Leider wurde dabei vom DWD ein fundamentaler Fehler gemacht: man hat die Tatsache, übersehen, dass es auch schon vor 1881 Klima gab, und zwar mit erheblichen Schwankungen – ohne menschlichen Einfluss.

Man ignoriert dort einfach die fundamentale Tatsache, dass die künftige Klimaentwicklung zwei Aspekte hat: einerseits die natürlichen  Klimafaktoren und historischen Klimazyklen (die durchaus nicht ihre Tätigkeit plötzlich aufgegeben haben), und zweitens die menschlichen Einflüsse auf das Klima (z.B. die CO2-Emissionen), die das IPCC ausschließlich betrachtet. Die Tatsache der zwei verschiedenen Klima-Aspekte waren eine grundsätzliche Feststellung des United Nations Framework Convention on Climate Change (UN-FCCC), der Mutter des IPCC, bereits im Jahre 1992.

Zunächst einmal fällt auf, dass die hellblau gefärbte Spannbreite der Klimamodelle unterhalb der realen Temperaturentwicklung eingezeichnet wurde. Eine Verkehrung der Tatsachen in das glatte Gegenteil, denn die Temperaturprognosen schießen in Wahrheit meilenweit über das Ziel hinaus. Siehe auch “Temperaturprognose von 1995 auf dem Prüfstand: Temperaturen heute knapp unterhalb der niedrigsten Schätzung” und “Graßl’s Erwärmungsprognose von 1990 droht dramatisch zu scheitern“.

Abbildung 2: Vergleich der Temperaturprognosen laut Klimamodellen (dünne bunte Kurven; die schwarze dicke Kurve entspricht der mittleren IPCC-Prognose) mit der real gemessenen Entwicklung (dicke blaue und pinke Kurven). Quelle: Roy Spencer


Das Temperatur-Diagramm des DWD für die Zukunft beruht ausschließlich auf den CO2-basierten Modellannahmen des IPCC, die eine CO2-Sensitivität von 3°C bei Verdoppelung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre annehmen.  Diese theoretische Annahme stammt aber aus dem Jahre 1979 (Charney-Report) und ignoriert die verschiedenen neuen Studien zu diesem Thema, die auf eine wesentlich geringere Sensitivität in der Größenordnung von ca. 1° kommen. Damit reduziert sich der befürchtete Temperaturanstieg bis zum Jahr 2100 von 2 bis 4°C (weswegen nicht weniger als 21 Klima-Massenkonferenzen abgehalten wurden !) automatisch auf  0,7 bis 1°C. Der IPCC kann aber – im Gegensatz zu allen wissenschaftlichen Regeln – die neueren Ergebnisse nicht berücksichtigen, denn dann würde die ganze politisch inszenierte Klima-Hysterie zusammenbrechen. 

Der bisherige Temperaturanstieg in Deutschland von 1881 bis 2015 betrug laut dem DWD-Diagramm 1,4°C  (global ca. 1,1°C), was einen Trend von + 0,01° pro Jahr entspricht. Extrapoliert man diesen Wert bis zum Jahr 2100, was eine andere Prognose-Methode wäre, dann ergibt sich für die kommenden 85 Jahre bis zum Jahr 2100 ein Anstieg von 0,9°C (siehe die ergänzte Linie in dem DWD-Diagramm). Tatsächlich aber erfolgte der fast der gesamte Temperaturanstieg in Deutschland vor dem Jahr 1998; danach in den letzten 17 Jahren waren es praktisch Null Grad, was vom DWD verschwiegen wird. Es passt überhaupt nicht zum politisch verordneten Klima-Dogma und widerspricht vollständig der DWD-Behauptung, dass "der Temperaturanstieg sich  unverändert fortsetzt".  Eine unglaubliche Falschaussage einer öffentlichen  Behörde.

Es ist auch seltsam, dass kaum ein Journalist in der Lage ist, diese Diskrepanz zu erkennen und publik zu machen.

 

Die Sache wird noch dubioser, wenn man in Betracht zieht, dass im Zeitraum 1998 bis 2015 insgesamt nicht weniger als 500 Milliarden Tonnen CO2 emittiert wurden: die größte Menge in der Menschheits-Geschichte. Und die Global-Temperatur stagnierte – im Gegensatz zu allen Klimamodellen, Behauptungen und Befürchtungen der letzten 20 Jahre. Einen besseren Beweis dafür, dass die CO2-Theorie des IPCC falsch ist, kann es nicht geben.

Es ist ein Skandal, dass man beim DWD diese Tatsachen ignoriert und sich aus politischen und/oder ideologischen Gründen am Klima-Alarmismus beteiligt.  So werden völlig unnötige Klimaängste in der Bevölkerung gefördert, was man nur als verantwortungslos bezeichnen kann. Und das von einer aus Steuergeldern finanzierten Organisation.