Talsperren und deren tödliche Elektro­energie

Diese Talsperren-Probleminformation besteht aus einem kurzen Video:
ZDF TV-Tipp: [1] Wie sicher sind Talsperren?: planet.e über die unterschätze Gefahr von Staudämmen
sowie einer Langfassung:
ZDF planet e: [2] Talsperren – die unterschätzte Gefahr
zu welcher auf der ZDF-Homepage auch etwas textliche Information hinterlegt ist.

Der Klimawandel lässt Talsperren bersten …

Bild 1 [1] Ennepetal-Talsperre in Nordrhein-Westfahlen. (Screenshot) aus dem kurzen Video

… noch nicht, aber es könnte so kommen. Denn schon Hagel und Starkregen beschädigen die sensiblen Wände solcher Bauten – zumindest wenn es sich um uralte Stauwehre in Deutschland handelt – wie es das ZDF im Video [1] berichtet.

Wetterextreme, wie Hagelschlag und Starkregen aber nagen am Naturstein und Mörtel

Im Video [1] Wie sicher sind Talsperren? erklärt eine Sprecherin, untermalt mit unheilvoll klingender Klaviermusik, zuerst das Problem einer deutschen Talsperre und deren unausweichlichen Folgen:
[1]… die Ennepetal-Talsperre in Nordrhein-Westfahlen. Mehr als hundert Jahre ist sie in Betrieb, fünfzig weitere Jahre soll sie als Trinkwasserreservoir dienen … Wetterextreme wie Hagelschlag und Starkregen aber nagen am Naturstein und Mörtel ….
… Ingenieure beobachten den Prozess seit geraumer Zeit …. eine Abweichung vom Normalwert hätte fatale Folgen … die Staumauer würde brechen und das Wasser würde das Tal herunterfließen und würde dort natürlich Menschenleben und Sachschäden anrichten ..

Anstatt vielleicht darauf hinzuweisen, dass Deutschland wegen der enormen Kosten zur Rettung der weiten Welt anscheinend kein Geld mehr zur Sanierung seiner zerfallenden, eigenen Infrastruktur hat, wird suggeriert, der Klimawandel nage nun auch schon an den deutschen Mauern. Dass diese Story (es wäre der Klimawandel) aber nicht so ganz glaubhaft ist und Starkregen und Hagelschlag vielleicht schon vor dem Klimawandel vorkamen, fällt wohl selbst der Sprecherin auf. Deshalb geht es in die Alpen, wo die Gefahren ganz groß lauern.

Die Alpen zerfallen, weil der Frost sie nicht mehr zusammenhält

[1]… die Standfestigkeit der monumentalen Werke ist in Zeiten des Klimawandels gefährdet … in Österreich und der Schweiz führt die Erderwärmung zur massiven Gletscherschmelze. Dadurch fließen Millionen von Kubikmeter Wasser zusätzlich in die Staubecken. Risse im Beton entstehen. Zudem taut der Permafrostboden im Gebirge. So stürzen ganze Berghänge ab und können die Staumauer beschädigen….. Gletscherforscher mahnen daher …

Ein unbedarfter Zuhörer war vielleicht bis hierher der Ansicht, eine Staumauer wäre so konzipiert, dass sie das Wasser auch wenn sie voll ist, stauen könnte, ohne gleich Risse zu bekommen, was aber wohl ein großer Irrtum war. Warum das Voll-Füllen bei Pumpspeicherverwendung keine Risse erzeugt, wurde nicht erklärt. Das Pumpspeicher-Wasser ist für Stahlbeton wohl nicht so aggressiv wie das Schmelzwasser vom Klimawandel.

Um die Problematik noch zu unterstreichen, kommen „Berstsimulierer“ zu Wort und dürfen am Computer eine ganze Stadt aufgrund einer geborstenen Staumauer überfluten lassen. Es soll wohl zeigen, welche Bewohner demnächst als weitere Klimaflüchtlinge zu uns kommen:
[1] … Würde eine Staumauer brechen, blieben nur etwa 15 Minuten Zeit zur Flucht … Computersimulationen zeigen die Macht einer Katastrophenwelle . Die Talsperren: Sie gelten als beeindruckende Bauwerke. Doch der Klimawandel setzt ihnen zu. Und das ist eine gewaltige Herausforderung für die Ingenieure …

Während die Kurzfassung an einigen Stellen Fragen zurücklässt und eigentlich nur der Alarm-Einstimmung dient, wird es in der Langfassung der Reportage [2] dann ausführlicher und verständlicher (nicht, ohne das dort genau so penetrant mit „unheilschwangerer Musik“ und einem betont sorgenvoll und alarmistisch erzählendem Sprecher gearbeitet wird).

Wenn es in den Alpen wärmer wird, steigt naturgemäß die Permafrostgrenze

Nicht der Starkregen und auch nicht der Hagel sind die Gefahr, sondern die Möglichkeit, wegen dem tauenden Permafrost in die Seen abrutschender Hänge . Man ging beim Bau von Stauseen in den Alpen wohl davon aus, dass das Wetter und Temperatur über Jahrhunderte immer gleich bleiben. Allerdings bleibt trotz mehrerer Experteninterviews vollkommen offen, wie viele Hänge über Alpenstauseen herum wirklich nur von Permafrost gehalten werden.
ZDF planet e: [2] … Die Autoren Volker Wasmuth und Patrick Zeilhofer fragen in „planet e.“ nach: Wie sicher sind Europas Talsperren wirklich? Reichen die vorhandenen Alarmsysteme aus? Brauchen wir solche Jahrhundertbauwerke überhaupt? Ist womöglich sogar ein komplettes Umdenken nötig, um die neuen Klimagefahren durch schmelzende Gletscher, Bodenerosion und schwere Unwetter in den Griff zu bekommen?

Man könnte, wenn die (wie im Video gezeigt, laufend gemonitorte) Auftau-Gefahr wirklich zu groß wird, betroffene Stauseen zumindest teilweise leeren – dann wäre der Gefahrenspuck sofort vorbei – , doch woher käme dann der notwendige, zertifizierte Naturstrom und wenigstens etwas Energiespeichermöglichkeit her. Ein Interessenskonflikt, der ungelöst bleibt.

Bild 2 [2] Screenshot aus der Langfassung. Link: Langfassung der Dokumentation

Speicherstrom birgt schon immer und weltweit tödliche Gefahr

Im Begleittext zum Video [2] kann man nachlesen, was im Video erscheint:
ZDF planet e: … Der Klimawandel lässt Gletscher schmelzen, sintflutartige Regenfälle sind zu erwarten. Bis zu 500 neue Gebirgsseen sollen allein in der Schweiz entstehen. Die neuen Wassermassen gefährden die Menschen in den Tälern unterhalb der Staumauern. Felsstürze können in den kommenden Jahren sogenannte Schwallwellen auslösen, die tsunamiähnlich bis zum Rhein zu spüren sein könnten, warnt Professor Wilfried Haeberli, einer der renommiertesten Gletscherforscher in Europa.

Mit keiner Silbe erwähnt das Video allerdings, dass es schon früher viele geborstene, oder übergelaufene Stauseen gegeben hat. Denn die Technik-Katastrophengeschichte ist voll davon. Oft war es allerdings menschliches Versagen, technisches Versagen, Krieg, doch auch starker Regen und auch Bergrutsche. Jedenfalls sind die Stauseen schon immer ein verblüffend „mortales“ Speicher- und Energieerzeugungs-Medium.

Die „neue“ Ursache ist auch schon alt

Die Gefahr großer Überschwemmungen durch Gletscherseen ist nicht neu. Aus der Zeit vor dem „Klimawandel“ gibt es viele Berichte, worin überlaufende Gletscher-Seen – teils sogar regelmäßig – die Täler und darin die Dörfer überschwemmten [3]. Es ist eines der Probleme, welche Bergbewohner schon immer hatten und durch die teils extreme Besiedelungsdichte der Alpentäler nur noch viel schlimmer geworden ist.

Bild 3 Prozession wegen Überflutungsgefahr durch einen Gletschersee. Quelle: Abt. Wasserwirtschaft beim Amt der Tiroler Landesregierung, Broschüre: Innsbruck und das Hochwasser GESCHICHTE UND GESCHICHTEN

Auch dass die Alpen erst „zerfallen“ würden, seit ein sich stetig wandelndes Klima endlich etwas Wärme nach Europa gebracht hat und die Sommer mit endlosen Missernten, welche teils sogar zu Kälte-Klimaflüchtlings-Auswanderungswellen aus Europa führten, ist eine Fabel:
Historisches Lexikon der Schweiz: Bergstürze
Rund 6% des Gebiets der heutigen Schweiz sind Zonen mit unstabilem Gestein. Ursachen für Instabilitäten sind der geolog. Aufbau, die morpholog. Tätigkeit und der Rückzug der
Gletscher während und nach den Eiszeiten. Geologisch unstabile Zonen gibt es v.a. in Graubünden und in der Innerschweiz (Obwalden, Schwyz und Glarus).
Zu allen Zeiten haben sich Bergstürze tief in die kollektive Erinnerung eingegraben, zum einen wegen der hohen Opferzahl – Heim schätzt sie für das letzte Jahrtausend auf über 5’000, davon in Plurs im Veltlin (1618) mehr als 2’000, 1806 in Goldau 457 und in Elm 116 -, zum andern wegen der grossen Verwüstungen, die sie anrichteten: zerstörte Dörfer, unterbrochene Verkehrswege, abgeschnittene Täler, in denen sich Seen stauten, die sich sturzflutartig entleerten (Buzza di Biasca) oder erhalten blieben (Lago di Poschiavo, Klöntal, Schwarzsee, Derborence).

WIKIPEDIA: Historische Bergstürze (Auszug, stark gekürzt)
12. Jahrhundert: Ein gigantischer Bergsturz in den Berchtesgadener Alpen trennt den Königssee in zwei Teile und erzeugt den Obersee.
24. November 1248:
Mont Granier im Chartreuse-Massiv bei Chambéry im Savoyen: Bergsturz in der Nacht auf den 25. November von ca. 150 Millionen m³ Felsmasse mit einer Gerölllänge von sieben Kilometern, Ort Saint-André mit etwa 3000 Menschen total verschüttet, ferner 16 Dörfer begraben, insgesamt geschätzt bis zu 5000 Tote
1348:
Dobratsch (2.100 m) bei Villach in Kärnten: Ausgelöst durch das Erdbeben von Friaul stürzten im selben Gebiet, in dem auch ein prähistorischer Bergsturz stattfand, geschätzte 150 Millionen m³ Gesteinsmassen in das Gailtal.
Im Januar 2015 stürzten nochmals fast 2.000 m³ Gestein aus der Roten Wand auf den darunterliegenden Wald. Die Abbruchstelle und der neue Schuttkegel sind von der Aussichtsplattform beim
Alpengarten gut zu beobachten.
30. September 1512: Bergsturz
Buzza di Biasca im Valle di Blenio nördlich Biasca. Die Gesteinsmassen stauten einen See auf; der Damm brach 1515 und verwüstete das Tal des Tessin bis zum Lago Maggiore.
3. April 1595: Bergsturz in
Reurieth vom so genannten „Reuriether Felsen“. Davor soll bereits 1137 ein Bergsturz das Dorf verschüttet haben.
4. September 1618 Bergsturz von Plurs (damals Drei Bünde, heute Italien): Hier wurde eine ganze Stadt und das Dorf Chilano (Schilan) verschüttet, ca. 2430 Menschen starben.
2. September 1806
Bergsturz von Goldau/Schweiz: Hier wurde ein ganzes Dorf von 40 Millionen m³ Fels verschüttet, 457 Menschen starben.
11. September 1881
Elm/Schweiz: zehn Millionen Kubikmeter: Der Bergsturz von Elm wurde durch den jahrelangen, rücksichtslosen Abbau von Schiefer verursacht. 115 Menschen starben, vorab durch Druckeinwirkungen.

Klebten an Speicherseen Kernkraft-Piktogramme, hätte man sie schon längst verboten und entsorgt

Wenn man sich vorstellt, die Opferzahlen und Schäden der Talsperren-Katastrophenliste (Anlage) alleine in Deutschland und den Alpen – wären durch Kernkraftwerke verursacht worden: Nicht auszudenken, welche GRÜNEN Aufstände es gäbe. Würde man an Talsperren und Speicherseen auch nur ansatzweise ähnliche Sicherheits-Anforderungen stellen, dann müsste schon längst ein Ausstiegsbeschluss vorliegen und Menschenketten die sofortige Leerung aller Speicher erzwingen. Regelmäßig zu Jahrestagen müssten „die üblichen“ Vorzeige-Betroffenheitsmahner*innen für die vielen Opfer Mahnkränze niederlegen.
Genau genommen gälte das für viele Alpentäler auch ohne Talsperren. Neben einem Kernkraftwerk „können“ viele nicht leben, obwohl die Gefahr minimalst ist.

Kein GRÜNER dürfte sich rühmen, den tödlichen Strom aus Talsperren zu beziehen …

Fukushima hat es gezeigt: Die Toten erzeugt die Wasserwelle, gegen Strahlung helfen in fast allen Fällen Jodtabletten und danach ist statisch keine zusätzliche Mortalität nachweisbar. In der Schweiz wurden und werden Talsperren jedoch sogar in Erdbeben gefährdeten Gebieten gebaut. Trotzdem lässt man unbekümmert alle Talbewohner darunter weiter vor diesen latenten Ökostrom-Bomben zittern, die angeblich nur durch anthropogenes CO2 gezündet werden, in der Vergangenheit aus vielen anderen Gründen aber schon mit Todesfolgen losgingen.

… vor allem, wenn er aus Deutschland oder per Zertifikat außerhalb des Alpenraumes kommt

Allerdings verblüfft es, in der Katastrophenlistung zu sehen, dass ausgerechnet die Alpenstauseen scheinbar die sichersten sind und bisher – bis auf das allerdings ganz große Unglück in Italien, welches auf einer geologischen Fehleinschätzung basiert – keine Unfälle aufweisen.
Im Hochtechnologieland Deutschland scheint man sich dagegen mit Staudammbau weniger gut auszukennen. Wie die Katastrophenlistung ausweist, scheint in Deutschland Wasser wirklich ein großes Problem für die Wasserspeicher zu sein, ob Schäden durch Hagelschlag als Ursache wirklich auch noch dazu kommen (wie im Kurzvideo angedeutet) , steht bei WIKIPEDIA leider nicht.

Daten interessieren das ZDF allerdings nicht. Spekulation ist viel besser, denn sie kann beliebige Gefahren erzeugen. Wichtig ist nur, dass es ein Problem des Klimawandels sein muss:
ZDF planet e: … Brauchen wir solche Jahrhundertbauwerke überhaupt? Ist womöglich sogar ein komplettes Umdenken nötig, um die neuen Klimagefahren durch schmelzende Gletscher, Bodenerosion und schwere Unwetter in den Griff zu bekommen?

Nach allen (sonst angelegten) Risikogesichtspunkten sind die Alpen eine nicht bewohnbare Todes-Zone

Während man bei uns alle auch nur statistisch denkbaren Gefahren für die Untertanen rigoros verbietet und den tief gehenden Sorgen der im Land wohnenden sofort entgegenkommt, siehe die „Völkerwanderungen“ um ihre Stimmbürger „besorgter“ Abgeordneter zur Abschaltung grenznaher Kernkraftwerke, ist es dann, wenn diese von (angeblich) GRÜNER, sanfter Natur regelmäßig verursacht werden, bedeutungslos.
Historisches Lexikon der Schweiz: Bergstürze
… Die ständige Bedrohung durch eine Naturkatastrophe wirkte sich auch auf das gesellschaftl. Leben aus. So wollten die meisten Einwohner von Bristen nicht mehr in ihrem Dorf weiterleben, selbst nachdem es 1983 durch einen Schutzwall gegen einen drohenden Bergrutsch gesichert worden war.

Nicht zu vergessen, dass die in den Zentralalpen wohnenden Menschen seit Ewigkeiten einer Strahlung ausgesetzt sind, wegen der Greenpeace in anderen Ländern die sofortige Evakuierung fordert(e) und unfähige Regierungen es auch durchführen:
Wissensvortrag von Dr. Walter Rüegg (Naturwissenschaftler) und Lars Kämpfer (Leiter Strahlenschutz KKL): Radioaktivität – überschätzte oder unterschätzte Gefahr?
… No-entry Zone Fukushima im Vergleich zur Schweiz In der No-entry Zone von Fukushima ist den Bewohnern die Rückkehr in ihre Wohnungen auch heute noch untersagt. Kernphysiker Rüegg stellt diese Massnahme in Frage. Die aus den Messdaten errechenbare durchschnittliche Dosis bei lebenslangem Aufenthalt in dieser Zone beträgt etwa 400 mSv. Der Vergleich mit Schweizer Strahlenmesswerten setzt den Grenzwert in Fukushima in ein neues Verhältnis. „Würden in der Schweiz dieselben Regeln wie in Fukushima gelten“, führte Dr. Walter Rüegg weiter aus, „müssten gemäss den erhobenen Lebensdosen die Kantone Wallis, Tessin und Graubünden – sozusagen die Bewohner des ganzen Alpenkamms – evakuiert werden.“ Denn in den Schweizer Alpen beträgt die durchschnittliche Lebensdosis ebenfalls etwa 400 mSv, mit Spitzen gegen 1 Sv. Fukushima sei inzwischen nicht gefährlicher als Zermatt.

Fazit

Speicherseen haben statistisch betrachtet ein hohes Risikopotential, welches allem Anschein nach jedoch stark vom Standortland abhängt.
Würden diese nach den Kriterien, welche an Kernkraftwerke gestellt werden, beurteilt, wären sie schon längst verboten und niemand „Nachhaltiger“ und auch kein Versorger würde sich trauen, solch tödliche und problematische Energie zu anzupreisen, die zudem teils noch aus nach dem Atomgesetzt nicht bewohnbaren, verstrahlten Gegenden kommt und damit diesbezüglich dem verbotenen Atomstrom entspricht.


Bild 4 Logo der Stadtwerke Bamberg. Quelle Homepage STWB

erneuerBA Die Wasserkraft für unseren Ökostrom

Stadtwerke Bamberg: … Denn Boßecker kauft den Strom ein, den die Kunden der Stadtwerke Bamberg verbrauchen. Seit Neuestem ausschließlich aus erneuerbaren Energien … Weitere Quellen sind Wasserkraftwerke in Skandinavien, Österreich und der Schweiz …

Vermittelt wird diese Information über die katastrophale Sicherheit von Staumauern und dass solche in den Alpen an vielen Stellen gar nicht gebaut werden sollten, jedoch als reine Klimawandel-Propaganda, obwohl in der gesamten Katastrophenliste nicht ein Unglück dem (angeblichen) AGW-Klimawandel zuordenbar ist. Bisher bestehen diese zusätzlichen Klimawandel-Gefahren auch nur in (immer mehr werdenden) Simulationen.

Die Videoserie macht deutlich, wie bewusst einseitig und verzerrt Gefahren auf Kosten der GEZ-Zwangsgebührenzahler deklariert und vermittelt werden. Sie kann bedenkenlos als Klimawandel-Propaganda gewertet werden.

Nachdem laut dem Video [2] die Speicherkraftwerke in den Alpen sowieso nicht mehr lohnen – der deutsche Öko-Wegwerfstrom macht den europäischen Strommarkt kaputt – und auch viele zur teuren Renovierung anstehen: Vieleicht bekommen die Alpenländer bald Geld aus dem Klimawandel-Rettungsfond, um sie zurückzubauen.

Anlage: Listung von Speicherseekatastrophen in Deutschland und den Alpen (nicht vollständig)

WIKIPEDIA:
Talsperrenbrüche in Deutschland, die große oder kleinere Katastrophen waren:
Glasebacher Teich, 1752 – der Damm brach infolge eines Unwetters, weil die Striegelanlage nicht mehr betätigt werden konnte. Das Wasser zerstörte eine Mühle.
Neuer Teich (Freiberg), 2. Juni 1839 – der Damm brach infolge eines Unwetters und weil sich der Fluter nicht schnell genug öffnen ließ.
Mandelhölzer Teich, 22. Juli 1855 – der Damm brach bei einem starken Hochwasser. Die Orte Rothehütte und Königshof (Königshütte) wurden verwüstet.
Möhnetalsperre, 17. Mai 1943 – teilweise Zerstörung der Staumauer durch Bombardierung, Stausee ausgelaufen (Möhnekatastrophe)
Edertalsperre, 17. Mai 1943 – Beschädigung der Staumauer durch Bombardierung, Stausee ausgelaufen
Talsperre Muldenberg, 13. Mai 1945 – Stausee nach Munitionsexplosion ausgelaufen, 13 Tote
Hochwasserrückhaltebecken Haslach (an der Haslach
), 17. August 1969 – Dammbruch bei einem Unwetter
Ibrastausee, 22. August 1977 – Dammbruch durch Hochwasser
Rückhaltebecken Gissigheim, 21. Juni 1984 – Dammbruch durch das Hochwasser der „Fronleichnamsflut
Rückhaltebecken Glashütte, 12. August 2002 – Dammbruch durch Hochwasser

Schweiz In der Schweiz wurden bisher – von Sonzier im Jahr 1888 abgesehen – keine größeren Talsperrenschäden verzeichnet. Aufgrund der recht großen Dichte dieser Bauwerke besteht hingegen ein beträchtliches Gefahrenpotential. Zum Beispiel ergaben Berechnungen für die Sperre Tierfehd, die den See Linth-Limmern im Kanton Glarus staut, dass bei einem Bruch der Ort Linthal fünf Kilometer unterhalb innerhalb drei Minuten von einer rund zehn Meter hohen Flutwelle überspült würde …
Selbstverständlich werden die Talsperren in der Schweiz eingehend überwacht und kontrolliert, um solchen Katastrophen vorzubeugen. Jedoch stehen die meisten Sperren in Gegenden, die zu den erdbebengefährdeten Regionen der Schweiz zählen. (Quellen: Schweiz. Eidgenossenschaft:
Zivilverteidigung, 1966; Nagra: Aktuelle Erdbebengefährdungs-Karte der Schweiz, 2005)
Andere Quelle: Katastrophen Dammbrüche
20.Dezember 2000 In einer Schlammlawine, ausgelöst durch den Bruch eines Druckstollens des Speicherkraftwerkes Lac des Dix (Kanton Wallis, Schweiz) finden 3 Menschen den Tod.

Österreich In Österreich hat es bisher keine Talsperrenkatastrophen gegeben. Bekannt sind lediglich die Dammbrüche des Mlatzer obrigkeitlichen Teichs in Mladotice bei Pilsen am 25. Mai 1872 (Mladotický rybník) und die Talsperre an der Weißen Desse im heutigen Tschechien, beide damals zu Österreich gehörig, und des Schlesingerteichs im Juli 1997 in Bärnkopf, Niederösterreich (Bezirk Zwettl).

Italien: Katastrophen Dammbrüche Italien 9.Oktober 1963 Die Katastrophe von Longarone, bzw. Katastrophe von Vajont, (Italien). Das Aufstauen des Stausees Vaiont führt dazu, dass das Wasser den Berg Toc zum Rutschen bringt. 260 Millionen Kubikmeter Dolomiten-Gestein stürzen in den Stausee. Eine riesige Flutwelle überschwemmt zwei Dörfer, die Staumauer und anschließend die Stadt Longarone. Ca. 2.100 bis zu 3000 Menschen sterben

Näheres Ausland
Frankreich Bruch des Malpasset-Staudamms 1959:
In der Nacht vom 2. zum 3. Dezember 1959 brach der Damm des malpasset-Stausees bei Cannes in Südfrankreich. Damals stürzten etwa 50 Millionen Kubikmeter Wasser in das Tal darunter, wo Hunderte Menschen ums Leben kamen und enorme Schäden angerichtet wurden. Betroffen war vor allem die Kleinstadt Frejus an der französischen Riviera. Nach tagelangen Regenfällen hatte die Staumauer ohne Vorwarnung dem Druck der Wassermassen nachgegeben.
Spanien Nur ein Jahr zuvor war in Spanien der Moncabril-Staudamm gebrochen, wobei 158 Menschen ums Leben kamen.

China Der wohl größte Dammbruch Banqiao-Staudamm 8. Aug. 1975 durch die unmittelbaren Flutwellen: 26.000 (nach anderen Quellen bis zu 85.000), durch Hunger und Epidemien: 145.000]

Quellen

[1] ZDF TV-Tipp: Wie sicher sind Talsperren?: planet.e über die unterschätze Gefahr von Staudämmen

[2] ZDF planet e, Film von Volker Wasmuth und Patrick Zeilhofer: Talsperren – die unterschätzte Gefahr

[3] EIKE 31.07.2015: Fakten zu Gletscherschwund und Co. – und wie Ideologie unsere Natur zerstört




Latif und Rahmstorf oder wie Satire als (vermeint­liche) Wissen­schaft verpackt wird, Teil 2

Abb.13 links, Quelle: Wilhelm Breuckers Erinnerungsbuch „Die Tragik Ludendorffs“ (erschienen 1953), Mitte Hamburger Satireblatt (man beachte die Ähnlichkeit und damit Wesensverwandtschaft zu links) und rechts weiteres Hamburger Satireblatt.

Nun ist Satire alles andere als anspruchslos, wie bereits die Klassiker dazu zeigen. Nur, sie muss gut sein. Weder die Hamburger Ludendorff Presse mit ihrer Satire über den Diesel und die deutsche Automobilindustrie, die die Ludendorff-Presse selbst als Kartell- und Wirtschaftsskandal hoch stilisiert (dazu kommt der Autor noch in einem separaten Artikel), so als würde sich ein Fünftklässler selbst die Note 1 vergeben, noch die BILD-Akrobaten können mit ihrer Satire überzeugen, wie Sie im Teil 2 erfahren werden.

Aber es ist Wahlkampf! Den Ludendorff-Parteien von heute geht es derzeit nicht so gut. Liegen sie doch in den Umfragen weit abgeschlagen. Was liegt da näher? Sie habe es sicher bereits erraten. Die Ludendorff-Presse im Land betreibt wieder – wir kennen dies aus den USA in deren Wahlkampf, und jede Partei in Deutschland hat noch vor Monaten davor gewarnt: So eine Wahlkampfbeeinflussung wie in den USA muss in Deutschland unbedingt verhindert werden. Wie es aussieht, hat die Realität die Vorsätze überrannt. Was wiederrum den Autor nicht verwundert, sind doch die Ludendorff-Parteien und die Ludendorff-Presse damals wie heute im Grunde genommen gleich.

Wie sehr die solare Aktivität selbst auf kleinen Zeitskalen mit der ganzen antarktischen Eisbedeckung korreliert, zeigt Abb.14.

Abb.14 im Hintergrund (Quelle: NSIDC) zeigt die gesamte antarktische Eisentwicklung von 1979 – 2006 und dazu im Vordergrund, den solar radioflux (Sonnenaktivität, Quelle: NOAA/SEC) im Zeitraum von 1994 – 2007. Die starke 2. Spitze des 23. Schwabe-Sonnenzyklus ist wie ein unverwechselbarer Fingerabdruck in die antarktische Eisentwicklung eingeprägt. Dies ist übrigens genau der Zeitpunkt, an dem das große westantarktische Eisfeld Larsen B zusammenbrach und schon vor über 10 Jahren die Herren Latif und Co. den Weltuntergang ausriefen, wenn nicht sofort Maßnahmen gegen den vermeintlichen, anthropogenen Klimawandel eingeleitet würden.

Zur solaren Aktivität möchte derAutor an die etwas in Vergessenheit geratene Aussage der Max Planck Gesellschaft von 2004 erinnern:“Sonne seit über 8.000 Jahren nicht mehr so aktiv wie heute“.Schauen wir uns daher die Vergangenheit etwas genauer an.

Abb.15, Quelle (http://www.c3headlines.com/temperature-charts-historical-proxies.html):Die Datenreihe zeigt deutlich die Warmperioden der mittelalterlichen Warmzeit, des römischen Klimaoptimums und dem Holozänoptimum. Das gegenwärtige Temperaturniveau ist als mäßig einzustufen. Allein in 13 Zeitabschnitten war es in den letzten 5.000 Jahren wärmer als heute. Seit Beginn des Jahrhunderts ist wieder ein deutlicher Temperaturrückgang zu verzeichnen.

Die Untersuchung zeigt, dass kein Raum für Panikmache oder gar Horrorszenarien besteht. Die medienwirksam zur Geltung gebrachten Eisabbrüche auf der antarktischen Halbinsel Peninsula stellen nichts Dramatisches dar und die Geschehnisse, wie das Temperaturniveau liegen im Rahmen der natürlichen Schwankungsbreite, bzw. sind auf das natürliche Abbrechen von Eismassen aufgrund von Gewichtszunahme und Fließprozessen zurück zu führen. Die derzeitigen Temperaturen sind als moderat einzustufen. Der Langfristtrend ist negativ (türkisfarbener Pfeil). Der Kurzfristtrend ist, aufgrund der solaren Aktivität im Hauptsonnenzyklus, positiv.

Ein weiterer natürlicher Faktor wird in der Betrachtung, warum die Schelfeisgebiete vor der Südpolar-Halbinsel Peninsula anscheinend gerade jetzt kollabieren und die Schar der sog. Klimaforscher um Latif und Co den Weltenuntergang nahen sehen, wurde bisher noch gar nicht betrachtet: Dies sind die Milanković-Zyklen. Weder die Erdbahn (Form ihrer Ellipse) ist konstant, noch die Lage der Erdachse und damit die Lage der Kontinente zur Sonne, noch der jeweilige Frühlingspunkt auf der Erdbahnist konstant. Derzeit ist auf der Nordhalbkugel Sommer, wenn die Erde am weitesten von der Sonne entfernt ist. Dies wird sich ändern und Sommer ist dann, wenn die Erde ihren sonnennächsten Punkt erreicht.

Die Exzentrizität, die die Form des elliptischen Orbits um die Sonne wieder gibt, variiert dabei ganz erheblich. So findet eine Verschiebung der Sonneneinstrahlung zwischen den Erdhalbkugeln statt. Die Halbachsen können dabei zwischen 0,005 und 0,058 variieren. Der Unterschied in der Sonneneinstrahlung variiert dabei zwischen 27 W/m2 und 314 W/m2 (Prof. Werner Weber, TU Dortmund). Bei 0,0 sind beide elliptischen Halbachsen gleich (Kreisbahn). Mit zunehmender Exzentrizität wird die Erdbahn zunehmend zur Ellipse und die Sonne wandert in einen der beiden Brennpunkte der Ellipse, wodurch sich im Laufe einer Umlaufbahn (Jahr) ständig der Abstand Erde zur Sonne und damit der Leistungseintrag ändert, was zu Temperaturschwankungen führen kann, aber nicht zwangsläufig führen muss, da Obligität und Präzession den Effekt entweder abschwächen, aber auch verstärken können. Es findet also eine Überlagerung statt.

Gegenwärtig beträgt die Exzentrizität 0,0174, was z.B. 6,7% mehr Einstrahlung auf der Südhalbkugel bedeutet. Bei 0,058 beträgt der Unterschied ca. 28%. Die Periodendauer schwankt aus Gründen des Gravitationseinflusses der großen Planeten von 90.000 – 100.000 Jahre.

Meine Herren Latif und Co. 6,7% mehr Sonneneinstrahlung auf der Südhalbkugel. Bei einer Solarkonstante von ca. 1360 W/m2am Oberrand der Atmosphäre bedeutet dies ein mehr an Einstrahlung von gut 90 W/m2. Nach den diversen Klimamodellen kommen davon auf der Erdoberfläche ca. 170 W/m2 an. Dies wäre dann ein mehr von über 11 W/m2 Strahlungsenergie, Dies ist ein Vielfaches von dem, was Sie in Ihren albernen Klimamodellen als angeblichen Strahlungsantrieb durch CO2 postulieren.

Weiter hat sich in den letzten Jahrhunderten die Erdachse weiter verschoben.

Abb.16 zeigt, dass sich die Lage Grönland seit dem Ende des 14. Jahrhunderts um ca. 400km nach Norden „verschoben“ hat. Da sich Grönland nicht völlig losgelöst von der Erde (Anmerkung: Im Gegensatz zu den Herren Latif und Co.) auf den Weg Richtung Norden machte, bedeutet dies, dass sich die Nordspitze des Südpols, also die Halbinsel Peninsula (mitsamt dem Südpol) mehr zur Sonne ausgerichtet hat. Die Obligität, also die Neigung der Erdachse schwankt zwischen 21,30° – 24,36°. Die Strahlungsdifferenz schwankt dabei nach Prof. Weber um 30 W/m2.

Herr Latif hat in Bild noch weitere Blödeleien parat: „Fakt ist, dass die Antarktis nun insgesamt abschmilzt.“ Aha, der Südpol schmilzt also vollständig ab. Das wollen wir uns nun genauer ansehen.

Der Autor findet hoffentlich bei den Herren Latif und Co. die Übereinkunft, dass Eis üblicherweise bei Plustemperaturen schmilzt. Daher wollen wir uns zuerst die Temperaturen ansehen, die auf Peninsula vorliegen. Da es ganz in der Nähe des Eisabbruches die Messstation Rothera Point gibt, wollen wir uns die dort gemessenen Temperaturen ansehen. Sie weist eine der längsten Datenreihe des Südpols auf, die bis in die 1940-Jahre zurückreicht.

Abb.17 links zeigt die Satellitenaufnahme vom Beginn des Eisabbruchs und die Abbildung rechts die Temperatur (Quelle: http://www.appinsys.com/GlobalWarming/AntarcticWilkinsIceShelf.html) der Station Rotheria (Monatswerte, blau). Die oberen Schwankungen zeigt die rote Kurve. Die Temperaturen der letzten Jahre zeigen nichts Außergewöhnliches und ähneln denen aus den 1940-Jahren, so dass erhöhte Temperaturen für das Abbrechen der Eisberge auszuschließen sind.

Herr Latif redet davon, dass der gesamte Südpol abschmilzt, was nun bewiesen wäre, so Latif. Dazu muss es ja dann überall über 0°C sein. Zumindest lang genug, damit der tlw. über 3000m dicke Eispanzer abschmelzen kann. Werfen wir doch mal einen Blick auf die Temperaturentwicklung auf dem Südpol.

Abb.18, Quelle, siehe Bild, aus (https://wattsupwiththat.com/2013/03/29/antarctic-summer-effect-confined-to-peninsula/) zeigt die Temperaturabweichungen des Südpols. Weitgehend (gelbe Flächen) hat es keine Abweichungen vom langfristigen Mittel (50 Jahre) gegeben – es ist dort genauso kalt wie vor Jahren/Jahrzehnten. -60°C sind keine Seltenheit. Dass bei diesen Temperaturen Eis schmilzt, hat der Autor bisher noch nicht gehört. Aber vielleicht haben die Herren Latif und Co. ja eine eigene Physik, die ganz anders funktioniert als die Physik, die wir kennen?

In großen Gebieten auf dem Südpol ist es kälter geworden (blaue Flächen) und in dem Gebiet und nur in dem Gebiet der Südpol-Halbinsel Peninsula ist es wärmer geworden. Wobei die Abb.16 zeigt, dass nicht die Plusgrade (im Sommer) zugenommen haben, bei denen Eis also schmelzen kann, sondern die Minusgrade im Winter mit ca. -15°C nicht mehr ganz so kalt sind, wie früher, mit ca. -18°C, was auf das wärmere, die Halbinsel umgebene, Meerwasser zurück zu führen ist.

Laut Herrn Latif sollte es ja dann auch insgesamt wärmer geworden sein. Zur Antwort will der Autor sich die Temperaturentwicklung ansehen, ob hier ein Anhaltspunkt für den jüngsten großen Eisabbruch zu winden ist?

Abb.19, Quelle (http://www.climatedepot.com/2017/07/09/the-pause-returns-as-global-temperatures-plummet-warming-hiatus-to-extend-to-20-years/), zeigt die jüngste Temperaturentwicklung des Südpols seit Anfang 2016. Von einer Erwärmung keine Spur. Im Gegenteil ist es dort deutlich kälter geworden!

Ebenfalls fallen die Temperaturen in dem Gebiet, in dem sich der Eisabbruch ereignete:

Abb.20, Quelle (https://www.carbonbrief.org/natural-forces-overpowering-antarctic-peninsula-warming), zeigt deutlich den fallenden Temperaturtrend sei nunmehr 20 Jahren.

Anmerkung: Wird Abb.20 mit Abb.18 verglichen, wird sehr schön ersichtlich, was man mitStatistiken so alles machen kann: Während in Wahrheit die Temperaturen fallen, zeig das statistische Mittel zum Bezugszeitraum1957 bis 2006 dort seigende Temperaturen.

Zur weiteren Beantwortung soll die Temperaturentwicklung unmittelbar vor dem Ereignis betrachtet werden, ob sich hier Anhaltspunkte für Herrn Latifs schwadronieren, Entschuldigung, für Herrn Latifs wissenschaftlichen Weitblick finden lassen?

Abb.21, Quelle (http://www.climatedepot.com/2017/07/09/the-pause-returns-as-global-temperatures-plummet-warming-hiatus-to-extend-to-20-years/) zeigt die Temperaturabweichung in der Fläche im Monat Juni. Donnerwetter: Ist deutlich kälter geworden im Juni am gesamten (!) Südpol. Sogar in dem Gebiet von Larsen C, wo der Eisabbruch stattfand.

Noch ein abschließender Blick auf die südpolare Eisentwicklung. Nach Herrn Latif schmilzt der Südpol. Anmerkung: Er hat aber nicht gesagt, welcher, vielleicht meint er ja den auf dem Mars? Der Mond hat ja keinen, zumindest keinen eisbedeckten. Oder hat er vielleicht doch den Mond gemeint? Bei dem Geschwafel der Latif und Co-Fraktion könnte der Betrachter sehr wohl zu der Ansicht gelangen, dass diese „hinter dem Mond“ zu Hause sind.

Abb.22, Quelle: Comiso et al. 2017, zeigt die südpolare Eisentwicklung seit 1980. Die Wissenschaftler zeigen, dass, auch in unseren Tagen, die Eisentwicklung sich nicht verringert, sondern deutlich vergrößert hat.

Ergebnis:

Bei dem Eisabbruch handelt es sich um ein Naturschauspiel, welches einzig auf natürliche Ursachen zurück zu führen ist, daher Naturschauspiel.

Von einem Abschmelzen des Südpols kann keine Rede sein. Im Gegenteil, die Eisentwicklung ist zunehmend.

Die Herren Latif und Co haben sich einmal mehr auf dem Gebiet betätigt, was sie offensichtlich am besten beherrschen: Blödeleien und dummes Zeug reden.

Ein Kontinent zerbricht“ (wegen des Klimawandels). Angesichts solch eines Unsinns, würde sich Alfred Wegener im Grabe drehen. Waren zu seinen Zeiten Blödeleien als solche gekennzeichnet und der Zuschauer wusste bei Dick & Doof in welchem Kontext die Geschichten zu sehen sind. Heute ist Dick und Doof offensichtlich überall, wo der Mainstream das Heft in der Hand hält und „Nützliche Idioten“ diesen verbreiten.

Angesichts der gezeigten Blödeleien und in Anbetracht, wie diese in früheren Zeiten für den Betrachter als solche gekennzeichnet waren, empfiehlt der Autor der BILD-Redaktion, ihre Klima-Artikel am Beispiel des Südpols wie folgt zu kennzeichnen, damit der Betrachter immer sofort weiß, woran er ist. Anmerkung: Das hier gezeigte Beispiel gilt auch für die übrigen Qualitätsmedien

Abb.23: Welcher der aufgezeigten Helden dann der Dick und wer der Doof ist, überlässt der Autor den Akteuren im Spiel.

Eingangs war von den Pinguinen, den eigentlichen Bewohnern des Südpols, die Rede. Diejenigen also, die von den vermeintlichen Schreckensszenarien am stärksten betroffen wären. Schauen wir doch mal, ob sich hier Panik breit macht.

Abb.24, Quelle (https://www.carbonbrief.org/natural-forces-overpowering-antarctic-peninsula-warming) zeigt ein sehr zufriedenes Pinguinpärchen auf der Südpol-Halbinsel. Da beide nichts von dem Unsinn der Herren Latif und Co. wissen, ist für beide die Welt in Ordnung. Machen wir´s ihnen nach und lassen uns von den Blödeleien der Herren Latif und Co. nicht aus der Ruhe bringen und betrachten wir diese in dem Kontext, in dem sie zu sehen sind, als:

Dick&Doof der Herren Latif und Co.

Raimund Leistenschneider – EIKE




Dekar­bonisierung – ein wahrhaft menschen­feindliches Konzept

 

Unter dem Beifall von WWF und European Climate Foundation verkündete Kanzlerin Merkel schon beim G7 Gipfel 2015 auf Schloß Elmau: „ Wir wissen, dass wir im Laufe des Jahrhunderts eine Dekarbonisierung brauchen“ und ihr Berater Schellnhuber vom WBGU ( Wissenschaftlicher Beirat Globale Umweltveränderungen) ließ am 15.3. dieses Jahres bei einem Interview in der Deutschen Welle wissen, was das im Klartext bedeutet. Er sagte dort:

„…… Es ist ziemlich umwerfend – zum Beispiel bis 2030 müssen wir den Verbrennungsmotor auslaufen lassen. Und wir müssen den Einsatz von Kohle zur Stromerzeugung komplett ausschalten. Bis 2040 müssen wir wahrscheinlich Beton und Stahl für den Bau durch Holz, Ton und Stein ersetzen….Und tun wir das nicht…. Es wäre das Ende der Welt, wie wir es wissen, und ich habe alle Beweise….“

In der Tat umwerfend, wie nun das Rad der Geschichte zurückgedreht werden soll wenn es nach Merkels Berater ginge.

Da WBGU und EU in den letzten Jahrzehnten in Sachen Klima Hand in Hand agierten, müssen wir davon ausgehen, dass der gestaltende Staat auch für Europa Lehmhütten und Kerzenschein anzuvisieren scheint, verbunden mit einer daraus resultierenden Bevölkerungsreduktion.

Wer denkt sich das aus? In vielen Teilen der Welt wünscht man nichts sehnlicher als den Fortschritt, für den auch Europäer in den vergangenen Jahrhunderten kämpften. Inzwischen brüsten sich Politiker damit, genau diesen Fortschritt so schnell wie möglich abschaffen zu wollen. In dem WBGU-Bericht von 2011 heißt es ausgerechnet in der Zusammenfassung für politische und andere Entscheidungsträger :

„Das Wirtschaftsmodell der vergangenen 250 Jahre mit seinen Regelwerken, Forschungslandschaften, Ausbildungssystemen, gesellschaftlichen Leitbildern sowie Außen-, Sicherheits-, Entwicklungs-, Verkehrs-, Wirtschafts- und Innovationspolitiken war nahezu alternativlos auf die Nutzung fossiler Energieträger zugeschnitten. Dieses komplexe System muss nun grundlegend umgebaut und auf die Dekarbonisierung der Energiesysteme sowie radikale Energieeffizienzsteigerungen ausgerichtet werden.“

Dank Angela Merkels Logik ist man in Berlin der Meinung, diese Perspektive sei beispielhaft für den Rest der Welt und jeder Zweifel daran sei ganz einfach unwissenschaftlich. Aber wie man jüngst beim G20 Gipfel in Hamburg beobachten konnte, hält der Rest der Welt mehrheitlich gar nichts davon und setzt stattdessen weiterhin auf Kernenergie, Kohle, Stahl und Beton.

Malthus und die Ratten

Zum Glück, kann man sagen. Denn Jeremy Grantham, einer der finanzstarken Öko-Propagandisten gewährt uns einen Einblick in die menschenverachtende Denkart, die sich hinter dem monströsen Begriff „Dekarbonisierung der Weltwirtschaft“ verbirgt. Auf seiner Webseite wirbt er ganz ungeniert schon seit geraumer Zeit mit dem Auszug aus einem seiner Vierterjahresbriefe, der Ausgabe vom April 2011. Lesen Sie selbst, was er dort zum Thema „ Malthus und Kohlenwasserstoffe“ zu sagen hat:

„Malthus’ Schriften von 1798 beschrieben unsere Vergangenheit ganz richtig – die Entwicklung unserer Gattung über Millionen von Jahren.

In den vergangenen ungefähr 150.000 Jahren [schrieb Malthus, Anm. AA] lebte unsere Gattung innerhalb der durch die verfügbaren Nahrungsmittel gesetzten Grenzen. Wenn immer es genug Regen gab, waren Nahrungsmittel ausreichend vorhanden und entsprechend zahlreich auch die Geburten. In trockenen Jahren dagegen war das Bevölkerungswachstum rückläufig. Es scheint sogar der Fall gewesen zu sein, daß unsere Gattung auf diese Weise mindestens einmal, wenn nicht sogar mehrere Male an die Grenze der Überlebensfähigkeit kam. Dieser unausweichliche Zusammenhang zwischen Bevölkerungszahl und Nahrungsmittelversorgung wurde von Malthus beschrieben. Malthus stellte auch fest, daß wir – ob man das nun als gut oder schlecht bewertet, sei dahingestellt – wie die meisten Säugetiere ziemlich fruchtbar sind.

Wenn es in Indien durch die Bambusblüte alle 30 Jahre zu einer gigantischen Verfügbarkeit an Nahrungsmittelprotein kommt, schießt die Rattenpopulation, die offensichtlich in dieser Hinsicht noch fruchtbarer als die Gattung Mensch ist, zu einem Mehrfachen ihrer gewöhnlichen Dimension in die Höhe. Dann, wenn dieses Angebot aufgebraucht ist, schrumpft die Zahl ganz plötzlich wieder, aber nicht, ohne sich einen zähen Überlebenskampf zu liefern, was eine Plünderung alles Eßbaren in den umliegenden Dörfern zur Folge hat.

Die Wirkung der Kohlenwasserstoffe auf uns hat einen ganz ähnlichen Effekt.

Für ein schmales Zeitfenster von 250 Jahren, das heißt, vom Jahr 1800 bis 2050, hat der Gebrauch der Kohlenwasserstoffe (ironischerweise fing das gerade rechtzeitig an, um die Vorhersagen von Malthus als lächerlich pessimistisch erscheinen zu lassen) die Barrieren zu schnellem Bevölkerungswachstum, Reichtum und wissenschaftlichem Fortschritt teilweise beseitigt. Die Weltbevölkerung wird in diesem schmalen Zeitfenster von einer Milliarde auf mindestens acht, wenn nicht sogar elf Milliarden gewachsen sein, und das durchschnittliche Einkommen pro Kopf hat sich in den entwickelten Ländern vielleicht schon verhundertfacht (von 400 Dollar auf 40.000 Dollar im Jahr). Ungefähr.

Wie ich schon vor drei Jahren schrieb, hat sich dieser Wachstumsprozeß mit der Zeit beschleunigt. England, führend auf diesem Weg, verdoppelte seinen Reichtum beispiellos in hundert Jahren. Deutschland, wo es etwas später einsetzte, schaffte es in 80 Jahren, bis es Japan im 20. Jahrhundert sogar in 20 Jahren schaffte, gefolgt von Korea in 15. Aber Japan hatte damals nur 80 Millionen und Südkorea nur 20 Millionen Menschen. Kürzlich fing auch China an (sagen wir, ungefähr vor 21 Jahren, nach dem Ende der japanischen Aufschwungs), mit 1,3 Milliarden Menschen heute, seinen Reichtum alle zehn Jahre (oder sogar weniger) zu verdoppeln. Indien folgte dem bald und jetzt haben 2,5 Milliarden Menschen (2,5 mal so viel wie der ganze Planet zu Malthus’ Zeiten hatte) allein in diesen beiden Ländern das Wachstum ihres Bruttosozialprodukts im letzten Jahr auf 8% gebracht. Das, zusammen mit einem grundsätzlich beschleunigten Wachstum in kleineren Entwicklungsländern, hat die Welt verändert. Nirgends ist der Effekt davon tiefgreifender als in der Nachfrage von Rohstoffen.

Falls ich in meiner Einschätzung richtig liege, wird, wenn die Verfügbarkeit unserer endlichen Ressourcen sinkt, diese kohlenwasserstoffabhängige Weltbevölkerung sich weit oberhalb ihres Erhaltungsniveaus wiederfinden, das heißt, weit oberhalb dessen, was die Erde verkraften kann. Wie wir mit diesem unhaltbaren Nachfrageschwall und nicht nur ,peak oil’, sondern ,peak alles’ umgehen, ist die größte Herausforderung für unsere Gattung. Aber, ob wir sie nun annehmen oder nicht, entlang dieses Weges lassen sich aus dem Thema ,endliche Rohstoffe’ und ,Rohstoffeffizienz’ großartige Gewinne machen und es wäre nur vernünftig, daran teilzuhaben.“1

Dekarbonisierung bedeutet also nichts anderes, als der Weltgemeinschaft ab sofort den Nutzen des Gebrauchs von Kohlenwasserstoffen entziehen zu wollen (unter dem Vorwand einer angeblichen Klimakatastrophe) – wohlwissend, dass damit die Anzahl der Menschen auf das Erhaltungsniveau von vor 1798 zurückgeworfen würde. Dekarbonisierung bedeutet nichts anderes als den unbeschreiblich irren Versuch, den Erfindungsgeist des Menschen, der die nützliche Anwendung der Kohlenwasserstoffe erst ermöglichte, aufzuhalten, einzufrieren oder ungeschehen zu machen und den Menschen auf die fixen Gesetze von Tierpopulationen herabzustufen. Für einige wenige, wie Grantham das eigens für sich ganz trefflich formuliert, ließen sich aus dem daraus entstehenden Überlebenskampf großartige Gewinne erzielen. Bestialisch – oder wie will man das sonst nennen?

Wer ist Jeremy Robert Goltho Grantham?

Der Brite Grantham (CBE, Ritter des Britischen Empire) war 1977 Mitgründer der Investmentmanagement-Firma GMO (Grantham, Mayo & van Otterloo). 1997 erfolgte die Gründung der Grantham Foundation. Jeremy Grantham gehört zu den Leuten, die ihr Leben der Ökoideologie gewidmet haben, die ganz offen sagen, daß sie ihr Geld in die Verbreitung dieser Ideologie stecken – daß er zugleich Aktivist, Propagandist und Finanzier ist.

Durch seine Stiftung entstanden das Grantham Research Institute an der London School of Economics and Political Science (LSE) und das Grantham Research Institute for Climate Change and Environment, dessen Chef der Klimapapst Prof. Lord Nicholas Stern ist und dessen Beraterstab auch den Chef des WBGU beherbergt, CBE Hans Joachim Schellnhuber. Darüber hinaus werden andere Propagandainstitute unterhalten, auch der WWF bekommt etwas ab.

Vom WBGU zur Ökodiktatur

Das Sondergutachten des WBGU für den G20-Gipfel forderte die „vollständige Dekarbonisierung der Weltwirtschaft bis spätestens 2070“. Da dem nicht nur wesentliche Bereiche wie Energieversorgung und Verkehr, sondern alles, selbst die Nahrungsmittelproduktion unterworfen werden sollen, ist von vornherein klar, daß eher früher als später diktatorische Maßnahmen ins Spiel kommen werden, was mit dem sogenannten Klimafahrplan schon längst eingeleitet ist. Verständlich, dass die Autoren dieses Sondergutachtens ihre Worte so wählen, dass zumindest Leichtgläubige sich unter dem „gestaltenden Staat“ oder unter den „Instrumenten transformatorischer Governance“ noch etwas Harmloses vorstellen können. Kennt man jedoch die eigentliche Absicht dieser „Dekarbonisierung der Weltwirtschaft“ und sieht, dass die Autoren dem Traktat die täuschende Überschrift „Transformation zu Entwicklung und Gerechtigkeit“ geben, dann kann man zu keinem anderen Urteil kommen, als dass hier Leute am Werk sind, welche das traurigste demagogische Beispiel deutscher Geschichte noch übertreffen möchten.

Dass die Bundesregierung sich ein Aushängschild wie den WBGU leistet, ist allein schon ein Skandal, kennzeichnet aber auch, wie sich diese Regierung ins Abseits manövriert und nicht mehr wahrnehmen kann, dass die Nationen dieser Welt mit dem modernen Konzept der Neuen Seidenstraße längst auf Entwicklung setzen. Trotz hartnäckigster Versuche wird man die Theorie eines Pfarrer Malthus nicht aus der Mottenkiste zerren können.

Anmerkung:

1. Quelle: Jeremy Grantham, GMO Quaterly Letter April 2011, Übersetzung und Hervorhebung Andrea Andromidas.




Moralischer Bankrott: ARD „Energieexperte“ Jürgen Döschner lügt hemmungslos die „Vergasung von 10.000 Unschuldigen“ herbei!

Bei der ARD rechtfertigt anscheinend der Kampf gegen das Auto jedes Mittel: Im Streit über Abgaswerte im Grenzbereich wird von „Vergasung“ gesprochen. Eine erschreckende Verflechtung von Sender und Solar-Lobby wird deutlich.

Wissen die noch, was sie sagen? Haben die eigentlich noch alle Tassen im Schrank?
Es geht um die Aussage eines in einer öffentlich-rechtlichen Anstalt, in diesem Fall um Jürgen Döschner. Der firmiert als »ARD-Energieexperte« und ließ über Twitter am Sonntagabend Folgendes ab:

»Wo drastische Taten fehlen, müssen wenigstens drastische Worte her: Deutsche #Automafia vergast jedes Jahr 10.000 Unschuldige.«

Das ist nicht nur »misslungen«, wie das halb verständnisvoll manche schreiben, sondern eine unglaubliche Sprachtat. Möglicherweise nach einem Anruf der WDR-Rechtsabteilung (oder war’s ein deutliches Gespräch mit WDR-Fernsehdirektor Jörg Schönenborn?) stolpert Döschner zurück und twittert»Für d Verwendung d Wortes »vergasen« entschuldige ich mich ausdrücklich. War nicht m Absicht, d Abgasskandal in Beziehung z Holocaust z setzen.«

Nein, war nicht meine Absicht. Klar, »war nicht meine Absicht, sprach der Maschinist an der Guillotine, als er das Fallbeil auslöste«.

Jemand, der davon lebt, seine Worte zu setzen, weiß nicht, was er damit sagt? Auch nach dem konkreten Hinweis des verständnislosen Energieexperten vom Handelsblatt, dass dieser Vergleich mehr als problematisch ist, möchte Jürgen Döschner nicht von seinem Vergleich abrücken und setzt noch eines oben drauf:

Eindeutig: Beruf verfehlt. Aber für solche Leute gibt es ein gesichertes warmes Plätzchen am öffentlich-rechtlichen Ofen. Hauptsache, die ideologische Richtung stimmt. Und es geht immer weiter:

So richtig begriffen hat er nicht, was er da angerichtet hat. Er versucht, auf den folgenden Shitstorm hin mit einem Zitat aus dem Duden zu verharmlosen: »Mein Tweet z #Dieselskandal war provokant, aber kein Vergleich m Holocaust. »Vergasen« steht lt Duden f »Töten durch Giftgas« – hier:Abgas.«

Besonders abscheulich wirkt der Tweet, wenn man sich vergegenwärtigt, dass die SS Gaswagen konstruierte und einsetzte, um Menschen zu vernichten. Bei Lastwagen vom Typ Opel Blitz zum Beispiel oder Saurer wurden die Ladekästen luftdicht abgeschlossen und der Auspuff in das Innere verlegt. Die Opfer mussten in den Wagen, der Motor blies die Abgase in das Innere. Die Opfer starben am Kohlenmonoxid. Auch Möbelwagen wurden für diese mörderischen Zwecke umgebaut. Der Spruch zeigt weiterhin, wie verkommen mittlerweile die Gedankengänge der Befürworter der Energiewende nicht nur in öffentlich-rechtlichen Systemen sind. Ihnen scheint jedes Mittel recht, um „Klimaschutz“ hochzuhalten – denn das dient der eigenen Hoheitsrolle und Machtposition.

Döschner fordert ein »Machtwort Merkels zum Klimaschutz«, auf dass die Klima-Diskussion beendet werde. Es erinnert an die Aufrufe aus Potsdam, die Demokratie abzuschaffen, weil sonst das Klima nicht mehr zu retten sei.

Döschner freut sich, dass RWE und E.on die »Kohle ausgeht«: »Kern des Problems von RWE und E.on ist – wie beim Alkoholiker – die fatale Mischung aus Abhängigkeit und Realitätsverlust. Über Jahrzehnte haben sich die beiden größten deutschen Energiekonzerne bei der Stromerzeugung auf Kohle, Gas und Atom konzentriert. Spätestens ab dem Jahr 2001 hätten sie aber wissen müssen, dass sich die Welt der Stromerzeugung gewaltig verändern wird. Der erste Atomausstieg, das Erneuerbare-Energien-Gesetz, die Kyoto-Beschlüsse zum Klimaschutz.«

Großspurig fordert er auf die Kritik des Bundesrechnungshofes an der Energiewende: »Eine Obergrenze der Bezahlbarkeit kann es für das Großprojekt Energiewende nicht geben.«

»Klimaschutz und Energiewende seien unverzichtbar.«

Lohn kommt: So wird Jürgen Döschner für seine »sachlichen Beiträge« zur Energiewende mit seinem »unabgängigen Standpunkt« von EuroSolar ausgezeichnet – Eurosolar ist die Lobby-Organisation der Solarindustrie. Er moderiert auf dem Greenpeace Energiekongress und verkündet im Gegenzug unverhohlen Greenpeace-Positionen.

»Energiekonzerne bilden ausschließlich „Lügengebilde“ zur „Volksverdummung“ mit dem Ziel die „Kohle-Lobby“, die eng mit weiten Teilen der Politik und den „stromfressenden Konzernen“ „verfilzt“ ist am Leben zu erhalten, um das Klima zu schädigen.« Schreibt das Blog gunsandburgers.com und listet fein säuberlich eine Reihe der Fehlleistungen Döschners auf.

Er schreckt dabei auch nicht vor Floskeln mit bedenklichen totalitaristischen Tönen zurück, findet folgende Formulierungen in einem Kommentar über eine Besetzung im Braunkohle-Revier:

»Hut ab! Die Klima-Aktivisten im rheinischen Braunkohle-Revier verdienen Hochachtung und Respekt! Mit ihren Aktionen an diesem Wochenende sind sie mutig vorweg gegangen. (…) Sie haben aufmerksam gemacht auf die größte Umweltbedrohung unserer Zeit: die Gefährdung des Weltklimas durch CO2 und die bedeutende Rolle, die die Braunkohle-Verstromung dabei spielt.«

Diese Aktionen »des zivilen Ungehorsams« seien gerechtfertigt:

»Bei seinem rücksichtlosen Vorgehen stützt sich der Konzern nicht nur auf Paragrafen, sondern auch auf seine wirtschaftliche und politische Macht. Regierende in Bund, Land und Kommunen verteidigen die Kohleverstromung, viele Städte und Gemeinden sind direkt an RWE beteiligt. Die Bilder von Polizisten, die in RWE-Geländewagen gemeinsam mit dem betriebseigenen Sicherheitsdienst Jagd auf Demonstranten machen, sprechen für sich.

Die Proteste im rheinischen Braunkohlerevier mögen nicht immer legal gewesen sein, aber sie sind angesichts der Ignoranz von Geld und Macht und angesichts der Bedrohung, die es abzuwehren gilt, völlig legitim.

Noch glaubt RWE, diesen Wandel mit Schlagstöcken und Pfefferspray aufhalten zu können.«

Die »größte Gefahr« für das Weltklima rechtfertigt offenbar jedes Mittel.

So jemand zeichnet für Berichte im zwangsfinanzierten Rundfunk aus dem Bereich »Energie« als Experte verantwortlich. Tendenziöser geht es nicht mehr und bestätigt einmal mehr die Untersuchungen, dass in den rechtlichen Redaktionsstuben grüne Ideologen sitzen und genau diese Gedanken aufs Land streuen. „Wertende und analysierende Einzelbeiträge haben dem Gebot journalistischer Fairness zu entsprechen. Ziel der Berichterstattung ist es, umfassend zu informieren“, so lauten die Programmgrundsätze des WDR. Wenn ein grüner Ideologielobbyist sendet, scheint das nicht zu gelten. Döschner hat Vorgesetzte, einen Chefredakteur, Kontrollgremien. Sie lassen ihn gewähren. Sind die Programmacher so vollkommen von der gemeinsamen Weltsicht überzeugt, dass kein Alarmton im Hinterkopf mehr losgeht, wenn eine Formulierung in die Welt gejagt wird wie bei diesem unsäglichen Tweet, der den millionenfachen Mord trivialisiert? Alles scheint gerechtfertigt, wenn die Solarlobby jubelt.

Das ist das eigentlich Erschreckende.

Der Beitrag erschien zuerst auf Tichy Einblick  hier




Deutschland vollzieht Klima-Kehrt­wende á la Trump

Deutschland ist drauf und dran, stillschweigend Präsident Trump zu folgen und sich aus dem Paris-Abkommen zurückzuziehen. Zwei Landesparlamente des Landes haben beschlossen, den Erhalt von Arbeitsplätzen in Kohleminen und Kraftwerken höher zu bewerten als die Reduktion von Kohlenstoff-Emissionen.

Falls die größte Volkswirtschaft Europas ihre Ziele nicht erreicht, würde der Nimbus der Umwelt-Glaubwürdigkeit von Kanzlerin Angela Merkel – und der der globalen Bemühungen selbst – erheblichen Schaden nehmen. Offiziell steht Deutschland voll hinter dem Paris-Abkommen. Auf dem G20-Gipfel in Hamburg sagte Merkel, dass sie die Entscheidung von Präsident Trump, die USA aus dem Abkommen zurückzuziehen, „bedauert“. Sie führte eine Allianz von Führern der Welt an, die erfolglos versuchten Präsident Trump dazu zu überreden, seine Entscheidung noch einmal zu überdenken.

Zwei bedeutende Bundesländer unterminieren jedoch Merkels Haltung. In Nordrhein-Westfalen gibt es viele Minen, in Brandenburg fast ebenso viele Tagebau-Gruben, in denen Braunkohle abgebaut wird, und Kraftwerke, welchen diesen Kohlenstoff-intensiven Treibstoff verbrennen. Deren Regierungen haben angekündigt, eine Industrie zu schützen, welche 70.000 Arbeitsplätze umfasst, viele davon in ökonomisch benachteiligten Gebieten in Ostdeutschland.

Das sind schlechte Nachrichten hinsichtlich der Versprechungen von Deutschland, die Gesamt-Emissionen bis zum Jahr 2030 um mindestens 55% zu reduzieren, verglichen mit dem Jahr 1990. Pro Einheit erzeugten Stromes emittiert Braunkohle doppelt so viel Kohlenstoff wie Gaskraftwerke. Im Jahre 2016 machte die Energie aus dem Treibstoff 23% des Stromes aus, doch wurden 50% des Kohlendioxids in diesem Sektor emittiert. Die Braunkohlereserven werden noch viele Jahrzehnte reichen, und Unternehmen haben sogar die Erlaubnis viele neue Minen zu eröffnen.

Die neue Regierung von NRW, geführt von Merkels Partei CDU, entschied Ende Juni, die gegenwärtigen Bergbaupläne in der Region beizubehalten. Mitte Juni sagte die Regierung von Brandenburg, dass es seine Emissionsziele bis zum Jahr 2030 aufweichen möchte. Eine vom WWF durchgeführte Studie zeigt, dass allein die Pläne von NRW die Klimaziele Deutschlands bzgl. Paris sprengen würden.

Solange es Merkel nicht gelingt, die Braunkohle-Enthusiasten im eigenen Land zu zügeln, riskiert sie, eine verheerende Botschaft an die Welt zu senden. Falls ein so reiches und ökologisch gewissenhaftes Land wie Deutschland Arbeitsplätze im Kohlebergbau höher bewertet als den Kampf gegen die globale Erwärmung, wird es anderen ebenfalls viel leichter fallen, Paris den Rücken zu kehren.

Full post (paywalled)

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Anmerkungen des Übersetzers: Im obigen Beitrag ist eine Graphik des Umweltbundesamtes zum Klimaschutzplan enthalten, der jedoch aus urheberrechtlichen Gründen (Reuters) hier nicht gezeigt werden kann.

Im Original gibt es aber unverschlüsselt ein paar dazu passende Kurzmeldungen:

Das Bundesland Brandenburg plant, seine Klimaziele 2030 aufzuweichen. Die lokale Regierung in Potsdam möchte die CO2-Emissionen der Region um lediglich 55% kürzen anstatt der bisher angestrebten 77%. Dies sagte Landes-Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) der DPA am 15. Juli.

Viele Arbeitsplätze in Brandenburg, einem wirtschaftlich schwachen Bundesland, sind verbunden mit Braunkohle-Abbau und Kohlekraftwerken. Ende Juni hat sich die neue Landesregierung von NRW, ebenfalls Schauplatz vieler großer Kohleminen und Kraftwerke, gegen ein frühes Auslaufen der besonders Kohlenstoff-intensiven Stromerzeugung ausgesprochen.

Übersetzt von Chris Frey EIKE