IKONE DES KLIMAWANDELS? Ein Bild lügt mehr als tausend Worte

Das den Klimawandel veranschaulichen soll. Das tut es auch. Doch nur symbolisch, wie der Urheber des Bildes betont. Die abgebildete Schmelze sei ganz normal.«

Im übernächsten Absatz korrigiert n-tv.de seine ursprüngliche Darstellung mit diesen Worten:

»Schnell verbreitet sich die Meinung, die Aufnahme dokumentiere eine rasante Schmelze des Meereseises und damit eine Facette des Klimawandels. Auch n-tv.de suggerierte das mit einer Meldung.

Inzwischen aber hat Olsen vom Dänischen Meteorologischen Institut in Kopenhagen die vermeintlich brisante Botschaft seines Fotos relativiert. Er stimme damit überein, dass das Bild „eher einen symbolischen denn wissenschaftlichen“ Wert habe, twitterte der Forscher.«

Damit es niemand überliest:

»… „eher einen symbolischen denn wissenschaftlichen“ Wert …«

Und dann kommt das:

»Ein Einheimischer aus der abgebildeten Region verwies darauf, dass Szenen wie auf dem Foto öfter geschähen. „Vor allem dort oben in Thule, wo das Foto gemacht wurde“, sagte der Jäger Apollo Mathiassen der Zeitung „Berlingske Tidende“. Demnach unterstreiche das Foto sogar, wie dick das Eis sei. „Weil das Eis so dick ist, gibt es keine Löcher, durch die das Wasser aus dem geschmolzenen Schnee laufen kann“, sagte Mathiassen.«

Sie erinnern sich, wie der Bericht von n-tv.de aufmacht?

Was vom Grönlandeis übrig ist.

Und was dann weiter unten folgt?

»Demnach unterstreiche das Foto sogar, wie dick das Eis sei. „Weil das Eis so dick ist, gibt es keine Löcher, durch die das Wasser aus dem geschmolzenen Schnee laufen kann“, sagte Mathiassen.«

Wie um den Wahrheitsgehalt des Bildes abschließend zu klären, steht bei n-tv.de:

»Das abgebildete Wasser, durch das die Schlittenhunde bei Qaanaaq wetzen, ist demzufolge also kein Eis-Schmelzwasser, sondern stammt offenbar von geschmolzenem Schnee. Auch wenn Klimaforscher Olsen erklärt, dass das dortige Eis derzeit 120 Zentimeter dick und somit 20 Zentimeter dicker als im Vorjahreszeitraum sei, so dokumentiere das Foto einen „ungewöhnlichen Tag“.«

Nicht überlesen bitte: »… kein Eis-Schmelzwasser, sondern … von geschmolzenem Schnee«…Weiterlesen bei TICHYS Einblick hier

Auch Özden Teil der Wettermann vom zdf verbreitete diese Lügenmärchen, jedoch ohne jede Korrektur.




Adjustierte „unad­justierte“ Daten: NASA nutzt den „Zauberstab“ des Frisierens und erzeugt Erwär­mung dort, wo es nie eine gab

Diese Praxis hat zur Erstellung neuer Datensätze geführt mit der Bezeichnung „adjustierte“ Daten, während die alten Datensätze mit der Bezeichnung „V3 unadjustiert“ versehen wurden. Das Problem der Gobale-Erwärmung-Aktivisten bestand jedoch darin, dass ein Blick auf die alten „unadjustierten“ V3-Daten – d. h. unverfälschte Daten – oftmals einen abwärts gerichteten Temperaturtrend zeigte. Derartige negative Trends waren natürlich für die Alarmisten unerträglich, behaupten diese doch unablässig, dass sich der Planet rapide erwärmt.

Die adjustierten „unadjustierten“ Daten

Was also war zu tun? Nun, es sieht so aus, als hätte sich die NASA entschlossen, seine „V3 unadjustierten Datensätze“ zu adjustieren und sie umzubenennen in „V4 unadjustiert“. Das stimmt – die adjustierten Daten wurden zu V4 „unadjustiert“.

Und welchen Trend zeigen nun die neuen „V4 unadjustierten“ Daten?

Richtig geraten! Die neuen V4 unadjustierten Daten zeigen Erwärmungstrends, und das sogar an Stellen, an denen einst ein Abkühlungstrend aufgetreten war.

Die NASA schwingt ihren Zauberstab des Frisierens, um eine Abkühlung in eine (Fake-)Erwärmung zu verwandeln, folgendermaßen:

6 Beispiele skandalösen Unfugs der NASA

Hier folgen 6 Beispiele aus verschiedenen Gegenden des Globus‘ und über Jahrzehnte zurückreichend. Sie demonstrieren eindrucksvoll diese skandalöse, willkürliche Veränderung von Daten:

Nr. 1

Punta Arenas, Chile: Hier sehen wir, wie ein eindeutiger Abkühlungstrend von der NASA so erwärmt wurde, dass nur noch ein sehr geringer derartiger Trend übrig blieb:

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v3

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v4

Nr. 2

Marquette, Michigan: Hier hat die NASA einen leichten Abkühlungstrend in einen robusten Erwärmungstrend verwandelt. Kein Wunder, dass der japanische Klimawissenschaftler Dr. Mototaka Nakamura [auf Deutsch beim EIKE hier] jüngst die globale Erwärmung zeigenden Daten der Experten als „nicht vertrauenswürdig“ und „gefälscht“ charakterisiert hat:

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v3

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v4

Nr. 3

Port Elizabeth, Südafrika: Hier wurde ein 109 Jahre zurück reichender Datensatz so verändert, dass ein fehlender Erwärmungstrend in einen Erwärmungstrend verwandelt wurde:

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v3

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v4

Nr. 4

Davis, Antarktis: Daten der Japan Meteorological Agency beispielsweise zeigen, dass diese Station keinen Trend aufweist, genau wie die nicht adjustierten V3-Daten der NASA. Aber die neuen V4 „unadjustierten“ Daten der NASA zeigen, dass jene Erwärmung endlich auch die Antarktis erreicht hat:

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v3

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v4

Nr. 5

Hachijojima, Japan: Die unadjustierten V3-Daten von dieser abgelegenen Inselstation zeigten keinen Trend – bevor die NASA beschloss, einen neuen, „unadjustierten“ Datensatz zu erzeugen. Und siehe da – jetzt gibt es einen Erwärmungstrend dort, wo nie einer aufgetreten war:

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v3

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v4

Nr. 6

Valentia, Irland: Hier sieht man, wie Abschnitte in der Vergangenheit kühler und jüngere Temperaturdaten wärmer gemacht worden waren. Keine Überraschung – das Ergebnis ist eine stärkere Erwärmung:

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v3

giss.nasa.gov/cgi-bin/gistemp/stdata_show_v4

Bei der NASA scheint es so, als ob die Sonne, Ozeane, Wasserdampf usw. keine Rolle zu spielen scheinen, wenn es um globale Temperaturtrends geht. Der Nummer 1-Faktor hinter der „Erwärmung“ bei der NASA scheint nicht einmal CO2 zu sein, sondern vielmehr deren Orwell’sche Fälschung von Daten. Falls bei der NASA die Daten nicht mit den (erfundenen) Modellen übereinstimmen, dann verändere man sie einfach, bis sie passen.

Legt diesen NASA-Sumpf endlich trocken!

Link: https://notrickszone.com/2019/06/25/adjusted-unadjusted-data-nasa-uses-the-magic-wand-of-fudging-produces-warming-where-there-never-was/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Klimahysterie-Zeitschriften: „Spektrum“ und das CO2

Vor kurzem schrieb ich über den Artikel zum hochwissenschaftlich eingeschätzten (sic!) Meeresspiegelanstieg, der nicht nur vom unvermeidlichen Spiegel, sondern auch von Spektrum ernsthaft und wohlwollend besprochen wurde. (Was hat das Wissenschaftsmagazin eigentlich in den 70ern zur kurz bevorstehenden Eiszeit gesagt?)

Nun legt Spektrum mit einem Artikel von einem Daniel Lingenhöhl zum höchsten jemals gemessenen CO2-Monatswert in der Atmosphäre nach. „Die Menschheit bleibt ihrem Weg treu.“ „Selbstverbrennung“, wie Klimapapst Schellnhuber es etwas knackiger formuliert hat?

Gemessen hat man die aktuell 0,04148 % oder 414,8 ppm (Teile pro Million) nicht an zig Stationen rund um den Planeten, sondern auf dem hawaiianischen Vulkan Mauna Loa. Delikates Detail für den kleinen Paläologen: Vulkane sind die ursprüngliche Quelle des Kohlendioxids auf der Erde. Sicher, daß der Mauna Loa ruht und nicht aus der einen oder anderen Spalte noch CO2 ausgast? Bei den Methoden der Panikmacher, die der geneigte EIKE-Leser seit langem kennt, würde ich sagen: nein.

Angeblich hat unsere Industrie die Atmosphäre mit derart viel Killergas vollgepumpt wie zuletzt vor drei Millionen Jahre die Vulkane (etc.). Sicher ist das aber auch nicht, da die Zusammensetzung der Luft in prähistorischen Zeiten mit Hilfe von Gasblasen in Eisbohrkernen bestimmt wurde. Und ob beim Gefrierprozeß des Wassers eingeschlossene Luft ihre Zusammensetzung behält, ist durchaus umstritten.

Nach den bombensicheren Meßergebnissen unserer Klimaprofis steigt der mittlere Kohlendioxidgehalt der Luft im siebten Jahr in Folge (und vorher nicht?). Als wenn das nicht schon Hiobsbotschaft genug wäre, beschleunigt sich die Zunahme auch noch. Bis 1980 stieg die Killergas-Konzentration jährlich um 0,7ppm, stieg dann auf 1,6ppm per annum, um mittlerweile 2,2ppm p.a. zu erreichen. In den 90er Jahren allerdings fiel die Konzentration einmal auf 1,5ppm (Huch? Sowjetzusammenbruch?).

Wie „Klimaleugner“ ja wissen, gibt es auf der Erde so wenig ein „mittleres Klima“, wie es eine „mittlere Geschwindigkeit“ von Autos auf der Autobahn gibt. Es gibt Klimazonen mit erheblichen Unterschieden, es gibt auf der Nordhalbkugel Jahreszeiten, und dann auch noch den Tages- und Nachtrhythmus.

Dasselbe gilt natürlich auch für den Kohlendioxidgehalt der erdnahen Luftschichten: Im Mai ist er am höchsten, weil die Destruenten (Pilze, Bakterien…) die Biomasse aus dem Vorjahr fleißig zersetzen, und das freigesetzte CO2 aus ihrer Atmung von den winterlich ruhenden Pflanzen nur teilweise aufgenommen wird (Nadelhölzer). Durch das Frühlingserwachen im Mai und die Photosynthese der Laubpflanzen wird dann der Kohlenstoff aus der Luft herausgesaugt und zu Biomolekülen verarbeitet, so daß Anfang Herbst der geringste CO2-Gehalt erreicht wird. Der Referenzwert ist natürlich der – Sie erraten es – Maiwert, schön hoch und daher besonders nützlich für den kurz bevorstehenden Weltuntergang.

Den Katastrophenwert des CO2, wir wollen fair bleiben, führt Spektrum übrigens nicht nur auf die Industrie-Pestilenz zurück, sondern auch auf die Abholzung von Wäldern und einen kleinen El Niňo, der die Speicherfähigkeit des Meeres von Gasen senkt. Wie – es gibt natürliche Ursachen des Klimawandels?

Ich freue mich schon auf die Artikel in Spektrum in 15, 20 Jahren, wenn das Shaviv-Svensmark-Minimum einsetzt, und das Klima unerlaubt abkühlt.

 

 




Das ,Bias-Verstecken-Problem‘ der Klimawis­senschaft

Im vorherigen Beitrag war es um die absichtlichen Verzerrungen individueller Klimaforscher gegangen, stimuliert durch die Studie von Lee Jussim, Joe Duarte und Anderen mit dem Titel Interpretations and methods: Towards a more self-correcting social psychology.

Diese Studie von Jussim et al. bietet zusätzliche Einsichten , welche relevant sind hinsichtlich der absichtlichen Verzerrungen bzgl. Klimawandel. Dies wird besonders ernst und problematisch, wenn diese Verzerrungen erst einmal institutionalisiert sind. Hier folgen einige Auszüge von Jussim et al., die ich in diesem Beitrag diskutieren möchte:

Zitat: In dieser Studie betrachten wir, wie valide Schlussfolgerungen oftmals in Forschungsberichten versteckt liegen – maskiert durch plausible, aber nicht gerechtfertigte Schlussfolgerungen in jenen Studien. Diese Schlussfolgerungen involvieren nicht notwendigerweise den Gebrauch fragwürdiger Forschungspraktiken. Ungültige Schlussfolgerungen können begründet erzielt werden, nicht aufgrund fehlender Umstände, gescheiterten Studien oder insignifikanten Analysen, sondern auf selektive Interpretationen von Daten, wobei nur Daten berücksichtigt werden, welche die bevorzugten Schlussfolgerungen des Forschers stützen, während man validere Schlussfolgerungen versteckt.

Kommentar von JC: dies ist grundsätzlich das Problem, das ich mit den IPCC-Berichten habe. Tief verborgen in den Kapiteln gibt es viele gute, zuverlässige Informationen, obwohl in den Berichten so Manches ausgelassen wird. Das Problem der erzielten Ergebnisse (insbesondere in der Summary for Policymakers) besteht darin, dass diesen Ergebnissen ein viel zu hohes Vertrauensniveau zugeordnet wird.

Zitat: Wir charakterisieren Situationen, in welchen die Daten eine andere Schlussfolgerung nahelegen als in einem veröffentlichten Report beschrieben, sind doch Situationen mit diesen anderen Ergebnissen „maskiert“. Maskierte Phänomene können alternative Erklärungen für eine Reihe von Ergebnissen liefern sowie Gründe, um zu glauben, dass die veröffentlichten Interpretationen wahr, aber übertrieben sind; oder Gründe zu glauben, dass die veröffentliche Interpretation einfach falsch ist. Diese Schlussfolgerungen sind typischerweise maskiert, weil der ursprüngliche Report diese nicht einmal in Erwägung zieht oder sie überhaupt anerkennt, und weil die gezeigten Daten normalerweise eine künstlich herbeigeführte Unterstützung für die präsentierten Schlussfolgerungen liefern.

Kommentar von JC: ich berührte ein damit zusammenhängendes Thema in meiner Studie Reasoning About Climate Uncertainty im Zusammenhang mit dem ,framing error‘ [?]. In meinen letzten Berichten und meiner Aussage vor dem Kongress zitiere ich üblicherweise extensiv aus den IPCC-Berichten, und zwar im Zusammenhang mit unterschiedlichen Argumenten oder Vertrauensniveaus als jene in den IPCC-Berichten beschriebenen.

Zitat: Phänomene können oftmals maskiert sein, weil es die Forscher versäumen, Verfahren einzubeziehen, welche diese Phänomene enthüllen. Die Daten der Forscher mögen sauber (erhoben ohne irgendwelche fragwürdigen Praktiken) und statistisch ordentlich durchgeführten Analysen unterzogen worden sein – aber deren Ergebnisse können trotzdem falsch sein.

Kommentar von JC: Die gesamten Bemühungen des IPCC unter dem Mandat des UNFCCC wurden in Formulierungen gekleidet wie die Abschätzung einer ,gefährlichen anthropogenen Einmischung in das Klimasystem‘. Dies führt zu systematischer Maskierung der natürlichen internen Variabilität und zur Ignoranz anderer Prozesse (z. B. Auswirkungen solarer Effekte).

Zitat: Verzerrungen bzgl. der Bestätigung von Ergebnissen hinterlassen andere, oftmals realistischere Interpretationen, welche dadurch maskiert sind, dass sie weder überprüft noch in den wissenschaftlichen Beiträgen erwähnt werden. Bestätigungs-Verzerrungen haben zu vielen ungerechtfertigten Schlussfolgerungen geführt.

Kommentar von JC: Das Buch von Bernie Lewin über das IPCC umreißt die Politik, welche die Fabrikation des IPCC-Konsens‘ umgibt zum Zeitpunkt des AR 2. Der Fehlschlag, eine ,wahrnehmbare‘ anthropogene Erwärmung ausmachen zu können nebst den mit einer Erwärmung verbundenen Gefahren, hätte nicht nur den Einfluss des IPCC auf die Klimapolitik geschwächt, sondern auch die Auflösung desselben durch das UNEP gerechtfertigt.

Zitat: Wissenschaftler sollten nicht einfach die Literatur ignorieren, die sie nicht mögen, weil darin ihren Ansichten widersprochen wird. Trotzdem ist es unser Standpunkt, dass es immer problematisch ist, eine große Menge von Forschungsergebnissen zu übersehen, welche in direktem Konflikt mit den eigenen Schlussfolgerungen zu stehen scheinen. Aber die Lösung ist einfach – man zitiere und bearbeite sie, und falls eine davon begründeter ist als eine andere, berichte man über die Größenordnung der Auswirkungen von beiden. – Wir erkennen, dass es für einen individuellen Forscher nicht möglich ist, jede Studie aus seinem Forschungsgebiet zu kennen. – Aber wahre Wissenschaft tut nicht so, als ob Daten, die im Widerspruch zu eigenen Ergebnissen stehen, einfach nicht existieren.

Kommentar von JC: Ohne das NIPCC in irgendeiner Weise zu unterstützen (siehe meinen vorigen Beitrag) zeigt sich: falls man die Bibliographie in den Zustandsberichten von IPCC und NIPCC vergleicht, findet man kaum Überlappungen in der Liste der Literatur. Ich verstehe, dass man eine gewisse Auswahl treffen muss, aber die veröffentlichte Literatur ist ausreichend vielfältig, um multiple unterschiedliche Argumente und Narrative zu beschreiben.

Ein weiterer Punkt. Die Aktivisten unter den Wissenschaftlern (Lewandowsky, Hayhoe et al.) glauben, dass diese Studie sämtliche Studien der Skeptiker widerlegt (die sog. 3%) Those 3% of scientific papers that deny climate change?  A review found them all flawed. Ich habe keine Ahnung, wie so dummes Zeug jemals veröffentlicht werden konnte.

Jede Woche (oder alle 2 bis 3 Wochen) passen die meisten wissenschaftlichen Studien, welche ich in einem wöchentlichen Übersichten nenne, zu einem Narrativ, das einige Aspekte des so genannten Konsens‘ in Frage stellt. Ich wünschte, ich hätte die Zeit, sie alle zu bewerten.

Zitat: Die Anreize für das Vorbringen überzeugender Narrative in der Gelehrsamkeit lädt zu Rosinenpickerei ein. Bis zu einem gewissen Ausmaß führt diese Rosinenpickerei zu einem klassischen sozialen Dilemma: Während es im ureigenen Interesse individueller Wissenschaftler liegt, überzeugende Ergebnisse vorzulegen (erleichtert durch Rosinenpickerei) liegt so etwa eindeutig nicht im Interesse wissenschaftlicher Forschungsfelder, wird doch dadurch die Validität und die Glaubwürdigkeit dieses Forschungsbereiches unterminiert.

Kommentar von JC: Wissenschaftler nehmen für sich in Anspruch, einen privilegierten „Sitz am Tisch“ zu haben, geschuldet deren vermeintlich höheren Niveaus von Rationalität, welche mit der wissenschaftlichen Methode verbunden sindt. Rosinenpickerei und anderer Mumpitz negieren dieses Privileg, und Aktivisten-Wissenschaftler sind nicht besser als Lobbyisten.

Zitat: Wir erwarten verschiedene Belohnungen dafür, dass wir weit weniger überzeugende Storys verbreiten über wirre und widersprüchliche Daten. Erstens wollen wir unsere eigene wissenschaftliche Integrität erhalten. Zweitens, das gilt auch für die Integrität unseres Forschungsbereiches. Drittens, die Anerkennung miteinander im Konflikt stehender Ergebnisse und wirrer Daten bieten eine Gelegenheit für theoretische Fortschritte und neue empirische Forschungen, um diese Konflikte zu lösen – entweder mit dem Beleg, dass ein Satz von Ergebnissen nicht reproduzierbar ist, oder durch Identifikation von Bedingungen, unter welchen beide Sätze miteinander in Konflikt stehender Ergebnisse konsistent erzielt werden können. Folglich könnten die traditionelleren Belohnungen jenen Forschern zukommen, die in der Lage sind, derartige Konflikte zu lösen“.

Kommentar von JC: Brillant ausgedrückt! Aber all das scheint für Aktivisten-Wissenschaftler irrelevant, glauben sie doch, dass sie den Planeten retten; oder sie sind den finanziellen und karrieristischen Belohnungen verfallen, so dass sie bzgl. Klima dann Alarm schlagen und (schlimmer) jedwede Wissenschaft und jedweden Wissenschaftler ignorieren, der nicht diesem Narrativ folgt.

Zitat: Wir verteidigen einfach nur einen Prozess, der diejenigen Daten manipuliert, die nicht mit dem bevorzugten Narrativ der Wissenschaft konform gehen.

Es liegt in der Natur wissenschaftlichen Fortschritts, dass wir Vieles falsch machen. Eine ordentliche Wissenschaft jedoch soll: 1) derartige Fehler auf ein Minimum reduzieren und 2) sich sofort selbst korrigieren, wenn Fehler offensichtlich werden. Zu diesen Fehlern kommt es nicht wegen fragwürdiger wissenschaftlicher Verfahren, sondern wegen ungerechtfertigter Interpretationen.

Zusammenfassung von JC: Der maskierende Bias und die Rosinenpickerei sind kein Forschungs-Fehlverhalten, aber es führt die Wissenschaft und die Politiker gleichermaßen in die Irre. Das IPCC hat mittels seiner Konzentration auf eine ,gefährliche anthropogene Einmischung in das Klimasystem‘ den maskierenden Bias institutionalisiert – wobei dies bis auf nationale Geldgeber durchschlug: was man finanziert, wie man Zuwendungen und Veröffentlichungen in Journalen ausdrückt und was man in Hörsälen lehrt.

Vielfalt von Standpunkten und Erkennung alternativer Erklärungen und Hypothesen

Zitat: Wenn man zweifelt, kann man sich an Kollegen wenden, welche sehr unterschiedliche Standpunkte als unsere eigenen vertreten. Wir müssen nicht mit ihnen übereinstimmen oder uns von ihren Argumenten überzeugen lassen. Aber jene, die anderer Ansicht sind als wir, haben möglicherweise sehr viel mehr unterschiedliche blinde Flecken als wir, und sie werden normalerweise sehr gerne unsere Standpunkte auszustechen versuchen. Wenn ein Kollege behauptet, dass wir etwas Wichtiges übersehen haben, bedeutet das noch lange nicht, dass das wirklich so ist. Der Punkt ist, maskierte Ergebnisse, Studien und Erklärungen aufzuspüren, die uns wegen unseres eigenen blinden Flecks verborgen geblieben sind. Sind sie erst einmal erkannt, hindert uns nichts daran, diese ebenfalls kritisch zu evaluieren – wir können immer noch folgern, dass sie nicht so wichtig sind wie unsere Kritiker glauben. Aber zumindest haben wir dann Gelegenheit, diese anzusprechen, anstatt so weiterzumachen, als würden sie gar nicht existieren.

Idealerweise ist es so: Wenn alternative Erklärungen für ein Phänomen existieren, werden die Forscher Verfahren entwickeln, um alternative Hypothesen einander gegenüber zu stellen. Der Punkt ist nicht zu zeigen, dass das eine „wahr“ und das andere „falsch“ ist. Tatsächlich gibt es einflussreiche psychologische Lehrmeinungen, denen zufolge die meisten Hypothesen unter bestimmten Bedingungen zutreffend sind. Falls man sich diesem Standpunkt verschreibt, ist es einfach nur dumm, irgendeine Theorie zu „widerlegen“. Selbst wenn man diese Ansicht teilt, ist es unsere Perspektive, dass es immer noch unverzichtbar ist, alternative Perspektiven in bestimmten Forschungszusammenhängen miteinander zu vergleichen. Falls unter bestimmten Bedingungen alles wahr ist, dann ist irgendeine bestimmte Hypothese vielleicht nicht unter allen Bedingungen wahr. Um herauszufinden, ob Hypothese X alle oder die meisten Daten erklärt, oder unter welchen Bedingungen die Hypothese Y wahr ist, müssen wir beide austesten.

Darum haben solche Gegenüberstellungen ein erhebliches Potential, das Feld zu beherrschen. Egal wie stark wir zu einem Bias der Bestätigungen neigen und egal, wie schwierig es ist, hinsichtlich unserer Interpretationen vollständig objektiv zu sein – wir haben oftmals Kollegen, die bereit, willens und in der Lage sind, uns zu sagen wie sehr wir unrecht haben. Um diese Dinge anzusprechen schlagen wir also vor, dass Psychologen eine ihrer Stärke ausspielen. Es gab in dem Bereich lange Diversität, teils weil Personen mit diversen Hintergründen unterschiedliche Erfahrungen einbringen, mit psychologischen Problemen umzugehen. Kurz gesagt, diverse Menschen haben diverse Ideen, womit sie den „Marktplatz der Gedanken“ bereichern.

Derartiges Zusammenarbeiten ist vielleicht ziemlich schwierig, weil diejenigen auf der anderen „Seite“ irgendwelcher Debatten – seien diese nun theoretischer oder politischer Natur – oftmals der anderen Seite ziemlich feindlich gegenüberstehen. Trotzdem lautet eine der wenigen Lösungen für einen Bestätigungs-Bias, eine alternative erwünschte Schlussfolgerung zu übernehmen. Das ist vielleicht nicht einfach, aber wir prophezeien, dass es das in der Regel wert ist.

Und was ist, wenn derartige Versuche der Zusammenstellung scheitern? Ein Kritikpunkt bzgl. gegensätzlicher Zusammenwirkens ist, dass es oft nicht funktioniert, weil die Opponenten sich so feindlich gegenüberstehen, dass sie nicht zusammenarbeiten können. Dies ist eine Aussage darüber, wie mächtig der Bestätigungs-Bias eines Forschers sein kann. Die Lüge wird in das Idealbild objektiver Wissenschaftler gekleidet, dass eine Lösung durchweg auf Logik, Verfahrensweise, Statistik und Daten basierend gefunden worden ist. Beide Seiten können gleich schuldig sein oder vielleicht ist auch die eine Seite verzerrt, die andere nicht. Wie auch immer, derartige Fehlschläge sind ein starkes Signal, dass irgendetwas anderes als das objektive und leidenschaftliche Verfolgen der Wahrheit im Gange ist.

Ein kürzlich erschienener Artikel im Bereich Astronomie (Loeb 2014) enthielt wichtige Punkte über die Diversität von Gedanken. Loeb (2014) beleuchtete Beispiel für Beispiel, in welchen renommierte Astronomen „glauben“, dass etwas auf der Grundlage weniger oder gar keiner Beweise wahr ist; in welchen diese Astronomen die Fähigkeit jüngerer Wissenschaftler und anderer behindern, mit neuen Gedanken zu jenem Problem aufzuwarten, weil die Alternativen als abwegig empfunden werden. In jedem Falle wurde Jahre später ultimativ entdeckt, dass die „abwegigen“ Behauptungen sich als wahr herausstellen. Nach unserer Terminologie maskierten ungerechtfertigte, aber für vertrauenswürdig gehaltene Schlussfolgerungen die Beweise, und manchmal ist sogar die Suche nach besser passenden Beweisen. „Meinungs-Einheitlichkeit ist steril; das Nebeneinander multipler Gedanken kultiviert Wettbewerb und Fortschritt“.

Natürlich ist es schwierig, im Voraus zu wissen, welcher Weg der Erklärung Früchte tragen wird, und der Hinterhof der Astronomie steckt voller neuer Gedanken, die sich als falsch erwiesen haben. Aber um den Prozess der Entdeckungen effizienter zu machen … sollten Geld gebende Agenturen einen festgelegten Anteil ihrer Ressourcen (sagen wir mal 10% bis 20%) für riskante Erkundungen abzweigen. Dies kann als eine positive Maßnahme betrachtet werden, um die Diversität von Gedanken zu fördern.

Kommentar von JC: Der Vorschlag von Jussim et al., dass Wissenschaftler-Teams mit unterschiedlichen Perspektiven zusammenarbeiten, funktioniert in der Klimawissenschaft einfach nicht. Aktivistische Wissenschaftler werden niemals mit Klimawissenschaftlern debattieren, welche andere Perspektiven vertreten, und sie werden diese sogar auf Twitter blockieren. Falls sich ein nicht aktivistischer Wissenschaftler zu enthusiastisch mit jemandem wie mir, Christy, Pielke und so weiter zusammensetzt, werden sie von den Aktivisten-Wissenschaftlern zum Rückzug „gezwungen“.

Zensur und Maskierung durch Journale

Es gab über die Jahre viele, viele Beispiele dafür, sowohl in der Klimawissenschaft, noch verbreiteter aber in der Akademia.

Ich kenne eine neue Anekdote, welche für diesen Beitrag relevant ist, und zwar aus Begutachtungen von Studien, die ich jüngst bei einem Journal einreichte. Ohne allzu sehr auf die fragliche Studie oder irgendeine spezifische Kritik einzugehen (ich versuche immer noch zu ergründen, was ich mit dieser Studie anfangen kann), sind einige Äußerungen von Begutachtern und dem Herausgeber sehr aufschlussreich:

„Alles in allem besteht die Gefahr, dass die Studie von skrupellosen Menschen ausgenutzt wird, um Verwirrung zu erzeugen oder die Klimawissenschaft zu diskreditieren. Daher schlage ich vor, dass der Autor die Essenz seines Beitrags für die wissenschaftliche Debatte um Klimawandel noch einmal überdenkt“.

Und noch ein Juwel von Begutachter Nr. 1:

„Und schließlich sind in der Studie Fehler enthalten wie: ,unter den bekanntermaßen vernachlässigten Phänomenen bei den Szenarien des Klimawandels im 21. Jahrhundert sind: solare Variabilität und indirekte solare Effekte, vulkanische Eruptionen, die natürliche interne Variabilität der großräumigen Ozean-Zirkulationen, geothermale Wärmequellen und andere geologische Prozesse‘: Dieses Statement entbehrt jeder Rechtfertigung und ist offensichtlich falsch, war doch all dies bereits in den CMIP5-Modell-Experimenten evaluiert worden“.

Bumm! Maskieren ist voll erfolgreich; Klimawissenschaftler glauben jetzt, dass all dieses Zeug über die natürliche Variabilität (darunter geologische Prozesse, Vulkanausbrüche und solare Variabilität) in den CMIP5-Modell-Experimenten evaluiert worden sind. (JC’s Kopf platzt!)

Auf der Grundlage dieser brillianten und hart einschlagenden Begutachtungen schreibt der Herausgeber: „Wir bedauern, dass wir das Manuskript nicht zur Veröffentlichung akzeptieren können und werden es nicht weiter in Betracht ziehen“.

Selbst wenn man annimmt, dass es ernste Schwächen in der Studie gibt (was nicht der Fall ist, zumindest nicht solche, die den Falsch-Beurteilungen der Begutachter auch nur nahe kommen) – die explizite Aussage, dass sie eine Neueinreichung nicht einmal ansehen würden, ist etwas, das ich noch nie bei einem Herausgeber erlebt habe.

Ich muss ein Journal finden mit einem dreifach blinden Begutachtungssystem (einschließlich des Herausgebers).

Steve Koonin und das Red Team

Folglich ist der Gedanke von Red Teams und Ähnlichem geeignet, alternative Perspektiven bekannter zu machen. Dazu in den vorhergehenden Beiträgen mehr zum Hintergrund.

Steve Koonin war der sichtbarste und prominenteste Befürworter eines solchen Red teaming. Jüngst hielt Koonin einen Vortrag hierüber an der Purdue University.

Gavin Schmidt schrieb etwas zu Koonins Vortrag bei RealClimate. Um es höflich auszudrücken, Gavins Beitrag ist höchst abschätzig darüber, was Koonin zu sagen hat.

Da der Steve Koonin, den ich kenne, sehr intelligent und einsichtsvoll ist, vermute ich, dass Gavins Beitrag völlig am Thema vorbeiging. Dann entdeckte ich einen Beitrag von Koonin bei WUWT, welcher klarstellt, was er in Wirklichkeit in seinem Vortrag gesagt hat und wie sehr seine Ausführungen von Gavin fehlinterpretiert worden waren.

Ich denke, dass die gesamten Bedenken Koonins bzgl. der Klimawissenschaft mit diesem Gedanken des ,maskierenden Bias‘ zusammenhängen. Die Betrachtung des Themas auf diese Weise kann helfen, die verschiedenen Bemühungen von Red Teams zu rechtfertigen, die in den USA ins Leben gerufen werden.

Link: https://judithcurry.com/2019/06/21/climate-sciences-masking-bias-problem/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Große Transformation – der Gang in die Knechtschaft

Nicht Verelendung der Arbeiterklasse sondern Verelendung des Klimas ist diesmal das Fanal. Die Akteure sind ausgesucht und marschieren seit der ersten internationalen Klimakonferenz in Rio de Janeiro des Jahres 1992 zu ihrem Ziel. Der aktuelle Vernichtungsfeldzug, über die Köpfe der wehrlosen deutschen Bürger hinweg, belegt die kommende Diktatur. Nach Kernkraftwerken und Energieversorgern stehen deutsche Kohle und Auto-Individualverkehr als die nächsten Schritte zur Zerstörung an. Über die EU-Bande werden von der aktuellen Grossen Koalition“ Gesetze für Auto-Abgaswerte beschlossen, die technisch niemals realisierbar sind und unverhohlen der Abschaffung des Verbrennungsmotors dienen. Die wahnwitzigen EU-Bestimmungen wurden schließlich vom deutschen Parlament gehorsam-vorauseilend beschlossen. Früher noch neutral berichtende Medien sind in freiwilliger Selbstgleichschaltung zu Verfechtern der neuen Ökoideologie geworden.

Die große Transformation der Gesellschaft ….

Schärfer hinsehende Zeitgenossen haben zwar über die Richtung der geschilderten Entwicklung längst keine Zweifel mehr. Dennoch ist das ganze Ausmaß des Vernichtungsfeldzugs der breiten Öffentlichkeit noch weitgehend unbekannt. Er wurde seit Jahrzehnten vorbereitet und stetig weiterverfolgt. Inzwischen ist der erste Schritt zur Realität geworden, die rücksichtslos durchgezogene Energiewende. Diese Wende ist ein lupenreines Deindustrialisierungs-Programm unter dem fadenscheinigen Narrativ, das globale Klima sei durch konsequente CO2-Vermeidung deutscher, gerade einmal 2% globaler CO2-Emissionen zu schützen. Dieser sachliche Unsinn erfuhr bislang in der Bevölkerung Zuspruch. Dass es gar kein globales Klima gibt, nur Klimazonen von tropisch bis polar, dass unaufhörlich sich ändernde Phänomene wie Wetter und Klima nicht geschützt werden können und dass die erwärmende Wirkung des menschgemachten CO2 unbekannt (Fußnote, auf S. 16) ist, gerät zu langsam ins öffentliche Bewusstsein. Die Schäden der in der Öffentlichkeit noch unbekannten Fortsetzungen der Energiewende, von den Verantwortlichen euphemistisch als Große Transformation“ bezeichnet, werden die der Energiewende noch weit in den Schatten stellen.

Die Kunst gesellschaftlichen Wandels …..

Die Große Transformation“ basiert auf einer ökologischen, alle Menschen der Welt gleichmachenden Theorie des Umbaus der globalen Gesellschaften. Sie erinnert an das kommunistische Manifest mit all seinem begleitenden Wahnsinn. Insbesondere muss wieder ein neuer Mensch geformt werden, der sich begeistert für die ökologische Transformations-Idee einspannen lässt. Man erfährt es unmissverständlich und detailliert im Buch von Uwe Schneidewind „Die große Transformation: Eine Einführung in die Kunst gesellschaftlichen Wandels“ mit einem, vermutlich indirekt aus Steuermitteln gesponserten, Buchpreis von nur 12 € bei üppigen 500 Buchseiten. Schneidewind ist Präsident des Wuppertaler Instituts für Klima, Umwelt und Energie mit grob geschätzten 40 Mitarbeitern.

Das Institut ist mit der globalen Ökoideologie-Szene bestens vernetzt, deren Verzweigungen und Ausmaße das Literaturverzeichnis des Buchs dokumentiert. Es genießt Subventionen der deutschen Politik und nimmt neben dem wissenschaftlichen Beirat der deutschen Bundesregierung für globale Umweltveränderungen (WBGU) und dem Potsdamer Institut für Klimafolgenforschung (PIK) eine Schlüsselrolle in der großen Transformation, Öko-Agitation und Wendepolitik ein. Bei den Akteuren handelt es sich keineswegs um fehlgeleitete Spinner, sondern um Fanatiker und/oder kühl berechnende Profiteure. Außer der bereits etablierten Energiewende sind nämlich folgende weitere Wenden in der Transformations-Pipeline“ zu finden

  • die Konsumwende,
  • die Ressourcenwende,
  • die Mobilitätswende,
  • die Ernährungswende,
  • die Urbane Wende,
  • die Industriewende und schließlich eine
  • transformative Wissenschaft“ (vulgo die Abschaffung der objektive-neutralen Wissenschaft).

Von freier demokratischer Entscheidung des deutschen Bürgers ist allerdings so gut wie nichts im Buch von Schneidewind, beim WBGU oder beim PIK zu finden. Nur von Überredung, Überzeugung, Glauben, Überwachung, Kontrolle und von Pionieren, die alles etablieren sollen, ist die Rede. Was davon zu halten ist, hatte bereits im Jahre 2011 der Historiker Prof. Wolfgang Wippermann (FU Berlin) anlässlich eines Interviews des FOCUSAuf dem direkten Weg in die Klimadiktatur?“ mit Blick auf das WBGU wörtlich so formuliert.

„Die sprechen sogar von der „internationalen Allianz von Pionieren des Wandels“. Und das erinnert mich an die faschistische oder kommunistische Internationale. Ob sie da hinwollen, weiß ich nicht. Aber die Sprache ist schon mal schrecklich und das macht mir Angst. Wer so spricht, der handelt auch. Das ist eine negative Utopie, eine Dystopie. Und wenn Utopisten am Werk sind, wird es immer gefährlich.“ Wippermann weiter: „Wir haben es mit wissenschaftlichen Fanatikern zu tun, die ihre Vorstellungen durchsetzen wollen. Ich wundere mich, dass wir da zum ersten Mal drüber reden und wie wenig das in der Öffentlichkeit bisher beachtet wurde“.

Die Akteure der großen Transformation werden im Buch von Schneidewind definiert als „organisierte Akteure der Gesellschaft, organisierte Zivilgesellschaft als Antriebskraft, transformationsbewusste Unternehmer als Gestalter, Politik als Gestalter und Weiterentwicklung demokratischer Prozesse, Wissenschaft mit neuem Gesellschaftsvertrag“ und schließlich „Pioniere des Wandels, ermächtigt durch den Dreiklang von Haltung, Wissen und Fähigkeiten„. Der letztgenannte Punkt zielt vor allem auf die junge Generation, so wie im dritten Reich, oder der DDR, kurz, wie in allen Diktaturen. Erstaunlicherweise hat man noch nichts von Maßnahmen des Verfassungsschutzes gehört, der doch für Verstöße gegen die deutsche Verfassung zuständig sein soll.

Und die Argumente der neuen Diktatur?….

Im klassischen Kommunismus war es die Idee sozialer Gerechtigkeit, um eine Herrschaft von Gemeineigentum und Kollektiv zu errichten. Das Resultat, nämlich über hundert Millionen Tote, ist bekannt. Kein kommunistischer Versuch, von Stalin, über Mao Tsedong, die roten Khmer, bis hin zu Kuba, Nord-Korea und Venezuela, vermochte es, sich dem kommunistischen Ideal zu nähern. Unterdrückung, komplettes Herunterwirtschaften der betroffenen Volkswirtschaften und im Extremfall das Beseitigen von Meinungsgegnern durch Genickschuss waren die wesentlichen Folgen so gut wie aller kommunistischen Versuche.

Die große Transformation nun führt zwei neue Kernargumente für ihre Rechtfertigung an:

  1. Der Ressourcenmangel erlaube es nicht, die bisherige Lebensweise von technisch/zivilisatorischem Fortschritt beizubehalten.
  2. Die menschgemachte Änderung des „globalen“ Klimas sei wissenschaftlich belegt, sehr schädlich und könne nur mit der Klimaschutzmaßnahme der CO2-Vermeidung in noch tolerierbaren Grenzen gehalten werden (1,5 Grad Ziel des Pariser Klimaabkommens).

Wirtschaftliche Gleichheit und Gerechtigkeit für alle soll gleichzeitig mit der Lösung der Punkte 1 und 2 für die gesamte Menschheit erreicht werden, so dass in diesem Ziel klassischer Kommunismus und große Transformation identisch sind. Das Argument Klimaschutz“ ist naturgemäß primär, denn angesichts stetig ansteigender Reserven von Erdöl, Erdgas und Kohle – trotz gestiegener Förderung – kann nur noch schlecht vor Ressourcenmangel gewarnt werden. Der menschliche Erfindungsgeist hatte schon immer – und historisch stets zuverlässig – alle Ressourcenprobleme überwunden und brauchte nicht erst jüngst wieder die düsteren Vorhersagen des Club of Rome zu widerlegen. Erfindungsgeist setzt bereits bei Preissteigerungen einer Ressource ein, lange vor ihrem denkbaren Versiegen.

Er fand, findet und wird auch zukünftig stets neue und bessere Ersatzressourcen finden: Von Steinen über Kupfer, Bronze, Eisen bis hin zu Kohle, Erdöl und Uran ging bisher die Reise. Sie wird nie enden. Allein Uran aus dem Meer erlaubt mit bereits existierender Technik die komplette Energieversorgung von 10 Milliarden Menschen über viele Millionen Jahre. Es sind inhärent sichere und praktisch abfallfreie Brutreaktoren der Generation IV. Vom Kernbrennstoff Thorium aus dem Boden ist dabei noch nicht einmal die Rede.  Das Buch Kernenergie: der Weg in die Zukunft von Götz Ruprecht und Horst-Joachim Lüdecke schildert allgemeinverständlich und kurz (130 Seiten) diesen neuen Weg der Kernenergie, den inzwischen zwar die Welt anfängt zu beschreiten, den aber Deutschland in perfekter Dummheit und Eselssturheit nicht mitgehen will.

Daher verbleibt tatsächlich nur noch die freie Behauptung eines gefährlichen Klimawandels infolge zu CO2-aufwendiger“ Lebensweise. Würde dieser einzig noch verbliebene Pfeiler der großen Transformation zusammenbrechen, bleibt nur noch Lächerlichkeit übrig. Dies ist der Grund, warum das fadenscheinige Argument „Klimaschutz“ mit einer Verbissenheit verteidigt wird, die inzwischen nicht einmal mehr vor Kinderkreuzzügen halt macht. Ohne dieses Argument sind nämlich der neue diktatorische Spuk und die schon gedanklich eingestrichenen Profite der Profiteure obsolet.

Die Schriften des WBGU und das Buch von Schneidewind sind zwar überall erhältlich, ferner die Folgen der bereits etablierten Energiewende unübersehbar (Natur- und Anwohner-schädigende Windräder, teuerster Strom Europas ….). Dennoch ist der undemokratische Inhalt der Schriften des WBGU und des Wuppertaler Instituts in der Bevölkerung nahezu komplett unbekannt, ein Phänomen, welches an ein ähnliches vor knapp hundert Jahren in Deutschland erinnert. In den Jahren 2011 bis 2013 hat Philipp Rösler, Mitglied einer sich als frei und liberal bezeichnenden FDP, Wirtschaftsminister und Vizekanzler, kein Wort gegen den undemokratischen Inhalt der bereits im Jahre 2011 herausgegebene Schrift des WBGU  Hauptgutachten – Welt im Wandel, Gesellschaftsvertrag für eine große Transformationerhoben. Schließlich kennt unser Grundgesetz außer der demokratischen Willensbildung des deutschen Volkes keine andersartigen Gesellschaftsverträge“.

Ob sich Geschichte wiederholt, ist umstritten. Die charakterlichen Schwächen der geschichtlichen Akteure sind dagegen sichere Konstanten. Heute ist es die Willenslosigkeit, sich freiwillig und ohne Not der Zerstörung unserer industriellen Basis und einer kommunistisch geprägten Öko-Diktatur zu öffnen.