Endlagerfinanzierung: Hop oder Top?

Mit der politischen Verschiebung der Endlagerplanung für Wärme entwickelnde hochradioaktive Abfälle auf den Sankt-Nimmerleins-Tag geriet schlagartig die Finanzierbarkeit der Endlagerkosten ins Blickfeld der Politiker. Solange die vom Bund betriebene Endlagerplanung Gorleben Bestand hatte, war die Finanzierung durch die Endlagervorausleistungsverordnung eindeutig geregelt und bis zum heutigen Tag allem Anschein nach auch gesichert. Die Kosten haben die Abfallverursacher zu tragen, die für  Planung und Errichtung eines Endlagers wie auch für die Stilllegung ihrer Kernkraftwerke bereits erhebliche finanzielle Rückstellungen gebildet haben. Die Endlagerkosten waren hinreichend kalkulierbar, die Zeitvorstellung bis zur Fertigstellung des Endlagers einigermaßen überschaubar, wenn durchaus auch mit Unwägbarkeiten verbunden. Sachlich fachlich war die Salzstockerkundung auf gutem Wege.

Mit dem am 1. Januar 2014 in Kraft getretenen Standortauswahlgesetz (StandAG) änderten sich die Aussichten auf die Realisierung eines Endlagers grundlegend. Die Erkundung des Salzstockes Gorleben wurde eingestellt, das Erkundungsbergwerk bleibt zwar bergmännisch auf unbestimmte Zeit erhalten, die Endlagerplanung Gorleben aber wurde in Gänze ad acta gelegt. Eine aussichtsreiche Realisierung eines Endlagers wurde allein zwecks Beendigung parteipolitischer Querelen um Gorleben aufgegeben. Das Gesetz fordert, mit der Standortsuche von Null an zu beginnen, bundesweit, ergebnisoffen, keine Vorauswahl des Endlagergesteins. Neben dem einst mit recht favorisierten Salzgestein sollen auch Ton und Kristallin (Granit) in die Untersuchung mit einbezogen werden. Die im Gesetz genannten Zeitpläne für Standortauswahl und Endlagererrichtung sind jedoch in hohem Maße unrealistisch. Um etliche Jahrzehnte wird sich die Bereitstellung des Endlagers gegenüber der ursprünglichen Planung verschieben. Für die Abfallverursacher fallen dadurch erhebliche zusätzliche Kosten für deutlich längere Zwischenlagerung der Abfälle und vor allem durch die neue Standortsuche und der Erkundung vermutlich sogar  mehrerer Standorte an. 

Im Jahr 2022 soll das letzte Kernkraftwerk in Deutschland vom Netz gehen. Erst etliche Jahrzehnte später soll – wenn überhaupt – ein Endlager zur Verfügung stehen. Da stellt sich zu Recht die Frage, ob unter dem Gesichtspunkt Unternehmensbestand oder -änderung oder gar Insolvenz die Abfallverursacher (überwiegend Kernkraftwerksbetreiber) in diesem unüberschaubar langen Zeitraum zur Kostenübernahme belangt werden können. Nach dem vollzogenen Ausstieg werden aus dem Betrieb von Kernkraftwerken jedenfalls keine finanziellen Rückstellungen mehr zu erwirtschaften sein. Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung die Einsetzung einer „Kommission zur Überprüfung der  Finanzierung des Kernenergieausstiegs (KFK)“ beschlossen1. Im Einsetzungsbeschluss vom 14. Oktober 2015 heißt es: 

„Die Kommission soll im Auftrag der Bundesregierung prüfen, wie die Sicherstellung der Finanzierung von Stilllegung und Rückbau der Kernkraftwerke sowie Entsorgung der radioaktiven Abfälle so ausgestaltet werden kann, dass die Unternehmen auch langfristig wirtschaftlich in der Lage sind, ihre Verpflichtungen aus dem Atombereich zu erfüllen.“

„Es ist erklärtes Ziel der Bundesregierung, in Deutschland die Sicherheit des Restbetriebs der Kernkraftwerke, ihre Stilllegung und ihren Rückbau sowie die Zwischen- und Endlagerung der radioaktiven Abfälle in technischer wie in finanzieller Hinsicht auch langfristig zu gewährleisten. Dabei geht die Bundesregierung von dem Grundsatz aus, dass die Kosten von den Verursachern getragen werden.“ 

Auch ein kritischer Betrachter des Abschlussberichtes muss der Kommission eine sachgerechte und problembewusste Analyse der künftigen Finanzsituation der Entsorgungskosten bescheinigen. Im Ergebnis sieht sie die Notwendigkeit, „die finanzielle Sicherung der nuklearen Entsorgung vom wirtschaftlichen Schicksal der Betreiber langfristig zu entkoppeln.“ Nach Auffassung der Kommission soll daher „künftig derjenige die finanzielle Sicherungspflicht haben, der auch die Pflicht zur Handlung in der Kette der nuklearen Entsorgung hat. Soweit dieses nicht (mehr) die Verursacher sind, müssen die dafür notwendigen Mittel dem Staat zur Sicherung übertragen werden.“ 3

So plädiert die Kommission dafür, die Aufgabe der Zwischenlagerung nuklearer Abfälle einschließlich der dafür erforderlichen Mittel sowie die für Auswahl, Bau, Betrieb und Stilllegung der nuklearen Endlager erforderlichen Mittel dem Staat zu übertragen. Ferner soll der Staat künftig für die Transporte aus den Zwischenlagern in das entsprechende Endlager und im Falle der bestrahlten Brennelemente und Wiederaufarbeitungsabfälle für die ggf. notwendige Herstellung HAW-Endlager-gängiger Gebinde5 zuständig sein. Sie schlägt vor, die bisherigen Rückstellungen in Höhe von 17,2 Milliarden Euro unmittelbar – und bis spätestens zum Ende des Leistungsbetriebs 2022 einen Risikoaufschlag von rund 35 % auf den Barwert der übertragenen Rückstellungen in einen öffentlich-rechtlichen Fonds zu überführen. Gegen eine vollständige Einzahlung von demnach 23,3 Milliarden Euro würden die Risiken für Zwischen- und Endlagerung auf den Staat übergehen.

Stilllegung und Rückbau der Kernkraftwerke, die Verpackung von bestrahlten Brennelementen und radioaktiven Abfällen aus der Wiederaufarbeitung sowie die Verpackung von sonstigen radioaktiven Abfällen während des Rückbaus inklusiver ihrer Finanzsicherung verbleiben unverändert bei den Unternehmen. Dafür sollen ihnen nach Ansicht der Kommission Rückstellungen von 21,3 Milliarden belassen werden.

In ihrer zahlenmäßigen Empfehlung zur Finanzierung der Entsorgung stützt sich die Kommission maßgeblich auf Berechnungen der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Warth & Klein Grant Thorton2, die im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)  die zukünftigen nuklearen Entsorgungsverpflichtungen zu bewerten hatte. 

Interessanterweise erklärte das BMWi anlässlich der Veröffentlichung des Warth & Klein – Gutachtens unter anderem, dass die betroffenen Unternehmen die Kosten bei der Rückstellungsbildung (bislang) vollständig abgebildet und sich dabei an die einschlägigen Regeln gehalten hätten. Die Vermögenswerte der Unternehmen würden in Summe die Finanzierung des Rückbaus der Kernkraftwerke und der Entsorgung der radioaktiven Abfälle abdecken. Dies war in der Vergangenheit von Politikern nicht selten infrage gestellt worden. 

Die von den Kernkraftwerksbetreibern bis in 2014 gebildeten Rückstellungen für sämtliche ihrer Entsorgungsverpflichtungen betrugen 38,3 Milliarden Euro 3,4. Dazu heißt es im KFK –   Abschlussbericht: „Die Betreiber kalkulieren mit einer durchschnittlichen jährlichen Inflationsrate von 1,6 %. Nukleare Kostensteigerungen werden von den Betreibern mit jährlich zusätzlichen 1,97 % veranschlagt.  Unter diesen Annahmen werden die von den Betreibern zu tragenden Kosten auf 169,8 Milliarden Euro in den jeweils aktuellen Preisen bis zum Jahre 2099 (!) geschätzt. Wird dieser Betrag, mit einem Faktor von 4,58 % pro Jahr abgezinst, so ergibt sich der Rückstellungsbetrag von  38,3 Milliarden Euro.“ 

Die umfassenden Gesamtkosten beziffert die Kommission in Preisen von 2014 auf 48,8 Milliarden Euro. 

Der KFK – Abschlussbericht liegt dem BMWi zur Prüfung vor. Klärung der Rechtsform der Kommissionsvorschläge steht an. Diverse Änderungen am Atomgesetz und einschlägiger Verordnungen sind erforderlich. Die betroffenen Unternehmen haben bislang mit differenzierter Kritik reagiert. Die Zahlung diverser Risikozuschläge ginge über ihre wirtschaftliche Leistungsfähigkeit hinaus. 

Kommentar

Auf nahezu jeder Seite des KFK – Berichtes, zum Teil sogar mehrfach, findet sich der Begriff „Risiko“. Was nicht verwunderlich ist. Die Kommissionsvorschläge enthalten Konfliktstoff. Trotz noch so kompetenter Unterstützung durch hinzugezogene Fachleute können die Kostenangaben angesichts vieler Unwägbarkeiten insbesondere für einen Jahrzehnte – Zeitraum im Voraus nicht mit der im Grunde genommen erforderlichen Verlässlichkeit ermittelt werden, sondern sind vielmehr Ergebnis von Abwägungen und Einschätzungen. Kommt es zu dem öffentlich-rechtlichen Fonds, dann erhält der Staat zwar die auf dem Preisniveau 2014 kalkulierten Mittel, muss aber das Risiko unvorhersehbarer Kosten und außerordentlicher Kostensteigerungen tragen, die über den Fonds hinausgehen. Dass dies der Fall sein kann, ist keineswegs abwegig. Denn weder gibt es einen Endlagerstandort, die erneute Suche hat nicht einmal begonnen, zudem ist völlig offen, welches Endlagergestein Salz, Ton oder Granit infrage kommt und schon gar nicht kann es ein auf das Endlager ausgerichtetes Endlagerkonzept geben. Für die Endlagerung abgebrannter Brennelement mit einem bedeutenden Kernbrennstoffgehalt an Uran und Plutonium gibt es weltweit kein Vorbild. Hiermit wird Neuland beschritten. Ohne die Ernsthaftigkeit der Kommissionsbemühungen infrage zu stellen, ist es gleichwohl unmöglich, für die Zwischen- und Endlagerung auch nur annähernd realistische Kosten zu ermitteln, die zudem erst in 50 oder noch mehr Jahrzehnten anfallen werden. Auch drängt sich die Frage auf, ob jemals bei öffentlich-rechtlichen Bauvorhaben die Kostenkalkulation eingehalten wurde.

Natürlich sind auch Kosten weiterer Verzögerungen, wie sie bislang bei der Endlagerplanung Gorleben, man muss schon sagen, praktiziert wurden,  nicht mehr auf die Abfallverursacher abzuwälzen. Wer die Historie um den Standort Gorleben miterlebt hat und wer das inzwischen 34 Jahre dauernde Genehmigungsverfahren für das Endlager Konrad zur Aufnahme (nur) schwach –und mittelradioaktiver Abfälle verfolgt hat, dem fällt es nicht schwer, sich auszumalen wie viele Hindernisse einer erneuten Standortsuche und einem neuen, noch anspruchsvolleren Genehmigungsverfahren  mit Klagen, Bürgerprotesten und auch neuem politischen Unwillen im Wege stehen werden, die sich kostentreibend auswirken werden.

Einkalkulierte Verzinsungen der Mittel und angenommene Inflationsrate sind ebenfalls in dem in Betracht zu ziehenden Zeitraum mit erheblicher Unsicherheit behaftet. Im letzten Jahrhundert gab es immerhin zwei Geldentwertungen. Nun sind die damaligen politischen Verhältnisse nicht mit den heutigen zu vergleichen. Aber in 50 und mehr Jahren kann noch vieles geschehen, was heute undenkbar ist. 

23,2 Milliarden Euro auf der hohen Kante (Fonds) schaffen in Zeiten knapper Etatmittel politische Begehrlichkeiten. Beispiele, bei denen der Staat Kapitalbildungen zweckentfremdet eingesetzt hat, sind bekannt. Sollte es im Fall des Endlagerfonds wieder der Fall sein, ist letzten Endes der Steuerzahler der Dumme. 

Der KFK-Bericht weist nichts darüber aus, wie mit den bereits für die Salzstockerkundung in Gorleben von den Abfallverursachern gezahlten 1,6 Milliarden Euro verfahren wird, solange die Eignungshöffigkeit des Salzstockes zum Zweck der Endlagerung nicht widerlegt worden ist. Die Beendigung der Erkundung war ein ausschließlich politischer Akt, wofür nicht die Unternehmen belangt werden können. Die Aufwendungen für das Bergwerk steigen zudem weiter, da es in einem sicheren Zustand erhalten werden soll. 

Die von den Unternehmen gebildeten Rückstellungen liegen nicht auf der Bank. Sie stecken – was rechtlich zulässig ist – in Investitionen von Kraftwerksanlagen, Kabeltrassen, Gas-Rohrleitungen und dergleichen. Die Rückstellungen sind demzufolge nicht „von heute auf morgen“ verfügbar. Ihre Verfügbarkeit war auf das bisherige Entsorgungskonzept – Endlagerung im Salzstock Gorleben – zeitlich und kostenmäßig abgestimmt. Eine vorzeitige Kapitalisierung der Rückstellungen würde zu enormen Wirtschaftlichen und finanziellen Belastungen der Unternehmen führen und ihre ohnehin schon stark angeschlagene Konkurrenzfähigkeit und Wirtschaftlichkeit weiter gefährden. 

Die „Verpackung von Brennelementen“ bleibt in der Verantwortung der Unternehmen. Der Bericht sagt aber nichts darüber aus, welche Art von Verpackung gemeint ist. Vermutlich die Aufbewahrung der abgebrannten Brennelemente in den so genannten Transport- und Lagerbehältern wie zum Beispiel Castor-Behälter.

Eine Verpackung im Hinblick auf die spätere Endlagerung macht keinen Sinn, weil die Voraussetzungen dafür nicht bekannt sind. Diese läge dann aber auch, wie von der Kommission vorgeschlagen, in der Verantwortung des Staates. In diesem Zusammenhang sei angemerkt: Bereits vor etlichen Jahren wurde im Rahmen der Endlagerplanung Gorleben die Umladetechnik der Brennelemente in Polluxbehälter entwickelt. Die hierfür vorgesehene so genannte Pilot-Konditionierungsanlage steht („eingemottet“) in Gorleben, in unmittelbarer Nähe des einstmals vorgesehenen Endlagers. Gegenwärtig ist völlig offen, welche endlagerbezogene Verpackung zum Einsatz kommt. Eine direkte Endlagerung der Brennelemente in Castorbehältern ist auszuschließen. Auch hier steht dem Staat unternehmerische Nukleartätigkeit bevor. 

In den abgebrannten (ausgedienten) Brennelementen sind von dem ursprünglich eingesetzten Kernbrennstoff noch rund 95 % Mengenanteile an wieder verwendbarem Uran und etwa 1 % Plutonium vorhanden, das während der Einsatzzeit der Brennelemente im Reaktor aus Uran-238 gebildet („erbrütet“) worden ist. Der Energieinhalt der rezyklierbaren Kernbrennstoffe, die in 35 Tonnen Schwermetall abgebrannter Brennelemente enthalten sind, entspricht etwa dem von 1 Million Tonnen Steinkohle. Dies war auch der Grund, abgebrannte Brennelemente der Wiederaufarbeitung zuzuführen, bis ihr Transport zu den Wiederaufarbeitungsanlagen in Frankreich und Großbritannien im Jahre 2001 atomrechtlich untersagt worden ist. Im Entsorgungsprogramm der Bundesregierung aus dem Jahr 2015 wird davon ausgegangen, dass bis zur Beendigung des Kernkraftwerksbetriebes in 2022 insgesamt etwa 10.500 Tonnen Schwermetall in Form abgebrannter Brennelemente aus den Leistungsreaktoren anfallen, die endgelagert werden müssen. Rein rechnerisch der Energieinhalt von 300 Millionen Tonnen Steinkohle!

Wer will heute im Jahre 2016 mit Sicherheit behaupten, dass dieses Energiepotential an abgebrannten Brennelementen in 2050 plus X Jahrzehnte tatsächlich vergraben wird? Oder wird vielleicht (und hoffentlich) inzwischen eine (Politiker-)Generation heranwachsen, die für die Endlagerung der Brennelemente überhaupt kein Verständnis aufbringt, weil man um jede Energiequelle verlegen ist?  

Oder, wer will ausschließen, dass in dieser Zeit die Entwicklung der Transmutation bereits so weit fortgeschritten ist, um die Kernbrennstoffe und Transurane in den Brennelementen in deutlich weniger langlebige Elemente zu überführen und somit das Gefährdungspotential an radioaktiven Stoffen in den abgebrannten Brennelementen drastisch zu verringern? 

Oder, wer will ausschließen, dass sich eine viel spätere Bundesregierung einem Export der abgebrannten Brennelemente öffnet, weil eine schadlose Verwertung beim Empfängerstaat  sicher nachgewiesen werden kann? 

Die Entwicklung der Kernenergie und deren Anwendung schreiten weltweit unaufhörlich voran, selbst in Staaten, in denen man es bislang nicht vermutet hat. Dabei werden sich Entwicklungen ergeben und neue Wege sich einstellen, von denen man heute noch nichts ahnt. Wenn dem aber so ist, wird man auch über die Endlagerung in der zweiten Hälfte dieses Jahrhunderts zu anderen Beschlüssen kommen. Diese Überlegungen sprechen nicht gegen die Endlagerung, denn die wird für die Wärme entwickelnden verglasten Abfälle aus der Wiederaufarbeitung, die auch in Castor-Behälter aufbewahrt und zwischengelagert werden, unumgänglich sein. Aber konzeptionell werden sich in den folgenden Jahrzehnten noch andere Varianten und Überlegungen einstellen, als jene, von denen man heute ausgeht. 

Um es nochmals deutlich zu sagen: Die von der Kommission angestellten Überlegungen erstrecken sich über eine Zeitspanne bis ans Ende dieses Jahrhunderts. Ursächlich dafür ist das Standortauswahlgesetz. Dieses Gesetz aber wird Politikern noch über viele Parlamentsperioden hinweg reichlich Gelegenheit geben, eine nach ihrer Meinung geeignetere Lösung der Endlagerfrage anzustreben, aber auch Kritikern das zwischenzeitlich Erreichte wieder in Frage zu stellen und zu attackieren. Mit dem Gesetz kommt man, gewollt oder nicht, dem Ausstieg aus der untertägigen Endlagerung näher.

1. www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitteilungen,did=764862.html.  Quelle auch des Abschlussberichtes der Kommission vom 27. April 2016 

2. Warth & Klein Grant Thornton AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Gutachtliche

Stellungnahme zur Bewertung der Rückstellungen im Kernenergiebereich,

09.10.2015

3. Abschlussbericht der KFK „Verantwortung und Sicherheit – Ein neuer Entsorgungskonsens, 27.04.2016 Hier

4. Klaus Tägder „Wer trägt die Kosten der nuklearen Entsorgung?“ , 21.10.2015

www.ageu-die-realisten.com/archives/category/endlagerung

5. HAW steht für „high active waste“. Gemeint ist das Endlager für Wärme entwickelnde, also hochradioaktive Abfälle.




Hat die barbusige Dame um 1830 gegen den Klimawandel gekämpft? Eine ganz aktuelle Studie legt es nahe

Nun erscheint es sehr gewagt, deshalb das Bild der damaligen Julirevolution so umzudeuten. Aber nicht weniger gewagt – doch ein Beispiel, dass für Fördergeld jedes gewünschte Ergebnis möglich wird – ist, was die Studie angeblich herausgefunden hat.

Bild rechts: Eugène Delacroix: Die Freiheit führt das Volk (1830). Quelle: WIKIPEDIA: Julirevolution von 1830

Freie Universität Berlin Nr. 283/2016 vom 24.08.2016: Der Klimawandel begann schon vor 180 Jahren

Industrielle Revolution trug bereits spürbar zur Erderwärmung bei, zeigt eine Studie
Der Klimawandel hat schon vor 180 Jahren begonnen und somit viel früher als bisher vermutet. Das fand jetzt ein internationales Forscherteam heraus. Um den frühesten Zeitpunkt der Erderwärmung festzustellen, untersuchten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auf der nördlichen und der südlichen Erdhalbkugel sowohl zu Land als auch in den Ozeanen sogenannte natürliche Klimaarchive der vergangenen 500 Jahre, also tropische Korallen, Sedimentkerne, Stalagmiten, Baumringe und Eiskerne. Darüber hinaus analysierten sie Modelle über die Klimaentwicklung von mehreren Tausend Jahren. „Die Untersuchungen zeigen, dass schon die frühe Erderwärmung in Zusammenhang mit der steigenden Konzentration von Treibhausgasen als Folge der industriellen Revolution steht“, sagt Dr. Jens Zinke, Paläontologe an der Freien Universität Berlin und Ko-Autor der Studie, die in der Fachzeitschrift Nature erschienen ist.
Die Untersuchung zeigt, dass die Erwärmung in den 1830er Jahren zuerst in der Arktis und in den tropischen Ozeanen begann, gefolgt von Europa, Asien und Nord-Amerika. Die Erwärmung großer Teile der Südhemisphäre erfolgte scheinbar erst bis zu 50 Jahre später. Die Ursachen dafür könnten nach Einschätzung der Wissenschaftler in den regional sehr unterschiedlichen Ozeanströmungen liegen: Die warmen Wassermassen werden auf natürliche Weise nach Norden abtransportiert und damit weg von der Antarktis. Für genauere Aussagen, etwa zur Erwärmung der Antarktis, sei die Datenlage jedoch noch zu unsicher.

Die Studie [5] will also herausgefunden haben:

Dass der Klimawandel bereits um 1830 begann, weil
-bereits kleinste Änderungen des CO2-Gehaltes (hier +15 ppm
[6]) signifikante, nachweisbare Auswirkungen auf die Temperatur hätten.

Bild 1 CO2 Emission durch menschlichen Einfluss (Bild vom Autor ergänzt). Quelle http://joannenova.com.au/page/2/

Daten: Das Forcing von 1 ppm beträgt 0,0075 °C [7] (mit dem hohen IPCC-Forcing). 15 ppm erhöhen die Temperatur somit um 0,1125 °C, realistisch ca. 66 … 33 % davon, also 0,04 … 0,08 °C. Die Forcing-Temperaturdifferenz beträgt damit weniger, als eine sorgfältig geeichte elektronische Temperatur-Messstation mit einem Messfehler von +-0,2  °C überhaupt detektieren kann. Und diese Änderung welche man heute mit modernsten Messmethoden nicht signifikant ermitteln kann, will man für die Jahre um 1830 rückwirkend weltweit detektiert haben.

Natürlich wäre damit auch ein Problem behoben, welches sich zeigt wenn man versucht, durch Googeln den Beginn dieser möglichen Katastrophe zu finden. Eine bisher weit verteilte Zeitspanne ließe sich nun fast das Jahr genau definieren.

WIKIPEDIA: Als globale Erwärmung bezeichnet man den Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere seit der Industrialisierung in den letzten 50 bis 150 Jahren.

Aus dem bisherigen Text lässt sich schon herauslesen, was der Autor von dieser Studie hält: Nichts, außer dem Beleg, wie weit sich die Klimawissenschaft weltweit (es war ein internationales Forscherteam beteiligt) von jeglicher Seriosität entfernt hat.

Und damit ist er nicht alleine:
WUWT: New climate reconstruction study claims humans have been causing warming since the onset of the Industrial Revolution  From the ignoring natural variation with confirmation bias department
A new paper published in
Nature purports to find a connection between mid-nineteenth century warming and the beginning of the industrial revolution. And, since no correlation is too small to be a causation, this is now enough proof that man has been causing warming for as long as we can remember!
Interestingly enough, the reconstructions used show a connection between tropical oceanic warming and northern hemisphere continental warming…but not a “synchronous” warming trend in the southern hemisphere. According to the abstract, this is problematic for the researchers, since, you guessed it, the model simulations don’t match. The conclusion? Instrument records must be inadequate.
In fairness, it’s probably an accurate statement to suggest that nineteenth century instrument records are insufficient to tease out an anthropogenic signal from the noise of natural variability, especially in the southern hemisphere. What’s instructive about the conclusion, though, is the forthright admission of bias towards believing the models over instrument records.

Und auch JoNova: Experts “surprised” to discover what skeptics have known for years: world has been warming for 200 years

Anbei die Begründung (die nicht von der bei WUWT abweicht, sondern lediglich ergänzt und plausibilisiert):

Leider kostet die Studie wieder Geld, aber an die wichtigsten Daten kommt man über das Summary und einige Publizierungen.
Die Studie auf NATURE: [5] Early onset of industrial-era warming across the oceans and continents

Zuerst die Darstellung, wie der Verlauf der Globaltemperatur von Deutschland aussieht (Bild 2).

In diesem hoch-technologisierten Land verweilen die 30-Jahresmittel über einen Zeitraum von 1779 – 1924, also 145 Jahre in einem Toleranzband, welches mit 95 % Signifikanz keinen Unterschied belegen lässt. Von 1812 – 1872, also über 60 Jahre ist überhaupt kein Unterschied feststellbar, da die Mittelwertkurve den 1830er Wert schneidet.

 

Bild 2 Globaltemperatur Deutschland (DWD-Daten)

Trotzdem behauptet die Studie, es wäre gelungen für die Welt-Globaltemperatur! den Jahreszeitpunkt zu bestimmen. Begründung: Die damaligen Thermometermesswerte sind zu ungenau, deshalb gelang es mit Proxis.

Wie Proxiverläufe aussehen und wie problematisch sie zu werten sind, wurde in zwei Artikel bereits gezeigt:
-[3] Die Problematik der Temperaturrekonstruktion Eine beispielhafte Sichtung dazu anhand des Projektes PAGES 2k
-[2] Rekonstruierte Temperaturverläufe der vergangenen zwei Jahrtausende. Eine Literatursichtung von 1990 bis ganz aktuell

Das Ergebnis dieser Rekonstruktionen war die damit wissenschaftlich fundierte Erkenntnis (für den Autor), dass Proxis so katastrophal ungenau sind, dass sich damit nichts zum aktuellen Klimawandel mit ausreichender Genauigkeit belegen lässt.

Die Darstellung des Temperatuverlaufs der Nordhemisphere im letzten IPCC-Bericht AR5 zeigt Bild 3. Daraus bitte versuchen, die Temperatur um das Jahr 1800 … 1900 so genau zu bestimmen, dass das Jahr des Klimawandel-Beginns genannt werden kann. Wem das gelingt, Gratulation.

 

Bild 3 Temperaturverläufe verschiedener Rekonstruktionen der Nordhemisphäre. Quelle: IPCC AR4 2007: Figure 1

An der neuen Studie mit den ganz genauen Proxis hat das PAGES 2K-Team mit-gearbeitet. Proxikurven des PAGES 2K-Projektes sehen beispielhaft wie folgt aus (alle Proxis Nordamerika in einem Bild):

Bild 4 Alle Proxis Arctic NAmericaTR des Projekt PAGES 2k Datensatzes. Quelle: Active viewer for the Pages 2K Proxis

Man versuche daraus zu ermitteln, in welchem Jahr des 19.Jahrhunderts der Klimawandel genau begonnen hat. Zur Erinnerung, dabei handelt es sich um die neuesten und besten Proxis!

Wenn viele Proxis ungenau sind, muss man nur die genauen nehmen. Dass das nicht gelingen kann, wurde in:
[3]Die Problematik der Temperaturrekonstruktion Eine beispielhafte Sichtung dazu anhand des Projektes PAGES 2k bereits gezeigt. Man weiss einfach nicht, welche Proxis genau und welche ungenau sind. Zudem muss man jedem Proxi erst kalibrieren. Dazu benötigt man aber einen genauen Kalibrierwert. Und wenn schon die Thermometerdaten zu ungenau sein sollen, wie soll es dann möglich sein, genauere Daten zu bekommen?
Trotzdem behauptet die Studie, dass dies möglich wäre. Bild 5 zeigt Proxi-Rekonstruktionen daraus, aus denen man das Jahr 1830 als „Startjahr“ ermittelt hat.

Bild 5 [5] Temperaturproxis aus der Studie

Die Lösung des Proxiproblems  soll sein, Simulationen zu verwenden und damit die nicht genau genug bekannten Temperaturen rückwirkend zu berechnen. Weshalb dies gelingen sollte, wo man zum Kalibrieren der Simulationen erst einmal genaue Temperaturen benötigt (die man aber nicht hat) und die Simulationen in allen (dem Autor bekannten) Darstellungen nicht einmal die aktuellen Temperaturen simulieren können:

EIKE 07.02.2016: [4] Der Himmel fällt uns auf den Kopf und ohne die Glaskugel im Computer würden wir es nie erfahren

… ist nicht nur dem Autor ein Rätsel:
kaltesonne 7. Oktober 2014: Stimmungsumschwung in Sachen Klimamodelle: Das Vertrauen der Fachwelt schwindet

Fazit

Warum erscheint eine solche, aller wissenschaftlichen Seriosität widersprechende Studie? Der Autor hat eine Vermutung (also eine persönliche, durch nichts belegbare These). Publiziert wurde mit der Studie die Information:
[8] … Das Klima reagiere somit schon auf sehr geringe Mengen an Treibhausgasen, folgern sie im Fachjournal "Nature".

Im Klartext heißt die Botschaft: Alles mit dem CO2 ist noch viel, viel schlimmer, als bisher angenommen!

Diese „Erkenntnis“, erscheint genau zu dem Zeitpunkt, an dem die Politik die Unterschriften zum Klimavertrag rechtfertigen muss. Das wird kein Zufall sein.

Ergänzend kommt eventuell auch noch dazu, dass das PAGES 2K-Projekt für die Auftraggeber das falsche Ergebnis abgeliefert hat. Nachdem die Daten dieses Projektes für jeden einsehbar sind, ist offensichtlich geworden, dass die Temperaturrekonstruktion von M. E. Mann und anderen nicht haltbar sind, die Temperaturverläufe auf jeden Fall anders verliefen und genaue Rekonstruktionen mit der erforderlichen Genauigkeit anhand von Proxis nicht möglich werden (wie am Anfang schon dargestellt).
Aufgabe war aber, die M.E. Mann „Hockeystickkurve“ zu betätigen. Vielleicht haben die Geldgeber nun dem Forscherteam eine „Last Order“ gestellt: Bringt endlich ein politisch verwertbares Ergebnis zustande, oder es wird der Geldhahn zugedreht.

Wie das IPCC die vergangenen Temperaturverläufe rekonstruiert hat, zeigt Bild 6. Darin sieht man deutlich, dass der Klimawandel lange vor 1830, nämlich irgendwo zwischen 1450 … 1650 begonnen hat [3][2]. Das durfte die Studie aber sicher nicht untersuchen.

 

Bild 6[1] Historischer Klimaverlauf. Quelle: AR5 von 2013, Figure 5.7 (Bildausschnitt), vom Autor ergänzt

Quellen

[1]

IPCC AR5 WG1, 2013. Climate Change 2013, The Physical Science Basis

[2]
EIKE 26.03.2016: Rekonstruierte Temperaturverläufe der vergangenen zwei Jahrtausende. Eine Literatursichtung von 1990 bis ganz aktuell
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/rekonstruierte-temperaturverlaeufe-der-vergangenen-zwei-jahrtausende-eine-literatursichtung-von-1990-bis-ganz-aktuell/

[3]
EIKE 11.05.2016: Die Problematik der Temperaturrekonstruktion Eine beispielhafte Sichtung dazu anhand des Projektes PAGES 2k
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-problematik-der-temperaturrekonstruktion-eine-beispielhafte-sichtung-dazu-anhand-des-projektes-pages-2k/

[4]
EIKE 07.02.2016: Der Himmel fällt uns auf den Kopf und ohne die Glaskugel im Computer würden wir es nie erfahren

Rezension: UBA Studie 24/2015 Die Vulnerabilität Deutschlands gegenüber dem Klimawandel
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/der-himmel-faellt-uns-auf-den-kopf-und-ohne-die-glaskugel-im-computer-wuerden-wir-es-nie-erfahren/

[5]
NATURE 25.August 2016: Early onset of industrial-era warming across the oceans and continents
http://www.nature.com/nature/journal/v536/n7617/full/nature19082.html#t

[6]
Australian National University: HUMANS HAVE CAUSED CLIMATE CHANGE FOR 180 YEARS Frequently asked questions

[7]
EIKE 11.06.2015: Mit CO2-Reduzierung retten wir die Welt – Einige Rechenspiele (nicht nur) für regnerische Nachmittage

http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/mit-co2-reduzierung-retten-wir-die-welt-einige-rechenspiele-nicht-nur-fuer-regnerische-nachmittage/

[8]
Hamburger Abendblatt 25.08.2016: Studie: Klimawandel begann früher
http://www.abendblatt.de/ratgeber/wissen/article208123675/Studie-Klimawandel




Klimawandel oder heisse Luft?

Unser Klima gehorcht einem hochkomplexen, von der Natur vorgezeichneten Wirkungssystem. Antriebsmotor dieses Klimasystems ist die Sonne. Ein so kompliziertes Gefüge kann nicht statisch sein. Es unterliegt permanent natürlichen Schwankungen. Neuerdings besteht jedoch der begründete Verdacht, dass auch der Mensch ein Störfaktor im Klimasystem ist, indem er Treibhausgase wie CO2 in die Atmosphäre entlässt und so das natürliche Strahlungsgleichgewicht verschiebt. Die Heizwirkung der Sonne nimmt zu. Ab diesem Punkt scheiden sich die wissenschaftlichen Geister tiefgründig und unversöhnlich.

Der selbsternannte Klimarealist glaubt zu wissen, dass anthropogenes CO2 das Klima zum Kippen bringt. Es führt unweigerlich und gnadenlos zur Klimakatastrophe. Die als Klimaskeptiker abgetanen Gegner dieser Auffassung behaupten dagegen, dass CO2 nur ein marginaler Antrieb des Klimawandels ist. Eventuell auch gar keiner, denn sein Signal lässt sich nciht in den Messwerten finden. Die ohnehin geringfügige aktuelle Klimaerwärmung sei zum überwiegenden Teil auf natürliche Ursachen zurückzuführen.

Der besorgte Klimalaie wird dabei jedoch vollkommen allein gelassen. Das vorliegende Buch unternimmt deshalb den schwierigen Versuch, durch Vermittlung von allgemein verständlichem fachlichem Klimawissen die Nebelschwaden aus Dichtung und Wahrheit kompromisslos zu lüften. Es gibt klares Rüstzeug an die Hand, wie unqualifiziertes Klimageschwätz schonungslos entlarvt werden kann. Dem Leser eröffnet es auf diese Weise eine völlig neue klimatologische Blickrichtung und Orientierung. Klimaangst wird nahtlos und systematisch in fundiertes Wissen überführt.

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Kurioses vom „Klimaschutz“: Eine Wurstfirma gibt die Fleischverarbeitung auf, um das Klima zu schützen!

Was der Autoindustrie gesetzlich erzwungen noch bevorsteht, macht der größte deutsche Wursthersteller – Rügenwalder Mühle – freiwillig: Er verzichtet auf seine bisherige Produktbasis und stellt zunehmend vegetarische Wurst her. Die Begründung des Inhabers (Zeitungszitat):
[1] … eines Tages könne die Firma womöglich gar keine Fleischprodukte mehr anbieten. Für vegetarische Kost sprächen aber ökologische Gründe. „Mir geht es um den Klimawandel“, sagte er. Die CO2-Bilanz eines Steaks sei riesig. "So wird es nicht weitergehen auf diesem Planeten", zeigte sich Rauffus überzeugt. 

Da kann man nur vorschlagen, Herr Rauffus (Inhaber der Firma) sollte um über die Pflanzennahrung CO2 und Hintergründe zum ominösen Klimawandel etwas besser Bescheid zu wissen, mal bei EIKE vorbeisehen. Es würde den Wissens-Horizont bestimmt erweitern, um wirklich wichtige Probleme dieses Planeten sehen zu können.

Quellen

[1]

DerStandard.at 27. August 2016:  Deutscher Wurstriese wird immer vegetarischer
http://derstandard.at/2000043445352/Deutscher-Wurstriese-wird-immer-vegetarischer

Anmerkung der Redaktion

Mit dieser Glosse hat unser Autor Dipl. Ing. Helmut Kuntz den 150. Beitrag innerhalb eines guten Jahres veröffentlicht. Immer mit Sachverstand, oft auch mit Augenzwinkern und humorvoller Ironie geschrieben, sofern die traurigen Fakten überhaupt noch Humor erlaubten, ist Herr Kuntz zu unserem fleißigsten Autor avanciert. Grund genug ihm einmal herzlich dafür zu danken und unseren Lesern zur Nachahmung  zu empfehlen. 




Bundesverband der Industrie (BDI) ist komplett zu den Klimaalarmisten übergelaufen: Nach der Devise – If you cant beat them join them

Man stelle sich folgende Situation vor: Ein sehr erfolgreicher Unternehmer, sozial  eingestellt, seine Mitarbeiter großzügig entlohnend, überdies im Lande alle geforderten Steuern und Abgaben gern evtl. manchmal sicher auch zögerlich, entrichtend und der zudem Bewunderer und großzügiger Förderer einer intakten Umwelt ist, wird von zwei seiner Assistenten gebeten, an einem Konzept mitzuwirken, dass, wenn auch in Schritten, die völlige Stilllegung  seines Unternehmens vorsieht. Und nicht nur das, er solle auch – als Vorbild für seine weltweiten Konkurrenten, die später sicherlich nachzögen, das wäre in einem Weltvertrag gerade beschlossen worden- schon mal mit einer umfangreichen Teilstilllegung anfangen. Darüber wolle man jetzt einen Aufruf schreiben, an dem er mitwirken solle, in welchem die ganze Welt dazu aufgefordert wird, es ihm gleich zu tun.

Begründet würde dieser Vorschlag, dass man sicher sei, dass  in etwa 100 Jahren durch seine Unternehmen und deren Aktivitäten die Umwelt so leiden würde, dass niemand mehr für ihn arbeiten wolle oder könne. Das hätten nun  mal wissenschaftliche Studien, welche die Zukunft auf merkwürdige Weise vorhersehen könnten, gezeigt. Diese dürften auch von niemandem angezweifelt werden, denn sowohl die Wissenschaft, als auch die Regierung hätten ihre Richtigkeit bestätigt. 

Was würde der Unternehmer tun? Würde er die beiden – von ihm zudem fürstlich bezahlten Assistenten, die bis dahin für ihn in die Sterne geguckt, oder  sich um den Hofgarten gekümmert haben- sofort zum Teufel schicken, oder würde er von ihnen zunächst mal Beweise verlangen?  Um sie dann, wenn sie nichts vorweisen können, zum Teufel zu schicken? 

Sicherlich würde jeder, der noch einen Rest Verstand besitzt, vermuten, dass der Unternehmer eines von beiden täte.

Doch das ist nicht das, was die Interessenvertretung der deutschen Industrie, verkörpert durch ein Mitglied der Geschäftsführung des Bundesverbandes der deutschen Industrie (BDI) tut.  Sie willigt in dieses, für alle höchst schädliche Ansinnen ein und leiht dem Aufruf ihre Stimme und damit Gewicht.

Der BDI fordert den Untergang weiter Teile seiner Mitglieder hierzulande

Denn nun ist es amtlich. Auch der BDI schlägt sich uneingeschränkt auf die Seite derjenigen, die  weite Teile der Industrie in diesem Land über die Dekarbonisierung zerstören wollen. Anders ist der am 1. September nur in der Printausgabe der Wochenzeitung „Die Zeit“ erschienene Aufruf „Gebt dem Schmutz einen Preis“ (hier hinter Bezahlschranke) nicht zu verstehen. Als Autoren werden genannt: Holger Lösch; Mitglied der Hauptgeschäftsführung des  BDI, Christoph Bals, politischer Geschäftsführer von Germanwatch und Otmar Edenhofer, Stellvertretender Chef des notorischen Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK) und Leiter des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) gGmbH. 

Im Untertitel des Aufrufes schreiben die Autoren:

Der Ausstoß von CO2 muss kosten. Ein Aufruf von Germanwatch, dem BDI und der Wissenschaft ..

Und weiter (Hervorhebungen von mir)

Wie lässt sich Klimaschutz in Industrie-, Schwellen- und  Entwicklungsländern finanzieren? Diese Frage wird ein zentrales Thema für die Welt­wirtschaft, deren 20 wichtigste Mächte am Wochenende beim G-20-Gipfel im chinesi­schen Hangzhou aufeinandertreffen. Und die Antwort darauf liegt auf der Hand: Das beste Instrument für einen ökologisch wirksamen und ökonomisch vertretbaren Klimaschutz wäre ein international abgestimmtes Preissystem für den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2)…

….Der Bundesverband der Deut­schen Industrie, Germanwatch und das Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) stellen einen ge­meinsamen Vorstoß von Industrie, Zivilgesellschaft und Wissenschaft vor. 

Wir wollen zeigen, dass sich der scheinbar unversöhnliche Konflikt zwischen Klimaschutz, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit über­winden lässt: durch internationale CO2-Preise.

.. Wir fordern: Die deutsche Präsi­dentschaft muss nach der Grundsatz­einigung des Pariser Klimagipfels nun die Chance nutzen, in der G 20 weiter gehende Absprachen voranzutreiben…. 

In den kommenden beiden Jahrzehnten müssen Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer Abermilliarden Dollar in den Aufbau und Ausbau von klimaverträglicher Infrastruktur stecken. Für manche geht es vor allem um allgemeinen Zugang zu sauberem Wasser und Strom. Für andere um bessere Verkehrs- und Energieinfrastruktur. Wir meinen: Die Politik kann und muss eindeutige Signale für globalen Klimaschutz setzen – durch weltweit abgestimmte Preise für den Ausstoß von CO2. 

Diese Preise sind gleich doppelt sinnvoll. Sie lenken erstens Investitionen. Und zweitens erzeugen sie Einnahmen, um den gigantischen Infrastrukturbedarf zu finanzieren.

.. Weltweite COz-Preise würden In­vestitionen in Richtung Klimaschutz lenken und Innovationen anstoßen, die Emissionen weiter senken. Zudem würden sie Ländern mit weniger entwickelten Steuersystemen die Chance eröffnen, künftige Infrastrukturmaß­nahmen zu finanzieren – und das sogar schon mit einem zunächst moderaten CO2-Preis. Deutsch­land sollte seine Führungsrolle in der G 20 nutzen, um mehr Investitionen in den Klimaschutz an­zuregen. Der ideale Startpunkt wäre Hangzhou.

Damit lassen die Autoren die Katze aus dem Sack. Es geht ihnen allein um die „Generierung“ von „Abermilliarden Dollar“ also „ Einnahmen, um den gigantischen Infrastrukturbedarf zu finanzieren“.

Zitat von O. Edenhofer in der NZZ anlässlich der Klimakonferenz von Cancun (Details siehe oben rechts) 

Diese sollen – nach Abzug der unvermeidlichen und viel Macht verleihenden Umverteilungskosten vorzugsweise via UN-Behörden-  von den jetzt schon gebeutelten Verbrauchern der Industrieländer aufgebracht werden und den „Ländern mit weniger entwickelten Steuersystemen“ zugute kommen. 

Scheute man sich in der Überschrift schon nicht davor, dass für unser aller Überleben unverzichtbare – aber sonst völlig harmlose Gas CO2 sowie ungiftige, unsichtbare und nur in Mikromengen  von rd. 4 Molekülen auf 10.000 Moleküle Luft, in „Schmutz“  umzubenennen, so bezeichnet man auch noch die vielen, vielen unter Korruption, Nepotismus und verbrecherischen Regimen leidenden Drittweltstaaten plötzlich vornehm als „Länder mit weniger entwickelten Steuersystemen“.  Und fordert dazu auf in diese Länder „Abermilliarden Dollar“ zu leiten.

BDI Holger Lösch – Mitglied der Hauptgeschäftsführung- ist mit von der Partie

Und der BDI stimmt nicht nur zu, sondern stellt auch noch einen der Autoren dieser Schrift. Und, da nichts, aber auch gar nichts von den Unterstellungen, in Bezug auf die merkwürdige Forderung zum „Klimaschutz “, die im Aufruf als Weltübel genannt wurde  jemals bewiesen wurde, sondern ausschließlich in der Glaubenswelt der Autoren begründet ist, lohnt es sich einmal zu überprüfen, wie es denn um die naturwissenschaftliche Kompetenz der Autoren bestellt ist.

Eines kann man vorab schon mal feststellen: keiner der drei hat naturwissenschaftliche  Kompetenzen, weder allgemein, noch in engeren klimawissenschaftlich relevanten Fächern, wie Geologie, Geographie, Meteorologie oder Physik, Ingenieurwissenschaften oder Chemie. Damit erinnert das Trio fatal an die berüchtigte Ethik-Kommission, die den unverantwortlichen „Atomausstieg“ begründen half, und ebenfalls frei von jeder Sachkenntnis war, und viele andere Gremien dieser Art, die im Rahmen des System Merkel über die Köpfe gewählter Abgeordneter hinwegregieren.

Keiner der Autoren verfügt über naturwissenschaftliche Kompetenz – aber alle über eigensüchtige Motive

BDI Holger Lösch

Über den BDI Mann Holger Lösch findet man, dass er von 1983 bis 1992 ein Studium der Politikwissenschaft, Geschichte und Germanistik an der Ludwig-Maximilians-Universität in München absolvierte. Ob er diese Studien mit einem Magister abgeschlossen hat, erfahren wir nicht.

Wir erfahren nur, dass er schon während seines Studiums „was mit Medien“ machte und als Journalist und Redakteur beim Bayerischen Rundfunk im Bereich Fernsehen zu arbeiten begann. Es dort sogar  bis zum die Leiter der Zentralen Programmkoordination schaffte.  2001 wechselte er zur Schörghuber Unternehmensgruppe in München und hat sich dort bis zum Geschäftsführer  Unternehmensentwicklung, Kommunikation und Customer Relation Management der Arabella Hotel-Holding, München hochgearbeitet.

Seit 2008 ist er beim BDI zunächst als Leiter Bereich Kommunikation und Marketing, ab 2009 als Mitglied der Geschäftsleitung und seit Juli 2011 als Mitglied der Hauptgeschäftsführung angestellt. 

Er gehört also eindeutig der Zunft, die viele, zwar etwas abfällig aber nicht ganz falsch, als die schwatzende Zunft bezeichnen, und darf, wie so viele im Lande, als solcher zu allen wichtigen Angelegenheiten dieser Welt seine zwar von jeglicher Sachkenntnis völlig ungetrübte, aber sicher geschliffen formulierte wichtige Meinung äußern.   

Soviel zum Sachverstand des BDI Vertreters 

Christoph Bals von German Watch e.V

Auch bei Christoph Bals von German Watch e.V. sieht es nicht besser aus.

Er wirkt dort als Politischer Geschäftsführer [Policy Director],  gehört außerdem zu dessen Gründungsmitglied (1991). ). Auch Bals ist kein Atmosphärenphysiker, sondern studierte nach eigenen Angaben Theologie (Diplom), Volkswirtschaft und Philosophie in München, Belfast, Erfurt und Bamberg. Sein bisheriger beruflicher Werdegang läßt sich am besten mit „Weltrettung als Beruf“ im Sinne von „gut gemeint ist nicht gut gemacht“ beschreiben. Außerdem ist er professioneller Vereinsmeier: Denn er fungiert neben seiner aufopferungsvollen Rolle für Germanwatch  auch noch als Mitglied in folgenden Steuerungs- und Beratungsgremien: Sprecherrat der klima-allianz deutschland, Vorstand der Stiftung Zukunftsfähigkeit, Vorstand der Renewables Grid Initiative (RGI), Vorstand der Munich Climate Insurance Initiative (MCII) und im Integritätsbeirat von atmosfair.  Selbstverständlich heißt die Munich Climate Insurance Initiative (Überraschung!) nicht nur so, denn die Münchner Rück ist hier der aktivste Part. Deren Selbst-Darstellung liest sich so:

Die MCII ist eine gemeinnützige Initiative, die sich aus Versicherern, Wissenschaftlern und Vertretern von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zusammen setzt. Sitz der Initiative ist das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen (UNU-EHS). Die MCII bietet ein Forum, um die Versicherungsexpertise zum Thema Klimawandel zu bündeln.

Und weiter

Den Vorstandsvorsitz der Munich Climate Insurance Initiative hat Peter Höppe, Leiter Geo Risks Research bei Munich Re. Thomas Loster, Geschäftsführer der Münchener Rück Stiftung, ist Mitglied des Vorstands.

Wie gut es da passt, dass der Versicherer Munich Re, der auf Milliarden Versicherungsprämien für Versicherungen gegen den Klimawandel hinarbeitet, Geschäft ist schließlich Geschäft, gleich auch noch den Vorstandsvorsitzenden dieser illustren Truppe stellt.  Und die Zuarbeit vor allem aber den Zugang zu allen wichtigen Regierungsvertretern, wie auch NGO´s besorgt ihm dann Vorstandskollege Herr Bals  von Germanwatch. Der fehlte nämlich auf keiner wichtigen Klimaveranstaltung und kennt daher Hinz und Kunz. Da er auch noch ein Projekt vom Bundesministerium für Bildung- und Forschung betreut, das er zusammen mit dem PIK und dem Wuppertal Institut bearbeitet, schließt sich der Kreis zu Otmar Edenhofer. 

Auch bei Christoph Bals sucht man Sachverstand vergeblich, den besitzt er nicht, dafür aber umso mehr Erfahrung im Strippenziehen, Lobbyismus und Kampagnenorganisation. Und die lässt sich Germanwatch e.v. fürstlich bezahlen.

So weist der Finanzbericht 2014 Personalausgaben in Höhe von immerhin rd. 1,65 Mio € (von rd. 3 Mio Gesamtausgaben) aus,  bestehend aus Löhnen & Gehältern, sozial Abgaben und Fremdhonoraren (rd. 400.000 €)). Bei gegenwärtig ca. 45 Mitarbeitern, davon ca. 4-5 die ihr „soziales Jahr“ dort verbringen und incl. Geschäftsführung und Praktikanten, wurden für jeden Beschäftigen rd. 36.700 € im Jahr ausgegeben. Wenn man die Sozial-jährigen abzieht sind es schon stolze 41.000 €. Im Durchschnitt!

Bei nur.  73.375 € Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen (EIKE hat aber leider noch sehr viel weniger und keine bezahlten Projekte) kann man die Erschließung externer Finanzquellen zur Deckung dieser und dazu noch von Projekten nur als sehr, sehr erfolgreich bezeichnen.

Dagegen ist das reine Spendenaufkommen relativ gering, denn es flossen nur rd. 205.000 €.

Denn im letzten ausgewiesenen Finanzbericht sind Einnahmen von  über 2 Mio € für Projektarbeit im „ideellen“ Bereich ausgewiesen. Diese stammen überwiegend von der allen schon bekannten Mercator Stiftung, der European Climate Foundation, die auch vom Megaspekulanten George Soros großzügig finanziert wird und vielen staatlichen und halbstaatlichen Stellen. Man schafft sich als Regierung eben seine NGO´s selber.

Otmar Edenhofer

Und auch beim dritten im Bunde, dem Multitalent, Multifunktionär, Ex Jesuiten und heutigen Volkswirtschaftsprofessor Otmar Edenhofer wird man in Bezug auf naturwissenschaftlichen Sachverstand nicht fündig. Dafür umso mehr im Bereich der Gesellschaftsbeeinflussung mittels diverser Gremien, denen Edenhofer oft leitend angehört und die häufig auch von der schon erwähnten Mercatorstiftung gefördert werden.  Seine jüngst erklommene Position ist die des Direktors des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), einer gemeinsamen Gründung der Stiftung Mercator und des Potsdam Instituts für Klimafolgenforschung (PIK). 

Würde man alle seine früheren und heutigen Ämter aufführen, würde das den Rahmen dieses Beitrages bei weitem sprengen. Hier nur soviel, wie man es auf der Website seines neuen Instituts findet:

Er ist Lehrstuhlinhaber für die Ökonomie des Klimawandels an der Technischen Universität Berlin und stellvertretender Direktor sowie Chefökonom am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Dort leitet er den Forschungsbereich III – Nachhaltige Lösungsstrategien, dessen Forschung sich auf das Gebiet der Ökonomie der Klimastabilisierung konzentriert. Von 2008 bis 2015 war er einer der Vorsitzenden der Arbeitsgruppe III des Weltklimarates des IPCC, dem 2007 der Friedensnobelpreis verliehen wurde. Er hat Beiträge sowohl in Science, PNAS, Nature Climate Change und in führenden umwelt-, energie- und ressourcenökonomischen Zeitschriften veröffentlicht und zahlreiche Bücher verfasst. Als aktives Mitglied unterstützt er die Forschungsunion, die Themengruppe Klima, Energie und Umwelt der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina und berät die Weltbank als Mitglied im Beirat der "Green Growth Knowledge Platform". Seit 2013 ist er Ko-Vorsitzender der neu ins Leben gerufenen Energy Platform des European Council of Academies of Applied Sciences, Technologies and Engineering (Euro-CASE).  Aufgrund seiner herausragenden wissenschaftlichen Leistungen wurde Ottmar Edenhofer im Januar 2015 zum Mitglied der Deutschen Akademie der Technikwissenschaften acatech gewählt.

Also, irgendeinen Sachverstand kann man ihm sicher nicht absprechen, nur dort wo es in diesem Fall allein ankommt. besitzt er keinen. Nämlich den physikalisch naturwissenschaftlichen Grundlagen des Klimawandels. Dafür umso mehr im Lobbyismus, Strippenziehen und damit Propagandaarbeit. Dazu ist er voll qualifiziert.  

Volkswirte, Theologen und Kommunkationsexperten sagen uns wo es langgeht.

Damit steht fest, das ein diplomierter Theologe, und einer der "was mit Medien" studiert und erfolgreich angewendet hat sowie ein habilitierter Volkswirt, das für alles Leben auf der Welt notwendige unverzichtbare CO2 zu "Schmutz" degradieren, und durch die Besteuerung der Luft zum Atmen Abermilliarden abgreifen (generieren) wollen, die sie dann korrupten Regimen zu Lasten der fleißigen Bürger der entwickelten Länder überlassen möchten. Und das alles begründet, mit der schlichten Behauptung, dass damit die Welt nicht wärmer würde.

Und die ehemals seriöse Wochenzeitung "Die Zeit" bietet ihnen dazu das Podium.Verkehrte Welt? Nein, bittere Realität!

Von Theologen, erwartet man, dass der Glaube ihr Lebensinhalt ist, ein Kommunikationsexperte zeigt ihm, wie er seinen Glauben am Besten den Gläubigen vermittelt. Doch was macht ein Volkswirt in dieser Runde? Viele trauen den Volkswirten zwar vieles zu, jedoch alle etwas verschiedenes. Deswegen gibt es so viele Witze über die Volkswirte. Einer geht so:   

Man sagt, dass Christoph Columbus der erste Volkswirt  gewesen sei. Warum?

  • ♦ Als er die Segel setzte, um Amerika zu entdecken, wusste er nicht wohin er segelte.
  • Als er ankam, wusste er nicht, wo er war.
  • Und all das hat er mit staatlichen Mitteln finanziert.

Im Gegensatz zum "Aufruf" hatte jedoch der Zufallsfund von Columbus sehr positive Folgen, zumindest für die Wirtschaft der Europäer. Doch nicht mal darin hat der erste Volkswirt Columbus würdige Nachfolger gefunden. Einer von Ihnen schreibt jetzt Aufrufe in "Die Zeit".