Rundbrief des Heartland Institutes vom 23. Juni 2017

China und Indien übernehmen Klima-Führerschaft nach Trumps Paris-Rückzug

China hat seine staatlich festgelegten Ziele bzgl. neuer Solar-Installationen substantiell reduziert. Das Land hat für die heimische Installation vorgesehene Solarpaneele umgeleitet auf den Exportmarkt und flutet Europa und Amerika mit Solarpaneelen zu Dumping-Preisen, was dortige Hersteller aus dem Geschäft drängt. China setzt auch regelmäßig seine massiven Windparks offline, weil sich die Nachfrage nach Strom verringert hat. Es hat viele Turbinen errichtet, die nicht mit dem Netz verbunden sind; welche Strom erzeugen, der nach Nirgendwo geleitet und von niemandem genutzt wird. In dieser Hinsicht gleichen sie chinesischen Geisterstädten, welche gebaut wurden, um wirtschaftliches Wachstum künstlich voranzutreiben. Sie verunzieren jetzt die Landschaft, wo niemand wohnt, und werden nicht mehr repariert. Und übrigens: alle diese Geister-Windturbinen und Geisterstädte erfordern viel Beton und Stahl sowie fossile Energie für deren Bau, was sich zu den chinesischen CO2-Emissionen addiert.

Während der heimische Verbrauch von Kohle rückläufig ist, unterstützt China den Ausbau von Kohlekraftwerken in anderen Ländern, indem es große derartige Kraftwerke auf dem Afrikanischen Kontinent sowie in Indien, Indonesien, Iran, Mongolei, Pakistan, Türkei und Vietnam baut oder finanziert. Im Grunde exportiert China seine CO2-Emissionen, wird dafür aber nicht zur Verantwortung gezogen.

Unter dem Paris-Abkommen hat China keineswegs gesagt, dass es seine Emissionen reduzieren wird. Vielmehr hat man den Spitzenwert an Emissionen für das Jahr 2030 versprochen. Dieser Spitzenwert in China könnte auch eher erreicht werden, aber der Zeitpunkt ist nicht so wichtig wie das Niveau dieses Spitzenwertes. Falls sich Chinas CO2-Emissionen bis dahin verdoppeln oder vervierfachen, wären alle Emissions-Reduktionen anderer Länder hinsichtlich der CO2-Konzentration unbedeutend.

Wie kann der größte CO2-Emittent der Welt, welcher seine Emissionen weiterhin zunehmen lässt, als ein Führer bzgl. Emissions-Reduktionen angesehen werden? Das kann es nicht. Die Behauptung ist reines umweltaktivistisches und globales bürokratisches Wunschdenken kombiniert mit dem Hass auf Trump – absoluter Quatsch!

H. Sterling Burnett
Quellen: New York Times Scientific Alliance Manhattan Contrarian One News Now [paywalled] und Los Angeles Times

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Vorteile fossiler Treibstoffe lassen SCC verblassen

[SCC = Social Cost of Carbon]

Der Ökonom an der University of Essex Richard S. J. Tol, der vormals auch zum UN-Umweltprogramm und das IPCC beigetragen hatte, hat die seinen Angaben zufolge erste umfassende Berechnung der regionalen und globalen Vorteile pro Tonne emittierten Kohlendioxids durchgeführt.

Mittels Daten aus 66 Ländern berechnete Tol bei einem Preis von 38 bis 65 Dollar pro Tonne CO2, dass der private Vorteil von Kohlendioxid des Kohleverbrauches in der Industrie am geringsten ist. Der Gebrauch fossiler Treibstoffe für den privaten Stromverbrauch erbrachte den höchsten Wert mit einem globalen Mittel von 1877 Dollar pro Tonne CO2. Der private Vorteil von Kohlendioxid ist in Kasachstan mit 48 bis 67 Dollar pro Tonne CO2 am geringsten, in Norwegen mit 6241 bis 6277 Dollar pro Tonne CO2 am höchsten.

Die Energie-Dienstleistungen durch den Verbrauch von fossilen Treibstoffen erzeugen Vorteile von 411 Dollar pro Tonne Kohlenstoff im globalen Mittel. Das ist viel höher als die mittleren Schätzungen der sozialen Kosten von Kohlenstoff mit 12 Dollar pro Tonne CO2, wobei ein Diskontsatz von 3 Prozent zugrunde gelegt wurde, oder 98 Dollar pro Tonne CO2 für Studien mit einer extrem niedrigen 1%-Rate.

Quelle: University of Sussex

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Die dem Paris-Abkommen folgenden Staaten zahlen einen hohen Preis

[Das hier für die USA und deren Einzelstaaten beschriebene Szenario lässt sich wohl ohne Weiteres auch auf Europa und die Welt übertragen Anm. d. Übers.]

Über ein Dutzend [US-]Staaten und Puerto Rico haben sich zur US-Klima-Allianz zusammengeschlossen und dem Pariser Klimaabkommen zu folgen versprochen, aus welchem sich die USA zurückgezogen haben. Dabei wollen sie ihre eigenen Treibhausgasemissionen um 26 bis 28 Prozent unter das Niveau des Jahres 2005 drücken.

Zwanzig Staaten sowie Washington DC haben bereits ihre eigenen Ziele bzgl. Treibhausgas-Emissionen festgelegt, darunter Kalifornien und New York, deren Ziele noch über die Paris-Verpflichtungen hinausgehen.

Kalifornien hat sich bereits eine Reduktion von Treibhausgasen um 40% bis zum Jahr 2030 zum Ziel gesetzt im Vergleich mit dem Niveau des Jahres 1990. Bis zum Jahr 2050 will dieser Staat seine Emissionen um 80% unter das Niveau von 1990 drücken, was weit über die Paris-Verpflichtungen hinausgeht.

Im Jahre 2016 setzte der Staat New York ein Gesetz in Kraft, dem zufolge bis zum Jahr 2030 50% des Stromes aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Solar stammen müssen. Der Staat hat sich zum Ziel gesetzt, seine CO2-Emissionen bis zum Jahr 2050 um 80% unter das Niveau von 1990 zu drücken.

Anwohner von Staaten und Städten, welche sich dem Paris-Abkommen oder sogar darüber hinaus gehend verschrieben haben, sollten zur Kenntnis nehmen, wie sich die Politik zur Ausgrenzung fossiler Treibstoffe auf ihre Stromrechnungen auswirken. Kalifornien und die Staaten im Nordosten, welche sich der regionalen Treibhausgas-Initiative angeschlossen haben, zahlen bereits die höchsten Strompreise der 48 Kernstaaten (siehe folgende Graphik):

In Europäischen Ländern, die sogar noch viel weiter gegangen sind als selbst die aggressivsten US-Staaten, zahlt man inzwischen Strompreise, die zwei- bis dreimal so hoch sind wie in den USA.

In einem Beitrag bei ICECAP heißt es: „Man hört die Demokraten schreien, dass der Ausstieg aus Paris die Armen schädigen wird, obwohl in Wirklichkeit das Befolgen des Paris-Abkommens die Strom- und Energiepreise signifikant steigen lassen wird, was tatsächlich die Armen und die Mittelklasse schädigt. 300.000 Haushalten in Deutschland wurde schon der Strom abgestellt, weil sie ihre Stromrechnungen nicht mehr bezahlen können, und 25 Prozent aller Bürger in UK leben in Energiearmut, viele davon im Pensionsalter. Dies wird demnächst auch hierzulande auf Städte und Staaten zukommen, welche unabhängig von Trump dem Paris-Abkommen zu folgen beabsichtigen“.

Quellen: Icecap und USA Today

Alles übersetzt von Chris Frey EIKE




EIKE wieder online!

Diese hohe Belastung veranlasste unseren Provider unseren Blog abzuschalten „um andere Kunden vor einem potentiellen Ausfall zu schützen“. Aus Kostengründen teilen wir uns den Server mit anderen Nutzern.

Eine erste Überprüfung der Logfiles ließ zwar vglw. viele Zugriffe erkennen, aber eigentlich nichts ungewöhnliches. Trotzdem war die Belastung offenbar zu hoch. Das wiederum lässt uns anonyme DOS Angriffe unserer zahlreichen Feinde vermuten.

Um dem in Zukunft zu begegnen, wollen wir diesen Blog auf einen eigenen „Managed Server“ umziehen.

Das wiederum bedeutet einen ziemlich hohen Umzugsaufwand, wie auch ein finanziell, teureren Daueraufwand. Um uns das leisten zu können, bitten wir um Ihre großzügige Spende. Am Besten als Dauerauftrag. Jeder Euro ist willkommen, denn jeder Euro zählt. Spenden können Sie über den Paypalbutton unter „Spenden“ rechts oder auf dieses Konto unter diesem link (Impressum)




Die Gesetze der Mittelwerte: Teil 1 von 3, Obstsalat – Statistik

von Kip Hansen

Dieses Essay wird länger – und ist am besten solange gespeichert, bis Sie Zeit haben, es in seiner Gesamtheit zu lesen. Das Warten lohnt sich und die eventuelle Anstrengung.

Es kommt in drei Abschnitten: eine Einführung in Durchschnittswerte, eine allgemeine Diskussion über Metriken von Obstsalaten und eine eingehendere Diskussion über ein Beispiel mit einer veröffentlichten Studie.

NB: Während dieser Aufsatz als Beispiel eine ziemlich aktuelle Studie von Catherine M. O’Reilly, Sapna Sharma, Derek K. Grey und Stephanie E. Hampton anführt, mit dem Titel „Schnelle und sehr variable Erwärmung der Oberfläche Wasser in Seen rund um den Globus

(.pdf hier; Poster hier, AGU Meeting Video-Präsentation hier) [der American Geophysical Union],

ist es nicht meine Absicht, die Studie [das paper] zu kritisieren – ich werde das anderen mit einem direkten Interesse überlassen. Mein Interesse liegt in den logischen und wissenschaftlichen Fehlern, den Informationsfehlern, die aus dem resultieren können, was ich spielerisch geprägt habe „Das erste Gesetz der Mittelwerte“.

 

Durchschnittswerte: Eine „erste Einführung“

Sowohl das Wort als auch das Konzept „Durchschnitt“  sind in der breiten Öffentlichkeit sehr viel Verwirrung und Missverständnis unterworfen und sowohl als Wort als auch im Kontext ist eine überwältigende Menge an „lockerem Gebrauch“ auch in wissenschaftlichen Kreisen zu finden, ohne die Peer-Reviewed-Artikel in Zeitschriften und wissenschaftlichen Pressemitteilungen auszuschließen. Lassen Sie uns eine kurze Einführung absolvieren oder eine Auffrischung zum Durchschnitt (die cognizanti = die „sich darüber im Klaren sind“, können direkt nach unten zu Obstsalat scrollen).

Substantiv (Hauptwort)
Eine Zahl, die den zentralen oder typischen Wert in einem Satz von Daten ausdrückt, insbesondere den Modus, den Median oder (am häufigsten) den Mittelwert, der berechnet wird, indem man die Summe der Werte in der Menge durch ihre Zahl dividiert.
„Die Immobilienpreise entsprechen zweimal dem nationalen Durchschnitt“
Synonyme: Mittel, Median, Modus
Adjektiv (Eigenschaftswort)
Die das Ergebnis darstellen, indem man mehrere Mengen addiert und dann diese Summe durch die Anzahl der Mengen dividiert.
„die durchschnittliche Temperatur im Mai war 64 °F (< 18°C)

Und natürlich das Verb „bedeuten“, um mathematisch einen Durchschnitt zu berechnen, wie im „Durchschnitt“. Da gibt es drei Haupttypen von „Durchschnittswerten“ gibt – der Modus, der Median und das Mittel – ein kurzer Blick auf diese:

Der Wert, der am häufigsten in einem gegebenen Satz von Daten auftritt.

Adjektiv
Die einen Wert oder eine Menge angeben, die am Mittelpunkt einer Häufigkeitsverteilung von beobachteten Werten oder Mengen liegt, so dass eine gleichmäßige Wahrscheinlichkeit besteht, über oder unter sie zu fallen.
„Die mediane Dauer dieser Behandlung betrug vier Monate“
Substantiv
Der Medianwert eines Wertebereichs.
„Anbauflächen reichten von einem bis zweiundfünfzig mit einem Median von vierundzwanzig“

Substantiv
Der Wert, der durch Dividieren der Summe mehrerer Mengen durch ihre Zahl erhalten wird; ein Durchschnitt.
„die Säurehaltigkeit wurde aus dem der Mittelwert aller drei Proben berechnet“
Adjektiv
(aus einer Menge) als ein Mittelwert berechnet; dem Durchschnitt
„in 1984 war das mittlere Heiratsalter bei Frauen 24,8 Jahre und 26,9 Jahre bei Männern“
„die mittlere Temperatur …“

 

Mehrere dieser Definitionen beziehen sich auf „einen Satz von Daten“ … In der Mathematik ist ein Satz eine wohldefinierte Sammlung von verschiedenen Objekten, die als ein Objekt in ihrem eigenen „Recht“ betrachtet werden [Zugehörigkeit, Eigenschaft; Lage, Art, … usw.]. (Z. B. sind die Zahlen 2, 4 und 6 verschiedene Objekte wenn sie getrennt betrachtet werden, aber wenn sie zusammen betrachtet werden, bilden sie einen einzigen Satz der Größe drei, geschrieben {2,4,6}.)

Dieses Bild fasst die drei verschiedenen gemeinsamen Mittelwerte zusammen:

[Alter der Patienten mit Bluthochdruck, Stufe II]

Hier sehen wir das Alter, bei dem die Patienten Stufe II Hypertonie (schwerer HBP – hoher Blutdruck) entwickeln entlang der x-Achse und die Anzahl der Patienten [die daran leiden] entlang der linken vertikalen Achse (y-Achse). Dieses Balkendiagramm oder Histogramm zeigt, dass einige Patienten HBP ziemlich jung entwickeln, in ihren späten 30 und 40ern, nach 45 erhöht sich die Inzidenz mehr oder weniger stetig mit fortschreitendem Alter bis zur Mitte der 60er Jahre, danach fällt die Inzidenz [die Anzahl der Betroffenen] ab. Wir sehen, was eine schiefe Verteilung genannt wird, schief nach rechts. Diese Schande (rechts oder links) ist typisch für viele reale Weltverteilungen. [also nicht gleichmäßig oder Gaußsche Verteilungskurve; Einschub des Übersetzers]

Was wir normalerweise den Durchschnitt nennen würden, der Mittelwert, berechnet durch das Zusammenfügen aller Altersstufen der Patienten, bei denen sich HBP entwickelt hat und die Teilung durch die Gesamtanzahl der Patienten – obwohl mathematisch korrekt, ist das klinisch nicht sehr informativ. Es ist wahr, dass das mittlere Alter für die Entwicklung von HPB bei etwa 52 Jahre liegt, ist es weit häufiger, HPB in den späten 50er bis Mitte der 60er Jahre zu entwickeln. Es gibt medizinische Gründe für diese Verschiebung der Daten – aber für unsere Zwecke ist es genug zu wissen, dass jene Patienten, die HPB im jüngeren Alter entwickeln, den Mittelwert verschieben –  ignorieren wir die Ausreißer auf der linken Seite, würde das das Mittel mehr in Einklang mit den tatsächlichen Inzidenz Zahlen bringen.

Medizinisch gesehen, weist dieses Histogramm darauf hin, dass es zwei verschiedene Ursachen oder Krankheitswege für HPB geben kann. Eine, die mit einem frühen Beginn für HPB und eine im Zusammenhang mit fortschreitendem Alter, manchmal auch als später hoher Blutdruck bekannt.

(In diesem Beispiel ist das Median Alter für HPB überhaupt nicht sehr informativ.)

Unser HPB-Beispiel kann gelesen werden als „Im Allgemeinen, beginnt das reale Risiko, HPB zu bekommen, in der Mitte der 40er Jahre und das Risiko steigt weiter bis zur Mitte der 60er Jahre. Wenn Sie HPB nicht um 65 oder so entwickelt haben, verringert sich Ihr Risiko mit zusätzlichen Jahren, obwohl Sie noch wachsam sein müssen. “

Unterschiedliche Datensätze haben unterschiedliche Informationswerte für die verschiedenen Arten von Durchschnittswerten.

Hauspreise [Immobilien] für eine Gegend werden oft als Mediane Hauspreise zitiert. Wenn wir den Mittelwert betrachteten, würde der Durchschnitt von den Häusern, die von den reichsten 1% der Bevölkerung bevorzugt werden, nach oben geschoben werden, d.h. Häuser, die in Millionen Dollar gemessen werden (siehe hier und hier, und hier).

Aktienmärkte werden oft durch Dinge wie dem Dow Jones Industrial Average (DJIA) beurteilt [ein preisgewichteter Durchschnitt von 30 bedeutenden Aktien, die an der New Yorker Börse (NYSE) und der NASDAQ gehandelt wurden und von Charles Dow im Jahre 1896 erfunden wurden]. Ein gewichteter Durchschnitt ist ein Mittelwert, der durch die gegebenen Werte in einem Datensatz mit mehr Einfluss nach einem Attribut der Daten berechnet wird. Es ist ein Durchschnitt, in dem jeder durchschnittlichen Menge ein Gewicht zugewiesen wird, und diese Gewichtungen bestimmen die relative Wichtigkeit jeder Menge im Durchschnitt. Der S & P 500 ist ein Börsenindex, der die 500 am meisten gehaltenen Aktien an der New Yorker Börse oder NASDAQ verfolgt. [Ein Aktienindex … ist ein Maß für den Wert eines Teils der Börse. Es wird aus den Preisen ausgewählter Bestände berechnet, in der Regel ein gewichteter Durchschnitt.]

Familieneinkommen werden von der US Census Bureau [statistisches Amt] jährlich als das „Median Household Income“ für die Vereinigten Staaten gemeldet [$ 55.775 im Jahr 2015].

Lebenserwartung wird von verschiedenen internationalen Organisationen als „durchschnittliche Lebenserwartung bei der Geburt“ gemeldet (weltweit war es 71,0 Jahre über den Zeitraum 2010-2013). „Mathematisch ist die Lebenserwartung die mittlere Anzahl von Lebensjahren, die in einem gegebenen Alter noch verbleiben, vorausgesetzt, dass die altersbedingten Sterblichkeitsraten bei ihren zuletzt gemessenen Werten bleiben. … Darüber hinaus, weil die Lebenserwartung ein Durchschnitt ist, kann eine bestimmte Person viele Jahre vorher oder viele Jahre nach dem „erwarteten“ Überleben sterben. “ (Wiki).

 

Such man mit einer der großen Internet-Suchmaschinen nach Phrasen, einschließlich des Wortes „Durchschnitt“ wie „durchschnittliche Kosten für ein Brot“, „durchschnittliche Größe von 12-jährigen Kindern“ kann man sich stundenlang unterhalten.

Allerdings ist es zweifelhaft, dass Sie danach als Ergebnis mehr wissen als vorher.

Diese Reihe von Essays ist ein Versuch, diesen letzten Punkt zu beantworten: Warum wissen Sie nach dem Lesen von Durchschnitten nicht mehr als vorher?

Obstsalat

Wir haben alle schon mal Vergleiche von Äpfeln mit Birnen gesehen.

[Amerikaner nehmen andere Früchte für unzulässige Vergleiche: Äpfel mit Orangen, daher geht es nun weiter mit Orangen, der Abwechslung wegen, tippe ich auch mal Fruchtsalat anstatt Obstsalat,  der Übersetzer]

Von einem Vergleich von Äpfeln mit Orangen spricht man, wenn zwei Dinge oder Gruppen von Dingen miteinander verglichen werden, die praktischerweise nicht zusammengehören. Die Redewendung, „Äpfel mit Orangen vergleichen“, bezieht sich auf offensichtliche Unterschiede zwischen Dingen, die gewöhnlich als nicht vergleichbar oder unvergleichbar angesehen werden, so wie Äpfel mit Orangen.

Dinge die man vergleicht, müssen homogen genug sein, um vergleichbar zu sein und nicht so heterogen, dass sie so nicht zusammen verglichen werden können.

Adjektive
Von der gleichen Art, ähnlich
„Holzfäller bevorzugen Bäume der gleichen Art“
Bestehend aus der gleichen Sorte
„kulturell gesprochen, stellen die Bauern eine extrem homogene Gruppe dar“

Adjektive (heterogen)
Unterschiedlich in Charakter oder Inhalt
„ein große und heterogene Auswahl“
Adjektive (incommensurable)
Können nicht durch denselben Standard wie etwas anderes vergleichen werden, kein gemeinsamer Standard oder gemeinsame Bewertung.
„diese zwei Arten der Wissenschaft sind inkomparabel“

Probleme treten sowohl physisch als auch logisch auf, wenn Versuche unternommen werden, „Mittelwerte“ von nicht vergleichbaren oder inkommensurablen Objekten zu finden – Objekte und / oder Messungen, die nicht logisch oder physisch (wissenschaftlich) zum selben „Satz“ gehören.

Die Diskussion von Datensätzen für Amerikaner, die in den 40er und 50er Jahren zur Schule gingen, kann für diese verwirrend sein. Später aber, wurden jüngere Amerikaner den Begriffen von Datensätzen frühzeitig ausgesetzt. Für unsere Zwecke können wir eine einfache Definition einer Sammlung von Daten über eine Anzahl ähnlicher, vergleichbarer, gleichartiger, homogener Objekte verwenden und bei einem Datensatz sind die Daten selbst vergleichbar und [liegen] in kompatiblen Messeinheiten vor. (Viele Datensätze enthalten viele Untermengen von verschiedenen Informationen über denselben Satz von Objekten. Ein Datensatz über eine Studie von Eastern Chipmunks [Streifenbackenhörnchen] kann Sub-Sets wie Höhe, Gewicht, geschätztes Alter usw. enthalten. Die Untermengen müssen Intern homogen sein – so wie „alle Gewichte in Gramm“.)

Man kann nicht das Gewicht mit dem Geschmack eines Korbes von Äpfeln vergleichen. Gewicht und Geschmack sind nicht vergleichbare Werte. Auch kann man das Gewicht nicht mit der Farbe der Bananen vergleichen.

Ebenso kann man die Höhe / Länge von Einzelnen in einer Zusammenstellung nicht logisch „mitteln“, wie „alle Tiere, die im zusammenhängenden nordamerikanischen Kontinent leben (als da sind USA, Kanada und Mexiko)“ Warum? Neben der Schwierigkeit beim Sammeln eines solchen Datensatzes, obwohl die Messungen alle in Zentimeter (ganze oder Teile davon) sein können, ist „alle Tiere“ kein logischer Satz von Objekten bei der Betrachtung von Höhe / Länge.

Ein solcher Datensatz, würde alle Tiere von Bison, Elch und Kodiakbären über Rinder, Hirsche, Hunde, Katzen, Waschbären, Nagetiere, Würmer, Insekten aller Arten, multizelluläre, aber mikroskopisch kleine Tiere und einzellige Lebewesen enthalten. In unserem ausgewählten geographischen Gebiet gibt es (sehr sehr grob) geschätzte 1 quintillion fünfhundert quadrillionen (1.500.000.000.000.000.000 [1,5 x10^18]) allein an Insekten.

Es gibt nur 500 Millionen Menschen, 122 Millionen Rinder, 83 Millionen Schweine und 10 Millionen Schafe in der gleichen Gegend. Insekten sind klein und viele in der Anzahl und einige Säugetiere sind vergleichsweise groß aber wenige in der Anzahl. Uni- und multizelluläre mikroskopische Tiere? Jeder der 500 Millionen Menschen hat im Durchschnitt über 100 Billionen (100.000.000.000.000) Mikroben in und an ihrem Körper. Bei jeder Methode – Mittelwert, Median oder Modus – würde die durchschnittliche Höhe / Länge aller nordamerikanischen Tiere buchstäblich etwas verschwinden – so klein, dass man „im Durchschnitt“ nicht erwarten würde, dass man „Tiere“ mit bloßen Augen sehen kann.

Um einen Durchschnitt eines beliebigen Typs zu berechnen, der physisch, wissenschaftlich sinnvoll und logisch und nützlich ist, muss der gemittelte Datensatz selbst eine vergleichbare, ange-messenbare, homogene Sammlung von Objekten sein, mit Daten über diese Objekte, die vergleichbar und angemessen sind.

Wie ich später besprechen werde, gibt es Fälle, in denen die Sammlung (der Datensatz) richtig und vernünftig erscheint, die Daten über die Sammlung scheinen vergleichbare Einheiten zu sein und doch entpuppt sich der daraus resultierende Durchschnitt als nicht-physisch – es macht keinen Sinn in Bezug auf Physik oder Logik.

Diese Arten von Durchschnittswerten, von ungleichartigen, heterogenen Datensätzen, in denen entweder die Messungen oder die Objekte selbst inkommensurabel sind – wie Vergleiche von Äpfeln und mit Orangen und mit Bananen – geben Sie die Ergebnisse, die als Fruchtsalat bezeichnet werden können und haben Anwendbarkeit und Bedeutung, die von sehr verschieden bis nur gering über unsinnig bis überhaupt nicht reicht.

 

„Der Klimawandel erwärmt die Seen der Welt rapide“

Dies wird als der wesentliche Punkt einer Studie von Catherine M. O’Reilly, Sapna Sharma, Derek K. Grey und Stephanie E. Hampton herausgestellt,

mit dem Titel “Rapid and  highly variable warming of lake surface waters around the globe”  [ .pdf hier; poster hier, AGU Video Präsentation des Meetings hier ].

[„Schnelle und sehr variable Erwärmung von Seewasserflächen rund um den Globus“, AGU American Geophysical Union]

Es ist bemerkenswert, dass die Studie ein Ergebnis der Global Lake Temperature Collaboration (GLTC) ist, die besagt: „Diese Erkenntnisse, die Notwendigkeit der Synthese von Vor-Ort- und Fernerkundungsdatensätzen und die anhaltende Bestätigung, dass der globale und regionale Klimawandel wichtige Auswirkungen auf Terrestrische und aquatische Ökosysteme hat, ist die Motivation hinter der Global Lake Temperature Collaboration.

Die AGU-Pressemitteilung zu dieser Studie beginnt mit: „Der Klimawandel erwärmt die Seen der ganzen Welt rapide, bedroht die Süßwasser- und Ökosysteme, nach einer neuen Studie über sechs Kontinente.“

„Diese Studie, die von der NASA und der National Science Foundation gefördert wurde, fand Seen, die durchschnittlich um 0,61 Grad Fahrenheit (0,34 Grad Celsius) jedes Jahrzehnt erwärmt wurden. Das ist mehr als die Erwärmungsrate des Ozeans oder der Atmosphäre und es kann tiefgreifende Effekte haben, sagen die Wissenschaftler. „

Darauf folgen die „beängstigenden“ – wenn dieser Trend fortfährt – Szenarien.

Nirgendwo in der Pressemitteilung wird angegeben, was tatsächlich gemessen, gemittelt und gemeldet wird. (Siehe „Was zählen sie wirklich?„)

Also, was wird gemessen und berichtet? Am Beginn der AGU Video-Präsentation, sagen Simon Hook, von JPL und einer der Co-Autoren, in der Frage & Antwort Runde aus, dass „das sommernächtliche Oberflächentemperaturen sind.“

Lassen Sie mich noch deutlicher sein – das sind sommerliche, nächtliche Temperaturen der Wasser-(Haut-) Oberfläche wie in „Die SST [Sea surface temperature – See Oberflächen …] direkt an der Oberfläche heißt „Haut SST“ und kann sich deutlich von der Masse der SST unterscheiden, vor allem bei schwachen Winden und hohen Mengen an auftreffendem Sonnenlicht …. Satelliten-Instrumente, die im Infrarot-Teil des Spektrums messen, messen im Prinzip die „Haut SST“. „[Quelle]

Bei weiterem nachhaken,  erklärt Simon Hook weiter, dass die Temperaturen in der Studie, stark beeinflusst durch Satelliten-Messungen sind, da die Daten zum großen Teil Satelliten-Daten sind , nur sehr wenig Daten sind eigentlich in situ [„an ihrer ursprünglichen Stelle oder in der Position“ – von Hand oder per Boje, zum Beispiel] gemessen worden. Diese Information steht natürlich auch für diejenigen zur Verfügung, die die ganze Studie lesen und sorgfältig durch die ergänzenden Informationen und Datensätze gehen – aber es wird durch die Abhängigkeit von der Aussage verdeckt, die immer wiederholt: „die Seen erwärmen sich durchschnittlich jedes Jahrzehnt um 0,61 Grad Fahrenheit (0,34 Grad) Celsius).“

Welche Art von Durchschnitt? Äpfel und Orangen und Bananen – gibt Fruchtsalat.

Dies ist die Karte der untersuchten Seen:

Man muss kein See-Experte sein, um zu erkennen, dass diese Seen von den Großen Seen in Nordamerika und bis zum Tanganjika-See in Afrika und zum Lake Tahoe in den Sierra Nevada Mountains an der Grenze von Kalifornien und Nevada reichen. Einige Seen sind kleiner und flach, einige Seen sind riesig und tief, einige Seen sind in der Arktis und manche sind in den Wüsten, einige Seen sind mit Eis bedeckt, und einige Seen sind noch nie zugefroren, einige Seen erhalten Schmelzwasser und einige werden von langsam fließenden Äquatorflüssen gespeist.

Natürlich würden wir davon ausgehen, dass, wie die Land Oberflächentemperatur und die Meeres Oberflächentemperatur, der Durchschnitt der See Wasser Temperatur in dieser Studie durch die See Oberfläche gewichtet wird. Nein ist es nicht. Jeder See in der Studie ist gleichwertig, egal wie klein oder groß, wie tief oder wie flach, Schnee gefüttert oder Fluss gespeist. Da die überwiegende Mehrheit der Studiendaten aus Satellitenbeobachtungen stammt, sind die Seen alle „größer“, kleine Seen, wie der Stausee für meine Wasserversorgung, werden durch den Satellit nicht leicht erkannt.

Also, was haben wir davon, wenn wir die [nächtliche Hautoberfläche in der Sommerzeit] Wassertemperatur von 235 heterogenen Seen „durchschnittlich“ vergleichen“ Wir bekommen einen Obstsalat – eine Metrik, die mathematisch korrekt ist, aber physisch und logisch weit von jeder Nutzung entfernt ist [außer für Propagandazwecke].

Dies wird in der Zusammenfassung der Studie frei eingestanden, die wir uns fragmentarisch anschauen können: [zitierte Zusammenfassung in Kursivschrift]

„Die hohe räumliche Heterogenität der in dieser Studie gefundenen See-Erwärmungs-Raten stehen im Widerspruch zur üblichen Annahme der allgemeinen regionalen Kohärenz.“

Seen reagieren regional nicht auf eine einzige Ursache – wie „globale Erwärmung“. Seen in der Nähe von einander oder in einer definierten Umweltregion sind nicht notwendigerweise in ähnlicher Weise oder aus dem gleichen Grund erwärmt, und einige benachbarte Seen haben entgegengesetzte Zeichen der Temperaturänderung. Die Studie widerlegt die Erwartung des Forschers, dass die regionale Oberflächen-Temperaturerwärmung der regionalen See-Erwärmung entsprechen würde. Nicht so.

„Seen, deren Erwärmungsraten ähnlich waren, in Verbindung mit bestimmten geomorphen oder klimatischen Prädiktoren (dh., Seen innerhalb eines „Blattes“ [der Übersicht; ~ Umgebungsbedingungen]), (siehe die Studie für das Übersichtsdiagramm), zeigten eine nur eine schwache geographische Gruppierung (Abbildung 3b), im Gegensatz zu früheren Schlussfolgerungen der regional – skalierten, räumlichen Kohärenz [~ Zusammenhängen] in den Seen-Erwärmungs-Trends [Palmer et al., 2014; Wagner et al., 2012]. „

Seen erwärmen sich geomorph (nach der Form der Landschaft und anderen natürlichen Eigenschaften der Erdoberfläche) und dem lokalen Klima – nicht regional, sondern individuell. Diese Heterogenität impliziert das Fehlen einer einzigen oder sogar ähnlicher Ursachen innerhalb der Regionen. Mangel an Heterogenität bedeutet, dass diese Seen nicht als ein einziger [zusammenhängender] Datensatz betrachtet werden sollten und es deshalb keinen Sinn macht, diese zu mitteln.

„In der Tat, ähnlich reagierende Seen waren weitgehend auf der ganzen Welt verteilt, was darauf hinweist, dass die Eigenschaften der Seen, Klima-Effekte stark vermitteln können.“

Weltweit gesehen, sind Seen im Zusammenhang mit der Oberflächenwassertemperatur kein physikalisch sinnvoller Datensatz.

„Die Heterogenität in den Erwärmungsraten der Oberflächen unterstreicht die Bedeutung der Berücksichtigung von Wechselwirkungen zwischen Klima und geomorphen Faktoren, die die Seen zu Reaktionen antreiben und einfache Aussagen über Oberflächenwassertrends verhindern; Man kann nicht davon ausgehen, dass jeder einzelne See sich gleichzeitig mit der Lufttemperatur erwärmt hat oder dass alle Seen in einer Region sich gleich erwärmen. „ 

Auch hier ist ihre Schlussfolgerung, dass die Seen weltweit kein physikalisch sinnvoller Datensatz im Zusammenhang mit der Oberflächenwassertemperatur sind, aber sie bestehen darauf, einen einfachen Durchschnitt zu finden, das heißt, die darauffolgenden Schlussfolgerungen und Warnungen zu diesem Mittelwert.

„Die Vorhersage der zukünftigen Reaktionen der Seeökosysteme auf den Klimawandel beruht darauf, die Natur solcher Wechselwirkungen zu identifizieren und zu verstehen.“

Die überraschende Schlussfolgerung zeigt, dass, wenn sie herausfinden wollen, was die Temperatur eines bestimmten Sees betrifft, müssen sie diesen See und sein lokales Ökosystem für die Ursachen jeder Veränderung studieren.

Ein mutiger Versuch wurde gemacht, diese Studie mit Ad-hoc-Schlussfolgerungen zu retten – aber die meisten geben einfach zu, dass ihre ursprüngliche Hypothese von „Globale Erwärmung verursacht weltweite Erwärmung von Seen“ entkräftet wurde. Seen (zumindest die sommernächtlichen Oberflächentemperaturen der Seen) können sich erwärmen, aber sie erwärmen sich nicht noch nicht mal mit den Lufttemperaturen, und nicht zuverlässig im Gleichklang mit anderen besonderen geomorphen oder klimatischen Faktoren, und nicht unbedingt wärmer werdend, auch wenn die Lufttemperaturen vor Ort steigen Zwangsläufig fallen die Forscher auf die „durchschnittliche“ Metrik der Wärme der Seen zurück.

Diese Studie ist ein gutes Beispiel dafür, was passiert, wenn die Wissenschaftler versuchen, Mittelwerte für Dinge zu finden, die unähnlich sind – so unähnlich, dass sie nicht in das gleiche „Set“ gehören. Man kann es mathematisch machen – alle Zahlen sind zumindest in den gleichen Einheiten von Grad C oder F – aber solche Mittelwerte geben Ergebnisse, die nicht-physisch und unsinnig sind – ein Obstsalat, der aus dem Versuch besteht, diesen als Durchschnitt von Äpfel und Orangen und Bananen zu beschreiben.

Darüber hinaus können die Obstsalat-Mittelwerte nicht nur in die Irre führen, sondern sie verdecken mehr Informationen als sie erhellen, wie sich aus dem Vergleich der vereinfachten Pressemitteilung deutlich ergibt. „Seen erwärmen sich durchschnittlich um 0,61 Grad Fahrenheit (0,34 Grad Celsius) je Jahrzehnt“ zu den tatsächlichen, wissenschaftlich gültigeren Erkenntnissen der Studie, die zeigen, dass sich die Temperatur eines jeden Sees aufgrund lokaler, manchmal sogar individueller, geomorpher und klimatischer Bedingungen für jeden See ändert und damit Zweifel an der Idee globaler oder regionaler Ursachen nährt.

Ein weiteres Beispiel für eine Fruchtsalat-Metrik wurde in meinem schon länger zurückliegenden Baked Alaska? Essay [Kocht Alaska] gezeigt. Der den logischen und wissenschaftlichen Irrtum der Temperatur von Alaska als Einheit, den „Staat Alaska“, als eine politische „Abteilung“ hervorgehoben hat, obwohl Alaska, das sehr groß ist, aus 13 verschiedenen unterschiedlichen Regionen besteht, die sich mit unterschiedlichen Raten erwärmen und kühlen (und offensichtlich mit verschiedenen Anzeichen) über unterschiedliche Zeiträume. Diese wichtigen Details sind alle verloren, verdeckt, durch den staatlichen Durchschnitt.

 

Das Entscheidende:

  • Es reicht nicht aus, den Durchschnitt eines Datensatzes korrekt mathematisch zu berechnen.
  • Es reicht nicht aus, die Methoden zu verteidigen, die Ihr Team verwendet, um die [öfter-missbraucht-als-nicht] globalen Mittelwerte von Datensätzen zu berechnen.
  • Datensätze müssen homogen, physisch und logisch sein. Sie müssen Datensätze von Gleiches-mit-Gleichem sein, nicht Äpfel-und-Orangen. Datensätze, auch wenn die Mittelwerte mit korrekten Methoden berechnet werden können, müssen sie sowohl physisch als auch logisch plausibel sein.

Sorgfältige kritische Denker werden auf der Hut sein bei Zahlen, die, obwohl sie Ergebnisse einer einfachen Hinzufügung und Teilung sind, in der Tat Obstsalat Metriken sind, mit wenig oder keiner wirklichen Bedeutung oder mit Bedeutungen, weit anders als die, für die sie angeführt werden.

Man sollte mit großer Sorgfalt prüfen, ob die Zahl, die als Durchschnitt dargestellt wird, tatsächlich das Ergebnis darstellt, für das sie beansprucht wird. Durchschnittswerte haben am häufigsten nur eine sehr begrenzte Anwendbarkeit, da sie die Details verdecken, die oft die viel wichtigere Wirklichkeit enthüllen [was das Thema des nächsten Aufsatzes in dieser Serie ist).

 

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Hinweis auf LOTI, HadCRUT4, etc .: Es ist meine persönliche Meinung, dass alle kombinierten Land und See Oberflächen Temperatur Metriken, und wie sie alle genannt werden, einschließlich derer, die als Indizes, Anomalien und „Vorhersagen der kleinsten Fehlerbandbreite“, genau diese Art von durchschnittlichem Obstsalat sind. In der Physik, wenn nicht Klimawissenschaft, ist die Temperaturänderung ein Indikator für die Veränderung der Wärmeenergie eines Objekts (z. B. eines bestimmten Luft- oder Meerwasservolumens). Um einen gültigen Mittelwert von Mischluft- und Wassertemperaturen zu berechnen, muss der Datensatz zunächst gleiche Einheiten für gleichwertige Volumina gleichen Materials enthalten (die automatisch alle Datensätze von Meeres-Oberflächenhaut-Temperaturen, die volumenlos sind) ausschließt.

Die Temperaturen unterschiedlicher Volumina von unterschiedlichen Materialien, auch Luft, mit unterschiedlicher Feuchtigkeit und Dichte, können nicht gültig gemittelt werden, ohne in einen Satz von Temperatur-Äquivalent-Einheiten der Wärmeenergie für dieses Material nach Volumen umgewandelt zu werden. Luft und Wasser (und Stein- und Straßenoberflächen und gepflügte Felder) haben viele unterschiedliche spezifische Wärmekapazitäten, so dass eine 1 ° C Temperaturänderung gleicher Volumina dieser unterschiedlichen Materialien sehr unterschiedliche Änderungen der thermischen Energie darstellt. Meeresoberfläche (Haut oder Masse) Temperaturen können nicht mit Oberflächenlufttemperaturen gemittelt werden, um eine physikalisch korrekte Darstellung zu erzeugen, die als Änderung der thermischen (Wärme-) Energie beansprucht wird – die beiden Datensätze sind inkommensurabel und solche Mittelwerte sind Obstsalat.

Und doch sehen wir jeden Tag, dass diese Oberflächentemperatur-Metriken in genau jener nicht-physikalischen Weise dargestellt sind – als ob sie der quantitative Beweis für eine zunehmende oder abnehmende Energie [-beinhaltung] des Erdklimasystems sind. Dies bedeutet nicht, dass korrekt gemessene Lufttemperaturen bei 2 Metern über der Oberfläche und Oberflächen-Meerwassertemperaturen (Masse – da Argo [Messboje] in bestimmten Tiefen schwimmt) uns nicht etwas sagen kann, aber wir müssen sehr sorgfältig bedenken, was sie uns erzählen. Die getrennten Mittelwerte dieser Datensätze werden dennoch immer noch allen Fallstricken und Qualifikationen unterworfen, die in dieser Reihe von Essays vorgestellt werden.

 

Unser häufiger Kommentator, Steven Mosher, hat kürzlich kommentiert:

„Die globale Temperatur existiert. Sie hat eine genaue physikalische Bedeutung. Es ist die Bedeutung, die uns sagen kann …

In der „kleinen Eiszeit“ war es kühler als heute … es ist die Mittelung, die es uns erlaubt zu sagen, die Tagesseite des Planeten, ist wärmer als die Nachtseite … Die gleiche Mittelung, die uns erlaubt zu sagen, dass Pluto kühler ist als die Erde und der Merkur ist wärmer. „

Ich muss sagen, dass ich mit seiner Aussage einverstanden bin – und wenn Klimawissenschaftler ihre Ansprüche auf verschiedene Global-Temperatur-Durchschnittswerte auf diese drei Konzepte beschränken würden, würden ihren Behauptungen weitaus wissenschaftlicher sein.

NB: Ich glaube nicht, dass es richtig ist zu sagen: „Es hat eine genaue physikalische Bedeutung.“ Es kann eine genaue Beschreibung sein, aber was es für das Klima der Erde bedeutet, ist bei weitem nicht sicher und wird auch nicht präziser durch irgendwelche Messungen.

Ich erwarte, dass Ihre Meinungen zu diesem Thema variieren können.

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Erschienen auf WUWT am 14.06.2017

Übersetzt durch Andreas Demmig

The Laws of Averages: Part 1, Fruit Salad

Teil 2 und 3 folgen nach




„Siebenschläfer“ – ein Tag für Langfristprognosen?

Der Beitrag gliedert sich in

1. Allgemeines zu Bauernregeln

2. Allgemeines zu Rossby-Wellen

3. Witterungswechsel Ende Juni/Anfang Juli mit Bezug zum „Siebenschläfer“

(Bemerkung: Die „ – “ lasse ich im Folgenden mal weg.)

Vorbemerkung: Wetter ↔ Witterung

In diesem Beitrag geht es ausschließlich um Wetter und Witterung, NICHT um Klima. Dazu muss zunächst die unterschiedliche Bedeutung beider Begriffe eindeutig definiert werden.

Das Wetter ändert sich von Tag zu Tag, von Stunde zu Stunde.

Die Witterung beschreibt einen gleich bleibenden allgemeinen Zustand des Wetters über einen bestimmten Zeitraum. Das Wetter kann während dieses Zeitraumes durchaus sehr wechselhaft sein, es herrscht dann aber immer die gleiche, wechselhafte Witterung. Aktuelles Beispiel dieses Jahres: Ende Juni vor allem in Süddeutschland sehr warme bzw. heiße Witterung – das Wetter war aber ziemlich wechselhaft: Tage mit teils schweren Gewittern wechselten sich mit fast wolkenlosen Sonnentagen ab.

[Einschub: Meines Wissens gibt es für den Begriff ,Witterung‘ im Englischen kein Pendant. Auch unser Übersetzer Chris Frey ist da ratlos. Der LEO gibt als Übersetzung nur ,weather‘. Falls ein Leser einen englischen Begriff kennt, wäre ich für einen Hinweis dankbar. Ende Einschub]

1. Allgemeines zu Bauernregeln

Mancher sagt, alles Quatsch, andere sagen, die stimmen immer. Es gibt viel Literatur dazu, das Stichwort bei Amazon liefert Zahlreiches. Generell lässt sich sagen, dass Bauernregeln durchaus kein Quatsch, sondern das Ergebnis sehr sorgfältiger (und häufig aus fachlicher Sicht erstaunlich fachkundiger) Beobachtungen von Bauern im Mittelalter sind, die ihre Ernteaussichten damit abschätzen wollten.

Bauernregeln sind häufig auf bestimmte Tage fixiert, sog. Lostage, deren es im Mittelalter deutlich mehr gab als heute. Außerdem wurden die Regeln in Reime verpackt. Beides sollte die Merkbarkeit verbessern. Wendet man diese Bauernregeln jedoch heutzutage an, muss man drei wesentliche Einschränkungen beachten.

1) Entstehungszeit: Nahezu die gesamte Vielfalt der Bauernregeln ist im Mittelalter entstanden – mit zumeist anderen Klimabedingungen als heute. Etwa zwischen 900 und 1200 herrschte das sog. „Mittelalterliche Klimaoptimum“, in dem es im Mittel 1 bis 2 K wärmer war als heute. Sicher sind auch davor und danach Bauernregeln entstanden, dann in einem kälteren Klima als heute. Ob die Bauernregeln von damals in dem wärmeren Klima 1 zu 1 auf unser heutiges Klima übertragbar sind, ist meines Wissens bisher nicht untersucht worden.

Fazit: Es ist unklar, ob Bauernregeln unabhängig vom aktuellen Klima gültig sind.

2) Entstehungsort: Die Bauern des Mittelalters haben ihr gesamtes Leben auf ihrer Scholle verbracht. Fahrten in das nächste Dorf waren schon Tagesreisen, und solche in die nächste größere Stadt glichen schon Weltreisen. Die Bauern haben folglich das Wetter sehr genau an ihrem Wohnort betrachtet und aus dem Ablauf bestimmter Witterungen versucht zu erkennen, ob sich ein bestimmtes Muster immer wieder finden lässt. Kurz: Wenn das Wetter im Winter so und so war, welche Ernteaussichten bestünden dann für den kommenden Sommer.

Das große Herumreisen, so wie wir das heute tun, lag jedenfalls damals ferner als der Mond. Diese Ortsbezogenheit ist bei der Anwendung heutzutage aber ein ziemliches Hindernis! Eine Bauernregel, die im Allgäu entstanden ist, dürfte in Ostfriesland nur sehr beschränkt gültig sein, wenn überhaupt. Der Ursprung der jeweiligen Bauernregel lässt sich aber heute kaum noch feststellen.

Fazit: Bauernregeln gelten direkt nur für das Gebiet, in welchem die Bauern den Zusammenhang erkannten. Dies ist heute nicht mehr feststellbar.

3) Zeitverschiebung: Wie oben schon erwähnt, bezogen sich die Bauernregeln als Ausgangspunkt auf bestimmte markante Tage, so genannte „Lostage“. Grund: man konnte sie sich besser merken als einen x-beliebigen Tag. Diese Tage waren eine willkommene Unterbrechung des eintönigen Bauernlebens. Heute haben wir dafür Radio, Fernsehen und Internet – aber damals? Deshalb gab es auch viel mehr solcher Tage als heute. Außerdem hatte so die Kirche mit ihrem damaligen Absolutheitsanspruch viel mehr Gelegenheit, ihre Schäfchen zu kontrollieren.

Wie auch immer, die damals festgelegten Tage stehen auch heute noch im Kalender. Als Beispiel sei hier der Siebenschläfertag genannt, der kalendarisch auf den 27. Juni fällt. Dann kam jedoch die gregorianische Kalenderreform 1582, bei der 10 Tage einfach unter den Tisch fielen, um den Jahresverlauf wieder dem Sonnenstand anzupassen. Die Lostage hätten also diese Verschiebung mitmachen müssen – haben sie aber nicht! Der kalendarische Siebenschläfer würde also heute auf den 27.06. + 10 = 7. bzw. 8. Juli fallen. Und siehe da: jeder halbwegs erfahrene Synoptiker weiß, dass der Übergang von warmer, trockener Witterung im Juni (auch über den 26. Juni hinaus!) zu kühler, unbeständiger Witterung (nicht Wetter!) Anfang Juli fast immer längere Zeit kühle Witterung zur Folge hat. Oder im Synoptiker-Jargon: Anfang Juli wird der Sommer gebacken!

Fazit: Es kommt auf den Zeitpunkt einer Witterungsumstellung an.

Es bringt also nichts, die Siebenschläfer-Regel ebenso wie alle anderen Bauernregeln auf einen bestimmten Tag zu beziehen. Bei einem längeren trockenen und warmen Witterungsabschnitt bedeutet ein Gewitter, dass rein zufällig am Siebenschläfertag auftritt, egal ob kalendarisch oder meteorologisch, gar nichts. Es kommt nicht auf einen Wetterwechsel, sondern auf einen Witterungswechsel an. Witterung hängt aber direkt mit Position und Lage der sog. Rossby-Wellen zusammen, weshalb hier kurz auf diese eingegangen wird. Näheres zu diesen Rossby-Wellen findet sich hier.

Einschub: zwar sagt die Bauernregel nur etwas über Regen, aber wie im folgenden Abschnitt deutlich wird, gilt sie in beide Richtungen. Eine Umstellung von einem kühlen Juni auf heiße Witterung Anfang Juli bedeutet in der Regel länger anhaltendes sehr warmes oder heißes Wetter. Nur gibt es dabei irgendwann doch immer wieder Gewitter mit teils schweren Schäden für die Ernte, so dass die Bauern der damaligen Zeit den Zusammenhang nur in der einen Richtung erkennen konnten.

Ende Einschub

2. Allgemeines zu Rossby-Wellen

Von Belang sind im Zusammenhang dieses Beitrags die sog. langen Rossby-Wellen (Wellenzahlen 1 bis 5). Ein einmal eingefahrenes Muster dieser langen Rossby-Wellen hat häufig mehrere Wochen Bestand, bevor sich das gesamte Muster hemisphärenweit ändert und in einen Zustand kommt, der wieder einige Zeit anhält. Eine solche Umstellung des Langwellenregiments ist fast immer mit einem deutlichen Witterungswechsel verbunden, nicht nur bei uns, sondern auf der gesamten Hemisphäre.

Interessanterweise ist die grundlegende Umstellung eines Langwellenregiments statistisch nicht zufällig oder gleichmäßig über das Jahr verteilt, sondern erfolgt bevorzugt zu bestimmten Zeiten. Die Gründe hierfür sind völlig unklar, spielen im Zusammenhang hier aber auch keine Rolle. Am häufigsten findet eine solche Umstellung zu Beginn des meteorologischen Winters statt (erste Dezemberdekade), dicht gefolgt vom Zeitraum Anfang Juli. Im Hochsommer (etwa 10. Juli bis Mitte August) gab es im vorigen Jahrhundert fast niemals einen grundlegenden Wechsel, ebenso wie im Hochwinter (Anfang Januar bis Mitte Februar).

Wichtig in diesem Zusammenhang: Eine Umstellung zu statistisch bevorzugten Zeitpunkten wird fast immer längere Zeit Bestand haben. Die statistische Signifikanz nimmt bei zunehmendem zeitlichen Abstand von derartigen Zeitpunkten aber rasch ab.

3. Der Witterungswechsel Anfang Juli dieses Jahres 2017

Namentlich in Süddeutschland war die zweite Hälfte des Juni geprägt durch sehr warmes oder heißes Wetter, wobei es immer wieder zu Gewittern kam. Noch Ende Juni ging diese Witterung abrupt zu Ende mit einer deutlichen Abkühlung und ergiebigem Regen, wie es ihn abgesehen von punktuellen Schwergewittern in der Fläche lange nicht gegeben hat. Die mittefristigen numerischen Wettervorhersage-Modelle (7 bis 10 Tage im Voraus) nehmen mit Stand vom 27.6. sehr wechselhafte Witterung an, wobei kurze Einschübe warmer oder heißer Luft rasch wieder durch kühle Luft ersetzt werden. Es stellt sich demnach eine klassische Westlage ein, die zwar nicht besonders kühles, aber eben auch kein dauerhaft warmes und trockenes Wetter bringen würde.

Fazit: Man kann für den Juli 2017 mit hoher statistischer Wahrscheinlichkeit sehr wechselhafte Witterung annehmen. Einschübe warmer Luft dürften sich besonders in Süddeutschland auswirken, doch werden diese jedes Mal zumindest punktuell teils schwere Gewitter nach sich ziehen. Ein heißer, trockener Hochsommer ist damit statistisch recht unwahrscheinlich, aber solange sich der Langwellentrog nicht über Mittel-, sondern mehr über Westeuropa etabliert, wird sich auch keine besonders kühle Witterung einstellen.

Übrigens: Auf dem Blog des „Schneefans“ hat dieser bereits in einem Beitrag vom 24.6. in einer weiteren eindrucksvollen Zusammenstellung aller relevanten Graphiken auf diese Entwicklung hingewiesen.

Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt




Die Klima/Energie-Fakes der Energiewende: Ein Mitglied des Thüringer Landtags redet Klartext

Zum Einen beschäftigt sich EIKE bei der eigenen Forschungsarbeit zwar nur mit Sachfragen über Klima und Energie. Infolge der starken Vereinnahmung dieser Themen für politische Zwecke ist es aber unmöglich, die politischen Aspekte bei diesen offensichtlich brisanten Sachthemen nicht ebenfalls zu berücksichtigen. Dies geschieht jedoch ausschließlich in unseren News und unabhängig von der jeweiligen politischen Partei. Wir betonen daher ausdrücklich unsere Parteiunabhängigkeit, wenn politische Anmerkungen unvermeidbar sind.

Zum Zweiten hat es mit der öffentlichen Behandlung der Partei des Landtags-Redners Stephan Brandner eine besondere Bewandnis. Dieser Partei werden unlautere Motive und Handlungen unterstellt, die genau umgekehrt ihre politischen Gegner anwenden. Diese Handlungen sind keine Kleinigkeiten – so Verwehrung ihrer Meinungsäußerung in den Medien,  Beschädigung und sogar „Abfackeln“ ihrer Autos, berufliche Verfolgung ihrer Parteimitglieder, bis hin zu Morddrohungen gegen Veranstalter, welche Räume für ihre Parteiversammlungen vermieten usw.  Hier ein Bericht, in denen diese Vorgänge an Hand von Presseberichten belegt sind.

Video der Rede Stefan Brandner AfD im Plenum des Thüringer Landtags am 23.06.2017, zu TOP 19: Mieterstrommodelle als Baustein der Energiewende

Umgekehrt sind von der in Rede stehenden Partei solche gesetzeswidrigen Aktivitäten nicht bekannt. Sind wir noch ein demokratisches Land, wenn die meisten Medien, Behörden und maßgebende Politiker über diese Entwicklung nicht nur hinwegsehen sondern sie oft auch noch unverhohlen billigen?

Dies kurz zu erwähnen erschien uns erforderlich, damit Sie sich jetzt ganz auf den sachlichen Inhalt der Rede Stephan Brandners widmen können. Sie dauert etwa 6 Minuten. Wenn Sie Ihnen sachlich zusagt, sorgen Sie doch einfach für weitestgehende Verteilung ihres Links https://www.youtube.com/watch?v=vwxw_aUFY8Q.