Glauben Sie niemals den Untergangs Propheten: Earth Day Vorhersagen die alle Falsch waren

Die Menschheit machte zwar bei diesen drastischen Maßnahmen nie mit, aber Umweltschützer erinnern sich noch liebevoll an den ersten Earth Day und halten viele der Prognosen in hohem Ansehen.

Also, an diesem Earth Day, wirft The Daily Caller einen Blick auf die Prognosen vom Jahr 1970, um zu sehen, was davon geblieben ist.

Ist eine dieser düsteren Prognosen wahr geworden? Nein, aber das hat Umweltschützer nicht davon abgehalten, sich zu sorgen. Vom Ende der Zivilisation bis zu Peak Oil, hier sind sieben grüne Vorhersagen, die einfach nur ganz falsch waren.

1: "Die Zivilisation wird innerhalb von 15 oder 30 Jahren am Ende sein."

Der Harvard Biologe Dr. George Wald warnte kurz vor dem ersten Earth Day im Jahr 1970, dass die Zivilisation bald enden würde, „wenn nicht unverzüglich Maßnahmen gegen die Probleme eingeleitet werden, vor denen die Menschheit steht."

Drei Jahre vor seiner Prophezeiung, wurde Wald mit dem Nobelpreis für Physiologie oder Medizin ausgezeichnet.

Wald war ein vehementer Gegner des Vietnam-Krieges und des nuklearen Wettrüstens. Er flog sogar nach Moskau, um die Führer der Sowjetunion in Umweltpolitik zu beraten.

Trotz seiner Unterstützung für eine kommunistische Regierung, existiert die Zivilisation noch. Der Anteil der Amerikaner, die sich über Gefahren für die Umwelt sorgen, ist zurückgegangen, da die Zivilisation sich weigert, in einer Umweltkatastrophe zu enden.

2: „100-200 Millionen Menschen pro Jahr werden in den nächsten zehn Jahren verhungern".

Stanford-Professor Dr. Paul Ehrlich erklärt in April 1970, dass eine Massenhungersnot unmittelbar bevorsteht. Seine düsteren Prognosen sind nicht eingetreten, auch ist die Zahl der in Armut lebenden Menschen deutlich zurückgegangen und die Menge der Nahrung je Einwohner hat stetig zugenommen, trotz Bevölkerungswachstum. Das Welt Brutto-Inlands-Produkt pro Person hat sich trotz steigender Bevölkerung unermesslich erhöht.

Ehrlich ist weitgehend verantwortlich für diese Ansicht, für die Veröffentlichung "The Population Bomb" [Die Bevölkerungsbombe], zusammen mit dem Sierra Club im Jahr 1968. Das Buch stellte eine Reihe von Behauptungen auf, einschließlich, dass Millionen von Menschen in den 1970er und 1980er Jahren verhungern würden und Massenhungersnöte in England zum Niedergang des Landes führen. Die ökologische Zerstörung würde den Planeten verwüsten und den Zusammenbruch der Zivilisation herbeiführen.

3: „Die Anzahl der Bevölkerung wird unweigerlich und vollständig ihren Höhepunkt überschreiten, welch kleine Verbesserungen wir auch immer in der Lebensmittelversorgung erreichen“

Paul Ehrlich machte obige Vorhersage im Jahr 1970, kurz vor einer landwirtschaftlichen Revolution, die die Welternährung rasch stark verbesserte.

Ehrlich hat konsequent versäumt, seine Prognosen zu revidieren, als er mit der Tatsache konfrontiert wurde, dass sie nicht eintreten. Im Gegenteil, in 2009 setzte er hinzu: „Es war vielleicht der schwerste Fehler in der Bevölkerungsbombe, dass die Zukunft viel zu optimistisch beschrieben wurde."

4: „Die Demographen stimmen fast einhellig überein …  in Dreißig Jahren von jetzt an, wird sich die ganze Welt in Hungernot befinden."

Umweltschützer im Jahr 1970 glaubten wirklich an einem wissenschaftlichen Konsens bezüglich einer globalen Hungersnot, aufgrund des Bevölkerungswachstums in den Entwicklungsländern, vor allem in Indien.

"Demographen stimmen fast einstimmig dem Zeitplan der Desaster der Menschheit zu : bis 1975 werden in Indien weit verbreitete Hungersnöte beginnen; bis 1990 werden diese sich auf ganz Indien, Pakistan, China und dem Nahen Osten, Afrika ausbreiten. Bis zum Jahr 2000 oder auch denkbar früher, wird Süd- und Mittelamerika mit der Hungersnot leben müssen" Peter Gunter, Professor an der North Texas State University, sagte dies 1970 für die Ausgabe von The Living Wilderness:." Bis zum Jahr 2000, in 30 Jahren von jetzt aus, wird die ganze Welt, mit Ausnahme von Westeuropa, Nordamerika und Australien, an Hunger leiden".

In Indien, wo die Hungersnöte beginnen sollten, wurde vor kurzem einer der Welt größten Exporteure von Agrarprodukten und die Nahrungsmittelversorgung im Land hat in den letzten Jahren drastisch zugenommen. Und das obwohl, seit 1970 die Anzahl der Menschen in jedem Land, das Gunter aufgeführt hat, dramatisch gestiegen ist.

 

5: "In einem Jahrzehnt werden Stadtbewohner Gasmasken tragen müssen, um die Luftverschmutzung zu überleben."

Life-Magazin erklärte im Januar 1970, dass Wissenschaftler "solide theoretische und experimentelle Hinweise" haben, um zu glauben, dass "in einem Jahrzehnt die Stadtbewohner Gasmasken tragen müssen, um die Luftverschmutzung zu überleben … bis 1985 wird die Luftverschmutzung die Menge an Sonnenlicht das die Erde erreicht, um die Hälfte reduziert haben.

Trotz dieser Vorhersage hat sich die Luftqualität nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation weltweit verbessert. Die Luftverschmutzung ist in den Industrieländern stark rückläufig. Kohlendioxid (CO2), das Spurengas, deswegen die Umweltschützer heute besorgt sind, ist geruchlos, unsichtbar und für den Menschen ungefährlich in normalen Mengen.

6: "Kinder in die Welt zu setzen, wird ein strafbares Verbrechen gegen die Gesellschaft werden, es sei denn, die Eltern haben eine Genehmigung der Regierung"

David Brower, der erste Geschäftsführer von The Sierra Club stellte obige Behauptung auf und fuhr fort zu sagen,

dass "es für alle potentiellen Eltern erforderlich sein sollte, empfängnisverhütende Chemikalien zu verwenden. Und die Regierung Gegenmittel [nur] für die ausgewählten, gebärfähigen Bürger ausgeben sollte."

Brower war auch wesentlich beteiligt an der Gründung der Friends of Earth und der Liga der konservativen Wähler und ein aktiver Teil der modernen Umweltbewegung.

Brower glaubte, dass die meisten Umweltprobleme letztlich auf neue Technologien zurückzuführen seien, die es der Menschheit erlauben, natürliche Grenzen der Bevölkerungsgröße zu überwinden. Vor seinem Tod im Jahr 2000 erklärte er, dass "davon auszugehen ist, dass alle Technologie schuldig ist, bis zum Beweis der Unschuld " und er befürwortete immer wieder eine obligatorische Geburtenkontrolle.

Heute ist die China das einzige große Land, das seiner Vision nahe gekommen war. Die chinesische Regierung hat die Ein-Kind-Politik im Oktober letzten Jahres beendet.

7: "Bis zum Jahr 2000 … wird es kein Erdöl mehr geben."

Am Earth Day im Jahr 1970, sagte der damit berühmt gewordene Ökologe Kenneth Watt vorher, dass der Welt das Öl ausgeht. "Sie werden an die Tankstelle fahren und sagen:" Voll bitte, Kumpel" und er wird sagen:" Tut mir sehr leid, es gibt gar keinen Sprit".

Zahlreiche Wissenschaftler haben auch wie Watt vorhergesagt, dass die amerikanische Ölproduktion im Jahr 1970 ihren Höhepunkt erreicht und dann allmählich abnehmen würde, wahrscheinlich wird dadurch eine globale Wirtschaftskrise verursacht. Allerdings hat die erfolgreiche Anwendung von Hydraulic Fracturing oder Fracking, der amerikanischen Ölproduktion zu ungeahnten Höhen verholfen und es ist derzeit viel zu viel Öl auf dem Markt.

Die Amerikanische Öl- und Erdgasreserven sind auf den höchsten Stand seit 1972 und die amerikanische Ölproduktion im Jahr 2014 war um 80 Prozent höher als im Jahr 2008 dank Fracking.

Darüber hinaus besitzen die US jetzt die größten, unerschlossenen Ölreserven der Welt, die Formation Green River in Colorado. Diese Formation allein enthält bis zu 3 Billionen Barrel unerschlossenen Ölschiefer, von denen mehr als die Hälfte [bereits mit heutiger Technik] nutzbar ist. Das sind fünfeinhalb mal mehr, als die nachgewiesenen Reserven von Saudi-Arabien. Diese einzigartige geologische Formation könnte mehr Öl enthalten, als der Rest der gesamten nachgewiesenen Reserven der Welt.

Gefunden auf The Global Warming Policy Forum in Übernahme von The Daily Caller, erschienen am 22.04.2016

Übersetzt durch Andreas Demmig

http://www.thegwpf.com/never-trust-doom-mongers-earth-day-predictions-that-were-all-wrong/




Der Islam wird zum westlichen Bündnispartner an der Klimafront – Grüne Energie auf allen Dächern

Das Bundeswirtschaftministerium für wirtschaftliche Entwicklung lässt sich nicht lumpen und unterstützt das Ganze gerne mit Vier Millionen Euro .

Das Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, factsheet als PDF

 Klimaretter.Info: [1 Marokko plant grüne Moscheen

Im Geiste des Klimagipfels: Pünktlich zur 22. UN-Klimakonferenz, die im Zeichen der Umsetzung des Paris-Abkommens stehen wird, möchte sich Gastgeber Marokko als Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien präsentieren. Bis März 2019 sollen in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) insgesamt 600 Moscheen energetisch modernisiert werden.
Die Gotteshäuser werden mit Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern, LED-Leuchten und Solarthermie zur Warmwasserversorgung ausgestattet.
Im Auftrag des Bundesentwicklungsministeriums ist das Ziel des Fünf-Millionen-Euro-Vorhabens, neue Geschäfts- und Beschäftigungsmöglichkeiten im Bereich der Erneuerbaren entstehen zu lassen. Teil des Projekts ist auch die Weiterbildung: Knapp 100 Imame und
Mourchidas wurden bereits im Energiesparen geschult, sodass sie ihr Wissen nun an ihre Gemeinden weitergeben können.

 

Bild Architekturbild der geplanten Moschee in Hamburg mit in die Minarette integrierten Windrädern. Quelle: Hamburger Abendblatt

Für das dortige Religionsministerium rechnet es sich somit bestimmt, denn eine Umrüstung auf Energiesparbeleuchtung und solare Warmwasseraufbereitung ist immer sinnvoll. Und dass damit ein Beschäftigungsprogramm verbunden wird, hat auch etwas Gutes, wobei nur zu hoffen bleibt, dass das Marokkanische Religionsministerium später auch eigenes Geld an sein „Glaubensklientel“ ausgibt, um das Projekt dauerhaft zu sichern – deutsche Religionsgemeinschaften geben in aller Regel nur das Geld aus, welches ihnen vorher gegeben wurde.

Früher wäre so etwas ganz banal unter „Entwicklungs-„ oder „Infrastrukturhilfe“ gelistet worden.
Heute binden sich solche Maßnahmen selbstverständlich in den ominösen Klimakampf ein. Und was der Autor bisher weder in der Bibel „Kirche und Klimawandel„ noch im Koran gefunden hat, weiss die gez: [2]"Ressourcenschutz ist auch im Koran verankert".

Die Begründung dazu ist einleuchtend: [4] "Umweltschutz ist eigentlich ein urmuslimisches Thema",… Zum Beispiel werden Muslime bei rituellen Waschungen angehalten, kein Wasser zu verschwenden.

Bisher hielt dies der Autor für eine recht vernünftige, jedoch profane Anweisung in einer Gegend, wo Wasser so kostbar ist dass es als fast als heilig gilt, aber bei theologischen Themenstellungen kann ein Laie verdammt schnell falsche Schlüsse ziehen.
Nur schade, dass Johannes der Täufer und Jesus im Jordan getauft haben, wo das Wasser gleich ökologisch korrekt in den Fluss zurück tröpfelte. Weil es beide versäumten, diesen Standplatz im Wasser als klimaökologische Maßnahme zur Verringerung des persönlichen Footprint und gegen Verschwendung zu deklarieren und als Verpflichtung in den christlichen Kanon hinterlegen zu lassen, ist es ein gutes Beispiel, wie in Religionen Unterschiede und copyright-Probleme entstehen.

Und es gibt nicht nur den von unseren Medien berichteten Islam, welcher nach offizieller Bekundung nichts mit der Religion zu tun hat.
Es gibt auch den ökologischen, der für das Richtige kämpft: [4] Ansporn zu einem "Öko-Dschihad".
Ob es viel Religionseifer erfordert, das Deutsche EEG zu nutzen, um damit für 20 Jahre garantierte, gesicherte Einnahmen zu erzielen, mag jeder nicht ganz so Gläubige selbst entscheiden. Und ob Windräder – nun aus religiösen Gründen – in der Stadt jeden Anwohner erfreuen werden, sei dahin gestellt. Der (vernichtend geringe) Wirkungsgrad der in die Minarette eingebauten Windradtechnologie interessiert jedenfalls nicht; es geht dem Architekten wohl ausschließlich um eine wohlwollende „Message“ an die Grünen in Hamburg, die die zweite Bürgermeisterin stellen:

[4] In Hamburg soll ein Windrad auf einem Minarett angebracht werden, eine Moschee in Darmstadt ist mit einer Solaranlage ausgestattet, und in Marburg wurde gerade der Grundstein für ein umfassend nachhaltig gestaltetes Gotteshaus gelegt. Mit technischen Fragen befasst sich die Gruppe Nour-Energy, in der viele muslimische Ingenieure tätig sind. "Nour" bedeutet Licht. Ab 2014 soll es sogar ein Zertifikat für "grüne Moscheen" geben: Daran arbeitet die Initiative Hima. "Hima ist der Name, mit dem Abraham die erste Naturschutzzone in Mekka bezeichnete",

Der Begriff „Naturschutz“ scheint nicht mehr nur bei unseren sogenannten Naturschützern weit gespannt und vom Standort von lauschigen Geldquellen abhängig zu werden. Auf einer Enzyklopädie des Islam ist der Begriff „Hima“ jedenfalls kaum als Bezeichnung eines „Naturschutzgebietes“ zu erkennen. Geld, welches anderen abgeknöpft wird, spielt jedoch eine Rolle und grundlegende Ansätze des EEG meint man darin auch zu finden.

Enzyklopädie des Islam: “Hima“ ist ein alter Begriff bei den Arabern, der die weiten Flächen von Ödland bezeichnet, welche mächtige Personen für sich selbst vorzubehalten pflegten, und deren Nutzung sie anderen erlaubten. Dabei betrachteten sie das Land und alle darin enthaltenen Potentiale und Reichtümer als ihr unumschränktes Eigentum, weil sie sich dessen bemächtigt hatten und die Macht besaßen, andere an seiner Nutzung zu hindern.

Auf jeden Fall ist klar, dass Entwicklungshilfe war und moderne Hilfe von der Politik über die GIZ nun vorwiegend gegen den Klimakampf vergeben wird. Die Begründungstexte der Projekte scheint man zu kopieren.

GIZ Malediven: Im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) konzentriert sich die Unterstützung der GIZ auf die Klimaneutralitätsstrategie des Landes. Um diese zu erreichen wollen die Malediven erneuerbare Energien und klimafreundliche Technologien einsetzen und öffentliche Institutionen und private Akteure so schulen, dass sie das Know-how besitzen, um umfassende Strategien zur Minimierung von Emissionen zu erarbeiten und daraus abgeleitete Aktivitäten durchzuführen.

Es gilt eben, Prioritäten zu setzen. Früher gab es das Geld für Investitionen gegen Armut, heute gibt man es für Schulungen zur Vernichtung der Pflanzennahrung CO2 aus. Grün darf eben nur die Ideologie sein.

Bild  Male, Hauptstadtinsel der Malediven. Quelle Screenshot aus dem Film Weltjournal – Sandraub

Quellen

[1]
Klimaretter.Info, 06. September 2016: Marokko plant grüne Moscheen
http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/21872-marokko-wird-zum-klimaschutz-vorreiter

[2]
Klimaretter.Info, 05. Februar 2016: Solarstrom von Moscheen
http://www.klimaretter.info/energie/nachricht/20586-solaranlage-auf-die-moscheen

[3]
GIZ: Grüne Moscheen Projektkurzbeschreibung
https://www.giz.de/de/weltweit/32825.html

[4]
taz 02.10.2013: Ansporn zu einem "Öko-Dschihad"
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=in&dig=2013%2F10%2F02%2Fa0041&cHash=a817c94d10209a1bf41e9ad8d0323b5a




Wärmen Treibhausgase den Planeten um 33°C? Jinan Cao checkt die Zahlen

Jinan weist nach, dass diese Zahlen, wiederholt als „Fakten“ dargestellt, nichts weiter sind als eine falsche Anwendung der Stefan-Boltzmann-Gleichung. Falls die Erde kein perfekter Schwarzkörper ist, sondern eine Emissivität von 0,7 aufweist (wie Satelliten belegen), dann betrüge die Temperatur an der Oberfläche des Planeten ohne irgendeinen Treibhauseffekt nicht -18°C, sondern lediglich 5°C. Dies würde bedeuten, dass die gesamte, dem Treibhauseffekt geschuldete Erwärmung nur etwa 10°C beträgt und nicht eindrucksvolle 33°C wie von den üblichen Verdächtigen behauptet. Es bedeutet, dass der Treibhauseffekt viel weniger wichtig ist als dargestellt.

Der direkte Anstieg um 1,1°C, der nach einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes ohne Rückkopplungen prophezeit wird, müsste ebenfalls neu berechnet werden. Diese Studie versucht nicht, das zu tun, aber falls Jinan recht hat, wäre auch diese Zahl deutlich niedriger. Jinan betrachtet, wie diese Zahl hergeleitet worden ist. Dr. David Evans hat ihm geholfen und auch die Einführung zu der Studie geschrieben. Diese folgt als Nächstes. – Jo Nova

Introduction von Dr David Evans

Die Stefan-Boltzmann-Gleichung beschreibt, wie viel Strahlung (Energie) ein Körper wie z. B. ein Planet oder eine Luftschicht abgibt. Sie taucht extensiv in der Klimawissenschaft auf, vor allem bei einfachen Berechnungen des mittleren Energieflusses, strahlt doch die Erde Wärme in den Weltraum ab als infrarote Strahlung.

Die Stefan-Boltzmann-Gleichung wird angewendet, um bekannte Patentlösungen der Klimadebatte zu erhalten wie etwa „ohne Treibhausgase wäre es 33°C kälter“ und „die direkte Auswirkung (also ohne Rückkopplungen) einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes würde die Temperatur um 1,1°C steigen lassen“. In der Physik ist diese Gleichung Standard. Jeder Physiker oder Wissenschaftler kann sie auf Strahlung von der Erde anwenden; dafür reichen schon sehr rudimentäre Kenntnisse der Klimawissenschaft aus. (Es gibt hier kein Geheimwissen der Klimawissenschaft, die Gesetze von Arithmetik und Physik sind völlig ausreichend).

Jinan Cao seziert mit klinischer Präzision viele dieser Anwendungen der Stefan-Boltzmann-Gleichung und kommt zu dem Ergebnis, dass sie sehr schlampig angewendet worden ist. Glaubt jemand, dass die Anwendung seitens der Klimawissenschaft für eine Unter- oder Übertreibung der Rolle von CO2 sorgen? Jinans Beitrag ist trotz seiner theoretischen Natur nicht schwierig.

Diese Studie wird einige Leute sehr verärgern und verdient eine faire Würdigung. Sie zeigt valide Standpunkte auf und stellt die Anwendungen der SB-Gleichung in Frage, die irgendwie unbefriedigend sind.

Die heutigen Klimawissenschaftler werden versuchen, diese Kritik ins Lächerliche zu ziehen, und zwar mit den Worten, dass ihre eigenen Modelle sehr viel weiter entwickelt und genauer sind als die groben 0-D-Modelle, auf die man bei der Anwendung der SB-Gleichung zurückgreift. (Ein 0-D-Modell betrachtet die Erde als einen Punkt mit Null Dimensionen. Ein 1-D-Modell betrachtet eine Dimension, entweder Höhe in der Atmosphäre oder Breitengrad. Ein 3-D-Modell berücksichtigt die Erde als ein Gebilde mit Länge, Breite und Höhe.).

Aber hierbei gibt es zwei Probleme. Das erste Problem ist die Kompetenz: Wir wissen nicht, was innerhalb dieser Modelle vor sich geht. Wir haben also nur die Versprechungen der Modellierer, dass sie alles richtig gemacht haben. Die Modelle sind zu undurchsichtig und stehen für eine genaue Untersuchung seitens der Öffentlichkeit nicht zur Verfügung. Das Motto der Royal Society lautet, niemandes Versprechungen zu glauben. Das zweite Problem ist, dass die heutige klimawissenschaftliche Gemeinschaft eine Gewohnheit an den Tag gelegt hat, Dinge zu übertreiben bis hin zu Todesdrohungen. Wie also könnten sie mit Themen umgehen, die so unabdingbar für ihre Finanzierung sind wie die Bedeutung von Treibhausgasen für unser Wohlergehen?

Allgemeine Fehler bei der Anwendung der Stefan-Boltzmann-Gleichung

Jinan Cao

1. Introduction

Klimawissenschaftler machen häufig methodische Fehler bei ihrer Anwendung der Stefan-Boltzmann-Gleichung.

Diese Gleichung ist einfach: ein Schwarzkörper mit Oberflächentemperatur T emittiert Energie pro Zeiteinheit und Flächeneinheit; J ist die Dichte des Energieflusses:

Wenn das Stefan-Boltzmann-Gesetz auf das Erde-Atmosphäre-System angewendet wird, machen Klimawissenschaftler oftmals einen oder mehrere der folgenden Fehler:

i) Ein Koeffizient ε im Bereich 0 bis 1, Emissivität genannt, sollte die Gleichung rechts multiplizieren, aber nicht bei der Anwendung auf Körper, die keine Schwarzkörper sind;

ii) Die falsche Spezifizierung der „Oberfläche“ und der „Oberflächen-Temperatur“ des Erde-Atmsphäre-Systems;

iii) die falsche Spezifizierung, ob eine Luftschicht ein einzelnes Objekt oder ein Cluster von Objekten ist oder nicht.

Diese Fehler können leicht offengelegt werden mittels der Untersuchung vieler Statements (und Verfahren), die gegenwärtig in der Klimaforschung am populärsten sind:

1) Der Treibhaus-Erwärmungs-Effekt von 33°C für die Erde

2) Die Oberflächenstrahlung von 390 W/m² des Energiehaushaltes der Erde

3) Die 1°C-Sensitivität ohne Rückkopplungen, und

4) die Formel für Emission durch eine Luftschicht.

2. THEORETISCHE ANALYSE

2.1 Der 33°C-Treibhauseffekt für die Erde

Wiederholt wurde gesagt, dass die mittlere Temperatur der Erde um 33°C niedriger liegen würde als heute, falls es keinen Treibhaus-Erwärmungseffekt geben würde (1 bis 5). 33°C = 15°C – (-18°C). Die -18°C ergeben sich aus der Gleichung des Strahlungsgleichgewichtes zwischen der Einstrahlung von der Sonne und der Ausstrahlung der Erde:


Dabei ist r der Radius der Erde, a (alpha) ist die Albedo der Erde, und S0 (= 1368 W/m²) ist die Solarkonstante, die die Dichte der einfallenden Sonnenstrahlung repräsentiert. Das Symbol ε steht für die Emissivität der Erdoberfläche.

In vielen aktuellen Arbeiten der Klimaforschung fehlt dieses ε, oder es wird gleich 1 gesetzt. Setzt man die Werte von a = 0,3 und ε = 1 in die Gleichung (2) ein und löst diese nach T auf, ergibt sich:

(3): (K) @ 255 (K) @ -18°C

Bei der Gleichsetzung von ε = 1 nehmen wir jedoch an, dass die Erdoberfläche die eines Schwarzkörpers ist, was sie niemals ist. Falls ε nicht 1 ist, sondern 0,9; 0,8; 0,7 oder 0,6 würde sich T ergeben zu -11,4°C, -3,6°C, 5,5°C oder 16,5°C. Das Ergebnis von -18°C ist einfach einem Verfahrensfehler geschuldet. Tatsächlich kann die Emissivität der Erde mit ε ≈ 0,7 angesetzt werden, ermittelt aus Satellitendaten der Ausstrahlungs-Spektren.

Die Temperatur an der Erdoberfläche, wie sie an den globalen Wetterstationen gemessen wird, liegt um 15°C (≅ 288 K). N2 und O2 machen etwa 99% der Luft aus. Beide sind buchstäblich transparente Elemente. Diese 15°C nahe der Erdoberfläche ist einfach eine andere physikalische Quantität, die nicht herangezogen werden kann, um davon minus 18°C zu subtrahieren. Weiße und transparente Elemente emittieren gar nichts, ganz gleich welche Temperatur sie haben.

Dieser Fehler beruht auf einem Missverständnis des Wortes „Oberfläche“, welches ein symbolisiertes Konzept des Stefan-Boltzmann-Gesetzes ist. Falls es keine Atmosphäre gibt, bedeutet der Terminus Oberfläche Land und Wasser auf der Erdoberfläche, und T repräsentiert die mittlere Temperatur der Bodenfläche. Falls es doch eine Atmosphäre gibt, die fast durchweg aus Stickstoff und Sauerstoff besteht, ist die Oberfläche immer noch die Bodenfläche und T immer noch die mittlere Temperatur der Bodenfläche, egal welche Temperatur die Luft hat. Grund hierfür ist, dass Stickstoff und Sauerstoff nicht radiativ sind (buchstäblich ε = 0 für Transparent- und Weißkörper). Multipliziert man etwas mit 0, kommt immer 0 heraus.

Wenn wir das gesamte Erde-Atmosphäre-System als ein Objekt identifizieren, ist dessen Oberfläche und die Oberflächen-Temperatur nicht mehr direkt verbunden, sondern weisen unterschiedliche Werte auf für unterschiedliche Strahlungs-Wellenlängen. Über die Absorptionsbänder von Wasserdampf und Kohlendioxid (d. h. das Absorptionsband 15 μm für CO2), ist die Oberfläche eine Luftschicht ab der Obergrenze der Atmosphäre (TOA) mit einer Dicke gleich der Absorptionstiefe, während die „Oberflächen-Temperatur“ die mittlere Temperatur von CO2-Molekülen ist innerhalb dieser Luftschicht (≅ -50°C). Genauso kann man die Oberfläche und die Oberflächen-Temperatur für jedwedes andere Absorptionsband radiativer Gase entdecken. Für die übrigen Bänder sind Oberfläche und Oberflächen-Temperatur an der Bodenfläche und deren mittlere Temperatur (≅ 12°C).

2.2 Die Strahlung von 390 W/m² im Energiehaushalt der Erde

Abbildung 1 erscheint auch im AR 4 des IPCC als eine Abschätzung des jährlichen und globalen mittleren Energie-Gleichgewichtes (8 bis 13).

Wir untersuchen die Strahlung von der Bodenfläche der Erde von 390 W/m², welche als korrespondierend mit einer Schwarzkörper-Emission betrachtet wird, p, bei 15°C mittels der Stefan-Boltzmann-Gleichung:

(4):

Erstens, die Bodenfläche der Erde ist niemals ein Schwarzkörper. Die Emissivität für die Bodenfläche der Erde ε↓g ergibt sich aus Gleichung (4).

Abbildung 1: Diagramm des Energiehaushaltes der Erde laut IPCC-Bericht AR 4 (2007).

Zweitens, es wurde eine mittlere Temperatur nahe der Oberfläche von 15°C angesetzt. N2 und O2 emittieren buchstäblich gar nichts, egal bei welcher Temperatur. T in Gleichung 4 muss die Temperatur der Bodenfläche der Erde sein, nämlich 285,04 K (11,89°C) (6, 7). Diese wurde berechnet aus ausgehenden spektroskopischen Messungen und Simulationen. Die Strahlung von der Bodenoberfläche ergibt sich dann zu:

(5): 

Die Emissivität der Bodenfläche der Erde ε↓g dürfte kaum nahe 1,0 liegen. Schwarzkörper ist eine Abstraktion eines physikalischen Konzeptes; kaum eine Substanz ist auf der Erde ein schwarzer Körper.

Man kann leicht verstehen, warum die Bodenoberfläche der Erde die 324 W/m² niemals vollständig absorbieren wird, weil sie eben keine Schwarzkörper-Oberfläche ist. Da diese beiden Bilder falsch sind, muss man viele andere Bilder am Emissionsbaum der Erde in Frage stellen.

2.3 Die 1°C-CO2-Klimasensitivität ohne Rückkopplungen

Es ist in der gegenwärtigen Klimaforschung weithin akzeptiert, dass eine Verdoppelung von CO2 aus sich selbst heraus eine Treibhaus-Erwärmung um 1°C auslöst, bekannt unter CO2 non-feedback climate sensitivity oder direkte Klimasensitivität von CO2. Bei der Debatte geht es um Rückkopplung; eine positive Rückkopplung wird zu einer höheren, eine negative zu einer niedrigeren Klimasensitivität führen.

Schauen wir einmal, wie dieses Statement abgeleitet worden ist. Die vom Erde-Atmosphäre-System pro Zeit- und Flächeneinheit emittierte Energie (Strahlungsfluss alias Antrieb), F, ergibt sich aus:

Die Ableitung von F unter Beachtung von T ergibt sich zu:

Daraus folgt:

Gleichung 8 wurde dahin gehend interpretiert, dass sie zeigt, wie viel Erwärmung DT sich für jedes Antriebs-Inkrement ergibt. Falls sich der CO2-Gehalt verdoppelt, wurde DT mittels einer spektroskopischen Untersuchung mit 3,7 W/m² berechnet. Setzt man DF = 3,7 W/m², T = 255 K in Gleichung 8 ein, ergibt sich Gleichung 9:

Die Ableitung einschließlich der Emissivität ergibt:

Nutzt man den Vorteil der Beziehung zwischen T und S0 in Gleichung (2), erhält man:

Setzt man T = 255 K in Gleichung 10 ein, erhält man das gleiche Ergebnis von 0,985°C. Man beachte, dass DT abhängig ist von der Emissivität ε via T, obwohl ε nicht einmal explizit in Gleichung 10 auftaucht. Falls ε gleich 1,0; 0,9; 0,8; 0,7 oder 0,6 wäre, ergäbe sich T jeweils zu -18°C, -11,4°C, -3,6°C, 5,5°C oder 16,5°C (wie oben) und würde nach Gleichung (10) jeweils 0,98°C, 1,01°C, 1,04°C, 1,07°C oder 1,11°C ergeben.

Der Fehler, der sich aus dem Weglassen der Emissivität ergibt, kann folglich nicht größer als 10% sein; es handelt sich in diesem Falle mehr um eine Verfahrensfrage. Das Problem ist jedoch, dass die Temperatur T eine physikalische Quantität aufweist, die sich von der mittleren Temperatur der Erde nahe der Oberfläche T↓air (h) unterscheidet, welche zum größten Teil die Temperatur von N2 und O2 ist. Diese beiden sind buchstäblich transparente Körper, die nichts emittieren, gleich welche Temperatur sie haben. Das Symbol H steht für die Höhe, die nahe der Oberfläche fast 0 ist. Um die direkte Klimasensitivität von CO2 abzuschätzen, muss man die Beziehung zwischen DT↓air (h) ~ DF und nicht DT ~ DF ermitteln. Es gibt Wärmeaustausch-Prozesse unabhängig von der Verbindung zwischen diesem T und T↓air (h).

2.4 Die Formel für Emission einer Luftschicht

Von Zeit zu Zeit wird die Atmosphäre repräsentiert durch eine (oder mehrere) Luftschichten für die Klima-Modellierung (8). Man betrachte eine gegebene Luftschicht mit Temperatur Ta und Bodenfläche S wie in Abbildung 2 gezeigt. In der gegenwärtigen Klimaforschung wird die Stefan-Boltzmann-Gleichung direkt angewendet, um σTa 4 zu erhalten für die emittierte Energiefluss-Dichte der Luftschicht. Sie wird einfach nur behandelt wie eine Scheibe eines festen Objektes.

Wie oben diskutiert, emittieren N2 und O2 bei keiner Temperatur irgendetwas. Nur die radiativen Gase in der Luftschicht emittieren. Man wird leicht erkennen, dass 1) nur die Temperatur der radiativen Spezies relevant ist und nicht die mittlere Temperatur der Luftschicht – unterschiedliche Gase können unterschiedliche Temperaturen aufweisen wegen ihrer unterschiedlichen Strahlungseigenschaften; 2) kein Gas ein Schwarzkörper ist, nicht einmal die radiativen Gase.

Es gibt hier einen fundamentalen methodischen Fehler. Weil die emittierenden Spezies so wenig in der Luft enthalten sind, kann eine gegebene Luftschicht nicht als ein einzelnes Objekt identifiziert werden, auf das man das Stefan-Boltzmann-Gesetz anwenden könnte (streng genommen das Planck’sche Gesetz). Das korrekte Verfahren wäre es, jedes einzelne radiative Molekül als ein Objekt zu identifizieren, dass gemäß seiner Temperatur und radiativen Bänder emittiert, was zur Bildung eines Clusters von Objekten innerhalb der Luftschicht führt. Wie viel die Luftschicht emittiert, muss berechnet werden mittels Aufsummierung der gesamten Strahlungsenergiedichte, die von jedem individuellen molekularen Objekt auf der Oberflächen-S emittiert wird. Das Prinzip der formulation wird im folgenden einfachen Beispiel erklärt:

Stellen wir uns eine Luftschicht vor, die n kleine, sphärische Graukörper-Objekte enthält mit einheitlichem Radius r, Emissivität ε und einheitlicher Temperatur T. Dabei ist der Abstand eines jeden Objektes zu einem gegebenen Punkt auf der Oberfläche der Luftschicht Li, wobei i von 1 bis n reicht wie in Abbildung 3 gezeigt. Auf der Oberfläche eines jeden individuellen Objektes muss die Emissions-Flussdichte (Energie pro Gebiets- und Zeiteinheit) der Stefan-Boltzmann-Gleichung folgen, d. h. ε σT↑4. Die Flussdichte nimmt mit dem Abstand von  ab. Daher ergibt sich die Gesamt-Flussdichte an einem gegebenen Punkt auf der Oberfläche der Luftschicht zu:

wobei

ein weiterer Koeffizient ist (0 < ζ <= 1), der in der gegenwärtigen Klimaforschung fehlt. Man beachte, ζ = 0 für n = 0, und ζ nähert sich 1, wenn n ausreichend groß genug ist in einem gegebenen Volumen. Dieser Koeffizient gilt auch für die Planck’sche Verteilungs-Funktion.

Gleichung (11) zeigt, dass die Flussdichte sehr stark abhängt von der Anzahl von Objekten innerhalb der Luftschicht. Falls die radiativen Objekte innerhalb der Luftschicht nicht dicht genug sind, wird der Summenterm nur einen sehr kleinen Teil ausmachen. Eine exakte mathematische Beschreibung kann entlang dieser Linie erfolgen, wird aber in diesem Beitrag nicht verfolgt.

Download the full paper here 8 page PDF with References 

Anmerkung des Übersetzers: Hierzu gab es viele Kommentare, von denen einer besonders bemerkenswert ist. Dieser soll hier noch in der Übersetzung angefügt werden. Es handelt sich um Kommentar # 19:

Michael Hammer

Zu diesem Thema habe ich in der Vergangenheit schon viele Beiträge geschrieben. Ich stimme einigen, aber nicht allen Behauptungen von Jinan zu.

Erstens, die Warmisten leiten die -33°C her unter der Annahme einer Albedo der Erde von 0,3, was Jinan auch erwähnt. Allerdings muss man sich vor Augen führen, dass das meiste dieser Albedo den Wolken geschuldet ist, welche [aus] Wasserdampf [entstanden] sind. Ohne Treibhausgase, d. h. ohne Wasserdampf würde die Albedo der Erde mehr jener des Mondes gleichen (0,12). Daher wäre die empfangene Strömung höher (390 * .88), was zu einer Oberflächentemperatur von 279 K oder +6°C führen würde.

Nun argumentiert Jinan, dass die Oberflächen-Emissivität viel geringer als 1 ist, tatsächlich mehr 0,7 – hergeleitet aus der Albedo. Dem kann ich nicht zustimmen, stammt doch die Albedo von der Reflektion sichtbaren Lichtes durch Wolken. Die flüssige Wasseroberfläche, die 70% der Erdoberfläche umfasst, hat im thermischen Infrarot eine Emissivität von etwa 0,96, was tatsächlich sehr nahe 1 liegt. Festland kann eine etwas geringere Emissivität aufweisen, aber selbst dort hat eine von Vegetation überzogene Oberfläche im thermischen Infrarot eine hohe Emissivität.

Jinans Punkt ist, dass wir jede Wellenlänge separat betrachten müssen, und hier bin ich total und absolut anderer Ansicht. Dies ist m. E. ein fundamentaler Fehler, den die Warmisten begehen, wenn sie über eine äquivalente Strahlungshöhe reden. Im atmosphärischen Fenster ist die Atmosphäre transparent, und die Emission stammt direkt von der Oberfläche (oder von der Wolkenobergrenze, wo Wolken liegen). Bei Absorptions-Wellenlängen von Treibhausgasen ist die Atmosphäre dicht, und die Emission stammt direkt von der Obergrenze der Treibhausgas-Säule, genau wie Jinan sagt, und wie er korrekt feststellt, liegt die Temperatur des Gases in dieser Höhe näher bei -50°C (im Grunde die Tropopause), aber mit Sicherheit nicht bei +14°C. Falls irgendjemand hier Zweifel hegt, fordere ich denjenigen auf, sich das Emissionsspektrum der Erde zu betrachten, wie es sich aus dem Weltraum darstellt (NIMBUS Satellit).Bei diesen Wellenlängen ist die Emissivität der Atmosphäre genau 1. Dies ergibt sich daraus, dass die Emissivität immer gleich der absorptivity ist. Falls die Gassäule all die Energie absorbiert, die von der Oberfläche ausgestrahlt wird, hat sie eine absorptivity von 1 und folglich auch eine Emissivität von 1.

Der Abschnitt 2.4 von Jinan ist derjenige, mit dem ich am wenigsten übereinstimme. Es ist nicht erforderlich, die Emission eines jeden Moleküls separat zu betrachten. Eine Luftschicht, die dick genug ist, um alle Energie zu absorbieren, die als Ganzes unterhalb der Schicht abgestrahlt wird, hat eine Emissivität von 1 (natürlich bei jener Wellenlänge) und kann als Schwarzkörper-Strahler bei jener Wellenlänge behandelt werden (was heißt, dass man das Planck’sche Gesetz anwenden kann, welches die emittierte Energie bei einer bestimmten Wellenlänge definiert, aber NICHT das Stefan-Boltzmann-Gesetz, welches die Emission eines Objektes definiert, welches ein Schwarzkörper bei allen Wellenlängen ist).

Was die Sensitivität bzgl. einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes betrifft: wir wissen, dass es eine logarithmische Beziehung zwischen der Treibhausgas-Konzentration und der zurück gehaltenen Energie gibt. Wir wissen, wie viel Energie das CO2 gegenwärtig zurück hält einfach durch Betrachten des Emissionsspektrums der Erde, wie es der NIMBUS-Satellit sieht. Ohne CO2 läge die Emissions-Temperatur bei etwa 14,7 Mikron bei dem Wert an der Oberfläche von +14°C anstatt bei -50°C, wie es in Wirklichkeit der Fall ist. Wir können entweder das Planck’sche Gesetz über die Bandbreite der Absorption der Wellenlänge integrieren, oder wir können graphisch die Reduktion in der Fläche unter der Kurve des Emissionsspektrums betrachten, um zu dem Ergebnis von 27 W/m² zu kommen. Wir kennen auch den Gesamt-Absorptionsgrad der CO2-Säule bei 280 ppm, also etwa 2000 abs. Das repräsentiert 10 bis 11 Verdoppelungen von dem Punkt an, an dem die Mittellinie gesättigt ist (von wo die logarithmische Beziehung beginnt). Der Effekt einer CO2-Verdoppelung ist also 2,7 W/m² (ich war immer gegen die Zahl von 3,7 W/m² der Warmisten). Meine Berechnung ignoriert die Auswirkung von Wolken. Falls man diese berücksichtigt, verringert sich die Zahl von 2,7 W/m², weil es an der Wolkenobergrenze kälter ist als an der Oberfläche. Daraus folgt, dass die Emission in dem Weltraum ohne CO2 geringer als eine Oberflächen-Temperatur von 14°C implizieren würde.

Alles in allem stimme ich den meisten, aber nicht allen Punkten zu, die Jinan hier aufstellt, aber meine Schlussfolgerungen stimmen mit seinen in der Tat überein.

Link: http://joannenova.com.au/2012/09/do-greenhouse-gases-warm-the-planet-by-33c-jinan-cao-checks-the-numbers/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Der Geheimplan: Die Schweiz bereitet sich auf das Scheitern ihrer Energiewende vor

Berichtet wurde es auf KALTDUSCHENMITDORIS:

[1] Der Geheimplan
 „Treibhausgasemissionen der Schweiz. Emissionsperspektiven bis 2050“
… Da wird das Scheitern der Energiewende mit bemerkenswerter Offenheit vorweg genommen. Man rechnet mit den gleichen von Prognos vorgegebenen Szenarien wie die Energiewende. Das „tiefe“ Szenario rechnet bis 2050 mit einem Rückgang der CO
2-Emissionen von zur Zeit 6 Tonnen pro Person und Jahr auf 1 bis 1,5. „Konkrete Instrumente werden nicht vorgegeben“ heisst es ehrlicher- und entäuschenderweise.
Das mittlere Szenario setzt voraus, dass die im ersten Massnahmenpaket vorgesehenen Ziele erreicht werden können. Dann gibt es, wie von Anfang an zugegeben wurde, immer noch eine Unterversorgung mit Strom. Um sie auszugleichen, sind bis 2035 sage und schreibe 5 grosse Gas- Dampf Kombikraftwerke mit einer Leistung von je 550 Megawatt vorzusehen. Das erste müsste 2022 ans Netz gehen.
Im wahrscheinlichsten Szenario, „weiter wie bisher“ – keine geothermischen Kraftwerke, Zielvorgabe für Wind und Sonne bei Weitem nicht erreicht, Sparvorgaben verfehlt – sind bis 2050 volle 9 solcher Giganten vorgesehen. Das erste GuD müsste 2019 ans Netz. Das heisst, die Planung müsste bereits laufen!

 

In Deutschland ist es noch schwer vorstellbar, dass eine Behörde unter der Umweltministerin Frau Hendricks zu eigenständigen Erkenntnissen kommen könnte (oder dürfte). Wie aber jüngste Ereignisse ankündigen, ist auch in der Politik nichts für ewig in Stein gemeißelt.

 

Schweizer Bundesamt für Umwelt BAFU, Studie:  [3] Emissionsperspektiven der Treibhausgase

Szenarien der Studie

Mittleres Szenario
Die bisherige schweizerische Energiepolitik wird verstärkt und ergänzt.
Dadurch sinkt die Endenergienachfrage bis 2050 gegenüber 2000 um 27.3%, die Elektrizitätsnachfrage steigt hingegen um 18.4%. Die Nachfrage nach fossilen Brenn- und Treibstoffen
(ohne Einsatz für Elektrizitätsproduktion und sonstige Energieumwandlung) sinkt um 57.8%.
Die Anteile erneuerbarer Brenn- und Treibstoffe wachsen und haben 2050 einen Anteil von
rund 20% am Endenergiemix. Die Variante C&E der Elektrizitätserzeugung schliesst sowohl
einen ambitionierten Pfad für erneuerbare Energien als auch den Zubau von Gaskombikraftwerken (GuD) ein (erster GuD-Block 2022, bis 2035 5 GuD-Blöcke zu 550MW).

 

Tiefes Szenario
Energieszenario – Neue Energiepolitik 
Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien und Importen
Energie- und Klimapolitik erhalten international hohe Priorität, mit dem Ziel, bis 2050 energiebedingte CO2-Emissionen pro Kopf und Jahr auf 1 – 1.5 t zu reduzieren.
Dadurch sinkt die Endenergienachfrage bis 2050 gegenüber 2000 um 42% bei gleichbleibender Elektrizitätsnachfrage. Die Nachfrage nach fossilen Brenn- und Treibstoffen (ohne Einsatz für Elektrizitätsproduktion und sonstige Energieumwandlung) sinkt um 78%. Die Anteile erneuerbarer Brenn- und Treibstoffe wachsen und haben 2050 einen Anteil von ca. 30% am Endenergiemix. Die Variante E der Elektrizitätserzeugung schliesst sowohl einen ambitionierten Pfad für erneuerbare Energien als auch den autonomen Zubau fossiler WKK ein. Allfällige Elektrizitätsnachfrage, welche das Angebot übersteigt, wird mit Importen gedeckt.

 

Hohes Szenario Energieszenario
 – Weiter wie bisher
 Stromerzeugung mit Gaskombikraftwerken
Die bisherige schweizerische Energiepolitik (Stand 2010) wird mit den vorhandenen Instrumenten fortgeführt:
Dadurch sinkt die Endenergienachfrage bis 2050 gegenüber 2000 um 15.3%, die Elektrizitätsnachfrage steigt hingegen um 34.3%. Die Nachfrage nach fossilen Brenn- und Treibstoffen (ohne Einsatz für Elektrizitätsproduktion und sonstige Energieumwandlung) sinkt um 43.7%.
Die Anteile erneuerbarer Brenn- und Treibstoffe wachsen moderat und haben 2050 einen Anteil von etwas über 10% am Endenergiemix. Die Variante C der Elektrizitätserzeugung beschränkt sich auf den Zubau von Gaskombikraftwerken (GuD) zur Deckung der Nachfrage.
Ein erster Block ist ab 2019 nötig, bis 2035 insgesamt 8, bis 2050 9 Blöcke zu 550MW.

 

Quellen

[1]
KALTDUSCHENMITDORIS.ch 03 Sep 2016: Der Geheimplan
http://kaltduschenmitdoris.ch/themen/energiestrategie-2050/item/170-geheimplan

[2]
Bundesamt für Umwelt BAFU CH: Emissionsperspektiven der Treibhausgase

http://www.bafu.admin.ch/klima/13879/13880/14488/index.html?lang=de

[3]
BAFU CH: 20.04.2015 Treibhausgasemissionen der Schweiz Emissionsperspektiven bis 2050




Die erfreuliche Nachricht: Sehr gute Getreideernte 2016 in Thüringen- wo bleiben die negativen Folgen des angeblichen „Klimawandels“?

Trotz sehr wechselhafter Witterung und zeitweise dunkler Wolken zur Ernte: 2016 gab es in Thüringen eine sehr gute Getreideernte. Foto: Stefan Kämpfe

Als vorläufige Zahlen wurden für den Winterweizen 84,5 dt/ha und für Getreide insgesamt 80,4 dt/ha angegeben. Diese Zahlen können sich noch geringfügig ändern, doch könnte das bisherige Rekordergebnis von 2014 sogar noch knapp übertroffen worden sein. Irgendwie weigert sich also die Realität beharrlich, den düsteren Szenarien der „Klimafolgenforscher“, welche uns schon seit Jahrzehnten Missernten infolge des „Klimawandels“ ankündigen, zu folgen. Die folgenden zwei Grafiken zeigen uns, worauf (außer dem technologischen Fortschritt) diese erfreuliche Entwicklung zurückzuführen ist:

Anmerkung: Leider sind Werte für Thüringen erst seit 1991 verfügbar, so dass die Signifikanz nur mäßig ausfällt. Doch der positive Zusammenhang von CO2 und Pflanzenwachstum ist seit langem bekannt und war, bevor CO2 als „klimaschädlich“ in Ungnade fiel, sogar Lehrstoff im Biologie- Unterricht. Ohne CO2 gäbe es keine Photosynthese und kein Leben, wie wir es heute kennen! Trotz häufiger Trockenheit und zeitweise starkem Schädlingsaufkommen wurden diese Rekordergebnisse, von denen man in der DDR der 1980er Jahre nicht einmal zu träumen wagte, auch dank mehr CO2 in der Atmosphäre erreicht. Man braucht keine hellseherischen Fähigkeiten, um weitere Rekordernten vorherzusehen. Denn die CO2- Konzentration steigt weiter, ist aber heute mit gut 400ppm noch weit vom Optimum für unsere Kulturpflanzen (ca. 1200ppm) entfernt. Nach den Ertragsgesetzen ist CO2 noch immer ein Minimum- Faktor, dessen Zunahme stark ertragssteigern wirkt. Auch die Anbautechnik wird sich weiter verbessern. Bliebe noch anzumerken, dass auch die wenigen Winzer und die Obstbauern Thüringens einer guten Ernte 2016 entgegensehen. Und man ahnt es schon: Auch ein Mehr an Wärme würde nicht schaden- im Gegenteil, denn fast alle unsere Nutzpflanzen entstammen südlicheren Breiten.

Also Ernte gut, alles gut? Nicht ganz. Denn fallende Preise für Agrarerzeugnisse trüben die Stimmung. Während die „Energiewende“ die Erzeugungskosten in die Höhe treibt, entfiel durch das „Russland- Embargo“ ein Markt mit fast 100 Millionen Verbrauchern, was die Betriebe Ostdeutschlands besonders hart trifft. Russland baut nun seine eigenen Produktionskapazitäten massiv aus. Sollte irgendwann endlich Vernunft einkehren und das Embargo aufgehoben werden, so dürfte es trotzdem schwer werden, diesen wichtigen Markt zurückzugewinnen.

Die Originalmeldung zur Erntebilanz, welche von vielen Medien stark verkürzt übernommen wurde, finden Sie hier

http://www.bauernzeitung.de/agrarticker-ost/thueringen/bisher-bestes-ergebnis/

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher.