Die Menschen wehren sich: Kenias Regierung stoppt die illegale Landaneignung der Windindustrie

In Afrika kann man von einer langjährigen Animosität zwischen Stämmen und Rassengruppen profitieren und dabei alte Rivalitäten ausnutzen, um die Kontrolle über das Land zu erobern, um diese Dinge aus dem afrikanischen Boden zu reißen. Allerdings ist die Behandlung der indigenen Bevölkerung [… der dort geborenen…] der Windindustrie nicht wirklich diskriminierend: Sie behandeln alle, die im Weg stehen, mit der gleichen Hingabe.
Rücksichtslos über die ländlichen Gemeinden herfallen, wo immer es geht, ist die Windindustrie zum natürlichen Feind der Landwirte auf der ganzen Welt geworden. Aber in Kenia zumindest sind sie entschlossen, ihr einziges Besitztum nicht für den großen Betrug mit Windenergie zu verlieren.
 
Kenia: Der Energieerzeuger KenGen setzt ein Windparkprojekt wegen fehlender Durchfahrtsgenehmigung aus.
Daily Nation, von Agnes Aboo

  1. April 2017

Die Kenya Electricity Generating Company Ltd. (kurz KenGen) hat den Bau eines 400-Megawatt-Windkraftwerks in der Grafschaft Meru ausgesetzt, bis die Durchfahrtgenehmigung geklärt ist.
Die erste Phase des Meru-Windpark-Projekts, das voraussichtlich Sh 6,9 Milliarden Kenia Shilling [~ 61 Mio. Euro] kosten wird, soll im Dezember 2017 abgeschlossen sein.
[Kenia Shilling Sh 112 = ~ 1 Euro]
Das Projekt soll auf einem 18.700 acre [~ 76 km²] großen Grundstück in Tigania East Sub-County relaisiert werden.
Laut KenGens Geschäftsführer Albert Mugo hat sich der Bau wegen Landstreitigkeiten verzögert.
„Wie Sie in den Zeitungen lesen, warten wir auf Entscheidungen des Gerichtes, damit wir mit den im guten Glauben handelnden  [bona-fide] Landbesitzern verhandeln können“, schrieb Herr Mugo in einer SMS.
 
Sh 6 Mio [~ 53.000 Euro] für die Grenzziehung
Um die Abgrenzung des umstrittenen Landes zu beschleunigen, wurde ein Budget von Sh 6 Millionen von der nationalen Regierung genehmigt.
Es wurde erwartet, dass dieser Prozess innerhalb von zwei Monaten abgeschlossen sein würde, damit die Firma den Windpark in diesem Jahr bauen kann. Allerdings hat das Projekt einen großen Rückschlag erlitten, nachdem der Gouverneur von Meru, Peter Munya eine einstweilige Verfügung erließ, um den Prozess zu stoppen.
„Diejenigen, die vorgeben Mitglieder des Komitees zu sein, sind nicht bekannt gegeben worden. Was auch immer sie mit diesem Land tun, ist illegal. Wenn wir ihnen erlauben, mit dem illegalen Prozess fortzufahren, werden die Armen ihres Landes beraubt“, sagte er.
Der Gouverneur sagte, er werde nur dann erlauben, dass der Prozess weitergeht, sobald ein Landkomitee aus Mitgliedern aller Beteiligten konstituiert ist.
Herr Munya sagte, dass den „bona-fide“ Landbesitzern eine zweiwöchige Mitteilung vor dem Treffen gegeben werden sollte, um ein Komitee zu wählen, das die Verteilung des Landes überwacht.
 
Interessenkonflikt
Ein Interessenkonflikt der vielen Aktionäre besteht schon, seitdem der Stromversorger diesen Landstrich für das Mega-Projekt identifizierte.
Das Gebiet, das nur wenige Meter vom internationalen Flughafen Isiolo entfernt liegt, gilt auch als Zufahrt für das Infrastruktur Projekt „Lamu-Port-Süd-Sudan-Äthiopien-Verkehr“ (LAPSSET) [Anschluss von vier Ländern bis zum Hafen von Lamu; Eisenbahn, Autobahn, Ölpipeline und schnelle Internet Verbindung].
Nach dem zuständigen Beamten Kephers Obingo, des District Lands and Adjudication Settlements (DILASO) [offizielle Agentur zur Regelung von Landbesitz und Landbeurteilung. Soweit ich das verstanden habe, stellt die Regierung in Kenia einheimischen Bauern ein Stück eigenes Land zur Bewirtschaftung zur Verfügung] wird die Gerichtsentscheidung der Besitzabgrenzung durchgeführt, bevor der KenGen Windpark begonnen wird.

„Wir brauchen die Zusammenarbeit von allen Beteiligten, um sicherzustellen, dass die Anwendung [unserer Gesetze] reibungslos läuft. Echte Landbesitzer bekommen ihre Besitzurkunden sofort nach der Entscheidung des Gerichts“, so die Stellungnahme von Herrn Obingo.

Das Windpark Projekt wird die Abschnitte der Orte Ngaremara und Gambela besetzen.
Daily Nation

Quelle STT


Dieses Land wurde durch die Wind Industrie bereits vorher schon gestohlen: Kinangop, Kenya
Der Schwenk der kenianischen Regierung, endlich zu seiner Bevölkerung zu stehen, kommt zu spät für den jungen Bauernjungen, der während der Unruhen über den Diebstahl von Ackerland bei Kinangop von einem anderen Windparkentwickler ermordet wurde – unterstützt von der australischen Investmentbank Macquarie Group, die $ 66 Millionen abschrieb, nachdem das Projekt aufgegeben wurde.
Aber zumindest tut sie etwas für die Opfern des Ausbaus der Windenergie.
 
Erschienen am 21. April 2017
Übersetzt durch Andreas Demmig
https://stopthesethings.com/2017/04/21/people-power-up-kenyan-government-shuts-down-wind-power-outfits-illegal-land-grab/
 




Offensicht­licher Bias in den Medien bzgl. Klima

Das Ereignis war die Anhörung vor dem Wissenschaftskomitee des Weißen Hauses vom 29.März unter dem Motto: „Klimawissenschaft: Hypothesen, politische Implikationen und wissenschaftliche Verfahren“. Das Unterfangen ist das ausgreifende Projekt des Heartland Institutes für Lehrer der Naturwissenschaften im ganzen Land. Dabei versendet Heartland Ausgaben der Broschüre „Warum Wissenschaftler hinsichtlich globaler Erwärmung uneinig sind“, verfasst von drei angesehenen Klimawissenschaftlern, an über 200.000 Lehrer der Naturwissenschaften an Middle und High Schools.

Man verstehe mich nicht falsch. Ich bin keineswegs überrascht, dass all jene erklärtermaßen links gerichteten Verteidigungs-Publikationen wie die Huffington Post – „Kongressabgeordneter der Republikaner macht das Wissenschaftskomitee zu einer Plattform für seine eigenen wissenschaftlichen Ansichten“ (März 2017) – und Mother Jones – „Ein Wissenschaftler brachte 2 geschlagene Stunden damit zu, mit den größten Leugnern der globalen Erwärmung im Kongress zu diskutieren“ (29.März 2017) – ihre Berichterstattung gegen Klimarealismus verzerren.

Aber wenn so genannte Bastionen eines an Fakten ausgerichteten und ausgeglichenen Qualitätsjournalismus‘ wie die Washington Post und Scientific American [und man kann ganz sicher auch die Süddeutsche Zeitung dazu zählen, Anm. d. Übers.] mit den Fakten Schindluder treiben, bin ich aus irgendwelchen Gründen enttäuscht, und mein Zorn kocht hoch – selbst wenn ich weiß, dass diese Organe das schon seit Jahren machen.

Ich möchte nur ein Beispiel anführen für die Art vermeintlicher „Berichterstattung“, welches meinen Ärger hochkochen ließ. Die Washington Post zitiert aus einem Report in Frontline im PBS [= Public Broadcasting System {Öffentliche Rundfunksender}], in welchem es sowohl um die Bildungsanstrengungen von Heartland als auch um die Anhörung im Weißen Haus ging. Frontline hat Heartland den Gefallen getan und Lennie Jarrett zitiert, den Projektmanager des Center for Transforming Education bei Heartland. Frontline schrieb: „Er fordert die Lehrer auf, die ,Möglichkeit in Betracht zu ziehen‘, dass die Wissenschaft nicht settled ist. ,Falls das der Fall ist, wäre den Studenten besser gedient, wenn man sie wissen lässt, dass unter den Wissenschaftlern derzeit eine lebhafte Debatte im Gange ist’“.

Klingt vernünftig, oder? Schließlich ist der Austausch von Gedanken bzgl. überprüfbarer Hypothesen, Daten und Methoden der Datenerfassung zentraler Bestandteil der wissenschaftlichen Methode, nicht wahr? Die Reaktion der Post war, die Bildungsoffensive eine „Propaganda-Kampagne“ zu nennen.

Weiter unten in der Story beschreibt die Post die Zeugen bei der Anhörung folgerichtig so: „Das Komitee hat drei Personen geladen, welche die mit überwältigender Mehrheit akzeptierte Wissenschaft vom Klimawandel zurückweisen, sowie einen aktiven Klimaforscher“. Diese Darstellung ist gröblichst irreführend.

Erstens, jede dieser vom Komitee gehörten Personen ist – oder war bis vor Kurzem wie im Falle Roger Pielke – ein aktiver Klimaforscher. (Pielke hat sich aufgrund politischen Drucks im Jahre 2015 aus der Klimaforschung zurückgezogen). Jeder Einzelne hat hunderte begutachteter Artikel mit Bezug zu Klima veröffentlicht und an der Arbeit des IPCC oder der NASA oder des NCAR teilgehabt. Mit anderen Worten, alle Aussagenden befanden sich im Zentrum von Mainstream-Klimaforschungs-Institutionen.

Außerdem glauben sie alle an den Klimawandel – wer tut das nicht? Sie „weisen nicht die mit überwältigender Mehrheit akzeptierte Wissenschaft vom Klimawandel zurück“ – sondern sie weisen zurück, dass eine solche überwältigend akzeptierte Wissenschaft überhaupt besteht. Ihre Forschungen sowie die Forschungen tausender anderer Wissenschaftler auf der ganzen Welt zeigen, dass die Wissenschaft eben nicht settled ist. Vielmehr gibt es eine aktive, lebendige Debatte über das Ausmaß des menschlichen Einflusses auf das Klima und die möglichen Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesellschaft und die Umwelt.

Der Aufstieg von Donald Trump und das Aufkommen alternativer Medienportale haben einen fast tödlichen Würgegriff der radikalen Linken nebst ihren Alliierten in den Medien auf das Klima-Narrativ durchbrochen. Diese Linken werden rot vor Wut, schnappen nach Luft und finden keine Atempause. Sie haben einfach keine Ahnung, was sie machen sollen, außer mit ihren Füßen zu stampfen und all jene, die ihnen nicht folgen, mit Ausdrücken wie „Leugner“, „Scharlatane“ und „bezahlte Schergen“ zu belegen.

H. Sterling Burnett
Quellen: Mother Jones ; EOS ; Washington Post und Judith Curry
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Zahlen lügen nicht: Deutsch­lands Energie­wende hatte Null Auswir­kungen auf Emissionen – bestenfalls

Man hört regelmäßig Kommentare des Inhalts, dass die USA dasjenige Land sind, welches am meisten von Klima-Kontrarians betroffen ist und dass diese Debatte in anderen Teilen der Welt (vor allem in Europa) gar nicht existiert. Dort herrscht Konsens hinsichtlich der Notwendigkeit zu handeln, usw. Ein deutscher Staatsbürger dazu:

Unter den 97% der Wissenschaftler, die bzgl. der Grundlagen übereinstimmen, sind viele konservative Wissenschaftler. Dass es da ein Problem gibt, ist keine parteiische Angelegenheit. Wie man es löst, ist Sache der Politik. Das Pariser Klima-Abkommen wurde von fast 200 Ländern unterzeichnet und folglich von vielen konservativen Regierungen. Sie akzeptieren, dass Klimawandel ein reales Problem ist. Europäische konservative Parteien mögen weniger aktiv sein, leugnen aber nicht, dass es ein Problem gibt. In Europa leugnen nur ,Trumpische‘ rassistische Parteien dieses Problem. Dass die Klima-„Debatte“ zumeist ein amerikanisches Problem ist zeigt, dass es bei dem Problem nicht um konservativ vs. liberal geht, dass es nicht um das Fehlen wissenschaftlicher Beweise geht und dass es kein Problem der Kommunikation von Wissenschaft ist. Das Problem ist der korrumpierende Einfluss des Geldes in der US-Politik und den US-Medien.

Ich nehme ihn beim Wort.

Deutschland ist das Land mit dem stärksten Konsens um die Notwendigkeit, ,etwas‘ zu tun bzgl. Klimawandel. Keine andere Nation hat einen Plan eingesetzt, der so ambitioniert ist wie die Energiewende [hoch interessant, was Wikipedia Englisch zum deutschen Terminus ,Energiewende‘ schreibt. Anm. d. Übers.] Das Programm begann im Jahre 2000 und setzte eine Objektive bis zum Jahr 2050 – obwohl bizarrerweise, wie es üblich ist bei diesen ,Programmen‘ und ,Roadmaps‘, die Objektive in Gestalt absoluter Treibhausgas-Emissionen angegeben wird anstatt in Emissions-Intensität der Wirtschaft. Das Problem ist einfach zu erfassen:

a) Falls Emissionen im Jahre 2050 höher sind als geplant, werden Befürworter behaupten, dass es dazu kam, weil das ökonomische Wachstum stärker als erwartet war. Mit anderen Worten: Befürworter könnten behaupten, Klimapolitik sei erfolgreich gewesen, weil die Emissionen geringer waren als ohne ein solches Programm. Natürlich haben Befürworter von Emissionskürzungen nie klargestellt, wie viel ökonomisches Wachstum sie überhaupt erwarten, so dass diese Behauptung in keinem Falle falsifizierbar ist.

b) Falls die Emissionen bis 2050 gleich oder geringer sind als im Plan vorgesehen, werden deren Befürworter das Programm als erfolgreich darstellen – obwohl die Abnahme der Emissionen in Wirklichkeit ökonomischen Krisen und/oder einem Rückgang der Bevölkerung geschuldet sein kann.

Ich möchte nicht wiederholend klingen, aber die einzige sinnvolle Maßzahl ist die Emissions-Intensität des BIP und hier im Einzelnen, wie stark diese Intensität pro Jahr abnimmt. In diesem Beitrag werde ich eine positive Zahl zeigen, d. h. wie viel mehr BIP-Dollars pro Tonne CO2-Emissionen wir bekommen durch Verbrennung, sind doch Emissionen von Methan, Ozon, N20 und CO2 durch Landverbrauch höchst unsicher.

Wie auch immer, kommen wir zurück zur Energiewende. Wir sind jetzt zu einem Drittel mit dem Programm durch. Falls er also irgendwelche Auswirkungen haben sollte, müssten wir jetzt sehen, dass…:
a)…die Rate der Dekarbonisierung in Deutschland höher ist als im Zeitraum zuvor.

b)…die Rate höher ist als in anderen Ländern, welche sich vermutlich nicht so sehr um Klima-Maßnahmen kümmern. Im Vergleich zu den USA könnte dieser Unterschied erheblich sein.

Die folgende Graphik zeigt die Dekarbonisierung in den USA seit 1966, liegen doch Emissionsdaten erst seit 1965 vor. Wir können Gleiches für Deutschland seit dem Jahr 1971 sehen mit Beginn von Datenreihen des BIP des Landes – zumindest auf der Website der Weltbank:

Hoppla: Die Rate der Abnahme in Deutschland ist nicht nur die Gleiche wie in den USA, sondern liegt niedriger als vorher!

Genauer: das Mittel der Jahre 2000 bis 2015 beträgt für Deutschland 2,06% und für die USA 2,26%. Von 1971 bis 1999 liegt das Mittel in Deutschland bei 3,13%. Aber diese Zahlen werden aufgebläht durch sehr starke Zunahme während der Jahre 1989 bis 1992, als in der ehemals kommunistische Ökonomie Ostdeutschlands die meisten CO2-intensiven Betriebe außer Betrieb gingen (was kaum Auswirkungen auf das BIP hatte). Lässt man diese vier Jahre außen vor, liegt das Vor-Energiewende-Mittel von Deutschland immer noch bei 2,58% oder ein wenig höher als im Jahre 2000 – obwohl man erwähnen muss, dass den Zahlen der siebziger Jahre durch hohe Ölpreise ,nachgeholfen‘ worden ist.

Ich denke, das Beste, was man sagen kann ist, dass die Dekarbonisierungs-Rate von Deutschland etwa die Gleiche ist wie zuvor.

Um es ganz klar zu sagen: eine höhere Rate der Dekarbonisierung ist das Minimum, was man von einer Klimapolitik erwarten muss. Sie ist notwendig, aber nicht ausreichend, weil es jener Politik immer noch möglich ist, so viel zu kosten, wie es die Reduktion von Emissionen nicht wert ist. Man sollte nicht automatisch eine höhere Dekarbonisierungsrate für besser halten als eine niedrigere. Mit anderen Worten, man muss die Kosteneffektivität berücksichtigen – wie es mit allen Dingen der Fall ist, für die wir Geld ausgeben.

In Deutschland gibt es keinen Grund, über die Kosteneffektivität der Klimapolitik zu debattieren, weil deren Effektivität im besten Falle Null ist.

Befürworter von Emissionskürzungen folgen ihren eigenen Ansichten und nicht ihren eigenen Fakten. Falls jemand geltend machen will, dass Klimapolitik tatsächlich erfolgreich war, ob nun in Deutschland oder weltweit, muss Fehler in den Zahlen finden, welche die Weltbank und BP verbreiten. Falls die Daten bzgl. Verbrennung fossiler Treibstoffe signifikant falsch wären, wäre das eine dicke Schlagzeile. Falls die Daten des deutschen BIP-Wachstums (oder das der Welt) signifikant falsch wären, wäre das eine gewaltige Nachricht.

Folglich ist es sehr einfach zu beweisen, dass die Klimapolitik erfolgreich war: man weise die Zahlen als falsch nach.

Man könnte einen Nobelpreis gewinnen.

Link: https://wattsupwiththat.com/2017/05/02/numbers-dont-lie-germanys-energiewende-has-had-zero-impact-on-emissions-at-best/
Übersetzt von Chris Frey EIKE




Rundbrief der GWPF von Ende April – Energie

Eingeschaltet: der neueste Tokamak Fusions-Reaktor in UK

Die in Oxfordshire ansässige Firma Tokamak Energy hat zum ersten Mal ihren jüngsten Fusionsreaktor angeschaltet und will erreichen, dass er im nächsten Jahr 100 Millionen Grad Celsius erreicht. Bekannt unter der Bezeichnung ST40 repräsentiert der Reaktor den dritten von fünf Schritten auf dem Plan des Unternehmens, bis zum Jahr 2030 die erste Fusionsenergie in das Netz zu speisen.

Kontrollierte Fusion erfordert Temperaturen über 100 Millionen Grad Celsius, aber ein privat finanziertes Unternehmen hat dieses Ziel noch nie erreicht. Um diesmal erfolgreich zu sein konzentriert man sich bei Tokamak Energy auf kompakte, sphärische Tokamak-Reaktoren, glaubt man doch, dass diese schneller zu entwickeln sind und den schnellsten Weg zu kommerzieller Fusionsenergie bieten. The Engineer, 28. April 2017

Der erste kommerzielle Fusionsreaktor nimmt erste Hürden zur Energieerzeugung

Der neueste Fusionsreaktor ist eingeschaltet worden und hat UK einen Schritt weiter gebracht zur Stromerzeugung mit der Energie der Sterne. Man erwartet, dass das Kernstück des Tokamak ST40-Reaktors – eine superheiße Wolke elektrisch geladenen Gases oder Plasma – bis zum Jahr 2018 eine Temperatur von 100 Millionen Grad Celsius erreicht. Der neue Reaktor wurde in Milton Park in Oxfordshire von der Firma Tokamak Energy gebaut, einem privaten Unternehmen, welches Pionierarbeit leistet zur Entwicklung von Fusionsenergie in UK und der Welt. Wir enthüllen die erste Weltklasse-Anlage zur kontrollierten Fusion, gebaut und betrieben von einem privaten Unternehmen. Die ST40 ist eine Maschine, welche zeigen wird, dass Fusionstemperaturen – 100 Millionen Grad – in kompakten, kosteneffektiven Reaktoren erreicht werden können. Dies wird es gestatten, Fusionsenergie in Jahren und nicht Jahrzehnten zu bekommen. Energy Voice, 28. April 2017

Wir alle sind Opfer des Großen Grünen Schwindels

Unsere Besessenheit, Kohlenstoff-Emissionen zu reduzieren, hat schreckliche Konsequenzen gezeitigt. Unsere Versuche, altruistisch zu sein, haben den Verwundbarsten viel eher Schaden zugefügt als ihnen zu helfen. Fast genauso schlimm ist, dass jene 11 Millionen Menschen, die derzeit ein Dieselfahrzeug fahren, bestraft werden, weil sie vor einem Jahrzehnt dem Ratschlag der Regierung gefolgt waren, dass Dieselfahrzeuge helfen würden, die CO2-Emissionen des Landes zu reduzieren. Es sind die Autohersteller, die nach wie vor höchste Profite durch diesen großen grünen Schwindel einstreichen – die Verbraucher sind es mit Sicherheit nicht. Politische Berater in Downing Street weisen darauf hin, dass Theresa May auf der Seite der Verbraucher steht und skeptisch ist hinsichtlich der jüngsten, überaus einträglichen Umweltmarotte. Im vorigen Jahr hat der Stabschef der Premierministerin den Climate Change Act, welcher die Wurzel eines großen Teils dieser fehlgeleiteten Politik war, ein „monströses Gesetz nationaler Selbstbeschädigung“ genannt. Er hatte recht. Sobald die Wahl vorüber ist, braucht UK eine koordinierte Energie-Strategie und einen neuen Clean Air Act, um die Umwelt zu schützen und das Vertrauen in die Politik der Regierung wiederherzustellen. – Alice Thomson, The Times, 26. April 2017

Energiepolitik während der ersten 100 Tage von Präsident Trump

Der 29. April markiert das Ende der ersten 100 Tage von Donald Trump als Präsident. Er viele bedeutende Maßnahmen im Bereich Energie- und Klimapolitik ergriffen und scheint auf diesem Weg weiterzugehen. Was aber natürlich wirklich zählt ist, was er während der nächsten zwei bis vier Jahre erreicht und wie viel seiner Energie-Agenda danach noch in kraft ist. Journalisten und und Kritiker fahren fort, Präsidenten bzgl. ihrer ersten 100 Tage zu vergleichen, teils wegen des Einflusses von Pro-New-Deal-Historikern [?], welche jene Metrik popularisieren, um sicherzustellen, dass frühe legislative Leistungen immer als sehr eindrucksvoll erscheinen. Damit hat sich Präsident Trump selbst als ein großer Erfolgstyp bzgl. Politik erwiesen, welcher seinen wirtschaftlichen Erfolgen in nichts nachsteht. – Marlo Lewis Jr, Competitive Enterprise Institute, 25. April 2017

Der Preis von Europas grüner Narretei: Gazprom weidet sich an seiner Dominanz in Europa

Den neuesten Nachrichten zufolge sicherte die Nord Stream-Pipeline 2 von Gazprom 50% seiner Finanzierung durch Darlehen/Kredite [loans] von fünf europäischen Unternehmen. Der Generaldirektor des in Staatsbesitz befindlichen Unternehmens verhehlte seine Freude nicht. „Heute brechen wir unseren Rekord aus dem Jahr 2016 um 10 Prozent. Daher können wir in diesem Jahr neue Rekorde erwarten, und der Marktanteil von Gazprom in Europa sieht einem weiteren Anstieg entgegen“, sagte Alexej Miller in einem Interview mit Reuters. Miller hat da nicht ganz unrecht. Egal wie stark Europa dafür agitiert hat, von russischem Gas unabhängig zu werden, hat der Kontinent in Wirklichkeit seine Abhängigkeit von Gazprom seit der Annexion der Krim erhöht. Gazprom hält die Trumpfkarte in dieser Beziehung, hat es doch seine Fähigkeit und seinen Willen gezeigt, seine Versorgung im Mittwinter einzustellen, um seinem Ärger über seine Verbraucher Ausdruck zu verleihen. The American Interest, 27. April 2017

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Das Energiewende-Desaster – und der langsame Tod der Grünen

Im März rief mich ein alter Freund an, um mir zwei Neuigkeiten mitzuteilen: erstens, er beabsichtige aus der evangelischen Kirche auszutreten. Zweitens, er werde nie wieder grün wählen. In beiden Fällen trennt er sich von einem Teil seines Lebens. Kirchenmitglied ist – beziehungsweise war – er seit seiner Konfirmation. Die Grünen wählte er zum ersten Mal 1983 und seitdem immer wieder, wenn auch seit 2002 mit abnehmender Begeisterung. Er gehörte zu den Anhängern, die damals vor der Raketenbasis Mutlangen demonstrierten und Petra Kelly zuhörten. Wenn Leute wie er sich abwenden, dann bricht gerade der Boden unter den Füßen einer Partei ein, die jahrelang die Position einer inoffiziellen Regierungspartei in Deutschland einnahm. Heute stehen die Grünen in bundesweiten Umfragen zwischen fünf und sechs Prozent – der schwächste Wert seit 15 Jahren, nur einen Schritt entfernt vom außerparlamentarischen Schicksal. In Nordrhein-Westfalen verfassten grünen-nahe Organisationen gerade eine Art Bettelbrief an die Wähler, die Partei am 14. Mai doch bitte über die Fünf-Prozent-Schwelle zu hieven.
Was ist passiert mit einer den Grünen, die bis vor kurzem noch alles fordern, alles behaupten konnten, deren Politiker stets im Bewusstsein auftraten, jeden Widerspruch wegwedeln zu können?
Es ist genau diese bis zum Überdruss exekutierte Geste, die selbst die Treuesten mittlerweile anödet: der hochfahrende, selbstgerechte Platzverweis für die Realität. Nirgends zeigt sich das prägnanter als in dem grünen Großprojekt schlechthin, der Energiewende. Keine einzige Verheißung , mit der die Grünen für diesen Wirtschaftsumbau trommelten, erfüllte sich: der Strom kostet die Verbraucher heute so viel wie nie zuvor, die durch das EEG umverteilte Subventionssumme erreichte 2016 mit 23 Milliarden Euro einen Höchststand, die ohnehin bescheidene Zahl der Beschäftigten in der Ökobranche sinkt seit 2011, der CO2-Ausstoß, der den Energiewende-Agitatoren angeblich so wichtig ist, stieg dafür auch von 2015 zu 2016 an. Und auch nach 17 Jahren gibt es keine einzige Grünenergieanlage, die ohne Subventionen wirtschaftlich überleben könnte.
Schon die ersten Ausgabe des Buchs „Der Grüne Blackout. Warum die Energiewende nicht funktionieren kann“ hatte belegt, dass die Energiewende nicht etwa an boshaften Gegnern scheitert, sondern an ihrer eigenen Fehlkonstruktion. Das Hörbuch als dritte Auflage des Titels führt die Analyse bis ins Jahr 2017 und beschreibt entlang nüchterner Zahlen und Fakten den grün getünchten Irrsinn prägnanter als je zuvor.
Mittlerweile fällen nahezu alle Experten ein und dasselbe Urteil, selbst ein vorübergehend luzider Ex-Bundeswirtschaftsministers Sigmar Gabriel, der beim Besuch des Unternehmens SMA Solar in Kassel besuchte am 17. Mail 2014 meinte: „Die Energiewende steht kurz vor dem Aus. Die Wahrheit ist, dass wir die Komplexität der Energiewende auf allen Feldern unterschätzt haben. Die anderen Länder in Europa halten uns sowieso für Bekloppte.“

  • Ein von der Bundesregierung selbst berufener Sachverständigenrat kritisierte 2014 eine „marktferne Ausrichtung“ der Energiewende.
  • Das ebenfalls im der Bundesregierung beauftragte Beratungsunternehmen McKinsey stellte im Jahr 2016 fest, die Energiewende würde alle selbstgesetzten Ziele verfehlen.
  • Zuletzt urteilte der Bundesrechnungshof im Januar 2017: „Elementare Fragen wie ,Was kostet die Energiewende den Staat?‘ oder ,Was soll die Energiewende den Staat kosten?‘ werden nicht gestellt und bleiben unbeantwortet.“

Angesichts der Milliardenverschwendung, der Ineffizienz der meisten deutschen Grünstromanlagen, des Widersinns, mit dem teuer subventionierter Grünstrom mit horrenden Kosten nach Frankreich und Belgien verklappt wird, weil ihn hier niemand braucht, angesichts der gigantischen Landschaftszerstörung im Namen der Weltrettung stellt sich die drängende Frage: warum geht der Wahnsinn trotzdem weiter?
Die Antwort: den Profiteure der Energiewende geht es immer noch gut. Die 23 durch das EEG im Jahr 2016 umverteilten Milliarden sind schließlich nicht weg, sie landen nur woanders. Auf den Konten der Grundbesitzer beispielsweise, die pro Jahr zwischen 40 000 und 100 000 Euro Pacht für ein Windrad auf ihrem Boden kassieren. In den Taschen von Geschäftsleuten, die nach wie vor Bürgermeistern und Bürgern Anteile an Windparks aufschwatzen. In den Bilanzen der Windradproduzenten wie Enercon. Und nicht zuletzt – auf dem Umweg über Spenden – in der Kasse der Grünen. Im Jahr 2016 kassierten die Grünen die höchste Einzelspende unter allen Parteien – 600 000 Euro in zwei Tranchen, überwiesen von dem Finanzmanager Jochen Wermuth, dessen Fonds in so genannte grüne Energie investiert.
Aus der ehemaligen Anti-Establishment-Partei, die mein Freund ab 1983 wählte, ist der rücksichtslose Vollstrecker einer öko-gelabelten Industrie geworden. Das Verdienst der Grünen besteht vor allem darin, dass sie jahrelang alle Kritiker der Energiewende erfolgreich als Ewiggestrige, Ignoranten und Büttel der Energiekonzerne denunzieren konnte.
Das Hörbuch „Der grüne Blackout“ schlägt den großen Bogen vom Beginn des EEG im Jahr 2000 über die hysterische Beschleunigung nach Fukushima im Jahr 2011 bis zum offenkundigen Scheitern des Großen Plans. Das Projekt wird vermutlich trotz des offenkundigen Desasters erst sterben, wenn Grüne die Politik in Deutschland nicht mehr bestimmen.
Dieser Zeitpunkt allerdings scheint näher zu rücken.
Alexander Wendt: „Der grüne Blackout. Warum die Energiewende nicht funktionieren kann“, Hörbuch/MP3-Datei als 3. erweiterte und aktualisierte Auflage /Sprecher: Mark Bremer
John-Verlag, 14,99 Euro
https://www.amazon.de/Gr%C3%BCne-Blackout-Warum-Energiewende-funktionieren/dp/3942057891/ref=sr_1_4?ie=UTF8&qid=1483360238&sr=8-4&keywords=Der+Gr%C3%BCne+Blackout