Hurrikan HARVEY: Verheerend – nicht beispiellos

Die Praxis, Hurrikane mit Namen zu versehen, war noch nicht in Mode, aber dieser Hurrikan der Stärke 4 brauchte keinen Namen, um zu einer wirklichen humanen Tragödie zu werden. Der Sturm brachte Windgeschwindigkeiten bis 145 mph [ca. 230 km/h] mit sich und eine Flutwelle in Höhe von 15 Fuß [ca. 4,5 m]*, welche die Stadt überflutete.

[*Die Flutwelle tritt immer im Zentrum eines Wirbelsturmes auf, wo der Luftdruck bis zu 100 hPa tiefer sein kann als in der unmittelbaren Umgebung. Aus hydrostatischen Gründen liegt der Meeresspiegel dort einfach höher. Mit der Windgeschwindigkeit selbst hat die Flutwelle nichts zu tun. Am. d. Übers.]

Die Schätzungen reichen von 6000 bis 12.000 Todesopfern. Dieser Verlust an Menschenleben war so extrem, dass die Texaner mit der schieren Masse von Leichen nicht fertig wurden. Sie waren gezwungen, Massengräber auszuheben, Lastkähne für Massenbegräbnisse auf See zu beschaffen und Massenverbrennungen von Leichen am Strand zu organisieren. Der Verlust an Häusern, Leben und Eigentum war erschütternd. Die Stadt Galveston wurde wieder aufgebaut, erreichte aber nie wieder den vorherigen Glanz.

Wie zu erwarten war, hatten manche Klima-Campaigner nichts Eiligeres zu tun als Hurrikan Harvey der globalen Erwärmung in die Schuhe zu schieben.

Das ist Unsinn!

Die Ausbeutung des Leidens in Texas zu Propagandazwecken ist sowohl schamlos als auch taktlos, genau wie es mit der Ausbeutung der Verluste durch die Hurrikane KATRINA und SANDY in der Vergangenheit war.

In Wirklichkeit genoss Amerika eine ausgedehnte Periode, in der kein einziger Hurrikan der Kategorie 3 oder höher auf das Festland übergetreten war. Zuletzt war das bei dem Hurrikan WILMA der Fall, welcher am 24. Oktober 2005 Florida heimsuchte – also vor 12 Jahren. Dieser Umstand war sehr unbequem für Al Gore und seine Kumpane im Geiste, die hysterisch darauf bedacht waren, jedwede natürliche Wettertragödie als die Folge der vom Menschen verursachten globalen Erwärmung zu verkaufen.

Die Klima-Simulationen des Teams Erwärmung sind nicht nur mit der Prophezeiung der ausgedehnten Hurrikan-Dürreperiode grandios gescheitert, sondern allgemein mit der ganzen Bandbreite von Extremwetterereignissen, welche insgesamt im Vergleich zur Historie sehr spärlich aufgetreten waren. Sie hätten bessere Ergebnisse mit dem Werfen von Münzen erzielt.

Die gute Nachricht lautet, dass obwohl es herzzerbrechendes Leid und Härten in Texas geben wird, wir darauf vertrauen können, dass wir nicht die Art Leid sehen werden, welche der Große Galveston-Hurrikan vor 117 Jahren mit sich gebracht hatte.

Die ökonomische Kraft und fortgeschrittene Technologien, die uns dank unserer freien Märkte zur Verfügung stehen (welche die Grünen verachten), ermöglichen rechtzeitige Warnungen, damit die Menschen sich vorbereiten und Evakuierungen vorgenommen werden können. Heute sind wir in der Lage, rasch zu Hilfe zu eilen und es den Menschen zu ermöglichen, mit den Folgen des Sturmes fertig zu werden.

Auch die Meteorologie hat gewaltige Fortschritte gemacht, solide Wissenschaft anstatt fadenscheiniger Klimawissenschaft. Wenn Meteorologen ihre Kurzfristmodelle nutzen, sind sie tatsächlich in der Lage, die Zugbahn von Hurrikanen genau vorherzusagen, womit sie viele Menschenleben retten.

Jeder, der Ihnen sagt, dass Hurrikan HARVEY deutlich weniger heftig ausgefallen wäre, hätte es nicht die industrielle Revolution gegeben, oder ausreichend Energie zum Dienste der Menschheit, will Ihnen etwas verkaufen – etwas, das Sie nicht kaufen wollen.

Tatsächlich ist das Gegenteil der Fall. Hurrikan HARVEY ist natürlich. Die Fähigkeit, ihm zu begegnen, ist dem Menschen geschuldet.

Die Fähigkeit des Kapitalismus‘ der freien Märkte, bedürftigen Menschen zu dienen, ist unübertroffen.

Die finanziellen Verluste durch Hurrikan HARVEY mögen heute größer denn je sein. Aber dafür gibt es einen einfachen Grund. Es ist NICHT die Stärke oder die Größe des Sturmes. Der Grund ist vielmehr, dass die Stärke unserer Wirtschaft die Werte von Eigentum auf dem Weg von HARVEY dramatisch hat steigen lassen. Da sehen wir wieder die Macht des freien Marktes. Es gibt keine gleichwertige ökonomische Kraft.

Heute gelten unsere Gedanken, Gebete und unser Beistand all denen, die von Hurrikan HARVEY betroffen sind.

Und jedem, der die von HARVEY angerichteten Schäden ausbeutet, um das Narrativ der globalen Erwärmung voranzutreiben, den Sozialismus oder die ihren Reichtum durch Subventionen der Regierung steigern wollen, sagen wir:

SPIELEN SIE NICHT MIT TEXAS!

Link: http://www.cfact.org/2017/08/26/hurricane-harvey-devastating-not-unprecedented/

Übersetzt durch Chris Frey EIKE




Reichweiten­hunger als Kollateral­schaden im Klima­kampf

Und so unterstützten – ja fordern – GRÜNE und NGOs, dass mit dem EEG auch zwingend die Elektromobilität erzwungen werden muss.

Scheitert die Elektromobilität an fehlenden Rohstoffen?

Nachdem vieles, was unsere alternativlose Kanzlerin anpackt aus reinem Machtkalkül geschieht, und außer horrenden Kosten ein Nutzen fehlt, zeigt sich inzwischen immer mehr, dass es bei der Elektromobilität ebenfalls so kommen kann [2].
Es ist inzwischen so offensichtlich, dass sich selbst die (Des-)Informationsseite der Regierungsberaterin veranlasst sah, darüber zu berichten. Wobei es um zwei Problemstellungen geht:
-Die Verfügbarkeit der wichtigen Rohstoffe und
-parallel deren Preisexplosion.
-Die in [2] beschriebene Giftproblematik der modernen Akkus wird – wohl um die Bürger nicht zu sehr zu verunsichern, aktuell nicht angesprochen.

KLIMARETTER.INFO, 22. August 2017: [3] Der Kobold im Elektroauto
Der kommende Boom in der Batterie-Produktion für E-Mobilität steigert die Nachfrage nach zwei Metallen, die sonst nur wenige Verwendungszwecke kennen: Kobalt und Lithium. Ob die Förderung schnell genug ausgeweitet werden kann, ist noch nicht sicher.
Wer vor einem Jahr sein Geld in „Kobolderz“ investiert hat, kann sich über einen Kursgewinn von über 100 Prozent freuen. Das nach den frechen Hausgeistern benannte Metall Kobalt hat sich innerhalb eines Jahres von 25.000 US-Dollar pro Tonne auf 57.500 Dollar verteuert. Das schwächste Glied in der Rohstoffkette ist dabei Kobalt. Mit einem Marktanteil von knapp 60 Prozent ist die Demokratische Republik Kongo, das frühere Zaire, der wichtigste Lieferant von Kobalterz. Dieses wird dann in China verhüttet. China bestreitet knapp die Hälfte der globalen Produktion von 100.000 Tonnen an verhüttetem Kobalt pro Jahr.
Ein weiteres Problem ist Kinderarbeit im informellen Kleinbergbau, aus dem rund ein Fünftel der kongolesischen Kobaltproduktion stammt. Mark Dummett von der Menschenrechtsorganisation Amnesty International
sagte zur Situation im Kongo: „Die glanzvolle Werbung für die neueste Technik steht im scharfen Kontrast zu Kindern, die Säcke voller Steine schleppen, und zu Bergleuten, die in engen Tunneln schwere Lungenschäden riskieren.“
Im Gegensatz dazu ist die Lithiumproduktion auf mehrere Länder verteilt, die politisch stabiler sind als der Kongo. Australien, Chile und Argentinien sind die wichtigsten Produzenten des Leichtmetalls. Doch auch dieses wird teurer: In den letzten zwei Jahren hat sich
der Preis für eine Tonne Lithiumkarbonat auf rund 20.000 Dollar mehr als verdreifacht.

Kann der neue „Weltretter-Guru“ E. Musk, das richten?

Solche Vorbilder haben dem Globus bisher gefehlt: [4] Musks Antrieb: „Für mich geht es nicht darum, Geld zu verdienen, sondern die Probleme der Menschheit zu lösen“ …
Das glauben vielleicht GRÜNE. Wenn man nachsieht, wie die Verluste seiner E-Autofabrikation vom US Steuerzahler (und irgendwann von den Aktionären) bezahlt werden, für ihn aber trotzdem immer etwas übrig bleibt [6], kann man das kritischer sehen. Und Experten sehen für seine selbstlosen Rettungspläne Gefahren aufziehen:

[3] Der Marktexperte Joe Lowry befürchtet aber, dass das auf längere Sicht nicht reicht und ein „mangelndes Lithiumangebot deutliche Probleme für die Batterie-Lieferkette im Jahr 2023 verursacht“. Lowry spottet denn auch über Elon Musk, den Chef des Elektroautoherstellers Tesla: „Elon Musk scheint zu denken, wenn er Autos baut, dann kommt auch das Lithium. Seine chaotische Lieferkette für Batterien sollte ihn aber davon überzeugen, sein kreatives Denken auf die banale Frage zu verwenden, wo die gigantischen Mengen an Lithium herkommen sollen, die er braucht.“ Musk lässt derzeit die größte Batteriefabrik der Welt, die „Gigafactory“, bauen.

Was passiert, wenn in Deutschland als Neuwagen nur noch Elektroautos zugelassen werden, die Rohstoffe dafür aber fehlen?

Ab dem Jahr 2030 (mit dem laut GRÜNEM Parteitagsbeschluss als Neuwagen nur noch Elektroautos zugelassen werden dürfen) sind praktisch alle Fabriken, welche bisher konventionelle Autos bauten stillgelegt. Die neuen für Elektroautos sollen mit 100 % Produktion beginnen, jedoch: Das Material für die Akkus fehlt.
Ein Szenario wie es im (aufgelösten) Heimatland unserer alternativlosen Kanzlerin nicht unbekannt war. Vielleicht kommen dann auch Liefertermine, wie man sie dort für Autos kannte: Mit dem 1. Schultag schon einmal vorsichtshalber das Auto bestellen und hoffen, dass es im Führerscheinalter lieferbar ist. Und gleichzeitig auch einen “Autosparvertrag“ abschließen, um die stetig steigenden Kosten durch die Rohstoffverteuerungen aufzufangen.
Zudem besteht die reale Gefahr, dass unsere fürsorgliche Regierung bis dahin auch erkennt, wie giftig wichtige Akku-Bestandteile sind [2] und diese nachträglich (wie Fassaden-Dämmstoff) zu teurem Sondermüll erklärt, der immense Zuatzkosten (für die Autobesitzer) verursacht.

Auch Strom ist so etwas wie Rohstoff

Ob man für sein E-Auto den Strom dann wie benötigt bekommt, wenn es Nacht oder neblig ist und auch kein Wind weht, weiß man dann natürlich immer noch nicht. Doch im Gegensatz zur ehemaligen DDR sind wir moderner und verteilen den Mangel dann „intelligent“ und mit mehr Aufwand.

An Lösungen wird gearbeitet

Wenn es bis dahin gelingt, die Fahrradautobahnen fertigzustellen und die Carsharingverfahren (Fahrzeug- und Strom-Mangelverwaltung mittels App) zur Reife zu bringen, ist das nachhaltige Paralleluniversum funktionsbereit und kann endlich getestet werden. Dazu noch ein Gesetz, dass der örtliche Versorger, oder lokale „Bürgerenergieverein“ in jeder Straße mindestens ein Elektroauto pro Nacht sicher vollladen muss und die Mobilität der kleinen Untertanen bleibt gesichert, beziehungsweise ist auf die nachhaltig zulässige reduziert.
Wer eine eigene Solaranlage mit Speicher sein Eigen nennt, hat es zumindest zeitweise, wenn das Wetter mitspielt, besser, da sich diese Anlagen als Mobilitätsgewinn endlich wieder lohnen. War schließlich auch Zeit, dass generöse Weltretter für ihre guten Taten belohnt werden.

Fachleute – Zum Klima und Energie in beliebiger Menge zu finden – können jedoch auch zu diesem Problem Lösungen vorweisen:
[7] „… zum einen muss unser Reichweitenhunger womöglich bescheidener ausfallen, damit es mit kleineren Batterien getan ist …“.
Wenn man solche Fachgenies nicht hätte, käme man wohl nie darauf. Auch bereichern solche Lösungen zumindest die deutsche Sprache: EIKE: Reichweitenangst, die neue Volkskrankheit.
Während die gemeinen Untertanen noch darüber lachen, bereitet sich unsere Wissenselite schon darauf vor und übt:

EIKE, 22.03.2017: Klimamönche*, alternativ: die Klimaelite unserer Behörden

Deutschland wird heimelig

Sarkastisch sei bemerkt, dass es damit eine wichtige Person der Weltgeschichte schaffen wird, Deutschland zu ihrer Pensionierung zurück in die kuscheligen Zustände ihres (inzwischen pleite gegangenen) Heimatlandes zu drehen.
Endlich gibt es dann: Energiemangel, Automangel, Mobilitätsmangel, und wegen der hohen Transportkosten auch Mangel an nicht einheimischen Lebensmitteln bei uns. Sogar die ausgeuferte, staatlich garantierte Sozialversorgung von damals fehlt nicht: Zumindest für noch nicht so lange bei uns wohnende Neubürger.

CO2-Wahnsinn, doch nicht aufzuhalten

Da es keinen eigenen Artikel wert ist, sei es hier ergänzend erzählt.
In einer Lokalausgabe der Nordbayerischen Nachrichten vom 25.08.2017 erschien ein Bericht über die letzte Stadtratssitzung eines Landkreisstädtchens: Die Sanierung der Mittelschule kostet (erste – von sicher noch vielen kommenden – Beichten) 100.000 EUR mehr. Tut weh, muss aber keiner der Honoratioren selbst bezahlen. War bei öffentlichen Bauvorhaben noch nie anders und deshalb: abgehakt.
Stadt und Stadträte wollen jedoch viel lieber gelobt werden. Mit welchem Thema kann das besser gelingen als dem der Rettung vor dem Klima. Jeder (EIKE-Leser) weiß: Sobald der Zauberbegriff „CO2“ fällt, setzt in Deutschland bei Behörden und unseren Medien mindestens der Verstand aus. Nachfrage nach dem wirklichen Nutzen [9]? Immer Fehlanzeige. Das wusste auch der Berichter der Kostenüberschreitung und argumentierte so vor dem Stadtrat.
NN: Eine Erfolgsmeldung hatte der Experte bei der Schulsanierung dann doch parat – zumindest für die Umwelt: „Die LED-Beleuchtung spart in 20 Jahren 675 Tonnen Kohlendioxyd“.
Was grämen Kosten (welche die Untertanen zahlen müssen), wenn die Rettung der Welt dafür umso erfolgreicher gelingt.

Quellen

[1] EIKE: Kinder-Bergarbeiter im Alter von vier Jahren erleben die Hölle auf Erden, damit SIE ein Elektroauto fahren können

[2] EIKE: Gefährliche Ladung – Die E-Auto sind Energieverschwender, die Batterien giftige Umweltsünder erster Klasse

[3] KLIMARETTER.INFO, 22. August 2017: Der Kobold im Elektroauto

[4] Wirtschafts Woche, 15. Dezember 2014: Lithium könnte ab 2020 knapp werden

[5] EIKE 24.08.2017: Deutschlands Autoindustrie: Mord auf offener Straße?-Ein perfides Spiel mit Klimaangst und fiktiven Abgas-„Todesopfern“ (2)

[6] THE EUROPEAN, 16.06.2017: Wann platzt die Tesla-Blase?

[7] Nordbayerische Nachrichten, Lokalausgabe, 26.08.2017: Wie „grün“ sind E-Autos wirklich?

[8] EIKE 26.07.2016: Reichweitenangst, die neue Volkskrankheit

[9] EIKE 16.09.2015: Nachgefragt: CO2 Minderungsprogramm der bayerischen Landesregierung – ohne den geringsten Klimanutzen, aber mit extremen Kosten

EIKE 11.06.2015: Mit CO2-Reduzierung retten wir die Welt – Einige Rechenspiele (nicht nur) für regnerische Nachmittage




Umfragen: Die einen sagen so – die anderen so!

Zugegeben, den größten Teil dieser schönen Schlagzeile habe ich von Henryk M. Broder auf ACHGUT geklaut. Und der entnahm sie vermutlich einem uralten, etwas delikatem Witz[1]. Doch uns beiden fiel wohl gleichzeitig einige Berichte über Umfragen auf, die zum Nachdenken Anlass geben.

Bei Broder liest sich das so:

Von Henryk.M. Broder.

Eine Emnid-Umfrage im Auftrag der BamS ergab, dass nur 29% der Bundesbürger das Thema „Zuwanderung“ als „äußerst oder sehr wichtig“ für ihre Wahlentscheidung halten. Eine Woche später ergab eine Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung, dass kein anderes Thema die Deutschen so sehr umtreibt „wie die Zuwanderung und Integration von Ausländern“. Seltsam, nicht wahr? Der Unterschied könnte mit der Methodik der Umfragen zu tun haben. Während Emnid einer wie immer „repräsentativen Auswahl“ von Bügern die Frage stellte „Wie wichtig sind Ihnen für Ihre Stimmabgabe bei der Bundestagswahl die folgenden Aufgabenbereiche?“ und die Bereiche auflistete, waren bei der GfK-Umfrage keine Antworten vorgegeben. Die Teilnehmer der Umfrage konnten „frei antworten, in Worte fassen, was sie am meisten besorgt“. – So einfach kann eine Erklärung für das Unerklärliche sein. Und wie einfach es ist, das Ergebnis einer Umfrage durch die Art der Fragestellung zu manipulieren.  / Link zum Fundstück

Bei mir war die Ausgangslage etwas anders. Es ging – natürlich- um die vermeintliche Klimaangst der Deutschen. Da behauptete z.B. die Berliner Morgenpost – eine Zeitung der Funke-Mediengruppe- dass, …die Mehrheit der Deutschen denkt laut einer jüngsten Umfrage des Kantar Emnid Instituts, dass Klimawandel das dringendste Problem der Gegenwart ist.“

Diese Erkenntnis des jetzt Kantar Emnid Institutes wurde recht breit auch in anderen Medien und nicht nur von Funke verbreitet.

Im Einzelnen findet man im Beitrag der Morgenpost:

Danach sagen 71 Prozent der Befragten, die Veränderung des Weltklimas bereite ihnen persönlich besonders große Sorgen. 65 Prozent führen neue Kriege als beherrschende Furcht an. Bei 63 Prozent sind es Terroranschläge, 62 Prozent nennen Kriminalität, und 59 Prozent ängstigen sich vor Altersarmut. Mit einigem Abstand folgt die Zuwanderung von Flüchtlingen (45 Prozent). Arbeitslosigkeit ist mit 33 Prozent die geringste der genannten Sorgen.

Weil mir diese Reihenfolge angesichts der täglichen Berichte in allen Medien komisch vorkam, nicht nur in Bezug auf das Klima, rief ich bei Kantar Emnid an, und bat um die Nennung der Fragestellung, die dieser Umfrage zugrunde lägen.

Man beschied mich abschlägig, da diese Eigentum der Funke Mediengruppe seien, und sie nicht darüber verfügen dürften. Und auch aus mehreren Artikeln anderer Medien konnte man nirgends entnehmen, wie und was gefragt wurde. Da gab ich auf.

Aber fast zeitgleich wurde eine Studie des PEW Centers mit 1000 Befragten in Deutschland (z.B. hier) veröffentlicht, die transparenter ist, und bei welcher der Klimawandel nur auf Pos. 3 der Besorgnisse landete. Aber immerhin noch von 63 % der Befragten angegeben wurde.

Und nun die Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GFK)!

Überraschung: Darin taucht die Angst vor Klimawandel überhaupt nicht auf.

Stattdessen steht die Furcht vor Zuwanderung/Migration deren Belastung und Kosten ja gerade erst beginnen sich in unserem Alltag zu verfestigen, an prominent erster Stelle.

Warum?

Weil die Befragten – oder soll man besser sagen- die beeinflussten Probanden diesmal- „frei antworten konnte, in Worte fassen, was sie am meisten besorgt“.

Die zu beantwortende Frage lautet: „Was sind Ihrer Meinung nach die dringendsten Aufgaben, die heute in Deutschland zu lösen sind?“

Und da liegt das Thema Zuwanderung/Migration mit ca. 63 %, also Riesenabstand, weit, weit vorn.

Die Angst vor Klimawandel kommt einfach nicht vor.

Die einen sagen eben so, die anderen so.

Wobei man zu Annahme kommen könnte, dass die einen die Meinungsmacher – genannt Umfrage-Institute- sind, während die anderen, die Leute von der Straße sind, also wir!

Und es drängt sich die Frage auf: Ist die Beeinflussung der Befragten nicht auch bei anderen Umfragen gängige Praxis?

Seufz! Fragen über Fragen.

Die weise Aussage eines Staatmannes „glaube keiner Statistik die Du nicht selber gefälscht hast“ bestätigt sich eben immer wieder.

 

[1] Der Witz geht so: Fragt ein Freund den anderen: „Na, wie ist denn Deine Frau so im Bett?“ Darauf der Andere: „Die einen sagen so, die andern so!“




Der größte Teil der jüngsten Erwärmung könnte natürlichen Ursprungs sein

Der Mainstream-Klimawissenschaft zufolge ist der größte Teil der jüngsten globalen Erwärmung unsere Schuld – verursacht durch menschliche CO2-Emissionen. Diese Prämisse ist eine spekulative Theorie über die Absorption und Emission infraroter Strahlung durch Kohlendioxid, welche auf das Jahr 1896 zurückgeht. Es wird nicht bestritten, dass CO2 infrarote Strahlung absorbiert. Unsicher ist lediglich die Sensitivität des Klimas hinsichtlich steigender atmosphärischer Konzentrationen.

Diese Sensitivität wurde vor über 120 Jahren von Svante Arrhenius erheblich überschätzt. Dennoch bestehen diese Übertreibungen in den Computer-Simulationsmodellen fort, welche die moderne Klimawissenschaft unterstreichen [2]. Wir wissen es einfach nicht, teilweise weil die entscheidenden Experimente niemals durchgeführt worden sind [2].

Was ich tatsächlich habe sind Spiele-Computer, auf denen künstliche neuronale Netzwerke laufen können. Diese sind eine Form des Lernens seitens der Maschine: man denke an Big Data und künstliche Intelligenz.

Mein Kollege Dr. John Abbot hat dieses Verfahren seit über einem Jahrzehnt angewendet, um die wahrscheinliche Richtung einer bestimmten Aktie an der Börse vorherzusagen – für morgen.

Seit dem Jahr 2011 habe ich mit ihm zusammen seine gleiche Technologie zur Vorhersage von Regenmengen angewendet – für jeweils den nächsten Monat und die nächste Jahreszeit [5, 6, 7]. Und es gibt jetzt eine Reihe von Studien in internationalen Klimawissenschafts-Journalen zur Anwendung dieses Verfahrens, wobei sich zeigte, dass dieses Verfahren bessere Ergebnisse liefert als die General Circulation Models des Australian Bureau of Meteorology bzgl. der Vorhersage der monatlichen Regenmenge.

Während des vergangenen Jahres haben wir diese Arbeiten erweitert, um Modelle zu konstruieren für die Vorhersage, welche Temperaturen herrschen würden beim Fehlen menschlicher CO2-Emissionen – für mindestens 100 Jahre.

Wir dachten uns: Falls wir die jüngsten Datengewinnungs-Verfahren anwenden, um natürliche Zyklen von Erwärmung und Abkühlung nachzustellen – im Einzelnen, um die Temperaturen des 20. Jahrhunderts beim Fehlen einer industriellen Revolution vorherzusagen – dann würde die Differenz zwischen den von den Modellen vorhergesagten Temperaturprofilen und den tatsächlichen Temperaturen eine Abschätzung erlauben, welcher menschliche Beitrag durch die Industrialisierung geleistet wurde.

Zuerst analysieren wir einige der längeren Temperaturreihen: Proxy-Reihen, welche bereits in der Mainstream-Literatur der Klimawissenschaft veröffentlicht worden waren.

Diese Aufzeichnungen basieren auf Dingen wie Baumringe und Korallen-Bohrkerne, welche eine indirekte Messung von Temperaturen der Vergangenheit zulassen. Die meisten dieser Aufzeichnungen zeigen Zyklen von Erwärmung und Abkühlung mit einer Fluktuation in einer Bandbreite von etwa 2°C.

Beispielsweise gibt es viele Beweislinien, die zeigen, dass es während eines unter der Bezeichnung Mittelalterliche Warmzeit bekannten Zeitraumes in Westeuropa etwa 1 Grad wärmer war. Tatsächlich gibt es Unmengen von veröffentlichen Verfahren auf der Grundlage von Proxy-Aufzeichnungen. Sie zeigen ein relativ warmes Temperaturprofil für diesen Zeitraum [7]. Er korrespondiert mit dem Bau von Kathedralen in ganz England, und vor der Kleinen Eiszeit, als es zu kalt für die Besiedlung von Grönland war.

Ich datiere die MWP von 986, als die Wikinger sich in Südgrönland ansiedelten, bis 1234, als ein besonders kalter Winter den letzten in Deutschland wachsenden Olivenbäumen den Garaus machte. Ich datiere das Ende der Kleinen Eiszeit auf das Jahr 1826, wenn Upernavik in Nordwest-Grönland wieder unbewohnbar war – nach einem Zeitraum von 592 Jahren.

Die derzeitige Bewohnbarkeit von Upernavik korrespondiert auch mit dem Beginn des Industriezeitalters. Zum Beispiel war es am 15. September 1830, als der erste Kohle-Zug aus Manchester in Liverpool ankam: manche machen dies als den Beginn der Modernen Ära aus, gekennzeichnet durch schnelle, fossil betriebene Transporte für Massen in kurzer Zeit.

Das Ende der Kleinen Eiszeit korrespondiert also mit dem Beginn der Industrialisierung. Aber verursachte die Industrialisierung globale Erwärmung?

In unserer im GeoResJ veröffentlichten Studie stellen wir die Hypothese auf, dass ein künstliches neurales Netzwerk (ANN), angepasst an Proxy-Temperaturdaten bis zum Jahr 1830, in der Lage wären, die kombinierten Auswirkungen natürlicher Klimazyklen während des 20. Jahrhunderts vorherzusagen.

Wir analysierten sechs Proxy-Reihen aus verschiedenen Regionen, wobei hier das Komposit der Nordhemisphäre diskutiert wird. Die Temperaturreihe beginnt im Jahre 50 und endet im Jahr 2000. Abgeleitet ist sie aus Pollen, See-Sedimenten, Stalagmiten und Bohrlöchern. Typisch für derartige Proxy-Temperaturreihen ist der Zick-Zack-Verlauf innerhalb einer Bandbreite von vielleicht 0,4°C über einen kurzen Zeitraum von vielleicht 60 Jahren. Über den längeren, fast 2000 Jahre langen Zeitraum zeigt sich ein Erwärmungstrend bis etwa zum Jahr 1200, wonach es bis zum Jahr 1650 abwärts geht, um danach bis zum Jahr 1980 wieder zu steigen – um dann bis zum Jahr 2000 wieder zu sinken. Siehe in Abbildung 12 unserer neuen Studie in GeoResJ.

Abbildung 1: Proxy-Temperaturreihe (blau) und ANN-Projektion (orange) auf der Grundlage des Inputs aus der Spektralanalyse für dieses Multiproxy der Nordhemisphäre. Das ANN wurde für den Zeitraum für den Zeitraum 50 bis 1830 ausgerichtet, der Test-Zeitraum lief von 1830 bis 2000.

Die Abnahme am Ende der Aufzeichnung ist typisch für viele derartige Temperatur-Rekonstruktionen und in der technischen Literatur bekannt unter der Bezeichnung „Divergenz-Problem“. Um es klar zu sagen: während Temperaturaufzeichnungen auf der Grundlage von Thermometern und Satellitenbeobachtungen allgemein im Verlauf des 20. Jahrhunderts eine Erwärmung zeigen, zeigt die Proxy-Aufzeichnung, welche herangezogen wird, um die Temperaturänderungen der letzten 2000 Jahre zu beschreiben – ein Zeitraum, der Thermometern und Satelliten vorausgegangen war – allgemein ein Absinken ab dem Jahr 1980, zumindest für die Messpunkte auf der Nordhemisphäre, wie die Abbildung zeigt. Dies ist besonders bei Baumringen der Fall. Anstatt diesen Umstand anzusprechen sind die relevanten Klimawissenschaftler dafür bekannt, instrumentelle Temperaturreihen den Proxy-Reihen von 1980 aufzupfropfen, um buchstäblich den ;Rückgang zu verschleiern‘ [8].

Unter Verwendung der Proxy-Aufzeichnung des Komposits der Nordhemisphäre erzeugten wir eine Vorhersage für den Zeitraum von 1830 bis 2000, nachdem wir sie mittels einer Signal-Analyse zerlegt haben und dann die resultierenden Sinuswellen als Input in ein ANN verwendet hatten.

Abbildung 13 aus unserer neuen Studie im GeoResJ zeigt, wie gut die Proxy-Temperaturaufzeichnung (blaue Linie) und unsere ANN-Vorhersage (orange gestrichelte Linie) von 1880 bis 2000 zusammenpassen. Beide Linien zeigen eine allgemeine Zunahme der Temperaturen bis etwa 1980 gefolgt von einer Abnahme.

Abbildung 2: Proxy-Temperaturreihe (blau) und ANN-Projektion (orange) für eine Komponente des Testzeitraumes 1880 bis 2000.

Die mittlere Divergenz zwischen der Proxy-Temperaturaufzeichnung aus diesem Nordhemisphären-Komposit und der ANN-Projektion für diesen Zeitraum 1880 bis 2000 beträgt lediglich 0,09°C. Dies zeigt: selbst wenn es keine industrielle Revolution und die Verbrennung fossiler Treibstoffe gegeben hätte, wäre es immer noch zu einer gewissen Erwärmung im 20. Jahrhundert gekommen – mindestens bis 1980.

[Hervorhebung vom Übersetzer]

Betrachtet man die Ergebnisse aller sechs geographischen Gebiete wie in unserer Studie besprochen, zeigt der Output der ANN-Modelle, dass die Erwärmung durch natürliche Klimazyklen im Verlauf des 20. Jahrhunderts in der Größenordnung von 0,6°C bis 1°C gewesen wäre., abhängig von der geographischen Lage. Die Differenz zwischen dem Output der ANN-Modelle und der Proxy-Aufzeichnungen beträgt höchstens 0,2°C; dies war die Lage für die Studien von der Schweiz und Neuseeland. Folglich zeigen wir hiermit, dass der Beitrag der Industrialisierung zur Erwärmung während des 20. Jahrhunderts in der Größenordnung von 0,2°C gelegen hätte.

[Hervorhebung vom Übersetzer].

Die Schätzungen des IPCC schätzen die Erwärmung mit etwa 1°C, ordnen diese aber ausschließlich der Industrialisierung zu.

Das IPCC kommt mit einer sehr viel anderen Abschätzung daher, weil es im Wesentlichen die Proxy-Temperaturreihen neu modelliert, bevor sie sie vergleichen mit dem Output der General Circulation Models. Beispielsweise folgerte das IPCC im letzten Zustandsbericht:

„Auf der Nordhemisphäre war der Zeitraum von 1983 bis 2012 wahrscheinlich der wärmste 30-Jahre-Zeitraum der letzten 1400 Jahre“.

Falls wir 1400 Jahre zurückgehen, sind wir in der Periode, welche unmittelbar auf den Zerfall des Römischen Imperiums folgte und der Mittelalterlichen Warmzeit vorangegangen war. Damit leugnet das IPCC schlicht und ergreifend, dass es während der Mittelalterlichen Warmzeit mindestens so warm war wie derzeit.

Die offizielle Konsens-Wissenschaft lautet: Temperaturen der letzten 1300 Jahre sind flach verlaufen und dann nach dem Jahr 1830 und mit Sicherheit nach 1880 rasant zu steigen – ohne Abnahme im Jahr 1980.

Klar gesagt: Während die Mainstream-Klimawissenschaft angefüllt ist mit veröffentlichten Studien zu Proxy-Temperaturen, die zeigen, dass die Temperaturen zyklisch gestiegen und gefallen sind während der letzten 2000 Jahre – mit Wärmespitzen zur Mittelalterlichen Warmzeit und dann um das Jahr 1980 (Abbildung 12) – leugnen die offiziellen IPCC-Konstruktionen (welche dem Paris-Abkommen zugrunde liegen) derartige Zyklen. Auf der Grundlage dieses Leugnens können Führer innerhalb dieses ach so verehrten Gremiums behaupten, dass es etwas Ungewöhnliches hinsichtlich der gegenwärtigen Temperaturen gebe: dass wir durch die Industrialisierung eine katastrophale globale Erwärmung haben.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/08/23/most-of-the-recent-warming-could-be-natural/

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Eine Studie zum gleichen Thema gibt es von H.J. Luedecke, C.O.Weiss; The Open Atmospheric Science Journal 2017, 11, 44-53. Eine Zusammenfassung davon zeigt Anhang 1. Die ausführliche Studie zeigt das PDF in Anhang 2. Die Autoren dieser Studie sind damit auch an die Autorin des obigen Beitrags herangetreten, und zwar mit dem folgenden Begleitbrief [Rückübersetzung]:

Dear Jenny

Our last paper ( attached with a summary ) comes to exactly your result. Different from your work we Fourier-analysed the 2000 year proxy data and obtain 3 dominant cycles ( known before from local studies ). The Proxy Data smoothed by 30 year running average ( definition of „climate“ ) yields the climate . This climate curve shows all historically known temperature extrema. The 3 dominant cycles alone yield the temperature increas from 1850 to 1995, as well as the present temperature plateau.

Thus there is little doubt that the influence of CO2 is minor.

Carl

Dear Jenny,

in unserer jüngsten Studie (beigefügt mit einer Summary) sind wir genau zu dem gleichen Ergebnis gekommen. Anders als Sie es gemacht haben, haben wir die 2000 Jahre alten Proxy-Daten einer Fourier-Analyse unterzogen und 3 dominante Zyklen gefunden (die durch lokale Studien schon zuvor bekannt waren). Die über 30 Jahre gleitend gemittelten Proxy-Daten (Definition von „Klima“) ergeben das Klima. Diese Klimakurve zeigt alle historisch bekannten Temperaturextreme. Die drei dominanten Zyklen allein ergeben den Temperaturanstieg von 1850 bis 1995 ebenso wie das gegenwärtige Temperaturplateau.

Folglich gibt es kaum Zweifel daran, dass der CO2-Einfluss sehr gering ist.

Anhang_1                                  Anhang_2

Übersetzt von Chris Frey EIKE




WAHLKAMPFPANIK! Stickoxide und die Daten des Umweltbundesamtes

Der Kampf gegen das Auto geht weiter. Bundesumweltministerin Hendricks mit dem sagenhaften Absturz der SPD im Nacken, legte mit einer Untersuchung des Umweltbundesamtes nach. Neue Steuerprogramme allein seien nicht genug, um den Stickoxid-Ausstoß der Fahrzeuge ausreichend zu verringern.

Am 2. August beschlossen Autohersteller und Politik beim Diesel-Gipfel bekanntlich eine Reihe von Maßnahmen, damit die Messwerte auch an den Stellen in der Stadt niedriger werden, an denen die Messstellen an einigen Tagen höhere Werte anzeigen. Drei Wochen später wissen die Fachleute im Umweltbundesamt bereits, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen.

 

Abgasskandal durch Grenzwertwillkür?

Austauschprämie für neue Autos und ein Update der Steuersoftware nützten nichts. Hendricks fordert jetzt mit Panik vor der Bundestagswahl vor der Türe eine Nachrüstung der Fahrzeuge. Sie hat wohlweislich nicht dazu gesagt, ob zusätzliche Filter mit ihren tiefen Eingriffen in die komplizierten Motorverhältnisse technisch und finanziell möglich sind. Das dürfte vor allem in den meisten mit Technik eng vollgestopften Kleinwagen ein Ding der Unmöglichkeit sein.

Der Händlerverband klatscht freudig und plädiert vehement für eine Nachrüstung. An der verdient er am meisten. Ob die Autos später einwandfrei laufen, kann egal sein, im Zweifel verdienen die Werkstätten auch mit Nacharbeiten.

Zusätzlich schlagen die Kampftruppen der Abmahnorganisation Deutsche Umwelthilfe (DUH) in dieselbe Kerbe. Nach den PR-trächtigen Klagen unter anderem in Stuttgart will sie gegen 45 weitere Städte klagen.

»Wir fordern saubere Luft bereits im Jahr 2018 für alle 62 Städte, die aktuell die NO2-Grenzwerte um 10 Prozent oder mehr überschreiten“, sagte der DUH-Geschäftsführer Resch. Noch ist er gnädig: Die DUH gebe den zuständigen Städten und Landesbehörden die Möglichkeit, der Organisation mitzuteilen, ob sie geeignete Maßnahmen ergreifen wollen, damit 2018 in den betroffenen Städten die Stickoxid-Grenzwerte unterschritten werden. Aber wehe, droht in markigen Worten die durch nichts außer dem Willen zum Geldabzocken legitimierte NGO, »wenn die Antworten nicht zufriedenstellend ausfallen, werden wir weitere Rechtsverfahren prüfen und gegebenenfalls kurzfristig einleiten«.

 

Der vorzeitige Todesfall als Herrschaftsinstrument unserer Zeit

Diese Auseinandersetzung hat mit den wirklichen Verhältnissen in den Städten nicht mehr viel zu tun. Stickoxide in den Städten sein zu hoch, sagt zwar die Bundesumweltministerin gerne immer wieder laut. Doch mit dieser Aussage steht sie im Widerspruch zu den Fakten, die das ihr unterstellte Umweltbundesamt veröffentlicht. Dessen Daten sprechen eine andere Sprache.

Sie bestätigen, was jeder auch wahrnehmen kann: Die Werte für Luftschadstoffe sind in den vergangenen knapp 30 Jahren in den Städten dramatisch gesunken. Das zeigen die Ergebnisse der Messungen, wie sie das Umweltbundesamt veröffentlicht. Das listet für jedermann gut sichtbar in nationalen Trendtabellen die Entwicklung der Emissionen seit 1990 auf, sauber nach den einzelnen Schadstoffen unterteilt. In der Tabelle für Stickstoffoxide finden wir für das Jahr 1990 bundesweit hochgerechnet noch einen Gesamtwert von 2,887 Mio Tonnen Ausstoß.

Die Kurve in der Tabelle geht nach unten, die Werte sinken seit 27 Jahren kontinuierlich. Für das Jahr 2015 liest man in der Tabelle den Wert von 1,186 Mio Tonnen pro Jahr ab. Das bedeutet: fast 40 % weniger Stickoxide in der Luft als 1990.

 

Deutsche Umwelthilfe (DUH) – Klage gegen Stuttgart

Interessant ist die Aufschlüsselung nach den einzelnen Quellen: Das verarbeitende Gewerbe nimmt einen sehr geringen Anteil ein, ebenso die Energiewirtschaft, also im wesentlichen die Kraftwerke. Hier haben sich die mit Millionaufwand eingebauten Filteranlagen bezahlt gemacht. Den größten Anteil hat naturgemäß der Verkehr. Dessen Anteil an den Stickoxiden geht am stärksten kontinuierlich zurück. Ein Ergebnis der Verbesserungen der Motorforschung und verbesserten Antriebstechnik im Automobilbau.

Halten wir fest: Die Luft in den Städten ist nach den Angaben des Umweltbundesamtes in den vergangenen 30 Jahren deutlich sauberer geworden.

Nimmt man jetzt noch die Aussagen von Fachärzten, nach denen die Stickoxid-Belastung kein Problem darstellt, bleibt die die Frage: Worüber reden wir eigentlich?

Die Frage stellt sich, was mit der aktuellen Diskussion bezweckt werden soll. Vor allem muss die Bundesumweltministerin die Frage beantworten, warum sie wieder besseres Wissen vor die Kameras tritt und falsche Behauptungen aufstellt. Die Daten, die ihr eigenes Haus veröffentlicht, sprechen eine andere Sprache als Hendricks im Wahlkampf und eine DUH, die das Geld der kleinen Leute abzockt, die den Spaß bezahlen müssen.

Es gibt nur eine Lösung: Grenzwerte wieder rauf, damit die unselige Auseinandersetzung beendet ist. Mit Fragen der Gesundheit hat sie nämlich nicht das Geringste zu tun. Die dürften einem wie Resch sonstwo vorbeigehen.

Quelle: Daten des Umweltbundesamts