Earth Overshoot Day: ein anthro­pogenes Märchen

Bis zum 2. August 2017 werden wir mehr von der Natur verbraucht haben als unser Planet im gesamten Jahr erneuern kann.

Wir verbrauchen mehr ökologische Reserven, als die Natur regenerieren kann. Dazu gehören Überfischung, Roden von Wäldern und Emissionen von mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre als die Wälder verkraften können.

http://www.overshootday.org/

„An irgendeinem Punkt riskieren wir, nicht mehr nur wenige Ressourcen zu haben, sondern Ressourcen-Verknappung“

AEUHHH????

Mein persönlicher Overshoot-Day liegt möglicherweise Anfang Januar … Also werde ich mal deren Rechner benutzen … und das Ergebnis ist:

Verdammt! Mein Earth Overshoot Day liegt Ende Januar! Ich muss mehr fahren!

Auf der Sonnenseite steht, dass der größte Anteil meines Overshoots ein GEWALTIGER Kohlenstoff-Fußabdruck ist:

Ich frage mich, ob ich bzgl. Overshoot Ausnahmen bekomme wegen der Tatsache, dass ich Anteil hatte an der Entdeckung von sehr viel mehr Öl und Gas als ich persönlich verbraucht habe.

Nun hatte ich meinen Spaß und über dieses einzelne Anthropozän-Märchen gelacht. Hier aber möchte ich auf Björn Lomborg verweisen, der das Märchen höchst exzellent widerlegt hat:

Ein Planet reicht!

Veröffentlicht am 2. August 2017 in Green Business

Bjorn Lomborg, Präsident am Copenhagen Consensus Center

Oftmals hören wir die Story, dass die Menschen die Ressourcen der Welt unersättlich ausbeuten und weit über ihre Verhältnisse bzgl. des Planeten Erde leben. Am „Earth Overshoot Day“ behaupten Campaigner wie das Global Footprint Network, dass wir bis zum 2. August bereits die natürlichen Ressourcen für dieses ganze Jahr aufgebraucht haben und dass die Erde über den Rest dieses Jahres in „ökologische Schulden“ treibt.

Weit mehr als ein Jahrzehnt lang haben der World Wildlife Fund und andere Organisationen komplizierte Berechnungen durchgeführt, um unseren „ökologischen Gesamt-Fußabdruck“ auf dem Planeten zu bestimmen. In ihrem Narrativ bräuchte das Bevölkerungswachstum und der höhere Lebensstandard von heute 1,7 Planeten. Außerdem beuten wir die Ressourcen so schnell aus, dass wir bis zum Jahr 2030 zwei Planeten bräuchten für unser Fortbestehen. Falls jedermann plötzlich auf den amerikanischen Lebensstandard gehoben werden würde, würden wir fast fünf Planeten brauchen. Die Botschaft ist eindeutig – der WWF sagt uns, dass wir vor einem drohenden „ecological credit crunch” stehen und einen Kollaps des Ökosystem in größtem Umfang riskieren.

Aber diese Angstmache ist fast vollständig betrügerisch. Der ökologische Fußabdruck versucht, all unseren Verbrauch zu erfassen und diesen mit dem zu vergleichen, was verfügbar ist. Im Grunde ist das etwas Vernünftiges, und wie jedwede Messung, welche versucht, viele unterschiedliche Aspekte des menschlichen Verhaltens abzuschätzen, werden die Inputs vereinfacht.

Insgesamt belaufen sich die irgendwie als problematisch definierten Felder auf 67% des biologisch produktiven Feldes der Erde. Hier scheint es kaum ein Problem zu geben – eine Erde reicht eindeutig aus.

Was aber den ökologischen Fußabdruck so exorbitant steigen lässt sind CO2-Emissionen. Eindeutig ist es nicht so einfach, wie man CO2 in Güterverbrauch umrechnet. Also entschloss sich der ökologische Fußabdruck, dieses Problem zu umgehen, indem der Bereich der Emissionen umgerechnet wird auf den Bereich der Wälder, der benötigt wird, um dieses zusätzliche CO2 aufzunehmen.. Dieser Einzelfaktor macht 101% der zur Verfügung stehenden planetarischen Ressourcen aus und ist der einzige Grund, warum wir auf einmal mehr als einen Planeten brauchen.

Unter dem Strich: Man macht uns weis, dass wir den CO2-Ausstoß auf Null bringen und Bäume pflanzen müssen, um dies zu erreichen. Das bedeutet, dass wir heute auf allen verfügbaren Bereichen des Planeten Wälder pflanzen müssen. Da wir bereits 67% verbrauchen ist der Grund, warum sie uns sagen dürfen, dass uns der Planet ausgeht. Aber die Botschaft ist eindeutig unvernünftig.

Eindeutig verbrauchen wir weniger als einen Planeten, und wenn man in die Zukunft blickt auf noch bessere landwirtschaftliche und erneuerbare Technologie, wird sich der Verbrauch wahrscheinlich verringern. Anstatt in Panik zu geraten ob der Prophezeiungen nicht nachhaltiger Fußabdrücke sollten wir uns auf die derzeit bestehenden Probleme konzentrieren: Millionen Menschen aus der Armut zu befreien, während man die Art von Innovation fördert, welche zukünftige Risiken hinsichtlich Verschmutzung eliminiert und unser Land produktiver macht. Auf diese Weise werden wir sicherstellen, dass eine Erde für uns alle ausreicht.

LinkedIn

Dr. Lomborgs Logik hinsichtlich Umweltangelegenheiten ist immer wohltuend. Ich habe immer eine Ausgabe von The Skeptical Environmentalist bei mir.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/08/03/earth-overshoot-day-an-anthropocene-fable/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Stromnetz-Experte: Warum es unmög­lich ist, zu 100% „grüne Energie“ zu kommen

Christopher Clack, ein Mathematiker bei der NOAA, führte in einem Interview Folgendes aus:

„Nehmen wir mal hypothetisch an, wir hätten ein Erneuerbaren-System von 100%. Da muss man zunächst an Vorhersagen des Lastganges und des Wetters denken, weil dies jetzt unsere Energiequelle ist, an Jahreszeiten oder für Jahre im Voraus mit wirklich großer Genauigkeit, so dass man weiß, wie viel Energie man speichern muss, wie viel man entsorgen muss, wie viel man übertragen muss, wie viel verbraucht wird – und das fortwährend ohne Unterbrechung; Vorhersagen weit genug in die Zukunft, dass niemals die Energie ausgeht, weil man nichts mehr hat als Backup“.

Clack thematisierte eine jüngst veröffentlichte Studie, welche einer weit verbreiteten Studie aus dem Jahr 2015 widerpsrach, der zufolge die USA mit 100% grüner Energie versorgt werden können. Clack und 20 seiner Kollegen argumentierten, dass die Forschung aus dem Jahr 2015 „ungültige Modellierungs-Verfahren verwendete, welche erhebliche Modellierungsfehler enthielten und welche implausible und unangemessene Hypothesen aufstellte“.

„Politische Entscheidungsträger sollten sehr sorgfältig irgendwelche Visionen einer rapiden und zuverlässigen Transition zu niedrigen Kosten zu Energiesystemen, die fast ausschließlich von Wind, Solar und Wasserkraft abhängen, in Betracht ziehen“, schrieben die 21 Experten unter Führung von Clack. Dieser war besorgt, weil die Politiker die Studie aus dem Jahr 2015 viel zu ernst genommen haben, und der demokratische Präsidentschaftskandidat Bernie Sanders posaunte seinen Glauben an diese Studie hinaus und versprach, aufgrund dieser die USA von den fossilen Treibstoffen wegzubringen.

Die Verwendung von 100% grüner Energie würde eine komplette Restrukturierung der Weltwirtschaft erfordern, welche „unnötig abschreckend“ ist im Vergleich, sich einfach an die globale Erwärmung anzupassen oder Emissionen auf andere Weise zu reduzieren.

Clack sagte weiter, Niedrig-Emissionen-Technologien wie Kernkraft und Erdgas wären weit kosteneffektiver hinsichtlich der Reduktion von CO2-Emissionen.

Um zu funktionieren, muss die Nachfrage exakt genau dem Angebot entsprechen, was für die variable Wind- und Solarenergie ein gewaltiges Problem ist.

Wind und Solar können zu einem Zusammenbruch des Netzes führen, falls sie zu viel bzw. zu wenig Energie erzeugen, was zu Blackouts führt. Derartige Schäden hat es bereits in Netzen gegeben, die sich zu stark auf Solar und Wind stützten – zum Beispiel in Kalifornien und in Deutschland [?].

Al man auf den Inseln Tasmanien und El Hierro versuchte, ihre jeweiligen Ökonomien mit 100% grüner Energie zu versorgen, hatte man auf beiden Inseln nichts Eiligeres zu tun als sofort zu Diesel-Generatoren zurückzukehren, nachdem es zu Versorgungsproblemen und exorbitant steigenden Kosten gekommen war. Die Analyse ergab, dass es 84 Jahre gedauert hätte, bis die Wind- und Wasserkraft-Systeme auf El Hierro einfach nur die Kapitalkosten eingespielt hätten.

Link: http://www.cfact.org/2017/08/01/electric-grid-expert-lays-out-why-its-basically-impossible-to-use-100-green-energy/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Hinweis: Dieser Beitrag sollte als Ergänzung und Unterstreichung des Grundlagen-Beitrages von Dr. Ing. Günter Keil hier gesehen werden! Er steht nämlich keineswegs allein da!




Schock Horror? Umfragen ergeben, das Touristen Schottlands Highlands meiden, wenn dort Windparks stehen

Sind auch Touristen in Ferienunterkünften neben Windparks durch den erzeugten niederfrequenten Lärm und Infra-Sound zur Weißglut getrieben, wie es die in gleicher Weise gezwungen Einheimischen beinahe täglich aushalten müssen?

Was auch immer es ist, die Schlussfolgerung ist ziemlich klar: Touristen hassen diese Dinge und meiden sie wie die Pest, was auch vernünftig ist.

 

Touristen meiden Gebiete, die durch Windkraftanlagen verschandelt sind

The Sunday Times, Mark Macaskill, 16 Juli 2017

Mehr als die Hälfte der Touristen die nach Schottland kommen, würde lieber nicht die malerischen Gegenden besuchen, die von künstlichen Strukturen wie Windparks dominiert werden, ermittelt eine YouGov-Umfrage.

Die im Auftrag des John Muir Trust (JMT) durchgeführte Umfrage ergab, dass 55% der Befragten angaben, es wäre „weniger wahrscheinlich“, in den von riesigen Windkraftanlagen, Strommasten und Steinbrüchen industrialisierten Landschaften Urlaub zu machen.

Nur 3% sagten, sie seien „eher bereit“, solche Gebiete zu besuchen, während 26% angaben, dass diese großartigen Entwicklungen „keinen Unterschied“ machen würden.

Die Umfrage hat die Forderung an die schottischen Minister wiederbelebt, den Schutz für unberührte Natur und landschaftliche Gebiete zu erhöhen, um, wie man argumentiert, die ländlichen Tourismusbetriebe zu schützen.

Kürzlich folgt eine Entscheidung, den Creag Riabhach-Windpark mit 22- Anlagen in Altnaharra zu genehmigen, die erste, die Zustimmung für den Bau solcher Anlagen in einem ausgewiesenen Naturschutzgebiet erhält. Jede Windanlage ist 125m hoch.

JMT gab zu Bedenken, diese Entscheidung bringe „Ungewissheit“ über den Schutz des wilden Landes.

„Da Schulen in ganz England in dieser Woche in die Sommerferien aufbrechen und viele Familien nach Schottland strömen, müssen wir uns daran erinnern, dass es für viele eine Freude ist, Schottlands einzigartige, unberührten Naturlandschaften zu genießen, was sie nach Norden reisen lässt“, sagte Andrew Bachell , Vorstandsvorsitzender von JMT.

STT; windfarm at Doune in Perthshire visible behind Stirling Castle. Photograph: Alamy

Protestgruppen befürchten, dass neue Windparks in unberührter Natur weitere Zerstörungen nach sich ziehen werden

„Wenn eine klare Mehrheit der Leute sagt, dass sie durch die Existenz von großformatigen Windparks, riesigen Pylonen, Steinbrüchen und anderen Entwicklungen auf die Suche nach unberührten und landschaftlich reizvollen Gebieten gehen würden, müssen die Politiker aufmerksam machen, bevor es zu spät ist. “

Die von VisitScotland veröffentlichten Zahlen haben die Bedeutung von malerischen Landschaften für den Tourismussektor in Schottland hervorgehoben.

Im Jahr 2015 entfielen 19% der gesamten Tagestouren in Schottland zum Besuch der typischen Landschaften. Mehr als 800.000 Reisen wurden von Bewohnern aus UK zu den Nationalparks von Schottland gemacht und brachten einen Umsatz von mehr als 187 Millionen Pfund.

Im Juni 2014 veröffentlichte die Scottish Natural Heritage [eine Behörde, die für den Erhalt des schottischen Naturerbe zuständig ist, und Natur und Landschaften betreut), eine Karte von 42 [~unbewirtschafteten] Naturschutzgebieten, die knapp 20% der gesamten Landfläche Schottlands abdecken. Diese Bereiche zeichnen sich durch ihre Robustheit und Abwesenheit der großen menschlichen Infrastruktur aus.

Die schottische Regierung versprach den Schutz für unberührte Gebiete zu der Zeit, als sie offiziell im Jahr 2014 anerkannt wurden, doch Energieentwickler bemühen alle Möglichkeiten, um industrielle Windparks in solchen Gebieten zu errichten. Obwohl einer Reihe von Projekten die Erlaubnis verweigert wurde, fürchten die Naturschützer das der geplante Windpark Creag Riabhach, ein Trojanisches Pferd für den Einstieg in weitere Zerstörungen der Naturschutzgebiete sein wird.

 

Für die YouGov-Umfrage, vom Mai wurden 1.028 schottische Erwachsene befragt. Es wurde festgestellt, dass 10% der Befragten „unentschlossen“ über die Auswirkungen der großräumigen Entwicklungen waren, während 6% kein Interesse an dem Besuch von Sehenswürdigkeiten in Naturparks hatten. Eine YouGov-Umfrage im Jahr 2013 ergab, dass 51% der Befragten es für „weniger wahrscheinlich“ hielten, ein malerisches Naturschutzgebiet zu besuchen, in dem große Industrieanlagen installiert sind.

Tom Campbell, Geschäftsführer der „Highland Touring Route North Coast 500“, gestartet im Jahr 2015, sagte, diese Landschaft ist ein Top-Besucher-Ziel und ein Schaufenster für wilde Landschaften und Meeresküsten. [~Fjorde]

Er fügte hinzu: „Wir müssen uns bewusst sein, das Gleichgewicht zuz halten, zwischen der Entwicklung um einen bestimmten Bereich der Wirtschaft zu untermauern und der Zerbrechlichkeit des Tourismus, wenn die Besucher sich für die naturgegebenen Sehenswürdigkeiten in Schottland entscheiden (sollen).“

The Sunday Times [Inzwischen hinter Bezahlschranke]

Erschienen auf stopthesethings am 26.07.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://stopthesethings.com/2017/07/26/shock-horror-poll-shows-tourists-hate-wind-turbines-scotlands-highlands-shunned/

 

Dazu passt auch:

Schottlands spektakuläre Landschaft durch Windparks zerstört.

Kritiker bemängeln, dass wunderbare, unberührte Landschaft durch Windkraftanlagen zerstört wird und das nur die Investoren davon profitieren.

https://www.theguardian.com/environment/2012/feb/28/windfarm-opposition-scotland

Hinweis für Leser in Deutschland: In Schottland sind die Windkrafttürme selten so hoch wie in Deutschland!

Ein Kommentator der STT Webseite, postete ein Karte von Schottland, in der die Gebiete markiert sind, wo Windparks zu sehen sind.

STT

http://www.savelochurr.com/images/john_muir_trust_wind_farm_visibility_map.jpg

 




Drei natürliche Zyklen bestimmen die Erdtemperatur der letzten 2000 Jahre

Allgemeines zu unserer Arbeit

Wir haben uns seit einigen Jahren mit der Analyse von gemessenen Klimadaten beschäftigt. Es fiel uns auf, dass trotz mehr als 200.000 Wissenschaftlerjahren Klimaforschung und über 100.000 wissenschaftlichen Veröffentlichungen nur verschwindend wenige Arbeiten zur Zyklen-Analyse der Erdtemperaturen in der „historischen“ Vergangenheit auffindbar waren. Das ist umso erstaunlicher als die Zyklenanalyse ( Fourieranalyse ) in allen Zweigen der Naturwissenschaft und Technik DAS Standard-Analyseinstrument ist. Auch in den Nachbargebieten der Klimaforschung wie der Solarphysik sind Zyklenanalysen weit verbreitet.

Unsere erste Veröffentlichungen in Climate of the Past der European Geophys. Union analysierte historische Temperaturaufzeichnungen, die bis 1770 zurückreichen. Natürlich fanden wir dort die wohlbekannte AMO/PDO mit ihrer ~65 Jahr Periode. Ebenso ergab sich ein Zyklus von etwa 240 Jahren. Zusammen geben diese beiden Zyklen die Temperaturentwicklung wieder, ohne Annahme eines menschlichen Einflusses. Der 240-Jahre Zyklus ist aber bei einer Datenlänge von nur ca. 250 Jahren unsicher. Wir benötigten also weiter in die Vergangenheit zurückreichende Temperaturmessdaten. Solche sog. Proxydaten werden aus Baumringen, Eisbohrkernen, Sedimenten etc. erschlossen. In der Literatur gibt es mehrere Zusammenfassungen von solchen Proxydaten zur Gewinnung mehr oder weniger lokaler Temperaturhistorien. Unter denen wählten wir die für unsere Zyklenanalyse geeigneten aus, d. h. möglichst lang, weltweit verteilt und mit 1 Jahr Zeitauflösung. Die von in unserer Arbeit verwendeten Temperaturdaten basieren auf mehr als 500.000 Einzelmessungen.

Gegenstand unserer Arbeit

Klimazyklen sind auf allen Zeitskalen bekannt und gesichert ( siehe die ausführliche Literatur-Zusammenstellung im Abschnitt „introduction“ unseres Papers ). In unserer Veröffentlichung haben wir speziell den Zeitraum der letzten 2000 Jahre untersucht. Zur beweiskräftigen Verifizierung des solaren Ursprungs eines bestimmten Zyklus ( De Vries / Suess Zyklus von ca. 200 Jahren Periode ) war es zudem erforderlich, die Analyse auf die vergangenen 10.000 Jahre auszudehnen. Im Folgenden werden Idee, Inhalt und Ergebnis unserer Veröffentlichung umrissen. Für Einzelheiten wird auf das Original verwiesen.

Aus langfristigen weitgehend lokalen Temperatur-Reihen, den CRU Temperaturdaten seit 1850 und schließlich den in 1979 beginnenden Satellitendaten haben wir eine gemittelte globale Temperaturreihe erstellt, die in unserer Arbeit als G7 bezeichnet wird (siehe in Fig. 2 die Teilabbildung in Zeile 4, Spalte 1 sowie Fig. 3 oben die graue Zeitreihe ). Sie beginnt im Jahre 1 n.Chr. und endet im Jahre 2015. Das Klima, hier die Temperatur, ist definiert als das gleitende Mittel über 30 Jahre. Dies ist die blaue Kurve in Fig. 3 oben.

Während die Fourier-Spektren der Einzelreihen im Allgemeinen eine Vielzahl von Peaks zeigen, sind in G7 nur drei Peaks dominant ( siehe Fig. 2 rechts, alle Spektren ). Diese entsprechen den bereits aus anderen Veröffentlichungen bekannten Klimazyklen der Perioden von ~1000, ~500, ~200 Jahren. Die Destillation der Einzelreihen zu einer Globalreihe mittelt somit lokale Effekte weg und lässt die globalen Gemeinsamkeiten im Spektrum von G7 hervortreten. Dieser hier zum ersten Mal entdeckte Effekt bei der Kombination von vielen Temperaturzeitreihen zu einer einzigen gemittelten Globalreihe gehört zu den wichtigen Ergebnissen unserer Studie.

Die Summe der drei genannten Zyklen, hier als „Sinusse-Repräsentation“ bezeichnet und aus reverser Fourier-Transformation erzeugt, reproduziert das 30-jährige gleitende Mittel von G7 mit der bemerkenswerten Korrelation von 0,84 ( siehe Fig. 3 oben rote Kurve ). Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass die Erwärmung seit etwa 1850 bis hin zur Temperaturstagnation der letzten 20 Jahre durch die Sinusse-Repräsentation bestens erklärt wird. In diesen 20 Jahren gab es keinen globalen Temperaturanstieg, obwohl während dieser Zeit etwa 50% allen jemals menschlich erzeugten CO2 emittiert wurde!

Die offizielle Erklärung, die ausschließlich auf eine Wirkung des anthropogenen CO2 setzt, erweist sich daher als überflüssig. Da die Sinusse-Repräsentation aus einer Fourier-Analyse hervorgeht, ist sie kein „Fitt“ sondern eine der Globalreihe G7 innewohnende Eigenschaft. Natürlich ist unsere Analyse nicht beliebig genau. Man kann daher nur mit Sicherheit sagen, dass ein WESENTLICHER Einfluss von CO2 auf das Klima ausgeschlossen werden kann. Ein unmaßgeblicher Einfluss lässt sich mit unserer Analyse natürlich nicht ausschließen.

Da wir in unserer Analyse nur die schon bekannten Zyklen finden, haben wir keine neuen Zyklen entdeckt. Unser Beitrag besteht darin gezeigt zu haben, dass diese lokal gut bekannten Zyklen tatsächlich globale Phänomene sind und dass ihre Überlagerung die global gemittelte Temperatur über 2000 Jahre bestens wiedergibt. Außerdem schließt die Übereinstimmung mit den bekannten Zyklen aus, dass die gefundenen Zyklen etwa Artefakte der Analysemethode oder zufällig sind. Wir haben also sowohl für die Temperaturbestimmung als auch für die Ergebnisse der Zyklen festen Grund unter den Füßen.

Wir betonen außerdem, dass unsere Sinusse-Repräsentation alle historisch bekannten Temperatur-Extrema wiedergibt. So zum Beispiel die Klimaoptima der römischen Epoche, des Mittelalters und von heute sowie das Pessimum der kleinen Eiszeit, von dem die vielen Winterbilder holländischer Maler des 17. Jh. zeugen. Sogar Details werden sichtbar, wie etwa der brutale Temperatureinbruch in den Jahren um 1450. Chroniken über Ludwig XI. in dieser Zeit erwähnen, dass im frühherbstlichen Südfrankreich den Leuten in offenen Schänken der Wein in den Gläsern gefror und es zu katastrophalen Missernten kam. Da die erschlossene Klimakurve G7 alle historisch bekannten Züge wiedergibt, ist die aus den Proxies erschlossene Erdtemperatur realistisch.

Da unsere Sinusse-Repräsentation mindestens in den letzten 2000 Jahren wirksam war, darf angenommen werden, dass sie auch noch die nächsten 200 Jahre anhält. Dies erlaubt die „Vorhersage“ von Klima-Abkühlung in dieser Zeit.

Als Ergebnis unserer Studie halten wir fest:

  1. Für die anthropogene Erwärmungshypothese gibt es keinen sachlichen Grund, denn drei maßgebende Klimazyklen reichen zur Beschreibung des klimatischen Temperaturgeschehens der letzten 2000 Jahre völlig aus. Bestätigt wird diese Aussage durch das Fehlen jedweden überzeugenden Belegs für eine maßgebende Klimawirksamkeit des menschgemachten CO2. Hierzu im nächsten Abschnitt „Klimamodellrechnungen und Messungen“ einige Anmerkungen.
  2. Über die Ursache der drei gefundenen Klimazyklen konnten wir nur beim De Vries / Suess Zyklus eine sichere Aussage machen. Hier konnten wir mit Hilfe der Wavelet-Analyse, die sich bis über 9000 Jahre zurück erstreckte, den eindeutigen Nachweis erbringen, dass dieser Zyklus solaren Ursprungs sein muss. Der Ursprung der beiden anderen Zyklen von ~1000 und ~500 Jahren Periodenlänge bleibt nach wie vor unbekannt.

Klimamodellrechnungen und Messungen

In unseren deutschen Medien wird uns täglich die Gefahr einer Erderwärmung dargestellt, die durch das industriell emittierte CO2 verursacht sei. Die Politik reagiert darauf mit Maßnahmen, die für die Wirtschaft erhebliche Belastungen darstellen. Die wissenschaftliche Fachliteratur, ja zum Teil sogar die Sachstands-Reports des Weltklimarats ( IPCC ) werden dabei komplett ignoriert (hier und hier). Auf Grund dieser Sachlage sind ja auch mehrfach Appelle von Fachleuten, inkl. Naturwissenschaftlichen Nobelpreisträgern, an die Regierungen gerichtet worden, auf die CO2 Hypothese keine politischen Entscheidungen zu gründen ( http://en.wikipedia.org/wiki/Oregon_Petition,   http://en.wikipedia.org/wiki/Heidelberg_Appeal,   http://en.wikipedia.org/wiki/Leipzig_Declaration,   https://www.google.de/search?q=U.S.+Senate+Minority+Report%2C+11.12.2008+climate+sceptics&ie=utf-8&oe=utf-8&client=firefox-b&gfe_rd=cr&ei=JHZ5V6SYAomr8wfNoIfoAg,   http://canadafreepress.com/index.php/article/9764,   http://opinion.financialpost.com/2012/11/29/open-climate-letter-to-un-secretary-general-current-scientific-knowledge-does-not-substantiate-ban-ki-moon-assertions-on-weather-and-climate-say-125-scientists/https://wattsupwiththat.com/2017/02/25/richard-lindzen-petition-to-president-trump-withdraw-from-the-un-convention-on-climate-change/). Zwar gab es auch gegenteilige Appelle ebenfalls mit Beteiligung von Nobelpreisträgern, in diesem Falle allerdings fast ausschließlich von Geisteswissenschaftlern.

Angesichts fehlender Belege für eine Klimawirkung des anthropogenen CO2 spricht selbst das IPCC nur von „hohen Wahrscheinlichkeiten“ ohne diese quantifizieren zu können, wie es in referierter Fachliteratur eigentlich üblich ist. Worauf gründen nun Politik und Medien die angebliche Gefahr einer Erderwärmung? Wie bekannt, beruft man sich auf Modellrechnungen. Es sind eine große Zahl von Modellrechnungen veröffentlicht worden, die sehr unterschiedliche Voraussagen machen: von praktisch keiner Temperaturerhöhung bis zu dramatischen 7°C bis 2100. Welche dieser Modellrechnungen wäre nun zutreffend? Das entscheidet man in der Wissenschaft durch Vergleich mit Messungen.

Bild: Klimamodelle vs. Messungen

Die Ergebnisse des Vergleichs sind enttäuschend ( s. Bild ). Blau ist die mit Satelliten gemessene Erdtemperatur, Grün die „ offizielle“ Temperatur, die aus den Messungen der weltweiten Stationen errechnet wird. Die Modellrechnungen sind an die Jahre nach 1983 angepasst, entfernen sich danach aber immer weiter von den Messungen. Logische Folge: die Modelle sind unzutreffend, geben die Realität nicht richtig wieder, sind also zur Vorhersage nicht brauchbar. Auf solch falschen Modellen werden die drakonischen Maßnahmen der deutschen Politik gegründet.

Betrachtet man die mit dem Thema befassten begutachteten Fachpublikationen, so gab es noch im Jahr 2000 Berechnungen bis 6 °C globale Erwärmung bei Verdoppelung der atmosphärischen CO2 – Konzentration. Inzwischen häufen sich jetzt die Arbeiten für Gleichgewichtsmodelle bei 2 °C und für dynamische Modelle bei 1 °C ( siehe Fig. 1 in dieser Studie). Da die vorhandenen Kohlenstoffvorräte für eine Verdopplung nicht ausreichen, ist auch ganz unabhängig von unserer Analyse das Ziel des Pariser Klimaabkommens ohne irgendwelche Beschränkungen der Nutzung fossiler Brennstoffe garantiert.

* Horst-Joachim Lüdecke, Prof. Dr., HTW University of Applied Sciences, Saarbrücken, i.R.

* Carl Otto Weiss, Dr., Dir. und Prof. i.R., Phys. Techn. Bundesanstalt Braunschweig.




Was Sie schon immer über die Energiewende wissen wollten! Teil 2

Die Fortsetzung des aufklärenden Gespräches über die Energiewende. (Teil 2)

Teil 2 des Videos über die Energiewende, deren maßlose Kosten und verheerenden Folgen

Unsere Videos bieten Ihnen die Informationen, die in ARD und ZDF niemals gebracht wurden und wohl auch nicht gebracht werden dürfen ( nicht ohne Grund hört man inzwischen schon solche Bezeichnungen wie ARD = Amtlicher-Regierungsdemagogie-Dienst oder ZDF = Zensiertes-Deutsches-Fernsehen ). Wollen Sie daher weiter in grüner Dauerberieselung verharren oder sich besser doch einmal unabhängig informieren? Noch haben Sie in unserem Lande eine Wahl, nach dem September nicht mehr.
Heute sieht man nur noch junge Leute in der Straßenbahn, die während der ganzen Fahrt, ohne die Welt um sich herum wahrzunehmen, auf ihr Smartphone starren, tippen, ziehen, spielen und chatten. Erst beim aussteigen merken sie dann erstaunt, dass es draußen zu regnen anfing. Wir hoffen, dass es trotz dieser Mode-Erscheinung immer noch ausreichend viele Zeitgenossen gibt, die sich ernsthaft zu informieren wünschen und dafür auch bereit sind, ein wenig Konzentration und Zeit mitzubringen. Sollte dies nicht mehr gelten, können wir auch nicht mehr weiterhelfen. Smartphone-Süchtige dürfen sie dann aber nicht wundern, wenn sie plötzlich in einer Ökodiktatur anstatt in einem normalem Landregen aufwachen. Es gibt aber auch eine „gute Nachricht“: Smartphones sind wertvolle Hilfsmittel wenn man sie sinnvoll nutzt – so kann man zum Beispiel EIKE mit ihnen lesen und sich auch die hier vorgestellten Videos ansehen.