Meinung Michael Limburg: „Klimaschutz ist eine absurde Idee“

Schon seit Längerem hat man sich nicht mehr intensiv mit dem Thema Klima bzw. Klimawandel beschäftigt. Nachdem Trump das Pariser Abkommen abgelehnt hat, ist das Thema wieder in aller Munde und bietet daher auch die Chance, kritisch beleuchtet zu werden.


Video des Interviews, dass Frau Jasmin Kosubeck  von Russia Today Deutsch (RT Deutsch) am 8.6.17 mit Michael Limburg führte. Der Name der Sendereihe „Der fehlende Part“ trifft einmal mehr ins Schwarze.
Mit Dank übernommen von Odyssee, da RT Deutsch inzwischen verboten ist. Update vom 14.8.2024




Industrie der Solar­energie geht den Bach hinunter

In dem Bemühen, den Klimawandel zu bekämpfen, haben Regierungen in aller Welt, darunter auch die Regierungen einiger US-Staaten, den Gebrauch von Solarenergie subventioniert und in einigen Fällen auch vorgeschrieben. Klagen von Wählern haben gleichlaufend mit den Energierechnungen der Verbraucher zugenommen, als die sündhaft teure und gleichzeitig sehr unzuverlässige Solarenergie in das Netz eingespeist wurde. Politiker haben inzwischen damit begonnen, ihre Unterstützung zurückzufahren.

In den USA beispielsweise hat Iowa es abgelehnt, die Steuernachlässe in Höhe von 1,5 Cent pro Kwh zu verlängern, und Indiana stoppte sein metering program, unter welchen Hausbesitzern, die Solarpaneele auf ihren Dächern installiert haben, Preise je nach eingespeister Energiemenge anstatt Großmarktpreise gezahlt wurden.

Der größte Einschnitt in Unterstützung für die Solarindustrie kam jedoch aus China, wo man die heimischen Ziele bzgl. Solarenergie stark zurückgefahren hatte und von wo der Exportmarkt mit relativ billigen Solarpaneelen überschwemmt wurde.

Der starke Preisrückgang hat die Führer der Industrie ins Taumeln gebracht. SolarWorld, einst der größte Solartechnik-Anbieter in Europa, hat am 10. Mai Insolvenz angemeldet, ebenso wie zuvor schon dessen Konkurrenten Q-Cells, Solon und Conergy. Dies war nicht der erste Flirt von SolarWorld mit dem Bankrott, wurde das Unternehmen doch im Jahre 2013 gezwungen, sich zu restrukturieren, als sich die Regierung von Qatar aus dem Unternehmen zurückgezogen hatte, an dem sie zuvor Anteile von 29% besaß. In den USA ging der in Georgia ansässige Hersteller von Solarpaneelen Suniva bankrott. Dieser hatte behauptet, der „führende amerikanische Hersteller hoch effektiver und kostengünstiger Photovoltaik-Zellen und -Modulen zu sein“, fuhr jedoch während der letzten Jahre Millionen Dollar an Verlusten ein. Es folgten noch die Konkurrenten Verengo Solar und Sungevity in den Bankrott.

Interessanterweise werden die Hauptanteile von Suniva von einem chinesischen Unternehmen gehalten, nämlich Shunfeng International Clean Energy. Dennoch ist dieses Unternehmen einen trade case mit der International Trade Commission eingegangen und hat gefordert, die Tarife auf Solarpaneele anzuheben und Minimalpreise festzusetzen für aus China importierte Solarmodule.

Die US-Marktführer bzgl. des Verkaufs und der Installation von Solarpaneelen auf Dächern, SunPower und SolarCity, waren nicht immun gegen diesen Abwärtssog der Industrie. Anfang Mai berichtete SunPower von dem sechsten aufeinander folgenden Quartalsverlust und von der Entlassung von 25 Prozent seiner Arbeiter. Das von Tesla gestützte Unternehmen SolarCity mit einem Solarinstallations-Marktanteil von 41 Prozent berichtete von einem Rückgang der Installationen um 39 Prozent Jahr für Jahr im ersten Viertel.

Könnten Energie- und Geschäfts-Realitäten endlich Klimaängste „trumpen“?

Quellen: Watts Up With That; Daily Signal; and Reuters

H. Sterling Burnett, Ph.D. is a Heartland research fellow on environmental policy and the managing editor of Environment & Climate News.

Link: https://www.heartland.org/news-opinion/news/direct-action-better-response-to-climate-related-problems-than-carbon-restrictions#Solar%20Energy

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Das Europäische Parla­ment: Durch Folgen des Klima­wandels Vertrie­benen soll ein spezieller, inter­nationaler Schutz­status gewährt werden

Im dem EU-Parlament eigenen Sprachduktus liest sich das wie folgt:

Entschließung des Europäischen Parlaments vom 5. April 2017 zur Bewältigung von Flüchtlings- und Migrantenströmen: Die Rolle des auswärtigen Handelns der EU (2015/2342(INI))

Das Europäische Parlament,

… in der Erwägung, dass dem Hohen Flüchtlingskommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) zufolge im Jahr 2015 65,3 Millionen Menschen – darunter 40,8 Millionen Binnenvertriebene und 21,3 Millionen Flüchtlinge – aufgrund von Konflikten, Gewalt, Verstößen gegen die Menschenrechte, Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht und Destabilisierung Vertriebene waren; in der Erwägung, dass darüber hinaus Menschen durch Naturkatastrophen, Ungleichheiten, Armut, schlechte sozioökonomischen Aussichten, den Klimawandel, mangelnde ernsthafte, wirksame und langfristig ausgerichtete entwicklungspolitische Maßnahmen sowie den mangelnden politischen Willen, die strukturellen Probleme, die diesen Migrationsströmen zugrunde liegen, nachhaltig zu bekämpfen, zur Flucht gezwungen wurden; in der Erwägung, dass laut Zahlen des UNHCR mindestens 10 Millionen Menschen staatenlos sind …

Ein umfassendes und von festen Grundsätzen geleitetes Vorgehen der EU zur Bewältigung der Herausforderungen der Mobilität
… betont, dass im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit der EU weiterhin die Ursachen von Vertreibung und Migration –d. h. bewaffnete Konflikte, auf jedwedem Grund basierende Verfolgung, geschlechtsspezifische Gewalt, schlechte Regierungsführung, Armut, mangelnde wirtschaftliche Chancen und der Klimawandel – angegangen und wirksam bekämpft werden sollten, indem – im Einklang mit dem Ziel Nr. 16 für nachhaltige Entwicklung der neuen Agenda 2030 sowie mit den in der Charta der Vereinten Nationen niedergelegten Grundsätzen und den Grundsätzen des Völkerrechts – die staatliche Fragilität bekämpft wird, Frieden und Sicherheit, die Lösung von Konflikten und Aussöhnungsprozesse nach Konflikten sowie Gerechtigkeit und Fairness gefördert und die Institutionen, die Verwaltungskapazitäten, die Demokratie, die verantwortungsvolle Regierungsführung, die Rechtsstaatlichkeit und die Achtung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten gestärkt werden ...

Verbesserte Steuerung der internationalen Migration: eine globale Verantwortung
… fordert die EU und die Mitgliedstaaten auf, ihre Verantwortung im Hinblick auf die Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Klimawandel ernst zu nehmen, das Klimaschutzabkommen von Paris zügig umzusetzen und eine führende Rolle dahingehend einzunehmen, dass die Folgen des Klimawandels auf Massenvertreibungen anerkannt werden, da Umfang und Häufigkeit von Vertreibungen voraussichtlich zunehmen werden; fordert die EU insbesondere auf, den vom Klimawandel betroffenen Ländern ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen, um ihnen dabei zu helfen, sich an die Folgen anzupassen und diese zu mildern; betont, dass dies nicht auf Kosten der herkömmlichen Entwicklungszusammenarbeit, die auf die Verringerung der Armut abzielt, geschehen darf; ist der Ansicht, dass Personen, die durch die Folgen des Klimawandels vertrieben werden, ein spezieller internationaler Schutzstatus gewährt werden sollte, mit dem deren besonderer Lage Rechnung getragen wird …
… betont, dass das auswärtige Handeln der EU friedensorientiert, proaktiv und nicht in erster Linie reaktiv, sondern vorausschauend sein sollte und dass damit Ziele verfolgt werden sollten, die bei Auftreten neuer Krisen abgeändert werden; unterstützt eine engere Zusammenarbeit zwischen der EU und Drittländern in den Bereichen Sicherheit, Bildung und Informationsaustausch, um die Steuerung der Migration zu verbessern und neue Krisen zu verhindern; verweist darauf, dass das Phänomen der Migration auf ein komplexes Geflecht von Ursachen, wie etwa auf die wachsende Bevölkerung, Armut, einen Mangel an Möglichkeiten und die unzureichende Schaffung von Arbeitsplätzen, politische Instabilität, Verstöße gegen die Menschenrechte, politische Unterdrückung, Verfolgung, militärische Konflikte und andere Arten von Gewalt sowie den
Klimawandel, zurückzuführen ist; verweist darauf, dass durch die Bekämpfung dieser Probleme die Hauptursachen von Vertreibung und Migration abgeschwächt werden können; betont, dass es unabdingbar ist, die Politikkohärenz auf zwei Ebenen zu stärken, und zwar zwischen der Innen- und der Außenpolitik der EU, und – im Rahmen des auswärtigen Handelns selbst – zwischen der Erweiterungspolitik, der europäischen Nachbarschaftspolitik und den bilateralen Beziehungen zu strategischen Partnern der EU sowie zwischen der Entwicklungs- und der Handelspolitik; vertritt die Auffassung, dass die Handelspolitik mit Entwicklungsländern von gegenseitigem Nutzen geprägt sein sollte und dass die wirtschaftlichen Ungleichheiten zwischen diesen Ländern und der EU in angemessener Weise berücksichtigt werden sollten; unterstreicht die Bedeutung, die der Gruppe von Kommissionsmitgliedern für Maßnahmen im Außenbereich bei der Koordinierung der Maßnahmen der EU im Bereich Migration auf höchster politischer Ebene und als Anstoßgeberin für eine ehrgeizige gemeinsame Migrationspolitik der EU zukommt …

Angemessene Handlungsinstrumente
... betont, dass zur Bewältigung neuer und langwieriger Katastrophen und Anfälligkeiten langfristige und vorhersehbare Investitionen sowie die Einhaltung der neuen Agenda für nachhaltige Entwicklung erforderlich sind, insbesondere indem gefördert wird, dass die Akteure in den Bereichen humanitäre Hilfe, Entwicklung, Friedenskonsolidierung und Klimawandel gemeinsame Risikobewertungen, Planung und Finanzierungen vornehmen …

Bekommt jeder Arme von irgendwoher auf der Welt dann bei uns automatisch einen Schutzstatus?

Im deutschen Anerkennungsverfahren wird von den Anerkennungsprüfern nicht erkannt, wenn jemand die Sprache seines „Heimatlandes“ nicht sprechen kann. Dieses Problem und das Problem, auch noch Armutsflüchtlinge erkennen zu müssen, dürfte sich damit erledigen. Denn es reicht dann, das Wort „Klimawandel“ in irgend einer Sprache zu kennen. Nachdem der Klimawandel nach offizieller Meinung die ganze Welt erfasst hat, bekommt jeder Arme von irgendwo auf der Welt so automatisch einen Schutzstatus.

Wenn nicht einmal Obama – als er Präsident war – mit seinem riesigen Beraterstab herausbekommen konnte, dass die Hurricanaktivitäten in seinem Heimatland abnehmen (wie es zum Beispiel leicht googelbar auf WUWT mit mehreren Grafiken dargestellt ist) und das falsche Gegenteil behauptete, wie es nun der Chef von NASA GISS, Gavin Schmidt in einem Fernsehinterview zugab [1], wie soll dann ein kleiner Amts-Sachbearbeiter künftig klären können, ob irgendwo auf der Welt der Klimawandel ausreichender Fluchtgrund war oder nicht. Zudem würden solche mit jeder Ablehnung, angefangen von der Kanzlerin über die Bundes-Umweltministerin bis zu denen in den vielen Bundesländern, eine ganze Kette honoriger und über viele Beraterstäbe verfügender Fachperson*innen, die alle felsenfest vom allgegenwärtigen und globalen Klimawandel überzeugt sind, vor den Kopf stoßen müssen.
Wahrscheinlich wird man dann Fachfirmen wie WWF, Greenpeace und kirchliche Hilfs-Organisationen beauftragen, Klimavulnerabilitäts-Fluchtanerkenntnis-Zertifikate auszustellen – oder es werden (von diesen geschulten) neue Behörden errichtet. Auf jeden Fall schaffen wir auch das.

Quellen

[1] WUWT: NASA Head Ducks Debate, Concedes No Rise In Hurricanes…Says We’ll Have To Wait For It!




Rundbrief der GWPF: Neue Kohle-Revo­lution könnte alles ändern: Der Kohle-Boom der neuen Gene­ration

Neue Kohle-Revolution könnte alles ändern:

Eine neue, in Japan entwickelte Technologie könnte das globale Energie-Pendel zurück zur Kohle schwingen lassen, indem der alte fossile Treibstoff in eine viel sauberere Energiequelle umgewandelt werden kann. Angesichts der Erwartungen, dass Indien und andere sich entwickelnde Ökonomien ihren Verbrauch des immer noch üppig vorhandenen schwarzen Gesteins steigern werden, könnte die neue Technologie ihnen helfen, ihre CO2-Emissionen unter Kontrolle zu halten [Schade! Anm. d. Übers.] Das Kraftwerk ist „um 30% effektiver bei der Energieerzeugung als die bislang fortschrittlichsten Kohlekraftwerke in Japan und reduziert die CO2-Erzeugung um 30%“. Dies sagte Kenji Aiso, Präsident von Osaki CoolGen. Im Vergleich mit typischen Kohlekraftwerken weltweit verringert das Demonstrations-Kraftwerk den CO2-Ausstoß pro Einheit Energieausbeute um etwa 40%. – Ken Sakakibara, Nikkei Asian Review, 6. Juni 2017

Der Kohle-Boom der neuen Generation

Die Anzahl von Kohle-Projekten der neuen Generation könnte zunehmen, falls Präsident Trump sein Versprechen einhält, Restriktionen von US-Agenturen zu nehmen, welche neue Kohlekraftwerke in anderen Teilen der Welt fördern. Trump hat Gas und saubere Kohle zu Eckpfeilern seiner Energiepolitik erklärt sowie außerdem, die Abhängigkeit der USA von der Versorgung aus dem Nahen Osten zu brechen. Die hoch effizienten Kohlekraftwerke der neuen Generation stoßen nur halb so viel CO2 aus wie die bestehenden Kraftwerke, was sie mit Gaskraftwerken vergleichbar macht. Der Minerals Council of Australia sagt, dass allein in Ostasien bereits über 725 hoch effiziente Kraftwerke mit geringen Emissionen in Betrieb sind. Weitere 1100 Kraftwerke sind im Bau oder geplant. – Graham Lloyd, The Australian, 25 January 2017 [Dieser Link führt nur zur Subskriptions-Seite des Australian, darum ist er gelöscht!]

Vergesst Paris: Indien halbiert Steuer auf Kohle und verdoppelt die Steuer für Solarpaneele:

Es wird erwartet, dass der staatliche Konzern Coal India Ltd., auf dessen Gelände Millionen Tonnen nicht verkaufter Kohle lagern, am meisten von einer kontroversen Entscheidung der Regierung profitieren wird, der zufolge die lokale Umsatzsteuer für den Treibstoff mehr als halbiert werden soll, nachdem die lokalen Vorräte sprunghaft gestiegen waren. Das Land mit den dritthöchsten Treibhausgas-Emissionen [?] sagte kürzlich, dass die Abgaben auf heimische Kohle ab dem 1. Juli sinken wird, während gleichzeitig auf Solarzellen und Modulen eine neue Steuer in Höhe von 18% erhoben wird. Dies ist Teil einer breiter gefassten Steuerreform. Reuters, 25. Mai 2017

Energie-Supermacht USA: Kohlevorräte für über 500 weitere Jahre

Die Menge der in den USA vorhandenen Kohle ist schwierig abzuschätzen, weil diese im Untergrund liegt. Die EIA hat eine Best estimate der Gesamtmenge von Kohle vorgenommen (einschließlich noch nicht entdeckter Vorkommen) in den USA. Die Gesamt-Ressourcen werden geschätzt mit etwa 3,9 Billionen short tons [Was ist das? Anm. d. Übers.]. Die geschätzten abbaubaren Reserven enthalten nur die Kohle, welche mit der heutigen Bergbau-Technologie abgebaut werden kann nach Berücksichtigung von Behinderungen bzgl. des Zugangs und von Abbau-Faktoren. Die EIA schätzt, dass die USA im Jahre 2015 auf 0,9Billionen short tons Kohle gesessen hat. Dies bedeutet, dass die geschätzten abbaubaren Kohlereserven noch etwa 283 Jahre reichen würden.

U.S. Energy Information Administration
Energie-Supermacht USA: Der Spitzen-Erzeuger von Kohlenwasserstoffen in Gestalt von Petroleum und Erdgas weltweit

Die USA standen auch im Jahre 2016 an der Spitze der Erzeugung von Kohlenwasserstoffen in Gestalt von Petroleum und Erdgas, und zwar im fünften Jahr nacheinander. Und das, obwohl die Produktion sowohl von Petroleum als auch von Erdgas relativ zum Niveau des Jahres 2015 abgenommen hat. Die USA standen seit dem Jahr 2009 in der Spitzengruppe der Erdgas-Erzeuger, in welchem Jahr die Erdgas-Erzeugung in den USA diejenige von Russland überholt hat. Seit 2013 sind die USA der alleinige Spitzenreiter bei der Erzeugung von Petroleum-Kohlenwasserstoffen als auch Saudi-Arabien überflügelt worden war. – U.S. Energy Information Administration, 7. Juni 2017

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Hinter den Kulissen der Entscheidung zum Pariser Klimaabkommen

Noch intensiver war die Debatte im Weißen Haus selbst. Die wichtigsten Mitarbeiter waren auf beiden Seiten des Problems zu finden und machten Trumps Entscheidung zu einem längeren Prozess als viele erwarteten.

Während die Entscheidung letztlich durch Trump machbar war, gab es viele Menschen hinter den Kulissen und in der Öffentlichkeit, die sicherstellten, dass der Präsident seine Wahlversprechen einhielt.

Konservative Gruppen, offizielle Beamte im Weißen Haus und republikanische Abgeordnete, arbeiteten hinter den Kulissen und in den Medien als Teil der „Widerstandsbewegung“ zum Pariser Abkommen, dem die Obama-Regierung im Jahr 2016 beigetreten war.

Sie drängten Trump in Richtung des Rückzugs von Paris und erinnerten ihn immer wieder an die Risiken, falls er seine Wahlversprechen gegenüber seinen Anhänger nicht erfüllen würde.

Ende Mai verstärkte ein Brief von Senat Majority Leader [~Fraktionsführer] Mitch McConnell und 21 anderen hochrangigen Republikanischen Abgeordneten „Trumps Instinkte“, sich aus der Pariser Vereinbarung zurückzuziehen, berichtete Axios, aber auch Schlüsselpersonen und einflussreiche konservative Größen spielten eine Rolle.

Nach der offiziellen Ankündigung des Rückzugs aus der Pariser Vereinbarung durch Trump, stieg der Leiter der Umweltbehörde EPA, Scott Pruitt auf das Podium im Rosengarten, um dort zu sprechen. Viele Medien deuteten dies als seinen Sieg.

Politico berichtete, das Pruitt seinen neuen Posten als EPA-Administrator nutzte, „um eine aggressive Kampagne zu organisieren, um mit der konservativen Opposition gegen die Pariser Vereinbarung zu marschieren.“ Diese Kampagne wurde unterstützt durch EPA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die konservative Gruppen dazu aufforderten, ihre Bedenken über das Pariser Klimaabkommen zu  veröffentlichen.

Pruitt war das einzige Mitglied der Trump-Administration, der das Abkommen öffentlich scharf kritisierte. In TV-Auftritten im April und Mai, nannte er Paris ein „schlechtes Geschäft“, das Amerika auf „den letzten Platz“ setzt.

„Paris ist etwas, was wir genau betrachten müssen. Es ist etwas, das wir meiner Meinung nach beenden müssen“, sagte Pruitt zu Fox News im April.

Pruitts öffentliche Kritik am Pariser Abkommen bekam Unterstützung von konservativen Gruppen und republikanischen Beamten, die ein internationales Abkommen, welches niemals die Zustimmung des Senats erhielt, ablehnten.

Aber es war nicht der Sieg von Pruitt allein.

Trump’s Energiepolitik-Berater Mike Cantanzaro arbeitete ebenfalls laut einer sicheren Quelle daran, den Präsidenten zu überzeugen, sich aus Paris zurückzuziehen. Aber Chefsyndicus Donald McGahn war für den Rückzug aus dem Pariser Abkommen „wahrscheinlich die wichtigste Stimme“ im Weißen Haus.

„Wir hatten Schwierigkeiten, die Angelegenheit auf das Argument zu bringen, dass die Vereinbarung ein rechtliches Risiko darstellt“, so die o.g. Quelle. „Bis er der Diskussion beigetreten ist.“

Während zweier Treffen hinter geschlossenen Türen Ende April und Anfang Mai, brachte McGahn seine Bedenken gegenüber Trump vor, das es rechtliche Risiken gibt, wenn die USA beim Pariser Klimaabkommen bleiben würde, berichtete Politico. McGahn warnte, dass die USA nicht in der Lage sein werden, das Versprechen über senkende Emissionen anzupassen und dass Umweltschützer die Pariser Vereinbarung nutzen könnten, um die Deregulierungsagenda von Trump zu untergraben.

McGahns Einwurf „schockiert“ die Anwälte des Außenministeriums, die sich nach Politico weitgehend für den Verbleib in der Pariser Vereinbarung vorbereitet hatten. Außenminister Rex Tillerson hatte sich während der Anhörung zu seiner Amtseinsetzung im Januar öffentlich zugunsten der Pariser Vereinbarung geäußert.

Antwort der Leser des Daily Callers

Cantanzaro, McGahn und White House Chef-Stratege Steve Bannon führte die Oppositionsfraktion in der Regierung gegen die Pariser Vereinbarung an. Sie kamen sich mit den Pro-Paris Beratern Ivanka Trump, Jared Kushner und Gary Cohn über Kreuz. Auch Außenminister Rex Tillerson und Energieminister Rick Perry sprachen sich für den Verbleib in der Pariser Vereinbarung aus.

Anfang Mai schickten die Vorstände von 44 unabhängigen Unternehmen einen Brief an Trump und drängten ihn, sich aus dem Vertrag zurückzuziehen. Die Koalition wurde vom Competitive Enterprise Institute (CEI) geleitet.

CEI war „die Antriebsquelle“ und „ermöglichte es der Angelegenheit, im Weißen Haus monatelang auf den vorderen Plätzen von anstehenden Entscheidungen zu bleiben.

Im Mai startete CEI eine Online-Petition und eine Werbekampagne, um Trump an seine Wahlkampfversprechen zu erinnern, sich aus dem Pariser Abkommen zurückzuziehen. Die AEA (American Energy Alliance) brachte eine weitere Petition in Umlauf, in der Trump aufgefordert wurde, sich aus dem Vertrag zurückzuziehen.

Die leitenden Berater der CEI [senior fellows] Chris Horner und Marlo Lewis veröffentlichten einen Bericht über die rechtlichen Risiken des Verbleibes in der Vereinbarung. CEIs Myron Ebell, der Trump’s EPA-Übergangsteam leitete, war auch öffentlich gegen das Pariser Abkommen.

Die gut unterrichtete Quelle erzählte Axios, dass die CEI auch zur Formulierung „des Briefes der Republikanischen Senatoren“ beigetragen hat, die den Informationen zufolge Trump den letzten Stups gab, den er brauchte, um den Rückzug aus Paris bekannt zu geben. Der Brief erinnerte Trump daran, weshalb er sich in erster Linie gegen Paris ausgesprochen hat – es schade Amerika nur.

Etwa eine Woche bevor Trump seine Entscheidung traf, führte McConnell eine Gruppe von 22 republikanischen Senatoren an, die alle Trump darauf drängten, sich aus dem Pariser Abkommen zurückzuziehen. McConnells Brief an Trump „verstärkte angeblich“ die bereits bestehende Neigung des Präsidenten, Paris zu verlassen.

„Ich denke, es ist der Verdienst vieler Leute. Es war ein harter Kampf und beide Seiten haben alles getan, was getan werden konnte“, so eine Stimme aus der konservativen Bewegung.

 

Update: In einer ersten Version dieses Berichts, wurde ein White House-Mitarbeiter namentlich genannt. Das wurde korrigiert.

Erschienen auf The Daily Caller am 02.06.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2017/06/02/inside-the-resistance-to-the-paris-climate-accord-and-how-they-held-trump-to-his-promise/