Das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) schließt einen Zusammenhang zwischen den aktuellen Schneemassen in den Alpen und dem Klimawandel nicht aus!

Neue Schreckensnachrichten aus Potsdam vom PIK.

Das Schneechaos in den Alpen soll eine Folge des Klimawandels sein. Das behauptet jedenfalls das PIK gegenüber der Presse. Durch den Klimawandel erwärmen sich die Ozeane, somit gelangt mehr Feuchtigkeit in die Atmosphäre und die fällt dann als Schnee und das zu Massen in den Alpen. So die Theorie.

Für einen Potsdamer Klimaforscher vom PIK ist das jetzige Schneechaos in den Alpen eine mögliche Folge des Klimawandels.

„Die Atmosphäre ist wärmer geworden, deshalb gibt es mehr Feuchtigkeit“, sagte der Klimaforscher Peter Hoffmann der Deutschen Presse-Agentur in Potsdam.

„Wir haben gerade eine massive Nord-Anströmung, die über die Nordsee geht, die noch relativ milde Temperaturen für die Jahreszeit hat – da ist das Potenzial für Feuchtigkeit da“, sagte Hoffmann. „Diese Windströmung läuft genau gegen die Mittelgebirge und gegen die Alpen.“

„Man hat quasi Stauniederschläge an der Vorderseite der Gebirge“, sagte Hoffmann. „Im Sommer führen diese Niederschläge zu Hochwasser, im Winter zu intensiven Schneefällen.

„Wir hatten 2018 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und wir hatten neun Monate von April an, die überdurchschnittlich warm waren. Das hat die Ozeane stärker als normal erwärmen lassen“, sagte Hoffmann. „Wenn sich die Strömung klimabedingt verändert und es häufiger zu Nord-Süd-Wetterlagen kommt, verstärkt das den Gebirgseffekt.“

Wir erinnern uns?

Der letzte Sommer war einer der wärmsten und trockensten der Klimageschichte in Deutschland. Trotz der Wärme hat die Atmosphäre nicht mehr Feuchtigkeit aufgenommen. Es war knochentrocken in Deutschland und es hat so gut wie nicht geregnet. Sonnig, warm und trocken war es in Deutschland, die Globaltemperatur ist hingegen von 1°C Anomalie in 2016 auf 0,8°C Anomalie in 2018 laut NASA gefallen. Global war es also nicht besonders warm. Schon gar nicht über den Nordatlantik, wie die folgenden Abbildungen zeigen.

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Sowohl im Sommer, als auch im Herbst war es im Nordatlantik besonders kalt. Der Nordatlantik ist unsere Wetterküche. Besonders in Herbst und Winter ziehen infolge der Nordatlantischen Oszillation zwischen Islandtief und Azorenhoch Tiefdruckgebiete zu uns und bringen Wind und Niederschläge mit sich. Wie gerade das Tief Benjamin, dass eine Sturmflut an der Ostsee mit sich brachte.

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Das Wettergeschehen

Zum Start in die Woche brachte sich Sturmtief „Benjamin“ über den Nordatlantik zwischen Island und Schottland in Stellung. Bis Mittwoch zog das Sturmtief über die Ostsee hinweg weiter nach Polen. In seinem Einflussbereich war es windig bis stürmisch. Zudem wurde seit Dienstagabend an seiner Rückseite ein Schwall kalter Meeresluft nach Deutschland gelenkt. In ihr kam es bis ins Tiefland zu Schneeschauern.

Bis Mitte letzter Woche lag Deutschland zwischen Hoch „Angela“ und Tief „Benjamin“ in einer nördlichen Strömung. Über weiten Teilen Deutschlands lag feuchtkalte Luft, die gegen die Berge gedrückt wurde. Das Ergebnis waren vor allem in den Alpen und im Erzgebirge anhaltende und zeitweise kräftige Schneefälle mit ergiebigen Neuschneemengen.

In den östlichen Mittelgebirgen und an den Alpen wird noch feuchtkalte Luft gegen die Berge gedrückt und dort setzten sich die Schneefälle bis Donnerstagabend fort. Bis zum Abend rückt die Warmfront von Nordmeertief „Donald“ an die Nordsee. Es wird am Freitag den nächsten Schneeschub in die Alpen bringen. Mehr dazu bei www.wetter.de.

Das Fazit

Mit der globalen Erwärmung hat das alles folglich nicht viel zu tun. Zumal der Klimafolgenforscher Stefan Rahmstorf vom PIK immer wieder auf einen sich abschwächenden „Golfstrom“ und eine Abkühlung über den Nordatlantik vor Grönland hinweist. Der Nordatlantik, also unsere Wetterküche, hat sich in den letzten Jahrzehnten nicht erwärmt, sondern eher abgekühlt und kühlt sich in den Klimaprojektionen von Stefan Rahmstorf auch weiter ab.

Kalte Luft kann weniger Feuchtigkeit aufnehmen. Es sollten also bei uns weniger Niederschläge fallen, welche die Tiefs über den kalten Nordatlantik im Herbst und Winter mit sich bringen. Das PIK hat also wieder mal eine Kehrtwende um 180° gemacht. Einmal wird erzählt, der Nordatlantik hat sich abgekühlt und wird sich weiter abkühlen und das hängt mit einen sich abschwächenden „Golfstrom“ zusammen. Natürlich infolge des Klimawandels. Nun wird erzählt, die Ozeane werden wärmer, auch in unserer Wetterküche, die warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und bringt mehr Niederschläge und auch Schnee mit sich. Natürlich auch als Folge des Klimawandels. Gemäß dem Motto: Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt.

Der Beitrag erschien zuerst bei ScienceSceptical hier