Unsere Wirtschaft soll den Finanz-Klimagötzen geopfert werden!

Was in der Öffentlichkeit so gut wie keine Beachtung fand, wurde in der Finanzbranche als sehr bedeutend wahrgenommen: Dass nämlich beim Pariser Klimagipfel 2015 in der Formulierung des Rahmenabkommens in Artikel 2 der Investmentbranche eine spezielle Aufgabe zugewiesen wurde. Darin heißt es: Um die Klimaziele überhaupt erreichen zu können, müssen ( Absatz C ) ….. „die Finanzmittelflüsse in Einklang gebracht werden mit einem Weg hin zu einer hinsichtlich der Treibhausgase emissionsarmen und gegenüber Klimaveränderungen widerstandsfähigen Entwicklung.

In einer Diskussionsrunde vom 7. und 8. Juni 2019 im Frankfurter House of Finance sprach Dr. Christian Thimann in seiner einleitenden Ansprache sogar euphorisch vom „Wunder von Paris“. Er betonte die bemerkenswerte Tatsache, dass alle Außenmnister das unterschrieben hätten, obwohl sie gewöhnlich wenig oder nichts von Finanzen verstehen. Ferner teilte er mit, dass die EU-Kommission danach zwei Jahre hart an dem Plan gearbeitet habe und zuletzt noch 12 Millionen junge Menschen diese neue Idee auf die Straße getragen hätten,…….. All dies habe dazu geführt, dass „Nachhaltigkeit“ nun auch in der Finanzbranche angekommen sei (Die Einleitung wurde entfernt, stattdessen gibt es ein sehr kurze schriftliche Zusammenfassung). Dr. Christian Thimann, von 2008 bis 2013 Berater des Präsidenten der Europäischen Zentralbank und Vize-Präsident der von Mike Bloomberg gleich nach dem Pariser Abkommen noch im Dezember 2015 gegründeten TCFD ( Task Force on Climate-related Financial Disclosures ), wurde Vorsitzender der Ende 2016 ins Leben gerufenen HLEG ( Hochrangige Expertengruppe für nachhaltiges Finanzwesen, High Level Expert Group).

In einem „Insiderbericht“, der als Kommentar im März 2019 beim Grantham Institute unter der Rubrik „Sustainable Finance Leadership Series“ veröffentlicht wurde, beschreibt selbiger Dr. Christian Thimann sehr detailliert, welche Lawine von Ereignissen diese Pariser Formulierung losgetreten hat. Die vielversprechende Überschrift dieses Kommentars lautet: „Wie die EU gelernt hat, nachhaltiges Finanzieren zu lieben: die Insidergeschichte der HLEG“.

Diese Gruppe von etwa zwanzig Experten, dazu noch weiteren Beobachtern sowie „engagierten“ EU-Komissaren sah in ihrem Auftrag keine geringere Aufgabe als die „Notwendigkeit einer tiefgreifenden Umgestaltung des Finanzsytems zur Unterstützung einer nachhaltigen Entwicklung“ und mit dem erklärten Ziel, diese Umgestaltung Schritt für Schritt gesetzlich zu fixieren. Der im Juni 2019 im Rahmen des EU-Aktionsplans veröffentlichte Bericht der technischen Expertengruppe mit dem Titel „Taxonomie, Technical Report“ erklärt auf mehr als 400 Seiten, worauf sich die europäische Wirtschaft demnächst einstellen muss. Durchgängig für alle Wirtschaftsbereiche, wie Landwirtschaft, Forst-und Wasserwirtschaft, industrielle Produktion, Energie, Transport, Kommunikation und Bauwirtschaft wird darin untersucht, nach welchen Kriterien man zukünftig beurteilen wird, was als klimaschonend gelten kann und was nicht oder, gemäß dem neuen Pariser Passus : Was mit den „Finanzmittelflüssen in Einklang gebracht werden“ kann und was nicht.

Was hier entsteht, ist ein neues Klassifikationssystem für Nachhaltigkeit, genannt „EU-Taxonomie“, das mit Marktwirtschaft und mit Industriepolitik nichts aber dafür mit grüner Ideologie umso mehr zu tun hat (hier).

Offensichtlich muß man in der Bundesrepublik nüchtern zur Kenntnis zu nehmen, dass nach dem zwangsweise vereinbarten Ausstieg aus der Kernenergie und desgleichen für den Bereich Kohle nun gesetzliche Vorschriften von der Finanzbranche (mittels EU-Gesetzgebung) für die Finanzbranche auf der Tagesordnung stehen, alles Schritte in die gleiche falsche Richtung.

Zum großen Bedauern des grünen Abgeordneten Giegold und auch anderen in der EU ist bis heute, August 2019, die Anwendung der Taxonomie noch auf den Bereich „Nachhaltige Finanzprodukte“ beschränkt, aber auch dies soll sich ändern.

 

Warum die Hektik?

Die Hektik, mit der diese Schritte gerade in der jüngsten Zeit in der EU betrieben werden und die parallel dazu von nahezu allen Medien verbreitete apokalyptische Hysterie deuten auf Folgendes hin: Eine ganze historische Periode kommt an ihr Ende mit dem verzweifelten Versuch, auf den letzten Metern noch durchzusetzen, was über so viele Jahrzehnte nur teilweise gelang. Der Irrglaube von den Grenzen des Wachstums , der die Politik des Westens nun seit 50 Jahren immer wieder bestimmte, beruhte auf zwei Behauptungen, die beide extrem ideologischer und nie wissenschaftlicher Natur waren:

Behauptung 1: Das industrielle Wachstum der reichen Nationen verschleiße die Ressourcen der Welt und zerstöre die Umwelt und könne so nicht weitergehen.

Behauptung 2: Wohlergehen und Prosperität der Bevölkerung in den Industrienationen könne auch ohne das traditionelle Wachstum der Industrie gesichert werden, indem man stattdessen auf spektakuläre Finanmarktgewinne, Beschäftigung im Dienstleistungssektor und die Realisierung einer „Informations-Revolution“ setze.

Die New Economy platzte nach kurzem Höhenflug bereits 2001, gefolgt vom Finanzkrach 2008 und trotzdem hielten besonders die großen Banken, Investmenthäuser, Versicherungen und Pensionsfonds fest an dem Konzept, dass Finanzmarktgewinne auch zukünftig das Bombengeschäft sind. Das Konzept der Dekarbonisierung, die Idee vom entmaterialisierten Wachstum, vom ökologischen Fußabdruck und der ganzen Green Economy stammen wesentlich aus den Denkfabriken der Finanzbranche, die damit nicht nur große Gewinne machte, sondern mit unzähligen NGOs auch sehr einflußreiche Propagandamaschinen schuf, die selbst weite Bereiche der börsennotierten Firmen an der Leine führen. Von einer der erfolgreichsten NGOs, dem Carbon Disclosure Project, sagt selbst Wikipedia, dass die mit diesem Projekt verbundenen 655 Anleger ein Vermögen von mehr als 78 Billionen Dollar verwalten und damit im Besitz eines Großteils der umsatzstärksten börsennotierten Unternehmen der Welt sind.

Nun, nachdem nicht nur die Deutsche Bank in Schieflage geraten und ein hoffnungsloser Fall geworden ist, hängt die zukünftige Existenz mehr und mehr an neuen Wegen.

 

Neue Wege“ sind gefragt

 

Auch in dieser Hinsicht ist die geplante EU-Taxonomie- Gesetzgebung ein Einschnitt selbst für die Investmentbranche. Man müsse nämlich, so Dr. Thimann, selbige (per Reglementierung) davon überzeugen, den gewohnten Hochrisiko-Bereich zu verlassen und wieder mehr Low-Risiko, dafür aber langfristig zu denken. In dem bereits zitierten „Insiderbericht“ verrät er überraschend und ziemlich ausführlich, warum die bisher gängige Spekulation ganz schlecht ist. Allerdings sind die Konsequenzen, die er als Lösung vorschlägt, noch schlimmer für die Wirtschaft als die Spekulation – nämlich tödlich. Hören wir aber zunächst, was er zum Thema Spekulation zu sagen hat:

 

Da er die schwärzesten Tage der Finanzkrise und das ganze Elend der Hedgefund Manager erlebt habe, sei ihm klar geworden, dass man einen ganz neuen Weg brauche und deshalb habe er die Aufgabe der High Level Expert Group mit Freude angenommen. Im Zuge dieser Arbeit sei er zu der Erkenntnis gekommen, dass spekulative Finanzmarktgewinne den inhärenten Fehler aufweisen, keinen nennenswerten wirtschaftlichen Wert zu schaffen und dass es deshalb notwendig sei, den Bereich Finanz-Investition von dem Bereich der Finanz-Spekulation zu trennen. Während im Bereich Investition an der Realisierung langfristiger Renditen gearbeitet werde, suche die Spekulation nur den kurzfristigen Profit.

Zitat: „Die Sphäre der Finanzspekulation versucht, kurzfristige Gewinne aus dem Handel mit solchen langfristigen Vermögenswerten zu ziehen. Diese >Kurzzeit< kann von Mikrosekunden bis zu Tagen oder Wochen reichen. Ziel ist es, Gewinne nicht aus den längerfristigen, zugrunde liegenden wirtschaftlichen Erträgen dieser Vermögenswerte zu ziehen, sondern aus ihren kurzfristigen Preisbewegungen an den Finanzmärkten. Der Großteil des Finanzhandels basiert auf dieser Aktivität, die praktisch keinen wirtschaftlichen Wert schafft, die Finanzzyklen verschlechtert und eine unechte Marktliquidität liefert. Die in dieser Aktivität verbrauchten Ressourcen würden in der Realwirtschaft viel nützlicher eingesetzt. Ich persönlich bin der Ansicht, dass wir erst dann zu einem nachhaltigen Finanzsystem gelangen werden, wenn Politik und Regulierung den Umfang solcher Finanzspekulationen drastisch verringern. Nur wenn das gemacht wird,– und nur dann, wird der Bereich der Finanzinvestitionen und nachhaltigen Finanzierungen florieren.“ (Zitatende)

 

So weit, so gut, aber dann kommt der Pferdefuß.

 

Das gesamte EU-Taxonomie Unternehmen zusammen mit der von Blumberg geleiteten Task Force on Climate-related Financial Disclosures, (TCFD) https://www.fsb-tcfd.org/ verfolgt die Absicht, die Transformation der Energiesysteme jetzt ohne weitere Verzögerung auf den Weg zu bringen und die Mobilisierung der notwendigen Investitionen in Billionenhöhe durch neue Reglementierungungen sowohl aus privaten als auch öffentlichen Geldern zu erreichen.

Aus prinzipiellen physikalischen und wirtschaftswissenschaftlichen Gründen ist das aber keine, wie er oben fordert, wertschöpfende Investition in die Realwirtschaft. Es ist gerade das Gegenteil mit voraussehbar katastrophalen Folgen und zwar eine Rieseninvestition in einen erzwungenen Rückschritt. Es ist der aussichtslose Versuch, eine Industrienation in einen Modus operandi mit Energiedichten des Mittelalters zu befördern und wird deswegen irgendwo auf dem Weg dahin an die Wand fahren, wenn nicht vorher die Reißleine gezogen wird.

 

Energiedichte als Entwicklungsprinzip

 

Die technologische Entwicklung gesunder Wirtschaften geht prinzipiell in Richtung höherer Energiedichten, weil die Versorgung einer wachsenden Bevölkerung von der Beherrschung höherer Formen der Energie und deren Einführung in den Produktionsprozeß abhängt.

 

Es kann gut sein, dass Dr . Thimann als Experte der Versicherungsbranche von Energiedichte genauso wenig versteht, wie die von ihm oben zitierten Außenminister von Finanzwirtschaft. Andererseits müßten ihm die Warnungen auf der Webseite der Agora Verkehrswende bekannt sein, wo erklärt wird, dass die Senkung des Energieverbrauchs oberstes Ziel sei. Niemand hätte noch vor 50 Jahren einen solchen Unsinn veröffentlichen können, und Ludwig Erhard wird sich im Grabe umdrehen. Um jetzt nicht missverstanden zu werden: Es geht hier nicht um Energiesparsamkeit, einem absolut vernünftigen kaufmännischen Prinzip. Es geht vielmehr um eine neue Wirtschaft, die von der EU, gesetzmäßig erzwungen, mit dem ehemaligen spanischen Hinrichtungsinstrument Garrotte langsam erdrosselt wird. Erdrosselt zu stetig geringerem Energieverbrauch landet sie final im Mittelalter. Es wird dazu nicht kommen, denn es gibt auch noch eine Welt außerhalb der EU, die ob dieses Wahnsinns die Hände über dem Kopf zusammenschlägt, vielleicht frohlockt, eine Menge Konkurrenten los zu werden, welche aber aus unserem Ruin am Ende auch nicht profitieren werden.

 

Was hier geplant wird, kann man nicht drastisch genug ausdrücken: Eine Industrienation auf diktatorischem Wege in eine wetterabhängige Energieversorgung zu zwingen bedeutet mittelfristig eine ähnliche Vernichtung von Volksvermögen wie die Umstellung einer produktiven Wirtschaft auf die Produktion von Kriegsmaterialien. (Auch das wirft bekanntermaßen für eine Weile hohe Gewinne ab). Alleine die geplante Schließung moderner und produktiver Kernkraft-, Kohle- und Gaskraftwerke ist eine Vernichtung volkswirtschaftlichen Reichtums, die in der Geschichte ihres gleichen sucht.

 

Die Phantasie der Finanzbranche besteht darin, kurzfristig aus den potentiell notwendigen billionenschweren Investitonen zu profitieren, die nötig wären, um den Versuch zu unternehmen, die mit dieser Transformation systematisch herbeigeführte Wetterabhängigkeit unserer Energieversorgung überhaupt irgendwie managen zu können. Die EZB scheut sich nicht, zu ihrer Rechtfertigung Science- Fiction-Apostel wie Jeremy Rifkin heranzuziehen, die den gigantischen Umbau auch noch als „ Vierte Industrielle Revolution“ anpreisen, wie beim EZB Treffen im Januar 2017 in Frankfurt geschehen (hier).

Kein Land würde diesen Selbst-Zerstörungsprozess freiwillig einschlagen. Man muß die öffentliche Meinung nur lange und intensiv genug an die Anbetung neuer Klima-Götzen gewöhnen, dann tönt es selbst aus Kindermund: „Industrie ist schlecht, zurück auf die Bäume, ihr Affen„. Was wir gegenwärtig erleben, ist eine international koordinierte Manipulation, die keinen anderen Zweck verfolgt, als unter Zeitdruck gesetzlich zu verankern, was unter freiheitlichen Bedingungen niemals durchsetzbar wäre.

 

Besonders die große mittelständische Industrie in Deutschland, die sich bisher weitgehend erfolgreich den Geflogenheiten der börsennotierten Konzerne entzogen hat, sollte sich umgehend mit den Folgen der geplanten EU-Taxonomie-Reglementierung nicht nur befassen, sondern sich in den Diskussionsprozess endlich einmischen, um den Weg in ein wirtschaftliches Desaster noch gerade rechtzeitig zu verhindern. Die Unterlagen zu der geplanten Transformation sind vielfältig und für alle einsehbar. Die Herausforderung besteht darin, den gigantischen Unsinn der geplanten Energie-Transformation zu verstehen und dem begleitenden Donnergetöse der Klimagötzen cooler zu begegnen.




„Klimaschädlicher Klimaschutz“: Greta Thunbergs Seereise pumpt mehr CO2 in die Atmosphäre als ein Langstreckenflug

Die Berliner Tageszeitung/ taz ist von Anfang an das Hausblatt der Grünen. Umso erstaunlicher ist, daß das Organ Gretas Törn aufs heftigste kritisiert. So soll die Seereise so viel Emissionen verursachen wie sechs Transatlantikflüge. Hätte das Mädchen sich gleich selber in den Airbus gesetzt, wärs weniger gewesen.

Der Grund für den hohen Ausstoß ist die Infrastruktur einer modernen Reise, egal ob mit Strahlturbine oder Segel. Auf den Fotos sind zwar Greta, ihr Vater und ihre Skipper zu sehen, die Yacht aber wird von fünf Kollegen ohne die Aktivistin zurückgefahren werden. Hinzu fliegen die fünf natürlich. (Hätten die nicht auf einem Frachter eine Mitfahrgelegenheit buchen können? Hätte ich schon aus PR-Gründen gemacht.) Mit Rückflug des einen Skippers fallen also sechs Flüge an, wenn man Gretas Entourage und den Medientroß außer acht läßt, die wohl auch den Flieger nehmen.

Hinzu kommt eine Reihe von unappetitlichen Begleiterscheinungen, die von der alternativen Medienszene rund um Weltwoche und Youtube (Charles Krüger, Miro Wolsfeld etc…) kommuniziert wurden. Die Yacht Malizia II gehört dem Jetset-Mitglied Pierre Casiraghi aus dem Hause Grimaldi, den Herrschern von Monaco. Dem Vernehmen nach gehört dem Adelsgeschlecht eine Hubschrauber-Taxi-Fluglinie, die Superreiche vom Flieger zu ihren Edeldestinationen bringt. Boris Herrmann, der eine von Gretas Skippern, soll dort in leitender Funktion arbeiten.

Unsere Leser wiesen im Kommentarbereich darauf hin, daß die unglaublich teuren Regatta-Yachten ihre Polymer-Segel je nach Einsatz häufig wechseln müssen; Lebensdauer meist unter einem Jahr. Das Boot selbst existiert auch nur zehn Jahre und ist dann verschlissen. Segel und Schiffsrumpf bestehen überwiegend aus sehr leichtem Kunststoff oder Kompositmaterial, das kaum rezyklisiert werden kann; ähnlich den Windradflügeln. Heißt: verbrennen.

Meine Recherche zum Schiffstyp hat noch mehr Verblüffendes zu Tage gefördert: Regattayachten sind nicht die Schiffe mit den Champagner-schlürfenden Millionären und ihren Badenixen drauf, die sich auf dem Bugdeck sonnen. Nein, es sind Renn-Yachten, sozusagen Formel1-Schiffe mit Segel statt Wärmekraftmaschine. Extrem leicht und schnell, für lange Strecken auf hoher See konstruiert, wie ein Leser uns schrieb. Deswegen ist Greta auch nach nur zwei Wochen schon in New York. Das Personal an Bord besteht daher wie in der Formel 1 üblicherweise aus hartgesottenen bestens trainierten Männern. Frauen oder gar Mädchen findet man auf den Yachten während der Fahrt kaum, was neben der erforderlichen Kraft und Ausdauer der Skipper auch dem Umstand geschuldet ist, daß es zur Gewichtsverringerung weder richtige Schlafkojen noch eine Toilette an Bord gibt (ähnlich die Tour de France – da fahren nur Männer, weil es keine Austrittspausen gibt; es wird auf dem Rad erledigt).

Die Eltern von Greta mußten dem Regatta-Törn mit Sicherheit juristisch zustimmen, da das Mädchen erst 16 ist. Und selbst wenn nicht, ist das Verhalten der Ernman-Thunbergs völlig unverantwortlich. Greta ist minderjährig und offensichtlich biologisch jünger, als ihr Geburtsdatum anzeigt. Zusammen mit ihrem Morbus Asperger ist sie kaum in der Lage, selbstverantwortliche Entscheidungen zu treffen. Die Eltern und ihre Berater hetzen das Mädchen durch die Medien und dulden, daß Greta alle möglichen unverdienten Preise entgegennimmt. Nun dieser knüppelharte Segeltörn. Was soll dabei herauskommen? Wenn das Mädchen 20 ist, müßte sie mit den Nerven völlig fertig sein.

Abschließend möchte ich die Frage in die Runde werfen, wieso die taz und mittlerweile viele andere Sprachrohre das Tamtam um Greta auseinandernehmen und zumindest teilweise Klartext reden. Der eine Grund mag sein, daß den ganz Scharfen der rosarote Kinderkult um ein Mädchen mit Zopf auf die Nerven geht. Man will doch kämpfen und nicht geistig im Kinderzimmer herumhocken. In dem Zusammenhang sei dringend darauf hingewiesen, die Kommentare unter dem verlinkten taz-Artikel zu lesen.

Der andere Grund mag sein, daß die Indoktrinierten in den Regierungs-Kapellen nur teilweise zynisch sind, viele aber auch auch rechtgläubig. Diese Frommen ärgern sich dann natürlich darüber, wenn ihre „Verbündeten“ das Gegenteil dessen tun, was sie predigen. Exemplarisch dafür ist der Kontraste-ARD-Beitrag über den Grünen-MdB Janecek, der vorschlug, begrenzende Flugkonten für jeden Bürger einzurichten, was Annalena Baerbock sofort kassierte, weil die eigene Klientel Hauptbetroffene wäre.

 

 




Wie haben sie das berechnet?

Was soll das alles nun? Ein Tweet über das, was Strogatz „mathematisches Twitter“ nennt. Das Tweet lautete:

em ♥︎ (@pjmdolI) 28. Juli 2019

Das ist einfach: Die korrekte Antwort lautet:

Jawohl, das stimmt! Die korrekte Antwort lautet: entweder 16 oder 1, abhängig von einem interessanten Aspekt der Mathematik. Das vorgestellte Image vermittelt uns ein paar Einsichten darüber, was hier los ist. Strogatz erklärt es so:

Obige Frage hat eine eindeutige und definitive Antwort – vorausgesetzt, wir richten uns alle nach den gleichen Regeln, welche die „Reihenfolge der Operationen“ vorgeben. Stehen wir wie in diesem Fall davor, verschiedene mathematische Operationen durchzuführen – um Ausdrücke in Klammern zu evaluieren, um Multiplikationen und Divisionen durchzuführen oder Additionen und Subtraktionen – die Reihenfolge der Durchführung dieser Operationen kann einen gewaltigen Unterschied ausmachen.

Wenn wir die Taschenrechner heranziehen, zeigt sich, dass meine Antwort absolut korrekt ist:

Bild von einem Twitterer)

Der TI-84Plus C von Texas Instruments zeigt das Ergebnis „16”, während der Casio fx-115MS das Ergebnis „1” zeigt.

Auch eine rasche Durchsicht des Online-Taschenrechners ergibt gemischte Ergebnisse:

Und vielleicht etwas genauer:

Mathe-Freaks wissen, dass das Problem in der Reihenfolge der Operationen liegt, und es gibt Konventionen hinsichtlich dieser Reihenfolge. In der Schule haben wir eine der folgenden Konventionen gelernt:

BODMAS ist eine Abkürzung. Sie steht für Bracket, Of, Division, Multiplication, Addition und Subtraction. In manchen Regionen ist PEDMAS (Parentheses, Exponents, Division, Multiplication, Addition und Subtraction) das Synonym für BODMAS.

PEMDAS ist eine Abkürzung für die Begriffe Klammern (Parenthesis), Exponenten, Multiplikation, Division, Addition, Subtraktion. Finden sich zwei oder mehr Operationen in einer einzigen Gleichung, gibt die Reihenfolge der Buchstaben in PEMDAS vor, was zuerst berechnet werden muss, was als zweites usw. bis die Rechnung vollständig ist. Falls es Klammern in der Gleichung gibt, sagt PEMDAS, zuerst die Berechnungen innerhalb der Klammern durchzuführen.

Strogatz sagt: „Die strikte Antwort zu dieser elementaren PEMDAS-Konvention ergibt nur eine Antwort: „16“. Oh, aber sein Eingabefeld (his editor) und viele Leser „…bestanden darauf, dass die richtige Antwort ,1′ sei“.

Um Strogatz‘ Ergebnis „16“ zu erhalten, muss man Folgendes machen: 8/2 = 4, dann 4 x (2+2) oder 4 x 4 = 16.

Wie man das Ergebnis „1“ bekommt, erklärt Strogatz so:

Was war da los? Nach der Lektüre der vielen Kommentare zu dem Beitrag erkannte ich, dass die meisten Kommentatoren eine andere (und anspruchsvollere) Konvention als die elementare PEMDAS-Konvention bemühen, die ich in dem Artikel beschrieben habe.

In dieser anspruchsvolleren Konvention, die oftmals in der Algebra Anwendung findet, wird einer impliziten Multiplikation höhere Priorität eingeräumt als einer expliziten Multiplikation oder expliziten Division, in welchen jene Operatoren aus Symbolen bestehen wie x; *; / oder ÷. Unter dieser anspruchsvolleren Version wird der impliziten Multiplikation in 2(2+2) höhere Priorität eingeräumt als in der expliziten Division in 8÷2(2+2). Mit anderen Worten, 2(2+2) sollte zuerst evaluiert werden. Dann ergibt sich 8÷2(2+2) = 8÷8 = 1. Nach der gleichen Regel, so argumentierten viele Kommentatoren, ist der Term 8÷2(4) nicht synonym mit 8÷2×4, weil die Klammern die sofortige Berechnung verlangen, was wiederum 8÷8 = 1 ergibt.

Falls also jedermann den gleichen Konventionen folgt, und zwar sowohl bei der Konstruktion von Gleichungen als auch bei deren Lösung, wäre alles in Ordnung und wir würden alle die von uns erwartete Antwort bekommen.

Aber…:

Diese (anspruchsvollere) Konvention ist sehr vernünftig, und ich stimme zu, dass die Antwort dann ,1′ ist, falls wir alle dieser Konvention folgen. Aber das ist eben allgemein nicht der Fall. Die Taschenrechner von Google und WolframAlpha benutzen die elementarere Konvention und unterscheiden nicht zwischen impliziter und expliziter Multiplikation, wenn sie darauf programmiert werden, einfache arithmetische Terme zu berechnen.

Und außerdem, nachdem Google und WolframAlpha evaluierten, was immer in Klammern steht, löschen sie diese Klammern effektiv und stellen deren Inhalt nicht höher in der Priorität. Im Einzelnen interpretieren sie 8÷2(2+2) als 8÷2x(2+2) und behandeln dies synonym mit 8÷2×4. Dann haben gemäß PEMDAS Division und Multiplikation die gleiche Priorität. Also rechnet man von links nach rechts und erhält 8÷2×4 = 4×4 und kommt zum Ergebnis 16. Für meinen Beitrag habe ich mich entschieden, mich auf diese einfachere Konvention zu konzentrieren.

Unser werter Mathematiker folgert:

Genauso ist es wesentlich, dass jeder, der Software für Computer, Tabellen und Taschenrechner schreibt, die Regeln der Reihenfolge von Operationen kennt und diesen folgt.

Aber ich habe schon gezeigt, dass die Software-Schreiber nicht alle den gleichen Konventionen folgen … Strogatz weist darauf hin, dass selbst anspruchsvolle Software wie WolframAlpha und Google nicht den anspruchsvollen Regeln folgen und „16“ erhalten.

Das finale Statement von Strogatz lautet: „Einige Tabellen-Kalkulationen und Software-Systeme weigern sich schlicht und ergreifend, die Frage zu beantworten – sie schrecken vor der verstümmelten Natur zurück. Das ist auch mein Gefühl sowie das Gefühl der meisten Mathematiker, mit denen ich gesprochen habe. Falls man eine eindeutigere Antwort haben will, dann stelle man eine eindeutigere Frage.

Kenneth Change von der NY Times schrieb jüngst dazu den Beitrag „Essay: Why Mathematicians Hate That Viral Equation“.

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Vielleicht findet der eine oder andere diesen Beitrag instruktiv oder erheiternd. Die wirkliche Krux des Ganzen ist, dass der ursprüngliche Term „8÷2(2+2) absichtlich so schlecht formuliert worden ist, damit er unklar bleibt.

Aber was soll das Ganze jetzt? Nun, es erhebt sich eine sehr ernste Frage: Falls einfache mathematische Gleichungen mit verschiedenen Antworten interpretiert werden können oder verschiedene Lösungen ergeben, abhängig von der Reihenfolge der Operationen und unter der Vorgabe, dass selbst ernste mathematische Software verschiedenen Konventionen folgt – welches der sehr anspruchsvollen mathematischen Modelle, in denen die Variablen alle voneinander abhängig sind, muss iterativ gelöst werden?

Was die Klimawissenschaft betrifft – werden unterschiedliche zukünftige Klima-Szenarien simuliert, falls jemand die Reihenfolge der Berechnung ändert? Nicht in dem einfachen Sinn dieser viralen Twitty-Gleichung, sondern in einem erheblich ernsteren Zusammenhang: Sollte ein Klimamodell, ein General Circulation Model, erst nach Temperatur auflösen? Oder nach Luftdruck? Oder zunächst die einfallende Strahlung berücksichtigen? Das IPCC-Diagramm sieht so aus:

Ich versuchte, die Anzahl der Variablen zu zählen, die in diesem vereinfachten Diagramm auftauchen, und kam auf ein paar Dutzend – bevor ich erkannte, dass es zu vereinfacht war, um eine reale Anzahl zu liefern. Wo beginnt das Modell mit jeder Iteration? Spielt es eine Rolle, mit welcher Variablen es anfängt? Ergibt die Reihenfolge der Berechnungen vereinfachter Versionen der nicht-linearen Gleichungen einen Unterschied hinsichtlich der Ergebnisse?

Das muss es – würde ich denken.

Rechnen alle GCMs der westlichen Welt in der gleichen Reihenfolge? Was ist mit den zumeist unabhängigen russischen Modellen (INM-CM4 and 5)? Ergeben die russischen Modelle realistischere Ergebnisse, weil sie die mathematischen Operationen mit einer anderen Reihenfolge durchführen?

Ich weiß es nicht – aber es ist eine schreckliche Frage.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/08/07/howd-they-calculate-that/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung des Übersetzers: Mit der einfachen Gleichung oben werde ich mal „hausieren“ gehen, mal sehen, was so kommt. Aber mir kam ein ganz anderer Gedanke: Da die CO2-Geschichte ja rein politischer Propaganda-Natur ist, wird man sicher die Reihenfolge der Rechnungen so gewählt haben, dass das Gewünschte herauskommt. Wie ist das eigentlich bei den kurz- und mittelfristigen Wettervorhersagemodellen (GFS, EZMW, ICON usw.)?




Das drohende Wind-Desaster von Boris Johnson

Der entscheidende Anhaltspunkt kam in Gestalt weit verbreiteter Stromausfälle vor zwei Wochen (hier). Eine Million Menschen waren betroffen, Züge blieben stehen, Passagiere waren viele Stunden darin gefangen.

Die Propaganda-Maschinerie des Establishments nahm sofort Fahrt auf. Ein Sprecher des National Grid sprach von einem „sehr, sehr seltenen Ereignis“. Außerdem versicherte er uns in klassischer Ablenkungs-Manier, dass es sich „nicht um böse Absicht oder einen Cyberangriff handelte“.

Nun gut. Welche Gründe hatte dann aber dieser Blackout, der – wie Richard North zu Recht hier sagte – eine „nationale Schande“ war und „die Art von Ereignis, welche wir eher in einer zugrunde gerichteten Ökonomie erwarten wie in Venezuela?“

Nun, die offizielle Antwort lautet „wir wissen es nicht und warten auf die Ergebnisse einer Untersuchung“.

Inoffiziell jedoch ist die Ursache schreiend offensichtlich. Das Nationale Netz von UK – und damit die Stromversorgung des Landes – wurde höchst gefährlich beeinträchtigt durch die Jagd nach erneuerbarer Energie. Je mehr unzuverlässige Quellen an das Netz gebracht werden – vor allem von Windturbinen – desto instabiler wird das ganze System.

Die jüngsten Stromausfälle waren alles andere als ein Einzelereignis, sondern nichts als ein Vorgeschmack auf noch Schlimmeres, das noch kommen dürfte.

Ursache dafür ist, dass Blackouts keine Schwäche des Stromsystems sind, sondern eine Folge der Einspeisung erneuerbarer Energie. Sie sind ein Merkmal derselben.

Klügere Köpfe prognostizierten und warnten genau davor schon seit Jahren. Christopher Booker beispielsweise beschrieb schon vor zehn Jahren die erfolgreiche Jagd der Regierung nach Windenergie als „das Verrückteste jemals in unserem Leben“. Er schrieb:

Sagen wir es ganz deutlich: UK steht vor einer beispiellosen Krise. Nicht mehr lange, und wir werden 40 Prozent unserer Erzeugungs-Kapazität verlieren. Und solange wir nicht augenblicklich mit einer Alternative aufwarten können, WERDEN die Lichter ausgehen“.

Nun, am Freitag waren die Lichter ausgegangen. Und die große Frage lautet jetzt: Wird die Regierung versuchen, die Risse zu verkleistern oder wird sie die Krise als eine Gelegenheit begreifen?

Das vielleicht Beste an diesen Stromausfällen ist, dass sie zu keinem ungünstigeren Zeitpunkt für die Windindustrie hätten kommen können.

Nachdem sich die Regierung von Boris Johnson törichterweise der Politik von Theresa May bzgl. Null-Kohlenstoff-Emissionen bis zum Jahr 2050 verpflichtet hatte, haben Big Wind – und viele von deren Unterstützern in den Mainstream-Medien – sich auf eine Goldgrube neuer Verträge eingestellt.

Erst am Sonntag vor diesem Stromausfall wartete die Mail on Sunday (bizarrerweise, ist das Blatt doch normalerweise ziemlich skeptisch bzgl. Umweltthemen) mit einer massiven Lobeshymne in seinem Wirtschaftsteil auf ob der „Lobby-Offensive“ seitens der Windindustrie: Energiefirmen haben eine Lobby-Offensive losgetreten, welche zu einer Errichtung einer neuen Generation von Windturbinen in den ländlichen Gebieten von UK führen kann. Direktoren großer Energieunternehmen drängen die Regierung, die Restriktionen zu lockern, welche derzeit noch die Installation von Windparks blockieren. Ihre Forderungen können die Konstruktion einer Flotte gigantischer Windturbinen auslösen im Zuge des Kampfes des Landes zum Erreichen der ambitionierten Ziele, Emissionen zu kappen und die Energie für Elektrofahrzeuge zu erzeugen. Wäre der Stromausfall nicht gewesen, hätten sie damit sogar auch durchkommen können. Aber jetzt – wenn Energieministerin Andrea Leadsom alles richtig macht, könnte sie in der Lage sein, das schändliche Programm in die Tonne zu treten.

Der Schlüssel hier wird es sein sicherzustellen, dass die Untersuchung fair, transparent und kein Grüngewäsch ist – also etwas, das recht unwahrscheinlich daherkommt, ist doch die National Grid-Gesellschaft vollständig der grünen Agenda hörig.

Falls die Untersuchung halbwegs sorgfältig durchgeführt wird, kann ich mir kaum vorstellen, dass sie zu einem anderen Ergebnis kommt als dass die Erneuerbaren das Netz immer weniger stabil machen und dass der Gedanke, immer neue Windprojekte auf den Weg in dieses überfrachtete System zu bringen, ein absolutes Auf-Keinen-Fall sein sollte.

Das wird so ziemlich von Leadsoms Willenskraft abhängen – und auch von der Unterstützung seitens ihrer Mit-Pragmatiker innerhalb des Kabinetts, als da wären Priti Patel, Jacob Rees Mogg und Liz Truss.

Bis jetzt wurden sogar klimaskeptische Kabinettsmitglieder gezwungen, so zu tun, als ob sie hinter dem Erneuerbaren-Selbstmordprogramm stehen – als Unterstützung für die Grünlastigkeit der Regierung von Boris Johnson.

Erst am Tag vor dem Blackout war Leadsom selbst höchst eifrig am twittern irgendeines Unsinns aus dem Department for Business, Energy and Industrial Strategy (BEIS), wobei sie für Net Zero, COP26 und die Windindustrie warb.

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Der ganze Beitrag steht hier.

Link: https://wattsupwiththat.com/2019/08/14/delingpole-boris-johnsons-looming-wind-disaster/




Ein Selbstdarsteller verrät die Blaupause für die Große Transformation in eine CO2-freie Welt

Manchmal finden sich dann ganz zufällig Antworten auf solche offenen Fragen, in diesem Fall der Artikel „Die neue ‚große Erzählung‘ vom menschengemachten Klimawandel – jenseits von Postmoderne und Moderne“ von Heike Diefenbach auf Science Files, Zitat daraus:

Im Zuge solcher Dekonstruktionsprojekte wird z.B. die Menschheitsgeschichte in eine Geschichte der Unterdrückung von Frauen durch Männer pervertiert und die Sklaverei als Erfindung weißer Männer in relativ moderner Zeit ausgegeben. Solche Erzählungen, die durch Dekonstruktionsprojekte Postmoderner entstehen, werden selbst nicht zum Gegenstand entsprechender Dekonstruktionen – trotz aller angeblichen „Reflexivität“ Postmoderner und De-/Konstruktivisten, und so kommt es, dass im Zuge eines weiteren, m.E. besonders perversen, Widerspruchs die neukonstruierten Erzählungen zu „Wahrheiten“ werden, die gesellschaftspolitisches Handeln anleiten, z.B. durch Quotierungen zugunsten von Frauen oder ethnischen Minderheiten, die in der Erzählung als Wahrheit postuliertes vergangenes Unrecht irgendwie „heilen“ soll.

Solche „großen Erzählungen“ der Postmodernen waren geeignet – anders als die „großen Erzählungen“ der Moderne – die Gesellschaft zu fragmentieren, statt sie zu integrieren, und wenn man einen die gesamte Erde umspannenden, totalitären Superstaat herbeiführen wollte, wäre dies eine gute Strategie, um Widerstand zu verhindern oder einzuschränken, kämpfen die so fragmentierten gesellschaftlichen Gruppen doch eher gegeneinander als gegen diejenigen, die für die Fragmentierung verantwortlich sind. Derzeit findet aber ein Prozess statt, in dem eine weitere „große Erzählung“ formuliert und durchzusetzen versucht wird, nämlich die Erzählung vom menschengemachten Klimawandel. Es geht in dieser Erzählung um nichts Weniger als die Rettung der Erde als Lebensraum für Menschen in der Zukunft.“

Und gleich darüber findet sich zufällig der Artikel von Michael Klein „Klimaextremismus: In Potsdam wird Faschismus gesponsert“, wo es zunächst heißt, Zitat:

Das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam ist ein eingetragener Verein. Dessen ungeachtet hängt das IASS am Tropf des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg.“

Weiter wird dort über ein Interview berichtet, in dem ein Lance Bennett, Professor für Politikwissenschaft und Kommunikation an der University of Washington und derzeit Senior Fellow am IASS, erklärt, wie bessere Kommunikation den notwendigen Kurswechsel vorantreiben kann, um die verheerende Auswirkungen des Klimawandels abzuwenden. Die im Artikel von Klein problematisierte Aussage findet sich dort in einem Screenshot, wo es wiederum heißt, Zitat:

Das Buch heißt Communicating the Future. Es beschreibt, wie sich Ideen über einen aus vier Schritten bestehenden Prozess in der Gesellschaft ausbreiten können. Der erste Schritt ist das Hervorbringen von Ideen durch Thinktanks, Forschungsnetze und Interessenvertretungen – unterstützt durch strategischere Visionen seitens der Geldgeber. Dann kommt die wirkungsvolle Verpackung dieser Ideen – zum Beispiel eine andere Art der Einordnung von Umweltproblemen, indem man sich stärker auf Wirtschaftsideen konzentriert. Dadurch wird es möglich, positivere Geschichten über Arbeit, Lebensstil und die Zukunft zu erzählen. Diese Verschiebungen bei der Ideenfindung und Verpackung der Kommunikation führen dann zum dritten Schritt, in dem es um eine bessere Abstimmung der derzeit zersplitterten politischen Netzwerke geht, so dass unterschiedliche Organisationen ähnliche Ideen an ihre eigenen Interessengruppen weitergeben können. Im letzten Schritt wird diese stärkere Einheit der Ideen zur wirtschaftlichen Umgestaltung in öffentlichen Druck umgewandelt, der von politischen Entscheidungsträgern und Parteien aufzunehmen ist.“

Haben Sie’s bemerkt? – Nein? – Also:

Dieser superschlaue professorale Selbstdarsteller plaudert hier die theoretischen Grundlagen der globalen Klimahysterie aus. Denn seinen eigenartigen Vorschlag für gesellschaftspolitisches Engineering müssen wir lediglich zurückentwickeln und auf die vergangenen dreieinhalb Jahrzehnte Klimahysterie anwenden. Also noch einmal ganz zurück und dann in kleinen Schritten wieder vorwärts, die jeweiligen Zitate finden Sie auch im eben zitierten Fließtext:

(1) „Der erste Schritt ist das Hervorbringen von Ideen durch Thinktanks, Forschungsnetze und Interessenvertretungen – unterstützt durch strategischere Visionen seitens der Geldgeber.“

(1985-1995)      In meinem Buch „MEHR GEHT NICHT“ hatte ich auf einige Indikationen für eine langfristige konzertierte Klimakampagne in dieser Zeit hingewiesen:

Der Intergovernmental Panel on Climate Change         (IPCC, Zwischenstaatlicher Ausschuss für Klimaänderungen), im Deutschen oft als „Weltklimarat“ bezeichnet, wurde im November 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO) als zwischenstaatliche Institution ins Leben gerufen, um für politische Entscheidungsträger den Stand der wissenschaftlichen Forschung zum Klimawandel zusammenzufassen mit dem Ziel, Grundlagen für wissenschaftsbasierte Entscheidungen zu bieten, ohne dabei Handlungsempfehlungen zu geben. (Wikipedia)

Deutscher Bundestag 1989,      Zitat aus der Drucksache 11/4133 vom 08.03.89 mit Hervorhebungen: „Der Ozonabbau in der Stratosphäre und der Treibhauseffekt  werden zu einer immer größeren Herausforderung für die Menschheit. Die Bedrohung der Erdatmosphäre gefährdet das Leben auf der Erde, wenn der gegenwärtigen Entwicklung nicht frühzeitig und umfassend Einhalt geboten wird. Ursache für die Gefährdung sind durch menschliche Aktivitäten freigesetzte Spurengase.“

Club of Rome 1991:     In dem Buch „The First Global Revolution“ (1991) von Alexander King und Bertrand Schneider für den Club of Rome heißt es auf Seite 70, Zitat mit Hervorhebungen:          „The need for enemies seems to be a common historical factor. Some states have striven to overcome domestic failure and internal contradictions by blaming external enemies. The ploy of finding a scapegoat is as old as mankind itself – when things become too difficult at home, divert attention to adventure abroad. Bring the divided nation together to face an outside enemy, either a real one, or else one invented for the purpose.”

Und weiter heißt es dort auf Seite 75, Zitat mit Hervorhebungen:          „In searching for a common enemy against whom we can unite, we came up with the idea that pollution, the thread of global warming, water shortages famine and the like, would fit the bill. In their totality and their interactions these phenomena do constitute a common thread which must be confronted by everyone together. But in designating these dangers as the enemy, we fall into the trap, which we have already warned readers about, namely mistaking symptoms for causes. All these dangers are caused by human intervention in natural processes, and it is only through changed attitudes and behaviour that they can be overcome. The real enemy than is humanity itself.

Die Klimarahmenkonvention (UNFCCC) von 1992

Das Kyoto-Protokoll von 1997

(2) „Dann kommt die wirkungsvolle Verpackung dieser Ideen – zum Beispiel eine andere Art der Einordnung von Umweltproblemen, indem man sich stärker auf Wirtschaftsideen konzentriert. Dadurch wird es möglich, positivere Geschichten über Arbeit, Lebensstil und die Zukunft zu erzählen.“

(1995-2005)      Wissenschaft, Umweltschutz-NGOs und gemeinnützige Stiftungen/Organisationen werden von Klimajüngern unterwandert und auf die Bekämpfung einer „Klimakatastrophe“ ausgerichtet, beispielsweise ADAC,Greenpeace,Sierra Club, WWF, Brot für die Welt, Ärzte ohne Grenzen

(3) „Diese Verschiebungen bei der Ideenfindung und Verpackung der Kommunikation führen dann zum dritten Schritt, in dem es um eine bessere Abstimmung der derzeit zersplitterten politischen Netzwerke geht, so dass unterschiedliche Organisationen ähnliche Ideen an ihre eigenen Interessengruppen weitergeben können.

(2005-2015)      Wissenschaft, NGOs und gemeinnützige Stiftungen bilden Netzwerke, beispielsweise das Deutsche Klimakonsortium, Copernicus,Scientists for Future

(4) „Im letzten Schritt wird diese stärkere Einheit der Ideen zur wirtschaftlichen Umgestaltung in öffentlichen Druck umgewandelt, der von politischen Entscheidungsträgern und Parteien aufzunehmen ist.“

(2015-….?)        Die Fragmentierungvon Gesellschaft und Nationalstaaten ist bereits in vollem Gange. Und das EEG, Greta und die CO2-Steuer sind  bereits erfolgreiche Teilergebnisse  = das Klima-Netzwerk wird durch unser (Steuer-)Geld finanziert, die Klimaikone erhält die Goldene Kamera, den Prix Liberté in Erinnerung an den D-Day im Juni 1944, einen Ehrendoktorund vielleicht sogar noch den Nobelpreis– und wir alle bekommen jetzt eine schöne CO2-Atemsteuerals globale GEZ-Abgabe auf das eigene Leben verpasst…

Wir haben jetzt also einerseits die professorale Theorie, „wie sich Ideen über einen aus vier Schritten bestehenden Prozess in der Gesellschaft ausbreiten können“. Und wir wissen anderseits, wie sich die globale Klimahysterie im Verlauf der vergangenen Jahrzehnte in vier Schritten ausgebreitet hatte. Im direkten Vergleich stellt also die professorale 4-Schritte-Theorie in erschreckender Weise eine Blaupause für den historischen Ablauf der Klimahysterie dar.

Wenn man so will, beweist sich also die professorale Science-Fiction durch die tatsächlichen Abläufe in der jüngeren Vergangenheit. In einem historischen Rückblick auf die letzten drei Jahrzehnte sind die wirklichen Ursachen für alle unerwarteten und unlogischen politischen Entscheidungen und alle spontanen Astroturf-Massenhysterien bisher immer schön im Dunkeln geblieben. Und das alles hatte mit Hilfe von Wissenschaft und Massenmedien auch hervorragend funktioniert. Und dann kommt da so ein Professor für Politikwissenschaft und Kommunikation und plaudert mit seiner 4-Schritte-Theorie den ganzen Fahrplan für die globale Dekarbonisierung aus – wirklich dumm gelaufen, wobei man sich andererseits wundern muss, dass ein solches Leaking nicht schon viel früher erfolgt ist…

Also haut weiter in die Kerbe, meine Damen und Herren Klimarealisten, denn es ist nie zu spät – und es ist immer von Vorteil, wenn man die Pläne seiner Gegner kennt!

 

Anmerkung: Kein Wunder also, dass die meisten Kritiker der Klimareligion in den 1980-er Jahren ihre Ausbildung bereits abgeschlossen hatten und deshalb heute als „alte weiße Männer“ (und Frauen) öffentlich diskeditiert werden; umso höher ist übrigens jüngeren Semestern eine Kritik an der globalen Klimareligion anzurechnen. Aber auch die Klimarealisten sollten sich nicht über jeden Klimaaberglauben erhaben fühlen, denn auch sie verteidigen mehrheitlich einen „natürlichen atmosphärischen Treibhauseffekt“ mit Klauen und Zähnen – obwohl seine Herleitung mit dem Stefan-Boltzmann-Gesetz nachweislichdie zwingende physikalische Randbedingung der Gleichzeitigkeit verletzt…