Breaking News: Sarkozy outet sich als Klimaskeptiker

Sarkozy wird (hier) wie folgt zitiert:

"Das Klima hat sich seit 4 Milliarden Jahren verändert", sagte der frühere Präsident Frankreichs gem. AFP. "Die Sahara ist eine Wüste geworden, aber nicht wegen der Industrie. Sie müssen schon sehr arrogant zu sein zu glauben, dass wir Menschen das Klima verändern."

In der Local News liest man weiter

Der ehemalige Präsident glaubt, dass sich die Welt eher auf das Wachstum der Bevölkerung und den Transport von Menschen konzentrieren sollte, als sich über die globale Erwärmung so viele Gedanken zu machen."Noch nie hat die Erde einen demographischen Schock wie diesen erfahren, denn in ein paar Jahren werden es 11 Milliarden von uns sein. Und die Menschheit ist in diesem Fall direkt verantwortlich, aber niemand spricht darüber ", sagte Sarkozy.

Details dazu hier (französisch) und hier (englisch)




Klimaskeptiker reicht im Rahmen des RICO Klage ein gegen fast alle NGOs mit Klimabezug sowie einige Individuen

Geschworenenprozess gefordert mit einer Klage vor dem United States District Court in Lubbock, Texas [District Court = Amts-,/Landgericht]:

Auf der Frontseite liest man [siehe Bild rechts]:

LEONID GOLDSTEIN, Kläger,
gegen

CLIMATE ACTION NETWORK, CERES INC., ROCKEFELLER BROTHERS FUND INC., GENERATION INVESTMENT MANAGEMENT LLP, FORD FOUNDATION, THE PEW CHARITABLE TRUSTS, GREENPEACE INTERNATIONAL CORP., ENVIRONMENTAL GRANTMAKERS ASSOCIATION CORP., THE CONSULTATIVE GROUP ON BIOLOGICAL DIVERSITY CORP., THE SIERRA CLUB FOUNDATION CORP., WORLD WIDE FUND FOR NATURE TRUST, US CLIMATE ACTION NETWORK CORP., GLOBAL CALL FOR CLIMATE ACTION CORP., GENERATION INVESTMENT MANAGEMENT US LLP, ALLIANCE FOR CLIMATE PROTECTION CORP., FENTON COMMUNICATIONS CORP., WORLD WILDLIFE FUND INC., GREENPEACE INC., GREENPEACE FUND INC., FRIENDS OF THE EARTH INTERNATIONAL CORP., FRIENDS OF THE EARTH US CORP., FRIENDS OF THE EARTH (ACTION) INC., ENVIRONMENTAL DEFENSE FUND INC., ENVIRONMENTAL DEFENSE ACTION FUND CORP., NATURAL RESOURCES DEFENSE COUNCIL INC., NRDC ACTION FUND CORP., SIERRA CLUB CORP., EARTHJUSTICE CORP., THE UNION OF CONCERNED SCIENTISTS INC., THE PEW MEMORIAL TRUST, J. HOWARD PEW FREEDOM TRUST, MABEL PEW MYRIN TRUST, J.N. PEW JR. CHARITABLE TRUST, THE JOHN D. AND CATHERINE T. MACARTHUR FOUNDATION, THE WILLIAM & FLORA HEWLETT FOUNDATION, THE DAVID AND LUCILE PACKARD FOUNDATION, TIDES FOUNDATION CORPORATION, TIDES CENTER CORPORATION, CLIMATEWORKS FOUNDATION, THE ENERGY FOUNDATION und JOHN AND JANE DOES 1-99
Beklagte

Leonid Goldstein schreibt:

Ich habe eine Zivilklage im Rahmen des RICO eingereicht gegen das Unternehmen Klima-Alarmismus – Climate Action Network, Generation Investment Management, Ceres, Greenpeace, Sierra Club, Rockefeller Brothers Fund usw. – insgesamt 40 Körperschaften. Beigefügt sind hier die Titelseite und der ganze Text der Klage.

Das mutmaßlich kriminelle Unternehmen existiert seit dem Jahr 1988. Die Vorwürfe lauten:

Vergeltungsmaßnahmen gegen Zeugen

Versuch der Bestechung von Zeugen

Einschüchterung von Zeugen

Bestechung von Funktionären

Diebstahl/Veruntreuung von Pensionen und/oder Wohlfahrtsprogrammen einschließlich Social Security, sowie fortgesetzte Versuche, bis zu 36 Billionen Dollar zu veruntreuen – siehe www.ceres.org.

Auszüge aus der Klageschrift:

1. Dies ist eine Zivilklage gegen Climate Action Network und andere Körperschaften, die schon lange in kriminelle Machenschaften verstrickt sind, darunter eine falsche Behauptung, dass die anthropogene Freisetzung (oder Emission) von Kohlendioxid zu einer gefährlichen „globalen Erwärmung“ oder einem gefährlichen „Klimawandel“ führen soll sowie Verfolgung der Dissidenten oder Forderung nach regierungsamtlichen Maßnahmen auf der Grundlage dieser falschen Behauptung einschließlich Geldflüsse. In Wirklichkeit sorgt die anthropogene Freisetzung von Kohlendioxid weltweit für eine signifikante Zunahme der landwirtschaftlichen Produktivität. Die Erwärmung, theoretisch verursacht durch eine Zunahme der Kohlendioxid-Konzentration ist unbedeutend und nahezu unmessbar. Es wird erwartet, dass sie global viele Vorteile mit sich bringt.

2. Beginnend Anfang des Jahres 1988 und danach bis auf den heutigen Tag agierten die Beklagten und andere Mitglieder des Unternehmens gemeinschaftlich, um ihr kriminelles Schema voranzubringen (das „Unternehmen Klima-Alarmismus“). Jeder Beklagte hat an Operationen und dem Management des Unternehmens teilgenommen und zahlreiche [ungesetzliche] Akte begangen, um das Unternehmen zu erhalten und auszuweiten.

7. Der Kläger klagt wegen von den Beklagten verursachter Verletzungen von ihm selbst und zusätzlich auf der Grundlage [der Verletzung] des Ansehens von Opfern der kriminellen Machenschaften, die als „private Staatsanwälte“ diese kriminellen Machenschaften verfolgt haben (Rotella v. Wood, 528 U.S. 549, 556; 2000).

8. Bis zum Beweis des Gegenteils wurden die Aktionen der Beklagten begangen während der zehn Jahre vom 15. September 2006 bis zum Datum der Einreichung dieser Klage.

13.Der Kläger Leonid Goldstein ist ständiger Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika, ein Bürger von Texas und Staatsbürger von Israel. Der Kläger hält einen Grad Master of Science in Mathematik, hat über 20 Jahre Erfahrung bei der Entwicklung von Software und ist Eigentümer vieler Patente. Außerdem gibt es von ihm zahlreiche Veröffentlichungen in einem bestimmten Bereich der erneuerbaren Energien. Der Kläger wirkte als Gutachter für einige Journale. Aufgrund seiner Ausbildung, seiner professionellen Erfahrungen und Kenntnisse ist der Kläger qualifiziert, als Experte auszusagen zu bestimmten Bereichen von Physik, Mathematik und Computer-Modellierung mit Bezug zur Klimaforschung und der so genannten „Klimawissenschaft“. Der Kläger hat zusätzlich Kenntnisse und Lebenserfahrungen, die ihn qualifizieren können, Aussagen zu den Korruptions-Aktivitäten der Körperschaften des Klima-Alarmismus‘ zu machen. Der Kläger ist bereit, zu diesen Themen vor dem US-Kongress, dem Gesetzgeber von Texas, dem Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten und dem Obersten Gerichtshof von Texas entgeltfrei auszusagen. Der Kläger hat über 15 Jahre lang in die Sozialversicherung eingezahlt und besitzt Rücklagen für seinen Ruhestand, geschützt durch das Employee Retirement Income Security Act aus dem Jahr 1974. Der Kläger benennt seine Standpunkte zu Themen relevant zu Klimadiskussionen und Klima-Alarmismus auf seiner Non-Profit-Website defyccc.com, auf der es auch eine Suchmaschine gibt (defyccc.com/search, die es jedem erlaubt, der Wahrheit entsprechende Informationen hinsichtlich der Klimadiskussionen zu finden. Der Kläger schreibt auch für andere angesehene Blogs unter dem Pseudonym „Ari Halperin“.

Offenlegung: Mr. Goldstein hat bei WUWT Beiträge unter dem Pseudonym „Ari Halperin“ gepostet. Bislang dachte ich, das sei sein richtiger Name.

Sowie es zu dieser bahnbrechenden Story etwas Neues gibt, wird es Aktualisierungen geben.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/09/12/exclusive-climate-skeptic-files-sweeping-rico-lawsuit-against-most-all-climate-related-ngos-and-some-individuals/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Frau Hendricks glaubt im Klimawahn, Klimapäpstin geworden zu sein und den Irrglauben ihrer Bürger verdammen zu dürfen Zu ihrem Gastbeitrag „Weit verbreiteter Irrglaube“ im Handelsblatt[1]

Diese existenzielle Notwendigkeit ist in der Berliner Parteienlandschaft inzwischen verloren gegangen, beziehungsweise wird dort unterdrückt. Ein Ministerium und ihre Chefin maßen sich an, verkünden zu dürfen, dass Kritik oder Zweifel am Klimawandel Irrglaube und unverantwortlich wären.
Wer sich auch noch erdreistet, den von ihr als „… konsequenten und gut geplanten Umstieg … „ bezeichneten Totalumbau Deutschlands mit Dekarbonisierung nicht zu bejubelt, obwohl er in einer „verantwortlichen Position“ ist, verhindere und gefährde den Wohlstand und die wirtschaftliche Stärke, die laut Frau Hendricks in einem dekarbonisierten Deutschland ganz bestimmt steigen wird. In einem Gastbeitrag von Frau Hendricks im Handelsblatt kann man es nachlesen.

Gastbeitrag von Frau Hendricks im Handelsblatt (Auszüge): [1] Weit verbreiteter Irrglaube

„… Allerdings ist die Erderwärmung bereits so weit fortgeschritten, dass ein Gegensteuern einen weitreichenden Strukturwandel erfordert – in unserem eigenen Land wie auch weltweit. Eine Erderwärmung von mehr als 1,5 oder maximal zwei Grad kann die Menschheit sich nicht leisten. Sie würde großes Leid auslösen, ganze Regionen destabilisieren und wäre letztendlich viel teurer, als jetzt zu handeln. … Weltweit müssen wir die Dekarbonisierung in der zweiten Hälfe dieses Jahrhunderts erreichen, in den hoch entwickelten Industrieländern und in den wichtigsten Schwellenländern bereits bis um die Mitte des Jahrhunderts. … Was mich aber erstaunt, ist ein offenbar noch weit verbreiteter Irrglaube, wonach Klimaschutz auf der ganzen Welt Veränderungen erfordert, aber nicht bei uns.
Der konsequente und gut geplante Umstieg auf nicht fossile Energien und Wirtschaftsprozesse wird den Wohlstand und die wirtschaftliche Stärke in unserem Land nicht gefährden, er wird beides sichern und beides steigern. … Dies als „Planwirtschaft“ zu bezeichnen, offenbart einen bemerkenswerten Mangel an Ernsthaftigkeit und Sachkenntnis in der Debatte. Es beweist außerdem, dass noch lange nicht jeder an verantwortlicher Position verstanden hat, vor welchen immensen Herausforderungen wir stehen.

Der Gastbeitrag liest sich in Teilen wie die Verkündigungen einer Parteizentrale zu festlichen Anlässen in ehemaligen Ostblockstaaten, wenn die großen Taten und das bereits am Horizont auftauchende Arbeiterparadies beschworen wurden und lässt an eine Lenkung durch einen Parteivorstand denken. Zumindest offenbart er eine elitäre Abgehobenheit, wie sie in den damaligen, oberen Führungskadern gang und gäbe war.

Klimaberater

Es ist bekannt, dass Frau Hendricks an einer scheinbar unheilbaren Klimahysterie leidet. Leider nimmt sie auch vorwiegend Berater an, welche sie in dieser Krankheit ausschließlich bestärken.

Um zu zeigen, mit welchen narzistischen Eitelkeiten diese „Welt-rettenden“ Klimaberater versehen sind und wie wenig auch diese für Kritik empfänglich sind, das Beispiel aus einer Veranstaltung des Klimaberaters Prof. Schellnhuber und der Bericht darüber auf der Informationsseite der Klimaberaterin C. Kemfert:

Klimaretter.Info 13. Oktober 2015: "Die kommende Eiszeit fällt aus"
Hans Joachim Schellnhuber, einer der einflussreichsten Klimaforscher weltweit, malt ein düsteres Szenario für die Zukunft der Menschheit. Selbst wenn es gelingen sollte, die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen, steige der Meeresspiegel um schätzungsweise sechs Meter. Danach sieht es derzeit aber nicht aus.
Die Organisatoren des neunten Münchner Klimaherbstes konnten sich glücklich schätzen. Immerhin hatten sie Hans Joachim Schellnhuber für das Eröffnungsreferat gewonnen. Der Mann ist einer der einflussreichsten Klimaforscher weltweit, eine Koryphäe. Der asketisch aussehende, aber durchaus nicht uneitle Wissenschaftler leitet das Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK), ist Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung für Globale Umweltveränderungen WBGU und "Politikberater". Die Kanzlerin höchstselbst zählte er zu seinen Kunden, dem Papst half er bei seiner Umweltenzyklika, der Weltbank bei der Abkehr von der Förderung fossiler Energieprojekte.

Eigentlich wollte Schellnhuber gar nicht mehr nach München kommen. Vor ein paar Jahren nämlich hatte er, wie er seinem Publikum im Münchener Alten Rathaus launig berichtete, einen Vortrag in der dortigen Ludwig-Maximilians-Universität gehalten. Dort habe ihm eine Phalanx "älterer Herren", die sich allesamt als Klimaskeptiker entpuppten, gegenüber gesessen, die ihn mit völlig unhaltbaren, längst widerlegten Thesen konfrontiert habe. Zeitverschwendung für jemand wie Schellnhuber, der zwecks Weltrettung von Termin zu Termin, von Auftritt zu Auftritt jettet. Der Ärger über die unbotmäßigen Fragensteller war dem Wissenschaftler auch heute noch anzumerken.

An diesem Abend freilich sprach er zu einem Publikum, das ihm förmlich an den Lippen hing. Der Münchner Klimaherbst ist eine zweiwöchige Reihe von Vorträgen, Diskussionen und Exkursionen zu Themen rund um den Klimawandel, veranstaltet vom "Netzwerk Klimaherbst" zusammen mit der Umweltorganisation Green City. In diesem Jahr geht es unter dem Motto "Politik Macht Klima – und wir?" um Klimapolitik und -diplomatie, schließlich steht ein neuer, wieder einmal als letzte Chance für den sich erhitzenden Planeten apostrophierter UN-Klimagipfel in Paris vor der Tür. Auch klimaretter.info-Chefredakteur Nick Reimer ist mit von der Partie.
Einen etwas schalen Beigeschmack hinterließ eine Äußerung gleich zu Beginn seines Referats, wonach er nicht mehr nur als neutraler Sachwalter der Wissenschaft handeln könne, sondern gewissermaßen auch als Moralist, der Bürgern und Politikern ins Gewissen reden müsse, um die Katastrophe noch zu verhindern. Mit dieser Äußerung gibt Schellnhuber jenen Kritikern eine Steilvorlage, die hinter dem von ihnen bezweifelten Phänomen des menschengemachten Klimawandels auch persönliche Interessen von Klimaforschern vermuten.

Als Luther damals an Dogmen der Kirche zu rütteln wagte, dürfte er sich ähnlich auftretenden Experten der „einzigen Wahrheit“ gegenüber gesehen haben.
Wer sich seiner Sache so sicher ist, dass „Nichtgläubige“ öffentlich an den Pranger gestellt werden, muss unverrückbare Belege haben.

Frau Hendricks Belege

Auf eine Nachfrage des Autors an Frau Hendricks nach Belegen zum Klimawandel kam die folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr xxx,

für Ihr Schreiben vom …  2016 zum Thema „Klimawandel“ und damit zusammenhängende Fragen an Frau Bundesministerin Dr. Barbara Hendricks danken wir Ihnen.

Das Bundestagsbüro von Frau Dr. Hendricks hat uns Ihre Nachricht zuständigkeitshalber weitergeleitet.

Für das BMUB bilden die Berichte des Weltklimarates (IPCC), die im Auftrag der Vereinten Nationen erarbeitet werden, die Basis für politische Weichenstellungen. Im November 2014 wurde jüngst der Synthesebericht zum fünften Sachstands-bericht veröffentlicht. An ihm wirkten hunderte von Wissenschaftlern mit, auch 40 Forscher aus Deutschland waren daran beteiligt.
Der IPCC stellt in seinen Berichten den aktuellen wissenschaftlichen Sachstand der Klimaänderung fest und erläutert darüber hinaus die Wirkungszusammenhänge. Die Ergebnisse der internationalen Klimaforschung bestätigen unzweifelhaft, dass der Klimawandel voranschreitet. Im gesamten Klimasystem finden vielfältige Veränderungen statt: Nicht nur die Temperatur der unteren Atmosphäre steigt, auch die Ozeane werden wärmer, Gletscher tauen, Permafrostböden erwärmen sich, Eisschilde verlieren an Masse, der Meeresspiegel steigt weiter an. Mit großer Sicherheit wird auch bestätigt, dass von Menschen verursachte Treibhausgase für den größten Teil der beobachteten Klimaänderung verantwortlich sind. Eine Zusammenfassung des Berichts finden Sie auf
www.bmub.bund.de/N50407/.
Durch den Klimawandel und der damit einhergehenden Temperaturerhöhung, steigt gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit für extreme Wetterereignisse, wie zum Beispiel Starkregen, extreme Hitze oder Stürme. Das Phänomen Starkregen wird weiterhin beleuchtet. Der Deutsche Wetterdienst und die Versicherungswirtschaft haben ein neues Forschungsprojekt „Starkregen -die unterschätzte Gefahr“ in die Wege geleitet. Ihre neuen Erkenntnisse werden auf der diesjährigen GDV-Naturgefahrenkonferenz vorgestellt.
BMUB Bürgerservice

Ihr Wissen bezieht Frau Hendricks demnach vorwiegend aus den Berichten des IPCC. Wie zu erwarten war, hat dort nicht nur Frau Hendricks nachgesehen. Was andere darin an „unverrückbaren“ Belegen fanden, anbei als Listung.

IPCC Aussagen

Quellen: [2][3]

Tropische Stürme und Hurrikane – keine signifikanten Trends

IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “No robust trends in annual numbers of tropical storms, hurricanes and major hurricanes counts have been identified over the past 100 years in the North Atlantic basin.”

Übersetzung: “Keine robusten Trends bei den jährlichen Zahlen von tropischen Stürmen, Hurrikans und Stark-Hurrikans konnten in den letzten 100 Jahren im Nordatlantischen Becken ausgemacht werden.

Tropische Zyklone – keine signifikanten Trends

IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “Current datasets indicate no significant observed trends in global tropical cyclone frequency over the past century and it remains uncertain whether any reported long-term increases in tropical cyclone frequency are robust, after accounting for past changes in observing capabilities.”

Übersetzung: “Aktuelle Datensätze zeigen keine signifikanten beobachteten Trends bei der weltweiten tropischen Wirbelsturmfrequenz während des letzten Jahrhunderts und es ist ungewiss, ob ein berichteter langfristiger Anstieg der tropischen Wirbelsturm-Frequenz robust ist, nach Berücksichtigung der letzten Änderungen in den Beobachtungs-Möglichkeiten.“

Außer-tropischeZyklone – keine signifikanten Trends

IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 220: “In summary, confidence in large scale changes in the intensity of extreme extratropical cyclones since 1900 is low. There is also low confidence for a clear trend in storminess proxies over the last century due to inconsistencies between studies or lack of long-term data in some parts of the world (particularly in the SH). Likewise, confidence in trends in extreme winds is low, owing to quality and consistency issues with analysed data.”

Übersetzung: “Zusammenfassend ist das Vertrauen in große Änderungen in der Intensität extremer aussertropischer Zyklone seit 1900 gering. Es gibt auch [nur] ein geringes Vertrauen für einen klaren Trend bei Sturm-Proxies wegen Inkonsistenzen zwischen den Studien oder wegen dem Fehlen von Langzeitdaten des letzten Jahrhunderts in einigen Teilen der Welt (vor allem auf der Südhemisphäre). Ebenso ist das Vertrauen in Trends in extreme Winde niedrig, wegen der Qualität und wegen Konsistenz-Problemen mit den analysierten Daten.“

Dürren – keine signifikanten Trends

IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 50: ”There is low confidence in a global-scale observed trend in drought or dryness (lack of rainfall), owing to lack of direct observations, dependencies of inferred trends on the index choice and geographical inconsistencies in the trends.”

Übersetzung: Es besteht ein geringes Vertrauen im globalen Maßstab beobachteten Trend an Dürre oder Trockenheit (Mangel an Niederschlag), aus Mangel an direkten Beobachtungen, Abhängigkeiten von abgeleiteten Trends auf der Indexauswahl und wegen geographischer Unstimmigkeiten in den Trends.“
sowie

IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 215: “In summary, the current assessment concludes that there is not enough evidence at present to suggest more than low confidence in a global scale observed trend in drought ordryness (lack of rainfall) since the middle of the 20th century, owing to lack of direct observations, geographical inconsistencies in the trends, and dependencies of inferred trends on the index choice. Based on updated studies, AR4 conclusions regarding global increasing trends in drought since the 1970s were probably overstated. However, it is likely that the frequency and intensity of drought has increased in the Mediterranean and West Africa and decreased in central North America and north-west Australia since 1950.”

Übersetzung: "Zusammenfassend kommt die aktuelle Bewertung zu dem Schluss, dass es zur Zeit nicht genug Hinweise und [nur] ein geringes Vertrauen in einen beobachteten globalen Trend an Dürre oder Trockenheit (Mangel an Niederschlägen) gibt, aus Mangel an direkten Beobachtungen in der Mitte des 20. Jahrhunderts, geographischen Inkonsistenzen in den Trends und Abhängigkeiten der abgeleiteten Trends auf der Indexauswahl. Auf Basis aktualisierter Studien waren die AR4-Schlußfolgerungen bezüglich global zunehmender Trends an Dürre seit den 1970er Jahren wahrscheinlich übertrieben. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass die Häufigkeit und Intensität von Dürre im Mittelmeerraum und Westafrika sich erhöhen könnte und im Zentrum von Nordamerika und Nordwest-Australien seit 1950 abnehmen könnte."

Überflutungen – keine signifikanten Trends

IPCC 2013, AR5, WGI, Technical Summery, Seite 112: ”There continues to be a lack of evidence and thus low confidence regarding the sign of trend in the magnitude and/or frequency of floods on a global scale over the instrumental record.”

Übersetzung: “Es besteht weiterhin ein Mangel an Beweisen und deshalb ein geringes Vertrauen in Bezug auf Trend-Anzeichen in Bezug auf Größe und / oder Häufigkeit von Überschwemmungen auf globaler Ebene der Instrumenten-Aufzeichnungen.“

Hagel und Gewitter – keine signifikanten Trends

IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 216: “In summary, there is low confidence in observed trends in small-scale severe weather phenomena such as hail and thunderstorms because of historical data inhomogeneities and inadequacies in monitoring systems.”

Übersetzung: "Zusammenfassend gibt es [nur] ein geringes Vertrauen in beobachtete Trends bei den Unwetter-Erscheinungen wie Hagel und Gewitter wegen historischen Daten-Inhomogenitäten und Unzulänglichkeiten bei der Systemüberwachung."

IPCC Zusammenfassung

IPCC 2013, AR5, WGI, Kapitel 2, Seite 219: “There is limited evidence of changes in extremes associated with other climate variables since the mid-20th century.”
Übersetzung: “Es gibt [nur] begrenzte Anhaltspunkte zu Änderungen bei Extremereignissen, die mit anderen Klimavariablen seit der Mitte des 20. Jahrhunderts verbunden sind.“

Nachtrag (zu den IPCC-Aussagen)

Es ist bemerkenswert, dass alle diese Zitate und Aussagen in der 28-seitigen deutschen Fassung des Summary for policymakers (hier) fehlen!

Der Kipp-Punkt

Er zieht sich durch die Klimawandel-Theorie wie die Erbsünde (die nicht in der Bibel zu finden ist). Nirgends ist er bewiesen. In der Natur gab es ihn trotz höherer Temperaturen und CO2-Gehalte noch nie. Dort kippt die Natur seit Jahrmillionen ausschließlich genau in die andere Richtung – zu den Eiszeiten. Ausschließlich in (von Menschen programmierten) Simulationen passiert er. Inzwischen sogar simuliert von Ökonomen, welche nicht einmal wirklich von Menschenhand beeinflusste, wirtschaftliche Vorgänge simulieren können: kaltesonne Naturwissenschaftler entsetzt: Ökonomen verschärfen einseitig klimatische Kipppunkt-Gefahr
Unbewiesen, wenn überhaupt, eine unwahrscheinlich geringe Gefahr die noch nie eingetreten ist, könnte er sein. Trotzdem hat ein Bürger nach Frau Hendricks an ihn zu glauben, so wie sie es vor macht. Und Kritik: „Um eine ausschließlich hypothetische Gefahr zu vermindern, werden wirkliche, große Gefahren eingegangen“, wird als unverantwortlich diffamiert.

Klimawandel in Deutschland

Frau Hendricks ist auch überzeugt, [5]„Klimawandel findet täglich statt“. Dabei ist eine negative Klimaveränderung in Deutschland bis auf eine geringe Temperaturerhöhung des Mittelwertes aufgrund wärmerer Winter seit der letzten Kaltzeit an keinem Klimaparameter zu erkennen:

[6] EIKE: Vom Wissenschaftlichen Dienst veröffentlichte Klimainformation für Abgeordnete Rezension: Teil 2
[7] EIKE: Vom Wissenschaftlichen Dienst veröffentlichte Klimainformation für Abgeordnete Rezension: Teil 1
[8] EIKE: Kann man den Klimawandel in Deutschland wirklich täglich spüren? Eine Suche mit überraschendem Ergebnis

Beim Niederschlag (Bild 2) sieht man, dass sogar das Trockenjahr 2015, welches so oft als ein „Menetekel“ des Klimawandels beschrieben wurde, vollkommen normal war (was ebenso für das „Niederschlagsjahr“ 2016 gilt).

Bild 1 Temperaturverlauf der Jahreszeiten Deutschland von 1750 – 2015/16 (Jahresauflösung). Hinweis: Herbsttemperatur rechte Y-Achse. Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt

Bild 2 Niederschlag Deutschland von 1882 – 2015 (Jahresauflösung). Grafik vom Autor anhand der DWD-Daten erstellt

In den folgenden Bildern hat der Autor die Globaltemperaturen aus den Datensätzen von GISS und HadCRUT grafisch umgesetzt. (Anm.: auf EIKE erschien kurz noch die ursprüngliche Editierung. In dieser war ein Screenshot der aktuell immer noch bei GISS hinterlegten Globalgrafik dargestellt. Diese Grafik beinhaltet aber nicht die letzten zwei Monatswerte und zeigt damit einen anderen „aktuellen“ Zustand. Diese Version ist mit den Daten bis August aktualisiert).

Die folgenden Bilder zeigen, um welch niedrige und mit Temperatur-Messstationen nicht belegbaren Temperaturdifferenzen „gerungen“ wird. 

Bild 3 zeigt die aktuellen GISS Temperaturen und dazu den Bereich der Mess-Unsicherheit einer modernen, elektronischen Temperatur-Messstelle von +-0,2 °C. Seit 1997 hätte eine, hoch-moderne Temperaturmessstelle um wenige Hundertstel Grad einen gerade noch außerhalb der Messfehler liegenden Unterschied messen können – für die gesamte Welt wäre es aber möglich, will die NASA und Klimafachleute erzählen.
Bild 4 zeigt die HadCRUT4-Daten. Leider haben diese zum Abschluss dieser Editierung noch den Stand bis Juli 2016. Anhand der Aufteilung in die Erdzonen sieht man, dass nur der Norden in den letzten 20 Jahren „wärmer“ wurde und der Südteil nicht. Der CO2-„Wärmeeffekt“ scheint sich unsymmetrisch auszuwirken, was die Theorie aber nicht zulässt.

Bild 3 Temperaturanomalien Welt 1990 – August 2016, anhand der Daten vom Autor erstellt. Quelle NASA GISS Land and Ocean Datensatz

 

Bild 4 Temperaturanomalien Welt 1990 – Juli 2016, aufgeteilt in Nord- und Südhemisphäre, anhand der Daten vom Autor erstellt. Quelle HadCRUT4 Datensatz

Ergänzend dazu die Tatsache, dass die angeblich ständig voran schreitende Überhitzung seit Langem auf sich warten lässt:
-Die globale Spitzentemperatur hat sich seit 130 Jahren nicht erhöht: Weltweiter Temperaturrekord gemessen?
-Die Spitzentemperatur Deutschlands hat sich die letzten 33 Jahren um nicht messbare 0,1 Grad (vielleicht) erhöht: 5. Juli 2015, der bisher heißeste Tag Deutschlands?

Was kann man daraus für einen Schluss ziehen?

Der IPCC erklärt im Bericht der Langfassung eindeutig, dass seine im Summary aufgrund massiver, politischer Beeinflussung gelisteten Klimaalarm-Thesen nicht belegt sind. Und dies deckt sich auch mit allen Recherchen des Autors und vieler anderer. Für Deutschland gibt es ebenfalls nur minimalste, eventuell einem Klimawandel zuordenbare Effekte.
Wer nur ein bisschen Bildung (und nicht nur Ideologie) sein Eigen nennt, muss auf solche Tatsachen hin massive Zweifel anmelden. Niemals käme man auf die Idee, auf solch unbelegte „Vermutungen“ hin ein ganzes Land zwangsweise „umzubauen“ und sogar eine „Transformation“ durchzuführen. Eine vernünftig agierende Firma würde aufgrund solch windiger Thesen kaum auch nur einen Cent ausgeben

Es ist ein Affront gegen jeden kritischen Bürger

Aufgrund solcher reinen Vermutungen, zusätzlich beeinflusst durch keinesfalls neutrale Berater das Geld der Bürger vorbeugend zu verschleudern, anstelle Kritik ernst zu nehmen, ist un-demokratisch und schon fast eine bewusste Verletzung des Amtseids.

Trotzdem erklärt eine Spitzenpolitikerin einer demokratischen Partei solche mehr als berechtigte Zweifel als „Mangel an Ernsthaftigkeit“ und „Irrglauben“ – und keiner in den Parteien widerspricht ihr und unsere gleich geschalteten Medien jubeln ihr zu. Im Gegenteil, man denkt daran, dieser Frau noch mehr Macht zu geben:

Klimaretter.Info 08.09.3015: Hendricks fordert stärkeres Ministerium
… Und fordert ein neues Initiativrecht für ihr Haus – "zur Stärkung der Umweltpolitik des Bundes". Berater empfahlen Hendricks, ein Vetorecht zu fordern
Das würde bedeuten: Die Umweltministerin kann – im Einvernehmen mit der Bundeskanzlerin – verlangen, dass sie sich auch mit Angelegenheiten befassen darf, die eigentlich in den Geschäftsbereich eines anderen Ministeriums gehören.

Mit dieser Macht ausgestattet soll Frau Hendricks wohl als Marionette und Sprechblase der Kanzlerin und ihrer Berater Deutschland „transformieren“, damit diese sich der Welt als Klimaretter präsentieren können. 

Weitere Gedanken dazu möge sich jeder Leser selbst machen.

Nachtrag

Im Beitrag geht Frau Hendricks auch auf technische Gegebenheiten der CO2-Vermeidung und des EEG ein. Auch darin scheint sie schier hellseherische Fähigkeiten zu besitzen: [1]

wir wissen aber sehr wohl, welche technologischen Pfade dann nicht mehr benutzt werden können. Mitte des Jahrhunderts werden wir beispielsweise unseren Strom vollkommen erneuerbar herstellen müssen.
… Gleichzeitig müssen wir unsere Stromnetze ausbauen und Speichertechnologien voranbringen
… Auch beim Verkehr wissen wir heute schon sicher, wovon wir uns verabschieden müssen. Mitte des Jahrhunderts können unsere Autos nicht mehr mit fossilen Kraftstoffen angetrieben werden.
… werden wir Möglichkeiten zur Abscheidung, Nutzung und vielleicht auch Speicherung von CO2 benötigen.

Die Geschichte zeigt zum Glück, weshalb solche sicheren Prophezeiungen öfters auch nicht eintreffen: Es gibt bis dahin einfach die Hellseher nicht mehr (in den verantwortlichen Positionen).

Eine wirkliche Zukunftsschance verbaut sie allerdings für Deutschland – sich als Wissenschafts-Standort zu beweisen.
Man stelle sich vor, Frau Hendricks würde aufgrund der vielen Ungereimtheiten und Zweifel im IPCC-Bericht anfangen, unabhängige, neutrale Klimaforschung zu fördern. Das Ergebnis könnte einen Erdrutsch auslösen und die Reputation Deutschlands in der Welt als ein Land, auf dessen Wissen(schaft) man sich verlassen kann heben.
Es würde natürlich auch bedeuten, dass geliebte, allerdings eher zwielichtige, politische Gestalten auf internationalen Bühnen einen nicht mehr so zuvorkommend begrüßen.

Zitat aus einem Zeitungsartikel der nordbayerischen Nachrichten vom 14.12.2015:
„Zum wiederholten Male lobt Hendricks das politische Geschick ihres „Freundes Tony de Brum“. Der Außenminister der Marshallinseln, die bei einem weiteren Anstieg des Meeresspiegels im Meer versinken würden, hatte am Morgen Anstecker aus getrockneten Halmen verteilt. Sie sollten Glück bringen. Auch Bundesumweltministerin Frau Hendricks und EU-Klimakommissar Miguel Arias Cañete befestigten ihre Bast-Anstecker am Revers.“

Erklärung: In der Recherche über die Marshall-Inseln[9] „Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter“ wurde gezeigt, dass Herr Tony de Brum eine ganz unrühmliche Rolle bei der (falschen) Darstellung zur Ursache der Probleme seiner Inseln spielt, Beschreibung aus der SZ, Zitat:“  Tony de Brum … Außenminister der Malediven, ein Tier, wenn es um Diplomatie geht, einer der rabiatesten Minister bei diesen Verhandlungen…“.

Quellen

[1]
Handelsblatt 9. September 2016 Nr. 175, Gastbeitrag von Frau Hendricks: Weit verbreiteter Irrglaube

[2]
Quelle der Übersetzungen: EIKE 09.12.2015: Pinocchiopresse? Lügenpresse? Die deutschen Medien und ihre "Klimakatastrophen"
http://eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/pinocchiopresse-luegenpresse-die-deutschen-medien-und-ihre-klimakatastrophen/

[3]
IPCC AR5 Langfassung: Fifth Assessment Report CLIMATE CHANGE 2013 The Physical Science Basis
http://www.climatechange2013.org/images/report/WG1AR5_ALL_FINAL.pdf

[5]
WELT: Den Klimawandel mit wärmenden Textilien bekämpfen
https://beta.welt.de/print/die_welt/politik/article126420332/Den-Klimawandel-mit-waermenden-Textilien-bekaempfen.html?wtrid=crossdevice.welt.desktop.vwo.google-referrer.home-spliturl&betaredirect=true

[6]
EIKE: Teil II: Vom Wissenschaftlichen Dienst veröffentlichte Klimainformation für Abgeordnete Rezension: Teil 2
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/teil-ii-vom-wissenschaftlichen-dienst-veroeffentlichte-klimainformation-fuer-abgeordnete-rezension-teil-2/

[7]
EIKE 16.08.2016: Teil I: Vom Wissenschaftlichen Dienst veröffentlichte Klimainformation für Abgeordnete Rezension: Teil 1
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/teil-i-vom-wissenschaftlichen-dienst-veroeffentlichte-klimainformation-fuer-abgeordnete-rezension-teil-1/

[8]
EIKE: Kann man den Klimawandel in Deutschland wirklich täglich spüren? Eine Suche mit überraschendem Ergebnis
http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/kann-man-den-klimawandel-in-deutschland-wirklich-taeglich-spueren-eine-suche-mit-ueberraschendem-ergebnis/

[9]
Gehen die Südseeinseln wirklich wegen des Klimawandels unter, Teil 3 Die Marshall-Inselgruppe – (kein) Beispiel für einen Untergang
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/gehen-die-suedseeinseln-wirklich-wegen-des-klimawandels-unter-teil-3-die-marshall-inselgruppe-kein-beispiel-fuer-einen-untergang/




Chaos & Klima – Teil 3: Chaos & Modelle

In diesem Essay geht es darum, die möglichen Verbindungen zwischen Klima und Chaos zu klären. Dies ist keine hochtechnische Diskussion, sondern eine grundlegende Einführung zu diesem Thema, um etwas zu erhellen, was das IPCC meint mit seiner Aussage „wir haben es mit einem gekoppelten, nichtlinearen und chaotischen System“ zu tun und wie dies unser Verständnis von Klima und Klimawissenschaft verändern könnte. Dies ist der Dritte Teil einer Reihe. Die anderen beiden Teile stehen hier (Teil 1) und hier (Teil 2). In diesem Beitrag geht es um Periodenverdoppelung, welche zu Chaos führt, und darum, was Chaos für die Klimamodellierung bedeutet.

Es ist wichtig, nicht zu vergessen, dass jedwede Verwendung des Wortes Chaos (und dessen Ableitung chaotisch) in diesem Essay die Absicht hat, Bedeutungen zu haben im Sinne der Chaos-Theorie, „also der Bereich in der Mathematik, der das Verhalten dynamischer Systeme zum Inhalt hat, die hoch sensitiv sind gegenüber den Ausgangsbedingungen“. Das Wort Chaos bedeutet hier nicht „vollständige Konfusion und Unordnung: ein Zustand, in dem Verhalten und Ereignisse durch nichts kontrolliert werden“. Vielmehr bezieht es sich hier auf dynamische Systeme, in denen „kleine Differenzen in den Ausgangsbedingungen … erheblich voneinander abweichende Ergebnisse zeitigen … mit dem Beweis, dass langfristige Prophezeiungen allgemein unmöglich sind. Dies ist sogar in deterministischen Systemen der Fall. Dies bedeutet, dass deren zukünftiges Verhalten vollständig von den Ausgangsbedingungen bestimmt wird, ohne Einbeziehung irgendwelcher zufälliger Elemente. Mit anderen Worten, die deterministische Natur dieser Systeme macht sie nicht [automatisch] vorhersagbar. Edward Lorenz nannte dies ein „scheinbar zufälliges und unvorhersagbares Verhalten, das nichtsdestotrotz präzisen und oftmals einfach zu beschreibenden Regeln folgt“. Falls man diesen wichtigen Unterschied nicht versteht, wird man das gesamte Thema völlig missverstehen. Falls Obiges nicht klar ist (was keine Überraschung wäre, ist dies doch kein einfaches Konzept), lese man zumindest den Beitrag bei Wikipedia zur Chaos-Theorie.

Das Problem der Periodenverdoppelung

Die klassische mathematische Formel, die die Prinzipien der Chaos-Theorie beschreibt, ist die logistische Gleichung, die ich in dieser Beitragsreihe immer wieder verwendet habe.

Der Biologe Robert May gebraucht sie als ein „demographisches Modell analog der logistischen Gleichung“ … wobei „xn eine Zahl zwischen Null und Eins ist, die das Verhältnis der bestehenden Bevölkerung zur maximal möglichen Bevölkerung repräsentiert“. Der Parameter r ist die reproduktive Rate, ausgedrückt in ganzen Zahlen. In der logistischen Karte konzentrieren wir uns auf das Intervall (0, 4). Wenn wir das tun, erzeugt es das universelle Bifurkations-Diagramm für die logistische Gleichung, oder logistische Karte, welche die Charakteristiken zeigt, wenn sich der Parameter r ändert:

Dem folgen Zeitreihen der Ergebnisse bei verschiedenen Werten von r – was mit den farbigen vertikalen Linien korrespondiert:

Für jetzt wollen wir die Bereiche ignorieren, die nahezu durchgehend mit grau bedeckt sind und uns auf die Schnittpunkte mit den farbigen Linien konzentrieren. Wir sehen, dass die Zunahme von r bis 3,1 eine Sägezahn-Graphik erzeugt mit einer Periode von 2. Bei 3,5 verdoppelt sich die Periode auf 4, dann rapide auf 8 und dann 16 (es gibt auch Punkte für 32 und 64 usw.). Außerdem reichen die Magnituden-Werte (die x) von einer engen Bandbreite von 20% der Einheit bei der Periode 2 bis zu kolossalen 45% der Einheit (die gesamte Bandbreite) bei Periode 4.

Falls wir die Dynamik des Windes über dem neuen Design einer Flugzeug-Tragfläche betrachten, würden wir als Erstes eine kleine unerklärliche Vibration erkennen (da der Wert unseres r kaum über 3 hinausgeht), gefolgt von einem definitiven Schütteln bei r = 3,1. Dann beobachte man, wie sich das Ding sich selbst in Stücke zerlegt, wenn r immer weiter zunimmt.

Einige könnten denken, dass dies irgendwie eine „Rückkopplung“, ein „Rückkopplungs-Loop“ oder ein „Runaway-Rückkopplungs-Loop“ ist. Sie hätten unrecht. Das Ergebnis – unsere sich selbst in Stücke zerlegende arme hypothetische Flugzeug-Tragfläche – sieht sicher so ähnlich aus, aber die Ursache ist eine ganz andere. Dies ist ein universelles Phänomen chaotischer, nichtlinearer Systeme, repräsentiert durch das Bifurkations-Diagramm. In gewisser Weise gibt es keine andere Ursache als die Natur des Systems selbst.

Man vergesse nicht, es muss einen Grund geben für die Zunahme des Faktors r – aber eine Zunahme von r – sagen wir mal eine Verdoppelung von 1 auf 2 – führt weder zu Instabilität noch zu Chaos, sondern nur zu einer Zunahme der Magnitude von x (siehe das kleine eingefügte Bild im größeren Bild oben). Die Zunahme von r von 2 auf 2,5 hat den gleichen harmlosen Effekt, nämlich eine Zunahme der Magnitude von x. Die einfache Tatsache des Zunehmenden r führt nicht zu einer Verdoppelung der Periode selbst – sondern, wie ich in Teil 2 dieser Reihe gezeigt habe, zu Stabilität bei höheren Werten von x – es sei denn, der Wert von r wird größer als 3. An diesem Punkt beginnt der Prozess der Perioden-Verdoppelung, was zu Chaos führt.

(Es gibt viele nicht lineare, chaotische Systeme in der physikalischen Welt, die alle ihre eigenen Parameter und Formeln haben, und die ihre eigenen Bedingungen haben, an welchen in dem System die Perioden-Verdoppelung und damit das Chaos beginnt. Lediglich in der logistischen Gleichung ist die magische Zahl 3).

Man beachte auch die anderen ziemlich komischen Dinge hier: bei 3,8+ gibt es ein Fenster mit einer Periode 3, welches in eine Periode 6 springt, dann 12, dann 24 … die kleine Bifurkation nahe dem untersten Teil der braunen Linie bei 3,8 sieht – falls man sie vergrößert – genau so aus wie eine invertierte Version des gesamten Diagramms – ein Vorgang, dem man Selbst-Ähnlichkeit nennt, den wir aber hier nicht behandeln.

Gibt es das auch in der realen Welt? Jawohl! Boomende und vergehende Tierpopulationen, Wirtschaft (siehe eine logistische Karten für eine modifizierte Phillips-Kurve hier), in strömenden Flüssigkeiten, in den Vibrationen von Systemen in Bewegung, in unregelmäßigen Herztönen, was zu lebensbedrohenden Bedingungen führt. Sprünge der Perioden-Verdoppelung sind allgemein und können in physikalischen Systemen ziemlich destruktiv sein.

Diese Art von Phänomenen kann die Ursache sein für den Zusammenbruch der Tacoma Narrows-Brücke (1940) hier, von dem es bei Wiki heißt: „In vielen Physik-Lehrbüchern wird dieses Ereignis als ein Musterbeispiel für elementar erzwungene Resonanz angeführt, wobei der Wind eine externe periodische Frequenz zeigt, die zu der natürlich strukturierten Frequenz der Brücke passte, obwohl der tatsächliche Grund für den Zusammenbruch aeroelastisches Flattern [aeroelastic flutter] war“. Man beachte, dass der Wind nur mit etwa 40 mph [ca. 64 km/h bzw. 6 Bft] wehte.

Herzspezialisten haben mit der Chaos-Theorie gearbeitet sowie mit der ins Chaos führenden Perioden-Verdoppelung bei der Untersuchung von Herzschlag-Unregelmäßigkeiten wie etwa cardiac dysrhythmias, ventricular fibrillation and pulseless ventricular tachycardia. Hier folgt ein Ausschnitt aus meinem letzten EKG, welcher die elektrischen Impulse zeigt, wenn mein Herz vier mal schlägt:

Man versicherte mir, dass es genauso aussieht wie es aussehen muss. Allerdings kann es auch schief laufen, und das passiert auch tatsächlich:

Der Schnelle Herzschlag oben (Herzrasen) scheint eine Verdoppelung des Herzschlags zu sein. Shannon Lin an der UC Davis, berichtet in einer Studie mit dem Titel „Chaos in Human Systems, dass im Falle von Herzrhytmus-Störungen EKGs implementiert werden, um die vom Herz erzeugten elektrischen Ströme zu messen. Nach Begutachtung der Daten waren die Ärzte in der Lage, den Herzschlag mittels eines Chaos-Kontrollprogramms zu manipulieren“. Weitere Details stehen hier.

Wenn ich sage, dass Perioden-Verdoppelungs-Bifurkationen in dynamischen Systemen universell sind, übertreibe ich nicht – man versuche es selbst mit der einfachen Suche im Internet nach ,images bifurcation diagram‚. Klickt man sich durch die Ursprünge der resultierenden Bilder kann man eine Ahnung bekommen – man findet sie überall in nicht linearen, dynamischen Systemen – Biologie, Evolution, Chemie, Physik, Mathematik, Wärmefluss, strömende Flüssigkeiten, Manipulation des Herzschlags, das Studium und die Funktionen von Neuronen im Gehirn, verschiedene physikalische Oszillatoren, kartographische Erfassung und Kontrolle von Epidemien wie Masern, Sorgen von Ingenieuren hinsichtlich von Vibrationen in Strukturen und so weiter (also wirklich…).

Wie in Teil 2 dieser Reihe erklärt, wissen Ingenieure um das Chaos und führen umfangreiche Untersuchungen durch, damit ihre Systeme innerhalb der Parameter stabiler Regimes verbleiben. In einer Ingenieurs-Studie heißt es: „Chaos ist bei den meisten technischen Anwendungen unerwünscht. Viele Forscher haben sich dem Auffinden neuer Wege verschrieben, um Chaos effizienter zu unterdrücken und zu kontrollieren“.

Perioden-Verdoppelung führt zu Chaos

Weiter vorn in dieser Reihe habe ich Edward Lorenz mit den Worten zitiert „Ein Phänomen, dass man später ,Chaos‘ nennt – scheinbar zufälliges und unvorhersagbares Verhalten, das nichtsdestotrotz präzisen und oft sogar einfach zu formulierenden regeln folgt“.

[Einschub des Übersetzers: Ich selbst habe mich als Hobby ebenfalls mal mit der Chaos-Theorie beschäftigt. Man unterscheidet das ,deterministische Chaos‘, das dennoch strikt durchweg bekannten Gesetzen folgt, wie es der Autor hier beschreibt, und das ,absolute Chaos‘ wie z. B. der Flug eines Schmetterlings. Merkwürdig, dass der Autor diesen grundlegenden Unterschied hier nicht erwähnt.

Ende Einschub]

Er verwendet den Terminus Chaos, um Prozesse zu beschreiben, die „scheinbar zufällig fortschreiten, obwohl deren Verhalten strikt durch präzise Gesetze vorgegeben wird“. Er weitet die Definition aus auf „Phänomene, die leicht zufällig sind, unter der Voraussetzung, dass ihre viel größere offensichtliche Zufälligkeit nicht ein Nebenprodukt ihrer leichten wahren Zufälligkeit ist. Das heißt, Prozesse in der realen Welt, die so aussehen, als ob sie zufällig ablaufen – vielleicht ein fallendes Blatt oder eine flatternde Fahne – sollten ebenfalls als Chaos gelten, solange sie weiterhin zufällig aussehen, selbst falls irgendeine wahre Zufälligkeit irgendwie eliminiert werden kann“.

(Dieses definitorische Problem wird verschärft durch die Verwendung zahlreicher anderer Termini – Nichtlinearität, nichtlineare Dynamik, Komplexität und Fraktale – welche heute oftmals synonym verwendet werden mit Chaos im einen oder anderen Sinne. Und das als Clou auf der Tatsache, dass der Terminus ,Chaos-Theorie‘ eine Fehlbezeichnung ist – es handelt sich nicht um eine einzelne Theorie, sondern ein weites Feld für Studien, und betrifft Systeme, die durchweg deterministisch sind).

Unser Bifurkations-Diagramm zeigt, was passiert, wenn ein nicht lineares, dynamisches System über einen bestimmten Punkt hinausgeht – seien das nun Dynamik der Population, aerodynamische Flüsse oder der Bau von Brücken. Aufeinander folgende Perioden-Verdoppelungen führen zu Chaos – scheinbar zufälligem und unvorhersagbarem Verhalten – der nahezu durchweg grau gefärbte Teil der Logistischen Graphik. In einigen chaotischen Systemen kommt es zu period halving cascades gefolgt von Stabilität, diese wiederum gefolgt von aufeinander folgenden Perioden-Verdoppelungen. Die Wahrheit ist, dass dieses Verhalten IN KEINER WEISE zufällig ist, sondern strikt deterministisch. Aber an jedwedem und an allen gegebenen Punkten in dem chaotischen Bereich sind alle zukünftigen individuellen Werte unvorhersagbar. Sie können nicht bestimmt werden, ohne sie tatsächlich zu berechnen.

Versteckt im Chaos-Regime finden sich Bereiche mit periodischem Verhalten, in perfekter Ordnung. Man beachte auch, dass die Werte von x eingezwängt sind – bei einem r-Wert von 3,7 wird x nicht unter 0,2 und nicht über 0,9 liegen (auf einer einheitlichen Skala). Steigt r jedoch über vier, kann x jeden beliebigen Wert annehmen, in der gesamten Bandbreite, alles oder nichts, und alles dazwischen.

Was noch sonderbarer ist: wenn die Datenpunkte im chaotischen Bereich auf unterschiedliche Weise betrachtet werden, kann ein dynamisches System mit einem chaotischen Attraktor lokal instabil, global aber stabil sein: sind einige Sequenzen erst einmal in den Attraktor eingetreten, divergieren Nachbarpunkte voneinander, verlassen aber niemals den Attraktor. Solche unterschiedliche Betrachtungen können beispielsweise eine Zeitreihe von Differenzen der Werte zu jedem nachfolgenden Punkt sein, oder in mehreren Dimensionen. Dann zeigen sich sehr komplexe und mathematisch wunderschöne Beziehungen, Strange Attractors genannt.

Der Rössler-Attraktor ist ein Beispiel:

Der Rössler-Attraktor wurde von Otto Rössler im Jahre 1976 entworfen, „aber die ursprünglichen theoretischen Gleichungen stellten sich später als nützlich bei der Modellierung von Gleichgewicht bei chemischen Reaktionen heraus“.

Dave Fultz (1921-2002) arbeitete am berühmten Hydrodynamics Lab der University of Chicago. Dort „erdachte Dave klug und systematisch noch vor Aufkommen der numerischen Modellierung eine Anzahl von Labor-Anomalien, um Einsicht zu erlangen in viele komplexe atmosphärische Prozesse, am bedeutendsten der atmosphärischen allgemeinen Zirkulation. Seine ,dishpan‚-Experimente ergaben greifbare Beispiele von anderenfalls kaum verstandenen physikalischen Prozessen“. In seiner dishpan [Übersetzung nach LEO: Abwaschschüssel) fand er nicht nur die atmosphärischen Prozessen innewohnende Ordnung wie etwa dem Jetstream, sondern auch Dinge, die ihn verstörten. „Für eine organized person ist Chaos sowohl ein Objekt der Faszination, weil es so unterschiedlich daherkommt, als auch der Besorgnis“. Raymond Hide hat in Cambridge ähnliche Arbeiten durchgeführt, wobei diese Bilder des grundlegenden dishpan-Apparates sowie einige von deren Ergebnissen eingingen, einschließlich eines chaotischen Zustandes rechts.

Diese physikalischen Experimente wurden nahezu simultan in numerischen Modellen nachgebildet, einschließlich jenes berühmten Modells, das von Edward Lorenz entwickelt worden war.

Das Chaos-Problem in Klimamodellen

„Das Klimasystem ist ein gekoppeltes, nichtlineares chaotisches System“, und wenn jemand dieses System modelliert, besteht das Modell mathematisch aus verschiedenen Formeln für die nichtlineare Dynamik fließender Bewegungen, Wärmetransfer und so weiter.

Die Wärmetransfer-Gleichungen lauten:

Bemerkung zu Stefan-Boltzmann: „Thermische Strahlung bei Gleichgewicht wurde von Planck untersucht mittels gleichgewichts-thermodynamischer Konzepte. Die thermischen Eigenschaften des Gases aus Photonen sind bekannt. Eine davon, das Stefan-Boltzmann-Gesetz, gibt den Wert des Energieflusses mit den Termen der Temperatur des Emitters durch ein Kraftgesetz [power law]: σT4. Das klassische Schema ist nicht mehr anwendbar (beispielsweise wenn die Strahlung nicht im Gleichgewicht ist infolge der Gegenwart thermischer Quellen oder Temperaturgradienten). Dann wird es notwendig, eine Nicht-Gleichgewicht-Theorie heranzuziehen. Ein erster Versuch, Nicht-Gleichgewichts-Strahlung zu beschreiben könnte durchgeführt werden mittels Nicht-Gleichgewichts-Thermodynamik. Nichtsdestotrotz sind einige der Gesetze, die das Verhalten thermischer Strahlung bestimmen, nicht lineare Gesetze, deren Ableitung jenseits des Schirmes dieser Theorie liegen, die lediglich lineare Beziehungen bietet zwischen Flüssen und Kräften“. — Nonequilibrium Stefan-Boltzmann law,  Pérez-Madrid_ and Rubí (2010).

Und dann ist da noch die Boltzmann’sche Transport-Gleichung [Boltzman Transport Equation (BTE)], welche das statistische Verhalten eines thermodynamischen Systems beschreibt, das sich nicht im Gleichgewicht befindet. Ein klassisches Beispiel hierfür ist eine Flüssigkeit mit Temperaturgradienten wie etwa ein Ozean oder eine Atmosphäre. Darin fließt Wärme aus wärmeren zu kälteren Gebieten. „Die BTE ist eine nonlinear integro-differential equation, und die unbekannte Funktion in der Gleichung ist vermutlich eine Wahrscheinlichkeits-Dichte-Funktion im sechsdimensionalen Raum mit Geschwindigkeit und Lage eines Partikels. Das Problem der Existenz und Einheitlichkeit von Lösungen ist immer noch nicht vollständig gelöst, aber einige Ergebnisse aus jüngster Zeit sind vielversprechend. „Das Ausformulieren der Formel wird uns hier nicht erleuchten. Allerdings weise ich darauf hin, dass die Gleichung eine nichtlineare stochastische partielle Differentialgleichung ist, weil die unbekannte Funktion in der Gleichung eine kontinuierliche Zufallsvariable ist. (In einem stochastischen Prozess gibt es einige Unbestimmtheiten: selbst wenn die Ausgangsbedingung (oder der Startpunkt) bekannt ist, gibt es viele (oftmals unendlich viele) Richtungen, in die sich der Prozess entwickeln kann).

Und was auch auf das Klima anwendbar ist: Newtons Gesetz von Abkühlung

„Konvektive Abkühlung wird manchmal beschrieben als Newtons Gesetz von Abkühlung: Die Rate des Wärmeverlustes eines Körpers ist proportional zum Temperaturunterschied zwischen dem Körper und dessen Umgebung“.

Allerdings erfordert die Gültigkeit des Newton’schen Abkühlungsgesetzes definitionsgemäß, dass die Rate des Wärmeverlustes durch Konvektion eine lineare Funktion („proportional zu“) der Temperaturdifferenz ist, die den Wärmetransport antreibt, und bei konvektiver Abkühlung ist dies manchmal nicht der Fall. Allgemein ist Konvektion nicht linear abhängig von Temperaturgradienten und in manchen Fällen sogar stark nichtlinear. In diesen Fällen ist das Newton’sche Gesetz nicht anwendbar (zusätzlicher Link).

Die Navier–Stokes-Gleichungen beschreiben die Bewegung viskos flüssiger Substanzen. Sie werden zur Modellierung von Dingen wie Wetter und Ozeanströmungen herangezogen und sind nichtlineare partielle Differentialgleichungen im allgemeinen Fall und gelten daher auch für fast jede reale Situation. Die Nichtlinearität macht die meisten Probleme schwierig oder unmöglich zu lösen und ist der Hauptbeitragende zur Turbulenz, welche die Gleichungen modellieren.

Ich bin sicher, dass all jene, die diesen Blog oft besuchen, die Bedeutung dieser Formeln/Gesetze erkennen. Es kann verstörend sein zu bemerken, dass die Stefan-Boltzmann-Gleichung, das Newton’sche Abkühlungsgesetz und Navier-Stokes-Gleichungen der Dynamik von Flüssigkeiten tatsächlich nicht linear sind, sondern dort, wo die Ozeane auf die Atmosphäre treffen, allesamt in ihrer Natur und ihrem Verhalten nichtlinear sind (hier). Diese sind Teil der vielen anderen nichtlinearen dynamischen Systeme, die bei der Klimamodellierung involviert sind.

Die in der täglichen Wissenschaft verwendeten linearen Versionen, einschließlich der Klimawissenschaft, sind oftmals nichts weiter als vereinfachte Versionen der wirklichen Phänomene, die sie beschreiben sollen – vereinfacht, um die Nichtlinearitäten einzuschränken oder zu entfernen. In der realen Welt, der sich nicht im Gleichgewicht befindlichen Welt, verhalten sich Klimaphänomene nichtlinear im Sinne nichtlinearer dynamischer Systeme. Warum aber verwenden wir diese vereinfachten Formeln, falls sie nicht akkurat die reale Welt reflektieren? Weil die Formeln, die die reale Welt akkurat beschreiben, nichtlinear sind und viel zu schwierig – oder unmöglich – zu lösen sind – und selbst wenn sie lösbar wären, würden sie Ergebnisse zeitigen, die unter normalen Bedingungen mit einem Wort unvorhersagbar und hoch sensitiv gegenüber den Ausgangsbedingungen (hier) sind. Nicht alle Formeln können adäquat vereinfacht werden, um die Nichtlinearität zu entfernen.

Diese Beispiele sollen illustrieren, immer neu wiederholen und daran erinnern, dass viele der physikalischen Prinzipien und der mathematischen Formeln, die diese Prinzipien beschreiben, in ihrer ursprünglichen und geeigneten Form nichtlinear sind, da sie nichtlineare dynamische Systeme repräsentieren. Und diese Formeln finden Eingang in die allgemeinen Zirkulationsmodelle, die Wetter, Klima und Klimawandel vorhersagen sollen.

Das Ergebnis dieser Lage sind Modellsimulationen, die genau wie dieses Multi-Model-Ensemble der Wintertemperaturen in der Arktis aussehen, überlagert mit einer CRUT2.0-Version der gemessenen Temperaturen:

Der Begleittext zeigt, dass „alle drei Läufe von einem der Modelle (violette dünne Linien mit offenen Dreiecken) mit relativ warmen Zuständen begonnen haben, im Gegensatz zu Simulationen anderer Modelle und Beobachtungen. Die Simulation von Meereis durch dieses Modell zeigt offensichtlich eine ungeeignete Initialisierung für die Simulation des Klimas im 20. Jahrhundert (Zhang and Walsh 2006). Eine andere Erklärung ist, dass sich das Modell immer noch in einem Nicht-Gleichgewichts-Zustand befindet (Y. Yu 2005, IPCC Workshop, persönliche Unterhaltung). Aus diesem Grunde werden die Ergebnisse vom FGOALS-g1.0 aus der Statistik und den Diskussionen in den folgenden Abschnitten ausgeschlossen“. Mit anderen Worten, obwohl das allgemeine Bild eines von vielen jeweiligen Läufen von 20 Modellen ist, wobei jeder Lauf klassisch nichtlineare, chaotische Ergebnisse liefert, waren die FGOALS-Läufe so weit entfernt davon, synchron mit den Anderen zu sein, (aus noch nicht völlig verstandenen Gründen), dass sie einfach weggeworfen werden mussten – nicht weil es sich um ein schlechtes Modell handelt – sondern aufgrund der grundsätzlich nichtlinearen Natur der Physik des modellierten Klimas – die Physik ist extrem sensitiv gegenüber Ausgansgbedingungen, und wenn wir lediglich „die Mathematik ausführen“, ist das Ergebnis – das Chaos in ihrem Wesen – kaum eingeschränkt.

Alles in allem erkennt man, dass es eine Art eines grünlich-bläulich konzentrierten Bandes zu geben scheint, das von 1880 bis 2000 läuft mit einem Startwert bei -0,3 und endend bei +0,3, welches etwa 0,4 Grad breit aussieht. Ich habe den Verdacht, dass dies auf der Grundlage – oder ein Artefakt einer – gewissen Übereinstimmung von Parametern zwischen den Modellen beruht. Dies sollte nicht verwechselt werden mit einer übereinstimmenden Vorhersage/Projektion. Es ist in der Klimawissenschaft Standardpraxis, alle jene (Arten von) zitternden Linien (Modellergebnisse) zu „mitteln“ und das eine „Projektion“ zu nennen. Warum das absurd ist, wird deutlich, wenn man diesen Beitrag liest: Real Science Debates Are Not Rare, ein Gastbeitrag hier bei WUWT von Dr. Robert G. Brown im Oktober 2014.

Diese Diskussion über Modelle beabsichtigt in keiner Weise, ein Angriff auf Modelle allgemein zu sein, sondern sie soll lediglich darauf hinweisen, dass die Ergebnisse derartiger Modelle der Output gekoppelter nichtlinearer chaotischer Systeme sind und folglich drastisch unterschiedliche Ergebnisse für das gleiche Problem liefern, mit den gleichen physikalischen Formeln, unter Verwendung sich geringfügig unterscheidender Modelle für das gleiche Klimasystem mit den im Wesentlichen gleichen Ausgangsbedingungen.

Die Ergebnisse des obigen Modelllauf-Ensembles „prophezeien nicht“ die bekannte Vergangenheit mit irgendeinem Grad von Genauigkeit und zeigen sogar die offensichtlichen Höhen und Tiefen nicht. Der Hauptgrund hierfür ist nicht, dass die Modelle unrichtig und unvollständig sind – sondern dass sie korrekt genug sind, um zumindest Einiges der Nichtlinearität des realen Klimas zu enthalten. Folglich erzeugen sie Ergebnisse, die 1) sich wild über die gesamte Bandbreite erstrecken, abhängig von Ausgangsbedingungen, und 2) sich jedes Mal unterscheiden, wenn man sie laufen lässt mit irgendeiner anderen als genau der gleichen Ausgangsbedingung ohne jede Variation – beide diese Fakten sind Seiten der gleichen Medaille – Chaos.

Wenn man also durch die Linse der Chaos-Theorie schaut – der Linse des Studiums nichtlinearer dynamischer Systeme – ist es nahezu unsinnig zu sagen, dass die „(Klima-“)Modelle in Übereinstimmung sind.

Aber Moment, einige könnten sagen, dass ein bläulich-grünes Band und die Steigung auf der rechten Seite … uns sicher etwas sagen kann, dass die Modelle darin übereinstimmen, dass die Temperatur allgemein steigen wird und schneller steigen wird, je näher man der Gegenwart kommt. Die Antwort hierauf aus der Chaos-Theorie ist es, darauf hinzuweisen, dass den grundlegenden Gleichungen Parameter hinzugefügt worden waren, um dieses Ergebnis sicherzustellen – dass das Modell „frisiert“ worden war zu „funktionieren“ – Frisiert, um zumindest allgemein dieses Ergebnis zu erzeugen. Würde das Modell nämlich die Vergangenheit nicht einmal annähernd reproduzieren, die bekannten Beobachtungsdaten, würde das Modell als falsch angesehen – um aber das Modell als korrekt zu beurteilen oder es überhaupt als gerechtfertigt anzusehen, muss es dieses allgemeine Bild erzeugen, um mit einem Jahrhundert bekannter Beobachtungsdaten „übereinzustimmen“.

Es ist dieses Frisieren, um es „passend“ zur jüngsten Vergangenheit zu machen, das die Modelle darin einschränkt, mit steigendem CO2 eine Zunahme zu erzeugen – es ist einfach Teil der Formel, die verwendet wurde, um das Modell in allen Fällen zu erzeugen. In unserem Beispielbild unten wären die Modelle, wenn sie nicht Projektionen geliefert hätten, die ähnlich aussahen wie im Zeitraum 1980 bis 1999, so lange re-frisiert worden, bis sie genau dieses Ergebnis hervorbringen würden. Ohne dieses Frisieren sagt uns die Chaos-Theorie, dass die Modelle Ergebnisse liefern würden, die mehr der rechten Seite dieses Bildes ähneln, wo die Temperatur immer noch chaotisch ist, aber wie auch immer man es dreht und wendet, die Temperatur nicht frisiert/parametrisiert worden ist, um automatisch mit dem CO2 zu steigen. (Die blaue Linie repräsentiert die Mittellinie der Projektionen zum Jahr 2000 (dem Beginn der „Zukunft“ für diese Läufe).

Ich habe in Part 2 dieser Reihe gezeigt, wie einfach diese Art von Frisieren erreicht werden kann, was zu diesen beiden Bildern führt:

In der kleinen oberen Graphik, die ich innerhalb von 10 Minuten erstellt hatte, verwendete ich die einfachste aller nichtlinearen Formeln (die logistic equation), wobei ich den Antrieb (das „r“ in der Formel) leicht verändert habe, so dass es minütlich zu- und abnimmt – um lediglich ein Tausendstel Grad pro Jahr, auf oder ab während verschiedener Zeiträume (wobei ich mein Modell grob an die globale mittlere Festlandstemperatur von 1856 bis 2014 angepasst habe). Zu diesem Ergebnis habe ich dann eine Hinzufügung addiert, die zufällig variiert zwischen 2 und 6 Prozent. Überlagert man meine frisierte chaotische Graphik den realen Beobachtungen, zeigt sich das fit. Ich beweise hier nichts bzgl. Klima, sondern nur, wie einfach, wie trivial es ist, selbst eine bekannte nichtlineare Formel so zu parametrisieren, dass ein bekannter Datensatz simuliert wird.

Wie wir sehen, ist es möglich, dass die Parameter, das Frisieren von GCMs den Haupt-Kontrollfaktor des Aussehens und der Richtung der Modellergebnisse repräsentieren kann.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Frisieren/die Parametrisierung eines GCMs viel komplexer und schwieriger ist und außerdem – wie wir am Beispiel der Wintertemperaturen in der Arktis sehen – nicht immer erfolgreich ist.

Einige (auf der Seite der Klima-Abweichler) charakterisieren dieses Frisieren, diese Parametrisierung der Klimamodelle als eine Art des Schummelns. Aber das ist es nicht. Es ist einfach ein notwendiger Schritt, falls die Modelle für überhaupt etwas brauchbar sein sollen. Es ist dieser Notwendigkeit geschuldet, dass die wirklichen Auswirkungen einer solchen Parametrisierung vollständig bekannt gemacht werden müssen, wenn man die Ergebnisse der Modellläufe und Ensembles interpretieren will – etwas, von dem viele glauben, dass es in den derzeitigen klimawissenschaftlichen Diskussionen fehlt. Jene Bekanntmachung muss begleitet sein von der Bekanntmachung der wirklichen Bedeutung der zugrunde liegenden Nichtlinearitäten und folglich der gesamt-Limitierungen der Modelle selbst.

Einige Klimawissenschaftler, Mathematiker und Statistiker sind der Meinung, dass es einfach nicht möglich ist, Modelle auf der Grundlage multipler gekoppelter (voneinander abhängiger) nichtlinearer dynamischer Systeme zu verwenden, wobei jedes sehr stark von seinen eigenen Ausgangsbedingungen abhängt. Man verändere sie ein wenig und gieße bedeutsame Projektionen oder Prophezeiungen zukünftiger Klimazustände aus – oder sogar Vergangenheit oder Gegenwart. Sie fühlen, dass es sogar noch unwahrscheinlicher ist, dass die Vermengung oder Mittelung multipler Modellprojektionen Ergebnisse erzeugen kann die zu jeder Art objektiver Realität passen – vor allem der Zukunft.

Der Autor: Bevor dieser Beitrag kommentiert wird:

Erstens, ich lehne es nach wie vor ab, mich in irgendeiner Art und Weise darüber zu streiten, ob das Klima der Erde ein „gekoppeltes, nichtlineares chaotisches System“ ist oder nicht. Vielmehr biete ich die folgende Liste mit Links an, die nicht mit mir übereinstimmen und für jeden, der mehr wissen möchte über die Chaos-Theorie und deren Implikationen:

The Essence of Chaos — Edward Lorenz
Does God Play Dice ? — Ian Stewart
CHAOS: Making a New Science — James Gleick
Chaos and Fractals: New Frontiers of Science — Peitgen, Jurgens and Saupe

Additional reading suggestions at Good Reads (skip the Connie Willis novella)

Zweitens, bevor man sich darüber auslässt, wie das Klima „nicht chaotisch ist“ oder der und der Datensatz „nicht chaotisch ist“, gehe man noch einmal zurück zu den Definitionen zu Beginn dieses Beitrags.

Link: https://wattsupwiththat.com/2016/09/04/chaos-climate-part-3-chaos-models/

Übersetzt von Chris Frey EIKE




EIKE 9. IKEK Prof. Dr.-Ing. Dieter Ameling: Das EEG und seine Bürokratie führen zur De-Industrialisierung

Die Hälfte der Rohstahlproduktion der Welt wird mittlerweile von China hergestellt (etwa 800 Millionen Tonnen), die, dank staatlicher Subventionen und geringerer Produktionskosten, mit Dumpingpreisen auf dem Weltmarkt handeln können. In Deutschland werden diesem Industriesektor, mit einer Vielzahl von Gesetzen und Vorschriften, bürokratische Hindernisse in den Weg gelegt (Abschaltverordnung, Netzentgeldregulierung, Klimaabgabe, EEG-Belastung der Eigenstromerzeugung, Ausgestaltung des EU-Emissionsrechtehandels u.a.)

Video des Vortrages von Prof. Dr. Dieter Ameling anlässlich der 9.IKEK am 12.12.15 im Haus der Technik in Essen  

Die Stahlindustrie gehört zu den energieintensiven Industrien, wo die Energiekosten existenziell für die Wettbewerbsposition sind. Nur mit wettbewerbsfähigen Energiekosten kann die Stahlindustrie überleben, ansonsten muss sie sich neue Standorte unter besseren Bedingungen suchen. Genau das geschieht zurzeit: die deutschen Direktinvestitionen im Ausland sind von 700 Milliarden Euro im Jahre 2001 auf 1200 Milliarden Euro im Jahre 2012 gestiegen. Für Deutschland und Europa hat dies letztendlich auch Exportrückgänge und Arbeitsplatzverlust zur Folge. Die Politik muss sich entscheiden, ob sie den Industriestandort Deutschland erhalten oder zerstören möch