheit der Arten, einschließlich der Spezies Mensch, stark leiden wird, wenn diese Emissionen nicht drastisch reduziert oder sogar beseitigt werden. [1]

Dieses Papier bietet eine radikal andere Perspektive, die auf der geologischen Geschichte des CO2 basiert. CO2 ist einer der wichtigsten Nährstoffe für Leben auf der Erde. Es hat sich in den letzten Perioden der großen Vereisung in der Eiszeit des Pleistozäns einem gefährlich niedrigen Niveau angenähert, und die menschlichen CO2-Emissionen können das Aushungern und den letztendlichen Tod des meisten Lebens auf dem Planeten aufgrund eines CO2-Mangels verhindern. [2] Dies ist nicht in erster Linie eine Diskussion über den möglichen Zusammenhang zwischen CO2 und der globalen Erwärmung oder dem Klimawandel, obwohl einige Erwähnungen davon gemacht werden müssen. Es gab viele Diskussionen zu diesem Thema, und es ist sowohl im wissenschaftlichen als auch im politischen Bereich heftig umstritten. Es steht außer Frage, dass sich das Klima in den letzten 300 Jahren seit dem Höhepunkt der Kleinen Eiszeit erwärmt hat. Es steht auch außer Frage, dass CO2 ein Treibhausgas ist und unter ansonsten gleichen Bedingungen würden die Emissionen zu einer gewissen Erwärmung führen, wenn der CO2-Anteil in der Atmosphäre auf ein höheres Niveau stiege. Es gibt jedoch keinen eindeutigen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass CO2 ein wesentlicher Faktor für den Einfluss auf das Klima in der realen Welt ist. Das Erdklima ist ein chaotisches, nichtlineares, multivariantes System mit vielen unvorhersehbaren Rückkopplungen, sowohl positiven als auch negativen. In erster Linie geht es hier um die Rolle des atmosphärischen CO2 bei der Erhaltung des Lebens auf der Erde und die positive Rolle der menschlichen Zivilisation bei der Verhinderung dessen, dass CO2 auf ein Niveau absinkt, das die Existenz von Leben überhaupt bedroht.

DIE GESCHICHTE VON CO2 IN DER GLOBALEN ATMOSPHÄRE

Es ist eine unbestrittene Tatsache, dass alles Leben auf der Erde auf Kohlenstoff basiert und dass die Quelle dieses Kohlenstoffs CO2 ist, das durch die globale Atmosphäre strömt. Als ursprüngliche CO2-Quelle in der Atmosphäre gelten massive Vulkanausbrüche in der Frühgeschichte der Erde, deren extreme Hitze die Oxidation von Kohlenstoff im Erdinneren zu CO2 verursacht hat. [3] Heute durchdringt CO2 als Nebengas mit 0,04 Prozent die gesamte Atmosphäre und wird von den Ozeanen und anderen Gewässern (der Hydrosphäre) aufgenommen, wo es die Nahrung für photosynthetische Arten wie Phytoplankton und Kelp liefert. Wenn es kein CO2 oder einen unzureichenden CO2-Gehalt in der Atmosphäre und der Hydrosphäre gäbe, gäbe es kein Leben, wie wir es auf unserem Planeten kennen.

Auf relativ kurzfristiger Basis (Jahre bis Hunderte von Jahren) ist der Kohlenstoffkreislauf eine komplexe Serie von Austauschvorgängen zwischen der Atmosphäre, der Hydrosphäre, lebenden Arten und dem Abbau organischer Substanz in Böden und Sedimenten. Langfristig (Millionen bis Milliarden von Jahren) ist der größte Teil des Kohlenstoffs, der von den Pflanzen aus der Atmosphäre aufgenommen wurde, für den Kreislauf in tiefe Lagerstätten von fossilen Brennstoffen und kohlenstoffhaltigem Gestein (Mineralien) wie Kreide, Kalkstein, Marmor und Dolomit verloren gegangen. Der weitaus größte Teil des langfristig gebundenen Kohlenstoffs liegt in Form von kohlenstoffhaltigem Gestein vor.

Wir haben keine gute Schätzung der Gesamtmenge an CO2, die durch vulkanische Aktivitäten in die globale Atmosphäre ausgestoßen wurde. Wir kennen nicht die Gesamtmenge an Kohlenstoff, die durch die langfristige Sequestrierung in fossilen Brennstoffen und kohlenstoffhaltigem Gestein verloren gegangen ist, aber wir haben Schätzungen der Größenordnung. Wir verfügen über quantitative Schätzungen des CO2-Gehalts in der Atmosphäre, die mehr als 600 Millionen Jahre zurückreichen, d.h. das Nettoergebnis von Zugängen durch vulkanische Ereignisse, Verluste durch tiefe Ablagerungen in kohlenstoffhaltigen Gesteinen und fossilen Brennstoffen, die Biomasse lebender Arten und den Abbau organischer Substanz. Diese Schätzungen werden umso genauer, je näher sie an der Gegenwart liegen. Dieses Papier wird sich auf die letzten 540 Millionen Jahre und insbesondere auf die letzten 140 Millionen Jahre konzentrieren.

Die beste Schätzung der CO2-Konzentration in der globalen Atmosphäre vor 540 Millionen Jahren liegt bei 7.000 ppm, mit einer großen Fehlerquote. (Siehe Abbildung 1). Um der Diskussion willen werden wir diese Zahl akzeptieren, die eine Masse von mehr als 13.000 Milliarden Tonnen (Gigatonnen, Gt) Kohlenstoff in der Atmosphäre angibt, 17‐mal so hoch wie heute, während der Kambrischen Explosion, als sich das multizelluläre Leben entwickelte. Dies gilt als das Aufkommen des modernen Lebens, als sich sowohl Pflanzen‐ als auch Tierarten in warmen Meeren rasch diversifizierten und später bei warmem Erdklima das Land besiedelten. [4] Davor war das Leben mehr als drei Milliarden Jahre lang weitgehend einzellig, mikroskopisch klein und auf das Meer beschränkt.

Abbildung 1. Grafik der globalen Temperatur und der CO2-Konzentration in der Atmosphäre über die letzten 600 Millionen Jahre. Beachten Sie, dass sowohl Temperatur als auch CO2 heute niedriger sind als zu den meisten Zeiten des modernen Lebens auf der Erde seit dem Kambrium. Beachten Sie auch, dass dies nicht auf eine Ursache‐Wirkungs‐Beziehung zwischen den beiden Parametern in direkter Folge hinweist. [5]

Die Entstehung terrestrischer hölzerner Pflanzen

Eine der wichtigsten Entwicklungen bei der Etablierung terrestrischer Pflanzenarten war die Evolution von Holz, einem Komplex aus Cellulose und Lignin, der einen starren Stamm bildete. Dadurch konnten die Pflanzen ihre photosynthetischen Strukturen höher zur Sonne hin platzieren und sich so einen Wettbewerbsvorteil verschaffen. Die Entwicklung von Lignin bot auch Schutz vor Angriffen durch Bakterien und Pilzen, da noch keine Art Enzyme entwickelt hatte, die Lignin verdauen konnten. Im Devon folgte die Ausbreitung riesiger Wälder von Baumfarnen, Bäumen und Sträuchern, was zu einem massiven Anstieg der lebenden Biomasse im Vergleich zur tief gelegenen Vegetation vor der holzigen Ära führte. Diese Größenzunahme der Biomasse führte zu einem unvermeidlichen CO2-Abbau aus der Atmosphäre, da Holz fast 50 Prozent Kohlenstoff enthält. Von damals bis heute übertrifft die Biomasse von Bäumen und anderen Gehölzen bei weitem die Summe aller anderen Arten zusammen. [6]

Es war zu erwarten, dass, sobald die lebende Biomasse einen viel höheren, aber relativ stabilen Zustand erreicht hatte, dieser den Nettoentzug von CO2 beenden und bei einer Konzentration, die etwas niedriger ist als die etwa 4.000 ppm (7.600 Gt Kohlenstoff) im mittleren Devon, abflachen würde. Dies war jedoch nicht der Fall. Der CO2-Gehalt sank in den nächsten 80 bis 100 Millionen Jahren bis in die Mitte des Karbons hinein, bis er ein Niveau von etwa 400 ppm (760 Gt Kohlenstoff) erreichte, ähnlich dem heutigen Niveau. Deshalb wurde in dieser Zeit der CO2-Gehalt in der Atmosphäre um etwa 90 Prozent reduziert. Viele der massiven Kohlelagerstätten, die wir heute abbauen, sind in dieser Zeit entstanden.

Es gibt zwei konkurrierende Hypothesen über die Entstehung von Kohle in dieser Zeit. Eine Hypothese geht davon aus, dass Kohleablagerungen entstanden sind, als Bäume starben und in riesige Sümpfe fielen, wo sie konserviert, schließlich durch tiefe Sedimente begraben und im Laufe der Zeit durch Hitze und Druck in Kohle verwandelt wurden. [7] Eine alternative Erklärung ist, dass die Zersetzerarten von Bakterien, Pilzen und Insekten noch nicht den komplexen Satz von Verdauungsenzymen entwickelt hatten, der für die Holzverdauung notwendig ist. Deshalb stapelten sich die toten Bäume in den Wäldern einfach übereinander und neue Bäume wuchsen auf einer immer tiefer werdenden Schicht toter Bäume, bis sie schließlich begraben wurden, und Hitze und Druck verwandelten sie in Kohle. [8]

Abbildung 2. Die in Abbildung 1 dargestellte Grafik von CO2 und Temperatur mit dem Trend der CO2-Konzentration in der globalen Atmosphäre, dargestellt durch den grünen Pfeil. Beachten Sie den Anstieg ganz rechts in der Grafik, der die Umkehrung des Abwärtstrends von 600 Millionen Jahren darstellt, der vor allem auf die CO2-Emissionen aus der Nutzung fossiler Brennstoffe für Energie zurückzuführen ist. Beachten Sie, dass das CO2 auch heute noch mit 400 ppm weitaus geringer ist als in den meisten Jahren dieser 600 Millionen Jahre Geschichte.

Das Ende des Karbon und der Beginn des Perm markierten eine Umkehrung des Abwärtstrends bei CO2, und in den nächsten 125 Millionen Jahren stieg CO2 auf etwa 2.500 ppm in der Jurazeit. Während dieser Zeit entwickelten Pilzarten Enzyme, die das Lignin im Holz verdauen konnten. [9] Es ist plausibel, dass diese Arten oberflächennahe Totholzvorräte mit der damit verbundenen Freisetzung von CO2 in die Atmosphäre aufnahmen. Gleichzeitig mit der Entwicklung von Zersetzern, die Lignin verdauen konnten, wurde die Kohlebildung deutlich reduziert. Vulkanische Aktivitäten und die Ausgasung von CO2 aus den Ozeanen könnten ebenfalls dazu beigetragen haben, den CO2-Gehalt zu erhöhen.

Unabhängig davon, welche kohlebildende Hypothese man favorisiert, und eine Kombination aus beidem ist plausibel, wenn Pilze und andere Arten sich nicht entwickelt hätten, um die Enzyme zu produzieren, die für die Verdauung von Lignin notwendig sind, wäre es wahrscheinlich, dass das atmosphärische CO2 weiter zurückgegangen wäre, bis es die 150 ppm‐Schwelle für das Überleben von Pflanzen erreicht hätte. Zu diesem Zeitpunkt würden Pflanzenarten an CO2-Mangel sterben, und da mehr Kohlenstoff als Holz und als Kalziumkarbonat in Meeresablagerungen gebunden wurde, würde lebende Biomasse stetig schrumpfen, bis sie ganz oder zum größten Teil stirbt. Es war daher ein höchst glücklicher Zufall, dass Weißfäulepilze und andere Arten die Enzyme zum Verdauen von Lignin entwickelten, sonst wäre die Geschichte des Lebens auf der Erde wesentlich kürzer gewesen.

Die zweite grosse Reduktion des CO2-Gehaltes

Vor diesem historischen Hintergrund werden wir uns nun auf den Zeitraum von vor 140 Millionen Jahren bis heute konzentrieren. Mit einer Erholung auf etwa 2.500 ppm sank die CO2-Konzentration allmählich und stetig auf das wahrscheinlich niedrigste Niveau in der Erdgeschichte. Die Eiskerne, die in der Wostok‐Station in der Antarktis gebohrt wurden, zeigen, dass auf dem Höhepunkt des letzten großen Vergletscherungsereignisses, vor 18.000 Jahren, das CO2 auf etwa 180 ppm gesunken ist (siehe Abbildung 3). [10]Dies liegt nur 30 ppm über dem Hungerniveau der meisten Pflanzenarten, das 150 ppm beträgt. [11]

Vor hundertvierzig Millionen Jahren bei 2.500 ppm hielt die Atmosphäre 4.750 Gt Kohlenstoff als CO2. Bei 180 ppm hielt die Atmosphäre 342 Gt Kohlenstoff als CO2, was über den Zeitraum von 140 Millionen Jahren einen Verlust von 4.530 Gt Kohlenstoff oder 92,8 Prozent des atmosphärischen CO2 bedeutete. Obwohl wir keine genauen Schätzungen der vulkanischen CO2-Emissionen oder der Tiefseesequestrierung von CO2 in diesem Zeitraum haben, haben wir eine sehr gute Repräsentation der Nettoauswirkungen auf den atmosphärischen CO2-Spiegel. Aufgrund dieses Rückgangs ist das CO2 während der gegenwärtigen Eiszeit des Pleistozäns mehrmals auf ein gefährlich niedriges Niveau gesunken, verglichen mit den Bedürfnissen der Pflanzen für ihr Wachstum und Überleben. Bei 180 ppm besteht kein Zweifel daran, dass das Wachstum vieler Pflanzenarten erheblich eingeschränkt war. [12]

Abbildung 3. Grafik der Temperatur und CO2-Konzentration aus den Wostok‐Eiskernen in der Antarktis, die zeigt, dass die atmosphärische CO2-Konzentration bei 18.000 YBP (Jahre zuvor) um fast 180 ppm gesunken ist. Beachten Sie, dass der CO2-Gehalt tendenziell den Temperaturschwankungen hinterherhinkt. [14]

Die Löslichkeitspumpe und die biologische Pumpe entfernen kontinuierlich Kohlendioxid aus der Atmosphäre. [13] Die Löslichkeitspumpe verweist auf die hohe Löslichkeit von CO2 im kalten Meerwasser in höheren Breitengraden, wo es durch sinkendes kaltes Meerwasser in die Tiefe des Ozeans getragen wird. Die biologische Pumpe bezieht sich auf die Abscheidung von Kohlenstoff aus Biomasse und Calciumcarbonat (CaCO3) aus planktonischen Muscheln, Korallen und Schalentieren in die Sedimente der Tiefsee. In den letzten 140 Millionen Jahren haben diese Prozesse mehr als 90 Prozent des CO2 aus der Atmosphäre entfernt. Die stetige Reduktion des CO2 aus der Atmosphäre in den letzten 140 Millionen Jahren von 2.500 ppm auf 180 ppm vor der Zwischeneiszeit des Holozäns und vor erheblichen menschlichen CO2-Emissionen bedeutet einen Nettoverlust aus der globalen Atmosphäre von 32.000 Tonnen (Kt) Kohlenstoff pro Jahr. Wir können mit Fug und Recht vermuten, dass die Hauptursache für diesen Abwärtstrend die CaCO3-Ablagerung aus Plankton‐ und Korallenriffen in marinen Sedimenten war. [15] Während der großen Vereisungen können kühlende Ozeane auch zusätzliches CO2 aufgenommen haben.

CO2 steigt über die Schwelle

Nachdem die jüngste große Vergletscherung vor 18.000 Jahren ihren Höhepunkt erreichte, begann der CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu steigen und erreichte vor 10.000 Jahren 260 ppm und vor der industriellen Revolution 280 ppm, als fossile Brennstoffe für die Energieerzeugung zu dominieren begannen. Die plausibelste Erklärung für den größten Teil dieses Anstiegs ist die Ausgasung von CO2 aus den Ozeanen, während sie sich mit einem sich erwärmenden Klima erwärmten. [16] Seitdem haben menschliche CO2-Emissionen dazu beigetragen, den Wert auf etwa 400 ppm anzuheben, ein Wert, der vielleicht in den letzten 10 bis 20 Millionen Jahren nicht erreicht wurde. Seit Beginn des Industriezeitalters ist CO2 in etwas mehr als 100 Jahren um 120 ppm oder etwa 230 Gt Kohlenstoff gestiegen, während der geringere “natürliche” Anstieg von 180 ppm auf 280 ppm etwa 15.000 Jahre dauerte. Der Anstieg im Industriezeitalter ist wahrscheinlich auf eine Kombination aus Verbrennung fossiler Brennstoffe, Landnutzungsänderung, Zementherstellung und möglicherweise Ausgasung von CO2 aus den Ozeanen aufgrund der steigenden globalen Temperatur zurückzuführen. Dieser letzte Punkt ist Gegenstand vieler Diskussionen und Auseinandersetzungen, ist aber im Rahmen dieser Arbeit nicht von grundlegender Bedeutung. [11]

DIE HEUTIGE VERTEILUNG DES KOHLENSTOFFS

Die globale Atmosphäre enthält heute bei etwa 400 ppm CO2 etwa 850 Gt Kohlenstoff im Vergleich zu den Ozeanen, die etwa 38.000 Gt Kohlenstoff enthalten, von denen die meisten zunächst als CO2 aus der Atmosphäre aufgenommen wurden. (Siehe Abbildung 4) Daher würde die Emission oder Absorption von 1 Prozent CO2 aus oder in die Ozeane eine 45‐prozentige Änderung des CO2-Gehalts in der Atmosphäre bei der gegenwärtigen CO2-Konzentration bewirken.

Abbildung 4. Darstellung des globalen Kohlenstoffhaushalts in Gt Kohlenstoff. Blaue Werte sind Kohlenstoffvorräte, rote Werte sind Jahresströme. Beachten Sie, dass der Ozean fast 50 mal so viel Kohlenstoff enthält wie die Atmosphäre, und der Ozean und die Atmosphäre sind in ständigem Fluss. [17]

Die wahrhaft erstaunliche Zahl ist die Schätzung von 100.000.000.000 Gt (hundert Millionen Milliarden Tonnen, auch bekannt als 100 Quadrillionen Tonnen) Kohlenstoff in kohlenstoffhaltigen Gesteinen, die ganz oder größtenteils aus CO2 in der globalen Atmosphäre stammen. Wäre das gesamte CO2 in der Atmosphäre geblieben, würde es gewichtsmässig etwa 70 aktuelle globale Atmosphären bei 100 Prozent CO2 darstellen. Dies unterstreicht die Tatsache, dass in der Frühzeit der Erde riesige Mengen an CO2 aus dem Vulkanismus ausgegast wurden. In den letzten 3,5 Milliarden Jahren wurde die überwiegende Mehrheit (etwa 99,5 Prozent) des Kohlenstoffs dadurch gebunden, dass CO2in kohlenstoffhaltigen Gesteinen und in viel geringerem Maße in fossilen Brennstoffen gebunden wurde.Es ist interessant festzustellen, dass unsere nächsten Nachbarplaneten, Venus und Mars, Atmosphären haben, die vom CO2 dominiert werden, wahrscheinlich aus frühen Vulkanausbrüchen. Keiner von beiden entwickelte ein Leben, das das CO2 in CaCO3 umwandeln konnte, um es in marinen Sedimenten zu vergraben.

CO2 in den Ozeanen

Die Löslichkeit von CO2 in den Ozeanen ist abhängig von der Salinität und Temperatur der Ozeane und von der CO2-Konzentration in der Atmosphäre. Der Salzgehalt variiert zwischen 30 Teilen pro Tausend und 38 Teilen pro Tausend und ist im Laufe der Zeit relativ konstant. Die Ozeane haben sich seit dem Höhepunkt der Kleinen Eiszeit erwärmt, so dass es wahrscheinlich ist, dass in den letzten 300 Jahren eine Nettoausgasung aus ihnen stattgefunden hat, zumindest bis die vom Menschen verursachten CO2-Emissionen ernsthaft begannen. Aus der Literatur geht hervor, dass wir keine endgültigen quantitativen Daten über das Schicksal der derzeitigen 10 Gt Kohlenstoffemissionen haben, die jährlich durch menschliche Aktivitäten entstehen. Wir können den Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre messen, aber ein Teil davon kann auf die Ausgasung aus den sich erwärmenden Ozeanen und nicht auf vom Menschen verursachte Emissionen zurückzuführen sein. Viele Wissenschaftler kommen zum Schluss, dass die Ozeane etwa 25 Prozent der menschlichen CO2-Emissionen absorbieren und damit die Möglichkeit einer Nettoausgasung von CO2 ausschließen. Es ist allgemein anerkannt, dass die globale pflanzliche Biomasse aufgrund des erhöhten CO2-Ausstoßes in der Atmosphäre zunimmt, aber es ist schwierig, dies genau zu quantifizieren. Ein kürzlich erschienenes Papier kam zum Schluss, dass der größte Teil der kurzfristigen CO2-Aufnahme von terrestrischen Pflanzen stammt und dass sehr wenig, wenn überhaupt, von den Ozeanen aufgenommen wird. [18]

In den letzten Jahren gab es eine Fülle von Papieren, die davor warnten, dass bei anhaltenden CO2-Emissionen und weiter steigenden CO2-Werten in der Atmosphäre ein Phänomen eintreten wird, das als “Ozeanversauerung” bezeichnet wird und die gesamte marine Nahrungskette bedroht. Einige postulieren, dass die Abnahme des pH‐Wertes der Ozeane es unmöglich macht, dass verkalkende Arten wie Korallen, Muscheln und verkalkende Planktonarten wie Coccolithophore und Foraminiferen ihre Schalen aus CaCO3 herstellen können. Der Autor hat kürzlich ein ausführliches Papier zu diesem Thema veröffentlicht. Das Papier kommt zum Schluss, dass die “Ozeanversauerung” eine Fabrikation ist und liefert fünf Schlüsselfaktoren, die ein solches Ergebnis verunmöglichen. [19]

CO2 in der modernen Zeit

Die wichtigste Frage, mit der sich eine Spezies heute auf der Erde konfrontiert sieht, ist, wie lange es ohne vom Menschen verursachte CO2-Emissionen gedauert hätte, bis der allmähliche Abbau von CO2 in der Atmosphäre auf ein Niveau gefallen wäre, das aufgrund von CO2-Hunger die Biomasse zu verringern beginnt und damit den Beginn des Endes des Lebens auf der Erde signalisierte?

Es wird allgemein angenommen, dass vulkanische Aktivität zu massiven CO2-Emissionen führt, die mit den vom Menschen verursachten Emissionen vergleichbar oder größer sind. Dies ist nicht der Fall. Während das ursprüngliche atmosphärische CO2 das Ergebnis einer massiven Ausgasung aus dem Erdinneren war, gibt es keine Hinweise darauf, dass der Atmosphäre während des 140 Millionen Jahre andauernden Rückgangs, der bis zur Gegenwart anhielt, große Mengen an neuem CO2 zugeführt wurden. Der Ausbruch des Pinatubo, des größten in der jüngeren Geschichte, hat schätzungsweise 2 Prozent der jährlichen vom Menschen verursachten CO2-Emissionen verursacht. Daher könnte man ohne vom Menschen verursachte Emissionen vernünftigerweise davon ausgehen, dass der CO2-Gehalt wie in den letzten 140 Millionen Jahren weiter gesunken wäre. [20]

Nach dem Timing der vielen glazialen und interglazialen Perioden während der pleistozänen Eiszeit zu urteilen, könnte die nächste große Eiszeit jederzeit beginnen. Interglaziale Perioden waren im Allgemeinen von 10.000 Jahren Dauer, und die jetzige holozäne Interglazialperiode begann vor fast 12.000 Jahren. Ohne vom Menschen verursachte CO2-Emissionen und andere Umweltauswirkungen besteht kein Grund zu bezweifeln, dass eine weitere große Vergletscherung stattgefunden hätte, die dem Muster folgt, das seit mindestens 800.000 Jahren besteht, wie es das Europäische Projekt für Eiskerne in der Antarktis (EPICA) [21] festgestellt hat, und das vermutlich seit 2,5 Millionen Jahren der Pleistozän‐Eiszeit besteht. Diese Gletscher haben mit den Milankovitch‐Zyklen übereingestimmt. [22] (Siehe Abbildung 5) Die Milankovitch‐Zyklen werden durch Schwankungen in der Erdumlaufbahn und durch Zyklen der Neigung der Erde zur Sonne bestimmt. Die starke Korrelation zwischen dem Beginn großer Eiszeiten in den letzten 800.000 Jahren und den Milankovitch‐Zyklen hat die Mehrheit der Geowissenschaftler und Klimatologen veranlasst, die Hypothese zu akzeptieren, dass die großen Eiszeiten in einer Kausalwirkungsbeziehung mit den Milankovitch‐Zyklen verbunden sind.

90 Millionen Jahre lang, von der späten Jurazeit bis zum frühen Tertiär, stieg die globale Temperatur erheblich an, während der CO2-Spiegel stetig zurückging.

Abbildung 5. Grafik, die die atmosphärische CO2-Konzentration und Temperatur in der Antarktis für die letzten vier Interglazialperioden zeigt, eng verbunden mit den Milankovitch‐Zyklen von 100.000 Jahren. Diese Grafik basiert auf Daten aus den 420.000-Jahres-Aufzeichnungen, die aus den von russischen Wissenschaftlern gebohrten Wostok‐Eiskernen gewonnen wurden. [23] Beachten Sie die allmähliche Entwicklung des Beginns kälterer Temperaturen und der schnellen Erwärmung am Ende des Zyklus. Es ist zu beachten, dass die Spitzenerwärmung während der letzten Interglazialperiode (Holozän) geringer ist als in den letzten drei Interglazialperioden. [24]

Dann, nach dem thermischen Maximum des Paläozän‐Eozän, begann ein 50 Millionen Jahre dauernder Abklingtrend der globalen Temperatur bis in die heutige Zeit. (Siehe Abbildung 6) Das Paläozän‐Eozän‐Thermomaximum wies eine durchschnittliche globale Temperatur auf, die bis zu 16°C über der heutigen Temperatur lag. Doch die Vorfahren aller heute lebenden Arten müssen diese Zeit überlebt haben, da sie auch in früheren, viel kälteren Klimazonen überlebt hatten. Es ist lehrreich festzustellen, dass trotz der zahlreichen Perioden extremer klimatischer Bedingungen und katastrophaler Ereignisse jede heute lebende Art von Arten abstammt, die diese Bedingungen überlebt haben. Dies führt dazu, die Vorhersagen über das Massenaussterben von Spezies und den Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation in Frage zu stellen, wenn die globale Durchschnittstemperatur einen Anstieg von 2°C über das heutige Niveau hinaus übersteigt. [25]Es mag überraschen, dass die durchschnittliche globale Temperatur in früheren Zeiten 16°C höher gewesen sein könnte, da dies Teile der Erde, die heute warm sind, praktisch unbewohnbar zu machen scheint. Der Schlüssel zum Verständnis dessen ist, dass die Erde, wenn sie sich erwärmt, dies je nach Breitengrad unterschiedlich tut. Während sich die Arktis und Antarktis erheblich erwärmen, gibt es in den Tropen viel weniger Erwärmung. So bleiben die tropischen Regionen bewohnbar, während sich die hohen Breiten von polar zu gemäßigt verschieben, und während der wärmsten Zeiten verschieben sie sich zu einem tropischen Klima.

Abbildung 6. Die globale Oberflächentemperatur von 65 Millionen YBP zeigt den größten Kältetrend der letzten 50 Millionen Jahre. Während die Pole deutlich wärmer waren als heute, gab es in den Tropen eine deutlich geringere Erwärmung, die durchgehend bewohnbar blieben. Die Erde befindet sich in einer der kältesten Perioden der letzten 600 Millionen Jahre. [26]

Aus der 800.000 Jahre alten Aufzeichnung der antarktischen Eiskerne geht hervor, dass die kältesten Perioden während der großen Vergletscherungen mit den niedrigsten CO2-Werten in der Atmosphäre zusammenfallen. (siehe Abbildung 5) Die Korrelation ist in diesem Zeitraum sicherlich stark genug, um einen kausalen Zusammenhang zwischen CO2und Temperatur nahezulegen. In der Literatur gibt es jedoch Meinungsverschiedenheiten darüber, was die Ursache und was die Wirkung ist. Diejenigen, die die Erwärmung im vergangenen Jahrhundert auf Treibhausgasemissionen, insbesondere CO2, zurückführen, stimmen auch eher mit der Position überein, die in Al Gores Eine unbequeme Wahrheit: Der planetarische Notstand der globalen Erwärmung und was wir dagegen tun können, dargelegt ist, dass die Erwärmung während der Zwischeneiszeit durch steigende CO2-Werte verursacht wird. [27] Es ist jedoch problematisch zu postulieren, wie die Milankovitch‐Zyklen einen Anstieg oder Rückgang des atmosphärischen CO2-Gehalts verursachen könnten, während es plausibel ist, dass die Milankovitch‐Zyklen aufgrund von Veränderungen der Sonneneinstrahlung zu einer Schwankung der globalen Temperatur führen könnten, was wiederum entweder zur Ausgasung oder Absorption von CO2 aus den Ozeanen führen könnte. Tatsächlich zeigen beide Datensätze von Eiskerndaten aus der Antarktis, dass Temperaturänderungen in der Regel Änderungen des CO2-Gehalts vorausgehen, was darauf hindeutet, dass Temperaturänderungen die Ursache für Veränderungen des CO2-Gehalts sind. [28] Manche haben vorgeschlagen, dass der Beginn der Erwärmung nach einer Vergletscherung zwar durch die Milankovitch‐Zyklen verursacht wird, die anschließende Ausgasung von CO2 aus dem Ozean dann aber der vorherrschende Treiber für eine weitere Erwärmung wird. [29] Vermutlich wäre auch anzunehmen, dass die zur Vergletscherung führende Kühlung durch den Milankovitch‐Zyklus ausgelöst und dann durch einen reduzierten CO2-Spiegel aufgrund der Meeresabsorption angetrieben wird. Diese Hypothese ist nicht bewiesen.

Es ist äußerst unwahrscheinlich oder vielleicht unmöglich sich vorzustellen, wie CO2 von vorindustriellen 280 ppm auf 400 ppm ohne vom Menschen verursachte Emissionen hätte steigen können. Keine andere Spezies, die in naher Zukunft existiert oder sich präsentiert, ist in der Lage, die massiven Lagerstätten fossiler Brennstoffe zu graben, zu bohren und dann zu verbrennen, um CO2 wieder in die Atmosphäre freizusetzen, aus der es ursprünglich stammt. Viele Wissenschaftler denken, dass dieser Anstieg des atmosphärischen CO2 die Hauptursache für die leichte Erwärmung (0,5°C) der Atmosphäre in den letzten 65 Jahren ist. Nur die Zeit wird zeigen, ob dies der Fall ist. Seit dem Höhepunkt der Kleinen Eiszeit um 1700 erwärmt sich das Klima seit etwa 300 Jahren. Es ist möglich, dass die jüngste Erwärmung eine Fortsetzung der längeren Erwärmungsphase ist, die bereits lange bevor menschlich verursachte CO2-Emissionen eine Rolle spielen konnten, begonnen hatte.

HÖHERE CO2-KONZENTRATIONEN WERDEN PFLANZENWACHSTUM UND BIOMASSE ERHÖHEN

Es ist gut nachgewiesen, dass der Anstieg des CO2-Ausstoßes in der Atmosphäre für ein erhöhtes Pflanzenwachstum auf globaler Ebene verantwortlich ist. Viele Studien deuten darauf hin, dass fast 25 Prozent der vom Menschen verursachten CO2-Emissionen oder 2,5 Gt Kohlenstoff pro Jahr von Pflanzen aufgenommen werden, was die globale pflanzliche Biomasse erhöht. Eine aktuelle Studie geht davon aus, dass bis zu 50 Prozent der CO2-Emissionen des Menschen durch vermehrtes Pflanzenwachstum absorbiert werden. [30] Dies wurde als “Ergrünen der Erde” bezeichnet, da CO2-Konzentrationen erreicht werden, die weit über dem nahezu verhungerten Niveau liegen, das während der großen Vergletscherungen des Pleistozäns erreicht wurde. [31] Der renommierteste australische Wissenschaftsverband, die Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation (CSIRO), hat gezeigt, dass CO2 vor allem Pflanzen zugute kommt, die an trockene Klimazonen angepasst sind. In Umgebungen mit höherem CO2-Gehalt werden sie bei der Photosynthese effizienter und wachsen schneller, ohne mehr Wasser zu verbrauchen. [32]

Eine der beeindruckendsten Aufzeichnungen stammt aus einem Versuchswald in Deutschland, in dem das Waldwachstum seit 1870 kontinuierlich dokumentiert ist. Seit 1960, als die CO2-Emissionen rasant zu steigen begannen, ist die Wachstumsrate der einzelnen Bäume um 32 Prozent auf 77 Prozent gestiegen. Während ein Teil davon auf den leichten Temperaturanstieg seit 1960 zurückzuführen ist, steht die viel höhere Wachstumsrate im Einklang mit Labor‐ und Feldstudien über die Auswirkungen eines erhöhten CO2-Gehalts auf Pflanzen. [33]

Abbildung 7. Craig Idso, CO2-Experte und Autor der CO2Science‐Website [34], die die Wachstumsrate von Kiefern unter Umgebungsbedingungen gegenüber der Zugabe von 150 ppm, 300 ppm und 450 ppm CO2 demonstriert. In einer CO2-höheren Welt wird das Wachstum von Nahrungsmitteln, Wäldern und wilden Landschaften auf der ganzen Welt stark zunehmen. Studien zeigen auch, dass höhere CO2-Werte in den Ozeanen zu einem verstärkten Wachstum von Phytoplankton und anderen Meerespflanzen führen. [35]

Abbildung 8. Veränderung der Netto‐Primärproduktivität der Vegetation 1982 bis 2010. Die trockensten Regionen wie Westaustralien, Subsahara‐Afrika, Westindien und die Great Plains Nordamerikas weisen den größten Anstieg des Pflanzenwachstums auf. [36]

Es ist nicht allgemein bekannt, dass Treibhausgärtner weltweit zusätzliches CO2 in ihre Gewächshäuser einspritzen, um das Wachstum und den Ertrag ihrer Pflanzen zu steigern. Unter Gartenbauern ist es bekannt, dass diese Praxis das Wachstum um 40 Prozent oder mehr steigern kann. Denn der optimale CO2-Gehalt für das Pflanzenwachstum liegt zwischen 1.000 ppm und 3.000 ppm in der Luft, viel höher als die 400 ppm in der globalen Atmosphäre heute. [37] Jede Art auf der Erde, auch unsere eigene, stammt von Vorfahren ab, die in Klimazonen mit viel höheren CO2-Gehalten als heute gediehen sind.

Diskussion

Die Debatte über den Klimawandel hat eine Seite, die darauf besteht, dass die “Wissenschaft geregelt ist”. Es gibt jedoch keinen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass ein erhöhter CO2-Ausstoß zu einer Katastrophe führen wird, da das CO2 in den meisten Zeiten des Lebens auf der Erde höher war als heute. Andererseits kann man ohne Zweifel sagen, dass, wenn CO2 wieder auf das Niveau von vor 18.000 Jahren oder darunter fällt, eine Katastrophe eintreten würde, wie sie in der Geschichte der Menschheit unbekannt ist. Wir werden von vielen Wissenschaftlern darauf hingewiesen, dass wir uns Sorgen machen sollten, dass der CO2-Gehalt höher steigt, während wir uns eigentlich Sorgen machen sollten, dass der CO2-Gehalt sinken könnte.

Atmosphärische CO2-Konzentrationen in der Zukunft

Wenn der Mensch nicht begonnen hätte, fossile Brennstoffe zur Energiegewinnung zu nutzen, ist davon auszugehen, dass die CO2-Konzentration in der Atmosphäre so weiter gesunken wäre wie in den letzten 140 Millionen Jahren. Es ist auch anzunehmen, dass das Erdklima weiterhin zwischen relativ langen Perioden der Vergletscherung und relativ kurzen Perioden des interglazialen Klimas ähnlich dem heutigen Klima schwanken würde. Angesichts des anhaltenden Rückzugs von Kohlenstoff aus der Atmosphäre in die Sedimente der Ozeane wäre es nur eine Frage der Zeit, bis das CO2 während einer Eiszeit auf 150 ppm oder weniger sinkt. Bei einer durchschnittlichen Rate von 32 Kt Kohlenstoffverlust pro Jahr würde dies in weniger als zwei Millionen Jahren geschehen. Mit anderen Worten, der Beginn des Endes des meisten Lebens auf dem Planeten Erde würde in weniger Jahren in der Zukunft beginnen, als unsere Gattung der Primaten, der Homo, als eigenständige taxonomische Einheit existiert hat.

Es ist lehrreich festzustellen, dass es sich bei unserer Spezies um eine tropische Spezies handelt, die sich am Äquator in Ökosystemen gleich warm oder wärmer als heute entwickelt hat. Wir konnten die Wärme des tropischen Klimas nur durch die Nutzung von Feuer, Kleidung und Gebäudeunterkünften verlassen. Dies ermöglichte es uns, uns in gemäßigten Klimazonen und sogar in der Arktis am Meer niederzulassen, wo sowohl domestizierte Hunde als auch Meeressäuger einem sehr kleinen Bestand das Leben ermöglichen. Allerdings können wir keine Nahrungspflanzen im Überfluss auf Gletschern oder in gefrorenem Boden anbauen. Außerdem könnten wir nirgendwo viel von allem anbauen, wenn der CO2-Gehalt unter 150 ppm sinkt. Es besteht die klare Möglichkeit, dass keine zusätzliche Menge an CO2 das Klima aus der nächsten großen Eiszeit herausverschiebt. Das ist kein Grund, die Hoffnung aufzugeben, sondern sich darüber zu wundern, dass wir tatsächlich eine Umkehrung des langfristigen CO2-Trends herbeiführen können, der jetzt durch menschliche CO2-Emissionen erreicht wurde. Es besteht kein Zweifel, dass sich das Erdinnere in seinem rund 4,6 Milliarden Jahre alten Bestand deutlich abgekühlt hat. Dies macht den massiven Vulkanismus zu einer immer geringer werdenden Wahrscheinlichkeit. Es gibt keinen anderen plausiblen natürlichen Mechanismus, um Kohlenstoff in Form von CO2 der globalen Atmosphäre zuzuführen.

Abbildung 9. Rekonstruierte Grönland‐Mitteltemperaturanomalien (oben) und antarktische CO2-Konzentration (unten). Die Halbierung der Temperaturanomalien zur Berücksichtigung der polaren Verstärkung ergibt eine angemessene Annäherung an die globale Temperaturänderung im Holozän. Seit Beginn des Holozän‐Optimums etwa 9.000 Jahre vor der Gegenwart (ka BP) ist die globale Temperatur um ~1°C gesunken, obwohl die CO2-Konzentration durchweg gestiegen ist. [38]

Die heutige Holozän Zwischeneiszeit hat bereits länger gedauert als einige frühere Zwischeneiszeitperioden. Das Holozän ist auch etwas kühler als frühere interglaziale Perioden. Dringender als der mögliche Hunger des Lebens in zwei Millionen Jahren ist, was zu Beginn der nächsten Vergletscherung geschehen wird, möglicherweise in relativ kurzer Zeit. Ohne die CO2-Emissionen des Menschen wären sowohl die Temperatur als auch das CO2 auf ein Niveau gesunken, das zu einer kontinuierlichen Verringerung des Pflanzenwachstums führen würde, was zu ähnlichen oder vielleicht sogar schwereren klimatischen Bedingungen führen würde als bei früheren Vereisungen. Dies würde sicherlich zu einer weit verbreiteten Hungersnot und wahrscheinlich zum Zusammenbruch der menschlichen Zivilisation führen. Dieses Szenario würde keine zwei Millionen Jahre dauern, sondern möglicherweise nur ein paar tausend. Selbst wenn die Bedingungen der Kleinen Eiszeit in den nächsten hundert Jahren mit einer Bevölkerung von neun Milliarden oder mehr Menschen wieder auftauchten, können wir sicher sein, dass die Bevölkerung nicht lange Zeit neun Milliarden betragen würde. Es gibt ein starkes Argument dafür, dass sich die Erde bereits in einem Abkühlungstrend befindet, der in den nächsten 100.000 Jahre dauernden Zyklus der Hauptvergletscherung absinkt. Siehe Abbildung 5 und stellen Sie fest, dass in den drei vorangegangenen interglazialen Perioden ein scharfer Höhepunkt erreicht wurde, gefolgt von einem stetigen Abwärtstrend der Temperatur. Die Spitzentemperatur in dieser holozänen Interglazialzeit lag während des Holozän‐Optimums vor 5.000 bis 9.000 Jahren. Seitdem nehmen die Erwärmungsspitzen ab, und die Kälteperioden sind kälter geworden. Die Kleine Eiszeit, die vor etwa 300 Jahren ihren Höhepunkt erreichte, war wahrscheinlich die kälteste Klimaperiode seit dem Holozän‐Optimum. [39]

Ein Paradigmenwechsel in der Wahrnehmung von CO2

Der unabhängige Wissenschaftler James Lovelock liefert ein interessantes Beispiel für diese beiden gegensätzlichen Vorhersagen von zukünftiger Katastrophe versus Errettung durch CO2, einem Teil des für das Leben benötigten CO2 zurück in die Atmosphäre und gleichzeitigem Genuss von reichlich Energie aus fossilen Brennstoffen zu günstigen Preisen. In den letzten 550 Millionen Jahren ist es zu einem allmählichen Netto‐CO2-Verlust aus der Atmosphäre gekommen, von etwa 14.000 Gt auf etwa 370 Gt auf dem niedrigsten Niveau während des Höhepunkts der letzten Eiszeit. Das ist eine Reduktion um fast 98 Prozent eines der wichtigsten Nährstoffe für das Leben auf der Erde. Wenn die CO2-Emissionen des Menschen im vergangenen Jahrhundert fehlen, ist es schwer vorstellbar, wie dieser Prozess der kontinuierlichen CO2-Abscheidung unterbrochen werden könnte. Für neue Emissionen wäre ein massiver Vulkanismus in einem Ausmaß erforderlich, das seit mehr als 200 Millionen Jahren nicht mehr zu beobachten war. Er ist zweifellos einer der führenden Experten in der Atmosphärenchemie, [40] weshalb ihn die NASA beauftragte, einen Teil der Lebenserkennungsausrüstung für die ersten US‐Marslander zu entwickeln. [41] Aus den Ergebnissen schloss er, dass es kein Leben auf dem Mars gibt.

Seit der Veröffentlichung seines ersten Buches über die Gaia‐Hypothese im Jahr 1979 beschäftigte sich Lovelock mit den Auswirkungen der menschlichen Zivilisation auf die globale Atmosphäre. [42] Er wurde ein starker Befürworter der Reduktion der CO2-Emissionen und erklärte, dass der Mensch eine “Schurkenspezies” gegen Gaia (die Erde) geworden sei. Er ging so weit, 2006 zu erklären:

Bevor dieses Jahrhundert vorbei ist, werden Milliarden von uns sterben, und die wenigen Brutpaare, die überleben, werden in der Arktis sein, wo das Klima erträglich bleibt… ein gebrochener Pöbel unter der Führung brutaler Warlords.” [43]

Nur vier Jahre später, in einer öffentlichen Rede im Londoner Science Museum im Jahr 2010, widerrief Lovelock:

Es lohnt sich zu bedenken, dass das, was wir bei der Schaffung all dieser Kohlenstoffemissionen tun, weit entfernt von etwas Schrecklichem, den Beginn einer neuen Eiszeit stoppt.

 

Wenn wir nicht auf der Erde erschienen wären, wäre es an der Zeit, eine nächste Eiszeit zu durchlaufen, und wir können uns unseren Teil anrechnen, das aufgehalten zu haben.

 

Ich hasse dieses ganze Getue mit dem sich schuldig fühlen für das, was wir tun.” [44]

Diese abrupte Umkehrung von Lovelocks Interpretation von CO2 ist genau das, was allgemein erforderlich ist, um die Tragödie zu vermeiden, dass Milliarden von Menschen eine preiswerte und zuverlässige Energie entzogen wird, insbesondere solche, die sich aus der Armut befreien müssen. Es muss ein totaler Paradigmenwechsel stattfinden, von der Verteufelung fossiler Brennstoffe und der Angst vor CO2 als giftigem Schadstoff hin zur Feier des CO2 als Lebensspender, während gleichzeitig die fossilen Brennstoffe immer effizienter genutzt werden. Wie bei Lovelock sollten wir hoffen, dass sich CO2 als der moderate Erwärmungseinfluss erweisen wird, der in der Theorie vorhergesagt wird. Eine etwas wärmere Welt mit einem höheren CO2-Gehalt in der Atmosphäre würde zu einer grüneren Welt mit mehr pflanzlicher Biomasse, höheren Erträgen von Nahrungsmitteln und Bäumen, einem gastfreundlicheren Klima in hohen nördlichen Breitengraden und einer möglichen Verringerung der Wahrscheinlichkeit einer weiteren großen Vereisung führen. Es ist höchst wahrscheinlich und ironisch, dass die Existenz des Lebens selbst sein eigenes Ende vorbestimmt haben könnte, vor allem durch die Entwicklung von CaCO3 als Panzerung in marinen Organismen. [45] Die Tatsache, dass Menschen in der Lage zu sein scheinen, dieses Schicksal vorübergehend umzukehren, weil wir CO2 durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe zur Energiegewinnung in die Atmosphäre zurückführen, grenzt an das Wunderbare. Dennoch gibt es nur eine begrenzte Menge fossiler Brennstoffe, die nach der Verbrennung kurz‐ bis mittelfristig nicht mehr erneuerbar sind. Der größte Teil des Kohlenstoffs wird in kohlenstoffhaltige Gesteine, hauptsächlich als CaCO3, gebunden. Heute stammen etwa 5 Prozent der menschlichen CO2-Emissionen aus der Umwandlung von CaCO3 mit Wärme in CO2 und CaO (Kalk) zur Herstellung von Zement. Wenn also fossile Brennstoffe in den kommenden Jahrhunderten knapp werden und das CO2 wieder zu schwinden beginnt, haben wir die Möglichkeit, zusätzliches CO2 zu erzeugen, indem wir Kalkstein mit Atom‐ oder Solarenergie verbrennen, wobei Kalk für Zement als nützliches Nebenprodukt entsteht. Dies hat das Potenzial, die Existenz einer hochproduktiven lebenden Erde in die ferne Zukunft zu verlängern.

Aus der vorangegangenen Diskussion geht hervor, dass die menschlichen CO2-Emissionen nicht zu katastrophalen klimatischen Bedingungen führen, sondern dazu dienen, ein Gleichgewicht im globalen Kohlenstoffkreislauf wiederherzustellen. Indem wir den 140 Millionen Jahre dauernden Rückgang des atmosphärischen CO2 umkehren, tragen wir dazu bei, den Fortbestand des kohlenstoffbasierten Lebens auf der Erde sicherzustellen.

SCHLUSSBETRACHTUNG

CO2 ist lebensnotwendig, und zweimal in der Geschichte des modernen Lebens gab es Perioden mit einem starken Rückgang der CO2-Konzentration in der globalen Atmosphäre. Hätte sich dieser Rückgang in Zukunft in gleichem Maße fortgesetzt, würde CO2 schließlich auf ein Niveau sinken, das zur Unterstützung der Pflanzenwelt unzureichend ist, möglicherweise in weniger als zwei Millionen Jahren. Besorgniserregender ist die Möglichkeit, dass in naher Zukunft während einer zukünftigen Vereisung das CO2 auf 180 ppm oder weniger sinken kann, was das Wachstum von Nahrungsmitteln und anderen Pflanzen stark reduziert. Die menschlichen CO2-Emissionen haben diese Möglichkeit verhindert, so dass zumindest während einer Eiszeit das CO2 hoch genug wäre, um eine produktive Agrarindustrie aufrechtzuerhalten.

Ein 140 Millionen Jahre dauernder Rückgang des CO2 auf Werte, die einer Bedrohung des Überlebens jeglichen Lebens auf der Erde nahe kamen, kann kaum als “das Gleichgewicht der Natur” bezeichnet werden. Insofern stellen die menschlichen Emissionen einen Ausgleich zum globalen Kohlenstoffkreislauf her, indem sie einen Teil des CO2wieder in die Atmosphäre zurückführen, der durch Photosynthese und CaCO3-Produktion entzogen und anschließend an tiefe Sedimente verloren wurde. Dieser äußerst positive Aspekt der menschlichen CO2-Emissionen muss sicherlich gegen die unbewiesene Hypothese abgewogen werden, dass die menschlichen CO2-Emissionen in den letzten Jahren hauptsächlich für die leichte Erwärmung des Klimas verantwortlich sind und in den kommenden Jahrzehnten eine katastrophale Erwärmung verursachen werden. Die Tatsache, dass die gegenwärtige Erwärmung vor etwa 300 Jahren während der Kleinen Eiszeit begann, deutet darauf hin, dass sie zumindest teilweise die Fortsetzung der gleichen Naturkräfte sein könnte, die das Klima im Laufe der Zeiten verändert haben.

Trotz vieler gegenteiliger Beweise ist ein Großteil der westlichen Gesellschaft davon überzeugt, dass eine globale Erwärmung und eine Klimakrise bevorstehen. Die Idee des katastrophalen Klimawandels ist stark, da sie alles und jeden auf der Erde umfasst. Vor der “Kohlenstoffbelastung” kann man sich nirgendwo verstecken. Es gibt auch die Kombination aus Angst und Schuld: Wir haben Angst, dass das Fahren mit unseren Autos unsere Enkelkinder umbringt, und wir fühlen uns dafür schuldig. Eine starke Interessenkonvergenz zwischen den wichtigsten Eliten unterstützt und treibt das Klimakatastrophennarrativ voran. Umweltschützer verbreiten Angst und sammeln Spenden ein; Politiker scheinen die Erde vor dem Untergang zu retten; die Medien haben einen Feldtag mit Sensation und Konflikten; Wissenschaftler und wissenschaftliche Institutionen sammeln Milliarden von öffentlichen Zuschüssen, gründen völlig neue Institutionen und betreiben einen Nährbodenrausch für beängstigende Szenarien; Unternehmen wollen grün aussehen und erhalten riesige öffentliche Zuschüsse für Projekte, die sonst wirtschaftliche Verlierer wären, wie große Windparks und Solaranlagen. Selbst der Papst der katholischen Kirche hat sich mit einem religiösen Blickwinkel eingemischt.

Bei all diesen Machenschaften geht die unbestreitbare Tatsache verloren, dass das Wichtigste an CO2 darin besteht, dass es für alles Leben auf der Erde unerlässlich ist und dass die atmosphärische Konzentration von CO2 vor der Verbrennung fossiler Brennstoffe sehr lange Zeit in eine sehr gefährliche Richtung ging. Sicherlich wäre der “gefährlichste” Klimawandel auf kurze Sicht einer, der nicht genügend Nahrungsmittel produziert, um unsere eigene Bevölkerung zu ernähren. Die aktuelle “Pause” in der globalen Erwärmung, die von zwei Satelliten und Tausenden von Wetterballonen, jetzt fast zwei Jahrzehnte später, aufgezeichnet wird, unterbricht die Hypothese, dass ein höheres CO2 unweigerlich zu höheren Temperaturen führen wird. [46] Während dieser Periode ohne nennenswerte Erwärmung wurden etwa ein Drittel aller menschlichen CO2-Emissionen seit Beginn des Industriezeitalters in die Atmosphäre abgegeben. Das beste Ergebnis wäre, dass CO2 eine gewisse Erwärmung verursacht, aber etwas niedriger als in extremen Vorhersagen angenommen. [47]

Wir sollten diejenigen, die einen katastrophalen Klimawandel voraussagen, einschließlich des Zwischenstaatlichen Ausschusses der Vereinten Nationen für Klimaänderungen (IPCC), einige dringende Fragen nach dem Ergebnis stellen, wenn der Mensch nicht in den Kohlenstoffkreislauf eingegriffen hätte.

  • Welche Beweise oder Argumente gibt es, dass das Weltklima nicht in Übereinstimmung mit den Milankovitch‐Zyklen in eine nächste Eiszeit zurückkehren würde, wie es zumindest in den letzten 800.000 Jahren wiederholt der Fall war?
  • Welche Beweise gibt es, dass wir die globale Höchsttemperatur während dieser holozänen Interglazialzeit nicht bereits überschritten haben?
  • Wie können wir sicher sein, dass die nächste Abkühlperiode ohne menschliche Emissionen nicht strenger wäre als die jüngste Kleine Eiszeit?
  • Welchen Sinn macht es, angesichts der Tatsache, dass der optimale CO2-Gehalt für das Pflanzenwachstum über 1.000 ppm liegt und CO2 den größten Teil der Geschichte des Lebens über diesem Wert lag, eine Senkung des CO2-Gehalts zu fordern, wenn es keine Anzeichen für einen katastrophalen Klimawandel gibt?
  • Gibt es ein plausibles Szenario, das ohne menschliche Emissionen die allmähliche Erschöpfung des CO2 in der Atmosphäre beenden würde, bis es das Hungerniveau für Pflanzen und damit für das Leben auf der Erde erreicht?

Diese und viele andere Fragen zu CO2, Klima und Pflanzenwachstum erfordern unser ernsthaftes Nachdenken, wenn wir vermeiden wollen, einige sehr kostspielige Fehler zu machen.


FUSSNOTEN

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Dr. Patrick Moore

Dr. Patrick Moore ist Senior Fellow des Programms Energy, Ecology and Prosperity am Frontier Centre for Public Policy. Seit über 40 Jahren ist er führend im internationalen Umweltbereich. Dr. Moore ist Mitbegründer von Greenpeace und war neun Jahre lang Präsident von Greenpeace Kanada und sieben Jahre lang Direktor von Greenpeace International. Nach seiner Zeit bei Greenpeace trat Dr. Moore der Forest Alliance of British Columbia bei, wo er zehn Jahre lang an der Entwicklung der Prinzipien der nachhaltigen Forstwirtschaft arbeitete, die inzwischen von einem Großteil der Industrie übernommen wurden. Im Jahr 2013 veröffentlichte er Confessions of a Greenpeace Dropout – The Making of a Sensible Environmentalist, das seine 15 Jahre bei Greenpeace dokumentiert und seine Vision für eine nachhaltige Zukunft beschreibt.

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