Teil 3 – Wie grüne Bevormundung, grüne Fehlinvestitionen und Bürokratie unseren Alltag erschweren, unser Leben verteuern sowie oftmals der Umwelt schaden Teil 3- Wärmedämmung- meist wenig Energieeinsparung mit hohem Aufwand und vielen Umweltschäden.

Bild rechts: Nach Wärmedämmung von Algen und Schimmel befallene Fassade. Nur die „Wärmebrücken“ (gedübelte Stellen, helle Punkte) blieben davon verschont. Foto: Stefan Kämpfe

Im Zuge des Energiewende- Wahns wurden die Vorschriften, Verordnungen und Reglementierungen zur Wärmedämmung stetig verschärft. Bereits seit mehreren Jahrzehnten gibt der Gesetzgeber energetische Standards für Gebäude, für die Gebäudehülle und die Haustechnik vor. Diese Verordnungen beziehen sich auf Neubau und Gebäudebestand. Nachfolgend eine Chronologie der gesetzlichen Reglementierungen für Hausbesitzer und Bauherren. Sie zeigt die bedenklich anwachsende Regelungswut des Staates in den 2000er Jahren (Quelle http://klima-allianz-remscheid.de/wp-content/uploads/2014/10/1.31.5-Brosch%C3%BCre_EnEV_2014.pdf ):

1976 Energieeinsparungsgesetz

1977 Wärmeschutzverordnung

1978 Heizungsanlagenverordnung

1980 Energieeinsparungsgesetz

1984 Wärmeschutzverordnung

1988 Heizungsanlagenverordnung

1995 Wärmeschutzverordnung

2001 Energieeinsparungsgesetz

2002 Energieeinsparverordnung

(umfasst Wärmeschutzverordnung und Heizungsanlagenverordnung)

2003 Europäische Gebäuderichtlinie

2004 Energieeinsparverordnung

2005 Energieeinsparungsgesetz

2007 Energieeinsparverordnung

2009 Energieeinsparungsgesetz /Energieeinsparverordnung

Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz

2010 Europäische Gebäuderichtlinie

2011 Erneuerbare-Energien-Wärme-Gesetz

2013 Energieeinsparungsgesetz

2014 Energieeinsparverordnung

2016 Energieeinsparverordnung von 2014 weiter verschärft

Doch lassen sich mittels „Wärmedämmung“ tatsächlich wesentliche Energiemengen und Kosten einsparen? DIE WELT schrieb dazu am 29. März 2013 Folgendes (Quelle http://www.welt.de/finanzen/immobilien/article114866146/Die-grosse-Luege-von-der-Waermedaemmung.html ): „…bevor Aufträge an Handwerksbetriebe unterschrieben und Dämmstoffe geordert werden, lohnt sich ein eingehender Blick in eine neue Studie, die das Forschungsinstitut Prognos für die staatliche Förderbank KfW über Kosten und Nutzen der Energiewende erstellt hat. Die Untersuchung kommt nämlich zu einem ernüchternden Ergebnis: Energetische Sanierungen verschlingen mehr Geld, als durch sie eingespart wird. Selbst die zusätzlichen finanziellen Aufwendungen für den Neubau besonders energiesparender Wohngebäude werden sich nicht amortisieren. Die Investitionen ließen sich nicht allein aus den eingesparten Energiekosten finanzieren, schreibt die KfW. Das Papier ist brisant: Ob Schwarz-Gelb, Rot-Grün oder die große Koalition – alle Parteien, die seit der Jahrtausendwende an der Regierung waren, haben sich ein großes Ziel gesetzt. Der Heizenergieverbrauch in deutschen Wohngebäuden soll bis 2050 um 80 Prozent gesenkt werden, um die Kohlendioxidemissionen zu reduzieren. … Immer wieder wurde deshalb die Energieeinsparverordnung (EnEV) verschärft. Immer stärkere Dämmungen für Neubauten vorgeschrieben. Seit 1993 wurden nach Angaben des Fachverbands Wärmedämmverbundsysteme 769,1 Millionen Quadratmeter Dämmplatten an deutsche Häuser geklebt – eine Fläche, die größer ist als der Stadtstaat Hamburg. Doch ob sich die gewaltigen Kosten rechnen, wurde von keiner Regierung untersucht – bislang. Die Prognos-Studie ist jetzt das erste Rechenwerk. Und sein Ergebnis ist für die Politik katastrophal. Um die Energieeinsparziele zu erreichen, sind der Studie zufolge bis zum Jahr 2050 wohnungswirtschaftliche Investitionen über insgesamt 838 Milliarden Euro nötig. Dadurch könnten jedoch nur Energiekosten von 370 Milliarden Euro eingespart werden, haben die Prognos-Forscher errechnet. … Unter dem Strich entstünde den Eigentümern somit ein Gesamtverlust von 468 Milliarden Euro. Die Studie zeigt, dass die Energieeinsparauflagen bar jeglicher ökonomischer Vernunft sind, sagt Thomas Beyerle, Chefresearcher der Immobiliengesellschaft IVG. Dennoch wendet die Bundesregierung Jahr für Jahr Milliardenbeträge auf, um über die KfW mit Fördergeldern und zinsgünstigen Darlehen die energetische Sanierung bestehender und den Neubau besonders energieeffizienter Wohnhäuser voranzubringen. Allein in diesem (2013) und dem nächsten Jahr sind dafür jeweils 1,8 Milliarden Euro vorgesehen. Faktisch ist das eine Verschleuderung von Steuergeldern, sagt Beyerle. … Das Ergebnis der Studie bestätigt zugleich Kritiker wie den Architekten Konrad Fischer aus Hochstadt am Main. Sie warnen seit Jahren, die Dämmung von Fassaden führe nicht zu der von Bauwirtschaft und Regierung versprochenen Senkung der Heizenergiekosten. Ich kenne kein Wärmedämmsystem, dessen Kosten sich durch eine Energieersparnis in einem überschaubaren Zeitraum amortisieren würden, sagt Fischer. … Betroffen sind jedoch nicht nur Hauseigentümer, sondern auch Mieter. Denn sie werden genauso für die Umsetzung der Energiesparziele zur Kasse gebeten. Die Kosten für eine Sanierung oder für besonders stark gedämmte Neubauten müssen sie über höhere Mieten mittragen, sagt Beyerle. Bei jeder Verschärfung der EnEV wurden die Dämmvorgaben für neue Ein- und Mehrfamilienhäuser über Änderungen in der Energieeinsparverordnung um jeweils 30 Prozent angehoben. Das hat die Neubaukosten kräftig in die Höhe getrieben. … Bei einem nach der aktuellen EnEV-Norm errichteten Einfamilienhaus entfallen nach Berechnungen der Deutschen Energieagentur von den Vollkosten von 400 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche bereits 115 Euro auf die energie-einsparbedingten Mehrkosten. Bei einem besonders effizienten Neubau, der nur 55 Prozent des rechnerisch erlaubten Energieverbrauchs aufweist, steigt der Quadratmeterpreis auf 540 Euro – von denen 250 Euro auf die zusätzlichen Energiesparmaßnahmen entfallen. Ein Ende der Preissteigerungen ist nicht in Sicht: 2014 und 2016 will Berlin die Anforderungen nochmals um jeweils 12,5 Prozent anheben. Damit werden die Baukosten in beiden Jahren um jeweils weitere fünf Prozent steigen, sagt Axel Gedaschko, Präsident des GDW Bundesverbands Deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dessen 3000 Mitglieder rund sechs Millionen Wohnungen in Deutschland bewirtschaften. Dabei habe die Wohnungswirtschaft bereits jetzt in den Großstädten massive Probleme, bezahlbaren Wohnraum für Familien mit niedrigem Einkommen anzubieten, sagt Gedaschko. … Hinzu kommt ein weiteres Problem: Dämmstoffe haben nur eine begrenzte Haltbarkeit. Wir wissen von unseren Mitgliedsunternehmen, dass die Dämmung an vielen in den 90er-Jahren sanierten oder neu errichteten Häusern bereits heute – nach nicht einmal 20 Jahren – zum Teil Schäden zeigt, sagt der GDW-Präsident. In vielen Fällen durchfeuchtet Regenwasser die gedämmten Fassaden. Dadurch bilden sich Kältebrücken, die Wärme aus den Zimmern nach draußen leiten. Statt Heizkosten zu sparen, muss mehr Gas oder Öl verbrannt werden. Damit stellt sich die Frage, ob bei etlichen der nun sanierten oder neu errichteten Wohngebäude nicht bis 2050 die Dämmung bereits wieder ersetzt werden muss. In diesem Fall könnten die in der Prognos-Studie ermittelten Kosten um etliche Hundert Milliarden Euro weiter in die Höhe schnellen – der Verlust für die Eigentümer würde noch größer. Auch der Energieeinspareffekt würde dann deutlich geringer ausfallen. Die meisten Wärmedämmverbundsysteme bestehen aus chemisch veredeltem, aufgeschäumtem Rohöl. Für Herstellung und Transport werden erhebliche Energiemengen benötigt. Um das Klimaschutzziel zu erreichen, muss geklärt werden, ob Dämmen ökologisch überhaupt sinnvoll ist, sagt Günter Vornholz, Professor für Immobilienwirtschaft an der EBZ Business School in Bochum. Zumal die Materialien bislang kaum recycelt werden können. In wenigen Jahren könnten wir vor dem Problem stehen, riesige Müllhalden schaffen zu müssen, um defekte Wärmedämmverbundsysteme zu entsorgen, gibt Beyerle zu bedenken. Die volkswirtschaftlichen Gesamtkosten könnten dann noch viel höher ausfallen, als sich bislang erahnen lässt."

Und in manchen Städten häufen sich neuerdings die Probleme mit von Vögeln beschädigten Fassadendämmungen (verwilderte Sittiche, Spechte).

So endete schon manche Wärmedämmung- vom Specht zerhackt. Bildquelle: dpa

Fazit: Wärmedämmung bringt – von wenigen Einzelfällen einmal abgesehen – keine wesentlichen Energieeinspareffekte. Herstellung, Transport, Montage und Verschleiß gehen mit erheblichen finanziellen und energetischen Aufwendungen einher; in vielen Fällen sind daher die energetischen sowie die finanziellen Bilanzen negativ (der Aufwand ist höher als der Einspareffekt). Vielfach kommt es in gedämmten Wohnungen zu Schimmelbildungen und an gedämmten Außenfassaden zu Algenbewuchs durch Tauwasserbildung. Wärmedämmungen unterliegen einem starken Verschleiß; oft werden sie von Vögeln beschädigt. Das Müllproblem durch verschlissene Dämmstoffe ist noch gar nicht in seiner ganzen Dimension absehbar und wird die Umwelt weiter belasten.

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher

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Hinweis der EIKE-Redaktion:

Die Arbeit von Herrn Kämpfe hat noch drei weitere Teile (4 bis 6), die hier als pdf herunter geladen werden können:

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Keine Meinungsfreiheit für Klimaskeptiker – Demokraten in USA

Aufmacherbild rechts: Der ehemalige US-Vizepräsident Al Gore spricht auf einer Pressekonferenz mit dem US-Generalstaatsanwalt, um zustandsbasierte Anstrengung anzukündigen, den Klimawandel zu bekämpfen

In Manhattan, New York City, 29. März 2016. REUTERS / Mike Segar

Neunzehn Abgeordnete der Demokratischen Partei unterrichteten Harris über ihre "Untersuchung“, ob ExxonMobil über die Wahrheit des Klimawandels gelogen und Investoren getäuscht hat und die Sprecher oder wissenschaftliche Forschung [über das Thema Klimafolgen] zum Schweigen gebracht hat.

 

Denken Sie, Klimaskeptikern zum Schweigen zu bringen ist verfassungswidrig?

 "Die Meinungsfreiheit schützt die Freiheit der Rede, aber schützt nicht Unternehmen, die das amerikanische Volk betrügen oder nicht ordnungsgemäße Informationen an ihre Aktionäre offenlegen“, Abgeordnete, darunter die kalifornischen Abgeordneten Maxine Waters und Ted Lieu, unterschrieben den Brief an Harris.

Harris schloss sich den Generalstaatsanwälten von New York, Massachusetts und den US-Jungferninseln an, die die Haltung von Exxon in Bezug auf die globale Erwärmung untersuchen, auf Basis von Berichten liberaler Journalisten.

Reporter von „InsideClimate News“ und der Columbia University beschuldigen das Öl-Unternehmen der Verschleierung der Klimawissenschaft und von Fondsgruppen, die den Bundes-Energievorschriften und der von Menschen verursachten Erwärmung skeptisch entgegenstehen. Harris untersucht nun, ob Exxon Aktionäre über die Risiken der globalen Erwärmung in die Irre geführt wurden oder nicht.

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[Recherche Hinweis zu vorstehendem Link des AGW Think Tanks Inside Climate News;

Berichttitel „Exxon’s eigene Forschung bestätigt die Rolle der Fossilen Brennstoffe zur jahrzehntelangen globalen Erwärmung“, der Übersetzer]

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Lieu, Waters und die anderen Demokraten die an Harris schrieben, schickten diesen Brief als Antwort auf eine Anfrage von Texas Abgeordneten Lamar Smith. Smith, der Vorsitzende des House Committees für Wissenschaft, Weltraum und Technologie, forderte die gegen Exxon gerichteten Dokumente von Staatsanwälten und Umweltschützern.

"Wir unterstützen Ihre Untersuchung und glauben, dass die unbegründeten Behauptungen des Wissenschaftlichen Ausschusses, nichts als ein Teil des fortgesetzten Angriffs auf die Klimaforschung sind", schrieben die Demokraten. "Wie Sie wissen, deuten neuere Belege darauf, dass führende Ölgesellschaften wie ExxonMobil und Shell, die Wissenschaft des Klimawandels vor Jahrzehnten bestätigt haben und sogar ihre Geschäftsentscheidungen verändert haben, um sie auf einen aufheizenden Planeten anzupassen."

Republikaner haben sich jedoch gegen die Exxon-Untersuchung gestellt, mit dem Argument, dass diese hinter den Kulissen von Aktivisten ausgegraben wird. Die Untersuchungen der Staatsanwaltschaft zu Exxon hat auch Bedenken zur Meinungsfreiheit geweckt, da Dutzende von konservativen Think Tanks, Politikexperten und Wissenschaftler verstrickt sind.

Virgin Islands Staatsanwalt Claude Walker folgte Harris und anderen bei der Ausrichtung gegen Exxon. Walker hat bereits eine libertäre Beratungs- und Public Relations Firma aus D. C.- vorgeladen.

Walkers Vorladung zielt auf prominente, konservative und libertäre Think Tanks, einschließlich der Heritage Foundation, das Heartland Institute, das Cato-Institut, das Competitive Enterprise Institute und das Institut für Energieforschung.

Walker zielt auch auf die Kommunikation mit Klimawissenschaftlern, die skeptisch den Ansprüchen gegenüberstehen, dass fossile Brennstoffe eine katastrophale Erderwärmung verursachen. Im Fokus von Walker stehen Wissenschaftler, darunter Dr. John Christy von der University of Alabama, der satellitengestützten Klimadaten-verarbeitet, Catos Dr. Patrick Michaels und Dr. Willie Soon vom Harvard-Smithsonian Institute. [Hervorhebung durch den Übersetzer, Dr. Soon sprach auch bei Eike in Essen]

"Exxon ist ein Bewohner des Staates Texas und wir sind der Meinung, dass dieses ein Angriff auf ihr oberstes Recht der Meinungsfreiheit ist", so der texanische Staatsanwalt, der Republikaner Ken Paxton, nachdem er und der Staatsanwalt von Alabama gerichtliche Unterstützung für Exxon eingereicht hatten.

"Sie haben jedes Recht, ihre eigenen Meinungen über den Klimawandel zu haben. Meiner Meinung nach haben Sie die Linie überschritten, wenn Sie anfangen, Individuen zu verfolgen, die mit Ihnen nicht übereinstimmen", sagte er.

Kalifornien Demokraten scheint Exxon‘s Recht auf freie Meinungsäußerung nicht zu kümmern, da sie glauben, dass das Unternehmen eine massive Desinformationskampagne unternimmt – um eine der größten Ölgesellschaften der Welt am Laufen zu halten.

Demokraten schrieben: „die Ölindustrie betreibt eine koordinierte Kampagne der Massentäuschung über die Wahrheit der Klimawissenschaft – verbreitet Zweifel und Verwirrung in der Öffentlichkeit und um letztlich die Klimapolitik im Kongress totlaufen zu lassen".

Screenshot vom Video im Originalbericht

Erschienen auf The Daily Caller am 13.06.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://dailycaller.com/2016/06/13/dem-congressmen-first-amendment-doesnt-protect-global-warming-skeptics/

Fortsetzung folgt




Notbremse: Französische Regierung nimmt Kartierprojekt zur Mittelalterlichen Wärmeperiode aus dem Klimawettbewerb

Leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass alle Stimmen, die für das MWP-Projekt bislang abgegeben wurden, jetzt vom französischen Bundesministerium für Umwelt, Energie und Meere für ungültig erklärt worden sind. Eine Woche nach Beginn der Abstimmung erreichte uns am 13. Juni 2016 ein Brief des Ministeriums, in dem erklärt wird, man hätte das Projekt aus dem Wettbewerb nehmen müssen. Begründung: Es würde nicht den Kriterien des Wettbewerbs entsprechen. Unterzeichnet vom französischen General-Kommissar für nachhaltige Entwicklung. Das Originalschreiben in französischer Sprache können Sie als pdf abrufen, das wir im Sinne der nachhaltigen Transparenz hier in voller Länge zur Verfügung stellen. Seither bekommt man nach einem Klick auf die ursprüngliche Projektseite bei ’100 Projects for the Climate’ nur noch eine Fehlermeldung.

Über die wahren Hintergründe zu den Vorgängen kann man nur spekulieren. Vermutlich hat das MWP-Kartierprojekt eine so große Anzahl von Stimmen erhalten, dass den Verantwortlichen Angst und bange wurde. Die Bevölkerung wünscht sich offensichtlich eine wissenschaftliche Aufarbeitung der vorindustriellen Klimaentwicklung, die es in dieser detailierten und benutzerfreundlichen Art noch nicht gab, trotz Forschungsmilliarden, die bislang schon in die Klimawissenschaften geflossen sind. Offensichtlich möchte man nicht, dass die natürliche Wärmeperiode vor 1000 Jahren eine zu große Bühne bekommt. Daher nun die Notbremse. Schnell unter den Teppich kehren und hoffen, dass es keiner merkt. Nicht gerade die feine französische Art.

Dabei fördert die MWP-Kartierung gerade für Frankreich überaus Wichtiges zutage. Mit Ausnahme Südfrankreichs und der französischen Alpen herrscht in Sachen Klimageschichte der letzten 1000 Jahre in Frankreich peinliche Datenflaute. Wohlgemerkt, die Datenerfassung für Frankreich ist im ersten Durchgang bereits abgeschlossen. Mit vielen weiteren Studienpunkten ist daher nicht zu rechnen. Wollte man diesen unbequemen Umstand vertuschen? Schlimmer noch: Alle Studien mit Temperaturaussage fanden eine überaus warme MWP (rote Punkte). Aus hydrklimatologischer Sicht war die MWP eine Trockenphase mit verringerten Niederschlägen (gelbe Punkte). Klicken Sie in der Karte auf die entsprechenden Punkte, um Details zu den Arbeiten zu erfahren.

Link zum vergrößerten Bild: https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1akI_yGSUlO_qEvrmrIYv9kHknq4

Angesichts der offensichtlichen Datenlücken in Frankreich und der großen Bedeutung der MWP-Kartierung werden wir das Ministerium in unserem Antwortschreiben um alternative Förderung außerhalb des ’100 Projects for the Climate’ Programms bitten. Der Beginn einer fruchtbaren neuen Kooperation?

Immer ist Niederlage im Sieg und Sieg in der Niederlage

Wu Cheng-En
(um 1500 – 1582), chinesischer Schriftsteller

Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du

Mahatma Gandhi

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Dieser Beitrag war zu erst auf dem Blog „kaltesonne.de“ erschienen.




Deutschland ist bei der Fußball-Europameisterschaft auf der Verliererseite – weil die Fans zu viel CO2 emittieren

Ein solcher Think Tank ist z.B. CARBON TRUST mit Sitz in England. Er achtet vor allem darauf, dass es mit dem CO2 überall mit rechten Dingen zugeht und ja nicht zu viel davon das Klima gefährdet. Eine größere Kleinigkeit verdient er auch mit diesen guten Taten – aber das sei nicht das Thema.

Viel wichtiger sind die bahnbrechenden Untersuchungen, welche geleistet werden. Und dabei hat Carbon TRUST wirkliches Neuland bezogen und das gemacht, was bisher immer versäumt oder vielleicht gar bewusst verschleppt wurde – den Fußball auf CO2 analysiert. Einen Namen hat diese Erfindung auch bekommen: Sie heißt Carbon Bootprint. Weil es sich anbot, wurde die aktuelle EM zur Brust genommen. Und siehe da – Deutschland gehört beim CO2 Ausstoß seiner Fußballfans zu den Verlierermannschaften.

[1] CARBON TRUST: The "Carbon Bootprint" of Euro 2016:

The Carbon Trust reveals which nation’s fans have the lowest carbon footprint when watching games. The Carbon Trust has calculated the “carbon bootprint” of individual fans watching a game of football at home in each of the 24 nations competing in the tournament.

CO2-Ranking

Wie ist es bei so viel EEG(un)Vernunft von Deutschland möglich, im Klimaranking der Europameisterschaft nicht einmal in das Mittelfeld zu kommen, werden sich viele bestürzt fragen?

Deutschland macht beim Krieg gegen irgend etwas eben immer irgend etwas falsch. Und am CO2-Bootprint-Ranking sieht man über-deutlich was das ist:

Entweder Deutschland reduziert sich auf das Energieniveau von Albanien, oder es baut wieder massiv Atomkraft auf, wenn es Klimavorbild sein will; das bisher fabrizierte jedenfalls war nutzlos. Die anderen Alternativen, sich auf Vulkane zu setzen wie Island oder tiefe Gebirgstäler mit Wasser zu füllen wie die Schweiz, bleiben wohl aufgrund einer undankbaren Erdgeologie unrealisierbar.

Leider fährt der deutsche politische Zug zum Klimakampf derzeit eher Richtung Albanien, während Länder wie Schweden bestimmt bald mit vor Stolz geschwellter Brust an der Klimaspitze stehen. Denn Schweden will 10 neue Atomkraftwerke bauen!

[2] Schweden: Eine Stromerzeugung, die ab 2040 zu 100 Prozent auf erneuerbaren Quellen beruhen soll und ein Land, das ab 2045 keinerlei Klimagase mehr an die Atmosphäre abgibt. Das sind die ehrgeizigen Ziele eines Energie- und Klimaabkommens, auf das sich Schwedens rot-grüne Regierung mit einer Mehrheit der Oppositionsparteien geeinigt hat.

Das Ende der Woche in Stockholm präsentierte Programm enthält aber auch einen Punkt, der aus einem längst vergangenen Zeitalter zu stammen scheint: Es dürfen bis zu zehn neue Atomreaktoren gebaut werden. Deren Energieproduktion wird im Prinzip den erneuerbaren Energien gleichgestellt, sie dürften also gegebenenfalls auch nach 2040 weiterlaufen. Wie überhaupt jedes Atomausstiegsdatum gestrichen wurde – mit dem ausdrücklichen Zusatz: "Es wird kein neues mehr geben."

Klar, dass Klimaretter.Info da vor Schreck und Wut aus dem Fenster springt. Was will man als Regierungsberater(in) denn einer Frau Hendricks sagen, wenn die Anderen das Gegenteil dieser Beratung vor-machen:

Klimaretter.Info [2]: Spinnen nach den Finnen nun auch die Schweden und wollen wirklich neue Reaktoren bauen?

Ist es da nicht eine Vorsehung der Geschichte, dass dem „Blatter-gestählten“ Fußball außer Geld nichts – und ohne Geld schon gar nicht CO2 – interessiert und versäumt wurde, früh genug EEG-Mittel zur CO2-Vermeidung an die FIFA zu leiten. Man stelle sich vor, unsere Spieler wären gezwungen, beim Sturmlauf aufs Tor zur CO2-Minderung die Luft anzuhalten.

Jetzt stehen die deutschen Fans vor der Entscheidung: Mitfiebern und das Klima vielleicht schädigen – oder Verzicht üben. Mal sehen, wie sie sich in dieser schlimmen Phase entscheiden. Ein Rettungsvorschlag in dieser Klimapein wäre aber auch: Danach ein Elektroauto kaufen. Ein Ablass entlastet sicher vor jeder Seelennot und diesmal bekommt das Geld ja nicht der Papst zum Bau des Petersdoms, sondern nur wirklich um das Klimaheil besorgte Bürger.

Quellen

[1] CARBON TRUST

https://www.carbontrust.com/about-us/press/2016/06/the-carbon-bootprint-of-euro-2016-carbon-trust-reveals-which-nations-fans-have-lowest-carbon-footprint/

[2] Klimaretter.Info: Schweden: Zehn neue Atomreaktoren?

http://www.klimaretter.info/politik/hintergrund/21397-schweden-zehn-neue-atomreaktoren




Der Hype um AGW bemühte Wetter-Mythen

Bild rechts: Ein Bericht von Daniel Defoe aus dem Jahr 1703! (Siehe unten im Beitrag)

Ständig wird die Verwirrung in den Klimadebatten neu geschürt, weil die Befürworter permanent je nach Belieben die Begriffe ,natürlich‘ und ,normal‘ verwenden. Dies ist eine Reflektion der philosophischen und intellektuellen Verwirrung und Widersprüche, die aus der Irreführung resultieren. Möglicherweise wird auch die im Hintergrund liegende Anti-Humanität vieler Extrem-Umweltaktivisten reflektiert. So heißt es beispielsweise im Global Warming: The Greenpeace Report aus dem Jahre 1990, herausgegeben von Jeremy Leggett, dass CO2 der Atmosphäre auf natürliche und unnatürliche Weise hinzugefügt wird. Mit ,unnatürlich‘ ist der anthropogene Anteil gemeint. Ist es da vernünftig anzunehmen, dass – falls das, was wir als Tiere tun, unnatürlich ist – wir selbst unnatürlich sind? Goethe hat dieses Dilemma auf den Punkt gebracht mit seinen Worten:

Das Unnatürliche – das ist auch natürlich“.

Ironischerweise hat der Markt über den Report von Legget geurteilt. Eine Paperback-Ausgabe ist erhältlich für einen Cent (1 Cent!) unter der Voraussetzung, dass man für die Lieferung 3,99 Dollar zahlt. Zum Vergleich: Eine zweite Ausgabe einer wirklichen wissenschaftlichen Arbeit, nämlich The Little Ice Age von Jean Grove, Erstveröffentlichung im Jahre 1988, ist in Hardcover erhältlich für 657,82 Dollar – Lieferung frei Haus.

Man kombiniere diese Verwirrungen des Natürlichen und des Unnatürlichen, des Normalen und des Anomalen mit falscher Wissenschaft – und man erzeugt Mythen wie etwa die Behauptung, dass mit der globalen Erwärmung Stürme* in Zukunft häufiger und heftiger werden.

[*Der englische/amerikanische Terminus ,storm‘ ist viel umfassender als die direkte Übersetzung ,Sturm‘. Als ,Storm‘ bezeichnet man im angelsächsischen Sprachraum alle signifikanten Wettervorgänge, darunter natürlich auch Sturm, aber auch starken Regen/Schnee usw. ohne Sturmwinde. Ein ,thunderstorm‘ ist einfach ein Gewitter, egal ob dabei Sturm auftritt oder nicht. – Der Einfachheit halber bleibe ich hier bei der Übersetzung ,Sturm‘. Anm. d. Übers.]

Der häufigste Sturmtypus, welcher möglicherweise für mehr Todesfälle mit der Zeit verantwortlich ist als Hurrikane und andere Wetterextreme sind Tiefdruckgebiete der Mittleren Breiten. Abbildung 1 zeigt eine [schematisierte] Karte eines solchen Tiefdruckgebietes sowie die Art und Weise, mit der sich kalt- und Warmfronten bilden:

Abbildung 1

Die Tiefdruckgebiete der Mittleren Breiten bilden sich an der Polarfront und verlagern sich meist von West nach Ost. Diesen Prozess nennt man Zyklogenese.

Abbildung 2

Das kritische Phänomen ist nicht die Kaltluft als solche, sondern das, was sie bei der Verlagerung anrichtet. Dass das IPCC für dessen politische Agenda den Schwerpunkt auf die Warmluft legt bedeutet, dass die meisten Menschen nicht wissen, dass es die Kaltluft ist, die vorgibt, was in der Atmosphäre passiert. Bei der weiteren Verstärkung des Tiefdruckgebietes dringt die Kaltluft mit der Kaltfront an ihrer Vorderseite immer weiter vor. Dieses Vorankommen macht die vorgelagerte feuchtwarme Luft instabil, was das Potential für Tornados erzeugt. Dringt auf der Vorderseite des Tiefdruckgebietes die Warmluft vor, bildet sich die Warmfront.

Das IPCC prophezeit, dass die Tiefdruckgebiete der Mittleren Breiten im Zuge der globalen Erwärmung an Häufigkeit und Stärke zunehmen. Das Problem dabei: Das ist wissenschaftlich falsch [was man jedes Jahr nachvollziehen kann, wenn man sich vor Augen führt, wann diese Tiefdruckgebiete am stärksten sind: im Winter nämlich. Im Sommer gibt es sie {fast} überhaupt nicht! Anm. v. Hans-Dieter Schmidt]. Dies bedeutet automatisch, dass man dort inkompetent ist oder absichtlich betrügen will: In jedem Falle handelt es sich um verwerfliches Verhalten.

Abbildung 3

Abbildung 3 ist eine einfache schematische Darstellung der zwei Hauptluftmassen, die die Atmosphäre teilen. Auf der Südhemisphäre ist es fast genauso, außer dass die wesentlichen Vorgänge auf einer anderen Breite und infolge des Verhältnisses zwischen Ozean und Festland intensiver ablaufen. Die Polarfront fällt zusammen mit der Linie der Null-Strahlungsbilanz [Zero Energy Balance (ZEB)], die Abbildung 4 zeigt:

Abbildung 4

Abbildung 4 zeigt die mittlere Position der ZEB und damit die Polarfront. Abbildung 5 zeigt die mittlere Lage im Sommer bzw. im Winter:

Abbildung 5

Die Zugbahnen der Stürme variieren mit der Jahreszeit, folgt doch die ZEB/Polarfront der saisonalen Verschiebung. Ein zweiter, die Zugbahnen der Stürme beeinflussender Faktor sind die Rossby-Wellen, die die Polarfront mäandrieren lassen. [Wer zu Rossby-Wellen Näheres wissen möchte, der klicke hier. Da gibt es eine gute und sehr anschauliche Erklärung. Anm. v. Hans-Dieter Schmidt]. Dabei gibt es zwei grundlegende Strömungsmuster: zonale (Abbildung 6) und meridionale (Abbildung 7) Strömung:

Abbildungen 6 und 7

Die Stärke der zirkumpolaren Strömung (Jet Stream) und die Intensität der sich in ihrem Bereich entwickelnden Stürme sind eine Funktion des Temperaturgegensatzes über die Polarfront, bekannt unter der Bezeichnung ,zonaler Grundstrom‘. Er wird definiert als:

Eine Maßzahl der Stärke der Westwinde in den Mittleren Breiten, dargestellt als die horizontale Luftdruck-Differenz zwischen 35°N und 55°N; oder als der korrespondierende geostrophische Wind.

Die Druckdifferenz ist also eine Funktion des Temperaturgegensatzes – je größer der Temperaturgegensatz, umso größer die Druckdifferenz und umso stärker die Strömung und das Potential für stärkere Stürme. Dem IPCC zufolge soll die Erwärmung in polaren Luftmassen stärker zu Buche schlagen als in tropischen Luftmassen. Als Folge hiervon müsste sich der zonale Grundstrom abschwächen und damit auch das Potential für Zyklonen der Gemäßigten Breiten.

Jedermann weiß, dass eine kaputte Uhr zweimal pro Tag die genaue Zeit anzeigt. Genauso ist die Lage hinsichtlich der Behauptungen der AGW-Befürworter über zunehmende Tiefdrucktätigkeit, zu der es kommen wird, aber nicht wegen Erwärmung, sondern wegen Abkühlung. Die gegenwärtige Lage ist problematisch, weil die Erde im Begriff ist sich abzukühlen, wie all die Beweise der sich ändernden Sonnenaktivität zeigen. Historisch gut belegt ist der Umstand, dass die Sturmaktivität bei Abkühlung zunimmt. Lamb identifizierte die Perioden signifikanter Abkühlung aus dem allgemeinen Abkühlungstrend vom Höhepunkt der Mittelalterlichen Warmzeit MWP zum Tiefpunkt der Kleinen Eiszeit LIA. Er machte diesbezüglich neun markante Phasen aus, was er auf Seite 452 in seinem Werk Climate: Present, Past, and Future beschreibt. In Kapitel sechs schreibt er:

Es kam zu zunehmender Stärke von Sturmereignissen und damit einher gehend zu Sturmfluten und Katastrophen durch Treibsand in Breiten von 50°N bis 60°N, vor allem im 13. Jahrhundert; sowie zwischen 1400 und 1450 sowie zwischen 1530 und 1700 (darunter fallen die großen Nordsee-Stürme von 1530, 1570, 1634 und 1694, der Hebriden-Sturm 1697 und der von Daniel Defoe beschriebene Sturm, der im Dezember 1703 über Südengland hinweg fegte). Es gibt Beweise, dass all diese Stürme stärker waren als in anderen Zeiten außer zwischen 1212 und 1362.

Defoe reiste durch England und untersuchte die Natur und der Stärke des Sturmes, den Verlust von Menschenleben und das Ausmaß der Schäden. Er veröffentlichte seine Ergebnisse (Abbildung 8):

Abbildung 8

Speziell die Kältewelle, die die ZEB/Polarfront zu jener Zeit weit nach Süden in Richtung des Äquators verschob, verursachte erhebliche Schwierigkeiten. Im Jahre 1695 veröffentlichte Reverend John Shower eine Predigt mit dem Titel [übersetzt] Winter-Meditationen: Eine Predigt über Frost und Schnee und Winde“. Die Kältewelle erreichte ihren Höhepunkt in dem außerordentlich kalten Jahr 1709. In den Philosophical Transactions der Royal Society wurde berichtet:

Die Menschen in ganz Europa wachten am 6. Januar auf und sahen, dass die Temperatur stark gefallen war. Einer dreiwöchigen Frostperiode folgte ein kurzes Tauwetter – bevor die Temperatur erneut stark fiel und auf dem niedrigen Niveau verharrte. Von Skandinavien im Norden bis nach Italien im Süden sowie von Russland im Osten und der Westküste von Frankreich verwandelte sich alles zu Eis. Das Meer fror zu, Seen und Flüsse froren zu, und die Erde gefror bis zu einer Tiefe von einem Meter oder sogar noch tiefer. Das Vieh starb vor Kälte in seinen Ställen, Bäume platzten und Reisende erfroren auf den Straßen. Es war der kälteste Winter seit 500 Jahren.

Man braucht kleinere Mythen, um einen großen Mythos zu stützen. Genau das ist die Historie des Betruges der globalen Erwärmung. Einstein hat einmal für die Wissenschaft gesagt:

Keine noch so große Anzahl von Experimenten kann beweisen, dass ich recht habe; aber ein einziges Experiment reicht aus für den Beweis, dass ich total unrecht habe.

Das Problem ist, dass wenn man es mit Mythen zu tun hat genau das Gegenteil der Fall ist:

Keine noch so große Anzahl von Experimenten kann jemals beweisen, dass ich unrecht habe; aber ein einziges Experiment reicht aus für den Beweis, dass ich recht habe.

Die Tatsache, dass Stürme im Zuge einer globalen Abkühlung häufiger werden, wird höchstwahrscheinlich den Mythos befeuern, dass globale Erwärmung dafür die Ursache ist. Traurigerweise braucht man nur einen vermeintlich fundierten Mythos, um die gesamte Mythologie am Leben zu halten.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/06/12/the-hyping-of-anthropogenic-global-warming-agw-required-weather-myths/

Übersetzt von Chris Frey EIKE

Der Übersetzer bedankt sich bei seinem Freund Dipl.-Met. Hans-Dieter Schmidt für die fachliche Überarbeitung dieses Beitrags.