Sind „Weltklima“ und „Klimakatastrophe“ etwa schwarze Schwäne?

Im Englischen wurde der „Schwarze Schwan“ zur Metapher eines zwar extrem seltenen und eher unwahrscheinlichen, aber dennoch möglichen Ereignisses. Diese Metapher griff der Börsenmakler Nassim Nicholas Taleb 2007 in seinem Buch „The Black Swan“ auf und beschreibt darin die psychische Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse. Taleb subsummiert darunter wesentliche Entdeckungen, geschichtliche Ereignisse und künstlerische Errungenschaften. Für neue Entdeckungen prägte er den Kunstbegriff Serendipität. Für den Philosophen Karl Popper ist der schwarze Schwan ein Beispiel für eine deduktive Falsifizierung.

Nach Nassim Taleb gibt es eine „Dreifaltigkeit des Missverstehens“. Erstens unterliegen wir immer wieder der Illusion, die gegenwärtigen Ereignisse auch wirklich zu verstehen, sie in ihrer ganzen Kausalität erklären zu können. Zweitens tendieren wir immer dazu, historische Ereignisse retrospektiv zu verzerren. Drittens haben wir den eigentümlichen Hang, die intellektuelle Elite ständig zu überbewerten. Daher sieht es Taleb als müßig an, ‚Schwarze Schwäne’ vorhersagen zu wollen, denn sie zeichnen sich ja gerade durch ihr unerwartetes Erscheinen aus.

„Wetterextreme“ sind weiße Schwäne, sie sind prinzipiell vorhersagbar 

Ihre Zeit ist begrenzt und kostbar. Daher das Fazit vorweg: Das „Weltklima“ ist weder ein weißer oder schwarzer noch ein grauer, es ist überhaupt kein Schwan! Es ist eine Abstraktion einer Abstraktion, dem „Weltwetter“. Obgleich es überall auf der Welt das vielfältigste Wetter gibt, ein „Weltwetter“ gibt es nicht. Beim „Weltklima“ handelt es sich um ein eingebildetes intellektuelles „Gespenst“. Es existiert nicht in der Außenwelt, aber die „Klimakatastrophen-Angst“ kann in unserer dem Verstand entzogenen Innenwelt verheerende Verwirrungen auslösen und uns wehrlos gegen Schuldvorwürfe machen. 

Bis 1979 gab es „Klima“ nur im Plural, doch mit der 1. „Weltklimakonferenz“ der WMO, der „Weltorganisation für Meteorologie“ der Vereinten Nationen, wurde das „Klima“ dem Wetter übergeordnet, zu einem politischen Kampfinstrument, zu einer politischen Größe, welche die „Weltpolitik“ beherrscht, dominiert. Nach Verabschiedung der „Klimarahmenkonvention“ in Rio de Janeiro 1992 fand im Dezember 2015 in Paris die schon 21. „Weltklimakonferenz“ statt mit dem einhelligen, aber jederzeit widerrufbaren Bekenntnis aller Staaten, den weiteren Anstieg der „Weltmitteltemperatur“ zu bremsen, auf unter 2 Grad des „vorindustriellen Niveaus“. Exakte Zahlen wurden nicht genannt und so bleibt es offen, ob mit „vorindustriell“ die Zeit der „Kleinen Eiszeit“ (1350-1850) oder des „Klimaoptimums im Hochmittelalter“ (800-1300) gemeint ist. Die Wikinger haben um 980 „Grönland“ entdeckt und um 1000 das „Vinland“ Neufundland. Bisher aber noch unerreicht sind die beiden „Klimaoptima des Holozäns“ vor 8.000 und 6.000 Jahren, in denen sich die „Neolithischen Revolution“, der Übergang vom Jäger und Sammler zum Ackerbauern und Viehzüchter, vollzog. Bisher bleibt es ein Geheimnis, warum in so kurzer Zeit der über 3000 Meter dicke Eispanzer über Skandinavien dahinschmolz und den Meeresspiegel um gut 100 Meter ansteigen ließ!

Alexander von Humboldt schuf die Doppeldeutigkeit des Begriffs „Klima“

Die „Klimatologie“ wurde erst 1817 von Alexander von Humboldt begründet. Er wollte eine „physique du monde“, eine Darstellung des gesamten physisch-geographischen Wissens seiner Zeit geben. Die Klimatologie ist konzipiert als „deskriptive“ Wissenschaft im Rahmen der Geographie, der Erdbeschreibung. Das volatile, sich täglich ändernde Wetter taugt nicht zur Beschreibung mittlerer Zustände. Klimatologie war erst möglich nach der Erfindung der meteorologischen Messinstrumente wie das Thermometer, Barometer, Anemometer, Hygrometer. Die derart gewonnenen Wetterdaten wurden statistisch zu Mittelwerten verarbeitet. Der Weltreisende Alexander von Humboldt startete 1817 den Versuch, eine globale Isothermenkarte der Erde zu konstruieren. Isothermen sind Linien gleicher Temperatur, aber um eine Isothermenkarte zeichnen zu können, braucht man stationäre Messnetze. Diese gab es damals nicht. Also orientierte er sich an dem wechselnden Einstrahlungswinkel der Sonne, an der parallel mit den Breitenkreisen sich ändernden Beleuchtungsstärke der Sonne. Im ersten Entwurf zeichnete er die Isothermen parallel zu den Breitenkreisen. Das Wort „Klima“ ist dem griechischen Wort ‚klinein’ entlehnt, das ‚sich neigen’ bedeutet und in dem lateinischen Wort ‚Inklination’ enthalten ist. Neigung ist ein „leeres Wort“, wenn nicht Winkel und Richtung angegeben werden. 

Alexander von Humboldt knüpfte an die „solare“ griechische Klimaklassifikation an. Im antiken Kulturkreis, der von England bis nach Persien reichte, war die Astronomie eine hochentwickelte, rein auf langwierige Beobachtungen beruhende Wissenschaft. Sie war ganz das Gegenteil der „Astrologie“, die Johannes Kepler ablehnte, aber als lukrativen Nebenerwerb der von Fürsten gering dotierten Astronomen akzeptierte. Jedenfalls gingen die Naturphilosophen 500 Jahre vor unserer Zeitrechnung davon aus, dass die Erde eine „Kugel“ ist, die sich täglich um die eigene Achse dreht und jährlich um die Sonne mit einem Achsenwinkel von 23,5 Grad. Die Sonne pendelt ständig zwischen dem nördlichen und südlichen Wendekreis. Am winterlichen Wendekreis feierten die Römer das Fest „sol invictus“, das Fest der „unbesiegbaren Sonne“. Lange Rede kurzer Sinn: Mit der ihnen eigenen Logik teilten die Griechen beide Hemisphären in je drei „Klimazonen“. Die Zone vom Äquator bis zu den Wendekreisen in 23,5 Grad nannten sie die „tropische Klimazone“, den Bereich von den Polen bis zu den Polarkreisen in 66,5 Grad nannten sie die „polare Klimazone“. Die Zone dazwischen war die „gemäßigte Klimazone“. Das dazugehörige spezifische zonale Wetter lag noch außerhalb ihres Horizonts. Der Begriff Meteorologie wurde erst durch den Platon-Schüler Aristoteles geprägt.

Von dieser geometrischen Einteilung ging auch von Humboldt aus. In seinem ersten Entwurf einer Klimakarte waren die Isothermen breitenkreisparallel. Später baute man den „Untergrund“ mit dem „Landklima“ und „Seeklima“ kamen hinzu, die Topographie wurde eingebaut und Sonderklimata wie das „Wüstenklima“ wurden ausgewiesen. Die Weltumsegler nach Kolumbus entdeckten die „Rossbreiten“, zwei windschwache Zonen in etwa 30 Grad beiderseits des Äquators. Diese bekamen den Namen „subtropische Hochdruckzone“. Sie erklärte Coriolis 1835 aus den Newton’schen Gesetzen als Folge einer Scheinkraft, der ablenkenden Kraft der Erdrotation. Diese Grundeinteilung lag auch der ersten „globalen“ Klimakarte zugrunde, die Köppen im Jahr 1900 konstruierte. Er benutzte dazu aber keinerlei Wetterdaten, sondern orientierte sich an der Vegetation, die wiederum den Stempel des Wetters trägt und maßgeblich von den Temperaturen und Niederschlägen geprägt wird. Die Vielfalt an Vegetationsmustern führte zu einer Vermehrung der „Klimazonen“. Je differenzierter man vorgeht, desto feiner wird das Bild, desto größer deren Zahl.

Die Welt ist ein „Globus“, eine „Kugel“ mit einer ungeheuren Klimavielfalt 

Es ist für Meteorologen unerklärlich und logisch überhaupt nicht nachzuvollziehen, dass ausgerechnet die Weltorganisation für Meteorologie 1979 den Begriff „Globalklima“ prägte. Der Begriff erzeugte in Zeiten der „Globalisierung“, dem Streben nach der „Einen Welt“ keine Aufregung. Er wurde zu einem politischen Spiel- und Kampfbegriff. Das „Weltklima“ wurde zu einem politischen „Schutzobjekt“. Wer will schon mutwillig die „Klimakatastrophe“ riskieren und verantworten? Doch beides ist fiktiver Natur und real nicht existent! Dies mag der Verstand nachvollziehen, das Unterbewusstsein aber nicht. Politik argumentiert nicht mit Verstand und Logik, sie bearbeitet geschickt unsere Gefühle, unser Unterbewusstsein. Sie strebt nach Macht, nach der Herrschaft über unser Unterbewusstsein. Sie erzeugt Angst und geängstigt folgen wir blind dem, der uns zu schützen verspricht, der uns „Klimaschutz“ und ein „prima Klima“ vorgaukelt. Was wissen wir vom „Weltklima“? Bisher kennen wir nur eine „Weltmitteltemperatur“. Sie soll nach Möglichkeit „konstant“ sein und sich nicht ändern. Doch dabei ist die Vergangenheit gekennzeichnet durch ein ewiges und unregelmäßiges Auf und Ab der Temperaturen. Wir wollen mit dem Beschluss von Paris den „Klimawandel“ stoppen und den Anstieg der „Globaltemperatur“ begrenzen. Wir wollen eine statische Welt, weil wir die Dynamik der Natur, insbesondere des Wetters, nicht verstehen. 

Bisher wurde von „Klima“ als Neigung gesprochen im Sinne des ständig wechselnden Neigungswinkels der auf die Erdoberfläche auftreffenden Sonnenstrahlen. Die Sonne erwärmt mit ihrer Energie erst die Erde und dann die Luft. Beide können sich selbst aus eigener Kraft nicht erwärmen. Sie müssen von der Sonne erwärmt werden. Was die Luft betrifft, ist wichtig zu wissen, dass die Luft kaum direkt von der Sonne erwärmt wird. Zuerst wird die Erdoberfläche, der die Sonnenenergie absorbierende „Untergrund“ erwärmt. Dann erst wird von ihm die aufliegende, die durch die Schwerkraft an den Boden gepresste Luft, durch Leitung und Konvektion erwärmt. Bei Sonnenschein am Tage ist der Boden die „Heizfläche“. Die erwärmte Luft bekommt Auftrieb, steigt auf, kühlt sich ab und erzeugt kleine und große Haufenwolken mit Schauern und Gewittern. Nachts wird der Boden zur „Kühlfläche“. Er strahlt wie alle anderen Körper unentwegt Wärme ab, erhält aber keine Energie von der Sonne und kühlt sich ab. Dies kann man in jeder wolkenlosen Sternennacht messen. Dann bilden sich direkt am Boden regelmäßig „Bodeninversionen“. Es kann am Boden Frost geben, auch wenn in 2 Meter Höhe noch Plusgrade gemessen werden. Typisch ist das für die Bodenfröste zu den „Eisheiligen“. 

Die tägliche Temperaturamplitude jedenfalls ist, weil der Boden Heiz- und Kühlfläche für die aufliegende Luft zugleich ist, am Boden weitaus größer als in 2 Meter Höhe. Nirgends auf der Erde ist bisher bei windstillem Wetter und wolkenlosem Himmel des Nachts ein Temperaturanstieg gemessen worden. Die Erde ist ein „offenes System“, kein geschlossenes „Treibhaus“, in dem die Sonnenenergie eingesperrt wird, das sich sogar erwärmen kann. Dies ist physikalisch unmöglich. Man braucht nur einmal in einem nur von der Sonne beheizten Gewächshaus zu übernachten. Wenn man dieses Quartier mittags bezieht, dann ist es wohlig warm, doch mit tiefer stehender und untergehender Sonne wird es kälter und kälter. Irgendwann friert man, greift man zum Pullover und zur Wolldecke. Wo bleibt die Wärme, die vom Glasdach, an dem sich bei Frost Eisblumen bilden, zurückgestrahlt werden soll? Die „Gegenstrahlung“ entpuppt sich als theoretisches Konstrukt. Schaut man von unten auf das Glasdach, so sieht man, wie dieses beschlägt, nass wird und sogar Tropfen regnen. Warum das? Weil Glas seine Wärme in den Nachthimmel abstrahlt und ein guter Wärmeleiter ist, entzieht es dem „Treibhaus“ unentwegt Wärme. Es kühlt langsam aber sicher aus. Der Fehler der „Klimaexperten“ ist, dass sie sich nur auf die Strahlung fixieren. In Natura wirken alle drei Wärmeübertragungsprozesse -Strahlung, Leitung, Konvektion- immer gleichzeitig, sie sind unzertrennbar. Deswegen wird in der bestens isolierten Thermoskanne, auch wenn sie nicht geöffnet wird, der heißeste Kaffee kalt. Der Mensch kann die Natur nicht überlisten. Er kann bestenfalls gewisse Effekte verlangsamen, die Abkühlung wie auch die Erwärmung, wenn Eis in der Thermoskanne kühl gehalten werden soll. 

Die Natur zeigt uns, wie man sich optimal thermisch von der Umgebung abschirmt, sich isoliert. Man braucht sich nur das Gefieder der Vögel oder das Fell von Tieren im Wechsel der Jahreszeiten anzuschauen. Warum überleben ohne Behausung im Winter Schneehühner und Schneehasen? Dass diese unter freiem Himmel bei -20°C nicht erfrieren, liegt einfach daran, dass sie „wissen“, dass Luft der schlechteste Wärmeleiter in der Natur ist. Sie muss allerdings still gestellt werden und dies geschieht bei den Vögeln durch ein „Unterkleid“ aus Flaum, das sich die Vögel, wenn sie nicht Zugvögel sind, im Herbst zulegen. Sie wissen auch, dass dieses nicht nass werden darf. Eine bessere Isolierung wie ruhende Luft gibt es nicht. Deswegen sind Winterfelle von Pelzen bei sibirischem Winter so beliebt. Dieses Prinzip imitiert der Mensch bei Herstellung von Winterkleidung. Diese ist so gewebt, dass viel Luft eingeschlossen wird, um das Entweichen von Körperwärme wie das Eindringen von Kälte zu minimieren. Natürlich geht immer etwas Wärme in der Gesamtbilanz verloren, aber diesen Nachschub kann der Körper durch den Wärmegewinn beim Verbrennen von Nahrung gewährleisten.

Das CO2 ist „Gottes Element“ und unverzichtbar für alles Leben 

Nun noch ein Blick auf das politisch schlimmste aller „Treibhausgase“, auf das CO2, dass Kohlenstoffdioxid. Dessen Gehalt in der Luft wird an einem Vulkankegel in gut 3000 Meter Höhe auf Hawaii gemessen und für „ubiquitär“, für global „gleich“ deklariert. Der CO2-Gehalt in der Luft beträgt ca. 0,04 Prozent oder 400 ppm. Er sei überall auf der Erde gleichmäßig verteilt. Die „Globaltemperatur“ sei kausal mit ihm verbunden, so dass sie bei Zunahme des CO2-Gehaltes steigt, bei Abnahme sinkt. Mit dieser Annahme sind alle Supercomputer der Erde programmiert. Steigt der CO2-Gehalt, so steigt automatisch die Temperatur. Der „Weltklimarat“ hat diese Hypothese zum Dogma erhoben. Ein Kind, das sich von des „Kaiser’s neuen Kleidern“ nicht blenden lässt, würde fragen: Wenn der CO2-Gehalt überall gleich ist, warum sind die Temperaturen auf der Welt nicht gleich, sondern extrem unterschiedlich und betragen zur gleichen Zeit an einem Ort -40°C und am anderen +40°C? Wenn sie seit Urzeiten regelmäßig mit den Jahreszeiten wechseln, so kann doch nur die Sonne der steuernde Faktor sein! Was würde man mit solch einem ungehorsamen kritischen Kind machen? Man würde das Kind mit Schokolade zum Einlenken bewegen oder mit Hausarrest zum Schweigen zu bringen versuchen. Wohl die meisten Kinder würden die Schokolade nehmen. Verhalten wir uns anders als Kinder? Nehmen wir nicht auch zu gerne politische Geschenke an und lassen damit der Politik freien Lauf? Wir lassen uns zu „Klimakillern“ abstempeln. Warum wehren wir uns nicht massiv gegen diesen völlig unhaltbaren Vorwurf? 

Das CO2-Molekül ist kein Dirigent, der die Lufttemperaturen dirigiert, weder lokal noch kontinental oder global. Das CO2-Molekül hat in der Natur nur eine einzige Funktion. Es dient den grünen Pflanzen als Nahrungsmittel. Ein Blick auf die Fotosynthesegleichung zeigt dies. Die Pflanze ist eine „chemische Fabrik“, die aus organischen Stoffen wie CO2, H2O und dem Sonnenlicht unter Mithilfe des Chlorophylls Glukose oder Traubenzucker herstellt und gleichzeitig Sauerstoff (O2) abgibt. Nur Pflanzen können Sonnenenergie speichern, die wir beim Verbrennen freisetzen und in Lebensenergie umwandeln. Die ursprüngliche Wärme der Sonne dient primär dazu, den permanenten Energieverlust zu kompensieren und die Körpertemperatur von 37°C in etwa konstant zu halten. Etwa zwei Drittel der aus der Nahrung freigesetzten Energie benötigen wir, allein um den durch Strahlung und Verdunstung erlittenen Wärmeverlust auszugleichen. Dies gehört zum medizinischen Grundwissen. Von Natur aus sind alle Lebewesen mit unzähligen Temperatursensoren ausgestattet hat, die sofort signalisieren, wenn es zu kalt oder zu heiß wird. Bei Hitze fangen wir ganz automatisch an zu schwitzen und nutzen die Verdunstungskälte des Wassers zur Kühlung. Wird es zu kalt, setzt sofort ohne unseren Willen, noch bevor wir einen Pullover überziehen, Muskelzittern ein, denn Bewegung und Reibung erzeugen Wärme. 

Bei den Pflanzen ist das Wasser das ausschlaggebende Wetterelement. Ist der Boden zu trocken, geht den Pflanzen das Wasser aus, dann beginnen sie zu welken, unterbrechen die Photosynthese, stellen das Wachstum ein. Geht den Pflanzen in einem luftdicht verschlossenen „Treibhaus“ die Nahrung CO2 aus, dann sterben sie. Gewächshäuser müssen daher kontinuierlich belüftet werden. Menschen würden ebenfalls in solch einem luftdicht abgeschlossenen „Treibhaus“ sterben, aber aus Mangel an Sauerstoff, weil ohne O2 Nahrung nicht im Körper verbrannt werden kann. Atmet ein Mensch Luft ein, dann enthält die Luft 21 Prozent O2 und 0,04 Prozent CO2. Beim Ausatmen fehlen 4 Prozent O2, dafür misst man das Hundertfache an CO2, nämlich 4 Prozent. Alles höhere Leben ist existentiell auf die grünen Pflanzen angewiesen. Dies besagt am Eingang des Botanischen Gartens in Berlin der Satz: „Hab’ Ehrfurcht vor der Pflanze, alles lebt durch sie!“ Die größte Dummheit, die sich fanatische Klimapolitiker ausgedacht haben, ist die Forderung nach einer „CO2-freien Atmosphäre“.

Die „Klimakatastrophe“ erfanden die Physiker, nicht die Meteorologen

Wer hat in Deutschland die „Klimakrise“ in die Welt gesetzt, gar den „Klimakollaps“ beschworen? Es war die Deutsche Physikalische Gesellschaft e. V. (DPG), die im Januar 1986 die „Warnung vor der drohenden Klimakatastrophe“ aussprach. Anfangs nahm niemand groß Notiz davon. Es war erst das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, das diese Warnung im August 1986 ins Licht der Öffentlichkeit rückte und mit einem biblischen Horrorszenario ohnegleichen archaische Ängste in uns weckte, – vor der „Sintflut“ mit dem „Meeresspiegelanstieg“ und der „Hölle“ mit dem „Treibhaus“. Diese Bilder nutzte man, um die Strafakzeptanz des sündigen Menschen zu erhöhen. Zur Pflege der Klima-Ängste wurde 1987 die Enquete-Kommission Vorsorge zum Schutz der Erdatmosphäre einberufen und ein neuer Politikzweig begründet, die „Klimapolitik“. Sie erhob den „Klimaschutz“ zum Staatsziel und verurteile uns Bürger pauschal ohne jeden Beweis zu „Klimasündern“, gar zu „Klimakillern“. Der Vorstand der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft e. V. (DMG) schloss sich ohne interne Mitgliederbefragung im März 1987 der Warnung der DPG an und sprang noch schnell auf den von der Politik mit fürstlichen Forschungsgeldern angetriebenen „Klimaschutz-Luxuszug“. 30 Jahre ist das nun her. Es wird emsig geforscht, das Klima wird geschützt, die Treibhausgase werden reduziert. Das „Klima“ wird gebetsmühlenartig als latenter Gefahrenherd beschworen, doch alle Heilmaßnahmen haben an der Unbeständigkeit wie Unberechenbarkeit des Wetters nichts geändert. Es macht, was es will und kein Mensch kann daran etwas ändern! 

30 Jahre beträgt die Zeit, die benötigt wird, um aus Wetter „Klima“ zu „machen“. Dies haben die staatlichen Wetterdienste 1935 in der polnischen Hauptstadt Warschau beschlossen. Man definierte willkürlich im Konsens die 30 Jahre von 1901 bis 1930 als Bezugsgröße, deklarierte sie zur „Klimanormalperiode“. Man wählte diese Periode nicht, weil sie vom Wettergeschehen her „normal“ war, sondern weil man glaubte, dass alles Wetter, was an einem Ort vorkommt, in 30 Jahren hinreichend „repräsentiert“ ist. Das „Klima“ beschreibt also das „mittlere Wettergeschehen“, so die Definition. Doch kann man von einer Mitteltemperatur allein den Temperaturverlauf über die 30 Jahre hinweg beschreiben? Das ist absolut unmöglich! Muss man den Wert schützen? Nein, denn jeder „Klimawert“ ist ein historischer Wert, Vergangenheit. Der mittlere Luftdruck gibt auch keine Auskunft über die Zahl der Tiefdruckgebiete und Hochdruckgebiete, die einen Ort in 30 Jahren passiert und heimgesucht haben. 

Beschrieb man zu griechischer Zeit mit „Klima“ den Neigungswinkel der Sonnenstrahlen in Bezug auf die Erdkugel, so bekam mit der Warschauer Klimadefinition das Wort Klima eine völlig andere Bedeutung. Es wurde zu einer vom Wetter abhängigen Größe. Also nicht das „Klima“ bestimmt das Wetter, sondern umgekehrt das Wetter das „Klima“. Jedem vermeintlichen „Klimawandel“ geht ein tatsächlicher Wetterwandel voraus! Ein „Klimawert“ kann erst berechnet werden, wenn das Wetter geschehen ist und hinkt als „gleitendes Mittel“ dem Wetter hinterher, wie das 200-Tage-Mittel dem täglichen DAX-Wert an der Frankfurter Börse. Wer dem „Klimawandel“ Einhalt gebieten will, müsste zuerst dem Wetterwandel Einhalt gebieten. Er müsste das Wetter schützen. Warum betreibt die Politik keinen „Wetterschutz“? Dies wäre von der Definition her logisch. Der Schutz des Wetters ist unmöglich. Die Politik will sich nicht lächerlich machen. 

Unmöglich ist auch der politische Wunsch nach Rückkehr in „vorindustrielle Zeiten“. Dieses Pariser Ziel gleicht einer kopflosen Flucht. Die „Kleine Eiszeit“ mit ihren Missernten, Hungersnöten und Pestepidemien ist keineswegs erstrebenswert, denn damals litten die Menschen noch viel mehr unter Extremwettern als wir heute. Aber die Politik weiß längst, dass sie weder das Wetter noch das „Klima“ schützen kann. Sie schürt und nutzt die unterbewusste Angst vor der „Klimakatastrophe“, um das politische und soziale Klima in ihrem Sinne zu verändern. Sie strebt die „Große Transformation“ an, sie will eine Revolution hin in eine vor- oder postindustrielle Gesellschaft. 

Wollen wir Bürger dies auch? Wir stehen an einer globalen Wegscheide. Wir müssen uns entscheiden, denn bei konsequenter Fortsetzung und Durchführung des „Klimaziels“, der Null-Emission des fürchterlichen „Treibhausgases“ CO2, das unverzichtbar für das Wachsen grüner Pflanzen und damit für Tier und Mensch ist, droht ein totaler „globaler Genozid“. Ohne Kohlenstoffdioxid gibt es keine grünen Pflanzen, keine Nahrung für die Tiere wie den Menschen. Es gibt auch keinen Sauerstoff, um die Nahrung zu verbrennen und daraus Lebensenergie zu gewinnen. „Klimaschutz“ kann die gesamte Schöpfung vernichten. Er ist das totale Gegenteil von Schöpfungsschutz. Dies bekannte offen Hans Joachim Schellnhuber, der Chef des Potsdam-Institutes für Klimafolgenforschung, in seinem kurz vor der Klimakonferenz von Paris erschienen Buch „Selbstverbrennung“. Er bezeichnete sogar das CO2 als „Gottes Element“!

Der Beitrag erschien zuerst auf Der Wettermann dem Blog des Autors




Was ist nur mit der Sonne los?

Schon seit Wochen scheint bei uns die Sonne nur selten mal einen ganzen Tag lang. Meist zieht sich der Himmel schon nach wenigen Stunden Sonnenschein mit dunklen Wolken zu, und es folgen schwere Gewitter mit Wolkenbrüchen. Inzwischen gibt es in West- und Mitteleuropa kaum noch ein Gebiet, das im Juni 2016 nicht von Überschwemmungen, Erdrutschen und Blitzeinschlägen heimgesucht wurde. Was mit dem bloßen Auge nicht wahrnehmbar ist: Im gleichen Monat zeigte sich auf unserem wärmenden Himmelsgestirn bis in den Juli hinein gleich zweimal hintereinander jeweils für einige Tage bis Wochen kein einziger Sonnenfleck. Das weist auf eine sehr niedrige Aktivität der Sonne hin. Davor hatte sich die Sonne über zwei Jahre lang nicht gänzlich fleckenfrei gezeigt.

Ob und wie das unruhige Wetter dieses Frühsommers damit zusammenhängt, ist freilich wissenschaftlich nicht leicht zu beurteilen, zumal wir davon ausgehen müssen, dass Zustandsveränderungen der Sonne das irdische Wetter nicht unmittelbar, sondern mit einer zeitlichen Verzögerung beeinflussen. Der historische Rückblick offenbart jedoch, dass eine Folge schwacher Sonnenfleckenzyklen immer zu einer mehr oder weniger stark ausgeprägten Abkühlung der Erde führte. Bekannt ist das nach seinem Entdecker benannte Maunder-Minimum von 1645 bis 1715, als es auf der Erde so kühl wurde, dass in Amsterdam die Grachten und in London die Themse zufroren und auf dem Kontinent Hungersnöte infolge von Missernten ausbrachen. Die Zahl der Sonnenflecken schwankt normalerweise in einem durchschnittlich etwa elfjährigen Zyklus, der nach seinem Entdecker „Schwabe-Zyklus“ genannt wird. Seit dem Jahre 1749 tragen die Zyklen eine Nummer. Erst seit wenigen Jahren weiß man, dass ein neuer Zyklus beginnt, wenn zusammengehörige Flecken ihre magnetische Polarität vertauschen. Seit sieben Jahren befinden wir uns nun im 24. Zyklus. Schon der 23. Zyklus war deutlich schwächer ausgefallen als der 22., der sein Maximum im Jahr 1990 erreichte. Etliche Solarforscher erwarten nun, dass der 25. Zyklus noch schwächer ausfällt als der 24. und eine spürbare Abkühlung der Erdatmosphäre einleitet. Manche Wissenschaftler sprechen schon von einer uns bevorstehenden „Kleinen Eiszeit“. Aber es ist nicht sicher, ob es so weit kommt, denn auch in der Vergangenheit sorgte die Sonne mitunter für Überraschungen.

Warum die Zahl der Sonnenflecken das irdische Wetter beeinflussen kann, verstehen wir seit einigen Jahren relativ gut, da die erstmals in den 1990er Jahren vom dänischen Astrophysiker Henrik Svensmark formulierte Hypothese einer Modulation der Wolkenbildung durch den Sonnenwind in der Zwischenzeit durch das CLOUD-Experiment am europäischen Kernforschungszentrum CERN in Genf Schritt für Schritt erhärtet wurde. Svensmark hatte angenommen, dass aus dem Weltraum kommende galaktische Strahlung (Muonen) Luftmoleküle ionisiert, so dass diese zu Kondensationskeimen für die Bildung von Wassertröpfchen und schließlich von Wolken werden. Dicke Regenwolken wirken kühlend, weil sie das Sonnenlicht auf ihrer hellen Oberseite reflektieren. Bei hoher Sonnenaktivität kann jedoch der von der Sonne Richtung Erde geschleuderte Teilchenstrom (Sonnenwind) starke Magnetfelder induzieren, die die Erde vor der Bombardierung durch galaktische Teilchen schützen können. Steigt die Zahl der Sonnenflecken, vermindert sich auf der Erde die Bewölkung und es wird im Schnitt wärmer. Bei sinkender Sonnenaktivität ist es umgekehrt.

Offizielle Lehrmeinung des Weltklimarates IPCC war aber bislang, dass hauptsächlich Schwefeldioxid und andere von der Industrie ausgestoßene Luftschadstoffe die Rolle von Kondensationskeimen spielen und dass die leichte Erderwärmung seit dem 19. Jahrhundert auf den vermehrten Ausstoß des „Klimagases“ CO2 zurückgeht. So wollten die der globalistischen Klimapolitik zuarbeitenden Wissenschaftler die Tatsache erklären, dass die Erdtemperatur nun schon seit fast zwei Jahrzehnten stagniert und auch davor schon deutlich hinter dem von Supercomputern berechneten Trend zurückgeblieben war. Die Forscherteams um Jasper Kirkby am CERN und Joachim Curtius an der Frankfurter Goethe-Universität konnten jedoch kürzlich in einer Nebelkammer experimentell nachweisen, dass nicht Schwefeldioxid, sondern natürliche Ausdünstungen der Vegetation die Hauptrolle bei der Wolkenbildung spielen. Das Team von Federico Bianchi konnte das übrigens im Rahmen des CLOUD-Projekts durch Freiluft-Messungen am Jungfraujoch in den Berner Alpen bestätigen. Die Zunahme der Bewölkung und das Zurückbleiben der Erdtemperatur hinter den Modellrechnungen können also nicht auf industrielle Schadstoffe zurückgeführt werden. Die Klimamodelle müssen umgeschrieben werden: An Stelle des CO2 und anderer Gase müssen Sonnenfleckenzyklen darin die Hauptrolle spielen.

Die internationale Klimabürokratie nimmt von den Ergebnissen des CLOUD-Projekts aber bislang kaum Notiz. In der zweiten Mai-Hälfte trafen sich in Bonn-Bad Godesberg die Vertreter von 196 UN-Mitgliedsstaaten, um über die Umsetzung des Pariser Klima-Abkommens vom Dezember 2015 zu beraten. Danach soll die Erderwärmung durch die Reduktion des CO2-Ausstoßes auf 1,5 Grad Celsius mit Hilfe des Umstiegs auf „erneuerbare“ Energien begrenzt werden. Christiana Figueres, die scheidende Generalsekretärin des UN-Klimasekretariats, erklärte dort, der Klimawandel und seine katastrophalen Folgen seien so offensichtlich, dass nun alle zum Handeln entschlossen seien. Doch die Delegierten trennten sich, ohne auch nur einen einzigen konkreten Beschluss zu fassen. Es scheint, dass immer weniger von ihnen noch von der Gefährlichkeit des CO2 überzeugt sind.

Zuerst erschienen bei ef Magazin




IPCC und RCP 8.5 „Szenarien, aus dem Alpträume gemacht werden“

Bild rechts: Quelle

In den meisten, wenn nicht sogar in allen AGW-Katastrophe-Studien wird das RCP 8.5-Szenario (oder ein Äquivalent) als das „Business-as-Usual-Szenario“ bemüht. Ein Beispiel aus jüngerer Zeit steht hier. In der begutachteten Studie heißt es: „Die Antarktis hat das Potential, mehr als einen Meter zum Anstieg des Meeresspiegels bis zum Jahr 2100 beizutragen“. Journalisten übersetzten dies zu „Es wird erwartet, dass die Antarktischen Eisschilde den Anstieg des Meeresspiegels bis zum Jahr 2100 auf zwei Meter verdoppeln werden, falls die Kohlenstoff-Emissionen nicht reduziert werden“.

Der Unterschied zwischen „hat das Potential“ und „es wird erwartet“ ist größer als eine ganze Welt, vor allem, wenn das „Potential“ auf einem absolut unsinnigen Szenario beruht.

Das Zeug, aus dem Alpträume entstehen

Dr. Judith Curry hat auf ihrem Climate Etc. Blog sehr nachdenkliche Überlegungen angestellt über „RCP 8.5, das Zeug, aus dem Alpträume gemacht werden“:

Eine Einführung zu Szenarien bezüglich unserer Zukunft

Im AR 5 werden Szenarien zukünftiger Emissionen, Konzentrationen und Landverbrauch mit vier Representative Concentration Pathways (RCPs) beschrieben. Sie enden mit Niveaus des Strahlungsantriebs von 2,6; 4,5; 6,0 und 8,5 W/m² bis zum Jahr 2100. Tief greifende politische Maßnahmen zur Abschwächung führen zu einem niedrigen Antriebsniveau (RCP 2.6) Zwei mittlere Stabilisierungs-Szenarien führen zu dazwischen liegenden Ergebnissen: (RCP4.5, RCP6.0).

RCP 8,5 wird die größte Aufmerksamkeit zuteil. Es geht vom stärksten Bevölkerungswachstum (eine Verdoppelung der Erdbevölkerung auf 12 Milliarden), von der niedrigsten Rate technologischer Entwicklung, geringem BIP-Wachstum, einer massiven Zunahme der Armut in der Welt plus hohem Energieverbrauch und Emissionen aus. Mehr zu den RCPs steht hier: „The representative concentration pathways: an overview” by Detlef P. van Vuuren et al, Climatic Change, Nov 2011.

RCP 8.5 geht von einer alptraumhaften Welt aus, sogar noch vor Klimaauswirkungen, die sich aus substantiellen Änderungen schon lange bestehender Trends ergeben. Es rüstet den AR 5 mit einem essentiellen Worst-Case-Szenario aus, welches für die konservative Planung erforderlich ist.

Unglücklicherweise bezeichnen Wissenschaftler RCP 8.5 ungenau als das Grundlagen-Szenario – eine Zukunft ohne politische Maßnahmen: „Ein relativ konservativer ,Business-as-Usual-Fall‘ mit niedrigem Einkommen, hoher Bevölkerungszahl und hoher Energienachfrage infolge lediglich geringer Verbesserungen der Energiedichte“ aus RCP 8.5: A scenario of comparatively high greenhouse gas emissions” by Keywan Riahi et al in Climate Change, November 2011. Dies ist eine erhebliche Falschinterpretation von RCP 8.5, um schreckliche Zukunftsvisionen (hier) zu konstruieren. Nur selten wird erwähnt, wie unrealistisch die darin aufgestellten Hypothesen sind.

„Wissenschaftler zogen dann RCP 8.5 heran, um schreckliche Zukunftsvisionen zu konstruieren“. Warum sollten „Wissenschaftler“ sich überzeugt davon fühlen, „schreckliche Zukunftsvisionen zu konstruieren“? Warum außerdem sollten sie so oft diese „schrecklichen Zukunftsvisionen“ als Grundlinie beschreiben, die bei „Business-as-Usual“-Szenarien erwartet werden?

Test von RCP 8.5

Einer der Kommentatoren meines früheren Beitrages war so freundlich, mich zu der RCP-Databasis zu führen. Unter Verwendung der RCP-Daten und des Statistical Review of World Energy 2015 von BP werde ich zeigen, wie absurd RCP 8.5 daherkommt in einem besseren Vergleich von „Äpfeln mit Äpfeln“ als in meinem Beitrag zuvor. Ich werde die Kohlenstoff-Emissionen und die atmosphärischen CO2-Konzentrationen aus RCP 4.5, 6.0 und 8.5 mit den Daten aus der realen Welt vergleichen.

Zunächst zu meinem Beitrag zuvor:

Mittels BP’s Statistical Review of World Energy 2015 konstruierte ich ein „Modell“.

Abbildung 1: Cross-Plots des kumulativen Verbrauchs fossiler Treibstoffe MTOE im Vergleich zum atmosphärischen CO2-Gehalt in ppm, wie er gemessen wurde am Mauna Loa Observatorium MLO (oben) und des jährlichen Verbrauchs fossiler Treibstoffe in Abhängigkeit von der Zeit.

In diesem „Modell“ werden zwei Gleichungen abgeleitet:

1. CO2 (ppm) = 0.0002*(MTOE) + 320.87 (R² = 0.9986)

2. MTOE = 142.16*(Year) – 275,639 (R² = 0.9698)

Anmerkung: MTOE = Millionen Tonnen Öl-Äquivalent

Anmerkung für Erbsenzähler: Ja, ich weiß, die Graphiken oben und unten sowie die Gleichungen 1 und 2 sollten in umgekehrter Reihenfolge gelistet sein.

Diese zwei Gleichungen ermöglichen es mir, den Verbrauch fossiler Treibstoffe und den atmosphärischen CO2-Gehalt in ferne Zukunft zu projizieren. Unter der Annahme, dass die Mischung aus Rohöl, Erdgas und Kohle weiterhin in einem konstanten Verhältnis zueinander stehen (nämlich dem wie im Zeitraum 2005 bis 2014), komme ich auf eine atmosphärische CO2-Konzentration von 683 ppm im Jahre 2100. Das ist etwa halb so viel wie bei RCP 8.5 (Venus) und vergleichbar mit RCP 4,5 (nicht katastrophal).

Abbildung 2: GIGO is as GIGO does.

Um die Realität noch besser abzubilden, habe ich mir noch genauer das Verhältnis zwischen Rohöl, Erdgas und Kohle im Gemisch fossiler Treibstoffe angeschaut. Dabei habe ich bemerkt, dass Erdgas und Rohöl sehr robuste Trends aufweisen…

Abbildung 3: Erdgas ersetzt graduell das Öl als den obersten fossilen Treibstoff… Großer Dank an George Mitchell!

Eine Kombination meines früheren Verfahrens der Projektion des Gesamtverbrauchs fossiler Treibstoffe und deren Trends in Abbildung 3 ergab Folgendes…:

Abbildung 4: Die Rückkehr von Peak Oil.

Kein Zweifel, irgendwann um das Jahr 2060 werden die Anhänger von Peak Oil dessen Rückkehr willkommen heißen.

Mittels der Zahlen von BP zu Kohlendioxid-Emissionen:

Öl – 73,300 kg CO2 per TJ (3.07 Tonnen pro Tonne Öl-Äquivalent)
Erdgas – 56,100 kg CO2 per TJ (2.35 Tonnen pro Tonne Öl-Äquivalent)
Kohle – 94,600 kg CO2 per TJ (3.96 Tonnen pro Tonne Öl-Äquivalent)

Ich habe Szenarien bzgl. Kohlenstoff-Emissionen für zwei Fälle gebildet:

1. Konstantes Verhältnis zwischen Öl, Gas und Kohle basierend auf den Mittelwerten von 2005 bis 2014 (links)

2. Abnehmender Öl- und zunehmender Gasverbrauch sowie relativ stabiler Kohleverbrauch, basierend auf den in Abbildung 3 gezeigten Trends.

Abbildung 5: RCP 8.5 kann schon „Business-as-Usual“ sein … auf der Venus! Der Graph links hat ein konstantes Verhältnis von Öl, Gas und Kohle zur Grundlage. Bei dem Graphen rechts wird Öl durch Gas ersetzt.

Auf der Grundlage eines „Business-as-Usual“-Szenarios in der realen Welt, wobei Erdgas das Öl mit dem gegenwärtigen Tempo ersetzt und ohne Kohlenstoff-Steuer, komme ich auf einen CO2-Gehalt, der auf der Linie des RCP 6.0-Szenarios liegt, also „einem Abschwächungs-Szenario, das heißt es enthält explizite Schritte bzgl. des Kampfes gegen Treibhausgasemissionen (in diesem Falle mittels einer Kohlenstoff-Steuer)“ (hier).

Abbildung 6. QED

Dann zog ich mein „Business-as-Usual“-Szenario der realen Welt heran bei der Abschätzung der Konzentration und wandte darauf drei vernünftige Klimasensitivitäten an: 0,5; 1,5 und 2,5°C pro Verdoppelung des CO2-Gehaltes in der Atmosphäre mit einem Anfangswert von 280 ppmv (TCR 0.5, TCR 1.5 and TCR 2.5). HadCRUT4 mit Referenz zu 1850 bis 1879 folgt eindeutig sehr eng TCR 1,5…

Abbildung 7: Ein Szenario „Business-as-Usual“ aus der realen Welt (diese Welt, nicht Venus!) würde kaum das bis zum Jahr 2100 angedrohte 2°C-Limit sprengen … Geht man davon aus, dass die gesamte Erwärmung seit 1850 Treibhausgas-Antrieben geschuldet ist … was nicht der Fall ist.

Da allgemein angenommen wird, dass zumindest die Hälfte der Erwärmung seit 1850 natürlichen Ursprungs ist, müsste die tatsächliche Klimasensitivität deutlich niedriger sein als 1,5°C pro Verdoppelung. Darum sollte RCP 8.5 niemals als „Business-as-Usual“, „es wird erwartet“ oder „als Grundlinien-Fall“ beschrieben werden. Da deren Hypothesen hirnverbrannt unrealistisch sind, sollte es überhaupt in keiner seriösen Veröffentlichung auftauchen. Es ist einfach schlechte Science Fiction.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/04/06/rcp-8-5-part-deux-the-stuff-nightmares-are-made-from/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Ist billiger Strom rechtsradikal?

So langsam erkennen diese normalen Kunden, dass bestimmte  „Energiefachpersonen“ immer die gleichen Sprüche vom billigen EEG-Strom verkünden „Eine Professorin klärt den VDI auf, wie das EEG „wirklich“ funktioniert“, was im Merkeldeutschland zum unaufhaltsamen Aufstieg als EEG-Wunderheilerin führt „Claudia Kemfert wird Sachverständige“, die Wirklichkeit aber eben doch an ihn keine Vergütungen, sondern massiv Rechnungen stellt „Muttertag war EEG-Geschenktag auf Kosten der nicht privilegierten Stromkunden“ und mucken dagegen auf. 

Video der Reden im Bundestag am 8.7.16 zur Novellierung des EEG. Noch mehr Fachleute melden sich zu Wort und erklären wie alles viel, viel besser wird. Anmerkung der Redaktion: Wer sich diese Reden antut, egal von welcher Partei sie kommen, kann nur feststellen: Der Zusammenbruch der Energieversorgung im Lande ist fest programmiert. Es ist nur noch eine Frage der Zeit. Mit Dank an Spürnase Hans Meier.

Nun hat auch der große Konzernlenker Teyssen der tatkräftig hilft, teuren EEG-Strom zu erzeugen und als grandiose Neuerung, ihn dank intelligenter Netze noch teurer zu verteilen, dies bemerkt. Aber nicht etwa den teuren Strom, sondern die deshalb mögliche falsche Wahl der Wähler und stimmt damit – politikaffin wie er ist – in die herrschende politische Meinung ein, dass der Wähler für die Regierenden inzwischen zu dumm geworden ist. Was jedoch bald nicht mehr stört, da nur noch Unisono-Koalitionen geplant sind um künftig unabhängig vom Wahlausgang allen Parteien die Fleischtöpfe sicher zu stellen. Störend sind da nur noch Parteien, von denen die Gefahr droht, dieses Spiel zu stören. Folgerichtig appelliert er  an das Volk, solche Störungen der Politik bitte zu unterlassen. Seine Argumentation ist zwingend, denn wer sich in Deutschland erdreistet, Unsinn der einzig wahren Politik anzuprangern, kann nur aus der rechten Ecke stammen. 

FOCUS ONLINE: [1] Eon-Chef Johannes Teyssen hat davor gewarnt, dass Rechtspopulisten eine Kampagne gegen die Energiewende fahren könnten, wenn die Strompreise nicht sinken.

„Die AfD hat die Energiewende bereits für sich entdeckt“, sagte der Vorstandsvorsitzende des Energiekonzerns der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“ (Samstag). „Wenn das Thema von Populisten besetzt wird, sollten wir sprechfähig sein und belegen können, dass wir nicht Milliarden verschwendet haben.“ Den Menschen sei immer versprochen worden, dass die Energiewende langfristig auch mit günstigeren Strompreisen einhergehe. „Wenn wir das nicht halten können, gleichzeitig aber unsere Landschaft verspargeln, wird sich das rächen“, sagte Teyssen.

Herr Übervater Teyssen hätte natürlich (theoretisch) alle Möglichkeiten, das „… sollten wir sprechfähig sein“ zu erklären. Von einem Versorger-Vorstand hätte man schließlich erwartet, dass er es ist und nicht nur sollte. Und davon, dass Führungskräfte wie er „ … belegen können, dass wir nicht Milliarden verschwendet haben“ müsste eigentlich genügend Übung  vorliegen „E.on verzeichnet vor Aufspaltung Milliardenverlust„.

Was er aber damit meint:  “Den Menschen sei immer versprochen worden, dass die Energiewende langfristig auch mit günstigeren Strompreisen einhergehe.“ ist dem Autor ein Rätsel. Ist es für einen Versorger-CEO wirklich unzumutbar, mit einem Taschenrechner die Daten des von ihm getragenen EEG zu nehmen, die Zahlen zu addieren und dann Preise zu vergleichen? Der dann folgende Satz ist zwar richtig, aber aus seinem Mund so dumm, dass er nicht mehr kommentiert wird. 

Folgerung

Dümmer gehts nimmer. Es wäre ein Traum, dies in einer Wahl auch einmal zum Ausdruck bringen zu können.

Quellen

[1]

FOCUS ONLINE, 09.07.2016, 09:27: Eon-Chef warnt vor Anti-Energiewende-Kampagne der AfD

http://www.focus.de/regional/nordrhein-westfalen/energie-eon-chef-warnt-vor-anti-energiewende-kampagne-der-afd_id_5713087.html

[2]

EIKE 06.07.2016: EON verliert Schadensersatzprozess wg. erzwungener Abschaltung seiner KKW. Gericht: EON blieb zu lange untätig!

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/eon-verliert-schadensersatzprozess-wg-erzwungener-abschaltung-seiner-kkw-gericht-eon-blieb-zu-lange-untaetig/ 

[3]

EIKE 01.07.2016: Die EEG-Wunder-App, Der Energiemix bestimmt inzwischen das Wetter sagt der Energiekonzern RWE auf seiner Bildungsseite und liefert gleich eine App dazu.

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-eeg-wunder-app/ 

[4]

EIKE 06.06.2016: Wie Politiker ihre Kuh schlachten und sich danach beklagen, dass diese keine Milch mehr gibt

Thema E.ON-Zerschlagung

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/wie-politiker-ihre-kuh-schlachten-und-sich-danach-beklagen-dass-diese-keine-milch-mehr-gibt/ 

[5]

EIKE 05.06.2016: Eine Professorin klärt den VDI auf, wie das EEG „wirklich“ funktioniert

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/eine-professorin-klaert-den-vdi-auf-wie-das-eeg-wirklich-funktioniert/

[6]

EIKE 04.06.2016 : Muttertag war EEG-Geschenktag auf Kosten der nicht privilegierten Stromkunden

http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/muttertag-war-eeg-geschenktag-auf-kosten-der-nicht-privilegierten-stromkunden/




Greenpeace lügt sich mal wieder die Welt zurecht

Mit Windenergie gegen das Klimagas CO2  der Kohlekraftwerke und die „strahlenden“, ergo  riskanten Atommeiler.

Nieder mit den Kohle- und Atomlobbyisten – es leben die greengepeacten Windlobbyisten!

So könnte die Greenpeace Presseerklärung von Sven Teske in Kürzestform  zusammengefasst werden. Natürlich nicht ohne die Bitte diesen Umweltrettungs- und Umweltbildungstext mit einer angemessenen Überweisung auf das Greenpeace-Spendenkonto zu honorieren.

Diese Art des Spendensammelns wird inzwischen auch als „Ablasshandel des 21. Jahrhunderts“ bezeichnet.

Beim  Lobgesang auf die bundesdeutsche Schnellabschaltung von AKWs wird natürlich nicht erwähnt, dass weltweit 440 AKWs in Betrieb, und 160 Kernkraftwerke geplant sind.

Kernkraftwerke haben den "Vorteil", dass sie nicht wie Kohlekraftwerke das „Klimagas“ CO2 emittieren.

Jenes Gas, das vor ca. 250 Mio Jahren in der 3-4-fachen Konzentration – im Vergleich zu heute – in der damaligen Erdatmosphäre enthalten war.

Der Mensch kommt dafür als Verursacher nicht in Frage, denn den gab seinerzeit auch in seinen Frühstadien noch nicht. Heute nähern wir uns etwa 400 ppm CO2 in der Atmosphäre und das führt nach den Vorstellungen engagierter Klimaschützer unweigerlich zum Gau für das Leben auf unserem Globus.

Dabei ist CO2  das Lebensgas, es ist nämlich das Gas, aus dem die Pflanzen unserer Erde den Kohlenstoff für den Aufbau ihrer Substanz, der Pflanzenmasse beziehen und aus dem sie zu ca. 50% bestehen.

Lebensgas deshalb, weil die Pflanzenmasse wiederum die Lebensgrundlage für Tiere und Mensch ist. Lebensgas auch deshalb, weil die Assimilation des aufgenommenen Kohlendioxid zur Produktion und Abgabe von Sauerstoff an die Atmosphäre führt.

Sauerstoff, das Lebensgas für Mensch und Tier.

Also, Energie aus Atom und Kohle hat viele Facetten, deren Betrachtung Sinn macht und nicht unterdrückt werden darf. Obendrein nützt die ideologische Sicht der Dinge durch die Greenpeace-Brille weder den Menschen noch der Umwelt insgesamt.   

Natürlich kann man die Stromgewinnung mittels Windrädern positiv betrachten.

Andererseits sollten die Schattenseiten der Windenergie frei von Greenpeace-Ideologie auch dargestellt und nicht etwa unter den Teppich gekehrt werden, wie es im Greenpeace-Papier von Sven Teske zweifellos geschieht.

Das Negativsaldo der Windenergie:

– Windenergie erfordert – wie alle Energiegewinnungsanlagen – hohe Investitionen

– der Wind weht nicht konstant

– starke Windaufkommen belasten die Netze unserer Nachbarn

– es fehlt an geeigneten Speichern

–  Umweltprobleme: Habitatzerstörung, Vogelschlag …

– usw. usw.   

Sachbezug und Objektivität, die Darstellung von Für und Wider verschiedener Energiegewinnungsformen ist die Sache von Greenpeace natürlich nicht, denn damit ist kein Spendengeld zu verdienen.