Nachträgliche Artikeländerung bei der New York Times – leider nicht nur bei Rechtschreibfehlern

Vor kurzem stolperte ich über einer dieser Revisionen. Innerhalb von Stunden änderte sich die Beschreibung von Scott Pruitt, dem neu ernannten EPA-Chef, in der NY Times von einem „Verbündeten der fossilen Brennstoffindustrie“ zu einem „Klimawandel-Dissident“, zu einem „Klimawandel-Leugner“.

Etwas später erhielt ich einen Hinweis auf eine hilfreiche Website. Newsdiffs.org archiviert mehrere Versionen von Nachrichten und zeigt die Unterschiede zwischen ihnen. Dieser Artikel wurde mindestens sechsmal nach seiner ursprünglichen Publikation überarbeitet oder umgeschrieben, alles ohne Notiz an die Leser.

Zum Thema Klimadiskussion ist die bedeutendste Revision der Ersatz des Begriffs „Klimaskeptiker“ durch „Klima-Leugner“. Bezeugt ist auch der Versuch, eine Schadensbegrenzung zu machen, wie z.B. „Obamas neue Klimaschutzbestimmungen“ durch „Obamas neuen saubere Luftregulierung“ zu ersetzen, was Reportern vermutlich aus erster Hand von Regierungsbeamten aufgezeigt wurde.

 

Beispiele, auf die Klimadebatte beschränkt

Der folgende Artikel wurde komplett gegenüber seiner ursprünglichen Version vom 14.-15. Januar neu geschrieben. Dann, am 18. Januar, der Satz, „Obamas neue Klimaschutzverordnungen zwingen elektrische Versorgungsunternehmen zum Abschalten von Kohlekraftwerken“, wurde umgeschrieben, indem sie den Begriff „Klimawandel“ durch „saubere Luft“ ersetzten und so wurde: „Obamas neue Vorschriften für saubere Luft treiben elektrische Versorgungsunternehmen zum Stilllegen von Kohlekraftwerken „:

http://newsdiffs.org/article-history/www.nytimes.com/2016/01/15/us/politics/in-climate-move-obama-to-halt-new-coal-mining-leases-on-public-lands.html

(Von CORAL DAVENPORT)

Mehrfache Änderungen, inklusive Änderung des Wortes  Skeptiker  in  Leugner  im Titel:

http://newsdiffs.org/diff/1376719/1376823/https%3A/www.nytimes.com/2017/04/12/climate/scott-pruitt-epa-endangerment-finding.html (Von CORAL DAVENPORT) Der Artikel wurde 14-mal revidiert:

http://newsdiffs.org/article-history/www.nytimes.com/2016/11/22/us/politics/donald-trump-visit.html

(Von MICHAEL D. SHEAR, JULIE HIRSCHFELD, MAGGIE HABERMAN)

Mehrfache Änderungen, einschließlich der Autoren:

http://newsdiffs.org/article-history/www.nytimes.com/2017/01/18/science/earth-highest-temperature-record.html (Von JUSTIN GILLIS und JOHN SCHWARTZ). In diesem Beispiel werden mehrfache Änderungen des Hauptteils gezeigt:

http://newsdiffs.org/diff/1337675/1337968/www.nytimes.com/2017/01/18/science/earth-highest-temperature-record.html

Der Beitrag wurde komplett umgeschrieben:

http://newsdiffs.org/diff/1335678/1336522/www.nytimes.com/2017/01/15/business/world-economic-forum-davos-shifting-us-stance-on-climate

Ein anderer Beitrag der komplett umgeschrieben wurde:

http://newsdiffs.org/diff/1309853/1309964/www.nytimes.com/2016/12/02/science/global-warming-daily-mail-breitbart.html (Von HENRY FOUNTAIN)

Mehrfache substantielle Änderungen:

http://newsdiffs.org/article-history/www.nytimes.com/2016/10/15/world/africa/kigali-deal-hfc-air-conditioners.html (Von CORAL DAVENPORT)

Zum Zeitpunkt dieses Schreibens, sind einige dieser Artikel bereits anders als ihre letzten Versionen in Newsdiffs. Wahrscheinlich überwacht Newsdiffs die Nachrichtenartikel nur für kurze Zeit. Auch der Online Dienst der NY Times kann verschiedene Versionen des gleichen Artikels an verschiedene Leser senden.

 

Erinnerung an den BBC-Skandal im Jahr 2008

Dies erinnert an den bekannten BBC-Skandal, als die BBC einen veröffentlichten wetterbezogenen Artikel veränderte, um mehr klimaalarmistisch zu sein, nach dem Wechsel einiger E-Mails mit Jo Abbess, einem Klimaaktivisten, der sich danach damit brüstete. (Siehe auch JM1 und JM2). Eine Sache, die der Aufmerksamkeit entging: Jo Abbess war aktiv an der lokalen Agenda 21 (Poole Agenda 21) beteiligt und war mit anderen britischen Alarmisten Organisationen verbunden. Der veröffentlichte E-Mail-Austausch zwischen dem armen Roger Harrabin [Redakteur NYT] und Jo Abbess war nur ein kleiner Teil der Druck- und Gehirnwäsche-Kampagne, der die BBC erlag.

[Einschub vom Übersetzer:

Der obige Link JM1 führt zu einer Beschreibung des Schriftwechsels eines Alarmisten mit der BBC, der solange drängte, bis die BBC ihre Nachricht geändert hat.

Anstatt die von der World Meteorological Organization erhaltene Information zu berichten [beizubehalten!], veränderte die BBC die von dem Aktivisten geforderte Aussage, die in ihrer ursprünglichen Form die korrekte Beobachtung der „Skeptiker“ unterstützte, dass es seit 1998 keine Erwärmung gab. Hier nur ein E-Mail der Serie.

from Roger Harrabin

to Jo Abbess ,

date Fri, Apr 4, 2008 at 10:23 AM

subject RE: Angeforderte Korrektur: Globale Temperaturen „gehen zurück”

Dear Jo

Es ist keine Korrektur nötig

Wenn der Generalsekretär der WMO mir sagt, dass die globalen Temperaturen zurückgehen werden, werden wir das berichten.

Es gibt Wissenschaftler, die in Frage stellen, dass die Erwärmung so wie vom IPCC projiziert weitergehen wird.

Best wishes

RH

***

WMO World Meteorological Organization

Ende Einschub]

 

Fußnoten

Kurioserweise wurde newsdiffs.org mit der Finanzierung von der linken Knight-Stiftung gegründet, vor allem mit der Absicht, die Umarbeitungen zu entdecken, die Konservative anspricht. Newsdiffs.org wurde von der NY Times im Jahr 2012 abgedeckt. Anscheinend hatte NY Times damals noch einige Integrität. Die NY Times hat spätestens seit 2015 eine heimliche Revision durchgeführt und scheint nach den Wahlen ihre Häufigkeit und den Schärfegrad zu erhöhen. Auf meiner Website werde ich werde weitere Beispiele posten, für verdeckte Überarbeitung von Inhalten und falsche Nachrichten.

 

Newsdiffs.org überwacht nur fünf Webseiten und ist nicht einfach zu durchsuchen (Anthony Watts schlägt vor, https://web-beta.archive.org/web/*/newsdiffs.org zu verwenden), aber die Software ist offen und unter https: //github.com/ecprice/newsdiffs erhältlich.

Danke an H.J. für die Zusammenarbeit bei der Recherche und dem Schreiben dieses Artikels.

 

Fußnote von Anthony Watts zu Änderungen

WUWT hat gelegentlich Änderungen an [bereits veröffentlichten] Beiträgen und hat eine Richtlinie dafür:

Geschichten, die gepostet wurden, können in der ersten Stunde nach dem ersten Erscheinen bearbeitet werden. Manchmal werden Fehler oder Irrtümer (vor allem bei der Formatierung) nicht gesehen, bis der Post veröffentlicht ist. Wenn etwas nicht richtig aussieht und der Post brandneu ist, probieren wir es gleich zu verbessern. Natürlich, wenn nach einer Stunde noch etwas falsch ist, zögern Sie nicht, uns einen Kommentar zu hinterlassen.

Der Hauptgrund für die Nacharbeit von Artikeln bei WUWT sind die Rechtschreibung und Formatierungsfehler und diese werden in der Regel in der ersten Stunde entdeckt. Manchmal werden nur einfache Fehler gemacht, im Text oder im Titel und die Leser entdecken sie fast sofort. Ein gutes Beispiel ist in New ‘Karl-buster’ paper confirms ‘the pause’, and climate models failure.. Das Wort „sleight“ [Kunststück, Trick] wurde als “ slight“ [gering] falsch geschrieben und das wurde sofort korrigiert und mit Dank an den Kommentator, der das entdeckte, notiert.

Manchmal gibt es Fehler in Bezug auf die Rechtschreibung im Titel, wie bei dem Beitrag: AL.com thinks ‘global warming’ is increasing ticks in Alabama, except it’s cooled over the last century there

Ich vertippte mich mit AI anstatt ursprünglichem AL, also musste ich das beheben. Ich habe eine Notiz am unteren Rand des Artikels hinterlassen:

Anmerkung: ca. 5 Minuten nach der Veröffentlichung wurde der Titel geändert, um ein Rechtschreibfehler zu korrigieren.

Und gelegentlich haben wir einen sachbezogenen Fehler in dem Artikel. Diese werden entweder über „Durchstreichungen“ behandelt (wenn der Fehler über mehrere Wörter geht) oder als ein oder zwei Wörter in [Klammern], wenn es eine einfache Korrektur ist.

Wir sind hier nicht perfekt bei WUWT, niemand, der online veröffentlicht, ist es, aber ich versuche, dafür zu sorgen, dass Fixes den Lesern bekannt werden.

*** Dem vorstehendem kann ich mich nur anschließen, Demmig ***

 

Erschienen auf WUWT am 19. April 2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://wattsupwiththat.com/2017/04/19/proof-the-new-york-times-stealthily-revises-its-articles-after-publication/




US-Klimasite für Kinder fällt durch

Der Artikel begann mit dem Versuch, den Leser davon zu überzeugen, dass das Hinzufügen von Kohlendioxid zum Wasser dieses immer versauert. Während dies für Süßwasser zutreffend ist – Süßwasser kann leicht versauern mit einem pH-Wert unter 7 infolge des gelösten Kohlendioxids – ist dies für Meerwasser definitiv falsch. Meerwasser enthält hohe Salzkonzentrationen. Und während die meisten Leute glauben, dass das Salz im Meerwasser Tafelsalz ist (Natriumchlorid) enthält es aber auch hohe Konzentrationen von Salzen wie Karbonaten und Bikarbonaten. Dies sind Säure bindende Substanzen, welche das Meerwasser alkalisch machen (basisch: pH über 7) und nicht sauer. Der Säurebinder Alka-Seltzer ist im Wesentlichen Natrium-Bikarbonat.

Wenn sich CO2 in Meerwasser löst, bildet sich Kohlensäure, chemisch als eine schwache Säure klassifiziert. Allerdings sind Karbonate und Bikarbonate Salze dieser schwachen Säure, und wenn eine schwache Säure mit einem dieser Salze zusammenkommt, bildet sich etwas, das als Puffer-System bekannt ist. Puffersysteme halten den pH (welcher festlegt, ob etwas sauer oder alkalisch ist) konstant. Unsere Ozeane sind gigantische Puffersysteme, bis zu einem pH-Wert von etwa 8,2. Der tatsächliche pH-Wert eines jeden Puffersystems hängt ab vom Verhältnis der Konzentrationen schwacher Säuren oder schwacher Basen zu ihren Salzen.

Komischerweise ist das CO2-Bikarbonat-Puffersystem genau das gleiche Puffersystem, welches den pH des menschlichen Blutes auf einem konstanten Wert von 7,4 hält. Unser Blut ist etwas weniger alkalisch (und liegt nahe an einem neutralen pH-Wert von 7) als Meerwasser, weil die Konzentration gelösten CO2 im Blut etwa 130 mal größer ist als im Meerwasser. Um Meerwasser tatsächlich mit CO2 zu versauern (d. h. dessen pH-Wert unter 7 zu drücken), müsste das CO2-Niveau in der Atmosphäre auf etwa 70.000 ppmv zunehmen, verglichen mit den 400 ppmv von heute.

Ich möchte allen Pingeligen darauf hinweisen, dass diese Zahlen Näherungswerte sind, weil der pH abhängig ist von der Temperatur und anderen Lösungseigenschaften. Zum Beispiel liegt die Temperatur des Blutes bei etwa 37°C; die von Meerwasser dagegen schwankt zwischen etwa 2°C nahe den Polen und etwa 30°C am Äquator. Die Trennung zwischen saurem und alkalischem Wasser (neutral) liegt bei nur 25°C.

Außerdem gilt im Gegensatz zum allgemeinen Glauben, dass falls eine Lösung weniger alkalisch ist, sie deswegen noch lange nicht saurer ist. Es ist nicht so wie bei „heiß oder kalt“, was immer relativ zur Umgebung gilt. Laut Definition kann eine Lösung nicht gleichzeitig sauer und alkalisch sein. Bei 25°C ist eine Lösung sauer, falls der pH-Wert unter 7 liegt, und alkalisch, falls er über 7 liegt. Eine Lösung nahezulegen, die mit einem pH von 8,1 saurer ist als eine mit einem pH von 8,4 ist eine komplette Fehlinterpretation des Konzeptes von sauer und basisch.

James Barrante of Cheshire is a retired college professor of physical chemistry.

Link: http://icecap.us/index.php/go/icing-the-hype vom 5. April 2017

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Bemerkung des Übersetzers: Unabhängig vom fachlichen Inhalt des beschriebenen Tatbestandes, derfür sich vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen auch ziemlich interessant ist: Die Indoktrination von Kindern scheint umfassend und vollständig zu sein. Und inzwischen schlägt das auch auf die hiesige Grundschule durch, an der ich bei der Betreuung der SchülerInnen ehrenamtlich arbeite. – C. F.




Wenn schon pleite, dann aber richtig ! Ein Nachruf auf die „Smart region Pellworm“

Ach, Du liebe Smart Region, wie warst Du uns, den Fans der Energiewende, doch lieb und teuer, vor allem jedoch teuer, sodass wir nun Abschied nehmen müssen, denn Dein Ziehvater, das HanseWerk, Tochter von EON, sieht keine Chance mehr, Dein Leben durch weitere Alimentation noch zu erhalten. Einziger Trost, wenn Du nun bald auf dem Müllhaufen der gescheiterten Projekte und Planungen der Energiewende entsorgt wirst, da bist Du nicht alleine, da liegt schon jede Menge anderes, und es kommt bald noch mehr dazu.

Dabei hatte es doch so vielversprechend angefangen, 2013, auch der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Torsten Albig, war gekommen, um im feierlichen Rahmen der Prominenz Deinen Start mit den Worten zu begrüßen: „Hier wird dezentrale Stromgewinnung mit innovativer Speichertechnik und gutem Netz-Management verknüpft“. Dass es mit dem Verknüpfen dann doch nicht so einfach war, auch wenn man reichlich Geld reinknüpft, zeigte auch der Ergebnis-Bericht, der im letzten Herbst erschienen ist, äußerte man sich trotz der sichtbar gewordenen Schwächen noch optimistisch, es heißt: „dass ein wirtschaftlicher Batteriebetrieb zukünftig zu erwarten ist.“ , und man hatte „Geschäftsmodelle“ entwickelt, bei denen allerdings schon erste Zweifel laut wurden: „„Die monetäre Analyse der Geschäftsmodelle zeigt, dass derzeit keines der entwickelten Modelle die Investitionskosten der Großspeicher deckt.“.

Mit dieser Einschätzung im Bewusstsein, dass das System zwar kränkelt aber doch noch gerettet werden wird, habe ich dann im Oktober letzten Jahres einen smarten Besuch auf der Insel gemacht. In dem zugehörigen Sonnen-Pavillon konnte ich ein echtes Stück Öko-Käsekuchen genießen (mit EE-Strom gebacken), serviert von der freundlichen Bedienung, denn in dieser Jahreszeit war die Saison gelaufen, und den dann selten gewordenen Gästen begegnete man überall auf der Insel sehr entgegenkommend. So konnte ich dann auch von den beiden Speichern, ein Li-Ionen-Speicher und ein Redox-Flow-Speicher, noch ein Foto machen, zur Erinnerung also, und seltsam, wie eine Vorahnung, vor den eindrucksvoll großen Containern stehend ging mir damals schon die Musik von Beethoven durch den Kopf, Fidelio, Arie des Kerkermeisters Rocco, „Wenn sich nichts mit nichts verbindet, ist und bleibt die Summe klein“.

Nun, ganz nichts, was man da verbunden hatte, war es nicht, denn man hatte ja immerhin einen Selbstversorgungsgrad von über 97 % erreicht, und man schrieb: „und es hätte eine etwa doppelt so große Dimensionierung (der Speicher) erfordert, um auch die letzten 2,5 % der auf der Insel benötigten Energie während wind- und sonnenarmen Zeiten aus gespeicherter Energie zu decken.“ , aber auch das heißt ja konkret, dass man das ursprüngliche Ziel, wie es wörtlich so definiert war Das Hauptziel von „SmartRegion Pellworm“ ist die Demonstration einer stabilen, kosteneffizienten und marktorientierten Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien“ eben nicht erreicht hat. Jeder Wert unter 100 % (mit einem gewissen Sicherheitszuschlag) bedeutet ja, da die Lücken der Versorgung nicht planbar sind, dass jederzeit auf dem Festland ein konventionelles System im Leerlauf mit voller Bereitschaft vorhanden sein muss, um im Sekundentakt einspringen zu können und um den Insel-Blackout zu vermeiden. Damit ist dann diese Anlage für das vorgegebene Ziel, den Klimaschutz, weiterhin vollkommen wertlos.

Im Ansatz des Projektes hieß es noch: „Die 37 km2 große Insel mit 1.177 Einwohnern ist landwirtschaftlich geprägt und zählt zu den sonnen- und windreichsten Regionen Deutschlands. Die Insel ist somit der ideale Ort für das Forschungsprojekt: Hier wird 3-mal so viel Energie erzeugt wie die Einwohner verbrauchen – aber nur dann, wenn der Wind weht und die Sonne scheint.“ Hier liegt also eine „best-case“-Situation vor, und wenn es selbst unter diesen Umständen nicht gelingt, den allerersten Schritt zur Energiewende, die Stromwende, wirklich zu meistern, dann sollte allerdings, was die Energiewende betrifft, insgesamt Ernüchterung eingetreten sein. Die Angabe, dass man „eine etwa doppelt so große Dimensionierung“ gebraucht hätte, ist reichlich verwaschen, könnte auch das drei- bis fünffache sein, warum hat man nicht einmal das versucht, um wenigstens an dieser hervorgehobenen Stelle endgültige Klarheit über die tatsächlichen Kosten zu erreichen ? Also, außer Spesen nichts gewesen.

 

Einige Merkwürdigkeiten kommen noch hinzu. Da hat man einen ziemlichen Aufwand an Installation von Mess- und Rechensystemen getrieben, um auch die Speichereinheiten der auf der Insel bei einigen Bewohnern vorhandenen privaten PV-Anlagen mit einzubinden, das hätte man sich sparen können, denn da hat man dann tatsächlich „mit nichts“ verbunden, denn diese Speicher, die nur zu Werbezwecken den Leuten angedreht werden, sind viel zu mickrig, um irgend etwas tatsächlich zu bewirken. Dann hat man auch noch Elektro-Speicherheizungen in das Speichersystem mit eingebunden und unterschlägt dabei elegant, dass damit elektrische Energie nicht gespeichert wird sondern nur Wärme, diese gerade mal für einige Stunden, auch noch zweifelhaft, dass man so Edel-Energie aus Öko-Strom, die ja als etwas besonders Wertvolles angesehen wird, einfach nur verheizt. Da die PV-Anlagen Energie nur im Sommer liefern während das Energieangebot im Winter deutlich knapper ist, bedeutet das, dass man vor allem im Sommer die Heizungen versorgt hat. Das wäre allenfalls ein Werbe-Slogan für den Tourismus, „wir bieten heiße Sommer-Nächte auf der Insel“, das könnte glatt missverstanden werden. Die Leute, die ich (zufälligerweise) auf der Insel angetroffen hatte, sagten mir aber, wir heizen „ganz normal“ (also mit Öl), und den Winter verbringen wir auf dem Festland.

Dann hatte man auch bei den Insel-Bewohnern jede Menge Smart-Meter installiert, die Erfahrung hat aber gezeigt, das verwendet praktisch niemand, niemand schaut erst auf die Windprognosen um seinen täglichen Lebensablauf zu gestalten, die Leute sind es gewohnt, dann Strom einzuschalten, wenn sie ihn brauchen, und das hat dann auch keiner geändert.

Im Bericht ist auch davon die Rede, dass man versucht hat, Wetter-Prognosen in die Steuerung des Systems mit einzubinden, aber das hatte dann nur eine sehr geringe Zuverlässigkeit, auch verständlich, denn eine örtliche und sehr begrenzte Wolke kann die Erzeugung der PV-Anlagen spürbar beeinflussen, so kleinflächig sind auch heute Wettervorhersagen nicht möglich. Da gilt dann der Satz von Karl Valentin, „Prognosen sind gut, vorausgesetzt, sie befassen sich nicht mit Zukünftigem“.

Nun also steigt das HanseWerk endgültig aus dem Projekt aus, denn allein die Unterhaltung der Speichereinheiten bewirkt erhebliche Kosten, die sonst niemand tragen will. Das ist auch eine Folge des EEG, denn wenn elektrische Energie, die gerade nicht gebraucht wird, trotzdem zu garantierten Preisen abgesetzt werden kann, notfalls im Ausland mit zusätzlichen Kosten, dann besteht keinerlei Anreiz, in Speichereinheiten, die eigentlich nötig sind, um aus EE-Strom noch etwas Brauchbares zu machen, zu investieren. Der genaue Ablauf in der Schluss-Phase ist noch nicht entschieden, der Bürgermeister der Insel hat angeboten, die Speicher für einen symbolischen Preis von 1 € zu übernehmen. Ob er sich dabei nicht eher noch selbst übernimmt, ist auch unklar, denn die Kosten für die Unterhaltung bleiben, und selbst wenn man am Ende wenigstens die Container für Legebatterieen verwenden will, bleiben ja immerhin noch die Kosten für die Entsorgung der Batterie-Zellen, auch nicht ganz billig, da dort jede Menge chemische Substanzen enthalten sind.




Weg vom subventionierten Selbstmord – Großbritannien will weg von Klimazielen und Windkraft

In diesem Beitrag von STT überspannt James Delingpole, Redakteur bei Breitbart London den Globus: Erstens die detaillierten Details der wachsenden Kosten der subventionierten Windenergie in Großbritannien – hier folgend.

Die Webseite der Regierung in London informiert hier über ihre Pläne, dort finden Sie auch das folgende Video

 Die Premierministerin spricht sehr glaubhaft über die Ziele der Regierung und den Austritt aus der EU.
[Anklicken und auf YouTube schauen, dann haben Sie die Möglichkeit der automatischen Untertitel, auch übersetzt]

***

Und dann wendet James Delingpole seine Aufmerksamkeit nach Down Under, auf die Katastrophe in Australiens Hauptstadt der Windkraft, Adelaide Südaustralien – nicht übersetzt, da ich zu der dortigen Situation hier bereits mehrfach etwas eingestellt habe, der Übersetzer

 

***  STT

Wo die Windkraft nichts als Elend liefert.

Großbritannien benutzt den Brexit, um zu versuchen, sich von seinen EU-getriebenen erneuerbaren Energiezielen zu entfernen, sagt Bloomberg und zitiert einen anonymen Insider.

Beamte im Schatzamt und dem Ministerium für Industrie und Energie [ausführlich: … for business, industrial strategy, science, innovation, energy, and climate change]  suchen nach einem Weg, um das nationale Ziel von 15 Prozent erneuerbarer Energie bis 2020 zu verlassen was fast das Doppelte des gegenwärtigen Niveaus ist, nach gut unterrichteter Quelle.

Das annullieren des Ziels würde es Großbritannien ermöglichen, Geldstrafen zu umgehen, die zweistellige Millionen Pfund Summen erreichen könnten, da es dabei ist, das Ziel für 2020 knapp zu verfehlen. Es würde auch die U.K. aus Gleichschritt mit anderen EU-Nationen bewegen, die ihre Ziele als Teil ihrer Mitgliedschaft im Energiemarkt der Region beibehalten. Die U.K. wünscht, ihre Verbindung zum Markt und den reibungslosen grenzüberschreitenden Handel von Elektrizität zu bewahren, was zu niedrigeren Strompreisen verholfen hat, sagte die Informationsquelle.

 

Nach dem Brexit – Großbritannien will seiner Zielsetzung für Erneuerbare entkommen. Das wird auch Zeit

Breitbart London,  James Delingpole

Lassen Sie uns das in verständliche Worte fassen

Unter dem derzeitigen Status als EU-Vasallenstaat engagiert sich Großbritannien für suizidale, unerschwingliche „saubere“ Energieziele auf der Grundlage der grünen religiösen Vorurteile und der Junk-Science-getriebenen Panikmache von ungewählten, unzählbaren, grenzüberschreitenden Technokraten in Brüssel.

Diese Ziele wurden 2008 zum Gesetz gegen den Klimawandel gemacht, das mit Hilfe einer linken Aktivistin von „Friends of the Earth“, damals Bryony – jetzt Baroness (!) – Worthington entworfen wurde, vorgelegt von dem schwachen Öko-Eiferer und unpopulären Labour-Führer Ed Miliband, während seiner Tätigkeit als Minister für Energie und Klimawandel. Das kostet den britischen Steuerzahler rund 300 Milliarden Pfund bis 2030 – während es keinen messbaren Unterschied zum Klima des Planeten erzeugt.

Aber Großbritannien will aus der Nummer jetzt raus, weil es sich nicht leisten kann, – weil langsam die Landschaft ausgeht, die mit Fledermaus zerhackenden Öko-Kruzifixen vollgestellt ist,  – die keine gesunde Person innerhalb von fünfzig Meilen von ihrem Haus haben will. Das Erreichen dieser Ziele ist inzwischen als logistisch unmöglich erkannt, was bedeutet, dass Großbritannien für „Dutzende von Millionen Pfund“ in Euro-Geldstrafen haftet, zusätzlich zum Geld der Steuerzahler, das bereits auf den Betrug mit erneuerbaren Energien verschwendet wurde.

Was genauso faszinierend ist, wie Bloombergs Insider-Information, dass die britische Regierung eine Rückwende von der erneuerbaren Energie in Erwägung zieht, ist der Tonfall, mit dem Bloomberg die Geschichte erzählt.

Sie wollen, dass wir glauben, dies wäre eine schlechte Sache, dass es die Beziehungen Großbritanniens zu den europäischen Nachbarn „verschlechtert“, indem sie „aus der Reihe treten“ der anderen EU-Nationen, die Klimaziele als Teil ihrer Mitgliedschaft im Energiemarkt der Region pflegen.

Nein, Ouh… Es ist genau beabsichtigt, diese Art von Wettbewerbsvorteil wieder zu erlangen und aus dem Gefängnis der EU-Gruppe zu entkommen, das so viele von uns für den Brexit gestimmt haben.

Wir haben jetzt unsere Souveränität wiedererlangt, wir wollen die Verantwortung für unsere eigenen Dummheiten übernehmen, anstatt immer die Schuld auf die EU zu schieben.

Das bedeutet, dass wir das Klimawandelgesetz von 2008 aufheben müssen. Wenn wir das nicht tun, zumindest wenn es um die Energiepolitik geht, hätten wir auch mit allen Schwachköpfen, die dabei bleiben wollten, genauso gut abgestimmt haben.

http://www.breitbart.com/london/2017/04/05/delingpole-post-brexit-britain-escape-eu-renewables-targets/

***

Gefunden auf Stopthesethings am 16.04.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

https://stopthesethings.com/2017/04/16/subsidised-suicide-wind-power-delivers-nothing-but-rocketing-power-prices-blackouts/

 




Betreff: March for Science am 22.4.2017

Donald Trump gebührt mit Sicherheit nicht die Ehre, diese Methode erfunden zu haben.

Wir wissen aber genau, dass die derzeitige „Klimawissenschaft“ eine Pseudowissenschaft ist und sich seit Anbeginn der „Wissenschaftslügen“ bedient.

Man kann über Donald Trump denken wie man will, aber seine Hauptkritiker scheinen aus dem Bereich der „Klimaalarmisten“ zu kommen. Natürlich ist auch unser Klimapapst Prof. Schellnhuber höchst alarmiert. Aus dem heute versandten Rundmail des WBGU zitiere ich (gesamte mail Seite 6)

Der WBGU ist alarmiert über die zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit und die politisch motivierte Infragestellung faktenbasierter Aussagen. Von der Leugnung des Klimawandels bis hin zu absurden Verschwörungstheorien, insbesondere durch autoritäre und populistische Bewegungen und Regierungen, werden wissenschaftlich belegte Tatsachen abgestritten oder erwiesene Unwahrheiten als „alternative Fakten“ dargestellt. Zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Fragen brauchen wir eine freie Wissenschaft, die den öffentlichen Debatten auch unbequeme Wahrheiten zumuten kann.

Wie aufgeregt Schellnhuber ist, zeigt sich auch in dem Interview mit der Deutschen Welle vom 15.3.2017. Manche Formulierungen in der Übersetzung könnten besser sein, ich bitte um Nachsicht.

„Wissenschaftler“ wollen nun auf die Straße gehen, weil sie fürchten, Ihre Lügen könnten auffliegen.

Auf der Basis dieser Lügen erdulden wir seit Jahren eine in die Katastrophe führende „Energiewende“.

Wer sollte da eigentlich auf die Straße gehen?

Inhalt:

1        Interview Prof. Schellnhuber mit der Deutschen Welle (DW) 15.3.2017. 2

2        Mail aus dem WBGU vom 18.4.2017. 4

3        Einige Forderungen und Zitate aus „Welt im Wandel“ um zu verdeutlichen was Prof. Schellnhuber vorhat:  5

4        March for Science (Erläuterung aus Wikipedia) 7

5        Schellnhuber: ‚Scientists have to take to the streets‘ to counter climate denial 10

1       Interview Prof. Schellnhuber mit der Deutschen Welle (DW) 15.3.2017

Climate change action

http://www.dw.com/en/schellnhuber-scientists-have-to-take-to-the-streets-to-counter-climate-denial/a-37947164

(nachfolgend deutsche Übersetzung, Originaltext unter bei DW.)

Schellnhuber: Die Wissenschaftler müssen auf die Straße gehen, um der Klimaleugnung entgegenzutreten

Es ist höchste Zeit zu handeln, wenn wir die Ziele des Pariser Abkommens erreichen wollen, sagt Klimaprofessor Hans Joachim Schellnhuber. Er fordert auch die Wissenschaftler auf, aus ihren Elfenbeintürmen herauszukommen, um die Klimaverweigerung zu bekämpfen.

DW: Wo sind wir mit dem CO2-Budget der Welt – wie viel haben wir verbraucht und wie viel haben wir noch übrig?

Hans Joachim Schellnhuber: Wenn wir die 1,5 Grad-Linie halten wollen [Celsius; 3,6 Grad Fahrenheit], die das ehrgeizige Ziel der Pariser Vereinbarung ist, haben wir vielleicht 300 Milliarden Tonnen übrig – mehr oder weniger das Budget von 10 Jahren – wenn wir wie gewohnt weiter machen. Wenn wir die 2-Grad-Linie halten wollen, was realistischer ist, haben wir noch 20 bis 30 Jahre zu gehen, aber nicht mehr. So ist es ein sehr knappes Budget.

Und um dieses enge Budget zu erreichen, was sind dann die wichtigsten Dinge, die zwischen jetzt und dann passieren müssen?

Es ist ziemlich umwerfend – zum Beispiel bis 2030, müssen wir den Verbrennungsmotor auslaufen lassen. Und wir müssen den Einsatz von Kohle zur Stromerzeugung komplett ausschalten. Bis 2040 müssen wir wahrscheinlich Beton und Stahl für den Bau durch Holz, Ton und Stein ersetzen.

Wir haben jetzt ein internationales Klimaabkommen unterzeichnet und ratifiziert. Sind wir auf dem richtigen Weg, unsere Emissionsreduktionsziele zu erreichen?

Deutschland hat heute das ehrgeizigere Ziel – hier innerhalb der Europäischen Union – um 40 Prozent weniger als 2020. Es sieht ziemlich düster aus, mit der aktuellen Politik werden wir nicht einmal unser eigenes Ziel erreichen. Etwas, das ziemlich störend ist, muss passieren, wie das Schließen von einigen der kohlebefeuerten Kraftwerke.

Die Europäische Union ist wenig ehrgeizig – sie hätte ihren Ehrgeiz sofort nach Paris erheben müssen, aber das ist nicht passiert. So ist es ein sehr träge Prozess.

Weltweit gibt es gute Neuigkeiten.

China hat wahrscheinlich schon seine Emissionen erreicht, was erstaunlich ist. Indien hat ein äußerst ehrgeiziges Solarenergie-Programm – und investiert viel. Also, das einzige schwarze Pferd im Rennen ist die USA.

US-Präsident Donald Trump hat gedroht, aus dem Pariser Abkommen herauszuziehen. Welch großer Angriff wird das auf die bisherige internationale Klimaschutzaktion sein?

Das ist die Ein-Milliarden-Dollar-Frage. Zunächst einmal ist es nicht klar, ob Trump die USA aus dem Pariser Abkommen ziehen wird. Ich glaube nicht, dass er es tun wird. Wie andere Nachzügler und Hindernisse, in der Vergangenheit – wie Saudi-Arabien – ich denke, die USA werden einfach an Bord bleiben und versuchen, alle Prozesse zu verlangsamen.

Welche Wirkung hat es? Vor 10 Jahren wäre das eine komplette Katastrophe für die Klimapolitik gewesen. Jetzt mit China – dem größten Emitter und auch dem größten Investor in erneuerbaren Energien – und mit den asiatischen Volkswirtschaften, die sich jetzt langsam ändern, denke ich, dass die Welt auch ohne die USA Klimaschutz erreichen könnte.

Scott Pruitt, der jetzt die US Environmental Protection Agency leitet, hat sich vor kurzem geweigert Kohlendioxid als wichtigen Beitrag zur globalen Erwärmung anzuerkennen. Seine Kommentare gehen gegen den 97-Prozent-Konsens der Wissenschaftler der Welt. Die Wissenschaftler neigen in der Regel dazu, sich aus der Politik herauszuhalten, aber denken Sie, dass angesichts des gegenwärtigen politischen Klimas die Wissenschaftler mehr politisiert und sich äußern werden?

Ich habe das große Privileg, im Büro zu arbeiten, wo Albert Einstein gearbeitet hat. Er ist einer der größten Genies und Physiker aller Zeiten. Und er war ein sehr politisches Tier.

Ich denke, wenn das System der wissenschaftlichen Methode und die wissenschaftliche Forschung im Zweifel ist, dann müssen die Wissenschaftler am Ende auf die Straße gehen und müssen zeigen und sagen: „Hey, wir machen einen Job für dich!“

Wir Wissenschaftler lieben es, in unseren Elfenbeintürmen zu sitzen, die durch den Schmutz der realen Welt und so weiter nicht erreicht werden, aber wir müssen auf die Straße gehen, wir müssen sprechen. Wir müssen unsere Elfenbeintürme verlassen, und wir müssen jedem mitteilen, dass wir Teil der Lösung sein wollen.

Die Weltführer treffen sich im November in Bonn für die nächste Runde der Klimaverhandlungen (COP23). Ist der politische Wille zum Klimaschutz noch da? Wie wichtig sind diese Gespräche?

Ich habe daran teilgenommen, ich denke, 15 oder 18 dieser COPs. Diese Gespräche sind äußerst frustrierend und jedes Mal, wenn du denkst, das ist das letzte und du wirst nie wieder an einem Abend teilnehmen. Aber wenn es noch eine Show in der Stadt gibt – das musst du machen.

Also am Ende, ich denke, was wir in Paris gesehen haben, war eine erstaunliche Leistung; Dass jede und jede Nation mehr oder weniger „Ja“ zu zwei Grad Klimawandel sagte.

Nun ist die andere Sache natürlich, wie realistisch ist eine Vereinbarung, die multilateral, einstimmig ist, auch in Paris? Und hier denke ich, dass es die Aufgabe der Wissenschaft ist, Stakeholdern, Ministern, Kanzlern, Präsidenten zu erzählen, dass die Arbeit zu tun ist, ist äußerst erschreckend und unvergleichlich.

Zumindest der Umfang der ursprünglichen industriellen Revolution, wo fossile Brennstoffe für die Schaffung der modernen Gesellschaft an Bord genommen wurden. Aber dieses Mal haben wir nicht 200 Jahre für die Erreichung und die Arbeit – wir haben nur 30 Jahre. Und das ist noch nie da gewesen.

Wir sind jetzt an der Kreuzung: Wir sagen: Das Ding ist zu groß für uns, diese Aufgabe kann nicht getan werden. [Dann] werden wir von der Natur verwandelt werden, denn wir werden am Ende mit einem sich um 4, 5, 6 oder sogar 12 Grad erwärmenden Planeten haben. Es wäre das Ende der Welt, wie wir es wissen, und ich habe alle Beweise. Oder wir sagen: Wir machen die Transformation selbst.

Hans Joachim Schellnhuber ist seit seiner Gründung im Jahr 1992 Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung (PIK).

 

 

2       Mail aus dem WBGU vom 18.4.2017

WBGU unterstützt March for Science am 22. April 2017

Berlin, den 18.04.2017. Frieden, Wohlstand, Demokratie und die Entwicklung der Menschheit basieren auch auf Wissenschaft, Forschung, Technologie, Innovation und Bildung. Die wachsende Komplexität globaler Zusammenhänge verlangt für die Suche nach Problemlösungen eine unabhängige und auch international vernetzte Wissenschaft und Forschung. Forschungsfreiheit ist ein zentrales Element unserer Demokratien. Die großen globalen Herausforderungen wie die Umsetzung der Sustainable Development Goals und des Pariser Klimaschutzabkommens lassen sich nur durch soziale, technologische und institutionelle Innovationen lösen. Die Wissenschaft hat eine Bringschuld sich der Probleme unserer Zeit anzunehmen und sich mit gesellschaftlichen Akteuren auszutauschen.

Der WBGU ist alarmiert über die zunehmende Wissenschaftsfeindlichkeit und die politisch motivierte Infragestellung faktenbasierter Aussagen. Von der Leugnung des Klimawandels bis hin zu absurden Verschwörungstheorien, insbesondere durch autoritäre und populistische Bewegungen und Regierungen, werden wissenschaftlich belegte Tatsachen abgestritten oder erwiesene Unwahrheiten als „alternative Fakten“ dargestellt. Zur Bewältigung der großen gesellschaftlichen Fragen brauchen wir eine freie Wissenschaft, die den öffentlichen Debatten auch unbequeme Wahrheiten zumuten kann.

Der WBGU unterstützt daher den March for Science, der weltweit am 22. April 2017, dem Earth Day, begangen wird. Alle Bürgerinnen und Bürger, denen eine unabhängige Wissenschaft wichtig ist, sind eingeladen – nicht nur Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Mehr unter: http://marchforscience.de/

Der WBGU: Politikberatung zum Globalen Wandel 

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) wurde 1992 im Vorfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung („Erdgipfel von Rio“) von der Bundesregierung als unabhängiges wissenschaftliches Beratergremium eingerichtet. Der WBGU hat die Aufgabe globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme zu analysieren und zur Lösung dieser Probleme Handlungs- und Forschungsempfehlungen zu erarbeiten. Dirk Messner und Sabine Schlacke sind die beiden Vorsitzenden des WBGU.

Rückfragen bitte an Dr. Benno Pilardeaux, E-Mail oder 030-2639480.

 

3       Einige Forderungen und Zitate aus „Welt im Wandel“ um zu verdeutlichen was Prof. Schellnhuber vorhat:

Er fordert:

  • (abwechselnd) eine gesellschaftliche Transformation, eine große Transformation, eine ökologische Transformation. (Das Wort Transformation kommt über 1600 mal in der Broschüre vor!)

Der Begriff der „Transformation“ wurde von den Wortführern der „68er“ verwendet. Verwiesen wird auf das Buch von Peter Brückner „Die Transformation der Demokratie“ (Frankfurt/Main 1968, Europäische Verlagsanstalt ISBN 3 434 45038 6.),
Brückner war Professor der Psychologie in Hannover und stand der RAF nahe und war Mitverfasser des „Buback-Nachrufs“.

  • Einen sozial-ökologischen Gesellschaftsumbau

Warum muss man – selbst wenn die These vom menschengemachten Klimawandel richtig wäre – dafür die Gesellschaft umbauen?

  • Einen starken, gestaltenden Staat

In einem Presseartikel, überschrieben mit „Ökodiktatur pur“ setzt sich Prof. Fritz Vahrenholt mit dieser Forderung des WBGU auseinander. Er warnt vor „antidemokratischem, jakobinischem Denken“. Wir verweisen auf diesen Artikel.
https://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article13397280/Oekodiktatur-pur.html

  • Eine „deliberative Zukunftskammer“ neben dem Parlament, an deren Voten ist das Parlament gebunden

„Deliberativ“ heißt in etwa „basisdemokratisch“. Bürger, nach einem Zufallsprinzip ausgewählt, bilden ein Nebenparlament, das das aus gewählten Volksvertretern gebildete Parlament überstimmen kann.

  • Eine gesellschaftliche Problematisierung „nichtnachhaltiger Lebensstile“

Hier hört der Spaß auf. Das kann doch nur heißen, dass alle Menschen, die Fleisch essen, viel fliegen, einen SUV fahren …. an den Pranger gestellt werden und unter Druck geraten sollen.

  • „Interessengruppen“ und „Vetospieler“, die „den Übergang zur nachhaltigen Gesellschaft erschweren“ müssen überwunden werden

D.h., es geht z.B. um Menschen, die in Bürgerinitiativen gegen den Bau von Windkraftanlagen kämpfen und vor allem um Menschen, die sich persönlich dafür einsetzen. Was heißt in diesem Zusammenhang „überwinden“? Was soll mit denen geschehen? Brauchen wir eventuell neue Konzentrationslager?

Entnommen aus: „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“. Herausgeber: Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen. (WBGU). Vorsitzender: Prof. H.J. Schellnhuber. Berlin 2011

Zitate aus „Welt im Wandel – Gesellschaftsvertrag für eine große Transformation“. Herausgeber: Wissenschaftlicher Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen. (WBGU). Vorsitzender: Prof. H.J. Schellnhuber. Berlin 2011

„Die Demokratie (hat) sich ….. als weltweites Ordnungsmodell etabliert und sie müsste ihre Leistungsfähigkeit im Blick auf die anstehende Große Transformation erweisen.

Derzeit hat die Demokratie diese Zukunftsfähigkeit noch keineswegs unter Beweis gestellt … Zeitdruck und Komplexität der Transformation werfen deshalb die Frage nach der Funktionsfähigkeit und Tauglichkeit demokratischer Systeme auf. Die Qualität und Leistungsfähigkeit von Demokratien wird üblicherweise gemessen an ihrem Input, also an der effektiven Beteiligung der Bürger sowie die Bereitschaft der Politik, auf die Interessen und Wünsche der Bürger einzugehen, und an ihrem Output, d. h. der politischen Leistungsfähigkeit in Gestalt effektiven und effizienten Handelns der Exekutive .“

„Für die Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft mangelt es nicht an politischer Programmatik ….., die Probleme liegen im politischen Prozess…… Es geht nun darum, diese Blockaden, die den Wandel behindern, in nationalen Systemen und auf globaler Ebene zu überwinden, politische Verfahren zu beschleunigen und auf eine langfristige Perspektive auszurichten und gleichzeitig die Legitimationsbasis der Entscheidungen zu erhöhen. Die Große Transformation ist deshalb nicht zuletzt ein Test für die Zukunftsfähigkeit der Demokratie. „

Der gestaltende Staat steht fest in der Tradition der liberalen und rechtsstaatlichen Demokratie, entwickelt diese aber im Sinne der Zukunftsfähigkeit demokratischer Gemeinwesen und freier Bürgergesellschaften weiter und berücksichtigt die Grenzen, innerhalb derer sich Wirtschaft und Gesellschaft auf einem endlichen Planeten entfalten können“

***

Zitat aus: Jorgen Randers, Bericht an den Club of Rome „2052“, Seite 53. ISBN 978-3-86581-398-5

Demokratie hat viele Vorteile und erbringt oft Lösungen, die nachhaltiger sind als Top-Down-Entscheidungen. Aber durch hohe Geschwindigkeit zeichnen sich demokratische Entscheidungsprozesse nicht gerade aus. Meiner Ansicht nach wird es deshalb grundlegend darauf ankommen, ob man sich in der Demokratie auf einen stärkeren Staat einigen kann (und damit auf beschleunigte Entscheidungsprozesse), bevor es zu spät ist – bevor wir gegen die Mauer prallen und uns einen sich selbst verstärkenden Klimawandel, unwiederbringlichen Verlust an biologischer Vielfalt sowie einen Mangel an Investitionen in zukunftsgerichtete Forschung und Entwicklung einhandeln.“

 

4       March for Science (Erläuterung aus Wikipedia)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

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Der March for Science oder Science March ist eine für den 22. April 2017 (Tag der Erde) geplante Großdemonstration für den Wert von Forschung und Wissenschaft und gegen sogenannte „alternative Fakten“, die in Washington, D.C. sowie weltweit in zahlreichen Städten stattfinden soll.[1][2] Auslöser der Bewegung waren wissenschaftsfeindliche Äußerungen und Maßnahmen von US-Präsident Donald Trump.

4.1      Inhaltsverzeichnis

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4.2      Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Idee zum March for Science entstand in Reaktion auf eine Meldung bei Reddit Ende Januar 2017, dass das Weiße Haus unter Donald Trump alle Informationen zum Klimawandel von seiner Webseite gelöscht habe. Dies führte zu einer Diskussion, bei der ein Benutzer kommentierte: „There needs to be a Scientists’ March on Washington.“ (deutsch etwa: „Es sollte eine Demonstration von Wissenschaftlern in Washington geben“). Innerhalb weniger Stunden entstand daraus eine Webseite, eine Facebook-Seite sowie ein Twitter-Profil, innerhalb weniger Tage entstanden Initiativen in anderen Städten in den USA und weltweit.[3][4]

Der Slogan der Veranstaltung ist „Science, not silence“ (deutsch: „Wissenschaft, nicht Stille“).[1]

4.3      Beteiligte Städte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stand 19. März gibt es weltweit Initiativen in fast 400 Städten. In Deutschland sind Demonstrationen in 13 Städten geplant (Berlin, Bonn/Köln, Frankfurt/Main, Freiburg, Göttingen, Greifswald, Hamburg, Heidelberg, Leipzig, München, Stuttgart und Tübingen).[5] Zudem ist ein Science March in Wien (Österreich) geplant.

4.4      Unterstützer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der March for Science wird international von zahlreichen wissenschaftlichen Organisationen und bekannten Einzelpersonen unterstützt.[6][7]

In Deutschland unterstützen u.a. folgende Organisationen und Personen den March for Science:

Organisationen

Nobelpreisträger

weitere namhafte Personen (Auswahl)

4.5      Kritik am March for Science[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Wissenschaftler haben Kritik am geplanten March for Science geübt. Dieser würde dazu beitragen, Wissenschaft zu trivialisieren und politisieren, und das Narrativ der konservativen Skeptiker eher verstärken, dass es sich bei Wissenschaftlern um eine politische Interessengruppe handelt. Man solle lieber direkt mit den Personen sprechen, die keine Wissenschaftler kennen und nicht verstehen, in welchem Ausmaß die globale Erwärmung sich bereits jetzt auf ihr Leben auswirkt.[8] Zudem lenke der Science March von den wesentlichen Problemen ab, mit denen die Wissenschaft zu tun hat. So z.B. ob Wissenschaft zu mehr sozialer Ungleichheit führt, weil nur Wohlhabende dafür bezahlen können, oder das Problem mangelnder Reproduzierbarkeit vieler Ergebnisse.[9]

4.6      Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

4.7      Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

4.8      Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Hochspringen nach: a b Science March: US-Wissenschaftler vereinigen sich gegen Trump. Auf: Deutsche Welle, 3. Februar 2017. Abgerufen am 19. März 2017.
  2. Hochspringen ↑ marchforscience.de. Abgerufen am 20. März 2017.
  3. Hochspringen ↑ What Exactly Are People Marching for When They March for Science?. Auf: The Atlantic, 7. März 2017. Abgerufen am 19. März 2017.
  4. Hochspringen ↑ Why we’re marching for science in Australia. In: The Conversation, 8. März 2017. Abgerufen am 19. März 2017.
  5. Hochspringen ↑ marchforscience.de. Abgerufen am 19. März 2017.
  6. Hochspringen ↑ Partners. Auf: marchforscience.com. Abgerufen am 19. März 2017.
  7. Hochspringen ↑ Unterstützer. Auf: marchforscience.de. Abgerufen am 19. März 2017.
  8. Hochspringen ↑ Robert S. Young: A Scientists’ March on Washington Is a Bad Idea.. The New York Times, 31. Januar 2017. Abgerufen am 19. März 2017.
  9. Hochspringen ↑ Scientists’ march on Washington is a bad idea – here’s why. In: The Conversation, 8. März 2017. Abgerufen am 19. März 2017.