Nur wegen politischer Vorgaben: BMW Vorstand: Niemand will Elektroautos

Europäische Verbraucher wollen keine Elektroautos. »Wir könnten jedem ein elektrifiziertes Fahrzeug liefern, aber niemand wird es kaufen!« Das sagt nicht irgendwer, sondern der Entwicklungsvorstand von BMW, Klaus Fröhlich. BMW-Chef Harald Krüger setzt zwar die Ziele hoch: »Wir wollen von 2013 bis 2019 500.000 Elektrofahrzeuge verkaufen und dann einen Gang höher schalten. Bis 2021 wollen wir das doppelte Volumen an Elektrofahrzeugen verkaufen und dann jedes Jahr 30 Prozent mehr als im Vorjahr.«

Krüger: »Wir haben zwei klare Ziele: Den elektrischen Antriebsstrang der fünften Generation, der ohne Seltene Erden entwickelt wurde, und ab nächstem Jahr werden alle unsere Produktionsstätten zu 100% mit erneuerbarer Energie versorgt.«

Doch BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich warnte gleichzeitig vor zu hohen Erwartungen: »Batterieelektrische Autos werden in Europa nicht nachgefragt, und Verbrennerautos wird es noch 30 Jahre lang geben.« Europäische Verbraucher zeigten nämlich kein Interesse an Elektroautos. Er wurde vor einem »geschockten Publikum«, wie Forbes berichtet, sogar noch deutlicher: »Es gibt keine Kundenwünsche für batterieelektrische Autos. Keine!«

Diese Autos gäbe es nur aus »regulatorischen Gründen«, also nur aufgrund staatlicher Zwangsmaßnahmen. Die Autohersteller können die CO2-Grenzwerte nur einhalten, wenn sie in ihren Flotten elektrische Autos aufführen. Die werden tatsächlich mit »Null« Ausstoss CO2 aufgelistet. Doch sie sind nichts anderes als Ablassbriefe, die den umweltsünderischen Autoherstellern Nachlass der auferlegten Strafen gewähren. Umweltbewegte Autofahrer wiederum können damit leichter Vollkasko fahren.

Dass nicht mehr Elektroautos auf den Straßen herumfahren, liege nicht an der Autoindustrie, betonte BMW-Mann Fröhlich: »Wir könnten Europa überfluten und eine Million e-Autos verkaufen, aber die Europäer werden diese Dinger nicht kaufen.«

Nur in einigen Regionen würden bisher batterieelektrische Autos gekauft, dort, wo genügend staatliche Fördermittel flössen. Wo es diese in größerem Umfang gebe, würden Elektroautos gut angenommen. Fröhlich: »Wir starteten bereits am 15. Oktober 2004, und ich war der Leiter des e-Auto-Programmes. Es war der Beginn der Elektrifizierung. Das Lernauto war ein Mild-Hybrid.«

Es folgten Elektroversionen von Minis und BMW Modellen, dann trat BMW im Jahre 2013 mit seinem neuen eigenständigen i3 auf. Er war von 2013 bis 2018 einer der drei meistverkauften BEVs. Er wird aber nicht ersetzt werden, wenn seine Produktion 2022 endet.

»Wir drückten e-Autos in den Markt, doch keiner wollte sie«, resümiert Fröhlich. Die Europäer hätten zudem nicht so viele Autos in ihrer Garage stehen wie etwa ein BMW-Kunde in Amerika.

Dort stehen Elektroautos als Drittwagen. Für die weiteren Strecken wird der Benziner genommen.

Elektroautos könnten zudem noch teurer werden, befürchtet Fröhlich. Es werden mehr Batterien nachgefragt und die Preise für einige notwendige Materialien werden weiter nach oben getrieben. Die Elektrifizierung sei »overhyped“, wie Fröhlich sagte.

Der Beitrag erschien zuerst bei TE hier




Umfrage: Für Amerikaner kommt der Klimawandel erst an siebter Stelle der Probleme

50 Prozent der befragten Amerikaner gaben an, dass erfundene Nachrichten ein „sehr großes Problem“ sind. Zum Vergleich: Nur 46 Prozent der Befragten äußerten sich zum Klimawandel gleichermaßen ähnlich und rund 40 Prozent halten Rassismus für das Land schädlich.

Für die Pew-Studie wurden zwischen dem 19. Februar und dem 4. März 6.127 US-Erwachsene befragt. Die Studie weist eine Fehlerquote von 1,6 Prozent auf.

(RELATED: POLL: 1/3 Of Americans Share Ocasio-Cortez’s Worry About Having Kids With Climate Change)
Zum Thema: Umfrage: 1/3 der Amerikaner teilen die Sorgen von Frau Ocasio-Cortez (Demokraten), über Kinderwunsch vs. Klimawandel

Fast 30 Prozent der Amerikaner glauben, dass Paare die Auswirkungen des Klimawandels in Betracht ziehen sollten, bevor sie sich für ein Kind entscheiden, so eine Umfrage von Business Insider (BI).

Laut der Umfrage wird die Kluft zwischen Arm und Reich und Drogenabhängigkeit von den Amerikanern schwerwiegender eingestuft als erfundene Nachrichten. Pew-Forscher stellten auch eine signifikante Aufschlüsselung der Parteianhänger in den Ergebnissen fest.

Die Studie zeigt, dass Republikaner beispielsweise viel wahrscheinlicher als Demokraten falsche Nachrichten als „sehr großes Problem“ identifizieren. Menschen, die sich als GOP-Anhänger ausweisen, geben auch häufiger an, „die Menge der Nachrichten, die sie insgesamt zur Kenntnis nehmen, verringert zu haben“. aufgrund ihrer Bedenken bezüglich der Korrektheit der Nachrichten.

Das Pew Research Center führte 2018 eine ähnliche Umfrage durch, bei der 69% der Amerikaner sagten, die US-Bundesregierung unternehme zu wenig, um die Qualität von Flüssen, Seen und Bächen zu schützen. Darüber hinaus gaben 67% an, dass die Regierung nicht genug unternimmt, um die Umweltauswirkungen des Klimawandels zu mildern.

Andere Umfragen zeigen, dass Millennials [… die um die Jahrhundertwende geborenen] mehr über die vom Menschen verursachte globale Erwärmung besorgt sind als der Rest in USA

Auszug aus dem Artikel

Quelle: PEW Research Center

  • Drogensucht
  • Erschwinglichkeit der Gesundheitsversorgung
  • Politisches System der USA
  • Kluft zwischen Arm und Reich
  • Erfundene Nachrichten und Informationen
  • Gewaltverbrechen
  • Klimawandel
  • Rassismus
  • Illegale Einwanderung
  • Terrorismus
  • Sexismus

 

 

Erfundene Nachrichten und Informationen haben einen großen Einfluss auf …

 

  • Vertrauen in die Regierung

 

  • Vertrauen zueinander

 

  • Fähigkeit der politischen Führer, Arbeit zu erledigen

 

 

 

US-Erwachsene machen politische Führer und Aktivisten weit mehr als Journalisten für die Schaffung erfundener Nachrichten verantwortlich, die die Öffentlichkeit irreführen sollen. Sie glauben jedoch, dass es in erster Linie die Verantwortung der Journalisten ist, das Problem zu beheben. Und sie glauben, dass sich das Problem in absehbarer Zeit verschlimmern wird.

Die überwiegende Mehrheit der Amerikaner sagt, dass sie manchmal oder oft erfundene Nachrichten antreffen. Als Reaktion darauf haben viele ihre Nachrichtengewohnheiten geändert, unter anderem indem sie die Nachrichten, die sie erhalten, überprüft und die Quellen geändert haben, an die sie sich wenden, um Nachrichten zu erhalten.

Die Amerikaner beschuldigen nicht die Journalisten am meisten, erfundene Nachrichten und Informationen erstellt zu haben, aber sie sehen bei Journalisten die größte Verantwortung, das zu beheben

 

Gefunden auf Daily Caller News Foundation vom 06.06.2019

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://dailycaller.com/2019/06/06/climate-change-fake-news-poll/




Studie: Übergang zu 100% erneuer­bare Energie in den USA ,würde zu einer Katastrophe führen‘

[Die ganze Studie steht hier]

Das geht aus neuen Forschungen von Tim Benson hervor, einem Politik-Analysten am Heartland Institute, die von Environment & Climate News veröffentlicht worden sind. „Ein nationales Ziel zu setzen, sich innerhalb eines Jahrzehnts zu 100% auf erneuerbare Energie zu verlassen, würde direkt in eine Katastrophe münden“ und „mindestens 5,7 Billionen Dollar an Investitionen in erneuerbare Energie und Speicherung kosten“. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Institute for Energy Research (IER), aus dem Benson zitiert.

Erneuerbare Energiequellen wie Wind und Solar sind unberechenbare Erzeuger und abhängig von Wetterbedingungen mit Kapazitätsfaktoren jeweils von 34,6% bzw. 25,7%. Wegen dieser geringen Kapazitätsfaktoren müssen Erneuerbare ein Backup durch konventionelle Energiequellen haben wie Erdgas und Kohle oder – alternativ – großräumige Batteriespeicher. Letzteres ist jedoch eine extrem teure Technologie und ist in der erforderlichen Größenordnung noch gar nicht existent.

Extremer Landverbrauch

Die IER-Studie hatte festgestellt, dass Wind- und Solarinstallationen riesige Landflächen benötigen im Vergleich zu konventionellen Energiequellen wie Kohle und Erdgas. „Windenergie erfordert 70,64 Acres [28 ha] Fläche pro Megawatt, Solarenergie 43,5 Acres [17 ha] pro Megawatt“ heißt es in der Studie. „Im Gegensatz dazu brauchen Erdgas-Kraftwerke lediglich 12,41 Acres [5 ha] Landfläche pro Megawatt.

Das bedeutet, dass Solarenergie mehr als dreieinhalb mal so viel Landfläche pro Megawatt verbraucht und Windenergie mehr als fünfeinhalb mal so viel“. Soweit aus der Studie.

Benson schreibt dazu, dass die Herstellung von Windturbinen und Solarpaneelen auch große Mengen seltener Erdmetalle benötigt, welche hauptsächlich in China abgebaut und aufbereitet werden. Das bedeutet, je größer der gesetzlich vorgeschriebene Anteil an Erneuerbaren ist, desto abhängiger ist das Stromnetz der USA von der Gnade einer oftmals feindlichen Nation, die noch dazu mit den USA im Wettbewerb um wirtschaftliche Vorherrschaft steht und nach geopolitischem Einfluss trachtet.

Vorschriften bzgl. des Anteils = höhere Kosten

Selbst in einem viel kleineren Rahmen müssen Anwohner und Geschäftsbereiche in Staaten, welche den staatlichen Stromversorgern einen bestimmten Anteil der Stromerzeugung mittels Erneuerbarer gesetzlich vorschreibt, Preise hinnehmen, die bis zu 200% über dem mittleren nationalen Preis liegen, wie aus den beiden Studien hervorgeht.

Beispiel: Ein Report der EIA stellt fest, dass die Strompreise in North Dakota um 40% gestiegen waren, nachdem der Anteil Erneuerbarer an der Stromerzeugung von 9 auf 27% gestiegen war. In South Dakota gab es einen Anstieg um 34% nach einer Erhöhung des Anteils Erneuerbarer von 5 auf 30%. In Kansas belief sich der Preisanstieg auf 33% nach einer Anteilssteigerung von 6 auf 36%.

„Staaten mit diesen Vorschriften bzgl. Erneuerbarer verzeichneten Strompreise, die um 26% höher lagen als sie ohne diese Vorschriften gewesen wären“, schreibt Benson. „Die 29 US-Staaten mit gesetzlichen Vorschriften bzgl. Erneuerbarer verzeichneten mittlere Verkaufspreise für Strom von 11,93 Cent pro kWh.

Andererseits zahlt man in 21 US-Staaten ohne derartige Vorschriften mittlere Preise von nur 9,38 Cent pro kWh.

In nur 12 Staaten betrugen sich die Gesamtkosten durch Erneuerbaren-Vorschriften im Jahre 2016 5,76 Milliarden Dollar. Bis 2030 werden sie auf 8,8 Milliarden Dollar steigen“, sagte Benson unter Verweis auf Daten aus einer Studie aus dem Jahr 2016.

Kenneth Artz writes from Dallas, Texas. He has has more than 20 years’ experience in nonprofit organizations, publishing, newspaper reporting, and public policy advocacy.

INTERNET INFO

“The 100 Percent Renewable Energy Myth, Institute for Energy Research, February 8, 2019: https://www.heartland.org/publications-resources/publications/the-100-percent-renewable-energy-myth

Tim Benson, “Research & Commentary: U.S. Transition To 100 Percent Renewable Energy ‘Would Lead To Catastrophe,’” The Heartland Institute, April 24, 2019: https://www.heartland.org/publications-resources/publications/research–commentary-us-transition-to-100-percent-renewable-energy-would-lead-to-catastrophe

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/us-transition-to-100-percent-renewable-energy-would-lead-to-catastrophe-study-says

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Alles hat seinen Preis – die Vermeidungskosten!

Hier die Tabelle oben vollständig:

Die Vermeidung von CO2-Emissionen wird gegenwärtig in Deutschland zum alles überstrahlenden Ziel erklärt. In Umfragen sei festgestellt worden, dass die Bürger den Klimawandel für das dringendste Problem halten. Vermutlich lebe ich in einem völlig isolierten Bereich der Gesellschaft, denn in meinem Umfeld und auch in überregionalen Kontakten kann ich diese Gewichtung des Problems nicht feststellen. Man wundert sich höchstens über das Wetter.

Ich sehe es als sinnvoll an, weltweit Emissionen zu senken – über das zu Unrecht verteufelte CO2hinaus. Nun ist Politik immer das Machbare, immer Kompromiss und Abwägung und am Ende einer Finanzierung vorbehalten.

Die finanzielle Belastung der Bürger hierzulande durch Staatsquote und Sonderlasten ist in der Weltspitze zu finden und eine weitere Steigerung droht. Die Reform der Grundsteuer geht für Eigentümer und Mieter vielleicht noch glimpflich aus, eine indexierte automatisch mit der Inflationsrate steigende GEZ-Gebühr droht zur regelmäßig steigenden Quasisteuer zu werden. Die Einführung einer Ausländermaut, verursacht von einer bayerische Regionalpartei zwecks Erhalts der Lufthoheit über den Stammtischen, ist zwar gescheitert, sie wird aber wiederkommen.  In Form einer EU-Maut mit national aufgesatteltem „Klimabeitrag“, so ist zu vermuten.

Warum ein Gesetzentwurf, erarbeitet von Regierungsjuristen mit der Möglichkeit, den wissenschaftlichen Dienst des Bundestags zu befragen, vor dem EuGH in Luxemburg scheitert, wundert den Laien. Minister Scheuer spricht enttäuscht von einem Elfmeterschießen, so als sei das Verfassen eines Gesetzes Glücksache. Geschätzter Schaden durch das Agieren von Dilettanten für die Steuerbürger: Wohl ein dreistelliger Millionenbeitrag.

Dass der Gesetzentwurf mit der EU abgestimmt war, macht die Sache nicht besser. Womit die an Plattheit kaum zu überbietende SPD-Wahlreklame „Europa ist die Antwort“ ad absurdum geführt ist. Vier Wochen nach der Wahl dürfen die Wähler immer noch zuschauen, womit sich EU-Rat, -Kommission und –parlament in ihren Hinterzimmern oder auf Poker-Gipfeln beschäftigen: Mit sich selbst. Antworten gibt es keine. Der SPD fehlen ohnehin die richtigen Fragen.

 

Das Geld der anderen

Früher, als Politiker und hohe Beamte in Deutschland noch Ehre und Würde hatten, gab es Rücktritte oder Entlassungen. Heute wurstelt man sich durch, Ahnungslosigkeit schädigt nicht mehr den Ruf. Das Thema der Amtshaftung für Steuerverschwendung wird in der Öffentlichkeit stärker thematisiertund sollte konkret werden. Aber welche Krähe hackt . . . na Sie wissen schon.

Im Verbund mit einer weiteren Verbürokratisierung des Landes, des Anstiegs staatsfinanzierter Beschäftigung und der Verringerung wertschöpfender marktlicher Tätigkeit beschreitet Deutschland den Weg wirtschaftlichen Abstiegs.

Zurück zur CO2-Problematik. Während es an Begründungen nicht mangelt, warum Renten und Sozialleistungen nicht gesteigert, Gebühren und Steuern nicht gesenkt werden können, sind „Klimagelder“ offensichtlich unbegrenzt vorhanden. Die so genannten CO2-Vermeidungskosten spielen in heutigen Diskusionen, wo es nur noch um –zig oder hunderte Klimamilliarden geht, kaum eine Rolle.

CO2-Vermeidungskosten sind die „effektiven Kosten einer Klimaschutzmaßnahme pro Tonne“, so das RP-Energielexikon. Diese Angabe wurde über die Jahre für verschiedene Technologien in vielerlei Studien untersucht. Dabei geht es nicht nur um Erzeugungstechnologien, sondern auch um Gebäudesanierungen oder die Abtrennung und Speicherung von CO2.

Die teuerste Form, CO2zu vermeiden, ist nach Angaben der FAZnach wie vor die Fotovoltaik mit 415 Euro pro Tonne, gefolgt von der Geothermie (345 Euro) und Offshore-Wind und Biomasse mit je 252 Euro. Der Zertifikatepreis liegt gegenwärtig bei etwa 25 Euro pro Tonne. Die Ertüchtigung eines alten afrikanischen Kohlekraftwerks würde etwa 5 Euro pro Tonne kosten. Deutsche Förderpolitik zeichnet sich auf diesem Feld traditionell dadurch aus, dass die marktfernsten Technologien am meisten unterstützt werden. Die Vermeidungskosten werden maßgeblich durch die EEG-Umlage geprägt, indirekte Kostensteigerungen entstehen durch den Emissionshandel, Steuern, den Netzausbau und die Systemstabilisierung. Eine zusätzliche CO2-Steuer steht nicht mehr in Frage. Auch das ideologische Vorfeld kostet Geld, zum Beispiel für Studien:„Gendergerechtigkeit als Beitrag zu einer erfolgreichen Klimapolitik“, veröffentlicht vom Umweltbundesamt, wird zwingend hilfreich sein, die Emissionen zu senken. Näher möchte ich auf diese Studie nicht eingehen, das hat Dieter Nuhr (ab Minute 34:30) auf seine Weise schon getan.

 

Dabei ist das Feld der Energie fiskalisch schon gut angezapft. Die Energiesteuer (früher Mineralölsteuer) schlägt beim Tanken zu, die Stromsteuer über die Steckdose. Die Mehrwertsteuer wird auf alle Preisbestandteile von Kraftstoffen und Strom erhoben, auch auf die Strom- und Energiesteuer. Eine Steuer auf die Steuer? Ja, im Energiewendewunderland ist dies eine Selbstverständlichkeit und unterliegt seltsamerweise nicht dem Doppelbesteuerungsverbot.

„Die Mehrwertsteuer ergibt sich aus dem Mehrwert einer Ware, der durch die Wertschöpfung eines Produkts entsteht und sich auf die Weiterveräußerung überträgt“, wird in Buchhaltungskreisen gelehrt. Und warum bildet die Besteuerung von Energie einen Mehrwert für Produzent und Verbraucher, der zu besteuern ist? Logische Folge ist, dass die Finanzminister mit Wohlwollen steigende Energiepreise sehen, sie sind die Booster für die Steuereinnahmen.

 

Geld oder Leben

Nun möchten die Grünen einen staatlichen Klimafonds von 100 Milliarden Euro auflegen und dafür auch eine Neuverschuldung in Kauf nehmen. Das Geld soll, das kann man positiv sehen, auch der Vorbereitung auf Klimaänderungen dienen.

KGE, die Unvollendete, will dabei gleichzeitig „mehr Elektroautos und schnelleren Kohleausstieg“, offenbar ohne einen Zusammenhang zwischen beiden Forderungen zu erkennen. Vorher müssen noch 9.500 Megawatt Kernkraftwerksleistung emissionsarm ersetzt werden. Hat mal jemand eine Idee? Es sei alternativlos, schnell zu handeln. Hinderlich daran aber unbeachtet ist die Tatsache, dass sich China im Pariser Klimavertrag verpflichtet hat, ab 2030die Emissionen zu senken. Bis dahin werden die Steigerungen im großen Reich des Ostens jegliche deutsche Einsparungen überkompensieren. Schon deshalb ist der Ruf nach Schnelligkeit Unsinn. Der theoretischen Abschaltung von reichlichen 80 Kohlekraftwerken in Deutschland stehen praktisch etwa 1.300 Kohlekraftwerke gegenüber, die in den nächsten Jahren weltweit in Betrieb gehen werden. Diese Informationen an jene, die zu wissen vorgeben, dass in sechs, acht oder zehn Jahren alles zu spät sei, wenn wir jetzt nicht handeln. Nach dieser Lesart ist es ohnehin zu spät.

Man sollte Berechnungen anstellen, was es kosten würde, grüne Verbalemissionen zu vermeiden. Meine Vermutung: Es würde sich rechnen angesichts des Schadens, den Grüne in absehbarer Zeit in der Regierung verursachen werden.

Im Übrigen soll die Senkung der CO2-Emissionen einem höheren Ziel dienen, der Verhinderung einer zu starken Erderwärmung. Maßgebend können also nicht Millionen und Milliarden Tonnen von vermiedenem CO2sein, sondern die dadurch vermiedene Temperaturerhöhung in der Maßeinheit Kelvin. Diese entspricht in der Wertigkeit den „Grad Celsius“, die man umgangssprachlich dafür verwenden kann. Einfach eine Bitte ans PIK in Potsdam: Wie viel Kelvin globale Erwärmung verhindert Deutschland durch die „Klimaziele“ 2030, wenn sie denn erreicht werden?

Dann ließen sich statt CO2-Vermeidungskosten die Temperatursenkungskosten pro Grad darstellen und die Relevanz aller deutschen Emissions-Senkungsmaßnahmen einschätzen.




Ist der Klimawandel eine Bedrohung für den Panamakanal ?

Im Einleitungstext des Artikels heisst es:

„Wegen der schlimmsten Dürre seit mehr als hundert Jahren ist am Panamakanal der Wasserspiegel so stark gesunken, dass Beschränkungen für Schiffe nötig geworden sind.“

Weiter schreibt der (anonyme) Autor:

„Panama leidet seit Längerem unter den Auswirkungen des sich ändernden Klimas. So droht seine idyllische Inselkette San Blas wegen des steigenden Meeresspiegels innerhalb der kommenden Jahrzehnte im Karibischen Meer zu versinken. Doch die Bedrohung des Panamakanals fügt dem Problem nun eine neue Dimension hinzu. Denn die Wirtschaft des Landes hängt stark von einem reibungslosen Funktionieren des Kanals ab“.

Die DWN darüber hinaus:

„Im Jahr 2016 wurde der Kanal erweitert, um größere Schiffe aufnehmen zu können. Doch nur drei Jahre später sind bereits weitere Modernisierungen in Form eines dritten Sees notwendig, um das durch den Klimawandel zu erwartende extreme Wetter zu meistern.“

Die DWN notieren:

„Die neue Bedrohung für den Kanal kommt in einer Zeit, in der die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China eskalieren. Das weltweite Wachstum hat sich verlangsamt und die Aussichten für die weltweite Seefracht haben sich deutlich verschlechtert.“

Der Bericht klingt besorgniserregend. Eine Bedrohung des Panamakanals durch den Klimawandel? Im IFHGK haben wir uns daher ´pro bono publico´ mit diesem Thema befasst. Denn, käme das von den DWN aufgegriffene Szenario tatsächlich auf Panama zu (oder hätte es Panama bereits erreicht?), könnte die Meldung für den internationalen Handel und die Containerschifffahrt tatsächlich ein sehr Ernst zu nehmendes Problem auf die Tagesordnung setzen. Wie gesagt, wenn die Recherche der DWN auf Fakten beruht, die diese brisanten Schlüsse zulassen.

 

 

Niederschlag

Beim Thema ´Klimawandel und Panamakanal´ geht es im Kern und in erster Linie um das zur Verfügung stehende Wasserangebot, welches für Schiffspassagen zwischen Atlantik und Pazifik hinreichend zur Verfügung stehen muss. Die Reservoirs u.a. des Gatunsees müssen jederzeit ausreichend gefüllt sein, um einerseits die Schleusungen selbst durchführen zu können und zum weiteren den notwendigen Wasserstand (die Wassertiefe) innerhalb der Kanalstrecke zu gewährleisten.

Zunächst betrachten wir die Niederschlagsentwicklung zwischen 1901 und 2016 anhand der Daten der WELTBANK. Mit Blick auf Abb. 1 ist bereits leicht zu erkennen, dass über die letzten 100 Jahre keine signifikante Veränderung des Gesamtniederschlags eingetreten ist … und vor allem auch keine negative Tendenz zu beobachten ist.

Abb. 1 : Gesamtniederschläge zwischen 1901 und 2016 in PANAMA (nach Daten der WELTBANK)

 

Die Abb. 1 zeigt für die Jahre 2013-2016 zwar leicht unterdurchschnittliche Niederschlagsmengen, indem die Regenvolumina in den Monaten zwischen April und November  gegenüber jenen der Jahre zuvor etwas geringer ausgefallen sind. Dies ist allerdings und ganz gewiss kein Zeichen für „Klimawandel“, sondern die Werte bewegen sich absolut im zu erwartenden Spektrum dessen, was nun einmal als ´natürliche Varianz´ bezeichnet werden muss … schon zwischen 1929 und 1933 war beispielsweise eine ganz ähnliche Depression der Niederschläge zu beobachten (1929-1933 = 179mm/Monat und 2013-2016 = 175mm/Monat.

Die DWN führen nun aber für das Jahr 2019 die „schlimmste Dürre seit 100 Jahren“ an, die für ein absinken des Kanal-Wasserspiegels verantwortlich sei. Da die Daten des WELTBANK-Archivs momentan leider nur bis zum Jahr 2016 reichen, haben wir daher die aktuellen Werte aus https://www.worldweatheronline.com/panama-city-weather-averages/panama/pa.aspx hinzugezogen, die in der Abb. 2 Verlauf und Intensität der monatlichen Niederschläge von 2009 bis Anfang 2019 zeigen. Hier müssten die im DWN-Artikel benannten Probleme erkennbar werden.

In der Tat war der Winter 2018-2019 (Dezember 2018 – März 2019) ein vergleichsweise regenärmerer Zeitraum, welcher mit 4 Monaten (statt sonst „üblicher“ 3 Monate) gegenüber den vergangenen Jahren sogar leicht verlängert war … wofür allerdings die Niederschläge der anschliessenden Monate April und Mai 2019 jedoch überdurchschnittlich hoch ausfielen, so, wie auch bereits die Monate Oktober und November 2018 überdurchschnittliche Regenmengen brachten, sodass die vorübergehende „Dürre“ mehr als kompensiert wurde!

Es scheint also wahrhaftig kein Grund zur Sorge um die Schiffbarkeit des Panamakanals zu bestehen. Und, nochmals, von einer „Dürre“ zu sprechen, die seit 100 Jahren noch nicht so schlimm ausgefallen sei, darüber verliert der Autor lieber erst gar kein Wort … .

Abb. 2 : Monatliche Niederschläge in Panama City zwischen 2009 und 05-2019 (Daten aus worldweatheronline)

 

Auch ein zusätzlicher Blick auf die mittlere Verteilung der monatlichen Niederschläge (siehe Abb. 3) bestätigt, dass der Winter 2018-2019 letztlich kein Sonderfall war: Die Monate Januar bis April (4 Monate) sind ganz regulär genau jene Zeit des Jahres, die im Mittel grundsätzlich die regenärmsten im Bereich des Panamakanals ist.

Abb. 3 : Verteilung der monatlichen Niederschlagshöhen bzw. der Regentage zwischen den Monaten Januar und Dezember eines Jahres (Mittelwerte)

 

Um das Bild abzurunden, haben wir uns natürlich auch die spezifischen Niederschlagsdaten für den Zentralbereich des Panamakanals angeschaut. Es wurden die Aufzeichnungen der seit über 100 Jahren betriebenen Station „ISLA BARRO COLORADO“ verwendet (Lage der Meßstelle siehe Abb. 4).

Abb. 4 : Lage der meteorologischen Meßstation „Isla Barro Colorado“  (roter Punkt) im Zentralbereich der Strecke des Panamakanals (Gatun-See).    Blauer Punkt  = Lage der Pegel BALBOA, CRISTOBAL und COCO SOLO. Gepunktete Linie = Streckenverlauf des Panamakanals. Karte: Ausschnitt ´google-maps´.

 

Der Gatunsee und sein Einzugsgebiet versorgen den Panamakanal und seine Schleusen zu ganz überwiegendem Teil mit dem notwendigen Wasser. Die Abb. 5 zeigt, dass die Niederschläge im Bereich des Gatunsees in den letzten rd. 100 Jahren zwar (ganz normal) jährlichen Schwankungen unterliegen, jedoch nahezu keinen Trend besitzen. Zwar ist im Zeitraum 1925 bis 1975 ein ganz leichter Rückgang der Niederschläge zu beobachten (Grafik b), der jedoch danach und bis heute wieder auf das vorherige Niveau zurück gekehrt ist (Grafik c). Auffällig sind zwar die bis 1975 im Vergleich zum Zeitraum 1975-2017 geringeren Amplituden der jährlichen Niederschlagsmengen. Dies jedoch ist mit grosser Wahrscheinlichkeit allein auf natürliche Fluktuationen im System ´Atmosphäre-Ozean´ zurückzuführen (El Nino / PDO / ENSO-Zyklen). Fakt ist auch, dass im Zeitraum 2013-2015 vorübergehend geringere Jahresniederschläge auftraten … hier ist das Phänomen eines „El Nino“ zu beachten. Diese (und andere) mehr oder weniger zyklischen Veränderungen treten im Wetter- und Klimasystem immer und überall fast regelmässig auf. Alle, die beispielsweise mit dem Fischfang Perus zu tun haben (um ein im wahrsten Sinne des Wortes für Panama naheliegendes Beispiel zu bringen), können davon ein Lied singen.

5a:

5b:

5c:

Abb. 5 : Jährliche Niederschlagsmengen 1925-2017, Station „Isla Barro Colorado“ (Panama/Gatunsee). Grafik ´a´ = Gesamtzeitraum, Grafik ´b´ = Zeitraum 1925-1975, Grafik ´c´ = Zeitraum 1975-2017. Daten: Smithonian Tropical Research Institute,„2017 Meteorological and Hydrological Summary for Barro Colorado Island“

 

Abb. 6 : Darstellung der typischen Verteilungsmuster von Wassertemperaturen im Pazifik, die sich bei einem vorübergehenden „kippen“ der Strömungsverhältnisse im Zuge eines „El Nino“ einstellen … mit Wirkung auf die atmosphärischen Verhältnisse weltweit

 

Ein sogenannter ´El Nino´ tritt alle paar Jahre im Pazifik in Erscheinung: Der für den Fischreichtum vor Peru vor allem verantwortliche Humboldstrom, der vor der Südamerikanischen Küste kühleres und nährstoffreiches Wasser aufquellen lässt (siehe in Abb. 6 die Grafik ´b´), bricht dann vorübergehend zusammen und warmes Wasser verbunden mit einem deutlich verringerten Nahrungsangebot für alle Lebewesen im östlichen Pazifik (Fische etc. ) und ´über´ dem Pazifik vor der Peruanischen Küste (Vögel) lässt alle darben … inklusive der davon z.B. abhängigen Fischindustrie.  Aber das geht auch wieder vorüber, ein El Nino tritt in Abständen von meist 4-7 Jahren auf. Es darf am Rande vermerkt werden, dass solche zyklischen Vorgänge nahezu das gesamte Weltklima beeinflussen: Selbst die im Zeitraum 2014-2016 in Europa/in Deutschland (!) zu beobachtenden relativ hohen Lufttemperaturen sind nachweislich auf diese zyklischen Vorgänge im Pazifik (und dem Atlantik) zurückzuführen … mit dem Anstieg des CO2 haben diese Vorgänge jedenfalls absolut nichts zu tun. Es mag als Warnung verstanden werden, wenn wir darauf hinweisen, dass aufgeregte Kommentare gerade in deutschen Medien solche Zusammenhänge eher aussparen … .

Fazit aus Sicht des IFHGK: Die im DWN-Bericht für den Panamakanal genannten Probleme, die sich aus angeblichen Veränderungen des natürlichen Wasserangebots ergeben sollen, sind für uns nicht nachvollziehbar bzw. erkennbar.

 

Meeresspiegel

Der nächste Punkt des DWN-Berichts erwähnt den angeblichen Anstieg des Meeresspiegels vor Panama bzw. an Panamas Küsten. Dazu haben wir zwei sogenannte Pegelmeßstellen ausgewertet. Beide, BALBOA für den Pazifik und CRISTOBAL für den Atlantik (Lage siehe Abb. 4 , Daten siehe Abb. 7) zeigen, dass tatsächlich der Meereswasserspiegel ansteigt: Für den Pazifik (BALBOA) sind es durchschnittlich +1,5mm/Jahr, im Atlantik (CRISTOBAL) +1,87mm/Jahr. Beide Werte liegen absolut im üblichen Rahmen der weltweit zu beobachtenden Veränderungen bzw. Zunahmen. Dieser Anstieg des Wasserspiegels ist, wie gesagt,  ein weltweites Phänomen. Regional können die Werte (auch vorübergehend!) mal geringer aber auch mal höher ausfallen. Der Anstieg ist grundsätzlich nicht neu, sondern besteht seit Ende der letzten Eiszeit (siehe Abb. 9 aus www.climate4you.com ). Ein Resultat allein des sogenannten aktuellen Klimawandels ist es nicht.

Interessant ist, dass die in den Niederschlagsdaten für die Jahre 2013-2015 sichtbare „Delle“ auch in den Werten bzw. dem Verlauf des Meereswasserspiegels am Pegel  BALBOA erkennbar wird: Hier lassen sich die Auswirkungen der zyklischen ozeanischen (und damit klimatischen) Varianzen gut herauslesen.

7a:

7b:

Abb. 7 : Veränderung des Meereswaserspiegels an den panamaischen Messtationen BALBOA (Pazifik) und CRISTOBAL (Atlantik), je seit rd. 100 Jahren. Die Trendlinie in rot zeigt einen Anstieg zwischen 1,87mm/Jahr (CRISTOBAL) und 1,5mm/Jahr (BALBOA). Daten: www.psmsl.org

 

Anmerkung: Für die Station CRISTOBAL sind gemäss www.psmsl.org die Pegeldaten nach 1995 möglicherweise nicht ordnungsgemäss aufgzeichnet bzw. von den lokalen Behörden nicht korrekt ausgewertet worden. Daher wurde auf die Fortschreibung der Daten ab/nach 1995 verzichtet.

Rd. 5 Kilometer auseinanderliegend, zeigen die Wasserstandsverläufe des Atlantiks bei CRISTOBAL und COCO SOLO sehr ähnliche Grundmuster: Wie am herausgestellten Beispiel der Jahre 1991-1995 (siehe Abb. 8) erkennbar, sind die Verläufe sehr ähnlich. Man darf also davon ausgehen, dass beide Stationen zwar nicht unbedingt in allen Fällen immer zweifelsfrei ´absolut´ richtig aufzeichnen, jedoch die Tendenzen hinreichend genau erfasst werden. Damit sollte klar sein, dass der in den DWN für die „kommenden Jahrzehnte“ postulierte Untergang der ´idyllischen´ Inselkette SAN BLAS zumindest nicht wegen eines ´steigenden Meeresspiegels´ stattfinden wird … .

 

8a:

8b:

Abb. 8 : Pegelmessstellen CRISTOBAL (oben) und COCOSOLO (unten), je panamaische Atlantikküste, Zeitraum Januar 1991 bis Dezember 1995 (Daten: www.psmsl.org)

 

Ergänzend seien an dieser Stelle der mittlere Verlauf bzw. die Veränderungen des weltweiten Meeresspiegels dargestellt (Abb. 9). Die Berechnung erfolgte nach HOLGATE (2007). Es handelt sich um 9 Stationen mit monatlichen Gezeitenmessdaten aus dem PSMSL Data Explorer. Holgate schlug die neun im Diagramm aufgeführten Stationen vor, um die Variabilität zu erfassen, welche in einer größeren Anzahl von Meßstellen im Laufe der letzten 100 Jahre stattgefunden hat bzw. dort zu beobachten ist.

Abb. 9 : Anstieg des weltweiten Meeresspiegels seit 1900 nach Auswertung von 9 weltweiten repräsentativen Pegelstationen (sogenannte „Holgate-9“-Daten, Grafik aus www.climate4you.com )

 

Bei den blauen Punkten der Abb. 9 handelt es sich um die einzelnen monatlichen Werte der zusammengefassten neun Pegel, die violette Linie repräsentiert das 10-jährige übergreifende Mittel. Die beiden unteren Panels zeigen die jährliche Meeresspiegeländerung, berechnet für 1 bzw. 10 Jahre- Zeitfenster. Die letzte Aktualisierung des Diagramms stammt vom 23. Juni 2018 (www.climate4you.com). In den letzten 100 Jahren stieg hiernach der weltweite mittlere Meeresspiegel um 17 cm bzw. 17 mm/Jahr an. Dies ist sogar mehr (wenn auch geringfügig) als jener bei BALBOA, wo er im gleichen Zeitraum nur um 15 mm zulegt … hiernach hätten die idyllischen SAN BLAS Inseln nicht viel zu befürchten, die Gefahr für diese aus Korallen bestehende Gruppe kommt aus anderer Richtung, die mit ziemlicher Sicherheit nicht klimatisch begründet ist.

 

Temperaturen

Zur Beurteilung eines möglichen Klimawandels gehört natürlich immer auch die Entwicklung der Temperaturen. Der Bericht der DWN geht hierauf zwar nicht ein, dennoch sollen der Vollständigkeit halber die Werte für PANAMA dargestellt werden.

Die Abb. 10 zeigt, dass zwischen 1915 und 2016 (wiederum nach Werten der WELTBANK) die Lufttemperaturen PANAMAS in diesen 100 Jahren um rd. 0,5 Grad C angestiegen sind. Zum Vergleich: In Deutschland kletterten die Temperaturen im gleichen Zeitraum um rd. 1,0 Grad C nach oben … . . Was für Panama bemerkenswert ist: Während in den letzten 20 Jahren die Temperaturen im Mittel auf 25,59 Grad C lagen, war dies während der Zeit zwischen 1925 und 1942 bereits einmal genau so viel, damals lag die mittlere Temperatur bei 25,60 Grad C ! Wir sehen daran, dass die Aussage „der“ Klimawandel beschleunige sich und der zunehmende CO2-Gehalt der Atmosphäre/der Mensch seien ´ausschliesslich´ für den Anstieg der weltweiten Temperaturen verantwortlich, in dieser Form (und zumindest für Panama) nicht gelten kann. Denn: Während der atmosphärische CO2-Gehalt in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts bei rd. 310ppm lag, beträgt der Wert heute bereits über 400ppm … ein Plus von rd. 30% für´s CO2 innerhalb von rd. 90 Jahren, aber (in Panama) so ziemlich die gleichen Wärmeverhältnisse (als Temperaturen in Grad C) wie damals.

Abb. 10 : Lufttemperaturen PANAMA zwischen 1915 und 2016 (nach Daten der WELTBANK)

 

Wind, Sonne, Wolken

Die DWN schreiben: „ … (für den Panamakanal) sind bereits weitere Modernisierungen in Form eines dritten Sees notwendig, um das durch den Klimawandel zu erwartende extreme Wetter zu meistern“. Wir schauen also auch einmal auf´s Wetter. Aber was ist „Wetter“ eigentlich? Und wieso kommt Wetter nach Klima? Dazu später noch einiges! Zunächst ein Blick auf Faktoren, die beim „Wetter“ eine Rolle spielen und die auch für den Bereich des Panamakanals aufgezeichnet werden. Hier 3 davon:

  1. Strahlung (Sonne)

 

  1. Wolken und Feuchte

 

  1. Wind

 (alle Grafiken bzw. Daten aus https://www.worldweatheronline.com/panama-city-weather-averages/panama/pa.aspx )

 

Es führt an dieser Stelle zu weit, alle Daten, die in den o.a. Grafiken zusammengefasst sind, im Detail zu analysieren bzw. zu kommentieren. Mit Blick auf die drei Abbildungen genügt es, festzustellen, dass sich seit 2009 bei allen Parametern nicht wirklich etwas verändert hat bzw. dass nichts in einem Trend liegt, der Anlass zur der Annahme geben könnte, in diesen „Bestandteilen“ des Wetters hätte sich wirklich etwas geändert/verändert … ob zum Negativen (Klimawandel) oder was auch immer. Da ist nichts! Die sichtbaren Schwingungen in den Werteverläufen stellen das absolut normale Mass dessen dar, was die Natur nun mal so bereithält: Da ist mal ein bisschen mehr an Wolken oder Wind, und dann auch mal eine Portion weniger, alles im Verlauf des üblichen Jahresgangs (!), es gibt keinerlei  Anlass zur Besorgnis. Wetter eben … .

Gewiss: ´Extremes´ Wetter gab und gibt es immer mal wieder. Es handelt sich aber immer um Vorgänge, die sozusagen im System verankert sind … sie kommen und gehen, periodische Vorgänge addieren (oder subtrahieren) sich. Wellenförmige „Fernwirkungen“ aus ENSO oder PDO modulieren das Wetter darüber hinaus. Es gibt dabei Zeiten von Ruhe, und es gibt Zeiten mit für den Menschen (und seine Behausungen) gefährlichen Konstellationen. Hinweise auf die Zunahme von Extremwetter finden sich für Panama jedoch nicht … nicht einmal bei Hurricans (siehe kaltesonne).

Es muss klar festgestellt werden: Klima ist sozusagen das mittlere Wetter einer Region! Wetter findet statt als ein dynamischer Prozess, der aus unzähligen physikalischen Parametern besteht und der sich chaotisch (!) und nicht deterministisch im (fast) offenen Raum der Atmosphäre abspielt. Wetter als Oberbegriff des Zusammenspiels unterschiedlichster atmosphärischer  Faktoren (die eigentlich alle miteinander in Beziehung stehen und oftmals sogar ´rückgekoppelt´ sind) wird gemessen in Form von „Temperatur“, „Niederschlag“ oder „Wind“ u.a.m. und dabei (teils!) dokumentiert. Dies geschieht an bestimmten Punkten/Messstellen (!), aber niemals in der Fläche … obwohl Wetterkarten dies suggerieren. Alles das geschieht von Tag zu Tag, von Woche zu Woche, von Monat zu Monat … und dann über Jahre.

Erst nach 30 Jahren und der statistischen Mittelung aller in diesem Zeitraum aufgezeichneten Werte bekommen wir einen Begriff vom Klima eines Ortes! Erst dann, nach Ablauf eines (gerade für uns Menschen!) sehr langen Zeitraums können wir uns einen ersten (aber auch nur einen allerersten!) Eindruck vom mittleren Wetter oder (eben) dem Klima machen. Und die Entwicklung dieses Klimas, welches wiederum überall auf der Erde unterschiedlich ist (ein „Welt“-Klima gibt es nicht!) erkennt man erst dann, wenn viele Dekaden mit „Wetter“ stattgefunden haben … zu mutmassen, dass man bereits auf einen nachhaltigen Klimawandel schliessen könne, wenn man auf den Zeitraum zurück nur bis 1850 schaut, ist zwar inzwischen üblich geworden, kann aber ganz gewiss nicht seriös ausreichen, um einen wirklichen „Wandel“ beurteilen zu können. Klima verläuft nicht von heute auf morgen, Klima unterliegt langfrístigen Zyklen, Klimawandel kann man erst dann feststellen, wenn … Zeit vergangen ist.

Der Irrtum der in den Medien ganz überwiegend zitierten Klimaexperten besteht darin, dass man glaubt, aus der bisherigen Klimavergangenheit (die wir Menschen in Zahlen (!) erst seit Mitte des 19.Jahrhunderts zu Papier gebracht haben) auf die Zukunft hochrechnen zu können, indem man Szenarien auf Grosscomputern ´laufen´ lässt. Doch dahinter steckt ein Irrtum. Ein Irrtum, der davon ausgeht, dass wir die Natur und das Klima schon umfassend kennen würden bzw. ´verstanden´ hätten und damit ´systematisch´ beurteilen könnten. Und das wir dieses Klima mit Mass und Zahl tatsächlich berechnen können oder, anders ausgedrückt, dass das Klima eine berechenbare Grösse sei.

Sagen wir es offen: Das ist nicht nur Hybris, es ist erwiesenermassen auch mehr als nur ungenau … ein einziger Blick auf die Ergebnisse bisheriger Klimaprognosen, die mittels unterschiedlicher Rechenmodelle erstellt wurden, zeigt, dass bisher weder eine auch nur annähernde Übereinstimmung der Modelle besteht noch überhaupt eine Nähe zu den tatsächlich beobachteten Naturdaten erreicht werden konnte.

Dies ist möglichweise ein sehr folgenschwerer Irrweg und Irrtum, mit dem für oftmals vollkommen ungeeignete Massnahmen zur „Vermeidung von Klimawandel“ (?)Milliarden von Euro oder Dollar ausgegeben werden, nur damit man eventuell am Ende feststellt … die Erde dreht sich weiter, die Sau, die man durch´s Dorf getrieben hat, ist gestorben, aber nichts hat sich wirklich verändert. Und schon gar nicht das Klima. Oder besser: Das Klima  ändert sich durchaus, aber eben nicht nur in eine Richtung, wie man momentan glaubt sehen zu können. Es wird sich zeigen, was kommt … aber für Klima-Panik besteht definitiv kein Grund. Greta for Nobel Prize ? Wir warnen vor dieser Erhöhung.

 

Der Panamakanal … neue Schleusen und Technik seit 2016

Nun stellt sich jedoch die Frage, was sich denn dann hinter den sicherlich nicht zu leugnenden Problemen der Wasserstrasse verbergen könnte. Was könnte zu den ohne Frage eher ungewöhnlichen (Tiefgangs-) Beschränkungen für die Schifffahrt geführt haben, die die Kanalverwaltung aussprechen musste. Denn Tatsache ist: Beim Panamakanal handelt es sich um ein Wirtschaftsunternehmen; hier Einschränkungen im laufenden Betrieb auszusprechen bedeutet auf Einnahmen zu verzichten. Das macht man nicht freiwillig.

Den wirklichen Ursachen kommt folgender Bericht vermutlich näher auf die Spur (https://www.bluewin.ch/de/news/wissen-technik/extreme-duerre-am-panama-kanal-veranschaulicht-klimawandel-sorgen-244862.html ): „Die Beschränkungen betreffen (…) die Schleusen Cocoli und Agua Clara, (beide) entstanden im Rahmen des 2016 in Betrieb genommenen, milliardenschweren Ausbauprojekts, das den grösseren Neopanamax-Schiffen die Passage ermöglicht. Im Durchschnitt durchfahren täglich siebeneinhalb Schiffe diese Schleusen, zuweilen auch bis zu zwölf“.

Nun, da gäbe es einen Verdacht, und der hat nichts mit den Klimawandel zu tun, sondern fusst auf den erst 2016 abgeschlossenen baulichen Erweiterungen mit den erheblich vergrösserten Schleusen des ´neuen´ Panamakanals (siehe Abb. 11). Man muss wissen, dass bei jeder Schleusung Wasser sozusagen verbraucht wird. Das liegt daran, dass beim füllen bzw. entleeren von Schleusen immer auch Wasser dem Schleusenabstieg/-gefälle entsprechend in Richtung Meer abläuft. Der Kanal verliert also (Frisch-)Wasser an den Atlantik bzw. den Pazifik. Mit den alten, vergleichsweise kleinen Schleusenkammern war dies kein grosses Problem. Die seit 2016 im Betrieb befindlichen erheblich grösseren Schleusenkammern jedoch verursachen (neben den auch weiterhin betriebenen alten Schleusenkammern!) einen grösseren Durchsatz an Oberflächenwasser, das natürlich immer noch „nur“ aus dem Einzugsgebiet bzw. dem Niederschlagsgebiet des Gatunsees stammt. Während der Regenzeit ist der ´Verlust´ an Wasser kein Problem. Wenn allerdings (und ganz normal!) eine etwas längere Phase geringerer Niederschläge eintritt, dann kommt die Vorratshaltung des aktuellen Panamakanals, zusammen mit dem Weiterbetrieb der alten Schleusen, offenbar an Grenzen.

Abb. 11: Panamakanal, Schleusenanlage „Gatun“/Colon, neue Schleusen (seit 2016) mitte-rechts im Bild, „alte“ Schleusenkammern mitte-links. Gut erkennbar die grossen Vorratsbecken für Schleusungswasser bei den neuen Schleusenkammern (Bildquelle:GOOGLE EARTH)

 

Das ist, man muss es ausdrücklich betonen, also kein Klimaproblem … sondern „man made“. Wie die Abb. 11 zeigt, hat man bereits ganz bewusst die neuen Schleusen des Panamakanals mit deutlich grösseren Vorratsbecken für Schleusungswasser ausgestattet. Auch ein „Recycling“ von Wasser ist durch eine neue Technik eingeführt worden. Allein die Grössenverhältnisse der Schleusenkammern, die einem schon mit einfachem vergleichenden Blick zwischen „altem“ und „neuem“ Bereich in´s Auge springen (siehe Abb. 11), lassen ahnen, welche Volumina an Wasser täglich benötigt werden … auch in den natürlichen jährlich wiederkehrenden Trockenphasen der Monate Januar bis April. Mit anderen Worten: Die Anzahl der tatsächlichen Schleusungen während der Trockenzeit kommt an die Grenzen der Wasserbereitstellung bzw. der Wasserstand im Gatunsee (dem Lieferanten des Schleusungswassers) sinkt markant ab. Da trägt, nochmals gesagt, der „Klimawandel“ keine Schuld … .

Aber der Hinweis in den DWN, dass nun „nur drei Jahre später (…) bereits weitere Modernisierungen in Form eines dritten Seesnotwendig (sind)“ lässt immerhin aufhorchen: Genau dies ist nämlich nichts anderes als ein Eingeständnis der Kanalverwaltung, dass die Wasserreservoirs in der Praxis nicht ausreichen … jedenfalls in den üblichen (!) Trockenzeiten des tropischen Panamaischen Klimas nicht, während der Regenzeit besteht ohnehin kein Problem.

Leider ist der Hinweis auf aktuelle Nutzungseinschränkungen des Panamakanals, die mit dem Bau der neuen Schleusen verbunden sind, offenbar nur von BLUEWIN übernommen worden. Alle deutschsprachigen Berichte entstammen gemeinsam einem einzigen AP-Bericht von Juan Zamorano und Arnulfo Franco. Die Autoren haben zwar, wie es aussieht, tatsächlich auch auf das Problem der vergrösserten Schleusenvolumen hingewiesen, wenn auch nur nebenbei.  Vom AP-Gesamttext  übernommen haben jedoch nahezu alle Presseorgane (einschliesslich der DWN, dem ZDF u.a.) ausschliesslich das Thema „Klimawandel“ … und das ist im Sinne der Kanal-Probleme irrelevant!

Fairerweise muss man sagen, dass zumindest der Fachinformationskanal  THB (Täglicher Hafenbericht,  https://www.thb.info/rubriken/single-view/news/wassermangel-im-panamakanal.html) nicht in die Spekulationen einstimmt, sondern nüchtern über unzureichende Wasserversorgung bzw. die Passageeinschränkungen beim Panamakanal berichtet, ohne hierfür den Klimawandel verantwortlich zu machen. Auch RAonline berichtet, ohne den Klimawandel anzuführen, über das El Nino-Phänomen, welches zu verringerten Niederschlägen in Panama führt (https://www.raonline.ch/pages/edu/st4/wawakanal03a6.html ).

Dennoch ist dies alles ein zum Nachdenken anregendes Fallbeispiel, da die allermeisten Presseorgane ungeprüft einen AP-Bericht übernommen haben, der primär den Klimawandel als Grundlage einer Bedrohungsthese sieht … auf die Fehlplanung, die bei „mehr“ Schleusen aber gleicher Wassermenge ein „weniger“ an Schleusungskapazität in Trockenzeiten ergibt, hat niemand bzw. einer und dort auch nur sehr, sehr versteckt hingewiesen.

´Fake news´ sind nicht zwingend immer böse Absicht, oft sind sie schlicht und einfach unzureichender bzw. (auch schon mal bewusst?) einseitiger Recherche geschuldet.

 

Fazit

Was bleibt vom Bericht „Beschränkungen für die Schifffahrt – Klimawandel ist Bedrohung für den Panamakanal“? Es ist die Feststellung, dass nicht nur (aber auch) die DWN offenbar einer (zumindest) oberflächlichen Recherche Platz gegeben haben. Man ist sogar versucht „Fake news“ dazu zu sagen.

Woher auch immer die Neigung selbst eigentlich als seriös einzustufender Medien kommt, dem Schlagwort Klimawandel aufgeregt aber faktenarm hinterher zu laufen, bleibt der Spekulation eines jeden überlassen. Tatsache ist jedenfalls, dass zumindest der Zustand von „Wetter“ und Klima im Bereich des Panamakanals keinerlei Anlass zur Sorge bietet.

Fakt ist ohne Frage, dass weltweit Handelskonflikte, manche würden sogar Handelskriege dazu sagen, stattfinden. Den vermeintlichen oder echten wirtschaftlichen und politischen Gegner dabei zu täuschen oder zumindest gehörig zu verwirren gehört zu diesen Auseinandersetzungen dazu. Selbst scheinbare Randdaten können hierbei eingesetzt werden … auch beim Klima handelt es sich inzwischen um einen Faktor, der strategisch genutzt werden kann bzw. der tatsächlich auch gezielt eingesetzt wird.

Einen interessanten Hinweis darauf, dass diese Aussage nicht aus der Luft gegriffen ist, liefert ein aktueller Artikel aus SPON (Spiegel-online, https://www.spiegel.de/politik/ausland/klimawandel-wettlauf-um-erdgas-oel-und-seltene-erden-in-der-arktis-a-1274371.html ) vom 27.Juni 2019, der sich mit dem Klimawandel (sic!) und den Perspektiven einer zukünftigen Befahrbarkeit der arktischen Nordroute (Nordwestpassage) beschäftigt. Hier heisst es u.a.: „Die langfristige Strategie Russlands besteht darin, diese arktische Wasserstraße zu nutzen, um seine Rohstoffe ganzjährig nach Europa zu schaffen“ und, das sei angemerkt, darüber hinaus einen Seeweg als Ersatz bzw. Ergänzung für die Routen anzubieten, die bisher den Panamakanal bzw. den Suezkanal durchfahren.

 

 

 

Weiter schreibt SPON:

„Das bedeutet sicherlich nicht, dass der (Panama)Kanal durch die konkurrierende Route am Pol in absehbarer Zeit bedeutungslos würde“.

Man ist hier geneigt einzufügen „Nein, aber “. Man darf sicher feststellen, dass es durchaus dem einen (Staat) oder anderen (Handelsorganisation) gut zu Pass käme, sollte der Panamakanal z.B. aus „klimatischen“ Gründen an Reputation verlieren … mögen ´Düren´ und steigende Temperaturen dem Panamakanal schaden, für den arktischen Seeweg wäre ein „Klimawandel“ gewiss sehr nützlich.

Man kann es beklagen, aber, zum ersten genannt, verwenden ganze Länder den vermeintlichen Klimawandel (und die angeblich dadurch entstehenden Schäden an Natur und Gesellschaft) auch, um einem breiten aber uninformierten Publikum vorzuhalten, es kümmere sich offenbar keiner genügend um die „belasteten“ Länder dieser Welt.

Zum zweiten setzen viele Länder den sogenannten Klimawandel ganz gezielt ein, um zu demonstrieren, dass es in diesem angeblichen Desaster ohne die finanzielle Unterstützung der wohlhabenden Europäer ganz einfach „nicht geht“ … auch ein Panamakanal kann danach quasi zusammenbrechen und Wirtschaftswege verelenden, wenn man ´den´ Klimawandel nicht berücksichtigt. Aber wer zahlt den Preis dafür … denn ´kosten´ tut es ganz gewiss!?

Zum dritten haben auch Unternehmen, nicht nur aber vor allem auch die weltweit vernetzten, erkannt, dass mittels Klimawandel-Argumenten Profite generiert werden können, die man ansonsten vielleicht nicht einbringen könnte … zumindest alles das, was aufgrund eines angeblichen Klimawandels sozusagen unvermeidbare zusätzliche Kosten verursacht, kann man mit dem Argument „wir geben nur weiter, was die Gesellschaft auf dem Gewissen hat“ in die Kalkulationen einpflegen.

Das ist nützlich … und die Leser von DWN/ZDF u.a. sind in diesem Sinne ´nützliche Idioten´ (Lenin zugeschrieben)? ´Fake news´ als Mittel zum Zweck? Aber vielleicht ist alles auch viel trivialer: Schlechte Recherche bei unkritisch übernommenen Agentur-Artikeln, hier von AP: Auch so kommen Artikel zustande, die mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.

Für seriöse Unternehmen, seien es Reedereien oder Handelsorganisationen, sollte jedoch gelten, sich auf wirklich belastbare Informationen zu stützen und politisch fehldeutbare Veröffentlichungen zumindest kritisch zu sehen bzw. diese, sachkundig unterstützt, zu hinterfragen. Die Tatsache, dass der „neue“ Panamakanal mit seinen deutlich grösseren Schleusenkammern (im Zusammenspiel mit den weiter in Betrieb stehenden alten Schleusen) auch erheblich mehr Wasser verbraucht, sollte nicht vergessen gehen. Hierauf hinzuweisen wäre Pflicht einer seriösen Veröffentlichung. Das die DWN wie auch fast alle anderen deutschsprachigen Publikationen versäumt haben, den offenbar von AP (Associated Press, New York) stammenden Grundbericht zu prüfen, ist kein Ausweis von gutem Journalismus.

 

Dr. Hans-J. Dammschneider

IFHGK

 

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