Die (un-) freie Meinung der Bürger zum Klima: Wer nicht dafür ist, ist ein Unmensch

Handelsblatt, 19.09.2016 (Auszug): [1] Jeder Dritte will Kohlekraftwerke schnellstmöglich abschalten
Jeder dritte Bundesbürger will die deutschen Kohlekraftwerke so bald wie möglich abgeschaltet sehen – für den Klimaschutz. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten repräsentativen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Naturschutzorganisation WWF hervor. … Jeweils neun Prozent der Befragten sprachen sich dafür aus, die Kohlekraftwerke bis maximal 2050 weiterlaufen zu lassen oder gar nicht abzuschalten.

Die Meldung des WWF dazu ist umfangreicher

WWF, 19. September 2016 (stark gekürzte Auszüge): [4] Deutsche wollen Push für den Klimaschutz

In einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts YouGov im Auftrag des WWF Deutschlands erteilten die Befragten dem aktuellen Engagement der Bundesregierung in Sachen Klimaschutz schlechte Noten:
Jeder Fünfte (20 Prozent) beurteilte es als schwach oder sehr schwach,
44 Prozent als mittelmäßig.
Gerade einmal 3 Prozent schätzten es als sehr gut ein.
Mehr als die Hälfte der Befragten (53 Prozent) sagte, dass Deutschland viel mehr tun müsse, um international Vorreiter im Klimaschutz zu bleiben.

Dabei ist gut ein Drittel der Bürger (34 Prozent) dafür, die dreckigsten Kohlekraftwerke schnellstmöglich abzuschalten, die restlichen dann mittelfristig, zum Beispiel bis 2035.
Fast ebenso viele (33 Prozent) finden, dass alle Kohlekraftwerke so schnell wie möglich abgeschaltet werden sollten.
Nur 9 Prozent sind der Meinung, dass Kohlekraftwerke gar nicht abgeschaltet werden sollten.

80 Prozent der deutschen Bevölkerung halten die Verankerung der nationalen Klimaschutz- und Energiewendeziele etwa in einem Klimaschutzgesetz zumindest für wichtig, etwa jeder Vierte (23 Prozent) sogar für äußerst wichtig.

Das ist zwar noch nicht so viel Zustimmung wie im Bundestag. Dort stimmten 100 % der Abgeordneten einschließlich der gesamten Opposition für den Klimavertrag. Ein Novum, wie es sonst nur Diktaturen oder sozialistische Staaten kennen. Aber immerhin, für eine Demokratie lieferte die Befragung eindeutige Meinungen.
Wer bei der vom WWF initiierten Befragung allerdings anderer Meinung war, musste sich innerlich überwinden, als Unmensch angeprangert zu sein [2]. Leider ist die Studie selbst nicht im Internet zu finden, deshalb anbei die Kritik dazu von einer Stelle, der sie wohl komplett vorlag:

rwi: [3] Wie man in den Wald hineinruft …Unstatistik vom 28.09.2016

Mit der richtigen Fragestellung zum Wunschergebnis: Wie bereits im August zeichnen die Professoren Gerd Gigerenzer, Walter Krämer und Thomas Bauer auch im September ein Umfrageergebnis mit dem Negativtitel „Unstatistik des Monats“ aus. 53 Prozent aller Bundesbürger meinen, Deutschland sollte viel mehr tun, um auch weiter Vorreiter im Klimaschutz zu sein. Und für das „schnellstmögliche“ oder „so bald wie mögliche“ Abschalten aller Kohlekraftwerke plädieren 67% der Befragten. So ein Ergebnis des britischen Meinungsforschungsinstitutes YouGov, über das viele Medien berichtet haben, unter anderem das Handelsblatt.

Dieses Mal liegt der Missstand nicht in der Interpretation, sondern in der Art der Fragestellung. Die Antworten waren in die Fragen quasi eingebaut.
Die Frage zum Klimaschutz lautete:
„Beim Klimagipfel in Paris wurde 2015 ein internationales Abkommen für den Klimaschutz beschlossen. Anfang des Monats September haben die USA und China dieses Abkommen ratifiziert. Deutschland hat den Prozess noch nicht abgeschlossen und einen schwachen Klimaschutzplan für 2050 vorgelegt. Sollte Deutschland Ihrer Meinung nach mehr tun, um Vorreiter im Klimaschutz zu bleiben?“
Die Frage zu den Kohlekraftwerken lautete:
„Die Stromproduktion aus Kohle allein ist die größte Einzelquelle für die deutschen Treibhausgasemissionen. Was sollte Ihrer Meinung nach mit den Kohlekraftwerken passieren?“
Derart suggestive Fragen lenken die Antworten systematisch in eine vorbestimmte Richtung. Bei neutraler Fragestellung wäre das Ergebnis wahrscheinlich anders ausgefallen. Und bei einem direkten Vergleich mit Atomkraft ebenfalls.

In der Umfrageforschung unterscheidet man zwischen ergebnisorientierter und erkenntnisorientierter Demografie. Die YouGov–Umfrage steht für ersteres. Auftraggeber war der WWF (World Wide Fund for Nature). Was immer man von Kohlekraftwerken hält, die Meinung der Öffentlichkeit dazu sollte man neutral erfassen statt zu versuchen, diese systematisch in eine bestimmte Richtung zu beeinflussen.

Quellen

[1] Handelsblatt, 19.09.2016: Jeder Dritte will Kohlekraftwerke schnellstmöglich abschalten
http://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/energie-jeder-dritte-will-kohlekraftwerke-schnellstmoeglich-abschalten/14568118.html

[2] Achgut: Unstatistik des Monats: Fragen mit eingebauter Antwort
http://www.achgut.com/artikel/unstatistik_des_monats_fragen_mit_eingebauter_antwort

[3] rwi: Wie man in den Wald hineinruft …Unstatistik vom 28.09.2016

http://www.rwi-essen.de/unstatistik/59/

[4] WWF, 19. September 2016: Deutsche wollen Push für den Klimaschutz

http://www.wwf.de/2016/september/deutsche-wollen-push-fuer-den-klimaschutz/




Spiegel: Experten verurteilen Proklamationen eines neuen Anthropozän als „politisch“ … „unwissenschaftlich“ … „Wissenschafts-Phrasendrescherei“

Bild rechts: Die Erde vom Mond aus gesehen. Aus dem Spiegel-Beitrag.

Der Wissenschaftsjournalist und Geologe Axel Bojanowski kommentiert bei Spiegel Online hier das Betreiben von Aktivisten, ein neues Zeitalter, das „Anthropozän“ einzuführen, weil ihren Behauptungen nach der Mensch den Planeten so stark verändert hat, so dass ein neues geologisches Zeitalter diesem Umstand Rechnung tragen sollte.

All das hat seinen Ursprung in Vorwürfen, dass der Mensch die Oberfläche der Erde verändert hat, dessen Biodiversität, die Ozeane und die Atmosphäre mittels seiner Aktivitäten, und dass dies in der jüngsten geologischen Schicht der Erde bereits zum Vorschein kommt.

Aber Bojanowski schreibt, dass eine Anzahl führender Experten derartige Behauptungen als „abwegig“ bezeichnet. Im Untertitel schreibt er:

Aktivisten, Künstler und Forscher fordern, ein neues Erdzeitalter auszurufen – der Mensch habe den Planeten entscheidend verändert. Sie irren.

Er schreibt, dass diese Experten die neuerdings geforderte geologische Ausweisung als einen epochalen Irrtum, als inakzeptable Einflussnahme politischer Aktivisten auf die Forschung bezeichnen und als die Geschichte eines großen Missverständnisses.

Schon jetzt kriechen Politiker und andere Führer in Richtung Übernahme dieser neuen Bezeichnung und erlassen entsprechende Gesetze, schreibt er. Und warum auch nicht? Eine Anzahl Wissenschaftler und die Medien allgemein verwenden den Terminus bereits.

Selbst der Wissenschafts-Beirat der Regierung von Deutschland WBGU – geleitet vom PIK-Alarmisten Hans-Joachim Schellnhuber – verwendet den Begriff. Es gibt Bemühungen, offiziell das „Anthropozän“ zu einem neuen geologischen Zeitalter zu erklären. Bojanowski berichtet, dass vor 37 Jahren Wissenschaftler eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen hatten, deren Aufgabe es war, nach geologischen Beweisen zu suchen, die die Übernahme des Begriffes „Anthropozän-Zeitalter“ stützen sollen: Die Anthropozän-Kommission.

Dem Spiegel-Journalisten zufolge will die Kommission unter der Leitung von Jan Zalasiewicz von der University of Leicester versuchen, drei geologische Kommissionen davon zu überzeugen, das Zeitalter anzunehmen, welches vermeintlich im Jahre 1950 begonnen haben soll. Das Journal „Science“ hat bereits die ersten Ergebnisse publiziert, wie der Spiegel-Journalist schreibt.

Aber Bojanowski fügt hinzu, dass eine große Zahl von Experten dieses Ansinnen als „schlechte Wissensschaft“ bezeichnet, weil sie keinem der strikten geologischen Standards genügt, die man typischerweise bei der Benennung geologischer Perioden zugrunde legt.

Werbephrasen in der Wissenschaft“

Bojanowski zitiert den Ozean-Geologen James Scourse an der Bangor University in Wales, der sagt, dass der Terminus „irreführend und nutzlos“ ist und dass die Erde von Faktoren geformt wird, die weit außerhalb der Kontrolle durch den Menschen liegen. Andere Experten wie Whitney Autin vom Suny-College in New York und John Holbrook von der Texas Christian University nennen die Diskussion eine esoterische Debatte und machen geltend, wie Bojanowski schreibt, dass es eine „Tendenz zu Werbephrasen in der Wissenschaft“ gibt, die zu „fragwürdigen Begriffen“ führe wie „Anthropozän“.

Karriere-Beschleuniger“

Bojanowski schreibt:

Aus Sicht der Kritiker verstößt das Anthropozän-Konzept gegen so ziemlich jede wissenschaftliche Regel“.

Dann zitiert er den Geologen Sven Egenhoff von der Colorado State University:

Die Anthropozän-Mode habe sich überhaupt nur entfalten können, weil Forscher aus anderen Fachgebieten den Begriff anpriesen – die eigentlichen Experten hingegen, also Schichtenkundler, könnten nichts damit anfangen. Das Anthropozän diene vor allem Fachfremden als Karrierebeschleuniger“.

Der gesamte Artikel steht hier.

Link: http://notrickszone.com/#sthash.geVtjH81.gy9OIcaf.dpbs

Übersetzt von Chris Frey EIKE




Windindustrie erschlägt Schüler mit Windkult-Propaganda in Schulen – Teil 1

Die gleiche Taktik entfaltet sich in UK, wo Windkreisel-Advokaten mit Gestalten für junge und naive Gemüter mit liebenswerten kleinen Trickfiguren wie Tommy the turbine und Timmy the Turbine daherkommen.

In einem zeitnahen Gegenangriff hat sich Lyndsey Ward mit dem Meister-Cartoonisten Josh zusammen getan, um das Gift, das man einer Klasse aufoktroyiert hat, zu desinfizieren. Tatsächlich würde diese Art Propaganda selbst Joseph Göbbels vor Neid erblassen lassen angesichts der endlosen Lügen und der Dreistigkeit der Windbande.

Lyndsey hat auf ABC Radio ein Interview im Frühstücksradio geführt, in dem sie ihr Gegengift zur Propaganda der Windindustrie vorstellt:

[Im Original steht an dieser Stelle dieses Interview. Es ist mir nicht gelungen, den Link hier zu integrieren. Anm. d. Übers.]

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Tiny the Turbine hilft, die Propaganda der Windindustrie zurückzuschlagen, die Eingang in unsere Schulen gefunden hat

National Wind Watch
Lyndsey Ward
21 August 2016

Tiny the Turbine ist eine moralische Erzählung, welche die Wahrheit verkündet bezüglich der Auswirkungen der industriellen Windkraft-Entwicklung, und zwar in einer Art und Weise, die Kinder verstehen können. Sie wurden geschrieben von einer Anti-Wind-Campaignerin, illustriert von einem unterstützenden Cartoonisten und soeben online veröffentlicht.

Vor einiger Zeit wurde entdeckt, dass nicht nur multinationale Windpark-Vertreter in unseren Schulen willkommen geheißen wurden, sondern auch, dass sie Geschenke mitbrachten und vor den SchülerInnen nur von den ,Vorteilen‘ der Windentwicklung sprachen.

Kinder wurden aufgefordert, Turbinen Namen zu geben und Logos zu entwerfen. Sie werden zu Besichtigungen von Windparks mitgenommen. Die Botschaft ist klar: errichtet Windparks – anderenfalls wird der Planet leiden und die Eisbären und Pinguine werden sterben!

Die andere Seite dieser Medaille wurde dagegen niemals angesprochen, soweit wir wissen.

Es gibt keinerlei Beweise, dass die Errichtung von Windparks irgendetwas zum Kampf gegen Klimawandel beitragen wird. Viele Dinge wie Netzanbindung (egal wie viele Kilometer), ausländische Bauteile und Arbeiter, übelste Verschmutzung in China durch den Bergbau nach notwendigen Erdmineralien sowie Stilllegung werden in keiner einzigen Berechnung zur CO2-Einsparung berücksichtigt, was die Behauptungen bzgl. Emissionen zur Farce macht.

Wind-Propagandisten begnügen sich nicht damit, in die Schulen zu gehen, sondern sie produzieren auch kinderfreundliche Geschichten über Turbinen. Tommy the Turbine,Timmy the Turbine, Lofty usw. Allesamt sollen sie einer kontroversen Industrie zu einem positiven Image verhelfen und dafür sorgen, dass die Profite der nächsten Generation weggenommen werden.

Lindsey Ward schrieb Subsidy Sam, illustriert von Josh, als Vergeltung für diese schamlose Indoktrination zuvor in diesem Jahr. Es war eine satirische Story und in Wirklichkeit für Erwachsene.

Hier: http://cartoonsbyjosh.co.uk/subsidy-sam

Subsidy Sam breitete sich global aus, und es folgten Anfragen, eine wirkliche Geschichte für Kinder zu schreiben. Lyndsey erdachte sich Tiny the Turbine und Josh stimmte zu, diese zu illustrieren.

Hier: http://cartoonsbyjosh.co.uk/tiny-the-turbine

Kinder sollten niemals der Indoktrination seitens multinationaler Unternehmen ausgesetzt sein, die ein Produkt verkaufen wollen, ohne auch nur ein einziges, dagegen sprechendes Argument zuzulassen. Es passiert wieder und immer wieder in Schottland. Fast Food-Giganten wurde vor Jahren der Zugang zu Schulen gestattet – jetzt haben wir es mit einer Fettsucht-Epidemie zu tun.

Diese kleine Geschichte ist moralisch. Es zertrümmert die Mythen der sauberen und grünen [Wortspiel: clean and green] umweltfreundlichen Windenergie. Aber sie tut dies auf eine logisch aufgebaute und einfühlsame Art und Weise, die nur zu offensichtlich ist für all jene, die die andere Seite der Industrie kennen – und auf eine Art und Weise, die Kinder verstehen werden.

Wichtig: Sie ist geschrieben und illustriert von Menschen, die nicht von Big Industry mit den tiefen Taschen der Multis bezahlt werden. Sie ist geschrieben von Menschen, die sich leidenschaftlich für die Umwelt einsetzen. Und Kinder werden damit nicht indoktriniert durch eine Industrie, die ihre Aktionäre bei Laune halten will. Sie ist eine ehrliche Reflektion dessen, was wir passieren sehen – auf der anderen Seite. Der Seite, von denen man den Kindern nie etwas erzählt.

Diese Erzählung, obschon geschrieben in Schottland, kann in jedem Land erzählt oder vorgelesen werden, wo es industrielle Windentwicklung gibt, und wir hoffen, dass sie ihre Reise um die Welt antritt und in andere Sprachen übersetzt wird [ist schon im Gange, s. o.! Anm. d. Übers.]

Eingeleitet wird sie von einem Vorwort von Sarah Laurie, geschäftsführende Direktorin der Waubra Foundation in Australien, welche sich für Gesundheitsforschung und Vorschriften für umweltliche Lärmverschmutzung einsetzt.

Die Botschaft in dieser kleinen Erzählung richtet sich an alle Regierungen, die die Windindustrie unterstützen, und lautet folgendermaßen:

● Man verbiete sofort Multis den Zugang zu Schulkindern, wenn jene nur ihre Waren anpreisen wollen und getrieben sind von ihren Anteilseignern und Profitgier.

● Man verbiete der Windindustrie sofort die weitere Ausplünderung von Gemeinden gegen deren Willen. Man verschaffe den Gemeinden Wind-Vetorecht und das Letzte Wort zu Entwicklungen, mit denen zu leben sie gezwungen werden.

● Man höre sofort auf, die schon jetzt sehr wohlhabenden Entwickler und Landbesitzer zu bereichern auf Kosten ihrer eigenen Bevölkerung.

● Man höre sofort auf, die gesundheitlichen Schäden zu leugnen, unter denen Menschen und Tiere zu leiden haben.

● Man höre sofort auf, Bedenken bzgl. Trinkwasserverschmutzung und Umweltschäden zu ignorieren.

● Man höre sofort auf, den Tod geschützter Vögel und Fledermäuse durch Rotorblätter als unwesentlich abzutun, erreichen die Zahlen doch katastrophale Proportionen weltweit.

● Man spreche und agiere für die Menschen, von denen die Gemeinden bezahlt werden, und nicht für die reichen Multis.

Die Arme der Windindustrie und der diese unterstützenden Politiker sind getränkt mit den Tränen unwilliger Gemeinden, die ausgebeutet worden sind und weiterhin ausgebeutet werden.

Zusätzlich zu Obigem eine Botschaft besonders an die Regierung von Schottland:

Geben Sie ihren Bürgern Wind-Vetorechte so wie Ihre Kollegen in England, so dass lokale Opposition tatsächlich im Planungsprozess etwas bedeutet!

Wind Watch

Im Original folgt hier die Geschichte von ,Tiny the Turbine‘ mit einem Vorwort von Sarah Laurie. Sie ist oben verlinkt, ebenso wie die Version für Erwachsene. Beide werde ich übersetzen, dazu stehe ich in Kontakt zur Autorin. Auf jeden Fall werden beide Geschichten nach Erlaubnis der Autorin auf meiner Website stehen.

Zu diesem Beitrag gibt es bei STT noch einen Folgebeitrag, der ebenfalls in der Übersetzung ist. Mein Fazit: Endlich regt sich mal auf dieser Ebene Gegenwind gegen die Windmultis und deren Praktiken.

Chris Frey – Übersetzer

Link: https://stopthesethings.com/2016/09/23/wind-industry-pummels-pupils-with-wind-cult-propaganda-in-schools/




Rückschau auf den September 2016

Bild rechts: Altweibersommer mit beginnender Laubfärbung im Unstrut-Tal: Nicht immer zeigt sich der September so freundlich. Foto: Stefan Kämpfe

Zunächst stimmt an diesen Behauptungen, dass es sich um einen warmen September 2016 handelt, was auch die weiteren Grafiken zeigen werden. Aber dass der Grund dafür die steigenden CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre sein sollen, ist damit natürlich nicht automatisch bewiesen. Schließlich sind die Gehälter der Bischöfe und Pfarrer in den letzten 30 Jahren auch gestiegen. Dieser Anstieg korreliert jedoch rein zufällig mit den CO2- Konzentrationen. Dass ausgerechnet ein CO2-Konzentrationsanstieg diese Erwärmung bewirkt haben soll, müsste erst durch einen jederzeit und überall auf der Erde wiederholbaren Versuchsbeweis bestätigt werden. Und darauf warten wir seit Svante Arrhenius, also seit über 150 Jahren. Es muss also andere Gründe für das Klimaverhalten der einzelnen Zeitabschnitte geben, die bereits in diesem Artikel beschrieben wurden: http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-septemberkapriolen-2016-eine-ursachenforschung/

Wir wählen zunächst einen längeren Betrachtungszeitraum: Und schon ändern sich die Wahrheiten. Das Diagramm entspricht nicht den Erwartungen der Treibhaus-Erwärmungsgläubigen.

Abb.1: September 1942 bis 2016: Das sind 75 Jahre, weil 75 Septembermonate. Die Grafik zeigt, dass der September 2016 zu den wärmeren gehört. Die Trendlinie zeigt aber auch, dass in den letzten 75 Jahren keinerlei signifikante Erwärmung stattgefunden hat. Die Trendlinie ist zugleich die Temperaturdurchschnittslinie über die letzten 75 Jahre.

Anmerkung: Die Temperaturdaten des DWD sind nicht wärmeinselbereinigt, denn Deutschland hat sich in den letzten 75 Jahren gravierend verändert. Jeder menschliche Eingriff in die Landschaft führt zu einer schleichenden Erwärmung bei den Messstationen. Das bedeutet letztlich, dass die Temperaturen des Monates September über den Zeitraum der letzten 75 Jahre sogar leicht fallend wären. Schon die Grafik 1 zeigt, dass CO2 in den letzten 75 Jahren keinerlei Einflusswirkung hatte.

Die Trendlinie der Grafik 1 ist horizontal, trotzdem gab es 2 verschiedene Temperaturverläufe innerhalb der 75 Jahre, was nun gezeigt werden soll. Wir unterteilen den Gesamtzeitraum in zwei Abschnitte.

Abb.2: Wie schon bei den anderen Monaten zeigt auch der September eine deutliche Abkühlung zu Beginn der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er fiel am Ende der Betrachtungsperiode in ein regelrechtes Kälteloch.

Und wer sich noch an den kalten September 1972 mit seinen 10,7°C erinnert, der weiß wie angenehm 2016 war. 1972 haben Vogelschützer die entkräfteten nach Süden ziehenden Schwalben eingesammelt und sie über die Alpen gebracht. Damals redete man noch von einer bevorstehenden kleinen Eiszeit mit unangenehmen Folgen für den Erntemonat September und mit gravierenden Ernteeinbußen.

KÄMPFE hatte in seinem Beitrag „Die Septemberkapriolen 2016 – eine Ursachenforschung“, einsehbar unter http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-septemberkapriolen-2016-eine-ursachenforschung/ den Einfluss der Großwetterlagenhäufigkeiten auf das Temperaturverhalten im September untersucht. Folgendes Streudiagramm zeigt, wie stark kühlend häufiges „Nordwetter“ im September wirkt. Der Kälte- September 1972 wies (leider) an 23 und damit an mehr als ¾ aller Tage Nordwetter auf:

Abb. 3: Tendenziell fällt der September kühler aus, wenn er mehr Tage mit Nordanteil aufweist. 1912 gab es im September nur kalte 9,1°C bei 22 Tagen mit Nordanteil.

Weitere, wesentliche Einflussgrößen auf die Septembertemperaturen seien am Beispiel Potsdams kurz genannt. Die Korrelationskoeffizienten und Bestimmtheitsmaße für das Septembermittel der Lufttemperatur in Potsdam 1893 bis 2015 (n=123 Jahre) betragen zur Sonnenscheindauer r=0,63, B=39,7%, zur Häufigkeit der Großwetterlagen (GWL) mit Südanteil r=0,37, B=13,7%, zur AMO r=0,222, B=4,9% und zur Gesamtbewölkung in Achteln (leider wird in Potsdam nicht der Anteil der CL-, CM- und CH- Bewölkung beobachtet b.z.w. veröffentlicht) r=minus 0,496, B= 24,6%. Einen bemerkenswert hohen Einfluss haben alle GWL mit Nordanteil mit r=minus0,543, B=29,5%. Alle genannten Korrelationskoeffizienten, selbst der relativ "schwache" für die AMO, sind auf dem 95%- Niveau signifikant; Grund ist der hohe Stichprobenumfang mit n>100. Im günstigsten Falle (die Bewölkung weggelassen, weil zu eng mit der Sonnenscheindauer gekoppelt) lassen sich also 39,7%+29,5%+4,9%=74,1% mit nur 3 Einflussgrößen erklären – ein sonnenscheinarmer September bei viel Nordwetter und geringem AMO- Wert wird also sehr wahrscheinlich deutlich zu kühl ausfallen. Die Werte sind in Bezug auf das Deutschland- DWD- Mittel ganz ähnlich; leider gibt es da aber keine derart langfristige Aufzeichnung der Sonnenscheindauer. Und nimmt man noch die Sonnenfleckenhäufigkeit hinzu, die mit r=0,21, B=4,4% auch einen geringen Einfluss hatte, so lassen sich gar 78,5% der Variabilität des Temperaturverhaltens im September erklären – ganz ohne CO2.

Eine bevorstehende kleine Eiszeit? Die Grafik 2 zeigt noch deutlicher, dass die klimatischen Schwankungen nichts mit der Kohlendioxid-Konzentration zu tun haben können, denn auch in diesem ersten Betrachtungsabschnitt ist die CO2-Konzentration gestiegen. Seriöse Klimawissenschaftler fragen nach den vielfältigen Gründen dieser Abkühlung. Nur die CO2-Erwärmungsgläubigen verschließen ihre Augen vor solchen Fragen, da sie nicht in das Schema ihres Irrglaubens passen.

Die seinerzeit – vor 40 Jahren – prophezeite weitere Abkühlung setzte sich jedoch glücklicherweise nicht fort, und zwar aus folgendem Grund: Die Großwetterlagen haben sich ab 1978 geändert, anstatt mit Nordströmungen wurde Mitteleuropa wieder vermehrt mit West- und wärmenden Südwestströmungen im September versorgt, was zu deutlichen Septembererwärmungen führte, wobei die vom Menschen seitdem durchgeführten Landschaftsveränderungen, großzügig geplante wärmende Urbansierungen in die freie Natur hinein, der zusätzliche Wärmeinseleffekt die wärmenden Änderungen der Großwetterlagen unterstützte. Das zeigt die nächste Grafik:

Abb. 4: Im Betrachtungsabschnitt 2, von 1979 bis heute ist der September wieder angenehm wärmer geworden, zugleich zeigt die Grafik aber auch, dass die Erwärmung 1999 endete und seitdem stagnieren die Temperaturen auf einem hohen Niveau.

Zusammenfassung:

1) Trotz eines angenehm warmen Septembers 2016 stagnieren die Septembertemperaturen seit 75 Jahren.

2) Zwischen 1960 und 1978 durchliefen die Septembermonatstemperaturen eine Kaltphase. Aus diesem Tal heraus betrachtet, sind die momentanen Temperaturen höher. Der DWD redet fälschlicherweise von „extrem warm“.

3) Nach 1978 sind die Temperaturen bis 1999 gestiegen, ein neues Temperaturplateau ist entstanden.

4) Seit 1999 bis 2016 gab es dann keine weitere Erhöhung mehr.

5) Im ganzen Zeitraum sind die Kohlendioxidkonzentrationen, insbesondere auch in den letzten 17 Jahren, rasant gestiegen.

Merke: Das Temperaturverhalten des Monates September über die letzten 75 Jahre zeigt erneut, dass Kohlendioxid keinen oder kaum einen Einfluss auf die Temperaturentwicklung hat.

Der Mensch beeinflusst die Temperaturen natürlich wärmend mit über die täglich zunehmenden Wärmeinseleffekte bei den Messstationen. Die Grafik einer WI-armen Station wie Amtsberg in Sachsen zeigt seit 20 Jahren bereits eine leichte Abkühlung.

Fazit: Die drei Temperaturverläufe des Monates September können die in den Medien ständig behauptete, menschengemachte CO2-Klimaerwärmung nicht bestätigen.

Josef Kowatsch, unabhängiger Klimawissenschaftler und Naturbeobachter.

Stefan Kämpfe, Diplom- Agraringenieur, unabhängiger Natur- und Klimaforscher




Statistisch gesehen, begann der leicht wärmende Klimawandel erst mit dem Ende des kalten Krieges signifikant zu werden

Man versucht, diesem Problem inzwischen mit verfeinerten statistischen Methoden wie der trendbeseitigenden Fluktuationsanalyse (DFA)[3] zu begegnen. Doch auch damit ist das wirkliche Basisproblem der ungenauen, historischen Daten nicht lösbar, schlimmer noch, gerade diese Methode ist auf genaue Vergangenheitsdaten angewiesen.

Video (leider nur in Englisch) von Pat Frank (Juli 10, 2016, Omaha, Nebraska.) als Ergänzung zu den im Beitrag behandelten immensen Unsicherheiten, die den historischen Temperaturdaten zwangsläufig und unabänderlich innewohnen. (Details dazu u. hier und hier und hier) Im Video zeigt der Vortragende unmissverständlich und unwiderlegbar auf, dass bei Anwendung der Fehlertheorie mit ihrem Fehlerforpflanzungsgesetz jegliche Klima-Modellaussage völlig bedeutungslos wird. Weil ihre berechneten Änderungen z.B. der Temperatur, z:B. allein auf Grund der ungenauen Kenntnis der Wolkenbedeckung 140 mal kleiner ist als die unvermeidbare Unsicherheit, die aufgrund des Gesetzes der Fehlerforpflanzung zwangsläufig entsteht. Und der Fehler durch die Wolkenbedeckung ist nur einer von vielen Fehlern.

Hinweis: Wer sich konkreter über diese statistische (DFA) Methode informieren möchte, findet in [6] und vor allem [4] gut erklärende Basisinformation. In [4] sind zudem zwei Temperaturmessreihen in Asien als Beispiele detailliert analysiert und dabei gezeigt, wie weit Trendaussagen abhängig von der verwendeten statistischen Methode differieren können (Anm.: dieses Beispiel aus [4] ist in der Dissertation [8] aufgegriffen und mit Zusatzinformation ergänzt) .
Trotzdem sind die Ergebnisse interessant, da sie die enormen – und wesentlich größer als bisher angenommenen – statistischen Unsicherheiten der Temperaturreihen aufzeigen.

Beispiel Messreihe von Bajtyk (Mongolei).
[4] Tab. 3; 1915-2001: Bajtyk

– Lineare Trendanalyse: 0,7°C auf 100 Jahre;

– DFA-basiertes Verfahren: 0,0 – 0,5°C auf 100 Jahre
Zusätzlich ist dort auch gezeigt, dass die zwei nur 320 km weit entfernte Temperaturstationen Karakol eine deutlich abweichende Trendaussage liefert. Dort beträgt der Trend:
Station Karakol: +1 °C +-0,2 in 100 Jahren

Nach der DFA-Trendanalyse begann der Klimawandel – wenn man ganz sicher sein will – erst nach 1990

In der Dissertation [8] wurde nach der DFA Methodik errechnet, ab wann ein von der Vergangenheit unabhängiger, neuer Temperaturtrend sicher besteht. Er beginnt mit dem Jahr 1990.

[8] In diesem Fall hat man für die näher diskutierten Rekonstruktionen Detektionsjahre id im Bereich von 1990 (Mann1999), 1993 (Briffa2000), 1994 (McIntyre2003) und 1995 (Esper2002) bis 1998 (Moberg2005) und 2002 (Jones1998).

Die Dissertation zeigt aber auch die mit der verbesserten Statistik nicht gelöste Problematik der historischen Ungenauigkeiten, denn Rekonstruktionsanalysen mit „geraden“ historischen Verläufen führen natürlich auch zum früheren „Beleg“ eines Klimawandel-Trends.

[8] Diese Analyse zeigt auch, wie wichtig es ist, über präzise Rekonstruktionen zu verfugen. Denn nur auf ihrer Basis kann die gegenwärtige Klimaerwärmung untersucht werden.

Was gerade global berechnet wurde, zeigt sich ebenfalls deutlich an den Temperaturverläufen in Deutschland (Bild 1) und auch von England (Bild 2). Erst ab dem Jahr 1990 beginnt der wirklich steile Temperaturanstieg. Dies gilt sowohl für die Globaltemperatur (Bild 1), wie auch im Detailverlauf der Station Potsdam (Bild 3), die wegen ihrer seltenen, langen Zeitreihe für Analysen gerne verwendet wird..
Um zu zeigen, über welche großen Zeitintervalle der Temperaturverlauf nicht mit dem anthropogenen CO2-Eintrag korreliert, ist auch dies anhand der Temperaturreihen von Deutschland und England dargestellt (Bild 2).


Bild 1 Bild 1 Temperaturverlauf Deutschland 1750 – 2016, Jahreswerte (blau, linke Temperaturskala), gleitender 30-Jahre Mittelwert (rot, rechte, gedehnte Temperaturskala). Vom Autor anhand der DWD Daten erstellt

Bild 2 Temperaturverlauf Deutschland (dunkelgrün) und Zentralengland (gelb) gleitende 30-Jahre Mittelwerte. Startwert Deutschland auf das Jahr 1783 mit dem Wert von England normiert. Die rechte Temperaturachse gilt für England, der Wert von Deutschland liegt um 1,33 Grad niedriger. Darüber eine Verlaufsgrafik des anthropogenen CO2-Eintrags (schwarz) kopiert. Grafik vom Autor erstellt.

Die Temperaturreihe von Potsdam

In globalen Kurven sind solche Artefakte aufgrund der vielen Mittelungen stark „verwischt“, in Einzelkurven zeigen sie sich deshalb deutlicher.
Das folgende Bild 3 zeigt den Temperaturverlauf der Station Potsdam (Anm.: Der Verlauf der Station Berlin Dahlem ist praktisch identisch). Genau mit der Wiedervereinigung 1989 zeigt sich nach einer langen, horizontalen Stagnation der Beginn eines deutlichen Trends, den auch sowohl der Verlauf von Deutschland und auch von England in Bild 2 aufweisen.


Bild 3 Temperaturverlauf Messstation Potsdam 1883 – 2015 (DWD-Stations-ID 3987) vom Autor aus den Daten erstellt.
Jahresmittel (schwarz), gleitendes Jahresmittel (gelb), gleitendes 30-Jahre Mittel (rot, Hinweis: rechte Temperaturachse),
+-0,5 °C Mittelwerttoleranz (grüner Doppelpfeil)

Um zu zeigen, wie unspektakulär sich dies ohne gedehnte Temperaturachsen darstellt, sind die gleichen Verläufe im Bild 4 bezogen auf die 0-Grad Achse gezeigt. Jeder Leser versuche einmal, die der Welt noch zugestandenen +0,6 Grad Temperaturerhöhung (sind dann +1,5 Grad seit Beginn der Industrialisierung) darin als Problem zu entdecken, wie es unserm Bundestag mit der einstimmigen Verabschiedung des Klimaschutzgesetzes am 22.09.2016 gelang.


Bild 4 Gleiche Daten wie Bild 1, aber bezogen auf 0 Grad und einheitliche Skalierung

In einer statistischen Studie [7] wurde der Fehlerbereich des Mittelwertes der Temperaturreihe Potsdam berechnet und mit +-0,5 °C angegeben.

[7] If the Potsdam anomalies were identically independently distributed data, this error would be about 0.07◦C. For AR(1) data with the given auto-correlation time, it would be about 0.2°C, for a pure long range correlated data set it would be about 0.3°C, and for the model which fits best the data it is 0.5°C.
As particular results, we found that the 95% confidence intervals for 30-year averages of the Potsdam temperatures (Darwin temperatures) are almost as large as (even larger than) the whole warming effect of the past 100 (50) years. Although the physical con sequences of increasing greenhouse gas concentrations are undebatable, this work shows that a quantitative assessment of climate change from observed data is still challenging.
The results shown for Potsdam and Darwin admit with low but finite probability both the absence of climate change as well as a warming of already much more than 1 °C, and without the past 5 years of data, the same analysis shows much less significance for warming.

[Übersetzung von Chris Frey: Falls die Anomalien von Potsdam identische unabhängig verteilte Daten wären, läge dieser Fehler bei etwa 0,07°C. Für die Daten im AR 1 mit der gegebenen Autokorrelationszeit wäre er etwa 0,2°C, für einen reinen, langfristig korrelierten Datensatz etwa 0,3°C und für das Modell, das am besten zu den Daten passt, wäre er 0,5°C.

Im Einzelnen fanden wir, dass die 95%-Vertrauensintervalle für 30-jährige Mittelwerte der Temperaturen von Potsdam (und der von Darwin) fast genauso groß (sogar noch größer) sind als der gesamte Erwärmungseffekt der letzten 100 (50) Jahre. Obwohl die physikalischen Konsequenzen zunehmender Treibhausgas-Konzentrationen nicht zur Debatte stehen, zeigt diese Arbeit, dass eine quantitative Abschätzung des Klimawandels aus Messdaten immer noch eine Herausforderung ist.

Die Ergebnisse für Potsdam und Darwin räumen mit geringer, aber eindeutiger Möglichkeit ein, dass sowohl das Fehlen eines Klimawandels als auch eine Erwärmung von schon jetzt mehr als 1°C abgeleitet werden kann, und ohne die Daten der letzten 5 Jahre würde die Analyse viel weniger Signifikanz für eine Erwärmung zeigen.]

Danach wäre der 30-Jahre Mittelwert der Station Potsdam erst in den letzten Jahren gerade eben aus dem statistischen Fehlerbereich einer horizontalen Verlaufslinie herausgekommen und die Wahrscheinlichkeit, dort wieder hineinzulaufen sehr hoch (sofern wie angenommen die jüngsten Temperaturspitzen zyklisch bedingt sind).

Fazit

Genauere statistische Trendanalysen zeigen, dass die Fehlerbänder der Temperaturkurven wesentlich größer sind als bisher (aus der Stichprobenstatistik berechnet) angenommen. Sie zeigen zudem, dass der belegbare Beginn der Warmphase erst mit den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts wirklich begann und man kann zeigen, dass eine starke Korrelation des warmen Klimawandel-Beginns mit dem Ende des kalten Krieges besteht (sowie wie auch mit dem Steigen der US-Postgebühren). Ein gutes Beispiel, wie viel Unsinn selbst starke Korrelationen über die wirklichen Zusammenhänge aussagen können, allerdings auch eine Tatsache, die zum Grübeln über die AGW-Theorie Anlass gibt.

Wer sich schon immer gewundert hat (wie der Autor), wie zu offensichtlich mindestens ungenauen Proxi- und Temperaturverläufen extrem enge Vertrauensbereichs-Bänder hinterlegt sind (weil sie der Computer so berechnet hat, der von statistisch einwandfreien Daten ausging) mit der Wirklichkeit nicht überein stimmen können, findet sich hier bestätigt.

Anm.: Das Thema der Temperaturstufen wurde in [2] bereits mit vielen Beispielen dargestellt.

Nachtrag

Zum Verlauf von globalen Temperaturkurven ein Anhang.
Die Temperaturstationen werden laufend ausgetauscht (wie im ersten Absatz beschrieben) und verändert. Anfang der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts begann man jedoch, die Stationszahl extrem auszudünnen und zwar vor allem in ländlichen (also kühleren!) Gebieten[10]. Die Auswirkungen auf die Temperatur korrelieren erkennbar deutlich und ist besonders um das Jahr 1990 auffallend. Dies könnte manche Erklärungen für den „sonderbaren“ Verlauf von Temperaturkurven liefern.

Bild 5 NASA GISS Globaltemperatur (Screenshot der GISS Animation) und vom Autor darüber kopiert die Grafik mit Anzahl und Art der Temperaturstationen aus [10]. Hinweis: die Verlängerungen der Stationsanzahl mit den dunkelgrün gestrichelten Linien sind vom Autor ohne Datenhintergrund rein fiktiv zugefügt.

Bild 6 NASA Giss US Landdaten (Screenshot der Giss Animation) und vom Autor darüber kopiert die Grafik mit Anzahl und Art der Temperaturstationen aus [10]. Hinweis: die Verlängerungen der Stationsanzahl mit den dunkelgrün gestrichelten Linien sind vom Autor ohne Datenhintergrund rein fiktiv zugefügt.

Quellen

[1] EIKE 11.05.2016: Die Problematik der Temperaturrekonstruktion Eine beispielhafte Sichtung dazu anhand des Projektes PAGES 2k
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/die-problematik-der-temperaturrekonstruktion-eine-beispielhafte-sichtung-dazu-anhand-des-projektes-pages-2k/

[2] EIKE 06.11.2015: Langfrist-Temperaturverläufe Deutschlands: Das Phänomen der „Temperaturstufen“
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/langfrist-temperaturverlaeufe-deutschlands-das-phaenomen-der-temperaturstufen/

[3] EIKE 23.09.2016:Konfidenz-Intervalle für zeitliche Mittelwerte bei langfristigen Korrelationen: eine Fallstudie zu Anomalien der Temperatur auf der Erde
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/konfidenz-intervalle-fuer-zeitliche-mittelwerte-bei-langfristigen-korrelationen-eine-fallstudie-zu-anomalien-der-temperatur-auf-der-erde/

[4] Zentrum für internationale Entwicklungs- und Umweltforschung der Justus-Liebig-Universität Gießen
Discussion Paper Ivo Mossig* und Diego Rybski 2005: Die Erwärmung bodennaher Luftschichten in Zentralasien Zur Problematik der Bestimmung von Trends und Langzeitkorrelationen

[5] EIKE 09.09.2016: Hat die barbusige Dame um 1830 gegen den Klimawandel gekämpft? Eine ganz aktuelle Studie legt es nahe
http://www.eike-klima-energie.eu/news-cache/hat-die-barbusige-dame-um-1830-gegen-den-klimawandel-gekaempft-eine-ganz-aktuelle-studie-legt-es-nahe/

[6] Horst-Joachim Lüdecke 26.Feb. 2013: Klimatrends in Temperaturreihen

[7] Max Planck Institute for the Physics of complex SystemsM. Massah, H. Kantz 2016: Confidence intervals for time averages in the presence of long range correlations, a case study on earth surface temperature anomalies

[8] Institut für Theoretische Physik Gießen, Diego Rybski Dissertation 2006: Untersuchung von Korrelationen, Trends und
synchronem Verhalten in Klimazeitreihen

[9] EIKE: US Klimainstitut (GISS) verfälscht rückwirkend Temperaturdaten!
http://www.eike-klima-energie.eu/klima-anzeige/us-klimainstitut-giss-verfaelscht-rueckwirkend-temperaturdaten/
[10] WUWT 2009: How bad is the global temperature data?

How bad is the global temperature data?